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Sexuelle

Weltrekorde

1. Auflage 1985

Copyright by Carl Stephenson Verlag, D-2390 Flensburg, West-Germany


Bearbeitung: Ralph S. Schneyder
Idee, Bildauswahl und -gestaltung sowie Layout: Horst Dieter Adler
Gesamtherstellung: Clausen & Bosse, Leck/Nordfriesland
KAPITEL 1
Wie funktioniert der Mensch sexuell?

KAPITEL 2
Von Liebesmitteln und Sextechniken bis hin zum Orgasmus

KAPITEL 3
Abartige Sexualität

KAPITEL 4
Sex — gelobt oder verdammt.. ?

KAPITEL 5
Phänomenales aus der Sexologie

KAPITEL 6
Vom Kondom bis zur Kastration

KAPITEL 7
Erotik in der Kunst

KAPITEL 8
Die Sexualität von Pflanzen und Tieren
KAPITEL l
Wie funktioniert der Mensch sexuell?

Der grösste Penis beim Mann ist wie gross

In Lehr- und Unterrichtsbüchern der Sexologie tauchen immer wieder Untersuchungen auf die sich mit
Länge und Stärke des menschlichen Penis befassen. Die hier mitgeteilten Masse unterscheiden sich häufig
von den gewaltigen Abmessungen, wie sie in der Porno-Fiction und im Roman auftauchen. In diesen
Geschichten ist der Liebhaber (der oft genug im Ich-Stil erzählt) immer mit einem gewaltigen und zudem
schier unermüdlichen Lustpfahl bestückt. Darin mag man vielleicht ein Gegengewicht zu mancher
Darstellung in der alten Mythologie erblicken, in der häufig der untaugliche Liebhaber mit einem allzu kleinen
Werkzeug ausgerüstet ist. Auf diese in Jahrtausenden gezüchtete Urangst geht es wahrscheinlich auch
zurück, dass sich so viele Männer darum sorgen, ob sie auch richtig «gebaut» sind. Sie wollen einfach nicht
auf den so häufig von Beratern gespendeten Trost hören, dass es nicht auf die Grösse eines Gliedes
ankommt, sondern darauf, was man damit macht.

Doch ist «Klein, aber fleissig» in vielen Fällen ein allzu schwacher Trost. Wie steht es nun in der
wissenschaftlich oder privat «vermessenen» Wirklichkeit? Wenn Männer selbst ihr eigenes Organ messen,
neigen sie natürlich zu übertriebenen Angaben. In einer bekannten Lebensbeichte gibt eine Frau an, ein ihr
besonders liebgewonnener Penis sei über 18 Zentimeter lang gewesen. Doch werden im gleichen Buch
eines gewissen Walter («Mein geheimes Leben») die durchschnittlichen Penisgrössen mit deutlich unter 18
Zentimetern angegeben.

Ein Mitarbeiter des grossen Forschers Kinsey hat mitgeteilt, dass der längste von ihm vermessene. Penis 25
Zentimeter lang gewesen sei. Diese Länge wurde in einer anderen Untersuchung bestätigt, in der die
Forscher 24 Zentimeter beim längsten Glied in Erektion feststellten. Zu noch grösseren Werten kam man bei
einer alle menschlichen Rassen umfassenden Vergleichsmessung. Diese liegt aber auch schon wieder an
die vierzig Jahre zurück. Dabei wurden mehrere Glieder mit 30 Zentimetern vermessen. Der unbestritten
längste Penis mass sogar 35 Zentimeter. Für diese Abmessungen liegen allerdings keine näheren
Unterlagen vor, so dass sie mit einiger Vorsicht anzusehen sind. Die grössten Glieder, für die
wissenschaftlich fundierte Unterlagen vorhanden sind, scheinen im erigierten Zustand 25 bis 30 Zentimeter
lang zu sein.

Neuere Erkenntnisse haben jedoch neue Rekordmasse erbracht, die sogar durch Fotografien belegt sind.
So bringt der Neger Long Dong Silver aus Seattle, USA, 39 Zentimeter im Ruhezustand und volle 45
Zentimeter in der Erektion auf die Messlatte. Mit ganz ähnlichen Rekordlängen von 44,5 und 44,3
Zentimetern können seine beiden Landsleute John Holmes und Texas Longhorn» aufwarten. John Holmes
und Long Dong Silver führen ihre gewaltigen Geschütze in einschlägigen Filmen vor.
Doch wird berichtet, dass schon manche Partnerin vor Beginn der Dreharbeiten Angst bekam und von der
Couch sprang. Andere verlangten eine Gagenerhöhung als Gefahrenzulage.

Männer mit dem kleinsten

Die meisten Männer – einer wissenschaftlichen Schätzung zufolge mehr als die Hälfte – beklagen sich
darüber, dass ihr Penis in seinen Ausmassen unter dem Durchschnitt liegt. Die Spalten für Sexberatung und
«Fragen Sie Dr. Sowieso» in den gängigen Illustrierten bringen die Antworten lauten immer tröstlich, doch
liest man auch immer wieder, dass es den «Durchschnittspenis» überhaupt nicht gäbe.
Wissenschaftler haben sich immer wieder darum bemüht, Licht in dieses Dunkel zu bringen. Dabei ist man
mindestens insofern erfolgreich gewesen, als man jetzt genau weiss, wie gross der kleinste Penis ist. Das
wird manchen besorgten Penisträger beruhigen, denn Ärzte haben Organe vorgefunden, für die der
bezeichnende Name «Mikropenis» geprägt worden ist. Kinseys Leute haben bei ihren Forschungen als
kleinsten Penis einen von 2,5 Zentimeter Länge vorgefunden. In verschiedenen medizinischen Fachblättern
wird die Existenz von zeugungsfähigen Gliedern beschrieben, die nicht länger als l Zentimeter waren. Das
sind Längen, die von der gut entwickelten Klitoris so mancher Frau übertroffen werden Aber selbst dieser l
Zentimeter wird noch unterboten, wenn eine sogenannte angeborene Unterentwicklung eines Organs
(kongenitale Hypoplasie) vorliegt. In solchen Fällen gibt es gar keinen eigentlichen Penis mit einem
Schwellkörper. Vielmehr sitzt die kleine Eichel direkt am Unterkörper. In einem Einzelfall wies die so
festgewachsene Eichel, die voll funktionsfähig war, eine Grösse von weniger als 1 Zentimeter auf. Dabei
waren bei diesem Patienten die Hoden und alle sekundären Geschlechtsmerkmale völlig normal entwickelt.
Es ist rassenbedingt wie gross der Penis ist

Bei den Frauen der weissen Rassen, vorwiegend bei den Europäerinnen, hält sich unentwegt der
Aberglaube, dass schwarze Männer über besonders grosse Glieder und eine unermüdliche
Leistungsfähigkeit im Bett verfügen. Kaffeekränzchenberichte über ein paar – sicherlich existente –
Ausnahmeerscheinungen bieten immer wieder Nährboden für die Erneuerung dieser irrigen Ansicht.
Ausnahmen gibt es überall und bei allen Rassen. Jedoch existieren anscheinend tatsächlich
unterschiedliche Durchschnittswerte, will man den Messungen eines angeblichen Dr. Jacobus und seines
Kollegen Dr. Chartham aus den 60er Jahren dieses Jahrhunderts Glauben schenken. Der Begriff
«Durchschnitt» ist hier an sich schon mit Vorsicht zu geniessen. Denn der Forscher Chartham begnügte sich
mit Messungen an unterschiedlich grossen Gruppen, die zwischen 9 und 121 Personen umfassten.
Immerhin trugen beide Daten dazu bei, gewisse Rückschlüsse zuzulassen.

So ergab sich – wollen wir Dr. Jacobus’ Messungen Glauben schenken – bei den Arabern eine
durchschnittliche Penislänge von 20 bis 25 Zentimeter; bei den moslemischen Sudanesen entdeckte der
emsige Forscher einen Phallus von der bemerkenswerten Länge von fast 30 Zentimeter. Jener kam ihm
mehr wie der Phallus eines Esels als der eines Menschen vor. Daraus zog der Forscher den (sicherlich
voreiligen und nicht haltbaren) Schluss, dass die Sudanneger über die grössten Genitalorgane in der ganzen
Menschheit verfügen.
Dr. Chartham veröffentlichte eine Liste mit Penismessungen bei verschiedenen Nationen mit folgenden
Ergebnissen: England 26,5 Zentimeter; Westdeutschland 21,5 Neger 18 Franzosen 19 Dänen 20
Amerikaner 19,5 und Schweden 19,5 Zentimeter. Alle diese Angaben sind jedoch mit einer gewissen
Vorsicht zu betrachten, denn ein echter Durchschnittswert liesse sich nur auf dem Wege grossräumig
durchgeführter Messungen ermitteln. Doch diese dürften noch eine Weile auf sich warten lassen. Dafür
werden inzwischen weiter Witze und Witzeleien über Penisgrössen die Runde machen, wie etwa die
folgende Anekdote aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, die man einem damals bekannten deutschen
Universitätsprofessor nachrühmt. Jener pflegte seine anthropologischen Vorlesungen mit mancherlei
Anspielungen zu würzen, die sich manchmal hart am Rande des guten Geschmacks bewegten. So liess sich
besagter Professor eines Tages lang und genüsslich über die unterschiedlichen Penisgrössen bei den
verschiedenen Völkerschaften aus. Die grössten Glieder, so dozierte der Professor, fände man bei den
Franzosen und den Engländern. Da von beiden Völkern Kanada besiedelt worden sei, müssten demnach bei
den Frankokanadiern wahre Superglieder vorzufinden sein. Zwei Studentinnen verliessen empört die
Vorlesung. Der Professor rief ihnen nach: «Keine Eile, meine Damen. Das nächste Schiff nach Kanada geht
erst übermorgen!»
Zu welcher Rasse gehören sie – die Männer mit dem kleinsten Penis

Aus verschiedenen Quellen verlautet, dass die Hindu mit den im Durchschnitt kleinsten Gliedern
ausgestattet seien. Ganze 10 Zentimeter werden bei ihnen gemessen. Auch die Japaner sollen
bemerkenswert kleine Glieder haben. Da über Messungen im Lande der aufgehenden Sonne“ nichts
bekannt ist, muss man sich wohl oder übel auf die Aussagen diesbezüglich erfahrener, europäischer
Freudendamen verlassen. Angesichts zahlreicher Wirtschafts- und Handelsdelegationen können sich
Callgirls gewiss einen Eindruck von der Durchschnittsbestückung ihrer fernöstlichen Kundschaft machen.
Und der besagt eben, dass die Japaner etwa mit den Hindu auf eine Penisstufe zu stellen seien.

Der Chartham-Liste zufolge wurden bei den einzelnen Rassen und Nationen als kleinste Penislängen
gemessen: Engländer 7 Zentimeter; Westdeutschland 8,5 bis 9 Neger 10 Franzosen 8,6 Dänen 12,5
Amerikaner 8,6 und Schweden 12,5 Zentimeter. Aber, wie gesagt, echte Durchschnittswerte aus grösseren
Bevölkerungsgruppen sind das nicht. Bündige Schlüsse auf rassische oder völkische Eigenschaften lassen
sich daraus nicht herleiten.

Ein männliches Glied in «doppelter Ausführung gibt es das ?

Dass ein Knabe bei seiner Geburt gleich zwei Penisse aufweist, geschieht gar nicht so selten. In den
meisten Fällen kann ein geschickter Chirurg sogleich den Normalzustand herstellen. Dabei dürfte es sich
ähnlich verhalten wie mit dem Affenschwänzchen», einem Rudiment, das vielfach gleich nach der Geburt
vom Rücken entfernt wird, ohne dass die Mutter etwas davon erfährt.
Wenn ein männliches Kind mit zwei Penissen ausgestattet ist gibt es die Möglichkeit, dass diese
nebeneinander oder übereinander angeordnet sind. Bei einem sogenannten Diphallus besitzt meistens nur
eines der Glieder eine Harnröhre. Doch soll es älteren sexualmedizinischen Werken zufolge einen Mann
gegeben haben, der aus beiden Gliedern urinieren und ejakulieren konnte. Hin und wieder kommen auch
Missbildungen vor, bei denen neben dem eigentlichen Glied eine penisähnliche Verdickung zu sehen ist.
Diese hat aber mit dem Penis im anatomischen sinne nichts zu tun. Über das Vorkommen von drei Penissen
ist bisher nicht berichtet worden.
Das seltsamste männliche Glied

«Seltsam» ist wie Schönheit ein höchst relativer Begriff. Es kommt immer auf die subjektive
Betrachtungsweise an, ob man etwas schön, seltsam oder sonst wie findet. Missbildungen dürfte der davon
Betroffene bedauern, verfluchen oder als naturgegeben hinnehmen, während der Aussenstehende derlei
Dinge, die auch im Genitalbereich vorkommen, eben als «seltsam» empfindet.

Darunter sind allerdings einige, die sich kaum mit Gleichmut ertragen lassen dürften. Dazu gehört die
krankhafte Verbiegung des Penis nach der einen oder der anderen Seite. Die Ursache kann darin liegen,
dass im Schwellkörper des Penis an der betroffenen Seite Gewebe fehlt, was zu einer Verkrümmung des
Gliedes führt. In diesem Zustand wird der Geschlechtsverkehr ziemlich behindert, wenn nicht sogar
unmöglich gemacht.
Dann gibt es noch die Hypospadia oder untere Harnröhrenspalte. Das ist eine angeborene Missbildung der
Harnröhre, bei der die Harnröhrenmündung an der Unterseite des Penis oder am Damm liegt. Dabei
ergeben sich oft Formen des Hermaphrodotismus, d.h. es entstehen scheidenähnliche Gebilde unter dem
Penis.

Dabei tritt die Harnröhre manchmal auch in der Mitte des Gliedes aus und nicht wie von der Natur
vorgesehen an dessen Ende. Ferner gibt es noch den fehlplatzierten Hodensack, der mal vor dem Penis,
mal auf dessen Rücken sitzt. Bei manchen Tieren ist die zuletzt genannte Anordnung die Norm, aber
niemals beim Menschen. Für die hier angeführten Missbildungen gibt es unterschiedliche
Heilungsmöglichkeiten durch ärztlichen Eingriff.

Im Krieg amputierte Phalli genauste Angaben aus dem Altertum

Zu den scheusslichsten Verletzungen, die einem Soldaten im Krieg zugeführt werden können, gehört ein
abgeschossener Penis oder ein von Granatsplittern zerfetzter Hodensack. Soweit bisher bekannt, existiert
keine Statistik darüber, wie viele Soldaten in den beiden Weltkriegen auf diese Weise ihre Mannbarkeit
eingebüsst haben. Ihre Zahl geht sicherlich in die Tausende.

In alten Zeiten – und bei manchen afrikanischen Stämmen auch noch heute – gehört es aber zur Kriegssitte,
einen verwundeten oder auch gesund in Gefangenschaft geratenen Feind seiner Mannbarkeit zu berauben.
Im Hintergrund steht bei dieser Sitte der Glaube, dass die dem Feind geraubten Peniskräfte auf den Sieger
zurückfallen, der dadurch nur noch um so mächtiger und unbesiegbarer wird. Zweiter Gedanke im
Hintergrund: Wenn ich den Feind kastriere, kann er keine Nachkommen zeugen, die mir später vielleicht
gefährlich werden könnten. Häufig wurde in den gewaltigen Schlachten von gewissenhaften Zahlmeistern,
auch Erbsenzähler genannt, genau Buch darüber geführt, was an feindlichen Penissen nach dem Sieg
gleichsam an die Fahnen des Siegers geheftet wurde. So hat im Jahre 1300 v. Chr. Der König Menephta
von Ägypten die Lybier besiegt. Er kehrte in seine Residenz Karnak zurück. Dabei präsentierte er dem
staunen Volk 13.000 Phalli, die den besiegten Gegnern abgeschnitten worden waren. Auf einem
Gedenkstein wurde in Karnak dieser Erfolg im einzelnen so festgehalten: Sechs Phalli lybischer Generale;
6359 Phalli lybischer Soldaten 222 Sirculier wurden getötet und ihrer Phalli beraubt; desgleichen 542
Etrusker ferner wurden 6111 Griechen erschlagen, deren Phalli man dem König als Präsent überreichte.

Beschneidungen mit schlimmen Folgen

Für die meisten Mitteleuropäer ist die Beschneidung der Knaben eine kuriose, nur von Juden aus religiösen
Gründen vollzogene Sitte. Nichts in der Welt ist ja verrückt genug, als dass es nicht, verbrämt, zum Gesetz
werden könnte. Nun hatte die Einführung der Beschneidung ursprünglich sicherlich einen guten und
gesunden Sinn. Sich täglich zu waschen war in den von Moses und seinem Volk durchzogenen Wüsten
unmöglich.

Also, Beschneidung aus hygienischen Gründen. Warum aber in den USA von heute nicht; nur jüdische
Knaben nach altem Brauch, sondern auch die Jungen aus anderen Religionsgemeinschaften vielfach der
Beschneidung unterzogen werden, dafür fehlt im Zeitalter der täglichen Dusche jede vernünftige Erklärung.
Allgemein wird die Beschneidung für einen höchst einfachen Vorgang gehalten. Die Vorhaut wird über das
Glied nach vorn gezogen und abgeschnitten.
Aber es gab und gibt noch heute verschiedene Varianten dieser an sich einfachen Prozedur. Die Menschen
haben schon immer ihren ganzen Erfindungsreichtum eingesetzt, wenn es darum ging, sich selbst und
andere zu verstümmeln. Die extremste Form der Beschneidung besteht in der totalen Entfernung der
Penishaut. Insbesondere bei den Arabern diese Form vor den Augen der Väter vollzogen. Auch die künftige
Braut des Opfers ist dabei zugegen. Ein Fünftel der so be- bzw. misshandelten Jungen stirbt – nicht nur an
Wundinfektionen, sondern auch von der Hand des eigenen Vaters. Wenn der unglückliche Junge vor
Schmerzen schreit, bringt ihn der Vater um, weil er ein Feigling und der Mannbarkeit nicht würdig ist. Bei den
Zeremonien anderer Primitivstämme, so in Australien, wird der Penis in voller Länge entlang der Harnröhre
aufgeschlitzt. Wie gesagt, nichts ist verrückt genug, um den Göttern zu dienen!

Hoden im Superformat

Man kann sich in jeder Sauna und an jedem FKK-Strand davon überzeugen, dass die Mehrheit der Männer
über etwa gleich grosse Hoden verfügt. Der eine hat mehr, der andere etwas weniger. Aber im Schnitt sind
alle gleich. Das haben auch Messungen ergeben. Danach misst ein ausgewachsener Hoden 4 bis 51/2
Zentimeter in der Länge und 2 bis knapp 3 Zentimeter in der Dicke. Ganz besonders grosse «Eier» können
bis zu 5 Zentimeter lang werden und noch als gesund bzw. normal gelten.
Jedoch gibt es, leider, auch im Bereich der Testikeln Krankheiten und Anomalien, die den scheusslichsten
Behinderungen führen. Man hat kranke Hoden bis zur Grösse eines Fussballes anschwellen sehen.
Krankheiten wie die Elephantiasis lassen nicht nur die Beine des Opfers anschwellen. Auch die Hoden
vergrössern sich in unvorstellbarem Masse so, dass der Kranke zur Bewegungsunfähigkeit verdammt ist. Er
kann Hoden, die grösser sind als sein Kopf, einfach nicht mit sich herumschleppen. Also ist er dazu
verdammt, an einem Fleck zu verharren.
Können uralte Männer noch zeugen ?

Wir leben in einem Zeitalter, da nur gilt, was jung ist und jung macht So jedenfalls will es die Reklame der
einschlägigen Präparathersteller. Andererseits muss auch ein kritischer Geist eingestehen, dass Altern noch
nie so lustvoll war wie in unseren Tagen. Von Krankheit abgesehen ist der alternde Mensch heute besser
daran als jemals zuvor. Sogar sein Recht auf ein Sexualleben wird ihm zuerkannt. Ein noch vor zwei
Generationen undenkbarer Gedanke. Da hatte man mit Vierzig zu altern und mit Sechzig jenseits von Gut
und BÖS zu sein. Heute weiss man, dass der gut in Übung bleibende Mann (sofern er gesund ist) seine
Zeugungskraft mit ins Grab nimmt, und dass die «Oma» durchaus auch noch ihre Bettfreuden geniesst.
Natürlich nimmt die Zahl der Liebesstunden ab, wie auch die Samenerzeugung im Manne abnehmende
Tendenz zeigt. Im Ejakulat eines jungen Mannes finden sich mehrere hundert Millionen lebendiger und sehr
beweglicher Spermen. Je älter ein Mann wird, desto weniger Spermen kann er liefern. Im Alter von achtzig
oder neunzig Jahren sind die meisten Männer unfruchtbar, obwohl sie sich noch eines durchaus aktiven
Sexlebens erfreuen. Sie ejakulieren auch noch. Nur dass eben die Trägerflüssigkeit kaum noch
zeugungskräftige Spermen enthält im Volksmund sagt man: Es kommt nur noch blaues Wasser. Bei einigen
Stämmen, fernab jeder modernen Zivilisation, scheint langes Leben mit langer Zeugungskraft erblich zu
sein. Die Georgier in den UDSSR und die Bewohner des Tales von Vilcabamba in Ekuador gelten als
Musterbeispiele. Doch melden Wissenschaftler ihre Bedenken an. Noch liegen keine fundierten Berichte
darüber vor, dass dort die Menschen wirklich uralt werden (es gibt keine Standesämter), noch hat man je
das Sperma eines Dorfältesten untersuchen können. Jedoch berichtet kein Geringerer als Havelock Ellis von
einem 103jährigen Mann, dass er noch fruchtbares Sperma ejakuliert habe.

Die erste Samenbank der Welt

Wir haben uns heutzutage schon daran gewöhnt, von Retortenbabys zu lesen, und auch daran, dass
männlicher Samen über lange Zeit aufbewahrt werden kann. In der sogenannten Samenbank kann der
Herrscher eines Familienclans seinen kostbaren Samen hinterlegen, um auch noch nach seinem Tode
Nachkommen mit Hilfe einer Leihmutter zu zeugen. Oder zeugungsunfähige Väter lassen ihre Gattin mit
Spermen aus der Samenbank von einem unbekannten Spender befruchten. Die Möglichkeiten, die sich hier
bieten, sind noch lange nicht erschöpft. Die Aussichten, die sich hier auftun, können manchen zum
Erschrecken gereichen. Das Jahr 1964 wird als Markstein in die Geschichte eingehen. In lowa City und in
Tokio wurden in diesem Jahr die ersten Samenbänke eingerichtet.
Wieviel ein Mann maximal ejakulieren kann

Männer neigen dazu, sich wegen der Grösse ihres Penis Sorgen zu machen. Das ist eine altbekannte
Tatsache. Obwohl dafür meistens keinerlei Grund vorhanden ist. Die Bandbreite dessen, was als guter
Durchschnitt gilt, erfasst meistens alle und jeden.

Viel seltener taucht die Frage auf: Ejakuliere ich auch genug? In pornographischen Romanen sind die
Helden natürlich nicht nur mit riesigen Gliedern ausgestattet, sie ejakulieren auch so viel, dass das Bett
überschwemmt ist und die Geliebte fast in seinem Samen ertrinkt. Dabei liegen Angaben des Mentors aller
Sexualforschung, van de Velde, vor, wonach eine normale Ausstossung etwa 10 ml (das sind Milliliter, also
tausendstel Liter) umfasst. Andere Beobachter wollen bis zu 15 ml gemessen haben. Der sagenhafte Walter
erwähnt in «Mein geheimes Leben» einen als besonders leistungsfähig bekannten Mann, der einen Löffel
voll absonderte. Man sieht also, die Menge des verspritzten Samens ist keineswegs Gegenstand rühmlichen
Aufsehens. Tatsächlich fällt auf, dass im erotischen Witz kaum jemals die Rede von zuwenig oder zuviel
Ejakulation ist. Hier handelt es sich offenbar um ein Thema, das Männer nicht gern diskutieren.

Das langlebigste menschliche Sperma

Um die sogenannten empfängnisfreien Tage der Frau ist viel geredet und geschrieben worden. Bekanntlich
ist die nach Knaus-Ogino benannte Methode, nämlich nur an den aus dem monatlichen Zyklus zu
errechnenden sicheren Tagen Geschlechtsverkehr ohne Nachwuchssorgen zu haben, mehr als unsicher.
Aber sie ist die einzige vom Papst anerkannte und daher für gläubige „Katholiken gültige Methode der
Empfängnisverhütung. Man nennt sie auch nicht zu Unrecht das «vatikanische Roulette». Denn Erfolg oder
Misserfolg dieser Methode hängen nicht nur von der Regelmässigkeit und der regelmässigen Beobachtung
der weiblichen Periode sowie des durch Temperaturmessungen festzustellenden Eisprungs ab, sondern
auch von der Lebensfähigkeit des im Vaginatrakt abgelegten männlichen Samens. Bei Knaus und Ogino
geht man davon aus, dass männlicher Samen aufgrund der Scheidenflora nur wenige Stunden, höchstens
einen Tag lang, überlebt. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass der Samen tagelang am Leben
bleiben kann, womit die «sicheren» Tage zur absoluten Volksverdummung werden. Immerhin hält ein
Grossteil der Beobachter immer noch fest, dass in den Vaginatrakt ergossener Samen nicht zur Befruchtung
führt, wenn bis zur Absonderung eines reifen Eis vierundzwanzig Stunden vergehen, ein schwacher Trost,
dem die nicht ungewöhnliche tagelange Überlebensfähigkeit des männlichen Samens gegenübersteht. Die
Wahrscheinlichkeit eines Treffers mit sechs Richtigen im Lotto ist genauso gross wie das Zutreffen der
empfängnisfreien Tage.

Feuchte Träume und ihre Häufigkeit (nach alter geordnet)

Das Thema der nächtlichen Entladungen – früher nannte man sie Pollutionen = Befleckung – und ihre
Häufigkeit ist schwer auf einen Nenner zu bringen. Allzu vielfältig sind die Voraussetzungen dafür und
dagegen. Wer regelmässigen, womöglich häufigen Geschlechtsverkehr hat dürfte kaum zu nächtlichen
Ejakulationen neigen. Ein Rekordhalter in der Produktion von Samenflüssigkeit wird nächtliche Entladungen
erleben, selbst wenn er vor dem Einschlafen einen Koitus hatte. Auch häufiges Masturbieren verringert
selbstverständlich die Wahrscheinlichkeit einer nächtlichen «Pollution».
Alle diese Unwägbarkeiten in Rechnung stellend, wollen wir dem weltberühmten, wenngleich schon etwas
veralteten Kinsey-Report entnehmen, dass Knaben und junge Männer am häufigsten «feuchte Träume»
haben, während diese Erlebnisse bei erwachsenen und älteren Männern an Häufigkeit nachlassen. In
Zahlen ausgedrückt haben Jungen von etwa 15 Jahre bis zu 12 nächtliche Samenergüsse pro Woche.
Hingegen bringen es Männer in der Altersgruppe zwischen 56 und 60 Jähren auf einen nächtlichen
Samenabgang in zwei Wochen. Wie gesagt, diese Zahlen müssen nicht stichhaltig sein. Die Forscher
gingen wohl davon aus, dass die befragten Knaben nicht masturbierten und die älteren Männer keinen
anderweitigen Geschlechtsverkehr hatten. Wo aber gibt es Fünfzehnjährige, die nicht masturbieren oder gar
schon mit Mädchen Verkehr haben?

Wie weit der Mann ejakulieren kann

Natürlich wird das Weitspritzen des eigenen Samens nie zu einer olympischen Disziplin werden. Obwohl
manche sich das als recht vergnüglich vorstellen dürften. Immerhin kann man davon ausgehen, dass sehr
viel masturbiert und deshalb sehr viel Samen nicht in eine aufnahmebereite Vagina, sondern irgendwohin
verspritzt wird. Nicht mehr ganz neue Wissenschaftliche Beobachtungen besagen, dass der ausgestossene
Samen 15 bis 20 Zentimeter weit geschleudert werden kann.
In einem älteren, sogenannten «Doktorbuch» berichtet ein junger kaufmännischer Angestellter von seinen
einsamen «Freuden». Dabei sei der Samen «oft bis an die Decke meines allerdings nicht sehr hohen
Magazin der Sex-Rekorde wird nach Aussagen italienischer Wissenschaftler ein 22jähriger italienischer
Tiefbauarbeiter zitiert. Der junge Mann ist Spender bei einer Samenbank und nebenher durch seine
ungewöhnliche Spritzkraft erwähnenswert. Er sagt von sich: «Ich spritze 16 Meter weit und treffe dabei die
Fliege an der Wand.» Das aussergewöhnliche Weitspritzen wird von den Ärzten mit einer besonders starken
Muskulatur des Beckenbodens erklärt.
Die Muskelkontraktion schleudert den Samen wie ein Geschoss durch die Röhre. Was die Bettpartnerinnen
beim Auftreffen solcher geballter Ladungen empfinden, darüber wird in den Berichten leider nichts gesagt.
Denn als Pietro Sperma in ein Glas laufen lassen sollte, geschah dies mit solcher Wucht, dass das Glas
zersplitterte. Welche Vagina hält solchem Druck stand?

Samenkontakt und die extremste weibliche Reaktion darauf

Frauen reagieren auf männlichen Samen höchst unterschiedlich. Zum grossen Teil hängt das mit der
Erziehung und der damit verbundenen allgemeinen Einstellung zur Sexualität zusammen. Ein verklemmt
erzogenes oder unaufgeklärtes weibliches Wesen wird meistens jeden Oralverkehr ablehnen. Ja, solche
Frauen empfinden männlichen Samen als unangenehm seines Geruches oder seiner Klebrigkeit wegen.
Andererseits gibt es Frauen, die nach der Überwindung der ersten Hemmschwelle nicht genug davon
bekommen können. Sie entwickeln sich häufig zu begeisterten «Schluckerinnen». Hier und dort herrscht
auch noch der Glaube vor (ob es ein Aberglaube ist, wäre noch zu beweisen), dass häufiges Trinken von
Männersamen in jungen Jahren zur Entwicklung eines grossen bis übergrossen Busens beiträgt.
Zum Glück treten unüberwindliche Antireaktionen nur noch selten auf. Mag sein, dass ein wenig Brechreiz
hervorgerufen wird, wenn die Menge des ausgestossenen Samens allzu gross ist oder wenn der
unbeherrschte Penis bis an den Rachen vorstösst. Ausgesprochen allergische Reaktionen sind nur in
Ausnahmefällen berichtet worden. So erzählt man sich von einer jungen Frau – der Fall wurde unter
Medizinern diskutiert -, die in starkem, um nicht zu sagen extremen Masse auf Männersamen reagierte.
Allerdings entstammte die Patientin einer Familie, in der seit Generationen allergische Reaktionen auftraten.
Sie äusserten sich in Asthma, Ekzemen und Hautreizungen. Bei der jungen Patientin stellte sich nach dem
ersten Geschlechtsverkehr ein Hautausschlag verbunden mit Asthma ein. Lippen, Augenlider und Zunge
schwollen an. Auch die Kehle schwoll fast zu. Schliesslich stellten sich starke Schmerzen im Genitalbereich
ein. Die Frau wurde ohnmächtig.

Diese Symptome traten in unterschiedlicher Stärke und Zusammensetzung nach jedem Geschlechtsverkehr
auf. Sie traten innerhalb einer halben Stunde auf und dauerten bis zum nächsten Tag. Selbst die subkutan
gespritzte Lösung von verdünntem Samen im Verhältnis l zu 1.000.000 rief bei der Frau bösartige
Schwellungen hervor, so stark wie die allergische Abwehrreaktion.

Die älteste Mutter

Die meisten Kinder werden von Müttern geboren, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind. Gegenwärtig
verschiebt sich dieser Durchschnittswert, weil immer mehr Frauen, vor allem in den gebildeten Schichten,
erst zwischen 30 und 40 Jähren Kinder bekommen. Der Grund dafür ist, dass die Karrierefrau zunächst
einmal ihrem Beruf lebt und erst verhältnismässig spät dem Wunsch nach einem Kinde stattgibt. Früher
galten Frauen in ihren 40er Jahren allgemein als unfruchtbar. Alle Vorsicht wurde ausser acht gelassen, was
so mancher Familie den bewussten «Nachzügler» bescherte. Jedoch traf auf den weitaus grösseren Teil der
Frauen zu, dass sie in diesem Alter ihre Wechseljahre hatten und keine Kinder mehr bekommen könnten. In
unseren Jahrzehnten schiebt sich die sogenannte Menopause immer weiter hinaus. Frauen von 50 Jahren
und darüber bekommen immer noch «ihre Tage» und wären ^ demnach zu einer Empfängnis imstande.
Dennoch kommt es dank Pille und anderen Verhütungsmitteln äusserst selten in diesem Alter zu einer
Schwangerschaft. Sollte dieser Fall dennoch eintreten, so wäre in unserem aufgeklärten Zeitalter sicherlich
ein Schwangerschaftsabbruch angezeigt, es sei denn, die Betreffende will unbedingt das Risiko einer Geburt
noch auf sich nehmen. Es ist bekannt, dass sogenannte Spätgebärende risikoreicher entbinden als junge
Frauen. Immerhin, Fälle von später und sehr später Schwangerschaft kommen immer wieder vor. Sogar im
Alten Testament wird von einer Frau berichtet, die in sehr hohem Alter noch ein Kind gebar. Aus unserer Zeit
ist der Fall dokumentiert, dass eine Frau in den USA noch mit 57 Jähren einer Tochter das Leben schenkte.
Die jüngste Mutter

Es kam auch früher, in der sogenannten «guten, alten Zeit», bereits vor, dass Schulmädchen Kinder
bekamen. Nur wurden solche Fälle weitgehend vertuscht. Die «gefallene» Tochter wurde zu Verwandten
geschickt. Immerhin galten noch in den 30er Jahren Mädchen, die mit 12 oder 13 Jahren die erste
Menstruation hatten, in unseren Breiten als Seltenheit.
Inzwischen hat sich auch auf diesem Gebiet vieles gewandelt. Die mit 10 und 11 Jahren einsetzende
Geschlechtsreife bei Mädchen ist keine Seltenheit mehr. Um so grösser ist inzwischen die Zahl der Kind-
Mütter geworden. Aber auch in früheren Zeiten ist dergleichen immer wieder vorgefallen.

Einige Berichte über ganz extreme Fälle liegen vor, wenngleich es nicht immer leicht sein dürfte, den
Wahrheitsbeweis anzutreten. So zum Beispiel für den Bericht, wonach ein Mädchen – es wird nicht gesagt,
wann und wo – im Alter von einem Jahr die Periode bekam und mit sechs Jahren das erste Kind hatte. Viele
werden das für unmöglich halten. Leute, die das glauben, sprechen dagegen wahrscheinlich von einem
unüberbietbaren Rekord. Doch das stimmt nicht. Eine zuverlässige Quelle weiss von einem fünfjährigen
Mädchen zu berichten, das in Chile ein Kind durch Kaiserschnitt gebar.

Die beliebtesten weiblichen Eigentümlichkeiten

Verallgemeinerungen stimmen nur selten. Und doch sind sie kaum auszurotten. Demnach sind deutsche
Frauen gross, blond und walkürenhaft, die Engländerin hat wegen des vielen Nebels eine blütenzarte Haut
und die Spanierin ist kurzbeinig und breithüftig. Genauso wenig lässt sich belegen oder widerlegen, was
man sich über die Geschmäcker der Männer der einzelnen Nationen in bezug auf die Frauen erzählt. So
sollen die Südländer angeblich auf schöne Beine und kräftige Hüften «stehen», während angeblich alle US-
Amerikaner Frauen mit grossen Brüsten bevorzugen. Bei den Orientalen wiederum gilt nur die möglichst
fette und rundliche Frau als schön, weshalb in dortigen Ländern junge Mädchen angeblich mit Kamelmilch
gemästet werden, damit sie eine recht gute Partie machen.
Zum Glück hat es Forscher gegeben – amerikanische natürlich -, die in einer umfassenden
anthropologischen Untersuchungsreihe auch diesen Fragen auf den gegangen sind. Sie können mit
bedeutendem Zahlenmaterial aufwarten. Bei den meisten der untersuchten sogenannten primitiven
Völkerschaften wird die kräftige, untersetzte Frau bevorzugt. Vermutlich weil sie bei dieser Statur die beste
Arbeiterin abgibt. Dreizehn der untersuchten Völkergemeinschaften waren definitiv davon überzeugt, dass
nur die stämmig rundliche Frau eine gute Frau ist. Dagegen sprachen sich nur fünf Völker für die schlanke
Frau aus. Grosse Brüste geniessen bei neun Völkern den Vorzug vor mittleren und kleinen. Acht Völker
zeigen eine Vorliebe für grosse äussere Schamlippen.
Welche weibliche Eigentümlichkeiten am wenigsten beliebt sind

Natürlich haben sich unsere Forscher auch mit der Frage befasst, welche äusseren Merkmale im
Erscheinungsbild der Frau am wenigsten beliebt sind. Wenn es ganze Völkerstämme gibt, bei denen der
Frauenbusen nicht gross genug sein kann, so müsste es eigentlich auch welche geben, die kleine Busen
gern mögen. Dem scheint aber nicht so zu sein. Die Statistiken besägen darüber jedenfalls gar nichts.
Dagegen liegt beim Durchschnitt der Männer der untersuchten Stämme eine deutliche Abneigung gegen
knabenhaft schlanke Frauen mit schmalen Hüften und dünner Taille vor. Auch ein allzu wenig ausgeprägter
Genitalbereich mit kleinem Venushügel, schmalen, kaum sichtbaren Schamlippen und nur geringer
Behaarung stösst eher auf Ablehnung. Am unbeliebtesten war bei den befragten Völkern eine grosse,
deutlich zwischen den Schamlippen herausragende Klitoris.
Die Wissenschaftler sind bei ihren Untersuchungen entweder nicht gründlich genug vorgegangen oder die
Befragten konnten von sich aus keine Gründe dafür anführen, warum sie dieses bevorzugen und jenes
ablehnen. Sicherlich liegen dafür völlig Schlanke ist bestimmt eine genauso stramme Arbeiterin wie die
kleine Dicke. Grossen Brüsten fliesst meistens nicht mehr Milch als aus kleinen. Die enge Vagina einer
schmalhüftigen Frau bietet sicherlich dem Mann nicht weniger sexuellen Genuss, als die Scheide einer
etwas wohlgenährten Gespielin. Vermutlich trifft auch hier wie auf so vieles andere zu: über Geschmack
lässt sich halt nicht streiten.

Die schwersten Brüste

Nicht nur in den USA gibt es Männer, die fasziniert auf grosse Brüste starren. Über diese Vorliebe, die
sicherlich bei fast allen Volkern mehr oder weniger ausgeprägt vorkommt, ist viel geschrieben und
philosophiert worden. Da heisst es einmal, jeder Mann sehne sich in den Schoss der Mutter zurück und
damit auch an ihre Brust. Sie bietet ihm angeblich eine sichere Nahungsquelle, die ihm freiwillig gereicht
wird und um die er nicht zu kämpfen braucht, wie dies der Alltag des Erwachsenen von ihm fordert. Wie auf
fast allen Gebieten gibt es auf dem der Entwicklung der weiblichen Brust auch Extreme. Von denen soll hier
die Rede sein. Zwischen einer vielbewunderten grossen Brust und einem unhandlichen Riesenbusen, der
seiner Trägerin buchstäblich zur Last wird, ist ein himmelweiter Unterschied. Einschlägige
Veröffentlichungen haben sich speziell mit diesem Thema befasst. Seit der Erfindung der Fotografie sind
immer wieder Frauenbrüste von ungeheurem Umfang abgelichtet worden. Aber auch aus der Zeit davor gibt
es Unmengen von Zeichnungen.
Zola beschreibt eine gewisse Desire, deren Brüste so gewaltig waren, dass es zweier Männer bedurfte, um
sie zu umarmen. In den Aufzeichnungen über die grössten Busen der Welt taucht ein 14jähriges Mädchen
auf, dessen Brüste je 18 Pfund wogen. Von einer 30jährigen Frau wird berichtet, dass ihre Brüste 52 Pfund
gewogen hätten. Die gegenwärtig grössten Truste werden dem amerikanischen Sexmodell «Chesty»
Morgan zugeschrieben. Jede ihrer Brüste bringt 42 Pfund auf die Waage. Man fragt sich, wie eine Frau mit
einer solchen «Buglast» überhaupt aufrecht gehen kann natürlich trägt sie massgefertigte Büstenhalter mit
entsprechenden Halte- und Hebevorrichtungen.

Brüste erstmalig durch chirurgischen eingriff verkleinert

Frauen mit Übergrossen Brüsten haben sicherlich ein «schweres» Los. Viele leiden darunter, denn nicht
jeder ist es gegeben. Ihre Anomalität auf dem Sex-Sektor zu vermarkten oder sich in einschlägigen Lokalen
zur Schau zu stellen. Der wissenschaftliche Fortschritt ermöglicht es heute Frau, durch einen chirurgischen
Eingriff die Brust auf jedes gewünschte Mass verkleinern zu lassen.

Jedoch ist diese Entwicklung so neu auch wieder nicht. Schon im Jahre 1731 – so wurde es in ärztlichen
Annalen festgehalten – unterzog sich eine Frau mit Übergrossen Brüsten einer Masektomie, bei der ein Teil
des überflüssigen Bindegewebes aus den Brüsten herausgeschnitten wurde. Dass bei dem damaligen Stand
der Operationstechnik keine unsichtbaren Narben zurückblieben – wie es heute fast selbstverständlich ist -,
muss aber bezweifelt werden. Auch aus dem Jahre 1857 liegt die Beschreibung einer solchen
Brustoperation vor.
Schon im Kindesalter vorhandene Brüste

Die heute vielbesprochene sexuelle Frühreife der Jugend führt dazu, dass Mädchen immer früher einen
Busenansatz zeigen. Zehnjährige mit fraulichen Brüsten sind keine Seltenheit. Gegeben hat es die früh
entwickelte Mädchenbrust aber schon immer, wenn auch vielleicht nicht so häufig wie heute.

Im vielzitierten Kinsey-Report behaupten im einige Frauen, sie hätten schon mit acht Jahren einen
sichtbaren Busen gehabt. Darum geht man wohl nicht fehl in der Annahme, dass in Ausnahmefällen
Mädchen auch im Alter von sieben oder sechs fahren einen Busen kriegen. Berichte, wonach noch jüngere
Mädchen schon Brüste erkennen liessen, gehören sicherlich in den Bereich des Krankhaften. Dabei haben
Beobachtungen ergeben, dass eine so erkennbare, scheinbar sexuelle Frühreife im späteren Leben zu
erheblichen Störungen im sexuellen Bereich führt. Häufig wirkt sich eine allzu frühe Ausformung der Brüste
bei den heranwachsenden Mädchen m anderweitigen Fehlentwicklungen aus. Die Kinder bleiben
kleinwüchsig, zu leichtgewichtig und leiden unter Störungen im Knochenbau. In fünf Fällen wurde schon bei
der Geburt von Mädchen festgestellt, dass sie bereits Brüste hatten. Das hatte nun sicherlich nichts mit
sexueller Frühreife zu tun, sondern deutet auf eine Fehlsteuerung, wahrscheinlich hormoneller Art, im
Mutterleibe hin.
Rassebedingt hängende Brüste

Es gibt Brüste aller Grössen und Formen. Bekannt ist auch, dass eine Frauenbrust sich im Laufe des
Lebens verändert. Aus der knospenden Mädchenblüte wird die weiche Frauenbrust. Und dass in späteren
Jahren so manches hängt, was einst so fest und rund war, ist eine allzu bekannte Tatsache.

Bei einigen afrikanischen Stämmen aber scheint eine Hängebrust rassisch bedingt zu sein. Denn selbst
ganz junge Mädchen lassen sichtbar baumeln, was da hängt. Dass sich dieses Hängen mit zunehmenden
Jahren und nach dem Säugen mehrerer Kinder deutlich verstärkt, nimmt niemand wunder. Bei Negerfrauen
im Busch ist auch schon beobachtet worden, dass sie ihre langen Brüste über die Schulter zurückwerfen,
weil sie ihnen bei der Arbeit im Wege sind.
Die kürzeste Vagina bei einer Frau

Jedem halbwegs erfahrenen Manne ist bekannt, dass sich die Scheiden der meisten Frauen gleichen. Sie
bieten sich als tiefe Schläuche oder Röhren dar, die sich dem eingeführten Glied anschmiegen. In Aus-
nahmefällen aber trifft das männliche Organ auf Scheiden von aussergewöhnlicher Kürze. Es gibt so kurze
Scheiden, dass man sie kaum messen kann. Solche Scheiden, die man kaum als solche bezeichnen kann,
findet man bei sonst sexuell völlig normalen Frauen vor. Hier kann ein geschickter Chirurg Abhilfe schaffen.
Neben der kurzen Scheide, die in einen spürbar leeren Unterbauch mündet, gibt es auch die gleichfalls nur
wenige Zentimeter in die Tiefe führende Form, an deren Ende der Uterus sitzt. Auch in solchen Fällen wird
man kaum zu sexueller Befriedigung gelangen, es sei denn, der Partner verfügt seinerseits über ein
aussergewöhnlich kurzes Glied. Auch bei Hermaphroditen oder Zwittern gibt es manchmal winzige Schei-
den, obwohl alle anderen Geschlechtsmerkmale ausgesprochen weiblich sind.

Die geräumigste weibliche Vagina

Die Angst vieler Männer, einen zu kleinen oder zu dünnen Penis zu haben, wird immer wieder erwähnt. Die
von solchen Ängsten geplagten Herren der Schöpfung werden von Fachleuten mit dem Hinweis beruhigt,
dass die Vagina der Frau ausserordentlich anpassungsfähig ist. Sie kann sich -bis auf Ausnahmefälle -so
eng machen, dass ihr auch noch der dünnste Penis bei richtiger Anwendung Genuss bereitet, und sie kann
sich so ausweiten, dass ihr selbst ein Riesenglied nichts ausmacht. Für die aussergewöhnliche
Geräumigkeit dieses Organs sprechen einige wohlbekannte Beispiele. So geschieht es immer wieder, dass
sich Frauen und Mädchen in ärztliche Betreuung begeben müssen, weil sie Flaschen, Gurken, grosse
Würste und ähnlich umfangreiche Gegenstände zum Zwecke der Masturbation in ihre Scheide gesteckt
haben, die sich dann nicht mehr ohne fachkundliche Hilfe entfernen lassen. Insbesondere wird immer wieder
vor der Verwendung von Flaschen gewarnt, da sich bei deren Einführung ein Ansaugeffekt einstellen kann,
der unter unglücklichen Umständen zu Verletzungen der Scheidenwände oder der Gebärmutter führen kann.
In Bordellen war es früher ein beliebtes Spiel, die Scheide einer Prostituierten mit Münzen vollzustopfen.
Was sie darin behalten konnte, wenn sie nach der Prozedur auf und ab spazierte, gehörte ihr. Der häufig mit
seinem Buch «Mein geheimes Leben» zitierte Walter berichtet, dass er einmal vierzig der nicht kleinen
englischen Schilling münzen in der Scheide eines Freudenmädchens untergebracht habe. Damit nicht
genug, schob sich die Schöne der Nacht selbst weitere Münzen hinein, bis sie deren siebzig Stück
aufgenommen hatte. In einem anderen Fall stopfte sich eine Frau achtundvierzig Geldstücke hinein. Als sie
triumphierend im Zimmer auf und ab ging, fiel nicht eine einzige Münze heraus.

Frauen mit mehr als einer Vagina

Genauso wie es Männer mit zwei Penissen oder einer doppelten Hodenausstattung gibt, kommt es auch vor,
dass Mädchen mit zwei Scheiden geboren werden. Das gibt es übrigens im Tierreich auch. Das
Vorhandensein einer zweiten Scheide wird seltsamerweise häufig weder von den Muttern noch von den
Ärzten entdeckt. Erst wenn das Mädchen heranreift und den ersten Geschlechtsverkehr hat oder gar
schwanger wird, stellt sich diese Missbildung heraus.
Solche Fälle sind allerdings sehr, sehr selten und erwecken daher in medizinischen Kreisen starkes
Interesse. Der Umfang der «doppelten Ausstattung» kann von Fall zu Fall verschieden sein. Hin und wieder
gibt es zwar zwei Scheidenrohre, aber nur eine Mündung nach aussen. Andererseits wieder kommen zwei
Öffnungen vor, die letztlich in einer ziemlich normalen Vagina enden. Allerdings ist dieser Schlauch häufig
verzerrt oder verengt. Manche Frau hat die doppelte Anzahl von Eileitern. Auch andere Organe treten in
unerwarteter Mehrzahl auf. Zur doppelten Vagina tritt manchmal eine zweifache Gebärmutter hinzu.
Besonders kompliziert wird der Fall, wenn zwei voneinander unabhängige Eileiter auftreten, die dann völlig
normal funktionieren, ohne eine Verbindung untereinander zu haben.

Die längste weibliche Vulva

Die ersten weissen Besucher und später gar erst die Missionare staunten nicht schlecht bzw. Äusserten
offenkundiges Entsetzen darüber, dass so manche Negermutter, vor wiegend bei den Hottentotten, die ihr
bei der Arbeit lästig werdende kleine Tochter mit den Worten verscheuchte: «Geh los und mach dir eine
Schürze!» Dass damit eine eindeutig sexuelle Handlung verbunden war, nahmen die Europäer halb mit
Staunen, halb mit Abscheu zur Kenntnis. Das kleine Mädchen – und mit ihm alle seine
Geschlechtsgenossinnen – beschäftigte sich nämlich alsbald mit den inneren Schamlippen seiner Vulva. Die
Hautfalten wurden gedehnt und gezogen, was sicherlich mit sexuellem Vergnügen einherging. Auch heute
noch ist die Hottentotten-Schürze nicht nur bei diesem Stamm bekannt.
Fast alle Hottentottenfrauen verschaffen sich durch Ziehen und Zerren an den inneren Schamlippen, häufig
auch durch das Anbringen von kleinen Gewichten, diese weit aus der Vulva heraushängenden Hautlappen.
Auch eine damit einhergehende Vergrösserung der Klitoris wird häufig beobachtet. Ähnliches wird auch von
den Frauen der Singhalesen (Mischlinge auf Ceylon) berichtet. 15 bis 20 Zentimeter herabhängende
Schamlippen sind keine Seltenheit Viele Frauen stecken sich die künstlich geschaffenen Hautlappen bei der
Hausarbeit in die Scheide, weil sie sich behindert fühlen. Auch bei den Suaheli (afrikanischer Völkerstamm)
gibt es kaum eine Frau ohne verlängerte Schamlippen, denn sie wird ohne diese «Verschönerung» von den
Männern boykottiert und hat kaum Aussichten darauf, geheiratet zu werden.
Bisher liegen keine Anzeichen oder Erkenntnisse darüber vor, dass diese Schürzenbildung rassisch bedingt
oder erblich sei. Junge Mädchen haben durchaus normale innere Schamlippen. Die Verlängerung wird durch
eine oft jahrelange Manipulation herbeigeführt.

In der Vagina der Frau befinden sich manchmal seltsame Dinge

Nicht nur Männer sind erfinderisch, wenn es darum geht, sich auf ungewöhnliche Art und Weise sexuellen
Genuss zu verschaffen. Die Frauen stehen ihnen darin in nichts nach. Es ist eine bekannte Tatsache, dass
in’Frauengefängnissen zur Mahlzeit bestimmte Bockwürste nur kleingeschnitten gereicht werden. In ihrem
Urzustand würden sie allzu häufig zweckentfremdet. Einem allerdings unbestätigten Gerücht zufolge werden
dort auch nur Handfeger und Besen mit vierkantigen Stielen benutzt. Dass die Einführung von Flaschen,
Gurken und ähnlichem in die Vagina ärztliche Hilfe notwendig macht, weil sich die Gegenstände nicht wieder
herausziehen lassen, ist keineswegs selten. Zum beliebtesten und auch ungefährlichsten Inhalt ihrer
Scheide erwählen viele Frauen die berühmten japanischen Liebeskugeln Diese sind harmlos und
verschaffen höchsten Genuss ohne Reue Bei Unfällen gibt es öfter Scheidenverletzungen.

in dem Dinge stecken bleiben die operativ entfernt werden müssen. Zu den seltsamsten Vorkommnissen
dieser Art dürfte der Unfall eines englischen Hausmädchens gehören Es stürzte so unglücklich eine Treppe
hinunter, dass sich der Stiel eines Handfegers tief in ihre eine Hinterbacke bohrte. Der Unfallarzt entfernte
das eingedrungene Holzstück und vernähte die Wunde Er hatte aber nicht beachtet, dass der Griff

abgebrochen war Monate später stellten sich bei der Frau Ausflüsse aus der Scheide ein. Der Arzt stellte
fest, dass eine schwere Reizung vorlag Sie stammte von einem Holzstückchen. Das zu dem abgebrochenen
Handfegerstiel gehörte. Es war unbemerkt durch die Pobacke in die Scheide gedrungen und hatte dort eine
Vereiterung ausgelöst.
Die erste Transplantation einer weiblichen Vagina

Scheidenoperationen zur Beseitigung von Verformungen oder überhaupt zur Öffnung des Vaginaltraktes
sind in der heutigen Medizin keine Seltenheit mehr. Auch über vereinzelte kleinere Gewebetransplantationen
zur Heilung von Schäden ist berichtet worden. Im Jahre 1973 aber meldeten englische Zeitungen. dass zum
ersten Male eine komplette Vagina von einer Frau auf eine andere übertragen worden sei Wegen einer
missgestalteten Scheide war die Ehe einer jungen Frau in Saloniki geschieden worden. Ein
Medizinprofessor entschloss sich zu einer für damalige Verhältnisse gewagten Operation. Nachdem sich
eine Organspenderin gefunden hatte. Die eigene Mutter hatte sich dazu bereit erklärt, Gewebe aus ihrer
Scheide zur Verfügung zu stellen. Damit der Vaginaltrakt bei der Tochter in Ordnung gebracht werden
konnte. Nach längerer Beobachtung zeigten sich bei der Zweiundzwanzigjährigen keinerlei Anzeichen dafür,
dass das fremde Gewebe abgestossen würde. Im Gegenteil, nach zwei Jahren war alles so gut verheilt,
dass sich die junge, jetzt mit einer normalen Scheide ausgestattete Frau wieder einen Freund zulegen
konnte.

Die bekannteste Rekonstruktionsmethode einer menschlichen Vagina

Unfälle und bestimmte Krankheiten können mehr oder weniger zur Zerstörung oder Verformung der
weiblichen Scheide beitragen. Es kommt auch vor, dass eine normale Scheide gar nicht vorhanden ist. Auch
kann es sich nach Operationen als notwendig erweisen, den ganzen Vaginaltrakt gleichsam neu zu
konstruieren. Dazu bedient man sich einer relativ einfachen Methode In die Schamlippen wird ein
senkrechter. tiefer Einschnitt gemacht. Mit Hilfe von Instrumenten wird das Gewebe geteilt und eine Öffnung
hergestellt. Ein entsprechend grosses Stück Haut wird aus dem Oberschenkel herausgeschnitten. Damit
wird die künstlich angelegte Scheide ausgekleidet Es dauert mindestens drei Monate. Bis die rekonstruierte
Scheide verheilt und gleichsam fertig zum Gebrauch ist. Es kann aber auch ein halbes Jahr darüber
vergehen. Ein etwas altmodisch anmuten der ärztlicher Rat besagt dass man bei einer solchen
Vaginaloperation einen eventuell bevorstehenden Heiratstermin berücksichtigen müsse. Beabsichtigter
Geschlechtsverkehr wäre wohl die etwas modernere Formulierung.

Wozu eine Vagina fähig ist

Vor Jahren erschien in englischen Magazinen häufig eine Zigarettenreklame besonderer Art Sie zeigte die
Fotografie einer jungen Frau. Die sich mehrere Zigaretten in die Scheide gesteckt hatte und diese Zigaretten
glühten, als ob sie wirklich geraucht würden. Die Frau konnte mit ihrer Vagina atmen. Beliebt ist auch das
Spiel unter gemeinsam badenden Verliebten, bei dem die Partnerin mit Hilfe gekonnter
Muskelanspannungen ihre Scheide voll Wasser saugt. Das sie dem Partner dann entgegenspritzt. Man
berichtet von besonderen Könnerinnen, die sich Wein oder Whisky in ihre ausserordentlich saugfähige
Scheide schlürfen. In einem einschlägigen Lokal trat eine Dame auf die ihre atmende Scheide nicht zum
Rauchen von Zigaretten benutzte. Vielmehr klemmte sie sich eine Mundharmonika zwischen die Beine. Auf
der sie mehr oder weniger erkennbar eine kleine Melodie blies. In Skandinavien soll eine besondere Art von
Murmel oder Billardspiel beliebt sein. Die Damen sitzen unten ohne natürlich mit hochgeschürzten Röcken
und weit gespreizten Beinen nebeneinander an der Wand auf dem Fussboden. Die Herren haben die
Aufgabe die Kugel in die zu diesem Zwecke so weit wie möglich offen gehaltene Scheide zu schieben. Wer
das Ziel trifft. Darf sich mit der betreffenden Dame nach Belieben vergnügen.

Die längste Klitoris einer Frau

Mit keinem anderen Organ der Frau ist soviel Schindluder getrieben worden, wie mit der Klitoris der Frau
Dies ist teilweise leider heute noch der Fall Bei vielen Völkerstämmen wird dem heranwachsenden Mädchen
der Kitzler einfach herausgeschnitten, bei anderen wird nur die obere Kappe entfernt In den westlichen
Kulturen wurde im 18 und 19 Jahrhundert und noch bis ins 20 hinein die Klitoris Oberhaupt nicht beachtet
Zwar war sie als Ausgangspunkt körperlicher Freuden bekannt. Doch gerade diese Freuden sollten der Frau
ja unter dem Einfluss einer leibfeindlichen Religion verwehrt bleiben.
Auch eine Ehefrau galt als halbe Hure, wenn beim Geschlechtsverkehr ihr Kitzler seiner Aufgabe
entsprechend reagierte. Deshalb gibt es aus jenen grauen Zeiten nur wenig verlässliche Angaben darüber,
welche Masse die Klitoris zeigte. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass genau wie der Penis auch die
Klitoris von sehr unterschiedlicher Grösse sein kann Sie reicht vom kleinen, kaum ertastbaren Knopf bis hin
zu einer Länge, die es mit jedem Penis aufnehmen kann als bemerkenswert wurde der Kitzler einer Frau in
medizinischen Zeitschriften beschrieben, der 5 Zentimeter lang war und sogar 7 ½ «bei voller Erektion».
Sexualforscher haben herausgefunden, dass Kitzler von mehr als l Zentimeter Länge bei weissen Frauen
sehr selten vorkommen, jedoch sollen sie bei 2 bis 3 Prozent der Negerinnen auftreten. Eine unter rund 300
Negerinnen wies eine Klitoris von 7 ½ Zentimetern auf. Andere Berichte reden von Klitorislängen bis zu 16
oder gar 25 Zentimeter. Doch tut sich hier die Frage auf, ob man nicht die Übergrosse Klitoris mit dem Perus
eines Zwitters oder eines Transsexuellen verwechselt hat.
Die kürzeste weibliche Klitoris

Nicht selten begegnet man im «Briefkästen» einschlägiger Zeitschriften den besorgten Zuschriften von
Frauen, die von sich behaupten, überhaupt keinen Kitzler zu haben. In der Tat gibt es zahlreiche – auch
sexuell erfahrene – Frauen, die ihren Körper vergeblich nach dem lustspendenden Organ abtasten. Zwar
erreichen sie durch Masturbation in der richtigen «Gegend» einen zufriedenstellenden Höhepunkt. Nur eben
einen Kitzler spürt der reibende Finger nicht. Dafür mag es verschiedene Gründe geben.
Oft ist der Kitzler mit einer Kappe bedeckt, die etwa der Vorhaut des Mannes entspricht. Durch einen kleinen
Schnitt lässt sich in solchen Fällen die Klitoris freilegen. Es kommt aber auch vor, dass die Klitoris
unwahrscheinlich klein ist. Sie misst dann nicht mehr als l oder 2 Millimeter, die kaum zu ertasten sind.
Jedoch ist auch eine Frau mit winziger oder anscheinend gar keiner Klitoris voll zum sexuellen Genuss
befähigt. Denn das Gewebe an der Stelle, wo sie sich – ob tastbar oder nicht – befindet, ist von vielen
Nervenenden durchzogen. Sie sorgen für die Weiterleitung der Erregung und der schönen Gefühle.

