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Methoden zum Anwärmen

1 Namensduell

Intention: Warming up zum Erinnern von Namen und zum Bewegen.

Durchführung
Die Gruppe wird durch das Abzählen (eins, zwei, eins zwei usw.) in eine Gruppe der „Einser“ und eine
der „Zweier“ eingeteilt. Die „Einser“ und die „Zweier“ werden gebeten, sich auf zwei Seiten des zwischen
ihnen ausgebreiteten Vorhangs („Trennwand“) zu versammeln, so dass sie von der je anderen Gruppe
nicht gesehen werden. Jede Gruppe wählt eine Person, die direkt vor dem Vorhang in die Hocke geht.
Die Leitung zählt laut bis drei und lässt den Vorhang fallen – in dem Moment erblicken sich die zwei
„delegierten“ Personen und rufen laut den Namen der vor ihnen sitzenden Person. Wer schneller ist,
gewinnt die erratene Person für seine Gruppe, d. h. sie wechselt zu der Gruppe auf der
gegenüberliegenden Seite der Trennwand. Dann werden wieder zwei Personen ausgesucht, die sich auf
den zwei Seiten des Vorhangs positionieren und das Ratespiel geht weiter. Die Leitung spielt die
Schiedsrichter. Man kann es solange spielen, bis eine der Gruppen die deutliche Mehrzahl der Leute auf
ihrer Seite versammelt. Sollte sich aber alles die Waage halten, kann die Leitung nach Einschätzung der
Spiellust zum rechten Zeitpunkt abbrechen.

Zeit
Max. 10 min.

Material
Ein Stück Stoff – Vorhang, Bettlacken, Schlafsack – in Funktion einer „Trennwand“.

Vorbereitung
Keine.

Anregungen
Das Warming up sollte möglichst in der Anfangsphase des Experiments eingesetzt werden. Es ist ein
lustiges Spiel, bei dem die Gruppe Namen kennen lernen und wiederholen kann. Man kann beim
Runterlassen des Vorhangs in verschiedenen Sprachen zählen, soweit es der Leitung möglich ist.

2 Häuser und Hausbewohner

Intention: Warming up zum Bewegen, Körperspüren, Lachen.

Durchführung
Die Gruppenmitglieder werden gebeten sich in Dreiergruppen zusammenzustellen. Eine einzige Person
soll dabei übrig bleiben.
Je zwei Personen aus jeder Dreiergruppe stehen sich in kurzem Abstand gegenüber, strecken ihre
Hände so, dass sich ihre Handflächen berühren und ein Dach bilden. Die dritte Person stellt sich
darunter, in die Mitte des auf diese Weise entstandenen Hauses. Es gibt jedoch die eine Person, die kein
Haus bilden konnte und auch kein Haus als Bewohner besetzen konnte. Sie möchte, dass sich ihre
Situation ändert. Sie hat drei Möglichkeiten, um zu einer Hauswand bzw. zum Hausbewohner zu werden:
Sie ruft entweder „Häuser“, dann bewegen sich alle Häuserhälften und wechseln ihre Plätze (die
Hausbewohner bleiben stehen) oder sie ruft „Bewohner“, dann wechseln alle Bewohner ihre Häuser, oder
sie ruft „Erdbeben“ und dann wechseln alle ihre Plätze. In dem Augenblick des Wechsels kann die
Kommando gebende Person eine neue Rolle der Haushälfte oder des Bewohners ergattern. Es bleibt
immer eine Person übrig, die wiederum zwischen drei Varianten der Anweisungen wählen kann.

Zeit
Max. 5 min.

Material
Keines.

Vorbereitung
Keine.

Anregungen

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Man kann die Anweisungen in verschiedenen Sprachen gemeinschaftlich üben und dann in
verschiedenen Sprachen spielen. Es empfiehlt sich, dass die Leitung (sie ist in der Regel ein Dreierteam)
es nicht nur verbal erklärt, sondern es am Anfang vormacht, wie ein Haus mit Bewohner ausschaut.

3 Apfel weiterreichen

Intention: Warming up zur Geschicklichkeit, zum Körperkontakt und zum Lachen.

