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11

| 2014

26. APRIL

Lass den Sommer rein!

Wohn-Ideen

unter 100Euro

Leckeres Barbecue vom Profi

Grillen & chillen

Mein Relax-Finder

Was entspannt mich wirklich?

Das größte Glück gibt’s gratis! Kleine Alltags-Tricks, die unser Leben verzaubern
Das größte Glück
gibt’s gratis!
Kleine Alltags-Tricks,
die unser Leben verzaubern

Mit dem E-Bike unterwegs

Deutschland entdecken

Exklusiv-

Interviews Amy Adams Jan Josef Liefers Mario Adorf

JETZT Pfund 5 weg in 6 Tagen
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Abnehmen lecker wie nie!

Exklusiv entwickelt: Die neue FÜR SIE-Diät für die Sommer-Figur

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Weil ich mich verwöhnen will.

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TITELFOTO: JACQUES DUCHAMPS; PRODUKTION: SUSANN FAUST; HAARE & MAKE-UP: CHARLINE ROBICHAUD/BIGOUDI; MODEL: BRITTA LÜBER/MD MANAGEMENT (CARDIGAN: BODEN, KLEID: ELISABETTA FRANCHI); EDITORIAL-FOTOS: EMMIE BESSE, KARL SEEFELD, PR

WILLKOMMEN

EDITORIAL-FOTOS: EMMIE BESSE, KARL SEEFELD, PR WILLKOMMEN Die Rechnung des Herzens NEU AUF FürSie.de Verschwundene

Die Rechnung des Herzens

BESSE, KARL SEEFELD, PR WILLKOMMEN Die Rechnung des Herzens NEU AUF FürSie.de Verschwundene Socken und andere
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Verschwundene Socken und andere Geheimnisse

Warum heißt der Mai eigentlich Mai, warum gibt es Schaltjahre, und warum ist der rote Teppich rot? Diese und andere Alltags- fragen beantwortet Sat.1-Modera- torin Simone Panteleit ab sofort auf unserer Website FürSie.de. Sie muss es wissen, sie hat ein Buch darüber geschrieben: „Warum Socken immer verschwinden und wohin“ (Goldmann, 8,99 Euro). Und wo bleiben nun die Socken? Der Abwasserschlauch der Waschmaschine verschluckt sie. Glauben Sie nicht? Ist aber wahr.

verschluckt sie. Glauben Sie nicht? Ist aber wahr. Liebe Leserin, kennen Sie diese Geschichte? „Eines Abends,

Liebe Leserin, kennen Sie diese Geschichte? „Eines Abends, als die Mutter gerade das Essen kochte, kam ihr elfjähriger Sohn in die Küche mit einem Zettel in der Hand und überreichte ihn ihr mit einem seltsamen Gesichtsausdruck. Die Mutter wischte sich die Hände an der Schürze ab und las:

Für das Jäten des Blumenbeets: 2 Euro Für das Aufräumen meines Zimmers: 8 Euro Weil ich Milch holen gegangen bin: 1 Euro Drei Nachmittage auf meine Schwester aufpassen: 12 Euro Weil ich zwei Einser in der Schule geschrieben habe: 8 Euro Weil ich jeden Tag den Müll rausbringe: 3 Euro Insgesamt: 34 Euro. Ich bitte um baldige Auszahlung!

Die Mutter blickte ihren Sohn sanft an. Dann nahm sie einen Stift und begann, auf einen anderen Zettel zu schreiben:

Ich hatte dich neun Monate in meinem Bauch: 0 Euro Für alle durchwachten Nächte an deinem Krankenbett: 0 Euro Für das viele Im-Arm-Halten und Trösten: 0 Euro Für das Trocknen deiner Tränen: 0 Euro Für alles, was ich dir Tag für Tag beigebracht habe: 0 Euro Für jedes Frühstück, Mittagessen, Abendessen: 0 Euro Für alle Zeit, die ich dir jeden Tag zur Verfügung stelle: 0 Euro Insgesamt: 0 Euro. Gern und mit Liebe und Güte geschenkt.

Sie gab den Zettel ihrem Sohn zurück. Er las ihn, drückte ihn an sein Herz und schrieb auf seine Rechnung: MEHR ALS BEZAHLT.“ Was für eine liebevolle Mathe-Lehrstunde. Eine Rechnung des Herzens! Und was von Herzen kommt, ist mit Geld nicht aufzu- wiegen. Am 11. Mai ist Muttertag. Zeit, innezuhalten, aneinander zu denken und sich zu ehren. Ab Seite 62 ehren vier bekannte Töchter ihre Mütter mit ihren persönlichen „Was ich dir schon immer mal sagen wollte“-Gedanken. Gedanken, die von Herzen kommen. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Lesegenuss mit FÜR SIE – genießen Sie den Tag des Herzens!

mit FÜR SIE – genießen Sie den Tag des Herzens! TOPINFORMIERT MIT DEM NEWSLETTER? Alles über

TOPINFORMIERT MIT DEM NEWSLETTER?

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den 14-täglichen Newsletter unter redaktion@fuer-sie.de Sabine Fäth, Chefredakteurin sabine.faeth@fuer-sie.de Bis

Sabine Fäth, Chefredakteurin sabine.faeth@fuer-sie.de

Bis zum nächsten Mal grüßt herzlichst

DiesesMal für Sie

Das sind unsere Titelthemen

DiesesMal für Sie Das sind unsere Titelthemen Das ist unsere Aktion „Deutschland, entspann dich!“
DiesesMal für Sie Das sind unsere Titelthemen Das ist unsere Aktion „Deutschland, entspann dich!“

Das ist unsere Aktion „Deutschland, entspann dich!“ www.deutschland-entspann-dich.de

entspann dich!“ www.deutschland-entspann-dich.de FÜR SIE ENTDECKT 6 Heute schon gelacht? Am 4. Mai ist

FÜR SIE ENTDECKT

6

Heute schon gelacht? Am 4. Mai ist Weltlachtag

10

Design aus Pappe Schöne Dinge aus altem Karton

DORAS WELT

8

Schämen erlaubt Dora Heldt über peinliche Momente

MODE

16

Mein Look, dein Look Mütter und ihre Töchter zeigen ihre schönsten neuen Sommer-Outfits

24

Farbspiele Wunderbare Multicolor-Taschen

26

Neuer Hosen-Chic In neuen, lockeren Schnitten

28

Lust auf Stricken Pulli im Ajourmuster

29

Magazin Edle Espadrilles. Wandelbare Cardigans

BEAUTY

32

Beauty-Coach Andrea trägt ihr Haar grau – und sieht mit neuem Schnitt und Style unglaublich weiblich aus

36

Bad-Geflüster Was passiert, wenn Beauty-Profis aus dem Kulturtäschchen plaudern?

42

Beauty-Box Hair-Care – gute Pflege fürs Haar

44

Beauty-Interview mit Hollywood-Star Amy Adams

46

Magazin Tai-Chi-Kreuzfahrt. Metallic-Look für die Augen

REPORT

12

Im Gespräch Beim Italiener mit Mario Adorf

48

Das größte Glück gibt’s gratis!

Kleine Alltags-Tricks, die unser Leben verzaubern

54

Ich kann so nicht arbeiten Wie Zoff im Job

entsteht – und was wir dagegen tun können

58

Und ausgerechnet die haben sich verliebt!

Die Liebe trifft uns, wo sie will – Paare erzählen

62

Liebe Mama Eine Hommage zum Muttertag

66

Frauenleben Ich heirate einen Prinzen in Indien

72

Frauen, über die man spricht

Sylvette David – Picassos geheime Muse

116

Exklusiv-Interview Jan Josef Liefers:

„Wenn ich mich in Schale werfe, dann richtig!“

DIÄT

76

Abnehmen – lecker wie nie! Exklusiv entwickelt:

die neue FÜR SIE-Diät für die Sommer-Figur

4 11/2014 FÜR SIE

Ton in Ton Sommer- Looks für Mütter und Töchter 16
Ton
in Ton
Sommer-
Looks für
Mütter und
Töchter
16
134 Deutschland-Reise Mit dem E-Bike unterwegs – in den Schwarzwald und an die Ostseeküste
134
Deutschland-Reise
Mit dem E-Bike unterwegs –
in den Schwarzwald und an
die Ostseeküste

130

Brunch-Zeit Der gedeckte Tisch zum Muttertag

76

Genuss-Diät Mit Veggie-Rezepten

98
98

Grill-Tricks Lasst es brutzeln, Freunde!

DAS TUT MIR GUT

83

Schon mal Kamelmilch probiert?

Das „weiße Gold der Wüste“ stärkt die Abwehr

84

Was entspannt mich wirklich?

Mein großer Relax-Finder

90

Süßes gegen Karies

Verblüffende Forschungsergebnisse zur Zahnpflege

94

FÜR SIE-Vertrauensarzt

Gesünder rauchen mit E-Zigarette?

95

Magazin Schwimmen macht schlank. Kiwis für den Schlaf

DAS SCHMECKT MIR

98

Grillen & chillen Das FÜR SIE-Food-Team in der Grillschule – für ein Barbecue vom Profi

106

Aus 1 mach 5 Die schnelle Zauberkuchen-Formel

110

Mein Rezept

gegen Heimweh: Udon-Nudelsuppe

von Sake-Sommelière Yoshiko Ueno-Müller

112

Magazin Neue Bananen im Test. Leckere Salat-Dressings

ZEIT FÜR MICH

118

Filme, Bücher, Musik

Eurovision Song Contest. Provence-Krimi. Dora Heldt im TV

ZUHAUSE

124

Wohn-Ideen unter 100 Euro Lass den Sommer rein!

