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Eine gemischte Schule ist gemäß der Sharî’ah haram

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)

Frage:

Ich bin ein 16-jähriges Mädchen. Ich habe kürzlich meine Schule gewechselt. Könnten
Sie mir bitte sagen, wie ich mich in der Schule benehmen muss? Das Mädchen-zu-Jungs-
Verhältnis ist in dieser Schule äußerst ungerecht. In meiner Chemie-Klasse z.B. gibt es
fast 15 Jungen und nur 3 Mädchen! Deshalb muss ich manchmal, wenn ich Hilfe bei einer
Frage brauche oder ein dringendes Problem habe, Jungs holen (nur sehr, sehr ungern).
Außerdem, da es so wenige Mädchen gibt, sind die Jungs so offenherzig mit uns. Ich
verbringe etwa 7 Stunden in der Schule, und ich denke, es ist nicht möglich, mit
niemandem zu sprechen. Bitte sagen Sie mir, wie ich mich in der Schule benehmen
sollte. Ist es okay, wenn ich mit Jungs spreche oder ist es besser, wenn ich nicht
versuche, freundlich zu ihnen zu sein?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Dein Besuchen einer gemischten Schule ist gemäß der Sharî’ah harâm, weil das
Vermischen, das du beschreibst, dich dem moralischen Verfall aussetzt und ein Mittel
dafür sein kann, dich zu veranlassen, Sünde zu begehen.

In vielen Ahadîth warnte der Gesandte Allâhs (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm),
Männer vor der Fitnah (Versuchung) der Frauen, und er wies darauf hin, dass die Sache
so ernst ist, dass ihre Fitnah die schlechteste aller Fitnahs und die schädlichste Sache ist.

Es wurde von Usâmah ibn Zayd berichtet (möge Allâh mit ihm zufrieden sein), dass der
Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm), sagte: „Ich habe nach mir keine
Versuchung hinterlassen, die den Männern am schädlichsten wäre, als die Frauen.“

Berichtet von al-Bukhâri, 4808; Muslim 2740

Es wurde von ‘Uqbah ibn ‘Âmir berichtet, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen
Allahs seien auf ihm) sagte: „Hütet euch davor, bei den Frauen einzutreten!“ Ein Mann
von den Ansâr, sagte: „O Gesandter Allâhs, wie sieht es mit den Verwandten des
Ehemannes (außer Vater und Sohn) aus?“ Er sagte: „Die Verwandten des Ehemannes
sind der Tod.“

Al-Bukhâri, 4934; Muslim, 2172

Ibn Hajar sagte, indem er den ersten Hadîth erläuterte:

Dieser Hadîth zeigt an, dass die von den Frauen verursachte Fitnah größer ist als jede
andere Fitnah. Dies wird durch den Vers unterstützt, in dem Allâh sagt (ungefähre
Bedeutung):
„Zum Genuss wird den Menschen die Freude gemacht an ihrem Trieb zu
Frauen...“ [Aal ‘Imrân 3:14]

Allah sagte über sie, dass sie zu den Dingen gehören, die Männer begehren, und Er
erwähnte sie vor allen anderen Dingen, um kenntlich zu machen, dass sie die Ursache
der Fitnah sind. Wir können sehen, dass ein Mann eher dazu neigt, die Kinder einer Frau
zu lieben, mit der er noch verheiratet ist als die Kinder einer Frau, die er geschieden hat.

Fath al-Bâri, 9/138

Ibn al-Qayyim (möge Allâh barmherzig mit ihm sein) sagte:

Zweifellos ist die Tatsache, Frauen zu erlauben, sich frei mit Männern zu vermischen, die
Basis allen Übels. Dies ist einer der Hauptgründe für die Strafe, die jeden trifft und für
den Sittenverfall der öffentlichen und privaten Angelegenheiten. Das freie Mischen von
Männern und Frauen ist die Ursache der vielen Unmoral und Ehebrüche, und es ist die
Ursache des allgemeinen Unheils und vieler Krankheiten.

Eine der größten Ursachen des allgemeinen Unheils ist das Vorherrschen des Ehebruchs,
weil Frauen gewährt wird, sich frei mit Männern zu vermischen und unter ihnen spazieren
zu gehen, indem sie eine mutwillige Zurschaustellung ihrer Schönheit machen. Wenn die
bestehenden Mächte wüssten, wie viel Verdorbenheit dies den weltlichen Belangen und
den Leuten zufügt, würden sie es energischst verhindern.

