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Mannheim, den 06.03.

2009
Universität Mannheim
Lehrstuhl für Neuere Germanistik I
FS 2009
HS: Didaktik der Medienkompetenz
Leitung: Prof. Dr. Norbert Groeben
Referentin: Nadide Malli LAG [Germ./Phil.]
Thema:Sieben Dimensionen der Medienkompetenz
[Norbert Groeben. Dimensionen der Medienkompetenz. Deskriptive und normative Aspekte. In: Norbert Groeben, Bettina
Hurrelmann (Hg.). Medienkompetenz. Voraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim:Juventa, 2002:160-197]

Dimensionen der Binnenstruktur des Konzepts Medienkompetenz

1.Medienwissen/Medienbewusstsein

 Mediennutzer/innen bewegen sich in einer medialen Konstruktion.

1.1 Medienbewusstsein

 Ebene 1: Medialität <-> Realität


 Ebene 2: Realität <->Fiktionalität
 Ebene 3: Mischformen zwischen Realität und Fiktionalität
 Parasozialität (Bsp. Lokomotive ->Todesangst)

1.2 Medienwissen

 Kategorie 1: Wissen über wirtschaftliche, rechtliche und politische


Rahmenbedingungen einzelner Medien
 Kategorie 2: Wissen über spezifische Arbeits- und Operationsweisen von
bestimmten Medien
 Kategorie 3: Wissen um Medienwirkungen

2. Medienspezifische Rezeptionsmuster

 Mediennutzer/innen verbindet die medienangebots-Erwartung mit der


Mediennutzung.

 Systematisierungsgesichtspunkt 1: Vermeidung negativer Effekte

 Systematisierungsgesichtspunkt 2: Maximierung positiver Effekte


Bsp. Unterhaltungswert

3. Medienbezogene Genussfähigkeit

 Überlappungen mit anderen Dimensionen.


(Medienspezifische Rezeptionsmuster > Genusspotential)
4. Medienbezogene Kritikfähigkeit

 Mediennutzer/innen konzentrieren sich stark auf kognitiven Analyse- und


Bewertungsfähigkeiten.

 Die Medienbotschaft (Informationen/Argumente/Beispiel/etc.) kann man


akzeptieren, kritisieren oder ablehnen.

 Voraussetzung
o umfassendes Wissen über Medienstrukturen und –prozessen.
o Mischformen zwischen Realitäts- und Fiktions-Produkten
unterscheiden.

5. Selektion und Kombination von Mediennutzung

 Selektion:
o Orientierungsfähigkeit dient zur Unterscheidung zwischen
Medien und innerhalb eines einzelnen Medium.
o „als Intensivnutzer verschiedener Medien“ entstehen
Kombinationen bestimmter Medien für je spezielle Bedürfnisse
von Information, Unterhaltung, etc.

6. (Produktive) Partizipationsmuster

 Produktivität wird durch die Mediennutzung gefördert.

 Medienverbund
 Verschiedene Arten von Internetnutzung

7. Anschlusskommunikation

 dient zur Abgrenzung der medienspezifischer Kommunikation


 diese Dimension ist notwendig um Kenntnisse im Bezug auf Ähnlichkeiten oder
Unterschiede zwischen Alltags- und Fernsehen „Wirklichkeit“ zu erlangen.