130

Der gedeckte Tisch Brunch mit Mama

132

Mein Herz für Kreatives Inga Borges zaubert

schöne Accessoires mit der Häkelnadel

133

Magazin Stauden pflanzen im Mai. Tolle Vliestapeten

REISE

134

Deutschland entdecken

Mit dem E-Bike unterwegs – die schönsten Touren

138

Zu Fuß durch … Sorrent

139

Magazin Urlaub nach Noten. Am Wochenende zur Ausstellung: „Royals aus Hannover“

66

Liebes-Glück Eine Deutsche in Indien – das Abenteuer ihres Lebens

DAS GIBT’S IMMER

81 Impressum 115 Rätselspaß 81 Leserservice 122 Horoskop 96 FÜR SIE-Guide 140 Vorschau 114 Adressen
81
Impressum
115
Rätselspaß
81
Leserservice
122
Horoskop
96
FÜR SIE-Guide
140
Vorschau
114
Adressen
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Cartoon
DAS DAS KLICK KLICK ICH ICH AN AN
Jetzt Genießen aber Sie ran die an die Spargelzeit! Pfunde. Die besten
Abwechslungsreiche Schlank-Tipps und Videos Rezeptideen zum Abnehmen
gibt’s finden auf Sie FürSie.de/spargel auf FürSie.de/abnehmen
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FÜRSIE

entdeckt

So nett, wenn sie lachen (im Uhr- zeigersinn): Angela Merkel, die Queen und Prinz Charles,
So nett, wenn sie
lachen (im Uhr-
zeigersinn): Angela
Merkel, die Queen
und Prinz Charles,
Schimpansin Lucy,
Barbara Schöne-
berger, Lachyoga-
Papst Madan
Kataria, US-Präsi-
dent Barack
Obama, Tilda
Swinton, Russ-
lands Präsident
Wladimir Putin
Heute schon
gelacht?
Pure Freude und so gesund: Am 4. Mai
ist Weltlachtag. Der beste Anlass, sich mal
wieder komplett auszuschütten
A m ersten Sonntag
im Mai, pünktlich um
14 Uhr, könnte es
lustig werden. Dann
treffen sich anlässlich des Welt-
lachtags überall auf der Welt sehr
viele Menschen, um gemeinsam,
tja: zu lachen. Die Idee ist schon
ein paar Jahre alt: 1998 rief der
indische Arzt Dr. Madan Kataria
dieses fröhliche Event ins Leben.
Sein Ziel war nichts weniger als
der Weltfrieden. Dr. Kataria ist
übrigens der Erfinder der Lach-
yoga-Bewegung. Dabei lernt man,
gemeinsam ohne Grund zu
lachen. Die Theorie: Allein der
körperliche Vorgang dabei löst
Spannungen und emotionale
Blockaden, stärkt das Herz-Kreis-
lauf-System, baut Stresshormone
ab, regt die Verdauung an und
aktiviert Glückshormone. Kein
Witz: Weltweit gibt es inzwi-
schen mehr als 6000 Lachclubs –
vielleicht sogar in Ihrer Nähe!
Infos und Lachtherapien unter
lachclub.info, laughteryoga.org
FOTOS: GETTY IMAGES (3), REUTERS(2),
ACTIONPRESS, DPA PICTURE-ALLIANCE, FRANS LANTING/GALLERY STOCK; TEXT: NICOLE KLEINFELD
Endlich! Alle Kaffee-Spezialitäten auf einen Knopfdruck. Cafissimo LATTE
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Endlich!

Alle Kaffee-Spezialitäten auf einen Knopfdruck.

Cafissimo LATTE

DO RAS WELT Schämen erlaubt Zack, da war er wieder: so ein Moment, in dem

DORAS WELT

Schämen erlaubt

Zack, da war er wieder: so ein Moment, in dem man sich zum Deppen gemacht hat. Dora Heldt weiß, wovon sie spricht …

W ie viele Situationen haben Sie schon erlebt, in denen Sie sich inständig gewünscht haben, die Erde möge sich auftun und Sie könnten unauf- fällig, sofort und für die nächste Zeit im Boden

versinken? Mir ist das schon oft passiert. Mal weniger schlimm, mal sehr peinlich. Meistens passiert es, wenn man sich zu sicher fühlt und zu wenig nachdenkt. Hat man lauthals über eine Kol-

FÜR SIE EXKLUSIV: DORA HELDT LIEST
FÜR SIE
EXKLUSIV:
DORA
HELDT
LIEST

legin gelästert, die man dann beim Verlassen des Cafés plötz- lich am Nebentisch entdeckt, dann ist es tatsächlich schwer, aufrecht und in der Gewissheit zu gehen, dass sie einen

Premieren-Party

Erst liest sie. Dann wird gefeiert. Sind Sie dabei?

W arum wirft man immer die fal- schen Sachen weg? Und wieso kauft man sich Joggingschuhe

trotz Sportabstinenz? Diese und ande- re Fragen beantwortet Dora Heldt in ihrem brandneuen Werk, einer Zusam- menstellung der schönsten und lustigs- ten FÜR SIE-Kolumnen. Zur Buchpre-

miere lädt die Bestseller-Autorin am 8. Mai um 19 Uhr in die Hamburger Kammeroper – Begrüßungsdrink, Sig- nierstunde und anschließende Feier inklusive. Eintritt: 15 Euro. Karten gibt’s telefonisch unter 0 40/38 29 59. So viel können wir Ihnen schon jetzt versprechen: Es darf gelacht werden!

Dora Heldt (52) lebt in Hamburg, stammt aber von der Insel Sylt. Als Kind von der Küste tritt sie recht gelassen in alle Fettnäpfchen

immer noch gut leiden kann, falls sie das überhaupt jemals getan hat. Mit dem Streifen Toilettenpapier, der sich an die Sohle der Pumps gehef- tet hat und einen beim lässigen Gang durchs Partyvolk begleitet, wirkt man auch nicht wirklich cool. Genauso we- nig wie in dem Moment, in dem man merkt, dass man mit dem teuren Leih- wagen trotz des blasierten Gesichtsaus- drucks an die falsche Seite der Zapf- säule gefahren ist. Man macht sich beim anschließenden Wendemanöver an der engen Tankstelle dann auch noch weiter zum Affen. Nicht schön war auch ein Zusam- mentreffen mit der neuen Freundin des Ex-Manns. So ein Treffen ist nie schön, ganz und gar nicht und über- haupt nicht, wenn man beim Reno- vieren merkt, dass man noch Abdeck- plane braucht und es nicht für nötig hält, sich für den kurzen Gang zum Baumarkt aus der alten Jogginghose und dem Kermit-T-Shirt zu schälen, ge- schweige denn sich die Haare zu käm- men und sich zu schminken. Und die neue Freundin dafür gerade vom Fri- seur kommt. Aber so etwas ist mir lange nicht passiert. Bis gestern. Da stand ich in

Lesung mit Heldt: Angriff auf die Lach- muskeln
Lesung mit
Heldt:
Angriff auf
die Lach-
muskeln

FOTOS: FRANZ SCHEPERS/FOTO-FRANZ.COM, EIFEL LITERATUR FESTIVAL; HAIRSTYLING & MAKE-UP: LILIANA RATZCAK

Stuttgart am Flughafen. Lange Schlan- ge vor der Sicherheitskontrolle, ich hatte nur Handgepäck und ein ausge-

sprochen reizendes Gespräch mit zwei Geschäftsmännern hinter mir. Weil die beiden sich so aufplusterten, habe ich das auch getan. Ich erzählte mit selbst- bewusster Stimme von wichtigen Ter- minen, tat so, als wäre ich Vielfliegerin und sehr erfolgreich, und habe sie wirklich beeindruckt. Ich fühlte mich sehr erwachsen und

großartig. Und dann kroch meine kleine Reisetasche aus der Sicherheitsschleuse, eine Mitarbeiterin und zwei Polizisten kamen auf mich zu

und fragten mich in Hörweite aller anderen sehr deutlich und irgendwie bedrohlich, was ich denn für ein seltsames Behältnis im Seitenfach meiner Tasche hätte. Die wichtigen Geschäftsmänner rückten auf, um besser hören zu können. Ich presste ein undeutliches „Hanhange“ heraus, worauf die Mitarbeiterin fröh- lich rief: „Ach, eine Zahnspange? So eine Knirschschiene? Na, dann sagen Sie das doch gleich!“ Ich wäre gern versunken, die beiden Männer gingen kichernd weiter und haben im Flieger immer noch blöde gegrinst. Ich fühlte mich einfach zu sicher. So kann’s gehen. Zerknirschte Grüße, Ihre Dora Heldt

Mit einem Stück TOILETTENPAPIER an der Sohle der Pumps wirkt man nicht wirklich cool

an der Sohle der Pumps wirkt man nicht wirklich cool Die schönsten Dora- Heldt-Kolumnen aus der

Die schönsten Dora- Heldt-Kolumnen aus der FÜR SIE gibt’s nun endlich als Buch: „Jetzt mal unter uns …“ (dtv, 224 Seiten, 9,95 Euro)

www.fenjal.de Zeit für mich Coaching Morgenmeditation auf der Dachterrasse MADE IN SWITZERLAND
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FOTOS: PR; TEXT: NICOLE KLEINFELD

FOTOS: PR; TEXT: NICOLE KLEINFELD „Ein Facelift für nutzloses Material“ Zwei Architekten designen tolle Lampen –

„Ein Facelift für nutzloses Material“

Zwei Architekten designen tolle Lampen – aus Müll

D ie Architekten Jonathan Jun- ker (l.) und Seth Grizzle von Graypants (Seattle) entwerfen

Möbel aus Papp- und Holzresten. Meine Herren, Ihre Lampen-Serie „Scraplights“ ist aus alten Pappkartons gefertigt. Wie entstand die Idee? Durch einen Wettbewerb für nach- haltiges Stuhldesign, an dem wir teilgenommen haben. Über jedem Stuhl befestigten wir eine kleine Lampe aus Skizzen und Pappe, um die Objekte besser auszuleuchten. Aber kein Mensch interessierte sich für die Stühle – die Lampen bekamen alle Aufmerksamkeit, so fing alles an. Wo finden Sie Ihre Design-Inspirationen? Bei Menschen und in der Natur. Unsere erste Lampe war zum Beispiel inspiriert von einem Bienenkorb. Und eins unserer Ziele ist immer, Dinge zu entwerfen, die auch unseren Eltern gefallen würden, ehrliche Produkte!

Was ist perfektes Design für Sie? Wir möchten zeigen, was alles möglich ist, wenn Möbelgestaltung wieder handgemacht, nachhaltig und kreativ ist. Unser Firmenmotto ist ja: Träume! Zeichne! Mache! Unsere Lampen hauchen neues Leben in nutzloses, altes Material, quasi ein Facelift für ausrangierte Kartons. Wir verleihen „Müll“ überraschend neue Dimensionen, genau dieser As- pekt macht unsere Arbeit spannend!

FÜRSIE

entdeckt

„Niemand, der unsere Lampen aus der ,Moon‘-Serie das erste Mal sieht, ahnt, aus welchem Material
„Niemand, der
unsere Lampen aus
der ,Moon‘-Serie
das erste Mal sieht,
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Material sie sind!“
Ab 179 Euro,
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Design aus

Pappe!

Was die Objekte auf dieser Seite gemeinsam haben? Sie sind leicht, stabil, edel – und aus Karton gemacht

1

2

Sie sind leicht, stabil, edel – und aus Karton gemacht 1 2 3 4 Pappkameraden 1
3 4
3
4

Pappkameraden

1 Sessel „Cardboard Lounge“, 80 x 80 x 74 cm, Selbstbau-Set, ca.

250 Euro, davidgraas.com. 2 Hängelampe, ca. 52 Euro, interiorpark.com. 3 Sessel „Kenno“ in zwei Größen aus Finnland, Preis auf Anfrage, jarvi- ruoho.com. 4 Obstschale, 38 bzw. 65 cm Ø, Preis auf Anfrage, a4adesign.it

10 11/2014 FÜR SIE

kleine Racker weil beides lieben! Jetzt Gratisprobe anfordern! facebook.com/KatzenWieFelix
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Mario Adorf ist ein Profi. Er macht „bella figura“ – an der Bar ebenso wie im Gespräch mit FÜR SIE-Autorin Ulrike Bremm (r.)