Wenn Eierstöcke gleich mehrfach vorhanden sind

Der Fall ist allgemein bekannt, dass sich eine Frau sterilisieren liess, um keine Kinder mehr zu empfangen.
Trotzdem war sie bald darauf wieder schwanger. Und die Ärzte mussten zu ihrem Erstaunen feststellen,
dass zwar das übliche Paar Eierstöcke entfernt oder stillgelegt worden war Diese Patientin aber verfügte
über drei Eierstöcke, von denen der übriggebliebene voll in Funktion war. Bei einigen Tierarten ist das
Vorkommen von mehreren Eierstöcken nicht selten oder sogar die Regel. Beim Menschen gelten drei
Eierstöcke als sehr selten Aber man hat auch schon vier vorgefunden Gerade weil diese Fälle so selten
sind, ist die Überraschung über eine trotz Sterilisation eintretende Schwangerschaft um so grösser.
Die Menstruation – wann kann sie am frühsten eintreten

Wie auf so vielen anderen Gebieten ist auch für das Einsetzen der Menstruation bei Mädchen ein
Durchschnittsalter nur schwer zu ermitteln. Die Tatsache, dass die Menarche (Zeitraum des ersten Eintritts
der Monatsblutung) von Jahrzehnt zu Jahrzehnt früher einsetzt, scheint zwar wissenschaftlich belegt. Es gibt
jedoch immer wieder Ausnahmen, die alle Statistiken zu widerlegen scheinen. Beispielsweise eine
wissenschaftliche Untersuchung, wonach sich der Menstruationsbeginn bei den nach 1946 geborenen
Frauen bei 12 1/2 Jahren eingependelt haben soll -als Durchschnittswert Aber schon Kinsey kam bei seinen
Forschungen zu der Feststellung. dass zu seinen Informantinnen Frauen gehörten. Die mit 9 Jahren ihre
erste Regel gehabt hatten In einem Extremfall wurde bei einem 1 jährigen Mädchen das Einsetzen der
Menstruation beobachtet. In einem anderen Fall wurde der gleiche Vorgang bei einem Mädchen von 8
Monaten registriert. Jedoch gilt als Rekord -wenn es denn einer ist -die bei einem Mädchen im Alter von 3
Monaten beginnende Menstruation.

In welchem Alter ein Junge das erste Schamhaar bekommen kann

Unter heranwachsenden Jungen entbrennt immer wieder ein Wettstreit darüber wer zuerst dort unten- Haare
kriegt. Wobei es durchaus unterschiedliche Entwicklungen gibt. Der eine hat zuerst Haare unter den Armen,
der andere auf der Brust, der dritte am Unterleib und manch einer muss sich damit abfinden, dass er unter
den Armen und auf der Brust so gut wie bloss bleibt, während ihm untenherum- nur ein dünner Haarkranz
wächst. Im allgemeinen setzt die Behaarung bei den Jungen einer Schulklasse so ziemlich gleichzeitig ein
Früh und Spätentwickler bestätigen nur die Regel besonders eilig hatte es ein Junge. Der bereits mit 18
Monaten Schamhaare bekam. Dazu hatte er einen für sein Alter viel zu grossen Penis. Solche
Fehlentwicklungen gehen -sie treten zum Glück nur selten auf –meistens mit krankhaften Befunden einher
der Kleine mit dem grossen Penis und dem verfrühten Haarwuchs litt an einer stark vergrösserten Leber.

Wenn Frauen erst spät ihre Schamhaare bekommen

Die Behaarung im Genitalbereich der Frauen fällt äusserst unterschiedlich aus. Im allgemeinen kann man
wohl sagen, dass die Dunkelhaarigen einen stärkeren, mehr drahtigen Bewuchs aufweisen, während
Blondinen feineres und dünneres Haar entwickeln.

Nicht ganz selten ist der Fall, dass eine sexuell völlig normal gebaute und empfindende Frau erst sehr spät,
d.h. Jahre nach dem Einsetzen der Menstruation, ihren unteren Haarwuchs entwickelt. Um wieder einmal
Kinsey zu zitieren: Er hatte Fälle zu studieren, in denen junge Frauen erst mit 18 Jahren im Genitalbereich
«haarig» wurden. Sicherlich ist dies kein Rekord. So manchem vielerfahrenen Mann sind bereits Frauen von
Mitte Zwanzig begegnet, deren Schamdreieck völlig kahl war – aber ohne die von manchem Liebhaber so
sehr begrüsste Rasur.
Das längste weibliche Schamhaar

Genauso unterschiedlich wie die Behaarung im Genitalbereich der Frauen fällt auch die Menge und Länge
der Haare aus. Es gibt nicht wenige Frauen, die einfach gezwungen sind, im Sommer zum Rasierapparat zu
greifen, weil die Fülle ihres unteren Haarwuchses rechts und links neben dem Bikinihöschen hervorquillt.
Zu den Rekorden dürfte die von einem englischen Arzt getroffene Feststellung gehören, dass eine Frau sich
ihr Schamhaar um die Hüften schlang und auf dem Rücken flocht. Allerdings dürfte hier Eitelkeit der
Zurschaustellung eine Rolle gespielt haben. Denn in der Länge lässt sich auch der wildeste Haarwuchs
bändigen.
Aus dem 19. Jahrhundert wird gleichfalls aus England von einer Frau berichtet, deren Schamhaar länger war
als das Haupthaar. In einem weiteren Fall wurde Schamhaar bemerkt, das bis zu den Knien reichte.

Das dichteste weibliche Schamhaar

Henry Miller beschreibt in einem seiner Bücher eine Nachbarin mit so dichter unterwärtiger Behaarung, dass
seine Hand völlig in dem Bewuchs verschwand, wenn er sie streichelte. Es gibt Geniesser, die auf eine
«nackte» weibliche Lustzone scharf sind, während es anderen gar nicht «haarig» genug zugehen kann.
Der mehrfach zitierte Autor Walter beschreibt in «Mein geheimes Leben» voller Entzücken einen Busch
schottisch roten Haares von unwahrscheinlicher Fülle. Die rotblonde Pracht erstreckte sich halbwegs bis zu
ihrem Nabel hinauf und reichte zwischen den Beinen noch 15 Zentimeter nach hinten, wo das Haar dann
dünner und kürzer wurde. Walter wie Miller sind sich darüber einig, dass sie Frauen gekannt haben, deren
Schamhaar in dichter Fülle sogar bis zum hinaufreichte. Und in den Memoiren der Amerikanerin Morton wird
eine Miss Dean beschrieben, die nackt ausgepeitscht wurde, weil sie entlaufenen Sklaven geholfen hatte.
Sie wies zwischen den Beinen und über dem Venushügel eine dichte, dunkelbraune Behaarung von etwa 5
Zentimeter Länge auf. Was einen der Zuschauer zu der Bemerkung veranlasste: «Mann, so ein Vlies habe
ich noch nie zwischen den Beinen einer Frau gesehen. Die muss ja erst mal geschoren werden, ehe man da
ran kann!»

Die Frauen mit den grössten Hinterbacken

Schon die alten Griechen hatten eine Schwäche für gut entwickelte Frauenhintern. Kallipygos nannten sie
eine solche Frau – die «Schönärschige». Um diesem Ideal wenigstens äusserlich ähnlich zu werden,
polsterten sich die Damen um die Jahrhundertwende ihren verlängerten Rücken unter weiten Röcken aus.
Die dicksten Hintern schrieb man lange Zeit den Frauen der Hottentotten und einiger anderer afrikanischer
Stämme zu. In besonders gut entwickeltem Zustand kann so eine Pobacke (einzeln!) 50 bis 70 Zentimeter
messen. Selbst ganz junge Mädchen zeigen schon enorme Rundungen. Inzwischen st der dicke Hintern
längst kein Privileg der Buschfrauen mehr. Auch die weisse Kallipygos kann durchaus mithalten.

So zeigten sich 1980 mehr als 140 Bewerberinnen in einer speziellen Popo-Schau in «Miss Po von
Amerika» oder so ähnlich. Leider liegen keine Masse für die 24 Bewerberinnen vor, die in die engere Wahl
kamen. Siegerin wurde Paddy Kollo aus Oris in Ohio. Ihre Hinterbacken hatten die enormen Rundungen von
Bierfässern, jedoch ohne wabbelig oder aus der Form geraten zu erscheinen. Ein Vergleich liegt vor. MISS
Kollos Hintern ist so gewaltig, dass jede Backe für sich einen ganzen Kinositz beansprucht.

Berühmte Fälle einer Geschlechtsumwandlung

Mit der Entwicklung der Wissenschaft und der Verfeinerung der chirurgischen Arbeitsmethoden ist für die
unter ihrem Schicksal leidenden Transsexuellen so etwas wie das «goldene Zeitalter» hereingebrochen. Es
sind vorwiegend Frauen, die von der Natur durch einen Irrtum dazu verurteilt wurden, in Männerkörpern und
in Männerrollen ihr Dasein zu fristen. Doch immer häufiger erreichen Meldungen die Öffentlichkeit, dass hier
und dort eine Geschlechtsumwandlung vorgenommen und erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Gerichte
sind aufgeschlossener geworden. Eine ganze Anzahl im Showbusiness berühmter Namen sind die von
erfolgreich operierten und geschlechtlich umgewandelten Transsexuellen. Der Däne (oder die Dänin)
Joergensen eröffnete vor Jahren den Reigen.

Inzwischen erscheint es fast unglaublich, was noch 1960 der Engländerin April Ashley geschah. Sie liess
sich in einer Operation den ungeliebten Penis entfernen. Aber die Umwandlungstechnik, die heute von den
Medizinern perfekt beherrscht wird, reichte damals nur zu einer Entfernung der äusserlichen
Geschlechtsmerkmale. Jedoch erklärten die Gerichte die 1970 geschlossene Ehe für null und nichtig, da
April vor dem Gesetz immer noch als Mann galt. Die Ansichten der Mediziner waren geteilt. Es gab kein
einheitliches Gutachten. Inzwischen hat sich die Lage der Transsexuellen grundlegend geändert, nämlich
gebessert.

Die beste nicht-medizinische Beschreibung eines Zwitters

Die Zwitter, wissenschaftlich als Hermaphroditen bezeichnet, nehmen breiter Raum in der
wissenschaftlichen Literatur ein. Jedoch kann der Laie meist nur wenig damit anfangen, weil er nicht weiss,
was sich hinter den gelehrten Fachausdrücken verbirgt. Nur selten findet man Beschreibungen solcher
Menschen in allgemein verständlicher Form wie etwa bei Henry Spender. Er findet die «Frau» ziemlich
attraktiv und lässt seinen imaginären Erzähler berichten
«Sie war etwa zwanzig Jahre alt, ziemlich hübsch, und sie machte einen recht fraulichen Eindruck, mit
schönen Augen, zarter Haut und blondem Haar. Ihre Nase wirkte dagegen ziemlich männlich. Der Mund war
gross und wirkte gewöhnlich. Überdies hatte sie schlechte Zähne. Dafür hatte sie einen breiten Brustkorb,
jedoch mit gut entwickelten Brüsten. Die Beine unterhalb der Knie waren leicht gebogen und durchaus
männlich. Sie besass, jedenfalls dem Augenschein nach, die äusseren Merkmale beider Geschlechter. Aber
sie war nach keiner Seite hin perfekt ausgebildet. Der Penis war klein wie bei einem 12- oder 14jährigen
Jungen; Hoden waren offenkundig vorhanden; unterhalb der Hoden befand sich ein weiblicher
Scheideneingang, der aber nur gross genug war, damit sie Wasser lassen konnte. Aber es war ihr nicht
möglich, darin ein Männerglied aufzunehmen oder auch nur das Ende eines Federkiels. Sie hatte keine
Menstruation, verspürte aber ein monatliches Unwohlsein; sie genoss die Umarmungen beider
Geschlechter; im Zusammensein mit einer ihr sympathischen Frau stellte sich sogar eine Erektion ein. Doch
konnte sie natürlich ihr sexuelles Verlangen nicht befriedigen.»

Der seltenste Typ eines Zwitters

Bei den Menschen sind die echten, durch Erbanlagen bedingten Zwitter die seltensten. Dieser Zustand
bedingt eine gleich weitgehende Entwicklung der Eierstöcke und der Hoden. In der medizinischen Literatur
sind bisher kaum 50 solcher Fälle beschrieben worden. Nur die mikroskopische Untersuchung von Teilen
der Geschlechtsdrüsen kann genauen Aufschluss geben.
Die äusseren Kennzeichen eines männlich bestimmten Wesens sind die Harnröhrenspalte, nicht
abgestiegene Hoden und eine abnorme Entwicklung der Brust. Der weiblich bestimmte Zwitter weist eine
abnorme Vergrösserung des Kitzlers auf. Eine ganz normale Samenentwicklung kann dicht neben einem
Eierstock mit befruchtungsbereitem Ei vor sich gehen.
Die jungfräuliche Geburt – Mythos oder Wahrheit

In der Geschichte der Menschheit tauchen immer wieder Frauen auf, die behaupten, ihr Kind als Jungfrauen
und ohne Zutun eines Mannes geboren zu haben. Das gibt es in der fernöstlichen und in der griechischen
Mythologie und nicht zuletzt in der abendländischen Bibel.
In der medizinischen Literatur dagegen findet sich wenig, was diese Behauptungen stützen würde. Wenige
anscheinend «verbürgte» Fälle erwiesen sich als persönlicher oder medizinischer Irrtum. Im Jahr 1955
unternahm die Londoner Sunday Pictorial einen Grossversuch. Sie forderte Frauen, die meinten, sie hätten
ohne Zutun eines Mannes ein Kind geboren, auf, sich zu melden. Von 19 Meldungen wurden 11
abgewiesen, weil diese Mütter meinten, ein intaktes Jungfernhäutchen sei Beweis genug für eine
jungfräuliche Geburt. Dabei ist längst erwiesen, dass vor dem Hymen ausgeschütteter männlicher Samen
unschwer seinen Weg durch die Menstruationsöffnung zu dem zur Befruchtung bereiten Ei finden kann.
Letztlich blieb ein Fall übrig, der nach 6 Monaten eingehender Untersuchungen P von der Zeitung als eine
echte «Jungfernzeugung» hingestellt wurde. Da gab es eine Frau, die ihre Tochter ohne Zutun eines
Mannes geboren haben wollte. Alle Tests verliefen positiv – Blut, Speichel, Geschmacksnerven waren
identisch. Nur untereinander ausgetauschte Hautverpflanzungen stiessen sich gegenseitig ab dass dieses
Kind doch einen Vater gehabt haben müsse.
KAPITEL 2
Von Liebesmitteln und Sextechniken bis hin zum Orgasmus
Reichlich abwegige Aphrodisiaka

Zu allen Zeiten haben Menschen versucht, den sexuellen Genuss zu steigern oder mindestens der
nachlassenden Sexualkraft neuen Auftrieb zu verleihen. Obwohl auch Frauen nach solchen
Stärkungsmitteln verlangten, ging es bei der Verabreichung der sogenannten Aphrodisiaka vorwiegend
darum, schwindende Manneskräfte aufzumöbeln. Dazu mussten manchmal reichlich abwegige Dinge
herhalten Sie wurden von angeblichen Gelehrten meistens Scharlatanen den Reichen und Mächtigen
verabreicht. Stellte sich Erfolg ein, beruhte er (fast) ausschliesslich auf psychologischen Einflüssen. Da gab
es Drogen zu schlucken oder Abkochungen von Pflanzen, denen man förderliche Kräfte zuschrieb, nur weil
sie (wie der Spargel) dem Phallus ähneln oder weil ihre Wurzeln (Alraune) wie Geschlechtsteile aussehen.
Dabei lassen sich höchst merkwürdige Dinge feststellen Gewisse orientalische Mitbürger beschafften sich,
oft für teures Geld die Hoden von geschlachteten Bullen, um sie mit grossem Genuss im Hinblick auf noch
grössere Genüsse zu verspeisen. Ein chinesischer Kaiser hielt sich ständig eine Herde von Hirschen, um bei
Bedarf deren warmes Blut zu trinken. Damit wollte er seine sexuellen Kräfte aufbessern. Auch vor
Kannibalismus scheute man nicht zurück Menstruationsblut, Nachgeburt und die Geschlechtsteile getöteter
Feinde werden verwendet. Auch männlicher Samen sollte wirksam sein, wenn er geschluckt wurde. Ein altes
Rezept besagt man mische den Samen viriler, junger Männer mit den Exkrementen von Habichten oder
Adlern und drehe daraus Pillen, Chinesische Eunuchen wollten den Verlust ihrer Sexorgane damit
ausgleichen, dass sie voller Hoffnung das noch warme Hirn frisch Geköpfter assen, ob es geholfen hat, ist
nicht überliefert.

Ein reichlich brutales Liebesmittel

Dem sagenhaften asiatischen Volk der Amazonen (dh. Die Brustlosen) sagt man allerlei schlimme Sachen
nach. Kein Wunder, dass sie sich auch auf sexuellem Gebiet ausgefallene Dinge einfallen liessen, Wenn
gleich ihnen bei der Quälerei, die sie ihren Sklaven zur Erhöhung von deren Manneskraft zufügten, ein
offenkundiger Fehlschluss unterlaufen ist und zwar ihnen oder den späteren Interpreten dessen, was über
die tapferen Kriegerinnen geschrieben wurde. So berichtet Eustathius. Die Amazonen brachen ihren
Kriegsgefangenen entweder einen Arm oder ein Bein, Das taten sie nicht nur, um die Männer an der Flucht
zu hindern. Der Hauptgrund war in dem Glauben zu suchen, dass Männer mit gebrochenen äusseren
Extremitäten um so bessere Liebhaber seien. Sie selbst brannten ihren jungen Mädchen die rechte Brust
aus, damit der rechte Arm besser ernährt und entsprechend stärker würde (Hier irrt Eustathius. Die
Amazonen entfernten die rechte Brust, weil sie beim Bogenschiessen hinderlich war und durch die Sehne
häufig verletzt wurde. Moderne Bogenschützinnen tragen zum Schutz der Brust ein Lederkoller). Dem
entsprechend schlossen sie kriegstüchtigen Weiber, dass das männliche Glied stärker würde, wenn man
eine der äusseren Extremitäten, einen Arm oder ein Bein, durch Brechen schwächte. Als sie von den
Skythen (Nomadenstämme iranischer Abstammung) wegen ihrer hinkenden Sklaven verspottet wurde
antwortete die Königin Antianara: Die Lahmen sind beim Liebesakt die Stärksten!.

Das berühmteste Aphrodisiakum aus dem Orient

Die angeblich potenzstärkende Wirkung der Rauschdrogen ist immer noch umstritten, Ob wirklich eine wenn
auch nur vor übergehende und teuer erkaufte Stärkung der sexuellen Leistungsfähigkeit erreicht wird, oder
ob diese nur in der Phantasie des Berauschten existiert, ist noch ungeklärt. Wahrscheinlich gibt es da starke
Individuelle Unterschiede. Nicht einmal beim Ginseng der nicht zu den Rauschgiften gehört sind sich die
Gelehrten einig. Vor allem im Orient setzt man optimistisch auf Opium als potenzförderndes Mittel. Selbst
eine kleine Dosis davon soll nach Meinung der Orientalen für mindestens eine Stunde genitaler Stimulierung
sorgen. Das soll für eine Menge von 3000 Penisstössen ausreichen. In dem bekannten Buch Chin Ping Mei
heisst es poetisch über die Opiumpille. Nimm nur ein Stückchen davon, lass es auf dich wirken.
Dann enteile flugs zum Hause der Frauen. Beim ersten Male wirst du sein voller Kraft. Beim zweiten Male
sogar noch viel stärker. Selbst wenn zwölf auserlesene Schönheiten. Alle in Scharlach gewandet, deinen
Stoss erwarten. Wirst du dich jeder erfreuen wie Deine Phantasie es will. Und so weiter und so fort.
Interessant erscheint die Erwähnung der Phantasie (siehe oben). Und dann heisst es noch: Zehn Frauen in
einer Nacht werden sein für dich wie eine einzige.

Ein höchst ungewöhnlicher Liebeszauber

Von jeher hat es Zaubermittel gegeben. Mit denen Menschen auf andere Menschen einwirken wollten. Vor
allem der Liebeszauber hat durch die Jahrhunderte und bis in unser aufgeklärtes Zeitalter hinein immer
wieder eine Rolle gespielt. Da gibt es das Osterwasser das junge Mädchen in der österlichen Vollmondnacht
aus bestimmten Brunnen schöpfen mussten. Ebenso wie viele Abkochungen von Kräutern Weise Frauen
verkauften solche Sachen an heiratslustige Mädchen. Die sich damit den zögernden Auserwählten geneigt
machen wollten. Liebeszauber von höchst ungewöhnlicher Art übten einer Legende zufolge in alten Zeiten
verliebte Irinnen. Auf dem Friedhof mussten sie eine Leiche ausgraben. Die vor 9 Tagen beerdigt worden
war. Dem Toten wurde ein schmaler Hautstreifen vom Kopf bis zu einem der Füsse vom Leibe gezogen.
Dieser Riemen wurde dem schlafenden Liebhaber um einen Arm oder ein Bein geknotet. Er musste wieder
entfernt werden bevor der Mann erwachte. Der Mann war so lange zur Liebe gezwungen. Als es der Frau
nächtens unbemerkt gelang, den Hautstreifen anzuwenden. Die Hexe Canidia (in der fünften Epode des
Horaz) trieb es noch schlimmer Sie fing sich einen Jungen und vergrub ihn bis zum Hals in der Erde
Nahrungsmittel wurden vor den Unglücklichen in unerreichbarer Entfernung hingestellt. Nachdem der Junge
verhungert war, benutzte die Hexe sein Knochenmark und die Leber, um daraus Liebestränke herzustellen.
Im abergläubischen Mittelalter und noch lange danach mussten Mittel wie zerstossener Hundekot bis hin zu
pulverisierten Spinnen herhalten um als Liebeszauber zu dienen.
Sexuelle Reaktion im frühesten Kindesalter

Bei Kinsey finden sich Berichte darüber, dass Kinder schon während des Geburtsvorganges erotische
Reaktionen erkennen lassen. Starkem Interesse begegneten die Bilder von Babys im Mutterleib, die vor der
Geburt an ihrem Daumen lutschten oder es wenigstens versuchten. Es erscheint somit keineswegs
ausgeschlossen, dass Kinder schon vor der Geburt sexuelle Reaktionen zeigen. Bei neugeborenen Jungen
werden bereits Erektionen beobachtet. Folglich kann man sich wohl vorstellen, dass so etwas auch im
Mutterleib vor der Geburt geschieht. Natürlich könnte man sich darüber streiten, ob solche Vorgänge wohl
erotischer Natur sind oder auch nicht.

Schon die jüngsten Knaben können einen Orgasmus haben

Grund und Ursache sind noch weithin unklar Es gibt bislang keine wissenschaftliche Erklärung dafür. Doch
die Erfahrung lehrt, dass schon allerkleinste Knaben einen Orgasmus haben können Kinsey hat beobachtet,
dass Jungen im Alter von 5 Monaten deutlich einen Orgasmus erlebten. Allerdings basiert diese Behauptung
nur auf Beobachtungen und entsprechenden Schlussfolgerungen. Wo her sollte man sonst wissen, dass ein
Kind in diesem zarten Alter einen Orgasmus hat? Nachdem auch bei einem Knaben von nur 4 Monaten
deutliche Anzeichen dafür registriert wurden, dass er einen Orgasmus hatte, gibt es wohl kaum noch Zweifel
in dieser Richtung. Natürlich kann ein Kind nicht sagen: Ich habe jetzt einen Orgasmus. Aber die äusseren
Anzeichen sind so wohlbekannt und das Verhalten des Menschen beim Höhepunkt ist so oft beobachtet
worden, dass sich auch aus dem Verhalten eines Kindes unschwer ablesen lässt, wenn es einen Orgasmus
hat. Heute geht es der Wissenschaft nicht mehr um die Frage, ob es den regelrechten Orgasmus im
frühesten Kindesalter wirklich gibt, sondern was ihn auslöst und welcher Art er ist.

Wie ein dreijähriges Mädchen den Orgasmus erlebt

Genau wie bei kleinen Jungen lassen sich auch bei kleinen und kleinsten Mädchen Anzeichen dafür
ablesen, dass das Kind einen Orgasmus erlebt. Man geht im allgemeinen davon aus, dass die Jungen von
den Mädchen in bezug auf sexuelle Frühreife übertroffen werden Einige Umstände scheinen dies zu
beweisen So wurden deutliche Anzeichen für das Erleben eines sexuell bestimmten Höhepunktes bei einem
nur 4 Monate alten Mädchen beobachtet. In Kinseys Schriften findet sich die Niederschrift einer Mutter, die -
intelligent genug war, ihre Beobachtungen beim eigenen Kind sogleich schriftlich festzuhalten. Das
Töchterchen war drei Jahre alt, und die Mutter schrieb auf -Sie lag mit dem Gesicht nach unten auf dem Bett
und hatte die Knie etwas angezogen. Mit dem Unterleib oder dem Becken machte sie stossende
Bewegungen, pro Sekunde oder etwas weniger einen. Die Stösse gingen deutlich von der Genitalzone aus,
während die Beine mit angespannten Muskeln unbeweglich blieben. Die stossenden Bewegungen gingen
weich ineinander über. Sie wurden nur für Augenblicke unterbrochen, wenn die Puppe neu zurechtgelegt
werden musste, gegen die sie ihre Genitalien presste. Die Rückwärtsbewegung nach jedem Vorwärtsstoss
ging zuckend und Ruckhaft von statten. Ich notierte 44 Stösse in gleichbleibendem Rhythmus, dann kam
eine kurze Pause. Ihr folgten 87 Stösse, dann wieder eine kurze Pause, danach zehn Stösse, woraufhin sie
mit allen Bewegungen innehielt. Eine deutliche Konzentration, tiefes Atmen und abrupte kurze Stösse waren
zu beobachten, als der Orgasmus nahte. Während dieser Phase nahm sie ihre Umwelt einfach nicht mehr
wahr Ihre Augen waren glasig und blickten starr vor sich hin. Nach dem Orgasmus stellte sich deutliche
Erleichterung und Entspannung ein. Zwei Minuten später begannen neue Serien von 48, 18 und 57
Beckenstössen mit nur kurzen Pausen dazwischen. Bei der zunehmenden Spannung war leises Keuchen zu
hören. Unmittelbar nach dem Aufhören der Stösse stellte sich völlige Entspannung ein. Es gab nur noch
wenige unzusammenhängende Bewegungen.

Oft kommt der Orgasmus erst in reifen Jahren

Die Anzahl der Frauen die bei dem Wort Orgasmus verständnislos den Kopf schütteln nimmt Gott sei Dank
ab und das um so mehr je geringer der Einfluss leibfeindlicher in mittelalterlichen Vorstellungen verklemmter
Religionen verschwindet. Fast immer sind es Erziehungsfehler oder religiös bedingte Hemmungen. Die dazu
führen dass Frauen gar nicht oder erst sehr spät ihren ersten Orgasmus erleben. Wiederum bei Kinsey ist
belegt, dass drei der befragten Frauen zwischen achtundvierzig und fünfzig Jahren ihren ersten sexuellen
Höhepunkt erlebten. Allerdings sollte die Tatsache unterstrichen werden dass fehlender Orgasmus und
sexuelle Reaktion nicht unbedingt auf eine Stufe zu stellen sind. Man kann auch ohne Orgasmus ein recht
zufriedenstelIendes Sexualleben haben. Aber mit Orgasmus ist es natürlich schöner.
Der «schnellste» männliche Orgasmus

50 mancher brave Mann leidet darunter, dass er ein Schnellschütze ist. Er ejakuliert gleich nach Beginn des
Koitus und oft genug unmittelbar vorher. Es bedurfte schon des Wissensdurstes eines Mr. Kinsey um sich
mit der Frage forschend zu beschäftigen. Wie schnell der Orgasmus einsetzen kann. Der normale Mann
weiss dass es bei ihm drei, fünf oder auch zehn Minuten dauern kann. Wobei der wirklich Ausdauernde der
hingebungsvollen Sympathie der diesbezüglichen Dame durchaus sicher sein kann. Dass es in der Jugend
schneller geht als in vorgerückten Jahren ist ein alter Hut. Wie schnell es wirklich geht, hat Kinsey
aufgezeichnet. Bei Heranwachsenden sind es so um die zehn Sekunden. Genau 6.4 Prozent der
Heranwachsenden hatten in weniger als zehn Sekunden nach dem Beginn der Stimulierung einen
Höhepunkt. Ein Viertel der Testpersonen brachte es in weniger als einer Minute zum Orgasmus. Auch einige
zweijährige Knaben erreichten in weniger als zehn Sekunden den Höhepunkt. Ganz nebenbei erhärtet
Kinsey in seinen Tabellen noch eine an sich bekannte Tatsache. Halbwüchsige oder Heranwachsende
bekommen schneller eine Erektion als Erwachsene.

Welch ungewöhnliche Art von Orgasmus Männer erleben können

Dass ihm bei einer besonders gelungenen Nummer die Partnerin halb oder ganz ohnmächtig in den Armen
liegt passiert sicherlich dann und wann jedem aktiven Mann. Dass aber auch Männer in für sie
ungewöhnlicher Weise auf den Orgasmus reagieren kommt relativ selten vor. Einige damit befasste Autoren
sind der Ansicht, dass extremes Zittern. Totenblässe und ein Kollaps bis zur völligen Besinnungslosigkeit
beim ersten Koitus eines Knaben oder jungen Mannes zuweilen auftreten können, später aber nicht mehr
vorkommen. In ganz seltenen Fällen treten solche extremen Reaktionen beim Orgasmus bei jeder sexuellen
Begegnung oder doch den meisten auf Extreme sexuelle Reaktionen dieser Art sagt man sonst im
allgemeinen den Frauen nach.

Die spätesten sexuellen Reaktionen

Die Skala der sexuellen Reaktionen reicht weit. Schon bei kleinsten Kindern werden sexuelle Regungen und
sogar Orgasmen beobachtet. Denen stehen Erwachsene vorwiegend Frauen gegenüber, die selbst in
vorgerückten Jahren noch keinen Höhepunkt, ja, überhaupt noch keine sexuelle Erregung kennen gelernt
hatten. Es gibt immer noch Menschen, die durch Erziehung und Religion so verklemmt sind dass sie
sexuelle Regungen nicht als solche erkennen, wenn sie dergleichen erleben. Nicht selten hält sich so eine
Frau für krank oder für überspannt. (Womit sie im Prinzip recht hat), wenn sich sexuelle Gefühle einstellen,
die sie nicht wahrhaben will. So werden viele Frauen dreissig Jahre alt und noch älter (auch hier hat Kinsey
für das nötige Zahlenmaterial gesorgt), ehe sich erkennbare und als solche anerkannte sexuelle Reaktionen
einstellen. Im Grunde sind diese Wesen zu bedauern Sie werden um das Schönste im Leben betrogen oder
sie betrügen sich selbst darum. In einer umfassenden amerikanischen Untersuchung über das sexuelle
Verhalten der Frau in neuerer Zeit berichtet eine jetzt Sechzigjährige, dass sie erst lange nach dem Tode
ihres Mannes durch Masturbation zu ihrem ersten Orgasmus gelangt sei. Einschlägige Lektüre hätte sie
dazu angeregt. Und das bei einer Mutter von drei Kindern! Heute, berichtet sie, masturbiere ich regelmässig.
Ich bereite mich darauf vor, wie auf eine Brautnacht.

Was sind das für Männer die am häufigsten einen Orgasmus bekommen

Häufig wird der sexuelle Wert eines Mannes danach eingestuft, wie oft er innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes zum Orgasmus gelangen kann. Je mehr Höhepunkte, desto besser lautet die allgemeine
Ansicht. Dabei ist es für den Erwachsenen sicherlich kein Trost zu erfahren, dass ihm die meisten
Heranwachsenden darin Überlegen sind. Kinsey hat 182 Jungen unter die Lupe genommen und
herausgefunden, dass 81 von ihnen nur einen Orgasmus zustande brachten, bei 17 ging es zweimal bei 42
waren es drei, vier oder fünf Höhepunkte hintereinander. 30 hatten es sechs bis zehnmal hintereinander und
12 erreichten mehr als zehn Orgasmen. Der in jener Versuchsreihe aufgestellte Rekord lag bei 21
Orgasmen hintereinander. Bei einem erst elf Monate alten Jungen wurden 14 Orgasmen in 38 Minuten
beobachtet Ein Vierzehnjähriger brachte es auf 11 Orgasmen in vier Stunden und so weiter. Man darf dabei
aber nicht Übersehen, dass sich die Fähigkeit. Viele Orgasmen zu erleben, im allgemeinen verliert, wenn die
Ausstossung von Samenflüssigkeit beginnt. Andererseits gibt es einige erwachsene Männer, die über einen
langen Zeitraum hinweg ihre starke Leistungsfähigkeit behalten, Kinsey berichtet von einem Manne, der 30
Jahre lang täglich 3 Orgasmen hatte, und ein anderer brachte es im gleichen Zeitraum auf einen
wöchentlichen Durchschnitt von 33,1 Orgasmen. Bei allen diesen Zahlenspielen und Vergleichen fehlt
jedoch die Berücksichtigung der Intensität der Empfindungen. Es gibt Männer, die durchaus der Meinung
sind lieber dreimal in der Woche einen kräftigen, beglückenden Orgasmus, als dreimal in der Stunde ein
schwächliches Prickeln oder Zucken.
Wenn beim Mann die Orgasmen ausbleiben

Es gibt Fälle von totaler Impotenz von Jugend an. Sie sind zum Glück sehr selten und fast durchweg
krankhafter Natur häufiger kommt es vor, dass ein wenig aktiver oder auch wenig motivierter Mann mit
einem Höhepunkt im Monat zufrieden ist, ganz gleich, ob durch Koitus oder durch Masturbation. Bei
manchem vergehen Jahre, bis sich mal wieder etwas regt. Nach allzu langen Pausen schläft der Trieb
schliesslich ganz ein. Bei Kinsey ist der Unglückliche verzeichnet, der es in 30 Jahren lediglich auf einen
einzigen Orgasmus brachte.

Die ausgeprägte sexuelle Leidenschaft der Frauen

Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte haben Frauen in sexueller Beziehung höchst unterschiedliche


Rollen gespielt. Sie sind in der Überlieferung als ausschweifend, als Vamps und Verführerinnen geschildert
worden oder als sexuell kalt (was im Lichte unserer Moral lange Zeit für die anständige Frau und Gattin als
einzig möglich galt. Indessen gilt nicht die Orgasmusfähigkeit im ehelichen Bett als Massstab für sexuelles
Bewusstsein und erotisches Interesse, sondern die Häufigkeit der Masturbation (obgleich andererseits bei
sexuell interessierten und dementsprechend befriedigten Frauen eine Reihe anderer
Ausgleichsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden müssen. Man sagt den Moslemfrauen in Afrika und in
Ostasien nach, dass sie besonders gern und leidenschaftlich masturbieren, und zwar die verheirateten wie
auch die unverehelichten Männer nehmen diese Tatsache als gegeben hin, weil sie allgemein verbreitet ist.
Die auf mannigfache Art betriebene Selbstbefriedigung zum Beispiel durch Reiben oder Klopfen in der
Genitalgegend ist in der weiblichen Natur begründet, so meint man, denn die Leidenschaft der Frau ist
zehnmal grösser als die des Mannes.
Es bedarf nach dort landläufiger Meinung zehn Männer, um eine Frau zu befriedigen. Deshalb hält man es
durchaus für richtig, wenn eine von sexuellen Nöten geplagte Frau masturbiert, um nicht ihren Ehemann
betrügen zu müssen (Bei französischen Truppen war es üblich, dass die abmarschierenden Männer ihre
Frauen mit Dildos versahen, um die Seitensprünge einzudämmen).

Wenn das Feuer der weiblichen Leidenschaft klein ist

Zu Kaiser Wilhelms II Zeiten hiess es, dass Frauen für Kinder, Küche und Kirche da seien. Nach dem 1
Weltkrieg hiess es dann Kinder, Küche, Kino. Immer und fast zu allen Zeiten haben Moralisten und um ihre
Männlichkeit bangende Zeitgenossen (die meistens identisch waren) in der Ehefrau nur das Heimchen am
Herd sehen wollen, dem jedwede erotischen Sehnsüchte und gar sexuellen Gefühle fremd waren Über die
verlogene, weil doppelte Moral des bürgerlichen Zeitalters sind ganze Bibliotheken geschrieben worden.
Dabei vergisst man immer die Urväter dieser Frauenfeindlichkeit zu erwähnen, die den Unsinn von der
sexlosen Frau durch ihr Gewicht als Wissenschaftler unterstützen. Zu den führenden Köpfen unter ihnen
gehört der Engländer Sir William Acton, der im 19 Jahrhundert einige Bücher schrieb. In ihnen verbreitete er
den Blödsinn, dass anständige Frauen gar keine oder allenfalls sehr schwache sexuelle Gefühle hätten
Dutzende von Auch-Wissenschaftlern haben ihn nachgebetet, vor allem aber war dieser ausgemachte
Quatsch immer wieder Wasser auf die Mühlen der katholischen Kirche, die mit den Hexenverbrennungen
noch nicht genug Unheil angerichtet hatte. Dieser Acton schrieb unter anderem Die Mehrzahl der Frauen
wird zu ihrem Glück nur wenig von sexuellen Gefühlen behelligt die besten Mütter, Ehefrauen und
Haushälterinnen wissen wenig oder nichts von sexuellen Lüsten Liebe zum Heim, zu den Kindern und zu
häuslichen Pflichten sind ihre wahren Leidenschaften. Die keusche Frau verlangt im allgemeinen nur selten
sexuelle Befriedigung für sich Sie gibt sich ihrem Ehemanne hin aber ihr wäre lieber, wenn er sie mit
dergleichen Zuwendungen verschonte. Acton erklärt es in scharfen Worten als gemeine Unterstellung, wenn
man einer Dame sexuelle Gefühle zuschriebe obwohl er in den niederen Klassen dergleichen nicht ganz
ausschliessen wollte.

Der weibliche Mehrfachorgasmus

Es bedarf nicht der Argumentation blau strümpfiger Feministinnen um in dem ewig schwelenden Streit, wer
nun sexuell leistungsfähiger sei, den Frauen die Siegespalme zu reichen. Der normal leistungsfähige Mann
kann mit einer Frau, ist sie erst einmal enthemmt, in der Zahl und Schnelligkeit der Orgasmen ganz bestimmt
nicht mithalten. Die Orientalen sagen nicht zu Unrecht, dass zehn Männer antreten müssen um eine Frau
richtig zu befriedigen. Einen Mann zu finden der 20 Minuten koitieren kann und dann erst im Höhepunkt
(einem einzigen!) Explodiert, verlangt schon einiges Suchen. Frauen die in 20 Minuten 4 bis 5 bildschöne
Orgasmen haben gibt es häufig. Meistens sind es erfahrene, enthemmte, jedem Genuss aufgeschlossene
Vierzigerinnen (ein paar Jahre nach oben und nach unten eingeschlossen). Dass weibliche Orgasmen nach
Hunderten gezählt werden können verweist sicherlich so manchen in das Reich der Fabel. Doch lässt
Brecher einen Teilnehmer an einer Sexorgie der Sexuellen Befreiungsfront berichten. Dass er Frauen
beobachtet habe, die innerhalb von vier Stunden 100 bis 200 Orgasmen gehabt hätten. Diese Orgasmen
seien physiologisch erkennbar gewesen. Eine Vorspiegelung sei ausgeschlossen. Pomeroy schreibt von
einer Frau, die innerhalb von 20 Minuten 15 bis 20 Orgasmen gehabt habe. Der Weltrekord soll bei 100 in
einer Stunde liegen. Doch gibt es dafür keine verbürgten Zeugnisse. Schon 20 in 20 Minuten zwingt zu dem
Schluss, dass es sich dabei nicht um tiefgreifende, durchrüttelnde Orgasmen gehandelt haben kann,
sondern allenfalls um ein aufzuckendes, sekundenlanges Schöngefühl. Aber ob das als Orgasmus
bezeichnet werden kann, bleibe dahingestellt.

Das kürzeste weibliche Orgasmusgefühl

Mancher Orgasmus ist so kurz, dass Zweifel entstehen ob es überhaupt einer war oder auch nicht. Beim
Mann gibt es immerhin als Beweis die Ejakulation des Samens. Aber da kommt auch der sogenannte
trockene Orgasmus vor, bei dem kein Samen ausgestossen wird. Und das nicht nur bei älteren Männern
immerhin. Meistens sind die Empfindungen so stark, dass man von Orgasmus reden kann. Frauen hingegen
haben es oft schwer, zwischen einem tiefen Glücksgefühl oder einem von Kitzler oder der Scheide
ausgehenden Orgasmus zu unterscheiden. Oft handelt es sich um ein sekundenlanges Aufzucken schönen
Empfindens. Man darf Frauen Glauben schenken wenn viele von ihnen behaupten ihr Orgasmus dauere nur
1 oder 2 Sekunden.

Wie schnell eine Frau kommen kann

Wiederum ein weites Feld, über das sich trefflich streiten liesse. Da hat man also nachgeforscht, wie lange
die Versuchspersonen brauchten um zum Orgasmus zu gelangen. Aber über die Vorbedingungen wird kein
Wort verloren. Da beschreibt der Forscher Pomeroy eine Frau die schon 2,6 Sekunden nach der Einführung
des Penis einen Orgasmus hatte. Aber wie lange das lustanheizende Vorspiel gedauert hat und welcher Art
es war, wird verschwiegen. So gesehen sind alle Zahlen über mehr oder weniger schnelle Höhepunkte mit
kritischem Blick zu betrachten. Generell geht man davon aus, dass es bei einer Frau länger dauert den
Höhepunkt zu erreichen als beim Mann. Wobei sich nebenher die Frage auftut. Beim Koitus oder beim
Masturbieren? Da ergeben sich nämlich ganz unterschiedliche Werte. Bei einer Koitus Serie, die von
Wissenschaftlern beobachtet wurde, schien sich ein Mittelwert von 8 Minuten bis zur Erreichung des
Höhepunktes herausgestellt zu haben. Jedoch gab es dabei erhebliche Schwankungen von 1 bis zu 30
Minuten. Und wenn Frauen gefunden wurden die nur 1 Minute bis zum Orgasmus brauchen dann darf man
sicherlich annehmen dass es auch einige gibt, die dazu nur 40 bis 50 Sekunden brauchen.

Die maximale Orgasmusdauer bei der Frau

Wir übersetzen Orgasmus mit Höhepunkt. Und Höhepunkt führt zu dem Schluss, dass es sich nicht um
einen länger andauernden Zustand handeln kann. Tut es auch nicht. Zwar gibt es Männer, die sich für eine
beträchtlich Zeit in Hochgefühlen winden und sicherlich nicht weniger Frauen, die in diesem Ausmasse
geniessen. Die Glücklichen! In der (ernst zu nehmenden) einschlägigen Literatur ist immer wieder von den
Wogen des Orgasmus zu lesen ist von einem anschwellenden und wieder nachlassenden dann erneut
heranbrandenden Gefühl die Rede. Doch darüber ist mit Wissenschaftlern nicht zu streiten. Sie haben kühl
rechnend festgestellt, dass der normale weibliche Orgasmus 6 bis 10 Sekunden dauert. In wenigen
Ausnahmefällen wurde von mehr als 20 Sekunden gesprochen. Zum Glück lässt sich die Dauer eines
Orgasmus weder trainieren noch steuern. Sonst gäbe es wohl bald eine Weltmeisterschaft um den
Orgasmus von mehr als 30 Sekunden!

Die sexuelle Reaktion, die man einst mit epileptischen Anfällen verglich

Die Franzosen nennen den Orgasmus „Ie petit mort“-, den kleinen Tod. In anderen Sprachbereichen hat
man andere Vergleiche dafür. In den Romanen einer früheren Zeit brechen die Damen beim Orgasmus
reihenweise ohnmächtig zusammen oder in Schreikrämpfe aus. In der Tat geht mit dem tiefen
durchrüttelnden Orgasmus eine Empfindungswelle einher, die Sexualforscher immer wieder interessiert hat.
Auch die frühesten Schreiber und Beschreiber dieses Genres haben Vergleiche mit epileptischen Anfällen
nicht gescheut. Schon 420 v. Chr. hat Demokritos den Orgasmus als einen kleinen Anfall von Epilepsie
beschrieben. In etwa Gleiches sagten Clemens von Alexandria und Aretaeus im 2 und 3 Jahrhundert
unserer Zeitrechnung. Und wiederum Kinsey hat darauf hingewiesen dass in der modernen medizinischen
Literatur Erektion und Ejakulation manchmal als eine Art epileptischer Folgeerscheinung beschrieben
werden.

Die häufigsten Arten der Träume mit Orgasmus

Im allgemeinen berichten die befragten Personen häufiger über Träume mit Orgasmus als solche ohne
Höhepunkt.
Die von Kinsey befragten Frauen ohne deutliche sexuelle Erfahrungen berichteten am häufigsten von
Träumen in denen der Koitus mit Orgasmus eine Rolle spielte. Zehn Prozent der Frauen hatten solche
Traumerlebnisse ohne vorher einen echten Koitus erlebt zu haben. An zweiter Stelle stehen 7 Prozent der
Probandinnen die im Traum einen Orgasmus bei gleichgeschlechtlichem Verkehr erlebten. 3996 der Frauen
die vor dem Interview bereits auf sexuelle Erfahrung zurückblicken konnten träumten von einem Koitus und
hatten dabei einen Orgasmus. Die gleiche Prozentzahl berichtete von Träumen in heterosexueller
Umgebung bei denen es ohne Koitus zum Höhepunkt kam.
Träume ohne Orgasmus die am wenigsten vorkommenden Arten

In Kinseys langen Listen spielen auch die Träume eine grosse Rolle In Zeitschriften und Romanen kommt
immer wieder die alte Furcht der Frauen vor einer Vergewaltigung vor. Und oft genug wird unterstellt, dass
Frauen häufig davon träumen. Kinsey hat mit falschen Vorstellungen aufgeräumt. Nur vier Prozent der
Zielgruppe gab an von Vergewaltigung jemals geträumt zu haben. Bei den Träumen ohne Orgasmus
kommen zwei Arten noch seltener, nämlich bei zwei Prozent der Befragten vor: Das sind Träume über den
sexuellen Kontakt mit Tieren und solche sado-masochistischen Inhalts. Diese Erhebungen stimmen über
ein bei Personen die noch keinen und solchen die offenkundigen sexuellen Kontakt hatten.
Träume mit Orgasmus die seltensten Arten

Von Frauen ohne offenkundige sexuelle Erfahrung werden Träume vom Petting oder von
sadomasochistischen Machenschaften weniger häufig gemeldet als jede andere Kategorie von
Sexualträumen. Nur ein Prozent der von Kinsey befragten weiblichen Zielgruppe halte solcherlei Träume zu
melden. Zwei Prozent der unerfahrenen Frauen träumten von Schwangerschaft und Geburt und halten dabei
einen Orgasmus. Die doppelte Anzahl, nämlich vier Prozent der Frauen, träumten von Kontakten mit Tieren,
wobei es zum Orgasmus kam. Bei den erfahrenen Frauen kamen die Träume in denen beim Verkehr mit
Tieren ein Orgasmus eintrat am seltensten vor. Auch Träume mit sadomasochistischem Inhalt, von
Schwangerschaft und Geburt kamen bei dieser Gruppe seltener vor. Nur bei einem Prozent der befragten
Frauen riefen Träume dieser Arten Orgasmen hervor.

Sexspiele und ihre gefährlichsten Abarten

In der medizinischen Literatur finden sich immer wieder Berichte über tödlich verlaufene Sexspiele. Nicht nur
dass überanstrengte Teilnehmer einem Kollaps oder einem Herzversagen erlagen. Häufig waren und sind
es die Frauen, die zu Opfern übertriebener Lustgier werden. Aus der Stummfilmzeit erinnert man sich in
Hollywood noch heute des Prozesses gegen einen „Fatty Sowieso“ genannten Darsteller der selbst viel zu
dick war um mit Frauen auf mehr oder minder natürliche Art zu verkehren. Er stopfte ihnen in seiner Gier
Bananen und Flaschen in die Scheide. Dabei ist ganz geklärt wurde der Vorfall nie, eine Flasche
wahrscheinlich zerbrochen. Das unglückliche Opfer einer perversen Leidenschaft verblutete an den
Schnittverletzungen in der Vagina.

Auch Fesselungen in sadistischen oder sadomasochistischen Spielen haben oft in ihrer Grausamkeit alle
Grenzen überschritten und zu Todesfällen geführt. Gekreuzigte sind gestorben. Geprügelte tot
zusammengebrochen. Es fällt schwer, sich vorzustellen. Dass die Beteiligten nichts von der Gefahr gewusst
haben wollen in die sie sich begaben. Selbst beim normalen Oralsex eines Mannes mit einer Frau droht
Gefahr. Wenn er beim Cunnilingus willentlich oder aus Versehen Luft in ihre Vagina bläst, droht Tod durch
eine Luftembolie. Dass vor den oben beschriebenen und ähnlichen Praktiken zu warnen ist, bedarf keiner
besonderen Erwähnung.

Sexspiele - der berühmteste Rat an eine Kaiserliche Hoheit

Kaiserin Maria Theresia wurde nicht schwanger, galt als steril. Das Schlimmste was einer Hoheit zu einer
Zeit, da nur Nachkommen die fernere Herrschaft des Hauses sicherten passieren konnte. Voller
Verzweiflung konsultierte sie ihren Arzt van Sweiten. Der nahm nicht wie es damals sonst üblich war ein
Blatt vor den Mund sondern erklärte in schönster Offenheit -Ich bin der Meinung dass die Klitoris Eurer
allerheiligsten Majestät vor dem Koitus für einige Zeit gestreichelt werden sollte. Es ist nicht bekannt, ob sich
die Kaiserin nach diesem Ratschlag gerichtet hat. Heute wissen wir natürlich dass Orgasmus nichts mit
Empfängnis zu tun hat. Immerhin bekam die Kaiserin danach nicht weniger als sechzehn Kinder und
vielleicht hatte sie sogar ein erfreuliches Sexualleben was damals für Frauen ob hoch, ob niedrig gestellt gar
nicht so selbstverständlich war.
Auch uralte Menschen können noch Geschlechtsverkehr haben

Auch uralte Menschen können noch Geschlechtsverkehr haben. Es ist eine alte Weisheit, dass der gesunde
Mann seine Manneskraft mit ins Grab nimmt sofern er immer gut in Übung bleibt. Aus Ostdeutschland
stammt der Spruch: Die Pflugschar die man ständig wetzt, verrostet nie!. Dass so viele Männer mit 40
Jahren impotent werden ist ihr eigenes Verschulden. Der Muskel, der nicht ständig gebraucht wird,
verkümmert halt. Alle Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt dass Männer und Frauen bis in ihre
achtziger und neunziger Jahre hinein einen gesunden Geschlechtsverkehr aufrechterhalten können.
Allerdings besagt die gleiche Erhebung, dass etwa 60 Prozent der Männer um die achtzig impotent sind.
Kinsey berichtet von einem 88jährigen Neger, der Sich mit seiner 9Ojährigen Frau regelmässigen
Sexverkehrs erfreute. Sicherlich geht die Impotenz alter Männer häufig auf das Fehlen entsprechender
Stimulierung zurück. Wo kein Ziel ist, versagt der beste Wille. Einen alten Mann plötzlich zu stimulieren und
ihn bis zum Orgasmus zu reizen kann freilich fatale Folgen haben wie viele Fälle beweisen.

In welcher Altersgruppe treibt man am häufigsten Petting bis zum Orgasmus

Die feinen Unterschiede zwischen Necking und Petting werden häufig nicht genug beachtet. Necking endet
an der Gürtellinie bzw. am oberen Strumpfende falls die junge Dame dergleichen trägt. Petting lässt alles zu.
nur nicht den Koitus. Klar? Es war wieder einmal Kinsey der sich der auf Petting angewiesenen Jugend
annahm um sie fein säuberlich in Gruppen zu trennen. Er fand heraus dass die Gruppe zwischen 21 und 25
Jahren häufiger bis zum Höhepunkt Petting betrieb als die anderen zehn untersuchten Altersgruppen

Jedoch ist der Rekord der 21-25jährigen Männer kaum beeindruckend. Sie bringen es im Durchschnitt auf
kümmerliche 7mal in der Woche. Das ist aber immer noch mehr als was die 16 bis 20 Jahre alten Jünglinge
zu bieten haben nämlich 4,5 Male in der Woche als Maximum. Aber vielleicht sind die Jünglinge mehr mit
Masturbieren beschäftigt, nämlich 15mal in der Woche im Vergleich zu 12mal bei der Gruppe zwischen 21
bis 25 Jahren.

Ein neunjähriger Junge lernt die Liebe kennen

Das höchste Ziel eines gesunden Jungen ist, so früh wie nur irgend möglich an ein Mädchen ranzukommen.
Das kann schon in frühester Jugend geschehen. In längst vergangenen Jahrzehnten waren es die
Dienstmädchen und Mägde, die manchem jungen Herrn die ersten Schritte zu sexuellen Freuden
beibrachten. Vielfach wird es als grosses Glück betrachtet, wenn ein heranwachsender Junge von einer
weitaus älteren Gespielin in die Geheimnisse des Sex eingeweiht wird. Der jüngste Bettaspirant, den Kinsey
aufgetan hat, zählte ganze neun Jahre Geschlechtsverkehr bedeutet das Eindringen des Penis in die
Scheide. Darüber gibt es keine zwei Meinungen. Und das bekommt auch ein neunjähriger Junge zustande,
selbst wenn bei seinem Orgasmus noch keine Samenflüssigkeit austritt. So gesehen können auch Jungen
von fünf oder sechs Jahren durchaus einen Koitus haben. In manchen Kulturen beginnen Knaben im Alter
von acht Jahren mit dem Geschlechtsverkehr, für den sich häufig ältere Frauen als Lehrmeisterinnen zur
Verfügung halten. Bei den Chewa herrscht der Glaube vor, dass aus einem Knaben kein Mann wird, wenn er
nicht so frühzeitig wie möglich seinen ersten Koitus hat. Und die Lepcha glauben dass Mädchen unfruchtbar
bleiben, wenn sie nicht vor Beginn der Pubertät mit Jungen Verkehr haben.

Wie jung sind Mädchen, wenn sie erstmalig verkehren?

Natürlich ist es für ein kleines Mädchen einfacher, einen Koitus zu haben als für einen kleinen Jungen. Denn
dieser muss mindestens so lange damit warten bis er eine Erektion zustande bringt. Das Mädchen braucht
dazu keine besonderen körperlichen Fähigkeiten. Wenn es noch jung ist, ist es natürlich noch schmal und
eng, aber für den noch relativ dünnen Penis eines Jungen dürfte dies kein Hindernis sein. In der
anthropologischen Literatur gibt es zahllose Berichte von Mädchen, die lange vor dem Einsetzen ihrer
Pubertät Geschlechtsverkehr hatten. Bei den Bewohnern der Marquesas Inseln ist es üblich, dass sich
achtjährige Mädchen in aller Öffentlichkeit dem Geschlechtsverkehr hingeben. Kinsey hat 29 Fälle
festgehalten in denen heranwachsende Mädchen mit älteren Männern verkehrten wobei es zur vollständigen
genitalen Vereinigung kam. Er verweist auch auf eine russische Studie von 1924, wonach von 338 befragten
russischen Studentinnen drei angaben, sie hätten schon mit fünf Jahren einen Koitus erlebt. Den Rekord
aber hält nach jüngsten Berichten ein Mädchen, das bereits mit zwei Jahren zum Geschlechtsverkehr
missbraucht wurde.

Die es am häufigsten machen...

In der Gruppe der 21 bis 25jährigen fand Kinsey eine Reihe von Paaren, die bis zu 29mal in der Woche
Geschlechtsverkehr miteinander hatten. In der Gruppe der Fünfziger war das Maximum auf immer noch
14mal in der Woche zurückgegangen. In einigen Ausnahmefällen die sich auf jüngste Leute und bis zu etwa
40jährigen beziehen gab es Ehepaare die durchschnittlich viermal an jedem Tag der Woche
Geschlechtsverkehr hatten. In der Gruppe der 55jährigen gab es bei Kinsey kein einziges Paar mehr, das
mehr als sieben oder acht Male in der Woche mit einander verkehrte. Während einer Erhebung. Die in
England zum Zweck der Familienplanung durchgeführt wurde, notierte eine Frau in ihrem Fragebogen, dass
sie im Monat 91mal Verkehr hätte. Diese Zahl wurde als so aussergewöhnlich angesehen. Dass man sie
ausser Betracht liess weil sie den zu errechnenden Durchschnittswert verfälscht hätte. Denn dieser bewegte
sich um etwa jeden vierten Tag. Studien bei fremden Völkern erbrachten zum Teil erstaunliche Werte. Bei
den Thonga kopuliert ein Mann mit drei oder vier Frauen in einer einzigen Nacht. Und den Cheggamännern
sagt man nach, sie hätten zehnmal in der Nacht Geschlechtsverkehr. Ob aber bei jeder Kopulation auch ein
Orgasmus eintritt darüber geben die Daten leider keine Auskunft.

Wie der längste Koitus vollzogen wird

Südamerikareisende berichten von Indianerstämmen dass die Männer dort zwar einen durchschnittlich
kleinen Penis, aber ein unwahrscheinliches Stehvermögen haben. So ist in einem Bericht zu lesen dass ein
Paar sich vor aller Augen auf der Matte vereinigte und diese Stellung ohne viele Bewegungen einen ganzen
Nachmittag über beibehielt. Ob der Mann schliesslich einen Orgasmus mit Ejakulation oder ob die Frau
einen Höhepunkt hatte geht aus dem Bericht leider nicht hervor. Wahrscheinlich aber handelte es sich bei
den Indios um jenen Vorgang der wissenschaftlich als „coitus reservatus“ in der Sanskrit- und Hinduliteratur
als Karezza bezeichnet wird. Verschiedentlich haben sich religiöse Gemeinden gebildet, denen
ausschliesslich diese Form des Geschlechtsverkehrs erlaubt war.

