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Almabtriebe

Nicht nur die Menschen brauchen im Sommer Erholung,. sondern auch die Tiere - aus diesem Grund
verbringen alljáhrlich rund 180.000 Schafe, Kühe und Ziegen die Sommermonate auf den Almen Tirols.
Lkws bringen die Tiere hinauf zu ihren Sommerquartieren. Wenn das Vieh im Tal bleiben würde, müssten
die Bauern Futter kaufen und die Alrnen würden verwildern. Daher ist es wichtig, dass es auf den Almen
Tiere gibt, denn eine Kuh, zum Beispiel, frisst pro Tag eine Fláche von rund 100 Quadratmeter Gras. So
müssen die Bauern die Weiden und Almen nicht mehr máhen du das ist natürlich ein groBer Vorteil.

Am Ende des Sommers, also so Ende September bis Anfang Oktober, móchten natürlich auch die Kühe
und Schafe wieder in ihren heimeligen Stall im Tal zurück. Ein Tapetenwechseltut ja gut, aber irgendwann
will man doch wieder nach Hause, nicht wahr? Die Heimkehr der Tiere, die ,Almabtrieb" genannt wird, wird
in Tirol in vielen Orten seit Jahrhunderten groB gefeiert. Die Kühe tragen zu diesem Anlass bunten
Blumenschmuck und Glocken.

lm Tal haben die Báuerinnen dafür schon viele traditionelle Speisen gebacken und gekocht, denn an
diesem besonderen Tag wird in vielen Orten Tirols ein gro8es Fest veranstaltet bei dem gesungen,
gelacht und getanzt wird. Die Bewohner der Dórfer feiern mit diesem Fest einerseits die Heimkehr der
Tiere, und andererseits den Beginn des Herbstes.

Sternsingen

Seit dem 16. Jahrhundert sind Drei-Kónigsspiele in Ósterreich ein ganz normales Spektakel. Schüler und
Kinder waren dabei am 6. Januar als Kónige verkleidet und gingen durch die StraBen der Stádte. Sie
sangen und erzáhlten Geschichten und bekamen so von den Leuten kleine Geschenke wie zum Beispiel
Essen, Getránke und manchmal auch ein bisschen Geld. Speziell arme Kinder verdiente sich so ein wenig
Geld dazu

Mit der Zeit wurden diese Drei-Kónigsspiele aber immer weniger, da aus.einer, am Anfang schónen
Tradition ein ,,Bettelumzug" wurde. (befteln - medígar)

Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Tradition, die ab diesem Zeitpunkt,,Sternsingen" heiBt, wieder ins
Leben gerufen. i

Heute ziehen Gruppen von Kindern und Jugendliche durch die Dórfer und Orte Ósterreichs, von einem
Haus zum náchsten, und bitten mit ihren Liedern und Gedichten um Geld für arme Kindern in der dritten
Welt. Sie sind als Kónige verkleidet und werde von einem Sterntráger begleitet, also von einer Person, die
einen Holzstern trágt. Das soll die Menschen an die Geschichte der Heiligen Drei Kónige erinnern, die
einem Stern gefolgt sind, als sie Jesus gesucht haben.

Die Drei-Kónigs-Aktion ist heute in Ósterreich ein wichtiger Brauch und eine gro8e und bekannte Aktion,
die jedes Jahr in den Tagen um den 6. Januar stattfindet.

www. kultururlaub. atltradition-brauchtum/wissenswertes