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353/2003
(abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 2, CNS Bozen

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


Nummer 4 Bozen, Innsbruck, Weyarn, Kronmetz im August 2009 33. Jahrgang

Bundesversammlung in Bozen … …………… 2

Europas Defizite werden aufgezeigt.

. . . dem Weisen seine Weisheit entreißen!


Gerade im Gedenkjahr an den Tiroler Aufstand wird immer wieder darauf hingewiesen, dass
die Schützen und Gebirgsschützen für ihre Heimat, für den christlichen Glauben und für die
Freiheit eingetreten sind. In unserer Zeit ist dieser Einsatz noch genau so wichtig, auch wenn
der Griff zu den Waffen nicht mehr notwendig ist.
Wenn man bemerkt, dass Dinge eine Richtung nehmen, die unsere Grundwerte in Gefahr
Berichte aus Bayern……………………………… 11
bringen, dann hat jeder die Pflicht, zu handeln. Das kann beim Schutz des menschlichen Lebens
ebenso sein wie bei der Abwehr des Einsatzes von genetisch veränderten Organismen. Die Staa-
Neue Kompanie gegründet …………………… 4 ten sind verpflichtet, ihre Bevölkerung vor Gefahren zu bewahren. Freiheit bedeutet auch, nicht
13. Alpenregionsschießen … ………………… 5 als Mittel zum Zweck missbraucht und nicht hörig oder abhängig gemacht zu werden. Vor
diesem Hintergrund ist auch der Vertrag von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Eu-
Hui & Pfui … ………………………………………… 8
ropäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft vom 13. 7.
Leserbrief ……………………………………………… 8 2007 zu sehen. Dieser Vertrag setzt die Entmachtung der gewählten Volksvertretungen in un-
Regimenter, Bataillone und Bezirke……… 9 guter Weise fort. Er ist mit dem gescheiterten EU-Verfassungsvertrag zu 95% identisch. Zuge-
Die Seite der Marketenderinnen ständnisse, Aufgaben und Befugnisse der EU sind übermäßig weit und werden von der Recht-
und Jungschützen ……………………………… 10 sprechung des Europäischen Gerichtshofs der Union zusätzlich noch sehr weit ausgelegt. Die
Mitgliedsstaaten büßen mit dem Lissabon-Vertrag die Wirtschaftshoheit weitestgehend ein. Die
Wir gratulieren …………………………………… 15
EU übernimmt zunehmend die Justiz und Polizeipolitik, also die Verantwortung für die innere
Gesamttiroler Schützenchronik ………… 18 Sicherheit der Mitgliedsstaaten. Darüber hinaus wird die Verantwortung für äußere Sicherheit
Totengedenken …………………………………… 27 und die entsprechenden Militäreinsätze erweitert. Eine finanzpolitische Generalklausel ermög-
Termine 2009 …………………………………… 28 licht es der Union, in Zukunft europäische Steuern zu erheben oder weitere Kategorien der Ei-
genmittel einzuführen, ohne dass die nationalen Parlamente dem zustimmen müssen.
Ehrungen für langjährige Treue ………… 28
Das höchste deutsche Gericht – das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe – hat nunmehr
ein Urteil gesprochen, das eine Sternstunde auf dem Gebiet der Demokratie darstellt.
2 Nr. 4/2009

Denn die Verfassungsrichter machen un- Handlungsanleitungen für die Politik verwan- Prantl in einem Kommentar in der Süddeut-
missverständlich klar, dass sie bereit stehen, delt. Politiker in Deutschland können künftig schen Zeitung Berthold Brecht: „Also rühmen
wenn Brüssel seine Zuständigkeiten über- EU-Gesetze nicht mehr einfach nur durchwin- wir nicht nur den Weisen, dessen Name auf
schreitet und in zentrale Aufgaben hineinre- ken, auch wird es ein selbstherrliches Zugrei- dem Büchlein prangt! Denn man muss dem
giert, die eigentlich den Nationalstaaten vor- fen der EU auf deutsche Zuständigkeiten nicht Weisen seine Weisheit erst entreißen.“
behalten sind. mehr geben. In unserem Falle hat vor allem der Bundes-
Zu den „wesentlichen Bereichen demokra- Das oberste deutsche Gericht in Karlsruhe tagsabgeordnete Dr. Peter Gauweiler dem
tischer Gestaltung“ zählt das Urteil ausdrück- hat dem Bundespräsidenten vorläufig die Ra- Bundesverfassungsgericht dieses wegweisen-
lich „die Staatsbürgerschaft, das zivile und tifikation dieses Vertrags verboten. Es muss de Urteil abverlangt. Durch seine Klage konn-
militärische Gewaltmonopol, Einnahmen und vorher in Deutschland ein Gesetz erlassen ten sich die Richter erst mit dem Thema befas-
Ausgaben einschließlich der Kreditaufnahme werden, in dem die parlamentarischen Mit- sen. Gauweiler hat seine Möglichkeiten ge-
sowie die für die Grundrechtsverwirklichung wirkungsrechte neu festgeschrieben werden nutzt und ist für die Heimat, den christlichen
maßgeblichen Eingriffstatbestände, vor allem und dann behält sich Karlsruhe auch noch Glauben und die Grundrechte der Bürger ein-
bei intensiven Grundrechtseingriffen wie dem vor, die letzte Entscheidung in Kompetenz- getreten. In der Politik fand er mit seinem
Freiheitsentzug in der Strafrechtspflege oder und Verfassungsfragen zu haben, so lange es Vorgehen nur wenig Unterstützung, aber um-
bei Unterbringungsmaßnahmen“. Dazu „kul- ein deutsches Grundgesetz gibt. Zu den unab- so mehr Zustimmung erfuhr er aus der Bevöl-
turelle Fragen wie die Verfügung über die änderlichen Verfassungsprinzipien gehört kerung. Gauweiler versteht sich als freier, sei-
Sprache, die Gestaltung der Familien- und auch die souveräne Staatlichkeit der Mitglie- nem Gewissen verantwortlicher Abgeordne-
Bildungsverhältnisse, die Ordnung, der Mei- der des Staatenbundes EU und deren Unter- ter.
nungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit gliederung in Länder. Dem Bundesstaat Euro- Er ist ein bayerisches Urgestein mit all sei-
oder der Umgang mit dem religiösen oder pa wird eine Absage erteilt. Das Europa der nen Ecken und Kanten und ein aktiver Ge-
weltanschaulichen Bekenntnis“. Regionen könnte gestärkt daraus hervorge- birgsschütze!
Dieses Urteil ist nicht gegen Europa gerich- hen. Es wird also spannend in Europa.
tet, sondern sagt, wie Europa gut weiterge- Das Lob des Gerichts darf nicht enden oh- Hptm. Hans Baur
baut werden kann. Die Richter haben die be- ne ein Lob derer, deren Klage das Urteil erst Schriftleiter des Bundes der Bayerischen
rechtigte Kritik der Kläger in gut praktikable möglich machte. Deshalb zitiert Heribert Gebirgsschützenkompanien

44. Bundesversammlung des Südtiroler Schützenbundes


BOZEN - Am 3. Mai 2009 hat die 44. Bun- legierten des Bundesausschusses, die Mitglie- verein), Sepp Mitterhofer (Heimatbund), Eh-
desversammlung des Südtiroler Schützenbun- der der Bundesleitung sowie die zahlreich er- renmajor Dr. Bruno Hosp und Ehrenkranzträ-
des im Waltherhaus in Bozen stattgefunden. schienenen Ehrengäste LR und SVP-Obmann ger Dr. Bruno Frick begrüßen und dankte den
Rund 400 Schützen haben daran teilgenom- Dr. Richard Theiner, die Landtagsabgeordne- Mitgliedern der Kompanie Mareo/Enneberg
men. Der Versammlung ging ein feierlicher ten Dr. Eva Klotz, Andreas Pöder, Sigmar für die musikalische Umrahmung und der
Gottesdienst im Bozner Dom voraus, der von Stocker und Christian Egartner, LKdt. Carlo Kompanie Bozen-Stadt für das Herrichten des
Landeskurat Prof. Dr. Paul Rainer zelebriert Cadrobbi (WTSB), BMjr. Josef Außersteiner Saales.
wurde. (BTSK), Hans Duffek (Veteranen-Verein), Au- In seinem Bericht ging LKdt. Paul Bacher
Im Waltherhaus konnte LKdt. Paul Bacher gust Tappeiner (Sportschützengilde), Klaus schließlich auf die Tätigkeiten und Entwick-
die anwesenden Schützenkompanien, die De- Runer (Theaterverein), Luis Vonmetz (Alpen- lungen im SSB seit der letzten Bundesver-

LKdt. Paul Bacher mit seiner Mannschaft bei der Bundesversammlung in Bozen.
Nr. 4/2009 3

„Freiherr von Cazan“ Unterland und die


Schützenkompanie „Pater Fructuos Padöller“
Graun). Die mitgliederstärksten Kompanien
sind Meransen (73), „Franz Höfler“ Lana (72),
„Peter Kemenater“ Schabs (71), „Alte Pfarre“
Natz (70) und Algund (69). Der jüngste Bezirk
im Bezug auf seine Mitglieder ist der Bezirk
Vinschgau mit durchschnittlich 36,0 Jahren.
Mit 33 Kompanien und einer Schützenkapelle
sowie 1.255 aktiven Mitgliedern ist das Pu-
stertal der stärkste Schützenbezirk.
Bundeskassier Eduard Graber, der Ladiner-
vertreter Günther Obwegs, die Jugendreferen-
ten Joachim Schwienbacher und Sonja Ober-
hofer, der Referent für Umwelt- und Heimat-
schutz Haymo Laner, der Referent für Medien
und Öffentlichkeitsarbeit Efrem Oberlechner,
der Schießreferent Hubert Straudi und der Ob-
Landeskurat Prof. Dr. Paul Rainer bei der Messfeier im Bozner Dom. mann des Herz-Jesu-Notfonds Richard An-
dergassen blickten in ihren Berichten auf ein
sammlung vom 13. April 2008 ein. Viele Neu- Südtiroler Landesregierung und der Stiftung umfangreiches Tätigkeitsjahr zurück und ge-
zugänge bei den Kompanien ließen ihn von Südtiroler Sparkasse für ihre finanzielle Un- ben Einblick in die anstehenden Veranstaltun-
einem überaus „erfolgreichen Jahr“ sprechen. terstützung. gen.
Höhepunkte waren die 50-Jahr-Feier des SSB BGf. Elmar Thaler verwies darauf, dass im Anschließend wurde Hptm. Kurt Egartner
in Bozen, der Besuch des äthiopischen Bot- letzten Jahr die Zahl der aktiven Mitglieder (82) einstimmig zum EMjr. ernannt. Egartner
schafters in Rom sowie die Großkundgebun- auf 5.126 (+223) erneut angewachsen ist und war 1969 Gründungs-Hptm. der Kompanie
gen in Bozen (8. November 2008) und Bruneck dass sich das Durchschnittsalter des Bundes Gossensaß, der er noch heute vorsteht. Neun
(25. April 2009) sowie die Andreas-Hofer- auf 38,95 Jahre um 0,49 Jahre verjüngt hat. Jahre war er als Wipptaler Bez.-Mjr. in der
Ausstellung in Zusammenarbeit mit Reinhold Der SSB hat derzeit 139 Mitgliedskompanien Bundesleitung vertreten.
Messner auf Schloss Sigmundskron. Abschlie- und drei Schützenkapellen, zwei Formationen Mit der Landeshymne endete die 44. Bun-
ßend dankte Bacher dem Amt für Kultur der mehr als im Vorjahr (die Schützenkapelle desversammlung.

SSB errichtet Computerraum in Addis Abeba, Äthiopien


ADDIS ABEBA/BOZEN - Die Schützen waren in letzter Zeit wegen
der Kundgebung in Bruneck gegen das faschistische Völkermorddenk-
mal Angriffen von verschiedenen Seiten ausgesetzt. Sie haben sich
aber nicht irritieren lassen und im Stillen weitergearbeitet. Am 25.
Juni 2009 hat den Schützenbund nun die Botschaft aus Addis Abeba
erreicht, dass die gesammelten Spendengelder von € 10.775,– in einen
neuen Computerraum in der „German Church School“ von Addis in-
vestiert und diese Räumlichkeiten nach kurzer Bauzeit nun fertig ge-
stellt und eingerichtet werden konnten. Eröffnet wurde der Computer-
raum von H.E. Rudolf Agstner, dem österr. Botschafter in Äthiopien im
Beisein des Schuldirektors Ato Teklu Tafesse, dem Pastor Martin Gos-
sens der Evangelischen Kreuz-Kirche Addis Abeba sowie den Schülern,
welche trotz der bereits begonnenen Schulferien vollzählig gekommen
Hinten v.l.: Pastor Martin Gossens und Schuldirektor Ato Teklu Tafesse, ganz
rechts: Botschafter H.E. Rudolf Agstner mit den Schülern vor dem von den
Schützen gesponserten Computerraum.

waren. Agstner hat den Schützenbund bei dieser Aktion tatkräftig vor
Ort unterstützt.
Als besonderes Zeichen der Freundschaft wurde von Seiten der
Äthiopier ein großes Banner in der Schule aufgehängt (siehe Bild
oben!). Diese Freundschaft wollen die Schützen und südlichen Tiroler
weiterhin aufrecht erhalten, indem sie sich wie bisher gegen faschisti-
sche und den äthiopischen Völkermord verherrlichende Denkmäler in
Süd-Tirol einsetzen und nach Möglichkeit ihren äthiopischen Freunden
weitere Unterstützung zukommen lassen.
Die Spendenaktion war auf Initiative von BGf. Elmar Thaler bei der
Demonstration gegen das Völkermorddenkmal, dem so genannten „Ka-
puziner Wastl“, in Bruneck durchgeführt worden. Unterstützt wurde er
von Prinz Asfa-Wossen Asserate, einem Großneffen des letzten äthio-
pischen Kaisers Haile Selassie.
4 Nr. 4/2009

Schützenkompanie Langkampfen begeht Gründungsfest

LKdt. Sarnthein, Bgm. Karrer und LHptm. Steinin-


ger beim Abschreiten der Ehrenfront.

Obm. Martin Hirner und Hptm. Paul Madreiter mit dem EHptm. LHptm. Günther Platter und LKdt. Otto
Sarnthein.

LANGKAMPFEN - Am 7. Juni des heuri- nie über 50 Mitglieder. Den hohen Stellen-
gen Gedenkjahres konnte mit der Schützen- wert, den diese Neugründung ausgerechnet
kompanie Langkampfen die 235. Kompanie im Gedenkjahr 2009 einnimmt, zeigte die
des Bundes der Tiroler Schützenkompanien Zahl der Ehrengäste, die es sich - trotz EU-
und zugleich 22. Kompanie des Bataillons Wahl - nicht nehmen ließ, an der Gründungs-
Kufstein ihr Gründungsfest begehen. Die ers- feier am 7. Juni teilzunehmen. Dem Festakt,
te Idee zur Gründung einer Kompanie liegt eröffnet durch die Feldmesse, welche von Pa-
bereits einige Zeit zurück. Sie entstand in ge- ter Hermann Wörgötter gemeinsam mit Lan-
mütlicher Runde auf der Jagdhütte des nun- deskurat Josef Haselwanner zelebriert wurde,
mehrigen Obmannes der Kompanie, Martin wohnten LR Dr. Beate Palfrader, Bgm. Georg
Hirner, der damals gemeinsam mit dem nun- Karrer, der LHptm. der Bayerischen Gebirgs- Nach dem Fahnengruß wurden die Mitglieder der
mehrigen Hauptmann Paul Madreiter be- schützen, Karl Steininger, LKdt. Otto Kompanie auf die Bundesstandarte vereidigt
schloss, dieses Vorhaben voranzutreiben. Sarnthein, LKdt.-Stv. Stefan Zangerl sowie
Nach monatelangen Vorbereitungen wur- Baon-Kdt. Hermann Egger bei.
de am 24. September 2008 in einer ersten Doch selbst LHptm. Günther Platter, der
Sitzung, der ein allgemeiner Aufruf an die zum Festakt leider verhindert war, ließ es sich
Bevölkerung vorausgegangen war, das allge- trotz seines Geburtstages nicht nehmen, dem
meine Interesse hinterfragt. Nachdem bereits Fest am Nachmittag in seiner Tracht als Eh-
bei diesem Treffen mehr als 30 Personen ihre renhauptmann der neu gegründeten Kompa-
Mitarbeit angeboten hatten, konnte binnen nie einen Besuch abzustatten.
kürzester Zeit die konstituierende Sitzung der
Stephan Gstraunthaler
Schützenkompanie Langkampfen am 14. Ok-
Landeskurat Josef Haselwanner und Pater Her-
tober sowie die offizielle Gründung am 14. mann Wörgötter zelebrierten die heilige Messe.
November vorbereitet werden. Bereits zum
Zeitpunkt der Gründung verfügte die Kompa-

Oben: Die Schützenkompanie Bad Häring über-


nahm die Aufgabe der Ehrenkompanie und über-
zeugte mit zackigem Auftreten.

