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Matrixexponentialfunktion und Jordansche Normalform

Es sei A eine (reelle oder komplexe) n n-Matrix. Die Matrixexponentialfunktion etA ist durch die fu r alle t R konvergente Reihe tn An t2 A2 + ... + + ... 2! n! deniert. Fu r Strukturuntersuchungen der Matrixexponentialfunktion ist die Jordansche Normalform vorteilhaft. Aus der linearen Algebra ist bekannt, da jede quadratische Matrix A durch eine geeignete nichtentartete Koordinatentransformation Q auf die Form etA := I + tA + J = Q1 AQ, mit einer Blockdiagonalmatrix J1 . . . 0 ... , J = 0 . . . Jk gebracht werden kann. Die Matrizen Jj heien Jordank astchen. In astchen die Gestalt komplexer Normalform hat jedes Jordank 1 0 ... 0 0 1 ... 0 ................. Jj = , . . 0 .. .. 1 0 0 ... ... wobei ein Eigenwert von A ist. Ein und derselbe Eigenwert kann auch in mehreren Jordank astchen vorkommen. Sind alle Eigenwerte verschieden, besitzt J Diagonalform. In diesem Fall sind die Spalten der Transformationsmatrix Q gerade die zugeh origen Eigenvektoren von A.
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Fu at sich auch bei komplexen Eigenwerten eine r reelle Matrizen A l reelle Normalform herleiten. Die Jordanka stchen zu = i haben die Gestalt I 0 ... 0 0 I ... 0 ................. Jj = . . . . . I . 0 0 0 ... ... mit := , I := 1 0 0 1 .

Mit Hilfe der Relation etA = etQJQ


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= QetJ Q1

kann die Berechnung von etA auf etJ zuru ckgefu hrt werden. Diese ocke etJj Matrix hat die gleiche Blockstruktur wie J selbst. Fu r die Bl gilt 2 m1 1 t t /2! . . . t /(m 1)! 0 1 m2 /(m 2)! t ... t tJi t . . . . e =e 0 0 . . . ... 0 0 ... 1 t 0 0 ... 0 1 Obwohl diese Matrix i.a. komplexe Eintr age hat, ist etA wieder reell.