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Entwicklungsquartier St.

Georg-Mitte

Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte


28. Öffentliche Sitzung
Dienstag, 27. Oktober 2009
Heinrich-Wolgast-Schule, Pausenhalle
Greifswalder Straße 40, 20099 Hamburg

Protokoll

ARGE / konsalt Gesellschaft für Stadt- und Regionalanaly-


sen und Projektentwicklung mbH
Tel. 040 – 35 75 270

Im Auftrag des Bezirksamtes Hamburg-Mitte,


Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung
abgst. Jo 17.11.
Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte 28. Öffentliche Sitzung 27. Oktober 2009 konsalt
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Moderation: Herr Oehler (Büro CONVENT)

Tagesordnung
1. Abstimmung der Tagesordnung

2. Genehmigung der Protokolle aus den Sitzungen vom 30.06.2009 und

vom 29.09.2009

3. Aktuelle halbe Stunde / Verschiedenes

4. Wettbewerbsergebnisse Neubebauung Spadenteich/Lange Reihe (angefragt)

5. Nachbesetzung Stadtteilbeirat

6. Rückmeldungen zu Anfragen und Anträgen

- Situation der Kunsthandwerker(-innen) in St. Georg

7. Verfügungsfonds und Projektförderung

7.1 Wiedervorlage Antrag an den Verfügungsfonds Die Paten – Gemeinsam gegen


AIDS 010/2009 (Spendensammelaktion)
7.2 Antrag an den Verfügungsfonds Stiftung St. Georg 013/2009 (Stadtteil-Kunst-Kalender)

8. Termine

- nächster Sitzungstermin: 24.11. 2009

Begrüßung

Herr Oehler begrüßt die Anwesenden (Anhang Beirat 57: Liste der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer) und erläutert das Vorgehen auf der heutigen Sitzung.
Anmerkung zur Nummerierung der Anhänge: relativ oft wird in den Sitzungen Bezug auf bereits bekannte
Dokumente genommen. Damit ein und dasselbe Schriftstück im Laufe der vielen Sitzungen nicht mehrere
verschiedene Nummern bekommt, versuchen wir, alle Anhänge durchgehend zu nummerieren. Wenn
nun unerwartet eine niedrigere Nummer kommt, bedeutet dies, dass das Dokument schon in einem frü-
heren Protokoll als Anhang dabei war.

Herr Wiederhold stellt im Nachgang zur letzten Sitzung richtig, dass er das Sitzungsprotokoll
vom 30. Juni 2009 schon sehr frühzeitig erhalten hat.

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Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte 28. Öffentliche Sitzung 27. Oktober 2009 konsalt
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1. Abstimmung der Tagesordnung

Herr Jochem informiert darüber, dass der vorgesehene Inhalt des Tagesordnungspunktes 4
entfällt, weil der angefragte Referent auf unbestimmte Zeit abgesagt hat. Stattdessen wird das
Projekt Pulverteich 25a-29 vorgestellt.

Frau Friedt möchte den Tagesordnungspunkt 7, Verfügungsfonds und Projektförderung, aus


terminlichen Gründen vorziehen.
Herr Wiederhold erkundigt sich, ob es neue Entwicklungen bezüglich des Projektes „Volksfür-
sorge“ gibt.
Herrn Jochem sind keine neuen Entwicklungen bekannt, jedoch wird er sich erkundigen und,
falls neue Entwicklungen vorliegen, dann werden diese auf der nächsten Sitzung präsentiert.

Herr Schwarz greift das von Herrn Wiederhold angesprochene Thema auf und bekräftigt das
Interesse an diesem Projekt, weil eine gültige Abrissgenehmigung vorliegt.

Herr Joho ergänzt, dass diese Abrissgenehmigung bereits zu einem Zeitpunkt erteilt wurde, als
noch Mieter in dem Gebäude lebten.

Gegen die geänderte Tagesordnung werden keine Einwände erhoben.

2. Genehmigung der Protokolle aus den Sitzungen vom 30.06.2009 und vom 29.09.2009

Das Protokoll der Sitzung vom 30.06.2009 wird ohne Anmerkungen genehmigt.

