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Als ich an diesem Abend mein Hotelzimmer verlasse, habe ich keine Ahnung, was heute geschehen wird.

Meine Freundin sieht bewundernd mein Kleid an. Wir laufen zur Strandparty, Fackeln leuchten uns in der Ferne entgegen. Es ist dunkel, deshalb sehe ich IHN nicht sofort. Doch ich vernehme sein Lachen, das mich so oft in meine Trume verfolgt hat und es dringt viel zu laut an meine Ohren. Ich erkenne ihn und mein Herzschlag beschleunigt sich. Ich wollte ihn nie wiedersehen! Ein paar Sekunden, bis sein Blick ebenfalls zu mir gleitet. Es ist wie eine grauenvolle Ewigkeit, in der ich registriere, dass sein Arm ein anderes Mdchen umschlingt. Er sagt meinen Namen und schon vorher wei ich, wie er ihn betonen wird, wie er ihm einen einmaligen, wunderschnen Klang gibt. Wie gehts?, fragt er. Diese Frage ist so belanglos, dass ich nichts entgegnen kann. Ich starre nur auf seine Hnde, die das hbsche Mdchen neben ihm streicheln. Meine Zehen graben sich in den Sand, ich renne los, mchte nur meinem inneren Feuerwerk entgehen. Gegen meinen Willen erinnere ich mich, wie er mir vor zwei Jahren einen Korb gegeben hat, auf uerst unschne Weise. Ich vermisse ihn noch immer. Ich gelange an eine Schlucht, die Wellen zngeln sich gebieterisch, whrend ich schluchzend zu Boden gleite. Pltzlich steht er hinter mir und flstert meinen Namen. Mir war nicht klar, stottert er, dass ich dir noch immer so viel bedeute! Es tut weh und ich lege den Kopf in meinen Scho. Geh, bitte ich, doch er schttelt den Kopf, bis er mir ganz nah ist. Gib uns eine Chance, flstert er, bevor er mich ksst. So zrtlich, dass ich alles um mich herum vergesse. Ich wollte schon immer nur ihn. Trotz allem kommen Trnen. Aber er geht nicht fort und bleibt wo er ist. Fr immer.