So gründete ein gewisser Noyes um 1841 in Vermont eine Kolonie von Anhängern der Karezza, die später
als Oneida Colony in den Staat New York verlegt wurde. Noyes predigte die männliche Standfestigkeit, was
bedeutete, dass der Penis ohne wesentliche Bewegung für eine Stunde und mehr in der Vagina verharrte.
Die Frau erlebte in dieser Zeit mehrere Höhepunkte. Der Mann zog sich schliesslich ohne Ejakulation
zurück. Leider ist nicht überliefert ob es sich bei dieser Kolonie um eine Ansammlung von religiösen
Schwarmgeistern handelte, oder ob diese Art des Geschlechtsverkehrs der Geburtenregelung dienen sollte.
Diese Art der Vereinigung ist übrigens fast in der ganzen Welt bekannt. Auch Mohammed soll sie empfohlen
haben. Aus dem alten China wissen wir, dass sich so mancher Geschäftsmann stundenlang mit seiner
Konkubine vereinigte und dabei seinen Geschäften nachging. Papiere unterzeichnete oder Konferenzen
abhielt. Nur durch gelegentliche Stösse wurde die Erektion aufrechterhalten.

Ein Koitus mit den extremsten Folgen

Die extremste Folge, die irgend etwas im menschlichen leben haben kann ist der Tod. Der Koitus hat nicht
selten zu diesem Ende geführt. Das kann jedem gewöhnlichen Sterblichen passieren. Einige solcher Fälle
haben sogar geschichtliche Konsequenzen gehabt. Meistens geht man davon aus, dass das Todesopfer
inmitten der Lust ein Mann sei. Doch gibt es aus dem Orient Berichte wonach geschlechtliche Vereinigungen
mit dem Ziel stattfanden dabei die Frau zu Tode zu reiten. In Japan kennt man diese wenig feine Art als
gokuraku-ojo oder den süssen Tod. Bei Mohammed ist der Mann der mit seinem Bauch auf dem einer
Gespielin stirbt ein glorreicher Märtyrer der Liebe. Zu ihnen wird der Kalif Harun al Raschid gezählt, denn er
fiel mitten im Liebeskampf. Berichte über solche Vorkommnisse beginnen bei Plinius, der in den Jahren von
23 bis 79 unserer Zeitrechnung lebte und schrieb. Attila der Hunnenkönig verschied während er es mit einer
rassigen Blondine trieb. Drei historische Grössen starben beim Koitus oder ähnlichen Betätigungen im Bett.
Vielleicht wäre manches in der Geschichte des Abendlandes anders gelaufen wäre ihnen dieser Tod nicht
zugestossen. Papst Leo VIII er regierte von 963 bis 965 erlag einem Schlaganfall während er sich mit einem
Mädchen der körperlichen Liebe erfreute. Felix Faure, von 1895 bis 1899 Präsident von Frankreich hatte
sich extra einen Sex-Stuhl anfertigen lassen wie ihn auch ein englischer Herrscher besass und benutzte. Als
er sich mit seiner Geliebten vergnügte raffte ihn ein Herzanfall hinweg. Frederik VII (von 1843 bis 1912
König von Dänemark) war inkognito in einem damals berüchtigten Hamburger Viertel unterwegs. Bei einer
Dirne ereilte ihn sein Schicksal. Sein Leichnam wurde am Gänsemarkt niedergelegt. Einer anderen Version
zufolge brach der König an jener Stelle tot zusammen. Wie man weiss konnte er erst am folgenden Tage
identifiziert werden.
Manchmal lässt man sich Zeit beim Küssen

Im Normalfall dauert ein Kuss zwischen Mann und Frau ein paar Sekunden. Minutenlange Küsse gehören
vielleicht zum sexuellen Vorspiel werden jedoch als ungewöhnlich empfunden. Filmküsse auf der Leinwand
wurden vor allem in den USA und von den dortigen mächtigen Frauenorganisationen wegen ihrer Länge
häufig kritisiert. Es gibt zwar keine offizielle Zensur aber die allmächtigen meist alten Weiber setzten gleich
zu Beginn des Filmzeitalters durch dass ein Filmkuss höchstens drei Sekunden dauern darf. Ob man sich
heute noch daran hält ist nicht bekannt. Natürlich ist auch das Küssen zum Gegenstand einer
unverständlichen Rekordjagerei gemacht worden. In Lockam in den USA küssten sich Carol Ford und John
Waingard, 20 und 24 Jahre alt drei Stunden und 54 Minuten lang. Ein elektrisches Zählwert überwachte den
Vorgang. Hinterher klagte sie über Kopfschmerzen während er seine wunden geschwollenen Lippen ärztlich
behandeln lassen musste. Folkloristischen Einschlag etwa wie die verschiedentlich unter wechselnden
Namen stattfindenden Jungfernversteigerungen lassen die Küsse bei der maraichinage erkennen. Dabei
handelt es sich um stundenlange tiefe Zungenküsse, die unter den Bewohnern und Bewohnerinnen der
Maraichine getauscht werden. In diesem Distrikt der Pays de Mont in der Bretagne wird die wilde Küsserei
als ein gutes Mittel gegen den Bevölkerungsschwund empfohlen.

Wo Menschen am seltensten auf die übliche Weise küssen

Manchmal wird behauptet, der Kuss von Mund zu Mund und die dabei erfolgende Untersuchung der
Gaumenhöhle mit der Zunge sei ursprünglich eine Art von Gesundheitsprobe gewesen. Faulige Zähne,
stinkender Atem und ähnliches mehr war sicherlich ein Grund den Kuss und die sich anbahnenden
sexuellen Beziehungen abzubrechen. Von einigen Südseestämmen (bevor sie von den Weissen verdorben
wurden) wird berichtet dass man sich gegenseitig das Gebiss untersuchte, bevor man sich auf
weiterreichende Beziehungen einliess. Wir Europäer oder überhaupt Mitglieder der westlichen Kulturen
setzen meistens voraus, dass alles was bei uns Usus ist,

überall so sein müsste. Dabei gibt es ganze Völkerschaften denen der bei uns übliche Kuss vollkommen
fremd ist. Bei den Eskimos ist es oder war es früher Sitte dass man, anstatt eines Kusses die Nasen
aneinander rieb (und dabei den Partner oder die Partnerin auf gesunden Atem hin prüfte). Einige
Indianerstämme in Südamerika kannten vor dem Eintreffen der Weissen keinen Kuss wie ihnen auch die
Berührung der weiblichen Brust zum Zwecke der Stimulierung fremd war. Und auf den Tonga lnseln hiess es
als man sah, wie Weisse sich küssten. Seht mal, die fressen ihre Spucke und den anderen Dreck. Was gar
nicht so unklug ist, wie es klingt. Im Mund gibt es mehr Bakterien als im Anus!

Ejakulationen bereits bei jüngsten Knaben verzeichnet

In Kinseys Aufzeichnungen finden sich einige, die sich mit der Ejakulation bei kleinen Jungen befassen. Ihm
sind drei solcher Fälle bei Achtjährigen untergekommen. Als ungewöhnlich wurde auch die Aussage eines
beim Interview 12jährigen Negers festgehalten. Der Junge behauptete von sich, er habe bereits im Alter von
etwa sechs Jahren Samen verspritzt. Ein Arzt hatte bescheinigt, dass der Junge sexuell ungewöhnlich
frühreif sonst aber gesund sei. Laut Kinsey gelten als unterste Grenze für die erste Ejakulation acht Jahre.
Doch hat man unbewegliches Sperma nach einer Prostatamassage im Urin eines viereinhalbjährigen
Jungen gefunden.
Wie ein Mann auf ganz ungewöhnliche Weise zur Ejakulation kommt

Vor einigen Jahren trat in einem Kopenhagener Sexschuppen ein junger Mann auf, der sozusagen
freihändig zu Orgasmus und Ejakulation gelangte. Nach dem üblichen zeitschindenden Strip stand er nackt
auf der Bühne. Die Arme waren etwas seitwärts gestreckt, die Muskeln der Oberschenkel sichtlich
angespannt. Mit konzentriertem Blick starrte er ins Publikum. Wegen der auf ihn gerichteten grellen
Scheinwerfer konnte er sicherlich nicht eine bestimmte Frau anstarren und sie im Geiste Vernaschen. Er war
ganz und gar auf seine innere Phantasie angewiesen. Sie bewirkte, dass sich langsam sein Penis erhob,
schwankte zuckte und schliesslich einen kräftigen Samenstrahl von sich gab.

Auch bei Kinsey tauchen Männer mit so blühender Phantasie auf etwa drei oder vier unter 5000 befragten
Probanden. Im Normalfall wirken ja Phantasie und manuelle oder sonstige direkte Reizung am Penis
zusammen um eine Ejakulation zu bewirken. Auf sehr ungewöhnliche Weise können sich zwei oder drei
Männer unter 1000 befriedigen. Sie sind so gelenkig oder haben so lange Glieder dass sie selbst daran
lutschen oder saugen können, bis sie zum Orgasmus und zur Ejakulation kommen.

Männer, die am häufigsten hintereinander ejakulieren können

Bei den nachstehenden Zahlen behalte man bitte im Auge, dass es sich um gezählte Ejakulationen und nicht
um Orgasmen handelt. Bekanntlich gibt es den trockenen Orgasmus ohne Samenausstossung, der aber
geht es um Höhepunkte, durch aus mitzählt. Die nachfolgenden Aufzeichnungen beziehen sich nur auf
Ejakulationen. Die aller meisten Männer bringen, wenn es darauf ankommt, nur eine zustande. Andere
meistens junge Typen können innerhalb kurzer Zeit ein zweites Mal. Noch weniger bringen es auf ein drittes
oder viertes Mal. Nur eine winzige Minderheit unter den Männern kann mit einer grösseren Zahl von
Orgasmen mit Ejakulation aufwarten. Ein 39jähriger Neger brachte zuverlässigen Berichten zufolge
hintereinander sechs bis acht Höhepunkte mit Samenausstossung fertig. Die Zahl der Orgasmen ohne
Ejakulation kann sehr viel höher sein. Aber diese stehen hier nicht zur Debatte.

Wie häufig alte Männer zur Ejakulation kommen

Die Frage, wie oft alternde Männer es noch schaffen hat lange Zeit die Gemüter bewegt. Wobei nicht selten
die Frage mit anklang, ob es überhaupt gehörig sei, wenn alte Leute noch Sex haben auch Frauen natürlich.
Über den Punkt ist man heutzutage weit hinaus. Es gilt von wenigen kirchlich stark beeinflussten Gegenden
abgesehen als das gute Recht der Senioren, so aktiv zu sein wie es eben in ihrem Alter noch möglich ist. Bei
Kinsey hatten die 65jährigen im Durchschnitt einen Koitus pro Woche. Man darf sicher sein dass diese Zahl
angesichts der inzwischen entwickelten Geriatrica (Mittel zur Behandlung von Alterserscheinungen), aber
auch infolge einer veränderten GesamteinsteIlung sehr viel höher geworden ist.

Laut Kinsey hatten ferner die 75jährigen etwa einmal im Monat Geschlechtsverkehr und die 80jährigen
befassten sich alle neun bis zehn Wochen damit. Als Rekord wird die Leistung eines 70jährigen angesehen
der es pro Woche noch auf mehr als sieben Ejakulationen brachte.

Der steilste Erektionswinkel des männlichen Penis

Forscher von Kinsey angefangen haben sich auch damit befasst festzustellen in welchem Winkel der
erigierte Penis zum Körper seines Trägers steht. Als Durchschnitt für alle Altersgruppen hat sich ein Winkel
von knapp über der Horizontalen herausgestellt. Wobei sich dieser Mittelwert aus der Tatsache ergab dass
der Penis bei jüngeren Männern etwas höher ragt während er von älteren Männern in nur geringem Winkel
nach oben getragen wird. Immerhin weisen 15 bis 20 Prozent der Probenden einen Anstellwinkel von etwa
45 Grad über der Horizontalen auf. Bei Männern jenseits der Fünfzig ist die Horizontale die obere Grenze.
Meistens verkehrt sich der Winkel ins Negative das heisst der erigierte Penis sinkt etwas unter die
Horizontale. Etwa acht bis zehn Prozent der Männer tragen dagegen den Penis so steil aufrecht dass er sich
mehr oder weniger eng an den Bauch anschmiegt. In keinem dieser Fälle ob steil oder waagerecht haben
die Forscher irgendwelche Beeinträchtigungen beim Geschlechtsverkehr feststellen können.

Wie lange ein Mann eine Erektion haben kann

Jeder Mann der beim Koitus nicht nur an sich selbst denkt, wird bestrebt sein die Erektion so lange wie
möglich aufrechtzuerhalten und den Zeitpunkt seines Orgasmus so lange wie möglich hinauszuzögern damit
unterdessen seine Partnerin zum Höhepunkt kommen kann. Wie auf allen Gebieten. Ist auch hier in die
Leistungsfähigkeit der Männer höchst unterschiedlich. Das hängt nicht nur vom Alter ab. Eine Statistik
besagt zwar, dass das Stehvermögen bei den etwa Zwanzigjährigen (einschliesslich einiger Jahre darüber
und darunter) am grössten sei nämlich etwa eine Stunde wenn zwischendurch für immer neue Erregung
gesorgt wird. Bei Männern die auf die siebzig zugehen soll die Standfestigkeit des Penis dann auf etwa
sieben Minuten zurückgehen. Es mag manchen trösten dass man mit Statistiken alles und auch das
Gegenteil beweisen kann. Die Erfahrung lehrt dass die älteren und erfahreneren häufig diejenigen sind die
dreissig Minuten und mehr können während die Anfänger schon nach Sekunden explodieren. Im
allgemeinen gilt eine Stunde vollständiger Erektion als zwar gute aber durchaus erreichbare Zeit. Eine
Erektion von mehreren Stunden Dauer zählt hingegen zu den grösseren Seltenheiten.

Die ältesten sexuellen Hilfsmittel

Vom einfachen Massagestab bis zur aufblasbaren Gummigespielin und der Seemannsbraut gibt es
Dutzende von Dingen mit denen man sich sexuellen Genuss verschaffen oder diesen steigern kann. Blättert
man in einschlägigen Katalogen gewinnt man leicht den Eindruck, das alles seien Erfindungen unserer
sexuell liberal gewordenen Zeit. Nichts ist falscher als das: Der alte Ausspruch „Alles schon da gewesen“,
hat auch auf diesem Gebiet seine Gültigkeit. Natürlich hatten die alten. Römerinnen noch keine Möglichkeit,
mit einem elektronisch gesteuerten Massagestab an sich und anderen herumzuspielen. Dennoch fehlte es
ihnen nicht an lustspendenden Hilfsmitteln und Vorrichtungen. Dildos (dh. künstliche Penisnachbildungen)
waren bei ihnen an der Tages- und Nachtordnung.

Aber schon auf Skulpturen aus dem alten Babylon sind solche Dildos klar zu erkennen wie sie auch etwa um
die gleiche Zeit bereits in Indien, China und anderen Kulturländern in Gebrauch waren. Und wer da in etwa
liest: „Du hast auch genommen meine kostbaren Juwelen aus Gold und Silber, die ich dir gab, und hast
daraus Männernachbildungen gefertigt, um damit herumzuhuren“, der denkt zuallerletzt an die Bibel. Doch
steht dieser Text nachzulesen bei Hesekiel XVI/17. Allerdings findet man die Stelle nicht in den für den
Gebrauch in der Sonntagsschule gereinigten und damit verfälschten Ausgaben.
Die zuerst in China empfohlenen sexuellen Hilfsmittel

Zwar waren Instrumente und Hilfsmittel zur Hervorrufung und Steigerung der sexuellen Lust im alten China
schon seit alters her in Gebrauch. Doch hielten es unter der Herrschaft der Kaiserin Wu Tset'ien (1685-1704)
die buddhistischen Mönche für angezeigt, den Gebrauch dieser Dinge ausdrücklich zu empfehlen. Aus den
alten Schriften geht hervor, dass der Leibarzt Ming Ch'ungyen der Herrscherin ein Hilfsmittel für die
kaiserliche Schlafkammer verehrte, das man das lebendige Glied nannte. Ein buddhistischer Mönch hatte
das aus Gummi gefertigte Instrument von Indien über Tibet in die kaiserliche Hauptstadt gebracht. Eine
genaue Beschreibung davon befindet sich in der chinesischen Übersetzung eines klassischen
buddhistischen Werkes. Darin wird von einer Nonne in Nöten berichtet, die sich ein lebendiges Glied
anfertigen liess. Als es fertig war, nahm sie es mit in ihre Zelle. Das biegsame Gummiglied wurde an einem
ihrer Knöchel befestigt. Durch Beugen des Knies wurde das Kunstglied eingeführt. Durch entsprechende
Hin- und Herbewegungen wurden die fleischlichen Gelüste der Nonne befriedigt.

Sexuelles Hilfsmittel Glücksring zuerst in China eingeführt

Schon im 13 Jahrhundert haben fromme Männer aus Tibet genannt Lamas den mongolischen Eroberer ihres
Landes mit einem sexuellen Hilfsmittel versehen. Viel leicht wollten sie ihn bei guter Laune halten. Sie
nannten die Erfindung Glücksring oder auch Augenlid der Ziege. Einer getöteten Ziege wurden die
Augenlider mitsamt den Wimpern herausgeschnitten. Zuerst wurden sie künstlich getrocknet dann in einem
Bambuskorb zwölf Stunden lang gedämpft und das mehrere Male. Den geschmeidigen Lidring mit den
Wimpern daran streifte man dann vor dem Koitus aber das erigierte Glied. Die Wimpern der Ziege sollten der
Frau ein angenehmes Kitzeln vermitteln.

Heute nach rund 800 Jahren ist das sexuelle Hilfsmittel der Lamas immer noch in Gebrauch. Natürlich nimmt
man dazu nicht mehr das Augenlid einer getöteten Ziege. Es gäbe gar nicht genug Ziegen um den Bedarf zu
decken. Aus Plastik und anderem Material gefertigt gehört der Glücksring immer noch zur Grundausstattung
eines Sexshops.
Das sexuelle Hilfsmittel, das in China am berühmtesten war

Die meisten sexuellen Hilfs- und Reizmittel entsprangen dem Erfindergeist orientalischer Völker. In Indien
und in China war man wahrscheinlich in dieser Hinsicht schon in allen Zeiten am produktivsten. Zu den In
China beliebtesten Liebesinstrumenten gehörte die Silberklammer. Sie wurde an der Peniswurzel angesetzt
und hinderte das Blut daran aus dem erigierten Glied wieder abzufliessen. Der japanische Liebesring dient
übrigens dem gleichen Zweck. Mit Gummibändern kann man einen ähnlichen Erfolg erzielen. Doch empfiehlt
es sich gewiss nicht, die Blutzirkulation all zulange in dem steifen Glied zu unterbinden
Ein drastisch wirkendes sexuelles Hilfsmittel

Es scheint nicht nur unter den Weissen Männer zu geben, die mit ihrem Penis nicht zufrieden sind und
Frauen die sie in dieser Ansicht bestärken. Auch bei den sogenannten Naturvölkern sann man auf Mittel die
scheinbar unzulängliche Leistung des Penis in seiner Naturform zu verbessern. Dazu griff man zuweilen zu
recht ruppigen Methoden. Die Malayen von Borneo durchstechen die Eichel und schmücken sie mit
Bambus, Elfenbein und Silberdraht welches Metallkugeln an den Enden aufweist. Durch diese Massnahmen
soll die Reizung der Vagina verstärkt werden. Die Bataker auf Sumatra schneiden sich Wunden in den
Penis. Dahinein klemmen sie kleine rauhe Steine. Nachdem die Wunden verheilt sind haben sie einen
knotigen rauhen Penis der angeblich beim Koitus den Frauen grösseres Vergnügen bereitet.

Die teuersten Sex Hilfsmittel

Vielfältige sexuelle Hilfsmittel sind in unserer modernen Welt im Versand und Einzelhandel zu haben.
Elektrische Penis An- und Aufsätze können bis über 200 Mark kosten. Es gibt in unterschiedlichen
Ausführungen Lebensgrosse Puppen, die vollständig der Natur nachgebildet sind. Sie haben Brüste mit
Warzen und eine behaarte Vagina. Darüber hinaus gibt es auch Ausführungen in deren Vagina ein Vibrator
eingebaut ist. Auch Männer mit dauersteifem Penis sind als Puppen zu haben. Die teuersten Ausführungen
dürften 300 und mehr Mark kosten. Die Auswahl an weiteren Hilfsmitteln von der Gleitcreme bis zum
Damenhöschen mit eingebautem Penis ist riesengross.

Vibratoren mit höchst unerwarteter Wirkung

Vibratoren werden meistens von Frauen als Penisersatz benutzt Männer bedienen sich gleichermassen
dieser surrenden Plastikinstrumente. Um z.b. eine Erektion einzuleiten. Doch auch Homosexuelle machen
von den lustspendenden Summern Gebrauch allerdings mit manchmal höchst unerwarteten Folgen.
Innerhalb von 14 Tagen wurden zwei junge Männer in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert. Sie hatten
den Notdienst angerufen weil sie unter einem schmerzhaften Nabelsausen mit höchst unangenehmen
Vibrationen litten. Beide waren homosexuell 19 und 25 Jahre alt.
Sie benutzten häufig batteriegetriebene Vibratoren die sie anal nutzten. Beiden war es passiert, dass der
Vibrator vermutlich während der durch den Orgasmus ausgelösten Zuckungen im Leibesinneren
verschwunden war. Der Nabel vibrierte stark, eine zylindrische Masse liess sich im Unterbauch ertasten. und
leises Summen war zu hören. Bei einem Patienten liess sich der Vibrator leicht entfernen. Der zweite
bedurfte einer Narkose.

Verkäufer sexueller Hilfsmittel schon im 18. Jh. berühmt

Geschickte Handelsleute, die mit dem Verkauf von sexuellen Hilfsmitteln ihr Geld machten hat es eigentlich
zu allen Zeiten gegeben Mal wurde dergleichen über, mal unter dem Ladentisch gehandelt. Das reicht in
neuerer Zeit von den Händlern mit den bekannten venezianischen Glasdildos, deren Auftauchen man sollte
es kaum für möglich halten an so manchem Fürstenhof von der Damenwelt sehnsüchtig erwartet wurde, bis
zu den Läden die heute weltberühmt sind. Schon im 18 Jahrhundert aber gab es eine Mrs Phillips
(bezeichnenderweise eine Frau!), Die ihren in London betriebenen Laden als -einmalig in der Welt- anpries.
Dort gibt es Waren, heisst es in einem Bericht, die sonst nirgendwo öffentlich gehandelt werden. In anderen
Städten findet man dergleichen kaum. Solche Sachen werden nur in London und Paris angefertigt und
benutzt. In Paris werden sie heimlich in bestimmten Geschäften angeboten. Und in London allein unterhält
diese Frau einen Laden in der Nähe des Leicester Square, in dem es keinerlei andere Waren gibt.

Die frühesten Beschreibungen der Koitusstellungen

Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass der Mensch von jeher und schon in den frühesten Zeiten seiner
Entwicklung den Geschlechtsverkehr durch unterschiedliche Stellungen zu variieren trachtete. Dass nur die
sogenannte Missionarsstellung (er oben, sie unten) nach Gottes Willen die einzig moralische sei, steht
nirgendwo geschrieben, wird aber von religiösen Eiferern immer wieder postuliert. Sobald der Mensch
gelernt hatte zu zeichnen, hielt er Jagd- und Begattungsszenen in Bildern fest. Und sobald er die ersten
Buchstaben zu Papier (bzw. Papyrus) bringen konnte, beschrieb er, was sich auf der Lagerstatt alles treiben
liess. Der Sexforscher Havelock Ellis berichtet, dass ein ägyptischer Papyrus von 1300 vor unserer
Zeitrechnung die ersten Beschreibungen von Sexpositionen enthält. Dieses angeblich älteste Werk über
dieses Thema wird aber wie könnte es anders sein von den Chinesen übertroffen, deren ältesten
Sexhandbücher noch viel früher geschrieben wurden.
Wie viele Koituspositionen gibt es eigentlich?

In vielen Lehrbüchern der Liebe weniger poetisch als Sexhandbücher bezeichnet werden nicht mehr als
vierzig oder fünfzig Positionen beschrieben, in denen sich der Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau
abwickeln lässt. Das weithin bekannte Kamasutram der alten Inder übertrifft diese Zahl bei weitem. Andere
Bücher ebenfalls Forscher haben allerdings die Frage aufgeworfen, inwieweit hier Wortklauberei und
schlichtweg falsche Übersetzungen eine Rolle spielen. Wenn man zum Beispiel ein Bein um einen halben
Meter verschiebt, soll das bereits als eine neue Stellung gelten?

Forberg schrieb im 19 Jahrhundert in einem seiner Sexbücher, es gäbe nicht weniger als neunzig Stellungen
beim Geschlechtsverkehr. Das ist angeblich die höchste, jemals gemachte Schätzung. Walton wendet ein,
dass sich Forberg dabei nur auf die bereits im klassischen Rom und Griechenland bekannten Stellungen
stützt. Wenn man jedoch schon jede kleine Veränderung als neue Position ausgibt, lassen sich freilich
Hunderte von Koituspositionen aufzählen. Obwohl die Erfahrung lehrt, dass eigentlich nur sehr junge und
weit weniger ältere Paare mit Stellungen herumexperimentieren. Häufig wird über die mit einem Bein im
Kronleuchter gespöttelt, weil die meisten der in den Büchern beschriebenen Positionen für den
Normalverbraucher sowieso nach erstem Versuch wieder entfallen.

Bei van de Velde gab es nur 10 Koituspositionen

In seinem Buch Die vollkommene Ehe, das in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts als bahnbrechend galt
und zu einem Bestseller wurde, hat van de Velde nur zehn mögliche Koitusstellungen aufgeführt und
erläutert. Sie reichen von der meistens als normal bezeichneten Lage sie unten, er oben bis zur
Reiterstellung, bei der die Frau auf dem ausgestreckten Manne sitzt und ihm das Gesicht zuwendet. In
jedem Falle ist ausführlich beschrieben, welcher Art die anzuwendende Stimulierung ist.

Die im Eheleben am meisten angewandte Position

Kinseys ausführliche Forschungen haben in bezug auf die von den meisten Paaren bevorzugt angewandte
Koitusstellung zu einem keineswegs überraschenden Ergebnis geführt. Die meisten Männer vollzogen ihre
ehelichen Pflichten auf der Frau liegend. Alle befragten Frauen beschrieben diese Position als die allgemein
gebräuchliche.

Welche Liebesstellungen Eheleute am wenigsten anwenden

Nur vier Prozent der von Kinsey befragten Frauen gaben an, den ehelichen Beischlaf mit ihrem Mann im
stehen zu vollziehen, nur eine von zehn hatte versucht, den Koitus in sitzender Stellung auszuführen das
entsprach dem gleichen Prozentsatz derer, die ausschliesslich mit dem oben liegenden Manne verkehrt
hatten.

Die am meisten angewandten vorehelichen Koituspositionen

Wie zu erwarten, wird auch der Koitus vor der Eheschliessung meistens so vollzogen, dass der Mann auf
der auf ihrem Rücken liegenden Partnerin liegt. Bei den von Kinsey befragten Leuten hatte die
Verehelichung keinen Einfluss auf die allgemeine Vorliebe für diese Stellung. Jedoch zeigten sich Ehepaare
experimentierfreudiger. Die Stellung (er oben sie unten) war bei 21 Prozent der Unverheirateten die einzige,
während sie bei Eheleuten nur neun Prozent einnahm.

Koitus bei der Heirat die extremsten Sitten

Die Heiratszeremonie ist von Volk zu Volk mit verschiedenen Ritualen und Sitten verbunden. In vielen
Ländern stand es den Feudalherrschern zu, die junge Braut zu deflorieren, ehe sie dem Bräutigam über
lassen wurde. In deutschen Gauen nannte man dies das Recht der ersten Nacht (Iat. jus primae noctis), in
Frankreich sprach man vom „jus cunni“ und in England von der „marchette“. Es hat Zeiten gegeben, da man
dieser Sitte oder Unsitte einen höheren Wert beizumessen versuchte. Der Jungfernstich wurde vom adeligen
Gutsherren nicht vorgenommen so hiess es, weil er ein alter Lüstling war, sondern weil auf diese Weise das
bessere Blut des Adels weitere Verbreitung fand. Hatte der Bräutigam oder dessen Verwandtschaft einige
Mittel, so konnte er das Brautgeld für den reichen Gutsbesitzer aufbringen und seine künftige Frau vor der
Vergewaltigung durch den Herren bewahren. Zeitweilig behielten sich auch Mönche das Recht auf die erste
Nacht vor (Weiss man doch jetzt endlich, wie sie sich vermehren!) So hielten es die Mönche von St.
Thiodard mit den jungen Mädchen in ihrer Gemeinde Mount Auriol. Bei den Nasamoniern ging es ganz
extrem zu. Bei ihnen durfte jeder männliche Gast sich die Braut vornehmen. Der heute in Deutschland und
England noch übliche, jedem männlichen Hochzeitsgast zustehende Brautkuss gilt als Überbleibsel dieser
alten Sitte.

Die am wenigsten angewandten vorehelichen Liebesstellungen

Wie bei den verheirateten zeigte sich auch bei den unverheirateten Paaren, dass der Koitus im stehen mit
nur vier Prozent die wenigste Anwendung fand Koitus von hinten kam nur wenig öfter vor, nämlich bei sechs
Prozent der befragten unverheirateten Paare, während es bei Eheleuten immerhin 15 Prozent waren. Die
Eheschliessung hat auf die Häufigkeit des Koitus in sitzender Stellung offenbar nur wenig Einfluss, denn es
ergaben sich acht Prozent für unverheiratete und neun Prozent für verheiratete Probanden, die in dieser
Stellung koitierten. Solche Zahlen lassen sich auf unterschiedliche Weise interpretieren. Haben Verheiratete
mehr Freude am Sex, und bemühen sie sich deshalb um Bereicherung der ehelichen Freuden? Oder
experimentieren sie einfach deshalb, um die eheliche Langeweile so lange wie möglich hinauszuschieben?
Auf alle Fälle wäre jede Verallgemeinerung unklug.
Das älteste Indische Sexhandbuch

Das älteste und bekannteste indische Sexhandbuch ist das Kamasutram des Vatsyayana. Es wurde vor
etwa 1500 Jahren geschrieben. Inzwischen gilt als erwiesen dass dieses weltberühmte Handbuch über das
Liebesleben mehrere frühere Schriften über sexuelle Themen zusammenfasst, die zum Teil rund 3000 Jahre
alt sind. Die erste englische Ausgabe des Kamasutram kam 1883 in England als Privatdruck heraus. Die
indische Ananga-Ranga oder die „Bühne der Liebe“ auch bekannt als Kamaled-hiplava oder ein Boot auf
dem Ozean der Liebe wurde zehn Jahre vor dem Kamasutram ins Englische übersetzt. Dieses zweite und
wichtigere Buch ist das erste vollständige Nachschlagewerk aus Indien das sich ausschliesslich mit der
menschlichen Sexualität und insbesondere mit den Beziehungen der Geschlechter untereinander befasst.

Das älteste Sexhandbuch der Welt

Die Spur des ältesten Sexhandbuches der Welt lässt sich bis ins alte China zurückverfolgen. Es war schon
mehr als 2500 Jahre vor Christi Geburt bekannt und ist wahrscheinlich noch erheblich älter Huang.Ti (2697-
2598 vor unserer Zeitrechnung) der legendäre Gelbe Eroberer gilt als der Schöpfer und Erfinder aller
traditionellen Sexpraktiken und Ansichten über das Geschlechtsleben. Das vor fast 5000 Jahren
zusammengestellte Handbuch des Sex nimmt so ziemlich alles um gute zwei Jahrtausende vor weg was
sich in den westlichen Kulturen auf diesem Gebiet getan und entwickelt hat.
Ein äusserst teures Sexualleben

König Ludwig XV von Frankreich verfügte über einen gewaltigen sexuellen Appetit. Er richtete sich im
legendären Hirschpark (parc aux cerfs) einen königlichen Harem ein. Gleich neben dem Schloss von
Versailles. Die benachbarte Garnison war damit beauftragt, den Harem zu bewachen und junge Männer
daran zu hindern zu den Insassinnen vorzudringen. Eine gewisse Frau Bompart diente dem König als
bevollmächtigte Anschafferin stets neuen Fleisches. Diese Institution verschlang Unsummen. Die
Hauptposten waren abgesehen von luxuriöser Unterbringung und Verpflegung der Damen die
Ablösesummen an die Familien. Mitgift für solche, die man in eine Ehe entliess, Unterhalt für die
unehelichen Kinder. Geschenke für die als Eleven bezeichneten Neuzugänge und die Gelder die die
Bompart für sich selbst abzweigte. Der Hirschpark hat in den 34 Jahren seines Bestehens fast 20 Millionen
Dollar gekostet oder ungefähr 600000 Dollar pro Jahr eine stolze Summe für die sexuellen Vergnügungen
eines einzelnen Mannes. Wobei anzumerken wäre, dass es auch deutsche Kleinstaatpotentaten gab, die
sich nach Versailler Vorbild einen Hirschpark leisteten natürlich auf Kosten der finanziell ausgebluteten
Untertanen.

Die extremsten Fälle von männlicher Promiskuität

Natürlich ist es schwer, die Wahrheit herauszufinden auf einem Gebiet, das zur Angeberei und
Aufschneiderei geradezu herausfordert Kinsey und andere Forscher haben herausgefunden, dass es nur
sehr wenige Männer und auch Frauen gibt die mehr als 100 Sexpartner gehabt haben. Einem Otto
Normalverbraucher fehlt es einfach an Zeit und Gelegenheit, sich eine umfangreiche Abschussliste zu
ergattern. Gewiss, manche Mutter beneidet angesichts der Promiskuität (Geschlechtsverkehr mit
verschiedenen, häufig wechseln den Partnern) weiter Teile der heutigen Jugend ihre Tochter um eine
Vielzahl von Bettpartnern, die von Mama nie mehr erreicht werden kann. Und der Papa kommt bestimmt
nicht auf eine solche Zahl von Eroberungen, wie sie der Sohn aus der Disco abschleppt. Doch hält sich das
alles auch bei grosszügigster Auslegung in den Grenzen von hundert oder einigen Hundert. Die Geschichten
von den Sexmonstern, bei denen nach Tausenden gerechnet wird, gehören ins Reich der Geschichte, Wenn
nicht in das der Fabel. Wenn sich Conchobar, der König von Ulster, rühmt, er habe mit jedem mannbaren
Mädchen in seinem Königreich geschlafen, so klingt das angesichts des im 12 Jahrhundert dem Herrscher
zustehenden Rechtes auf die erste Nacht noch glaubwürdig. Der als Walter bekannte Sexautor des 19
Jahrhunderts gab an, mit mindestens 1000 bis 1200 Frauen Verkehr gehabt zu haben. Wer Walters Werke
kennt, weiss, dass es sich dabei fast nie um Beziehungen von Dauer gehandelt hat, sondern um kurzlebige
Begegnungen mit Prostituierten. Andere Autoren meinen, Walter habe es sogar auf 2000 Frauen gebracht,
vielleicht stellt Don Juans persönliche Zählung von 2065 Liebessiegen einen Rekord dar.

Die berühmtesten Sexualathleten der westlichen Welt

Es fällt schwer, eine Trennungslinie zu ziehen zwischen Sexualathlet und Sexprotz. Dass es Männer mit
höchst unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gibt, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Nur, die einen
geniessen und schweigen, die anderen protzen lauthals und machen sich selbst damit manchmal
unglaubwürdig. Zu den bekanntesten Sexathleten der westlichen Welt zählen wir Casanova der in seinen -
Memoiren kein Blatt vor den Mund nimmt. In diese Kategorie fällt auch Frank Harris, ein Männchen von
kaum ein Meter sechzig Grösse. In „Mein leben und lieben“ schildert er seine vielen Betteroberungen. Man
erlebt ja oft, dass körperlich kleine Männer sich zu besonderen Leistungen herausgefordert sehen. Guy de
Maupassant hat angeblich unter Satyriasis gelitten. Darunter versteht man eine krank hafte Gliedversteifung
die sich auch durch häufigen Geschlechtsverkehr nicht beheben lässt. Manchmal stellt man diese
Männerkrankheit mit der Nymphomanie der Frauen auf eine Stufe. Maupassant vertraute Frank Harris an, er
könne innerhalb einer Stunde ein halbes Dutzend Male Liebe machen. Als er sich später Flaubert gegen
über damit brüstete, stiess er auf Unglauben. Er ging unter Zeugen in ein Bordell und vollzog dort die
angekündigte Leistung. Maupassant wird auch zugeschrieben, dass er sich nach zwanzig Liebesakten
genauso wenig ermüdet fühlte wie nach zweien.

Der berühmteste Sexualathlet Chinas

Der Kaiser Yang Ti aus der Sui-Dynastie (581-617 unserer Zeitrechnung) galt als Spitzenkönner im Ersinnen
und Erproben stets neuer sexueller Praktiken. Nach mehreren militärischen Eroberungszügen setzte er sich
zur Ruhe, um nur noch der Liebe zu leben. Zu seiner Verfügung hatte er zunächst die Königin, ferner zwei
stellvertretende Königinnen, sechs königliche Gespielinnen und 72 königliche Damen. Hinzu kamen 3000
Palastmädchen, die für den königlichen Bedarf im ganzen Land von Sonderbeauftragten zusammengesucht
wurden. In seinen Harem nahm er auch zwei Konkubinen seines verstorbenen Vaters auf. Besonderen Wert
legte er auf ständig neue Variationen im Liebesspiel. Auf Reisen begleitete ihn eine Karawane aus zehn
besonders ausgestatteten Kutschen. In jeder lag eine nackte Schönheit auf roten Satinkissen, die seiner
Gunst harrte.

Schaue einer Frau ins Gesicht. und du kennst ihre sexuellen Eigenschaften

Nicht lange nach dem Beginn unserer Zeitrechnung hat in China ein Taoist das Buch Yu Mi Chueh. (Die
Geheimzeichen aus dem Jadezimmer) geschrieben. Es enthält eingehende Belehrungen darüber, wie man
auf die sexuellen Eigenschaften einer Frau und ihren Körperbau dort unten schliessen kann indem man
aufmerksam ihr Gesicht betrachtet. Eine Frau mit schmalem Mund und kurzen Fingern hat eine flache
Liebespforte. Sie ist leicht zu befriedigen. Ein grosser Mund mit vollen Lippen verrät mit Sicherheit, dass die
Frau grosse und dicke Schamlippen hat. Wenn sie tiefliegende Augen hat, so ist auch ihre Liebespforte tief.
Wenn eine Frau ein Paar grosser, feuriger Augen hat, dann ist ihre Liebespforte am Eingang eng, doch im
inneren Teil geräumig. Eine Frau mit zwei Wangengrübchen ist da unten klein und eng. Und so weiter. Es ist
interessant festzustellen dass so manches von dem uralten chinesischen Aberglauben noch heute in den
westlichen Gesellschaften lebendig ist. Wirklich Aberglauben? Im übrigen gibt es Hinweise darauf, dass man
auch aus den Gesichtszügen eines männlichen Wesens seine Schlüsse ziehen kann. Oder was sonst
heisst: „An der Nase des Mannes erkennt man seinen Johannes“

Weibliche Promiskuität die extremsten Fälle

Wenn es um häufig wechselnde Sexualpartner bei Frauen geht, müssen wir die Prostituierten natürlich von
der Betrachtung ausnehmen. Denn bei ihnen wechseln die Partner schliesslich berufsmässig. Eine gut
besuchte Dirne oder ein Callgirl bringen es vorsichtig geschätzt auf durchschnittlich drei Besucher pro Tag.
Das sind im Jahr 1095 und in rund gerechnet 25 Berufsjahren letztlich 27375 Männer. Damit können sich
Selbst die grössten Liebhaberinnen der Weltgeschichte nicht brüsten. Laut Kinsey-Report hat nur ein
kümmerliches Prozent der befragten Frauen vor der Eheschliessung den Koitus mit rund 20 verschiedenen
Partnern erlebt.
Die gleiche Anzahl befragter Männer aber meldete beim vorehelichen Geschlechtsverkehr mehr als 100
verschiedene Partnerinnen. Kinsey deutet zwar noch an, dass diese Differenz wohl auf den bei Männern
stärker verbreiteten Wunsch nach Partnerinnenwechsel zurückgeht. Aber durch seine Daten lässt sich das
nicht belegen. Eher ist anzunehmen, dass die scheinbare Bravheit der Frauen auf Mangel an Gelegenheit
anerzogene Hemmungen und überhaupt auf die ganze männlich orientierte Gesellschaft zurückzuführen ist.
Jedenfalls können historische Liebhaberinnen wie Kleopatra und Messalina, mit ähnlich langen Erfolgslisten
aufwarten wie die berühmtesten Liebhaber. Von der russischen Zarin Katharina der Grossen ganz zu
schweigen die es den Bekundungen ihres Hofstaates zufolge mit ganzen Regimentern getrieben haben soll.
Und nach alter Rechnung hat ein Regiment rund 1000 Mann! Genaue Angaben über ihr Liebesleben
verdanken wir auch Madame de Saint-Ange (vom Heiligen Engel!). Sie behauptete eine Frau könne von
Liebhabern ruiniert werden dagegen seien kurze Begegnungen in freier Liebe rasch vergessen. In den zwölf
Jahren meiner Ehe wurde ich von 10000 oder 12000 verschiedenen Männern genommen.
Sex auf der Papyrusrolle

Ein Papyrus aus der 20 ägyptischen Dynastie (etwa 1200-1100 vor unserer Zeitrechnung) wird in Turin
aufbewahrt. Zwölf Zeichnungen nehmen etwa zwei Drittel der Rolle ein. Sie stellen die Liebeserlebnisse des
Pharao Romses III dar. Nach Meinung der Gelehrten wurden sie offensichtlich nicht nur angefertigt um
sexuellen Anreiz zu bieten sondern auch um Gelächter hervorzurufen. Einige der Bilder zeigen bekannte
Koitusstellungen. In einer Szene wird der Pharao von seinen erwachsenen Partnerinnen zur Ruhe gebettet.
Ein schlankes Mädchen trägt ihn an den Beinen während ein anderes seinen Übergrossen aber schlaffen
Penis hält. In einem weiteren Bild streichelt er die Geschlechtsteile einer Frau mit seinen Händen. In einer
späteren Szene zieht sie ihn an seinem Penis zu sich heran.

Die berühmtesten Fälle männlicher Enthaltsamkeit

Von einer Reihe berühmter Persönlichkeiten wird behauptet sie seien im Bett besonders leistungsfähig
gewesen. Von anderen nicht minder berühmten Leuten geht die Mär, dass sie sexuelle Freuden überhaupt
nicht gekannt hätten. Natürlich lässt sich eine solche Behauptung kaum schlüssig beweisen Wer will schon
die Hand dafür ins Feuer legen, dass der berühmte deutsche Philosoph Immanuel Kant, der im Alter von 80
Jahren als Jungfrau starb, es nicht doch dann und wann mit seiner Haushälterin getrieben hat? Aber lassen
wir dem alten Herrn seine Ruhe. Mancher hat es eben überhaupt nicht nötig und kann dann leicht die
Segnungen des Zölibates predigen, wie jener Heilige Augustinus, der alle fleischliche Lust verdammte,
nachdem er selbst hinlänglich davon genossen hatte. Auch Sir Isaac Newton sagt man nach, er habe
niemals Geschlechtsverkehr mit einem Weibe gehabt. Dass er ein mathematisches Genie war, ist schwerlich
mit seiner sexuellen Enthaltsamkeit oder seinem sexuellen Unvermögen zu erklären. Ein Grund für seine
ständige Schlaflosigkeit wäre darin allerdings zu erkennen

Katharina die Grosse liess nichts «anbrennen»

Das war, wie wir alle wissen die berühmt berüchtigte Katharina von Russland mit ihrem unersättlichen
sexuellen Appetit. Besondere sexuelle Genüsse bereiteten ihr die am Hofe angestellten Fusskitzlerinnen.
Auch ein paar kräftige Streiche über den nicht minder kräftigen Hintern bereiteten der hohen Frau
Vergnügen. Bis ins hohe Alter hinein war die Zarin auf immer neue Bettfreuden bedacht. Mit 60 Jahren
wandte sie ihre Gunst einem jungen Leutnant der berittenen Leibwache zu Plato Zubof zählte damals ganze
25 Lenze, als der Blick der Zarin gnädiglich auf ihm ruhte. Doch zunächst musste er sich vom englischen
Leibarzt Ihrer Kaiserlichen Hoheit einem Mr Rogerson gründlich untersuchen lassen.
Und dann ging der junge Leutnant auch noch durch das Bett der Miss Protas, der kaiserlichen „éprou veuse“
der Probiererin. Ihre Aufgabe war es, den jeweiligen Favoriten der Zarin auf seine sexuelle
Leistungsfähigkeit hin zu prüfen. Erst wenn Miss Protas zufrieden war, durfte der Aspirant die kaiserlichen
Gemächer betreten und der Zarin mit Aussicht auf Erfolg zu (Bett)Diensten sein. Zubof hatte offensichtlich
alle Prüfungen bestanden.
Einige römische Kaiser strotzten nur so vor sexueller Aktivität

Eine ganze Reihe der römischen Cäsaren sind bekannt dafür, dass sie einen aus schweifenden
Lebenswandel führten und in sexueller Hinsicht keine Grenzen kannten bzw. anerkannten Nero und Caligula
waren für ihre wilden Orgien berüchtigt. Ihre Vergnügungen streiften sehr oft die Grenze zur Perversität oder
überschritten sie. Der Grösste und Verderbteste unter ihnen aber dürfte Tiberius gewesen sein. Sein ganzes
leben war von sexuellen Ausschweifungen bestimmt. Selbst in seinem hohen Alter unterhielt er eine Art
Sporthalle, in der vor seinen Augen alle möglichen Sexualakte vollzogen werden mussten. Wenn der Cäsar
zu schwimmen geruhte, war er von einer Schar seiner Stichlinge umgeben. Das waren junge Knaben die
zwischen seinen Beinen schwammen und tauchten um seinen Penis zu lecken und zu reizen. Manchmal
missbrauchte er sogar unentwöhnte Babys dazu an seinem Penis zu lutschen. Ausser dem sammelte
Tiberius Erotica-Bilder, Skulpturen. Bücher und Sexhandbücher aus Elephantis in Ägypten.
Die sexuell aktivsten Päpste

Das Papsttum hat eine von erstaunlichen Sexualaffären erfüllte Geschichte hinter sich. Einige wenige
ausführlich erzählte Beispiele würden ganze Bände füllen. Darum hier nur ein paar Andeutungen über die
sexuell aktivsten Besitzer des Stuhles Petri Sergius III sorgte mit Hilfe seiner Mutter dafür, dass sein
unehelicher Sohn nach ihm Papst wurde. Johannes XII, entthront im Jahre 963, verwandelte den Lateran
den Papstsitz in ein Bordell. Er wurde der Unzucht und des Inzestes angeklagt Leo VIII löste ihn ab, aber
besser war auch der nicht. Er wurde beim Geschlechtsakt mit einer willigen Schönen vom Herzschlag
getroffen Benediktus IX, als zehnjähriger Knabe zum Papst gewählt, wuchs auf in völliger Zügellosigkeit.
Seine Untaten schockierten selbst die Zeitgenossen in einer dunklen und barbarischen Ära. Balthasar
Cossa, der zum Papst gewählt wurde, um das Grosse Schisma (die Kirchenspaltung) zu beenden, bekannte
sich später des Inzestes, der Unzucht und anderer Verbrechen für schuldig. (Zweihundert Mädchen,
Matronen und Witwen einschliesslich einiger Nonnen fielen seiner brutalen Lust zum Opfer.) Papst
Alexander VI liess auf einer Riesenparty im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen, nämlich einige
Dutzend Prostituierte Später wurden jene Männer mit Preisen ausgezeichnet, die vor den Augen Seiner
Heiligkeit und der Gäste am häufigsten mit den Dirnen kopulierten.

Der erste Playboy-König lebte in China

Chou-hsin aus der Shang Dynastie (15581302 vor unserer Zeitrechnung) wird gern als der erste Playboy-
König in der chinesischen Geschichte bezeichnet. Man beschreibt ihn als einen Mann von zwei Meter
Grösse mit einem Rücken so stark wie der eines Tigers und einem Bauch vergleichbar mit dem eines Bären.
Ihm wird nachgesagt dass er Tiger und Leoparden mit der blossen Hand töten konnte. Entsprechend gross
waren die sexuellen Kräfte die man ihm zuschrieb. Nacht für Nacht so steht es in den alten Schriften nahm
er es mit zehn gesunden und kräftigen Weibern hintereinander auf ohne dass sich Anzeichen von
Befriedigung zeigten. Manchmal befahl er einer nackten Gespielin ihn an der Hüfte mit den Beinen zu
umschlingen. Er trug sie buchstäblich auf seinem erigierten Glied und marschierte so mit ihr im Zimmer
herum ohne dass sich so rasch Ermüdung einstellte. Als besonders schlimme Geschichte wird von ihm
berichtet er habe sich eines Tages einem Laienpriester und dessen Bruder einem geheiligten Trompeter in
sexueller Absicht genähert. Als die beiden widerstanden griff er sie körperlich an und liess ihnen
anschliessend auf bestialische Art die Beine brechen.

Die Jungfräulichkeit manchmal ging sie schon sehr früh dahin...

Die Berichte über früheste Koituserfahrungen bei Jungen und Mädchen bezogen sich auf relativ unbekannte
Leute. Auch unter Berühmtheiten und hochgestellten Persönlichkeiten früherer Jahrhunderte wurde die
Jungfräulichkeit schon in jungen Jahren eingebüsst. Sie habe ihre Jungfräulichkeit bereits als Mädchen von
sieben Jahren verloren brüstete sich die berüchtigte Marquise de Brinvilliers. (Sie hat sich als Giftmischerin
einen Namen gemacht und wurde 1676 hingerichtet. Mit dem Verlust ihrer Jungfräulichkeit in so jungen
Jahren hat sie in ihren Kreisen wahrscheinlich einen Rekord aufgestellt.

Das Entjungfern schien in alten Zeiten ein Sport zu sein ...

Eine alte Legende aus dem Orient will wissen dass ein Araberfürst in einer einzigen Nacht achtzig Mädchen
entjungfert habe. Selbst wenn man eine lange Nacht von zwölf Stunden annimmt wären das pro Stunde
sechs bis sieben Jungfernstiche. Einigermassen unwahrscheinlich klingen diese Entjungferungen am
laufenden Band schon. Doch hat es zur Zeit der Im 18 Jahrhundert in England herrschenden
Deflorationsmanie nicht wenige Herren gegeben die sich einer Vielzahl eroberter (meistens teuer bezahlter)
Jungfernhäutchen rühmen konnten. Einer dieser Geniesser will nicht weniger als siebzig Jungfrauen in
einem Jahr defloriert haben. Das wären immerhin ca. 6 pro Monat. Natürlich brauchte sich ein Herr in jenen
Zeiten um den nötigen Nachschub nicht Selbst zu bemühen. Die frische Ware wurde ihm von Kupplerinnen
gegen entsprechende Bezahlung ins Haus geliefert. Die merkwürdige, krankhaft anmutende Sucht,
Mädchen zu deflorieren, führte damals in England zur Gründung regelrechter Organisationen, die Jagd auf
junge Mädchen machten und den Markt damit belieferten.
Das berühmteste Beispiel einer nicht vollzogenen Ehe in Königskreisen

König Ludwig XIII von Frankreich wurde mit Anna von Österreich verheiratet, als beide erst vierzehn Jahre
alt waren. In der Hochzeitsnacht verbrachten sie zwei Stunden miteinander, wobei ihnen weise Frauen.
Assistierten. Ludwig behauptete, er habe zweimal genossen. Doch scheint sicher, dass er sexuelle
Befriedigung nur vorgegeben hat. Sein Beichtvater und der Kardinal die gleichfalls zu dem die
Hochzeitsnacht beobachtenden Gefolge gehörten, drängten den jungen König zu einem weiteren Versuch.
Er weigerte sich und vollzog erst drei Jahre später mit der Königin einen weiteren Geschlechtsakt. Nach
abermals drei Jahren hatte die Königin eine Fehlgeburt. Erst wiederum einige Jahre später wurde Ludwig
XIV geboren.

Wo die grösste Anzahl von Flitzern zu finden war

Einigermassen sang- und klanglos ist die Zeit der Streaker (in der deutschen Sprache nur unzulänglich als
Flitzer übersetzt) zu Ende gegangen. Das waren jene jungen Leute, die einzeln oder in Gruppen plötzlich
splitternackt durch Strassen oder Stadien rannten. Meistens waren es junge Männer. Wie so häufig, wurde
aus einem anfänglichen Jux oder dem besonders gewagten und darum desto befriedigenderen Auftreten
einiger Exhibitionisten, eine Art von Massenbewegung. Universitäten wetteiferten natürlich in Amerika
untereinander, wer die meisten Nackten bei einem einzigen Auftreten zählen konnte. Im März 1974 rannten
553 Studenten der Universität Maryland splitternackt drei Meilen weit durch die Gegend. Ein paar Abende
davor hatte die Universität von South Carolina mit 508 Teilnehmern einen Rekord angemeldet der unbedingt
geschlagen werden musste. Prompt stellte man in Athens, Georgia. 1000 Mann auf die nackten Beine und in
Boulder, Colorado waren es gar 1200. In der Presse auch der juristischen Fachpresse ereiferte man sich
geradezu hysterisch für und gegen die Streaker. Bald gab es sie auch in England und Deutschland. Doch ist
und wird schliesslich der grösste Teil der Bevölkerung in dem Glauben erzogen dass der menschliche Leib
sündig sei und deshalb verhüllt werden müsse. Ein paar entsprechende Paragraphen waren bald gefunden
Notfalls berief man sich auf den Gummibegriff „Erregung öffentlichen Argemisses“, was auch immer das sein
mag. In England musste ein harmloser Streaker 300 Pfund Geldstrafe blechen. In Belfast (Nordirland)
steckte man sogar einen für drei Monate ins Gefängnis.
KAPITEL 3
Abartige Sexualität

Die abwegigsten sexuellen Verirrungen

Früher galt alles als pervers, was nicht der sexuellen Norm entsprach. Wer aber bestimmte was normal war
und was ausserhalb der Norm? Stets fanden sich ein paar Eiferer meistens aus kirchlichen Kreisen die ganz
genau wussten was normal ist. Sie setzten ihre Ansichten oft genug mit Feuer und Schwert als die
alleinseligmachenden durch. Auch heute noch wird auf sexuellem Gebiet dieses oder jenes als abwegig
angesehen doch gilt unter aufgeklärten Menschen dass alles erlaubt ist, womit beide einverstanden sind. In
den Grenzbereichen gibt es allerdings einige Praktiken. die sicherlich nicht jedermanns Sache sein können.
Da findet man Leute, die kommen nur zum Orgasmus, wenn sie knietief im Schlamm waten. Oder wenn sie
angepinkelt oder sogar bekotet werden. Andere wiederum müssen menschlichen Urin oder den von Tieren
trinken bevor sie einen Höhepunkt erreichen können. Mehr noch da gibt es Männer und Frauen in der Welt –
Krafft-Ebing zählt nicht wenige auf, die sexuellen Genuss nur empfinden wenn sie den Nasenschleim des
Partners oder der Partnerin lutschen. Bei Ivan Bloch beschreibt ein Jüngling voller Eifer die Freuden des
Cunnilingus, des Urintrinkens des Verschlingens von Fäkalien die Köstlichkeiten aller Körperteile der
geliebten Frau.

Wenn berühmte Männer nur Kinder lieben können

Manchmal gewinnen betagte Erwachsene sexuelle Befriedigung aus dem Umgang mit Kindern. Allgemein
betrachtet trifft dies in gewissem Umfange auch auf Eltern zu von denen die meisten gar nicht ahnen dass
ihre Zuneigung sexuelle Ursprünge hat. Im engeren Sinne kann der Kontakt mit Kindern für manche
Erwachsene der einzige Weg zum Orgasmus sein. Seit Nabukov seine Lolita ins literarische leben rief ist
sich mancher Mann seine, bisher verdrängten Liebe zu eine, Kind-Frau bewusst geworden. Lewis Caroll (mit
dem Pseudonym C.L. Dodgson) war ein grosser Mathematiker.
Er schuf die Märchenfigur der Alice und empfand nach eigenen Bekundungen tiefes Vergnügen (in welchem
Grad sexuelle, Art?) in Gesellschaft kleiner Mädchen. Er gehört zu den bekanntesten Beispielen für diese Art
der Kinderliebe. Im 19 Jahrhundert gab es einen Pfarrer Francis Kilvert, der ein tadelloses Leben führte.
Doch eine Eintragung in sein Tagebuch gibt zu denken. Soll ich bekennen dass ich heute zehn Meilen weit
über die Berge reiste für, einen einzigen Kuss, um das Gesicht dieses süssen Kindes zu küssen? Zehn
Meilen für einen Kuss!. John Ruskin war nicht dazu in der Lage die Ehe zu vollziehen. Er verging in
Leidenschaft für, ein zehnjähriges Mädchen.

Die am meisten missverstandene sexuelle Betätigung

In allen Tabellen de, Sexualforscher steht die Masturbation als Mittel für den sexuellen Lustgewinn ganz
oben an. Es ist sicherlich etwas dran an der Witzelei über Fragebogenergebnisse zum Thema Masturbation.
Fünfundneunzig Prozent der Befragten geben zu dass sie mehr oder weniger häufig masturbieren. Und die
übrigen fünf Prozent lügen! Kaum eine sexuelle Betätigung ist so vielen Missverständnissen ausgesetzt wie
Diese. Nicht nur dass man zu den unsäglichsten Quälereien griff um Masturbation überhaupt zu verhindern
wie festgebundene Hände kalte Güsse oder regelrechte Fesselungen auch was man als Folgen der
Masturbation hinstellte grenzte an schieren Irrsinn. Von Schwindsucht bis Knochenmarkschwund mussten
alle Krankheiten als angebliche Folgen der Masturbation oder Onanie herhalten wie man früher allen Ernstes
behauptete. Und das häufig noch aus scheinbar berufenem Mund nämlich von Medizinern. Es gibt keine
vernünftige Erklärung dafür dass bei den Juden und den ihnen nachfolgenden jüdisch-christlichen
Religionen, insbesondere der römischkatholischen Kirche die sogenannte Selbstbefriedigung zur
Selbstbefleckung umfunktioniert und schwerster Verdammnis ausgesetzt wurde Masturbation ist schwerste
Sünde und wird für schlimmer als ein Mord gehalten! Bei den orthodoxen Juden ist es verpönt auf dem
Rücken liegend zu schlafen weil das zu einer ungewollten Erektion führen kann. Bei ihnen ist es auch
verboten enge Hosen anzuziehen und den Penis beim Urinieren mit der Hand zu führen. Bei
traditionsbewussten Rabbinern gehört zu den vier verhassten Männertypen auch jener. der beim
Wasserlassen sein männliches Glied anfasst.