Links: Auch um den Nachwuchs muss sich die 22.


Kompanie des Bataillons Schwaz offensichtlich
nicht sorgen.
Nr. 4/2009 5

Treffen des Bischofs von Bozen-Brixen mit dem Südtiroler Schützenbund


BOZEN - Sehr herzlich verlief ein Treffen zwischen den Spitzen
des Südtiroler Schützenbundes und der Diözese Bozen-Brixen.
Bischof Karl Golser unterstrich dabei die Wichtigkeit der kulturel-
len Aufgaben, welche die Schützenkompanien im ganzen Land wahr-
nehmen. Dabei liegen ihm vor allem der Dialog und die Information
sehr am Herzen. LKdt. Mjr. Paul Bacher unterbreitete dem Bischof ei-
ne Einladung zur Gesamt-Tiroler Schützenwallfahrt nach Absam im
Jahr 2010. Weitere Themen des Gesprächs waren unter anderem Fra-
gen zum Thema Abfeuern von Ehrensalven, die Zusammenarbeit mit
den Pfarrgemeinden und anderen katholischen Verbänden sowie die
Jugendarbeit des Schützenbundes. Sehr interessiert zeigte sich der Bi-
schof auch an der Nachricht, dass der Schützenbezirk Brixen in Zu-
sammenarbeit mit verschiedenen anderen Institutionen im Jahr 2010
den Christbaum für den Petersplatz in Rom stellen wird.
Zu Besuch beim Bischof: v.l. LKdt.-Stv. Sepp Kirchler, Bischof Karl Golser,
LKdt. Paul Bacher und BGf. Elmar Thaler

13. Alpenregionsschießen in St. Lorenzen


ST. LORENZEN - Am 25. April 2009 ging in St. Lorenzen im Puster-
tal das diesjährige Alpenregionsschießen über die Bühne.
Je 25 Marketenderinnen und Schützen der vier Schützenbünde der
Alpenregion maßen sich im sportlichen Wettstreit. Zur Austragung ka-
men, wie üblich, die Disziplinen: 15 Schuss liegend, 10 Schuss stehend,
die Kombination, die Mannschaftswertung sowie fünf Schuss Blattl-
wettbewerb (Tiefschuss).
Pünktlich um 8 Uhr morgens gab es das Kommando „Feuer Frei!“.
Ab diesem Moment waren die Schießstände durchgehend bis ungefähr
um 16 Uhr besetzt. Die Auswertung ergab folgende Ergebnisse: Mann-
schaft: 1. Platz: Bayern mit 3.947 Ringen, 2. Platz: Süd-Tirol mit 3.775
Ringen, 3. Platz: Nord- und Ost-Tirol mit 3.715 Ringen, 4. Platz: Trenti-
no mit 3.694 Ringen. Kombination: 1. Michael Tretter, Bayern, 215
Ringe, 2. Walter Hofer, Süd-Tirol, 210 Ringe, 3. Robert März, Bayern,
209 Ringe. Liegend: 1. Walter Hofer, Süd-Tirol, 135 Ringe, 2. Robert Mannschaftsbewerb je eine von unserem Kameraden Walter Depen-
Stadler, Nord-Tirol, 134 Ringe, 3. Michael Tretter, Bayern, 133 Ringe. tori gemalte Schießscheibe. Die Preisverleihung fand ihren Abschluss
Stehend frei: 1. Josef Albl, Bayern, 83 Ringe, 2. Michael Tretter, Bay- um 18 Uhr, sodass die Anwesenden, die noch zur Kundgebung nach
ern, 82 Ringe, 3. Peter Hackenberger, Bayern, 81 Ringe. Tiefschuss Bruneck wollten, auch rechtzeitig dort eintrafen.
(Blattl): 1. Martin Pomarolli, Süd-Tirol 112,06 Teiler, 2. Silvano Capel- Im Großen und Ganzen war es ein schöner Tag. Ein Wiedersehen
la, Trentino, 115,94 Teiler, 3. Martin Falk, Süd-Tirol, 134,01 Teiler. mit alten Bekannten, neuen Freundschaften und Erneuerungen von
Bei der anschließenden Preisverleihung konnte die Schießleitung bestehenden Kameradschaften. Ein Dank gilt der Schützengilde St. Lo-
des SSB für die Disziplinen Liegend, Stehend und Kombination je 11 renzen mit Walter Thomaser an der Spitze für die Betreuung während
Preise und für den Tiefschuss fünf Preise vergeben, dazu für den des Schießens und die Auswertung der Ergebnisse.

Projekt „Jubiläumsbäume“
BOZEN - Anlässlich des Tiroler Gedenkjahres werden nach historischem Vorbild „Jubiläumsbäume“ gepflanzt. Jede Süd-Tiroler Schützen-
kompanie hat dabei die Aufgabe, in ihrem Dorf bzw. ihrer Gemeinde einen Jubiläumsbaum zu pflanzen. Auch die Schützenbünde des nörd-
lichen und östlichen Landesteiles sowie Welsch-Tirols wurden angeregt, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Die Bäume werden vom Amt
für Forstwirtschaft zur Verfügung gestellt. Als Baumart wurde der Bergahorn gewählt. Dieser ist in der Jugend sehr raschwüchsig, die End-
höhe liegt bei ca. 35 Metern. Der Baum kann bis zu 500 Jahre alt werden. Zum Zeitpunkt der Pflanzung werden die Bäume bereits eine
Größe von zwei bis drei Metern haben. Wie vom Amt für Forstwirtschaft zugesagt, werden die Forststationen beim Pflanzen der Bäume
professionelle Hilfestellung geben.
Das Pflanzen der Jubiläumsbäume ist für den SSB ein symbolischer Akt, mit dem die Hoffnung für eine gute Zukunft für unsere Heimat
ausgedrückt werden soll. Die Kompanien werden Fotos und Positionsbeschreibungen von ihrem Jubiläumsbaum liefern, diese werden ge-
sammelt und auf der Homepage des Schützenbundes veröffentlicht. Auch eine Veröffentlichung in gebundener Form ist geplant. Teil des
Projektes „Jubiläumsbäume“ ist auch die Suche nach Jubiläumsbäumen von 1908, welche anlässlich des Thronjubiläums Kaiser Franz Josefs
gepflanzt wurden. Die Jungschützen werden sich dafür mit der örtlichen Forststation in Verbindung setzen, um den Verbleib dieser Bäume
zu ermitteln. Das Projekt Jubiläumsbäume wurde offiziell in die Gesamttiroler Projekte „Geschichte trifft Zukunft“ aufgenommen und wird
auf der Internetseite www.1809-2009.eu präsentiert.
Mjr. Haymo Laner, Bundesumwelt & Heimatschutzreferent
6 Nr. 4/2009

Andreas Hofer (1767–1810) - ein L


König wünschte und nicht nur an den Gren-
zen Tirols.

Widerstand formiert sich im


Hintergrund
Angesichts aller dieser Bedrückungen
sehnte man sich danach, wieder unter den
österreichischen Doppeladler zurückzukehren.
Diese Stimmung war andererseits auch am
Von Senatsrat kaiserlichen Hof in Wien sehr willkommen,
ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Heinz Hye, wo man auch nach dem Friedensvertrag von
ELt. der Schützenkompanie Amras Pressburg die Hoffnung nicht aufgegeben hat,
Tirol wieder zurück zu gewinnen.
Sowohl in Tirol als auch in Österreich hoff-

G
eboren am 22. November 1767 am rückte erstmals im Jahr 1797 an der Spitze te man auf eine baldige Wiedervereinigung:
Sandhof in St. Leonhard in Passeier, einer Passeier Kompanie in der Stärke von Dementsprechend fanden spätestens seit De-
übernahm Andreas im Alter von 22 129 Mann (!) zur Abwehr der in das Etschtal zember 1808 geheime Kontakte mit Wien, na-
Jahren den Sandwirtshof, der sich seit 1664 eingefallenen französischen Truppen ins Feld. mentlich mit Erzherzog Johann statt. Auch
im Besitz der Familie Hofer befand. Sowohl Fortan wird Hofer immer wieder als Vertreter Andreas Hofer wurde dabei ins Vertrauen ge-
durch seinen Geburtsjahrgang als auch durch seiner Talschaft erwähnt, bis im Herbst 1805 zogen und reiste im Jänner 1809 zu persönli-
seinen angestammten Beruf als Wirt verban- die mit Bayern verbündeten französischen chen Gesprächen - offiziell als Wein- und
den sich in seiner Persönlichkeit zwei Voraus- Truppen von Mittenwald her in Tirol einfie- Pferdehändler - nach Wien. Damals wurde der
setzungen, die für seine Laufbahn maßgeblich len. Zeitpunkt sowohl der Erhebung Tirols gegen
werden sollten. Im darauf folgenden Frieden von Pressburg die bayerisch-französische Herrschaft als auch
Fürs Erste gehörte Andreas jenen ersten vom 26. Dezember 1805 musste der auch am der Einmarsch der österreichischen Befrei-
Jahrgängen an, die der in Tirol 1768 einge- Hauptkriegsschauplatz von Napoleon besiegte ungsarmee mit Anfang April 1809 beschlos-
führten Schulpflicht unterworfen waren: Oh- österreichische Kaiser die Grafschaft Tirol an sen. Tatsächlich begann der Vormarsch des 8.
ne diese triviale Schulbildung (Lesen, Schrei- Bayern abtreten. österreichischen Armeekorps von Kärnten her
ben, Rechnen) wäre es dem späteren Kom- durch das Pustertal in der Nacht zum 9. April.
mandanten nicht möglich gewesen, seine Massive Eingriffe In der Folge allerdings haben sich die Truppen
Anordnungen und Befehle schriftlich auszu- nur zögernd in Bewegung gesetzt, sodass die
in bestehende Ordnung
senden. ersten Gefechte gegen die bayerisch-französi-
Damit begann das von Napoleon mit Wir- sche Besatzung bei den Brücken von St. Lo-
Wirte zentraler Bestandteil kung vom 1. Jänner 1806 zum Königreich renzen und bei der Brücke bei Aicha bzw.
der Wehrordnung erhobene Bayern bzw. sein König Maximilian Franzensfeste allein von den Pusterer und Ei-
Josef und sein französischer Staatsminister sacktaler Schützen bestritten werden mussten.
Die zweite besondere Befähigung für seine Montgelas systematisch und nicht ohne Druck Dies gilt auch für das erfolgreiche Treffen bei
spätere Stellung als Schützenkommandant Tirol in den nach französischem Vorbild um- Sterzing am 11. April. An diesem Tag hat An-
war sein Beruf Wirt. Damit steht er in einer gestalteten bayrischen Einheitsstaat zu integ- dreas Hofer erstmals im Jahr 1809 - an der
Reihe mit Peter Mayr, Peter Sigmayr, Georg rieren. Der Aufhebung der alten, im Tiroler Spitze seiner Passeirer - zwei bayerische Kom-
Bucher, Jakob Sieberer, Ignaz Staub etc. Ein Landtag mit Sitz und Stimme vertretenen panien zum Rückzug gezwungen.
gut geführtes Gasthaus als Kontaktstelle und Klöster im Jahre 1807, folgte die Aufhebung Am folgenden Tag traten auch in und um
ein vertrauenswürdiger Wirt boten die ideale des Landtages insgesamt und die totale Um- Innsbruck die Inntaler Schützen voll in Akti-
Voraussetzung für die Realisierung der seit wandlung der uralten Grafschaft Tirol in drei on und konnten die bayerische Besatzung
dem Landlibell von 1511 bestehenden Tiroler Verwaltungskreise, nämlich den Inn-, Eisack- siegreich überwältigen: General Chasteler und
Landesverteidigungsordnung. Diese beruhte und Etschkreis, womit der Landesname Tirol seine österreichischen Truppen hingegen tra-
auf zwei Grundelementen: dem Prinzip der von der Landkarte verschwand! Überdies griff fen erst am 15. April kampflos in Innsbruck
Wehrpflicht für alle gesunden Männer des Bayern nach dem Vorbild des aufgeklärten ein.
Landes und auf der Wahl der Schützenoffizie- Frankreich brutal in das religiöse Leben ein,
re, namentlich des jeweiligen Schützenhaupt- verbot die Einhaltung des religiösen Brauch- Bayern wüten -
mannes. tums wie z.B. die weihnachtliche Christmette Österreicher flüchten
und verwies aufmüpfige Bischöfe des Landes.
Erste Bewährungsprobe als Schwerstens getroffen wurde die Bevölkerung Nach den Niederlagen im April bereitete
Hauptmann des Landes und dabei vor allem die wehrfähi- Bayern selbstverständlich einen neuen Vor-
gen Männer, denn sie hatten fortan im könig- stoß gegen Tirol vor. Am 4. Mai überschritten
Andreas Hofer nun war einer dieser zum lich bayerischen Heer jahrelang Militärdienst die Divisionen Wrede und Deroy von Salz-
Hauptmann gewählten Tiroler Wirte und zu leisten und zwar überall dort, wo es der burg her die Tiroler Grenze und schlugen am
Nr. 4/2009

n Leben für Tirol


13. Mai General Chasteler und seine Truppen
in breiter Feldschlacht bei Wörgl in die Flucht.
Zwei Tage später, am 15. Mai, fiel die bayeri-
sche Soldateska unter dem Kommando von
General Wrede brutal über die blühende Berg-
werksstadt Schwaz her. 420 Häuser wurden
dabei ohne strategische Begründung, nur aus
Zorn über den Tiroler Widerstand, zu Ruinen
niedergebrannt. Dem weiteren Vorstoß nach
Innsbruck stand damit nichts mehr im Wege.
Chasteler hingegen konnte die Niederlage
von Wörgl nicht verwinden und zog sich
nach und nach über den Brenner zunächst
bis Lienz zurück. Die Tiroler Landesverteidi-
ger aber blieben nicht untätig und
bereiteten beiderseits der Einmün-
dung des Wipptales in das Inntal
bei Innsbruck-Wilten entsprechen-
de Verteidigungsmaßnahmen vor.

