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Salvatore Casanova

Meine Erfahrungen mit Lulu

Für Heike

- zum 50. Geburtstag -

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Salvatore Casanova

Meine Erfahrungen mit Lulu

Eine Buchveröffentlichung im Internet

Salvatore Casanova Meine Erfahrungen mit Lulu Eine Buchveröffentlichung im Internet Lulu Verlag -2009- 3

Lulu Verlag

-2009-

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© 2009 by Joannes Richter Veröffentlicht bei Lulu www.lulu.com Alle Rechte vorbehalten ISBN: x-xxx-xxxxx-x

Inhalt

1 Bücherkauf bei Lulu

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Kostenlos Kaufen

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Der Marktplatz

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Vorschau ansehen

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2 Selbst etwas veröffentlichen

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Die Vorbereitende Textverarbeitung

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3 Die LULU-Editiermaschine

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Der Einstieg

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Neues Projekt Anlegen

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Projektoptionen

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Dateien Hochladen

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Der Entwurf für ein Cover

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Projektbeschreibung

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Projektpreis festlegen

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4 Weitere Aktivitäten

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Vorschau anpassen

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Statistiken

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Revisionen

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Kategorie, Schlüsselwörter

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Probleme

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Copyright

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Eigenes Schaufenster

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5 Bücher bestellen und verkaufen

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Eigene Manuskripte Drucken

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Der Vergleich Selbstkostenverlag ↔ Lulu

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Bücher verkaufen

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6 Die ISBN-Nummernvergabe

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7 Die Pressemitteilungen

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Hobby-Archäologen enträtseln den Himmelsgottkult der

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Steinzeitmenschen

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Benachrichtigung nach Veröffentlichung

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Statistiken

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Lulu's Statistiken

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Nachtrag: Erste ernsthaftere Probleme

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Die Schriftart ist nicht eingebettet

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Versuchsreihe

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Buchstaben in Griechischer Schrift

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Analyse der Aufzählungslisten

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Reparatur des Manuskripts

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10 Fazit

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Bücherkauf bei Lulu

Kostenlos Kaufen

Bei Lulu (http://www.lulu.com) kann man nicht nur kostenlos Bücher veröffentlichen, aber auch im Bereich "Kaufen" eine Vielzahl interessanter Dokumente kostenlos aus dem Netz laden. Viele Autoren bieten zwar Druckwerk zu einem Kaufpreis an, aber erlauben auch einen kostelosen "Download" des vollständigen Manuskripts an. Sie erhoffen sich dadurch ggf. auch eine Rezension, der anschließend verkaufsfördernd wirkt oder verweisen auf ein umfangreicheres Werk, dass dann kostenpflichtig ist.

Man kann nach diesen kostenlosen Download suchen. Die Bücher müssen allerdings auch die Schlüsselwörter "kostenlos" bzw. "free" aufweisen.

Der Marktplatz

Im Lulu-Marktplatz werden scheinbar willkürlich viele Bücher angeboten, aber bei Anklicken des Titels erscheint dann sehr häufig der Text: "Der Artikel ist nicht erhältlich"oder "Es tut uns Leid, dieser Inhalt ist für Sie nicht zugänglich". Das ist schon ziemlich unprofessionell, weil die Datenbank etwas anbietet, was einem gar nicht verfügbar ist. Offensichtlich haben die Autoren ihre Werke bereits wieder abgezogen, um sie woanders besser zu vermarkten.

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Vorschau ansehen

Von vielen Büchern kann man nur die Vorder- und Rückseite sehen, von anderen die ersten zehn Seiten und von wenigen auch den kompletten Text. Eigentlich sollte man immer nur Bücher kaufen, die den kompletten Text durchsehen lassen, denn bei vielen Büchern ist die Qualität der Textverarbeitung schwach. Manche Autoren nehmen sich nicht einmal die Mühe die Texte ordentlich zu erstellen. Eine unordentliche Gestaltung ist für einen Verkauf ungeeignet. Zu den wirklich interessanten, kostenlosen Angebote gehört z.B. ein Ratgeber und Anreger für Autoren zur Gestaltung von Buch und Cover mit dem Titel "Buch & Cover; Hilfe!" von Peter Wahl (2007).

Bei der Beurteilung der 100 Lulu-Verkaufshits kann man feststellen, welche Themen in der USA gefragt sind:

ein Handbuch für ein kostenloses „Ecommerce-web-site-design“ - program,

ein Bericht über Prostata-Krebs,

ein Marketing-Handbuch,

Ein Tattoo-Bibel, usw.

