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"Neue Kronen-Zeitung" vom 08.08.2002

Stmk, Morgen

Seite: 16

"Lederdeponie-Käufer" will jetzt den Vertrag rückgängig machen

Gutachten über Umweltgefahr in Unterpremstätten fehlen, aber:

Niemand ist für die Ablagerungen verantwortlich, das Ausmaß der Umweltgefahr steht noch nicht fest - sehr wohl aber, dass Leopold Schmallegger, auf dessen Grundstück in Unterpremstätten eine alte Lederdeponie zu Tage gefördert wurde, den vor einem Jahr getätigten Kauf jetzt rückgängig machen möchte. Notfalls auch per Gericht, wie sein Anwalt Manfred Rath der "Steirerkrone" bestätigt.

Die jüngste Verhandlung bei der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung am Mittwoch brachte neuerlich kein für Schmallegger zufriedenstellendes Ergebnis. Weder der verantwortliche Umweltsünder noch die Umweltgefährdung konnten von der Behörde eruiert werden. "Irgendwie befürchte ich, dass ich da völlig über bleibe", so Schmallegger. "Aber das kanns ja wohl nicht sein."

Wird es auch nicht, wie Schmalleggers Anwalt Manfred Rath versichert. Der Verkäufer wird nun schriftlich aufgefordert, den Kauf rückgängig zu machen. Notfalls müsse das gerichtlich durchgesetzt werden. Gel- tend gemacht werden "allgemeiner Irrtum" über den Kaufgegenstand sowie die Kontaminationsklausel im Kaufvertrag, die besagt, dass der Verkäufer für Altlasten dieser Art haftet.

Spannend wird in diesem Zusammenhang der 27. August - da entscheidet die Behörde endlich, ob das

gesamte Grundstück vom Lederabfall befreit werden muss oder nicht

WM