Die Masturbation ist meistens das erste sexuelle Erlebnis

Die Selbstentdeckung ist nach den Feststellungen der Forsche, die häufigste Ursache für die ersten
Versuche mit der Masturbation Kinsey hat 2675 Personen befragt. Von ihnen gaben 57 Prozent der Frauen
an, dass sie bei der Erforschung des eigenen Körpers zum ersten Male auf die Masturbation verfielen. 43
Prozent kamen durch Wort oder Schrift zur ersten Masturbation. Unter den über die 100 Prozent hinaus
gehenden Angaben über zweite und dritte Möglichkeiten bekannten 12 Prozent der Frauen sie hätten durch
Petting zur Masturbation gefunden während 11 Prozent meinten sie wären durch das Beobachten anderer
darauf verfallen. Nur drei Prozent sind durch homosexuelle Anleitung darauf gekommen

Die häufigsten Masturbationsphantasien

Frauen benutzen zur Selbstbefriedigung nur selten Bildvorlagen von schönen Männern. Ein Grund dafür
dass Magazine mit Männerbildern kaum von Frauen gekauft werden. Ihnen genügt die Phantasievorstellung.
die fast immer heterosexueller Art ist. Laut Kinsey trifft diese Art der Masturbationsphantasien auf sechzig
Prozent der Frauen zu. Nur zehn Prozent geben sich beim Masturbieren homosexuellen Phantasien hin.
Neuere Erhebungen haben auch gezeigt dass Frauen vielfach vor dem Fernsehschirm masturbieren wenn
ein bestimmter Sprecher oder Schauspieler auftaucht.

Wer am häufigsten masturbiert

„Ich wichse mich noch dumm und dösig“, sagt so mancher Junge nachdem er dahintergekommen ist welche
Freuden der steife Freund in der Hose und fünf Finger einer Hand zu spenden vermögen. In der Tat und das
wurde auch durch Kinseys Forschungen untermauert, masturbieren Kinder unter fünfzehn Jahren am
häufigsten. Nicht nur die Jungen auch und viel leicht viel mehr die Mädchen. Im Durchschnitt der
Fragebögen ergab sich eine Frequenz von 23 durch Masturbation erzeugten Orgasmen pro Woche. Dabei
liegen Angaben von Mädchen der Altersgruppe um fünfzehn vor die dreissig und mehr Orgasmen in der
Woche erreichten. Doch gibt es auch die Angaben einer besonders energischen Frau die es durch
Masturbation in einer einzigen Stunde auf hundert Orgasmen gebracht haben will. Manche Frauen
versuchten es nur einmal im Monat. Schon Kinsey kam zu dem Schluss, dass es auf diesem
weitgespannten Feld höchst unterschiedliche Leistungen gibt die sich nur schwerlich auf einen Nenner
bringen lassen. Auch im Hite-Report tauchen Frauen auf die es mit der Masturbation zu wahren
Meisterleistungen bringen. Da können Männer mit ihren deutlich begrenzten Möglichkeiten kaum mithalten.
Masturbation kommt schon bei kleinsten Kindern vor

Der Mensch scheint eine Naturbegabung für die bei manchen Religionsgemeinschaften so sehr verdammte
und verpönte Masturbation mit auf die Welt zu bringen. Wie sonst wäre es zu erklären dass sich kleine und
kleinste Kinder durch masturbatorisches Spielen an den Genitalien offen sichtlich angenehme Gefühle bis
hin zum deutlich wahrnehmbaren Orgasmus verschaffen. Manche masturbieren sich sogar in den Schlaf.

Natürlich gibt es für Beobachtungen die früher jedem Kindermädchen geläufig waren auch wissenschaftlich
belegte Zahlen. Der Sexualforscher Spitz zeichnete seine Beobachtungen an 248 Kindern unter einem Jahr
auf. Er fand heraus dass mehr als die Hälfte an ihren Genitalien spielten und mit dem Becken stossende
Bewegungen machten. Eine Reihe von Forschern und Ärzten hat gleiches beobachtet. In Kinseys Listen
werden fünf Kinder unter einem Jahr aufgeführt, die man beim Masturbieren beobachtete, und ein mal taucht
in seinen Aufzeichnungen ein Kind von siebeneinhalb Monaten auf, das deutlich masturbierte. Leider wird in
diesen Zahlen kein Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gemacht. Weithin bekannt ist die Zeichnung
Mihaly Zichys, die einen Knaben beim selbstzufriedenen Spiel mit seinem Zipfel zeigt.

Die seltensten Masturbationsphantasien

Sexuelle Beziehungen zwischen Frauen und Tieren kommen zwar selten, doch immer mal wieder vor. Vor
allem Hunde nicht umsonst Schosshunde genannt spielen dabei die Hauptrolle.
Doch in den Masturbationsphantasien der Frauen treten Tiere kaum auf. Nur ein Prozent der von Kinsey
befragten Frauen befassten sich in ihrer Vorstellung mit Tieren, während sie masturbierten. Da waren
Vorstellungen sado-masochistischer Art mit vier Prozent deutlich häufiger.
In welcher Gesellschaftsschicht am häufigsten masturbiert wird

Erst statistisch fundierte Erhebungen haben eine seltsame Tatsache im sexuellen Verhalten des Menschen
deutlich gemacht. Häufigkeit und Variationsbreite des geschlechtlichen Lebens hängen mit der sozialen
Klasse und der gesellschaftlichen Schicht zusammen. So steht fest dass in den gebildeten Schichten mehr
masturbiert wird als bei der körperlich schwer arbeitenden sozialen Unterschicht. In anderen Worten die
geistig Schaffenden masturbieren demnach am häufigsten.

Männliche Masturbation mit seltsamen Folgen

Von den beiden jungen Männern, denen die surrenden Vibratoren beim Masturbieren in den Anus gerutscht
waren, haben wir schon gehört. Aber es gibt noch mehrere seltsame Folgen, die die Beschäftigung mit zum
Teil gänzlich ungeeigneten Gegenständen zum Zwecke des Lustgewinns mit sich bringt. Das betrifft sowohl
die anale wie auch die genitale Masturbation. Ärzte kennen eine lange Liste von Gegenständen, die aus der
Harnröhre oder dem Anus herausgeholt werden mussten. Als seltsamsten Fall notierte Chapman Pincher
dass einem Manne eine grosse Leimflasche aus dem Anus entfernt werden musste.

Die gefährlichsten Masturbationstechniken

Männer und Frauen unterziehen sich manchmal grosser Mühen um sich sexuelle Befriedigung zu
verschaffen. Doch kann dabei leicht etwas schief gehen. Bekannt ist der Fall jenes Mannes der seinen noch
nicht ganz erigierten Penis zwischen die warmen Rippen der Zentralheizung steckte. Als das Glied sich voll
versteifte liess es sich nicht mehr zurückziehen und die Heizung wurde angesichts kalten Wetters auf
Hochtouren gefahren! Wer dem Armen geholfen hat und wie ist leider nicht überliefert worden. Schlimme
Folgen hatte der Versuch eines anderen Mannes der sich einen Staubsauger als Masturbationshilfe
ausgesucht hatte. Das stark saugende Gerät riss ihm nämlich die Haut in Fetzen vom Penis. Dieser Fall soll
übrigens nicht einmalig sein. Aus früheren Zeiten wird berichtet, dass ein französischer Soldat seinen
vermutlich nicht sehr umfangreichen Penis in fast schlaffem Zustand in die Scheide seines Bajonetts
zwängte. Wobei man sich daran erinnern muss, dass die französischen Bajonette keine flachen, sondern
dreieckige Klingen hatten die demnach in einer ziemlich grossen Öffnung der Scheide steckten. Der gute
Mann geriet in Nöte als ihm der Penis in der Bajonettscheide schwoll und nicht wieder herausgezogen
werden konnte. Wahrscheinlich konnte der Stabsarzt wenig ausrichten. Der Kompanieschmied oder
Schlosser dürfte eher zuständig gewesen sein. Unangenehme Folgen hatte auch der Versuch den Penis in
den Wasserablauf einer Badewanne zu stecken. Ein Bluterguss soll hierfür die Strafe gewesen sein.

Der seltsamste Versuch, der Untreue einer Ehefrau auf die Schliche zu kommen

Der Hahnrei und die ungetreue Gattin haben schon Stoff für ganze Bibliotheken geliefert. Männer haben im
Verlaufe der Jahrhunderte alle möglichen Mittel ersonnen, um ihre Frauen auf die Probe zu stellen oder
etwaige Untreue mit teils brutalen Mitteln zu verhindern. Man denke da nur an die Quälerei mit den eisernen
Keuschheitsgürteln die doch von jedem geschickten Schlosser so leicht zu öffnen waren. Sofern die schlaue
Gattin nicht schon beim Mass nehmen dafür sorgte dass der Meister ihr einen Zweitschlüssel mitlieferte.
Natürlich hat auch Zauberei und allerlei Spuk dafür herhalten müssen eine ungetreue Gattin zu Überführen.
Grauslich hört sich an. Was in alten Chroniken über die Wirkung eines heiligen Wassers berichtet wird. Er
soll sie davon trinken lassen. Hat Sie sich vergangen und ihren Mann betrogen dann wird das Wasser bitter
werden in ihrem Leibe es wird ihren Bauch anschwellen lassen und Geschwüre an ihren Schenkeln
hervorrufen. Dann ist es erwiesen und die Frau soll verflucht werden vom ganzen Volke.

Die berühmteste Fellatrice der Antike

Oraler Geschlechtsverkehr gehört heute schon fast zu den Selbstverständlichkeiten unter aufgeklärten
Menschen. Cunnilingus (er leckt sie) und Fellatio (sie leckt oder lutscht ihn) machen einen Teil des
Liebesspieles bei vielen modernen Paaren aus. In der Antike galt Königin Kleopatra als die berühmteste
Fellatrice die zehntausend Männer mit dem Mund verwöhnt haben soll. Wie viel davon wahr ist und wie viel
auf das Konto einer Greuelpropaganda gegen die verhasste politische Gegnerin kommt wird sicherlich nicht
mehr aufzuklären sein. Bei den Griechen hiess die Königin vom Nil jedenfalls die grosse Schluckerin oder
die mit dem breiten Mund. Kleopatra war auch bekannt als Cheilon (dh. Die mit den dicken Lippen). Aus der
Zeit ihrer Liaison mit den Römern wird berichtet dass sie bei einem Bankett in einer einzigen Nacht hundert
römische Adelige oral bedient haben soll.
Die höchste Teilnehmerzahl beim Gruppensex

Gruppensex war zeitweise Mode dann mal wieder nicht dann mal wieder doch. Das Iässt sich durch
Generationen In der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Alles schon dagewesen, soll Ben Aklba der
jüdische Schriftgelehrte gesagt haben bevor er im Jahre 135 hingerichtet wurde. Auch auf sexuellem Gebiet
gibt es nichts eigentlich Neues. So ist auch Gruppensex uralt. Die grösste Anzahl von Teilnehmern fand sich
von altersher bei religiösen Orgien zusammen. Hunderte von halbwahnsinnigen Teilnehmern wälzten sich im
Sinnenrausch. Dass alles zur höheren Ehre Gottes geschah hat den Reiz sicherlich noch erhöht. Die grösste
Gruppensex Orgie der Neuzeit fand 1974 während eines Rock’n’roll Konzertes bei Los Angeles statt. Nach
anfänglich bravem Beginn gerieten nach etwa zwei Stunden des Openair Festivals zwei Mädchen aus dem
Hippielager in Ekstase. Sie warfen ihre wenigen Hüllen ab und fielen über ihre Freunde her. Dem
hemmungslosen Liebesspiel schlossen sich unter dem Einfluss der aufpeitschenden Musik immer mehr
Paare an. Die Ordner schritten nicht ein. Doch hatten sie offenbar ihre elektronischen Taschenrechner parat.
Denn es gibt Zahlen. Angeblich wurden bei dieser Orgie 262 Paare, 68 Dreier' und 29 Vierergruppen im
hemmungslosen Liebestaumel gezählt. Die Liebesschreie und Orgasmuslaute übertönten zeitweilig die auch
nicht gerade leise Musik. Erst nach drei Stunden konnte die Polizei dem Vernehmen nach höchst unwillig
das allgemeine Sexvergnügen auflösen. Wo bleiben da die zahmen Tempelorgien zur höheren Ehre Gottes?
Beim Gruppensex schlafen manchmal viele Männer mit einer Frau

Jede Frau kann mehreren Männern gleich zeitig sexuell dienen, schliesslich hat sie mehr als nur eine
Körperöffnung. Der Marquis de Sade hat in seiner Justine eine Szene geschildert, die sich so oder ähnlich in
Wirklichkeit sicherlich viele Male zugetragen hat. Vier Männer teilten sich gleichzeitig in eine Frau. Der
Superior bemächtigte sich Justines Hinterviertel während Antonin sich ihm gegenüber häuslich einrichtete.
Jerome benutzte ihren Mund und CIément vertraute sich ihren Händen an. Die hilfsbereiten Priesterinnen
standen im Kreis und boten jedem Stimulierung an der es nötig hatte. Vier Männer für eine Frau waren
allerdings wenig im Vergleich zum Verschleiss der Prinzessin ShanYin aus der Sung Dynastie im alten
China. Zu irgendeiner Feier liess sie sich ein riesiges Bett anfertigen auf dem dreissig nackte, junge Männer
Platz fanden. Die Prinzessin rollte sich über sie alle hinweg.
Etliche Frauen und «nur» ein Mann beim Gruppensex

Der Marquis de Sade ist nicht nur berüchtigt wegen seiner Schriften in denen er alle nur denkbaren
Ausschweifungen beschrieben hat. Berüchtigt ist er auch wegen seiner Ausführlichkeit mit der er ins Detail
geht. So hat er fast graphisch genau beschrieben wie sich sechs Frauen zugleich um einen Mann bemühen.
Die langatmige Beschreibung lässt sich in wenigen Worten gar nicht wiederholen. Das grosse Problem
besteht darin dass jede der sechs Frauen Intimen Kontakt mit dem Manne aufnimmt. Dabei soll ihm aber
noch so viel Freiheit bleiben dass er sich einem anderen Körper zuwenden kann. Sicherlich gibt es immer
noch ein paar richtige, alte Chauvinisten die in der Vorstellung an solche Möglichkeiten schwelgen. Wie sehr
müssen sie es bedauern dass sie im Gegensatz zu einigen Reptilien und manchen Dämonen nur einen
einzigen Penis haben.

Die berühmteste Lesbierin

Ohne jeden Zweifel ist die berühmteste Lesbierin in der Geschichte der Menschheit jene Sappho von Lesbos
aus dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Sie hat schliesslich der Liebe unter Frauen den Namen
gegeben, obwohl festzustehen scheint, dass die Dichterin gar keine echte Lesbe gewesen ist. Vielen
Bekundungen zufolge hatte sie an Männern und Frauen gleichermassen sexuelle Freude. Jedenfalls
unterhielt sie leidenschaftliche Beziehungen nach beiden Seiten hin. Die Griechen bezeichneten sie wegen
ihrer zarten Poesie als die zehnte Muse, und die wenigen noch erhaltenen Zeilen von ihr drücken eine
zärtliche Liebe zu Frauen aus. Sie hatte einen Kreis von Frauen und Mädchen um sich geschart, mit denen
sie die Poesie, Musik und die Liebe erforschte. Natürlich wurde sie von den frühchristlichen Gemeinden als
im höchsten Grade unmoralisch abgelehnt. Gregor, der Bischof von Konstantinopel, liess ihre Schriften
verbrennen, wo immer sie sich finden liessen. Er verdammte sie als eine (gynaeon pronikon erotomanes),
was etwa Verwerfliche Nymphomanin heisst. Im Jahre 1072 vernichtete Papst Gregor abermals einen Teil
ihrer noch existierenden Werke. Die noch heute bekannten Gedichte der Sappho machen etwa nur fünf
Prozent ihres Gesamtwerkes aus. Der Rest wurde unwiederbringlich von bigotten Glaubenseiferern
vernichtet, die dafür niemand zur Rechenschaft gezogen hat.

Der berühmteste Transvestit in der Geschichte

Politiker, Staatsmann, Geheimdienstler und Diplomat das alles war der berühmteste Transvestit seiner Zeit,
der Chevalier d'Eon de Beaumont. Spätere Sexualforscher haben aus seinem Namen das Wort Eonismus
abgeleitet, das in wissenschaftlichen Werken noch immer für den inzwischen geläufigeren Begriff
Transvestismus auftaucht. Der Chevalier stand in Diensten des Königs Ludwig XV von Frankreich. Er wurde
1728 geboren und starb im gesegneten Alter von 83 Jahren, nachdem er 49 Jahre als Mann und 34 Jahre
als Frau gelebt hatte. Vielfach hielt man ihn für einen Hermaphroditen, für einen Zwitter. Doch gibt es dafür
keinen Beweis. Im Lichte neuerer Forschung scheint d'Eon ein echter Transvestit gewesen zu sein, dem für
eine Geschlechtsumwandlung nur nicht die entsprechend geschulten Chirurgen zur Verfügung standen, wie
es sie heute für solche Fälle gibt.

Bereits die jüngsten Mädchen machen Fellatio

Unter einer scheinbar aufgeklärten Oberschicht mit gleichberechtigten Frauen herrscht im vorderen Orient
und teilweise in den Balkanländern immer noch die uralte Ansicht vor dass Frauen minderwertige Wesen
und nur für das Vergnügen des Mannes da seien. Und für die körperliche Arbeit natürlich. Es gilt als
erwiesen wenn auch nicht offiziell eingestanden dass auch heute noch vier Fünftel der Mädchen bei den
nordafrikanischen Moslems und Juden in jüngsten Jahren zum Mundverkehr verlockt oder gezwungen
werden. Fellatio wird von ihnen verlangt von den älteren Brüdern oder anderen Jungen, wie auch von
Vettern und anderen männlichen Verwandten. Dabei gilt fast als Regel, dass Mädchen im Alter zwischen
drei und fünf Jahren erste orale Kontakte mit Männern hinnehmen müssen. Wenn eine erst mit sechs Jahren
vorgenommen wird, gilt das fast als Ausnahme.

Welche Anzahl von Stellungen es beim Cunnilingus gibt

Jede Art sexueller Betätigung lässt eine Unzahl von Stellungen zu man kann schliesslich alles übertreiben.
Liegen, Stehen, Hängen, Knien und so weiter, und so weiter lässt vor allem beim Cunnilingus unzählbare
Möglichkeiten zu. Manchmal hat man den Eindruck, zahlen versessene Forscher haben ganz vergessen
dass es eine einzige wunderschöne Möglichkeit gibt: Bette deinen Kopf in den Schoss der geliebten Frau
und lasse sie alle Zärtlichkeit deiner Zunge spüren. Aber nein da hat so ein gelehrtes Haus, Legman heisst
er (hat aber nichts mit Dallas zu tun), nach langem Rechnen herausgebracht, dass es für den Mann
14.288.400 Möglichkeiten gibt, die Partnerin mit der Zunge zu befriedigen. Ob er sicher ist, dass es nicht
doch vielleicht 14.288.401 Stellungen sind?
Wenn viel geheiratet wird

In den polygamen Gesellschaften kann eine hochrangige Persönlichkeit unschwer mehrere hundert Frauen
zu gleicher Zeit ehelichen. Allerdings setzen hier bei der Definition des Begriffes Ehefrau einige
Schwierigkeiten ein. Zwar kann der Mann einige hundert Frauen nach seiner Lust und Laune besuchen doch
dürfte eine erhebliche Anzahl von ihnen unter den Begriff der ausserehelichen Konkubine (Beischläferin)
fallen. Ihr stehen nicht die legalen oder sozialen Vergünstigungen der Ehefrau zu, doch wird erwartet, dass
sie im Hause ihres Herrn wohnt und ihm treu ist. Verschiedentlich, auch in den USA und anderen westlichen,
aber auch östlichen Ländern, wird die serienmässige Polygamie (Vielehe) praktiziert. Hier ist es nicht
ungewöhnlich, dass ein Mann sechs und mehr Ehefrauen hintereinander hat. In anderen Ländern gibt es
noch mehr schnell geschlossene und wieder geschiedene Ehen. Allerdings dürften dort andere
Scheidungsgesetze gelten als in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn die Geschiedene jedes Mal die
Hälfte des Vermögens mitnimmt, ist der Geschiedene bekanntlich bald schon ein armer Mann. Unter
anderen Verhältnissen aber gibt es zum Beispiel in Nordafrika. Männer und Frauen, die vor ihrem
dreissigsten Lebensjahr schon zehnmal verheiratet gewesen sind. Im Sudan ist es nicht ungewöhnlich, dass
sich ein Mann rühmt, fünfzig oder mehr Ehefrauen besessen zu haben. Der verstorbene König Ibn Saud von
Arabien schloss im Laufe seines Lebens mehr als 400 Eheverträge. Dabei behauptete er, er habe niemals
die Gesichter seiner Bräute gesehen. Er heiratete, zum Beispiel, ganz offiziell die Tochter aus irgendeinem
Nomadenstamm, verbrachte die Nacht mit ihr und liess sich am Morgen in allen Ehren (und einer
entsprechenden Abfindung für die Ehefrau) wieder scheiden.

Die erste Eheschliessung zwischen Homosexuellen fand in Holland statt

Jahrhunderte lang wurde den Menschen in Westeuropa beigebracht notfalls unter Zuhilfenahme von Feuer
und Schwert dass Sexualverkehr nur in der Ehe stattfinden dürfe, und dass auch hier Sex nur erlaubt sei,
solange er der Zeugung von Nachkommen diene. Andererseits hat die Liberalisierung dazu geführt, dass
aufgeklärte Menschen viele Dinge anders sehen als es ihnen unter Zwang beigebracht worden ist. So gibt
es zum Beispiel keinen logischen Grund, der dagegen spricht, dass Homosexuelle ganz offiziell einen Bund
fürs Leben schliessen. Zwar dürfte noch ein weiter Weg bis dahin sein. dass einem solchen Schritt die
gleichen rechtlichen Folgen zugebilligt werden wie einer Eheschliessung zwischen Mann und Frau im
Zivilrecht. Verschiedentlich werden Homosexuellen Ehen nicht nur geduldet, sondern auch eingesegnet. So
gab es in Kalifornien mehrfache Eheschliessungen unter Männern. Den Anspruch, als erster in dieser
Richtung tätig geworden zu sein darf ein Priester aus Rotterdam für sich buchen. Er hat schon 1969 ein
homosexuelles Paar getraut.
Der Inzest und sein zahlreichstes Vorkommen

In früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden hat es immer wieder verschiedene Einstellungen zu dem
Begriff Inzest gegeben. Was wir heute als Blutschande bezeichnen gehörte bei den alten Ägyptern zum
guten Ton. Bruder und Schwester, Vater und Tochter im Bett waren alle gleich. Noch heute streiten die
Gelehrten darüber, ob die sogenannte Blutschande, (dh. Geschlechtsverkehr zwischen Blutsverwandten)
tatsächlich zu genetischen Schädigungen zu Schwachsinn in der Familie und ähnlichen Gebrechen führt.
Abgelegene Dorfgemeinden scheinen allerdings früher, als es Moped und Auto nicht gab, den Beweis dafür
geliefert zu haben, dass ständiges Heiraten und Zeugen untereinander zu einem vermehrten Ausstoss an
Dorftrotteln führte. Doch ist Genaueres darüber noch nicht ausgesagt. Inzwischen ist die Rate der
Inzestvorkommen, weil mit starken Tabus belegt, stark im Abnehmen begriffen. International gesehen, soll
Inzest noch fünfmal pro eine Million Bürger pro Jahr vorkommen. Doch dürfte die Dunkelziffer sehr gross
sein und diesen anscheinend unrealistischen Wert stark verfälschen. Erst vor kurzem gab es in
Norddeutschland einen Prozess gegen einen Vater, der seine drei Töchter der Reihe nach missbrauchte,
kaum dass sie herangewachsen waren. Die beiden ersten haben geschwiegen. Und die dritte hätte auch
nichts über die Verfehlungen des Vaters verlauten lassen, hätte sie nicht ihr Verlobter dazu gedrängt.

Der berühmteste ungesühnte Fall von Inzest

Im alten Rom gab es sehr strenge Gesetze gegen die Blutschande. In den Anfangsjahren der Republik
wurden Männer, die des Inzestes überführt waren, zum Selbstmord gezwungen. Und im letzten Jahrhundert
vor unserer Zeitrechnung wurden Blutschänder von den Klippen von Tarpei gestürzt. Konstantins Söhne
verhängten ebenfalls die Todesstrafe Theodosius (379-395), der das Christentum zur Staatsreligion machte.
bevorzugte für Blutschänder den Tod durch Verbrennen. Der berühmteste ungesühnte Fall von Inzest im
alten Rom betrifft den Kaiser Caligula (37-47), der seine Schwester Agrippina heiratete, die als Frau des
Claudius und verwitwete Kaiserin sexuelle Beziehungen zu ihrem eigenen Sohn aus einer früheren Ehe,
dem späteren Kaiser Nero unterhalten hatte.

Wenn Inzest von der Gesellschaft geduldet wird

Im Gegensatz zu den Gesellschaften, in denen Inzest als schweres Verbrechen gilt, standen und stehen
jene, die den Begriff Blutschande überhaupt nicht kennen Völkerkundler führen ganze Völkerschaften unter
den sogenannten Primitivkulturen auf, bei denen Inzest entweder erlaubt ist oder doch wenigstens toleriert
wird. Vielfach ist dieser Begriff einfach unbekannt. Gewisse Bergstämme in Kambodscha erlauben Brüdern
und Schwestern die Heirat. Auch bei einigen Indianervölkern wendet niemand etwas gegen einen Inzest ein,
ausgenommen den zwischen Mutter und Sohn. Dieser wiederum wurde in den abgelegenen Bergdörfern
und Einzelgehöften in Serbien geduldet. Dort lassen sich Mütter und ältere Tanten mit den
heranwachsenden Jungen ein, um auf diese Weise die Jungfräulichkeit der Töchter zu schützen.

Eine äusserst seltsame sexanregende Praktik

Der Maler Peter Fendi (1796-1842) hat uns ein humoriges Bildchen hinterlassen. Fünf sehr angeregte
Herren, sichtbarlich mit gewaltigen Geschützen versehen, halten ihre Weingefässe einer jungen Frau
entgegen, die in fröhlicher Runde auf einem Stuhl steht und ihren Wasserfall laufen lässt. Jeder will offenbar
möglichst viel von dem edlen Nass der Spenderin in seinem Glas auffangen. Dass die Herren den Inhalt
ihrer Gläser trinken und nicht die Blumen damit begiessen wollen, wird dem Betrachter unschwer klar. Mit
anderen Worten, der Maler hat eine Szene der Urolagnie (perverse geschlechtliche Befriedigung, die an den
Harn des Partners „Zusehen beim Urinieren, Trinken des Urins“gebunden ist) dargestellt, wie sie wenn auch
äusserst sehen zu zweien oder in Gesellschaft vorkommen mag. Eine alte aber nicht bewiesene Weisheit
sagt .Wer den Urin einer Geliebten trinkt kommt nie wieder von ihr los. Und Henry Miller meint man müsse
einer Frau beim Urinieren zugesehen haben um zu wissen ob man sie wirklich liebt. Dass es ein
wissenschaftliches Wort dafür gibt beweist an sich schon dass Urintrinken als sexanregendes oder den
Orgasmus auslosendes Mittel nicht ganz unbekannt ist. Der Sexualforscher Havelock Ellis litt wenn das der
richtige Ausdruck ist unter Urolagnie. Und bei manchem Lesbenfest so geht die Mär, und wie in
einschlägigen Büchern nachzulesen ist bildet die Verteilung des Urins der Gastgeberin in jeder Beziehung
den Höhepunkt.
Nekrophilie die berühmtesten Fälle

In der Geschichte gibt es einige verbürgte Fälle dieser seltsamen und zum Glück auch recht seltenen
Neigung, die man Nekrophilie (abartiges, auf Leichen gerichtetes sexuelles Triebverlangen) nennt. So lebte
der Tyrann Periandrus ein Jahr lang mit seiner toten Melissa Herodes wurde nachgesagt, er habe sieben
Jahre neben der Leiche seiner Marianne geschlafen. Und der alternde Karl der Grosse wollte sich nicht von
der sterblichen Hülle seiner germanischen Geliebten trennen. Von 1506 bis 1509 behielt Königin Johanna
von Kastilien den Leichnam ihres Gatten, Philipp der Schöne, neben sich. Die alten Ägypter wussten sehr
wohl um die Anziehungskraft von Leichen auf bestimmte Menschen. Deshalb liessen sie die Einbalsamierer
erst einige Tage nach dem Eintritt des Todes an die Abgeschiedenen heran.
Die berühmtesten Vorfälle von Koprolagnie in religiösem Zusammenhang

Es gibt Leute, man möchte sagen, die gibt's gar nicht, und es gibt sie doch. Die müssen angepinkelt oder
bekotet werden um einen Orgasmus zu erlangen. (Koprolagnie = perverse sexuelle Erregung und
Triebbefriedigung, die durch den Anblick oder die Berührung ekelerregender Dinge oder durch eine
entsprechende ekelerregende Betätigung (insb. Lecken an Kot) ausgelöst und gesteuert wird). Es gibt nichts
an Dreck und Schmutz, in dem Menschen sich nicht suhlen. Wenn sie dabei nur einen sexuellen Höhepunkt
erreichen. (Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang mal über jene Leute nachdenken die Erotika als
Schund und Schmutz. bezeichnen!) Dass extreme Vorlieben für Exkremente und noch Schlimmeres bei
sogenannten Heiligen einer sexfeindlichen Religion mit am häufigsten vorkommen nimmt einen kaum
wunder. In den Tagebüchern der heiligen Margareta Maria Alacoque (1647-1690) sind ganze Seiten mit
Betrachtungen über schmutzige und grausliche Dinge gefüllt. Einmal sollte sie das Erbrochene eines
Patienten aufwischen. Sie konnte nicht widerstehen es mit der Zunge aufzuschlecken. Sie empfand dabei so
grosses Vergnügen dass sie sich wünschte, dergleichen alle Tage tun zu dürfen. Mme Guyon beschrieb ein
ähnliches Erlebnis. Und der Heilige Johannes vom Kreuz leckte Leprakranken die offenen Wunden aus, was
er selbst als vergnüglich bezeichnete.

Die bekanntesten Fälle von sexuellem Kannibalismus

In einem schlesischen Städtchen gab es in den 20er Jahren den Massenmörder. Denke Ihm wurde
nachgewiesen, dass er etwa ein Dutzend wandernde Handwerksburschen und Bettler in seinem Haus mit
der Spitzhacke erschlagen und dann regelrecht ausgeweidet hatte. Einen Teil des Fleisches ass er selbst,
den grössten Teil pökelte er ein, um es auf Wochenmärkten als Ziegenfleisch zu verkaufen. Dem
Aufklärungsstand jener Zeit entsprechend wurde bei den Untersuchungen nicht gefragt der Täter beging
Selbstmord in der Zelle, ob bei den Untaten dieses Mannes sexuelle Beweggründe eine Rolle gespielt
haben. Doch ist dies anzunehmen. Denn als relativ wohlhabender Haus und Gartenbesitzer hat er sicherlich
nicht aus materieller Not mittellose Wanderer umgebracht. Verschiedene Gerichtsprozesse haben erwiesen,
dass es sexuellen Kannibalismus immer wieder einmal gibt. So tötete in England Gilles Garnier ein junges
Mädchen mit blossen Händen. Er riss mit den Zähnen Fleischstücke aus dem Leichnam und nahm etwas
von dem Fleisch mit heim zu seiner Frau, die es ahnungslos zubereitete. Andrea Bichel ermordete kleine
Mädchen und sagte aus „Wenn ich ihnen den Brustkorb aufriss, war ich so erregt, dass ich ein Stück Fleisch
los, beissen wollte, um es zu essen“. Der Mörder Tirsch kochte Menschenfleisch, bevor er es ass. Antoine
Leger verspeiste es roh. Folgendes Vernehmungsprotokoll blieb erhalten. Richter: Was wollten Sie mit dem
kleinen Mädchen machen? Leger: Es aufessen, Euer Ehren. Richter: Und warum haben Sie von dem Blut
getrunken? Leger: Weil ich durstig war, Euer Ehren.
Exhibitionismus kommt auch in königlichen Familien vor

Exhibitionisten sind im allgemeinen bedauernswerte Leute, die nur sexuell erregt und befriedigt werden,
wenn sie sich dem anderen Geschlecht in obszöner Weise zeigen. In den Schächten der Pariser U-Bahn
trieb lange Zeit ein Mann sein Unwesen, der sich auf unbelebten Bahnsteigen gegenüber von ein, und
ausfahrenden Zügen entblösste und masturbierte, Exhibitionisten sind fast nur Männer. Spötter meinen,
Frauen hätten es nicht nötig, sich exhibitionistisch zu betätigen. Dafür sorge schon die Mode: Ein Fall von
Massenexhibition bei Frauen ist geschichtlich verbürgt. Damen zeigten sich in exhibitionistischer Manier, um
einen hohen Gast zu ehren. So geschehen am Hofe der Königin von Ulster. Als Cuchulainn ihr seine
Aufwartung machte, kam ihm die Königin oben ohne entgegen. Ihr folgten in gleicher Bekleidung die 610
Hofdamen, die berühmten Ladies von Irland. Um dem Gast zu beweisen, wie sehr er bei Hofe willkommen
war, hoben sie alle gleichzeitig die Röcke und liessen sich auch unten ohne bewundern. Da hier ein
sexueller Hintergrund nicht zu erkennen ist, wird man diese freundliche Geste wohl ebenso wenig als
Exhibitionismus bezeichnen können, wie die paradiesische Nacktheit von Urwaldbewohnern und
überzeugten Nudisten.

Geschlechtlicher Umgang mit den ungewöhnlichsten Tieren

Für den geschlechtlichen Umgang von Menschen, Männern und Frauen mit den verschiedensten Tieren gibt
es mehrere Fachausdrücke. Hier geht es um Sodomie (widernatürliche Unzucht mit Tieren). Jungen machen
sich nicht selten den Spass, wenn sie in der Badewanne sitzen, eine grosse Fliege, einen Brummer,
einzufangen. Dem armen Tier werden die Flügel auf der einen Seite ausgerissen, so dass es sich nur noch
im Kreise drehen kann. Das so misshandelte Tier setzt sich der lüsterne Jüngling auf die Spitze der Eichel
des erigiert aus dem Wasser ragenden Penis. Dem Vernehmen nach soll die Wirkung frappant sein. Häufig
dienen auch Haustiere der Befriedigung sexueller Lüste. Friedrich dem Grossen soll einmal ein junger
Kavallerist zur Bestrafung gemeldet worden sein, der es auf Stallwache mit einer jungen Stute getrieben
hatte. Versetzt das Schwein zur Infanterie, soll der grosse König an den Rand des Papiers geschrieben
haben. Bekannt sind auch die –Ziegenficker- in den Bergen Kroatiens. Der Ausdruck ist zum Spitznamen für
einen grossen Teil der Bergbevölkerung geworden. Aber neben den Haustieren man denke auch an den
Schosshund! haben recht ungewöhnliche Tiere zur sexuellen Befriedigung dienen müssen. Die Damen im
alten Rom bedienten sich der Köpfe lebender Schlangen, die in die Vagina geschoben wurden. Andere
Frauen steckten sich Fische mit den Schwänzen voran unten hinein. Und wieder andere rieben sich die
Vulva mit Honig ein, um Fliegen anzulocken. Die Honig schleckenden Fliegen verursachten ein angenehmes
Kitzeln, das zur Stillung des sexuellen Appetites führte.
Bestialität die berühmtesten Fälle aus religiösen Gründen

Es gibt nichts, das verrückt genug wäre, um es nicht aus religiösen Gründen zu tun oder zu unterlassen. Der
Menschengeist ist offenbar unerschöpflich darin stets neue Dinge und Handlungen zu ersinnen, mit denen
angeblich Gottheiten gnädig gestimmt werden können. Dazu gehört auch die Kopulation von Männern und
Frauen mit vielerlei Tieren zur höheren Ehre irgendeines Gottes. In EI-Islam steht der bekannte Satz: Eine
Pilgerfahrt nach Mekka ist nicht perfekt, wenn du nicht unterwegs ein Kamel begattet hast!. Von den Arabern
wird behauptet, bei ihnen gelte Bestialität oder Sodomie schlimmstenfalls als eine kleine Sünde. Bei den
Hindus wird Bestialität mit heiligen Tieren, das sind Kühe und Affen, getrieben. Vor allem den frommen Laien
wird dergleichen empfohlen und die Priester lassen sich gut dafür bezahlen, dass sie die Gelegenheit dazu
verschaffen. Wer als Laie Hunoomaun, den Affengott, verehren will, hält es nur für natürlich, dass er ihm so
nahe wie möglich kommt. Deshalb werden für die Frommen in den Tempeln weissbärtige Affen (bekannt als
Lord Baboons) gehalten. Wer mit einem Baboon kopuliert, betet damit zugleich seinen Gott an. Bei Herodot
findet sich ein Hinweis auf Bestialität aus religiösen Gründen. Im alten Ägypten trieben es Frauen mit
Ziegenböcken. Was übrigens auch Voltaire unter Berufung auf Plutarch und Pindar schreibt.

Die berühmteste orientalische Art von Sodomie

Als in China noch niemand etwas von Mao wusste, waren sexhungrige Männer sehr darauf aus, es mit
Geflügel zu treiben, Forscher aus jenen Zeiten standen Einigermassen fassungslos vor der Vorliebe, die
Chinesen für Gänse zeigten. Aber nicht als Braten auf dem Tisch. Nicht nur die Chinesen, auch andere
Orientalen bedienten sich nicht nur der Gänse als Lustobjekte. Auch Perlhühner und andere grosse Vögel
mussten herhalten und zwar der Anus. Eine besondere Steigerung des Lustgefühls erreichten diese
Geniesser dadurch dass sie dem missbrauchten Tier im Augenblick des Orgasmus den Kopf abrissen.
Dadurch entstanden im Moment des Todeskampfes zuckende Verkrampfungen im Analring, was
zusätzlichen Lustgewinn gebracht haben soll. Der berühmtberüchtigte de Sade schrieb von einem Truthahn,
der auf gleiche Weise in einem Pariser Bordell gebraucht wurde. Berichten zufolge steigerte nicht nur das
Todeszucken im After den Genuss, im Augenblick des Sterbens soll sich eine Steigerung der Bluttemperatur
einstellen, was zu weiterer Reizerhöhung führt. Unter den bekannten Geniessern dieser Form der Sodomie
(im Vokabular mancher Sexualforscher auch Bestialität genannt) gehörte Tipoo Sahib, der Sultan und Tiger
von Mysore, der den britischen Besatzern das Leben schwer machte.

Ein Akt mit Tieren vor Publikum

Aus vielen berühmt-berüchtigten Vergnügungsvierteln der Weltstädte wird davon berichtet, dass Frauen es
vor Publikum mit Hengsten oder Eseln trieben. Solche Attraktionen sind indessen uralt. Das hat es
gleichsam schon immer gegeben. Bestialität als Massenvergnügen ist jedoch eine Erfindung der alten
Römer. Historiker bezeichnen diese Vorkommnisse als einmalig in der Geschichte der Menschheit. Im alten
Rom wurden Tiere regelrecht darauf abgerichtet mit Frauen zu kopulieren und zwar entweder vaginal oder
anal. Und wenn die Mädchen oder Frauen sich im Zirkus unwillig zeigten versuchten die Tiere es mit einer
Vergewaltigung. Dafür wurde eine erstaunliche Anzahl verschiedenartiger Tiere abgerichtet Bullen, Giraffen,
Leoparden, Geparden, Wildschweine, Zebras, Hengste, Esel, Hunde, Affen und so weiter. Damit können die
gelegentlichen Vorführungen in zeitgenössischen Sexshows freilich nicht mithalten.

Eine berühmte sodomistische Geschichte aus dem Mittelalter

Eine oft kolportierte Geschichte aus dem 11. Jahrhundert berichtet von einem Herzog Wilhelm der einen
Affen und eine sinnliche Frau sein eigen nannte. Im Laufe der Zeit wurde der Affe zum Liebhaber der
Herzogin. Als eines Tages der Herzog bei seinem Eheweibe lag wurde der Affe so eifersüchtig dass er
seinen Herrn angriff und tödlich verwundete. Papst Alexander 11 zeigte dem Gewährsmann der diese
Geschichte überlieferte ein Monstrum einen affenähnlichen Jungen der angeblich von der durch den Affen
geschwängerten Herzogin geboren worden war. Er wurde nach seinem Affenvater Maimo gerufen.
Höchst ungewöhnliche Geburten als Folge von Sodomie (Legende)

Zu den Zeiten der Inquisition als die Schergen der katholischen Kirche mit unglaublicher Brutalität gegen
angebliche Ketzer und Hexen vorgingen wurde den Menschen mit Feuer und Schwert aufgezwungen an die
unglaublichsten Dinge zu glauben.. Die armen gefolterten Frauen gestanden alles was die geistlichen
Herren meistens Dominikaner im Namen Gottes von ihnen zu hören verlangten. Dementsprechend irre
waren dann auch die Monstrositäten (Missgeburten) die angeblich von den vom Teufel besessenen oder
begatteten Frauen in die Welt gesetzt wurden. Der katholische Inquisitor Martin Del Rio wollte mit eigenen
Augen gesehen haben wie Frauen eine Maus gebaren andere eine wilde Ratte und wiederum eine andere
brachte ein Monstrum zur Welt das an einen Bären erinnerte. Torquemada erklärte dies als Strafen Gottes
dafür, dass diese Frauen sich in zügellosen und ausschweifenden, abscheulichen Kopulationen hingegeben
hätten. Noch ein paar Beispiele dafür, welcher Ausgeburten absichtlich religiös überhitzte menschliche Hirne
fähig sind. Alcipe hat angeblich einen Elefanten geboren. In der Schweiz wurde 1278 eine Frau von einem
Löwen entbunden, in Pavia 1471 eine andere von einem Hund. Schliesslich verlangten die katholischen
Priester zu glauben, dass 1531 eine einzige Frau aus dem gleichen Bauch einen in einer durchsichtigen
Blase steckenden Männerkopf, ferner eine Eidechse mit zwei Füssen und schliesslich ein ganzes Ferkel
hervorgebracht habe.

Von der Umwelt geduldeter Verkehr mit Tieren

In den westlichen Kulturen wird Geschlechtsverkehr mit Tieren durchweg verurteilt und abgelehnt, wobei
kaum stichhaltige medizinische oder psychologische Gründe ins Feld geführt werden. Indessen gibt es
Völkerschaften, die nicht so rasch mit einem Bannspruch über Mensch-Tier-Beziehungen zur Hand waren.
Forscher haben herausgefunden dass die Copper Eskimos an der arktischen Küste von Nordamerika
keinerlei Aversion gegen den Geschlechtsverkehr mit lebenden oder toten Tieren kennen. Auch bei den
Hopi-Indianern, den afrikanischen Massai und anderen Völkerschaften ist Bestialität oder Sodomie gang und
gäbe. Bei den Fez gab es einen so mächtigen Zauber, dass er einem Mann erlaubte, in einer Nacht
zweiundsiebzig jungfräuliche Kühe zu deflorieren. Eine Geschichte aus dem Reich der Eskimos wird immer
wieder zum besten gegeben. Da gab es einmal eine Frau die keinen Ehegatten haben wollte. Ihre Familie
liess sie von Hunden bespringen. Sie wurde auf eine Insel gebracht, wo die Hunde sie schwängerten.
Danach gebar sie einen weissen Jungen. Vor diesem Ereignis hatte es keine Weissen dort gegeben. Die
Fischer an der ostafrikanischen Küste vom Roten Meer zum Indischen Ozean haben regelmässig
Geschlechtsverkehr mit den Leichnamen weiblicher Seekühe. Das sind im Wasser lebende,
pflanzenfressende Säugetiere von etwa zwei Meter Länge. Die Vagina der Weibchen soll anatomisch der
einer Frau gleichen. Der Koitus mit dem gefangenen Tier wird von den Eingeborenen für unbedingt
notwendig gehalten um den Geist des Tieres zu erlegen. Andernfalls würde dieser Geist den Jäger
verfolgen. Aus dem gleichen Grunde haben vermutlich die alten Ägypter und einige andere Völker die
Leichen ihrer gefallenen Feinde geschändet.

Der berühmteste Masochist

Schade, dass er nur dadurch berühmt wurde, weil er einer etwas abartigen Sexualität seinen Namen leihen
musste. Leopold von Sacher-Masoch geboren 1836, hätte auch etwas literarischen Nachruhm verdient.
Immerhin hat er uns rund neunzig Romane und Novellen hinterlassen. Doch nur die Venus im Pelz hat die
Zeiten überdauert. Und aber auch sein Name, der für den Masochismus Pate stand. Dabei hat es bestimmt
von jeher Männer und Frauen gegeben die aus dem Leiden und Erleiden sexuellen Genuss bezogen. Ganz
sicherlich war Sacher-Masoch nicht der erste Masochist in der Welt. Nur weiss man nach ihm, wie man es
zu nennen hat, wenn jemand, buchstäblich und im übertragenen Sinne, einen Tritt in den Hintern braucht,
um schliesslich einen Orgasmus zu kriegen.

Wo die Flagellation am häufigsten vorkommt

England ist seit langem als das Land angesehen worden in dem die Flagellation (Geisselung oder
Prügelstrafe) eine natürliche Heimat hat. Vielleicht so heisst es Iag es an dem kalten Klima dass sich die
Engländer so für Rutenschläge begeisterten. Nirgendwo in der Welt finden wir eine so tief verwurzelte
Zuneigung zur Rute. Die Manie zu prügeln und zu geisseln könnte man demnach als eine typisch englische
Eigenschaft ansehen. Die Rute war über einen langen Zeitraum in England so weit verbreitet dass man
annehmen durfte sie habe auch auf die sexuelle Entwicklung ganzer Generationen ihren Einfluss ausgeübt.
In den Knaben-lnternaten die hermetisch gegen jedes Weibwesen abgeschottet waren hat sich bis in unsere
Zeit eine homoerotische Entwicklung gezeigt, die wesentlich mit der dort praktizierten Auspeitschung
zusammenhängt. Viele allzu viele Jungen erlebten Ihre erste Erektion und ihr erstes sexuelles Erlebnis unter
den geisselnden Hieben der lustvoll geschwungenen Rute.

Flagellation verabreicht von einer berühmten Frau

Im England des 19 Jahrhunderts gab es eine Reihe hochkarätiger Bordelle in denen auch die abwegigsten
Wünsche erfüllt wurden. Zu den berühmtesten gehörte das Haus der Mrs Theresa Berkley (oder Berkeley) in
der Charlotte Street 28 in London. Sie war eine Domina (dh. Sie hatte sich darauf spezialisiert ihre Kunden
zu demütigen, zu geisseln, zu peitschen und so weiter). Ihr schrieb man auch die Konstruktion des Berkeley-
Pferdes zu. Mit dieser Prügelmaschine verdiente sie ein Vermögen. Ein Zeitgenosse sagte von ihr. Sie
besass die wichtigste Eigenschaft einer Kurtisane nämlich Lüsternheit. Wenn eine Frau nicht durch und
durch sinnlich ist wird ihr ihre Tätigkeit bald zuviel. Man wird ihr aber auf jeden Fall anmerken dass sie
Hände und Hinterbacken ausschliesslich zu der Musik von Pfund, Schilling und Pence bewegt.

Flagellation eine Massenhysterie

Die Bewegung der Flagellanten begann in Deutschland im Jahr des schwarzen Todes im Pestjahr 1349 als
eine christliche Bemühung um Gottes Gnade durch Unterwerfung auf breitester Ebene. Zeitgenössische
Berichte wollen wissen dass zigeunerische Frauen aus Ungarn gekommen seien die sich die Kleider vom
Leibe rissen und sich mit Ruten oder Geisseln schlugen. Die grolle Pestwelle hatte zu hysterischer Furcht
geführt. Jedes Mittel schien recht wenn man sich davon Abhilfe versprach. Die Massenhysterie griff um sich
Tausende schlossen sich den Busszügen der Geissler an. Bald zogen Horden von Flagellanten kreuz und
quer durch Europa hin und her. Männer, Frauen und Kinder die sich selbst zur höheren Ehre Gottes mit
Geisseln schlugen..

Die seltsamsten sadistischen Erfindungen

Die Menschen haben zu allen Zeiten die seltsamsten Erfindungen gemacht um ihren sadistischen Lüsten zu
frönen. In den erhaltengebliebenen mittelalterlichen Folterkammern werden die schlimmsten
Marterwerkzeuge verwahrt. Dass sich darunter spezielle Geräte befinden mit denen sich Frauen besonders
fürchterlich quälen liessen wundert einen bei der Einstellung der geistlichen Herren Inquisitoren nicht.
Darunter befindet sich auch eine Klammer mit der die Bäuche schwangerer Frauen zusammengequetscht
wurden. Aber die Quälerei von Menschen reicht bis in unsere heutige Zeit. Und immer wieder geht es darum
Bekenntnisse religiöser oder politischer Art zu erzwingen. Amnesty international hat viele Fälle des aus
geklügelten Sadismus in Gefängnissen und Lagern aufgedeckt. Darunter die aus gefallensten elektrischen
Apparate um den Opfern schreckliche Stromstösse zu versetzen. Im sogenannten Schwarzen Museum von
Scotland Yard wird ein Fernglas gezeigt das per Post anonym an ein junges Mädchen geschickt wurde.
Bevor die Empfängerin das Doppelglas an die Augen setzen konnte drehte der Vater zufällig an der
Schraube zur Entfernungseinstellung. Da schossen aus den Okularen zwei durch gespannte Federn
angetriebene Messerklingen hervor.
Die Untaten einer berüchtigten Sadistin

Die Frage ist noch immer ungeklärt, ob es wohl mehr Sadisten als Sadistinnen gibt. Die Frau, von der hier
die Rede sein soll, schrieb im Gegensatz zu de Sade keine Bücher, sondern praktizierte Sadismus in seiner
schlimmsten Form. Im Jahre 1611 wurde die fünfzigjährige ungarische Gräfin Erszebet Bathory lebendig in
ihrem Schloss in den Kleinen Karpaten eingemauert, nachdem sie wegen Mordes an mehr als sechshundert
jungen Mädchen zum Tode verurteilt worden war. Sie quälte Ihre Opfer und brachte sie auf die
unterschiedlichste Weise um. Der Richter schien Ihr besonders nachzutragen dass sie neben einer Reihe
von Dienstboten auch einige junge Damen von Adel für Ihre Zwecke missbraucht hatte. Die blutrünstige
Gräfin benutzte unter anderem eine eiserne Jungfrau wie man sie auch anderwärts in den Folterkammern
hatte. Darunter versteht man eine Art von eisernem Käfig. Er entspricht in etwa der Form eines
menschlichen Körpers, ist aufklappbar und mit vielen nach innen gerichteten scharfen Klingen bestückt.
Dahinein zwängte die Bathory nackte zitternde junge Mädchen die beim Schliessen des Käfigs von den
Klingen durchbohrt wurden. Die Gräfin zog dann das Mordinstrument an einem Seil bis zur Decke hoch und
setzte sich darunter, um das Herabregnen des warmen Blutes zu geniessen. Sie bediente sich auch einer
Art Roboter, dessen Maul mit Zähnen besetzt war, die man einem leibeigenen ausgerissen hatte. Der
Roboter konnte sein Opfer umarmen wobei scharfe Stacheln aus Ihm hervor schossen. Das Blut der Opfer
wurde in einer Leitung aufgefangen über Feuer erwärmt und gesammelt, bis die Badewanne für die Gräfin
voll war.
Der Mann der dem Sadismus seinen Namen gab

So wie der Baron von Sacher-Masoch seinen Namen für die Bildung des Begriffes Masochismus herleihen
musste gab der Marquis de Sade den seinen für den Begriff des Sadismus her. In einigen Fällen wurde der
Marquis sadistischer Handlungen an jungen Frauen bezichtigt. Doch streiten die Gelehrten darüber ob de
Sade wirklich alle seine sadistischen Phantasievorstellungen in die Tat umgesetzt hat oder ob nicht vielmehr
seine Romane gleichsam als Ventil für seine sexuellen Wunschträume dienten. Genau wie Sacher-Masoch
hat auch de Sade einige beachtenswerte Bücher geschrieben. Doch wenden sie heute kaum noch gelesen.
Im allgemeinen wird sexuelle Perversion mit seinem Namen verknüpft. Dabei enthüllt sich darin nur ein Teil
seines Wesens über seine sexuellen Taten oder Untaten hinaus war er ein Mann von weitreichenden
politischen und philosophischen Interessen. Sein Lebenslauf liest sich wie ein deprimierender Katalog von
misslungenen guten Absichten, Frustration, enttäuschtem Ehrgeiz und unverständlichem Leichtsinn, dem
immer wieder Gefängnisstrafen folgten.
Nekrosadismus der berühmteste Fall

Über Nekrophilie, das ist Leichenschändung aus sexuellen Motiven, wird immer wieder einmal berichtet.
Zum Glück sehr selten ist eine Abart dieser Abartigkeit zur Erlangung von geschlechtlicher Befriedigung
sadistische Handlungen an Leichen vorzunehmen. Aus Frankreich wurde im 19 Jahrhundert über die
Untaten eines gewissen Bertrand, eines Berufssoldaten berichtet. Er sagte unter anderem aus, ich hätte
niemals das Risiko auf mich genommen, eine Leiche zu schänden wenn mir nicht die Möglichkeit gegeben
war sie hinterher in Stücke zu schneiden. Manchmal habe ich mehrere Männerleichen zerschnitten aus Wut
darüber, dass ich keine tote Frau finden konnte in mancher Nacht musste ich auf dem
Gemeinschaftsfriedhof von Montparnasse ein Dutzend Männer ausgraben, bevor ich endlich eine
Frauenleiche fand! Besonders gern schlitzte er seinen toten Opfern den Bauch auf, wobei die Gedärme
herausquollen wie die Holzwollefüllung aus einem Puppenkörper. Der Täter quetschte und drückte die
Därme konvulsivisch zwischen seinen Händen. Von einer Leiche sagte er ich presste sie so stark an mich,
dass sie beinahe zerbrochen wäre.

Der chinesische Vergewaltigungssessel

In Romanen die im 18 und 19 Jahrhundert im alten China erschienen liest man oft von einem romantischen
und bequemen Sessel. Das ist jedoch kein besonders bequemes, zum Kosen einladendes Möbelstück,
sondern eine raffinierte Konstruktion mit der man Frauen wehrlos machte um sie zu vergewaltigen. Der
äusserlich wohl unauffällig wirkende Sessel war mit Klammern versehen die auf Knopfdruck hervorsprangen
sobald eine Frau darin Platz genommen hatte ihr wurden die Schenkel und die Unterarme gefesselt. Der
Sessel liess sich so umklappen dass eine niedrige Liege entstand, und die Vergewaltigung konnte beginnen.
Unter der Regierung der Manchu wurde der Bau solcher Sessel verboten. Im Jahre 1949 sollen Bauern in
Szechuan im Hause eines Grundbesitzers einen solchen Sessel gefunden haben. Das vermutlich allerletzte
Stück dieser Art wurde verbrannt.

Die älteste orientalische Vergewaltigungs-Technik

Die mongolischen Reiterhorden galten als üble Frauenschänder. Noch lange nach dem sie im Jahre 1241 in
Schlesien besiegt und zurückgejagt worden waren erzählte man sich mit Schaudern von den Untaten die sie
an Frauen und Mädchen begangen hatten. Es gibt zahlreiche chinesische und indische Bilder auf denen
Mongolen bei der Vergewaltigung von Frauen in der bei ihnen üblichen Technik dargestellt wurden. Tirad
el.kebsh (der Widdersprung) ist die älteste im Orient bekannte Art der Vergewaltigung. Die Frau wird dabei
nicht nach abendländischer Manier mit gespreizten Beinen auf den Rücken sondern auf die Seite gelegt. Der
Mann hebt wie es auch bei Türken und bosnischen Moslems beobachtet wurde das oben liegende Bein an
und zwängt sich zwischen ihre Schenkel. Manchmal ändert der Mann die Stellung indem er sich die
Unterschenkel der Frau wie ein Joch über die Schultern zieht. Mit aller Kraft umklammert er die
Oberschenkel des Opfers, während er kniend sein Organ mit aller Kraft in die Frau stösst. Endlich wirft er
sich trotz ihres Jammerns und Stöhnens mit seinem vollem Gewicht auf sie.

Wo Vergewaltigungen am häufigsten passieren

Wo droht Frauen am ehesten eine Vergewaltigung? Im allgemeinen denkt man an eine dunkle einsame
Strasse bei Nacht und an einen einsamen Weg im abendlichen Park. Freilich das kommt vor. Einer
amerikanischen Statistik zufolge geschehen erstaunlicher Weise jedoch die meisten Vergewaltigungen in
der Wohnung bzw. im Hause einer der beiden beteiligten Personen. Im Jahre 1967 wurden in 17 Städten
Erhebungen darüber angestellt. Dabei stellte sich heraus dass 51.5% aller Vergewaltigungen in der
Wohnung geschahen. 14% wurden in anderen Räumen (Buden. Lauben. Werkstätten etc.) Registriert. Nach
einer in Philadelphia angefertigten Studie wurden dort sogar 56% der untersuchten Vergewaltigungen im
Heim einer der beteiligten Personen durchgeführt. Auch für Chicago wurden ähnliche Werte ermittelt.

In welcher Jahreszeit Vergewaltigungen am seltensten vorkommen

Verschiedene Statistiken und Untersuchungen haben gezeigt dass die Gefahr einer Vergewaltigung im
Dezember und Januar am geringsten ist. Das hat sicherlich nichts mit Weihnachtsstimmung und daraus
resultierender frommer Zurückhaltung zu tun. Denn der Silvestertrubel würde doch andererseits als
möglicher Auslöser gewaltsamer Amouren angesehen werden. Alle Erhebungen kamen zu dem Ergebnis.
dass die Gefahr einer Vergewaltigung bei einer sommerlichen Festlichkeit weitaus grösser ist als um die
Weihnachts- und Neujahrszeit was an und für sich auch einleuchtend ist. Bis jetzt sind alle Versuche
gescheitert bestimmte Beziehungen im sexuellen Verhalten der Menschen dem auch die Vergewaltigung
zugerechnet wird und dem Ablauf der Jahreszeiten schlüssig zu beweisen.
Die berühmteste Nymphomanin aller Zeiten

Gäbe es einen Preis für unersättliche Sexgier bei einer Frau, würde ihn sicherlich Valeria Messalina 110 v
Chr-54 n Chr.) erhalten. Sie gilt als die berühmteste und grösste Nymphomanin im alten Rom. Genaues
weiss man nicht, doch soll sie ihre ersten Liebesabenteuer schon im Alter von dreizehn oder vierzehn
Jahren gehabt haben. Mit sechzehn Jahren heiratete sie Kaiser Claudius, was sich als sehr förderlich für die
Befriedigung ihrer sexuellen Lüste erwies. Der nahezu allmächtige Kaiser konnte jeden Mann, auf den
Messalina ein Auge geworfen hatte dazu zwingen ihr jederzeit zu Willen zu sein. Aber das genügte ihr
oftmals nicht. Sie trieb es selbst mit Negersklaven, wann immer ihr der Sinn danach stand, und das war
jedenfalls sehr häufig der Fall. Überdies verkleidete sie sich abends gern, um als Nutte ins Bordell zu gehen,
wo immer ein Bett für sie bereitstand. Je dreckiger und schmieriger ein Puff war, desto lieber liess sich die
Kaiserin dort von Gladiatoren, Soldaten, Dieben, Mördern und allerlei Gesindel befriedigen. Zum Ausgleich
für seine Grosszügigkeit (man stelle sich dies einmal vor!) hielt Messalina ihrem Kaiser, der es nicht weniger
gern, wenn auch vielleicht nicht so häufig trieb, stets einen Harem voller williger Sklavinnen zur Verfügung.

