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Bundesländerranking 2008:

Das Stärken-Schwächen-Profil

Hamburg

Die Hansestadt ist Dynamiksieger 2008 im INSM-WiWo-Bundesländerranking

Dynamikranking:

Bei der Wirtschaftsdynamik belegt Hamburg mit 56,6 Punkten Platz 1 im sechsten wissenschaftlichen
Bundesländerranking von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche. Die von der IW
Consult GmbH im Auftrag von INSM und WiWo erstellte Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle
Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote. Wo Hamburg punktet,
und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Auf Platz 1 liegt Hamburg bei der Einwohnerentwicklung: Das Land erlebte in den Jahren 2004 bis 2007 einen
Zuwachs von 1,4 Prozent (Schnitt: -0,3 Prozent).

+ Der Anteil der Hochschulabsolventen an allen Beschäftigten (Hochqualifzierte) stieg in Hamburg von 2004 bis
2007 um 0,9 Prozentpunkte. Hamburg kommt damit aus Rang 1. Bundesweit war hier ein Anstieg von 0,6
Prozentpunkten zu verzeichnen.

+ Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Hamburg in der Zeit von 2004 bis 2007 um 4 Prozent. Im Schnitt aller
Bundesländer lag die Veränderung bei 2,2 Prozent. Damit erreicht Hamburg Platz 2 im Dynamikvergleich.

+ Rang 2 erreicht Hamburg bei der Entwicklung des verfügbaren Einkommens je Einwohner. Dieses stieg hier in der
Zeit von 2004 bis 2006 um 6,4 Prozent. Im Bundesmittel lag dieser Wert bei 3,8 Prozent.

Schwächen:

- Platz 16 für Hamburg bei der Entwicklung der Arbeitslosenquote. Diese stieg im Zeitraum von 2004 bis 2007 um
0,5 Prozentpunkte. Bundesweit ging sie um 1,5 Prozentpunkte zurück.

- Die Steuerkraft gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie leistungsfähig ein Bundesland wirtschaftlich ist. Je
Einwohner stieg sie in Hamburg innerhalb von drei Jahren um 14 Prozent. Bundesmittel: 25,7. Hamburg erreicht
damit nur Rang 16.

- Die Schuldnerquote, also der Anteil von privat Verschuldeten an der Bevölkerung über 18 Jahren, stieg in
Hamburg von 2004 bis 2007 um 2,0 Prozentpunkte. Im Bundesmittel waren es 1,1 Prozentpunkte. Vorletzter Platz
für Hamburg.

- Der Anteil der Schulabgänger, die in Hamburg die Schule ohne Abschluss verlassen, stieg von 2004 bis 2007 um
0,2 Prozentpunkte. Hamburg kommt damit aus Rang 13. Im Bundesmittel sank die Zahl der Abgänger ohne
Abschluss um 0,5 Prozentpunkte.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking:

Zusätzlich zum Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2007 ausweist, gibt die Studie im
Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand der Bundesländer. Hier landet Hamburg mit 62,0 Punkten
auf Platz 3. Wo Hamburg punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Das Bruttoinlandsprodukt, die jährliche Wirtschaftsleistung je Einwohner, beläuft sich in Hamburg auf 50.557
Euro. Im Bundesschnitt sind es 29.465 Euro. Rang 1.

+ Das verfügbare Einkommen in Hamburg liegt bei 23.849 Euro je Einwohner im Jahr (2006). Bundesschnitt: 18.135
Euro. Damit erreicht Hamburg Platz 1.

+ Die Steuerkraft vermittelt einen Eindruck von der Wirtschaftskraft eines Bundeslandes. Hamburg kommt hier auf
4.597 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt: 2.139 Euro. Auch hier Rang 1 für die Hansestadt.

+ Lässt die staatliche Bürokratie die Unternehmen in Hamburg in Ruhe wirtschaften? In einer IW Consult-Umfrage
aus dem Jahr 2008 erklärten 67,0 Prozent aller Unternehmer, dass sie in Hamburg nur wenig mit Bürokratie
konfrontiert sind. Bundesweit liegt dieser Befragtenanteil bei 55,8 Prozent. Rang 1.

Schwächen:

- Die Exportquote der Industrie in Hamburg liegt bei 23,0 Prozent. Bundesweit sind es 44,9 Prozent. Hamburg ist
hier bundesweit Schlusslicht.

- 11,5 Prozent aller Schulabgänger (2006) in Hamburg haben keinen Abschluss. Bundesweit liegt der Anteil bei
7,8 Prozent. Auch hier Rang 16.

- 45,9 Prozent aller Straftaten wurden im Jahr 2007 in Hamburg aufgeklärt. Bundesweit bewegt sich die
Aufklärungsquote bei 55,0 Prozent. Rang 15. Nur Bremen ist schlechter.