In Deutschland sind es:

Effektives Denken,

Softwarehandbücher,

Gesundheitsratgeber,

Jura-Skripts, usw.

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Selbst etwas veröffentlichen

Die Vorbereitende Textverarbeitung

Lulu ist bekannt für die kostenlose Veröffentlichung von Büchern und vielen anderen Medien. Wer Spaß daran hat, kann es leicht kurz ausprobieren. Zunächst einmal sollte man sich über die Projektgestaltung Gedanken machen. Wer mit Veröffentlichungen Geld verdienen will, sollte sich erst umsehen, wie erfolgreiche Autoren vorgehen und die Top 100- Liste mal genauer anschauen. Andere wollen vielleicht nur ein Jubiläumsband für den 80. Geburtstag des Großvaters oder ein Heimatbuch zur eigenen Gemeinde erstellen. Bei keiner Kategorie werden zunächst Anforderungen an die Qualität gestellt. Es dürfen nur -wie üblich- keine verletzenden Inhalte ins Internet präsentiert werden.

Manuskripterstellung für Bücher

Falls man jedoch etwas als Buch veröffentlichen und verkaufen will, sind die Anforderungen schon höher. Man sollte bereits bei der Erstellung des Manuskripts die Basisregeln für die Bucherstellung beachten. Dafür ist der og. Ratgeber von Peter Wahl gut geeignet. Ich verwende für meine Veröffentlichungen zum Beispiel das kostenlose OpenOffice 3.0. Als Standardformat wähle ich das standard A5-Format met Seitenrändern von 2 cm. Man muss auch die ersten 5-7 Seiten nach dem Ratgeber gestalten, damit das Buch später für den Handel akzeptiert wird. Die Bedingungen betreffen u.a. Schmutzblatt, Widmung,

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Titelblatt, Copyright-Blatt mit ISBN-Nr., Inhaltsverzeichnis, die Auflösung der Graphiken und die Blattnummerierung. Das erste Blatt erhält keine Seitennummer, indem man auf diese Seite mit der F11-Taste das Format-Vorlage "Erste Seite" definiert. Auch sollte jedes Kapitel normalerweise auf einer ungeraden Seite beginnen, d.h. das Inhaltsverzeichnis sollte nur ungerade Nummern aufweisen. Das letzte Blatt sollte immer vollkommen leer sein, d.h. auch keine Blattnummer erhalten. Das erreicht man am einfachsten, indem man die letzte Seite immer auf eine ungerade Seite legt, denn dann fügt die Software automatisch ein leeres Blatt ein. Falls man in einem Manuskript Internetlinks einträgt, kann der Leser in der Download-Datei ihres Manuskripts auf den Links klicken und sofort in das Internet abspringen, z.B. im folgenden Lulu-Angebot mit dem Titel "Buch & Cover; Hilfe! " von Peter Wahl (2007).

Wenn man als Autor dann das Manuskript mit Inhaltsverzeichnis komplett fertiggestellt hat, kann man eine pdf-Datei erzeugen und ggf. erst einmal auf dem eigenen Drucker überprüfen. Was in der pdf-Datei erscheint wird als Inhalt des Buches 1:1 gedruckt.

Wer mit Word arbeitet (gibt es das noch??) kann auch die Worddatei hochladen. Diese wird dann von Lulu in pdf konvertiert.

Die OpenOffice-Quelle heißt nun auf meinem PC:

Meine Erfahrungen mit Lulu.odt und die pdf-Datei heißt: Meine Erfahrungen mit Lulu.pdf

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Die LULU-Editiermaschine

Der Einstieg

Beim Starten der Lulu-Webseite (http://www.lulu.com) legt man zuerst einmalig administrative Details fest: Name, Benutzername, eMailadresse, Land, Sprache, Währung und ein Passwort. Die Sprache ist hier die Dialogsprache, nicht die Sprache des Buches. Die Währung wird zur Kalkulation der Druckkosten und Verkauspreise benötigt. Das Passwort braucht man nicht jedesmal eingeben.

Neues Projekt Anlegen

Anschließend legt man in "Mein Lulu" ein neues Projekt an. An dieser Stelle kan man bereits festlegen, ob es sich um ein Buch, Fotobuch, Digitales Buch, usw. handeln soll. Ich wähle ein Paperback und wähle als Arbeitstitel "Meine Erfahrungen mit Lulu".