O b als „Der große Bellheim“ oder „Der letzte Mentsch“ (genau so schreibt sich sein neuer Kinofilm: mit „t“ vor dem „sch“) – Mario Adorf

beim Spielen zuzusehen ist ein Genuss. Genau wie ein Gespräch mit ihm über gutes Essen, schlechte Eigenschaften und den lieben Gott. Der Mann hat jedenfalls was erlebt – und des- halb einiges zu sagen. Wir trafen ihn im Ber- liner Promi-Restaurant „Bocca di Bacco“ in der Friedrichstraße auf einen Teller Nudeln.

Herr Adorf, Sie sind Halb-Italiener, haben 40 Jahre lang in Rom gelebt. Sind Nudeln für Sie ein Lebenselixier?

Ich liebe Pasta! Am liebsten mag ich Linguine alle vongole, eine flache Spa- ghetti-Art mit Venusmuscheln. Leider weiß ich genau: Nach nur einem Teller Pasta habe ich am nächsten Tag sofort ein Kilo mehr drauf.

Haben Sie jemals eine Diät gemacht?

(Mario Adorf streicht sich über seinen Bauch.) Sicher. Immer wieder. Leider … Inhaber Alessandro Mannozzi, bei dessen Vater Adorf schon Stammgast war, serviert

Beim Italiener mit …

Mario Adorf

Der 83-jährige Schauspieler hält Genuss für Charakterstärke und misstraut Asketen

hält Genuss für Charakterstärke und misstraut Asketen wählerisch. Außerdem ist mir ein ganzes Menü meist zu

wählerisch. Außerdem ist mir ein ganzes Menü meist zu reichhaltig. Die Zeit, bis unsere Nudeln serviert werden, nutzen wir, um Fotos zu machen. Mario Adorf ignoriert meine ausgestreckte Hand und springt ohne Hilfe von einem Podest, auf dem er für den Fotografen in einem Sessel posiert hat. „Wie ein junger Hüpfer“, staune ich, aber Adorf erwidert mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Alles nur Show …“

Wie ist das eigentlich mit dem Älterwerden, Herr Adorf?

Ich bin keiner, der ein Loblied auf das Alter singt. Sicher, man muss dankbar sein, dass man mit 83 immer noch so

fit ist und weiter arbeiten kann. Das ist ein Geschenk. Die Vorstellung,

nur noch in der Sonne zu sitzen, behagt mir nicht.

Büffel-Mozzarella mit Tomaten und frischem Basilikum. „Un po’ più di pepe, per favore“, bittet Adorf um ein bisschen mehr Pfeffer.

Ihnen eilt der Ruf des Genießers voraus …

Ich bin grundsätzlich dem Genuss zugeneigt, das ist richtig. Ich habe in meiner Kindheit so viel Schlechtes zu essen bekommen, dass ich etwas Gutes zu schätzen weiß. In dem katholi- schen Waisenhaus, in dem ich einige Jahre verbrachte, gab es Spinatbrei, von dem mir übel wurde. Fast Food verachte ich, das würde ich

nie zu mir neh- men. Mit Leu- ten, die nicht gern essen, habe

ich unangeneh- me Erfahrungen gemacht. Denn oft verbergen sich da- hinter schlechte Eigenschaften wie Geiz. Das gibt bei mir schon einen enormen Minuspunkt.

„Fast Food verachte ich. Das würde ich nie zu mir nehmen“

In Ihrem neuen

Film „Der letzte Mentsch“ (Kino- start: 8. Mai) spielen Sie Marcus, der sich im Alter auf seine jüdischen Wurzeln besinnt. Sie selbst haben italienische Gene. Fühlen Sie sich als Italiener?

Mir ist auf der Suche nach meinen italienischen Wurzeln bewusst gewor- den, dass ich Deutscher bin. Alles, was

Menü oder à la carte?

À la carte. Ich stelle mir Gerichte gern selbst zusammen – da bin ich sehr

Photographer: Beate Hansen 2012©. Underwear: Bodas. Shorts: Irene Luft

FOTOS: STEFFEN ROTH

IM GESPRÄCH

ich in Italien suchte – das Land und seine Menschen, die Sonne, die Kunst, das Es- sen –, sind deutsche Sehnsüchte. Die der deutschen Klassiker und Romantiker.

Sie waren ein uneheliches Kind; Ihr leiblicher Vater hat in Ihrem Leben nie eine Rolle gespielt. In welchen Situationen haben Sie einen Vater vermisst?

Im Krieg hatten fast alle meine Kamera- den keine präsenten Väter, weil diese ein- gezogen waren. Später war ich beinahe froh, dass kein Mann im Haus war, denn die Prügelstrafe war damals nicht nur in der Schule angesagt, sondern auch in der Familie. Dass ich ohne Vater groß gewor- den bin, habe ich auch deshalb lange nicht als Verlust empfunden. Erst später hätte ich mir jemanden gewünscht, der mir hätte helfen können, als die Weichen fürs Leben gestellt wurden.

Sie wirken immer wie aus dem Ei gepellt. Besitzen Sie eigentlich so etwas wie einen Jogginganzug?

Natürlich. Auch wenn ich nicht mehr jogge. Ich habe überhaupt kein Fitness- programm. Aber dafür halte ich mich ganz wacker.

Viele Menschen werden im Alter zunehmend gläubig. Trifft das auch auf Sie zu?

Ich war nie gläubig, war in religiöser Hinsicht schon früh ein Zweifler. Das hat damit zu tun, dass ich in der Obhut von Nonnen aufgewachsen bin. Die Einblicke, die ich damals bekam, waren nicht gerade positiv. Man musste in den Religionsunter- richt, in die Kirche und zum Beichten – ich mag Zwänge grundsätzlich nicht. Wo- ran ich glaube: an eine von mir bewunder- te Kraft, die die Schöpfung hervorgebracht hat. Nicht aber an einen Gott mit Bart, der die Welt in sieben Tagen erschaffen hat. Seufzend schiebt Mario Adorf seinen Teller zurück. „Ich bin leider schon satt. Darf ich Ihnen vielleicht den Rest anbieten? Wäre doch schade um die leckeren Nudeln …“

KLICK AUF FürSie.de Die Trailer zu beiden Kino-Filmen sehen Sie auf FürSie.de/ mario-adorf
KLICK AUF
FürSie.de
Die Trailer zu beiden
Kino-Filmen sehen
Sie auf FürSie.de/
mario-adorf

INTERVIEW: ULRIKE BREMM

Sie auf FürSie.de/ mario-adorf INTERVIEW: ULRIKE BREMM Zwei starke Auftritte Mit gleich zwei Filmen ist Mario

Zwei starke Auftritte Mit gleich zwei Filmen ist Mario Adorf ab Mai im Kino zu sehen: In „Der letzte Mentsch“ spielt er den KZ-Überlebenden Marcus, den im Alter seine Vergangenheit wieder einholt. In „Die Erfindung der Liebe“ geht es um eine junge Frau, die ihren Freund auf eine kranke Millionärin ansetzt, um an ihr Erbe zu kommen.

eine kranke Millionärin ansetzt, um an ihr Erbe zu kommen. Embrace Nature. Choose Cotton. cottonusa.de Anzeige

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EINE NEUE VISION VON SCHÖNHEIT FÜR IHRE LIPPEN

COLOR RICHE

NEU FARBINTENSIVER ALS LIPPENSTIFT, GLÄNZENDER ALS GLOSS, GESCHMEIDIGER ALS LIP-BALM WERTVOLLE MIKRO-ÖLE, VERSCHMOLZEN
NEU

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WERTVOLLE MIKRO-ÖLE, VERSCHMOLZEN MIT INTENSIVEN FARBPIGMENTEN, FÜR EBENMÄSSIGEN SPIEGELGLANZ AUF DEN LIPPEN.

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MODE

Mein

Look,

dein

Look

Es kann durchaus peinlich sein, wenn Mama die gleichen Sachen trägt wie ihre Große. Es geht aber auch anders: sechs Sommer- Trends, zwölf stylische Outfits, präsentiert von coolen Müttern und ihren lässigen Töchtern

FOTOS: LISA ROTHFUSS

PRODUKTION: ANNA LABOE

GREEN-CHIC

MAMA: Seidenkleid von Hoss Intropia, ca. 420 Euro. Baumwolljacke von Olsen, ca. 130 Euro. Kette: Uta Raasch über heine.de. Ring: Bijou Brigitte. High Heels: Stuart Weitzman

TOCHTER: Baum- wollpullover von Gerry Weber, ca. 80 Euro. Seidentop mit Spaghettiträgern von Schumacher, ca. 130 Euro. Baum- wollhose von Jean Paul, ca. 150 Euro. Ballerinas: Boden

Tanja Wekwerth (47, Autorin und Fotografin) mit Tochter Zoé (20, studiert BWL) aus Berlin

Fotografin) mit Tochter Zoé (20, studiert BWL) aus Berlin Welche Rolle spielt Mode bei Ihnen beiden,
Fotografin) mit Tochter Zoé (20, studiert BWL) aus Berlin Welche Rolle spielt Mode bei Ihnen beiden,

Welche Rolle spielt Mode bei Ihnen beiden, Tanja?

Wir sind zwei Modemäuse und ge- hen gern gemeinsam shoppen.

Mamas Meinung zählt also, Zoé?

Absolut! Wenn ich ohne sie shoppe, dann schicke ich ihr meist ein Foto, bevor ich ein Teil kaufe.

Tanja, wie beschreiben Sie Ihren Stil?

Klassisch, aber mit unkonventionel- len Elementen. Meine alten „Hexen- Stiefel“, so ganz spitze, geschnürte Dinger, trage ich seit zehn Jahren – die sind mit Sicherheit nicht mehr in Mode (lacht).

Ist Mamas Stil eine Inspiration?

Nicht direkt, dafür kleiden wir uns zu verschieden. Aber ich finde, sie hat einen sicheren Geschmack, und ich kann mir absolut vorstellen, mich später einmal ähnlich anzuziehen.

EDEL-HIPPIE

TOCHTER: Top von Fornarina, ca.

85 Euro. Shorts

aus Baumwollmix

von 3 Suisses, ca.

40 Euro. Kranz aus

Kunstblumen: Asos. Kette: Nicola Hin-

richsen. Plateau-

Sandalen: French

Connection

MAMA: Kleid mit Volant auf der Vorderseite von Ana Alcazar, ca. 140 Euro. Ring:

Sence Copen- hagen. High Heels:

Edith & Ella

MODE

Margit Weihe (57, leitet ein Privattheater) mit Tochter Lina (33, Café-Inhaberin) aus Lüneburg und Hamburg

Tochter Lina (33, Café-Inhaberin) aus Lüneburg und Hamburg Margit, wie gefällt Ihnen der Stil Ihrer Tochter?
Tochter Lina (33, Café-Inhaberin) aus Lüneburg und Hamburg Margit, wie gefällt Ihnen der Stil Ihrer Tochter?

Margit, wie gefällt Ihnen der Stil Ihrer Tochter?

Ich finde meine Tochter ausgespro- chen hübsch – aber sie könnte sich bunter, ausgefallener anziehen.

Was meinen Sie, Lina?

Sie hat recht. Nach dem Shooting dachte ich: Trau dich doch mal was! Gelb ist wirklich eine tolle Farbe.

Hatte Ihre Mutter eigentlich auch mal modische Fehltritte?