Ein berüchtigter Scharlatan sagt der Impotenz den Kampf an

Die Sorge der Männer um ihre Potenz ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Und nicht viel
Jüngeren Datums dürften die ersten Versuche sein, eine bereits eingetretene oder befürchtete Impotenz zu
beheben. Unzählig sind die Mittel und Mittelchen, die helfen sollen und manchmal sogar auch helfen. Doch
haben sich auf diesem von der Wissenschaft lange vernachlässigten Gebiet von jeher gern Scharlatane
betätigt. Zu einem traurigen Ruhm brachte es ein Dr. John R. Brinkley mit seiner Drüsentherapie. Er
verdiente in zwanzig Jahren mehr als zwölf Millionen Dollar damit, dass er Sechzehntausend Männern die
Geschlechtsdrüsen von Ziegenböcken einpflanzte. Ausserdem verkaufte er eine Drüsenemulsion, Dr.
Brinkley verfügte auch über eine Reihe hochtrabender Titel von Institutionen, die mit Diplomen und
angeblichen akademischen Graden handelten. Er begann seine Karriere in Greenville in South Carolina mit
einem Zeitungsinserat. Sind Sie ein männlicher Mann voller Saft und Kraft? Viele, die diese Frage nicht
bejahen konnten, holten sich bei Dr. Brinkley eine Spritze in den Po oder in den Arm für ganze
fünfundzwanzig Dollar. Die Spritze enthielt in Wirklichkeit nur gefärbtes destilliertes Wasser.

Kinderprostitution in jüngster Zeit

Nicht nur im Lernen Singapur oder Hongkong gibt es Kinderprostitution. Auch in europäischen Städten
werden immer wieder Verbrecherringe zerschlagen, die sich mit diesem verwerflichen Tun befassen.
Kinderprostitution gab es wie Zille beschrieb in den Armenvierteln Berlins. Und in anderen Grossstädten
dürfte es nicht anders zugegangen sein und noch zugehen. In London hatte sich schon 1810 ein bekanntes
Bordell darauf spezialisiert, Mädchen unter vierzehn Jahren anzubieten. In einer Vielzahl anderer britischer
Bordelle arbeiteten Heranwachsende. Im 19 Jahrhundert notierte ein Reporter des französischen Figaro,
dass er auf einem Londoner Strassenstrich von etwa 300 Meter Länge an die 500 junge Mädchen die
meisten zwischen 12 und 15 Jahren alt, auf der Suche nach Freiern beobachtet habe. Bis ins Jahr 1930
hinein befand sich in Paris ein weithin bekanntes Kinderbordell. Die Jugendämter in der Bundesrepublik
Deutschland zeigen sich zunehmend besorgt wegen der wachsenden Anzahl junger und ganz junger
Mädchen, die sich freiwillig und ohne jeden Zwang prostituieren. Mit einem schnellen Fuffziger erfüllen sie
sich höchst profane Wünsche. Immer mehr junge Mädchen oft noch im Kindesalter finden nichts dabei, mal
eben hinzuhalten, wenn die Kohle stimmt.

Eine Prostituierte von Rang und Namen im alten Griechenland

Aus Kleinasien kam sie und war die Tochter des Axiochus. Ihr Name war Aspasia (um 450 v Chr.), ihr Beruf
Hetäre. Damit gehörte sie in den Kreis der altgriechischen Damen die neben unerhörten sexuellen Künsten
die biederen Hausfrauen an Geist und Bildung bei weitem überragten. Auch Aspasia war nicht frei von
politischem Ehrgeiz, womöglich war sie eine Emanze ihrer Zelt. Doch ging sie den Weg durch die Betten um
ihren Ambitionen zu frönen. So gelangte sie auch in den Bereich des Gesetzgebers Perikles, dem sie nicht
nur Geliebte sondern auch Ratgeberin war. Der grosse Staatsmann liess sich ihretwegen sogar scheiden.
Aristophanes warf ihr allerdings vor, sie habe die Kriege gegen Sparta und Samos heraufbeschworen. So
weit ging damals der Einfluss einer Bettgespielin. Immerhin hat der weise Sokrates gern in ihrer Gesellschaft
geweilt (sicher sehr zum Zorn seiner Xantippe), und der grosse Plato fand ein paar lobende Sätze über sie.

Bordell für Homosexuelle im England des 19. Jahrhunderts

Angesichts der in England (vermutlich aufgrund des Schulsystems mit zahlreichen Internaten) besonders in
der Oberschicht weit verbreiteten Homosexualität erscheint es nicht verwunderlich, dass den Gelüsten der
Herren durch die Eröffnung eines Bordells mit entsprechender Besatzung Rechnung getragen wurde.
Charles Hammond führte ein Haus in der Tottenham Court Road zu London das er 1884 für eine
homosexuelle Klientel einrichtete. Zu den Stammgästen soll auch der 25jährige Prinz Eduard der spätere
Herzog von Clarence gehört haben. Er war der älteste Sohn des damaligen Prinzen von Wales. Dieser
Blaublütige war nur einer der wohlhabenden und illustren Gäste dieses Hauses. Eine Besonderheit des
Etablissements war der Telegrammbote, der eine Doppelfunktion ausübte. Er stellte tatsächlich Telegramme
zu aber er schlief auch mit den Kunden. Doch alle Mühen brachten ihm nicht mehr als ein paar Schillinge in
der Woche ein. Offensichtlich wurden homosexuelle Prostituierte nicht so hoch entlohnt wie die weiblichen
Gespielinnen für Geld. Schliesslich wurde das Haus von der Polizei unter die Lupe genommen. Bei einer
Razzia konnte der Wirt, Charles Hammond entkommen. Doch unter den ertappten Gästen befanden sich ein
40jähriger Geistlicher und ein 18jähriger kaufmännischer Angestellter. Sie wurden zu vier bzw. neun
Monaten Gefängnis verurteilt

Das sehr einträgliche Geschäft mit der Prostitution im London des 18. Jahrhunderts

Eine der am höchsten bezahlten Edelnutten namens Kitty genoss im London des 18 Jahrhunderts einige
Berühmtheit. Sie wurde von Zeitgenossen als ausserordentlich talentiert und sehr schön beschrieben. Sie
verkehrte nur in den Kreisen der Reichen und sehr Reichen. Dort konnte sie es sich leisten für eine einzige
Nacht 100 Guineen zu verlangen was grob gerechnet späteren 100 Pfund entsprach und diese wiederum
bedeuteten bei dem damaligen Umrechnungskurs etwa 1200 Mark. Die schöne Kitty hatte eines Nachts den
Herzog von York zu Gast. Der hatte nur eine kümmerliche Fünfzigpfundnote bei sich die er Kitty als Entgeld
gab. Daraufhin warf sie ihn hinaus und verbot ihm weitere Besuche. Um ihm ihre Verachtung zu zeigen
schickte sie ihr Dienstmädchen mit der Banknote zu einem Pastetenbäcker mit der Weisung den Geldschein
in eine Torte einzubacken die Kitty zum Frühstück serviert haben wolIte.
Die erfolgreichste Londoner Prostituierte des 19. Jahrhunderts

Als Königin der Londoner Huren wurde im 19 Jahrhundert Laura Bell bezeichnet ein irisches Ladenmädchen
aus Belfast. Sie hatte als Prostituierte riesigen finanziellen Erfolg vermutlich weiI sie es verstand im
Gegensatz zu den meisten ihrer Berufsgenossinnen ihr Geld zusammenzuhalten. Sie war so berühmt dass
sich 1852 nach einer Oper der grösste Teil des Publikums erhob um Laura Bell weggehen zu sehen. Im
Jahre 1856 heiratete sie den Captain Augustus Thistlethwaytes einen Neffen des damaligen Bischofs von
Norwich. Für einige Zeit wohnten sie am Grosvenor Square, wo sie durch ihr Einigermassen exzentrisches
Verhalten Aufsehen erregten. Der Captain pflegte in die Schlafzimmerdecke zu schiessen wenn er
Dienstpersonal herbeirufen wollte. Laura hatte 250 000 Pfund mit in die Ehe gebracht. Den grössten Teil
dieser Summe hatte sie von einem nepalesischen Prinzen für ihre Dienste erhalten. Später hatte sie es mit
der Religion. Sie war nach allem was man hörte als Predigerin genauso erfolgreich wie als Hure Ihre
Zeitgenossin Cora Pearl kratzte bzw. vögelte sich ebenfalls ein paar hunderttausend Pfund zusammen.

Eine Prostituierte muss nicht immer schön sein

Die Anzahl der Rückgratverkrümmungen ist dank verbesserter ärztlicher Möglichkeiten in den letzten
Jahrzehnten im Bereich der westlichen Welt stark zurückgegangen. Früher gab es viel mehr Bucklige. Und
an den Stammtischen konnte man oft hören dass Bucklige die besten Frauen seien. Das lag vielleicht daran
dass eine mit einem solchen Gebrechen behaftete Frau aus Dankbarkeit dafür dass sich überhaupt ein
Mann ihrer annahm alles gab dessen sie fähig war. Es kann aber auch sein dass bucklige Frauen im Sex
einen Ausgleich für das suchten was ihnen das Leben vorenthalten hatte. Wie dem auch sei in der
Prostitution haben bucklige oder an anderen Gebrechen leidende Frauen von jeher eine besondere Rolle
gespielt. In San Franciso betätigte sich eine einbeinige Hure die nach eigenem Bekunden mehr Zulauf hatte,
als sie bewältige konnte. Auch Frauen denen beide Brüste amputiert waren oder deren Bauch schlimme
Operationsnarben aufwies fanden immer wieder regen Zulauf. Ebenso Zwitter und Transsexuelle sowie
Klumpfüssige können sich über Mangel an Kundschaft nicht beklagen. In Italien entdeckte die Polizei einen
CaIlGirl Ring, der fast ausschliesslich zahnlose Grossmütter an die Liebhaber besonderer Freuden
vermittelte.
Die jüngsten Prostituierten

Kinderprostitution hat es schon immer gegeben. Schon im Alter von sechs und sieben Jahren dienten kleine
Mädchen zur Ehre Gottes und für den Profit der Priester in verschiedenen Tempeln. Im alten China wurden
Jungen von vier Jahren in der schönen Kunst der passiven Päderastie unterwiesen. Bordelle in denen
Jungen und Mädchen gehalten wurden hat es im Altertum genauso gegeben wie heute. Die chinesischen
Jungen die sich prostituierten empfingen den Segen von Tcheou-Wang dem Gott der Sodomie (Analverkehr)
Die Jüngsten auf diesem Gebiet waren ohne Zweifel die Babys, die man im alten Rom in die Bordelle
brachte nur dass ihnen dort nicht die Mutterbrust zum Saugen gereicht wurde. Kaiser Domitian erntete Lob
und Anerkennung dafür, dass er wenigstens den Versuch unternahm alle Formen der Kinderprostitution zu
unterbinden. Im japanischen Yoschiwara, dem Nuttenviertel, wurden kleine Mädchen zur Fellatio
angehalten. Die hochgelobten Geishas stehen entgegen häufig geäusserten anderen Ansichten nur für den
Vaginalkoitus zur Verfügung.

In London gab's die meisten Nutten

Immer wieder tauchen Leute auf die den Zeigefinger heben und erklären die Zeiten seien niemals so
schlecht und unmoralisch gewesen wie eben jetzt. Diese Eiferer haben sicherlich nicht genügend in der.
Geschichte studiert sonst wüssten sie es besser. In Notzeiten aber auch in Perioden des allgemeinen
Wohlstands hat es immer eine stark verbreitete Prostitution gegeben. Nur wurde sie im Bewusstsein des
Bürgertums verdrängt und allenfalls moralisch übertüncht. Unter den Zeitaltern die besonders viel auf Moral
und Sittlichkeit Wert legten nimmt das sogenannte viktorianische einen bevorzugten Platz ein. Und gerade
damals wimmelte es in London von Prostituierten aller Preisklassen. In London schätzte man eine
Meldepflicht gab es nicht an die 50000 Prostituierte von denen sich allein im Stadtteil Marylebone nicht
weniger als 13000 drängten. Nach Schätzungen der Sexualforscher Kronshausen gab es zu den Zeiten des
als Walter in die Literatur eingegangenen Autors in London gut 80000 Nutten bei einer damaligen
Gesamtbevölkerung der Stadt an der Themse von nur knapp zwei Millionen. Wenn wir die auch heute noch
florierende Hausfrauenprostitution zwecks Aufbesserung des Wirtschaftsgeldes hinzurechnen kommen wir
unschwer auf 100000 bis 150000 Frauen die Haupt oder nebenberuflich dieses Gewerbe ausübten. Ähnlich
sah es in fast allen Städten Europas aus.
Auch Tiere können in der Prostitution eine Rolle spielen

In verschiedenen Tempeln des Altertums wurden den frommen Gläubigen nicht nur Tempeljungfrauen zum
Geschlechtsverkehr angeboten. Die verständnisvollen Priester hielten auch Tiere bereit, die mit Frauen
kopulierten und mit Männern per anum (dh. anal) verkehrten. Kleine und grosse Affen wurden dazu
abgerichtet mit den Genitalien beider Geschlechter zu spielen. Bezahlt wurde für diese Dienste natürlich bei
dem die Aufsicht führenden Priester. Es gab aber auch private Etablissements in denen sich die Gäste mit
Hunden oder Ziegen unterhalten konnten. In jüngeren Zeiten wurden in verschiedenen Teilen der Welt
Bordellbesuchern auch Gänse und Truthühner zum Verkehr (nicht zum Verzehr) angeboten. Grosse Hunde
und kleine Pferde oder Esel wurden und werden immer wieder dazu gebracht, Frauen vor einem zahlenden
Publikum zu bespringen. Das gibt es auch heute noch. Weithin bekannt geworden ist die Darbietung einer
französischen Artistin, die sich in zwei Schlaufen unter dem Bauch eines Hengstes hin und her schwang.
Wobei der Penisschaft des Tieres in ihrer Scheide ein und aus fuhr.
Das früheste Vorkommen der Tempel-Prostitution

Die geheiligte Tempelprostitution gab es in vielen Ländern des Altertums. Sie war von religiöser Bedeutung
und wird aus Ägypten, Babylon, Griechenland usw. berichtet. Die ersten schriftlichen Berichte liegen aus
Mesopotamien vor. Sie gehen auf die Zeit um 2300 vor Christi Geburt zurück. Von dort aus hat sich die
Tempelprostitution im ganzen Nahen Osten ausgebreitet.
Das reparierte Jungfernhäutchen

Im 19 Jahrhundert breitete sich unter den wohlhabenden Männern eine Deflorationsmanie aus. Sie nahm vor
allem in England groteske und kriminelle Formen an. Ganze Banden junger Adeliger machten sich in den
Dörfern auf Jungfrauenjagd. Wer sich nicht daran beteiligen konnte. liess sich die begehrte Ware von
Kupplerinnen Ins Haus liefern. Bordelle teilten ihren Stammkunden mit, wenn eine neue Sendung zu
erwarten war. Bald wurden die echten Jungfrauen knapp. Also wurden bereits benutzte Mädchen einfach
repariert. dh. Sie bekamen von Ärzten und weisen Frauen neue Häutchen eingesetzt was natürlich nicht
ohne Schmerzen und gefährliche Infektionen abging. Das geschah nach jedem Koitus von neuem Re-
floration entwickelte sich zu einem riesigen Geschäft. Von manchen Mädchen sagte man dass sie sich 500
mal in Jungfrauen zurückverwandeln liessen.
Der Sklavenhandel mit weissen Mädchen

Der Handel mit weissem Fleisch hat sich nie ganz unterbinden lassen. Immer wieder fallen junge Frauen
und Mädchen auf verlockende Angebote z.B. einer Karriere als Tänzerin herein und finden sich dann in den
Händen skrupelloser Händler wieder, die überwiegend Bordelle im Orient mit weissen Sklavinnen beliefern.
Ein besonders markanter Fall wurde 1964 in Mexiko aufgedeckt. Wo drei Schwestern den Handel mit
weissen Sklavinnen in grossem Stil betrieben. Die Mädchen wurden verführt und dann entführt. Auf Brust
oder Oberschenkel wurden sie mit einem Brandeisen gestempelt und dann oft monatelang in winzigen
Zellen gehalten bis man ihren Willen gebrochen hatte. Schon während dieser Zeit wurden sie sexuell
ausgebeutet. Hinzu kamen Schläge und Hunger um sie ganz gefügig zu machen. Dann wurden sie an
Etablissements in Mexico und anderswohin verkauft. Einige der Mädchen wurden totgeschlagen andere
lebendig verbrannt. Manche wurden mit Stacheldraht ans Bett gefesselt. Auf dem Landsitz der drei
Schwestern wurde ein aus Ölfässern gebastelter Verbrennungsofen entdeckt in dem die Polizei angesengte
Menschenknochen und einiges andere vorfand.
Ein höchst exklusiver Liebesklub

Frauentausch und Gruppensex sind genauso wenig eine Erfindung unserer Zeit wie die brave Hausfrau oder
die reine Dame der Gesellschaft die durch Herumbumsen ihr Taschengeld aufbessern. Und zwar im
Einzeleinsatz wie auch im Rahmen einer einschlägigen Organisation. In England gab es das schon im 18.
Jahrhundert in Form eines sogenannten Liebesklub. Dort wurde Frauentausch und manche andere sexuelle
Lustbarkeit arrangiert. Allerdings war den Damen dort verwehrt Geld für ihre Dienste zu nehmen. Im
Gegenteil die Mitgliedschaft musste teuer erkauft werden. Der Gentleman hatte 10000 Pfund zu entrichten
eine Lady 5000. Überdies erwartete die Klubleitung eine Morgengabe je nach Rang und Stand des
Bewerbers. Zum Glück ist das Tagebuch einer Dame erhalten geblieben die dem Klub zwanzig Jahre
angehörte und für die in diesem Zeitraum 4959 amouröse Rendezvous arrangiert worden waren. Und zwar
mit 272 Prinzen und Prälaten, 93 Rabbinern, 439 Mönchen, 288 Bürgerleuten, 2 Onkeln, 119 Musikern, 929
Offizieren, 342 Finanzmagnaten, 420 Herren der Gesellschaft, 117 Dienern, 12 Vettern, 47 Negern sowie
1614 Ausländern.
KAPITEL 4
Sex — gelobt oder verdammt.. ?

Erste Einwände gegen den Koitus während der Schwangerschaft

Heutzutage sind ärztliche Ratgeber keineswegs gegen einen Koitus während der Schwangerschaft.
Allenfalls wird dazu geraten sich nicht mit vollem Gewicht auf den Bauch einer Schwangeren zu legen,
sondern beispielsweise lieber in Seitenlage von hinten die Vereinigung zu vollziehen. Seit Frauen die ihnen
häufig zwangsweise anerzogenen Hemmungen abzulegen beginnen bekennen sie sich auch während der
Schwangerschaft zu ihren, manchmal sogar gesteigerten sexuellen Empfindungen. Das war bei weitem nicht
immer so. Natürlich kann es medizinische Gründe dafür geben den Koitus während der Schwangerschaft
einzuschränken oder ganz zu unterlassen. Ganz schlimm ist dass sich selbst aufgeklärte Ärzte noch immer
in den Dienst mittelalterlicher Anschauungen stellen den Verkehr während der Schwangerschaft gänzlich zu
unterlassen. Wobei sie sich auch auf den Urvater des modernen Arztwesens berufen dürfen. Kein Minderer
als Hippokrates war es der sich gegen den Geschlechtsverkehr mit einer schwangeren Frau ausgesprochen
hat. Ohne Angabe von Gründen. Er verwehrte der Schwangeren auch das Besteigen von Bergen und das
Sitzen auf weichen Kissen. Und vor allem das Waschen! Was von den Ratschlägen eines solchen Arztes zu
halten ist kann man sich ausrechnen.

Prüderie die absurdesten Vorfälle

Über das Thema Prüderie sind schon viele Bücher geschrieben worden. Und noch viele müssten folgen,
wollte man dieses Thema bis in seinen letzten Aberwitz hinein aufklären. Wiederum geht last alles. Was es
an prüdem Blödsinn gibt auf den jüdisch-christlichen Glaubensbereich mit seiner absoluten Sexfeindlichkeit
zurück. Dass die orthodoxe Jüdin Ihrem Manne niemals nackt vor die Augen kommt ist nur eine von vielen
Lächerlichkeiten. Dass es bei Juden häufig vorkommt dass die Gattin in ihrem Nachtgewand an der
entsprechenden Stelle ein Loch in den Stoff schneidet um nur ja so wenig wie möglich nackt berührt zu
werden ist ebenfalls kein Märchen. Und dass sich eine christkatholische Jungfrau von sechzig Jahren nur im
Nachthemd in die Badewanne setzt um nicht durch den Anblick ihres ausgemergelten Körpers auf
unkeusche Gedanken zu kommen ist kein Einzelfall. Eine ans Unglaubliche grenzende Erziehung hat
bewirkt dass viele Frauen sich vom Anblick eines Männerkörpers abgestossen fühlen. Eine siebzigjährige
Frau immerhin Mutter von sieben Kindern bekannte. dass sie niemals in ihrem Leben einen nackten Mann
gesehen habe. Und ihre Schwester offenbar der gleichen verklemmten Erziehung teilhaftig geworden
bekannte sogar, dass sie niemals ihren nackten Körper gesehen habe weil sie davon entsetzt sein würde.

Die meisten Umschreibungen gibt es für das weibliche Sexorgan

Man kann sich Synonyme (sinnverwandte Wörter) für bestimmte Begriffe aus vielerlei Gründen ausdenken.
Einmal dienen sie dazu, den Fluss der Sprache eleganter zu gestalten, Wortwiederholungen und allzu
direkte Ausdrücke zu vermeiden. Man kann mit Hilfe solcher Synonyme den Leser schonend an Dinge
heranführen, ohne wortgewaltig mit der Tür ins Haus zu fallen. Vor allem auf sexuellem Gebiet haben sich
Autoren von jeher um diese Wortschöpfungen bemüht, um ihren Darlegungen den fleischlichen Aspekt zu
nehmen oder ihn zu mildern. Es gibt ganze Listen von Umschreibungen für die natürlichsten Dinge der Welt.
Obwohl kaum einzusehen ist warum man nicht pissen, scheissen, kacken oder ficken sagen und schreiben
soll für eben diese Dinge, die doch jedermann tut. Allein für die Beschreibung der weiblichen
Geschlechtsteile hat ein eifriger Gelehrter rund eintausend verschiedene Synonyme und weitschweifige
Umschreibungen zusammengesucht, wo man doch schlicht und einfach Fotze sagen kann oder Muschi.
Aber das wäre schon wieder ein Synonym.

Der Koitus und die danach geforderte Waschung

Beschränkungen und Eindämmungen der sexuellen Freuden sind nicht nur den christlichen Religionen
vorbehalten. Auch die Verkünder anderer Weltreligionen haben von ihren Schäfchen verlangt, dass sie des
öfteren sexuellen Freuden entsagen müssen. Oder der Genuss des Sexuellen wurde durch Vorschriften so
weit wie möglich erschwert. So gibt der Prophet auch dem Moslem auf, einiges zu erleiden wenn er
fleischlichen Gelüsten erlegen ist. Jeder Moslem ist dazu verpflichtet sich nach einem Samenerguss sei es
beim Geschlechtsverkehr, durch Masturbation oder nachts im Traum so sorgfältig wie möglich (in der
Wüste!) zu waschen. Bis dahin befindet er sich im Stande der rituellen Unreinheit. Ihm ist dann sogar jedes
Gebet untersagt. Es ist schon recht merkwürdig welcher Mühen sich die Frommen bedienen um durch
immer weitergehende Gebote und Verbote den gesunden Menschen allen Spass am Sex zu vermiesen.
Masturbation zum ersten Male wissenschaftlich verdammt

Nachdem um 1710 ein Buch über die Onanie oder die schreckliche Sünde der Selbstbefleckung erschienen
war nahm die Verdammung dieser Seite sexueller Freuden in der katholischen Kirche und in den von ihr
beherrschten Ländern nachgerade hysterische Formen an. Immer mehr Gelehrte bemächtigten sich dieses
Themas unter ihnen auch der respektierte Arzt und Hygieneforscher Tissot. Er war ärztlicher Berater des
Papstes auf dem Gebiete der Epidemienbekämpfung und der öffentlichen Gesundheitsfürsorge (soweit man
damals schon davon sprechen konnte). Er hatte darüber bereits ein weit verbreitetes Buch geschrieben.
Entsprechend gross war die Wirkung eines weiteren Werkes, das er der Onanie und ihren angeblichen
folgen widmete. Es erschien 1758 in Lausanne und hielt sich strikt an die Sprachregelungen der
katholischen Kirche. Das heisst, jede sexuelle Betätigung ist schädlich denn sie verursacht einen
Blutandrang zum Gehirn, der zum Wahnsinn führt. Am schlimmsten aber sei der allein und in Einsamkeit
herbeigeführte Orgasmus durch Masturbation. Da auch junge Leute unschwer dazu in der Lage sind, seien
schädliche Übertreibungen unvermeidlich. Wer masturbiert, setzt sich der Gefahr aus, an Melancholie,
Schlaganfällen, Blindheit, Starrkrampf, Impotenz, Verstopfung, Idiotie und Lähmung zu erkranken.
Wie die weibliche Masturbation mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden sollte

Wie bei den Jungen und Männern unternahm man auch bei Frauen und Mädchen unmenschliche Dinge, um
sie am Masturbieren zu hindern. Da wurde am Rückgrat und an der Klitoris sogar das Brandeisen angesetzt.
Und auch Keuschheitsgürtel mussten wieder herhalten. Alles nutzte nichts, masturbiert wurde doch. Bei
Krafft-Ebing der als fast moderner Sexualforscher gilt, ist die Rede von einem Mädchen das sich im Alter von
zehn Jahren den scheusslichsten sexuellen Ausschweifungen hingab, (dh. Die Kleine masturbierte). Er fügte
hinzu: Selbst ein rotglühendes Eisen das ihr auf den Kitzler gedrückt wurde, hatte keinen hellenden Effekt.
Angesichts solcher rüden Praktiken erscheint der von einem gewissen Moodie entworfene Keuschheitsgürtel
zur Verhinderung der Masturbation beinahe als eine milde Massnahme. Nachdem im Jahre 1894 im St.
John's Hospital in Ohio einem Mädchen die Klitoris ohne Erfolg ausgebrannt worden war, wurde ein Arzt
damit beauftragt, die Schamgegend mit Silberdraht zu vernähen. Das Mädchen riss die Drähte heraus und
ging seinem Laster weiter nach. Daraufhin wurde ihr das gesamte Organ entfernt! Sechs Wochen nach der
Operation soll die Patientin gesagt haben. Ihr wisst ja, dass jetzt nichts mehr da ist, also kann ich dort nichts
mehr machen in einem noch 1936 in New York verlegten ärztlichen Werk über Kinderkrankheiten spricht
sich der Autor Holt für eine Beschneidung bei Mädchen und ein Ausbrennen der Klitoris aus!

Wie man einst der männlichen Masturbation beikommen wollte

Alles mögliche wurde versucht, um Knaben (und Männer) an der Masturbation zu hindern. Wo fromme
Sprüche nicht halfen, wurde zu härteren Massnahmen gegriffen. Am einfachsten war es, den Jungen im
Schlaf die Hände festzubinden. Selbst Erwachsenen wurde damals von Wissenschaftlern empfohlen, sich
der einfachen Massnahme der Fesselung zu bedienen, um Onanie oder Masturbation unmöglich zu
machen. Ein gewisser Milton entwarf einen Keuschheitsgürtel für Jungen und Männer. In seinem Buch
Unterricht für Eltern schlägt S.G. Vogel vor, die Vorhaut mit einem Silberdraht zu durchstechen, was jede
Berührung schmerzhaft machen und die Masturbation verhindern sollte. Solche Praktiken wurden das Buch
erschien 1786 damals tatsächlich angewendet. Und einer, der seinerzeit solche Operationen an Knaben und
Männern vornahm, schrieb auf. Ich war betroffen davon, mit welchen Gewissensbissen sie sich der
Operation an Ihrem Penis unterzogen. Ich werde dieses Verfahren in grossem Stile durchführen und alle
Masturbanten bedrahten. Wenn ein widerspenstiger Patient im Irrenhaus sich den Draht aus der Vorhaut
riss, wurde er einfach gefesselt. Milton schlug vor, den Penis durch eine Einreibung mit roter
Quecksilbersalbe lahmzulegen. Noch im Jahre 1905 wurde empfohlen, den Penis und das Rückgrat mit
Brandeisen zu behandeln. Die schlimmste Konsequenz für verbotenes Masturbieren hatte am Ende des 19
Jahrhunderts jener Texaner zu ertragen, dem man, weil er häufig masturbierte, einfach den Penis abschnitt.

Die böse Wirkung des Menstruationsbluts im Altertum

Bei Plinius findet man einen häufig zitierten Absatz, in dem es heisst. Es gibt kaum etwas in der Welt, das
geheimnisvollere Wirkungen hat als das Menstruationsblut einer Frau. Wenn eine Frau menstruiert und in
diesem Zustand mit jungem Wein in Kontakt kommt, so wird dieser sauer. Unter ihrer Berührung werden die
Früchte des Feldes unfruchtbar, der Samen auf den Gartenbeeten verdorrt, und von einem Baum, unter dem
eine menstruierende Frau gesessen hat, fallen die Früchte herunter. Wenn sie in einen Spiegel schaut, so
wird er trübe. Messer werden in ihren Händen stumpf. Elfenbein wird matt, sogar Bronze und Eisen rosten
und verströmen einen üblen Geruch. Hunde, die Menstruationsblut aufschlürfen, werden verrückt. Ihr Biss ist
so giftig, dass es dagegen kein Mittel gibt. Solche Dinge wurden über menstruierende Frauen immer wieder
gesagt. Noch im 16 Jahrhundert veröffentlichte Agrippa Nettesheim solche Ansichten. Auch in den
deutschen Ostgebieten kursierte die Meinung dass die Milch sauer würde, wenn die melkende Magd ihre
Tage hatte. Im Libanon meint man, dass Blumen verwelken, wenn der Schatten einer menstruierenden Frau
auf sie fällt. Bäume sollen eingehen und Schlangen fortkriechen, um zu sterben. Wie ganz anders klingt
dagegen die Aussage einer modernen Frau die Shere Hite in ihrem Report zu Wort kommen lässt. Und für
mich ist nur der Mann ein echter Liebhaber, der mich auch während meiner Periode vernascht.
Das Menstruationsblut und seine negativen Folgen im Kontakt damit

Die geheimnisvollen Blutungen der Frau haben primitive und manchmal auch zivilisierte Völkerschaften
immer wieder zu allerlei abergläubischen Ansichten und Handlungen kommen lassen. Im wesentlichen
werden Frauen in diesem Zustand böse Einflüsse zugeschrieben. Doch wurde das Menstruationsblut auch
als Liebeszauber in Getränke gemischt oder in Kuchen gebacken verwendet. Schlimmer ist jedoch, was in
Australien geschah. Ein Eingeborener bemerkte, dass seine Frau während ihrer Periode auf seiner Decke
geschlafen hatte. Er tötete sie starb aber selbst danach innerhalb von vierzehn Tagen. Bei den Veddas von
Travancore isst der Ehemann einer menstruierenden Frau nur Wurzeln aus Angst, vom Teufel geholt zu
werden. Und den Gesetzen des Manu zufolge verliert ein Mann seine Weisheit, seine Kraft und Vitalität,
wenn er mit einer Frau während ihrer Menstruation verkehrt. Neuere Erkenntnisse besagen indessen dass
man mit einer menstruierenden Frau durchaus Geschlechtsverkehr haben kann. Sie geniesst ihn sogar sehr,
sofern sie an erzogene oder angelesene Hemmungen überwunden hat. Natürlich gehört einige Hygiene
davor und danach dazu. Aber von unangenehmen Folgen ist in der Neuzeit nichts mehr bekannt.

Welch schlimmer Behandlung menstruierende Frauen ausgesetzt wurden

Bei vielen Völkern gibt es streng eingehaltene Riten um sich gegen die schlechten Einflüsse
menstruierender Frauen zu schützen. Vor allem die erste Menstruation eines jungen Mädchens wird vielfach
für besonders gefährlich gehalten. In die Riten mit denen das Fest der Geschlechtsreife begangen wird, ist
darum eine Reihe von Vorsichtsmassnahmen eingebaut. Die Hauptsorge bei den sogenannten Primitiven
gilt den angeblichen Zauberkräften die dem Menstruationsblut innewohnen sollen. Die kanadischen
Biberindianer glauben zum Beispiel, dass man offene Geschwüre an den Beinen bekommt, wenn man den
gleichen Pfad benutzt wie eine Frau die ihre Tage hat. Deshalb müssen solche Frauen und Mädchen
desinfiziert werden. Dazu gehört auch eine Massnahme, wie sie bei den Guarani-lndianem in Südamerika
ergriffen wird. Die Frau wird wie ein Leichnam in eine Hängematte eingenäht. Eine winzige Öffnung bleibt ihr
zum Atmen. Diese Hängematte mit ihrem unglücklichen Inhalt wird mehrere Tage über einem offenen Feuer
aufgehängt, um die Frau zu reinigen.

Der jüngste Fall einer zugenähten Vagina in England

Um Frauen und Mädchen zu einem keuschen Leben zu zwingen ist Männern offenbar jedes Mittel recht über
den scheusslichen und meistens nutzlosen Keuschheitsgürtel hinaus geht das Vernähen der Vagina. Ein
solcher Fall wurde im Krankenhaus von Sheffield bei einer Sudanesin festgestellt. Und das im Jahre 1962.
Obwohl die Negerin eine sehr kleine Vagina hatte, die normalen Geschlechtsverkehr gar nicht zuliess, hatte
sie eine Schwangerschaft bereits zur Hälfte hinter sich gebracht. Man hatte ihr 1951, als sie elf Jahre alt war,
die Scheide zugenäht. Trotzdem war sie nach ihrer Verheiratung schwanger geworden. Die Ärzte stellten
den Normalzustand der Vagina wieder her. Die Geburt eines Jungen verlief problemlos. Die Frau erklärte,
dass Mädchen in vielen Moslemfamilien auch heute noch am Kitzler verstümmelt werden, oder dass man
ihnen die Scheide zunäht, obwohl solche Prozeduren längst verboten sind.
Die schönsten noch erhaltenen Keuschheitsgürtel

Experten sind sich darüber einig, dass sich die schönsten der noch erhaltenen Keuschheitsgürtel im Cluny
Museum zu Paris befinden. Der eine besteht aus einem kräftigen, mit Samt ausgeschlagenen und
verstellbaren Stahlband. Unter dem vorderen Schloss sitzt ein gebogenes Stück Elfenbein, das sich fest
gegen die Vulva presst. Eine kleine, ovale Öffnung erlaubt den Abfluss von Urin oder Menstruationsblut aber
keinen normalen Geschlechtsverkehr. Die Vorrichtung stammt entweder aus dem 16 oder dem frühen 17
Jahrhundert. Ein zweites Sammelstück kam vermutlich aus Deutschland, wo es im frühen 17 Jahrhundert
entstand. Dieser Keuschheitsgürtel besteht aus zwei an der schmalsten Stelle gelenkig verbundenen
Eisenplatten. An der einen von ihnen sind zwei eiserne Bänder beweglich befestigt, die um die Hüften gelegt
wurden. Beide Platten tragen Gravierungen und Goldverzierungen wovon eine Adam und Eva im Garten
Eden zeigt Mittels eingebohrter Löcher lassen sich Bezüge aus Samt oder Seide anbringen. Beide
Keuschheitsgürtel verraten eine äusserst hochqualifizierte Handwerkskunst.

Eine drastische Methode, weibliche Keuschheit zu erzwingen

Eine Fibel (Spange) verschliesst die weiblichen Genitalien indem man diese in Form eines Drahtes, eines
Eisendornes, eines Elfenbeinstäbchens oder eines Holzes durch die Schamlippen sticht und befestigt. Ein
gewisser Francesco de Carrera, Kaiserlicher Richter in Padua, konstruierte im 15 Jahrhundert so ein
Schloss. Er beschrieb seine Erfindung als ein Vorhängeschloss, das den Sitz der Lüsternheit sicher
verschliesst. Carrera wurde später wegen verschiedener Verbrechen zum Tode durch Erhängen verurteilt.
Eine der Anklagen lautete darauf, dass er alle seine Bettgespielinnen mit seinem Keuschheitsschloss
versehen hatte. Die Vorrichtung war damals auch unter dem Namen Bernasco-Vorhängeschloss bekannt.
Unter der Regierung Heinrichs II. wurden solche Schlösser für kurze Zeit in Frankreich verkauft. Man
erzählte sich, dass ein reisender Italienischer Händler auf einem Jahrmarkt in St. Germain solche Schlösser
reissend los wurde, denn viele brave Bürger wollten auf diese Weise ihre Frauen und Töchter vor den
übergriffen des Adels bewahren. Eine Gruppe Pariser Galane erfuhr davon. Um sich Ihre Jagdgründe nicht
buchstäblich verschliessen zu lassen fielen sie über den Händler her. Der unternehmungslustige Italiener
musste schleunigst weiterziehen.

Die jüngste Patentanmeldung für einen Keuschheitsgürtel

Ausgerechnet eine deutsche Hausfrau war es, die am 16 März 1903 den Versuch unternahm, den
mittelalterlichen Keuschheitsgürtel von neuem auf den Markt zu bringen. Sie beantragte Patentschutz für
„Ein verschliessbares Schutznetz für Frauen gegen eheliche Untreue“. Frau Emilie Schäfer aus der Rigaer
Strasse in Berlin war es durchaus ernst mit ihrer Erfindung und dem Patentamt auch. Es erteilte
Gebrauchsmusterschutz unter Nr. 204538. Noch aus Berichten die in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts
veröffentlicht wurden geht hervor, dass es eine Nachfrage nach Keuschheitsgürteln gab. Meistens wurden
sie bei den bekannten Herstellern ärztlicher Instrumente in Auftrag gegeben und sicherlich auch so manches
Mal geliefert.

Die schwersten Bussen für Sexvergehen

Angesichts der sonst im Mittelalter üblichen Strafen erscheinen die sogenannten Pönitenzen (kirchlichen
Bussen) als nicht allzu hart. Im allgemeinen bestanden sie in Fasten, Gebeten etc. Die Fasten unter denen
eine Diät aus Wasser und Brot zu verstehen ist, dauerten allerdings von einigen Monaten bis zu vielen
Jahren jedoch ist kaum einzusehen wie eine solche Strafe verwirklicht werden konnte. In einem
Pönitenzbuch wird als Strafe für den sexuellen Umgang mit Tieren ein zehnjähriges Fasten angesetzt. Die
gleiche Strafe traf einen geweihten Priester, der gewohnheitsmässig Geschlechtsverkehr ausübte. Einer
liebestollen Nonne winkten sieben Jahre des Fastens. Eine der längsten Fastenstrafen wurde gegen einen
Bischof verhängt, der sich mit einer Frau im Bett erwischen liess. Und diese Pönitenz musste verschärft
werden durch die Hergabe von Almosen sowie durch Tränen und Gebete. Wer mit seiner Mutter Inzest trieb,
musste mit fünfzehn Jahren Fasten rechnen!

Der erste verheiratete katholische Priester lebt in Australien

Gegen das Heiratsverbot für römisch. katholische Priester besteht eine weitverbreitete Aversion. Immer
mehr Priester wollen gegen das Zölibat mit dem erzwungenen Keuschheitsgelübde, das kein gesunder
Mann einhalten kann den Aufstand proben. So stieg die Zahl der Aussteiger von 167 im Jahre 1963 auf
2263 im Jahre 1968. Das römische Magazin l'Esspresso veranstaltete eine Umfrage. Von 465 befragten
Priestern waren 301 der Meinung es solle den römisch katholischen Priestern freigestellt sein ob sie heiraten
oder im Zölibat leben wollten. Während der letzten sechs Jahre haben in aller Welt nicht weniger als 7000
katholische Priester um Heiratserlaubnis nachgesucht. In Sydney in Australien trat der frühere anglikanische
Priester Peter Rushton zum römisch katholischen Glauben über, wollte aber sein Priesteramt behalten.
Seine Frau und zwei seiner drei Kinder wohnten seiner Ordination bei. Er wurde der erste australische
verheiratete römisch-katholische Priester. Die päpstliche Dispensation (Befreiung von einer Verpflichtung)
erlaubt ihm weiterhin mit seiner Familie zusammenzuleben jedoch wird er aufgefordert, ein schlichtes, den
weltlichen Dingen abgewandtes leben zu führen.

Wann der Transvestitismus erstmalig vom Christenglauben verdammt wurde

Es gibt keine Art der sexuellen Betätigung, die nicht früher oder später von der Kirche im Namen christlicher
Frömmigkeit verdammt worden ist. Die Schäden die der menschlichen Sexualität von der christlichen Kirche
zugefügt wurden lassen sich überhaupt nicht abschätzen. Der schlichte Koitus wurde wiederholt als
Ausdruck der Erbsünde verurteilt. Ihm wurde Berechtigung nur zum Zwecke der Zeugung von Nachkommen
zuerkannt. Die Kirche, allen voran die römisch-katholische, hat sich von jeher gegen alle sexuellen Freuden
gewandt, womit sie mit zunehmend gewonnener Macht für restriktive Gesetze und die Hochstilisierung einer
falschen Moral sorgte. So wurden zum Beispiel schon im 4 Jahrhundert unserer Zeitrechnung die
Transvestiten verdammt St. Asterius, Bischof von Amasia in Kappadozien, verurteilte die Männer in seiner
Diözese, weil sie am Neujahrstag wie Frauen gekleidet durch die Strassen zogen. In langen Gewändern, mit
Gürteln und Unterröcken und mit riesigen Perücken angetan, wie es hiess. Und Bischof Isidor von Sevilla
(560-636) sagte über die Neujahrstänzer in Spanien. Diese miserablen Kreaturen verwandeln sich in
Monster, verweiblichen ihre männlichen Gesichter. Sie machen weibliche Gebärden, hüpfen und stampfen,
klatschen in die Hände, beide Geschlechter im Reigen vereint, ein beschämender Anblick, ein Haufen
Betrunkener, deren Sinne vom Wein vergiftet sind!.

Phalluskult in Grossbritannien

Dass es im Fernen Osten Frauen gibt, die sich vor jedem auch nur annähernd an einen Phallus erinnernden
Gebilde anbetend verneigen, ist bekannt. Der Phalluskult geht dort teilweise so weit, dass selbst alte
Kanonen mit ihren kugelförmigen Mündungen Verehrung geniessen. Auf dem europäischen Kontinent wenig
bekannt ist der Riese von Cernet, eine Gestalt von 65 Meter Länge, die in die Hügel von Dorset in England
eingeschnitten ist. Man schätzt ihr Alter auf etwa 2000 Jahre. Die Linien, mit denen Körper, Kopf und
Gliedmassen bezeichnet werden, sind nicht weniger als 60 Zentimeter breit. Jeder Finger ist 2,10 Meter
lang. Und die Keule, die der Mann schwingt, misst nicht weniger als 36 Meter. Die Gestalt zeigt einen
erigierten Penis. Diese Tatsache veranlasste eine Dame, die In einem nahegelegenen Hause wohnt, zu
einer Klage beim Kreisrat. Bei dem Dorf Wilmington in Sussex befindet sich eine weitere, ins Gebirge
geschnittene Männergestalt, über die aber weniger geschrieben worden ist. Dieser Iange Mann wurde in
seinen Umrissen 1874 in weissen Ziegeln ausgelegt. Er wurde mit etwas über 67 Meter vermessen.
Eine geniale Vorrichtung bei der Phallusanbetung

In fast allen Ländern und bei fast allen Völkern hat es die Phallusanbetung durch Frauen gegeben. Es gibt
sie noch. Das klassische Land des Phalluskultes ist Indien mit seinem Lingamkult geworden. Auch bei den
Griechen und Römern stand dieser Kult hoch im Kurs. In Indonesien kommt er noch heute vor. Doch auch in
europäischen Gegenden verehren fromme Frauen das Attribut der Männlichkeit an Statuen, so zum Beispiel
an der des Heiligen Guingnole bei Brest in der Bretagne. Zur Ausübung des Kultes gehörte es auch, dass
die Frauen an dem Glied der Statue mehr oder weniger heftig rieben und kratzten, wodurch sie hofften.
Fruchtbar zu werden. Mit der Zeit zeigten sich an dem all zu heftig verehrten Körperteil des Standbildes
deutliche Abnutzungserscheinungen. Doch findige Priester sannen auf Abhilfe. Die Statue wurde mit einem
Penis in Gestalt einer Eisenstange versehen die von hinten her durch den Körper gesteckt war. Wurden die
Abnutzungserscheinungen allzu sichtbar, bekam der Heilige von hinten eins mit dem Hammer verpasst, was
den Phallus dann vom um ein kleines Stückchen verlängerte.

Sex als Mittel zur Unsterblichkeit wurde zuerst in China erprobt

Sex ist der populärste und zudem gesündeste Leistungssport der Welt, behauptet der englische Professor
der Psychiatrie, Colin Brewer. Man sagt, dass der Energieverbrauch durch einen ausgedehnten Koitus dem
eines Spazierganges von acht Kilometern entspricht. Häufiger Sex als Mittel zu körperlicher Gesundheit ein
faszinierender Gedanke. Dass man durch häufigen Sex Unsterblichkeit erlangen könnte bleibt eine Utopie
jedenfalls vorläufig. Mit den Theorien dieser Möglichkeit hat sich schon die Wissenschaft der fernöstlichen
Han Dynastie (25-220) vor unserer Zeitrechnung) befasst. Die damaligen Herrscher erprobten diese
Möglichkeit ein langes Leben wenn nicht gar Unsterblichkeit zu erlangen wie es der Yin Taoismus versprach.
In einem der klugen Bücher die von den Taoisten geschrieben wurden ist nachzulesen dass einer der Kaiser
tatsächlich unsterblich geworden sei, nachdem er mit 1200 Frauen sexuell verkehrt habe. Peng Tsu habe
durch den korrekten Weg, nämlich in jeder Nacht mit zehn bis zwanzig Mädchen Liebe zu machen, ein sehr
hohes Alter erreicht. Er war ganz versessen darauf, Jungfrauen im Bett zu haben. Er pflegte mit Jungfrauen
Liebe zu machen wodurch er sein jugendliches Äusseres zurückgewann. Schade nur, dass nicht genügend
Jungfrauen verfügbar sind. Mein dahingeschiedener Meister hat sich strikt an diese Prinzipien gehalten. Er
ist 3000 Jahre alt geworden man kann sein Ziel nicht erreichen. Indem man nur eine einzige Frau benutzt.
Man muss mit drei, neun oder elf Frauen in jeder Nacht verkehren, je mehr, desto besser.

Empfängnisverhütung -frühester Aberglauben

Von den Indianern Nord- und Südamerikas weiss man, dass sie sehr wirkungsvolle, aus Beeren und
Kräutern gewonnene Verhütungsmittel kannten. Offenbar hat die moderne Wissenschaft versäumt, ganz
eindeutigen Forscherberichten wie dem des Prinzen zu Wied aus dem 19 Jahrhundert, nachzugehen. Statt
dessen setzte man lieber auf künstliche Chemie. Natürlich hat es nicht an manchem Aberglauben gefehlt,
wenn es um die Geheimnisse von Zeugung und Geburt ging. So schrieb Plinius der Ältere (23-79 unserer
Zeitrechnung), dass man zwei kleine Würmer aus dem Leib einer bestimmten Spinnensorte ziehen und
diese in ein Stück Rehleder wickeln müsse. Diese Medizin müsse vor Sonnenaufgang am Körper einer Frau
angebracht werden. Sie werde daraufhin nicht empfangen. Sicherheit vor Empfängnis für ein Jahr
versprachen Quacksalber noch bis ins finstere Mittelalter hinein einer Frau, die dreimal einem Frosch ins
Maul gespuckt hatte. Auch ein Onyxstein der während des Koitus in der Hand gehalten wurde, sollte
unerwünschte Folgen abwenden. Der Heilige Albert der Grosse (1193-12801, der Lehrer des Aquinas, riet
den Frauen Bienen zu essen wenn sie nicht schwanger werden wollten. Aetios von Amida (527-565) wollte
die Last der Empfängnisverhütung auf die Männer schieben. Sie sollten vor dem Verkehr den Penis mit
Essig oder Salzwasser waschen um keine Kinder zu zeugen. Eine Frau könne sich vor Empfängnis
schützen lehrte er, indem sie einen Katerhoden in einem Röhrchen quer auf ihrem Nabel befestigte. Die
ältesten Empfängnisverhütungsmittel setzten einen starken Zauberglauben voraus.

Sexueller Aberglauben - auch in der Wissenschaft

Aberglauben und Wissenschaft sollten einander eigentlich ausschliessen. Doch gab es manches auf den
vielerlei Gebieten der Wissenschaft, das mehr mit Glauben als mit Wissen zu tun hat. Vor allem auf dem von
Geheimnissen umwitterten Gebiet der Zeugung hat sich mancher sonst so hochverdiente Wissenschaftler
bis in die Neuzeit hinein blamiert. So auch bei der Vorausbestimmung des Geschlechtes eines zu
zeugenden Kindes. Der grosse Hippokrates meinte, um einen Jungen zu zeugen müsse man den rechten
Hoden festbinden. Aristoteles war der Meinung, dass eine herrschsüchtige Frau nur Mädchen gebären
könne. Dawson ein Mitglied der britischen Königlichen Gesellschaft der Medizin verbreitete die Ansicht
streng wissenschaftlich natürlich, dass Eier aus dem rechten Eierstock einer Frau bei der Befruchtung
Jungen ergäben die aus dem linken Eierstock dementsprechend Mädchen. Als Aberglauben wurde die
Ansicht des Wiener Frauenarztes Ignaz Semmelweis (1818-65) abgetan dass Ärzte und Hebammen durch
ihre eigene Unsauberkeit des tödliche Kindbettfieber von einer Wöchnerin zur anderen schleppten. Seine
Kollegen redeten von Aberglauben und wollten den Retter der Mütter für verrückt erklären lassen. Dieser
Aberglauben war aber keiner. Die Einführung von Desinfektionsmassnahmen am und im Kindbett rettete
viele Menschenleben wie ja hinlänglich bekannt ist.

Der uralte Aberglaube an eine wandernde Gebärmutter

Im Altertum hielt sich hartnäckig der Aberglaube, dass die Gebärmutter mitsamt der Bauchhöhle beweglich
sei und die Lage im Körper der Frau verändern könne. Für die Griechen galt sie sogar als ein
eigenständiges, im Leib der Frau leben des Tier. Plato schreibt in seinem Timaeus u.a.: Jener Teil der Frau
den man die Bauchhöhle nennt, ist ein nach Fortpflanzung lechzendes Tier. Wenn es längere Zeit nicht
befruchtet wird, bekommt es schlechte Laune und wandert überall im Körper herum. Es behindert den Geist
und den Atem, verursacht gelegentlich Angstzustände und alle möglichen Krankheiten. Wenn die
Bauchhöhle umherwanderte, liess sie sich manchmal dadurch an ihren Platz zurücklocken, dass man die
Vagina mit süssen und angenehmen Düften parfümierte. Dieser Aberglaube von der wandernden
Gebärmutter hielt sich viele Jahrhunderte lang. Noch in medizinischen Lehrbüchern, die vor 300 Jahren
erschienen, wurden Behandlungsmethoden empfohlen, die auf die alten griechischen Ansichten
zurückgingen.

Sexueller Aberglaube ist heute noch existent

Aberglaube ist ungeheuer zäh. In England, aber auch auf dem Kontinent, wird heute wie vor vielen hundert
Jahren so mancher Unsinn geglaubt. Vor allem In den Spalten der Zeitungen und Magazine, die sich mit
Ratschlägen an Leser befassen, wird deutlich, was für längst widerlegter Unsinn heute noch geglaubt wird
und die Menschen ängstigt. Vor allem stark verbreitet ist immer noch abergläubisches Zeug auf sexuellem
Gebiet. Die häufigsten abergläubischen Ansichten in den Leserbriefen sind. Ein Mann mit einem kleinen
Penis ist auf sexuellem Gebiet immer unzulänglich. Wer masturbiert, dem wachsen in den Handflächen
Haare, der wird impotent Frauen werden davon steril. Masturbation führt zu Verblödung und zu Wahnsinn,
Frauen, die nie einen Höhepunkt erreichen, sind immer frustriert Frauen mit kleinen Brüsten taugen im Bett
nicht viel Frauen mit grossen Brüsten sind immer sexy. In den Augen vieler Frauen gelten Männer als
pervers, die sich Aktzeitschriften ansehen während des Geschlechtsverkehrs über erotische Dinge reden,
die oralen Sex mögen und so weiter.

Beweglichkeit des Samens -bekannter Aberglaube aus dem 18. Jahrhundert

Während des 18 Jahrhunderts veröffentlichte ein Pfarrer einen Bestseller seiner Zeit. In diesem Buch wurde
festgestellt dass Sperma aus der uns umgebenden Luft her kommt. Ein Zeitgenosse meinte dazu. Die
gesamte Luft ist angefüllt mit dem Samen aller Lebewesen, die auf Erden leben können. Nicht totzukriegen
und vielleicht sogar wahr, weil medizinisch möglich ist die Geschichte von Frauen, die im Bad ohne direktes
Zutun eines Mannes schwanger wurden. Man muss sich die Zustände in den spätmittelalterlichen
Badestuben vorstellen. Warm feucht keine Trennung der Geschlechter, häufig wie zeitgenössische Bilder
zeigen Geschlechtsverkehr vor aller Augen. Sicherlich wurde auch im warmen Wasser masturbiert. Also
durchaus denkbar, dass in der nicht durch viel Seife und Chlor steril gemachten Brühe besonders
lebenskräftige Spermen den Scheideneingang einer besonders empfänglichen Frau finden konnten.
Allerdings wurde auch geglaubt, dass eine Frau schwanger werden könne, wenn ein Mann in einiger
Entfernung von ihr ejakulierte. Eine Frau behauptete, sie sei vom Streicheln einer Freundin schwanger
geworden die kurz vorher mit ihrem Ehemann Verkehr gehabt hatte.

Der kälteste Penis

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, müsste man sich jetzt über Kaltblüter unter den Tieren
unterhalten, die einen Penis haben. Doch soll davon hier nicht die Rede sein, sondern von dem was arme,
von der Inquisition gefolterte Frauen über ihren angeblichen Geschlechtsverkehr mit dem Teufel ausgesagt
haben. Da die Inquisitoren fast überall peinlich genau Buch führten über ihre Quälereien und die damit
erzwungenen Aussagen verzweifelter Frauen und Mädchen, ist uns eine ganze Reihe solcher Geständnisse
erhalten geblieben. Demnach hat den kältesten Penis der Teufel. Boquet zitiert Jacquema Paget, eine Hexe
aus Franche Comté, die das Glied des Teufels, der mit ihr geschlafen hatte, mehrere Male in die Hand
nahm. Es sei kalt wie Eis gewesen. Ähnlich sagte Sylvine de la Plaine aus, die 1616 in Paris zum Feuertode
verurteilt worden war. Der Teufel hat mich schon einmal vorher besucht. Sein Glied war wie das eines
Pferdes, und bei der Einführung fühlte es sich eiskalt an, und es verspritzte eiskalten Samen. Mutter Bush
aus Barton bekundete 1649, der Teufel, der sie besucht habe, sei kälter als ein Mann gewesen. Und 1662
befand Isobei Gowdie die Natur des Teufels bei sich drinnen als kalt wie Quellwasser. Solche und ähnliche
Aussagen liessen sich noch reihenweise anführen, wofür uns aber hier der Platz fehlt.

Koitus mit dem Teufel die erste Frau, die dafür verbrannt wurde

In Toulouse wurde 1275 eine gewisse Angela de Labarthe auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Sie hatte
angeblich ein Kind mit einem Wolfsschädel und dem Hinterteil einer Schlange geboren. Dieses Monstrum
konnte, so lehrte die Kirche, nur durch einen Geschlechtsverkehr mit dem Teufel entstanden sein. Danach
gab es noch viele Geschichten von Monstern, die von Frauen nach einem Geschlechtsverkehr mit dem
Satan oder einem seiner Teufel geboren worden waren. Die unwissende und abergläubische Bevölkerung
nahm solche Geständnisse als ausreichende Erklärung für Missgeburten hin.

Wie Dämone sich den männlichen Samen verschafften

Von den mittelalterlichen Dämonen und den übernatürlichen Wesen anderer Zeiten wurde angenommen,
dass sie keine körperliche Substanz besässen. Daraus erwuchs natürlich ein Problem, wenn so ein Dämon
den Wunsch verspürte, mit einer Frau oder einem Manne geschlechtlich zu verkehren. Deshalb nahmen die
Iüsternen Bewohner übernatürlicher Bereiche gern Menschengestalt an, wenn sie ihren Trieben nachgehen
wollten. Ein zweites Problem bestand darin, sich menschlichen Samen zu verschaffen, um damit ein
Menschenweib zu beglücken. Dafür gab es unterschiedliche Taktiken. Martin von Arles vertrat die Ansicht,
dass diese Incubi männlichen Leichen den Samen abmolken. Guazzo versicherte, dass die Dämonen
nächtliche Samenergüsse von Männern stahlen und durch ihre Geschwindigkeit und ihr Wissen um
physikalische Gesetze hielten sie den Samen in dem Zustand seiner fruchtbaren Wärme. Manchmal so
nahm man an kopulierte so ein Dämon auch in Frauengestalt mit einem Manne, um an dessen Samen
heranzukommen. Danach verwandelte sich der Dämon (der eigentlich nur mit einer Frau kopulieren wollte)
sofort in eine männliche Gestalt, um die soeben erlangte Samenflüssigkeit ihrer Verwendung zuzuführen.

