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1.3.21.3.21.3.21.3.2 DemografischerDemografischerDemografischerDemografischer WandelWandelWandelWandel

- Anteil der jüngeren Bevölkerung übersteigt den Anteil der älteren Bevölkerung nicht mehr bei weitem

- Der Anteil der Erwerbstätigen wird zum Jahr 2060 hin um ein Drittel von ca. 50,4 Mio. auf 33,4 Mio. Erwerbstätigen sinken

- FolgeFolgen:FolgeFolgen:n:n:

Entwicklung einer alternden Belegschaft Anstieg der Berufslebenszeit Massiver Mangel an jungen Fach- und Führungskräften Massiver Rückgang der Erwerbstätigen

- HerausforderungenHerausforderungenHerausforderungenHerausforderungen fürfürfürfür Unternehmen:Unternehmen:Unternehmen:Unternehmen:

Strategien und Maßnahmen entwickeln um Arbeitsplätze alternsgerecht zu gestalten Attraktive Arbeitsplätze für jüngere und insbesondere weibliche Arbeitskräfte zu gestalten

1.4.11.4.11.4.11.4.1 PraktischePraktischePraktischePraktische AnwendungAnwendungAnwendungAnwendung derderderder ArbeitswissenschaftArbeitswissenschaftArbeitswissenschaftArbeitswissenschaft

- Ziel:Ziel:Ziel:Ziel:

Belastung des Mitarbeiters von Anfang an zu reduzieren Wertschöpfung nachhaltig zu erhöhen Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters insbesondere im Hinblick auf die alternde Belegschaft erhalten und fördern

- Zwei wesentliche Aspekte motivieren Unternehmen zur ergonomischen Arbeitsgestaltung VerbessVerbesserungVerbessVerbesserungerungerung derderderder ProduktivitätProduktivitätProduktivitätProduktivität VerbesserungVerbesserungVerbesserungVerbesserung derderderder LeistungsbedingungenLeistungsbedingungenLeistungsbedingungenLeistungsbedingungen fürfürfürfür diediediedie MitarMitarMitarMitarbeiterbeiterbeiterbeiter

- Wechselwirkungen beider Aspekte: Produktivitätssteigerung durch ergonomische Maßnahmen führt zu verbesserten Leistungsbedingungen für die Belegschaft

- KorrekteKorrekteKorrekteKorrekte GestaltungGestaltungGestaltungGestaltung vovonvovonnn ArbeitsplätzenArbeitsplätzenArbeitsplätzenArbeitsplätzen undundundund ArbeitsabläufenArbeitsabläufen:ArbeitsabläufenArbeitsabläufen detaillierte Analyse und Bewertung der Arbeitsplätze durch geschultes Personal nach wissenschaftlich festgelegten Kriterien, sodass eine Vergleichbarkeit gewährleistet ist. Konflikt:

Subjektives Ergonomie-Empfinden gegen reproduzierbares Untersuchungsergebnis

- RichtigeRichtigeRichtigeRichtige DurchführungDurchführungDurchführungDurchführung derderderder BewegungsabläufeBewegungsabläufeBewegungsabläufeBewegungsabläufe durchdurchdurchdurch didididieeee MitarbeiterMitarbeiter:MitarbeiterMitarbeiter Arbeitgeber zu regelmäßigen Unterweisungen im Arbeitsschutz nach § 12 ArbSchutzG gesetzlich verpflichtet.

- AltersgerechteAltersgerechteAltersgerechteAltersgerechte ArbeitsgestaltungArbeitsgestaltung:ArbeitsgestaltungArbeitsgestaltung Anpassung von Arbeitsanforderungen an das Leistungsvermögen Älterer

- AlternsgerechteAlternsgerechteAlternsgerechteAlternsgerechte ArbeitsgestaltungArbeitsgestaltung:ArbeitsgestaltungArbeitsgestaltung Erhalt und Förderung von Gesundheit, Qualifikation und Motivation über den gesamten Erwerbsverlauf

- MaßnahmenMaßnahmenMaßnahmenMaßnahmen zur Alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung

Gestaltung der Arbeitstätigkeit Aufgabenverteilung Laufbahngestaltung Arbeitszeitgestaltung

ABER:ABER:ABER:ABER: ArbeitswissenschaftlichArbeitswissenschaftlichArbeitswissenschaftlichArbeitswissenschaftlich optimierteoptimierteoptimierteoptimierte ArbeitspläArbeitspläArbeitspläArbeitsplätzetzetzetze sindsindsindsind nichtnichtnichtnicht diediediedie RegelRegelRegelRegel

- Gründe:

Mangel an Zeit

Geringer Investitionsbereitschaft

Unzureichende arbeitswissenschaftliche Grundkenntnisse

2.12.1.12.12.1.1.1.1 DasDasDasDas ArbeitssystemArbeitssystemArbeitssystemArbeitssystem

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition SystemSystemSystemSystem Ein System ist eine abgegrenzte Gesamtheit von Elementen zwischen denen bestimmte Beziehungen bestehen oder hergestellt werden können.

- ArtenArtenArtenArten vonvonvonvon SystemenSystemenSystemenSystemen mit jeweils wichtigen Elementen die in BeziehungenBeziehungenBeziehungenBeziehungen stehen

Technische System (Maschine)

Zusammenhang zwischen Arbeitsmittel bzw. Betriebsmittel Soziale System (Mensch)

Zusammenhang zwischen verschiedenen Menschen Soziotechnische System (Mensch-Maschine)

Zusammenhang zwischen Mensch und Maschine

- „Die Arbeitsgestaltung und Organisation befasst sich fast ausschließlich mit soziotechnischen Systemen. Diese werden als Arbeitssysteme bezeichnet.“

- SoziotechnischesSoziotechnischesSoziotechnischesSoziotechnisches SystemSystemSystemSystem

Offenes und dynamisches System, d.h. ständiger Austausch von Material,

Energie oder Informationen mit seiner Umwelt Unterteilung in zwei Teilsysteme

Notwendigkeit einer gemeinsamen Betrachtung und Optimierung der beiden Teilsysteme

Technisches Teilsystem

Betriebsmittel sowie technologische und räumliche Bedingungen

Soziales Teilsystem

Umwelt eines Mitarbeiters (Organisationsmitglieder), individuelle und gruppenspezifische Bedürfnisse Primäraufgabe

Aufgabe, zu deren Erfüllung das System geschaffen wurde Sekundäraufgabe

Systemerhaltung: Unterhalt, Wartung, Schulung

Regulation: Steuerung des Inputs, Koordination

- ArbeitssystemArbeitssystem-ArbeitssystemArbeitssystem--Grundmodell-GrundmodellGrundmodellGrundmodell

Lässt sich auf einzelne Teile eines Arbeitsplatzes als auch auf einen ganzen Betrieb beziehen

Herunterbrechen von einzelnen Arbeitsaufgaben auf konkrete einzelne Arbeitspersonen und deren wechselseitigen Bedarf an Arbeitsmittel- und Arbeitsgegenständen

Arbeitssysteme können von sehr unterschiedlicher Größe sein von

MarkoMarko-MarkoMarko--Ebene-EbeneEbeneEbene (z.B. Unternehmen, gesamte Volkswirtschaft) bis

Mikro-Ebene (z.B. Arbeitsplatz)

Die Größe des Systems wird lediglich durch die Arbeitsaufgabe definiert.

2.1.22.1.22.1.22.1.2 LeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungen

- Leistungsbegriff Ökonomie: Ergebnis von Wirtschaftsprozessen, z.B. Gewinn, Umsatz Physik: Arbeit pro Zeiteinheit Arbeitswissenschaft: Arbeitsleistung, die menschlich oder maschinel erbracht wird

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition ArbeitsleistungArbeitsleistungArbeitsleistungArbeitsleistung nachnachnachnach Hammer:Hammer:Hammer:Hammer:

Ausgabe oder Arbeitsergebnis des Arbeitssystems, bezogen auf eine bestimmte Zeit

- LeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriff inininin derderderder ArbeitswissenschaftArbeitswissenschaftArbeitswissenschaftArbeitswissenschaft

Ist menschlich oder maschinell erbrachter Arbeitsleistung gleichzusetzen

PersönliPersönlichePersönliPersönlichecheche LeistungsvoraussetzungLeistungsvoraussetzungLeistungsvoraussetzungLeistungsvoraussetzung

Bezeichnet die interindividuell verschiedenen Eigenschaften zur Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit

LeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeit:LeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeit Summe von individuellen Faktoren wie Konstitution oder Bildungsniveau, situationsabhängig

LeistungsbLeistungsbereitschaftLeistungsbLeistungsbereitschaftereitschaft:ereitschaft physiologischephysiologischephysiologischephysiologische Leistungsvoraussetzungen wie Disposition oder ppsychologischeppsychologischesychologischesychologische Leistungsvoraussetzungen wie interne und externe Motivationsfaktoren

SachlicheSachlicheSachlicheSachliche LeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungenLeistungsvoraussetzungen

Betreffen alle von außen auf die Arbeitsperson einwirkenden Einflüsse

OrganisatorischeOrganisatorischeOrganisatorischeOrganisatorische VorbedingungenVorbedingungen,VorbedingungenVorbedingungen z.B. Arbeitszeit, -vorbereitung oder Entlohnungsform

TechnischeTechnischeTechnischeTechnische VorbedingungenVorbedingungen,VorbedingungenVorbedingungen z.B. Schwierigkeit der Aufgabe oder Betriebsmittelgestaltung

2.1.32.1.32.1.32.1.3 BelastungsBelastungs-BelastungsBelastungs--Beanspruchungs-Beanspruchungs-BeanspruchungsBeanspruchungs--Konzept-KonzeptKonzeptKonzept

- Definition Belastung Gesamtheit der äußeren Bedingungen und Anforderungen im Arbeitssystem, die auf den physiologischen und/oder psychologischen Zustand einer Person einwirken Setzt sich aus mehreren Teilbelastungen zusammen, die auf unterschiedliche Weise den menschlichen Körper beanspruchen

- Definition Beanspruchung Die innere Reaktion des Arbeitenden auf die Arbeitsbelastung, der er ausgesetzt ist und die von seinen persönlichen Leistungsvoraussetuzungen abhängig ist. Setzt sich aus mehreren Teilbeanspruchungen zusammen, z.B. Herz, Kreislauf, Muskeln, emotionale und mentale Beanspruchungen

- Einfaches Belastungs-Beanspruchungs-Konzept Teilweise stark vereinfachte Annahmen Keine Berücksichtigung von Übung und Ermüdung auf die Intensität der Beanspruchung

- Erweitertes Belastungs-Beanspruchungs-Konzept Berücksichtigung von Übung und Ermüdung auf die Intensität der Beanspruchung Teilbelastungen führen durch Multiplikation mit Dauer und Intensität zur Belastung Festlegung der Dauerleistungsgrenze durch die individuellen Fähigkeiten Überschreiten der Dauerleistungsgrenze kann zur Schädigung der belasteten Organsysteme führen

- Belastungen und ihre möglichen Auswirkungen

kann zur Schädigung der belasteten Organsysteme führen - Belastungen und ihre möglichen Auswirkungen 5

- Einfluss verschiedener Belastungen auf den Menschen

- Einfluss verschiedener Belastungen auf den Menschen 6

2.1.42.1.42.1.42.1.4 PräventionskonzeptPräventionskonzepPräventionskonzepPräventionskonzepttt

- Arbeitgeber in Deutschland sind durch das

- Arbeitgeber in Deutschland sind durch das Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, jedem Arbeitnehmer eine schädigungsfreie Ausführung der Arbeit zu ermöglichen

- Strategien der einzelnen Sektoren Sektor I vorausschauende, menschengerechte Gestaltung der Arbeit Sektor II Einhalten von Grenzwerten Sektor III korrektiv Gefahrenquellen reduzieren Sektor IV Vorschriften erfülllen

- Handlungsanlässe zum Tätigwerden im Arbeitsschutz Ganzheitliche Betrachtung von Arbeitssystemen für präventive Systemgestaltung

OrganisationOrganisationOrganisationOrganisation

TechnikTechnikTechnikTechnik

PersonalPersonalPersonalPersonal

Handlungsanlässe lassen sich nach ihrer unterschiedlich stark ausgeprägten präventiven Ausrichtung unterteilen

1. Betriebsinterne Handlungsanlässe (präventive Gestaltung)

Beschaffung

Produkt-, Verfahrensinnovation

Arbeitsplatzgestaltung

Umweltschutzaktivitäten

Personalentwicklung

2. besondere spezielle Arbeitsschutzanlässe (präventiv/korrektive Gestaltung)

Systematisch ermittelte Defizite Eingetretene Unfälle Erkrankungen u.Ä. Störfälle u.Ä.

