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Das Lied vom Ringe Elwert. S. 19.

Es waren drey Soldaten, Dabey ein junges Blut, Sie hatten sich vergangen, Der Graf nahm sie gefangen, Setzt sie bis auf den Tod. Es war ein wackres Mdelein Dazu aus fremdem Land, Sie lief in aller Eilen Des Tags wohl zehen Meilen Bis zu dem Grafen hin. Gott gr Euch, edler Herre mein, Ich wnsch Euch guten Tag, Ach! wolt Ihr mein gedenken Den Gefangnen mir zu schenken Ja schenken zu der Eh. Ach nein, mein liebes Mdelein, Das kann und mag nicht sein, Der Gefangne der mu sterben, Gott's Gnad mu er ererben Wie er verdienet hat. Das Und Sie Des Bis Mdel drehet sich herum weinet bitterlich, lief in aller Eilen Tags wohl zwanzig Meilen, zu dem tiefen Thurm.

Gott gr Euch ihr Gefangnen mein, Ich wnsch Euch guten Tag! Ich hab fr Euch gebeten, Ich kann Euch nicht erretten, Es hilft nicht Gut noch Geld. Was hat sie unter ihrem Schrzelein? Ein Hemdlein war schneewei, Das nimm du Allerliebster mein, Es soll von mir dein Brauthemd sein, Darin lieg du im Tod. Was zog er von dem Finger sein? Ein Ringlein, war von Gold, Das nimm du Hbsche, du Feine, Du Allerliebste meine, Das soll dein Trauring sein. Was soll ich mit dem Ringlein thun, Wenn ichs nicht tragen kann? Leg es in Kisten und Kasten, Und la es ruhen und rasten Bis an den jngsten Tag. Und wenn ich ber Kisten und Kasten komm, Und sehe das Ringlein an,

Da darf ichs nicht anstecken, Das Herz mcht mir zerbrechen, Weil ichs nicht ndern kann.