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Bundesländerranking 2008:

Das Stärken-Schwächen-Profil

Mecklenburg-Vorpommern

Sehr gute Dynamik, aber noch Probleme bei der Wirtschaftsleistung

Dynamikranking:

Bei der Wirtschaftsdynamik belegt Mecklenburg-Vorpommern mit 56,1 Punkten Platz 2 im sechsten wissenschaftlichen
Bundesländerranking von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche. Die von der IW
Consult GmbH im Auftrag von INSM und WiWo erstellte Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle
Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote. Wo
Mecklenburg-Vorpommern punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Die Arbeitsplatzversorgung gibt den Anteil der Erwerbstätigen an allen Einwohnern zwischen 15 und 65 Jahren
an. Von 2004 bis 2007 stieg die Versorgung mit Jobs in Mecklenburg-Vorpommern um 6,9 Prozentpunkte.
Bundesweit waren es 4,1 Prozentpunkte. Platz 1, allerdings vollzog sich diese positive Entwicklung von einem
sehr niedrigen Niveau aus.

+ Die Zahl der Straftaten je 100 000 Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern sank zwischen 2004 und 2007 um 13,6
Prozent. Bundesweit sank sie um 5,0 Prozent. Damit kommt Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 1.

+ Das Arbeitgeberentgelt je Arbeitnehmer - also die jährlichen Arbeitskosten für Unternehmen - stieg in den
Jahren 2004 bis 2007 um 0,4 Prozent. Im Bundesmittel stiegen die Arbeitskosten um 2,0 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern erreicht damit Rang 2.

+ Die Ausbildungsplatzdichte - also das Verhältnis zwischen angebotenen Lehrstellen und Nachfragern -
verbesserte sich in Mecklenburg-Vorpommern in der Zeit von 2004 bis 2007 um 8,8 Prozentpunkte. Als
Lehrstellenstandort erreicht Mecklenburg-Vorpommern damit Rang 2. Verbesserung bundesweit: 3,4 Prozentpunkte.

Schwächen:

- Der Anteil der Schulabgänger, die in Mecklenburg-Vorpommern die Schule ohne Abschluss verlassen, stieg von
2004 bis 2007 um 1,6 Prozentpunkte. Mecklenburg-Vorpommern erreicht damit nur den letzten Platz. Im
Bundesmittel sank die Zahl der Abgänger ohne Abschluss um 0,5 Prozentpunkte.

- Der Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger an der Gesamtbevölkerung stieg in der Zeit von 2004 bis 2007 in
Mecklenburg-Vorpommern um 2,8 Prozentpunkte. Im Bundesdurchschnitt lag die Veränderung bei 1,4
Prozentpunkten. Vorletzter Platz für Mecklenburg-Vorpommern.

- Das reale Bruttoinlandsprodukt, also die Jahreswirtschaftsleistung, wuchs in Mecklenburg-Vorpommern um 4,0


Prozent. Der Mittelwert liegt hier bei 6,4 Prozent. Für den Betrachtungszeitraum 2004 bis 2007 bedeutet dies
Rang 14 für Mecklenburg-Vorpommern.

- Auf Platz 14 liegt Mecklenburg-Vorpommern bei der Einwohnerentwicklung: Das Land erlebte in den Jahren 2004
bis 2007 einen Rückgang von 2,2 Prozent. Bundesweit war ein Rückgang von 0,3 Prozent zu verzeichnen.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking:

Zusätzlich zum Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2007 ausweist, gibt die Studie im
Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand der Bundesländer. Hier landet Mecklenburg-Vorpommern mit
38,6 Punkten auf Platz 14. Wo Mecklenburg-Vorpommern punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Die Arbeitskosten - also das, was ein Unternehmen im Jahr im Schnitt für einen Arbeitnehmer zu bezahlen hat -
betragen in Mecklenburg-Vorpommern 25.621 Euro. Bundesweit liegt der Betrag bei 33.474 Euro. Rang 1.

+ 44,1 Prozent der unter Dreijährigen gehen in Mecklenburg-Vorpommern in die Kita. Bundesweit liegt die
Kitabetreuungsquote bei 15,5 Prozent. Platz 2 für Mecklenburg-Vorpommern.

+ 59,9 Prozent aller Straftaten wurden im Jahr 2007 in Mecklenburg-Vorpommern aufgeklärt. Bundesweit bewegt
sich die Aufklärungsquote bei 55,0 Prozent. Rang 4.

Schwächen:

- Mit einer Arbeitslosenquote von 16,5 Prozent belegt Mecklenburg-Vorpommern Platz 16. Im Bundesdurchschnitt
erreichte die Arbeitslosigkeit im Jahr 2007 ein Niveau von 9,0 Prozent.

- Das Bruttoinlandsprodukt, die jährliche Wirtschaftsleistung je Einwohner, beläuft sich in


Mecklenburg-Vorpommern auf 20.352 Euro. Im Bundesschnitt sind es 29.465 Euro. Rang 16.

- Das verfügbare Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 14.266 Euro je Einwohner im Jahr (2006).
Bundesschnitt: 18.135 Euro. Damit erreicht Mecklenburg-Vorpommern Platz 16.

