DFFE e.V.

, Postfach 20 04 43, 06005 Halle (Saale)

DER FÖRDERVEREIN FÜR EISSPORT E..V. Postfach 20 04 43 06005 Halle (Saale) Tel.: 0345 5250525 Mob. 0170 2985814 Fax.: 0345 5322955 E-Mail: ralf.sommer@dffe.de Datum : 04.10.2013

Fraktionen Der Stadt Halle (Saale)

Sehr geehrte Damen und Herren, wir wenden uns hilfesuchend an Sie, um zum einen die scheinbaren Machenschaften einiger Mitarbeiter bzw. Organe der Stadt Halle (Saale) aufzuklären und zum anderen diese, falls vorhanden, zu beenden. Seit einiger Zeit bemühen wir uns sehr um den Fortbestand bzw. den Ausbau des Eissportes hier in Halle und stoßen dabei immer wieder auf Mauern, die unüberwindlich sind und scheinbar von Herrn Dr. Wiegand bzw. Herrn Dr. Prochnow geschaffen wurden. Wir möchten uns vorerst kurz vorstellen und Ihnen mitteilen, warum es uns als gemeinnützigen Förderverein überhaupt gibt. Der DFFE e.V. ist nicht aus einer Laune heraus geboren, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass die Art und Weise, wie der Eissport in Halle (Saale) betrieben wurde, weder Seitens des Eissportstättenbetreibers bzw. seines Beauftragten noch des damals einzigen gemeinnützigen Sportvereins (ESV Halle Saale e.V.) für den Eissport im Gesamten unseres Erachtens förderlich war. Um die derzeitigen Umstände zu ändern haben sich einige Eltern von Mitgliedern (auch ehemalige Mitglieder) zusammengetan, um einen Verein zu gründen, der den Eissport fördernd unterstützen soll. Viele Informationen wurden bis heute zusammengetragen, die wie wir meinen, auch eine gewisse Beweislast haben. Aus diesem Grund zieht sich auch das für uns sehr wichtige Thema Eissporthalle wie ein roter Faden durch unsere Bemühungen, denn eine Eissportstätte ist Grundvoraussetzung, diesem Sport überhaupt nachgehen zu können. Die Eissporthalle ist nicht erst seit dem letzten Hochwasser marode, vielmehr gibt es Mängel, die schon lange hätten abgestellt werden müssen (keine automatische Rauchabzugsanlage, kein Notlicht, es gab nicht mal eine Statik für das Dach, desolate Sanitäreinrichtungen und mehr). Statt den einen oder