Elefanten sind keusche Tiere

Vielen Tieren wird zu Recht oder Unrecht nachgesagt, sie seien auf verschiedenen Gebieten darunter auch
auf dem sexuellen in bestimmter Richtung empfänglich. Schlangen hält man für besonders lüstern, genauso
wie die grossen und kleinen Affen. Andererseits hat man verschiedenen Tierarten eine geradezu moralische
Aufwertung angedeihen lassen ohne erkennbaren Grund. Unter den guten Tieren steht der Elefant mit ganz
obenan. Plinius stattet den Dickhäuter mit jeder erdenklichen guten Eigenschaft aus Sinn für Ehre und
Rechtschaffenheit, Gewissen und vor allem Schamhaftigkeit. Aus Scham kopulieren Elephanten nur an
verborgenen Stellen hinterher baden sie im Fluss. Es gibt bei Ihnen keine Unzucht, noch grausame
Schlachten um die weiblichen Tiere. Mittelalterliche Schreiber statteten diese Legende noch weiter aus
Albertus Magnus erklärte, dass Elefanten keinen sexuellen Instinkt besässen. Empfängnis und Geburt ginge
bei ihnen in aller Unschuld vor sich. Einer der ersten populären Zoologen. Konrad von Megenberg, verglich
im 14 Jahrhundert die frivole Einstellung jener Tiere; die nur ihrer Lust und ohne Gottesanbetung leben, mit
der nüchternen Vernunft der Elefanten die sich nur zum Zwecke der Zeugung paaren und das nach erlangter
Schwangerschaft das weibliche Tier drei Jahre lang nicht anrühren.
Sexisten - wie sie unter Weibern wüten

Noch immer steht unsere westliche Gesellschaft im Zeichen des Patriarchates (Vaterherrschaft;
vaterrechtliche Gesellschaftsform, in der die Familienoberhäupter alles bestimmen). Zwar haben die
Frauenbewegungen einiges erreicht, aber wir leben immer noch in einer Männergesellschaft, in der die
arbeitenden Frauen trotz aller Gesetze mehr ausgebeutet werden als die Männer. Doch es gab und gibt
Völkerschaften bei denen Frauen völlig rechtlos sind. Und es gibt welche bei denen Frauen in der
grausamsten Weise umgebracht oder misshandelt werden. Hier nur eine kleine Auswahl. Bei den Koreh in
Arabien wurden alle Mädchen im Alter von sieben Jahren lebendig begraben nachdem man einige wenige
zur Sicherstellung des Nachwuchses ausgewählt hatte. In arabischen Ländern wurde der verführten Frau,
nicht dem männlichen Verführer, ein grosser Nagel durch den Unterarm getrieben. In Indien wurde die als
wertlos betrachtete Witwe zusammen mit dem Leichnam des Mannes auf dem Scheiterhaufen verbrannt. In
Ägypten wurden Frauen niemals Männer den Göttern zum Opfer dargebracht. In Formosa gab es eine
Übereinkunft der Männer wonach eine bestimmte Anzahl von Frauen zu Tode getrampelt wurde sobald sie
schwanger waren. Und in einem altgriechischen Theaterstück lässt der Autor einen Schauspieler die Frage
an Zeus richten warum er sich nicht einen besseren Weg zur Fortpflanzung habe einfallen lassen einen
ohne die Einschaltung von Weibern.

Das unwahrscheinlichste Bordell

Im Verlaufe der Geschichte hat es immer wieder mal Bordelle gegeben die man nicht für möglich halten
sollte. Stets fanden sich Manager die das feilboten was Kunden wünschten. Und seien es die
ausgefallensten Vergnügungen. Da wurden Babys angeboten kleine Knaben Gänse und Esel. Am
unwahrscheinlichsten aber dürfte das Bordell gewesen sein in dem angeblich Succubi (oder weibliche
Dämonen) den Gästen zu Willen waren. Es wurde in Bologna von einem Manne unterhalten der vermutlich
auf Betreiben der Konkurrenz 1468 zum Tod verurteilt worden ist.

Die schlimmsten weiblichen Pubertätsriten

Sobald ihre Geschlechtsreife einsetzt. dh. Mit der ersten Menstruation wurden die jungen Mädchen bei
vielen Völkerschaften mit Hilfe eines Werkzeuges aus Horn entjungfert. Danach mussten sie für eine Welle
ausserhalb der Dorfgemeinschaft hausen. Zu den Pubertätsriten gehörten in verschiedenen Teilen der Welt
die unterschiedlichsten Massnahmen wie die Vergrösserung der Schamlippen, Tätowierungen, die
Anbringung von Schnittnarben und nicht zuletzt die Durchbohrung der Ohrläppchen, die es auch heute noch
In der westlichen Welt gibt um die ersten zur Konfirmation oder Kommunion erhaltenen Ohrringe
anzubringen. Dass diese beiden kirchlichen Festlichkeiten nichts anderes als verfälschte Pubertätsriten sind
wird heutzutage weitgehend verdrängt. Weitaus ruppiger ging man mit jungen Mädchen bei den
Naturvölkern um. Da wurden teilweise den pubertierenden Mädchen die besonders bissigen schwarzen
Ameisen in die Vagina gestopft damit Schamlippen und Kitzler schön anschwollen.

Die frühesten Sexualgesetze

Es gibt eine ganze Anzahl von uralten Gesetzbüchern die uns bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben
sind. Dazu gehört das häufig zitierte babylonische Gesetzeswerk des Hammurabi (babylonischer König).
Jedoch wird immer wieder darauf hingewiesen dass der Gesetzgeber Hammurabi nur zusammenfasste und
neu formulierte was lange vor seiner Zeit schon durch Libit-Ishtar von Isin, von Ibi-Sin und Ur-Nammu von Ur
kodifiziert worden war. Auch die frühen Gesetzgeber von Sumer und Hammurabis direkter Vorfahre Samu-
la-llum von Babylon sind daran beteiligt gewesen. Nur zum Vergleich: Ur-Nammu ein König der 3 Dynastie
von Ur hat etwa 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung regiert. Schon unter den von Libit-Ishtar erlassenen
Gesetzen befinden sich Strafbestimmungen gegen den ausserehelichen Geschlechtsverkehr. Die Gesetze
aus Mittelassyrien besagen unter anderem: Wenn er sie geküsst hat die Frau eines anderen dann soll man
ihm die Unterlippe an einer Messerklinge Entlangziehen und abschneiden. Nach den Gesetzen des
Hammurabi kann sich ein Mann von seiner Frau trennen aber er muss ihr die Mitgift ersetzen und für Ihren
Unterhaft sorgen. Ein Paar das beim Ehebruch und bei unzüchtigem Verkehr miteinander ertappt wurde fiel
der Todesstrafe durch Ertränken anheim. Inzest wurde mit dem Tode oder mit Verbannung bestraft. Für
Verführung gab es Geldstrafen Geschlechtsverkehr mit Tieren wird nicht erwähnt. Von dem späteren Code
der Hettiter der Jahrhunderte nach Hammurabis Regierung wirksam wurde aber auf dessen Gesetzen
beruhte wurde gesagt er markiere einen bedeutenden ethischen Fortschritt. So ist zum Beispiel die private
Rache die im alten babylonischen Gesetz häufig vorkam nur in einem einzigen Falle erlaubt wenn ein Mann
seine Frau beim Ehebruch ertappt. Wenn der betrogene Ehemann seine Frau und Ihren Liebhaber auf der
Stelle tötet geht er straffrei aus. Wenn er aber nicht sofort handelt und die Rache vollzieht dann ist seine
Chance verpasst und er muss den Fall auf dem üblichen Wege vor Gericht bringen.
Die schlimmsten Sexualgesetze

Ein schwieriges Kapitel. Nicht weil sich scheussliche Sexualgesetze so schwer finden liessen sondern weil
es davon in der Menschheitsgeschichte und bis auf den heutigen Tag so viele gibt. Immer waren Menschen
meistens solche, die selbst nicht konnten darauf bedacht anderen die Freude am Sex zu nehmen. Ganze
Bücher liessen sich allein mit dem füllen was Männern und Frauen an Scheusslichkeiten und Leid zugefügt
worden ist was oft im Namen der christlichen Reinheit und Pietät geschah. Es gibt kaum eine sexuelle
Handlung die nicht zu irgendeiner Zeit zum schweren Verbrechen gestempelt worden wäre zum Wohle der
Menschheit natürlich, und zur höheren Ehre Gottes. Bei den Babyloniern und den Zulus um nur zwei
Beispiele zu nennen stand auf Inzest die Todesstrafe. Die gleiche Strafe traf im Mittelalter die
Homosexuellen in Europa. Todesstrafe steht auf Vergewaltigung im heutigen Amerika. Sie wurde nach
einem alten judäischen Gesetz auch für Masturbation verhängt. In Rom wurde der Verführer einer
vestalischen Jungfrau verbrannt. Nach einem von Jovianus im Jahre 364 erlassenen Gesetz galt jeder
Versuch eine Nonne zur Ehe zu bewegen als Kapitalverbrechen. Die Liste liesse sich ellenlang fortsetzen.
Manchmal sahen die Gesetze zwar keine Todesstrafe vor. Aber die schrecklichen Quälereien die man den
Opfern zufügte führten meistens doch zum Tode. Wer eine Frau vergewaltigte wurde ganz legal kastriert
Ehebrechern und noch mehr Ehebrecherinnen wurden Nase, Lippen und Ohren abgeschnitten. Eine
Konkubine am kaiserlichen Hof in China riskierte schwerste Misshandlungen wenn man sie in den Armen
eines Eunuchen ertappe. Ihr wurden Arme und Beine aus den Gelenken gerissen die Augen wurden ihr
ausgestochen. In die offenen Wunden sowie in Anus und Vagina wurde Ihr flüssiges Blei gegossen. Jedoch
sind Menschen zu allen Zeiten trotz schwerster Strafandrohungen ihren sexuellen Neigungen nachgegangen
auch wenn ihnen dafür der Untergang drohte!

Die allerjüngsten Bräute

Mädchen die schon im Kindesalter zu Bräuten gemacht wurden hat es in der Geschichte immer wieder
gegeben. Megasthenes wies darauf hin dass es zu seiner Zeit (306-298 vor unserer Zeitrechnung) in Indien
Kinderehen gegeben hat. Mädchen wurden bereits im Alter von sieben Jahren in den Ehestand versetzt. Zu
Beginn der 1960er Jahre ergab eine Volkszählung, dass es in Indien 60 Millionen Mädchen unter 15 Jahren
gab. Von diesen waren 8,5 Millionen bereits verheiratet oder auch schon verwitwet. Man zählte fast 400 000
Witwen im für unsere Begriffe Mädchenalter unter 15 Jahren. Fast 15 Mädchen pro 1000 Einwohner waren
mit fünf Jahren und darunter bereits verheiratet oder verwitwet. Den jungen Witwen war es nach den
geltenden Sitten nicht erlaubt, sich wieder zu verheiraten. Der Überlieferung zufolge soll die jüngste
Kindsbraut des Propheten Mohammed mit ihm Geschlechtsverkehr gehabt haben, als sie erst sechs Jahre
alt war. Und ein gewisser Rabbi Joseph soll gesagt haben Kommet und höret! Ein Mädchen im Alter von drei
Jahren und einem Tag darf durch Koitus in den Ehestand eingeführt werden. Immer wieder bekommt man
zu hören dass in vielen Teilen Nordafrikas, Arabiens und Indiens Mädchen im Alter zwischen fünf und neun
Jahren verheiratet werden. Keins der Mädchen, das etwas auf sich hält, bleibt bis über den Zeitpunkt der
Pubertät hinaus unverheiratet. Und die jüngsten Bräute gab es zu Zeiten der grossen Feudalherren. Um die
Kinder und die Familien zu schützen wurden nicht selten Babys in den Armen der Mütter den künftigen
Gatten angetraut.
Die seltsamsten Formen einer Eheschliessung

Eheschliessungen zwischen kleinen Kindern und alten Männern wie auch Heiraten von Kindern
untereinander sind in der Geschichte öfter vorgekommen. Das geschah meistens, wenn sich gewisse
Herrscherhäuser verwandtschaftlich verbinden wollten! Früher waren und in neuerer Zeit wieder sind
Eheschliessungen mit Menschen des gleichen Geschlechtes gerade nicht häufig. Noch seltsamer sind
schon Heiraten zwischen Menschen und Tieren (was geschichtlich belegt ist), und ganz seltsam erscheint es
uns, wenn ein Mann mit einem Baum verheiratet wird. In verschiedenen Teilen Indiens hat es so etwas
gegeben. Bei den Brahmanen im südlichen Indien war es Sitte oder sogar Vorschrift dass der jüngere
Bruder nicht vor dem älteren heiraten sollte. Wenn aber der ältere Bruder absolut keine Braut auftreiben
konnte, der jüngere dagegen gern heiraten wollte, dann wurde das Ehehindernis auf sehr einfache Weise
beseitigt. Der ältere Bruder wurde in aller Form mit einem Baum oder dem ihm innewohnen den Geist
getraut. Woraufhin der jüngere Bruder sein Weib heimführen durfte. Verschiedentlich wurde die
Baumhochzeit zugleich mit der Trauung des jüngeren Bruders vollzogen. Ein dem jungen Paar etwa
drohender böser Einfluss sollte dadurch schliesslich auf den Baum abgelenkt werden.

In Afrika zahlt man heute noch teilweise ein Brautgeld

In vielen Teilen der Welt werden Bräute auch heute noch gekauft. In der zivilisierten westlichen Welt gibt es
die sogenannten Geldehen, bei denen es häufig auch nur um eine etwas verschleierte Art von Brautkauf
geht. Doch geht es hierbei meistens darum, dass Vermögen zu Vermögen, Geld zu Geld kommt. Bei den
Sebei sieht das anders aus. Da muss eine Braut sehr teuer mit Rindern, Bargeld, Kleidungsstücken, Töpfen,
Tabak, Milch, Bier und anderen Waren aufgewogen werden. Forschern gegenüber ist unterstrichen worden,
dass das Brautgeld die grösste Ausgabe eines Mannes in seinem leben ist. Jedenfalls bei den Sebei.
Berechnungen haben ergeben, dass bei vergleichbarem Einkommen der Brautpreis in etwa dem entspricht,
was ein junger Mann in der westlichen Welt für den Ankauf eines Hauses aufbringt, was für Ihn meistens die
grösste Ausgabe seines Lebens darstellt.
Der jüngste Sexualstraftäter

Sex kennt keine Altersgrenzen. Auch Sexualdelikte werden von Menschen aller Altersstufen begangen. Im
Jahre 1950 wurden in England und Wales 2000 Gerichtsurteile wegen sexueller Straftaten hinsichtlich des
Alters der Angeklagten unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus dass der jüngste Täter neun
Jahre zählte der älteste dagegen neunzig. Die meisten Täter lagen in der Altersgruppe von 21 bis 50 Jahren.

Der berühmteste englische Sexualverbrecher des 19. Jahrhunderts

Einer der kaltblütigsten Sexualverbrecher der Kriminalgeschichte wütete 1888. Er beging im Londoner
Stadtteil Whitechapel sechs, nach anderen Quellen neun Morde an Prostituierten und verschwand spurlos.
Der Täter heisst im Volksmund Jack the Ripper- der Aufschlitzer. Er gab der Poilzei insofern Rätsel auf als er
seine Opfer kunstgerecht sezierte. Er schnitt ihnen die Gliedmassen ab und Organe heraus was mindestens
oberflächliche chirurgische Kenntnisse erforderte. Aber auch ein gelernter Fleischer wäre zu solchen
Manipulationen an den Leichnamen fähig gewesen. Gegen diese Theorie sprach aber dass in mindestens
einem Falle auch eine Zahnarztzange benutzt worden war. Die Londoner Prostituierten organisierten einen
Selbstschutz. Freundinnen der Ermordeten stellten sich der Polizei für Gegenüberstellungen mit
Tatverdächtigen zur Verfügung. Alles war umsonst. Jack the Ripper verschwand so geheimnisvoll wie er
aufgetaucht war. Dabei besass er die Unverfrorenheit Scotland Yard mit Briefen zu bombardieren und die
Polizei zu verhöhnen. In einem dieser Schreiben heisst es: Meine Arbeit macht mir Spass und ich habe die
Absicht damit fortzufahren. Sie werden bald wieder von mir und meinen kleinen Spielen hören. Ich habe
etwas von der hübschen roten Flüssigkeit in einem Glase aufbewahrt und wollte eigentlich damit schreiben.
Doch ist sie dick wie Leim geworden. So dass Ich sie nicht benutzen kann. Aber auch rote Tinte erfüllt
diesen Zweck Ha! Ha! Ha! Beim nächsten Mal werde ich der Dame die Ohren abschneiden und an die
Polizei schicken. Verwahren Sie meinen Brief bis zu meinem nächsten Erfolg. Dann dürfen Sie ihn
meinetwegen veröffentlichen. Mit einigem Glück werde ich bald wieder beginnen. Alles Gute!
Der schlimmste Sexualverbrecher der Neuzeit

Zuerst wollte ihm die Polizei nicht glauben, als Henry Lee Lucas im Jahre 1984 unversehens eine ganze
Serie von Frauenmorden gestand. Anfangs hielt man das Geständnis für die Prahlerei eines Irren. Denn
Lucas war zehn Jahre lang in einer Heilanstalt gewesen, aus der man ihn 1970 entliess. Mit 24 Jahren hatte
er in einem Tobsuchtsanfall die eigene Mutter erstochen. Das war aber nicht sein erster Mord gewesen. Mit
13 Jahren hatte er bereits 1949 eine junge Lehrerin erwürgt, die sich seinen sexuellen Wünschen
widersetzte. Obwohl der Mörder öfter wegen anderweitiger Delikte vernommen wurde und auch mehrfach in
Haft sass, blieben seine Morde unentdeckt. Der Mörder gab als Grund für seine Taten an dass er von
unstillbarer sexueller Gier geplagt werde. Als er 1975 wieder einmal aus dem Gefängnis entlassen worden
war, ermordete er vier Frauen an einem einzigen Tag, um an ihnen seinen irren Trieb auszutoben. Der aus
bisher ungeklärtem Grund plötzlich so geständnisfreudige Massenmörder hat schliesslich 156 Morde in
Texas und anderen Staaten der USA so genau geschildert, dass es für die Kripo keinen Zweifel an Lucas
Täterschaft geben kann. Nebenher wurden auch einige Fälle von Liebespaarmorden geklärt. Es stellte sich
heraus, dass Lucas zeitweilig den 36jährigen Ottis Toole zum Begleiter hatte. Wenn sie ein Liebespaar
überfielen nahm sich der homosexuelle Toole immer die Männer vor Lucas verging sich stets nur an Frauen.
Er hat sie erschossen, erwürgt oder erstochen ehe er sich an den Leichnamen sexuell vergnügte. Ob die
Arzte, die den gemeingefährlichen Sexualmörder auf die Menschheit losliessen zur Rechenschaft gezogen
werden ist nicht bekannt.

Was im alten China als schwerstes Sexualverbrechen galt

Bei den einzelnen Völkern bestehen erhebliche Unterschiede in den Auffassungen über Sexualverbrechen
und deren Schwere. In einzelnen Gesellschaften ist alles verpönt, was auch nur im entferntesten an
Pornographie erinnert, anderwärts werden ganze Tempelwände mit eindeutig pornographischen
Darstellungen geschmückt. Wiederum bei anderen Völkern sieht Ehebruch obenan auf der Liste der
scheusslichen Sexualverbrechen und einige reagieren geradezu hysterisch auf Sex in jungen Jahren.
Während es andererseits Gesellschaften gibt, die ihrer Jugend volle sexuelle Freiheit lässt wie dies in
zunehmendem Masse in der westlichen Kulturwelt der Fall ist. Bei den alten Ägyptern war Inzest zumindest
in den herrschenden Familien selbstverständlich. Im alten China war man regelrecht allergisch dagegen.
Angesichts des Lebens in Grossfamilien wurde der Begriff viel weiter gefasst, als es in Europa üblich ist. So
galt es zum Beispiel als Inzest, wenn ein Mann mit der Frau von seines Vaters Cousin dritten Grades sexuell
verkehrte. In Deutschland würde man das um sieben Ecken verwandt nennen und kein Mensch hätte etwas
gegen diese Verbindung. Im alten China stand darauf schwerste Strafe. Wer beim Inzest ertappt wurde,
musste damit rechnen dass er gefesselt und von den Verwandten lebendig begraben wurde. Die anderen
Dorfbewohner halfen dabei.

Die abscheulichen Untaten eines Sexualverbrechers

Die Geschichte kennt eine Reihe von Massenmördern, deren Untaten sexuellen Hintergrund haben. Auf die
Bezeichnung oder Schlimmste haben sicherlich mehrere dieser Verbrecher Anspruch. Im 15 Jahrhundert
wütete in Frankreich Gilles de Rais der einer Schätzung zufolge mindestens zweihundert Kinder zumeist
Jungen auf dem Gewissen haben soll. In anderen Quellen wird sogar von achthundert gesprochen. Bevor de
Rais die Knaben ermordete missbrauchte er sie sexuell auf verschiedene Weise. Und noch ehe sie starben
verstümmelte er sie mit einem Messer. Nachdem er viel über das unzüchtige Leben römischer Kaiser
gelesen hatte, entschloss er sich, ebenfalls ein Leben voller Päderastie, Lustmorde an Kindern.
Leichenschändung, Teufelsanbetung, Kirchenschändung und Mystizismus zu führen. Gilles de Rais der als
grosser Gelehrter galt, trug den Titel eines Marschalls von Frankreich. Im Jahre 1440 wurde er vor das
Tribunal des Bischofs von Nantes gestellt und zum Tode durch Erhängen verurteilt. Nach anderen Quellen
soll er den Tod auf dem Scheiterhaufen gefunden haben.

Das Sexualverbrechen gilt als zuwenig erforscht

In Zeitungen und Zeitschriften findet man immer nur Berichte von besonders spektakulären
Sexualverbrechen. Ein ganz erheblicher Teil bleibt unerwähnt oder wird allenfalls im Lokalblatt mit einem
Gerichtsbericht abgetan. Wenn mal ein Täter zu einer meistens lächerlich geringen Strafe verurteilt wird.
Und ein ganz grosser Teil der Sexualvergehen und verbrechen werden überhaupt nicht angezeigt. Die
Dunkelziffer ist nach Meinung von Experten sehr hoch. Auch in der Kriminalliteratur herrscht auf diesem
Gebiet ein grosser Nachholbedarf. Polizei und Gerichte befassen sich zuwenig mit diesem Thema weil es
dazu kaum Fachbücher gibt. Diese Klage wird vor allem auch in England erhoben wo ein Autor noch 1965
feststellte dass es nicht ein einziges Buch auf dem Markt gäbe, das sich ausschliesslich mit dem Thema
Vergewaltigung befasst. Auch aus den USA liegen Klagen darüber vor, dass die dort häufige Vergewaltigung
einzelner Frauen durch eine ganze Bande kaum literarische Beachtung gefunden hat. Die theoretischen
Fortbildungsmöglichkeiten junger Beamter sind dadurch recht beschränkt.

Strafen für Sexualvergehen sehr unterschiedlich in den USA

Es liegt in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika begründet dass von einem Ihrer Staaten
zum nächsten erhebliche Unterschiede in den Rechtsauffassungen und dementsprechend in den
verhängten Strafen bestehen. Es gibt heute noch gültige Gesetze aus der Pionierzeit, die längst jede
Bedeutung verloren haben. Vor allem auf sexuellem Gebiet bestehen Strafbestimmungen die dem
modernen Menschen lächerlich vorkommen. Da gibt es Strafen für das Aufhängen von Unterwäsche zum
Trocknen dort, wo man sie sehen kann. Stellenweise ist es verboten dass sich eine Frau einem Manne auf
den Schoss setzt. Es sei denn sie legt ein dickes Kissen unter. Eine der Schwierigkeiten im föderativen
System liegt auch in den grossen Unterschieden zwischen den Gesetzen der einzelnen Staaten. Übeltäter
ziehen es häufig vor sich in Staaten mit einer laxen Gesetzgebung zu verziehen zumal nach
amerikanischem Recht die Polizeigewalt mit wenigen Ausnahmen des einen Staates an der Grenze des
nächsten endet. Hier einige Beispiele: In Virginia kostet der Geschlechtsverkehr eines verheirateten Mannes
mit einer unverheirateten Frau zwanzig Dollar Geldstrafe, in Arizona kann man dafür bis zu drei Jahren im
Gefängnis landen, North Dakota und Rhode Island sehen dafür dreissig Tage Gefängnis bzw. zehn Dollar
Geldstrafe vor. Homosexuelle bezahlen in New York geringfügige Geldstrafen, wenn sie angezeigt werden;
In Nevada kann es dafür lebenslänglich geben! In einigen Staaten beträgt das Mündigkeitsalter zwölf, in
anderen einundzwanzig Jahre.

Den Penis anfassen schwerste Strafen für Frauen

In unserer Gesellschaft findet niemand etwas dabei, wenn eine Frau den Penis des Mannes berührt,
streichelt, ihn küsst und auch mehr tut. Die meisten Männer mögen es, und zum Glück gibt es viele Frauen,
die es gern tun. Aber wie gegen alle schönen Dinge haben sich (missgünstige?) Religiös verblendete
Gesetzgeber auch dagegen ausgesprochen. Die wahrscheinlich schwersten Strafbestimmungen finden wir
in den alt jüdischen Gesetzen, die bei orthodoxen Juden auch heute noch strikt befolgt werden. Im
Gegensatz zu anderen Völkern, bei denen der Phallus von Frauen angebetet wird ist es für die jüdische Frau
ein schweres Verbrechen, die geheiligten Genitalien ihres Gatten mit der Hand zu berühren. Ursprünglich
wurde einer Frau, die ein solches Verbrechen beging, die Hand abgehackt. Welche Strafen heute Juden
intern dafür vollzogen werden ist unbekannt.

Der seltsamste Rechtsanspruch

Dafür wird sich so mancher interessieren. Es gibt tatsächlich Gesetze, die einen Rechtsanspruch darauf
garantieren dass ein Mann seine Konkubine (eine in einer dauernden ausserehelichen
Geschlechtsgemeinschaft lebende Frau) im ehelichen Heim unterbringt. Jedenfalls findet ein geschickter
Anwalt mancherorts dafür eine gesetzliche Grundlage heraus. In vielen Gesellschaften läuft dieser Typ des
Vergehens unter dem Generalbegriff: Ehebruch mit mehr oder weniger schweren Folgen oder man hat das
Mitbringen der Konkubine legalisiert, wie es in Panama der Fall war. Immerhin erscheint bemerkenswert
Belgien hat als einziges Land die Unterbringung der Nebenfrau im ehelichen Heim für so scheusslich
befunden, dass man den Tatbestand genau beschreibende Einzelheiten in die Scheidungsgesetze aufnahm.

Das wirkungsvollste Sterilisationsgesetz

Der Preis für den Erlass des wirkungsvollsten Sterilisationsgesetzes fällt ohne Zweifel und ohne ernsthafte
Konkurrenz von anderer Seite der nationalsozialistischen Regierung Deutschlands zu. Zunächst gab es ein
Kastrationsgesetz vom 24 November 1933. Danach konnte ein Mann über 21 Jahre kastriert werden, wenn
er 1 wegen erzwungener Unzucht mit anderen wegen Schändung von Kindern oder wegen eines anderen
Sexualverbrechens zu wenigstens sechs Monaten Zuchthaus verurteilt wurde, und wenn er überdies wegen
eines gleichen Deliktes vorbestraft war und deshalb als gefährlicher Sexualverbrecher eingestuft wurde oder
2 wenn er zu nicht weniger als einem Jahr Zuchthaus verurteilt und überdies als gefährlicher
Sexualverbrecher eingestuft wurde, oder 3 wegen Lustmordes. Das deutsche Gesetz zur Verhütung
erbkranken Nachwuchses wurde im Juli 1933 verkündet und trat ab 1 Januar 1934 in Kraft. Unter diesem
Gesetz wurden mehr Sterilisationen vorgenommen als unter allen anderen Sterilisationsgesetzen der Welt
zusammen. In einer langen Liste war zusammengefasst, was als erbkrank galt und deshalb durch
Sterilisation an der weiteren Ausbreitung gehindert wurde. Unheilbarer Schwachsinn, Schizophrenie,
manischdepressiver Wahnsinn, vererbte Epilepsie, Huntington's Chorea = Veitstanz erbliche Blindheit und
Taubheit, schwere vererbbare körperliche Gebrechen. Auch schwerer Alkoholismus galt als Grund für die
Sterilisation. Nach unsicheren Schätzungen sind zwischen 1934 und 1945 200000 bis 2000000
Sterilisationen vorgenommen worden.
Prostituierte zahlten ihr halbes Vermögen an die Kirche

Der Streit darüber, ob Prostituierte Steuern zahlen sollten oder nicht und wenn ja, wie man ihre Einnahmen
kontrollieren könnte, ist uralt. Im Mittelalter und noch lange danach wurde die Prostitution in Spanien.
Portugal, Deutschland, in der Schweiz und anderen Ländern besteuert. Den Vogel schoss wohl der Papst
Clement 11 ab, der eine Bulle erliess der zufolge die Hälfte des Vermögens einer verstorbenen Prostituierten
an die katholische Kirche abzuführen war, wenn die Dame nicht schon zu Lebzeiten entsprechende
Zahlungen an die Kirchenkasse geleistet hatte. Auch viele Städte und Gemeinden betrachteten Bordelle und
einzeln arbeitende Prostituierte als gute Quellen für die Aufbesserung der öffentlichen Kassen. Andererseits
gab es aber auch Bestimmungen die einen Bordellbesuch für steuerlich absetzbar erklärten. So geschehen
im 15. Jahrhundert in Nürnberg. Sogar auf amtlichen Abrechnungen über Reisespesen tauchten früher die
Ausgaben für derlei Vergnügungen auf. So ist die Abrechnung eines Gerichtsdieners in Erinnerung, der
einen Gefangenen in eine andere Stadt zu transportieren hatte. Neben sorgfältigen Aufstellungen der
Ausgaben für Essen und Trinken sowie die notwendigen Übehrnachtungen heisst es im Text etwa: „Han
auch gebicket, tut 3 Groschen“.

Für Prostituierte oben ohne vorgeschrieben

Schon im alten Griechenland gingen die Hetären anders gekleidet als die braven Ehegattinnen nämlich,
oben ohne. Aus dem Mittelalter sind die Vorschriften verschiedener Städte bekannt wie Prostituierte sich zu
kennzeichnen hatten. In Bern und Zürich trugen die Damen rote Kappen, in Wien gelbe Schulterstücke, in
Piemont eine gehörnte Mütze und in Lyon einen roten Armstreifen. Im Venedig des 15 Jahrhunderts
verfügten die Behörden dass Prostituierte mit völlig nackten Brüsten an ihren Fenstern sitzen mussten. Die
Anordnung hatte aber nicht den Zweck, Prostituierte als solche kenntlich zu machen. Vielmehr sollten junge
Männer zur holden Weiblichkeit hingelockt werden um nicht der unnatürlichen Verirrung der Homosexualität
zu verfallen.

Wie man in China der Prostitution zu Leibe rückte


Durch die Jahrhunderte hat das alte China als nachgerade klassisches Land der Prostitution gegolten. Ihr
wurden viele literarische Denkmäler gesetzt. Die Skala reichte von der Kinder und der Armenprostitution bis
hin zu hochbezahlten Edelnutten, die es an politischem Einfluss mit den Mätressen der französischen und
anderer Könige aufnehmen konnten. Nach der kommunistischen Revolution wurde 1949 jede Form der
Prostitution systematisch ein für allemal ausgerottet. Der chinesische Normalbürger wird von den neuen
Machthabern dazu angehalten, im neuen China ein sexuell reines Leben zu führen. Indessen hatten einige
der bisherigen Prostituierten Glück. Wenn sie etwas musikalisches Talent aufwiesen. Wurden sie zu
Mitgliedern der Pekinger Oper umgeschult. Die übrigen wurden zwangsweise zur Arbeit in Fabriken und in
der Landwirtschaft geschickt. Unterdessen hatte sich eine andere Form der Prostitution entwickelt wie das ja
immer so ist- wird ein Bordell geschlossen, tut sich ein anderes hinter neuer Vorderfront auf Tanzhallen
nannte man die Vergnügungsstätten alsbald. Aber ab 1953 waren auch diese den prüden, roten
Machthabern nicht mehr genehm. Die Tänzerinnen mussten den Weg in die Fabriken oder in die
Landwirtschaft antreten.
KAPITEL 5
Phänomenales aus der Sexologie
Der berühmteste Sexologe

Dieser Zweig der Wissenschaft ist so jung dass man sich über seine korrekte Bezeichnung noch nicht ganz
einig ist Sexualforscher sagen die einen Sexologe die anderen. Bleiben wir dabei Interessant mag sein dass
die Sexologie früher oft im Bereich der Psychiatrie angesiedelt wurde. Ausgerechnet nicht wahr? Der
Vorläufer aller Sexualforschung jener sagenhafte van de Velde hat mit seinem eher bürgerlich betulichen
Werk über -Die vollkommene Ehe- den Grundstein zu der Breitenwirkung gelegt die Sigmund Freud (1856-
1939) mit seinen mehr akademischen Theorien nicht erzielen konnte. Der unbestritten Grösste auf diesem
neuen Feld aber war und ist Alfred CharIes Kinsey. Mit seinem berühmten Kinsey Report über das sexuelle
Verhalten des Mannes (1948) und der Frau (1953) hat er Forscher-Neuland betreten. Natürlich hat es nicht
an Kritik gefehlt. Vor allem die Kirchen wetterten gegen ihn und seine unbestechliche Offenheit. Es gibt
keinen Sexologen in der modernen Welt der nicht Irgendwie In Kinseys Schuld steht weiI man eben oft
immer gern auf seine Forschungsergebnisse zurückgegriffen hat. Obwohl viele seiner Daten und die daraus
gezogenen Schlussfolgerungen heute überholt sind hat sich doch eine neue Generation aufgetan um in
seinem Sinne weiter zumachen. Das gilt für Shere Hite. In den USA ebenso wie für eine Reihe inzwischen
bekannter Sexualforscher In Deutschland. Kinseys Institut hat als Modell gedient für eine Reihe von
sexualkundlichen Einrichtungen die es inzwischen an vielen Universitäten der Welt gibt.

Das berühmteste Sexualkunde-Institut der Welt

Es überrascht kaum dass Angesichts von Kinseys Beiträgen zur Sexualkunde das von ihm an der
Universität von Indiana gegründete Institut als das berühmteste der Welt gilt. Manchmal spricht man noch
vom Kinsey-lnstitut, obwohl die korrekte Bezeichnung -Institut für Sexualforschung- lautet. Es spricht auch
für den Ruf den Kinsey in aller Welt geniesst dass man vielfach meint sein Institut sei nach seinem Tode
aufgelöst worden. Nein es arbeitet in seinem Sinne weiter sammelt Daten über das menschliche
Sexualverhalten nach ausgeklügelten Methoden und wertet sie aus. Treuhänder verwalten das Institut. Es
arbeitet ohne Gewinnabsicht. Einen grossen Teil der Arbeit nimmt die Verwaltung und der weitere Ausbau
eines gewaltigen Archivs zum Thema Sexualität ein. Da gibt es sexologische und erotische Literatur. Filme,
Zeichnungen. Gemälde, Kunstgegenstände. Tagebücher. Nippes, Liebesbriefe, Schallplatten und anderes
mehr. In den letzten Jahren sind die Archivbestände dadurch erweitert worden, dass viele Polizeibüros
beschlagnahmtes Material sexuellen Inhalts zur Verfügung stellten. Vom Stab des Institutes werden Bücher
und Berichte über den jeweiligen Stand der Forschungen laufend veröffentlicht.

Die erste genaue Untersuchung über Erregung und Orgasmus

Der Streit darüber, ob die Frau einen Orgasmuspunkt hat oder zwei, nämlich den Kitzler und den
sogenannten Graefenberg Punkt -oder besser auch G-spot genannt- im vorderen oberen Drittel der Scheide.
Wogt seit langem hin und her. Der deutsche Gynäkologe E. Graefenberg nach ihm wurde auch ein zur
Verhütung der Schwangerschaft in die Gebärmutter höhle eingelegter Ring aus Silberdraht benannt,
erkannte in der Scheide einen zweiten Punkt, von dem her ein Orgasmus ausgelöst werden kann. Demnach
gäbe es doch den Unterschied zwischen einem klitoralen und einem vaginalen Orgasmus der Frau. Dafür
spricht die Tatsache dass Frauen denen man die Klitoris amputiert hat –bei einigen Völkern immer noch
Brauch-, trotzdem orgasmusfähig sein sollen dagegen spricht der Teil der Forscher und Arzte, die an der
bisherigen Lehrmeinung von nur einem Orgasmuspunkt, nämlich dem der Klitoris, Festhaften möchten. Da
der G-spot in der Scheide der meisten Frauen nur schwer zu ertasten bis kaum zu finden ist, wird dieser
Theorie um so heftiger widersprochen. Warum eigentlich? Es gibt ja auch Kitzler, die sich kaum ertasten und
finden lassen. Eine erste genaue Untersuchung über die Physiologie der Erregung und des Orgasmus bei
der Frau haben Masters und Johnson durchgeführt. Was vor ihnen geschah, kann man nur als Stückwerk
betrachten. Sie haben in ihrem 1966 erschienenen Werk Human Sexual Response (Die Sexuelle Reaktion)
den Schluss gezogen dass es nur einen Typ des weiblichen Orgasmus gibt, ganz gleich wie und wodurch er
hervorgerufen wird. Vielleicht hatten sie noch nichts von Dr. Graefenberg gehört?
Die erste Orgasmus Beobachtung fand in Amerika statt

Es ist wenig bekannt, dass trotz aller Behinderungen durch sexfeindliche Kreise die Sexualforschung in den
USA schon im frühen 19 Jahrhundert einsetzte. Ab 1870 wurde es möglich -wenn auch nur im engsten
Kreis-, den menschlichen Koitus unmittelbar zu beobachten. Im August 1872 beobachtete Dr. Beck den
Orgasmus einer Frau direkt. Er war dabei, eine Patientin mit einem Pessar auszustatten, um eine
Rückwärtsneigung der Gebärmutter zu korrigieren die Patientin bat ihn um äusserste Vorsicht, weil sie sonst
einen Orgasmus haben würde. Die Wahrscheinlichkeit war angesichts ihres nervösen und leidenschaftlichen
Temperamentes durchaus gegeben. Aus wissenschaftlicher Neugier beschloss Dr. Beck, in der Frau einen
Orgasmus zu provozieren und zu beobachten, was dabei geschah. Ich rieb mit dem rechten Zeigefinger drei
oder viermal schnell über Gebärmutterhals und Schamberg hinweg, als fast unmittelbar der Orgasmus ein
setzte. Dr. Beck berichtete seine Beobachtungen im St Louis Medical und Surgical Journal für September
1872. Leider liegt uns der Text nicht vor. Sicherlich hätten sich interessante Vergleiche ziehen lassen
zwischen den Beobachtungen jenes Arztes und denen, die hundert Jahre später von inzwischen weitaus
erfahreneren Forschern angestellt wurden.

Die Sexologen die den Orgasmus am meisten beobachtet hatten

Sie fingen mit Prostituierten an zu arbeiten. Acht Frauen und drei Männer aus den Kreisen der käuflichen
Liebe waren die ersten Objekte, die sich beim Koitus beobachten und die ihre Reaktionen beim Orgasmus
durch Instrumente messen liessen Sie taten es für einen gewissen Dr. Masters, der 1954 mit einem
Sexualforschungsprogramm begann. Bis dahin war er Gynäkologe gewesen und hatte sich darauf
spezialisiert, Frauen nach ihren Wechseljahren mit Hormonen zu behandeln. Per Inserat suchte er für die
geplanten Sexualforschungen eine Assistentin und fand sie in Virginia Johnson, die später seine Frau
wurde. Innerhalb von zwölf Jahren haben Masters und Johnson -wie sie in Fachkreisen immer noch heissen-
mehr als 10000 männliche und weibliche Orgasmen beobachtet und aufgezeichnet Es gelang ihnen, für ihre
Versuche eine Truppe von nicht professionellen Freiwilligen heranzuziehen, die schliesslich auf fast 700
Personen angewachsen war.

Zuschauen beim Koitus das Tabu aus Forschungsgründen durchbrochen

Bei manchen Völkern so den meisten noch unberührt lebenden Indianerstämmen Südamerikas, spielt sich
der Geschlechtsverkehr in aller Öffentlichkeit ab. Kopulierende Paare auf der Schilfmatte machen sich nichts
daraus, wenn ihnen andere dabei zuschauen. Doch scheint es aus bisher unbekannten Gründen bei den
allermeisten Menschen ein Tabu zu geben. Sie lassen sich nicht oder nur in Ausnahmefällen -man denke an
Gruppensex! von anderen bei ihrer erotischen Betätigung zusehen. Die Forscher wollten es aber auch auf
diesem Gebiet ganz genau wissen und hatten schliesslich Erfolg damit. Kleine Gruppen und Einzelpaare
liessen sich hingegen beim Koitus beobachten. Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, mit Kontakten und
Messgeräten an den Genitalzonen den Geschlechtsakt zu vollziehen. Erst der Überzeugungskraft der
amerikanischen Sex Forscher William Masters und Virginia Johnson gelang es, dieses Tabu in grossem
Umfange zu durchbrechen, um bei Hunderten von Männern und Frauen bisher unbekannte Daten über den
technischen Ablauf des Koitus zu sammeln.

Die erste Studie über psychosexuelle Störungen

Das stark umstrittene Buch de Sades -Die 120 Tage von Sodom- wird häufig von Leuten verurteilt die es gar
nicht gelesen haben und allenfalls Auszüge aus dem Inhalt aus zweiter Hand kennen. Medizinische und
wissenschaftliche Autoritäten bewerten die Schrift als die erste detaillierte Studie über sexuelle Psychopathie
(Abartigkeit des geistig-seelischen Verhaltens), die jemals geschrieben wurde. Vor allem wird die
vollständige Art der Beschreibung hervorgehoben. Bis in die kleinste Einzelheit werden 600 Arten
ausgefallener sexueller Aktivitäten geschildert. Fachleute wie der Sexualwissenschaftler Bloch waren der
Meinung, dass dem Marquis de Sade für dieses Werk ein Platz in der vordersten Reihe der Autoren des 18
Jahrhunderts eingeräumt werden müsste.
Wie das Erröten erstmalig als sexuelles Phänomen untersucht wurde

In einer im Jahre 1897 erschienenen pädagogischen Fachzeitschrift befasst sich G.E. Partridge mit dem
Erröten. Er hatte 254 Fälle gesammelt und untersucht wovon 213 junge Frauen und Mädchen betrafen.
Dabei entdeckte er die erstaunliche Tatsache, dass das Erröten sich nicht nur auf das Gesicht erstreckt
sondern eine allgemeine physiologische Reaktion darstellt und die auch mehrere Körperteile erfassen kann.
Dem Erröten des Gesichtes können viele andere Symptome vorausgehen wie Zittern in der Hüftgegend,
Schwäche in den Gliedern, Druckgefühle, Erschaudern, Druck oder Klopfen im Brustkorb, eine warme Welle
von den Füssen aufwärts, Flattern in der Herzgegend, Aussetzen des Herzschlages, dem sich eine erhöhte
Schlagfolge anschliesst, allgemeines Kältegefühl, dem eine Hitzewelle folgt, Schwindelgefühle, ein
Kitzelgefühl in Zehen und Fingern. Taubheitsgefühle auf der Haut die manchmal in die Kehle steigen.
Flimmern vor den Augen, Ohrensausen, ein prickelndes Gefühl im Gesicht und Druck im Kopf. Wie man
weiss hatte Darwin sich schon früher mit dem Erröten befasst war dabei aber verschiedenen Irrtümern auf.

Die älteste Diskussion über die verschiedenen Frauentypen

Eine ganze Reihe von Erkenntnissen vielleicht auch echten Erfahrungswerten hilft dem europäischen Mann
beider Beurteilung dieses oder jenes Frauentyps. Die stupsnäsige Frau hat meistens einen runden Po und
die Vagina ziemlich weit hinten. Die hakennäsige Frau neigt zu flachem Hintern und knochigen Hüften mit
einer ziemlich weit vorn angesetzten Scheide und so weiter, über bestimmte Frauentypen und ihre sexuellen
Charakteristika ist schon in frühen Zelten diskutiert worden. So ist von dem grossen Gelben Eroberer ein
Zwiegespräch berichtet das er mit der göttlichen Lehrmeisterin führte und das niedergelegt wurde in dem
Werk Su Nu über die richtige Frau. Frauen die man besser meidet. Wenn das Schamhaar grob und steif ist
wenn es wild nach allen Seiten spriesst diese Frau ist unpassend. Wenn die Lippen der Vagina nicht das
Jadetor bedecken wenn sie nach unten hängen wenn die Sekretionen durchdringend riechen dann sind
solche Frauen schädlich. Ein einziger Geschlechtsverkehr mit solch einer Frau nutzt den Jadestamm so ab
wie hundert Schlachten mit einer guten Frau. Frauen die man suchen soll. Eine junge Frau ist die beste
Wahl für jeden Partner und sie sollte eine Jungfrau sein deren Blumenfeld unbesamt ist. Dann stehen ihre
Brüste hoch denn sie sind noch nicht gemolken und ihre Yin-Essenz ist unverdorben. Ihr Fleisch sollte fest
ihre Haut gut geölt und seidig anzufassen sein und ihre hundert Gelenke sollten leicht und sanft in ihren
Bewegungen sein.

Wann der Tripper am frühesten erwähnt wurde

Die Gonorrhöe -Im Volksmund besser als Tripper bekannt- ist eine uralte Geschlechtskrankheit. Einer nicht
bewiesenen Theorie zufolge soll sie beim Geschlechtsverkehr mit Perl- oder Truthühnern, wie er im Orient
beobachtet wurde auf Menschen übertragen worden sein. Moses- Hippokrates- der römische Arzt Cornelius
Celsus ein Zeitgenosse Christi und die späteren arabischen Ärzte hatten alle damit zu tun. Jedoch hielten
sie den Tripper für eine gewöhnliche Hautinfektion. Moses verlangte allen Ernstes die vom Tripper
befallenen Leute totzuschlagen. In einem der erhalten gebliebenen Bordelle. In Alt-Pompeji wird in einer
Mauerinschrift über ein Mädchen geklagt das zwar bildschön aber innerlich wie ein Misthaufen gewesen sein
soll. Mindestens ein Autor hat die Inschrift dahingehend gedeutet, dass das Mädchen an einer
fortgeschrittenen Gonorrhöe gelitten haben muss.

Das erste Land, das die Syphilis ausrottete

Wahrscheinlich wird sich niemals klären lassen. Woher die Syphilis- auch Lues genannt, wirklich stammt.
Doch spricht vieles für die Theorie, dass Syphilis bei vielen Indianern in Amerika latent (ohne typische
Merkmale) vorhanden ist. Bei den damit angesteckten Weissen bricht sie aus. Ähnlich ist es im umgekehrten
Falle mit der Grippe, die vielen Weissen nichts ausmacht, für Indianer aber wegen fehlender Abwehrstoffe
meist tödlich verläuft. Vielfach wird angenommen dass die Seeleute des Kolumbus die Seuche. Im Jahre
1494 von Haiti aus einschleppten woraufhin sie sich rasch über ganz Europa und die von Weissen
befahrenen Teile der Welt ausbreitete. Auch nach China -In vielen Ländern der Welt ist Syphilis- vor allem
nach der Entdeckung des Penicillins erfolgreich bekämpft, aber nie ganz ausgerottet worden. Mit der
Einführung der PiIIe dem schwindenden Gebrauch schützender Präservative und der allgemeinen
Promiskuität (Geschlechtsverkehr mit verschiedenen häufig wechselnden Partnern) ist die Lues
verschiedentlich wieder stärker verbreitet. Als erstes Land der Erde meldet das moderne China, dass es dort
keine Syphilis mehr gibt. Ein englischer Arzt, dem Besuche in zehn Krankenhäusern und Gespräche mit den
dortigen Kollegen gestattet wurden bekam überall zu hören dass die Syphilis ausgerottet worden sei. Nicht
mehr seit langer Zeit und nicht mehr seit zwei Jahren bekundeten die Chinesen die nach dem Vorkommen
der Syphilis befragt worden waren. Wer heiraten will muss sich ein Gesundheitsattest besorgen in dem auch
der sogenannte Wassermanntest vorgesehen ist (inzwischen gibt es modernere und verbesserte Methoden
zur Früherkennung einer neuen oder zur Diagnostizierung einer latent vorhandenen Syphilis).

Geschlechtskrankheiten - bei den berühmtesten Persönlichkeiten

Eine grosse Anzahl berühmter und hochangesehener Männer haben die eine oder andere
Geschlechtskrankheit gehabt. Hier seien nur einige genannt Abraham, Caesar, Herodes, Tiberius, Karl der
Grosse, Karl V und Karl VIII von Frankreich, die Päpste Alexander VI, Julius 11 und Leo X. Heinrich VIII.
Erasmus, Albrecht Dürer, Iwan der Schreckliche, Richelieu, Casanova, Goethe, Schopenhauer, Schubert,
Nietzsche, Mussolini, Hitler, Gauguin, Strindberg, Oscar Wilde und so weiter. Die Liste liesse sich beliebig
ergänzen.

Wann das Sperma zuerst entdeckt wurde

Erst im 19 Jahrhundert wurde erwiesen dass Sperma etwas mit Befruchtung und Kinderzeugung zu tun hat.
Dass in dem Ejakulat von Männern etwas Lebendiges herumwimmelt wurde indessen schon 1677 von
einem Studenten in Delft entdeckt. Der junge Mann studierte bei Anton van Leeuwenhoek und hiess Ludwig
Hamm, van Hamm oder von Hammen. Die einen halten ihn für einen Holländer die anderen für einen
Deutschen. Die Entwicklung des Mikroskopes die Voraussetzung für Hamms Entdeckung war noch keine
hundert Jahre alt Leeuwenhoek galt als anerkannter Meister der damals jungen Mikroskopie, dh. der
Untersuchung aller möglichen Dinge unter dem stark vergrössernden Mikroskop. Zu ihm brachte der Student
ein Fläschchen mit Samen und wies darauf hin, dass sich in dem Ejakulat offenbar kleine Tiere bewegten.
Daraufhin untersuchte Leeuwenhoek das Ejakulat einer grossen Anzahl von Männern, gesunden und
kranken. In allen Proben wurden die kleinen Tiere entdeckt. Er beschrieb seine Feststellungen für die Royal
Society in London so -Ich habe eine so grosse Anzahl bisher unbekannter mikroskopisch kleiner Lebewesen
gesehen, dass ich sehr erstaunt bin, Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ein Teilchen der Flüssigkeit
von der Grösse eines Sandkornes mehr als Fünfzigtausend dieser Wesen enthält deren äussere
Erscheinung ich eigentlich nur als ähnlich unserem Flussaal beschreiben kann. Diese Wesen bewegen sich
mit unheimlicher Lebendigkeit. Sie ballen sich an manchen Stellen zu dicken Klumpen zusammen, dass sie
eine dunkle Masse bilden. Nach kurzer Zeit trennen sie sich wieder. Diese Lebewesen haben mein Auge
mehr in Erstaunen versetzt als alles andere, was ich bisher gesehen habe. Doch vielleicht waren
Leeuwenhoek und seine Studenten nicht die ersten Menschen, die Samenfädchen im Ejakulat zu sehen
bekamen. Es gibt Hinweise darauf, dass Roger Bacon vor ihnen schon im 14 Jahrhundert diese Entdeckung
gemacht hat. Jedoch blieb noch lange Zeit ein Rätsel, was Sperma wirklich war. Verschiedentlich glaubte
man, es handle sich um Parasiten in der Samenflüssigkeit, Speichel, Urin und andere Körpersekrete wurden
daraufhin untersucht, ob sie ebenfalls solche -Parasiten- enthielten. Andere Forscher hielten die Spermien
für Gerinnungsmittel.

Die künstliche Vagina

Unter einer künstlichen Vagina kann man sich zweierlei vorstellen. Zunächst einmal die netten Spielzeuge,
wie sie unbeweibten Männern (z.B. Seeleuten) als Masturbationshilfen angeboten werden. Zweitens aber
gibt es die medizinisch bedingte künstliche Vagina für Frauen die aufgrund eines Geburtsfehlers oder infolge
einer Erkrankung keine Scheide haben. Um einer solchen Frau eine Scheide –einzubauen-, sind
unterschiedliche chirurgische Techniken entwickelt worden. Im Laufe der Zeit sind die Methoden verfeinert
oder verbessert worden. Die erste eingehende und den Verlauf der Operation verfolgende Studie stammt
von Masters und Johnson. Einer Schätzung zufolge werden allein in den USA 20000 Frauen vermutet die
ohne Vagina zur Welt kamen. Masters und Johnson wandten die Methode an im Perineum dh. Im Damm
oder der Weichteilbrücke zwischen After und Geschlechtsteil durch immer tiefer eindringende Pfropfen das
Gewebe zu strecken und dort eine Öffnung zu schaffen wo ursprünglich keine war.
Die menschlichen Sexorgane in Kunst und Wissenschaft

Kaum etwas ist in der Menschheitsgeschichte so oft dargestellt worden wie die männlichen und weiblichen
Sexorgane. Meistens dienten diese Zeichnungen oder Plastiken magischen, religiösen oder künstlerischen
Absichten. Der Versuch die Geschlechtsteile und den Begattungsakt in einem streng wissenschaftlichen
Sinne zeichnerisch darzustellen, ist relativ jungen Datums. Der erste der es wagte die menschlichen
Geschlechtsorgane beim Koitus in allen Einzelheiten darzustellen, ist wahrscheinlich Leonardo da Vinci
gewesen. In seiner Zeichnung ist als anatomische Absonderlichkeit eine Röhrenverbindung zwischen Brust
und Bauchhöhle zu erkennen, an deren Existenz man zu seiner Zeit noch glaubte. Die wirkliche Verbindung
zwischen diesen beiden Körperpartien hat man erst in neuerer Zeit erforscht. Sie wird durch das Hormon
Oxytozin bewirkt das vom Hirn als Reaktion auf die Stimulierung von Brust oder Vagina abgesondert wird.

Der Gebärmuttervorfall und seine erste Erwähnung in einem medizinischen Lehrbuch

Gebärmuttervorfall ist bei Frauen von jeher vorgekommen. Schon der grosse Hippokrates hat sich damit
befasst und folgende Zustandsbeschreibung hinterlassen -Wenn sich die Gebärmutter bis unter den
Hüftknochen senkt und sich nicht von selbst auf ihren Platz zurückzieht dann trocknet sie aus; Ihr Eingang
verschliesst sich. Mit dieser Lageveränderung und dem Verschluss geht einher, dass sie verhärtet sich
zusammen zieht und Ihre Gestalt verliert. Der normale Weg für das Menstruationsblut ist versperrt, es wird
gegen die Brüste zurückgedrängt die dadurch schwer werden. Hippokrates beschreibt dann in seinem 2
Buch wie diese Erkrankung zu Korpulenz. Zu Brustkrebs, zu Geistesstörungen und schliesslich zum Tode
führen kann. Bei den Griechen wurde die vorgefallene Gebärmutter ausgeräuchert mit Knoblauch, Tran und
Kräutern behandelt. Man bemühte sich auch, den Muttermund mit glatten Stäbchen aus Pinienholz, -die glatt
und rund wie irgend möglich und ohne Splitter sein mussten- zu öffnen. Inwieweit die Bemühungen der Arzte
in der Antike Erfolg hatten, ist nicht aufgezeichnet worden. Heute gehören solche Vorfallerscheinungen zu
den relativ seltenen Erkrankungen, Chirurgen haben kaum Schwierigkeiten, die gedehnten Bänder und
Muskeln entsprechend zu kürzen.
Das Geschlecht bei Pflanzen wurde einst von der Wissenschaft bestritten

Die Naturphilosophen sind von jeher unglücklich darüber gewesen, dass es so etwas wie Sex überhaupt
gibt. Eine puritanische Theologie und eine geradezu perverse Lust daran, alles Fleischliche abzutöten,
haben dazu geführt dass man nur dem Menschen Fleischeslust nachsagte. Eben als -Erbsünde- Tiere
hingegen sollten, anders als bei den Menschen Mann und Frau es tun, -unschuldig-, das heisst ohne
Lustgefühle miteinander kopulieren. Die –Erbsünde- der geschlechtlichen Lust war dem Menschen
vorbehalten. Und dieser Schwachsinn wurde seit Jahrtausenden verbreitet und was noch schlimmer ist
sogar geglaubt. Gelegentlich haben sogenannte Wissenschaftler auch abgestritten, dass Tiere bisexuell
miteinander verkehren. Dabei ist dies ganz eindeutig der Fall Diese Wissenschaftler haben nur nicht genau
hingesehen. Vielfach -und das erscheint noch halbwegs verständlich- wurde behauptet dass es bei Pflanzen
kein Geschlecht gäbe. Der grosse Naturphilosoph des Mittelalters, Albertus Magnus schrieb sieben Bücher
über Pflanzen aber Sechsundzwanzig über Tiere. Er stritt ab dass es bei Pflanzen ein Geschlecht bzw. zwei
Geschlechter gäbe. (Aber der grosse Wissenschaftler hat auch behauptet Wiesel würden durch das Ohr
befruchtet und durch den Mund geboren!).

Das Geschlecht bei Pflanzen - zum ersten Male festgestellt

Es war ein Schock für die Verfechter der Meinung Pflanzen hätten kein Geschlecht und unterlägen daher im
Gegensatz zum mit der Erbsünde der Fleischeslust behafteten Menschen nicht der Versuchung niederer
Instinkte als 1695 Rudolf Jakob Camerarius mit der Erkenntnis an die Öffentlichkeit trat dass die
Staubgefässe der Blumen den männlichen Geschlechtsorganen der Tiere und die Stempel den weiblichen
entsprächen. Vierzig Jahre später stellte Linnaeus die These auf dass im Frühling wenn die helle Sonne
höher steigt bis zum Zenith auch die Pflanzen von Liebesgefühlen befallen werden. Dabei hatte Linnaeus
nicht die leiseste Ahnung davon wie das Geschlechtsleben der Pflanzen funktioniert. Welche Macht eine
über die Sitten wachende Obrigkeit ausüben kann sollte 1787 Konrad Sprengel, stellvertretender Rektor
einer Schule in Spandau erfahren. Er veröffentlichte einen Essay unter dem Titel. Das kürzlich enthüllte
Geheimnis der Natur in der Struktur und der Befruchtung der Blüten. Zum ersten Male wurde die Illusion
vernichtet Pflanzen seien frei von Sex. Sprengel wagte es die Blüten der Pflanzen mit den
Geschlechtsorganen der Tiere zu vergleichen. Er beschrieb auch wie bei den Pflanzen der
Geschlechtsverkehr abläuft wobei Wind und Insekten als Zwischenträger fungieren. Ein Aufschrei der
(kirchlich gelenkten) Behörden war die Folge. Sprengel wurde seines Lehramtes enthoben, und sein Buch
wurde konfisziert! Einige grossherzige Bürger von Spandau erlaubten dem armen Sprengel der es gewagt
hatte, wider den Stachel der geltenden Wissenschaft zu löken sich seinen Lebensunterhalt als
Nachhilfelehrer ihrer Kinder zu verdienen.

Der erste wissenschaftliche Bericht über die Sterilisation eines Kamels

In den Schriften des Aristoteles gibt es eine Stelle die die Einführung einer bestimmten Vorrichtung in die
Gebärmutter eines Kameles schildert. Damit kann eigentlich nur eine empfängnisverhütende Massnahme
gemeint worden sein. Ein moderner Autor meint jedoch heraus zulesen dass jene TextsteIle in Wirklichkeit
die Entfernung der Eierstöcke des Kamels beschreibt.

Wie man der externen Befruchtung auf die Sprünge kam

Spallanzani ergriff 165 weibliche Frösche beim Akt der Kopulation (heute wäre der Versuch fast unmöglich.
Denn wo gibt es noch so viele Frösche?) Er schnitt die Tiere auf, entnahm ihnen die Eier, die in den Körpern
verblieben waren und legte sie ins Wasser. Bald waren alle verfault. Damit war bewiesen, dass die Eier wohl
kaum im Froschleib befruchtet wo, den sein konnten. Jene Eier aber. Die während des
Befruchtungsvorganges den Körper des weiblichen Tieres bereits verlassen hatten, entwickelten sich zu
normalen Kaulquappen. Spallanzani experimentierte sehr sorgfältig um herauszufinden, ob der Laich (Eier
von Wassertieren) im Augenblick des Austretens oder erst später befruchtet wurde. Auf diese Weise
demonstrierte er das Phänomen der externen Befruchtung die es weiterhin im Tierreich bei den
unterschiedlichsten Tierarten gibt. In einem ausgeklügelten und oft zitierten Versuch versah der Forscher
einige Frösche mit kleinen Hosen aus Ölhaut, während andere unbekleidet blieben. Dann brachte er alle
Männchen mit begattungsreifen Weibchen zusammen. Es konnte kaum überraschen, dass der Laich der
während der Kopulation mit einem Froschmann austrat, der dabei die Hosen anbehielt, unfruchtbar blieb.
Die Eier waren nicht mit dem Samen in Berührung gekommen, den man verschiedentlich in Tropfenform in
den Hosen vorfand.