Oh ja, in den 90ern trug sie gern Leggings – das war nicht so schick.

Erinnern Sie sich noch daran, Margit?

Ich erinnere mich noch an was viel Schlimmeres! Als junge Mutter trug ich den damals angesagten Öko-Style: Schlabberröcke und über- dimensionale Oberteile. Grausig!

Und heute?

Mag ich es sportlich und unkompli- ziert – abends auch mal elegant.

SONNEN-LOOK

MAMA: Kastenjacke aus Baumwollmix von Sessùn, ca. 200 Euro. Ärmel- lose Seidenbluse von René Lezard, ca. 180 Euro. Hose von Thomas Rath Trousers, ca. 190 Euro. Schnürer:

French Connection

TOCHTER: Kurz- armpullover aus Baumwolle von Gerry Weber, ca. 50 Euro. Baum- wollrock von René Lezard, ca. 180 Euro. Sonnen- brille: Asos. Keil- sandalen: St. Emile

GENTLELADY

Hosenanzug aus Wollmix von Thomas Rath, Blazer ca. 670 Euro, Hose ca. 370 Euro. Seidenbluse mit Schluppe von St. Emile, ca. 270 Euro. Socken: Burlington. Schuhe: Lloyd

GENTLELADY

Hosenanzug aus Wollmix von Thomas Rath, Blazer ca. 670 Euro, Hose ca. 370 Euro. Seidenbluse mit Schluppe von St. Emile, ca. 270 Euro. Socken: Burlington. Schuhe: Lloyd

SAFARI-STYLE

TOCHTER: Ärmel-

loser Seiden-Over- all mit Gürtel, ca.

200 Euro, und Biker-

jacke, ca. 290 Euro; beides von Super- trash. Ohrringe:

Nach Bijoux. Schnü- rer: Edith & Ella

MAMA: Baumwoll- Trenchcoat von Edith & Ella, ca.

230 Euro. Lang-

ärmlige Seiden- bluse von St. Emile, ca. 230 Euro. Lederleggings von

Class International über heine.de, ca.

200 Euro. Leo-Ring:

Nach Bijoux. Schuhe:

French Connection

POWER-ROT

TOCHTER: Karo- hemd aus Baum- wolle von Zara, ca.

50 Euro. Jeans von

Elisabetta Franchi, ca. 200 Euro. Arm- band: TomShot.

Schuhe: Converse

MAMA: Lederjacke von G.Sel, ca.

330 Euro. Langärm- lige Seidenbluse von Marc Cain, ca.

150 Euro. Hose von

Brax, ca. 100 Euro. Pumps: Buffalo

Christiane Gina Drewalowski (48, Creative Consultant) mit Tochter Helena (13, besucht die siebte Klasse) aus Bad Salzuflen

Helena (13, besucht die siebte Klasse) aus Bad Salzuflen Helena, ist Mama dein Mode-Idol? Mamas Style
Helena (13, besucht die siebte Klasse) aus Bad Salzuflen Helena, ist Mama dein Mode-Idol? Mamas Style

Helena, ist Mama dein Mode-Idol?

Mamas Style ist super. Ich hoffe, dass ich später auch so einen tollen Stil haben werde – aber meinen ganz eigenen (lacht).

Christiane Gina, wie klingt das für Sie?

Optimal! Die Stilfindung ist ein Pro- zess, und Helena hat noch Zeit. Ich fühle mich in edlen Looks mit sport- licher Note wohl – ob Helena das auch wird? Wir werden es sehen.

Gibt es bei Ihnen zu Hause Mode- Regeln für Helena?

Ja, das finde ich wichtig. Meine goldene Regel: wenn kurzer Rock, dann weites Oberteil, zu einem engen Top eine weit geschnittene Hose – und High Heels müssen so- wieso noch nicht sein.

Wie ist das für dich, Helena?

Okay, denn ich weiß, wo meine modischen Grenzen sind – und zum Glück bin ich da mit Mama auf einer Wellenlänge.

SCHWARZ AUF WEISS

TOCHTER: Kleid mit gerafften Ärmeln von C&A, ca. 25 Euro. San- dalen: Elie Tahari

MAMA: Overall mit

Bandeau-Ober-

teil von Elisabetta Franchi, ca. 270 Euro. Blazer mit Revers aus Lederimitat von Zero, ca. 90 Euro. Pumps: Buffalo

MODE

LAMBERT; HINTERGRUNDFARBE: „AMMONITE NO. 274“; STILLS: PR; INTERVIEWS: NIKOLA HELMREICH

MODE

6 Trend-Looks

GREEN-CHIC 1 Baumwolljacke 1 von Yest, ca. 60 Euro. 2 Hose aus Baumwollmix 2 von
GREEN-CHIC
1
Baumwolljacke
1
von Yest,
ca.
60
Euro. 2 Hose
aus Baumwollmix
2
von Zerres, ca.
70
Euro. 3 Kleid
von Anna’s dress
affair, ca.
170 Euro.
4
Spitze Slipper
von Heine, ca.
30
Euro. 5 Tasche
1
in Lederoptik
von Gerry
Weber,
ca. 90 Euro
EDEL-HIPPIE
1
Viskose-Kleid
von Yest,
ca.
40
Euro. 2 Hose
2
aus Viskose von
Jeans Fritz, ca.
20
Euro. 3 Keil-
3
sandalen
aus Leder
von Navyboot,
ca. 280 Euro, 12 cm
3
Absatz. 4
Kette von
Heine, ca.
50 Euro.
5
Tunika
von C&A,
ca. 20 Euro
4
4
5
5
50 Euro. 5 Tunika von C&A, ca. 20 Euro 4 4 5 5 SONNEN- LOOK 1
SONNEN- LOOK 1 Jacke aus Baumwollmix von Gerry We- ber, ca. 150 Eu- ro. 2
SONNEN-
LOOK
1
Jacke aus
Baumwollmix
von Gerry We-
ber, ca. 150 Eu-
ro. 2 Rock
von Conleys,
ca. 100 Euro.
3
Flache Sling-
backs von
Belmondo,
ca. 80 Euro.
1
4
Tasche
von Geox, ca.
2
45
Euro, 17,5 x
9,5 x 10 cm.
5
Ledergürtel
von Heine, ca.
30
Euro
3
4
5
HAIRSTYLING & MAKE-UP: ISABEL EILER/BALLSAAL, LINDA SIGG/NINA KLEIN; INDUSTRIE-HOCKER:

zum Nachstylen

zum Nachstylen SAFARI- STYLE 1 1 Kleid von Broadway, ca. 50 Euro. 2 2 Seidenhose von
zum Nachstylen SAFARI- STYLE 1 1 Kleid von Broadway, ca. 50 Euro. 2 2 Seidenhose von

SAFARI-

STYLE 1 1 Kleid von Broadway, ca. 50 Euro. 2 2 Seidenhose von Liebeskind, ca.
STYLE
1
1 Kleid von
Broadway,
ca. 50 Euro.
2
2 Seidenhose
von Liebeskind,
ca. 160 Euro.
3 Viskose-Kleid
von C&A, ca.
20 Euro.
4 Ledertasche
in Zebraoptik
von Kiomi,
ca. 100 Euro,
40 x 30 x 10 cm.
5 Sandalen von
Birkenstock, ca.
3
65 Euro
4
5
POWER-ROT 1 1 Baumwollhemd von C&A, ca. 20 Eu- 2 ro. 2 Viskose-Rock von Garment,
POWER-ROT
1
1
Baumwollhemd
von C&A,
ca. 20 Eu-
2
ro. 2 Viskose-Rock
von Garment, ca.
220
Euro. 3 Leder-
Sneaker von
Ecco, ca. 100 Euro.
4 Ledertasche
von Elégance, ca.
340
Euro, 39 x
1
29
x 14 cm. 5 Jump-
suit von Ana Alca-
zar, ca. 220 Euro
2
SCHWARZ
AUF WEISS
3
1
Shirt von Frank
Walder, ca. 50 Euro.
2
Baumwollhose
von Brax,
ca.
120
Euro.
3 Kleid
von Anna’s dress
affair, ca.
190 Euro.
4
Ledertasche von
Peter Kaiser, ca.
170 Euro,
12 x 28 x
4
2 cm. 5 Keilsanda-
len von 3
Suisses,
3
ca. 80 Euro,
12
cm Absatz
4
5
5

FOTO: VOLKER LAMMERS

ACCESSOIRES

Farb-

Drei Töne braucht das Glück:

Multicolor-

Taschen sind der Sommer-Hit

Spiele

1
1
2 4 3 5 I I I I I I I I I I I
2
4
3
5
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I
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TOLL FÜRS
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I
I
BÜRO:
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Hier
DIN passt
I
I
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A4
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rein
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I
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I
I
I
I
I
I
I
I
I
I
I
I

1 BOWLING-BAG aus Vinyl von Belmondo, ca. 90 Euro, 29 x 19 x 15 cm. 2 BRIEFCASE-TASCHE aus Leder von Picard, ca. 200 Euro, 31 x 24 x 12 cm. 3 SHOPPER von Gerry Weber, ca. 90 Euro, 38 x 30 x 13 cm. 4 HENKELTASCHE von Hallhuber, ca. 50 Euro, 32 x 24 x 11 cm. 5 TRAPEZTASCHE von Tom Tailor, ca. 50 Euro, 39 x 23 x 15 cm

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MODE

Neuer Hosen-Chic

Diesen Sommer heißt es: Freiheit für die Beine! Denn Hosen kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert

kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht
kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht
kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht
kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht
kommen jetzt locker geschnitten und werden edel kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht

Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro

kombiniert Baumwollbluse von French Connection, ca. 85 Euro Leicht trans- parente Bluse von Broadway, ca. 30

Leicht trans- parente Bluse von Broadway, ca. 30 Euro

Euro Leicht trans- parente Bluse von Broadway, ca. 30 Euro Taillengürtel aus Metall von Asos, ca.
Euro Leicht trans- parente Bluse von Broadway, ca. 30 Euro Taillengürtel aus Metall von Asos, ca.

Taillengürtel aus Metall von Asos, ca. 35 Euro

Mantel aus

Leinen-Baum-

woll-Mix von Cinque, ca. 330 Euro

Anzughose aus Satin mit Zierfalte von Mango, ca. 45 Euro Lackleder- Clutch von Abro, ca.
Anzughose
aus Satin
mit Zierfalte
von Mango,
ca. 45 Euro
Lackleder-
Clutch
von Abro, ca.
120 Euro,
29 x 14 x 2 cm
Anzughose aus Baum- wolle mit Bundfalte von Conleys, ca. 120 Euro Henkeltasche aus Kalbs- leder
Anzughose
aus Baum-
wolle mit
Bundfalte
von Conleys,
ca. 120 Euro
Henkeltasche aus Kalbs-
leder von Bric’s, ca.
260 Euro, 27 x 18 x 14 cm

Klassisch in der ANZUGHOSE

Nachdem der Blazer lange genug allein im Rampenlicht stand, ist jetzt sein Pendant, die Anzug- hose, dran – egal ob mit Bund-, Bügel- oder Zierfalte. Das Wich- tigste: ein weiter, gerader Schnitt, kombiniert mit Blusen – klassisch oder mondän – und Pumps.