Herr Wilke stellt richtig, dass seine Aussage auf Seite 7 im Protokoll vom 29.09.2009 über die
Sozialraumplanung in St. Georg erweitert zu verstehen war. Er möchte auf einer der nächsten
Sitzungen vertieft über den Stand der Planungen informiert werden. Er schlägt vor, dass ein Re-
ferent aus der entsprechenden Abteilung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte die Grundzüge der
Sozialraumplanung im Stadtteilbeirat vorstellt.

Herr Jochem greift diesen Vorschlag auf und erachtet dieses Vorgehen als überaus sinnvoll.

Mit der entsprechenden Anmerkung wird das Protokoll der Sitzung vom 29.09.2009 genehmigt.

7. Verfügungsfonds und Projektförderung


7.1 Wiedervorlage Antrag an den Verfügungsfonds Die Paten – Gemeinsam gegen
AIDS 010/2009 (Spendensammelaktion)

Herr Dotzauer stellt sein Anliegen mittels einer Präsentation vor und stellt den präzisierten Ant-
rag 010/2009.

Frau Friedt erkundigt sich, ob die im Zusammenhang mit dem Antrag erwähnte AIDS-Seelsorge
in St. Georg stattfindet.
Herr Dotzauer antwortet, dass die Seelsorge in Räumlichkeiten am Spadenteich 1 erfolgt.

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Herr Wilke erkundigt sich, wie viele offene Verfügungsfondsmittel noch bereit stehen.
Frau Jungclaus informiert darüber, dass aktuell noch rund 7.000 Euro zur Verfügung stehen.
Sollten die Anträge 010/2009 und 013/2009 auf der heutigen Sitzung genehmigt werden, dann
verbleiben letztlich rund 4.500 Euro im Verfügungsfonds.

Es kommt zur Abstimmung.

Meinungsbild Plenum: (etwa 46 Anwesende)


Ja: Mehrheit Nein: 0 Enthaltung: 3
Votum Stadtteilbeirat:
Ja: 12 Nein: 0 Enthaltung: 2

Der Antrag 010/2009 ist damit angenommen und wird aus dem Verfügungsfonds mit Mitteln in
Höhe von € 1.000,-- gefördert.

7.2 Antrag an den Verfügungsfonds Stiftung St. Georg 013/2009 (Stadtteil-Kunst-


Kalender)

Frau Friedt stellt ihr Anliegen vor und stellt den Antrag 013/2009.

Herr Thamm erkundigt sich, wer die Künstler aussucht und betont, dass ein Querschnitt an
Künstlern aus dem Stadtteil abgebildet werden sollte.
Frau Friedt erklärt, dass sie die Künstler anfragt und aussucht. Sie erklärt, dass sie auch einen
Querschnitt an Künstlern aus St. Georg angefragt hat.

Herr Voigtland findet das Projekt gut. Allerdings weist er daraufhin, dass Erfahrungswerte ge-
zeigt haben, dass ein Absatz von über 500 Kalendern nicht realistisch zu erzielen ist.

Herr Joho erkundigt sich, ob die vorgelegte Kostenkalkulation auch Honorarkosten beinhaltet.
Frau Friedt antwortet, dass die Kalkulation auch Honorare für einen Photographen, einen
Layouter und sie beinhaltet.

Es kommt zur Abstimmung.

Meinungsbild Plenum: (etwa 46 Anwesende)


Ja: Mehrheit Nein: 0 Enthaltung: 5
Votum Stadtteilbeirat:
Ja: 12 Nein: 0 Enthaltung: 3

Der Antrag 013/2009 ist damit angenommen und wird aus dem Verfügungsfonds mit Mitteln in
Höhe von € 1500,00 gefördert.

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3. Aktuelle halbe Stunde / Verschiedenes

Herr Schwarz stellt verschiedene Fragen und macht Anmerkungen zu unterschiedlichen Sach-
verhalten, die zumeist in den Sitzungen dieses Jahres angesprochen worden sind.