3. externe Handlungsanlässe (korrektive Gestaltung)

Neue Vorschriften

Aktivitäten von Aufsichtsbehörden

Berichte von Krankenkassen

Neue Erkenntnisse

Unfälle, Störfälle u.Ä.

2.32.32.32.3 BewertungBewertungBewertungBewertung vonvonvonvon ArbeitArbeitArbeitArbeit

- Ganzheitliche arbeitsphysiologische Bewertung von Arbeitsvorgängen inklusive der stofflichen und sozialen Rahmenbedingungen

Ergonomisch-naturwissenschaftliche Untersuchung Sozial-/individual-geisteswissenschaftliche Untersuchung

2.3.22.3.22.3.22.3.2 4-444--Stufen-StufenStufenStufen ModellModellModellModell nachnachnachnach RohmertRohmertRohmertRohmert

- Grundlage: erweitertes Belastungs-Beanspruchungs-Konzept

- Beurteilt Beziehungen zwischen Mensch und Arbeit

- Wertschöpfungsebene menschlicher Arbeitenden

- Hierarchie von Bewertungsebenen 1. Ausführbarkeit (naturwissenschaftlich, individualbezogen)

Anthropmetrisches, psychophysiologisches, technisches Problem Arbeitsphysiologie 2. Erträglichkeit (naturwissenschaftlich, kollektivbezogen)

Arbeitsmedizinisches, technisches Problem Arbeitsphysiologie, Arbeitsmedizin 3. Zumutbarkeit (kulturwissenschaftlich, kollektivbezogen)

Soziologisches, ökonomisches Problem Arbeitssoziologie, Personalwirtschaftslehre, Rationalisierungsforschung 4. Zufriedenheit (kulturwissenschaftlich, individualbezogen)

(sozial-)psychologisches, ökonomisches Problem Arbeits-, Sozial- , Individualpsychologie, Personalwirtschaftslehre

2.3.32.3.32.3.32.3.3 5-555--Ebenen-EbenenEbenenEbenen ModellModellModellModell nachnachnachnach LuczakLuczakLuczakLuczak

- Modifiziertes Konzept zur Bewertung von Arbeit

- Basiert auf dem Modell nach Rohmert

- Ziel: Menschengerechte Arbeitsgestaltung

- 1.1.1.1. Schädigungslosigkeit,Schädigungslosigkeit,Schädigungslosigkeit,Schädigungslosigkeit, ErträglichkeitErträglichkeitErträglichkeitErträglichkeit

- 2.2.2.2. AusführbarkeitAusführbarkeitAusführbarkeitAusführbarkeit

- 3.3.3.3. Zumutbarkeit/BeeinträchtigungsfreiheitZumutbarkeit/BeeinträchtigungsfreiheitZumutbarkeit/BeeinträchtigungsfreiheitZumutbarkeit/Beeinträchtigungsfreiheit

Medizinisches Problem

Betrachtungsebene von Arbeitsprozessen

Kompensation kurzfristiger Belastungen

- 4.4.4.4. ZufriedenheitZufriedenheitZufriedenheitZufriedenheit undundundund Persönlichkeitsförderung/Persönlichkeitsförderung/-Persönlichkeitsförderung/Persönlichkeitsförderung/--entfaltung-entfaltungentfaltungentfaltung

Entwicklung des einzelnen Menschen fördern

- 5.5.5.5. SozialverträglichkeitSozialverträglichkeitSozialverträglichkeitSozialverträglichkeit

Kooperative Arbeitsformen

3.43.43.43.4 ArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierung

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition ArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierung

Die Arbeitstrukturierung umfasst die Gestaltung des Arbeitsinhalts und der zeitlichen Bindung des Menschen bei der Erfüllung der Arbeitsaufgaben mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu steigern und gleichzeitig die Attraktivität der Arbeitsplätze und die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen.

- GrundgedankeGrundgedankeGrundgedankeGrundgedanke Das Arbeitshandeln eines Menschen wird weitgehend davon bestimmt, ob es ihm gelingt, möglichst viele für ihn bedeutsame Bedürfnisse zu befriedigen.

- ZieleZieleZieleZiele derderderder ArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierungArbeitsstrukturierung

Steigerung der Arbeitszufriedenheit und der sozialen Integration

Steigerung der Leistungsmotivation und Erreichung ökonomischer

Zielsetzungen Vergrößerung des Handlungsspielraums der Arbeitspersonen durch

quantitative Erweiterung der Arbeitsfähigkeiten Vergrößerung des Handlungsspielraums der Arbeitspersonen durch eine qualitative Bereicherung des Entscheidungs- und Kontrollspielraums

ArbeitsteilungArbeitsteilungArbeitsteilungArbeitsteilung

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition ArbeitsteilungArbeitsteilungArbeitsteilungArbeitsteilung

Arbeitsteilung ist die Teilung einer Arbeit nach Menge und Art auf mehrere Menschen beziehungsweise Betriebsmittel.

- MengenteilungMengenteilungMengenteilungMengenteilung Mengenteilung ist die Teilung einer Arbeit auf mehrere Menschen bzw. Betriebsmittel derart, dass jeder Mensch bzw. jedes Betriebsmittel dendendenden gesgesamtengesgesamtenamtenamten ArbeitsablaufArbeitsablaufArbeitsablaufArbeitsablauf anananan einereinereinereiner TeilmengeTeilmengeTeilmengeTeilmenge ausführtausführt.ausführtausführt Vorteile

Möglichkeiten zur individuellen Leistungsentfaltung

Geringere Beanspruchung der Arbeitskräfte durch Belastungswechsel

Kurze Durchlaufzeiten

Flexibilität bzgl. Menge- und Personenkapazitätsschwankungen

Geringerer Anteil der Transportzeiten Nachteile

Geringer Übungsgrad

Hohe Anlern- und Einarbeitungszeit

Einsatz von qualifizierten Arbeitskräften erforderlich

Schwankende Qualität der Arbeitsausführung

- ArtteilungArtteilungArtteilungArtteilung

Artteilung ist die Teilung einer Arbeit auf mehrere Menschen bzw. Betriebsmittel derart, dass jeder Mensch bzw. jedes Betriebsmittel eineneineneineneinen TeilTeilTeilTeil desdesdesdes gesamtengesamtengesamtengesamten ArbeitsablaufsArbeitsablaufsArbeitsablaufsArbeitsablaufs anananan derderderder GesamtmengeGesamtmengeGesamtmengeGesamtmenge ausführtausführt.ausführtausführt Vorteile

Geringe Anlern- und Einarbeitungszeit

Geringere Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitskräfte

Hoher Übungsgrad

Hohe und gleichmäßige Qualität der Arbeitsausführung

Einsatz der Arbeitskräfte entsprechend ihrer Leistung

Aufgabengerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes

Nachteile

Einseitige Beanspruchung der Arbeitskräfte und höherer Erholungsbedarf

Desinteresse, Gefühl der Unterforderung, keine Möglichkeit der Höherqualifizierung, Monotonie

Höherer Anteil der Transportzeit

Führungsprobleme, insbesondere aufgrund einer geringen Arbeitsmoral (geringe Motivation) und einer hohen Fluktuationsrate (häufige Anlernung)

- Systemtechnik: Arbeitsteilung ist Aufteilen eines Hauptsystems in mehrere Untersysteme

Mengenteilung: mehrere gleiche parallele Untersysteme Artteilung: mehrere verschiedene hintereinander liegende Untersysteme

- Betriebliche Realität: Mischformen bei komplexen Aufgaben

3.4.33.4.33.4.33.4.3 ArbeitspsychologischeArbeitspsychologischeArbeitspsychologischeArbeitspsychologische AspekteAspekteAspekteAspekte

- Arbeitsbelastung Arbeitsbelastung bezeichnet die Gesamtheit der äußeren Bedingungen und Anforderungen im Arbeitssystem, die auf den physiologischen und/oder psychologischen zustand einer Person einwirken.

- Monotonie

Unter Monotonie versteht man einen langsam entstehenden Zustand herabgesetzter Aktivität, der durch eine Wiederholungstätigkeit in abwechslungsarmen Situationen entsteht. Der Begriff Monotonie kennzeichnet sowohl die Arbeitssituation als auch den psychischen Zustand.

Monotoniezustände entstehen durch

einen allgemeinen Mangel an Reizen

einen umgrenzten zu beobachtenden Bereich

nur gelegentlich erforderliche Umstellungen

das Vorhandensein eines eintönigen rhythmischen Dauerreizes

das Fehlen der Möglichkeit zur körperlichen Bewegung

Wärme im Arbeitsraum

- Maßnahmen

Job Enlargement Job Enrichment Job Rotation Teil-/Autonome Gruppen

3.4.33.4.33.4.33.4.3 StrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipien

StrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipienStrukturierungsprinzipien 12

3.4.53.4.53.4.53.4.5 FertigungstypeFertigungstypenFertigungstypeFertigungstypennn

3.4.53.4.53.4.53.4.5 FertigungstypeFertigungstypenFertigungstypeFertigungstypennn 13

3.53.53.53.5 GruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeit

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition GruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeit

Gruppenarbeit ist die Erfüllung der Arbeitsaufgabe eines Arbeitssystems durch mehrere Menschen. Sie bezeichnet die Zusammenarbeit von Menschen sowohl über kurze Zeiträume (Seminar, Workshop) oder längere Projekte (Arbeitskreis, Projektgruppe)

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition nachnachnachnach LuczakLuczakLuczakLuczak

Gruppenarbeit bezeichnet eine Form der Arbeitsorganisation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Arbeitsauftrag an mehr als zwei Arbeitspersonen übertragen wird, von diesen Arbeitspersonen als gemeinsame Arbeitsaufgabe definiert sowie interpretiert wird und schließlich in Kooperation, also gemeinschaftlich und eigenverantwortlich bearbeitet wird.

- Merkmale der Gruppenarbeit Wir Gefühl (persönliches Engagement für Umsetzung der Gruppenziele) Anerkennung von Umfeld (persönliche Arbeitsbefriedigung durch Wertschätzung der Gruppe) Tätigkeitsspielräume (z.B. Übernahme neuer Aufgabengebiete) Gemeinsame Ziele (z.B. Prozessoptimierung) Mehr als zwei Personen Kommunikation (kurze, schnelle Kommunikationswege)

- Ökonomische Ziele Erhöhung der Produktivität Verbesserung der Qualität Kosten- und Personalreduktion Erhöhung der Kundenzufriedenheit Senkung von Fehlzeiten und Fluktuation

- Humanitäre Ziele

- Humanitäre Ziele

Bessere Arbeitsbedingungen Abbau von Belastungen Bessere Kommunikation Förderung der Qualifikation Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitssicherheit

Bessere Kommunikation Förderung der Qualifikation Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitssicherheit
Bessere Kommunikation Förderung der Qualifikation Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitssicherheit
Bessere Kommunikation Förderung der Qualifikation Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitssicherheit
Bessere Kommunikation Förderung der Qualifikation Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitssicherheit

3.5.23.5.23.5.23.5.2 FormenFormenFormenFormen derderderder GruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeit

- nicht in die Arbeitsorganisation integrierte, temporäre Gruppen

z.B. Projektgruppen, Qualitätszirkel

- in die Arbeitsorganisation integrierte, dauerhafte Gruppen Klassische Arbeitsgruppe Teilautonome Arbeitsgruppen

z.B. Montageinseln, Fertigungsinseln, Servicegruppen, Vertriebsinseln, Produktinseln

3.5.43.5.43.5.43.5.4 GruppendenkenGruppendenkenGruppendenkenGruppendenken undundundund GruppenleistungGruppenleistungGruppenleistungGruppenleistung

- Vorteile der Entscheidung durch eine Einzelperson

Entscheidungsgeschwindigkeit Zurechenbarkeit von Entscheidungen und Verantwortungen Unfähigkeit zur Gruppenentscheidung

Geistige Durchdringung

- Vorteile einer Gruppenentscheidung Kreativität Abwägung von Alternativen Informationsasymmetrie Schlecht strukturierte Aufgaben, unklare Situationen Akzeptanz und Legitimation

- Bedingungen zur Generierung von Leistungsvorteilen bei Gruppenentscheidungen UnabhängigkeitsbedingungenUnabhängigkeitsbedingungenUnabhängigkeitsbedingungenUnabhängigkeitsbedingungen

Gruppenmitglieder suchen unabhängig voneinander nach einer Lösung

Probleme: Konformität bei Problemlösung, keine Unabhängigkeit bei Anwesenheit Dritter

Problemlösung: Brainstorming

MitteilungsbedingungMitteilungsbedingungMitteilungsbedingungMitteilungsbedingung

Die Lösungsansätze werden der Gruppe mitgeteilt.