Als Autor kann man natürlich einen besonderen Künstlernamen wählen, z.B.: Vorname "Salvatore" und Nachname "Casanova". Der Titel "Meine Erfahrungen mit Lulu" übt dann sicherlich eine große Anziehungskraft aus. Ich bin mir nicht sicher ob als Künstlername auch Giacomo Girolamo Casanova erlaubt wäre, denn der hat von 1725-1798 wirklich gelebt. Außerdem sollte das Projekt zunächst nur ein privates projekt sein und nicht auf dem Marktplatz erscheinen.

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Projektoptionen

Als Papier wähle ich "standard", als Bindung die "Heftklammerbindung" und als Farbe "Schwarz- und Weißdruck". Der Umschlag ist dann trotzdem voll-farbig. Vollfarbendruck ist sehr teuer und für wenige Einzelne Farbbilder im Druck uninteressant. Als Format wähle ich A5. Ein Kostenkalkulator sagt mir sofort, dass die Herstellung eines solchen Buches bei 128 Seiten € 4,89 beträgt. Die Heftklammer-Bindung ist nur für ganz dünne Bücher geeignet. Für normale Paperbacks steht jedoch auch die Klebebindung oder als Alternative noch eine Spiralbindung zur Verfügung. Diese Parameter sind auch später noch änderbar. Die Software ist ausgezeichnet gestaltet und leicht bedienbar. Anschließend klickt man "Sichern und Weiter".

Dateien Hochladen

An dieser Stelle kann der Autor die Dokumente hochladen. Als Formate sind .doc, .pdf, .rtf, .ps, wps, oder Bilder (jpg, gif, png) geeignet. Wenn man die Erfahrungen im Forum nachliest scheint .doc und .pdf gut zu funktionieren, während Postscript Probleme bereiten kann. Ich arbeite mit Open Office und habe bereits eine pdf-Datei aufbereitet, damit ich in Lulu fortfahren kann. Ich selektiere die pdf-Datei auf meiner Festplatte und lade diese nach Lulu. Das System bestätigt die korrekte Übertragung. Klicke nun zuerst „Druckfertige Datei erstellen“ und danach „Sichern und Weiter“.

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Der Entwurf für ein Cover

Danach folgt die Maske mit dem Cover-Entwurf. Zunächst wähle ich ein anderes Bild. Der Titel und der Autorenname stehen schon an der richtigen Stelle. Ich muss noch den Untertitel hinzufügen und die Farbe für den Autorennamen auf eine hellere Farbe umschalten. Einen Buchrücken bietet mir die Software erst gar nicht an, weil das Heft zu dünn ist. Bei jedem Schritt generiert die Software den neuen Umschlag, sodass man sofort sieht wie das Ergebnis aussieht. Als Text für die Rückseite kann man zum Beispiel eingeben:

Eine Kurzanleitung für die Produktsuche in Lulu und ein Beispiel für die Veröffentlichung eines Manuskripts.

Abschluss mit „Sichern und Weiter“. Jetzt können Sie das Manuskript auch schon mal auf „Allgemeiner Zugang“ umschalten. Damit wird Ihr Manuskript im Internet auf dem Lulu-Marktplatz veröffentlicht.

Projektbeschreibung

Wenn man das Buch auf den Marktplatz anbieten möchte sind folgende Angaben notwendig:

Kategorie: Informatik & EDV

Schlüsselwörter zB.: Lulu, Kostenloser Download

Sprache: Deutsch (German)

Beschreibung: z.B. wie og. Text für die Rückseite.

Copyright: 2009 / <Ihr Name>

Abschluss mit „Sichern und Weiter“.

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Projektpreis festlegen

Als Projektpreis legt Lulu zunächst die kalkulierten Herstellungskosten von € 4,55 zugrunde. Sie können jetzt selbst einen eigenen Betrag hinzufügen, z.B. 1 Euro. Lulu fügt dem noch 25%, d.h. € 0,25 hinzu, sodass der Endpreis für das Buch jetzt € 5,80 beträgt. Sie müssen jetzt noch den Download-Knopf aktivieren und das Manuskript zum Download anbieten. Im Beispiel trage ich als Preis 0,0 für einen kostenlosen Download ein. Klicken Sie jetzt auf „Projekt Prüfen“. Falls alles stimmt, klicken Sie auf „Sichern & Beenden“. Lulu meldet nun:

