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Bundesländerranking 2008:

Das Stärken-Schwächen-Profil

Schleswig-Holstein

Personell schlanke Verwaltung, aber viele Unternehmer ärgern sich über Bürokratie

Dynamikranking:

Bei der Wirtschaftsdynamik belegt Schleswig-Holstein mit 49,6 Punkten Platz 9 im sechsten wissenschaftlichen
Bundesländerranking von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche. Die von der IW
Consult GmbH im Auftrag von INSM und WiWo erstellte Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle
Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote. Wo Schleswig-Holstein
punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Rang 3 erreicht Schleswig-Holstein bei der Entwicklung des verfügbaren Einkommens je Einwohner. Dieses stieg
hier in der Zeit von 2004 bis 2006 um 5,1 Prozent. Im Bundesmittel lag dieser Wert bei 3,8 Prozent.

+ Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Schleswig-Holstein in der Zeit von 2004 bis 2007 um 2,5 Prozent. Im
Schnitt aller Bundesländer lag die Veränderung bei 2,2 Prozent. Damit erreicht Schleswig-Holstein Platz 4 im
Dynamikvergleich.

+ Auf Platz 5 liegt Schleswig-Holstein bei der Einwohnerentwicklung: Das Land erlebte in den Jahren 2004 bis
2007 einen Zuwachs von 0,3 Prozent. Bundesweit sank die Einwohnerzahl vom 0,3 Prozent.

+ Die öffentliche Investitionsquote verbesserte sich in Schleswig-Holstein von 2004 bis 2007 um 0,4
Prozentpunkte. Im Bundesschnitt sank sie um 0,49 Prozentpunkte. Schleswig-Holstein erreicht Rang 5.

Schwächen:

- Die Produktivität, also das, was jeder Erwerbstätige im Jahr erwirtschaftet, stieg von 2004 bis 2007 nur um
1,6 Prozent. Rang 15 für Schleswig-Holstein vor dem Hintergrund eines bundesweiten Produktivitätswachstums
von 4,1 Prozent.

- Die Ausbildungsplatzdichte - also das Verhältnis zwischen angebotenen Lehrstellen und Nachfragern -
verbesserte sich in Schleswig-Holstein in der Zeit von 2004 bis 2007 nur um 0,6 Prozentpunkte. Veränderung
bundesweit: 3,4 Prozentpunkte. Als Lehrstellenstandort erreicht Schleswig-Holstein damit nur den vorletzten
Platz.

- Die Exportquote der Industrie in Schleswig-Holstein stieg von 2004 bis 2007 um 4,0 Prozentpunkte. Bei einem
bundesweiten Anstieg um 5,3 Prozentpunkte erreicht Schleswig-Holstein damit nur Platz 14.

- Das reale Bruttoinlandsprodukt, also die Jahreswirtschaftsleistung, wuchs in Schleswig-Holstein um 4,1


Prozent. Der Mittelwert liegt hier bei 6,4 Prozent. Für den Betrachtungszeitraum 2004 bis 2007 bedeutet dies
Rang 13 für Schleswig-Holstein.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking:

Zusätzlich zum Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2007 ausweist, gibt die Studie im
Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand der Bundesländer. Hier landet Schleswig-Holstein mit 51,3
Punkten auf Platz 7. Wo Schleswig-Holstein punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken:
+ Auf 1000 Einwohner kommen in Schleswig-Holstein rechnerisch 28,1 Staatsdiener (2006). Bundesweit liegt dieser
statistische Wert bei 30,5 öffentlich Bediensteten. Rang 2.

+ 100 Nachfrager finden in Schleswig-Holstein statistisch ein Angebot von 99,2 Ausbildungsstellen. Bundesweit
liegt die Ausbildungsplatzdichte bei 98,3 Lehrstellen. Platz 4.

+ Mit einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent belegt Schleswig-Holstein Platz 5. Im Bundesdurchschnitt
erreichte die Arbeitslosigkeit im Jahr 2007 ein Niveau von 9,0 Prozent.