Der Förderverein für Eissport e..V. anderen Mangel in den letzten Jahren abzustellen wurden Installationen am Dach getätigt (ohne zu wissen ob das Dach Diese aushält, da es keine Deckenstatik gab), die lediglich zum Generieren von Einnahmen dienten. Es wurde ein Gutachten erbracht, dass das Anbringen rechtfertigte, ohne scheinbar auf die Sicherheit der trainierenden Kinder zu achten, denn diese Installation (Videowürfel) wurde selbst bei Trainings auf die Eisfläche abgelassen. Ich betone, während sich also Kinder auf dem Eis befanden wurde hier weiteres technisches Gerät an dieser Installation moniert. In unseren Augen war dies einfach nur gefährlich und Seitens des Veranstalters eines nachfolgenden Eishockeyspieles unverantwortlich. Dieses ist nur ein Beispiel dafür, dass der Betreiber eben leider nicht für den Eissport, sondern vielmehr für seine eigenen finanziellen Interessen gehandelt hat. Auch beim ESV Halle Saale e.V. gab es Unregelmäßigkeiten, die den Mitgliedern nicht unbedingt förderlich zugutekamen. Da diese weniger Sie als Fraktionsmitglied im Stadtrat betreffen, wollen wir diese hier auch nicht weiter ausführen, lediglich nur erwähnen, dass es sie gab. Um die eben erwähnten Umstände zu klären und zu verbessern und den Eissport fördernd unterstützen zu können haben wir uns in der ersten Jahreshälfte um die Eissporthalle als neuer Eigentümer und Betreiber beworben. Wir stellten Herrn Dr. Prochnow ein wirtschaftliches Konzept vor, das eine mögliche mittelfristige Senkung des Betriebskostenzuschusses der Stadt klar zum Ausdruck brachte und dies sogar mit weitaus geringeren Eintrittsgeldern zum öffentlichen Eislaufen als bisher. Berechnungsgrundlage für das von uns erstellte Wirtschaftskonzept waren, unter anderem, Eintrittspreise für das öffentliche Laufen von 4,50 EUR für Erwachsene und 3,50 EUR für Kinder. Ein Problem unsererseits bestand bei der Bewerbung allerdings: um die Eissporthalle übernehmen zu können hätten wir ca. 400.000 EUR benötigt, um das Inventar, das zu diesem Zeitpunkt noch immer Herrn Werkling gehörte, zu ersetzen. Das ist eine Summe, die in der kurzen Zeit für uns nicht aufbringbar war. Dieses Vorhaben hätten wir nur mit Hilfe der Stadt bewältigen können. Laut Aussage von Herrn Dr. Prochnow war die Stadt dazu nicht bereit und somit unser Vorhaben leider gescheitert und verworfen worden. Wie Sie wissen wurde beschlossen, die Eissporthalle nach dem Hochwasser 2013 zu schließen und die Weiterführung des Eissports in die Hände der Halle Messe GmbH zu legen. Beides wurde so durchgeführt. Dafür hat die Stadt nicht unerheblich investiert und stellt laut Vorvertrag die komplette Eissportanlage (Eisfläche samt Zubehör, selbst Schlittschuhe für das öffentliche Laufen) der Halle Messe GmbH kostenlos zur Verfügung, auch zahlt die Stadt ein Betriebskostenzuschuss von 211.000 EUR an die Halle Messe GmbH. Unseren Vorschlag die Eissportstätte durch den DFFE e.V. zu betreiben, um somit erzielte Einnahmen dem Eissport zurückführen zu können, wurde belächelt und abgelehnt. Trotzt Aufzeigen der Vorteile, die dies mit sich gebracht hätte, wurde auf einen Gewerbebetrieb gesetzt, der nicht die Möglichkeit hat, durch Mitgliedseinnahmen von Fördermitgliedern oder Sponsoren, ja selbst durch das Engagement von Mitgliedern hier die Kosten zu senken. Nun steht das Eiszelt und noch immer gibt es keinen fairen Plan über die Verteilung der Eiszeiten für die Vereine und das öffentliche Laufen. Kaum jemand kennt die Öffnungszeiten des öffentlichen Laufens und die Preise entsprechen wieder dem Preisniveau von Frankfurt a. Mein. Die einzigen, die scheinbar fest im Plan stehen und dies auch wissen, sind die Saale Bulls mit geplanten Spielen. Die Saale Bulls bzw. der MEC 04 ist allerdings ein gewerblicher Verein und sollte bei der Förderung durch öffentliche Mittel gar nicht in Erscheinung treten, denn dieser