Herr Schelter hinterfragt, ob die angesprochenen Themen in der Vielfalt und Intensität wirklich
inhaltlich in den Stadtteilbeirat gehören.

Herr Joho erklärt, dass die angesprochenen Themen dem Stadtteilbeirat bereits bekannt sind
und auch mehrfach diskutiert worden sind. Somit sind die Sachlagen für das Gremium relevant.

Herr Ranft erklärt, dass in den Fachausschüssen und in der Bezirksversammlung die Empfeh-
lungen des Stadtteilbeirates berücksichtigt werden.

Herr Honold weist auf den Grundsatz der offenen Diskussion im Stadtteilbeirat hin. Deshalb
sollten die Themen von Herrn Schwarz auch ein Gehör finden. Er findet es wichtig, dass inten-
siv auf Missstände hingewiesen wird. Die Verwaltung könne viele Kontrollfunktionen nicht mehr
im wünschenswerten Umfang leisten, da sie seit Jahren kaputt gespart werde.

Herr Wiederhold schlägt vor, dass, wenn umfangreiche Anmerkungen im Stadtteilbeirat vorget-
ragen werden, diese dann in einer kurzen schriftlichen Mitteilung vor Sitzungsbeginn vorliegen.

Herr Schwarz bekräftigt den Wunsch, dass das Bezirksamt Hamburg-Mitte schriftlich auf die
Anmerkungen und Fragen antwortet. Diese liegen dem Amt bereits als Email vor.

Herr Joho bemerkt, dass eine schriftliche Antwort sinnvoll ist, aber darüber hinaus sollte es
auch eine Kurzvorstellung der Sachlage im Stadtteilbeirat mit anschließender Diskussion ge-
ben.

Herr Jochem geht im Folgenden auf die Informationswünsche und Anmerkungen von Herrn
Schwarz ein.

Herr Jochem stellt den Sachstand zum schon häufig im Stadtteilbeirat angesprochenen Thema
Lange Reihe 19 vor. Es hat eine Begehung des Objektes stattgefunden und es konnten keine
defizitären Zustände festgestellt werden. Laut der Bauprüfabteilung des Bezirksamts Hamburg-
Mitte ist eine Einleitung und Aufarbeitung eines Bußgeldverfahrens wenig Erfolg versprechend
und in der Bearbeitung unverhältnismäßig. Darüber hinaus ist der Bauprüfabteilung kein Brand-
schaden am Objekt bekannt.

Herr Voigtland stellt fest, dass die Gegebenheiten in der Langen Reihe 19 hinsichtlich der
Feuerfluchtmöglichkeiten unbefriedigend sind und ein Sicherheitsrisiko für die Bewohner dar-
stellen. Im Zusammenhang mit dem stattgefundenen Brand, erkundigt er sich, ob die einzelnen
Ämter des Bezirksamtes nicht untereinander kommunizieren und solche wichtigen Themen in-
tern weitertragen.
Herr Chychla stellt fest, dass in der Langen Reihe 19 baulich ein ordnungswidriger Zustand vor-
liegt und wegen des Brandes wohl auch ein Amtsermittlungsgrundsatz gegeben ist.

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Herr Jochem erläutert das Procedere bezüglich des Protokolls des Stadtteilbeirates. Er erklärt,
dass die Erstellung mehrere Verfahrensschritte durchläuft. Dieses Vorgehen beinhaltet eine er-
höhte Abstimmungsarbeit, u.a. mit Fachreferenten, und ermöglicht dadurch eine ausgewogene
inhaltliche Qualität. Damit diese Qualität erreicht werden kann, werden im Normalfall mindes-
tens 14 Tage zur Erstellung und Bearbeitung benötigt.

Herr Jochem informiert darüber, dass der Ausschuss für Wohnen und soziale Stadtentwicklung
(kurz: WS-Ausschuss) der Empfehlung des Stadtteilbeirates, über die Entsendung von Stadt-
teilbeiratsvertretern in die Auswahlkommission für den zukünftigen Quartiersentwickler, nicht
gefolgt ist.

