Sie sind auf Seite 1von 1

Arianismus

Vertreter: Arius Arius wurde in Libyen geboren und studierte an der theologischen Schule des Lucian in Antiochia - dem heutigen Antakya, wo auch andere Vertreter des Arianismus ausgebildet wurden. Arius Familie war bereits christlich und auch recht wohlhabend. Arius, der im Platonismus bewandert war, studierte wahrscheinlich bei Lukian von Antiochia, der als Priester inAntiochia am Orontes ttig war. Zu Beginn von Kaiser Diokletians Christenverfolgung lebte Arius bereits in Alexandria, wo er von Petros von Alexandria zum Diakon und spter von Bischof Achillas zum Presbyter geweiht wurde. Lehre:

dass der Logos und der Vater nicht gleichen Wesens seien (Wesensgleichheit) dass der Sohn ein Geschpf des Vaters sei dass es eine Zeit gegeben hat, als der Sohn nicht existierte; er habe einen Anfang gehabt (Bestreitung der anfangslosen Gleichewigkeit von Vater und Sohn).

Weiterentwicklung: Etwa 318 kam es zu einem Streit zwischen dem Bischof Alexander von Alexandria (313328) und Arius. Von einem Konzil, das Alexander daraufhin einberief, wurde Arius verurteilt und verbannt. Arius hatte jedoch zahlreiche Anhnger, und der Streit verbreitete sich von Alexandria ber den gesamten Osten, whrend Arius bei Eusebius von Nikomedia Zuflucht fand. Kaiser Konstantin berief fr 325 das erste Konzil von Nica ein. Seit seinem Sieg ber Maxentius 312 tolerierte und privilegierte er das Christentum. Die Lehre des Arius wurde auf dem Konzil schlielich als hretisch verurteilt. Dem Schlusswort Konstantins folgend legten sie fest, dass Vater und Sohn gleichen Wesens seien (homoousios). Arius selbst wurde verbannt, aber bereits 328 wurde die Verbannung durch den Einfluss des Bischofs Eusebius von Nikomedia wieder aufgehoben im selben Jahr, in dem Athanasius Bischof von Alexandria wurde. Besonders im Osten wurde das Nicaenum eher negativ aufgenommen. Die Lehren des Arius wurden abgemildert, und bald schon gewannen die Arianer im Osten die Oberhand. 335 sollte Arius auf kaiserlichen Befehl voll rehabilitiert werden. Er erklrte sich einverstanden, das Ergebnis von Nica zu unterschreiben, das er damals abgelehnt hatte. Bevor er jedoch in Konstantinopel die Kommunion erhalten konnte, starb er sehr pltzlich.