Leder-Pumps von Cox, ca. 70 Euro, 7,5 cm Absatz

Slingback-Pumps aus Leder von Högl, ca. 130 Euro, 6 cm Absatz

Baumwoll- pullover von Monki, ca. 40 Euro Culotte aus Viskosemix von H&M, ca. 40 Euro
Baumwoll- pullover von Monki, ca. 40 Euro Culotte aus Viskosemix von H&M, ca. 40 Euro
Baumwoll- pullover von Monki, ca. 40 Euro Culotte aus Viskosemix von H&M, ca. 40 Euro

Baumwoll-

pullover von Monki, ca. 40 Euro

Culotte aus Viskosemix von H&M, ca. 40 Euro
Culotte aus
Viskosemix
von H&M,
ca. 40 Euro

Trendy im HOSENROCK

Zuletzt trugen wir ihn in den 80ern. Nun kommt er mit weiten Hosenbeinen, schwingendem Saum auf Wadenlänge und wird ganz vornehm Culotte genannt.

Saum auf Wadenlänge und wird ganz vornehm Culotte genannt. Umhängetasche von Bonprix, ca. 30 Euro, 31

Umhängetasche von Bonprix, ca. 30 Euro, 31 x 29 x 3 cm

Leder-Pumps von French Connection, ca. 110 Euro, 4 cm Absatz

Mantel aus Baumwollmix von Sand Copenhagen, ca. 390 Euro Culotte aus Baumwolle von Hobbs, ca.
Mantel aus
Baumwollmix
von Sand
Copenhagen,
ca. 390 Euro
Culotte aus
Baumwolle
von Hobbs,
ca. 110 Euro
Sweatshirt von
Tom Tailor,
ca. 60 Euro
Trapez-Tasche von
Pieces, ca. 55 Euro,
29 x 23 x 17 cm

Slingback-Pumps aus Veloursleder von Unisa über mirapodo.de, ca. 110 Euro, 9,5 cm Absatz

von Unisa über mirapodo.de, ca. 110 Euro, 9,5 cm Absatz Longshirt aus Viskose von A Post-
Longshirt aus Viskose von A Post- card from Brighton, ca. 75 Euro Edel-Jogger von Marc
Longshirt
aus
Viskose
von
A Post-
card from
Brighton,
ca. 75 Euro
Edel-Jogger
von Marc Cain,
ca. 180 Euro
Elegant im
EDEL-JOGGER
Tasche von Gerry
Weber, ca. 60 Euro,
57 x 35 x 21 cm
„Wer Jogginghosen trägt,
hat die Kontrolle über sein
Leben verloren“, behauptete
Karl Lagerfeld. Da kannte er
aber diese Varianten noch nicht!
FOTOS: GETTY IMAGES (6); STILLS: PR

Netz-Pumps von 3 Suisses, ca. 60 Euro, 9 cm Absatz

Adressen auf Seite 114

Mantel aus Viskosemix von Mango, ca. 80 Euro Edel-Jogger von Cinque, ca. 170 Euro Baumwoll-Top
Mantel aus
Viskosemix von
Mango,
ca. 80 Euro
Edel-Jogger
von Cinque,
ca. 170 Euro
Baumwoll-Top
von Mango,
ca. 35 Euro
Ledertasche von Kiomi
über zalando.de, ca.
100 Euro, 32 x 20 x 16 cm

Leder-Pumps von Steve Madden über nordstrom.com, ca. 80 Euro, 10 cm Absatz

FOTO: PETER MÜNNICH; STYLING: CLAUDIA RITTICH; HAARE & MAKE-UP: JANINE GABELMANN / © OZ VERLAG

LUST AUF STRICKEN

Pulli für alle Fälle

Er ist leicht und schnell gestrickt. Und passt zu vielen Looks

Durch das Ajourmuster wirkt der Pulli besonders dekorativ und modisch, er kann aber auch von
Durch das Ajourmuster wirkt der Pulli
besonders dekorativ und modisch,
er kann aber auch von Anfängern gut
nachgearbeitet werden. An warmen
Tagen ist er angenehm kühl auf der
Haut und durch den Türkis-Ton auch
farblich ganz auf Sommer eingestellt.
Die ausführliche Strickanleitung für
die Größen 38 bis 44 gibt es kostenlos
unter FürSie.de/downloads. Oder
Sie senden uns einen Rückumschlag
mit Ihrer Adresse – und wir schicken
Ihnen die Anleitung: FÜR SIE Mode,
Stichwort: „Türkis“, 22301 Hamburg

FOTOS: MARTIN VEIT (1), OLFF APPOLD (1), PR; ILLUSTRATIONEN: PR

MARTIN VEIT (1), OLFF APPOLD (1), PR; ILLUSTRATIONEN: PR Hier werden die Enden auf Brusthöhe verknotet.

Hier werden die Enden auf Brusthöhe verknotet. Von Tchibo, ca. 20 Euro (ab 13. Mai)

MAGAZIN

EIN ECHTES MULTITALENT

Man nehme einen Cardigan – und zaubere viele verschiedene Jacken. Wie das geht? Immer anders binden

1
1
2
2

1 Beide Enden zusam- mennehmen, vorn überkreuzen. 2 Um die Hüfte wickeln, seitlich verknoten

1 überkreuzen. 2 Um die Hüfte wickeln, seitlich verknoten 23 1 Die Enden verknoten. 2 Über Kreuz

überkreuzen. 2 Um die Hüfte wickeln, seitlich verknoten 1 23 1 Die Enden verknoten. 2 Über

23

2 Um die Hüfte wickeln, seitlich verknoten 1 23 1 Die Enden verknoten. 2 Über Kreuz

1 Die Enden

verknoten.

2 Über Kreuz

legen, über den Kopf zie- hen. 3 In Form drapieren

Espadrilles – endlich richtig edel! FÜR SIE-Mode-Vizechefin Susann Faust stellt ihre Sommer-Lieblinge vor Zur Jeans
Espadrilles – endlich richtig edel!
FÜR SIE-Mode-Vizechefin Susann Faust
stellt ihre Sommer-Lieblinge vor
Zur Jeans oder weiten Leinenhose sehen Espadrilles
sportlich aus – chic und modisch sind sie aber nicht.
Da kommen diese Leder-Modelle (Ecco, ca. 110 Euro)
gerade richtig! 7/8-Hose, Seidenbluse und dazu Edel-
Espadrilles: Fertig ist mein klassischer Sommer-Look.
Betty war ein Streuner auf Gran Canaria und lief uns bei einer Mode-Produktion zu. Jetzt
Betty war ein Streuner auf
Gran Canaria und lief uns bei
einer Mode-Produktion zu.
Jetzt lebt sie in Hamburg
BETTY BELLT
Mein Style:
Weniger ist mehr
Also, gestern hat Frauchen ihre Sommer-
garderobe zusammengestellt. Eigentlich
macht sie das ja schon seit Wochen, aber
jetzt wird’s ernst. Wir wollen im Mai in Urlaub fah-
ren, und Frauchen arbeitet seit Januar auf die Bikini-
Figur hin. „Schau mal, Betty, mein neuer Marine-
Look.“ Ich werfe träge einen Blick aus meinem
Körbchen und sehe: nichts. Frauchen ist zwar in
voller Schönheit vorhanden, aber wo ist das Outfit?
Ein blau-weißes Stück Stoff, das mal gerade über den
Po geht, und ein Hut am Stiel. Designer-Motto: Weni-
ger ist mehr. Und was trage ich? Dog-Style: Natur pur.
Adressen auf Seite 114
HUSSEIN CHALAYAN

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Unterwegs

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Goddess“ von Gottex,
ca. 148 Euro
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für sonnige Tage
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ca. 240 Euro
Welch ein Hin-
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Gottex, ca. 158 Euro
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zum Beispiel mit dem SEAT Mii in Tornado Rot.
Mit dem Auto wird Ihr Alltag in der Stadt zu einem
echten Vergnügen. Schmale Gassen, enge Kurven
und Parkplatzsuche werden mit diesem kompakten
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Schmaus, ca. 200 Euro
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Ob feuriges Rot oder ein Touch Koralle – Rot in
allen Schattierungen ist die Trendfarbe der Saison
und leicht zu kombinieren: mit Weiß oder Ton in Ton.
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in sinnlichem Rot
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debenhams.de,
ca. 96 Euro
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debenhams.de,
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mit modernem
Print-Muster
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ca. 18 Euro
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kugel und geflochtenes
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Gelb macht gute Laune! Gelb erhellt den Alltag, es fällt auf,
es akzentuiert und schenkt jeder Trägerin ein Strahlen.
Ob Schuh, Rock oder Auto – Gelb ist ein Must-have.
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Luxus! Kleid
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ca. 305 Euro
Happy Feet –
Leuchtend gelbe Pumps
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Daniela Katzenberger,
über mirapodo.de,
ca. 70 Euro

*Beispielrechnung für den SEAT-Mii-3-Türer Reference 4YOU 1.0, 44 kW (60 PS), berechnet für die jährliche Fahrleistung von 10.000 km: Barzahlungspreis (unverbindliche Preisempfehlung der SEAT Deutschland GmbH, zzgl. Überführungs- und Zulassungskosten): 10.100,00 Euro, Nettokreditbetrag: 10.100,00 Euro, Anzahlung: 0,00 Euro, Zinsen: 0,00 Euro, Gesamtbetrag: 10.100,00 Euro, Laufzeit: 60 Monate, Sollzins (gebunden) p. a.: 0,00 %, effektiver Jahreszins: 0,00 %, mtl. Finanzierungsrate: 89,00 Euro, Schlussrate: 4.760,00 Euro. Abbildung zeigt Sonderausstattung. 1

VON

MAKE-UP-TRICKS

Wangen

3: strahlende

STEP

VISAGISTIN

Pfirsichfarbenes

UNSERER

Sandra Schütz

sorgt

Rouge

für

STEP 1: Augen

Eyeshadow soft verstreichen

Frische

DIANE

KEATON

(68) Selbstbewusst

mit

grauem

STEP 2: Mund

Lässig-Bob

und zartem

Make-up

Rosa schmeichelt,

-Vor

P

setzt

für

Kirschrot

Akzente

STYLER

Paddle-Brush

44

ca.

Haarspray von

Shu Uemura,

Euro.

Fix“,

Tecni.Art

L’Oréal

Air

Professionnel, ca. 16 Euro

FARBAUFTRAG Lidschatten

öffnet Andreas Augen

toll zu den grau melierten Haaren

in Taupe

und passt

Vorher

Name: Andrea (52), 1,64 m groß, Kleidergröße 34. Beruf: Dipl.-Ing. für Energetik. Wohnort: Berlin. Ihr Wunsch:

„Meine Haar- farbe möchte ich behalten, der Schnitt darf aber gern frecher sein. Außerdem wünsche ich mir Outfits, die mich weiblich und nicht langweilig oder gar mäd- chenhaft ausse- hen lassen – was mit meiner zier- lichen Figur echt schwierig ist“

– was mit meiner zier- lichen Figur echt schwierig ist“ G R A U find ich
– was mit meiner zier- lichen Figur echt schwierig ist“ G R A U find ich

GRAU find ich gut!