Tiroler erringen
den ersten großen Sieg
Bei den nun folgenden Bergisel-
Schlachten am 25. und 29. Mai agierte
Andreas Hofer erstmals nicht nur als
Kommandant seiner Passeirer, sondern
leitete den gesamten Einsatz aller
über den Brenner und vom Oberinn-
tal herbei geeilten Schützenkompa-
nien. Auf dem Mittelgebirge rechts
der Sill stand ihm Joseph Speckba-
cher als Kommandant des rechten
Flügels, am linken Flügel der Kapuzi-
nerpater Joachim Haspinger zur Seite. Das
strategisch entscheidende Zentrum mit der
wichtigen Brenner-Straße am Bergisel-Sattel,
kommandierte Hofer selbst. Zum Unterschied
von den unentschiedenen Kämpfen am 15.
brachte der 29. Mai dann einen klaren Tiro-
ler Sieg. Das österreichische Militär hat
sich an diesen Kämpfen nur beobachtend
beteiligt. Die bayerischen Truppen haben
noch in der Nacht zum 30. Mai Innsbruck
verlassen und sind durch das Unterinntal ab-
gezogen. Andreas Hofer und seine Schützen
waren aus den Kämpfen am 29. Mai als die
uneingeschränkten Sieger hervorgegangen.
Dennoch unterfertigte Hofer seine Briefe wei-
terhin nur als „Oberkommandant von Pas-
seier“.
8 Nr. 4/2009

Hui & Pfui Leserbrief


Ein kräftiges PFUI Rutenbündel für Südtiroler
für den KVW! Es war einige hundert Jahre her, dass die Hispanisierung Katalani-
ens eingesetzt hatte, als die Katalanier mit Erfolg auf die Wiederher-
Mit Befremden habe ich einen Artikel von Pepi Feichtinger über das stellung ihrer ursprünglichen Ortsnamen bestanden. Freilich sind 90
Tiroler Gedenkjahr in der Juni-Ausgabe des „Kompass“ - der Verbands- Jahre, seit wir Südtiroler und unser Land italianisiert wurden und wer-
zeitschrift des KVW - gelesen. Feichtinger diffamiert darin das Schüt- den, auch eine lange Zeit, die uns jedoch nicht hindern sollte auf un-
zenwesen und seine kulturelle Tätigkeit (wie etwa das Meraner Volks- sere Identität zu bestehen.
schauspiel und sämtliche Vorhaben im heurigen Gedenkjahr), aber Es ist doch kein übersteigerter Anspruch, wenn Südtirol Regelungen
auch die Jugendarbeit kommt dabei nicht zu kurz. Hier ein Auszug fordert, die weltweit schon oft durchgeführt wurden, z.B. die der Orts-
davon: namen und zwar in der Weise, dass diese, nicht wie schon Tolomei
wollte und 1919 in Paris ausgespielt hatte, ein durchgehend gemischt-
sprachiges Land ausweisen. Leider ist es im Begriff eines zu werden,
wenn nicht endlich eine energische und folgerichtige Volkstumspolitik
das Steuer herumreißt. Denn derzeit ist Südtirol, wie es Felix Ermaco-
ra in „Südtirol - die verhinderte Selbstbestimmung“ 1991 gesehen hat,
„ein europäisches Modell der friedfertigen Auslöschung einer Volks-
gruppe . . . Deren Repräsentanten in Besuchs-, Reise-, Empfangs-, und
Happenings-Diplomatie effekthascherisch dem Persönlichkeitskult oh-
ne Opferbereitschaft huldigen“. Denn die Italienisierung war nicht nur
minderheitenfeindliches koloniales Handeln in der Zeit des Faschis-
mus, sondern ist weiterhin ein stark wirksamer Druck des demokrati-
schen Italien nach 1945.
Wenn man derzeit jugendliche Neofaschisten der immerhin mitglie-
derstärksten italienischen Partei in Südtirol auftrumpfen sieht, hat
man nicht den Eindruck, dass diese Front der Unverbesserlichen abzu-
bröckeln beginnt, auch deshalb nicht, weil in Italien, zum Unterschied
z.B. von Deutschland und Österreich, eine Abrechnung mit faschisti-
schen Delikten nie erfolgt ist. Die Faschisten waren nicht nur in Süd-
tirol gleich wieder am Ruder, meist in Parteien mit anderen Namen,
meist sehr weit links und nicht minder weit rechts. Bei diesen sind wir
noch weit entfernt, die faschistische Ideologisierung eine Beleidigung
für alle zu halten.
Nach Rücksprache mit der Redaktion des KVW „Was sich ein katho- Indes gibt es nicht nur in den Köpfen Mauern, die niedergerissen
lischer Verband wie der KVW verspricht, wenn er eine derartige Hetz- werden sollten, sondern auch steinerne Mauern, die entfernt werden
schrift, in der ehrenamtlich tätige Mitmenschen in Südtirol diffamiert sollten, andere wieder die historisiert, also Zeitzeugnisse werden könn-
werden, in seiner Verbandszeitung abdruckt?“ wurde folgende Stel- ten, eben ohne die anmaßende und beleidigende koloniale Funktion,
lungnahme abgegeben: die sie ursprünglich hatten. Dabei ist es mit dem Erklären alleine, mit
„In unserer Zeitschrift Kompass lassen wir immer wieder Persönlich- dem man sich neuerdings begnügen möchte, bei weitem nicht getan.
keiten zu Wort kommen, deren Ansichten sich nicht mit denen des Die Beinhäuser an den Grenzen sind fehl am Platz, nicht nur weil
KVW decken müssen. Pepi Feichtinger ist ein bekannter Schriftsteller dort weit und breit keine Schlacht stattgefunden hat und sogar kein
und Theaterschreiber. Er hat sich ausführlich in vielen RAI-Sendungen einziger italienischer Soldat während des Krieges 1914/18 in Südtirol
mit dem Jahr 1809 befasst. Wir haben an seinem Artikel nichts geän- war, sondern überhaupt im vereinten Europa, das alle Grenzmarken
dert und ihn so veröffentlicht, wie er ihn verfasst hat. Feichtiger nutzt und -kontrollen abgeschafft hat.
die Überzeichnung und Satire als Stilmittel, wie wir es von vielen Mit dem piffraderschen Fries, gegenüber dem Landesgericht, könn-
Schriftstellern kennen. Als KVW zensurieren wir nicht Artikel, die vom te man nachsichtig sein: seine Details sind so kindisch lächerlich, dass
Autor gezeichnet sind und somit dessen persönliche Meinung wieder- sich Erklärungen erübrigen - nicht so beim piacentinischen Sieges-
geben. Als Demokraten sollten wir die Größe haben, zwischendurch denkmal. Dieses gehört einigermaßen zum Ensemble der es teilumge-
auch eine Meinung zu dulden, die uns nicht passt.“ benden imperialen Architektur, müsste aber Federn lassen. Vor allem
Eine Meinung dulden, die einem nicht passt, ist eine Sache. Ehren- die anmaßend erniedrigende Inschrift an der vorderen Breitseite müss-
amtlich tätige Mitmenschen zu diffamieren eine andere. Mit demokra- te herunter und die Märtyrer sollten, wie Silvius Magnago einmal ge-
tischer Größe hat das wenig zu tun. Würde ein Herr Feichtinger im raten hat, den Trientnern zurück gegeben werden. Dies entspreche ei-
selben Ton z.B. gegen Ausländer oder Andersgläubige vorgehen, würde ner Richtigstellung, die sich nicht in banalen Täfelchen verstecken
man ihn als Rassist abstempeln. Wenn es gegen die eigenen Leute geht, müsste. Schließlich bräuchte es die aggressiven Beile nicht. Diesen
gibt es scheinbar keine Grenzen. Anstand und Respekt sollten auch würde wohl niemand nachtrauern. Anders die Rutenbündel. Diese sind
Schriftsteller besitzen, gleich wie ein Verband, der sich „katholisch“ frühzeitliche Symbole für Zusammenhalt. Im großen Saal des US-ame-
schimpft. rikanischen Parlaments, im Kapitol in Washington, stehen mächtige.
Die demokratische Schieflage im KVW ist einigen Damen und Her- Wir sollten uns die Rutenbündel öfter ansehen und einprägen. Es gibt
ren offenbar noch nicht bewusst. Es gibt daher für mich nur eine Kon- noch Dinge in Südtirol, für die gemeinsamer und gebündelter Einsatz
sequenz: Die KVW-Mitgliedschaft beenden! der Mühe wert ist.
Richard Andergassen, Lana Dr. Bruno Frick, Bozen
Nr. 4/2009 9

Regimenter, Bataillone und Bezirke


Schützenfest des Lienzer Talbodens völkerung, ohne den Kern seiner Aufgabe - religiöse Leitbilder aufzu-
zeigen – in den Hintergrund zu drängen. Die Festansprache zum The-
ma „Jubiläum/Jubiläumsjahr“ hielt als Vertreter des Landes LAbg. DI
SCHLAITEN - Im Jahre 1909 – bei der Fahnenweihe und dem Grün-
Franz Berger aus Oberndorf vor zahlreichen Bürgermeistern, Vertretern
dungsfest der Schützenkompanie - hatte Schlaiten noch keine eigene
des Österreichischen Bundesheeres, Mitgliedern der Bundesleitung und
Musikkapelle. Zu dieser Feierlichkeit marschierten damals die Musik-
der Führung des Osttiroler Schützenviertels, 13 Kompanien und 27
kapellen der Nachbargemeinden Ainet und Oberlienz auf.
Abordnungen aus Nordtirol, Osttirol und Kärnten und einer großen
Schar von Gläubigen bzw. Interessierten.

Einladung zur Gedächtnisfeier


für den Grieser Schützenleutnant Luis Amplatz
auf den Brunner Mahdern oberhalb Saltaus
am Sonntag, dem 6. September 2009,
Beginn: 11.00 Uhr

Ab 7.30 Uhr steht für alle Teilnehmer ein Zubringerdienst mittels


Kleinbus von Saltaus bis zum Hochlarcher zur Verfügung.
Für alle Privatautos ist die Straße an diesem Vormittag gesperrt,
Mit einem großen Fest beging die Kompanie Schlaiten ihr 100-jähriges Grün-
da beim Hochlarcher keine Parkmöglichkeit besteht.
dungsfest. Kostenbeitrag für den Zubringerdienst pro Person
und Einzelfahrt: E 2,50.
Deshalb wurden diese beiden Kapellen zur Mitgestaltung des Die Gehzeit ab Hochlarcher beträgt ca. 1,5 Stunden.
100-Jahr-Jubiläums eingeladen. Die Musikkapelle Ainet umrahmte am Für Speis und Trank ist gesorgt.
Sonntag, 28. Juni 2009, gemeinsam mit der örtlichen Musikkapelle den Wir rufen alle Mitglieder und Freunde
Gottesdienst, den Festakt und den Festumzug zum Bataillonsschützen- des Südtiroler Heimatbundes,
fest und spielte anschließend zum Frühschoppenkonzert auf. Die Feld- die Schützen und alle heimattreuen Tiroler auf,
messe mit Segnung der Fahnenbänder zelebrierte Pfarrprovisor Mag. an dieser Feier zahlreich teilzunehmen.
Wieslaw Wesolowski. Mit seiner Predigt dokumentierte er sein Interes-
se an der Tiroler Geschichte, der Tradition und der Mentalität der Be-

Besucht uns im Internet: Die Alpenregion


der Schützen
kanzlei@tiroler-schuetzen.at info@schuetzen.com
Mangfall/
Leitzachgau
Anschriften der Schriftleiter: Werdenfels

Garmisch

Mjr. Stephan Gstraunthaler, Korngasse 13/4, A-6063 Rum Partenkirchen

Tel: 0650/445 88 00, e-mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at


Martin Huber, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
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Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau,
Tel. & Fax 089/5469521, e-mail: Baur-Hans@t-online.de
Viertel Osttirol

Redaktionsschluss ist der jeweils 20. der Monate Feber, April, Juni, August,
Oktober und Dezember.
Fotos von Verstorbenen können auf ausdrücklichen Wunsch retourniert werden. Brixen
Namentliche Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.
In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheberrecht und
dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.
Eigentümer und Herausgeber: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Bozner
Platz 6/III, Innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen
Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter
im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung
versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschti-
roler Schützenbundes, des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Bun-
des der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien. Schriftleiter SSB: Martin Hu-
ber; BTSK: Stephan Gstraunthlaer; BGK: Hans Baur.

Herstellung: dtp Tyrol, Klaus Leitner, Innsbruck - Druck: Athesia, Bozen


10 Nr. 4/2009

Die Seite der Marketenderinnen und Jungschützen


Einen Nachmittag Die Auszeichnung mit Ehrenkreuz erhielten Martin Penz, Michael
Penz, die Auszeichnung in Gold Christoph Falschlunger und Markus
voller Spiel und Spaß Penz, die Auszeichnung in Silber Stefan Wieser und Wolfgang Mair.

CASTELFEDER - 15 Jungmarketenderinnen und Jungschützen des


Bezirkes Süd-Tiroler Unterland mit ihren Betreuern haben sich Ende
Jungschützen sammelten
Mai zu einem gemeinsamen Spielenachmittag auf Castelfeder getrof- im Olympischen Dorf
fen.
Quizfragen beantworten, Sackhüpfen, Grasskifahren, Schubkarren- Innsbruck - Zum zweiten Male rückten im April die Jungschützen
rennen und Luftballontransport waren einige der Wettbewerbe, die für in Tracht mit ihren Betreuern im Olympischen Dorf zu einer Haus-
sammlung für den Tiroler Blinden- und Sehbehinderten-Verband (TBV)
aus.
Viele Spender im Stadtteil halfen den Jugendlichen und Kindern,
damit eine schöne Summe dem Blindenverband übergeben werden
konnte. Der TBV bedankte sich recht herzlich bei den Jungschützen
und der Bevölkerung des Olympischen Dorfes.

Ausflug zur Jörg-Klotz-Hütte


TELFES - Die Jungschützen aus dem Pustertal wanderten am 17.
Mai 2009 bei herrlichem Sonnenschein im Stubaital zur Jörg-Klotz-
Hütte.
Der Freiheitskämpfer Jörg Klotz verbrachte dort seine letzten Le-
bensjahre im Exil und verstarb dann nach schwerer Krankheit. Kürz-
Spiel und Spaß für die Jungmarketenderinnen und Jungschützen - aber auch lich wurde diese Hütte in Zusammenarbeit von Süd-Tiroler Patrioten
für deren Betreuer - beim Spielenachmittag in Castelfeder.
und den „Pusterer Buibm“ neu errichtet. Letzteren ist es immer noch
jede Menge Spaß sorgten. Dabei ging es an dem Nachmittag weniger
darum, wer die oder der Beste, Schnellste oder Geschickteste war. Am
Ende siegte nämlich jene Mannschaft, die im Mittelfeld aller Teilneh-
mer/innen stand. Damit hatte eindeutig die Mannschaft „Die Gitschen“
die Nase vorn. Mit leeren Händen musste jedoch keiner nach Hause
gehen: Dank einiger Sponsoren konnte jede Jungmarketenderin und
jeder Jungschütze ein kleines Geschenk als Preis mitnehmen.

Jungschützen Natters ausgezeichnet


Natters - Am 24. Mai 2009 wurden die Natterer Jungschützen
vom Landesgeschäftsführer des Österreichischen Schwarzen Kreuzes
Hans Ullmann für ihre jährlichen Sammelleistungen zu Allerheiligen
ausgezeichnet.
Hans Ullmann gibt das Amt des Geschäftsführers ab, daher wün- Es war ein beeindruckender Tag für die jungen Schützen.
schen ihm die JS-Betr. Gollner und Falschlunger alles Gute im „Ruhe-
stand“. verwehrt, den Boden des südlichen Teils ihrer Heimat Tirol, SÜD-TI-
ROL, zu betreten. Siegfried Steger erklärte in seinen Ausführungen,
was ihn dazu bewogen hatte, in den aktiven Widerstand zu treten und
welche Jugenderlebnisse ihn geprägt haben, um für seine Heimat ein-
zutreten. Steger betonte ausdrücklich, dass heutzutage jegliche Gewalt
keinen Sinn mehr mache und nur dem Tiroler Freiheitsgedanken scha-
den würde. Sepp Forer erzählte Geschichten aus dem Freiheitskampf
und wie sie sieben Jahre lang immer wieder den Polizeieinheiten ent-
kommen sind. Abschließend erinnerte Forer, dass nur ein Teil Tirols
frei ist, darum solle sich jeder friedlich für ein freies Tirol einsetzen.
Beim gemeinsamen Grillen lernten sich die Jungschützen der einzel-
nen Kompanien gegenseitig besser kennen und bei Spiel und Spaß
wurde so manche Freundschaft geknüpft. Dieser Tag war für den
Schützennachwuchs ein wertvoller und beeindruckender Tag. Alle Be-
teiligten werden diesen Ausflug mit einem ehrlichen, innigen und
herzlichen Dank an die Süd-Tiroler Freiheitskämpfer nachhaltig in Er-
innerung behalten. Informationen zum Süd-Tiroler Freiheitskampf gibt
Für ihr soziales Engagement wurden die Natterer Jungschützen ausgezeichnet. es im Internet unter www.suedtiroler-freiheitskampf.net
Bayerische Gebirgsschützen
Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien

der gesamten Südgrenze von Reichenhall bis


Garmisch. Die Vorgeschichte und vor allem
die Tage im Juli 1809 sowie die Gefechte in
Lenggries, Kochel und Murnau-Spatzenhau-
sen standen im Mittelpunkt eines Festvor-
trags, den stellvertr. LHptm. Martin Haberfell-
ner den Gebirgsschützen und ihren Ehrengä-
sten im Anschluss an den Gottesdienst in der
Kocheler Heimatbühne hielt.
Unter den Klängen des Bayerischen Prä-
sentiermarsches, den die Kocheler Musikka-
pelle unter Leitung von Kaspar Loipolder in-
tonierte, zogen die Fahnen der Kompanien
und der Ortsvereine ein. Obm. Georg Schwai-
ger und Bgm. Thomas Holz begrüßten die
Gäste. Staatsminister Siegfried Schneider, der
die bayerische Staatsregierung vertrat, stellte
in seiner Rede die Bedeutung der Gebirgs-
schützen heraus: „Ihre Aufgabe ist die Bewah-
rung von Traditionen und Werten des christ-
lichen Vaterlandes. Sie verkörpern aber auch
Festgottesdienst am „Schelmbichl“ (Fotos: Rowley) Lebensfreude und bayerisches Selbstbewusst-
sein.“
200 Jahre Gebirgsschützencorps In seinem Vortrag stellte Martin Haberfell-
ner die Gründung des Gebirgsschützen-Korps
in den Vordergrund. Die Gebirgsschützen
KOCHEL - Weit hallten die Böllerschüsse tung. Weniger spektakulär, aber nicht minder sträubten sich gegen Einsätze außerhalb ihrer
über den Kochelsee, als am „Tiroler Kreuz“ tapfer hatten sich die bayerischen Gebirgs- Heimat. Sie wollten bei Gefahr für ihre Fami-
auf dem Schelmbichl im Anschluss an den schützen geschlagen. Die Abwehrkämpfe lie und ihr Heimatdorf da sein. Und das haben
Feldgottesdienst ein Kranz niedergelegt wur- 1809 bilden heute einen Schwerpunkt in der sie in den Juli-Tagen 1809 eindrucksvoll ge-
de. Man ehrte damit die Männer, die sich im Tradition der Gebirgsschützenkompanien. zeigt. Sie waren eine dem Militär ebenbürtige
Sommer 1809 feindlich gegenüberstanden. Erstmals waren sie überregional eingesetzt an Spezialeinheit; das aktive bayerische Heer war
Bayern und Tirol waren zum Schauplatz der
Auseinandersetzung zwischen Österreich und
Frankreich geworden, die um die Vorherr-
schaft in Europa rangen. Pater Heiner Heim
beschrieb in seiner Predigt die damalige Si-
tuation. Die unter bayerischer Herrschaft ste-
henden und gegängelten Tiroler hatten sich
zum Aufstand erhoben, die bayerischen Ge-
birgsschützen wiederum waren angetreten,
um ihre Dörfer zu sichern. Dem Feldgottes-
dienst, an dem die Kompanie Kochel, alle Ab-
ordnungen der Bayerischen Gebirgsschützen-
kompanien sowie die Landeshauptmannschaft
teilnahmen, wohnten auch der Tiroler LKdt.
Otto Sarnthein und der Obm. des Gesamttiro-
ler Schützenbundes Hermann Huber bei.
Hatte die Tiroler eine tiefe Sehnsucht zur
alten Heimat zum Aufstand getrieben und sie
so bestärkt, dass sie in drei Schlachten dem
anstürmenden Militär standhielten, so sind
die Ereignisse um 1809 für die bayerischen
Gebirgsschützen ebenso von großer Bedeu- Kranzniederlegung am „Tiroler Kreuz“.
12 Berichte aus Bayern Nr. 4/2009

für Gebirgskämpfe weder ausgebildet noch König allein ihnen aufgetragen worden. Siegfried Schneider. Steininger dankte der
ausgerüstet. Und sie haben die ihnen gestellte Unter dem Titel „200 Jahre Gebirgsschüt- ausführenden Kompanie Kochel für die Orga-
Aufgabe mit Bravour und allein gelöst, denn zencorps“ verfasste Haberfellner auch eine nisation des Gottesdienstes und des Festaktes.
das bayerische Heer war in Niederbayern ge- Festschrift. Das erste Exemplar überreichte Mit der Bayernhymne wurde die Veranstal-
bunden und der Schutz der Grenze war vom LHptm. Karl Steininger an Staatsminister tung beschlossen.

90 Jahre Chiemgaustandarte
TÖRWANG - Mit einem Gottesdienst in der letzten Hauptmann der Einwohnerwehr in Bataillon Inn-Chiemgau gegründet und kurze
Pfarrkirche von Törwang am Samerberg und Tuntenhausen verwahrt. Kurze Zeit später tra- Zeit später wird die Chiemgau-Standarte an
einer Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal fen sich Vertreter des Gebirgsschützengaues die GSK Samerberg übergeben mit der Ver-
gedachte das Gebirgsschützen-Bataillon Inn- Inn-Chiemgau, der Gebirgsschützenkompanie pflichtung, den wenigen noch lebenden
Chiemgau der verstorbenen Mitglieder des Samerberg und des Bund Chiemgau bei Dem- Chiemgau-Bündlern das letzte Geleit zu geben
Freikorps Chiemgau, des Chiemgau-Bundes und mit der Option, die Chiemgau-Standarte
und der Gebirgsschützen. Die Kompanie Sa- als Bataillonsfahne zu führen.
merberg schoss einen dreifachen Salut. Bislang hat die GSK Samerberg folgende
Schon während der Festmesse hatte Pfarrer Fähnriche für die Standarte gestellt: von
Blabsreiter in seiner Ansprache über die Ge- 1980–1983 Alois Wohlschlager, von 1983–
schehnisse nach dem 1. Weltkrieg berichtet. 1998 Josef Daxer, von 1998–2007 Josef
Zur Feierstunde begrüßten Wagner und seit 2008 Peter Sattel-
Hptm. Ludwig Staber und berger.
Bgm. Georg Huber Landes- Wann die Chiemgau-Standarte
hauptmann Karl Steininger und in Dienst gestellt wurde, konnte nicht
die anwesenden Gebirgsschützen. genau festgestellt werden. Nachdem
Dann hielt Btl.Kommandant Anton 1919 die Einwohnerwehren gegrün-
Greimel einen Kurzvortrag, in dem det wurden und im selben Jahr in
er auf die Vorgeschichte einging, Rosenheim das große Chiemgau-
die Revolutionsjahre 1918 und 1919 Schießen durchgeführt wurde, bei der
schilderte, über die Gründung der glaublich die Standarte bereits getra-
Einwohnerwehren 1919 und 1920 gen wurde, hat das Bataillon anläss-
und schließlich über das Ende der Ein- lich des 90-jährigen Bestehens der
wohnerwehren und die Gründung des Bund mel und vereinbarten die Übergabe der Chiemgau-Standarte an die Ereignisse in wür-
Chiemgau referierte. Chiemgau-Standarte zur Traditionspflege an diger Form erinnert.
Der Bund Chiemgau entstand aus dem die Gebirgsschützen. Die Samerberger Gebirgsschützen, die die
Freikorps Chiemgau und den Einwohnerweh- Am 6. Juni 1980 wird in Neubeuern das Fahne vom letzten Fähnrich des Chiemgau-
ren des Inntals und des Wasserburger Bundes Hans Kaffl übernommen haben,
Raumes, der Aiblinger Gegend und der nehmen ihre Verpflichtung ernst und tra-
Gemeinden Vogtareuth, Söchtenau, gen die Chiemgau-Standarte mit Stolz.
Prutting, Endorf, Griesstätt und Rott so- Innerhalb der Kompanie wird die Stan-
wie Achenmühle-Samerberg, die 1919 darte vor der Kompanie-Fahne getragen
gegen die Rätediktatur und die Sparta- und bei feierlichen Anlässen geht der
kisten kämpften. Bei den bürgerkriegs- Standarten-Fähnrich an der Spitze des
ähnlichen Auseinandersetzungen gab es Gebirgsschützen-Bataillons der Gebirgs-
auf beiden Seiten mehrere Tote. Die schützen aus dem Inn-Chiemgau.
Männer mit den weiß-blauen Armbin- Die Standarte zeigt auf weißem Tuch
den und dem Chiemgau-Adler im Wap- die Fraueninsel im Chiemsee und auf der
pen behielten schließlich die Oberhand. anderen Seite den Chiemgau-Adler. Dieser
1921 werden die Einwohnerwehren auf- gilt in zweifacher Ausführung als Symbol
gelöst. 1924 gründen die Mitglieder den des wehrhaften Chiemgaus mit Adlerkopf
Verein „Bund Chiemgau e.V.“. Als sicht- für Chiemgau-West, mit sitzendem Adler
bares Zeichen der Vereinigung tragen für Chiemgau-Ost. Weniger martialisch ist
sie die Chiemgau-Standarte. 1933 wur- das Blatt mit der Fraueninsel. Der freiste-
de dieser Verein durch das NS-Regime hende achteckige Glockenturm mit seiner
aufgelöst. Die Chiemgau-Standarte soll- Zwiebelhaube gilt als Wahrzeichen des
te abgeholt werden, wurde aber nicht Chiemsees. Die Fraueninsel trägt ein Be-
vorgefunden. 1960, bei einem Treffen nediktinerinnenkloster (Frauenwörth oder
ehemaliger Mitglieder des Bund Chiem- Frauenchiemsee genannt), das im 8. Jahr-
gau, gibt der Gastwirt Julius Seifert aus hundert gegründet wurde. Eine Tochter
Rosenheim die Rückgabe der von ihm Kaiser Ludwig des Deutschen, die selige
„gesicherten“ Chiemgau-Standarte be- Irmingard, stand im 9. Jahrhundert der
kannt. Sie wird nunmehr beim wieder- Abtei vor.
belebten Heimatschutztag und bei Beer- Die Standarte symbolisiert den Einsatz
digungen der Mitglieder mitgeführt und 2. v.l. Fhr. Peter Sattelberger, 5. v.l. Gau-Hptm. Anton Greimel für die Heimat, für die bayerische Kultur,
von Bäckermeister Franz Demmel, dem (Foto: Krinner) für das bayerische Volk.
Nr. 4/2009 Berichte aus Bayern 13

Päpstliche Ehrung für Pater Leo Weber Hans Schwaiger -


Prof. Pater DDr. Leo 75 Jahre alt
Weber, der ehemalige
Professor für Kirchen- ORT - Der Ehrenoffizier des
und Kunstgeschichte Bundes der Bayerischen Gebirgs-
an der Philosophisch- schützenkompanien, Hans Schwai-
Theologischen Hoch- ger aus Ort bei Kochel am See,
schule der Salesianer feierte seinen 75. Geburstag.
Don Boscos in Bene- Das Ehrenmitglied der histori-
diktbeuern und Ehren- schen Bauerngruppe Kochel, die er
mitglied des Bundes von 1970 bis 1980 als Obm. leitete,
der Bayer. Gebirgs- war 14 Jahre Bundesadjutant und
schützenkompanien, drei Jahre stv. LHptm. des BBGSK.
wurde von Papst Bene- Mit den Kameraden der Antlaß-
dikt XVI. mit dem schützen Benediktbeuern-Ried, Ehrenoffizier Hans Schwaiger.
päpstlichen Ehren- den Trachtenvereinen und den
kreuz „Pro ecclesia et Sportschützen feierte er seinen Ehrentag.
pontifice“ ausgezeich-
net. Der lateinische Ti-
tel bedeutet „Für die
Kirche und den Papst“.
LHptm. Karl Steininger - 70
Wir freuen uns mit KLEINPIENZENAU - Zu sei-
Pater Leo Weber, dass damit seine jahrzehntelange Arbeit an der nem 70sten hatte LHptm. Karl
Hochschule in Benediktbeuern von höchster Stelle anerkannt wurde. Steininger nur in kleinem Rah-
men zur Feier eingeladen, es
wurde aber eine stattliche Zahl
Franz Xaver Allgäuer - 85 von Gratulanten.
Die Glückwünsche der Tiro-
BENEDIKTBEUERN - Der ler Schützen überbrachte LKdt.
EHptm. der Antlaß-Schützenkom- Otto Sarnthein, die Gauhaupt-
panie Benediktbeuern-Ried und leute und die Landeshaupt-
EGau-Hptm. des Loisachgaues, mannschaft waren vertreten
Franz Xaver Allgäuer, feierte in und wünschten Gesundheit und
Benediktbeuern seinen 85. Ge- Gottes Segen. Der stv.
burtstag. LHptm. Martin Haberfellner
Allgäuer war von 1970 bis 2000 hielt die Geburtstagsrede.
Gau-Hptm. des damals neu ge- Für seine Heimatkompanie LHptm. Karl Steininger - 70 Jahre.
gründeten Loisachgaues. In der „Gotzinger Trommel“ gratulier-
Kompanie Benediktbeuern beklei- te Hptm. Alois Reichenberger und der Salutzug entbot einen drei-
dete er von 1965 bis 1979 das Amt fachen Ehrensalut. Besonders erfreute den Jubilar ein Ständchen
des Vorstandes und von 1979 bis von Musikanten aus Schliersee. Gemütlich klang der Abend aus.
2000 war er Hptm.
Die Gebirgsschützen wünschen
dem Jubilar Gesundheit und Wohl- EHptm. und EGau-Hptm. Franz Xaver
Allgäuer
Anton Greimel - 65
ergehen.
UNTERWÖSSEN - Der Gau-
Hptm. des Bataillons Inn-Chiem-
gau Anton Greimel aus Unterwös-
Johann Moser - 80 sen feierte seinen 65. Geburtstag.
Er war maßgeblich an der Wie-
SAMERBERG - Die GSK Samer- dergründung der Kompanie Wös-
berg gratulierte ihrem langjähri- sen-Achental 1973 beteiligt und
gen aktiven Kameraden Johann stand lange Jahre an deren Spitze.
Moser aus Stampl zum 80. Ge- Seit 1992 ist er EHptm. der Kom-
burtstag. panie.
Der Salutzug feuerte eine drei- Das Bataillon Inn-Chiemgau,
fache Salve zu seinen Ehren. das sich von Bad Reichenhall über
Die Hauptmannschaft über- Traunstein und Rosenheim bis
Gau-Hptm. und EHptm. Anton
reichte dem rüstigen 80-er, der Greimel ist 65. Oberaudorf erstreckt und 17 Kom-
nach wie vor bei jedem Anlass mit panien stark ist, wählte ihn 1982
seiner Kompanie ausrückt, die zum Gauhauptmann. Über das Gebirgsschützenwesen hinaus liegen
Goldene Verdienstmedaille. ihm Heimat, Forschung und Brauchtum besonders am Herzen. Wir
Johann Moser wurde 80 Jahre. gratulieren und wünschen Gesundheit und Wohlergehen!
14 Berichte aus Bayern Nr. 4/2009

Dr. Peter Gauweiler - 60


Eine große Gratulantenschar hatte sich auf dem Starn-
berger See eingefunden, um auf einem Schiff den 60. Ge-
burtstag von Dr. Peter Gauweiler, dem ehemaligen Bayeri-
schen Umweltminister, zu feiern.
Die Gästeliste reichte von Edmund Stoiber bis Oskar La-
fontaine. Unter den Festgästen 50 Traunsteiner Gebirgs-
schützen, die ihrem Ehrenleutnant Salut schossen und ihn
damit gebührend hochleben ließen. Seit 1990 ist er ein Mit-
glied der Kompanie Traunstein, das – wenn es ihm die Zeit
erlaubt – aktiv an den Ausrückungen teilnimmt. Für seine
Verdienste wurde er zum Ehrenoffizier ernannt.
Dr. Gauweiler ist weit über die Grenzen seiner Münche-
ner Heimat hinaus bekannt. Der Rechtsanwalt ist seit 2002
Dr. Peter Gauweiler feierte seinen
Mitglied des Deutschen Bundestages und schreibt als Autor 60er.
mit scharfer Feder.
Die Bayerischen Gebirgsschützen gratulieren herzlich und wünschen dem Jubilar noch viele
Jahre Schaffenskraft!

Hans Schuderer - 65
PRIEN - 1980 trat Hans Schuderer bei der GSK Prien ein,
wurde 1981 zum Kompanieschreiber und 1984 zum Lt. ge-
wählt.
Von 1990 bis 2003 war er Hptm. dieser Kompanie. Er hat
maßgeblich am Entstehen der Chronik mitgewirkt.
Seit 2000 ist er stellvertretender Gau-Hptm. im Inn-
Chiemgau und verantwortlich für Schriftführung und Kas- Ausstellung in der Stadtresidenz
se.
Wir gratulieren herzlich!
Landshut vom 28. Mai
bis 27. September 2009

Stv. Gau-Hptm. Hans Schuderer 200 Jahre Gebirgsschützencorps


Diese Broschüre (siehe Artikel auf Seite
15!) kann bei Schatzmeister Günter Reichelt,

Hptm. Werner Hanus † Hochplattenstraße 27, 83026 Rosenheim Hei-


lig Blut, bestellt werden.
An die Kompanien werden die Broschüren
ROSENHEIM - Nach kurzer schwerer Krankheit nur in der Verpackungsmindestmenge von je-
verstarb der Hptm. der GSK Rosenheim im Alter weils 25 Stück zum Stückpreis von E 3,00
von 65 Jahren. abgegeben (zzgl. Versandkosten).
Werner Hanus war vor mehr als 25 Jahren bei
der Kompanie eingetreten. Lange Jahre leitete er
den Salutzug und wurde 2001 zum Lt./Kompa-
nieschreiber gewählt.
Seit 2004 stand er als Hptm. an der Spitze der
Kompanie. In Feldkirchen bei Rott wurde er unter
großer Beteiligung seiner Schützenkameraden zur
letzten Ruhe geleitet.
Hptm. Werner Hanus †

Bayern und Napoleon


Ausstellung im Alten Feuerwehrhaus
Volkshochschule Bad Reichenhall vom 15. 8. bis 13. 9. 2009
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 11.00
bis17.00 Uhr (Führungen für Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten: Tel. 08651 78694)
Veranstalter: Gebirgsschützenkompanie Reichenhall und Stadt Reichenhall
Nr. 4/2009 15

kompanien unterstreichen die Verdienste und die Wertschätzung des


Wir gratulieren Jubilars.

Trojer Franz, Reg.-Adj.