Geschlechtsumwandlung im Embryo, der zuerst bei einer Kuh erreicht wurde

Zum ersten Male wurde im Jahre 1917 beobachtet, dass sich ein genetisch weibliche, Embryo in der Kuh in
ein männliches Wesen verwandelte als es zugleich mit einem zweiten männlichen Kalb im Mutterleib
heranwuchs. In der nichtwissenschaftlichen Literatur war das Phänomen des Freemartin oder Zwitters längst
bekannt. Solche im Mutterleib zu zwischengeschlechtlichen Wesen umgewandelten Exemplare besitzen
Samenleiter, Samenblasen und Eierstöcke. Rudimentäre Eileiter und Gebärmutter sind ebenfalls vorhanden.
Solche Zwitter entstehen, wenn die Hoden des männlichen Zwillingskalbes Androgene in den gemeinsamen
Blutkreislauf absondern.

Das Sexbuch mit dem längsten Titel

Immer wieder begegnet man Buchtiteln von unmöglicher Länge. Gleich nach der Erfindung der
Buchdruckerkunst hat man wohl bei den ersten Büchern die auf den Markt kamen, gemeint man müsse
tunlichst den ganzen Inhalt in Stichworten im Titel unterbringen. So sind Buchtitel die ein ganzes Blatt
einnahmen, keine Seltenheit gewesen. Vor allem die meistens in Latein abgefassten wissenschaftlichen
Werke zeichneten sich durch überlange Buchtitel aus. Einer der längsten Titel dieser Art, die sich entdecken
liessen, stammt von Schurig. Er befasst sich mit medizinischen Beobachtungen und Feststellungen
betreffend die weiblichen Geschlechtsteile. Muliebria Historico-Medica, hoc est Partium Genitalium
Muliebrium Consideratio Physico-Medico-Forensis, qua Pudendi Muliebris Partes tam externae, quam
internae, scilicet Uterus cum Ipsi Annexis Ovariis et Tubis Fallopianis, nec non Varia de Clitoride et
Tribadismo de Hymen et Nymphotomania seu Feminarum Circumsisione et Castratione selectis et curiosis
observationibus traduntur. A.D. Martino Schurigio, Physico Dresdensi… MDCCXXIX. Dieser Titel hat
sicherlich nur wenige fachlich Interessierte dazu verleiten können, dieses Buch zu kaufen und auch zu lesen!
KAPITEL 6
Vom Kondom bis zur Kastration
Die frühesten Verhütungsmittel

Die Sorge um die Verhütung unerwünschten Nachwuchses ist uralt in der Menschheit. Die Angst vor dem
nächsten Kind beherrschte Stammeshäuptlinge weil sie nicht wussten woher sie die Nahrung dafür erjagen
sollten. Und sie beherrschte regierende Häupter wegen der Sorgen um die Erbnachfolge. Kein Wunder also
dass man von jeher darauf sann zwar die Freuden des Geschlechtsverkehrs zu geniessen die Folgen jedoch
tunlichst zu vermeiden. Bei Kahun in EI Fayyum fand man 1889 einige Fragmente von altägyptischen Papyri
Sie gelten als die ältesten medizinischen Bücher die uns aus dem Altertum überkommen sind. Sie enthüllen
das die Frauen der höchsten Gesellschaftsklassen in der 12 Dynastie etwa 1850 vor unserer Zeitrechnung
sich Krokodilmist als Pessar in die Scheide einführten. Ferner spülten sie die Vagina mit Honig und Natron
aus und verstopften sie mit einer gummiartigen Masse. Später trat Elefantendung an die Stelle von
Krokodilmist. Diese Mittel wurden so oder in ähnlicher Zusammensetzung etwa 3000 Jahre lang nicht nur in
Ägypten sondern auch anderswo benutzt. Es ist anzunehmen dass diese Verhütungsmassnahmen nicht
ganz unwirksam waren. Honig und eine gummiartige Masse waren dazu angetan die beweglichen Spermen
zu lähmen Krokodildünger. Ist leicht alkalisch und unterscheidet sich damit nicht wesentlich von dem
chemischen Inhalt eines in die Scheide eingelegten Schwämmchens in der Neuzeit. Im Papyrus von Ebers
(etwa 1550 vor unserer Zeitrechnung) finden wir ein Rezept für die Anwendung von Wattetampons die mit
dem Saft der fermentierten Spitzen von Akazienblüten getränkt waren. Und das war nichts anderes als
flüssige Säure.

Eine einfach lächerliche Methode der Empfängnisverhütung

Eine der umständlichsten und sicherlich wirkungslosen Methoden zur Empfängnisverhütung hat uns der
griechische Arzt Soranus (98-138) hinterlassen. Der gute Mann hatte in Alexandria studiert und später in
Rom unter Kaiser Hadrian eine Arztpraxis eröffnet. Sehr stark frequentiert scheint sie aber nicht gewesen zu
sein. Denn der Doktor fand nebenher Zeit an die vierzig Bücher zu schreiben. Mindestens eins davon
befasste sich mit der damals noch sehr im argen liegenden Gynäkologie. Und wenn von Frauenheilkunde
die Rede ist dann darf auch ein Ratschlag zur Verhütung unerwünschten Nachwuchses nicht fehlen. Der von
Soranus stammende hört sich so an dass die Frau in dem Augenblick da der Mann seinen Samen ejakuliert,
den Atem anhalten und ihren Körper ein wenig zurückbewegen sollte, damit der Samen nicht an die
Gebärmutter heran kann. Danach sollte sie sofort aufstehen und sich mit gebeugten Knien niederhocken. In
dieser Stellung sollte sie dann ein heftiges Niesen provozieren. Hatschi! Nun ja, es gibt auch heute noch
Frauen, die glauben keine Kinder zu kriegen, wenn sie sofort nach dem Verkehr ins Badezimmer eilen, um
sich die Scheide mit eiskaltem Wasser auszuspülen. Brrrr! Wie unromantisch!

Vorrichtungen in der Gebärmutter in der Neuzeit zuerst beschrieben

Die medizinische Wissenschaft hat verschiedene Versuche unternommen, um eine Empfängnis gleich in der
Gebärmutter unmöglich zu machen. Zum ersten Male wurde 1909 eine solche Möglichkeit beschrieben.
Doch vergingen bis zu ihrer praktischen Erprobung noch einige Jahre Dr. Graefenberg und andere haben
sich in dieser Richtung bemüht. Die ersten Vorrichtungen bestanden aus silbernen Ringen (-Graefenberg-
Ring-), die in die Gebärmutter eingesetzt wurden. Auch Ringe aus Seidenfäden wurden erprobt um sie
einsetzen zu können, musste der Muttermund künstlich geweitet werden. Diese Methode erwies sich als
durchaus erfolgreich. Doch sorgten interessierte Kreise, die aus religiösen Gründen gegen jede Form der
Empfängnisverhütung sind, sehr bald für eine ungünstige Berichterstattung. Unsachgemässe Handhabung
und die in jener Zeit mangelnde Hygiene Frauen wuschen sich unten nur, wenn es sich absolut nicht mehr
vermeiden liess waren die Ursache für Entzündungen und Ausflüsse. Grund genug, den ganzen
Graefenberg-Ring zu verdammen. Inzwischen wurde dann die Pille erfunden. Die von den gleichen Kreisen
auch heute noch verdammt wird und über die in fast regelmässigen Abständen warnende und abfällige
Artikel lanciert werden.

Wie das zu allererst benutzte Kondom aussah

Hercules Saxonia erinnerte im Jahre 1597 daran, dass Fallopius eine Schutzhülle aus Leinen erfunden
hatte. Er schlug vor, dass dieses Kondom noch zu verbessern sei, indem man es mehrere Male in eine
chemische Lösung tauchte und hinterher im Schatten trocknen liess. Nach übereinstimmender Meinung der
Historiker hat Fallopius als erster das Kondom oder den Überzieher erwähnt. Jedoch ist diese Möglichkeit
zur Verhütung von Nachwuchs oder Ansteckung zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Teilen der Welt
erfunden worden. Es ist durchaus möglich, dass Überzieher verschiedener Art im alten Rom verwandt
wurden. Eine von Antonius Liberalis überlieferte Legende berichtet davon, dass Frauen ihre Vagina mit einer
Ziegenblase ausstatteten und damit schützten. Überzieher wurden in alten Zeiten zur Empfängnisverhütung,
aber auch manchmal zur Dekoration verwendet. Bekannt ist das Bildnis eines Mannes im alten Ägypten, der
einen Überzieher in verschrumpelter Form vor sich herträgt. Einige Wissenschaftler sind sogar der Ansicht,
dass sich die Verwendung von Überziehern beim Geschlechtsverkehr im alten Ägypten leicht bis in die XIX
Dynastie das ist 1350-1200 vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen lässt.

Verhütungsmittel wie sie zuerst in Griechenland erwähnt wurden


Auf der Suche nach dem Autor, der als erster Verhütungsmittel im Altertum beschrieben hat, landen wir
wieder bei Aristoteles. Er sammelte zusammen mit seiner Frau Eier von vielen verschiedenen Tieren wie
Vögeln, Insekten und Spinnen. Bei seinen vielseitigen Studien stiess er auch auf das Problem der
Empfängnisverhütung beim Menschen. Aristoteles empfahl, den Muttermund mit Öl zu bedecken und auch
das innere der Vagina damit auszukleiden. Ferner geht auf ihn die Anwendung von ägyptischem Honig und
einer gummiartigen Masse zurück. Im Zusammenwirken mit dem Öl hoffte er, die Beweglichkeit der
Spermien einzudämmen und sie von der Gebärmutter fernzuhalten. In einem gewissen Umfang hat er damit
Erfolg gehabt. Wenn sich der Eingang zur Gebärmutter blockieren liess, war eine wirksame Barriere gegen
das Eindringen der Samenfäden geschaffen.

Kondom in der Neuzeit zuerst erfunden

Nachdem Gabriello Fallopius (15231563) verstorben war, wurde 1564 sein Buch De morbo gallico (über die
Franzosenkrankheit = Syphilis) posthum veröffentlicht. In diesem Werk beschreibt der italienische Anatom
den Überzieher aus Leinen, von dem er behauptet, dass er ihn erfunden habe. Dieses Kondom war nicht wie
seine späteren Nachfolger dazu gedacht, den ganzen Penis einzuhüllen. Mit ihm wurde nur die Eichel
bedeckt, hauptsächlich um sie gegen Geschlechtskrankheiten zu schützen. Man musste die Vorhaut über
diese Schutzkappe ziehen, um sie an ihrem Platz festzuhalten. Fallopius beschreibt noch eine weitere,
sicherlich recht schwierige Anwendung seiner Schutzkappe, nämlich ihre Einführung in die Harnröhre.
Immerhin darf er sich rühmen dass seine Überzieher 1100 Männer ausprobiert hätten von denen sich nicht
ein einziger eine Infektion zugezogen hat.

Wann das Kondom erstmalig in Rom erwähnt wurde

Antonius Liberalis hat die Anwendung einer Ziegenblase als Verhütungs- und Schutzmittel aus dem alten
Rom überliefert. Dabei kann es sich um eine Anwendung durch die Frau oder den Mann gehandelt haben.
Die Geschichte beginnt bei Minos, dem König von Kreta, der ein Problem hatte in seinem Samen
schwammen Schlangen und Skorpione. Diese verletzten die Frau, mit der er liebe machte. Zum Glück war
seine Ehefrau Pasiphae immun gegen diese Tiere, sie blieb jedoch unfruchtbar. Eine Abhilfe wurde dadurch
geschaffen dass eine zweite Frau ihre Vagina mit einer Ziegenblase auskleidete. Dahinein ergoss Minos
seine Schlangen. Danach kopulierte er mit Pasiphae, die daraufhin schwanger wurde.

Wie das Kondom bei einem primitiven Volksstamm aussah

Sicherlich gibt es Völker, die ein Kondom in dieser oder jener Form benutzt haben, ohne dass uns
schriftliche Aufzeichnungen darüber überliefert worden sind. Bekannt ist die Benutzung einer Art von
Überzieher zur Verhütung unerwünschter Schwangerschaft bei den Buschnegern im ehemaligen
Holländisch Guinea. Diese Berichte sind fünfzig und mehr Jahre alt. Die Frauen schoben sich eine Schote
von etwa fünfzehn Zentimeter Länge in die Scheide. Das eine nach aussen gerichtete Ende der Schote war
abgeschnitten. Dahinein steckten die Männer den Penis. Trotz dieses hinderlichen Kondoms waren die
Mitglieder des Stammes dafür bekannt dass sie des öfteren fremdgingen.

Die erste Anwendung eines Kondoms in Frankreich

Es darf als sicher angenommen werden, dass die Eichelhülle als Vorläufer des uns bekannten langen
Überziehers schon im Jahre 1655 in Paris benutzt wurde. In Frankreich waren zeitgenössischen Quellen
zufolge auch andere empfängnisverhütende Mittel bekannt einschliesslich des Coitus Interruptus (zur
Empfängnisverhütung häufig geübte Form des Koitus, bei der das männliche Glied kurz vor dem
Samenerguss aus der Scheide herausgezogen wird). Mit dem Eichelschutz waren nicht alle einverstanden.
So schrieb Madame de Sévigné und die musste es dank ihrer Erfahrungen wissen, dass ein Kondom ein
Panzer gegen den Genuss und ein Spinnennetz gegen die Gefahr sei.

Der erste Propagandist der Empfängnisverhütung der im Gefängnis landete

Die Pächter der Moral meistens der mit dem doppelten Boden, machten von jeher Front gegen jedermann,
der wider den kirchlichen Stachel lökte und es wagte, einer vernünftigen Geburtenregelung das Wort zu
reden. Dazu gehörte natürlich die Empfängnisverhütung. Einer ihrer ersten Befürworter war ein gewisser
CharIes Knowlton, geboren 1800 in Massachusetts. Er war auch der erste Mann in der Geschichte, der dafür
ins Gefängnis kam. Knowlton gehörte zu den damals wenigen Leuten, die sich vom Einfluss der Kirche
freigemacht hatten und als sogenannte Freidenker galten. Er hat seine Heimatgegend New England bis auf
zwei Reisen nach New York niemals verlassen. Im Jahre 1832 veröffentlichte er ein klassisches Buch über
die Geburtenkontrolle Fruits of Philosophy (Früchte der Philosophie) oder Der private Begleiter
jungverheirateter Paare. Er wurde damit zum Begründer der amerikanischen empfängnisverhütenden
Medizin. Doch wurde zu seiner Zeit der Wert seines Werkes nicht erkannt. Viele Völker und weite
Bevölkerungsschichten waren noch befangen in den ihnen aufgezwungenen Vorstellungen von Religionen
denen Sex ein Graus und Empfängnisverhütung Teufelswerk war. Das Boston Medical and Surgical Journal
(ein Ärzteblatt) schrieb züchtig über die unnatürlichen Massnahmen, die hier vorgeschlagen wurden. Im Text
hiess es unter anderem. Je weniger davon bekannt wird, desto besser für die Moral in unseren Gemeinden.
Gegen Knowlton wurden drei Prozesse angestrengt. In einem Falle wurde er zu fünfzig Dollar Geldstrafe
plus Verfahrens kosten verurteilt. Ein andermal kam er in eine Besserungsanstalt.
Die unzuverlässigsten Empfängnisverhütungsmittel

Einem Frosch dreimal ins Maul zu spucken um damit eine unerwünschte Schwangerschaft zu verhüten
gehört sicherlich in den Bereich des Aberglaubens. Andererseits haben Frauen durch Generationen in ihrer
Verzweiflung und Angst vor ständigen Schwangerschaften ihre Zuflucht auch zu den unmöglichsten Mitteln
genommen. Was haben die armen Weiber untereinander nicht alles empfohlen um nicht schon wieder einen
dicken Bauch zu kriegen. Das reicht vom Niesen unmittelbar nach der Ejakulation des Mannes vom Husten
die Knie hochziehen sich in genau ostwestlicher Richtung hinzulegen bis hin zu dem Spiel mit der angeblich
sicheren Periode und ihren empfängnisfreien Tagen. Sie war und ist genauso gut oder so wirkungslos wie
ein Stossgebet im Augenblick des (männlichen) Orgasmus denn brave Frauen durften ja dabei nichts
empfinden schon gar keine Lust bis hin zu unverblümtem Optimismus. Es wird schon gut gegangen sein.
Die Sache mit den empfängnisfreien Tagen wurde vor längerer Zeit von der katholischen Kirche aufgegriffen
und als einzige nicht sündhafte Methode der Geburtenkontrolle ausser der völligen Enthaltsamkeit
empfohlen. Mit Thermometern und Tabellen sollte jede Frau die keine Schwangerschaft wünschte die
wenigen Tage zwischen zwei Perioden herausfinden an denen sie wirklich nicht verfallen konnte. Die
Methode hat sich als so unsicher erwiesen dass sie gern als vatikanisches Roulette bezeichnet wird vor
allem von denen die darauf hereingefallen sind Sperma und Eier haben nämlich ihre eigenen
Lebensgesetze.

Orale Empfängnisverhütung - seltsame Feststellungen

Interessierte Kreise und es sind immer die gleichen haben von Anfang an gegen die Pille gewettert.
Angeblich wurde damit jeglicher Promiskuität (jeglichem Fremdgehen) Tür und Tor geöffnet. Aber es fehlte
auch nicht an gelehrten Aussagen darüber, dass die Pille allerlei schreckliche Gebrechen nach sich ziehen
werde. Bekanntlich findet sich immer ein publikationssüchtiger Gutachter der gegen gutes Geld alles und
jedes im gewünschten Sinne wiederum interessierter Kreise begutachtet. Aber auch Ärzte standen seinerzeit
dieser neuen Sache vielfach hilflos gegenüber Religiöse und moralische Bedenken trugen das Ihre dazu bei.
So meldete sich eine Patientin beim Arzt weil sie jedes Mal, wenn sie nieste oder sich auch nur im Bett
umdrehte, etwas in ihrer Brust knirschen hörte. Wie sich herausstellte war ihr Brustbein lose. Der Arzt verbot
ihr zunächst einmal die Pille! In Manchester stellte ein Zahnarzt bei einer Patientin lose Zähne fest. Die Frau
hatte angeblich die Pille genommen. Eine seltsame Behauptung wurde von der Blutbank in Leeds 1968
aufgestellt. Frauen die die Pille nahmen, lieferten angeblich grünes Blutplasma. Und ein Fall, der sogar im
British Medical Journal erschien liess darauf schliessen dass die Pille so etwas wie Veits-tanz (Nervenleiden)
hervorrufen solle.

Die seltsamsten Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit

Einige der seltsamsten Ursachen für Unfruchtbarkeit liegen in besonderen angeborenen Abnormitäten von
Eiern und Sperma. Vor allem bei männlichen Samenfädchen gibt es die merkwürdigsten Verformungen.
Spermien sind normalerweise hübsch symmetrisch geformt. Sie haben einen Kopf der das genetische
Material enthält und ein Schwänzchen das für die Beweglichkeit sorgt. Doch findet man immer wieder mal
Köpfe ohne Schwänzchen oder umgekehrt kopflose Schwänze. Es gibt auch seltsam verbogene oder
verformte Köpfe. Sie sehen dann ähnlich aus wie die Spermien bestimmter Tierarten. Es kommt auch vor
dass Köpfe oder Schwänzchen paarweise vorhanden sind. Manchmal klumpen sich Spermien auf
geheimnisvolle Weise zusammen. Sie denken gar nicht daran irgend etwas zu befruchten. Die Wissenschaft
hatte versucht, den Faktor zu identifizieren der dieses Zusammenklumpen hervorruft. Dabei ging man davon
aus dass man daraus vielleicht ein Mittel gewinnen könnte; um Männer unfruchtbar zu machen. Jedoch lässt
sich der Zustand wenn er von Natur aus so ist, nicht heilen. Also bestünde die Gefahr einer ständigen
Unfruchtbarkeit, sollte es je gelingen Männer mit dem Klumpfaktor zu behandeln.
Die ersten Berichte über sterilisierte Frauen

Im Altertum wurden Männer in Ägypten und in benachbarten Ländern kastriert. Das geschah häufig und aus
unterschiedlichen Gründen. Es gibt aber auch Berichte von einem König der weibliche Eunuchen schaffen
lies indem ihnen die Eierstöcke entfernt wurden. Der griechische Historiker Strabo berichtet davon dass
diese Operation in Ägypten wohlbekannt gewesen sei. Auch bei den Nachbarn wurde sie praktiziert. Vieles
deutet darauf hin dass man diese nicht ungefährliche Operation nicht vornahm um künftige
Schwangerschaften zu verhindern. Vielmehr sollte den Frauen dadurch Ihre Jugendlichkeit erhalten bleiben.

Die brutalste Art von Kastration beim Mann

Die schwerste Form der Kastration bildet ohne Zweifel die Entfernung des Hodensackes mit den Hoden und
solche des gesamten Penis. In den arabischen Harems wurde für einen Sandali das ist ein Eunuch ohne
Hoden und Penis der höchste Preis bezahlt. Auch für die Frauenhöfe im alten China wurden Eunuchen mit
Totaloperationen bevorzugt. Diese armen Wesen waren häufig so weit verstümmelt, dass Ihnen auch der
Schließmuskel der Harnröhre zerschnitten war, so dass ihnen der Urin ständig aus dem Körper tropfte.
Andere, denen dieser Muskel erhalten geblieben war, bedienten sich eines Strohhalmes oder eines
silbernen Röhrchens, um zu urinieren.
Die mildeste männliche Kastrationsform

Auch der Begriff Kastration kann verschieden ausgelegt werden. Die einen verstehen darunter die
vollständige Entfernung von Penis und Hodensack. Für andere beginnt Kastration mit der Vernichtung eines
einzelnen Hodens. Dass diese Vernichtung häufig durch Zerschmettern oder Zerquetschen geschah, lässt
diese Art der Kastration nicht gerade in mildem Lichte erscheinen. Denn die Betroffenen haben sicherlich
furchtbar gelitten. In den Harems im alten China wurden drei Formen der Kastration vorgenommen. Die
Entfernung der gesamten männlichen Genitalien, die alleinige Amputation des Penis und das Abschneiden
der Hoden. Vielleicht kann man die zuletzt genannte Art als die mildeste, im alten China übliche Form der
Kastration ansehen.

Kastrierte Chorknaben

Eine nicht mehr nachzählbare Menge von Knaben wurde zu keinem anderen Zweck um ihre Männlichkeit
gebracht, als dass dem Chor des Vatikans, zum Vergnügen des jeweiligen Papstes die hellen Sopran
stimmen der unglücklichen Kinder erhalten bleiben sollten. Fest steht jedenfalls, dass noch bis in das Jahr
1890 hinein Knaben, die im vatikanischen Chor sangen, kastriert worden sind, damit Ihnen die süssen
Sopranstimmen blieben. Wobei man als bekannt voraussetzen muss, dass ein Kastratensopran von ganz
anderem Schmelz ist. als der normale weibliche Kastraten gab es allerdings nicht nur im Vatikanchor.
Kastrierte Männer traten verschiedentlich auf Bühnen auf und liessen sich wegen ihrer schönen Stimme
feiern.
Die berühmtesten Kastraten

Während des 16, 17 und 18 Jahrhunderts wurden die Bühnen Europas von Kastraten beherrscht die häufig
sehr reich und einflussreich wurden. Von Farinelli sagte einer seiner Zeitgenossen: Er konnte den Ton
solange halten dass manche seiner Zuhörer anfingen zu zweifeln und meinten er benütze ein heimlich
eingebautes Luftinstrument. Ein französischer Berichterstatter schrieb über Cresentini ebenfalls zu seiner
Zeit ein berühmter männlicher Sopran. Er konnte mit seinem grossen Brustkorb Luft einsaugen wie ein
Ballon. Das befähigte ihn dazu seinen Atem zehn Minuten lang anzuhalten ohne neu einatmen zu müssen.
Farinelli wurde zu einer Art Held seiner Zeit heute würden wir Star dafür sagen. Er riss seine Zuhörer hin und
genoss die Bewunderung aller. Eine Zuhörerin wurde in ihrer Loge ohnmächtig mit dem Seufzer auf den
Lippen. Es gibt nur einen Gott und einen Farinelli!. Wie man sieht ist die Bewunderung bis zur Ekstase
keineswegs eine Erfindung unserer Zeit und der Rolling Stones oder eines Elvis Presley. Jedoch würde
heutzutage sicherlich keine junge Frau mehr wegen eines Kastraten in Verzückung geraten.
Die berühmtesten Fälle von Selbstkastration

Wozu religiöser Wahnsinn die Leute treiben kann sieht man am besten an den nicht gerade wenigen Fällen
von Selbstkastration von denen die Geschichte zu berichten weiss. Zu den bekanntesten Einzelfällen gehört
der des Origen der sich in einem Anfall von religiöser Verzückung selbst entmannte, weil er eine TextsteIle
beim Apostel Matthäus allzu wörtlich nahm. Seinem Beispiel folgten noch viele andere. Ganze Sekten taten
sich zusammen deren einziges Anliegen die Selbstkastration war. Sie entmannten überdies alle Männer und
Jungen die Ihnen in die Hände fielen. In einem der von Lucian aufgezeichneten Gespräche findet sich die
berühmte Geschichte von dem jungen syrischen Edelmann Cambobus. Ihm wurde aufgetragen die Königin
auf einer langen Reise zu begleiten. Er beschloss sich selbst zu kastrieren, um nicht Gefahr laufen zu
müssen, unterwegs seinen König mit dessen sinnlicher Gemahlin zu betrügen. Er liess seine Hoden in einer
reichverzierten Schatulle einschliessen. Das Kästchen wurde mit dem königlichen Siegel versehen und dann
dem Herrscher vor Antritt der Reise überreicht. Natürlich versuchte die Königin den Befehlshaber ihrer
Leibgarde während der Reise in ihr Bett zu ziehen. Der junge Mann widerstand Ihr aus verständlichen
Gründen. Daraufhin streute die Königin das Gerücht aus der junge Edelmann habe sich ihr unsittlich
genähert. Cambobus wurde eingesperrt und des Ehebruchs angeklagt. Da spielte Cambobus seine
Trumpfkarte aus. Er bat den König, das Kästchen zu öffnen worin sich dann letztendlich der Beweis für seine
Unschuld befand.
Der erste Versuch einer künstlichen Besamung bei Tieren

Einige Überlieferungen sprechen dafür, dass die Araber schon zu Beginn des 14 Jahrhunderts bei ihren
edlen Pferden mit der künstlichen Besamung operierten. Ein vielfach zitiertes arabisches Dokument von
etwa 1320 besagt, dass ein Einwohner von Darfur einer rossigen Stute einen Wattebausch in die Vagina
gesteckt habe. Er zog die Watte wieder heraus und liess einen Hengst daran schnuppern. Dessen
Sexualtrieb wurde angefacht was alsbald zu einer Ejakulation führte. Der Züchter fing den Samen auf und
führte ihn in die Vagina der Stute ein. Ob der zuerst genannten oder einem zur Zucht bestimmten besonders
edlen Tier, ist nicht überliefert. Jedoch dürfte es so gewesen sein sonst erschiene die ganze Prozedur
ziemlich sinnlos. Heute ist die künstliche Besamung insbesondere bei den Rindern so weit fortgeschritten
dass der als Dr. Bull apostrophierte Tierarzt von der Bullenstation mit seinem Rucksack oder seinem
Lederkoffer in den Dörfern zu einer bekannten Figur geworden ist. Künstliche Besamung bei Fischen ist
heute ebenfalls in den Fischbrutanstalten üblich. Zuerst wurden Versuche In dieser Richtung von dem
Deutschen Jacobi unternommen, der darüber 1765 einen Artikel mit dem Titel Künstliche Fischzucht In
Hannover veröffentlichte.
Die künstliche Besamung bei Menschen zuerst empfohlene Methode

In Fällen von scheinbarer oder tatsächlicher Unfruchtbarkeit der Frau wurden früher die verschiedensten
Verhaltensmassregeln gegeben. Eine davon war noch kurz nach 1945 im Programm der Frauenärzte. Sie
empfahlen den Frauen beim Koitus die Beine möglichst hochzuheben und somit das Becken also zu senken.
Damit sollte dem männlichen Samen gewissermassen der Zufluss zur Gebärmutter erleichtert werden. Eine
ganz ähnliche Methode hat schon im Jahre 1550 Bartholomäus Eustachlus der Frau eines Arztes
anempfohlen die sich wegen ihrer Unfruchtbarkeit an ihn wandte. Sie sollte ihren Ehemann dazu überreden.
Nach dem Koitus und erfolgter Ejakulation einen Finger tief in Ihre Scheide zu stecken. Damit sollte er
seinen Samen aufwärts bis zum Muttermund schieben. Der Überlieferung zufolge ist diese von
verschiedenen anderen Seiten als ziemlich grob abgetane Methode in mehr als nur einem Falle erfolgreich
gewesen.

Wann bei Menschen eine künstliche Befruchtung erstmalig vorgenommen wurde

Retortenbabys machen In unseren Tagen immer weniger Schlagzeilen. Allzu oft hat sich schon erwiesen.
dass kinderlosen Eheleuten auf diesem Wege zu dem erwünschten Nachwuchs verholfen werden kann.
Leihmütter tragen das Kind für eine unfruchtbare Frau aus die mit dem Samen des Ehemannes der
Kinderlosen geschwängert wurde. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall dass ein Mann aus
irgendwelchen Gründen zwar zur Absonderung von Samen fähig ist dies aber nicht auf dem normalen Wege
zustande bringt. In solchen Fällen hat schon 1887 der katholische Frauenarzt Mantegazza Abhilfe
geschaffen. Er wies experimentell nach dass eine Ehefrau mit dem Samen ihres zur normalen Kopulation
unfähigen Mannes geschwängert werden konnte. Damit aber begab er sich im theologischen Sinne auf
gefährlichen Grund und Boden. Im März 1897 wurde die Frage der künstlichen Befruchtung vor die
Kirchenbehörden gebracht die mit einem strikten Nein (= nonlicere) antworteten. Dabei war Mantegazza
keineswegs der erste der mit künstlicher Befruchtung bei Menschen experimentiert hatte. Schon 1781 also
etwa ein Jahrhundert vor Mantegazzas Versuch wurde einem Manne der an einem verkrüppelten Penis
(Hypospadie = Harnröhrenspaltung) litt der Wunsch eigene Kinder zu haben durch ärztlichen Eingriff mit
seinem eigenen Samen ermöglicht. Die frohesten Erfolge auf diesem Gebiet werden dem englischen Arzt
John Hunter zugeschrieben. Bisher war nur die Rede von der künstlichen Beibringung des Samens des
Ehegatten in die ihm rechtmässig Angetraute. Im Gegensatz dazu stehen künstliche Befruchtungen mit
Spendersamen wie sie wahrscheinlich zum ersten Male durch Professor Pancoast etwa 1884 im Samson
Street Hospital im Jefferson Medical College vorgenommen wurden. Ein reicher Kaufmann (41) und seine
Frau (31) blieben kinderlos. Der Ehegatte hatte sich als junger Mann einen Tripper zugezogen. Professor
Pancoast beschaffte sich Samen. Von dem am besten aussehenden Burschen unter seinen Studenten. Die
Flüssigkeit wurde der chloroformierten Ehefrau in die Vagina und an den Muttermund gespritzt. Die Frau
wusste nicht was mit ihr vorgenommen wurde. Der Ehemann hingegen wusste Bescheid. Die Unterlagen
enthalten keinen Hinweis darauf. Ob der Versuch zu einer Schwangerschaft geführt hat. Indessen wurde
verzeichnet, dass er zu einem grossen Streitfall geworden ist.
KAPITEL 7
Erotik in der Kunst

Die ersten bildlichen Darstellungen des menschlichen Koitus

Der Urmensch hatte kaum die ersten handwerklichen Fertigkeiten erlernt, da ging er auch schon daran sich
in Pornographie zu versuchen. Der Mensch hatte kaum das erlernt, was wir heute Fotografie nennen da
bildete er als erstes nackte Frauen und erotische Szenen ab. Eine merkwürdige Verkettung von
Darstellungswünschen. Zusammen mit dem Aufkommen der Aktzeichnungen setzte aber auch ein
Vernichtungsfeldzug derer ein die sich selbst zu Zensoren über andere erhoben und ihnen den Spass an der
Freud zu verderben trachteten. Deshalb fehlt heute vieles in unseren Kunstgalerien was frühere
Generationen bis zurück in die Steinzeit als unzüchtige Abbildungen verdammten und verbrannten. Außer
nackten Körpern als Einzelfiguren wurde auch schon sehr früh des Koitus bildlich dargestellt. Das zeigen
Funde in Mesopotamien in den Höhlen von Ur. Sie dürften um die Jahre 3200 bis 3000 vor unserer
Zeitrechnung entstanden sein heute also mehr als fünftausend Jahre zählen. Wenn es um alte und uralte
Erotik geht, darf man China nicht vergessen. Man wird abwarten müssen was an vieltausendjährigen
erotischen Werken der Vergangenheit die sogenannte Kulturrevolution überstanden hat. Noch älter als die
Zeichnungen von Ur werden die Abbildungen koitierender Paare an den Wänden der Grotte von
Combarelles in der französischen Dordogne eingeschätzt. Eine bestimmte Zeichnung rechnet man der
Periode von Aurignac in der Altsteinzeit zu. Damit wäre sie rund 40000 Jahre alt. Von noch älteren
zeichnerischen Darstellungen des menschlichen Begattungsaktes ist derzeit nichts bekannt.

Koitusstellungen beim Menschen früheste Darstellungen

Die Verfechter der Missionarsstellung er oben sie unten tun immer so als sei dies die einzige dem Menschen
angemessene und vor allem naturgegebene Position zur Begattung. Dass dem mitnichten so ist, zeigen
schon die urältesten Darstellungen von Koitusstellungen aus der Steinzeit. Zu den ältesten zählen die
Wandbilder in der Dordogne. Da ist ganz eindeutig zu erkennen dass die Frau nach vorn kniet, während der
Mann von hinten in sie eindringt. Havelock Ellis der bekannte englische Sexualforscher, hat mitgeteilt dass
die älteste Darstellung koitierender Menschen aus dem paläolithischen Solutrian aus der Höhle von Solutré
an der Loire in Frankreich stammt. Diese Periode ist noch älter als die von Aurignac. Die von Ellis erwähnte
Felsenzeichnung zeigt den Mann lang hingestreckt, während die Frau über ihm hockt und seinen Penis in
ihre Scheide einführt. Also auch dies weit weg von der natürlichen Missionarsstellung. Eine prähistorische
Felszeichnung in Bohus in Schweden zeigt zwei Paare, die es im stehen miteinander machen. Siegel aus Ur
in Chaldäa (etwa 3000 vor Christus) zeigen ein kopulierendes Paar, bei dem die Frau oben liegt. Kinsey und
andere haben darauf hingewiesen, dass die Stellung bei der die Frau oben liegt, in alten Zeiten weit
verbreitet gewesen ist, u.a. in Peru, Indien, China, Japan und in anderen zivilisierten Ländern, wie uns
erhalten gebliebene Kunstwerke beweisen.

Die früheste Skulptur einer nackten Frau

Nicht nur zeichnerisch, auch in der Skulptur stellten die Menschen schon in ihrer Frühzeit den menschlichen,
vor allem den weiblichen Körper dar. Die sogenannte Venus von Willendorf gehört zu den ältesten
prähistorischen nackten Frauengestalten. Solche Arbeiten ordnet man für gewöhnlich dem Paläolithikum
(Altsteinzeit) zu. Die Reliefmeisselungen der Venus von Laussel gehören ebenfalls dazu. Interessant an
diesen Frauendarstellungen ist, dass sie scheinbar nicht der Natur entsprechen. Während Tiere recht
naturgetreu dargestellt werden, weisen die Frauengestalten unnatürliche Übertreibungen an den
Oberschenkeln und an den Brüsten auf. Das fettsteissige Höhlenweib der Steinzeit ist zum festen Begriff
geworden. Auch in der modernen Welt gibt es noch Eingeborene, die den Wert einer Frau nach ihrer
Fähigkeit einschätzen, ein dickes Fettpolster in ihrem Allerwertesten unterzubringen. Womit sie mindestens
für sich vorgesorgt hat, wenn die Zeiten einmal schlecht werden. In diese Reihe gehört auch die
Frauengestalt, die ein Künstler des Aurignac in den Stosszahn eines Mammuts geschnitzt hat. Er wurde
1922 in der Haute-Garonne gefunden, und die abgebildete Frau ist als Venus von Lespugue in die Literatur
eingegangen. Geschaffen wurde sie in einem Zeitraum der Steinzeit, der etwa von 30000 bis 10000 vor
Christi Geburt gedauert hat.
Die berühmtesten erotischen Skulpturen

Es ist ein merkwürdig Ding um die Religionen. Die einen verdammen jeden Sex und möchten am liebsten
durchsetzen dass ihre Leute auf keinen Fall zwecks freudigen Erlebnisses miteinander ins Bett gehen
sondern nur zur Kinderzeugung und ab einsetzender Schwangerschaft nicht mehr. Andere Religionen
können sich nicht überschwenglich genug geben, wenn es um Sex und Anbetung überhaupt alles Sexuellen
geht. Die Hindutempel in Indien gehören zu der zweiten Kategorie. Sie zeigen die gewagtesten erotischen
Skulpturen die man sich nur vorstellen kann. Zwischen dem 9 und 13 Jahrhundert unserer Zeitrechnung
entstanden die eindrucksvollsten Kunstwerke im Norden Indiens. Im südlichen Teil Indiens wurden die
Tempel zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert so geschmückt. Die Skulpturen zeigen jede nur erdenkliche
Form sexueller Betätigung. Darunter erkennt man verschiedene Koitusstellungen, Mundverkehr,
Masturbation, Vergewaltigung, Verkehr mit Tieren und so weiter, und so fort. Viele dieser Tempel dienen
heute noch als Gotteshäuser. Bei kirchlichen Festen werden Wagen mit Türmchen und hohen Aufbauten
versehen an denen sich genaue Nachbildungen der Tempelskulpturen befinden. Diese Wagen werden in der
feierlichen Prozession mitgeführt. Die heiligen Bilder werden genauso angebetet wie die Originale an den
Tempelwänden. Auch die an den Wagenaufbauten angebrachten Schnitzereien zeigen alle möglichen Arten
des sexuellen Spiels.

In der Dichtung wird oft von einem Riesengrosseen Penis gesprochen

In Romanen und legenden werden immer wieder männliche Glieder von unmöglicher Grösse beschrieben.
Besonders im Orient und in Fernost ist offensichtlich manchem Erzähler die Phantasie durchgegangen. So
gibt es die Legende von Inuvayla'u. Er war Stammeshäuptling und mit einem Penis von ungeheuren
Ausmassen ausgestattet. Wenn die Frauen seines Stammes den Hof fegten oder Unkraut zupften stand er
hinter dem Zaun und schob sein Glied durch eine passende Öffnung. Es kringelte sich auf dem Boden
entlang wie eine Schlange, bis seine Spitze in der Grotte einer Frau verschwand. Wenn der Häuptling
badende Frauen erschrecken wollte dann liess er seinen Penis wie einen Aal durch das Wasser hinter den
kreischenden Frauen herwedeln. Später verliess er das Dorf, um sich in der Wildnis den Penis und die
Hoden abzuschneiden. Sie fielen zu Boden und versteinerten. Die Hoden kann man immer noch in der
Gestalt riesiger, runder Felsen sehen. Die Eichel präsentiert sich in einem grossen helmartig geformten
spitzen Korallenstück. Auch in der Sammlung von Erzählungen Arabische Nächte kommen viele
Riesenglieder vor. In einer der Geschichten wird ein „zabb“ beschrieben so gross wie der eines Esels oder
eines Elefanten ein gigantischer Anblick. In einer anderen Erzählung wird einem Manne von einer Fee die
Erfüllung eines Wunsches zugesichert, und er wünscht sich einen Riesengrosseen Penis. Daraufhin nahm
sein „zabb“ enorme Formen an. Schliesslich lag er wie eine Riesengurke zwischen zwei Kürbissen. Die
ganze Ausstattung wurde so schwer, dass der arme Bursche nicht mehr stehen konnte. Aber auch in dem
uns vertrauten westlichen Bereich fehlt es nicht an übertreiben den Darstellungen bis hin zu der heute
gebräuchlichen Pornoliteratur. In diesen Romanen sind die Helden immer von unermüdlicher Ausdauer. Sie
weisen Geschütze von unglaublichen Ausmassen vor. In de Sades 120 Tage von Sodom brüstet sich ein
gewisser Hercule mit seinem Penis von 32 Zentimeter Länge. Auch in den chinesischen erotischen
Romanen werden männliche Organe stets als von unglaublicher Länge beschrieben grösser als eine
Seegurke oder so dick, dass eine Frau ihn nicht mit den Fingern umspannen konnte. Diese Monster waren
hart wie Eisenpfähle. Wenn sie erigiert waren konnte man einen vollen Wassereimer daran aufhängen.
Eine Geschichte in der erstmalig eine Penistransplantation geschildert wird

In einer chinesischen Geschichte aus dem 17 Jahrhundert mit dem Titel „Jou-pu-t'uan wird erstmalig von der
Transplantation oder vielleicht besser Einpflanzung eines Penis berichtet. Ein Student will von seinem
Lehrmeister, einem berühmten Arzt, wissen wie man für einen Mann ein gigantisches Geschlechtsorgan
schaffen könne. In der Erzählung wird ausführlich dargelegt, welche Technik dabei anzuwenden wäre. Am
besten sei es, sich des erigierten Organs eines grossen Hundes zu bedienen. Man arrangiert also, dass der
grosse Hund eine Hündin deckt. Mitten im Kopulationsakt schneidet ihm der Doktor den Penis ab. Das
Organ wird aufgeschlitzt und über das ebenfalls aufgetrennte Glied des Mannes gesetzt der sich einen
grösseren Penis wünschte. Mit einigem Glück so schliesst die Geschichte werden Mann und Hund perfekt
zusammenwachsen.

Der grösste übernatürliche Penis

Sex wurde in alten Zeiten oft zu Teufelswerk erklärt. Teufel und Damonen waren es die das fromme Volk oft
mit ihrem ausschliesslichen Interesse am Sexuellen quälten. Im Mittelalter und danach konnten Mann und
Frau nachts nicht ruhig schlafen. Immer fürchteten sie von einem der auf Sex erpichten Wesen aus der
übernatürlichen Welt behelligt zu werden. Aus diesem Glauben heraus ist leicht zu verstehen dass man
jenen Wesen riesige Sexualorgane andichtete um so auf noch plastischere Weise ihr wahres Wesen
herauszustellen. So schrieb man dem Teufel der von den Menschen zuerst erfunden und dann verdammt
wurde einen Übergrosseen Penis zu. Deshalb so sagte man fügte der Teufel auch den ihm verfallenen
Hexen Schmerzen zu wenn er am heiligen Sabbat mit ihnen geschlechtlich verkehrte. Eine Zeugin die von
De Lancre zitiert wird hat auf der Folterbank vermutlich ausgesagt der Teufel habe immer wenn er als
Mensch oder als Ziegenbock erschien ein Glied so gross wie das eines Maultieres gezeigt es war so lang
und dick wie ein Arm und er entblösste sein Instrument mit dem wunderschönen Ausmass das einen
prächtigen Anblick bot. Aber nicht nur im leibfeindlichen christlichen Glaubensbereich hat man sich solche
Übertreibungen einfallen lassen. Auch die Araber kannten einen Dämonen namens lfrit. Sein „zabb“ war
vierzigmal länger als der eines Elefanten. Er steckte sein Organ zwischen den Beinen durch und liess es
hinter sich in die Höhe ragen.
Die grösste Anzahl von Penisstössen in einem erotischen Roman

Die unersättliche Frau und der unentwegt zum Sex bereite Mann beherrschten einige Zeit die Pornoliteratur
und die entsprechenden Filme. Inzwischen ist die Aufklärung soweit fortgeschritten, dass den Autoren
solche unentwegten übertreibungen verübelt werden. Aber diese Superlative der angeblich unerschöpflichen
Sinnenlust sind keine neue Erfindung der westlichen Welt. In der (alt-) chinesischen und japanischen
Pornoliteratur treten fast ausschliesslich Männer und Frauen von gigantischer sexueller Leistungsfähigkeit
auf. Da geht in einer Geschichte ein Paar seinem Sport eine lange Zeit nach und er führt sein Schwert mehr
als dreitausendmal in ihrer Scheide ein und aus. Ein anderer Chinese der es nur auf niemals weniger als
tausend Stösse ohne Pause brachte sieht daneben ziemlich blass aus. Ein japanischer Bestseller trug den
Titel: Wie man eine Nymphomanin in einem einzigen Akt bis zur Ohnmacht liebt

Die grössten menschlichen Hoden im Roman und in der Wirklichkeit

Inuvayla-u wird in einer polynesischen Geschichte nachgesagt er habe einen meterlangen Penis und
ungeheuer grosse Hoden gehabt. Aber auch in den Arabischen Nachten wird von Männern mit übergrössen
in ihrer sexuellen Ausstattung berichtet. König Samandal hatte angeblich Hoden die ihm bis zu den Knien
hingen. (übrigens ein Krankheitsbild das auch heute noch auftritt und eine Schwäche im Gewebe des
Hodensacks und der ihn haltenden Bänder erkennen lässt). Wenn der König zornig war, dann rutschten
diese bemerkenswerten Eier bis an seinen Nabel hoch. Auch die als Elephantiasis bekannte Krankheit kann
zu riesigen Organvergrösserungen führen. Reisende berichteten aus Pernambuco dass man dort
verschiedentlich Männer sehen könne die ihre Hoden in einem Karren vor sich herschieben. Forscher
vermuten dass die Elephantiasis durch afrikanische Negersklaven eingeschleppt wurde und in jener Gegend
besonders günstige Umstände für ihre Vermehrung vorfand.

Das wirkungsvollste Aphrodisiakum in der Legende

Auch heute noch wimmelt es in den Zeitschriften von Anzeigen die alle möglichen Mittel und Mittelchen zur
Steigerung der Potenz und der sexuellen Lust anpreisen. Sie mögen wirken oder auch nicht die Menge
solcher Anzeigen beweist dass derlei Dinge gekauft werden. Das war schon immer so. Denn die Steigerung
der sexuellen Leistungsfähigkeit war von jeher ein Ziel der Menschen vorwiegend aber nicht ausschliesslich
der Männer. Unzählige Rezepte sind ausprobiert worden. Darunter gab es die unwahrscheinlichsten
Empfehlungen und Beschreibugen. Zum Beispiel bei Omar Haleby, der bei dem Propheten Mohammed als
sexueller Berater tätig war. Er meinte, es gäbe kein wirkungsvolleres Aphrodisiakum als das Gebet, und im
Augenblick der Ejakulation müsse man laut «Allah» rufen. Doch liess er sich auch dazu herbei, zur
Leistungssteigerung des Propheten aus vielerlei Zutaten eine Pastete zu backen mit der Anweisung: Du
musst zwei Stunden vor der sexuellen Annäherung von dieser Pastete essen. Aber drei Tage davor darfst
du dich nur von gerösteten Tauben ernähren, die stark gewürzt sind, dazu Iss von männlichen Fischen, und
leicht angebratene Hoden von Schafböcken. Wenn du danach nicht (mit dem Penis) Locher in die Wand
stösst und die Fundamente des Hauses ins Wanken bringst darfst du mir den Bart abschneiden und mir ins
Gesicht spucken. Ob der gute Omar seinen Bart behielt ist uns leider nicht überliefert. Eine chinesische
Zubereitung ermöglicht es einem Manne jede Nacht mehr als zehn Frauen beizuwohnen. Am
eindrucksvollsten wirkt die Pflanze die man einer Empfehlung des grossen Theophrastus folgend beim
Sexualverkehr in der Hand halten soll. Sie ermöglicht sieben Höhepunkte in einer Nacht. Leider hat der
grosse Gelehrte den Namen dieser Pflanze nirgendwo aufgezeichnet und damit allen späteren Generationen
wertvollstes Wissen vorenthalten.

Wie oft es Männer in Romanen können

Was man so über die Anzahl von Orgasmen bei Männern Iiest mag wahr sein oder auch nicht. Die normale
Alltagserfahrung spricht eher dagegen wenn gleich es natürlich immer Ausnahmeerscheinungen und wahre
Sexathleten gegeben haben mag. Wer von sich selbst erzählt ist als Mann auf diesem Gebiet sicherlich nicht
gerade bescheiden. Boswell berichtet in seinem «London Journal», dass er am 12. Januar 1763 mit seiner
Louisa in einem einzigen Akt «fünfmal in den höchsten Wonnen geschwebt» habe. Die ehrenwerte Louisa
habe ihn daraufhin zu einem Wundermann erklärt. Atkins meint, dass «Boswell wahrscheinlich die Wahrheit
geschrieben» habe. In Debatten über die Häufigkeit des männlichen Orgasmus stellt sich meistens eine Zahl
von sechs oder sieben hintereinander als möglich aber bereits sehr bemerkenswert heraus. In der Literatur
tauchen immer wieder solche Figuren auf die blumenreich umschreibend etwa wie in Teleny berichten. Als
getreue Anhänger der griechischen Götter schütteten wir sieben wohlgefüllte Becher der Lust vor Priapus
aus. In Catullus ist von einer höheren Ziffer die Rede und befahl einem Sklaven, die Tür zu schliessen: und
eile nicht davon, einen Besuch zu machen oder einzukaufen, sondern warte ruhig ab was ich dir bringe und
dann neunmal hintereinander ohne auf zuhören!
Auch der bereits alternde Ovid machte es neunmal in einem Zug mit seiner Corinna -aber damit ist er immer
noch nicht zufrieden. In des Sades Juliette geht ein gewisser Minsky niemals zu Bett, wenn er sich nicht
vorher mindestens zehnmal entladen hat. Jedoch sind solche Männer. Schwächlinge im Vergleich mit den
Sexathleten der arabischen und japanischen legenden. In den Arabischen Nächten bringt ein Mann es fertig
vierzigmal in einer Nacht zu koitieren. Auch japanische Hochleistungssexsportler sind ähnlich unersättlich.
Auf diesem Gebiet gibt es einen hübschen kleinen Witz der hier erzählt sei. In Schanghai geriet ein
englischer Matrose mit einem chinesischen Seemann in Streit darüber wer es öfter könnte Sie beschlossen,
die Probe aufs Exempel zu machen, und gingen ins Bordell. Der Engländer schaffte es mit seiner Dame
zweimal und dann mit Mühe weil er zuviel getrunken hatte ein drittes Mal. Für jedes Mal machte der Seelord
einen senkrechten Kreidestrich an der Wand über dem Bett. Am Morgen danach kroch der Chinese dann
völlig erschöpft auf allen vieren ins Zimmer warf einen Blick auf die Kreidestriche und seufzte: O Himmel mit
einhundertelf um einmal geschlagen!.

Die extremsten Fälle männlicher Promiskuität in der Legende

Der sexuell unersättliche und unerschöpfliche Supermann ist keine Erfindung unserer sinnenfrohen Tage. Er
kommt schon in alten und ältesten Mythen vor. So wird von Samson berichtet, er habe während seiner
Gefangenschaft in Gaza mit etwa 3000 Philisterinnen Verkehr gehabt, Rabbi Hiyya geht von der Annahme
aus dass die Philister den starken Samson, der mit Delilah herumspielte nur überwältigen konnte weil er sich
im Zustand der Erektion befand. Der Herkules der westlichen Mythologie soll gleichfalls einen gewaltigen
sexuellen Appetit gehabt haben. So hat er der Legende zufolge. In einer einzigen Nacht rund fünfzig Töchter
des Thespios entjungfert. Die mächtige Keule die Herkules auf Skulpturen und auf Abbildungen trägt,
entspricht angeblich der Grösse seines Penis. Kein Wunder dass man Männer mit solchen Leistungen gern
als Zuchthengste benutzte Frauen wünschten sich Kinder von ihnen. Der Hauptgrund für die Philister sich
Samsons zu bemächtigen, soll ihre Absicht gewesen sein, ihn für die Heranzucht einer Rasse von
Supermännern einzusetzen.

Die weiteste weibliche Vagina in der Legende

Im Normalfall hat die Vagina einen Männerpenis aufzunehmen, und bei einer Geburt muss sogar ein ganzes
Baby hindurchpassen. Aber ihre Muskeln sind so beschaffen, dass sie sich bald wieder auf ihre
ursprüngliche Grösse zusammenzieht. Natürlich gibt es Ausnahmefälle bei Frauen die infolge einer
Gewebsschwäche oder einer Erkrankung eben dort so schlaff geworden sind dass der Mann bei ihnen
rechts und links keine Bande findet. Germaine Greer bemerkte einmal Keine Frau macht gern die
Feststellung dass sie ein Ding wie ein Pferdekummet hat!. Doch gibt es die Legende von Digawina der
Name bedeutet Vagina in der man Dinge lagern kann deren untere Öffnung so weit geraten war, dass sie
darin Kokosnüsse, Yamswurzeln, Taro, Betelbüschel, grosse Stücke Zuckerrohr und ganze Bananenbündel
unterbringen konnte. Unangenehm war nur, dass ihr ein unfreundlicher Bursche eines Tages einen grossen,
schwarzen Mangrovenkrebs unter die Lebensmittel schmuggelte.

Die längste Klitoris einer Frau im Roman

Wo ab einer bestimmten Länge und Stärke der Penis eines Transsexuellen beginnt und die übergrosse
Klitoris einer Frau aufhört, ist nicht zu klären. Jedenfalls tauchen immer wieder Frauen auf, die an diesem
Punkte eine Überentwicklung aufzuweisen haben, oft von einem Umfang, der es Lesbierinnen ermöglicht,
einen normalen Geschlechtsverkehr zu imitieren. In de Sades Juliette gibt es eine Frau namens Volmar, die
über eine Klitoris von siebeneinhalb Zentimetern Länge verfügte, eine Beschimpfung der Natur, ganz gleich,
welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlte. Diese Hure muss entweder die Nymphomanin spielen oder
sich der Sodomie verschreiben. Bei ihr gibt es kein Mittelding. Sicherlich gibt es in der Natur Kitzler, die den
von de Sade beschriebenen an Länge übertreffen. Doch kann man nur die Frage wiederholen. Wo hört die
Klitoris auf, und wo beginnt der Penis?

Die unersättlichste Vagina in der Legende

Die gezähnte Vagina taucht immer wieder als Symbol der den Mann verschlingenden Frau auf. Und zwar in
fast allen Kulturen ausgerechnet den Eskimos blieb es überlassen, darum herum eine ganze Legende zu
spinnen. Nukarpiartekak besucht eine junge Frau in ihrem Iglu. Er ahnt nicht, an wen er da geraten ist. Er
macht mit der Schönen Liebe, muss aber bald zu seinem Entsetzen feststellen, dass er nach und nach zur
Gänze von ihrer Vagina verschluckt und verschlungen wird. Am Morgen gibt es keinen Nukarpiartekak mehr.
Sein Kajak liegt verlassen am Ufer. Die Schöne verlässt den Iglu, um zu urinieren. Da fällt das Gerippe ihres
Liebhabers der vergangenen Nacht aus ihrer Scheide.
Die grössten Brustwarzen im Roman

Nahezu die gesamte Literatur der westlichen Welt ist von Moralisten gereinigt worden. Das fängt übrigens
schon bei der Bibel an. Fast alle Dichter haben sich solche Eingriffe von selbsternannten Moralaposteln
gefallen lassen müssen, die anderen Leuten vorschreiben, was sie lesen dürfen und was für ihre Seele und
deren Heil Schädlich wäre. Man denke nur an Schillers Räuber und die Szene, da die Burschen in der
ungereinigten Fassung den Überfall auf ein Nonnenkloster schildern. Selbst Swifts Gullivers Reisen wurde
einer solchen Reinigung unterzogen. In der Urfassung findet sich nämlich Gulliver inmitten der Riesinnen
von Brobdingnag. Die Hübscheste dieser Ehrenjungfern ein fröhliches, lustiges Kind von sechzehn Jahren
setzte mich manchmal rittlings auf eine ihrer Brustwarzen; dazu kamen noch viele andere Tricks. Der
geneigte Leser wird verzeihen wenn ich mich darüber nicht näher auslasse. Der Autor selbst legte sich da
bereits Beschränkung auf. Aber nein der Ritt auf der Brustwarze musste auch noch gestrichen werden.
Immerhin muss ein Nippel auf dem ein ausgewachsener Mann reiten kann ein ziemlich gewichtiges
Anhängsel gewesen sein.

Absichtlich herbeigeführte Deformationen aus sexuellen Gründen

Von der Hottentottenschürze den in die Länge gezogenen Schamlippen bis zu künstlich weit ausgedehnten
Unterlippen bei den Musgufrauen gibt es eigentlich fast nichts das es nicht gibt, um angeblich sexuell
anregender als der Naturzustand zu wirken. Dabei denkt man sogleich auch an die durch enge Bandagen
verkrüppelten Füsse der Frauen im alten China. Jedoch will eine modernere Lesart wissen dass das nichts
mit sexuellen Motiven zu tun hatte. Die verkrüppelten Füsse sollten die Frauen an der Flucht hindern. Auch
eine Möglichkeit. Doch haben spitz zugefeilte Zähne, wie bei den Bogobofrauen auf der Insel Mindanao,
sicherlich mit sexuell betontem Schönseinwollen zu tun. Ein anderes Schönheitsideal verlangt nach
langgestreckten Köpfen. Sie werden dadurch erzielt dass man kleinen Kindern die Stirn eng bandagiert was
den Kopf immer länger werden lässt. Bei verschiedenen Völkerschaften gilt es als schön sich Elfenbein und
Hartholzstäbchen durch die Nase den Penis oder die Brustwarzen zu stechen. Bei Frauen geht das soweit
dass man hier und dort sogar die Nippel amputiert. Wie bei vielen anderen Völkern ist es auch in unserem
westlichen Kulturkreis immer noch üblich den jungen Mädchen die Ohrläppchen zu durchstechen damit sie
Schmuck daran tragen können. Hier und dort ist auch das Anbringen von Kettchen, Ringen und anderem
Schmuck an den Brustwarzen und auch an den Schamlippen sogar am Penis anzutreffen obgleich man
diesem Modetrend in der westlichen Welt keine allzu grosse Ausbreitung zugesteht.
Die seltsamsten Zeugungsmethoden in der Literatur

Eigentlich ist kein rechter Grund dafür einzusehen dass immer wieder Methoden der menschlichen
Fortpflanzung beschrieben wurden, die jeglicher Grundlage entbehren. Auch den ältesten Autoren dürfte
doch bekannt gewesen sein wie der Fortpflanzungsakt vor sich geht. Allerdings hat es immer wieder Völker
gegeben die zwischen der Begattung und der Geburt eines Kindes keinen Zusammenhang herstellen
konnten. Lucian der griechische Satiriker der im 2 Jahrhundert n. Chr. lebte; Behauptete in seiner Wahren
Geschichte dass es der Mann sei der schwanger wird. Vielleicht ist uns im Verlaufe der Jahrhunderte der
satirische Hintersinn verlorengegangen. Lucian schreibt jedenfalls dass das Kind nicht in der weiblichen
Gebärmutter heran wächst sondern in der männlichen Wade die dadurch ausserordentlich dick wird. Wenn
die Zeit gekommen ist wird das Kind mit einem Kaiserschnitt herausgeholt. Aber es ist zunächst tot. Man
muss es mit offenem Mund in den Wind halten damit ihm Atem eingeblasen werde. Lucian beschreibt noch
eine andere Fortpflanzungsmöglichkeit und zwar die durch den Baum-Mann. Einem Manne wird der rechte
Hoden abgeschnitten und in die Erde gepflanzt. Bald entwickelt sich daraus ein grosser fleischiger Baum. In
Gestalt eines Phallus. Dieser wiederum bringt grosse Eicheln hervor von deren Inhalt sich die darin
befindlichen Babys ernähren bis sie ausschlüpfen.