… sagt Andrea, setzt aber mit neuem Schnitt und Style auf mehr Weiblichkeit. Wow!

FOTOS: EMMIE BESSE PRODUKTION: NOURAN BEHZADNIA

SCHNELLSCHNITT Hier kappt die Friseurin Andreas überschulterlange Haare auf Bob-Länge

Frisch

in Blau

„Schön warst du schon immer, jetzt bist du perfekt!“, schwärmt Andreas Mann, der sie im Vorher-Nachher- Studio überraschend besucht. Andrea selbst kann ihre Verwandlung kaum glauben – ein toller neuer Look. Der hinter die Ohren frisierte Stufen-Bob wirkt trotz Haarfarbe unglaublich frisch, und auch das Make-up in zarten Pink- tönen schmeichelt. Statt Ringelshirt kombi- nieren wir zur dunklen Denim eine in Blautönen gemusterte Volant- Bluse, die eine weibliche X-Silhouette zaubert.

Bluse: Zara, ca. 30 Euro. Kette mit Strass-Blüten:

Zara, ca. 30 Euro

BEAUTY-COACH

Geht die Strass-Kette

STYLING-CHECK

Passt!,

zu Print-Blusen?

wirklich FÜR

auch

Nouran

SIE-Redakteurin

entscheidet

MUSTER-

GÜLTIG Bluse mit Grafik-Print und Volant, der die Taille

KONTRASTREICH Zur derben Jeans- jacke ein feminines Kleid im Fifties-Look (siehe Seite 35)

formt (siehe

Seite 33)

PRINT-MUSTER

SCHUH-FITTING

Vor dem

entdeckt

Shooting

Andrea

das

Trend-Accessoire

des

Sommers

knöchelhohe

Sneaker

Haben Sie auch Lust auf eine Veränderung?

Schreiben Sie an kosmetik.fuer-sie@ fuer-sie.de oder an FÜR SIE, Beauty- Coach, Postfach 60 12 60, 22212 Ham- burg (mit „Steckbrief“ und aktuellem Foto). Alle „Beauty-Coach“-Folgen finden Sie unter FürSie.de/typberatung

Andrea im Mustermix mit weißem, schmal geschnittenem Blazer. Tagsüber kann sie das Outfit mit Snea- kern, abends mit High Heels tragen. Der Bob ist hier über eine Paddle- Brush glatt ge- föhnt und das Make-up in Pas- tell gehalten – aber mit dunkel betonten Augen.

Blazer: Rich & Royal, ca. 230 Euro. Bluse:

Minimum über Zalando, ca. 65 Euro. Leggings: Zara, ca. 26 Euro, Sneaker:

Marc Cain Sports, ca. 230 Euro

CHIFFON STRETCH
CHIFFON
STRETCH

FOTO: ACTION PRESS; HAIRSTYLING & MAKE-UP: SANDRA SCHÜTZ/CLOSE UP AGENCY; STYLING: DANIELA KIRCHHOFF; TEXT: KERSTIN CONRAD

BEAUTY-COACH

Feminin

mit Print

„Und ich dachte immer, dass ich im bunten Kleid wie ein kleines Mädchen wirke“, wun- dert sich Andrea. Von wegen! Dieses Modell im 50er-Jahre-Stil mit Digital-Print lässt sie richtig weiblich ausse- hen. Locken-Bob und kirschrote Lippen unter- streichen den Look. Als lässige Komponen- te kann sie das Kleid mit derber Jeansjacke, Satteltasche und Plateau-Sandaletten alltagstauglich kombi- nieren. „Das wird mein Outfit fürs nächste Sommerfest“, freut sich die 52-Jährige.

Baumwollkleid: Apart, ca. 120 Euro. Jacke: Bogner Jeans, ca. 250 Euro. Schuhe:

Ilse Jacobsen, ca. 130 Euro. Satteltasche: Knights & Roses, ca. 280 Euro

BEAUTY

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„Morgens und abends creme ich mein Gesicht mit ,Nuxellence Jeunesse‘ ein (1), abends kommt ,Masque
„Morgens und abends creme ich mein
Gesicht mit ,Nuxellence Jeunesse‘
ein (1), abends kommt ,Masque Crème
Fraîche‘ von Nuxe (2) aufs Dekolleté.
Die schönsten Blasen macht ,Wu Wei‘-
Badeschaum von Rituals (3), und ,Sheer
Blonde Intensiv-Kur‘ von John Frieda (4)
bringt mein Haar auf Hochglanz.“

Bad-

geflüster

Wer kann uns mehr über Schönheit erzählen als Profis, die sich beruflich damit beschäftigen? Fünf Damen plaudern aus dem Beauty-Kästchen

ILLUSTRATIONEN: ANNABELLE VERHOYE PROTOKOLLE: ASTRID JÜRGENS

ANNABELLE VERHOYE PROTOKOLLE: ASTRID JÜRGENS „Cremige Schaum- blasen beruhigen mich sofort“ Bettina

„Cremige Schaum- blasen beruhigen mich sofort“

Bettina Galindo von Häberlein & Mauerer PR

„Wenn ich nach Hause komme, ist mein gemütliches, helles Bad das per- fekte Relax-Paradies. Kerzen an und rein ins ,Bubble Bath‘. Ich liebe die cremigen Schaumblasen, und es duftet so herrlich

nach chinesischer Minze. Das beruhigt sofort, und ich denke dann einfach mal an nichts. Am liebsten höre ich dazu spanische Pop-Songs oder Latino-Musik. Einmal in der Woche – meist am Sonntag –

nehme ich mir extraviel Zeit. Dann trage ich eine Intensiv-Kur für blon- des Haar auf, bevor ich mich in die Wanne lege. Durch die Wärme wirkt sie intensiver, repariert kleine Schä- den und sorgt für Superglanz. Worauf ich nur selten verzichte: vor dem Schlafen eine Maske auf mein Dekol- leté aufzutragen. Die lasse ich dann sogar über Nacht drauf – tschüss, Knitterfältchen! Morgens werde ich mit dem Duft-Klassiker ,Cool Water Woman‘ von Davidoff schnell munter, am liebsten erst als Duschgel, und dann kommt noch ein Spritzer Par- fum auf mein Haar. Das bringt mich nämlich ganzjährig in Sommerlaune. Ein echtes Lieblings-Tool ist meine Wimpernzange. Die wärme ich vorher mit dem Föhn an. Denn so hält der Wimpernschwung ewig.“

1 2 3 5 4 „Haarpflege gehört ebenfalls zum Dusch- Ritual. Erst ,AgeDefy‘- Shampoo (1),
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„Haarpflege gehört
ebenfalls zum Dusch-
Ritual. Erst ,AgeDefy‘-
Shampoo (1), dann
-Conditioner (2) und
-Serum (3), alles von
Pantene Pro-V. ,Olaz
Regenerist‘-Creme
nehme ich fürs Gesicht
(4). Mit dem duftenden
,Venus & Olaz Sugar-
6 berry‘-Rasierer von
Gillette entferne ich
lästige Härchen (5).
Der ,Braun Skin Spa‘
peelt optimal (6).“
„Mein Haar verwöhne ich mit
besonders viel Feuchtigkeit“
Melanie Schnitzler, Leitung Marken-
kommunikation bei Procter & Gamble
„Viele Frauen lieben es, in der Wanne
zu liegen. Ich finde das furchtbar!
Viel schöner ist doch eine ausgiebige
Dusche – in meinem Bad ist sie extra-
groß und in warmen Erdtönen gehal-
ten. Hier probiere ich immer wieder
was Neues: Beine rasieren, ein Body-
peeling mit rotierendem Spezialbürs-
tenaufsatz einmassieren und die
Haare mit Pflegespülung verwöhnen.
Weil mein Haar störrischer ist als
früher, braucht es viel Feuchtigkeit.
Da ist eine Anti-Aging-Kur mit Keratin
ideal. Wenn ich dann alles mit war-
mem Wasser abgespült habe, fühle
ich mich pudelwohl. Am Ende darf
das Cremen nicht fehlen. Duftende
Bodylotion und eine reichhaltige
Gesichtscreme erhalten das
Wohlfühl-Feeling den ganzen Tag.“

BEAUTY

„Morgens eine Feuchtigkeitsmaske und der Start in den Tag ist perfekt“ Danielle Echtermeyer, PR Director
„Morgens eine Feuchtigkeitsmaske
und der Start in den Tag ist perfekt“
Danielle Echtermeyer, PR Director Garnier,
Essie und Maybelline New York
„Die lasse ich einziehen, während ich
meinen Kaffee trinke. Das entspannt
mich und meine Haut. Mein Bad ist
sehr clean und wird durch kuschelige
Handtücher, viele Duftkerzen und
einen kleinen Holz-Buddha, den ich
aus Bali mitgebracht habe, heimelig.
In dieser Atmosphäre genieße ich es,
meine Haare mit duftenden Ölen zu
pflegen und mit einer Blondspülung
zum Glänzen zu bringen. Für den
Körper schwöre ich auf Lotion, die
nach Ingwer duftet – echt lecker –
oder meine trockene Haut beruhigt.
Das absolute Allroundtalent aber ist
die ,Miracle‘-Creme, die einen Anti-
Aging-Effekt hat und sofort ein Strah-
len auf die Haut zaubert. Danach
reicht etwas Creme-Rouge, und fertig
ist mein Frische-Look.“
„Ich liebe Duftkerzen, die
einen Blütenduft verbrei-
ten, wie ,L’Occitane Fleurs
Blanches‘ (1) oder von
Floris London (6). Mit der
,Miracle Skin Cream‘ von
Garnier sieht der Teint so
erholt aus wie nach einer
Woche Urlaub (2). ,Intensiv
7 Tage Milk‘ von Garnier
beruhigt meine Haut (3).
,Gingerlily‘-Bodycreme
von Molton Brown duftet
herrlich nach Ingwer (4).
,Farbbeschützer Blond‘
von Garnier Fructis gibt
Superglanz (5).“
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BEAUTY