+ Durchschnittlich verfügt jeder Einwohner in Schleswig-Holstein jährlich über eine Kaufkraft von 19.013 Euro.
Bundesweit sind es nach aktueller Schätzung der Gesellschaft für Konsumforschung 18.734 Euro. Rang 6.

Schwächen:

- In Schleswig-Holstein liegt der Anteil der Hochschulabsolventen an allen Beschäftigten bei 6,3 Prozent.
Bundesweit erreicht die Quote der Hochqualifzierten ein Niveau von 9,9 Prozent. Damit ist Schleswig-Holstein
Schlusslicht im INSM-WiWo-Bundesländervergleich.

- Lässt die staatliche Bürokratie die Unternehmen in Schleswig-Holstein in Ruhe wirtschaften? In einer IW
Consult-Umfrage aus dem Jahr 2008 erklärten nur 44,9 Prozent aller Unternehmer, dass sie in
Schleswig-Holstein nur wenig mit Bürokratie konfrontiert sind. Bundesweit liegt dieser Befragtenanteil bei
55,8 Prozent. Rang 15.

- 46,8 Prozent aller Straftaten wurden im Jahr 2007 in Schleswig-Holstein aufgeklärt. Bundesweit bewegt sich
die Aufklärungsquote bei 55,0 Prozent. Rang 14.

- 8,2 Prozent der unter Dreijährigen gehen in Schleswig-Holstein in die Kita. Bundesweit liegt die
Kitabetreuungsquote bei 15,5 Prozent. Platz 14 für Schleswig-Holstein.

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Dynamikranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 49,6 9 50,0 Hamburg


Arbeitsmarkt Punkte 12,3 9 12,5 Mecklenburg-Vorpommern
Arbeitslosenquote %-Punkte 2004-2007 -1,4 8 -1,5 Sachsen-Anhalt
Erwerbstätige % 2004-2007 2,5 4 2,2 Berlin
Arbeitsplatzversorgung 1) %-Punkte 2004-2007 4,1 8 4,1 Mecklenburg-Vorpommern
Wohlstand Punkte 12,0 11 12,5 Bayern
Bruttoinlandsprodukt (real) % 2004-2007 4,1 13 6,4 Bayern
Verfügbares Einkommen % 2004-2006 5,1 3 3,8 Bremen
Steuerkraft 2) % 2004-2007 25,9 8 25,7 Brandenburg
Struktur Punkte 15,0 8 15,0 Hessen
Einwohnerentwicklung % 2004-2007 0,3 5 -0,3 Hamburg
ALG II Empfänger 3) %-Punkte 2004-2007 1,4 8 1,4 Bayern
Straftaten % 2004-2007 -5,9 9 -5,0 Mecklenburg-Vorpommern
Aufklärungsquoten Straftaten %-Punkte 2004-2007 -0,7 11 0,8 Hessen
Schuldnerquote 4) %-Punkte 2004-2007 1,2 9 1,1 Baden-Württemberg
Exportquote %-Punkte 2004-2007 4,0 14 5,3 Sachsen
Schuldenstand der öffentlichen Haushalte je Einwohner
% 5) 2004-2007 9,7 12 5,2 Sachsen
Investitionsquote der öffentlichen Haushalte 6) %-Punkte 2004-2007 0,4 5 -0,5 Niedersachsen
Standort Punkte 10,3 5 10,0 Sachsen-Anhalt
Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer % 2004-2007 0,5 3 2,0 Berlin
Produktivität % 2004-2007 1,6 15 4,1 Saarland
Schulabgänger ohne Abschluß %-Punkten 2004-2006 -0,2 12 -0,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 7) %-Punkten 2004-2007 0,4 11 0,6 Hamburg
Patentintensität Differenz 2004-2007 0,0 7 -1,0 Baden-Württemberg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Differenz 2004-2006 -1,3 9 -0,9 Berlin
Ausbildungsplatzdichte 8) %-Punkten 2004-2007 0,7 15 3,4 Brandenburg

