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Sie schwor, ihren Sohn zu schlagen

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)

Frage:

In einem Wutanfall schwor ich, meinen Sohn zu schlagen, bis sein Blut fließt, aber ich tat
es nicht. Was muss ich tun? Möge Allâh Sie mit Gutem belohnen.

Antwort:

Alles Lob gebührt Allâh.

Sie müssen Kafârat Yamîn (Sühne für das Brechen eines Gelübdes) entrichten, da dieses
Schlagen keine Tat ist, die Sie Allâh näher bringen kann; es handelt sich um einen
persönlichen Versuch, mit etwas umzugehen. Wenn Sie es also nicht taten, müssen Sie
Kafârat Yamîn entrichten. Und weil ihn zu schlagen, bis sein Blut fließt, nicht erlaubt ist.

Das Gelübde, das Sie in diesem Fall beschreiben, ist wie ein Gelübde, um Sünde zu
begehen; es ist nicht erlaubt, ein Gelübde zu erfüllen, um Sünde zu begehen, und die
Sühne dafür ist Kafârat al-Yamîn, welche ist:

Zehn arme Menschen zu speisen oder sie einzukleiden oder einen gläubigen Sklaven zu
befreien. Wer nicht dazu in der Lage ist, irgendeines dieser drei Dinge zu tun, kann drei
Tage fasten.

Die Speisung der Armen geschieht dadurch, indem man ihnen einen halben Sâ’
(arabische Maßeinheit, Anm. d. Übersetzerin) Grundnahrungsmittel des Landes gibt, ob
es Datteln, Weizen, Reis oder was auch immer ist. Das gleichwertige Gewicht sind etwa
anderthalb Kilogramm.

Und Allâh ist die Quelle der Kraft.

Majmû’ Fatâwa wa Maqâlât Mutanawwi’ah li Samâhat al-Sheikh al-‘Allâmah


‘Abd al-‘Azîz ibn ‘Abd-Allâh ibn Bâz (möge Allâh barmherzig mit ihm sein), Bd.
8, S. 393

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 10018)