1 2 4 3 „Meine liebsten Muntermacher unter der Dusche sind ,Energizing Lime Mandarin Shower
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„Meine liebsten Muntermacher unter der
Dusche sind ,Energizing Lime Mandarin Shower
Gel‘ (1) und ,Shaping Shower Foam‘ von
Babor (2). Der Duft ,Philosykos‘ von Diptyque
macht schon morgens gute Laune (3).
,Hydra Plus‘-Ampullen sind eine gute Make-
up-Grundlage für mein Gesicht (4).“
„Ich bin ein Fan von Wechsel-
duschen nach Kneipp“
Justine Gaetcke, PR Director Doctor Babor
„Es gibt für mich nichts Schöneres,
als nach meiner morgendlichen
Laufrunde das Radio anzuschalten,
fetzige Musik zu hören und in
meinem loftartig gestylten Bad eine
heiße Dusche zu nehmen. Je nach
Laune benutze ich ein Duschgel mit
Mandarin-Duft oder einen Foam,
den man praktischerweise auch als
Rasierschaum für die Beine benutzen
kann. Ich bin ein Fan von kalt-war-
men Wechselduschen nach Kneipp,
auch im Gesicht! Danach folgt
Bodybutter, die die Haut gut nährt.
Als i-Tüpfelchen darf das Ampullen-
Knacken nicht fehlen. Die Mini-
Fläschchen fürs Gesicht enthalten
Wirkstoffe wie Hyaluronsäure und
Kollagen, die genial pflegen. Jetzt
noch mein Lieblingsduft und der Tag
geht super los!“
„Ich liebe Ölbäder und schütte die ganze Flasche in die Wanne!“ Ala Zander, Agentur Stilart
„Ich liebe Ölbäder und schütte die
ganze Flasche in die Wanne!“
Ala Zander, Agentur Stilart PR
„Ich habe meine Leidenschaft zum
Beruf gemacht. Jetzt lerne ich täglich
neue Produkte kennen und liebe es,
sie in meinem mit viel Holz und Na-
tursteinen eingerichteten Bad stun-
denlang auszuprobieren. Da kommt
einiges zusammen. Nach der gründ-
lichen Reinigung mit porenverklei-
nernden Säurepads und der elektri-
schen Hightech-Bürste – stylisch im
Leo-Look – nehme ich gern mehrere
Seren hintereinander, mit verschiede-
nen Wirkstoffen, wie etwa mit dem
Antioxidans Vitamin C oder einem
Faltenfüller. Am Ende eine Tages-
creme drüber und Duft für Haut und
Haar nicht vergessen. Mein größter
Spleen: Ich liebe Ölbäder, schütte in
jede Wanne die ganze Flasche. Gott
sei Dank habe ich nicht oft Zeit zum
Baden, sonst wäre ich bald arm.“
„Egal, wie stressig ein
Tag ist, mit ,Cellularose
CC
Lumi-Serum‘ von
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Terry de Gunzburg
strahlt der Teint (1).
Meine momentanen
Lieblingsseren gegen
Falten sind ,Camu
6
Camu Power C x 30‘ (2)
und die Serie ,Neuro-
liquid Volufill Youth‘,
alles von Peter Thomas
Roth (3). Die reinigen
gründlich: Clarisonic-
Gesichtsbürste (4)
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und ,Super Acids Pore
Shrink Pads‘ von
Rodial (5). Damit mein
Haar glänzt und duftet,
versprühe ich ,Shine &
Fragrance Spray‘ von
Percy & Reed (6). Oder
ich
betöre mich mit
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grünen Rosen und
Rosé-Pfeffer: ,Fruit
Défendu‘ von Terry
de
Gunzburg (7).“
FOTOS: PRIVAT

FOTOS: PR

BEAUTY- BOX

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PFLEGE für die Haare

Spezialisten für Farbe, Glanz, Volumen und Struktur

1 Regenerierend „Oil Care Nährpflege Haarkur“ von Dove, 200 ml ca. 5 Euro. 2 Für langes Haar „Reparatur Intensiv Kur“ von Nivea, 200 ml ca. 4 Euro. 3 Mit Verjüngungseffekt „Youth Protect 7 Intensivmaske“ von Pantene Pro-V, 200 ml ca. 6 Euro. 4 Farbschutz „Essence Ultîme Diamond Color Intensiv-Maske“ von Schwarzkopf, 200 ml ca. 6 Euro. 5 Gibt Fülle „Elvital Fibralogy Haarpracht-Kur“ von L’Oréal Paris, ca. 9 Euro. 6 Feuchtigkeits- spender „Biolage Smoothproof Mask“ von Matrix, 150 ml ca. 19 Euro. 7 Mit Acai-Beere „Farbbeschützer Nährende Creme-Kur“ von Garnier Fructis, 300 ml ca. 4 Euro. 8 Sofort-Effekt „Million Gloss 10 Tage Glanz-Kur“ von Gliss Kur, 150 ml ca. 6 Euro. 9 Intensiv-Kur „Masque Densité“ von Kérastase, 200 ml ca. 37 Euro

FOTOS: KW PHOTO AND FILM/CORBIS OUTLINE, ACTION PRESS (2), BABIRADPICTURE, DDP IMAGES, MAURITIUS, GETTY IMAGES (2), PICTURE PRESS, KOBALT-IMAGES.DE

BEAUTY 2013 Golden Globes 1999 in New York Amy im Frisuren-Rausch: Nach ihrer anfänglich mal
BEAUTY
2013 Golden Globes
1999 in New York
Amy im Frisuren-Rausch: Nach ihrer anfänglich
mal mit Mittelscheitel geglättet, mal als Ponytail im
2005 MAC Cosmetics
1992 Highschool-Foto
2011 beim Oscar- Nominierten-Lunch 50er-Jahre-Look.
2011 beim Oscar-
Nominierten-Lunch
50er-Jahre-Look.

„blonden“.

Highschool-Zeit steht die 39-Jährige jetzt zu ihrer roten Mähne –

„Ein guter Look kostet

Hollywood liebt Schauspielerin Amy Adams (39) und ihren Style. Im Exklusiv-

D iese Haare! Okay, Schauspielerin Amy Adams glänzt vor allem mit ihrer Leistung: Spätestens der Golden Globe für ihre Haupt- rolle im Film „American Hustle“

hat sie in Hollywoods A-Liga katapultiert. Ihr Markenzeichen aber ist die rote Mähne. Wie zum Teufel schafft sie es nur, ihre Haare im- mer so gut aussehen zu lassen? Amy lacht, als sie diese Frage beim FÜR SIE-Gespräch hört – und nippt bescheiden an ihrem Orangensaft. „Wenn ich keinen Film drehe, lasse ich sie ein- fach in Ruhe.“ Also ehrlich: Da möchte man doch ein bisschen mehr hören!

Amy, viele Frauen beneiden Sie um Ihre Haare. Wie pflegen Sie sie denn? Da gilt für mich: Weniger ist mehr. Was heißt das genau? Ich versuche, sie nicht zu viel zu stylen. Gerade zwischen den Dreharbeiten brauchen sie eine Pause. Denn ein rich- tig guter Look für die Kamera kostet mitunter fünf Bad-Hair-Days. Zu Hause

binde ich meine Haare also einfach zu einem Knoten hoch, lasse sie lufttrock- nen und verzichte auf Styling-Produk- te, damit sie sich erholen können. Können Sie sich noch an Ihr größtes Haar-Desaster erinnern? Oh ja (lacht)! Als ich in der achten Klas- se war, wollte ich aussehen wie Kelly McGillis aus dem Film „Top Gun“. Ich ließ eine Dauerwelle machen und musste einsehen: Ich bin nicht Kelly McGillis! Ich hatte ein Dreieck aus Haaren auf dem Kopf – furchtbar. Welchen Beauty-Trick werden Sie mal an Ihre Tochter vererben? Ich glaube, die wichtigste Regel lautet:

Arbeite mit dem, was du hast – und freue dich darüber! Versuche nicht, wie jemand anderes auszusehen. An- sonsten schlafe ich nie mit Make-up und trinke viel Wasser. Wann fühlen Sie sich schön? Mein Verlobter hilft mir dabei. Er

schaut mich oft an und sagt: „Ich habe so ein Glück, du bist wunderschön.“ Gleich morgens. Oder gestern, als wir mit unserer Tochter beim Abendessen saßen. Ich war nicht zurechtgemacht. Das hilft meinem Selbstbewusstsein. Und wie wichtig ist Kleidung? Sie ist wichtig, um auszudrücken, wie es mir geht. Aber nach dem Sport fühle ich mich auch in Jogginghosen schön. Zuerst kommt die Einstellung zu mir selbst. Was ich trage, ist zweitrangig. Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Ich trage gern die neuesten Trends – achte aber zugleich darauf, immer auch etwas Zeitloses in meinen Look einzubauen. Ich mag es elegant und klassisch. Das passt zum Frühjahrsduft „Eau de Lacoste“, den Sie derzeit präsentieren. Was bedeutet dieser Duft für Sie? Er ist feminin, sinnlich, aber auch un- abhängig – wie ich. Ich finde es toll,

2014 beim Oscar- Nominierten-Lunch 2011 Los Foto- Angeles shooting 2008 Bändigung der Löwenmähne: Für das
2014 beim Oscar-
Nominierten-Lunch
2011 Los
Foto-
Angeles
shooting
2008
Bändigung der Löwenmähne: Für das Shooting 2008 wurde Amys
Haar auf große Wickel gestylt. Zum Oscar-Lunch (ganz oben)
erschien sie edel gescheitelt; privat (darunter) trägt sie gern Dutt

2013

„American

Hustle“-

Filmfoto

5 Bad-Hair-Days“

Interview mit FÜR SIE spricht sie über ihre Beauty-Geheimnisse

dass es den Duft jetzt auch in der wärmeren „Sensuelle“-Variante gibt, die einen in den Abend begleitet. Sie gelten als netteste Schauspielerin Hollywoods. Was macht es Ihnen so schwer auszuflippen? Oh, das kann ich sehr wohl (lacht)! Aber ich glaube daran, dass Manieren wich- tig sind. Meine Freundlichkeit wird den Menschen länger im Gedächtnis bleiben als meine Arbeit. Das macht das Leben auch leichter. Das glaube ich nicht. Freundlichkeit wird ja oft mit Schwäche verwechselt. Das zwingt mich manchmal dazu, eine andere Seite von mir herauszukehren. Das wiederum bringt keinen Spaß. Sie werden von Fotografen verfolgt. Schminken Sie sich jedes Mal, wenn Sie vor die Tür gehen? Ach was! Ich setze einfach eine Sonnen- brille auf.

INTERVIEW: JESSICA KOHLMEIER

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WAS AMY MAG

1 GUT EINCREMEN Amy schwört für ihre sensible Haut auf „Crème de la Mer“, La Mer, ca. 140 Euro. 2 SINNLICH DUFTEN Für den Abend: verführerisch mit rosa Pfeffer und Nougat – „Eau de Lacoste Sensuelle“. Für den Tag gibt’s die spritzigere Variante mit Jasmin und Ananasblüte: „Eau de Lacoste“, je ca. 43 Euro. 3 REICHHALTIG PFLEGEN Amy wäscht ihr Haar mit „All Soft Shampoo“ von Redken, ca. 18 Euro.

STECKBRIEF: Geboren wurde Amy Lou Adams am 20. August 1974 in Vicenza in Italien, wo
STECKBRIEF:
Geboren wurde Amy Lou Adams am
20. August 1974 in Vicenza in Italien, wo
ihr Vater als US-Soldat stationiert war.
Der Durchbruch kam mit ihren Rollen
in „Catch Me If You Can“ (2002)
und „Junikäfer“ (2005).
Ein Superstar ist sie
seit „The Master“ mit
dem jüngst verstorbe-
nen Philip Seymour
Hoffman und „Ameri-
can Hustle“, für den
sie einen Golden
Globe als beste Haupt-
darstellerin bekam.
Privat ist sie seit zwölf
Jahren mit dem Schau-
spieler Darren Le Gallo (39) liiert,
vor drei Jahren kam die gemeinsame
Tochter Aviana zur Welt.