Herr Voigtland erklärt, dass die Stellungnahme nicht befriedigend ist. Er plädiert dafür, dass
Vertreter des Stadtteilbeirates der Kommission beiwohnen.

Herr Chychla erklärt, dass die Entsendung von Stadtteilbeiratsvertretern in die Auswahlkommis-
sion grundsätzlich nicht unzulässig ist. Ein Beiwohnen ist seines Dafürhaltens schlichtweg nicht
gewünscht.

Herr Voigtland stellt einen Antrag.

Antrag: Der Stadtteilbeirat missbilligt das durchgeführte Ausschreibungsverfahren zur


Auswahl eines Quartiersentwicklers, weil in der Auswahlkommission kein expliziter
Stadtteilbeiratsvertreter beteiligt wird.
Meinungsbild Plenum: (etwa 46 Anwesende)
Ja: Mehrheit Nein: 0 Enthaltung: 4
Votum Stadtteilbeirat:
Ja: 13 Nein: 0 Enthaltung: 2

Der Antrag ist damit einstimmig angenommen.

Herr Schwarz möchte wissen, wer in der Auswahlkommission über den neuen Quartiersent-
wickler entscheidet.
Herr Jochem antwortet, dass Vertreter der politischen Fraktionen in der Bezirksversammlung
Hamburg-Mitte, Vertreter verschiedener zuständigen Fachämter im Bezirksamt Hamburg-Mitte
wie z.B. Fachamt Management des öffentlichen Raumes, Fachamt Sozialraummanagement,
und das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung darüber beraten werden. Entschieden wird
von der ausschreibenden Stelle, dies ist das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung.

Herr Jochem erklärt, dass eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Thema
ist und deshalb diesbezüglich eine Kooperation mit dem Fachamt Sozialraummanagement an-
gestrebt wird. Zu diesem Thema wird auf einer der nächsten Sitzungen näheres berichtet.

Darüber hinaus berichtet Herr Jochem, dass voraussichtlich in der Novembersitzung weitere In-
formationen zum Thema „Shared Space – Lange Reihe“ folgen werden.

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Herr Joho berichtet, dass am Klockmannhaus gebaut wird, und er erfahren hat, dass dort ein
Jugendhotel entstehen soll. Er wünscht sich, auf einer der nächsten Sitzungen nähere Informa-
tionen zu diesem Thema zu erhalten. Darüber hinaus greift Herr Joho inhaltlich den Brand im
Hinterhof in der Knorrestraße 4 und 6 auf. Nach der bisherigen medialen und polizeilichen Dar-
stellung ist bei dem Brand nicht von einer vorsätzlichen Tat auszugehen. Herr Joho führt aus,
dass er mit der Zeugin gesprochen hat und diese eine vorsätzliche Brandstiftung beobachtete.

Herr Schröder (PK 11, Polizei Hamburg) erklärt, dass es keine Anhaltspunkte für eine Brandstif-
tung gegeben hat. Die bekannte Zeugin hat der Polizei gegenüber eine andere Aussage ge-
macht.

Aus dem Plenum wird der Tipp gegeben, dass, wenn eine Rauchabzugsklappe im Treppenhaus
defekt sein sollte, zur eigenen Sicherheit die Hausverwaltung darüber informiert werden sollte.

Herr Engler (Wohnprojekt Ret Marut e.V.) erkundigt sich, ob es Entwicklungen bezüglich des
Neubauprojektes in der Soester Straße 36 gibt.
Herrn Jochem sind keine neuen Entwicklungen bekannt.

4. Bauprojekt im Pulverteich - Baulückenschließung

Herr Jochem stellt das geplante Wohnbauprojekt zur Baulückenschließung im Pulverteich, zwi-
schen den Gebäuden mit den Hausnummern 25 und 29, vor. Er berichtet, dass bereits ein Vor-
bescheidsantrag mit Befreiungen gestellt worden ist und das Grundstück kurz vor der Einleitung
eines Zwangsversteigerungsverfahrens steht.

