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Pressemitteilung vom 27. März 2006 In der Sache Leopold Schmallegger gegen die Marktgemeinde Unterpremstätten

Im Jahre 2001 hat Herr Schmallegger im Gemeindegebiet der Marktgemeinde Unterpremstätten für sich und seine Familie ein Grundstück gekauft und wollte dort ein Einfamilienhaus errichten. Ein Bauverfahren unter der Leitung des Bürgermeister Eisner wurde durchgeführt, und ergab sich aus den bei der Gemeinde aufliegenden Unterlagen (Flächenwidmungsplan) kein Anhaltspunkt für Herrn Schmallegger, dass die von ihm angekaufte Liegenschaft in einem Sanierungsgebiet bzw. Altlastengebiet liegt. Ein Fertighaus wurde bestellt und eine Baufirma mit der Errichtung des Kellers beauftragt.

Obwohl die Nachbarn, aber auch einige der Gemeinderäte, zu diesem Zeitpunkt bereits wussten, dass auf dem von Hr. Schmallegger gekauften Grundstück vor Jahren Industrieabfälle, insbesondere Lederreste, vergraben wurden, wurde Herr Leopold Schmallegger, der mit seiner Familie aus Graz nach Unterpremstätten zuziehen wollte, von niemandem über diesen Umstand informiert.

Erst bei Beginn der Grabungsarbeiten zur Kellererichtung stieß man auf die Industrieabfälle und mussten die Bauarbeiten sofort gestoppt werden.

Aufgrund des erheblichen medialen Echos haben sich sowohl Bürgermeister Eisner als auch Frau Landeshauptmann Klasnic umgehend bereit erklärt, zu helfen, wobei sich insbesondere die von Herrn Schmallegger eingeschaltete Volksanwaltschaft, als auch der Umweltanwalt bemüht hat, die Marktgemeinde Unterpremstätten zu veranlassen, die Sanierung der Liegenschaft auf eigene Kosten durchzuführen, bzw. in eventu die Liegenschaft Herrn Schmallegger abzukaufen, um diesen schadlos zu halten.

Nach Ablauf des medialen Echos flaute auch die Hilfsbereitschaft der Politiker ab, und wurde Herr Schmallegger mit einem finanziellen Schaden von EUR 85.000,00 alleine gelassen.

Niemand wollte mehr etwas von den alten Lehmgruben und den alten Deponien wissen, und die Gemeinde vermeinte, sich immer korrekt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verhalten zu haben, sodass es einzig und alleine an Herrn Leopold Schmallegger und seiner Familie läge, den Schaden, der Ihnen durch diese Industrieabfälle entstanden ist, auszugleichen.

Die Volksanwaltschaft, an welche sich Herr Schmallegger gewandt hat, forderte Herrn Schmallegger auf, seine Schadenersatzansprüche gegenüber der Marktgemeinde Unterpremstätten geltend zu machen, da nach Ansicht der Volksanwaltschaft diese das gegenständliche Grundstück ohne nähere Überprüfung als Bauland ausgewiesen habe und auch im Bauverfahren trotz Kenntnis der angrenzenden Deponien eine Bauplatzprüfung nicht veranlasst wurde. Auch habe die Marktgemeinde Unterpremstätten es unterlassen, die gegenständliche Liegenschaft als Sanierungsgebiet zu kennzeichnen, woraus sich eine Haftung der Marktgemeinde Unterpremstätten hinsichtlich des eingetretenen Schadens ergäbe.

Im zurzeit zwischen Herrn Leopold Schmallegger und der Marktgemeinde Unterpremstätten laufenden Zivilverfahren wurden bereits mehr als 30 Zeugen einvernommen, wobei es sich großteils um ehemalige, bzw. derzeitige Gemeinderäte der Marktgemeinde Unterpremstätten handelte, jedoch können sich diese weder an Lehmgruben im Gemeindegebiet erinnern, noch war Ihnen bekannt, dass in den 60-er und 70-er Jahren aus Graz diverse Industrieabfälle nach Unterpremstätten gebracht worden seien.

Einzig bei Herrn Bürgermeister Eisner schlossen sich die Erinnerungslücken teilweise und führte dieser sohin aus: „Im Nachhinein schließen sich Erinnerungslücken, damit meine ich, nach den gegenständlichen Vorfällen kam ich dann drauf, dass ich mich auch erinnern kann, dass es einige Lehmgruben gegeben hat. Jedoch weiß ich nicht, wo diese genau waren.“

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Vater des

Bürgermeisters über Jahre klagsgegenständlichen Lehmgruben

direkt

in

neben

den

einer

Ziegelfabrik

gearbeitet hat und der Bürgermeister selbst in diesen Gruben als Jugendlicher mit den Lederresten auch gespielt haben soll.

Die bisherigen Kosten im Zivilverfahren belaufen sich auf ca. EUR 44.000,00 und Herr Bürgermeister Eisner schon jetzt vor Ergehen des erstinstanzlichen Urteiles abgekündigt hat, dass er alle Rechtsmittel ausschöpfen werde, um eine Haftung der Gemeinde hinsichtlich des eingetretenen Schadens aufgrund der Industrieabfälle abzuwehren.

Ein Unterliegen im gegenständlichen Prozess wäre für die junge Familie Schmallegger mit einer finanziellen Katastrophe verbunden.

Der Traum vom eigenen Haus wurde für die Familie Schmallegger zum Albtraum.

verbunden. Der Traum vom eigenen Haus wurde für die Familie Schmallegger zum Albtraum. Abb. 1 –

Abb. 1 – Bagger am Grundstück

Abb. 2 – Zu Tage beförderte Lederreste Abb. 3 – Die entdeckte Lederdeponie …

Abb. 2 – Zu Tage beförderte Lederreste

Abb. 2 – Zu Tage beförderte Lederreste Abb. 3 – Die entdeckte Lederdeponie …

Abb. 3 – Die entdeckte Lederdeponie …

Abb. 4 - … zog einen sofortigen Baustopp nach sich sAbb. 5 – Das Ausmaß

Abb. 4 - … zog einen sofortigen Baustopp nach sich

Abb. 4 - … zog einen sofortigen Baustopp nach sich sAbb. 5 – Das Ausmaß der

sAbb. 5 – Das Ausmaß der Deponie erstreckt sich über mehrere Grundstücke und wird auf über 12.000 m3 Kontaminierung geschätzt.

Abb. 6 – Aufgrund einer Anordnung von der BH Graz-Umgebung wurde die Deponie wieder zugeschüttet.

Abb. 6 – Aufgrund einer Anordnung von der BH Graz-Umgebung wurde die Deponie wieder zugeschüttet.

von der BH Graz-Umgebung wurde die Deponie wieder zugeschüttet. Abb. 7 - … und der Traum

Abb. 7 - … und der Traum vom Eigenheim begraben …

Abb. 8 – Familie Schmallegger. Kontakt: Leopold Schmallegger Tel +43 316 328 307 Mobil +43

Abb. 8 – Familie Schmallegger.

Kontakt:

Leopold Schmallegger

Tel

+43 316 328 307

Mobil

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