Die ersten Büstenhalter

Man sollte annehmen dass Büstenhalter ursprünglich Büstenheben gewesen sind die von Frauen erfunden
wurden bei denen nicht mehr alles so fest und stramm sass wie in der Jugendzeit. Jedoch sieht es so aus
und vieles spricht dafür, dass die ersten Büstenhalter mehr die Form von kleinen Schürzen hatten. Sie
wurden so sagt die Überlieferung von Yang Kweifei einer Konkubine des Kaisers Hsuan Tsung von Tamg im
18 Jahrhundert erfunden. Aber nicht um etwas zu heben sondern um die Knutschflecken und Bisse zu
verbergen die ihr von einem illegitimen Verehrer zugefügt worden waren. Im alten Griechenland konnte man
den Büstenhalter in dieser oder jener Form etwa in Gestalt des geschickt gerafften Gewandes wobei gleich
einiges andere mitgerafft wurde. Doch liegen die sichersten Zeugnisse für die Anwendung von Büstenhaltern
ausgerechnet aus dem Lande vor wo man bei beiden Geschlechtern der Nacktheit frönte und wo Sportler
grundsätzlich splitternackt in die Arena sprangen. Den Damen der älteren Jahrgänge aber schien es darum
zu gehen nicht mit den Jüngeren zu wetteifern, was den strammen Sitz des Busens anbetraf. Sie rafften ihn
mit Tüchern in die Höhe.

Sexuelle Hilfsmittel im alten Griechenland

Sexuelle Hilfsmittel insbesondere für Frauen sind uralt. Eigentlich hat es sie schon immer gegeben die
gebogene Banane, den glatten Holzpflock, der einem Penis ähnlich sieht, und einiges andere mehr.
Männern dienten vaginaähnliche Gebilde, darunter die berühmte fica, die Feige, zum gleichen Zweck. Wen
wundert es also dass sich auch ein so weitgereister, belesener und zu seiner Zeit viel gelesener
Schriftsteller wie der Grieche Lucian (2 Jahrhundert unserer Zeitrechnung) auch mit diesem Thema befasst
hat. In seiner Wahren Geschichte geht er kurz, aber amüsant darauf ein. Es ist hier oben nicht selten, dass
man sich künstlicher Glieder bedient, die offenbar gut funktionieren, Reiche Leute lassen sie aus Elfenbein
fertigen, die ärmeren reiben sich mit hölzernen.

Oben ohne früheste Erscheinungen

Sicherlich kann man von oben ohne nicht dort sprechen, wo man aus klimatischen Gründen sowieso nackt
geht. Der Begriff oben ohne gehört in die nördlichen Kulturbereiche, wo das Klima eigentlich meistens eine
vollständige Bekleidung erfordert. Desto grösser war und ist dann der Reiz, der von einer Frau mit dem
Attribut oben ohne Ausgeht. Das ist im übrigen keine Erfindung unserer Zeit. Die Kellnerin, die ihren nackten
Busen in Bier oder Suppe baumeln lässt, hat es schon vorlängst gegeben. Sogar die ersten Korsetts in die
sich die Frauen zwängten, dienten nur dem einen Zweck, soviel wie möglich von den Brüsten herzuzeigen.
Schon 1388 schrieb Johann de Mussi, ein Autor aus der Lombardei die Frauen zeigen ihre Brüste. Es sieht
so aus, als wollten ihnen die Brüste aus dem Mieder springen. Nachdenklich fügt er hinzu. Welches Kleid
könnte man schön nennen, wenn es nicht den Busen sehen liesse? Die schöne Agnes Sorel (1409-1450)
stellte angeblich ihre Schultern und die Brüste einschliesslich der Brustwarzen zur Schau. In Kirchenkreisen
hiess ein mit Spitzen besetztes tief ausgeschnittenes Mieder das Tor zur Hölle! Nach zeitweiligem Verbot
wurde im 15 Jahrhundert abermals viel Brust gezeigt. Zur Zeit von James I zeigten die jungen,
unverheirateten Frauen ihre Brüste gänzlich unverhüllt. Doch hatte die Obenohne Mode in mehreren
Mittelmeerländern schon eine vielhundertjährige Tradition.

Durchbohrte Brüste erstes Auftreten in der Neuzeit

Sich die Brustwarzen oder die Haut daneben zu durchstechen, um Gold, Silber oder Elfenbeinstäbchen
hindurchzustechen oder Schmuck anzubringen, ist eine Modewelle, die gegenwärtig (1984) quer durch das
westliche Europa zu gehen scheint. Wenn gleich nicht in grossem Umfange, so doch als Modetrend
durchaus spürbar. Aber, es ist alles schon einmal dagewesen. In den Jahren vor und nach 1890 wurde
England von einer Welle dieser milden Verrücktheit heimgesucht.
Die erste Nackte in den Folies-Bergère

Im Jahre 1912 trat die erste völlig nackte Frau in den Folies-Bergère in Paris auf. Allerdings war sie nur für
einen kurzen Augenblick zu sehen. Die Theaterleitung fürchtete bei längerem Verweilen der Nackten auf der
Bühne einen Skandal. Der blieb jedoch aus. Nachdem 1 Weltkrieg gab es in jeder Pariser Revue mindestens
eine Frau im Evaskostüm aber ohne jegliches störende Feigenblatt.
Grafitti - weniger sexuell bestimmt bei Frauen

Grafitti -oder auf gut deutsch Wand schmierereien in öffentlichen Toiletten und an anderen Orten weisen
nicht immer nur einen sexuellen Inhalt auf. Doch sind Grafitti, die von Männern stammen, häufiger sexuell
bestimmt als eben die Malereien von Frauen. Kinsey und seine Kollegen, die bekanntlich all und jedes
untersuchten und in Tabellen festhielten, fanden heraus, dass mit 86 Prozent ein überwiegender Teil der
Inschriften, die man in Herrentoiletten fand, sexuellen Inhalts waren. Aber nicht mehr als 25 Prozent der
Wandinschriften, die von Frauen stammten, hatten mit sexuellen Themen zu tun. (Geschlechtsteile, Mund
und Analverkehr, obszöne Worte und so weiter). Die meisten Inschriften von Frauenhand bezogen sich auf
Liebe, oder es wurden schlichtweg Namen von Liebespaaren erwähnt; besonders oft fand man gezeichnete
Herzen in Damentoiletten. Bei 331 weiblichen Grafitti wurden zu 69 Prozent küssende Lippen gemalt, 35
Prozent bezogen sich in nicht erotischer Weise auf die Liebe zum anderen Geschlecht. Bei 12 Prozent liess
sich eine nicht erotische Bezugnahme auf Liebe zum eigenen Geschlecht feststellen.

Grafitti von Frauenhand am wenigsten sexuell bestimmt

Als Kinsey und seine Leute 331 Grafitti von Frauenhand untersuchten, stellten sie zur allgemeinen
Überraschung fest, dass es keine Bezugnahmen auf heterosexuelle Verabredungen gab. Homosexuelle
Verabredungswünsche brachten es auf ein Prozent. Es gab keine homosexuellen Bezugnahmen auf anale
Kontakte. Nur ein Prozent bezog sich auf heterosexuelle anale Aktivitäten. Mundverkehr im heterosexuellen
Sinne brachte es auf zwei Prozent, im homosexuellen Sinne auf ein Prozent. Andere erotische Themen im
hetero- und im homosexuellen Sinne wurden ebenfalls mit zwei Prozent verzeichnet.

Der berühmteste erotische Roman

Die Josefine Mutzenbacher ist mit ihrer Lebensgeschichte eines Wiener Freudenmädels überwiegend im
deutschsprachigen Raum bekannt geworden. Aus England ist Fanny Hill zu uns gekommen. Henry Clelands
Geschichte eines Londoner Freudenmädchens ist nicht ganz so grobschlächtig wie die Mutzenbacher
enthüllt auch etwas mehr von den zeitgeschichtlichen Lebensumständen. Deshalb gilt wohl Fanny Hill als
der berühmteste erotische Roman. Cleland verkaufte seinerzeit seine Geschichte für rund 500 Mark (nach
dem damaligen Umrechnungskurs) an einen Buchhändler, der dem Vernehmen nach rund 200000 Mark
damit machte. Das Buch wurde bald nach seinem Erscheinen im Jahre 1749 in mehrere europäische
Sprachen übersetzt. Der Stil des Buches ist schlicht und kunstlos im Gegensatz zur Mutzenbacher werden
obszöne Worte weitgehend vermieden und durch teilweise euphemistische (beschönigende)
Umschreibungen ersetzt. Das Thema wird durchaus klischeemässig abgehandelt: Ein junges unschuldiges
Mädel vom Lande kommt in die grosse fremde Stadt und findet sich alsbald in einem Bordell wieder. Dort
verliebt sich Fanny Hill prompt in einen der Freier. Das Buch endet mit einer glücklichen Verheiratung Fanny
Hill wird in Fachkreisen als der erste echt erotische Roman Europas bezeichnet. Er bietet eine gute
Beschreibung des Lebens in einem englischen Bordell des 18 Jahrhunderts. Wie alle berühmten Bücher
dieses Genres ist auch Fanny Hill immer abwechselnd hoch gelobt und verboten worden.

Die hemmungsloseste sexuelle Autobiographie

Der englische Autor Frank Harns geht in seinen drei Bänden Mein Leben und Lieben häufig auch auf seine
sexuellen Erlebnisse ein. Dennoch kann man seine Bücher nicht als sexuelle Autobiographie einstufen.
Diese Kategorisierung fällt vielmehr einem anderen englischen Auto, zu der als Walter das Buch My Secret
Life (Mein geheimes Leben) veröffentlichte im Gegensatz zu ähnlichen Werken gibt es bei Walter keine
Abschweifungen auf andere Themen. Sein Buch besteht nur aus Sex. Ähnlich wie bei Frank Harns gibt es
sogar in Casanovas Memoiren seitenlange Beschreibungen über Magie oder Spiele, Dinge jedenfalls, die
mit Sex nichts zu tun haben. Die rund 4000 Seiten von My Secret Life enthalten aber ausschliesslich die
Beschreibungen sexueller Betätigungen dazu diesbezügliche Einsichten des Schreibers, halt eben Sex in
Freud und Leid. So gesehen ist dieses Buch einmalig

Sex in der Architektur besonders scharf an Kirchen

Erotische Darstellungen und Abbildungen an öffentlichen und überwiegend an kirchlichen Gebäuden hat es
im Verlaufe der Geschichte immer wieder gegeben. Man braucht nur an die weltberühmten Hindutempel mit
ihren mehr als offenen Darstellungen aus der Sphäre des Sexuellen in Reliefform zu denken. Aber solche
Darstellungen waren nicht nur das Vorrecht der heidnischen Welt. Auch an christlichen Kirchen und Domen
wurde nicht mit erotischen vor allem phallischen Darstellungen gegeizt. Es wäre denkbar dass dies geschah
um Gläubige aus anderen dem Phalluskult ergebenen Religionen für sich zu gewinnen. Zu den
eindeutigsten Abbildungen dieser Art gehören jene über der Kirchentür einer kleinen Gemeinde im
Departement Deux-Sèvres in Frankreich. Man erkennt unschwer einen Phallus und eine Vagina die im
Koitus vereint sind. Zu beiden Seiten des Reliefs sind ein Mann und eine Frau angebracht. Ihre klar
herausgemeisselten Gesichter zeigen deutlich die Verzückung im Orgasmus. An anderen Kirchen in
Frankreich, England und Deutschland gibt es mehr oder weniger eindeutige sexuelle Darstellungen unter
anderem des Phallus oder von Paaren in verschiedenen Phasen sexueller Betätigung. Es gibt auch Statuen
die ausgesprochene Masturbationsakte darstellen. In späteren Jahrhunderten hat sich die Kirche darum
bemüht diese Kunstwerke im Bewusstsein der Gemeinde nach und nach auszulöschen. Zwar wurden nur
wenige alle Gotteshäuser vor Eiferern der erotischen Kunstwerke durch Zerstörung ganz beraubt. Aber man
spricht am liebsten nicht darüber.
Weiblicher Filmstar als berühmtestes Sexsymbol

Da kann nur von Marylin Monroe die Rede sein. Ihr Aktfoto ziert den am meisten verkauften Kalender der
1951 von John Baumgarth Co auf den Markt gebracht wurde. Das Foto dazu war bereits 1949 von dem
kalifornischen Fotografen Tom Kelly aufgenommen worden. Kelly soll damals gesagt haben. Das war nicht
ein Modell wie viele andere. Diese Frau besass Instinkt für Darbietung und Darstellung. Ihre Lippen teilten
sich verlockend, ihr wunderbarer Körper bog und wölbte sich. Sie verstrahlte eine natürliche Grazie rings um
sich her. Später wurde die Monroe in einer Reihe von Filmen zum führenden amerikanischen Sexsymbol
hochstilisiert. Ihr geheimnisvoller Tod und die danach auftauchenden Gerüchte sie habe zu einigen
hochgestellten Persönlichkeiten in enger Beziehung gestanden, haben zur Bildung von Legenden um ihre
Person beigetragen. Vielfach wurde es als allzu simpel angesehen zu erklären, sie habe Selbstmord
begangen, indem sie sich vergiftete. Im Magen hat man jedenfalls bei der Autopsie keine giftigen
Chemikalien gefunden. Das hält man für den Beweis dafür dass ein Selbstmord nicht vorgelegen hat.

Das berühmteste weibliche Sexsymbol in Europa

In der Mitte des 20 Jahrhunderts galt Brigitte Bardot als das grosse europäische Sexsymbol und Frankreichs
Exportartikel Nummer 1. Man hat Ihr zugestanden sie sei selbstbewusster, selbstsicherer, unabhängiger und
unternehmungslustiger als Marilyn Monroe gewesen. Wie bei der Amerikanerin, ging es auch bei der Bardot
im Leben auf und ab. Brigitte erwies sich jedoch als offenbar belastungsfähiger als es Marilyn je gewesen
ist. Die Französin noch immer eine schöne Frau hat in den letzten Jahren durch ihren resoluten Einsatz für
den Tierschutz weltweit von sich reden gemacht.

Der am höchsten bezahlteste weibliche Filmstar

Der 1963 gedrehte Film Cleopatra hat vierzig Millionen Dollar gekostet. Eine Million davon erhielt Elizabeth
Taylor. Sie wurde damit zu dem am höchsten bezahlten Filmstar. Seither hat sie bei jedem Film ihre
nominale Million abbekommen. In Fachkreisen schätzt man ihre Einnahmen pro Rolle eher noch höher. Ihr
Agent hat angeblich einmal behauptet. Man hat niemals Geld bei einem Film mit Elizabeth zugesetzt. Als ein
so grosser Film wie Cleopatra geplant wurde musste man sie einfach hereinnehmen als Versicherung.
Welcher männliche Filmstar anno dazumal den berühmtesten Liebhaber abgab

Sein Stern beginnt allmählich zu verblassen. Die jüngeren Generationen kennen ihn kaum noch. Andere
berühmte Liebhaber sind an seine Stelle getreten. Doch für die ältere Generation ist er immer noch der
grösste Filmliebhaber aller Zeiten Rudolph Valentino. Nach einem Beginn als Tänzer machte er in den
frühen Jahren der Filmkunst Karriere als leidenschaftlicher Liebhaber. Die vier apokalyptischen Reiter
(1921). Der Scheich sowie Blut und Sand (1922) trugen seinen Ruhm um die Welt. Dabei soll sich der
Frauen-Filmheld in Wirklichkeit herzlich wenig aus dem weiblichen Geschlecht gemacht haben. Als Valentino
1926 starb brach eine Art von Massenhysterie aus. Tausende von Leuten brachten den Verkehr auf den
Strassen zum Erliegen. Mehrere Frauen begingen Selbstmord. 100 000 Beileidstelegramme liefen ein. In
Hollywood wurde ihm ein Denkmal errichtet.

Der berühmteste Star des erotischen Films

Als der erfolgreichste Pornostreifen, der je in den USA hergestellt und aufgeführt wurde gilt immer noch
Deep Throat (Tiefe Kehle) mit Linda Lovelace in der Hauptrolle. Das Geschäft lief erst richtig an, nachdem in
New York eine Verbotsklage wegen Obszönität erhoben worden war. Das half mächtig zu dem
Einspielungsergebnis von rund dreieinhalb Millionen Dollar. Die Geschichte beruht auf der Entdeckung einer
sexbewussten jungen Frau dass oraler Verkehr Spass macht. Sie entwickelt auf diesem Gebiet einmalige
Fähigkeiten und bringt dafür ungewöhnliche Voraussetzungen mit. Die Karriere der sexy Linda lief gut an.
Weitere Filme folgten. Sie trat im Fernsehen auf gab unzählige Interviews und erschien als Titelmädchen in
Illustrierten von Playboy bis hin zu Hausfrauenblättern. Das alles liegt mehr als zehn Jahre zurück.
Inzwischen ist es still geworden um Linda. Immerhin hat sie vor einigen Jahren noch ein Buch geschrieben.
Die erste Sexmesse der Welt

Die erste Sexmesse der Welt fand im Oktober 1969 in Kopenhagen statt. Gezeigt wurden Werke der
erotischen Kunst, Filme, sexuelle Hilfsmittel, Striptease und so weiter. Die Veranstaltung wurde zu einem
riesigen Erfolg. Die meisten führenden Hersteller einschlägiger Artikel aus Skandinavien waren vertreten. Im
März 1970 folgte eine zweite Sexmesse im dänischen Odense. In einem Buch sind beide Messen
ausführlich beschrieben worden.

Die erste intern. Ausstellung erotischer Kunst

Schweden und Dänemark waren die ersten Länder, in denen Ausstellungen von erotischer Kunst auf
internationaler Ebene zu sehen waren. Öffentliche Museen in Lund und Aarhus machten 1968 damit den
Anfang. Den Grundstock bildeten die privaten Sammlungen von Drs. Eberhard und Phyllis Kronhausen.
Ergänzt wurde die Zahl der Exponate durch Leihgaben aus Museen, Galerien und anderen
Privatsammlungen. Mehr als eintausend erotische Bilder und Statuen aus der Moderne und aus den alten
Kulturen Indiens, Chinas Japans, Europas und der USA waren zusammen getragen worden. Die
Ausstellungen fanden in den beiden Ländern das Interesse von mehr als 100000 Besuchern. Später
erschien ein Buch, um das Ergebnis im Gedächtnis zu bewahren.
KAPITEL 8
Die Sexualität von Pflanzen und Tieren
Sexuelle Abartigkeiten sind bei Tieren sehr häufig

Auch heute noch ist die Ansicht weit ver-breitet, dass jede Abweichung im sexuellen Verhalten des
Menschen «unnatürlich» sei. Aus dem gleichen Geiste heraus sind über-wiegend in den USA, aber auch
ander-wärts, Gesetze erlassen worden, die zahlreiche sexuelle Handlungen als «Sünde wider die Natur»
unter Strafe stellen. Dabei ist in der Natur, nämlich in der Tierwelt, sexuelle Abartigkeit bis zur Perversion
nichts Ungewöhnliches. Auch Tiere geniessen oralen Sex, Vergewaltigung, gleichgeschlechtlichen Verkehr,
Sadismus, Exhibitionismus und so weiter. In der klassischen Literatur der einschlägigen Fachgebiete werden
zahlreiche Beispiele für abartiges Sexualverhalten unter Tieren angeführt. So waren unter anderen die
häufig auch in Aquarien gehaltenen Stichlinge Objekte eingehender Studien. Dabei erwies sich ihre
ausgesprochene Vorliebe für gleichgeschlechtliche Freuden. Von Homosexualität kann man in diesem
Zusammenhang nicht reden. Andere Forschungen, an denen auch der berühmte Sexualforscher Kinsey
beteiligt gewesen ist, erstreckten sich auf das «homosexuelle» Verhalten von Meerschweinchen, Elefanten,
Hyänen, Hunden, Ratten, Kühen, Stieren, Antilopen, Hengsten, Mäusen und Fledermäusen, Hamstern,
Waschbären und vielen anderen Tieren.

Sex mit vertauschten Rollen - die einzigen Beispiele

Einer Feministin vom reinsten Wasser sträuben sich die Haare auf den Zähnen, wenn man ihr so ihre
Forderungen mal wieder übersteigert erscheinen einen Blick auf das Tierreich empfiehlt. Da ist von alters
her alles wohlgeordnet. Mann und Frau halten sich strikt an die ihnen von der Natur zugewiesenen Rollen.
Männliche Tiere sind grösser, stärker und angriffslustiger als die Weibchen, die sich mehr um die Aufzucht
der Brut zu kümmern haben. Ein richtiger Hahn auf dem Hühnerhof würde das Ansinnen mit entrüstetem
Krähen zurückweisen, wollte man ihm die Rolle des «Hausmannes» zuweisen. Jedoch, die Feministin möge
beruhigt aufatmen, es gibt auch in der Tierwelt einige Ausnahmen, die mehr dem von ihr propagierten
Gesellschaftsbild entsprechen. Einige weibliche Insekten sind grösser und gefährlicher als ihre Männchen.
Manche bringen sogar den Partner nach dem Begattungsakt um, wenn er nicht schnell genug das Weite
suchen kann. Auch unter höher entwickelten Tieren werden die allgemein als «natürlich» angesehenen
Rollen nicht immer eingehalten. Etwas ganz Besonderes haben die possierlichen Seepferdchen von der
Natur aus mitbekommen. Das Weibchen zeigt eine verlängerte Ausstülpung im Genitalbereich, die fast wie
ein kleiner Penis aussieht. Das Männchen hat am Bauch einen Sack mit einer Öffnung darin. Dort hinein
steckt das Weibchen den penisähnlichen Leiter und legt ihre Eier im Brutsack des Männchens ab. Der
Vorgang stimuliert das männliche Tier, das daraufhin Sperma in den Sack austreten lässt. Die Eier werden
befruchtet. Fertig ist der «Hausmann», denn er trägt die Kinder aus und schiebt mit voranschreitender
Schwangerschaft einen immer dicker werdenden Bauch vor sich her. Wenn es dann soweit ist, werden die
Jungtiere vom Vater geboren! Auch im Vogelreich kommt Ähnliches vor. Am bekanntesten sind die
Phalaropen, kleine Strand- und Wasserbewohner. Das Männchen sitzt auf den Eiern und brütet, während
dem Weibchen die Nahrungssuche obliegt. Ganz so weit haben es die menschlichen «Hausmänner» noch
nicht gebracht.

Geschlechtsumwandlung bei Vögeln

Was unter Menschen Aufsehen erregt und weltweit diskutiert wird, nämlich die Geschlechtsumwandlung
eines Individuums, ist in der Vogelwelt keineswegs eine Sensation. Allerdings bringen die Gefiederten von
sich aus wesentliche Voraussetzungen für einen solchen Vorgang mit. Vogelembryos haben fast immer zwei
Geschlechtsdrüsen, von denen aber nur eine und zwar die linke zur Reife heranwächst. Die rechte
verkümmert zum Rudiment. Wenn durch Krankheit, Unfall oder experimentellen Eingriff der linke Eierstock
geschädigt wird, aktiviert sich sogleich der rechte und entwickelt sich weiter. Aber nicht zum Eilieferanten,
sondern zu voll funktionsfähigen Hoden. Bei einigen Hausgeflügelarten kann sich eine vollkommene
Geschlechtsumwandlung vollziehen. Eine ursprüngliche Henne kann sich mit Hahnenfedern herausputzen
und fleissig ihre früheren Geschlechtsgenossinnen bespringen. Man hat beobachtet und auch darüber
berichtet, dass ein solches Tier zunächst Eier legte, um später Hennen zu befruchten. Eine
Geschlechtsumwandlung in der anderen Richtung, nämlich von einem männlichen zu einem weiblichen Tier
kommt äusserst selten vor.
Die bei Tieren aufs höchste gefährdeten Geschlechtsorgane

Wer schon einmal und wer hat nicht? Eine zum Freistoss aufgestellte Reihe von Fussballern beobachtet hat,
weiss Bescheid. Die Herren halten nicht umsonst beide Hände vor die Kostbarkeiten an ihrem Unterleib. Ein
Treffer mit dem Fussball könnte dort ernsthaften Schaden anrichten. Eigentlich ist jedes Lebewesen darauf
bedacht, seine Geschlechtsorgane zu schützen. Unter den Hunden gibt es manchmal Beisser, die sich auf
die Geschlechtsorgane ihrer Artgenossen spezialisiert haben. Der also überfallene Hund wird seinen Penis
und die Hoden buchstäblich bis zum letzten Atemzug verteidigen. Um so verwunderlicher ist es, dass bei
manchen Tierarten die Zeugungsorgane so gut wie gar nicht gesichert sind. Wenn der Bienenmann seinen
Penis bei der Königin einführt, bricht er sofort ab. Der Unglückliche verblutet. Genauso schlecht ergeht es
den Männchen des flinken Wurmes Platynereis megalops. Er wird von einem begattungslustigen Weibchen
gejagt und verfolgt, bis es der Liebestollen gelingt, ihm die Geschlechtsteile abzubeissen. Nur verspeiste
Zeugungsorgane führen zu einer Befruchtung! Bei den mehrarmigen Tintenfischen ist immer einer dieser
Arme als Sexualorgan ausgebildet. Dem Unglücklichen bricht ausgerechnet dieser Arm ab, sofern er ihn in
die hart ummantelte Geschlechtshöhle des Weibchens einführt. Und beim männlichen Opossum
(Beutelratte) gar hängt der Hodensack buchstäblich an einem Faden.

Wer im Tierreich den längsten Penis hat

Die grössten Geschlechtsorgane finden wir bei den im Meer lebenden Säugetieren, zu denen die Wale und
Delphine gehören. Ein ausgewachsener Rorqualwal hat einen Penis von gut drei Metern, und sein
Durchmesser kann dreissig Zentimeter betragen. Am Körper angewachsen ist ein Walpenis zweigeteilt. Die
beiden Stränge führen zu den Beckenknochen. Im Ruhezustand steckt dieses ungeheure Organ in einer
Körperfalte verborgen. Man geht im allgemeinen davon aus, dass grosse Tiere auch grosse Geschlechtsteile
haben. Das mag weithin stimmen. Beim Nilpferd und beim Elefanten kommt fast immer mehr als ein Meter
zum Vorschein. Und auch ein strammer Bulle kann da durchaus mithalten. So ein Bullenpenis wurde in
früheren Zeiten als «Prietzel» (das Wort hat in seiner Bedeutung verschiedene Wandlungen erfahren)
verwendet, das heisst als Instrument zur Ausübung der Prügelstrafe.

Welche Tiere mehr als einen Penis haben

Der doppelte Penis ist zwar eine Ausnahme, kommt aber beim Menschen äusserst selten vor. Im Tierreich
gibt es ganze Spezies, bei denen der doppelt oder mehrfach vorhandene Penis zur normalen Ausstattung
gehört. Im allgemeinen wird man davon ausgehen können, dass ein Doppelpenis in erster Linie eine
Missbildung ist. Dafür gibt es bei Menschen und Säugetieren eine Reihe von wissenschaftlich belegten
Beispielen. So hat man bei einer Ratte neben den voll funktionsfähigen Organen einen zweiten Penis
gefunden, der seine eigene Harnröhre hatte. Bei den Reptilien hingegen findet man den männlichen
Geschlechtsapparat oft doppelt vor. Wissenschaftlich spricht man von einem Halb-Penis, wobei man von
dem Gedanken ausgeht, dass ein ganzer Penis halbiert wurde. Aber auch der Halb-Penis kann sich
zweiteilen, so dass dann vier voll gebrauchsfähige Auswüchse vorhanden sind. Allerdings kann beim
Begattungsakt bei Schlangen immer nur ein Penis in die Vagina des weiblichen Tieres eingeführt werden.
Nicht nur bei Schlangen, auch bei vielen anderen Tierarten ist eine doppelte Penisbildung festgestellt
worden. Jedoch nimmt sie bei den wesentlich höher entwickelten Arten deutlich ab.

Die seltsamsten Formen des tierischen Penis

Die Natur spielt manchmal seltsame Spielchen. Da stattet sie Tiere mit einem starken Sexualtrieb aus und
macht es ihnen gleichzeitig unmöglich, den Koitus zu vollziehen. Schon so mancher Tierarzt war mit seinem
Latein am Ende, wenn er einen Bullen mit einem sogenannten «Korkenzieherpenis» vor sich hatte. Bei
diesem Ach so Unglücklichen verdreht sich dann der Penis unmittelbar vor dem Eindringen so, dass dabei
ein Vollzug des Begattungsaktes nicht mehr möglich ist. In Fachkreisen rätselt man immer noch daran
herum, wodurch dieses seltsame Penisverhalten bewirkt oder ausgelöst wird. Im Tierreich ist der Penis nicht
immer und überall ein gerades und glattes Glied, das seiner Funktion im wahrsten Sinne des Wortes
gewachsen ist. Ausser den bereits erwähnten Grössen unterschieden gibt es unterschiedliche Formen und
Färbungen. Bei Insekten und Reptilien sind die männlichen Organe oft mit Spitzen, Zacken und sogar
etlichen Widerhaken versehen. Damit wird das weibliche Tier dann solange festgehalten, bis letztendlich die
Vereinigung vollzogen ist. Schwere körperliche Schädigungen sind die Folge, wenn man ein kopulierendes
Insekten- oder Schlangenpaar auseinanderreisst. Entweder wird dem Mann der Penis samt Anhang
ausgerissen oder das Weibchen trägt scheussliche Risse und Schnitte davon. Das unverletzte
Auseinanderkommen nach dem Geschlechtsakt geht äusserst vorsichtig vor sich und ist oft schwieriger als
das Eindringen. Spitzen, Höcker und Zacken auf dem Penis sind bei vielen Tierarten völlig normal. Häufig
werden gerade diese scheinbaren Missbildungen zur Klassifikation herangezogen. Übrigens scheinen einige
Naturvölker mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe diese Absonderlichkeiten bei Insekten und Reptilien
bemerkt zu haben. Sie ahmen nach, was sie sehen, das heisst, die Männer durchbohren ihre Eichel. In die
sorgfältig offen gehaltenen Löcher, dazu benutzt man häufig kleine Vogelfedern, werden Pfrieme aus Holz,
Elfenbein oder Edelmetall eingeführt. Die damit begatteten Frauen klagen zwar anfangs noch über
Schmerzen. Sie möchten allerdings nach einer kurzen Gewöhnungsphase wegen des grösseren Genusses
den Widerhaken am Penis nicht missen.

Ungewöhnliche Penisformen bei den Primaten

Affen gelten fast durchweg als dem Menschen sehr nahestehende Wesen. Das gilt nicht nur für die
sogenannten Menschenaffen, sondern auch für unsere kleineren «Vettern». Nur in einem unterscheiden sich
die Affenmännchen vom Menschenmann. Sie haben ein kurzes Knochenstück im Penis, über dessen
Bedeutung man bisher wenig weiss. Ausser vielleicht, dass es für eine bessere und dauerhafte Steife sorgt.
Eine Affenart gibt es allerdings, bei der dieser Knochen im Penis fehlt und die auch sonst im Genitalbereich
wesentliche Unterschiede zu den anderen Primaten zeigt. Mit Stacheln besetzte, männliche Organe sind,
wie oben ausgeführt, im Tierreich bei niederen Wesen nicht gar so selten. Als einziger unter den Primaten
besitzt der Spinnenaffe einen stacheligen Penis. Sein kräftiges, zylindrisches Organ ist etwa vier Zentimeter
lang und misst anderthalb Zentimeter im Durchmesser. Auffällig sind die zahlreichen tiefschwarzen, kleinen
und harten Warzen. Sie stellen verhärtete Auswüchse der Oberhaut dar. Vermutlich sollen die Knubbeln
dem Penis besseren Halt geben, wenn er in der Vagina des Weibchens steckt.

Die meisten Penisstösse beim Koitus macht der Brüllaffe

Sexualforscher haben sicherlich längst herausgefunden und statistisch erfasst, wie oft der Mann zustossen
muss, bis er und die Partnerin zum Orgasmus kommen. Bei den Tieren hat man sich dieser Mühe noch nicht
unterzogen. Nur bei den Brüllaffen hat sich zufällig mal jemand die Mühe des Mitzählens gemacht. Das
Männchen machte hintereinander achtundzwanzig Stösse. Dann war entweder der Orgasmus erreicht oder
der Bursche hatte einfach keine Lust mehr. Ganz bestimmt gibt es Affenarten, deren Männchen noch viel
fleissiger sind.

Die grössten tierischen Hoden

Wer Männer in der Badehose, in Knallengen Jeans oder am FKK-Strand in Augenschein nimmt, der wird
unschwer feststellen, dass es im sogenannten «Gehänge» gewaltige Grössenunterschiede gibt. Der eine
scheint einen fast leeren Beutel herumzutragen, während der andere die Hoden baumeln lässt wie
Kirchenglocken. Diese Beobachtung gilt auch für Tiere. Selbst bei mehreren Zuchtbullen auf der Weide die
ja letztlich alle den gleichen Pflichten obliegen sind deutliche Grössenunterschiede bei den Hoden
festzustellen. Diese Unterschiede sind jedoch von Tierart zu Tierart noch gravierender. Die grössten Hoden
findet man bei den grössten Tieren, den Elefanten und den Walen. Aber auch unter sich kann ein
Hodenpaar durchaus unterschiedlich gross sein. So wog man einmal die Hoden eines ausgewachsenen
Elefanten mit 1,8 und 2,2 Kilogramm. Die Masse in Länge, Breite und Höhe wurden mit 18 Zentimeter zu 15
Zentimeter und 11 Zentimeter angegeben. Nebenbei fiel auf, dass sich im Urin des Tieres selbst zwölf
Stunden nach seinem Tod noch bewegliche Spermien befanden. Es wird niemanden überraschen zu
erfahen, dass die allergrössten Hoden bei den riesigen Walen gefunden wurden. An Walhoden kommt man
nur heran, wenn die Bauchfalte geöffnet ist und die Eingeweide beiseite gedrückt oder entfernt werden. Aber
bei ihnen wurde noch nicht mitgezählt. Walhoden sind fast zylinderförmig. Ihre Oberfläche ist weich, weiss
und glatt. Selbst wenn man die Walhoden endlich freigelegt hat, ist schwer mit ihnen umzugehen. Denn sie
wiegen zwischen 15 und 60 Pfund pro Stück. Die Hoden des riesigen Blauwales sind über 75 cm lang. Sie
bringen bis zu 100 Pfund auf die Waage jeder natürlich.
Die beweglichsten Tierhoden

Gehen wir abermals vom menschlichen Beispiel aus. Bei grosser Kälte zieht sich der Hodensack des
Mannes so stark zurück, dass sein Inhalt in die Hautfalten am Schambein rechts und links vom Schaft des
Penis hoch gepresst wird. Menschliche Hoden steigen oft nicht «ab». Rücken die Hoden aus dem
Bauchbereich nicht an ihre endgültige Stelle, sind Komplikationen zu erwarten. Menschliche Hoden sind also
durchaus beweglich. Doch ist das nichts im Vergleich zu dem, was bei einigen Tierarten an
Testikelbewegungen zu beobachten ist. Bei vielen Säugetieren sitzen die Hoden während des grössten
Teiles des Jahres gut geschützt im Bauchraum. Erst wenn die Laufzeit einsetzt, nehmen sie ihren Platz im
Hodensack ein. Nach getaner Pflicht und Schuldigkeit setzen sie sich bis zum nächsten Mal im Bauch zur
Ruhe. Diese nützliche Eigenschaft findet man bei Erdhörnchen und Fledermäusen. Bei anderen Tierarten
lässt sich beobachten, dass bei Schrecken oder Aufregung ein bestimmter Muskel in Tätigkeit tritt, der die
echt oder auch nur scheinbar gefährdeten Hoden hinauf in den schützenden Bauchraum befördert. Strecken
von zehn bis zu etwa dreissig Zentimetern werden von den beweglichen Hoden unschwer überbrückt.
Die grösste tierische Ejakulationsmenge

Auch hier zunächst ein Blick ins Menschenreich, nur so zum Vergleich. In einer bekannten Illustrierten las
ich kürzlich in der Ratgeber-Spalte «Fragen Sie Dr. So-wieso» die Zuschrift eines besorgten jungen Mannes.
Er habe so schrieb er, beim Orgasmus nur einen sehr geringen Ausstoss von Flüssigkeit, etwa drei bis fünf
Tropfen. Ob das denn genüge, um ein Kind zu zeugen, die Freundin zu befriedigen und vor anderen nicht
lächerlich dazustehen. Der Dr. Sowieso beruhigte den Briefschreiber dahingehend, dass es gerade beim
Samen nicht auf die Quantität ankomme, sondern nur auf die Qualität. Um ein Kind zu zeugen, genügt ein
Bruchteil von einem Tropfen, wenn er nur den Weg durch die Scheide zur Gebärmutter mit dem wartenden
Ei findet. Sicherlich hat die Menge des Ejakulates auch mit der Grösse zu tun. Nicht unbedingt beim
Menschen. Da sind Riesen im Bett oft Zwerge, während der kleinere Mann das ganze Bett überschwemmt.
Im Tierreich aber ist es so, dass die riesigen Wale auch riesige Mengen an Sperma ausstossen. Seeleute
haben lange gebraucht, bis sie die im Meerwasser schwimmenden grauweisslichen Klumpen richtig zu
deuten wussten. Es waren die ansehnlichen Überreste des Samens, die von der Walin beim Begattungsakt
nicht aufgenommen worden waren. Unter den Haustieren sagt man dem Bullen und dem Eber nach, dass
sie die grösste Menge an Ejakulat produzieren. Beim Eber reicht das durchschnittliche Volumen von 100 bis
500 ml, bei einem errechneten Durchschnitt von 200 ml. Die hier angeführte Höchstmenge entspricht einer
gut gefüllten Tasse. Die Menge des ausgespritzten Samens hat sich bei den Deckstationen laufend
vermehrt. Die um sich greifende künstliche Besamung führte dazu, dass die Eber und Bullen immer mehr
der bei teuren Zuchttieren kostbaren Flüssigkeit in die künstliche Vagina eines Phantomschweines oder
Rindes ergiessen. Diese Entwicklung geht auf die frühen 30er Jahre zurück. Zwischen 1932 und 1934 haben
die Forscher Milanov und Rodolfo den Grundstein für die heute bei Schweinen und Rindern allgemein
übliche künstliche Besamung gelegt. Arme Schweine! Arme Kühe!

Die schnellste Erektionsgeschwindigkeit bei Tieren

Auch hier drängen sich Vergleiche mit dem Menschen auf. Wie schnell ist ein Penis hoch und steif? Jeder
weiss aus eigener Erfahrung, dass hierbei das Alter eine wesentliche Rolle spielt. Dem jungen Manne
schnellt die Rute in der Hose hoch, wenn er dem begehrten Weibwesen nur in die Nähe kommt. In mittleren
Jahren sofern die ständige Übung nicht unterlassen wurde bedarf es schon einigen guten Zuredens in Form
von Streicheln und Küssen, um den «kleinen Mann» aufzuwecken. Je höher die Zahl der Jahre, desto länger
die Anlauf- bzw. Aufstehperiode. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, denen man nur gratulieren kann.
Alle Beobachtungen laufen darauf hinaus, dass es im Tierreich nicht anders zugeht. Der junge Bulle oder
der junge Rüde sie sind ständig im Zustand der sexuellen Bereitschaft. Von der völligen Erschlaffung bis zur
vollständigen Erektion brauchen die meisten Tiere nur drei bis vier Sekunden, manche noch weniger. Das
heisst, ihr Penis schnellt buchstäblich in die Höhe. Der unermüdliche Kinsey hat auch hier seine Spuren
hinterlassen. Er fand heraus, dass bei «Hengsten, Bullen, Widdern, Ratten, Meerschweinchen, Igeln,
Katzen, Hunden, Affen und vielen anderen Tierarten die volle Erektion blitzartig einsetzt, sofern sie Kontakt
mit einem Sexualobjekt haben». So weit der Altmeister. Aber er hat nichts über die möglichen
Wechselwirkungen gesagt. Schnellt ein Penis in die Höhe, weil ein geeignetes und geneigtes Objekt in der
Nähe ist? Oder sucht das Tier (der Mensch) mit dem bereits erigierten Penis nach einem Lustobjekt?

Die langlebigsten Spermen bei Säugetieren

Es gibt nur wenige Arten von Säugetieren, die männlichen Samen über längere Zeit speichern können. Die
Fledermäuse gehören dazu. Bei ihnen und anderen Tierarten wird die Fortpflanzungszeit von einem
bestimmten Zyklus gesteuert. Interessant mag erscheinen, dass die männlichen Geschlechtsorgane bei
Menschen und Fledermäusen eine grosse Ähnlichkeit aufweisen. Ein gewaltiger Unterschied besteht
allerdings insofern, als Penis und Hodensack der männlichen Fledermaus ganz und gar einschrumpfen,
wenn sie nicht gebraucht werden. Zur Paarungszeit aber schwellen beide zu ungeheuerlicher Grösse an.
Man stelle sich einen solchen Vorgang beim Menschenmanne vor! Bei Fledermäusen, die in den
Winterschlaf verfallen, wird der Zeugungsprozess auf einer bestimmten Stufe aufgehalten. Bei den Spezies
Myotis, Eptesicus, Vespertilio und Plecotus wird der aufgenommene Samen in der Gebärmutter aufbewahrt.
Bei der Rhinolophids dagegen wird der Samen in einer aussen an der Vagina befindlichen Tasche
gespeichert, die mit einer zähflüssigen Masse angefüllt ist. Im Schutze der weiblichen Fledermaus bleibt der
männliche Samen den ganzen Winter über fruchtbar. Im Frühling setzen die Spermen ihren Weg zum Ei fort.
Die Befruchtung findet statt. Berechnungen haben ergeben, dass funktionstüchtiger Samen in der weiblichen
Fledermaus ca. fünf Monate lang aufgespeichert wird.

Die längsten Spermen bei Tieren

Sperma tritt in allen möglichen Formen auf. Doch ist eine längliche Gestalt am verbreitetsten. Oft findet man
auch fadenförmige Gebilde. Die Spermen des Crayfisch, eines hummerähnlichen Schalentieres, sind wie
Sterne geformt. In anderen findet man sich drehende Membrane oder explodierende Kapselungen. Es ist
behauptet worden, dass das einzelne Spermatozoon niemals grösser wird als 50 Mikron (1 Mikron = 1
Tausendstel Millimeter) im Durchmesser. Dabei gibt es einige Tierarten, bei denen die Spermen eine
beachtliche Länge erreichen. Bei den Amphibien (Kriechtiere, die im Wasser und auf dem Land leben
können) gibt es die Familie der Discoglossidae, deren Spermatozoen bis 2 Millimeter lang werden. Und bei
der im Wasser lebenden Notonecta hat man bereits die erstaunliche Länge von 12 Millimeter gemessen.
Erstaunlich ist auch, was einige Krustentiere produzieren. Ihr Sperma ist sechs mal länger als der ganze
Körper. Wenn diese Spermatozoen austreten, sind sie zu einer kompakten Masse aufgewickelt!

Wenn Tiere mehr als nur eine Vagina haben

Die meisten Lebewesen, die den Geschlechtsverkehr mit dem Penis in der Scheide ausüben, kommen mit
einer Vagina aus. Hin und wieder treten bei Frauen Abnormitäten oder Missbildungen auf. Die ärztliche
Wissenschaft ist heute dazu in der Lage, schon im Kindesalter solche Fehler weitgehend zu beheben.
Weitaus häufiger als bei den Menschen tritt die mehr oder weniger vollkommen aus gebildete doppelte
Scheide bei verschiedenen Tierarten auf. Es gibt aber einige Arten, für die eine Doppelbildung als normal
gelten muss. Dazu gehören die Entenarten Platypus, der stachelige Ameisenbär und die Beuteltiere. Die
weiblichen Tiere dieser Gattungen verfügen durchweg über zwei Vaginen. Aber auch andere Teile des
weiblichen Geschlechtsapparates treten doppelt auf. Schon beim Embryo der erwähnten Spezies
erscheinen Harnröhre, Gebärmutter und Vagina paarweise, aber in streng voneinander getrennten
Strukturen. So bleibt es auch bei den erwachsenen Tieren. Dieses paarweise Auftreten bestimmter Teile der
Geschlechtsorgane ist, wie wir sehen, bei einigen Tierarten völlig normal. Bei anderen stellen sie
Missbildungen dar, die eine Fortpflanzung unmöglich machen. Dabei gibt es die verwirrendsten Spielarten.
So gibt es doppelte Vaginen mit nur einer Zuleitung oder doppelte Zuleitungen zu nur einer Scheide. Bei den
meisten so verbildeten Tieren wird der Fehler kaum bemerkt. Es sei denn, es handelt sich um zur Zucht
bestimmte Tiere, die einer genauen Beobachtung durch den Züchter unterliegen. Stellt er
Zeugungsunfähigkeit infolge solcher Missbildungen fest, wird das so gestaltete Wesen ausgemerzt und im
geeigneten Falle verzehrt. In der Natur merzt sich ein solcher Bestand von selbst aus. Bei Menschen kann
man immer noch auf die Hilfe der Ärzte vertrauen.
Die längste Klitoris bei Tieren

Wiederum erscheint zunächst ein Blick auf den menschlichen Sexualbereich angebracht. Die weibliche
Klitoris ist häufig Gegenstand gelehrter Abhandlungen. Auch ihre Grösse wird immer wieder diskutiert. Und
hier scheiden sich die Geister. Es gibt Forscher, die eine überdimensionierte Klitoris nicht als solche
ansehen wollen, sondern als den unterentwickelten Penis eines Transsexuellen. Wir sehen uns also echt in
einem Grenzbereich, der auch ins Reich der Tiere hineinwirkt. Dort erfahren wir, dass die Klitoris eines
weiblichen Wales acht Zentimeter misst. Sie ist nach rückwärts geneigt und gilt zusammen mit den anderen
riesigen Geschlechtswerkzeugen der Wale als ein Maximum an Ausdehnung. Doch ist eine Klitoris von
mehreren Zentimetern Länge bei Frauen durchaus nicht ungewöhnlich. Nicht selten ist dieses Organ so weit
ausgebildet, dass es Lesbierinnen als Penis-Ersatz dienen kann. Die Walfrau mit ihren durchschnittlichen
acht Zentimetern fällt da kaum aus dem Rahmen. Bei vielen Tierarten ist zu beobachten, dass ihre
Geschlechtsorgane im Verhältnis zur Körpergrösse überentwickelt sind. Vor allem fällt bei den Weibchen
einiger Tierarten die Übergrosse Klitoris auf. Das gilt für die Hyänen und die Spinnenaffen. Überraschend
lang ist auch die Klitoris der weiblichen Maulwürfe. Wenn nicht gerade Brunftzeit ist, die den Penis des
männlichen Tieres gewaltig anschwellen lässt, ist die Klitoris mit ihm fast gleich lang. Bei Hauskatzen und
Zibetkatzen besteht die Klitoris aus einer komplizierten Struktur, die durch einen Knochen versteift wird. Das
Organ steht immer etwas hervor. Die Wissenschaft spricht der Klitoris bei den meisten Spezies eine
funktionelle Rolle ab und stellt nur fest, dass sie ein überraschend eindrucksvolles Organ darstellt. Nach
neueren Erkenntnissen dürfte sich «die Wissenschaft» geirrt haben. Die Klitoris ist da, um Wohlgefühle zu
vermitteln bei Tieren wie bei Menschen.

Bei Tieren gibt' s die Klitoris in zweifacher Ausführung

Wir sahen bereits, dass bei vielen Tierarten und in unterschiedlichem Umfange die Geschlechtsorgane
doppelt auftreten. Das gilt auch für die Klitoris, die bei weiblichen Tieren zweifach vorhanden sein kann.
Oder anders ausgedrückt, sie stellt sich in zwei Hälften dar. Manchmal ist nur ein Teil von ihr doppelt da, das
heisst, sie spaltet sich an ihrem oberen Ende. Bei den Beuteltieren erscheint der vordere, kugelförmige Teil
der Klitoris (glans clitoridis) als paariges Organ. Ein ähnliches Phänomen kann beim Penis mancher Reptile
festgestellt werden. Weibliche Reptile besitzen überhaupt keine Klitoris was jedoch der Freude am Koitus
keinen Abbruch zu tun scheint.

Die grössten Milchdrüsen

Wenn es um verblüffende Grössenordnungen geht, stossen wir immer wieder auf die Wale. Natürlich haben
Walkühe auch die grössten Milchdrüsen. Sie haben allerdings keine Euter wie unsere vierbeinigen
Milchlieferantinnen. Diese Organe sind bei Waldamen ziemlich lang und flach. Sie bilden zueinander einen
leichten Winkel. Die Zitzen sind nicht weit vom Nabel entfernt. Bei Rorqual-Walkühen hat man die Brüste im
milchlosen Zustand sehr genau vermessen können. Sie sind 2,10 Meter lang, 70 Zentimeter breit und etwas
mehr als 6 Zentimeter dick. Sobald die Kuh säugt, vergrössern sich ihre Milchdrüsen erheblich, wie dies bei
allen Säugetieren der Fall ist. Bei einer säugenden Walkuh nimmt die Dicke der Brust von den erwähnten
sechs Zentimetern bis zu 30 Zentimetern zu. Ihre Farbe verändert sich von Rosa zu einem goldenen
Braunton. Wenn die Brüste der Walin sehr stark ausgedehnt sind, kann man die Nippel von aussen sehen.
Man hat bei getöteten Walkühen gesehen, dass sich ganze Ströme von Milch aus den Brustwarzen
ergossen. Die Waljäger sagen dann, die Kuh sei «voller Milch». Ein sicheres Zeichen dafür, dass einem
Walkind die säugende Mutter abgeknallt worden war.

Der Schimpanse hält beim Koitus am kürzesten durch

Wenn von affenartiger Geschwindigkeit die Rede ist, dann darf man das bei unseren Vettern, durchaus auch
auf deren Sexualleben beziehen. Bei den Menschenaffen kommt man kaum dazu, auf die Stoppuhr zu
drücken, so schnell ist ein Koitus vorüber. Von Minuten kann kaum die Rede sein. Alles ist in Sekunden
vorüber, eben mit affenartiger Geschwindigkeit. Im Zuge einer wissenschaftlichen Beobachtung wurden drei
erwachsene Schimpansen mit sechs Weibchen zusammengebracht. Gemessen wurde die Dauer von
insgesamt 95 Begattungsvorgängen, um daraus eine durchschnittliche Kopulationszeit zu ermitteln. Man
höre und staune, der längste «Quicky» dauerte kaum 15 Sekunden. Der Durchschnittswert aller
beobachteten Kopulationen lag bei knapp unter zehn Sekunden. Bei den verschiedenen männlichen Tieren
wurden Werte zwischen 12 und etwa 19 Stössen registriert. Dann setzte bereits die Ejakulation ein. Für das
überleben der Affenhorde mag die «schnelle Tour» ganz nützlich sein. Nicht selten kommt es vor, dass sich
eine Affendame der männlichen Annäherung gar nicht geneigt zeigt. Aber ehe sie ein energisches «Nein»
ausdrücken kann, hat der flinke Bumser seine 15 Stösschen gemacht und seinen Samen deponiert.
Der kürzeste Koitus bei Säugetieren

Die Affen bringen ihren Koitus mit wahrlich affenartiger Geschwindigkeit hinter sich. Aber auch andere
Säugetiere beeilen sich dabei so, als könnten sie es gar nicht erwarten, sich einer lästigen Pflicht entledigt
zu haben. Während Würmer, Schlangen und Insekten sich stundenlangem Genuss hingeben, tun die
Säugetiere vieler Arten so, als müsste man ein lästiges Geschäft so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Manche übertreffen sogar noch die Affen in ihrer Eile. Bullen, Schafböcke und Hirsche entwickeln dabei eine
erstaunliche Geschwindigkeit. Der ganze Prozess dauert nicht länger als ein paar Sekunden. Das ist herzlich
wenig, wenn man daran denkt, welche Schwierigkeiten und welche Kämpfe auf Leben und Tod ein Hirsch zu
bestehen hat, bis er endlich zum Sprung ansetzen darf. Pferde lassen sich immerhin einige Minuten Zeit
dazu. Auch bei den Walen, die ja mit manchen Höchstleistungen aufwarten können, geht der Kopulationsakt
ziemlich schnell über die feuchte Bühne. Sicherlich spielt ihre gewaltige Masse dabei eine Rolle. Manche
Beobachtungen besagen, dass die riesigen Tiere tauchen, mit grosser Geschwindigkeit aufeinander
zuschwimmen, um dann senkrecht Bauch an Bauch im Koitus vereint aufzutauchen. Oft genug ist
beobachtet worden, dass Wale dabei über die Brust hinaus bis zum Bauch über die Wasseroberfläche
emporschnellen. Viele Waljäger wollen den auf diese Weise vollzogenen Kopulationsakt beobachtet haben.
Es gibt aber auch Beschreibungen, wonach Wale sich in waagerechter Stellung paarten. Der so ausgeführte
Koitus dauerte immerhin bis zu 30 Sekunden.

Auch Katzen haben einen ungeheuren Trieb

Mit der schier unerschöpflichen Lust auf Liebe ist es bei einem strammen Kater offensichtlich nicht so weit
her, wie es die landläufige Meinung annimmt. Der bei einer «Rolligen» Katze fast unermüdliche Kater gehört
wohl ins Reich der Märchenwesen. Menschlicher Forschergeist hat auch hier keine Ruhe gefunden, bis er
alles ganz genau wusste. So haben Laboruntersuchungen ergeben, dass ein munterer Kater vier- bis
fünfmal seine Katerkraft unter Beweis stellt. Danach lässt ihn die liebebedürftige Katze völlig kalt. In seltenen
Ausnahmefällen (aber auf welchem Gebiet gibt es die nicht?) Haben sich Kater innerhalb von einer Stunde
neun- bis zehnmal über die willige Katze hergemacht. Wie bei den Affen lässt sich auch hier feststellen, dass
die sexuelle Leistungsfähigkeit des weiblichen Tieres die des vielbewunderten Katers bei weitem übertrifft.

Der Insekten Koitus kann lebensgefährlich sein

Verliebte sagen schon mal: «Ich habe dich zum Fressen gern», aber ernstgemeint ist der Satz zum Glück
nicht. Bei einigen Insekten ist das anders. Wenn eine Spinne vom Stamme der Gottesanbeterin sich einen
Gatten erwählt hat, so ist damit bereits das Todesurteil über ihn gesprochen. Diese Tiere pflegen ihre
vorderen Extremitäten zu falten und wie betende Hände emporzustrecken, daher der Name. Aber so fromm
wie sie tun, sind die Weibchen dieser Gattung keineswegs. Gelehrte wollen herausgefunden haben, dass
sich der Mann der Gottesanbeterin nur dann erfolgreich sexuell betätigen kann, wenn ihm erst einmal der
halbe Kopf weggefressen worden ist. Brrr! Angeblich werden dadurch gewisse Hemmungen beseitigt, die ihn
an einer richtigen Kopulation hindern. Der Kannibalismus dieser Weibchen scheint aber doch nicht
unbedingt mit einer erfolgreichen Paarung zusammenzuhängen. Denn bei wissenschaftlichen Versuchen im
Terrarium hat man der beisslustigen Dame ihre vorderen Gliedmassen gefesselt, ehe man sie auf das
Männchen losliess. Und, siehe da, es ging auch ohne Mord und Totschlag. Die Gottesanbeterin ist nicht die
einzige unter den männermordenden Insekten. Auch viele Diptera pflegen an ihren Ehegesponsen
herumzuknabbern. Die Fliege Serromya femorata aus der Familie der Ceratopogonidae macht mit dem
erwählten Gatten Liebe, indem sich Bauch an Bauch und Mund an Mund schmiegt. Ein wahrlich rührendes
Bild glücklicher Begattung. Nur hat das weitaus stärkere Weibchen die hässliche Angewohnheit, nach
erfolgter Paarung die Innereien des Partners durch den Mund herauszusaugen. Aber es gibt auch den
umgekehrten Fall. Wenn sich bei den Asilidae das frisch begattete Weibchen nicht flugs in Sicherheit bringt,
wird es von seinem stürmischen Liebhaber aufgefressen. Das tut der rabiate Bursche manchmal auch mitten
im Fest der Begattung.

Gruppensex bei den grössten Tieren

Wie oft haben kirchliche und andere, den körperlichen Freuden abholde Institutionen gegen den
ausserehelichen und ganz besonders gegen den Gruppensex gewettert. Als eine schlimme «Perversion»
wurde derlei Betätigung hingestellt und als etwas, das nur dem verderbten Menschen auf seinem Wege zur
sicheren Hölle habe einfallen können. Weit danebengeschossen! Gruppensex scheint die natürlichste Sache
der Welt zu sein jedenfalls für die Menschenaffen auf ihrem Felsen wie auch für viele andere Tierarten. Hier
wiederum vorwiegend bei den hochentwickelten. Zwergwale betätigen sich besonders gern im Gruppensex.
Aber auch die Riesen unter ihnen tun desgleichen. So berichtet man von den Grauwalen, dass sie es
besonders gern zu dritt treiben. Dabei bemühen sich zwei männliche Tiere um ein weibliches.
Wissenschaftler und andere Beobachter sind sich nicht ganz über die Rolle des zweiten männlichen Tieres
im klaren. Vor allem weiss man nicht genau, wie diese Partnerkonstellation etwas zur Steigerung der
allseitigen Lust beitragen kann. Verschiedentlich meint man, all das habe etwas mit «gegenseitiger
Hilfeleistung» zu tun. Wenn wir uns die Grösse dieser riesigen Tiere vergegenwärtigen, kann man sich
schon vorstellen, dass es beim Geschlechtsverkehr ein wenig der gegenseitigen Hilfeleistung bedarf.

Ein nie enden wollender Kuss bei Tieren

Wer kennt nicht den Scherzreim: Niemand kann es wissen, ob sich Fische küssen über Wasser tun sie's
nicht, unter Wasser sieht man's nicht. Forscher sind jedoch Leute, die auch unter Wasser sehen können. Sie
haben festgestellt, dass manche Fische mit grossem Vergnügen einander küssen. Das ist besonders häufig
bei den Schmuckfischen. Beim Liebesspiel benutzen diese Fische ihre Lippen in einer Art, die dem Kuss
unter Menschen gleichkommt. Unter den Labyrinthfischen gibt es sogar eine Art, die ganz offiziell als der
«küssende Gurani» bezeichnet wird. Diese Spezies küsst so gern, dass sich mancher Kuss bis zu
fünfundzwanzig Minuten ausdehnt. Küssende Menschen halten zwar noch länger durch, doch sind solche
Fälle selten.