Al-Turuq al-Hakamiyyah, S. 408

Bei dem Mischen, das du beschreibst, ist es nicht möglich, seinen Blick zu senken, und es
verleitet Frauen dazu, Männer zu begehren und umgekehrt. Dies ist nicht erlaubt;
vielmehr ist dies die Sache, die zum Unheil führt. Wenn der Gesandte Allahs (Frieden und
Segen Allahs seien auf ihm) dies seinem eigenen Vetter (Sohn seines Onkels
väterlicherseits) al-Fadl ibn al-‘Abbâs verbot, als er mit ihm auf seinem Reittier ritt und
sie eine der beliebtesten Taten der Anbetung Allahs, nämlich die Hajj, durchführten, als
Al-Fadl in der Gesellschaft des Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf
ihm) und in der Zeit der Sahâba war, welche die frommsten unter den Leuten waren, wie
können wir dann den Frauen unserer heutigen Zeit, wo Krankheiten des Herzens weit
verbreitet sind und Religion so wenig praktiziert wird, erlauben, so viele Stunden jeden
Tag ohne einen Mahram am selben Platz wie Männer zu sitzen?

Fürchte Allah, meine Schwester, und gehe nicht in diese Schule, egal wie schwierig es
sein mag. Wir werden dir den Hadîth von al-Fadl zitieren, auf den sich oben bezogen
wurde:

Es wurde berichtet, dass ‘Abd-Allâh ibn ‘Abbâs (möge Allâh mit ihm zufrieden sein),
sagte: „Al-Fadl war der Reitpartner des Gesandten Allahs (Frieden und Segen Allahs
seien auf ihm). Eine Frau vom (Stamm der) Kath’am kam, und al-Fadl begann, sie
anzuschauen, und sie begann, ihn anzuschauen, so drehte der Gesandte Allahs (Frieden
und Segen Allahs seien auf ihm) al-Fadls Gesicht auf die andere Seite. Sie sagte, „O
Gesandter Allahs, der Befehl Allahs, der Seinen Dienern die Hajj auferlegt, ist jetzt
gekommen, wo mein Vater ein alter Mann ist, und nicht sicher auf seinem Reittier sitzt;
kann ich die Hajj für ihn verrichten?“ Er sagte: „Ja“. Dies war die Abschieds-Pilgerfahrt.

Berichtet von al-Bukhâri, 1442; Muslim, 1334.

Ibn ‘Abd al-Barr (möge Allâh barmherzig mit ihm sein), sagte, als er diesen Hadîth
erläuterte:
Dieser Hadîth stellt das natürliche Verlangen nach Frauen dar, was in den Menschen
geschaffen wurde, und was befürchtet werden kann, wenn man sie anschaut. Al-Fadl ibn
‘Abbas war einer der jungen Männer von Banu Hashim, und er war der hübscheste Mann
seiner Zeit, laut dem, was sie berichteten.

Dies zeigt ebenso an, dass der Herrscher Männer und Frauen davon abhalten muss,
einander anzuschauen. Dies umfasst u.a. die Frauen, bei denen es keine Garantie gibt,
dass sie keine Versuchung hervorrufen oder ihr unterlegen sein werden, daran zu
hindern, in den Straßen und Marktplätzen und Orten spazieren zu gehen, wo sie Männer
anschauen können. Der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm), sagte: „Ich
habe nach mir keine Versuchung hinterlassen, die den Männern am schädlichsten wäre,
als die Frauen.“ Und Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):

„Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen
(vor dem Ansehen verbotener Dinge) und ihre Keuschheit wahren (vor
unrechtmäßigen sexuellen Akten) sollen...“ [al-Nûr 24:31]

Dies ist für denjenigen genügend, der über die Bedeutungen des Buches von Allâh
nachdenkt und sich leiten lässt, um danach zu handeln.

Al-Tamhid, 9/123-124

Es besteht kein Bedarf für das Vermischen. Das Studieren an dieser Schule ist nicht
notwendig; solange eine Frau lesen und schreiben kann und die Lehren ihrer Religion
kennt, ist dies genügend, weil sie dafür geschaffen wurde, d.h., um Allah anzubeten.
Alles darüber hinaus ist nicht notwendig.

Und Allâh weiß es am besten.

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 8827)