Probleme: Mitteilungshemmnis bei großen Gruppen, Wirkungsfortpflanzung

Problemlösung: geringere Gruppengröße

AkzeptierungsbedingungAkzeptierungsbedingungAkzeptierungsbedingungAkzeptierungsbedingung

Gruppe akzeptiert die „richtige“ Lösung

Probleme: Machtungleichgewicht in der Gruppe, Zeitdruck erzwingt schnelle Einigung

- Nachteile der Gruppenbildung DefinitionDefinitionDefinitionDefinition GruppendenkeGruppendenkenGruppendenkeGruppendenkennn

„Denkmodus“ einer Gruppe, die dahin tendiert die realistische Abschätzung von Handlungsalternativen außer Kraft zu setzen RahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungen derderderder GruppeGruppeGruppeGruppe

Hoher Zeitdruck

Hoher Entscheidungsdruck

Informationsüberlastung

StrukturelleStrukturelleStrukturelleStrukturelle MängelMängelMängelMängel derderderder OrganisationOrganisationOrganisationOrganisation

Isolation der Gruppe

Tradition einer unparteiischen Führung fehlt (Moderator)

Keine Kenntnis methodischer Regeln

Homogener/gleicher sozialer Hintergrund der Mitglieder Konsequenzen

SelbstüberschätzungSelbstüberschätzungSelbstüberschätzungSelbstüberschätzung

Anpassung der eigenen Meinung an die Gruppenmeinung Illusion der Unverwundbarkeit

VerbohrtheitVerbohrtheitVerbohrtheitVerbohrtheit

Realitätsferne Entscheidungen

Fehlerhafte und schlechte Entscheidungen werden getroffen MaßnahmenMaßnahmenMaßnahmenMaßnahmen gegengegengegengegen GruppendenkenGruppendenkenGruppendenkenGruppendenken

Jedes Gruppenmitglied ist kritischer Bewerter

Gruppe sollte nicht isoliert arbeiten

Neue Perspektiven durch Diskussion aus Untergruppen

Externe Experten einbringen

Gruppenführer gibt seine Entscheidung erst nach der Gruppendiskussion preis

3.5.53.5.53.5.53.5.5 PhasenPhasenPhasenPhasen derderderder GruppenentwicklungGruppenentwicklungGruppenentwicklungGruppenentwicklung

- 1.1.1.1. Phase:Phase:Phase:Phase: FormingFormingFormingForming (Formierungsphase)(Formierungsphase)(Formierungsphase)(Formierungsphase)

Formierungsphase ist die Projektgruppen-Anfangsphase

Gruppenmitglieder lernen sich kennen

Unsicherheit, Angstgefühl der einzelnen Gruppenmitglieder

Gegenseitiges Abtasten

Erfahren von Freiheit

Profilieren Einzelner

Motivation/Leistungsbereitschaft steigt leicht mit der Zeit an

- 2.2.2.2. Phase:Phase:Phase:Phase: StormingStormingStormingStorming (Konfliktphase)(Konfliktphase)(Konfliktphase)(Konfliktphase)

Gegensätzliche Meinungen und beginnen von Konflikten Konflikte, Widerstände gegen Gruppenbeschlüsse Projektmanager hat zur Aufgabe die Gruppe durch die Übergangsphase zu führen Erarbeiten von Gruppennormen Die Motivation/Leistungsbereitschaft steigt zuerst noch auf ein Maximum und bricht dann extrem ein.

- 3.3.3.3. Phase:Phase:Phase:Phase: NormingNormingNormingNorming (Normierungsphase)(Normierungsphase)(Normierungsphase)(Normierungsphase)

Gruppe findet wieder zusammen Konflikte werden ausgetragen und Widerstände überwunden Vereinbarungen werden getroffen die Gruppenarbeit natürlicher und flüssiger werden lassen Harmonie in der Gruppe wird geschaffen Projektmanager erlaubt Gruppe deutlich autonomer zu werden Entstehen einer Aufbruchstimmung Leistungsbereitschaft steigt kontinuierlich an

- 4.4.4.4. Phase:Phase:Phase:Phase: PerformingPerformingPerformingPerforming (Arbeitsphase)(Arbeitsphase)(Arbeitsphase)(Arbeitsphase)

Positive Erfahrung motivieren

Rollenverteilung ist geregelt

Persönliche Probleme sind beseitigt

Freie Energie für neue Aufgabengebiete

Projektgruppe agiert als eine Einheit

Gruppenmitglieder haben klares Verständnis von ihren Aufgaben

Gruppe ist nun kompetent, autonom und ohne Überwachung bei den

Entscheidungsprozessen Motivation/Leistungsbereitschaft steigt weiter bis zum Optimum an

3.5.63.5.63.5.63.5.6 TeilautonomeTeilautonomeTeilautonomeTeilautonome ArbeitsgruppenArbeitsgruppenArbeitsgruppenArbeitsgruppen

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition TeilautonomeTeilautonomeTeilautonomeTeilautonome ArbeitsgruppenArbeitsgruppenArbeitsgruppenArbeitsgruppen

Als teilautonom werden solche Gruppen bezeichnet, in denen Aufgaben gemeinsam, meist teamartig, erledigt werden unter gleichzeitiger Übertragung von Befugnissen für Planungs-, Regelungs- und Kontrollfunktionen. Von deren Inhalten und Umfang hängt der Autonomiegrad der Gruppe ab, die ihren Aufgabenbereich gesamthaft zur kollektiven Verantwortung übertragen bekommen.

- AutonomiegradAutonomiegradAutonomiegradAutonomiegrad vonvonvonvon niedrigniedrigniedrigniedrig bisbisbisbis hochhochhochhoch

Gruppenmitglieder entscheiden selbst über individuelle Aufgabenbewältigung

Gruppe entscheidet über interne Führungsaufgaben

Gruppe entscheidet darüber, wer Gruppenmitglied wird

Gruppe regelt interne Aufgabenverteilung

Gruppe entscheidet über Produktionsmethode

Gruppe entscheidet, wann sie arbeitet

Gruppe entscheidet über die Übernahme zusätzlicher Aufgaben

Gruppe hat Einfluss auf die quantitativen ziele

Gruppe hat hohen Einfluss auf die qualitativen Ziele

- VoraussetzungenVoraussetzungenVoraussetzungenVoraussetzungen fürfürfürfür diediediedie EinführungEinführungEinführungEinführung TeilautonomerTeilautonomerTeilautonomerTeilautonomer GrGrGrGruppenuppenuppenuppen

Überschaubarkeit der auf die Gruppe übertragenen Aufgaben Innerer Zusammenhang der Gruppen-Arbeitsplätze Festgelegte bzw. vereinbarte Produktionsziele Vorliegen von Regeln für die gruppeninterne Kommunikation

- VorteileVorteileVorteileVorteile TeilautonomeTeilautonomeTeilautonomeTeilautonome GruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeit

Wirkung gegen Entfremdung von Arbeit

Förderung der Identifikation mit dem Aufgabenbereich

Flexibilitätserhöhung

Qualitätsverbesserung

Geringerer Organisationsaufwand und Personalkosten

- RisikenRisikenRisikenRisiken TeilautonomeTeilautonomeTeilautonomeTeilautonome GruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeitGruppenarbeit

Leistungsverdichtung infolge vergrößerten Aufgabenumfangs Neue psychische Belastung durch steigende Verantwortung und Leistungsverdichtung Gruppendynamische Prozesse, die die Kooperationsstrukturen negativ beeinflussen (Herausbildung informeller, nicht-legitimierter Hierarchien)

- Soziale Konfliktfelder Können ihre Interessen zu Lasten kollektiver Interessen durchsetzen Gegeneinander ausspielen der Gruppen durch Unternehmensleistung Endsolidarisierung von Belegschaftsmitgliedern

4.1.34.1.34.1.34.1.3 DieDieDieDie BigBig-BigBig-Five--FiveFive-Five--Persönlichkeitsdimensionen-PersönlichkeitsdimensionenPersönlichkeitsdimensionenPersönlichkeitsdimensionen

- NeurotizismusNeurotizismus:NeurotizismusNeurotizismus emotionale Stabilität in schwierigen Situationen oder Belastbarkeit; z.B. sensibl, labil

- ExtraversionExtraversion:ExtraversionExtraversion zwischenmenschliche Interaktion; z.B. Geselligkeit, Gesprächigkei

- OffOffenheitOffOffenheitenheit:enheit Einstellung gegenüber Veränderungen; z.B. ängstlich gegenüber Neuerungen

- VerträglichkeitVerträglichkeit:VerträglichkeitVerträglichkeit Verhalten gegenüber Mitmenschen, z.B. anpassend, kompetitiv

- GewissenhaftigkeitGewissenhaftigkeit:GewissenhaftigkeitGewissenhaftigkeit Aufgabenerledigung ; z.B. Organisation, Effektivität

4.2.14.2.14.2.14.2.1 KommunikationKKKommunikationommunikationsmommunikationsmsmodellsmodellodellodell SchulzSchulzSchulzSchulz vonvonvonvon ThunThunThunThun

- Definition Kommunikation Kommunikation ist die intentionale Informationsübertragung zwischen zwei oder mehr Systemen, die der Informationsabgabe und Informationsaufnahme fähig sind.

- Kommunikationsmodell Schulz von Thun

Sender

Der Sender trägt die Verantwortung, dass ein Gesprächspartner ihn versteht. Nachrichten

Vier Aspekte

 

Sachinhalt

 

Sachlich bleiben

Verständlich bleiben

Analytisch zuhören

 

Selbstoffenbarung

 

„Ich-Botschaft“

Eigene Meinung sagen

Absicht/Ziel klären

 

Appell

 

Überzeugend argumentieren

Frage stellen

Fair lenken

Aktiv zuhören

 

Beziehungen

 

Feedback geben und nehmen

Gefühle direkt ansprechen

Empfänger

Jeder Empfänger interpretiert Signale anders.

- Folgerungen aus dem Grundmodell Kommunikation darf nicht mit Sachinformationsaustausch gleichgesetzt werden Der Inhalt einer Nachricht ist untrennbar mit den vier Aspekten der Kommunikation verbunden Jeder dieser vier Aspekte kann Ursachen einer Kommunikationsstörung sein.

Es gibt auch unabsichtliche Kommunikation. Eine gelingende Kommunikation erfordert

Berücksichtigung aller vier Aspekte

Metakommunikation (Kommunikation über Kommunikation

4.3.14.3.14.3.14.3.1 HandlungskompetenzHandlungskompetenzHandlungskompetenzHandlungskompetenz

- Definition Berufliche Handlungskompetenz Die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen in beruflichen Situationen problemorientiert und sachgerecht, durchdacht sowie in individueller und persönlicher Verantwortung zu handeln.