Herr Dr. Pfadt erklärt, dass die ASK GmbH einen Testentwurf zur Schließung der Baulücke ge-
macht hat. Anhand einer Präsentation erklärt Herr Dr. Pfadt die baulichen Besonderheiten im
Falle einer Lückenschließung. Die bauliche Situation bedingt allerdings drei baurechtliche Be-
sonderheiten, für die es eine Befreiung bedarf. Zum einen betrifft dies die Geschossigkeit, denn
zur Anpassung des Firstes an die der Nachbargebäude bedarf es eines Geschosses mehr als
bisher vom Baurecht vorgesehen. Darüber hinaus wäre auch eine Anpassung an die Gebäude-
tiefe der Nachbargebäude sinnvoll und eine bisher nicht vorgesehene abgeschrägte Vorsprung-
skante. Zu dem erklärt Herr Dr. Pfadt, dass eine solche Baulückenschließung mit ca. 10 neuen
Wohnungen planrechtlich nur möglich ist, wenn die bisherige Hinterhofbebauung abgerissen
wird.

Frau Friedt erkundigt sich über den Verlauf der Baugrenzen.


Herr Dr. Pfadt erläutert diese anhand des Plans.

Herr Wiederhold plädiert dafür, dass dort geförderter Wohnraum entstehen sollte. Eine entspre-
chende Befreiung im Sinne des Baurechts fände er in Ordnung.

Aus dem Plenum wird bemerkt, dass das bisher auf dem Grundstück ansässige Bordell in die
Adenauerallee umzieht.

Herr Chychla plädiert für ein Votum des Stadtteilbeirates, das den Abriss der Hinterhofbebau-
ung begrüßt. Darüber hinaus möchte er wissen, was mit den Wohnungen auf dem Grundstück
passiert.

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Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte 28. Öffentliche Sitzung 27. Oktober 2009 konsalt
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Herr Dr. Pfadt erläutert, dass die 16 Wohnungen erhalten bleiben sollen, denn es handelt sich
um preiswerten Wohnraum.

Herr Honold spricht sich dafür aus, dass für das betroffene Grundstück preiswertes genossen-
schaftliches Wohnen besonders gewünscht wird.

Herr Dr. Pfadt erklärt, dass ein Votum des Stadtteilbeirates zu diesem Thema notwendig ist,
damit vor der Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens noch Einfluss ausgeübt werden
kann. Für potenzielle Käufer des Grundstückes ist es wichtig zu wissen, welche Bauoptionen
möglich sind. Er führt aus, dass nach einer Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens
der Grundstückspreis steigt und die Chance auf Realisierung von günstigem Wohnraum
schwindet.

Herr Ranft äußert Bedenken zum Vorgehen in diesem Sachverhalt und erklärt die Schwierigkei-
ten beim weiteren Procedere in den Fachausschüssen.

Herr Schelter möchte wissen, bei wem sich potenzielle Interessenten für das Grundstück mel-
den und informieren können.
Herr Dr. Pfadt antwortet, dass die ASK GmbH als Vermittler ansprechbar ist.

Herr Joho ist erfreut, dass ein solches Bauprojekt im Stadtteilbeirat initiativ vorgestellt wird. Er
möchte wissen, welche Kompetenzen der Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte im Sanierungsgebiet
Böckmannstraße hat.
Herr Jochem erklärt, dass der Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte befugt ist, soweit es inhaltlich
passt, Empfehlungen über die Entwicklungen im Sanierungsgebiet Böckmannstraße auszusp-
rechen.

Herr Jochem verdeutlicht, dass es bei einer Abstimmung grundsätzlich auf die allgemeine Ten-
denz (generelle Befürwortung oder Ablehnung) ankommt und nicht speziell auf die besonderen
baurechtlichen Befreiungen.

Antrag: Der Stadtteilbeirat begrüßt die Baulückenschließung auf dem Grundstück Pulver-
teich 25 und 29 durch den Neubau von Wohnraum und den gleichzeitigen Abriss der ge-
werblichen Hinterhofbebauung. Der Stadtteilbeirat fordert an dieser Stelle preiswerten
Wohnungsneubau in Form von genossenschaftlichem / projektbezogenem Wohnen.
Meinungsbild Plenum: (etwa 46 Anwesende)
Ja: Mehrheit Nein: 1 Enthaltung: 1
Votum Stadtteilbeirat:
Ja: 14 Nein: 0 Enthaltung: 0
Der Antrag ist damit einstimmig angenommen.

