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Ist Wudû’ gültig, wenn eine Person Öl in ihrem Haar hat?

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)

Frage:

Wenn jemand etwas Olivenöl in seinem Haar hat, hält dies das Wasser davon ab, das
Haar zu erreichen und macht das Wudû’ somit ungültig?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allâh.

Die erwähnte kleine Menge des Olivenöls würde das Wasser wahrscheinlich nicht davon
abhalten, das Haar zu erreichen.

Das Grundprinzip, wie von Sheikh Ibn ‘Uthaymîn (möge Allâh barmherzig mit ihm sein)
angeführt wurde, ist, dass, wenn eine Person Dihn (Creme oder Öl) auf den Körperteilen
benutzt, die während des Wudû’ gewaschenen werden, bleibt das Dihn entweder fest
zurück, in welchem Fall es vor dem Verrichten des Wudû’ entfernt werden muss, denn
wenn das Dihn fest ist, dann hält es das Wasser davon ab, die Haut zu erreichen, und in
diesem Fall ist das Wudu’ nicht gültig.

Aber wenn das Dihn nicht fest ist, sondern eine Spur dessen auf dem während des Wudû’
gewaschenen Körpers zurückgeblieben ist, dann macht es nichts. Aber in diesem Fall
muss sich die Person vergewissern, dass sie mit ihrer Hand über den in der Frage
erwähnten Körperteil streicht, da das Dihn gewöhnlich wasserabweisend ist, demnach
kann das Wasser nicht alle Bereiche des zu waschenden Teils des Körpers erreichen.

Fatâwa al-Tahârah, S. 147

Es darf hinzugefügt werden, dass die Angelegenheit in Bezug auf den Kopf weniger
kritisch ist, da die Verpflichtung hinsichtlich des Kopfes ist, über ihn zu wischen, nicht ihn
zu waschen, und wischen bedeutet, dass das Wasser nicht jedes einzelne Haar zu
erreichen braucht.

Sheikh Ibn ‘Uthaymîn wurde außerdem gefragt:

Wenn eine Frau Henna auf ihr Haar aufträgt und es trocknet, und Ähnliches, kann sie
darüber wischen?

Er antwortete:

Wenn eine Frau Henna auf ihr Haar aufgetragen hat und es getrocknet ist, dann kann sie
darüber wischen und sie braucht ihr Haar nicht zu öffnen und das Henna auszuwaschen,
weil bestätigt wurde, dass der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm), als er
im Ihrâm war, etwas auf sein Haar aufgetragen hatte, um es zusammenzuhalten und es
davon abzuhalten, staubig zu werden, und was auf das Haar aufgetragen wird, wird als
Teil dessen betrachtet. Dies weist darauf hin, dass es hinsichtlich der Reinigung des
Kopfes einen Spielraum gibt.

Fatâwa al-Mar’ah al-Muslimah, 1/28

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 39493)