- KognitivKognitiv-KognitivKognitiv--motorischer-motorischermotorischermotorischer LernbereichLernbereichLernbereichLernbereich

FachkompetenzFachkompetenzFachkompetenzFachkompetenz

Fachliches Breiten- und Tiefenwissen und fachspezifische Erfahrung

MethodenkompetenzMethodenkompetenzMethodenkompetenzMethodenkompetenz

Fähigkeit, Gesamtlösungen eines Arbeitsauftrages zu durchdenken, indem die Zwischenstufen des Lösungsweges antizipiert werden

- PsychoPsycho-PsychoPsycho--sozialer-sozialersozialersozialer LernbereichLernbereichLernbereichLernbereich

PersönlichkeitskompetenzPersönlichkeitskompetenzPersönlichkeitskompetenzPersönlichkeitskompetenz

Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und zu eigenverantwortlichem Handeln und Lernen SozialkompetenzSozialkompetenzSozialkompetenzSozialkompetenz

Fähigkeiten im Team mit unterschiedlicher Sozialstruktur gruppenorientiertes Verhalten zu zeigen

4.3.34.3.34.3.34.3.3 MethodenMethodenMethodenMethoden derderderder ArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisung

-

44-44--Stufen-StufenStufenStufen MethodeMethodeMethodeMethode derderderder ArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisung

Prinzip

 

Das Hauptgewicht der Unterweisung liegt auf der Vermittlung von Fertigkeiten für manuelle Arbeitsabläufe verbunden mit Denkprozessen, Verhaltensweisen und von Verantwortungsbewusstsein

Ziel

Methodische Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten zur schnellen Einarbeitung

Weg

Unterweisungsbedarf, persönliche und sachliche Voraussetzungen ermitteln, Unterweisungsplan erstellen

Ablauf

1. VorbereitungVorbereitungVorbereitungVorbereitung einer Unterweisung

2. VormachenVormachenVormachenVormachen der Arbeit

3. NachmachenNachmachenNachmachenNachmachen der Arbeit

4. ÜbenÜbenÜbenÜben undundundund festigenfestigenfestigenfestigen des Gelernten

Verkürzte An- und Umlernzeiten

Vorteile

Vermeidung von Ausschuss und Nacharbeit

Schnelle, einfache Handhabung

Geringer organisatorischer Aufwand

Detaillierte Analyse der Arbeitsvorgänge

Übertragung von „best practices“

Nachteile

Ausbildung und Eignung der unterweisenden Person

Einsatz nur für manuelle, wiederkehrende Tätigkeiten

Gefahr zu schematischer Unterweisung; Lernende einbeziehen

Erkennen des richtigen Qualifizierungsbedarfs

Verkürzte Anlernzeiten

Quantitative Ergebnisse

Qualitäts- und Leistungsverbesserung

Qualitative Ergebnisse

Hinweise auf Eignungsmängel

Erkennen des Qualifizierungsbedarfs

Systematische Übertragung von Erfahrungen und effektiven Arbeitsweisen („best practices“)

-

LeittextmethodeLeittextmethodeLeittextmethodeLeittextmethode

Definition

Leittexte sind vorbereitete Materialien, mit denen sich der Lernende weitgehend selbstständig Kenntnisse aneignen kann. Mit ihrer Hilfe wird der Lernende inhaltlich und methodisch geführt. Zielsetzung

Entwicklung von Selbstständigkeit und Handlungskompetenz

Weg

Die Auszubildenden müssen ihren Lernprozess selbstständig planen und die Inhalte größtenteils selbstständig bearbeiten. Die Leittexte unterstützen die Auszubildenden dabei, die Arbeits- und Lernabläufe in Teilschritte zu zerlegen und deren Reihenfolge zu bestimmen. Vorgehen

1. Phase: Informieren und Sammeln von Informationen über die Aufgabe oder das Problem

2. Phase: Planen von Lösungswegen

3. Phase: Entscheiden für einen Lösungsweg

4. Phase: Ausführen des Lösungsweges

5. Phase: Kontrollieren des Ergebnisses

6. Phase: Bewerten der Lösung bzw. des Ergebnisses

4.3.44.3.44.3.44.3.4 MethodenMethodenMethodenMethoden zurzurzurzur WeiterWeiterqualifizierungWeiterWeiterqualifizierungqualifizierungqualifizierung

zurzurzurzur WeiterWeiterqualifizierungWeiterWeiterqualifizierungqualifizierungqualifizierung 21

5.15.15.15.1 GrundlagenGrundlagenGrundlagenGrundlagen derderderder ZeitwirtschaftZeitwirtschaftZeitwirtschaftZeitwirtschaft

- Zeiten stellen in Unternehmen die Grundlage zur Durchführung von Steuerungs- und Planungsprozessen dar, d.h. sind die betrieblichen Abläufe und Ausführungszeiten nicht bekannt, ist eine Steuerung, Kontrolle und Planung der Leistungsprozesse nicht möglich

- Zeitwirtschaftliche Daten in Form von betriebswirtschaftlichen und arbeitswissenschaftlichen Kennzahlen müssen geplant, ermittelt und bereitgestellt, aber auch deren Verwendung und Kontrolle sichergestellt werden

- Betriebswirtschaftliche Kennzahlen Produktivität und Wirtschaftlichkeit

- Arbeitswissenschaftliche Kennzahlen Arbeitsbelastungen

- Faktor Zeit gehört zu den Wettbewerbsfaktoren von Unternehmen

- Zeitwirtschaft soll Verfügbarkeit von genauen, aktuellen und detaillierten Zeitdaten in allen Unternehmensbereich gewährleisten

5.1.15.1.15.1.15.1.1 AufgabenAufgabenAufgabenAufgaben undundundund ZieleZieleZieleZiele derderderder ZeitwirtschaftZeitwirtschaftZeitwirtschaftZeitwirtschaft

- FertigungsplanungFertigungsplanungFertigungsplanungFertigungsplanung Hauptaufgabe der Fertigungsorganisation Beeinflusst Wirtschaftlichkeit der Fertigung Ziel: niedrige Herstellungskosten je Mengeneinheit Bestandteile: ZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlung und FristenplanungFristenplanungFristenplanungFristenplanung

- FertigungssteuerungFertigungssteuerungFertigungssteuerungFertigungssteuerung Veranlasst, überwacht und sichert Aufträge und Arbeitsaufgaben Setzt sich aus Auftragsvorbereitung und Werkstattsteuerung zusammen Bestandteile: TerminplanungTerminplanungTerminplanungTerminplanung und Terminsteuerung/Terminsteuerung/-Terminsteuerung/Terminsteuerung/--kontrolle-kontrollekontrollekontrolle

- ZusammenwirkenZusammenwirkenZusammenwirkenZusammenwirken vonvonvonvon FertigungsplanungFertigungsplanungFertigungsplanungFertigungsplanung undundundund FertigungsFertigungsFertigungsFertigungssteuerungsteuerungsteuerungsteuerung

Beginnt mit der Zeitermittlung (Ausgabe von ZeitdatenZeitdaten)ZeitdatenZeitdaten

Zeitdaten laufen in die FristenplanungFristenplanungFristenplanungFristenplanung ein und es wird ein FristenplanFristenplanFristenplanFristenplan erstellt

Fristenplan wird für die TermiTerminplanungTermiTerminplanungnplanungnplanung genutzt um einen TerminplanTerminplanTerminplanTerminplan zu

erstellen Terminplan wird bei der TerminsteuerungTerminsteuerungTerminsteuerungTerminsteuerung zum SollSoll-SollSoll--Ist-IstIst-Ist--Vergleich-VergleichVergleichVergleich benutzt

5.1.25.1.25.1.25.1.2 VerwendungVerwendungVerwendungVerwendung vonvonvonvon ZeitdatenZeitdatenZeitdatenZeitdaten

- Verwendungszwecke Planung: Arbeitspläne, Produktionsplanung, Personalbedarfsplanung Arbeitsgestaltung: Arbeitsmethode, Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsablauf Steuerung: Maschinenbelegung, Arbeitsverteilung, Soll-Ist-Vergleich Entgelddifferenzierung: anforderungsabhängig, leistungsabhängig Kostenrechnung: Vorkalkulation, Nachkalkulation, Kostenvergleich, Investitionsrechnung

- Anforderungen an die Daten

Reproduzierbarkeit der Daten ist notwendig damit Ist- und Soll-Zustände überprüft werden können. Arbeitsablauf und Arbeitsbedingungen müssen bekannt und beschrieben sein. Die erfassten Daten müssen statistische Anforderungen erfüllen.

5.1.35.1.35.1.35.1.3 VorgabezeitVorgabezeitVorgabezeitVorgabezeit

VorgabezeitVorgabezeitVorgabezeitVorgabezeit - NormalleistungNormalleistungNormalleistungNormalleistung

-

NormalleistungNormalleistungNormalleistungNormalleistung Leistung, die von jedem hinreichend geeigneten Arbeiter bei normaler Übung und Einarbeitung bei normalem Kräfteeinsatz ohne Gesundheitsschädigung auf die Dauer und im Mittel der täglichen Schichtzeit erreicht und erwartet werden kann, wenn er die in der Vorgabe enthaltenen richtigen Verteil- und Erholungszeiten enthält.

5.1.45.1.45.1.45.1.4 AblaufartenAblaufartenAblaufartenAblaufarten

- Ablaufarten für den Menschen

AblaufartenAblaufartenAblaufartenAblaufarten - Ablaufarten für den Menschen - Ablaufarten für Betriebsmittel 24

- Ablaufarten für Betriebsmittel

AblaufartenAblaufartenAblaufartenAblaufarten - Ablaufarten für den Menschen - Ablaufarten für Betriebsmittel 24

5.1.55.1.55.1.55.1.5 ZeitartenZeitartenZeitartenZeitarten

5.1.55.1.55.1.55.1.5 ZeitartenZeitartenZeitartenZeitarten 25
5.1.55.1.55.1.55.1.5 ZeitartenZeitartenZeitartenZeitarten 25
26
26
26

5.1.65.1.65.1.65.1.6 MethodenMethodenMethodenMethoden derderderder ZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlung

ZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlung 5.1.75.1.75.1.75.1.7

5.1.75.1.75.1.75.1.7 RechtlicheRechtlicheRechtlicheRechtliche RahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungen

RechtlicheRechtlicheRechtlicheRechtliche RahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungenRahmenbedingungen 27

5.25.25.25.2 RREFARREFAEFA-EFA--Verfahren-VerfahrenVerfahrenVerfahren

- AblaufAblaufAblaufAblauf desdesdesdes REFAREFA-REFAREFA--Standardprogramms-StandardprogrammsStandardprogrammsStandardprogramms 1.) Festlegung des Verwendungszwecks und Klärung, ob eine Auswertung der Zeitaufnahme zur Bildung von Planzeiten erfolgen soll 2.) Einhaltung bestimmter Vorschriften vor der Durchführung der Zeitaufnahme 3.) bis 5.) Auswählen des Zeitmessverfahrens, Zeitmessgerätes und Zeitaufnahmebogens 6.) bis 8.) Vorbereitung des Zeitaufnahmebogens 9.) Messen mehrerer Zeiten je Ablaufschnitt und Beurteilung der Leistungsgrade. 10.) Auswertung der erfassten Ist-Zeiten

- Zeitstudie: Beschreibung des Arbeitssystems, insbesondere …

des Arbeitsverfahrens,

der Arbeitsmethode und

der Arbeitsbedingungen.

- Datenermittlung: Erfassung der …

Bezugsmengen Einflussgrößen

Leistungsgrade und

Ist-Zeiten.

- EinzelzeitmessungEinzelzeitmessungEinzelzeitmessungEinzelzeitmessung Jeder Ablaufabschnitt wird gesondert gemessen. Zeitmessgerät wird nach jeder Ablesung gestoppt und in die Ausgangsstellung zurückgeführt.

Gemessene Einzelzeit

t

j

ist die Dauer eines Ablaufabschnittes.

Vorteile

Keine Errechnung der Einzelzeit

Vermeidung von Fehlern bei der Errechnung der Einzelzeit

Kleinere Zahlenwerte bei Eintragung auf Zeitaufnahmebogen

Streuung der Messwerte sofort erkennbar

Nachteile

Möglichkeit der Beeinfluss des Leistungsgradurteils

Zeitverzögerung durch mechanische Schaltung des Zeitmessgerät

Höhere Kosten der Zeitmessgeräte

Gesamtzeitmessung der Zeitaufnahmedauer erforderlich

- FortschrittszeitmessungFortschrittszeitmessungFortschrittszeitmessungFortschrittszeitmessung

Zeitmessgerät wird zu Beginn der Zeitaufnahme gestartet und läuft während der gesamten Aufnahme. Am Endmesspunkt wird die Fortschrittszeit abgelesen.

Aus Fortschrittszeiten werden die Einzelzeiten

Vorteile

t

j

berechnet.