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Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte 28. Öffentliche Sitzung 27. Oktober 2009 konsalt
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5. Nachbesetzung Stadtteilbeirat

Herr Jochem erläutert die Situation. Er schildert, dass in der Gruppe „Gewerbe, Hotel und
Dienstleistung“ je ein Mitglieds- und ein Stellvertreterplatz neu zu vergeben sind. Des weiteren
ist ein Stellvertreterplatz in der Gruppe „Organisationen, Institutionen, Initiativen“ durch Austritt
aus dem Beirat vakant geworden. Aktuell läuft ein Suchverfahren an. Die Bewerbungen werden
dann von dem neuen Quartiersentwickler entgegen genommen.

6. Rückmeldungen zu Anfragen und Anträgen

Herr Jochem informiert über den Sachstand zur Situation der Kunsthandwerker in St. Georg. Er
hat ein Schriftstück von der Finanzbehörde als Reaktion auf die ursprüngliche Empfehlung des
Stadtteilbeirates und die darauf folgende Beratung in weiteren Gremien hin bezüglich des Miet-
vertrages der Kunsthandwerker in der Koppel 66 vorliegen. In diesem Schriftstück heißt es,
dass der aktuelle Mietvertrag von 1994 noch bis in das Jahr 2013 läuft. In dem Mietvertrag ist
der Vermietungszweck an mittelständische Kunsthandwerkerbetriebe vorgesehen. Laut der Fi-
nanzbehörde ist kein Verkauf des Grundstückes geplant und eine Verlängerung der aktuellen
Vertragslage durch die Künstler jederzeit möglich. Bislang hatte man seitens des Vermieters
schlicht aufgrund der erheblichen Restlaufzeit des derzeitigen Mietvertrages noch keinen Hand-
lungsbedarf gesehen.

Herr Wiederhold wird die Informationen an die Kunsthandwerker weiterleiten. Er beklagt sich,
dass die gewerblichen Mieten im Stadtteil zu stark gestiegen sind und deshalb bereits Kunst-
handwerkerbetriebe in St. Georg schließen mussten. Er möchte wissen, ob es öffentliche För-
dermittel für Kunsthandwerksbetriebe gibt.

Herr Joho plädiert dafür, dieses Thema auf die Agenda der Novembersitzung zu setzen.

Herr Jochem stellt den neuen Entwurf für die Übersicht der Bearbeitungsstände der Anträge
vor. Dieses Datenblatt dient der Kurzübersicht und wurde in Zusammenarbeit mit Herrn
Schwarz erstellt. Bei der Erstellung musste zwischen Informationsgehalt und der Handhabbar-
keit der Tabelle abgewogen werden.

Herr Joho findet dieses Datenblatt sinnvoll. Er merkt an, dass diese Tabelle als flexibles Instru-
ment inhaltliche Anpassung zulassen sollte.

Herr Schwarz lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit Herrn Jochem. Die Übersicht soll auch
der Verwaltung den Überblick erleichtern.

Auch Herr Chychla findet diese Tabelle als Arbeitsinstrument sinnvoll.

Antrag: Der Stadtteilbeirat befürwortet diese tabellarische Antragsübersicht über die Be-
arbeitungsstände als Arbeitsinstrument.
Meinungsbild Plenum:
Ja: mehrheitlich Nein: 0 Enthaltung: 1

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Votum Stadtteilbeirat:
Ja: 9 Nein: 0 Enthaltung: 0
Der Antrag ist damit einstimmig angenommen.

8. Termine

Herr Joho plädiert dafür, dass auf der nächsten Sitzung ein vorläufiger Themenplan für das Jahr
2010 erstellt bzw. beschlossen wird.