Durchführung
Die Gruppe wird in Fünfergruppen geteilt und stellt sich in nebeneinander stehenden Reihen auf. Jede
Gruppe bekommt einen Apfel. Die Person, die als erste in ihrer Reihe steht, klemmt sich den Apfel
zwischen Kinn und Brustkorb und versucht ihn an die zweite Person in ihrer Reihe weiter zu reichen. Der
Apfel wandert weiter, bis er am Ende der Reihe angekommen ist. Es gewinnt die Gruppe, die den Apfel
als erste vom Anfang zum Ende der Reihe befördert hat. Als Belohnung können die Gruppen
gemeinschaftlich ihren Apfel teilen und aufessen.

Zeit
Max. 5 min.

Material
Äpfel entsprechend der Zahl der Kleingruppen.

Vorbereitung
Keine.

Anregungen
Dieses Warming up empfiehlt sich, wenn die Gruppe sich bereits besser kennt und zu näherem
Körperkontakt bereit ist.

4 Rücken an Rücken wandern

Intention: Warming up zur Körperwahrnehmung und Bewegung.

Durchführung
Die Gruppe teilt sich nach Neigung in Paare auf. Jedes Paar stellt sich Rücken an Rücken und bleibt
einfach eine Weile stehen; spürt nach, wie sich der eigene Rücken und der Rücken der anderen Person
anfüllt; entspannt die Schultern; sucht Halt im Boden und im sicheren Stand der anderen Person. Dann
lösen sich die beiden voneinander, gehen in die Hocke und verweilen kurz in der balancierenden Stellung
Rücken an Rücken angelehnt. Nach einer kurzen Weile versuchen sie sich Wirbel für Wirbel aufzurichten,
ohne den Rückenkontakt zu dem anderen zu verlieren und ohne jegliche Hilfe der Hände. Als nächstes
bewegen sie sich Rücken an Rücken einige Schritte. Als zweite Variante kann auch versucht werden,
zwei Reihen zu bilden, die Rücken an Rücken in die Hocke gehen und wieder gemeinsam aufstehen etc.

Zeit
Max. 5 min.

Material
Keines.

Vorbereitung
Keine.

Anregungen
Die Leitung sollte beachten, dass sie viel verbal erklären muss – es geht um eine Einfühlungsübung! Es
gibt aber auch die Möglichkeit, dass zwei Leiter die Übung selber vorführen und dann alles den Paaren
überlassen, wie sie vorgehen möchten (gemeint ist die Länge des Nachspürens oder die Häufigkeit des
Aufstehens Rücken an Rücken). Es empfiehlt sich, wenn dieses Warming up am Morgen durchgeführt
wird, dass die Teilnehmenden zuerst ihren ganzen Körper selbst (nicht in Paaren!) abklopfen. Man
beginnt dabei mit den Armen (Innen- und Außenseite), dann die Beine von unten nach oben (Innen- und
Außenseite), Körpervorderseite und Po.

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5 Salem aleikum

Intention: Warming up mit Bewegung.

Durchführung
Die Gruppe steht im Kreis. Eine Person (am Anfang die Leitung) befindet sich außerhalb des Kreises und
umrundet ihn im eigenen Tempo (nicht zu langsam). Nach einigen Umkreisungen sucht sie sich eine
Person aus, die im Kreis steht, tippt leicht an ihre Schulter. In diesem Moment muss die angetippte
Person den Kreis verlassen. Beide Mitspieler laufen in entgegen gesetzte Richtungen. Wenn sie sich
begegnen, bleiben sie kurz stehen, legen die eigenen Hände aneinander (wie beim Beten) und sprechen
sich gegenseitig das Grußwort „Salem aleikum“ (= Friede sei mit Dir) zu. Danach laufen sie so schnell wie
möglich weiter in die entgegen gesetzten Richtungen und versuchen beide, den leeren Platz im Kreis zu
ergattern. Wer zu langsam war und die Lücke nicht füllen konnte, bleibt außerhalb des Kreises. Er geht
erneut um ihn herum und sucht sich eine Person aus, der er wieder auf die Schulter tippt und so fort.

Zeit
Unter 10 min.

Material
Keines.

Vorbereitung
Keine.

Anregungen
Dieses Warming up eignet sich gut fürs Freie. Es bringt die Gruppe in Bewegung und zum Lachen.