Lückenlose Zeitmessung

Ablesefehler wird bei folgenden Zeitablesungen ausgeglichen

Keine Einzelzeit geht verloren

Keine Beeinflussung beim Beurteilen des Leistungsgrades Nachteile

Einzelzeiten müssen errechnet werden

Größere Konzentration des Beobachters bei kurzen Abläufen

- Zeitmessgeräte Selbstaufschreibung durch den arbeitenden Menschen oder das Betriebsmittel Fremdaufschreibung durch einen Beobachter

Betätigung und Registrierung durch Beobachter Stoppuhren

Betätigen durch Beobachter; selbstständiges Registrieren Elektronische Zeiterfassungssysteme (tragbarer PC; mobiles Aufnahmebrett; mobiles Einhandsystem)

- Zeitaufnahmebogen Ablaufabschnitte mit definierten Anfangs und Endpunkten Messpunkt

Der Messpunkt bei Zeitaufnahmen ist stets das Endereignis eines Ablaufabschnittes Gliederung in

Arbeitsgangebene

Ablaufabschnittsebene

Einzelzeitmessung nach jedem Ablaufabschnitt

Fortschrittszeitmessung zu Beginn und am Ende eines Arbeitsganges (Kumulierte Zeit)

5.2.25.2.25.2.25.2.2 LeistungsgradbeurteilungLeistungsgradbeurteilungLeistungsgradbeurteilungLeistungsgradbeurteilung

- Voraussetzungen zur Leistungsgradbeurteilung Erkennbare

- Voraussetzungen zur Leistungsgradbeurteilung Erkennbare Bewegungsausführung Von Mitarbeiter beeinflussbare Bewegungsabläufe Gliederung des Ablaufes Fähigkeit der Arbeitsperson Einhalten der Arbeitsmethode Sicherheit im Leistungsgrad beurteilen

- Erscheinungsbild des Leistungsgrades Intensität

Wird durch die Bewegungsgeschwindigkeit und die körperliche Anstrengung während der Bewegungsausführung ausgedrückt

Intensitätsbetonte Bewegungselemente

Wirksamkeit

Äußert sich in der Güte der Arbeitsweise des Arbeitenden

Bewertung nach: wie geläufig, zügig, harmonisch, sicher, ruhig, zielsicher und locker gearbeitet wird

5.2.35.2.35.2.35.2.3 AuswertungAuswertungAuswertungAuswertung derderderder ZeitaufnahmeZeitaufnahmeZeitaufnahmeZeitaufnahme

AuswertungAuswertungAuswertungAuswertung derderderder ZeitaufnahmeZeitaufnahmeZeitaufnahmeZeitaufnahme 31

5.35.35.35.3 MultimomentaufnahmeMultimomentaufnahmeMultimomentaufnahmeMultimomentaufnahme

- Definition Multimomentaufnahme Erfassung der Häufigkeit zuvor festgelegter Ablaufarten an einem oder mehreren gleichartigen Arbeitssystemen mit Hilfe stichprobenartig durchgeführter Kurzzeitbeobachtungen.

- Vergleich Zeitaufnahme und Multimomentaufnahme

Zeitaufnahme

1. Gliedern des zu untersuchenden Ablaufes in aufeinanderfolgenden Ablaufabschnitten

2. Messen der Zeiten für die einzelnen Ablaufabschnitte

Vorteil: Neben Anteil des Vorkommens der Ablaufarten bezogen auf die

Schicht, Erfassung der zeitlichen Lage im Verlauf der Schicht und ihrer einzelnen und mittleren Dauer Multimomentaufnahme

1. Gliedern des zu untersuchenden Ablaufes in Ablaufarten

2. Stichprobenmäßiges Erfassen der vorliegenden Ablaufarten zum Zeitpunkt der Beobachtung

Vorteil: Wirtschaftlicher als Zeitaufnahme

- Verfahren der Multimomentaufnahme

Multimoment-Einzelaufnahmen

Einzelaufschreibungen (Notierung und Auswertung der Ablaufart jeder beobachteten Arbeitsperson) Multimoment-Gruppenaufnahmen

Zusammengefasste Aufschreibungen (Summarische Erfassung aller beobachteten Arbeitspersonen

- Vorgehensweise bei der Multimomentaufnahme

1. ZielZielZielZiel festlegen

z.B. Ermittlung betrieblicher Kennzahlen (Auslastungsgrad, Arbeitskräftebedarf)

Auswahl der Arbeitssysteme und Festlegung der zu beobachtenden Menschen und Betriebsmittel

2. AblaufartenAblaufartenAblaufartenAblaufarten festlegen und beschreiben

Festlegung, welche Ablaufarten bei den beobachteten Systemelementen unterschieden werden sollen (z.B. Haupt- und Nebennutzung)

3. RundgangsplanRundgangsplanRundgangsplanRundgangsplan festlegen

skizzenmäßige Darstellung der Beobachtungszeitpunkte und Beobachtungsfolgen

kann im order entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgen

Beobachtungsstandpunkt

Beobachtungsfolge

4. Erforderlichen BeobachtungsumfangBeobachtungsumfangBeobachtungsumfangBeobachtungsumfang n’ festlegen

Festlegung der Anzahl der durchzuführenden Rundgänge bzw. Beobachtungen mittels Leitertafel

Abhängig von der geforderten Genauigkeit der Ergebnisse und damit vom Vertrauensbereich

Vermutlich erforderliche Zahl der Beobachtung n` hängt – bei gegebener Aussagewahrscheinlichkeit – von der gewünschten Genauigkeit f`und dem Anteilswert p der einzelnen Ablaufarten ab.

n = tatsächlich erhobene Zahl von Beobachtungen

f = tatsächlich erzielte absolute Vertrauensbereich

Je kleiner der Anteil einer interessierenden Ablaufart am Gesamtablauf ist, desto höher wird die Anzahl der erforderlichen Beobachtungen. Daher wird n` für die Ablaufart mit vordringlichem Interesse ermittelt.

f` dann n` bei p = const., daher Abwägung Nutzen der höheren Genauigkeit gegen steigender Aufwand

Zahl der erforderlichen Rundgänge ergibt sich aus der absoluten Zahl der notwendigen Beobachtungen n und aus der Menge der je Rundgang möglichen Beobachtungen.

Je mehr Beobachtungen je Rundgang, desto weniger Rundgänge erforderlich

5.

RundgangszeitpunkteRundgangszeitpunkteRundgangszeitpunkteRundgangszeitpunkte bestimmten

Festlegungen der Zeitpunkte für jeden Rundgang erfolgt zufällig zur Erfüllung statistischer Bedingungen und Vorbeugung der Manipulation durch den Beobachter

6.

n BeobachtungenBeobachtungenBeobachtungenBeobachtungen durchführen

Beobachter notiert Ablaufart, die er im Moment des Vorbeigehens am zu beobachtenden Systemelement feststellt

7.7.7.7.

ZwischenauswertungZwischenauswertungZwischenauswertungZwischenauswertung

Prüfung, ob die im 4. Schritt geschätzte Zahl der erforderlichen Beobachtung n’ zutreffend sein wird oder ob ein wesentlicher Schätzfehler vorlag

1. Gesamtzahl der Beobachtungen jeder interessierenden Ablaufart ermitteln

2. Anteil p der Beobachtungen jeder interessierenden Ablaufart ermittelt

3. In der Leitertafel den tatsächlichen Vertrauensbereich der interessierenden Ablaufart bestimmen und falls f > f’ ausfällt, die korrigierte Zahl der notwendigen Beobachtungen n’ ermitteln

Vertrauensbereich:

f

=

1,96

×

p × (100% − p n
p
×
(100%
p
n

IstIstIstIst derderderder erzielteerzielteerzielteerzielte VertrauensbereichVertrauensbereichVertrauensbereichVertrauensbereich ffff kleinerkleinerkleinerkleiner alsalsalsals dededederrrr erforderlicheerforderlicheerforderlicheerforderliche f’?f’?f’?f’?

Vertrauensbereich gibt Aussage über die „Güte“ der ermittelten Daten, je kleiner f’, desto höher die „Güte“ und enger der Vertrauensbereich und desto mehr Beobachtungen sind durchzuführen

Nein Erforderlichen Beobachtungsumfang n’ berechnen und weitere Beobachtungen durchführen

8.8.8.8.

EndauswertungEndauswertungEndauswertungEndauswertung

1. Gesamtzahl x der Beobachtungen jeder Ablaufart p ermitteln

2. Anteil p der Beobachtungen jeder Ablaufart ermitteln

3. Feststellung des erzielten absoluten Vertrauensbereiches f mittels Leitertafel

4. Zusammenfassung der Ergebnisse auf dem MM1-Bogen in Form eines Ablaufartenprofils

5. Aufbau von Kontrollkarten für den Nachweis des enger werdenden Vertrauensbereiches des Anteilwertes jeder Ablaufart

6. Entscheidung über die Brauchbarkeit der Multimomentaufnahme

- Vorteile Multimomentaufnahme Keine Messgeräte erforderlich Während der Zeitstudie nur zeitweise Bindung des Durchführenden an den beobachtbaren Arbeitsplatz Zeitlicher Aufwand geringer als bei vergleichbaren Zeitaufnahmen mit der Stoppuhr Beobachtung beliebig vieler Arbeitsplätze Unterbrechung der Aufnahme möglich Repräsentatives Abbild des durchschnittlichen Ist-Zustandes Schnelle Auswertung

- Nachteile Multimomentaufnahme Richtigkeit der Notierungen kann aufgrund der einmaligen Beobachtungen nicht überprüft werden Keine Auskünfte über Leistungsgrade Nur bedingte Auskünfte über Gestaltung des Arbeitsplatzes und Arbeitsvorgangs Keine Aussage über Ablaufarten möglich, die weniger als 1% aller Notierungen ausmachen Manipulationen können schwer nachgewiesen werden Ursachenfeststellung bei störungsbedingten Unterbrechungen schwierig Abwesenheitsgründe des Menschen vom Arbeitsplatz können nicht untersucht werden

5.45.45.45.4 SystemeSystemeSystemeSysteme vorbestimmtervorbestimmtervorbestimmtervorbestimmter ZeitenZeitenZeitenZeiten

- Definition Systeme vorbestimmter Zeiten Verfahren, mit denen Soll-Zeiten für das Ausführen solcher Vorgangselemente bestimmt werden können, die vom Menschen voll beeinflussbar sind. Aus der Anwendung der Systeme vorbestimmter Zeiten ergeben sich wesentliche Hinweise für die Gestaltung von Arbeitsmethoden

- Prämissen Systeme vorbestimmter Zeiten

Handarbeit besteht aus verschiedenen erkennbaren Grundbewegungen. Grundbewegungen besitzen jeweils konstanten Zeitwert und Leistungshöhe. Zeitwerte sind für alle Grundbewegungen exakt gemessen worden und in Katalogen festgehalten.

- MethodsMethodsMethodsMethods TimeTimeTimeTime MeasurementMeasurementMeasurementMeasurement (MTM) und WorkWorkWorkWork FaFactorFaFactorctorctor Verfahren (WF)

Bestimmung von Soll-Zeiten Gliederung in Grundbewegungen mit fester Zeitdauer und Leistungsgrad Zeitdauer bereits exakt bestimmt Keine Berücksichtigung von geistigen Arbeitsvorgängen Nur manuelle Tätigkeiten Ermöglicht die Planung von Arbeitszeiten und Arbeitsplätzen

5.4.25.4.25.4.25.4.2 MethodsMethods-MethodsMethods--Time-TimeTime-Time--Measurement-MeasurementMeasurementMeasurement (MTM)(MTM)(MTM)(MTM)

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition MTMMTMMTMMTM Verfahren, um Bewegungsabläufe in Grundbewegungen zu gliedern. Jeder Grundbewegung sind Normzeitwerte zugeordnet, die in ihrer Höhe durch die erfassten Einflussgrößen (vor-)bestimmt sind.

Nur für manuelle Tätigkeiten

Auf die Methode bezogene Zeit

Acht Grundbewegungen

Berücksichtigung aller Einflüsse

- MTM-Anwendung GestaltungGestaltungGestaltungGestaltung vonvonvonvon ArbeitsmethodenArbeitsmethodenArbeitsmethodenArbeitsmethoden undundundund ErzeugnissenErzeugnissenErzeugnissenErzeugnissen

Arbeitsmethodenplanung

Arbeitsmethodenverbesserung

 

Richtlinienerstellung für Arbeitsmittelgestaltung, Werkzeug- und

Planzeitbildung insbesondere mit MTM-Standard-Daten

Vorrichtungsgestaltung, Materialflussgestaltung, Erzeugnisgestaltung ZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlungZeitermittlung

Vorgabezeitbestimmung für leistungsabhängige Entlohnung

Vorkalkulation

ArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisungArbeitsunterweisung

Methodenbeschreibung als Unterweisungsunterlage

- Vorgehensweise 1.1.1.1. BewegungsanalyseBewegungsanalyseBewegungsanalyseBewegungsanalyse

Zerlegung des Bewegungsablaufes in Bewegungselemente

Hinlangen R

Greifen G

Bringen M

Fügen P

Loslassen RL

Drücken

Trennen

Drehen

 

2.2.2.2. ZeitanalysZeitanalyseZeitanalysZeitanalyseee

3.3.3.3. KodierungKodierungKodierungKodierung

4.4.4.4. EntnehmenEntnehmenEntnehmenEntnehmen

5.5.5.5. AdditionAdditionAdditionAddition

Bestimmung der Bewegungszeit jedes einzelnen Bewegungselementes unter Berücksichtigung der beeinflussenden Größen, wie z.B. Bewegungslänge, bewegtes Gewicht, Zielgenauigkeit

Kodierung des Bewegungselementes und der dazugehörigen Einflussgrößen Bewegungslänge Bewegungsfall (Kontrollaufwand)

Entnehmen der Elementarbewegungszeit aus Tabellen

5.4.35.4.35.4.35.4.3 WorkWorkWorkWork FactorFactorFactorFactor VerfahrenVerfahrenVerfahrenVerfahren

Addition der Elementarzeiten zu der gesuchten Grundbewegungszeit

- DefinitionDefinitionDefinitionDefinition WorkWorkWorkWork FactorFactorFactorFactor VerfahrenVerfahrenVerfahrenVerfahren

Verfahren, um Bewegungsabläufe in Grundbewegungen der einzelnen Körperteile zu gliedern. Die Haupteinflussgrößen wie Bewegungsbeherrschung oder Gewicht werden mit Merkmalen (Work Factors) bewertet, so dass aus Tabellen die Bewegungszeiten der einzelnen Grundbewegungen entnommen werden können.

