Sie sind auf Seite 1von 2

Station 2

Info: Diese Station zeigt, warum die Stadt fr viele Menschen so attraktiv war. Ihr werdet aber auch sehen, dass es nicht allen Menschen in der Stadt gleich gut ging. Vielleicht gelingt es euch ein eigenes Urteil zu fllen Arbeitsweise: Die ersten beiden Aufgaben knnt ihr weitgehend alleine lsen. Ihr solltet dafr nicht allzu viel Zeit verwenden, weil der Schwerpunkt auf der 3. Aufgabe liegt, die ihr als Gruppe bearbeiten msst. Zeitvorgabe: ca. 30 Minuten. Stadtluft macht frei

1. Lies die Geschichte. Erklre den Ausspruch Stadtluft macht frei (> Geschichtsheft) 2. Zeichne das Bevlkerungsschema einer Stadt im Mittelalter (Mglichkeiten: Pyramide, Zwiebel, ). Trage die Schichten der stdtischen Bevlkerung ein (> Geschichtsheft). 3. Denkt noch einmal an die Geschichte von Hannes zurck. Was wird der Vater, Hugo, seiner Familie vorschlagen? Was wird die Mutter, was werden die Kinder dazu sagen? Bereitet das Gesprch zwischen Mutter, Vater, Tochter und Sohn als kurze Theaterszene vor (eigene Rolle im Geschichtsheft notieren, Auffhrung in der Auswertungsphase).

Patrizier bildeten die fhrende Schicht der Stadt. Sie entstand in ihrem Kern aus den reichen Kaufmannsfamilien oder dem ehemaligem Landadel. Obwohl die Patrizier nicht einmal 10% der Bevlkerung ausmachten, bildeten sie die politische Fhrungsschicht der Stadt. Denn zum uneingeschrnkten Brgerrecht gehrte Grundbesitz.

Die Handwerker stellten die grte Bevlkerungsgruppe dar. Wollte man ein Handwerk ausben, musste man einer Zunft (Zusammenschluss von Handwerkern eines Gewerbes) angehren. Die Aufnahme in eine Zunft kostete viel Beitrittsgeld. Neben einigen wohlhabenden gab es eine Vielzahl von niederen Handwerkern.

Am Rande der Gesellschaft lebten Menschen mit unehrenhaften Berufen, wie Henker, Totengrber aber auch Musikanten und Spielleute. Wer als unehrlich galt, wurde hufig Dieben und Rubern gleichgestellt.

Tagelhner und Bedienste galten nicht als Brger. Neben den Bettlern bildeten sie die soziale Unterschicht der Stadtbevlkerung. Die waren genau wie Alte und Kranke auf Almosen der wohlhabenden Brger angewiesen.