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kommt seinen Wert nicht als Erstes Wie steht es mit unserer Verbindung

von den Opfern, sondern davon, dass untereinander?


Gott selbst in ihm wohnt.
D.h. all die Opfer wären zu nichts nüt- Wir sind die Steine des Tempels—
ze, wenn Gott nicht selbst dabei an- darum müssen wir fest zusammenhal- Falkenstrasse 1 8630 Rüti
wesend wäre. ten, damit der Tempel bei uns hält.
Predigt vom 22. März 2009
So sind auch unsere christlichen Tä- Ihr habt am Eingang jeder einen Stein
tigkeiten zu nichts nütze, wenn sie bekommen—nehmt ihn mal kurz in
einfach automatisch und mit leerem die Hand und fragt Euch: Was bin ich
Herzen abgespult werden. Die Pries- für ein Stein? Ein stabiler?
ter haben ebenfalls Zugang zum Inne-
ren des Tempels (mehr oder weniger Und dann gebt Euren beiden Nach-
weit im AT) - und so ist es auch für
uns entscheidend, dass wir unsere
inneren Batterien regelmässig aufla-
den mit stillen Gebets- oder lauten 1. Kor 3,16; 2. Kor. 6,16
Anbetungszeiten vor Gott, oder ande-
ren Dingen, die uns dabei helfen, ihm
innerlich nahe zu bleiben. Reiner Akti-
16 Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes
onismus nützt nichts.
Tempel seid und der Geist Gottes
in euch wohnt?
1. Kor 3,16
barn die Hand und fragt Euch: Wie
fest ist unsere Verbindung?
17 Wenn jemand den Tempel Got-
tes verdirbt, den wird Gott verder-
Wenn wir fest mit Christus verbunden
ben, denn der Tempel Gottes ist
sind, verbindet er uns auch unterein-
heilig; der seid ihr.
ander.
Habt Ihr es gesehen in dem Video 1. Kor 3,17
vorhin, wie sich der Tempel
Das ist unsere Chance als Gemeinde.
eindrucksvol erhoben hat hinter den Der Tempel war etwas absolut Monu-
Damit der Tempel halten kann, sind Amen.
engen Gassen der Stadt? Man konnte mentales, Einzigartiges, und es ist
die einzelnen Steine fest miteinander
ihn schon von weither leuchten se- eine Ehre, dass wir als Gemeinde
verbunden.
hen. Er war ein unübersehbares Zei- damit verglichen werden. Es ist eines
chen der Gegenwart Gottes, das ein-
Jesus spricht: Ich will meine Ge-
zige zentrale und grösste tatsächlich.
meinde bauen und die Pforten der
In ähnlicher Weise sagt das Neue
Hölle sollen sie nicht überwältigen.
Testament, dass wir als Gemeinde in
dieser Welt das zentralste und deut-
So stark baut er den Tempel.
lichste Zeichen für die Gegenwart
Gottes sind: Alle Gläubigen gemein-
Irdische Tempelgebäude sind fest
sam bilden den Tempel Gottes, wie
gebaut, damit sie die Jahrhunderte
es heisst:
und möglicherweise Jahrtausende
überdauern. Die Steine sind ganz fest Wolfgang v. Ungern-Sternberg
Tel. 055 241 16 35
zusammengefügt. wolfgang.vonungern@chrischona.ch
der mehreren Bilder, die im Neuen die Gott wohlgefällig sind durch • Jemand ein paar warme Kleider für
Testament benutzt werden, von zwei- Jesus Christus. den Winter besorgen oder einem
en haben wir schon in den letzten 1. Petr 2,5 Kranken im Haushalt helfen
Predigten gesprochen, von der Braut (Dienst)
und der Pflanzung. Interessant, im Bild von den Steinen • Unserem Nachbarn eine Einladung
klingt sofort wieder der Vergleich mit zur Osterevangelisation geben
Wofür ist ein Tempel eigentlich da? dem Tempel an, mit dem „geistlichen (Evangelisation)
Zunächst mal, das Auffälligste, wenn Haus“, wie wir schon gesehen haben.
man reinkommt sind neben den vielen Damit haben wir musterhaft einen
Menschen, die Gott anbeten, die Op- Damit fragt sich nur noch: Was sind Querschnitt durch die verschiedenen
feraltäre. In Jerusalemer Tempel wer- denn „geistliche Opfer“, die wir Berufungen der Gemeinde gemacht.