- VergleichVergleichVergleichVergleich mitmitmitmit derderderder MTMMTM-MTMMTM--Methode-MethodeMethodeMethode

Ähnlich in Bewegungsablaufanalyse

Unterschiedlich in der Berücksichtigung der Einflussgrößen und der Zeitzuordnung

WF: zahlenmäßige Bestimmung der Einflussgrößen aus den Abmaßen des Arbeitsplatzes, der Arbeitsgegenstände und Vorrichtungen

MTM: neben quantitativ messbaren Einflussgrößen auch qualitativ (zu beurteilende) Einflussgrößen relevant

- HaupteinflussgrößenHaupteinflussgrößenHaupteinflussgrößenHaupteinflussgrößen WFWFWFWF

Zurückgelegter Weg Bewegtes Körperteil

Bewegungsbeherrschung

Sorgfalt/Vorsicht

Zielgerichtetheit

Richtungsänderung

Anforderungen an Bewegungssteuerung

Gewicht/WiderstandVorgehensweise beim Work-Factor-Verfahren

- AnwendungsschritteAnwendungsschritteAnwendungsschritteAnwendungsschritte

1. Abgrenzung des Bewegungsablaufs Beschreibung der technischen Gegebenheiten und Arbeitsbedingungen, die einen Einfluss auf die Ausführung der Arbeit haben

2. Unterteilung des Bewegungsablaufs in Standardelemente mit kurzer Beschreibung der Arbeitselemente

3. Durchführung der Bewegungsanalyse für jedes Element mit Bestimmung der Merkmale und Schwierigkeiten

4. Ermittlung der Bewegungszeiten aus Tabellen

5. Bestimmung der Gesamtzeit für den Arbeitsgang durch Synthese der einzelnen Bewegungszeiten

- WorkWorkWorkWork FactorFactorFactorFactor VerfahrenVerfahrenVerfahrenVerfahren

WF-Grundverfahren

Tiefgehende Aufgliederung der Bewegungen

Geeignet für kurze Arbeitszyklen

Einsatz in Großserien- und Massenfertigung

WF-Schnellverfahren

Vereinfachte Zeittabellen und Regeln

Geeignet zur Ermittlung von Zeitrichtwerten

 

Einsatz für Kostenermittlung in Konstruktion und Fertigung

Vereinfachung des Grundverfahren

 

WF-Kurzverfahren

 

Einsatz in Kleinserien- und Einzelfertigung

- VorteileVorteileVorteileVorteile

 

Detaillierte Festlegung von Arbeitsmethode und Ausführungszeiten schon im

Planungsstadium des Arbeitsplatzes Auskunft über Arbeitsgestaltung

Leistungsgradbeurteilung entfällt

International anerkannt

- NachteileNachteileNachteileNachteile

 

Richtigkeit der Notierungen können aufgrund der einmaligen Beobachtungen

nicht überprüft werden Rechtfertigung des Aufwands bei der Datenermittlung nur bei sehr

kurzzeitigen, sich wiederholenden Tätigkeiten Neue Formen der Arbeitsorganisation basieren auf eine ganzheitliche

Betrachtung der Arbeit Hocharbeitsteilige (tayloristische) Formen der Arbeitsorganisation können den

heutigen Marktanforderungen im Hinblick auf die Flexibilität der Fertigung nicht mehr gerecht werden Beteiligungsorientierte Arbeitsplatzgestaltung wird unmöglich

Keine Berücksichtigung der Beanspruchung

Handlungsregulatorisch nicht akzeptabel

6.16.16.16.1 ArbeitszeitgestaltungArbeitszeitgestaltungArbeitszeitgestaltungArbeitszeitgestaltung

- Gesetzliche Vorgaben und Regelungen ArbeitszeitgesetzArbeitszeitgesetzArbeitszeitgesetzArbeitszeitgesetz Tarifverträge

Tarifvertragsparteien normieren im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben Betriebsvereinbarungen

Betriebsvereinbarung legt die unternehmensspezifischen Arbeitszeiten fest Arbeitsvertrag

Arbeitszeitliche Regelungen müssen in Übereinstimmung mit übergeordneten Vorgaben sein

- Physiologische Grundlagen Indikatoren für Leistungsbereitschaft und Leistungsdisposition

Subjektive Einschätzung

Körper- und Haupttemperatur (frühe Morgenstunden und früher Abend Minimum)

Hormonkonzentration im Blut

Elektrischer Hautwiderstand

Reaktionszeit (frühe Morgenstunden und früher Abend Minimum)

VerlaufVerlaufVerlaufVerlauf derderderder LeistungskurveLeistungskurveLeistungskurveLeistungskurve

Grundrhythmus genetisch festgelegt

Form der Kurve ist individuell relativ konstant

Lage der Kurve ist orientiert am jeweiligen Aufenthaltsort

Lage der Kurve schwankt individuell

Verschiebung um eine Schicht oder einen halben Tag nicht möglich

Statistische Mittelwertkurve

Anstieg auf ein Maximum zwischen 9 und 11 Uhr

Absinken auf ein flaches Minimum in der Mittagszeit

Geringer Anstieg auf ein lokales Maximum in den frühen Abendstunden

Kontinuierliches Absinken bis auf ein absolutes Minimum zwischen 2 und 4 Uhr

Absinken bis auf ein absolutes Minimum zwischen 2 und 4 Uhr

FehlerhäufigkeitFehlerhäufigkeitFehlerhäufigkeitFehlerhäufigkeit überüberüberüber dendendenden TagesverlaufTagesverlaufTagesverlaufTagesverlauf

Starke Übereinstimmung mit der physiologischen Leistungskurve

Schichtwechsel ist in der Kurve kaum bemerkbar, da die eintreffenden Mitarbeiter zu Beginn gleich viele Fehler machen wie die Mitarbeiter die gerade ihre Schicht beenden.

Der Menschliche Rhythmus hat einen größeren Einfluss auf die Fehlerhäufigkeit als die Ermüdung

- FlexibilisierungFlexibilisierungFlexibilisierungFlexibilisierung vonvonvonvon ArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeit

Öffnungszeiten von Kindergarten, Schulen, etc. Arbeitszeitwünsche der Mitarbeiter

Geblockte Freizeit

Zeitsouveränität

Zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz freier zeitlicher Verfügbarkeit

Ladenöffnungszeiten Neue Technologien

Ausdehnung der Betriebsnutzungsdauer Strukturwandel der Arbeit

Relative Zunahme von Dienstleistungen (Kundenorientierung) Flexibilisierung der Betriebsnutzungsdauer

Anpassung an zeitlich schwankende Nachfrage

Individualisierung und kürzere Lebenszyklen der Produkte

Neue Produktions- und Logistikkonzepte neue Anforderungen an die Zulieferer

Lean Production

Just-in-time

- FlexibleFlexibleFlexibleFlexible ArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeit

Definition

Veränderbarkeit von Dauer, Lage, und Verteilung der Arbeitszeit

Mitarbeiter:

innerhalb eines Betrachtungszeitraums (z.B. Woche, Monat, Jahr, Lebensarbeitzeit) Vorteile

 

Motivation durch freie Arbeitszeiteinteilung

 

Unternehmen:

 

Schnelle Reaktionszeiten bei schwankendem Nachfrageverhalten

Nachteile

Mitarbeiter:

Langfristige Planbarkeit der Mitarbeiterfreizeit eingeschränkt

Unternehmen:

- StarreStarreStarreStarre ArbeiArbeitszeitArbeiArbeitszeittszeittszeit

Fehlende Übersicht über Personalverfügbarkeit

Definition

Periodische Wiederholung von Arbeits- und Freizeitblöcken mit jeweils

Mitarbeiter:

gleicher Dauer und Lage innerhalb eines Betrachtungszeitraums (z.B. Woche, Monat, Jahr) Vorteile

 

Langfristige Planbarkeit der Freizeit

 

Unternehmen:

 

Geringer Aufwand in der Planung der Personalverfügbarkeit

Nachteile

Mitarbeiter:

Unternehmen:

Keine Zeitabstimmung mit individuellen Bedürfnissen

6.36.36.36.3 ArbeitszeitmodelleArbeitszeitmodelleArbeitszeitmodelleArbeitszeitmodelle

- GleitzeitGleitzeitGleitzeitGleitzeit

Kapazitätsanpassung bei unvorhersehbaren Schwankungen nur eingeschränkt möglich

Freie Wahl von Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit im Rahmen

bestimmter Bandbreiten z.B. Verwaltung in Unternehmen

EinfacheEinfacheEinfacheEinfache GleitzeitGleitzeitGleitzeitGleitzeit

Variabilität der Anfangs- und Endzeitpunkte der Arbeitszeiteinteilung

Grenzwerte bzw. Rahmendaten beschränken die Variationsmöglichkeiten

Anwesenheitspflicht zur Kernarbeitszeit

QualifizierteQualifizierteQualifizierteQualifizierte GleitzeitGleitzeitGleitzeitGleitzeit

Breite der Kernarbeitszeit ist auf ein Minimum reduziert bzw. ganz abgeschafft

Freie Einteilung der Arbeitstaglänge seitens des Mitarbeiters

Vorteil

Größere persönliche Freiheit

Verbesserte Verkehrsverhältnisse

Keine Eile am Morgen

Gestiegene Verantwortung und Selbstständigkeit

Bessere Anpassung an Arbeitsanfall

- TeilzeitarbeitTeilzeitarbeitTeilzeitarbeitTeilzeitarbeit

Geringere als die tariflich festgelegt Arbeitszeit

z.B. Einzelhandel

GleichmäßigeGleichmäßigeGleichmäßigeGleichmäßige VerteilungVerteilungVerteilungVerteilung derderderder ArbArbeitszeitArbArbeitszeiteitszeiteitszeit

Halbtagsarbeit die starr gekoppelt ist

UngleichmäßigeUngleichmäßigeUngleichmäßigeUngleichmäßige VerteilungVerteilungVerteilungVerteilung derderderder ArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeit

Verteilung auf einzelne Tage oder Wochen

LängerfristigeLängerfristigeLängerfristigeLängerfristige PlanungPlanungPlanungPlanung desdesdesdes VolumensVolumensVolumensVolumens undundundund derderderder VerteilVerteilVerteilVerteilungungungung

Verteilung auf Monate, Halbjahre oder Jahre

Arbeitgebervorteil der bedarfsgerechten Personaleinsatzplanung SchichtsystemSchichtsystemSchichtsystemSchichtsystem

Kombination von Teilzeitschicht und Vollzeitschicht

ArbeitsplatzteilungArbeitsplatzteilungArbeitsplatzteilungArbeitsplatzteilung (Job(Job-(Job(Job--Sharing)-Sharing)Sharing)Sharing)

Durch Absprache ergibt sich ein Dispositionsspielraum

- JobJob-JobJob--Sharing-SharingSharingSharing

Zwei oder mehr Mitarbeiter teilen sich innerhalb einer vorgegebenen

Gesamtarbeitszeit ihre Arbeitszeit selbst ein Merkmale

Zwei oder mehrere Arbeitnehmer teilen sich einen Arbeitsplatz und Arbeitszeit

Jeder Job-Sharer hat Anspruch auf seinen Anteil der tariflichen Vergütung

Alle Job-Sharer müssen beim Arbeitgeber unter Vertrag stehen

Freie Regulierung von Arbeitszeiten unter den beiden Beteiligten unter der Beachtung gesetzlicher Regelungen Voraussetzungen

Erfordert Einrichtung von Arbeitszeitkonten

Vergleichbare bzw. ergänzende Qualifikationen der Arbeitsplatzteiler Unternehmensvorteile

Rekrutierung von hochqualifizierten Arbeitern, die aus bestimmten Gründen nicht Vollzeit arbeiten können

Langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen Unternehmensnachteile

Höhere Personalkosten und Aufwand

Verlustzeiten durch Übergaben z.B. IT-Branche

- KapazitätsorientierteKapazitätsorientierteKapazitätsorientierteKapazitätsorientierte variablevariablevariablevariable ArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeitArbeitszeit (KAPOVAZ(KAPOVAZ(KAPOVAZ(KAPOVAZ))))