Gratulation! Sie haben Meine Erfahrungen mit Lulu publiziert

Das Ergebnis liegt nun im Internet auf der Webseite http://www.lulu.com/content/6246520 vor als Buchtitel:

„Meine Erfahrungen mit Lulu“ von Salvatore Casanova

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Weitere Aktivitäten

Vorschau anpassen

Klicken Sie auf Vorschau anpassen. Gestalten Sie einen eigen Vorschau und klicken auf: Ganzes Buch (15 Seiten). Damit kann ein Käufer vor dem Kauf das komplette Buch lesen. Klicken Sie auf „Sichern & Beenden“. Überprüfen Sie die Vorschau und klicken: Sichern & Beenden.

Statistiken

Auf dem Lulu-Marktplatz können Sie das Ergebnis jetzt begutachten. Als Eigentümer des Werks sehen Sie auch die Statistik der Marktbesucher, die Ihr Werk begutachtet haben. Es werden zum Beispiel pro Tag etwa 1-2 Zugriffe registriert.

Revisionen

Solange Sie nichts verkauft haben, bleibt die Revision auf 1 stehen. Danach wird jede Änderung, z.B. ein Austausch des Manuskripts hochgezählt.

Kategorie, Schlüsselwörter

Die Beschreibung sollte kurz sein, z.B. etwa 2 Zeilen. Man sollte dagegen möglichst viele Schlüsselwörter eintragen. Man muss nach einer Aktualisierung immer wieder überprüfen, ob die Kategorie und die Sprache noch stimmen. Die Einträge werden oft automatisch zurückgesetzt (z.B. von Deutsch auf Englisch oder umgekehrt).

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Probleme

Manchmal macht der Preiskalkulator Probleme mit der Berechnung der Seiten. In dem Fall ist es vielleicht notwendig alle Schritte der Veröffentlichung im Lulu-Portal nochmals zu durchlaufen.

Copyright

Das Gesetz bietet spezifische Ausnahmen für das Benutzen von geschützten Werken. Die “Fair Use” Klausel des US Copyright Gesetzes erlaubt die Verwendung von limitierten Ausschnitten urheberrechtlich geschützter Arbeiten für Kritik oder für akademische Zwecke. Nach Auswertung der in der Wikipedia veröffentlichten Bildern scheint diese Regelung offensichtlich auch für Bilder zu gelten. Vorsichtig sollte man natürlich immer sein mit Daten, die für Personen verletzend sein können.

Eigenes Schaufenster

Sie können jetzt in Lulu einen eigenen Buchladen einrichten und gestalten, z.B. JWR's- Storefront. Bei der Gestaltung sind viele leistungsfähige Hilfsmittel kostenlos verfügbar. So kann man auch einen Blog zum Schaufenster einrichten, in dem man diverse Themen zu den angebotenen Büchern veröffentlicht.

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Bücher bestellen und verkaufen

Eigene Manuskripte Drucken

Normale S/W-Paperbacks von 128 Seiten in A5-Format kosten bei Lulu als Druckexemplar minimal etwa € 7,50. Hinzu kommen jedoch noch die Kosten für den Versand, zum Beispiel bei der Bestellung von 6 Büchern etwa € 14,77. Der Druckvorgang kostet ca. 3 Tage. Der Versand von Spanien nach Deutschland kostet noch einige extra Tage. Zur Bezahlung dieser Bestellung musste ich eine Kreditkartennummer eintragen.

Der Vergleich Selbstkostenverlag ↔ Lulu

Lulu ist ein Technologieunternehmen, kein Selbstkostenverlag. Bei einem Selbstkostenverlag habe ich aus Versehen mal ein S/ W-Buch mit 128 Seiten (etwa in DIN-A5-Format) veröffentlicht und dabei für 40 eigene Exemplare und 17 verkaufte Exemplare etwa € 9500, d.h. pro Exemplar etwa € 167,00 bezahlt. Dagegen ist eine Veröffentlichung in Lulu mit einem Gesamtpreis (Druckkosten & Versand ohne Gewinn) von etwa 10 Euro pro Buch bedeutend günstiger. Für mich sind Selbstkostenverlage nach Einführung der POD (Print-On- Demand) Services mit Marktplatz für die Veröffentlichung von eigenen Manuskripten der einzige vernünftige Weg zu einer Buchveröffentlichung. Die Verlagswelt ist ein Haifisch- Becken, in dem jeder Amateur zunächst mal ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans.