Herr Joho kündigt zwei Termine an:

- Im Rahmen des Stadtteilkulturprojektes der Geschichtswerkstatt St. Georg "Wasser


im Eimer?!“ in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi, findet am Dienstag, den
10. November 2009 um 20 Uhr in der Klosterschule (Westphalensweg 7) ein Thea-
terstück der Berliner Compagnie statt. Karten im VVK sind bei der Buchhandlung
Wohlers (Lange Reihe) bzw. dem schräg gegenüber liegenden Optiker Eberhard für
12 Euro (ermäßigt 8 Euro) zu erwerben.

- Am 20. und 21. November singt der Drachengoldchor um 20 Uhr in der Klosterschu-
le. Es sind keine Tickets an der Abendkasse erhältlich.

Die nächste Sitzung findet statt am: Dienstag, 24.11.2009, 18.30 Uhr in der Heinrich-
Wolgast-Schule – PAULA.

Herr Oehler bedankt sich bei allen Anwesenden und erklärt die Sitzung für beendet.

Ende der Sitzung: 21:15 Uhr

Protokoll: Oliver Riek und Thomas Mietzner

ARGE / konsalt Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung mbH

Anhang
Anhang Beirat 57: Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Anrede Titel Vorname Nachname Institution, Organisation, Firma, Initiative

Herr Dirk Brüllau


Herr Siegmund Chychla Mieterverein zu Hamburg
Landesverband im Deutschen Mieterbund
DMB

Herr Micco Dotzauer

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Anrede Titel Vorname Nachname Institution, Organisation, Firma, Initiative

Herr Jean Engler Wohnprojekt Ref Masuf


Frau Ursula Frerich Klosterschule

Frau Regina Freuer GAL

Frau Marina Friedt


Herr Detlev Gause AIDS Seelsorge

Herr Andreas Geick

Frau Rita Geisselbrecht


Frau Barbara Gitschel-Bellwinkel Gitschel HPA

Herr Rolf-Gerd Goretzki Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Georg-


Borgfelde

Frau Gudrun Greb ragazza e.V.

Frau Monika Hirsch

Herr Volker Honold

Herr Erwin Jochem Bezirksamt Hamburg-Mitte

Herr Michael Joho Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.

Herr Hermann Jürgens

Herr Dr. Johannes Landwehr Elternrat der Heinrich Wolgast Schule

Herr Steffen Leipnitz Drachenbau e.G.

Herr Markus Merz Sankt-Georg.Info

Frau Dr. Kira Muraviera Journalistin

Frau Lincija Pertold Kulturladen St. Georg

Herr Dirk Poll Kultur statt Kameras

Herr Wolfgang Preussner

Herr Michael Ranft SPD

Frau Christine Ranze

Frau Susanne Rautenberg Heinrich-Wolgast-Schule

Herr Harald Richter

Herr Andrew Ruhuza

Herr Eberhard Schelter Anwohner, ADSG


Herr Nikolai Schmidt

Herr Ulf Schröder Polizeikommissariat 11

Herr Peter Schubert Erste Kirche Christi

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Stadtteilbeirat St. Georg-Mitte 28. Öffentliche Sitzung 27. Oktober 2009 konsalt
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Anrede Titel Vorname Nachname Institution, Organisation, Firma, Initiative

Herr Georg- Schwarz


Michael

Frau Christiane Schweigmann

Frau Marie-Luise Seiffert Behörde für Wirtschaft und Arbeit

Herr Bernhard Stietz-Leipnitz Die Linke

Herr Ulrich Tangermann

Herr Thorsten Tenbergen

Herr Ekkehard Thamm St. Georg Magazin

Frau Renate Twardzik Die Linke

Herr Helmut Voigtland Bürgerverein zu St. Georg

Herr Gerhard Warlamow

Herr Helmut Wiederhold Cactus-Glas, Werkstattgalerie

Herr Gode Wilke Bürgerinitiative "Ohne Mix is nix"

Für die Auftragnehmer:


Christa Jungclaus (ASK)
Dr. Andreas Pfadt (ASK)
Herr Oehler (Büro CONVENT)
Thomas Mietzner (konsalt)
Oliver Riek (konsalt)

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