Die monatliche Normalarbeitszeit ist nach Arbeitsanfall variabel, kurzfristige

Verteilung der Arbeitszeit normalerweise durch den Arbeitgeber z.B. freie Dienstnehmer, Honorarkräfte

Merkmale

Beschäftigt muss abrufbereit sein, wenn im Unternehmen Arbeit anfällt

Arbeitszeit wird dem tatsächlichen Arbeitsanfall flexibel angepasst

Arbeitsvertrag beinhaltet feste tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit Gestaltungshinweise

Bemühen um ergonomische Bedingungen

Gerechte Aufteilung unter den Mitarbeitern

Kritik

Greift tief in die Freizeit und das soziale Leben ein

Bereitschaftsdienst wird nicht als Arbeitszeit angerechnet

- VertrauensarbeitszeitVertrauensarbeitszeitVertrauensarbeitszeitVertrauensarbeitszeit

Flexibles, ergebnisorientiertes Arbeitszeitmodell mit stark ausgeprägter

Eigenverantwortung und Selbstregulation der Beschäftigten z.B. Projektplanung in der Industrie

Merkmale

In einer Zielvereinbarung werden Ziele in Verbindung mit Zeitfenstern festgelegt

Hohes Maß an Eigenverantwortung

Arbeitszeit wird eigenverantwortlich geregelt

Kommt es zur Überlastung müssen Lösungen mit der Führungskraft

Bedarfsgerechte Arbeitszeitflexibilität

gefunden Unternehmensziele

Einsparung von Verwaltungsaufwand

Senkung von Personalkosten/Überstunden

Vertrauenskultur stärken/Motivation erhöhen

Mitarbeiterziele

Mehr Zeitautonomie

Wegfall von Anwesenheitspflicht

Mehr Eigenverantwortung

Größere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Kritikpunkte

Verlust an Rücksicht und Solidarität durch Arbeiter

Leistungsdruck kann zur Überlastung führen Regulierung

Angemessene Personalplanung (Vermeidung von Belastung und Mehrarbeit)

Einvernehmlichkeit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Arbeitsschutzbeauftragten/Betriebsarzt in die Zeitplanung mit einspannen

Schulungen für Zeitmanagement und Arbeitsorganisation

Teamregelung für Arbeitsüberlastung

- LebensarbeitszeitLebensarbeitszeitLebensarbeitszeitLebensarbeitszeit Umfassendes Modell, welches alle anderen Arbeitszeitmodelle beinhaltet Karrieremodelle

Flexible Lebensarbeitszeit eröffnet neue Möglichkeiten der Karrierezusammensetzung

Karriere eines Mitarbeiters ist nicht vollständig planbar

Verantwortungsbewussterer Umgang mit der Karriere seitens der Arbeitnehmer

Mehr Bewegungsfreiheit seitens des Unternehmens

Information über Chancen und Unterstützung für Mobilität

z.B. Berücksichtigung verlängerter Lebensarbeitszeit (Rente mit 67) Lebensarbeitszeit ist der Zeitabschnitt in dem gegen Entgelt vom Berufseinstieg bis zum Ruhestand gearbeitet wird Über das gesamte Arbeitsleben wird die Arbeitszeit in Blöcken verteilt Einführung von Lebensarbeitszeitkonten Mehr Leistung in früheren Jahren und dann Pausen für Elternzeit oder Weiterbildung möglich Geringere Arbeitszeit im hohen Alter Möglichkeit, selbstständig seine Karriere zu planen Arbeitgeber muss Blockfreizeiten und Sabbaticals offen gegenüber stehen

- Schichtarbeit

Gegenüber der normalen Tagesarbeitzeit versetzte Arbeitszeit, um die Betriebszeiten über 8 Stunden hinaus zu erhöhen, zum Teil auf 24 Stunden täglich z.B. Montage in der Automobilindustrie

- Sabbatical (Langzeiturlaub)

Sonderurlaub für mehrere Monate, z.B. zur Weiterbildung z.B. Große Industrieunternehmen

- Saisonarbeit

Fixierung der Arbeitszeiten auf bestimmte Monate (Jahreszeiten z.B. Spargelstecher, Gastronomie

- Arbeitszeit à la carte Von der Normalarbeitszeit abweichende Verteilung der täglichen Arbeitszeit,

z.B. 4x10 Stunden pro Woche oder 4x9 Stunden + 1x4 Stunden pro Woche z.B. Einzelhandel

SchichtplangestaltungSchichtplangestaltungSchichtplangestaltungSchichtplangestaltung

-

Schichtplangestaltung Schichtmodellgestaltung

Anzahl der hintereinander abzuleistenden Nachtschichten sollte möglichst gering sein (maximal 4; besser kleiner 3)

Besser kurz als lang rotierendes Schichtsystem

Besser vorwärtsorientierende Wechsel (Früh Spät Nacht)

 

Übergang von 3- auf 4- auf 5-Schichtsystem

Nach Nachtschicht möglichst eine längere Ruhepause (mehr als 24

Ruhephasen und Freizeit

Stunden)

Geblockte Freizeit am Wochenende

Frühschicht nicht zu frühe beginnen (nicht vor 6 Uhr, besser ab 7 Uhr) Leistungsanforderungen

Schichtlänge muss mit der Arbeitsbelastung und Arbeitstätigkeit im Zusammenhang stehen

Rücknahme der Leistungsanforderungen in der Nacht Planungssicherheit

Schichtpläne sollten vorhersehbar und überschaubar sein

Kurzfristige Schichtplanänderung durch Arbeitgeber vermeiden Unterstützende Maßnahmen

Zusätzliche betriebsärztliche Maßnahmen

Speisen und Getränke bereitstellen

-

Anforderungen an den Schichtbetrieb Unternehmen

 

Vollkontinuierliche Betrieb (168 Stunden pro Woche)

Längere freie Wochenenden

Mitarbeiterwünsche

Mindestens ein freier Abend in jeder Werktagswoche

Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen

Max. 3 hintereinander liegende Früh-, Spät- oder Nachtschichten

Vorwärtsrotation

7.17.17.17.1 LeistungLeistungLeistungLeistung undundundund EntgeltEntgeltEntgeltEntgelt

- Leistungsbegriff Allgemeines Leistungsverständnis eines Unternehmens

Anstrengung führt zu Ergebnis führt zu Markterfolg

 

Die Entgeltform entspricht dem Betrachtungsbereich:

 

Leistungsorientierte Entlohnung

Erfolgs- und ergebnisorientierte Entlohnung

 

Abhängig von den Betrachtungsebene des Leistungsverständnisses richtet

 

sich das Entgelt nach

Einsatz von Arbeitskraft und Zeit

Betriebswirtschaftlich verwendbares Ergebnis

Erfolgreich verwertetes Ergebnis

 

Als Bewertungskriterien können beispielsweise jeweils die folgenden Faktoren

 

dienen

Arbeitssorgfalt, Flexibilität, Arbeitseinsatz, Teamverhalten

Produktivität, Kosteneinsparung, Lieferzeiten

Umsatz, Gewinn

 

Je nach Betrachtungsbereich liegen unterschiedliche Leistungsbegriff

zugrunde FunktionalerFunktionalerFunktionalerFunktionaler LeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriff

„Leistung wird als Erreichen bzw. Überbieten von vorgegebenen oder ausgehandelten Sollwerten verstanden, während die konkrete Art und Weise der Leistungserstellung unberücksichtigt bleibt.“ FinalerFinalerFinalerFinaler LeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriffLeistungsbegriff

 

„Leistung ist, was der Markt, als solche anerkennt, also das marktbewertete Ergebnis des betrieblichen Arbeitsprozesses, weshalb wir dies als Finalisierung des Leistungsbegriffs bezeichnen.“

- Entgelt

 

Definition Entgelt

Gesamtheit aller monetären und nichtmonetären Leistungen, die ein Arbeitnehmer dafür erhält, dass er seine Arbeitskraft unter vertraglichen bzw. gesetzlich geregelten Bedingungen zur Verfügung stellt. Formen des Arbeitsentgelts

LohnLohnLohnLohn fürfürfürfür GewerblicheGewerblicheGewerblicheGewerbliche (Lohngruppen)(Lohngruppen)(Lohngruppen)(Lohngruppen)

ZeitlohnZeitlohnZeitlohnZeitlohn

Stundenlohn

Monatslohn

LeistungslohnLeistungslohnLeistungslohnLeistungslohn

Akkordlohn

Prämienlohn

Pensumlohn Festlohn, bei dem für einen begrenzten Zeitraum (z.B. Tag) sowohl ein Arbeitspensum als auch ein fester Lohn vereinbart wird

Investivlohn Teile des Arbeitsentgelts werden als Beteiligung an Investitionen des Unternehmens in Form von Gesellschaftsanteilen ausbezahlt, z.B. Aktien

GehaltGehaltGehaltGehalt fürfürfürfür AngestellteAngestellteAngestellteAngestellte (Gehaltsgruppen)(Gehaltsgruppen)(Gehaltsgruppen)(Gehaltsgruppen)

BezügeBezügeBezügeBezüge fürfürfürfür BeamteBeamteBeamteBeamte (Besoldungsgruppen)(Besoldungsgruppen)(Besoldungsgruppen)(Besoldungsgruppen)

HonorarHonorarHonorarHonorar fürfürfürfür KKünstlerKKünstlerünstlerünstler Zusammensetzung des Arbeitsentgelts

ZulagenZulagenZulagenZulagen (5%)

Ergeben sich aus gesetzlichen, tariflichen und einzelvertraglichen Regelungen z.B. für Nachtarbeit

LeistungsabhängigerLeistungsabhängigerLeistungsabhängigerLeistungsabhängiger AnteilAnteilAnteilAnteil (20%)

• LeistungsabhängigerLeistungsabhängigerLeistungsabhängigerLeistungsabhängiger AnteilAnteilAnteilAnteil (20%)

Feinregulierung Ergibt sich aus der Leistungsbewertung, steigt in der Regel mit der Lohngruppe Akkord beim Akkordlohn Prämie beim Prämienlohn

sich aus der Leistungsbewertung, steigt in der Regel mit der Lohngruppe Akkord beim Akkordlohn Prämie beim
sich aus der Leistungsbewertung, steigt in der Regel mit der Lohngruppe Akkord beim Akkordlohn Prämie beim

AnforderungsabhängigerAnforderungsabhängigerAnforderungsabhängigerAnforderungsabhängiger AnteilAnteilAnteilAnteil (75%)

Grobregulierung

Ergibt sich aus der Arbeitsbewertung

Lohn beim Zeitlohn

Grundlohn beim Akkordlohn

Basislohn beim Prämienlohn

- Entgeltrahmenabkommen Entgeltrahmenvertrag hebt die Trennung von Lohn und Gehalt auf Arbeiter und Angestellte werden in ERA eingruppiert, sodass die Entgelte in direktem Zusammenhang stehen Bei Neueinführung des Entgeltrahmenvertrags im Betrieb müssen alle Mitarbeiter neu in eine Entgeltgruppe eingestuft werden. Arbeitgeber macht einen Vorschlag und teilt diesen dem Betriebsrat und den Mitarbeitern mit.