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Bücher verkaufen

Ein Buch, dass von externen Händlern vertrieben werden soll muss einige Hürden nehmen. Es gibt dazu auch mehrere Möglichkeiten. Wichtig ist zunächst die Beschaffung einer ISBN-Nummer, die man dann noch in das Manuskript direkt nach dem Titelblatt einfügen muss.

Wer sich dann entscheidet sein Werk nicht selbst, aber durch Lulu verlegen zu lassen, muss das Manuskript an Lulu zur Überprüfung einiger Regeln vorlegen. Die Mindest -Anforderungen stehen in dem "Buch & Cover; Hilfe!" von Peter Wahl (2007) beschrieben.

Auch wenn Lulu das Buch verlegt, ist noch nicht gesichert, dass es bei den grossen Buchhändlern ins Programm aufgenommen wird. In den Foren zu diesen Themen stehen viele Hinweise zu den Problemen, womit Schriftsteller konfrontiert werden, die für ihre Arbeit eine finanzielle Belohnung erwarten. Gehen Sie sicherheitshalber mal davon aus, dass Sie auf jedem Fall beim Erstlingswerk nichts verdienen.

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Die ISBN-Nummernvergabe

In meinem Fall handelt es sich um ein Buch in englischer Sprache mit dem Titel „The Celestial God“. Nach Erwerb des bisher kostenlosen Vertriebspakets „Published By Lulu“ für dieses Buch erhalte ich von Lulu sofort eine ISBN: 978-1-4092-6632-7 für diesen Titel. Anschließend muss man nur noch diese ISBN-Nummer auf der Copyright-Seite eintragen und zur Kontrolle ein Buchexemplar bei Lulu bestellten.

Da das Buch nun auch über den Buchhandel erhältlich sein soll, muss man eine etwas komplexere Preiskalkulation durchführen. In Tabellenform gestaltet sich die Preisbildung folgendermassen:

Pricing and Creator Revenues:

Retail Print Your Royalty €3.02

Preis €14.00

Druck

Your Revenue €5.22

Preis €14.00

Download

Your Revenue €3.00

Preis €3.75

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Die Pressemitteilungen

Lulu empfiehlt als Werbemaßnahmen die Veröffentlichung einer Pressemitteilung. Es stehen mehrere kostenlose und auch günstige Adressen zur Verfügung. Ich veröffentlichte zwei deutsche und eine englische Pressemitteilung, wovon lediglich der englische Text aus unbekannten Gründen nicht veröffentlicht wurde. Der deutsche Text lautet:

Hobby-Archäologen enträtseln den Himmelsgottkult der Steinzeitmenschen

Einen ungewöhnlichen Weg wählte eine Gruppe Hobby- Archäologen bei der Entschlüsselung des Himmelsgottkults der Steinzeitmenschen: Bei archäologischen Ausgrabungen in Italienischen Grotten entdeckte Pietro Gaietto bereits in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die überwiegend doppelgesichtigen Skulpturen der Steinzeit.

Die Psychotherapeutin Licia Filingeri deutete diese Idolen um 2004 als Hermaphroditen. Zu diesem Ergebnis fügte im Februar 2009 der niederländische Autor Joannes Richter die passenden Verknüpfungen zu den klassischen Schöpfung- legenden des Altertums hinzu: Die doppelgesichtigen Skulpturen der Steinzeit sind die androgynen Darstellungen des allgemeinen Indo-Europäischen Himmelsgott Dyaeus. Am 7. März 2009 veröffentlichte Joannes Richter den Abschlussbericht dann auf Lulu.com, dem Online-Marktplatz für digitale Inhalte.

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Die Dokumentation des steinzeitlichen Himmelsgottkults beginnt mit der Einstufung der Skulpturen, die nach der Eiszeit in großer Zahl in Südfrankreich, Norditalien, in Süddeutschland, in der Ukraine und in Sibirien entstanden sind. Die europäischen Steinzeitvölker standen miteinander in reger Verbindung. Zu dieser Zeit lebten der Homo sapiens sapiens und der Neandertalermensch in friedlicher Koexistenz zusammen, denn Pietro Gaietto entdeckte Skulpturen mit Gesichtskombinationen beider Hominiden in einem Kultobjekt.