Anton Preßlaber - 95. Geburtstag
Matrei i. O. - Am 29. April 2009 feierte Schützenkamerad Anton
Oj. Johann Kirchmair feierte 80er
Preßlaber im Familienkreis bei voller Rüstigkeit seinen 95. Geburts- Flaurling - Am 30. Mai 2009 feirte der langjähriger Fhr. und
tag. Zeugwart Hansl Kirchmair, vulgo „Muchnhansl`s-Hansl“ in bester Ge-
sundheit im Kreise seiner Familie, Jagerfreunde und natürlich seiner
Schützenkameraden seinen 80. Geburtstag.
Nach einer zünftigen Ehrensalve überreichte Hptm. Josef Konrad
im Namen der Kompanie dem Jubilar die Urkundentafel der „Ehren-
mitgliedschaft“ zu seiner Kompanie Flaurling.

Die Matreier Schützen ließen ihren Anton hochleben.

Der Jubilar trat der Schützenkompanie Matrei in Osttirol bereits im


Jahre 1929 bei und galt stets als begeisterter und verlässlicher Schüt-
ze, der bis ins hohe Alter noch an den Ausrückungen der Kompanie
teilnahm. Die Mitglieder des Kompanieausschusses mit Obm. Alois
Klaunzer, Hptm. Sebastian Klaunzer sowie Baon-Kdt. Mjr. Klaus Riep- Johann Kirchmair mit seiner Frau Vroni als Ehrenmitglied im Kreise seiner
Schützen.
ler stellten sich als Gratulanten ein und schossen ihrem Schützenka-
meraden eine Ehrensalve. Wir wünschen dem „Tonig“ weiterhin viel Die Schützenkameraden wünschen dem Hansl noch sehr viele ge-
Gesundheit und Wohlergehen. meinsame und lustige Stunden und „Hoangarte“ im Kreise seiner
Schützen.
EBaon-Kdt. und EHptm.
Hermann Kammerlander – 85 Jahre EHptm. Johann Oberparleiter - 80
Ried-Kaltenbach - Ein großer Aufmarsch begleitete die Feier- ST. LORENZEN - Anlässlich des 80. Geburtstages des EHptm. Jo-
lichkeiten zum 85. Geburtstag unseres verdienten Schützenkameraden. hann Oberparleiter veranstaltete die „Michelsburger“ Schützenkompa-
Die Schützenkompanie Ried/Kaltenbach unter Baon-Kdt. Hptm. Her- nie am 23. Mai 2009 ein Kompanieschießen im Schießstand von St.
bert Empl gratulierte mit einer Ehrensalve. Lorenzen.
Hermann Kammerlander führte 40 Jahre die Kompanie als Hptm.,
war fast 20 Jahre Baon-Kdt. des Bataillons „Mittleres Zillertal“ und
auch Stellvertreter des Regiments-Kdt. Zahlreiche Auszeichnungen auf
Gemeinde- und Landesebene sowie des Bundes der Tiroler Schützen-

In St. Lorenzen feierte man die Geburtstage von EHptm. Johann Oberparleiter,
Franz Kammer und Valentin Gruber.

Bei der Preisverteilung stellte sich heraus, dass mehrere junge


Schützen mit guten Platzierungen überraschten. Gefeiert wurde nicht
nur der Geburtstag von Johann Oberparleiter, sondern auch die 70.
Geburtstage von Franz Kammer und Valentin Gruber. Wir wünschen
den Jubilaren noch einmal alles erdenklich Gute und viel Gesund-
Hermann Kammerlander beim Abschreiten der Front heit.
16 Nr. 4/2009

Pionier Gilbert Pittl – 80 Jahre des Ausschusses der Musikkapelle St. Veit sowie Bgm. Vitus Monitzer
und Vize-Bgm. Christian Stemberger schlossen sich an.
Völs - Kürzlich feierte das Ehrenmitglied der Kompanie Völs, Pio-
nier Gilbert Pittl, seinen 80. Geburtstag. Karl Pertl – ein rüstiger 70er
Völs - Am 14./15. März 2009 feierte Mjr. Karl Pertl seinen 70.
Geburtstag in Völs. Am Samstag waren seine Schützenkameraden zur
Feier geladen, während am Sonntag im Familienkreis gefeiert wurde.
Gerne folgten die Mitglieder der Kommandantschaft der Schützen-
kompanie Völs und einige Mitglieder des BTSK, allen voran LKdt. Mjr.
HR Dr. Otto Sarnthein mit BGf. Mjr. Josef Haidegger der Einladung
und fanden sich im Pfarrheim ein.

Baon-Kdt. und Olt. der Kompanie Toni Pertl, Hptm. Thomas Wirth und
Oj. Toni Mair gratulieren Gilbert Pittl und seiner Frau Rosa mit einem Strauß
Blumen.

Dazu rückten die gesamte Kompanie, die Musikkapelle und viele


Kameraden der FF Völs aus. Nach dem Abschreiten der Front und einer
Ehrensalve lud der Jubilar alle zu einem Geburtstagsmahl ein. Hptm.
Thomas Wirth betonte in seiner Ansprache die Treue Gilberts zu seinen
Schützen und meinte, es werden in den letzten 60 Jahren nur wenige Mjr. Karl Pertl inmitten der Gratulanten der Völser Kompanie und Pfarrer
Ausrückungen gewesen sein, bei denen dieser nicht dabei war. Christoph.

ELt. Hans Wechselberger - 80 Jahre Auch der Völser Pfarrer Christoph war unter den Gratulanten, hat
Karl Pertl doch viele Jahre den Pfarrgemeinderat angeführt. Ebenso
Weer - Anlässlich des 80. Geburtstages ihres ELt. Hans Wechsel- vertreten war der Vize-Bgm.von Völs, Kulturreferent Reinhard Schret-
berger rückte die Schützenkompanie Weer unter dem Kommando von ter, der dieses Ressort vor Jahren von Pertl übernommen hat. Den
Hptm. Peter Unterlechner aus, um dem hochverdienten Schützenkame- Reden war zu entnehmen, wie rührig der Jubilar in den letzten Jahr-
raden zu gratulieren und eine Ehrensalve zu schießen. zehnten für die Pfarre, die Gemeinde und die Schützen war.
In der Kompanie ist Karl seit Jahrzehnten Fahnenoffizier und nimmt
trotz seiner vielfältigen anderen Verpflichtungen nahezu an allen Aus-
rückungen teil. Darüber hinaus ist er der Kompaniechronist und Ide-
engeber für zahlreiche Projekte, die von den Völser Schützen in den
letzten Jahren durchgeführt wurden. Anlässlich des Gedenkjahres re-
novieren sie derzeit unter der Anleitung ihres fachkundigen Offiziers
eine fast verfallene Kapelle im Gemeindegebiet von Völs. Diese und
andere geleistete Arbeiten sind mit ein Grund, warum die Völser
Schützen in ihrer Heimatgemeinde nicht ihr Dasein rechtfertigen müs-
sen, die Bewohner sehen, dass - abgesehen von den Ausrückungen -
auch sonst sehr viel für die Dorfgemeinschaft geleistet wird.
Die Kompanie Völs wünscht dem nunmehrigen EMjr. und langjäh-
rigen BBO und Schriftleiter der Tiroler Schützenzeitung - aber in erster
Linie ihrem Fahnenoffizier Karl Pertl alles Gute und Gesundheit für die
Zukunft und hofft, dass er uns noch lange in seiner Funktion auf
Hans und Olga Wechselberger mit EHptm. Herbert Schöffauer (r.) und ihren
beiden Neffen Olt. Rudolf und Fhr. Roland Wechselberger
Kompanieebene erhalten bleibt.
(Foto: Manfred Wechselberger)

Zur Feierstunde im Weerer „Schützengasthof Steixner“ war auch Berichtigung


Abt German Erd von Stift Stams, ein Bruder Wechselbergers Frau Olga,
In der Ausgabe 6/2008 der TSZ wurde auf Seite 30 das „Tagebuch
gekommen.
des Georg Baldauf von Krieg, Gefangenschaft, Flucht und Heimkehr
1915–1919“ vorgestellt.
Hptm. Hans Fuetsch – 70. Geburtstag Dabei hat sich leider der Druckfehlerteufel eingeschlichen.
Anstelle der Telefonvorwahl für Deutschland 0049
St. Veit i. Def. - Der Hptm. der Reimmichl-Schützenkp. St. Veit i. wurde die österreichische Vorwahl abgedruckt.
Def. – Hans Fuetsch – feierte am 18. Mai 2009 seinen 70. Geburtstag. Die richtigen Daten für Ihre Bestellung lauten:
Der Ausschuss der Kompanie stellte sich mit einem Präsent und den Tel.: 0049 (0) 7563 514, e-Mail: detlefbaur@allatnet.de
besten Glückwünschen bei ihm zu Hause ein. Auch eine Abordnung
Nr. 4/2009 17

Schützenhochzeiten
ALDEIN - Anfang Mai hat die langjährige Marketenderin der Schüt-
zenkompanie Aldein, Elfi Kofler, ihrem Martin das „Ja-Wort“ gege-
ben.
Die Schützen begrüßten das Paar vor dem St.-Josef-Kirchlein ober-
halb des Karersees und warteten den frisch Vermählten mit einem
Ständchen auf, bei welchem die beiden ihre Treffsicherheit unter Be-
weis stellen mussten. Elfi Kofler engagierte sich mehrere Jahre lang als
Bezirksmarketenderin, Jungschützenbetreuerin und Kulturreferentin
für das Schützenwesen in Aldein und im Bezirk Süd-Tiroler Unterland.

Holzknecht und Obm. Roland Saurwein an der Spitze. Da einige Schüt-


zenkameraden dem Brautpaar schon zeitig in der Früh mit der Böller-
kanone die Aufwartung machten, strahlte das Brautpaar etwas müde
aber glücklich mit dem Sonnenschein um die Wette.

BRUNECK - Am 16. Mai heiratete der Hptm. der Schützenkompanie


Taufers Rudi Oberhuber seine Karin Delazer.

Die Kompanie Aldein wünscht dem Brautpaar für den gemeinsamen


Lebensweg viel Freude und Glück.

ALGUND/LANA - Am 27. Juni 2009 gaben sich der FLt. Joachim


Trientbacher von der Kompanie „Franz Höfler“ Lana und die Bez.-
Mark. Daniela Holzner von der Kompanie Algund in der Völlauer Kir-
che, oberhalb Algund, das Ja-Wort. Am Morgen wurde er von seinen Kameraden mit Böllerschüssen
geweckt. Zur Trauung in der Pfarrkirche von Bruneck trat die ganze
Kompanie an, um Rudi und Karin zu gratulieren. Als Geschenk wurde
den Neuvermählten eine Andreas-Hofer-Statue überreicht. Auf diesem
Weg wünscht die Kompanie ihrem Hptm. alles Gute für die Zukunft.

GAIS - Am 23. Mai 2009 haben sich der Hptm. der Kompanie Gais
Gerald Leiter und seine Braut Michaela Engl in der Kirche von Gais das
„Ja-Wort“ gegeben.
Die gesamte Schützenkompanie unter Olt. Armin Auer bereitete dem
Brautpaar nach dem Auszug aus der Kirche eine ehrenvolle Begrüßung
mit Böllerschüssen und überbrachte die besten Wünsche. Die Kompa-
nie Gais wünscht dem Brautpaar Gerald und Michaela und ihren bei-
den Kindern Hanna und Matthias viel Freude und Glück auf ihrem
gemeinsamen Lebensweg.

Mit Böllerschüssen wurden die beiden frühmorgens geweckt. Nach


der Trauung durch Bezirkskurat P. Christoph Waldner OT wurden sie
auf dem Weg zum Hochzeitsmahl von Algunder und Lananer Schützen
sowie Mitgliedern der Bezirksleitung in Algund abgesperrt. Die Kulisse
des Meraner Volksschauspiels bot dazu den passenden Rahmen. Die
Kameraden aus Algund und Lana wünschen dem Brautpaar alles Gute
und Gottes Segen. Schützen-Heil!

Axams - Die langjährige Marketenderin der „Georg Bucher“ Schüt-


zenkompanie Axams, Doris Happ, gab dem Schützenkameraden und
Schriftführer Thomas Drosg im Mai in der malerischen Kirche am Bla-
siusberg in Völs das Jawort.
Bei herrlichem Frühlingswetter gratulierten auch Ausschuss und
Marketenderinnen der Axamer Schützen mit Hptm. Mag. Christian
18 Nr. 4/2009

TAUFERS i. P. - Am 6. Juni gaben sich in der Pfarrkirche von Tau- TRAMIN - Am 25. April 2009 gingen Schützenkamerad Klaus
fers der Schütze Hugo Bachmann und Monika Künig das „Ja-Wort“. Campregher und Daniela Bayer in der Pfarrkirche von Tramin den
Eine Abordnung der Tauferer Kompanie überreichte dem Paar eine heiligen Bund der Ehe ein. Die Kompanie empfing das Brautpaar vor
Andreas-Hofer-Statue und wünschte ihnen Gottes Segen für den wei- der Kirche und überbrachte den Jungvermählten eine Statue des hl.
teren gemeinsamen Lebensweg. Sebastian und die besten Wünsche für ihre gemeinsame Zukunft.

Gesamttiroler Schützenchronik
Vortrags- und Diskussionsabend
„Glaube und Heimat“
Amras - Die Schützenkompanie Amras hat gemeinsam mit der
Pfarre im Rahmen der Reihe „Glaube und Heimat“ anlässlich des Ge-
denkjahres 2009 am Mittwoch, dem 27. Mai 2009 im Amraser Gemein-
desaal einen Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Titel „Was mir
die Frömmigkeit zum Hl. Herzen Jesu bedeutet“ veranstaltet, zu dem
vor allem die Amraser Bevölkerung und die Mitglieder der Amraser
Korporationen und Vereine eingeladen waren.
Mit Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock von der Theologischen Fa-
kultät Innsbruck konn-
te dazu ein überaus
kompetenter Referent
gewonnen werden.
Die Veranstaltung
hat großen Anklang
gefunden. Waren doch
rund hundert interes-
sierte Teilnehmer ge-
kommen. Neben vielen
Amrasern haben auch Kameraden des Kompanie Abfaltersbach lagern Holz für Notfälle ein.
Kameraden der Kom-
panien Speckbacher „Schützen helfen“
„Alter Schießstand“,
Reichenau und St. Ni- Abfaltersbach - Die Schützenkompanie Abfaltersbach beteiligt
kolaus/Mariahilf mit sich an der zum Gedenkjahr vom Schützenviertel Osttirol propagierten
ihren Hauptleuten teil- Aktion „Schützen helfen“.
genommen. Unter den Im Pfarrblatt wurde schnelle Hilfe in notwendigen Fällen zugesi-
Gästen waren unter chert. Diese Hilfe wurde nun bereits mehrmals angefordert – zuletzt im
anderem Baon-Kdt. Juni vom ältesten Gemeindebürger Wolf Paul, der auf Grund seines
Mjr. Erich Enzinger, Alters und seines gesundheitlichen Zustandes nicht in der Lage war,
Baon-JS-Betr. Maria das Brennholz für den kommenden Winter einzustocken.
Luise Feichter sowie Umgehend trafen sich ein paar Schützen und erledigten die Arbeit
die kritischen Histori- nahezu im Handumdrehen. Als sie sahen, dass in der Nachbarschaft
ker Univ.-Prof. Dr. beim ELt. Michl Bodner ebenfalls Holz zu verräumen wäre und sie
Franz-Heinz Hye und gerade „in Schwung“ waren, erledigten sie diese Arbeit auch gleich. So
Univ-Prof. Dr. Roman Siebenrock referierte zum Univ.-Doz. Dr. Meinrad wurde „in einem Aufwaschen“ zwei Mitbürgern geholfen und Freude
Gedenkjahr 2009. Pizzinini. bereitet.
Nr. 4/2009 19

Schützen und Jugendschutz


Allerheiligen - Am 12. Mai 2009 hat im Schützenheim Allerhei-
ligen ein Vortrag zum Thema „Jugendschutz geht uns ALLE an“ statt-
gefunden.
Der mobile Gemeindejugendberater im Auftrag des Landes Tirol,
Albert Fucik, konnte im Beisein zahlreicher Kompaniemitglieder dieses
Thema in höchst interessanter Art und Weise den Schützen näher brin-
gen. Für die Schützenkompanie Allerheiligen ist Jugendschutz kein
reines Lippenbekenntnis. Im Zuge der vor kurzem stattgefundenen
„20-jährigen Jubiläumsfeier“ haben die Allerheiliger Schützen vorbild-
haft auf den Ausschank von sogenannten „harten“ Getränken verzich-
tet. Diese Maßnahme wurde von den Festbesuchern sehr positiv aufge-
nommen. Nachahmung wird empfohlen.