Der Förderverein für Eissport e..V. Verein darf nicht aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, das Gegenteil scheint hier aber der Fall zu sein. Die Öffentlichkeit, die sich in den letzten Jahren rege am Eissport beteiligte und zwei gemeinnützige Eissportvereine hervorbrachte, wird unseres Erachtens benachteiligt. Am Familiensonntag gibt es gerade mal von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr die Möglichkeit dem Eissport nachgehen zu können, zu wenig wie wir meinen. Der aktuell gültige Eisnelegungsplan wurde scheinbar durch Herrn Dr. Prochnow erstellt. Eine bodenlose Frechheit ist auch die Tatsache, dass in der Satzung der Stadt ganz klar verankert ist, das gemeinnützige Vereine auf Sportanlagen, die der Stadt gehören, kostenlos trainieren können und genau dies nicht dürfen. Im Vorvertrag, der diesem Schreiben beiliegt, weist die Stadt ganz klar darauf hin, dass sie Eigentümerin der Eissportanlage ist. Stattdessen wird der Halle Messe GmbH die komplette Anlage (und wie erwähnt selbst die Schlittschuhe für das öffentliche Laufen) kostenlos zur Verfügung gestellt und die gemeinnützigen Vereine müssen sich auf der Eissportanlage einmieten. Nach unserem Rechtsempfinden ist das ganz klar ein Verstoß gegen die eigene Satzung. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass dieser Vorvertrag keine Rechtswirksamkeit besitzt, da eine Unterschrift des HEC e.V. fehlt (hier müssen laut Satzung zwei Vorstandmitglieder unterschreiben, worauf bei der Vertragsunterzeichnung hingewiesen wurde). Wie können Sie als Fraktion und Mitglied des Stadtrates ein solches Handeln einiger Organe der Stadt zulassen? Wieso gibt man uns nicht die Chance, den Eissport wirklich fair zu betreiben (mit den geflossenen Geldern hätten wir dies auch geschafft)? Auch gab es die Aussage der Fa. Rauschenbach, dass es in der Stadt keine Möglichkeit gäbe, ein Eiszelt zu errichten, denn es fehle an Infrastruktur. Zum einen gibt es unserer Meinung nach genügend freie Flächen in der Stadt und zum anderen Fragen wir uns: wo gibt es in der Stadt KEINE Straßen, Busse oder Bahnen? Hätte es wirklich keine andere Möglichkeit zur Errichtung eines Eiszeltes gegeben? Sehr viele Kindergärten haben das Angebot der Laufschule genutzt, jetzt wird es für die Kleinen eine halbe Weltreise, um an der Laufschule, die ab November starten soll, teilnehmen zu können. Eine weitere Frage sind natürlich die Eintrittspreise, lagen diese zu Zeiten der Volksbank Arena ja schon auf dem Niveau von Frankfurt am Main. Unser Wirtschaftskonzept sah vor (wie oben genannt), diese zu senken um den Eissport mehr Menschen zugänglich zu machen, anstatt wie beispielsweise bei den Saale Bulls die Eintrittspreise zu erhöhen. Zwar ist hier die Rede von 50 Cent, allerdings haben sie scheinbar vergessen, dass sie zur letzten Saison schon 50 Cent für den Erhalt der Eissporthalle erhöht haben die nun nicht mehr nötig sind. Im Übrigen wurde dieses Geld laut Aussage von Herrn Weichler nie an den Betreiberverein bezahlt. Auch hier unternimmt keiner etwas, weder gegen die Saale Bulls noch gegen Herrn Werkling, der auch diese 50 Cent Aufschlag beim öffentlichen Laufen vereinnahmte und diese nicht an den Betreiberverein abgeführt hat. Wir schätzen die Summe auf mindestens 30.000 EUR, was bedeuten würde, dass hier 60.000 Menschen betrogen wurden. Herr Dr. Prochnow wurde von uns informiert und scheinbar passiert nichts. Hier sei erwähnt, dass wir gegen Herrn Dr. Prochnow eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht haben. Da der Stadtrat in der Sommerpause war haben wir uns zwischenzeitlich an Herrn Mietzner (Referatsleiter Kommunalfinanzen und kommunale Wirtschaft im Ministerium für Inneres und Sport Magdeburg) gewandt um Licht ins Dunkel zu bringen. Hier ging es eher um die

Der Förderverein für Eissport e..V. Vergangenheit der Eissporthalle, die erlassenen Schulden für Herrn Werkling und den für uns nicht nachvollziehbaren Verträgen, die scheinbar zu Ungunsten der Stadt Halle abgeschlossen wurden und somit Haushaltsmittel eventuell unsachgemäß eingesetzt wurden. Weiterhin ging es auch um die geplante Zwischenlösung, wie es mit dem Eissport in Halle weiter gehen solle. Über zwei Monate sind bisher vergangen und noch immer liegt kein Ergebnis vor. Da leider bis heute noch nichts passiert ist wenden wir uns nun an Sie, für uns die letzte Möglichkeit, etwas zu bewegen, ohne an die Öffentlichkeit zu gehen. Dieser Schritt wäre unser letzter Versuch, dass der Eissport in Halle nicht nur finanziell im Interesse der Öffentlichkeit und der Vereine betrieben wird, sondern auch sportlich und fair. Wir vermuten, dass mit der jetzigen Lösung und dem uns bekannten Vorvertrag und wahrscheinlich auch dem Vertrag zwischen der Halle Messe GmbH und der Stadt, der zumindest der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, öffentliche Gelder scheinbar unsachgemäß eingesetzt werden. Gerne würden wir als DFFE e.V. den Eissport auf einer entsprechenden Eissportanlage nach gesetzlichen Richtlinien und sportlich fair betreiben wollen, schaffen es allerdings nicht ohne die Hilfe der Stadt, die scheinbar nur gewillt ist (zu mindestens im Eissport), Gewerbebetriebe zu unterstützen. Wir sind jederzeit für Gespräche bereit, um zusammen mit Ihnen als Fraktion und Stadtratsmitglied eine bessere Lösung als die jetzige für den Eissport zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Sommer
1. Vorsitzende des DFFE e.V.

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