Pietro Gaietto stellt fest:

-Die Doppelgesichtigkeit ist in fast allen alten Religionen weltweit vertreten, mit Ausnahme der Kulturen, die sich auf die malerischen Darstellung beschränkt haben-.

Die Psychoanalytikerin Licia Filingeri analysierte daraufhin die Gesichtskombinationen und verglich diese mit den vorhistorischen, religiösen Abbildungen. Zum uralten italienischen Gott Janus stellte sie fest: -Ursprünglich, das heißt in den ältesten Skulpturen und auf den Münzen, wurden zum Beispiel die zwei Gesichter der Gottheit Giano als ein Antlitz mit einem Bart und das andere ohne Bart dargestellt-. Die ältesten Götterstatuen waren alle Hermaphroditen.

Ausgehend von dieser Vielzahl an androgynen Steinzeitskulpturen erkannte dann der Autor Joannes Richter die charakteristischen Merkmale der androgynen Himmelsgottheit Dyaeus, dessen -Hermaphroditen- auf die berühmten Schöpfunglegenden in Platos Symposium und auf die verschiedenen Genesis-Varianten verweisen. In Analogie an Schliemanns Entdeckung der Stadt Troja betrachtet der Autor die Schöpfunglegenden und die Steinzeitskulpturen als die Reste einer globalen alten, androgynen Religion - der Vorläufer der modernen Religionen.

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Der Himmelsgott beschreibt unsere Vorläufer-Religion in dessen Jugend, in dem die Völker sich noch bewusst waren, dass sie einer gemeinsamen Religion angehörten und einen gemeinsamen Himmelsgott teilten. Zu den bekannten androgynen Himmelsgöttern Zeus, Jupiter, Jahweh und Tyr rechnet Richter auch den erdentsprossenen deutschen Schöpfergott Tuisco, der bereits bei Tacitus und Cäsar als Hermes-Gestalt dokumentiert wurde.

In zahlreichen Details kann Richter die archaischen Reste der alten Religion nachweisen, dessen männlich-weiblichen Symbolik in den alten Personalpronomina -Thu- und -Ih- weiterlebt. In der Bibel entschlüsselt er die geheimnisvollen Codierungen für die Farben Rot, Blau und für den Purpurzwirn, die in den Grabfunden des Keltengrabs im schwäbischen Hochdorf überwiegen und auch in den Büchern Exodus und Chroniken als Gottes Vorschrift an das biblischen Volk auftauchen.

Joannes Richter ist 62 Jahre alt und arbeitet als IT-Spezialist und freier Schriftsteller in Süddeutschland. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Backnang. Der Abschlussbericht -Der Himmelsgott- (Untertitel -Die Entdeckung der ursprünglichen Religion-) ist erhältlich unter:

Mitteilungstext: 485 Woerter, 3.369 Zeichen [ohne Leerzeichen], 3.844 Zeichen [inklusive Leerzeichen]

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Benachrichtigung nach Veröffentlichung

Obwohl die Texte nahezu sofort online veröffentlicht werden, erhalte ich erst etwa drei Tage nach Veröffentlichung eine eMail:

Ihre Pressemitteilung mit dem Titel: "Hobby-Archäologen enträtseln den Himmelsgottkult der Steinzeitmenschen" ist soeben freigeschaltet worden. Sie können sie hier online sehen:

Kategorie: Wissenschaft, Forschung, Bildung Pressemitteilung von: Joannes Richter

Forschung, Bildung Pressemitteilung von: Joannes Richter Statistiken 2 von openPR wurde in drei Tagen 36 mal

Statistiken

2 von openPR wurde in drei Tagen 36

mal gelesen. Die Pressemitteilung 1von Premiumpresse wurde in drei Tagen 82 Mal aufgerufen: http://pressemitteilung.ws/node/149887

Am 12. März wurde die Meldung übernommen in den Blogspot Nachrichten Wissenschaft.