EOlt. Franz Happ – 70 Jahre Mitglied


Axams - Der EOlt. und langjährige stv. Kdt. der „Georg Bucher“
Schützenkompanie Axams, Franz Happ, konnte anlässlich der Fron-
leichnamsprozession für seine 70-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet
werden.

2.150 Lichtpunkte zeichneten den Tiroler Adler mit der Jahreszahl 1809 auf
das Fisser Schönjoch.
Von insgesamt 85 Personen (Schützenkompanie, Jungbauern, Mu-
sikkapelle, Bergrettung, Trachtengruppe und weiteren Freiwilligen)
ausgesteckt und versehen mit dem richtigen Brennstoff wurde das Pro-
jekt am Herz-Jesu-Sonntag bei Einbrechen der Dämmerung abge-
brannt. Ein Adler, bestehend aus 2.150 Lichtpunkten mit einer Länge
von 424 m, einer Breite von 131 m (Fläche von 8 Fußballfeldern) und
einem Höhenunterschied von 239 m, war bei großem Wetterglück zu
sehen. Diese einwandfreie und vor allem gesellige Zusammenarbeit
aller Fisser war wohl fast noch das schönere und eindrucksvollere Zei-
chen für unser Dorf. Weitere Bilder zum Ergebnis und den Vorbereitun-
gen finden Sie auch auf unserer Internetseite unter www.schuetzen-
fiss.at.

Hptm. Mag. Christian Holzknecht, der Jubilar EOlt. Franz Happ und Obm. Ro-
land Saurwein (v.l.) Danke für die neue Schützentafel
Die Kompanieführung mit Hptm. Mag. Christian Holzknecht und
Bruck a. Ziller - EObm. Franz Wurm hat im 90. Lebensjahr eine
Obm. Roland Saurwein überreichten ihm Urkunde und Medaille, die
wunderschöne Schützentafel für den Eingang zum neuen Schützen-
Kompanie gratulierte wetterbedingt im Gasthaus mit einem langen Ap-
heim der Schützenkompanie Bruck am Ziller entworfen und ausge-
plaus und einem dreifachen Schützen Heil. Franz Happ begann bei den
führt.
Jungschützen, wechselte dann zu den Zimmerleuten, bevor er Zugs-
Die Schützen von Bruck möchten sich dafür bei ihrem Ehrenob-
Kdt. und später Olt. wurde. Für seine Verdienste - auch im handwerk-
mann mit einem recht herzlichen Vergelt´s Gott bedanken!
lichen Sinne - ernannte ihn die Schützenkompanie zum EOlt. Wir
wünschen ihm noch viele Jahre bei guter Gesundheit und weiterhin
reges Interesse am Schützenwesen!

Das hat das Land noch nicht gesehen


Fiss - Was gäbe es für einen passenderen Anlass als das Gedenkjahr
2009, um ein Zeichen zu setzen.
Ein ganz besonderes (Licht)zeichen gab es aus diesem Grund am
Herz-Jesu-Sonntag in Fiss zu sehen. Nach einer Vorlaufzeit von über
zwei Jahren konnte die Schützenkompanie Fiss heuer eine Lichtfigur
auf den Berg zaubern.
Der Architekturstudent Peter Hammerle entwarf die Figur, der Ma-
thematikstudent Herbert Wachter berechnete und projezierte diese mit-
tels GPS und Vermessungstechnik auf das Fisser Schönjoch. Unter-
stützt wurde diese Aktion von der Gemeindeführung, den Bergbahnen
Fiss-Ladis und 50 weiteren motivierter Freiwilligen des ganzen Dorfes
unter der Organisation der Schützenkompanie. Die wunderschön geschnitzte Tafel vor dem Schützenheim in Bruck.
20 Nr. 4/2009

Federkielranzensticken
Kramsach - Auf Wunsch eines Schützenkameraden organisierte
die Schützenkompanie Kramsach zusammen mit ihrem Uj. Ulrich Krau-
se, der sich das Federkielsticken vor mehr als 10 Jahren selber beige-
bracht hat, einen Ranzenstickkurs.

Die Prozession aus Sistrans führte der Landstraße entlang und traf sich mit
den Nachbarn aus Lans (u.) bei der Volksschule am „Tigls“.

Die Kramsacher Schützen stickten ihre Federkielranzen erstmals selbst.

Über die Wintermonate traf man sich einmal pro Woche zum „Ran-
zensticken“ im Schützenheim. Da man für einen Ranzen mehr als 100
Stunden Arbeit benötigt, mussten die 11 Teilnehmer (darunter auch
eine Schützenfrau!) auch zu Hause fleißig „sticken“.
Obwohl es anfangs sehr mühsam voranging, kann man nun doch der befreundeten Kompanie „Gen. Ignaz von Verdroß“ Vielgereuth-
auf einige schöne gemeinsame Stunden zurückblicken, die sich gelohnt Folgaria aus Welschtirol am 27. September in Sistrans geplant.
haben. Alle Werke können sich wirklich sehen lassen, und das Wich-
tigste der ganzen Sache ist, dass die Ranzen selber gemacht sind und Obmann Olt. Hans Kirchmair
jeder Schütze seinen Ranzen zu jeder Zeit mit Stolz tragen kann!
Zum Abschluss luden die Teilnehmer ihren Kursleiter Ulli mit Gattin
zu einem Ripperlessen im Restaurant „Seerose“ ein, wo er vom Obm.
Angelobung von Grundwehrdienern
Hubert Fahrmair und vom OSM Peter Larch als kleines „Dankeschön“
Innsbruck/OLYMP. Dorf - Zum wiederholten Male wurde der
symbolisch eine kleine „Messingkluppe“ überreicht bekam.
Speckbacher Schüt-
Motive wie die „Windhoga Kuh“, das Tischlerzunftzeichen, der Ti-
zenkompanie „Al-
roler Adler in verschiedensten Ausführungen, das Schützengildenzei-
ter Schießstand“
chen sowie die Jahreszahlen 1809-2009, die an das Gedenkjahr erin-
wieder die ehren-
nern sollen, durften natürlich nicht fehlen!
volle Aufgabe zu-
teil, die Angelo-
Gemeinsame Herz-Jesu-Prozession bung von 250
Grundwehrdienern
LANS/SISTRANS - Zum Gedenkjahr wollten die Schützenkompani- am Sparkassenplatz
en Lans und Sistrans eine gemeinsame Aktion setzen. Da in Lans keine in der Innsbrucker
Herz-Jesu-Prozession stattfindet, schlugen die Lanner Schützen die Innenstadt am 20.
Teilnahme an der Sistranser Prozession vor. Mai 2009 zu be-
In mehreren Gesprächen mit beiden Pfarrgemeinden und Bürger- gleiten.
meistern wurde der Ablauf festgelegt. Da diese Aus-
In Sistrans hat es schon früher eine Feldprozession in die Nähe der rückung am frühen
Lanser Gemeindegrenzen gegeben. So konnte man nun einen ähnli- Nachmittag ange-
chen Weg wählen und somit die Lanser mit einbeziehen. setzt war, stellte die
Jeweils zwei Evangelien wurden auf eigenem Gemeindegebiet Kompanie eine
durchgeführt. Zum Feiern eines weiteren Evangeliums trafen beide Fahnenabordnung
Prozessionszüge bei der Sistranser Volksschule zusammen, wo im An- inkl. einer Marke-
schluss die hl. Messe gefeiert wurde. tenderin. Ihr wurde
In der Turnhalle Sistrans fand beim gemeinsamen Frühschoppen mit wieder das Fahnen-
der Musikkapelle Lans eine gemütliche, gemeinsame Feier statt, welche hissen mit einem
das Zusammenleben und die Verbundenheit der beiden Nachbarge- Bundesheerange-
meinden unterstrich. hörigen als ehren-
Als weitere verbindende Aktion anlässlich des Gedenkjahres ist die Die Marketenderin hisste mit Angehörigen des Bundes- volle Aufgabe zu-
gemeinsame Erntedank-Prozession der „Sonnenburger“ Schützen mit heeres die österreichische Flagge. teil.
Nr. 4/2009 21

Maiprozession in Meran gestaltet wurde der Gottesdienst – den unzählige Gläubige aus allen
Stadtteilen und viele Urlauber mitfeierten - von Chören, Bläsern, Me-
raner Musikkapellen, Vereinen, Organisationen und Schützenkompani-
MERAN - Traditionsgemäß wird am ersten Sonntag im Mai in den
en. Für den festlichen Blumenschmuck rund um den Altar sorgte die
Abendstunden eine Lichterprozession durch die Altstadt von Meran
Stadtgärtnerei Meran.
abgehalten.
Nach der Erteilung des Segens feuerte die Kompanie Meran eine
Salve zu Ehren des Allerhöchsten ab. Bgm. Dr. Günther Januth er-
wähnte die Kombination einer großen kirchlichen Herz-Jesu-Feier mit
einer 200-Jahr-Gedenkfeier an die Tiroler Freiheitskämpfe in der Stadt
Meran, nahm die Eröffnung der Historischen Schützenausstellung
„1809 – Die Schlacht am Küchelberg“ im ehemaligen Ansitz von Wol-
kenstein (engl. Fräulein am Sandplatz) vor, wies auf die Buchvorstel-
lung „Die Schützen der Stadt Meran“ hin.
Vom Bahnhofsplatz aus durch die Stadt marschierten die Formatio-
nen zum Sandplatz und nahmen Aufstellung vor zahlreichen Ehren-
gästen aus Kirche, Politik und Wirtschaft sowie interessierten Besu-
chern. Mit dabei: die Stadtmusikkapelle Meran mit der Musikkapelle
Gratsch, die Ehrenformation der Kompanie Wilten, die Rainermusik
aus Salzburg, die Kompanie Meran, Abordnungen anderer Kompanien
und mehrerer Meraner-Vereine, die Volkstanzgruppe Hafling-Burgstall,
Meraner Schützen tragen die „Kriegsmuttergottes“ - im Hintergrund die For- die Meraner Goasl-Schnöller und der Männergesangsverein Meran.
mation der Fackelträger. Das Abendprogramm begann mit der offiziellen Auslosung des
„Großen Meraner Quiz“, das anlässlich des Gedenkjahres gemeinsam
von der Schützenkompanie mit Kurverwaltung und Stadtarchiv Meran
In Erinnerung an das Gelöbnis unserer Vorfahren in einer Zeit der
ausgetragen werden konnte.
Not und der nahenden Kriegsgefahr an die Mutter Gottes veranstaltete
Im zweiten Teil des Abendprogramms fand die Aufführung des
die Stadtpfarre St. Nikolaus gemeinsam mit den umliegenden Meraner
„Großen Österreichischen Zapfenstreiches“ durch das Zusammenwir-
Pfarreien unter Beteiligung von Bevölkerung und Vereinen auch heuer
ken der Rainermusikkapelle aus Salzburg und der Ehrenformation der
wieder eine Prozession mit der „Marienstatue“ - ausgehend von der
Schützenkompanie Innsbruck Wilten statt. Zum feierlichen Abschluss
Stadtpfarrkirche St. Nikolaus über die Oberen Lauben – Sparkassen-
des Gedenktages entzündeten Schützen der Kompanie Meran an einem
straße – Freiheitsstraße zum Sandplatz.
sieben Meter hohen eigens angefertigten Gestell mit dem Gebilde des
Schützen der Kompanie Meran begleiteten – unter Mittragen der
Herzen Jesu mit Kreuz das traditionelle Herz-Jesu-Feuer. Der Männer-
„Kriegsmuttergottes“ - den Prozessionszug mit einer Fahnenabord-
gesangsverein Meran stimmte das Tiroler Bundeslied „Auf zum Schwur“
nung, Marketenderinnen und einer Formation von Fackelträgern. Für
an und beendete die letzte Strophe unter Mitwirken der Musikkapellen
die musikalische Umrahmung sorgten die Stadtmusikkapelle Meran
und Mitsingen aller Beteiligten.
und der Stadtpfarrchor. Die Prozession fand ihren Abschluss bei der
Mariensäule am Meraner-Sandplatz, wo für alle Prozessionsteilnehmer
ein Wortgottesdienst abgehalten wurde. Segnung einer neuen Böllerkanone
Herz-Jesu-Feier 1809-2009 Pfunds - Am 14. Juni war es endlich soweit. In feierlichem Rah-
men wurde in Pfunds eine neu erbaute Böllerkanone an die Kanoniere
der Schützenkompanie übergeben.
MERAN - Eine ganz ungewöhnliche Herz-Jesu-Feier haben sich
heuer die Mitglieder der Schützenkompanie Meran einfallen lassen.
Als Beitrag zum Tiroler Gedenkjahr 1809-2009 wurde in enger Zu-
sammenarbeit mit Stadtgemeinde, Kurverwaltung und Stadtpfarre St.
Nikolaus in diesem Jahr ein einmaliges Festprogramm ausgearbeitet.
Unter Berücksichtigung der Erneuerung des Gelöbnisses an das Herz
Jesu, das im Mai 1796 die Stände des Landes vor der drohenden Gefahr
des Feindes in Bozen ablegten, zelebrierten die verschiedenen Meraner
Pfarrgemeinden mit Altabt Dr. Chrysostomus Giner am Herz-Jesu-
Sonntag eine gemeinsame Festmesse auf dem Meraner Sandplatz. Mit-

Patin Martina Pedross feuert den ersten Schuss der Kanone ab.

Neben den Vertretern der örtlichen Vereine waren einige Abordnun-


gen von Schützen aus der Talschaft Pontlatz unter der Führung von
Mjr. Josef Partoll der Einladung gefolgt. Die Kompanie Spiss unter
Hptm. Manfred Hangl beeindruckte als Ehrenkompanie durch ihr
schneidiges Auftreten. Die Trachtenkapelle Pfunds umrahmte den Fest-
akt musikalisch mit schwungvollen Weisen.
Herz-Jesu-Festmesse am Meraner Sandplatz Mit sichtlichem Stolz übernahmen die Kameraden der Kompanie
22 Nr. 4/2009

diese Kanone. Von nun an wird sie bei den kirchlichen Prozessionen
mitgeführt, um mit ihren Salutschüssen neben den Salven der Schüt-
zen den festlichen Rahmen zu unterstreichen. Die Idee, eine Salutka-
none zu bauen, wurde im Schützenausschuss zuerst eingehend disku-
tiert, um sie dann in die Tat umzusetzen. Seppl Thöni, der sich darauf
mit Feuereifer ans Werk machte, stellte alle Holzteile der Lafette her
und baute sie zusammen. Hans Brunner sorgte für die notwendigen
Verstärkungen aus Schmiedeeisen und Wilhelm Schwenninger schnitz-
te die Inschrift. Natürlich waren neben den Genannten auch weitere
Helfer am Werk, denen ebenso unser Dank gilt.
In den Ansprachen betonte Pfarrer Dekan Franz Hinterholzer den
friedlichen Zweck dieses Gerätes und erbat den göttlichen Segen für
die Kanoniere, die diese Kanone bedienen werden. Nach kirchlicher
Segnung zum Schutz gegen Unfälle ließ die Patin Martina Pedross
unter dem Beifall der Bevölkerung aus der festlich geschmückten Ka-
Die Geehrten der „Standschützenkompagnie Pradl“
none den ersten Salutschuss ertönen.
jahrzehntelanger Tätigkeit im Herbst in jüngere Hände übergeben. Er
Feierliche Volksschul-Eröffnung wurde für seine Verdienste zum Ehrenoberjäger ernannt. EOlt. Otto
Praxmarer wurde für seinen Einsatz für die Kompanie mit dem Silber-
Mils - Anlässlich der Einweihung der neuen Volksschule in Mils am nen Verdienstkreuz der „Standschützenkomagnie Pradl“ ausgezeichnet.
5. 6. 2009 war auch LHptm. Günther Platter in Mils. Die Schützen- (Langjährige Mitgliedschaft siehe letzte Seite!)
kompanie und die Musikkapelle bereiteten ihm einen landesüblichen Im Anschluss gab es von der Kompanie eine Ehrensalve und obwohl
Empfang mit Ehrensalve. es stark zu regnen begann, wurde in Pradl die Fronleichnamsprozessi-
on abgehalten.

85-jähriges Bestandsjubiläum gefeiert


Schnann - Die Schützenkompanie Schnann feiert in diesem Jahr
ihr 85-jähriges Bestandsjubiläum sowie 25 Jahre Schützenheim in
Schnann.

LHptm. Günther Platter und Bgm. Dr. Peter Hanser beim Abschreiten der Front
der Schützenkompanie Mils unter Hptm. Hermann Pittl.

Mehr als 1.000 Leute waren zur Besichtigung und Einweihung der
neuen Schule gekommen.

