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Susanne Bandemer Die Abschiedsstunde.

aus: Susanne von Bandemer, Neue vermischte Gedichte, Berlin, 1802, S. 147 ff.

Ernst Ludwig Kirchner Nackte Frauen auf Waldwiese

Ha! welch' ein Kampf! von meinem armen Herzen Reit grausam mir des Schicksals Schlu Den besten Theil: dich, Mann der Lieb' und Schmerzen! Der mich verlassen mu.

Dir winkt ein Gott! und trostlos hier zu weinen Verhll' ich mich in dunkle Nacht, Bis einst der Tag der Freude mir wird scheinen Der ewig ruhig macht.

Und bis dahin, will ich die schwarzen Stunden Der Sehnsucht und Erinn'rung weihn. Des Glcks mich freun, das ich bey dir empfunden, Und deiner wrdig seyn.

Und wenn der Schmerz die Geisteskraft ersticket, Das Weib nur Liebe klagen kann, Denk' ich: Da die Entfernung dich beglcket; Und dulde gleich dem Mann.

Doch die Natur siegt in den heien Zhren Die Stella dieser Stunde weint; Und die Gefhl wird, ach! so lange whren Bis uns ein Gott vereint

Auf einem Stern, wo keiner Trennung Leiden Das Herz mit Hllenqual durchdringt: Wo im Genu von unvergllten Freuden Uns reine Liebe winkt.

Dort werd ich mich von hoher Lust durchdrungen Verklret deiner Liebe freun; Und wann ich hier einst glcklich ausgerungen Dein ErdenSchutzgeist seyn.