- Zeitlohn

werden. Arbeitgeber macht einen Vorschlag und teilt diesen dem Betriebsrat und den Mitarbeitern mit. - Zeitlohn

- Akkordlohn

- Akkordlohn - Prämienlohn 46

- Prämienlohn

- Akkordlohn - Prämienlohn 46

- Akkord- und Prämienlohnlinien

- Akkord- und Prämienlohnlinien 47

7.3.57.3.57.3.57.3.5 BedürfnispyramideBedürfnispyramideBedürfnispyramideBedürfnispyramide nacnachnacnachhh MaslowMaslowMaslowMaslow

nacnachnacnachhh MaslowMaslowMaslowMaslow 7.3.67.3.67.3.67.3.6 TheorieTheorieTheorieTheorie

7.3.67.3.67.3.67.3.6 TheorieTheorieTheorieTheorie „Y“„Y“„Y“„Y“ undundundund „Y“„Y“„Y“„Y“ nachnachnachnach McGregorMcGregorMcGregorMcGregor

undundundund „Y“„Y“„Y“„Y“ nachnachnachnach McGregorMcGregorMcGregorMcGregor 48

7.3.77.3.77.3.77.3.7 22-22--Faktorien-FaktorienFaktorien-Faktorien--Theorie-TheorieTheorieTheorie nachnachnachnach HerzbergHerzbergHerzbergHerzberg

nachnachnachnach HerzbergHerzbergHerzbergHerzberg 8.1.68.1.68.1.68.1.6 VierVierVierVier Z o n e n Z o

8.1.68.1.68.1.68.1.6 VierVierVierVier ZonenZonenZonenZonen desdesdesdes GreifraumsGreifraumsGreifraumsGreifraums

d e s d e s GreifraumsGreifraumsGreifraumsGreifraums - Zone 1 = Arbeitszentrum - Zone 2 =

- Zone 1 = Arbeitszentrum

- Zone 2 = Erweitertes Arbeitszentrum

- Zone 3 = Einhandzone

- Zone 4 = Erweiterte Einhandzone

88.288.2.2.2 MenschlicheMenschlicheMenschlicheMenschliche LeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeit

- Definition Leistungsfähigkeit „Bezeichnet die Summe der individuellen Faktoren, die als angeborene Persönlichkeitsmerkmale oder als erworbene Fertigkeiten den Menschen zur Realisierung einer definierten Aufgabe qualifizieren.“

- Physische Leistungsfähigkeit

Alter

Kognitive Systeme Zunahme bis zum 50. Lebensjahr

Wahrnehmungssysteme

Abnahme ab dem 40. Lebensjahr

Biologische Systeme Abnahme ab Mitte des 20. Lebensjahr

Besonders belastende Tätigkeiten Kontinuierliche schwere Arbeit Arbeit unter Zeitdruck Arbeit mit wechselnden Belastungen (Job Rotation) Arbeiter unter ungünstigen Umweltbedingungen Arbeit unter Einwirkungen mehrerer Belastungsfaktoren, komplexe Arbeitsinhalte

Mit dem Alter wachsen Geübtheit für motorische und informatorische Arbeiten Arbeits- oder Berufserfahrung Selbstständigkeit und Fähigkeit zum dispositiven Denken Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein Gesprächs- und Urteilsvermögen Fähigkeiten mit Menschen umzugehen

Mit dem Alter sinken

Muskelkraft und „körperliche Leistungsfähigkeit“

Fähigkeit der Sinnesorgane

Geschwindigkeit bei reaktiver Arbeit

Merkfähigkeit im Kurzzeitgedächtnis

Lernfähigkeit für abstrakte Zusammenhänge

Folgen für den Betrieb Veränderte Schichtplangestaltung Veränderte Einsatzgebiete der Mitarbeiter Einsatz älterer Arbeitnehmer bei planerischen Tätigkeiten Häufige Pausen …

Konstitution Geschlecht

Muskulatur und Kreislauf: Die geschlechtsbedingten Unterschiede sind so groß, dass bei manuellen Tätigkeiten Frauen bei gleicher Belastung im Allgemeinen höher beansprucht werden als Männer.

Finger- und Handgeschicklichkeit: Frauen haben eine nur geringfügig höhere Finger- und Handgeschicklichkeit als Männer. Ein daraus ableitbarer Unterschied der Beanspruchung kann deshalb vernachlässigt werden.

Arbeitsaufgaben und Arbeitsstätten sind im Allgemeinen unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit geplant und eingerichtet.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes müssen die physiologischen Geschlechtsunterschiede (Geschicklichkeit, Muskulatur, Skelett) berücksichtigt werden.

-

Psychologische Leistungsfähigkeit

Mentale Anlagen Bildungsniveau Übung/Training

8.38.38.38.3 KörperlicheKörperlicheKörperlicheKörperliche ArbeitArbeitArbeitArbeit

- Muskelarbeit

Muskelarbeit untergliedert sich häufig in vier überlagernde Formen, die durch

unterschiedliche Beanspruchung gekennzeichnet sind StatischeStatischeStatischeStatische MuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeit

Isometrische Anpassung einer Muskelgruppe gegen eine von außen wirkende Kraft über eine längere Zeit

Gliedmaßen werden nicht bewegt

Die Durchblutung wird bereits bei einer Anspannung von 15% der maximal möglichen Kraft durch den Muskelinnendruck gedrosselt. Dadurch entsteht eine starke Beschränkung der maximal möglichen Arbeitsdauer auf wenige Minuten.

StatischeStatischeStatischeStatische HaltungsarbeitHaltungsarbeitHaltungsarbeitHaltungsarbeit

 

Gliedmaßen dienen zu Fixierung von Gelenk- und

Körperstellung (InnereInnereInnereInnere KraftwirkungKraftwirkung)KraftwirkungKraftwirkung Keine Bewegung von Gliedmaßen, keine Kräfte auf

Werkstück oder Bedienelementen z.B. Oberkörper gebückt halten

StatischeStatischeStatischeStatische HaltearbeitHaltearbeitHaltearbeitHaltearbeit

 

Abgabe von Kräfte nach außen (Äußere Kraftwirkung)

Keine Bewegung von Gliedmaßen, Kräfte auf Werkstück,

Werkzeug, oder Bedienelementen z.B. Arbeiten über Kopf

DynamischeDynamischeDynamischeDynamische MuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeit

Wechselseitige, isotonische Kontraktion und Erschlaffung von paarweise wirkenden Muskeln zur Bewegung von Gliedmaßen

Feingliederung der Muskelbelastungsform nach Größe der benutzten Muskelgruppen

EinseitigEinseitigEinseitigEinseitig dynamiscdynamischedynamiscdynamischehehe MuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeit

dynamiscdynamischedynamiscdynamischehehe MuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeit

Beanspruchung kleiner Muskelgruppen mit relativ hoher Bewegungsfrequenz Maximal mögliche Arbeitsdauer durch Arbeitsfähigkeit des Muskels beschränkt z.B. Drehen einer Kurbel

Bewegungsfrequenz Maximal mögliche Arbeitsdauer durch Arbeitsfähigkeit des Muskels beschränkt z.B. Drehen einer Kurbel

SchwereSchwereSchwereSchwere dynamischedynamischedynamischedynamische MuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeitMuskelarbeit

Beanspruchung von mehr als 1/7 der gesamten

Skelettmuskelmasse Begrenzung durch Leistungsfähigkeit der

Sauerstoffversorgung durch Herz, Kreislauf, Atmung z.B. Schaufelarbeit

- Schädigungen durch Überbelastung bei körperlicher Arbeit Kreislaufschäden durch Überlastung des Herzens Lungenüberdehnung und Lungenriss bei schwerem Heben Mechanische Überreizungen, die zu Nerven- und Sehnenentzündungen führen können Mechanische Schäden am Bewegungsapparat des Menschen Hexenschuss und Ischiasbeschwerden Leisten- und Nabelbrüche Verschleißschäden an den Knochen

- Ermüdung

Definition

„Ermüdung ist die Abnahme der Funktionsfähigkeit eines Organs (Organermüdung) oder des Organismus (Ganzkörper-Ermüdung) durch Beanspruchung. Die Beanspruchung kann durch Erholung wieder rückgängig gemacht werden.“ Ermüdungsformen

Reine Muskelermüdung durch statische oder dynamische Muskelarbeit

Augenermüdung durch Beanspruchung des Sehapparats

Allgemeine körperliche Ermüdung durch physische Beanspruchung

Geistige oder mentale Ermüdung durch geistige Arbeit

Geschicklichkeits- oder nervöse Ermüdung durch einseitige Beanspruchung psychomotorischer Funktionen

Durch Monotonie der Arbeit oder der Umgebung hervorgerufene Ermüdung

Chronische Ermüdung durch die Summation lang andauernder Ermüdungseinflüsse

Die biologische Tag-nacht-Ermüdung, die periodisch auftritt und den Schlaf einleitet

9.19.19.19.1 PhysiologischePhysiologischePhysiologischePhysiologische ArbeitsgestaltungArbeitsgestaltungArbeitsgestaltungArbeitsgestaltung

- Inhalt

- Ziele

Berücksichtigung der physiologischen Funktionen des Menschen unter den besonderen Bedingungen der Arbeit

Effiziente Ausführung der Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung der charakteristischen Grenzen der Belastung und Beanspruchung des Menschen

Vermeidung krankheitsbedingter Ausfälle Erhaltung der individuellen Leistungsentfaltung über die Gesamtdauer des Arbeitslebens

- Zu Berücksichtigende Einflussfaktoren auf den Mensch

Arbeitsablauf

Zeitliche Abfolge verschiedener Tätigkeiten

Raumklima

Arbeitsumgebung

Licht

Arbeitsplatz

Schreibtisch

Maschinenarbeitsplatz

Arbeitsmittel

Werkzeuge

Soft- und Hardware

Arbeitsmethode

Regeln zur Ausführung der Arbeit

- Vorgehensweise Gestaltung der Arbeitsabfolge mit dem Ziel der minimalen Ermüdung

Variation der Pausenanzahl und/oder Länge, lieber mehr kurze Pausen als einige Lange Wahl eines Arbeitsverfahrens mit einem günstigen Wirkungsgrad

Vermeidbaren Energieverlust minimieren

Vermeidung von energetisch ungünstigen Arbeitsformen

Gewichtsentlastende Werkzeugaufhängungen verwenden

- Ermüdung und Pausen Definition Ermüdung

Abnahme der Funktionsfähigkeit eines Organs oder Organismus

Wird durch Beanspruchungen hervorgerufen

Erholungen wirken Ermüdung entgegen Ziel der Pausengestaltung

Ausgleich eingetretener Ermüdungen durch Kompensation der Beanspruchung

Präventive Wirkung gegen durch Beanspruchung hervorgerufene Ermüdung

Verminderung der Gesundheitsbeeinträchtigung durch rasche Erholung

Erhöhung des Wohlbefindens und der Produktivität Pausenarten

Gesetzlich vorgeschriebene Pausen

Betriebspausen

o Arbeitsablaufbedingte Wartezeiten

o

Arbeitsunterbrechungen nach eigenem Ermessen

o

Erholungszeit

o

Kaschierte Pausen

Konzept der „lohnenden Pause“

Der Leistungsverlust durch die Pause ist geringer als die Leistungssteigerung durch die Erholung

Mehrleistung aufgrund von Erholungswirkung

Besser viele kurze Pausen als eine lange Pause

Hängt von der Pauselänge und Pausenhäufigkeit ab

Erholungswert einer Pause folgt einer Exponentialfunktion

Bereits nach relativ kurzer Pausenzeit ist der Arbeiter schon mehr als die Hälfte regeneriert Die Effizienz der Pause nimmt mit der Pausenlänge ab

9.29.29.29.2 VermeidenVermeidenVermeidenVermeiden hoherhoherhoherhoher LastenLastenLastenLasten

- Beanspruchungen

Motorisch-biomechanisch

Statisch

energetisch

- Auswirkungen auf Organsysteme Muskel-Skelett-System Herz und Lungen System Druckerhöhung innerhalb des Bauchraums

- Präventive Maßnahmen Gefährdungsbeurteilung Gestaltung der Arbeitsaufgabe Information und Training der Beschäftigten

- Zusammensetzung der Beanspruchung durch hohe Lasten

Häufigkeit Dauer Gewicht der Last Körperhaltung Trainingszustand/Erfahrung Art der eingesetzten Hilfsmittel

- Besonders betroffene Tätigkeitsfelder

Bergbau

Waldarbeit

Krankenpflege

- Berufskrankheiten durch Handhabung hoher Lasten Pflichten des Arbeitgebers zur Vermeidung von Berufskrankheiten

EU-Richtlinie

Bewertung der Arbeitsbedingungen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz

Präventive Maßnahmen zur Verringerung der Gesundheitsgefährdung

Unterrichtung und Unterweisung der Arbeitnehmer in Bezug auf Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheitsschutz Haben schwerer Lasten

Rücken immer aufrecht halten da so eine besser verteilte und gleichmäßige Flächenpressung auf die Bandscheiben wirkt

Beim Heben in gebeugter Haltung ist die Oberflächenpressung auf den Rand der Bandscheibe doppelt so hoch

Gefahren bei Überbelastung

Bandscheibenschäden (Bandscheibenvorfall) Verformung der Wirbelkörper (bei dauerhaften, hoher, häufige Druckbelastung) Reiße von Muskelfasern oder ganzer Muskelteile (zu starke Zugbeanspruchung)

9.2.29.2.29.2.29.2.2 VerfahrenVerfahrenVerfahrenVerfahren zurzurzurzur BewertungBewertungBewertungBewertung undundundund BeurteilungBeurteilungBeurteilungBeurteilung derderderder LastenhLastenhLastenhLastenhandhabungandhabungandhabungandhabung

- Grob-Screening-Verfahren

Abschätzung an welchen Arbeitsplätzen ein Risiko bzw. Gefährdung vorliegt BGI 504-46/BGB 7011 AWS light

- Screening-Verfahren

 

Detaillierte Analyse der Belastungssituation an einem Arbeitsplatz