Fronleichnam in Prags
PRAGS - Die Schützenkompanie „Johann Jaeger“ Niederdorf hat
heuer das erste Mal an der Fronleichnamsprozession in St. Veit (Ge- (Foto: Martin Ehart)
meinde Prags) teilgenommen und feuerte somit erstmals seit der Zer-
reißung Tirols dort wieder eine Ehrensalve ab.
Pfarrer Albert Ebner dankte den Schützen für diese Initiative und in Aus diesem Anlass wurden die Schützenfreunde aus Ruderatshofen,
gekonnter Weise erklärte er die Bedeutung des Salveschießens. An- die Rottensteiner, zu einer gemeinsamer Feier eingeladen. Mit ihnen
schließend wurde noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung gemacht - im besteht seit 1961 eine kameradschaftliche Verbindung. Am Samstag
Hintergrund die Pfarrkirche von St. Veit und eine historische Zirbe. Bei Nachmittag erfolgte der Empfang und die Begrüßung durch eine Eh-
diesem Baum handelt es sich um den Jubiläumsbaum vom Jahre 1908, rensalve der Kompanie Schnann und einem anschließenden Schießen
gepflanzt anlässlich des 60-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz auf die Erinnerungsscheibe. Am Abend fand der Schützenball im Gast-
Josef I. von Österreich. haus „Traube“ mit Ehrungen und großer Tombola statt (Langjährige
siehe letzte Seite!).
Für außerordentliche Verdienste um die Förderung des Tiroler
Ehrungen in der Kompanie Pradl Schützenwesens wurde der Ehrenkranz der Tiroler Schützenkompanien
an Elisabeth Dummer verliehen.
INNSBRUCK-PRADL – Anlässlich der Fronleichnamsprozession in Die Kompanieführung dankt auf diesem Wege allen Schützen und
Pradl wurden einige verdiente Schützen ausgezeichnet bzw. für ihre Marketenderinnen für die Mitwirkung und die vielen gespendeten Prei-
langjährige Mitgliedschaft geehrt. se für die Tombola - sowie besonders der Familie Traxl - Gasthaus
Kurt Pfeiffhofer hat sein Amt als dienstführender Oberjäger nach „Traube“ für ihr Entgegenkommen beim Schützenball.
Nr. 4/2009 23

Gedenkprozession nach Maria Larch


Terfens - Zur Erinnerung an die Kampfereignisse des Jahres 1809
fand am 24. Mai 2009 eine Gedenkprozession mit feierlicher Festmes-
se von der Pfarrkirche Terfens zum Wallfahrtsort Maria Larch statt, die
vom Kuraten der Tiroler Schützen, Msgr. Josef Haselwanner, zelebriert
wurde.
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zogen die Schützen-
kompanien und Musikkapellen aus Terfens und Gnadenwald, Schüt-
zenabordnungen der Kompanien Fritzens und Baumkirchen, die Fah-
nenabordnungen der FFW Terfens sowie zahlreiche Ehrengäste, unter
ihnen Landesrätin Dr. Beate Palfrader, zur Gnadenstätte. Sie begleite-
ten das Allerheiligste und ließen so Erinnerungen an eine tragische
Zeit lebendig werden. Mit Ergriffenheit lauschten die Anwesenden den
Worten von Dr. Annemarie Baumann, der Autorin des Dorfbuches
von Terfens. Sie brachte die historischen Fakten mit den menschlichen
Mit Hptm. Wirth (l.), Baon-Kkdt. Pertl und Bgm. Ruetz (r.) stellten sich die
Schicksalen in Verbindung und schaffte es, nicht nur die Kriegsereig- ausgezeichneten und geehrten Schützen dem Fotografen.
nisse, sondern auch die Hintergründe und die Auswirkungen auf unser
Land zu beleuchten. Nach der anstrengenden Prozession genossen al- Bürgermeister mit einer Ehrensalve. Bei der Festversammlung, bei der
le noch den gemütlichen Festausklang beim Pfarrfest mit der Speck- auch die Musikkapelle und die Kaiserjägerabordnung anwesend wa-
bachermusikkapelle Gnadenwald. ren, berichtete Hptm. Thomas Wirth über zahlreiche Ausrückungen
und Aktivitäten im vergangenen Jahr und informierte über Termine
im Gedenkjahr 2009.
Chronist Lt. Karl Pertl stellte den Anwesenden in einer Power-
Point-Präsentation den Baufortschritt an der „Schwarzen-Kreuz-Ka-
pelle“ vor und informierte über interessante historische Quellen, die er
darüber in verschiedenen Archiven fand.
Die Völser Schützen sind schon seit dem Frühjahr 2008 dabei, die-
se Kapelle als besonderes Zeichen im „Gedenkjahr 2009“ zu restaurie-
ren. Am 5. September 2009 wird sie in einem Festakt von Pfarrer
Christoph Pernter geweiht.
Die Beförderung von Schützen war ein weiterer Tagesordnungs-
punkt: Christoph Geiler, Mario Geiler und Mario Mühlbacher wurden
zu Ptf., Manfred Anselmi, Michael Moser, Benjamin Pertl und Stefan
Wirth zu Uj., Roland Jeller, Wolfgang Nagl und Martin Singer zu Zgf.
Viele Abordnungen nahmen an der eindrucksvollen Prozession teil. befördert.
Die Ehrengäste bedankten sich bei den Schützen für ihren Einsatz
1796 wurden Scharfschützen aus dem Gericht Thaur zur Grenzsi- für die Gemeinschaft und für ihr Bekenntnis zu Glaube und Heimat.
cherung in den Vinschgau abkommandiert. Der Schützensturm Gna-
denwald, dem auch die Terfner Standschützen unterstanden, nahm vor
seinem Einrücken noch an der feierlichen Wiedereröffnung der Wall-
Fahnenweihe in Weer
fahrt nach Maria Larch am 26. Juni 1796 teil. Unter regem Interesse
Weer - Die aus dem Jahr 1909 stammende Weerer Schützenfahne
der Bevölkerung wurde das Gnadenbild übertragen und die Wallfahrt,
wurde im Jahr 2009 restauriert und bei einem Festgottesdienst in der
die unter Kaiser Josef II. geschlossen wurde, feierlich wiedereröffnet.
Pfarrkirche Weer wieder gesegnet.
Als im Mai 1809 Terfens von den brandschatzenden Truppen aus Bay-
Bevor Schützenkaplan Hanspeter Schiestl die Segnung vornahm,
ern bedroht wurde, flohen die Frauen und Kinder mit dem Bild der
erläuterte Ortschronist Ossi Arnold die Geschichte der Weerer
Gnadenmutter von Maria Larch auf die Höhen des Vorberges. Sie be-
teten inbrünstig um Hilfe, während an der Vomperbacher Brücke er-
bittert gekämpft wurde. Es gelang schließlich, die feindlichen Truppen
aufzuhalten und einen kurzfristigen Waffenstillstand zu erzwingen,
so dass sich die Hofer-Truppen am Bergisel zur zweiten Schlacht for-
mieren konnten. (Quellen: Pfarrarchiv/Dorfbuch Terfens)

Festlicher Herz-Jesu-Sonntag
im Gedenkjahr 2009
VÖLS – Der Schützenjahrtag begann mit einer von der Musikkapel-
le musikalisch umrahmten feierlichen Festmesse und mit Ehrungen am
Kirchplatz.
Petra Wirth wurde mit dem Marketenderinnen-Ehrenzeichen des
Fahnensegnung 2009: Fahnenpatin „Steixnerwirtin“ Monika Hirschhuber und
Bundes der Tiroler Schützenkompanien ausgezeichnet (Langjährig-
Bgm. Franz Unterlechner freuen sich mit Hptm. Peter Unterlechner (l.) und
keits-Medaille siehe letzte Seite!). Weiters gratulierten die Schützen den Weerer Schützen über die Segnung ihrer aus dem Jahr 1909 stammenden
ihrem langjährigen Mitglied, Pionier Erich Ruetz, zur Wahl zum Völser restaurierten Fahne.
24 Nr. 4/2009

Schützenfahne. Er zitierte jenen Bericht aus der alten Volksschulchro-


nik, den der damalige Lehrer Ludwig Wiederin über die Fahnenweihe
im Jahr 1909 verfasst hatte. Weiters zeigte der Chronist zwei Kostbar-
keiten aus der Sammlung der Weerer Chronik, und zwar die Erinne-
rungsmedaille, die die „K.K. Schützencompagnie Weer“ zur Fahnen-
weihe 1909 prägen ließ, sowie die Handschrift eines vor 100 Jahren
entstandenen Festgedichtes zur damaligen Fahnenweihe. Verfasst hat-
te das Gedicht damals die 20-jährige Volksschullehrerin Luise Arnold,
eine „Pircherhoftochter“, für ihre 11-jährige Schwester Anna, die das
Gedicht bei der Fahnenweihe am 22. August 1909 im weißen Kleid
vorgetragen hat. 100 Jahre später war es nun ein besonders berühren-
der Augenblick, als Christoph Wechselberger, ein junger Weerer Schüt-
ze, dieses Festgedicht beim Festakt in der Weerer Pfarrkirche noch
einmal zu Gehör brachte.
Andreas-Hofer-Gedenkweg in Zams

Zahlreiche Kompaniemitglieder Schützenkompanie Zams möchte sich auf diesem Wege ganz herzlich
geehrt bei ihm bedanken! Der Weg wird von der Bevölkerung sehr gut ange-
nommen und auch von vielen Schulen besucht.
Zams - Am Herz-Jesu-Sonntag wurden zahlreiche Mitglieder der
Schützenkompanie Zams für ihre Verdienste um das Schützenwesen
geehrt. Die Verdienstmedaille in Silber erhielten Fhr. Erwin Thurner Neue Einsiedlerin für „Maria Blut“
und Lt. Peter Neuner, die Verdienstmedaille in Bronze ging an Hptm.
Hannes Rudig und JS-Betr. Armin Rudig. Helma Dellemanna erhielt ST. JOHANN i. T. - Nach dem Tode von Sr. Veronika hat die Einsie-
den Ehrenkranz des Bundes der Tiroler Schützenkompanien. delei „Maria Blut“ am St. Johanner Niederkaiser mit Sr. Wilbirg wieder
eine neue Einsiedlerin bekommen.
Unter großem Einsatz hatten die „Feller“ Schützen von 1992 bis
1995 die Einsiedelei „Maria Blut“ renoviert und so die Voraussetzung
geschaffen, dass dieses Kleinod wieder bewohnbar wurde. 2001 wurde

Zahlreiche Ehrungen wurden in Zams durchgeführt.

Jungschützenleistungsabzeichen gingen in Bronze an Simon Falch


und in Silber an Florian Pinggera, Christoph Steiner und Johannes
Wachter.

Andreas-Hofer-Gedenkweg eröffnet
Zams - Im Juni enthüllte die Schützenkompanie Zams die Tafeln
des neuen Andreas-Hofer-Gedenkweges.
Dieser Gedenkweg besteht aus 13 Bildstöcken. Er beginnt im Jahre
1767 mit der Geburt von Andreas Hofer und erzählt dessen Aufstieg
zum Oberkommandanten der Tiroler Freiheitskämpfer. Weiters erläu-
tert er die Ereignisse in und um unser Land Tirol während der Frei-
heitskämpfe im Jahre 1809. Diese historische Geschichte findet ihr
Ende im Jahre 1810 mit der Erschießung von Andreas Hofer. Der Ge-
denkweg wurde nach einer Idee vom Zammer JS-Betr. Armin Rudig
mit über 700 freiwilligen Arbeitsstunden mit Hilfe der Jungschützen
errichtet. Da es sich ja um ein Projekt der Jungschützen handelt - „Ge-
v.l.: Sr. Wilbirg und Brigitta Rößler vom Pfarrgemeinderat von Frauenburg
schichte trifft Zukunft“. vor dem Gedenkstein an die Renovierung der Einsiedelei und an die verstor-
Die Biografie stammt vom Viertel-JS-Betr. Patrik Niederbacher. Die bene Sr. Veronika.
Nr. 4/2009 25

mit Sr. Veronika Karner eine Einsiedlerin gefunden, die vielen Men- Nach dem Abschreiten der Front der Vereine und einer Ehrensalve
schen Beistand in seelischen Nöten gegeben hat. Ihr Tod im Jahre durch die „Feller“ Schützenkompanie, unter dem Kommando von
2008 hat eine große Lücke hinterlassen. Hptm. Alois Foidl, wurde von diesen eine Jubiläumsscheibe überreicht.
Als Nachfolgerin wurde nun Sr. Wilbirg Wakolbinger gewählt. Sr. Von den Vereinen wurden die Glückwünsche ausgesprochen. Der Fest-
Wilbirg wurde in St. Peter am Wimberg, im oberösterreichischen gottesdienst, den Dekan Dr. Trausnitz zusammen mit den Pfarrern des
Mühlviertel, geboren und ist dort aufgewachsen. Nach ihrem Eintritt Dekanats zelebrierte, wurde vom Kirchenchor mit der Spatzenmesse
zu den Kreuzschwestern wirkte sie als Kindergärtnerin und Internats- von W.A. Mozart beeindruckend musikalisch umrahmt.
erzieherin. Seit zwei Jahren lebte sie bereits als Einsiedlerin in Unz- Die Fürbitten waren ganz auf den beliebten Pfarrer von St. Johann
markt-Frauenburg, einem steirischen Ort zwischen Judenburg und in Tirol zugeschnitten und wurden vom „Seinihanser Viergesang” ge-
Murau. Sie darf nun nach ihrer Berufung zur Einsiedlerin in dem St. sungen. Der Generalvikar und ehemalige Pfarrer von Mittersill, Dr.
Johanner Kleinod auch weiterhin als Kreuzschwester leben. Ihre Auf- Hansjörg Hofer, hat durch die Predigt über das Priestertum dargestellt,
gabe als Einsiedlerin sieht sie im „DA-SEIN“ vor Gott und für Gott und dass der Jubilar dem Idealbild des Priesters entspricht. Von Josef Mal-
die Menschen und sie bedankte sich für die freundliche Aufnahme und laun wurde eine Tafel mit dem Apostolischen Segen von Papst Bene-
für alle Hilfe, die ihr in reichlichem Maße zuteil wurde. Sr. Wilbirg dikt XVI. überreicht.
muss wohl schon beim Eintritt in den Orden ihre Zukunft als Einsied-
lerin geahnt haben, hat sie doch den Namen der seligen Wilbirg von Hans Kowatsch, Pressereferent des Wintersteller-Bataillons
St. Florian bei Linz angenommen, einer bedeutenden Klausnerin und
Mystikerin des 13. Jahrhunderts.
Von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates von Unzmarkt-Frauenburg
wurden die Habseligkeiten der Klausnerin in ihr neues Zuhause ge-
Schützenjahrtage
bracht. Den „Feller“ Schützen St. Johann in Tirol war es ein Bedürfnis,
Sr. Wilbirg beim Einzug zu helfen, ist doch gerade ihnen die Einsiede-
Breitenbach - Am 3. April 2009 fand im Schützenheim die Jah-
lei durch die Renovierung ans Herz gewachsen.
reshauptversammlung der Breitenbacher Schützen statt.
Hans Kowatsch, Pressereferent des Wintersteller-Bataillons

25-jähriges Priesterjubiläum von


Dekan Dr. Johannes Trausnitz
ST. JOHANN i. T. - Vor 25 Jahren, am 29. Juni 1984, wurde Johan-
nes Trausnitz im Dom zu Salzburg zum Priester geweiht. Die Pfarre St.
Johann in Tirol, das Dekanat, viele Vereine und Institutionen und das
Wintersteller-Bataillon bereiteten dem Jubilar eine würdige Feier. Ne-
ben seinen Eltern, den Geschwistern und einer großen Zahl von Ver-
wandten haben geistliche und weltliche Würdenträger ihre Aufwar-
tung gemacht.
Am Vorabend des Festtages wurde von den „Feller“ Schützen am
Jahrehauptversammlung in Breitenbach: EHptm. André Atzl, Hptm. Josef Gru-
Kalkstein ein Kelch mit Hostie und der Zahl 25 gebrannt. Zur Feier der ber, Bgm. Ing. Alois Margreiter, Schriftführerin/Marketenderin Christine Ach-
silbernen Primiz wurde der Jubilar von Bgm. Josef Grander im Pfarr- leitner, OSM Andreas Schwaiger, Lt. Michael Ortner, Zgf. Josef Entner, Olt. Jo-
hof abgeholt und am Kirchplatz vom Gemeinderat, dem Pfarrgemein- sef Hintner, Ptf. Hannes Hohlrieder, Lt. Manfred Rupprechter, Lt. Josef Moser,
derat, von der Bundes-Musikkapelle, den „Feller“ Schützen, den Rö- Zgf. Helmut Gschwentner, Olt. Johann Hager.
ckelgewandfrauen, den Fahnenabordnungen des Kameradschaftsbun-
des und der Feuerwehr und einer großen Menschenmenge empfangen. Hptm. Josef Gruber begrüßte alle anwesenden Mitglieder sowie die
Das Wintersteller-Bataillon nahm mit einem Fahnenblock an der Feier Ehrengäste Mjr. Hermann Egger, Bgm. Ing. Margreiter, EHptm. Peter
des Baon-Schützenkuraten teil. Backes, Abordnung der Scharfschützenkompanie Wildschönau und
Pfarrer Tobias Giglmayr. Im Rahmen der Versammlung wurden fünf
Schützen angelobt. Weiters wurde Bgm. Ing. Alois Margreiter zum
neuen Lt. gewählt. Mjr. Hermann Egger führte die Neuwahlen durch
und es ergab die einstimmige Wiederwahl des „alten“ Vorstandes mit
neuer Schriftführerin Christine Achleitner.