- Rechnerisch hat jeder Einwohner in Hamburg 12.435 Euro öffentliche Schulden zu schultern. Bundesweit liegt
die Schuldenlast bei 7.028 Euro. Rang 14.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Dynamikranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 56,6 1 50,0 Hamburg


Arbeitsmarkt Punkte 14,7 3 12,5 Mecklenburg-Vorpommern
Arbeitslosenquote %-Punkte 2004-2007 -0,5 16 -1,5 Sachsen-Anhalt
Erwerbstätige % 2004-2007 4,0 2 2,2 Berlin
Arbeitsplatzversorgung 1) %-Punkte 2004-2007 5,4 4 4,1 Mecklenburg-Vorpommern
Wohlstand Punkte 14,7 2 12,5 Bayern
Bruttoinlandsprodukt (real) % 2004-2007 7,6 3 6,4 Bayern
Verfügbares Einkommen % 2004-2006 6,4 2 3,8 Bremen
Steuerkraft 2) % 2004-2007 14,0 16 25,7 Brandenburg
Struktur Punkte 16,7 4 15,0 Hessen
Einwohnerentwicklung % 2004-2007 1,4 1 -0,3 Hamburg
ALG II Empfänger 3) %-Punkte 2004-2007 1,2 5 1,4 Bayern
Straftaten % 2004-2007 -10,3 2 -5,0 Mecklenburg-Vorpommern
Aufklärungsquoten Straftaten %-Punkte 2004-2007 1,3 8 0,8 Hessen
Schuldnerquote 4) %-Punkte 2004-2007 2,0 15 1,1 Baden-Württemberg
Exportquote %-Punkte 2004-2007 4,6 12 5,3 Sachsen
Schuldenstand der öffentlichen Haushalte je Einwohner
% 5) 2004-2007 4,4 7 5,2 Sachsen
Investitionsquote der öffentlichen Haushalte 6) %-Punkte 2004-2007 1,0 2 -0,5 Niedersachsen
Standort Punkte 10,4 3 10,0 Sachsen-Anhalt
Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer % 2004-2007 2,6 14 2,0 Berlin
Produktivität % 2004-2007 3,3 11 4,1 Saarland
Schulabgänger ohne Abschluß %-Punkten 2004-2006 0,2 13 -0,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 7) %-Punkten 2004-2007 0,9 1 0,6 Hamburg
Patentintensität Differenz 2004-2007 -2,0 11 -1,0 Baden-Württemberg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Differenz 2004-2006 -1,7 7 -0,9 Berlin
Ausbildungsplatzdichte 8) %-Punkten 2004-2007 2,1 11 3,4 Brandenburg

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
8) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 62,0 3 50,0 Bayern


Arbeitsmarkt Punkte 15,1 6 12,5 Bayern
Arbeitslosenquote % 2007 9,2 8 9,0 Baden-Württemberg
Arbeitsplatzversorgung 1) % 2007 70,1 3 68,4 Bayern
Wohlstand Punkte 21,4 1 12,5 Hamburg
Bruttoinlandsprodukt € je Einwohner 2007 50.557 1 29.465 Hamburg
Kaufkraft € je Einwohner 2008 19.843 4 18.734 Bayern
Verfügbares Einkommen € je Einwohner 2006 23.849 1 18.135 Hamburg
Steuerkraft 2) € je Einwohner 2007 4.597 1 2.139 Hamburg
Struktur Punkte 14,4 9 15,0 Bayern
ALG II Empfänger 3) % 2007 8,5 9 6,4 Bayern
Straftaten je 100.000 Einwohner 2007 13.513 14 7.635 Bayern
Aufklärungsquote % 2007 45,9 15 55,0 Bayern
Schuldnerquote 4) % 2007 12,9 13 10,9 Bayern
Exportquote % 2007 23,0 16 44,9 Baden-Württemberg
€ je 5)Einwohner
Schuldenstand öffentliche Haushalte je Einwohner 2007 12.435 14 7.028 Bayern
Investitionsquote öffentliche Haushalte 6) % 2007 11,5 8 11,8 Sachsen
Standort Punkte 11,1 1 10,0 Hamburg
Arbeitnehmerentgelt € je Arbeitnehmer 2007 38.869 16 33.474 Mecklenburg-Vorpommern
Produktivität (strukturbereinigt) € 2007 70.880 1 54.664 Hamburg
Schulabgänger ohne Abschluß % 2006 11,5 16 7,8 Baden-Württemberg
Kita-Betreuungsquote 7) % 2007 22,0 7 15,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 8) % 2007 12,6 3 9,9 Berlin
Patentintensität je 100.000 Einwohner 2007 55 3 58 Baden-Württemberg
Bewertung Bürokratie 9) % 2008 67,0 1 55,8 Hamburg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst je 1.000 Einwohner 2006 29,0 3 30,5 Niedersachsen
Ausbildungsplatzdichte 10) % 2007 97,0 10 98,3 Bayern

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern unter 3 Jahren
8) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
9) Mittelwert der Positivantworten aus 10 Fragen zum Bereich Bürokratie (Unternehmensbefragung der IW Consult 2008)
10) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de