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GRAZ

FREITAG , 2 5 . MÄRZ 200 5, SEITE 27

GRAZ FREITAG , 2 5 . MÄRZ 200 5, SEITE 27 D e r A nf

D e r A nfa ng vom Sc h re c ke n: D e r Ba gge r en tde c kt die a l te Lede rdeponie a m f r i sc h e rwo r b enen G ru nd stü c k

KK

Albtraum vom Eigenheim

Un te r prem st ä tten: Fa rce u m L ede rdeponie ge h t weite r. Ha u p tge s c h ä dig- te r Sc hm a llegge r s oll G ru nd b u c hein tra g u ng f ür Vo r b e s i tze r b e za hlen .

GER ALD WINTER

A m Anfang stand der Traum vom Einfamilienhaus in ru- higer Lage. Für Leopold

Schmallegger wurde es ein Alb- traum, der ihn mittlerweile seit drei Jahren nicht loslässt und bis- her 80.000 Euro gekostet hat.

Zur Vorgeschichte: Schmalleg- ger kaufte in Unterpremstätten ein Grundstück. Als die Bagger anckten, um einen Keller aus- zuheben, stießen sie auf eine alte Lederdeponie. Das Bauvorhaben wurde gestoppt, ein Rechtsstreit mit dem Vorbesitzer Wilfried Mögler begann. Er wurde verur- teilt, die Kaufsumme von 55.000 Euro ckzuerstatten. Das war vor genau zwei Jahren

(wir berichteten). Die Kaufck- abwicklung ist mittlerweile durchgeführt, das Grundstück gehört wieder Wilfried Mögler. „Ich hab’ seither aber keinen ein- zigen Cent gesehen, so Schmall- egger verzweifelt. Mögler gilt als schwer verschuldet, auf sein Ge- halt laufen mehrere Exekutio- nen, weiß Schmallegger, den jetzt aber der Rechtsstaat endgül- tig auf die Palme bringt.

Am 21 . Februar flatterte ein eingeschriebener Brief in sein Haus. Das Grundbuchamt for- dert mittels Exekution 584 Euro. „Ich muss die neue Grundbuch- eintragung für Herrn Mögler zahlen. Ich als Gläubiger muss für meinen Gegner aufkommen. Das kann es ja nicht sein, ist Schmall-

egger, der als Simultanhafter im Grundbuch steht, empört. Mög- ler kann die Eintragung nicht be- zahlen, also kommt Schmallegger erneut zum Handkuss. Der behält sich weitere Schritte vor. Der Albtraum geht weiter.

h r i tt e v o r. D e r A l b tr a

KO MMENTAR

RO BER T E NGELE

D e r Ma c he r

T atkraft und Durchset- zungsvermögen sagt man

Politikern als Erfolgsrezept nach. Wie wohltuend energi- sches und schnelles Ein- greifen sein kann, zeigt sich am Beispiel der Verwirrungen um den vierspurigen Ausbau der Triesterstraße (siehe Seite 30). Da herrschte ein Gechtechaos, das sich gegenseitig aufzuschaukeln drohte – bis Stadtrat Gerhard Rüsch gestern den gordischen Knoten durchschlug und alle Betroffenen an einen Tisch zwang. Und siehe da: Jetzt ziehen alle an einem Strang und es herrscht wieder so etwas wie Zuversicht.

S chön wäre es nur, wenn derartige Aktionen öfter

gelingen könnten. Wie beispielsweise bei den neuen Einbahnregelungen im Herz- Jesu-Viertel, wo der Stadtrat seine eigenen Verordnungen jetzt teilweise wieder kippte – sehr zum Unmut der betrof- fenen Anrainer.

S ie e rr ei c hen den A ut o r u n t e r

robert.engele@kleinezeitung.at

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