Kramsach - Am 28. März 2009 hielt die Schützenkompanie


Kramsach ihren 52. Schützenjahrtag mit Neuwahlen ab.
Nach 18 Jahren legte Hptm. Roland Kattey seine Funktion nieder
und übergab das Kommando an seinen langjährigen Lt. Klaus Volland.
Harald Volland wird ihm in den nächsten Jahren als Lt. zur Seite ste-
hen. Horst Obitzhofer stand nach seiner 10-jährigen Tätigkeit als Kas-
sier ebenfalls nicht mehr zur Verfügung und übergab die Finanzen an
den neu gewählten Kassier Anton Bramböck. Der restliche Ausschuss
wurde einstimmig wieder gewählt.
Bgm. Manfred Stöger bedankte sich bei der gesamten Kompanie
und den scheidenden Ausschussmitgliedern. Der Vorschlag des Ob-
V.l. Bgm. Josef Grander, der Jubilar Dekan Dr. Trausnitz und Abordnungen mannes an die Vollversammlung, Roland Kattey zum EHptm. zu
des Wintersteller-Bataillons. ernennen, wurde mit Applaus begrüßt.
26 Nr. 4/2009

Neu-Arzl/Olymp. Dorf Spiss - Am 1. Mai hielt die Schützenkompanie Spiss ihre General-
- Die „Speckbacher“ Schüt- versammlung ab. Karl Hangl, 46 Jahre Hptm. der Spisser Schützen,
zenkompanie „Alter Schieß- legte dabei sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wurde
stand“ führte im Zuge ihrer zum EHptm. ernannt, sein Sohn Manfred Hangl wurde einstimmig zum
Generalversammlung die neuen Hptm. gewählt.
Neuwahl der Kommandant-
schaft durch.
Überschattet war diese Ver-
sammlung vom plötzlichen
und unerwarteten Tod des
Fhr. Siggi Penz. Daher ent-
schloss sich die Kompanie-
führung, diese Funktion spä-
ter nachzuwählen. Olt. Mitte-
rer legte seine Funktion aus
gesundheitlichen Gründen
zurück und wurde daraufhin
einstimmig zum EOlt. er-
nannt.
Hptm. Alexander Mitterer Sepp Haslwanter bei seinem ersten Aus-
rücken als Fhr. zu Fronleichnam.
wurde mit 100 % Zustimmung
Der Obm. der Kompanie Spiss Ing. Daniel Mangott, EHptm. Karl Hangl und
wieder gewählt sowie mit überwältigender Mehrheit der neue Olt. der neue Hptm. Manfred Hangl (v.l.).
Walter Parth und Lt. Chris Neuner bestätigt.
Ebenso wurde die gesamte restliche Kommandantschaft einstimmig Mit 27 Aktiven dürfte die Spisser Kompanie, gemessen an der Ein-
von der Kompanie gewählt. wohnerzahl, wohl eine der stärksten Tirols sein, ist doch fast jeder
Im Zuge der Monatsversammlung am 5. Juni 2009 wurde der neue fünfte Spisser/Spisserin bei den Schützen.
Fhr. Sepp Haslwanter einstimmig gewählt.
Pepi Partoll
Sellrain - Am 21. Mai 2009 wurde der alljährliche Schützenjahr-
ST. LORENZEN - Am 21. Februar 2009 marschierten die „Michels-
tag mit dem Besuch der hl. Messe eröffnet.
burger“ Schützen, begleitet von den Fahnenabordnungen der „Georg
Bei der anschließend abgehaltenen Jahreshauptversammlung wur-
Leimegger“ Kompanie Onach und der Partnerkompanie Außervillgrat-
den von Baon-Kdt. Mjr. Toni Pertl und Hptm. Max Kofler die Ehren-
ten in die Pfarrkirche zum „Hl. Laurentius“, um der Helden und Frei-
zeichen des BTSK übergeben und nach Ablauf der Funktionsperiode
heitsverteidiger von 1809 und aller in Kriegen Gefallenen zu gedenken.
der Vorstand neu gewählt.
Pfarrer Franz Künig verstand es, vereint mit einer Bläsergruppe der
Nachdem Hptm. Max Kofler und Lt. Alois Haselwanter schon im
Musikkapelle und dem Männerquartett „Oberhöller“, der Gedächtnis-
Vorfeld ihren Rücktritt aus dem Vorstand der Kompanie erklärten,
Messe einen feierlichen, besinnlichen Rahmen zu geben. Anschließend
wurden beide im Zuge der Vollversammlung einstimmig zu Ehrenmit-
marschierten die Schützen in den Ortsfriedhof zum Kriegerdenkmal.
gliedern ernannt. EHptm. Max Kofler führte über 28 Jahre hindurch
Nach der Gedenkfeier begrüßte Hptm. Reinhard Berger Ehrengäste und
die Kompanie. ELt. Alois Haselwanter war über den selben Zeitraum
Schützen zur Jahreshauptversammlung.
für die Betreuung des Schützenheimes zuständig und kümmerte sich
Schriftführerin Daniela Mair berichtete über 10 Kompanieausrü-
sonst noch um viele organisatorische Aufgaben innerhalb der Kompa-
ckungen, 19 Exerzier- und Marschproben, sieben Ausschusssitzungen,
nie. Der neue Vorstand wurde ebenfalls einstimmig gewählt und be-
62 Ausrückungen in Tracht und Zivil, zahlreiche Arbeitsstunden zur
steht nunmehr aus dem neuen Hptm. Manfred Haselwanter, Olt. Mar-
Errichtung der Gedenkstätte „Crep de Santa Grazia“ und die vielen
tin Kofler, Lt. Sepp Holzknecht sen., Lt. Martin Prantner, Lt. Günther
Dienststunden im Schießstand.
Holzknecht, Lt. und Kassier Otmar Haider, Schriftführer Anton Ruetz
Hptm. Berger stellte die im Jahr 2008 eingetretenen Schützen vor
sowie dem JS-Betr. Martin Kirchmair.
und nach einem Probejahr wurden zwei neue Mitglieder offiziell in die
Reihen der „Michelsburger“ Schützen aufgenommen (siehe Bild un-
ten).

Der neue Ausschuss mit den ernannten Ehrenmitgliedern (v.l.) ELt. Alois
Haselwanter und EHptm. Max Kofler mit Mjr. Toni Pertl und Bgm. Norbert Die zwei neuen Schützen Gerd Gräber und André Oberhammer mit Hptm.
Jordan Reinhard Berger.
Nr. 4/20098 27

Wir gedenken unserer Verstorbenen

EHptm. Karl Zublasing Weg. Die Schützenkompanie 1994 musste er krankheitsbe- sich bei der Weise vom „Guten
Sarntal, eine große Anzahl an dingt seine Funktion beenden Kameraden“ vier Vereinsfahnen
EPPAN - Die Schützenkompa- Jägern sowie eine Abordnung und übergab die Kompanie an ins offene Grab und nahmen Ab-
nie „Sepp Kerschbaumer“ Eppan der Frontkämpfer erwiesen ihrem Hptm Gerhard Mallaun. Zugleich schied von einem humorvollen,
trauert um ihren geschätzten Ka- Kameraden die letzte Ehre. wurde Eberharter zum EHptm. friedlichen und geselligen Men-
ernannt. schen.
Johann Girtler Während seiner Führungstä-
tigkeit stieg die Zahl der Schüt- Ernst Ploner
SCHALDERS - Johann Girtler zen von 16 auf 54 Mitglieder.
ist am 30. November 2008 von Wir werden unserem ge- SPINGES - Der in Mühlbach
uns gegangen. schätzten EHptm. ein ehrendes wohnhafte Ernst Ploner verstarb
Andenken bewahren. überraschend nach kurzer Krank-
heit.
Hermann Hauser. Lt.

Jakob Mayr
Strassen - Das langjährige
Kompaniemitglied der Schützen-
kompanie Strassen, Jakob Mayr,
EHptm. Karl Zublasing † verstarb am 5. April 2009 nach
mehrwöchigem Aufenthalt im
meraden Karl Zublasing, der im Krankenhaus.
Alter von 89 Jahren verstorben
ist.
Von der Wiedergründung der
Johann Girtler †
Kompanie im Jahre 1959 bis
1975 bekleidete Karl den Rang Ernst Ploner †
des Zugleutnants. 1979 wurde er Johann war Gründungsmit-
zum Hptm. gewählt und nach glied der Kompanie Schalders
(1959) und hätte im heurigen Im Jahre 1968 trat er der
vielen Jahren Einsatz für die Kompanie Spinges bei. Nach
Kompanie wurde er zum EHptm. Jahr sein 50-jähriges Jubiläum
gefeiert. Von 1973 bis 1993 war dem Schützenverbot der 60er
ernannt. Auf seinem letzten Weg Jahre war er wesentlich am Wie-
begleiteten ihn die Eppaner er Kassier und ein überaus fleißi-
ger und einsatzfreudiger Kame- deraufbau der Kompanie betei-
Schützen, eine Fahnenabord- ligt. Er wurde bald in die Kom-
nung der Partnerkompanie Frit- rad.
mandantschaft gewählt, 1973
zens sowie der Nachbarkompanie wurde er Hptm., später war er
Kaltern und eine starke Vertre- EHptm. Hans Eberharter Jakob Mayr † viele Jahre Olt. Zwei Dinge lagen
tung der Feuerwehr, deren Eh- Ernst besonders am Herzen. Zum
renmitglied er war. Mit einer Strass i. Z. - Am 17. Febru-
ar 2009 verstarb EHptm. Hans Jakob - im Dorf wurde er einen die Erforschung der Ge-
Salve nahmen seine Kameraden „Schneider Joggl“ genannt - ist schichte von Katharina Lanz,
Abschied von EHptm. Karl Zu- Eberharter im 81. Lebensjahr.
„Hansal“, wie er allgemein 1955 der Kompanie Strassen bei- worauf 1971 auf seinen Vor-
blasing. Die Fahnen senkten sich getreten. Jakob war außerdem schlag hin die Kompanie nach
ein letztes Mal über seinem Gra- genannt wurde, trat 1954 der
Kompanie Strass bei und wurde jahrzehntelang Mitglied der Feu- ihr benannt wurde. Zum anderen
be. erwehr und ein besonderer der historische Ort Spinges; die
bereits 1958 zum Hptm. ge-
wählt. Freund und Gönner der Musik- Schlacht von 1797 mit all ihrer
EOlt. Josef Premstaller kapelle Strassen. Auf seinem Geschichte. Er baute mit seinen
letzten Weg begleiteten ihn, ne- Kameraden den Kontakt zur
SARNTAL - Am 19. April ben vielen Trauergästen, die Kompanie Hötting auf und 1996
2009 verstarb der EOlt. der Kom- Schützenkompanie sowie die wurde ihm dafür mit der Ehren-
panie Sarntal Josef Premstaller. Musikkapelle und die Feuerwehr. mitgliedschaft gedankt.
Der „Bachmann Sepp“ war Nach der Ehrensalve senkten
seit der Wiedergründung 1958
Zugleutnant, von 1973-1990 be-
Geschätzte Schützenkameraden, werte Leser!
kleidete er das Amt des Olt. und
wurde 1990 zum EOlt. ernannt.
In der Ausgabe Nr. 3/2009, ist auf Seite 31 ein bedauerlicher Fehler
Sein großes Hobby waren die
passiert. Das Foto links oben stellt unseren verstorbenen Kameraden
Verzierung von Trachtenbeste-
aus Tulfes, Roman Haas, und nicht Franz Bodner dar.
cken und die Jagd. Ein beein-
druckendes Begräbnis begleitete
Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen.
den Sepp auf seinem letzten EHptm. Hans Eberharter †
28 Nr. 4/2009

Für langjährige Treue zur Kompanie wurden geehrt:


Assling: Hptm. Johann Markl (50 J.); Obm. Hannes Gamper (40 J.); Stefan Lukasser, Hermann Possenig, Reinhard Lukasser (25 J.);
Hannes Markl, Michael Peintner, Christian Unterweger (15 J.)

Fiss: Robert Achenrainer, Willi Hammerle (40 J.); Konrad Geiger, Franz Josef Illmer, Martin Pale, Thomas Wachter (25 J.)

Innsbruck-Pradl: Andreas Aichinger, Uj. Herbert Krapke (50 J.); Olt. Kurt Buchmayr, Zgf. Günther Gutweniger, Uj. Konrad Gutweniger
25 J.); Christian Kahrer, Gerhard Lercher (15 J.)

Kastelbell: Anton Linser, Anton Moser, Peter Prister, Gottfried Raffeiner, Jakob Raffeiner, Ignaz Ratschiller, Leo Rechenmacher (50 J.);
Hermann Jennewein (25 J.)

Lajen: Johann Rabanser, Josef Verginer, Anton Vonmetz (50 J.); Felix Plieger (40 J.); Peter Rabanser (25 J.)

Pflersch: Rudolf Gogl (40 J.)

Rein: Herbert Eppacher (40 J.); David Auer, Bernhard Eppacher (25 J.); FLt. David Auer, Oj. Max Holzer (15 J.); Judith Abfalterer-Nie-
derkofler, Annemarie Marcher-Mairhofer, Regina Tasser-Früh (10 J.)

Schalders: Richard Steinmann, Ingenuin Heidenberger, Friedrich Faller (50 J.)

Schnann: Stefan Korber jun. (40 J.); Martin Ehart, Alfons Lorenz, Bruno Traxl, Dietmar Würfl (25 J.); Isabel Dummer, Peter Scherl,
Markus Würfl, Johannes Strolz, Georg Strolz, Thomas Ladner (15 J.)

Sellrain: Franz Thurner (60 J.); Dietmar Fagschlunger (25 J.); Florian Haselwanter (15 J.)

St. Andrä: Karl Messner, Andreas Kerer (15 J.)

Untermais: Hansjörg Auer, Luis Brunner, Luis Hütter (50 J.): Florian Mair, EHptm. Franz Schwabl (40 J.); Hptm. Uwe Cainelli, Richard
Prantner (15 J.)

Vintl: Hptm. Arnold Kaser (25 J.); Oswald Grunser, Andreas Weissteiner, Christian Zingerle (15 J.)

Völs: Lt. Dietmar Bretter (25 J.)

Zams: Fhr.-Stv. Herbert Schwarz (50 J.); Lt. Dietmar Pinggera, Martin Draxl (25 J.);

Termine 2009
15. August: „Hoher Frauentag“ in Innsbruck
16. August: 40-Jahrfeier der SK Villnöss
23. August: 50-Jahrfeier der SK Eppan
50-Jahrfeier der SK Olang
30. August: 25-Jahrfeier der SK Deutschnofen
Gedenkfeier „Gemeinsame Heimat" am Helm
Joseph-Ennemoser-Gedenkfeier in Moos i. Passeier
6. September: 50-Jahrfeier der SK Alte Pfarre Natz
Nikolaus-Amhof-Gedenkfeier in Pichl
13. September: 50-Jahrfeier der SK Sichelburg Pfalzen
20. September: Landesfestumzug in Innsbruck
27. September: Gefallenen-Gedenkfeier in St. Lorenzen
4. Oktober: 50-Jahrfeier der SK Völser Aicha
Bitte um Beachtung!
11. Oktober: Gesamttiroler Schützenwallfahrt in Absam Redaktionsschluss für eingesandte
50-Jahrfeier der SK St. Martin i. Passeier
Beiträge ist der jeweils 20. der Monate
7. November: Gedenkfeier in der Mühlbacher Klause
Feber, April, Juni, August,
Gedenkfeier Küchelbergschlacht in Dorf Tirol
8. November: Einweihung Gedenkstätte „Schlacht am Segenbühel“
Oktober und Dezember.
22. November: Franz-Höfler-Gedenkfeier in Lana