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Lulu's Statistiken

Lulu's Statistiken liefern am 21. August 2009 folgende Details:

Verkaufte bzw. gedruckte Bücher:

6091320 Spelling Thee, U & I – Print: 3

6091320 The Celestial God – Print: 3

6167730 Das Buch Tuisco – Print: 3

6167730 Der Himmelsgott -- Print 2

6246520 Meine Erfahrungen mit Lulu – Print 1

Downloads:

6091320 Spelling Thee, U & I -- Download 2

6091320 The Celestial God -- Download 2

6167730 Das Buch Tuisco – Downloads: 15

6167730 Der Himmelsgott – Downloads: 15

6246520 Meine Erfahrungen mit Lulu – Downloads: 37

6308432 Dyæus – Downloads: 10

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Nachtrag: Erste ernsthaftere Probleme

Erst bei der zehnten Veröffentlichung eines Lulu-Buches 1 traten erste ernsthafte Probleme bei der Manuskriptbearbeitung auf. Es handelte sich in diesem Fall um eine Neuausgabe eines älteren Manuskripts, das vor einigen Jahren in Microsoft Word erstellt worden war. Inzwischen hatte ich meinen Textverarbeiter auf OpenOffice 3.0.0 gewechselt. Dieser Textprozessor ist für Veröffentlichungen bei Lulu hervorragend geeignet, weil ich damit sofort und schnell pdf-Dateien zur Veröffentlichung in Lulu und Scribd erzeugen kann. OpenOffice öffnet auch problemlos die alten Word-Quellen, aus dem ich große Textteile in das neue OOo-Dokument kopieren kann.

Das neue Manuskript wurde somit in meinem Standard A5- Lulu-Format erstellt, indem ich einige neuen Kapitel schrieb und große Teile des alten Textes hinein platzierte. So wuchs alsbald ein Werk mit 149 Seiten heran ohne dass ich die Qualität dieses Manuskripts für den Lulu-Prozessor überprüft hatte. Das sollte sich jedoch als der falsche Ansatz erweisen

Die Schriftart ist nicht eingebettet

Nachdem ich ein neues Projekt mit dem Titel "Der Brenner Codex" angelegt hatte und das vollständige Manuskript einlesen wollte, meldete der Lulu-Prozessor nach dem Einlesen der pdf-Datei:

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"Ihr Dokument konnte nicht erstellt werden:

Die Symbol Schritart ist nicht eingebettet. (Wie bette ich Schriften in meine PDF-Datein ein?)"

oder auf Englisch:

"Your document could not be created:

The Symbol font is not embedded. (How do I embed fonts?)"

Die Ratschläge der Help-Seiten waren nicht wirklich hilfreich. Als erste Alternative versuchte ich zunächst die pdf-Datei mit einer allgemeinem, alten pdf-Druckertreiber 2 zu generieren. Dadurch wurde das Problem jedoch nicht gelöst. Die LULU- Meldungen sahen eher noch bedrohlicher aus:

Your document could not be created: The Courier font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Times- Roman font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Times-Bold font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Helvetica-Bold font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Times-Italic font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Helvetica- BoldOblique font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Times-BoldItalic font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Helvetica font is not embedded. (How do I embed fonts?)The Symbol font is not embedded. (How do I embed fonts?)

2 PDCFCreator 0.8.0

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Ich versuchte zunächst die offensichtlich fehlenden Symbol- Fonts aus dem alten Rechner mit dem Betriebssystem XP herauszukopieren in den Windows Fonts-Bereich des neuen Vista-Rechners. Dieser Versuch scheiterte jedoch kläglich. Die Fehlermeldung blieb unverändert

Versuchsreihe

Danach startete ich eine Versuchsreihe indem ich zunächst das Original sicherte und eine neue .odt-Testdatei in OpenOffice erzeugte. In dieser Testdatei startete ich mit dem ersten Kapitel und erzeugte dafür eine pdf-Datei, die in Lulu hochgeladen wurde.

Das erste Kapitel wurde nun einwandfrei engelesen. Als nächster Test fügte ich in meiner Testdatei Kapitel 2 hinzu und wiederholte den Versuch. auch dieser Test war erfolgreich. Erst bei den Kapiteln 6 wurde eine erste Fehlermeldung ausgegeben. Ich analysierte jetzt Kapitel 6, bzw. 7 genauer, indem ich nur dieses Kapitel in meiner Testdatei verarbeitete.

Buchstaben in Griechischer Schrift

Den Text insgesamt selektieren und probeweise in Times New Roman umsetzen war nicht genug. Die Fehlermeldung blieb. Dann fiel mir auf, dass in den Fußnoten einige griechische Wörter standen, die mit dem Symbol-Font angelegt worden waren. Fußnoten werden offensichtlich nicht selektiert wenn man den gesamten Text des Manuskripts selektiert.