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
8) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de


Bestandsranking

Indikator Dimension Jahr Wert Rang Mittelwert Bestes Bundesland

Gesamt Punkte 51,3 7 50,0 Bayern


Arbeitsmarkt Punkte 15,2 5 12,5 Bayern
Arbeitslosenquote % 2007 8,4 5 9,0 Baden-Württemberg
Arbeitsplatzversorgung 1) % 2007 69,5 5 68,4 Bayern
Wohlstand Punkte 12,5 7 12,5 Hamburg
Bruttoinlandsprodukt € je Einwohner 2007 25.489 10 29.465 Hamburg
Kaufkraft € je Einwohner 2008 19.013 6 18.734 Bayern
Verfügbares Einkommen € je Einwohner 2006 17.395 10 18.135 Hamburg
Steuerkraft 2) € je Einwohner 2007 1.671 9 2.139 Hamburg
Struktur Punkte 14,1 11 15,0 Bayern
ALG II Empfänger 3) % 2007 6,3 7 6,4 Bayern
Straftaten je 100.000 Einwohner 2007 8.560 10 7.635 Bayern
Aufklärungsquote % 2007 46,8 14 55,0 Bayern
Schuldnerquote 4) % 2007 12,1 9 10,9 Bayern
Exportquote % 2007 42,6 9 44,9 Baden-Württemberg
€ je 5)Einwohner
Schuldenstand öffentliche Haushalte je Einwohner 2007 8.909 11 7.028 Bayern
Investitionsquote öffentliche Haushalte 6) % 2007 10,1 12 11,8 Sachsen
Standort Punkte 9,6 13 10,0 Hamburg
Arbeitnehmerentgelt € je Arbeitnehmer 2007 30.615 6 33.474 Mecklenburg-Vorpommern
Produktivität (strukturbereinigt) € 2007 55.217 6 54.664 Hamburg
Schulabgänger ohne Abschluß % 2006 9,7 12 7,8 Baden-Württemberg
Kita-Betreuungsquote 7) % 2007 8,2 14 15,5 Sachsen-Anhalt
Hochqualifizierte 8) % 2007 6,3 16 9,9 Berlin
Patentintensität je 100.000 Einwohner 2007 22 12 58 Baden-Württemberg
Bewertung Bürokratie 9) % 2008 44,9 15 55,8 Hamburg
Beschäftigte im öffentlichen Dienst je 1.000 Einwohner 2006 28,2 2 30,5 Niedersachsen
Ausbildungsplatzdichte 10) % 2007 99,2 4 98,3 Bayern

1) Erwerbstätige im Alter von 15 bis 65 Jahren am Wohnort je 100 Einwohner im Alter von 15-65 Jahren
2) Steueraufkommen der Länder und Gemeinden vor Länderfinanzausgleich je Einwohner (ohne Umsatzsteuer)
3) Angaben für 2004 geschätzt
4) Anteil der privat Verschuldeten an den Einwohnern über 18 Jahren
5) Schulden der Länder, Gemeinden / Gemeindeverbände und Zweckverbände
6) Anteil der Investitionen an den bereinigten Ausgaben
7) Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern unter 3 Jahren
8) Anteil der SV-Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss
9) Mittelwert der Positivantworten aus 10 Fragen zum Bereich Bürokratie (Unternehmensbefragung der IW Consult 2008)
10) Ausbildungsstellenangebot in Prozent der Ausbildungsstellennachfrage

Ansprechpartner:
INSM: Carsten Seim, Tel.: 0221 / 49 81 - 403, E-Mail: walter@insm.de
WiWo: Bert Losse, Tel.: 0221 / 887 - 2124, E-Mail: bert.losse@wiwo.de

Alle weiteren Stärken-Schwächen-Profile finden Sie unter: http://www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de