den Opfer dargebracht—und zwar darbringen sollen? Sie lassen sich zusammenfassen in
Unmengen davon! Im Laufe der Jahre dem Wort GNADE, vgl. mit der Liste Der Tempel ist der Wohnort Gottes,
wächst sich die Anzahl der Opfer an 1 Ich ermahne euch nun, liebe Brü- oben: der Ort seiner besonderen Gegen-
zu einer schwindelerregenden Menge der, durch die Barmherzigkeit Got- wart. Auch wenn „der Himmel aller
von Tieren und Gaben, die nach Tau- tes, dass ihr eure Leiber hingebt • Gemeinschaft Himmel Gott nicht fassen kann und
senden zählt. als ein Opfer, • Nachfolge die Erde der Schemel seiner Füsse
Man sagt manchmal, dass Lämmer das lebendig, heilig und Gott wohl- • Anbetung ist“, hat er sich doch freiwillig ent-
die perfekten Opfertiere sind, weil sie gefällig ist. Das sei euer vernünfti- • Dienst schieden, in seinem Tempel in beson-
„still stehen vor ihrem Scherer“ resp. ger Gottesdienst. derer Weise zu wohnen.
• Evangelisation
auch vor dem sie opfernden Pries- Röm 12,1 Deswegen beschützt er ihn auch ganz
ter—sonst gäbe es allein deswegen besonders—denn der Tempel erfüllt
Was wir im Einklang mit unserer Be-
einen riesen Lärm! Wir sollen also „unsere Leiber hinge- nicht nur eine Funktion, sondern ist
rufung als Gemeinde tun (s.o.), das ist
Und zig verschiedene Arten von Opfer ben“ - was bedeutet das? Sicher sein Wohnort! Es ist etwa so, wie
für Gott wie ein Opfer, das von den
gibt es, Heb–, Schwenk– und Dank- nicht, dass wir uns selbst verbrennen wenn wir sagen würden: Also das
Priestern im Tempel dargebracht wird.
opfer, Trank– und Tieropfer, Speisop- oder verstümmeln sollen, sondern, möchte ich aber nicht in meinem
Wahrhaft ein schönes Bild.
fer und finanzielle Opfer, die Priester dass wir etwas mit unseren Körpern Wohnzimmer haben! Stellt Euch mal
waren damit wirklich sehr beschäftigt. tun sollen zur Ehre Gottes. vor, jemand hätte die Abfallsäcke,
anstatt sie rauszubringen, einfach
Tatsächlich ist das Annehmen und Alle Aktivitäten, für die wir unsere Kör- vor‘s Sofa gestellt! Dann würde uns
Darbringen von Opfern eine Haupt- per einsetzen zu Gottes Ehre sind wie das stören—nicht primär, weil wir uns
aufgabe der Priester. Es stellt im atl. ein Opfer—und das können unglaub- verpflichtet fühlen, Ordnung zu halten,
Tempelgottesdienst einen wichtigen lich viele verschiedene Dinge sein: sondern primär deswegen, weil wir
Teil der Beziehung zu Gott dar. • Ein schönes Essen für den Haus- selbst dort wohnen und das direkt
kreis machen (Gemeinschaft) selber spüren, dass der Abfall dort
Und ähnlich ist es auch heute: Wir • Unsere Füsse daran erinnern, be- nicht hingehört!
schlachten zwar natürlich keine Läm- vor sie zur Tür herausstürmen, In ähnlicher Weise macht es Gott be-
mer mehr, aber wir bringen andere noch einen Moment innezuhalten, troffen und stört ihn, wenn mitten un-
Opfer dar: damit wir besser Kontakt mit Gott ter seinen Kindern „Abfallsäcke“ he-
suchen können (Gebet) oder zu rumstehen: Neid, Missgunst, Bitterkeit
5 Und auch ihr als lebendige Stei- jemanden hingehen, der ein trös- und Ärger.
ne erbaut euch zum geistlichen tendes Wort braucht (Nachfolge) Das Besondere am Tempel ist aber Dann sagt er quasi: „Bitte räumt das
Hause und oder ihn anrufen noch etwas ganz Anderes: Er ist nicht weg, ich wohne hier nämlich und das
zur heiligen Priesterschaft, • Unsere Hände erheben und Gott nur ein äusserlich imposantes Gebäu- passt nicht zu mir!“
zu opfern geistliche Opfer, anbeten (Anbetung) de, sondern sein wirklicher Schatz
liegt in seinem Inneren verborgen. Und ganz Wichtig: Der Tempel be-