- Auf 100 000 Einwohner wurden in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 10 Patente angemeldet. Bundesweit
erreicht die Patentintensität einen Wert von 58 angemeldeten Erfindungen. Rang 16.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Dynamikranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 56,1 2 50,0 Hamburg


Arbeitsmarkt Punkte 17,6 1 12,5 Mecklenburg-Vorpommern
Arbeitslosenquote %-Punkte 2004-2007 -4,0 2 -1,5 Sachsen-Anhalt
Erwerbstätige % 2004-2007 2,0 8 2,2 Berlin
Arbeitsplatzversorgung 1) %-Punkte 2004-2007 6,9 1 4,1 Mecklenburg-Vorpommern
Wohlstand Punkte 11,5 12 12,5 Bayern
Bruttoinlandsprodukt (real) % 2004-2007 4,0 14 6,4 Bayern
Verfügbares Einkommen % 2004-2006 3,1 11 3,8 Bremen
Steuerkraft 2) % 2004-2007 38,8 5 25,7 Brandenburg
Struktur Punkte 17,0 2 15,0 Hessen
Einwohnerentwicklung % 2004-2007 -2,2 14 -0,3 Hamburg
ALG II Empfänger 3) %-Punkte 2004-2007 2,8 15 1,4 Bayern
Straftaten % 2004-2007 -13,6 1 -5,0 Mecklenburg-Vorpommern
Aufklärungsquoten Straftaten %-Punkte 2004-2007 2,2 3 0,8 Hessen
Schuldnerquote 4) %-Punkte 2004-2007 0,7 3 1,1 Baden-Württemberg
Exportquote %-Punkte 2004-2007 6,9 3 5,3 Sachsen
Schuldenstand der öffentlichen Haushalte je Einwohner
% 5) 2004-2007 -0,7 3 5,2 Sachsen
Investitionsquote der öffentlichen Haushalte 6) %-Punkte 2004-2007 -2,3 14 -0,5 Niedersachsen
Standort Punkte 10,1 9 10,0 Sachsen-Anhalt
Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer % 2004-2007 0,4 2 2,0 Berlin
Produktivität % 2004-2007 2,1 14 4,1 Saarland
Schulabgänger ohne Abschluß %-Punkten 2004-2006 1,6 16 -0,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 7) %-Punkten 2004-2007 0,1 14 0,6 Hamburg
Patentintensität Differenz 2004-2007 -2,0 11 -1,0 Baden-Württemberg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Differenz 2004-2006 -3,1 5 -0,9 Berlin
Ausbildungsplatzdichte 8) %-Punkten 2004-2007 8,8 2 3,4 Brandenburg

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
8) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 38,6 14 50,0 Bayern


Arbeitsmarkt Punkte 7,9 15 12,5 Bayern
Arbeitslosenquote % 2007 16,5 16 9,0 Baden-Württemberg
Arbeitsplatzversorgung 1) % 2007 64,5 13 68,4 Bayern
Wohlstand Punkte 7,6 16 12,5 Hamburg
Bruttoinlandsprodukt € je Einwohner 2007 20.352 16 29.465 Hamburg
Kaufkraft € je Einwohner 2008 15.256 15 18.734 Bayern
Verfügbares Einkommen € je Einwohner 2006 14.266 16 18.135 Hamburg
Steuerkraft 2) € je Einwohner 2007 726 16 2.139 Hamburg
Struktur Punkte 13,6 13 15,0 Bayern
ALG II Empfänger 3) % 2007 12,7 15 6,4 Bayern
Straftaten je 100.000 Einwohner 2007 8.900 13 7.635 Bayern
Aufklärungsquote % 2007 59,9 4 55,0 Bayern
Schuldnerquote 4) % 2007 12,2 10 10,9 Bayern
Exportquote % 2007 26,6 14 44,9 Baden-Württemberg
€ je 5)Einwohner
Schuldenstand öffentliche Haushalte je Einwohner 2007 7.305 6 7.028 Bayern
Investitionsquote öffentliche Haushalte 6) % 2007 13,9 6 11,8 Sachsen
Standort Punkte 9,5 15 10,0 Hamburg
Arbeitnehmerentgelt € je Arbeitnehmer 2007 25.621 1 33.474 Mecklenburg-Vorpommern
Produktivität (strukturbereinigt) € 2007 45.716 14 54.664 Hamburg
Schulabgänger ohne Abschluß % 2006 11,4 15 7,8 Baden-Württemberg
Kita-Betreuungsquote 7) % 2007 44,1 2 15,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 8) % 2007 8,9 11 9,9 Berlin
Patentintensität je 100.000 Einwohner 2007 10 16 58 Baden-Württemberg
Bewertung Bürokratie 9) % 2008 44,5 16 55,8 Hamburg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst je 1.000 Einwohner 2006 33,7 13 30,5 Niedersachsen
Ausbildungsplatzdichte 10) % 2007 98,7 5 98,3 Bayern

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern unter 3 Jahren
8) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
9) Mittelwert der Positivantworten aus 10 Fragen zum Bereich Bürokratie (Unternehmensbefragung der IW Consult 2008)
10) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de