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DAS SUDLICHE P: SANSKRITTEXT DER REZENSION B MIT DEN LESARTEN DER BESTEN HSS. DER REZENSION « HERAUSGEGEBEN VON JOHANNES HERTEL, DES XXIV. BANDES DER ABHANDLUNGEN DER PHILOLOGISCH-HISTORISCHEN KLASSE DER KONIGL. SACHSISCHEN GESELLSCHAV'T DER WISSENSCHAFTEN Ny, LEIPZIG BE! B.G. TEUBNER 1906. M. AUREL STEIN DEM TATKRAPTIGEN FORDERER DER PANCATANTRA-FORSCHUNG HOCHACHTUNGSVOLL DARGEBRACHT. Vorwort. Das praktische Bedirfnis hat es mit sich gebracht, daB ich entgegen dem urspriinglichen Plane nun doch den Sanskrit-Text des Sidlichen Panieatantra vor der Ausgabe Parnabhadras ver- fentliche. Die Notwendigkeit dieser Programménderung ergab sich mir bei der Ausarbeitung des kritischen Apparats zu Parna- bhadra. Ich hoffe, da die Leser der folgenden Finleitung mein Vorgehen billigen werden. Es ist von Fachgenossen brieflich und mindlich gegen meine Arbeitsweise der Einwand erhoben worden, daB meine zahlreichen Einzeluntersnchungen einen Uberblick fiber die Paneatantra-Frage sehr erschweren, Ich ergreife darum die sich mir hier bietende Gelegenheit, zu sagen, da es gar nicht moglich war, anders vor- zugehen. Als vor fimf Jahren Freund Schmidt mich einlud, 2u seiner beabsichtigten Ausgabe des sog. eatus ornatior die Kinleitung mi schreiben, konnte niemand ahnen, welche Fille von hs, Material wa bewaltigen sein wiirde umd in wieviel verschiedenen Be- arbeitungen das indische Paricatantra vorliegt. Die Wiederauffindung des Urtextes war ein véllig unvorhergeschenes Ereignis, das die kthnsten Hoffmungen tiberstieg. Hatte doch ein Mann wie Buhler in seinem Detailed Report 8. 47 geschrieben: ,,Gunadhya’s Vrikathathd goes back to the first or second century of onr era, A com- parison of its version of the Punchatantra with those now current, in India and with the so-called Semitic translations will show that the work translated for Khosru Noshirvan was not the Panchatantra, but a contemporaneous or later collection of moral tales“. Und das schrieb Benfeys groBer Schuler in demselben Katalog, in dem er anf 8. X unter Nr. 145 das Kasmir- Exemplar verzeichnete, welchos sich 25 Jahre spiter auf Grund echenden Untersuchung uls der mit dem Original der Ubersetzumg in der Hauptsache itbereinstimmende Urtoxt einer Pahlavi