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Ich musste jede Fußnote einzeln überprüfen. Für zwei Fußnoten war eine Korrektur der griechischen Wörtern erforderlich. Da es im Manuskript auch griechische Wörter gibt, die nicht mit den Symbol-Fonts, sondern mit den normalen Times New Roman-Fonts geschrieben waren, muss man in einem solchen Fall wohl alle griechische Textteile des Manuskripts einzeln überprüfen. Die Fußnoten sehen folgendermassen aus:

Haithabu stammt wohl vom Althochdeutschen Verb „aiten“ = „brennen“: Gr. αιθω : "brennen", Lat. aestuo = „glühen“

Rhodanus = Rhone; Æridanus (Ηρiδανος) = Myth. Name für Padus (Po).

In OpenOffice muss man diese griechischen Texte Buchstabe für Buchstabe erneut eingeben mit dem Kommando "Einfügen Sonderzeichen". Die Zeichen erhalten dann automatisch den Font "Times New Roman". Zur Kontrolle selektiert man den gesamten Abschnitt. Dabei darf der Font fürdie gesamte Zeile zum Beispiel nur "Times New Roman" anzeigen.

Bleibt das Feld der Fontdefinition leer, so wählt man nochmals "Times New Roman" um eventuell "undefinierte" Leerzeichen mit dem Font "Symbol" genau fest zu legen.

Analyse der Aufzählungslisten

Auch nach dieser aufwendigen Reparaturen war die pdf-Datei noch immer nicht fehlerfrei. Jetzt musste ich in Kapitel 8 sogar jeden Abschnitt einzeln testen.

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Zunächst waren die ersten Abschnitte diese Kapitels fehlerfrei. So konnte ich Abschnitt nach Abschnitt hinzufügen bis der erste Fehler gemeldet wurde.

Bei einem Abschnitt mit einer Aufzählungsliste wurde ich dann fündig. Ich untersuchte die Symbole in diesem Teil und stellte fest: die Probleme liegen in den Aufzählungsmarkierungen am Anfang einer Aufzählungsliste. Wenn man den Cursor darüber legt, zeigt OpenOffice tatsächlich die Fonts "Symbol" an:

Cromer in Norfolk nahe den Burnham-Siedlungen an Brancaster Bay.

Die Humber-Mündung zur Nordsee

Newcastle an der Tyne (Römisch: Brememium) an der Südgrenze Northumberlands

Burnmouth oder Berwick an der Nordgrenze Northumberlands (Lat.: Bernicia, brit. Bryneich)

Ersetzt man diese Symbole in OpenOffice durch eigene Dots, dann nimmt OpenOffice den Font "OpenSymbol". Diese Punkte sehen etwas kleiner aus. Offensichtlich entstammten die alten Symbole der alten Version meines Dokuments, das in einer älteren Wordversion entstanden war.

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Reparatur des Manuskripts

Jetzt war mir klar was geschehen war. Zwei griechische Wörter in Symbol-Fonts und einige Dutzend Aufzählungspunkte im ursprünglichen Text hatten die Probleme verursacht, die mir dann einige Stunden Arbeit beschert hatten.

Ich kopierte den Originaltext in ein neues Manuskript und ersetzte überall die Aufzählungspunkte durch Abschalten und wieder Einschalten der Aufzählungsliste. Diese Arbeit ist dann wieder relativ einfach und in wenigen Minuten erledigt. Auch das Ersetzen der griechischen Symbole auf die Standard-Fonts ist kein Hexenwerk. Man muss eben wissen wo die Fehler liegen

Zum krönenden Abschluss folgt dann der Hinweis des Lulu- Prozessors:

"Your file has been added to your buch successfully".

Inzwischen

Bernsteinstraße) veröffentlicht. Sie können sich die reparierten Stellen ansehen auf den Seiten 58 Æridanus (Ηρiδανος) , Seite 81 (Gr. αιθω : "brennen") und Seite 98 (Aufzählungspunkte bei Cromer, usw.).

die

wurde

das

Buch

-

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10 Fazit

Lulu ist ein vernünftiges Konzept. Solange man nichts bezahlen oder verkaufen muss, ist das Angebot für die Veröffentlichung von Erstlings-Werke sogar sehr attraktiv.

Viele interessante Angebote sind in der Download-Version auf dem Lulu-Marktplatz gratis.

Bei einem Kauf sind die Versandkosten relativ hoch.

Beim Verkauf ist der Aufwand bei der Einlösung der Checks vermutlich oft nicht lohnenswert da die oft minimale Beträge von den Bankgebühren verschluckt werden.

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