FOTOS: SHOWBIT (3), IMAXTREE, GALLERYSTOCK, PR, PRIVAT; TEXT: GABY HINK

(3), IMAXTREE, GALLERYSTOCK, PR, PRIVAT; TEXT: GABY HINK Anzeige 1/2 hoch ENTSPANNT AUF … Tai-Chi-Kreuzfahrt FÜR

Anzeige 1/2 hoch

GALLERYSTOCK, PR, PRIVAT; TEXT: GABY HINK Anzeige 1/2 hoch ENTSPANNT AUF … Tai-Chi-Kreuzfahrt FÜR SIE-Mitarbeiterin

ENTSPANNT AUF …

Tai-Chi-Kreuzfahrt

FÜR SIE-Mitarbeiterin Gaby Hink reiste zwölf Tage mit „Mein Schiff 1“ durch Westeuropa

reiste zwölf Tage mit „Mein Schiff 1“ durch Westeuropa M ein erster Eindruck: Hier haben Stress

M ein erster Eindruck: Hier haben Stress und Hektik keine Chance.

Überall an Bord herrscht eine sehr freundliche, lockere Atmosphäre. Das wird geboten: Unterhaltungspro- gramme, Sport- und Gesundheits- angebote, Spa mit Sauna, tolle Beauty-Treatments, Landausflüge. 150 Köche verwöhnen ca. 2000 Pas- sagiere in acht Restaurants und Bistros, zwölf Bars und Lounges. Mein Wellness-Highlight: „Modern Tai Chi“-Workshop. Langsame, fließende Bewegun- gen im Einklang mit dem natürlichen Atemrhythmus führen zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit, stärken Konzentration und Ausdauer. Der Erfolg kommt schnell, ich werde zu Hause weiter trainieren. Reise zum Beispiel „Transatlantik West“, 15 Nächte im Herbst, ab ca. 1510 Euro, www.tuicruises.com

Camu-Camu- Beeren liefern 30-mal mehr Vitamin C als Orangen Wir lieben …
Camu-Camu-
Beeren liefern
30-mal mehr
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als Orangen
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Farb-Quartett: „Big
Eyes By Eyestudio“,
01 Luminous Brown
von Maybelline New
York, ca. 9 Euro
01 Luminous Brown von Maybelline New York, ca. 9 Euro Gibt’s in vier Tönen: „Liquid Metal

Gibt’s in vier Tönen:

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Trend: Metallic-Look für die Augen

Aufregend schimmernde Lidschatten sind jetzt der Hingucker

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schönsten. Mit Blau und Grün wirken sie blass. Braune Augen blitzen verführerisch mit kräftigem Blau und Lila. Gelb- und Rot- nuancen lassen sie müde aussehen. Grüne Augen glänzen mit Bronze, Braun, Grau und Pflaume. Auf Blau lieber verzichten.

Adressen auf Seite 114

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Die Idee zu dieser Geschichte ist geklaut. Aus einem Buch voller Selbstversuche, die unser Leben schöner machen. Fünf dieser Inspirationen hat die FÜR SIE-Redaktion einfach mal ausprobiert. Kleine Dinge, die jeder kann und keiner macht. Fünf Zauber- tränke gegen das Monster namens Alltag

„Ich frage ein Kind um Rat“

FÜR SIE-Textchef Jochen Metzger (44) will zum Friseur – oder doch nicht? Er holt sich Tipps von Henri (5)

M ein kleiner Selbstversuch kommt mir bekannt vor: Ich soll ein Kind um Rat fragen in einer Sache, die mich ge-

rade beschäftigt. Ich soll aufmerksam zuhören und die Antwort bei meiner Entscheidung berücksichtigen. Klingt interessant. Vor einiger Zeit habe ich dieses Spiel mit meinen eigenen Kindern gespielt. Sie waren vier Wochen lang die Bestim- mer, die Chefs für meine Frau und mich. War eine tolle Erfahrung voller Glücksmomente für alle. Doch meine

Kinder sind keine Kinder mehr. Mein Sohn interessiert sich jetzt für Kraft- training und Computerspiele. Meine Tochter macht ihren Führerschein. Für meinen FÜR SIE-Selbstversuch treffe ich deshalb Henri, den fünfjähri- gen Sohn einer Kollegin. Auf einem Spielplatz in Hamburg führen wir ein Gespräch unter Kerlen: über „Krieg der Sterne“. Henri kennt alle Personen aus der Science-Fiction-Saga, obwohl er die Filme nie gesehen hat. Eine Figur habe ich ihm als Geschenk mitgebracht:

Chewbacca, eine Mischung aus Bär

und Riesenaffe – groß, stark, mutig, der Beschützer seiner Freunde. Henri freut sich. Er hätte sich auch über Darth Vader gefreut, den Bösewicht aus der „Star Wars“-Reihe. Und damit bin ich bei meiner Fra- ge angekommen: Wie bei vielen Män- nern jenseits der 40 ist auch mein Haupthaar letzthin ein wenig dün- ner geworden. Soll ich mir eine Glat- ze scheren lassen (wie Darth Vader) – oder das schüttere Haar wachsen las- sen (wie Chewbacca)? „Was würdest du an meiner Stelle tun?“, frage ich. Henri schaut mich an und blinzelt ein wenig in die Sonne: „Ich würd’s machen wie Chewbacca. Locken! Auf jeden Fall!“ In Henris Stimme klingt nicht der Hauch eines Zweifels. Er hat gesprochen wie ein Mann. Ich bedanke mich bei ihm und wünsche ihm noch viel Spaß mit sei- ner neuen Spielfigur. Seinen Rat habe ich befolgt. Ich sehe jetzt ein bisschen verwegen aus. Gefällt nicht allen. Ist mir egal, ich fühle mich damit auf eigentümliche Weise: frei. Hat mich die Aktion glücklich ge- macht? Auf jeden Fall. Ich verdanke meinem jungen Kumpel einen neuen Look. Und die Gewissheit, auch ihm eine Freude gemacht zu haben. We- gen der neuen Spielfigur. Und weil es klasse ist, von einem Erwachsenen ernst genommen zu werden.

klasse ist, von einem Erwachsenen ernst genommen zu werden. MEIN GLÜCKS-COACH „Ich rede mit einer alten
klasse ist, von einem Erwachsenen ernst genommen zu werden. MEIN GLÜCKS-COACH „Ich rede mit einer alten

MEIN GLÜCKS-COACH

„Ich rede mit einer alten Freundin“

Vize-Chefredakteurin Susanne Walsleben greift nach vielen Jahren der Funkstille zum Telefon

W ir haben zusammen stu- diert. Geschichte und Germanistik, damals. Wie lange ist das jetzt

her? Ich muss anfangen zu rechnen, die Zeit rinnt einem durch die Finger. Es war 1978, als Ingrid und ich uns in

der Uni im Seminar trafen und auf Anhieb eine Freundschaft entstand. Jetzt stehe ich mit dem Handy in meinem Garten und überlege, ob ihre Telefonnummer in meinem Notiz- buch noch stimmt. Wir hatten auch nach dem Examen noch Kontakt. Sie wurde Lehrerin, ich Journalistin. Sie blieb in Niedersachsen, ich ging nach München. Ingrid heiratete und be- kam Kinder, ich blieb Single. Unsere gegenseitigen Besuche wurden selte- ner, irgendwann gratulierten wir uns nur noch zum Geburtstag. Und dann nicht einmal mehr das. Mein Display fordert mich auf, eine Nummer einzutippen, aber ich zögere noch. Was soll ich sagen nach so langer Zeit? Ich atme durch und wähle die Nummer, die seit Jahren

einen Dornröschenschlaf in meinem Büchlein führt. Es klingelt. Viermal, fünfmal. Bis ich ihre Stimme höre:

„Ja?“ – „Ingrid?“, frage ich. „Bist du’s?“ – „Suse?“, fragt sie zurück. Und dann: „Deine Stimme erkenne ich im Schlaf. Ich freu mich so, dass du anrufst. Heute Morgen hab ich noch an dich gedacht. Ist das Telepathie?“ So viele Jahre – und trotzdem ist es, als hätten wir gestern erst zusam- men Kaffee getrunken. Wir reden und reden, viel hat sich bei uns bei- den getan. Ich lebe inzwischen in Hamburg, bin verheiratet. Bei meiner Freundin läuft die Scheidung. Ihre Kinder sind erwachsen, ihr ganzes Leben ist im Umbruch. Ich spüre eine große Nähe und viel Vertrautheit. Nach gefühlten hundert „Weißt du noch …?“ verabreden wir uns für eins der nächsten Wochenenden. Ich lege auf und bin voller Euphorie. Mir fal- len tausend schöne Dinge von früher ein, und ja – ich bin glücklich. Glück- lich, einen Menschen wiedergefun- den zu haben, der mir nahesteht.

MEIN GLÜCKS-COACH

„Ich schreibe etwas – und erwarte nichts“

FÜR SIE-Autorin Nikola Helmreich (28) verschickt eine Flaschenpost

W er Nachrichten sendet, erwartet Antworten. Das hat mich nachdenklich gemacht: Warum war-

ten wir ständig auf Feedback irgend- einer Art? Das Glück liegt doch im Geben, nicht im Nehmen, wie man so sagt. Also schreibe ich etwas und erwarte nichts – per Flaschenpost. Nur was schreibt man da? Und wen wird es erreichen? Wird es überhaupt jemanden erreichen? Was denkt die- ser Jemand wohl? Dann merke ich:

All das ist egal. Meine Flaschenpost ist ein Gruß ans Universum, zu dem jeder von uns gehört. Ich entscheide mich für Zeilen, die mir wichtig sind, ein Gedicht von Hilde Domin. Es be- gleitet mich schon lange und hat mir oft Momente der Ruhe geschenkt:

Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten. Eine Elb-Welle nimmt die Flasche mit. Meine E-Mail-Adresse habe ich dazu- geschrieben. Ob eine Antwort kommt? Es ist nicht so wichtig. Ich habe der Welt einen Gedanken geschenkt. Ich fühle mich gut.

50 11/2014 FÜR SIE

„Ich übernachte allein im Wald“

FÜR SIE-Reportchef Markus Dietsch (43) macht einen abenteuerlichen Ausflug in die Natur

A ls kleiner Junge war es mein sehnlichster Wunsch, mich einmal im Wald zu verirren und dort übernachten zu

müssen. Ich stellte mir vor, wie ich in

einer Baumhöhle Quartier finden und mir aus Blättern und Reisig mein Lager bauen würde. Ich würde ein Lagerfeuer machen, natürlich ohne Streichhölzer, und dem „Uhuuuu“ der Eulen lauschen … Natürlich habe ich mich nie im Wald verirrt, der Traum verblasste mit dem Älterwerden. Doch als wir in der Redaktion über Selbstversuche zum Thema Gratis-Glück sprachen, war er wieder da. Und diesmal, 35 Jah- re später, würde ich ihn mir erfüllen. Mit Zelt und Isomatte stiefelte ich an einem Spätnachmittag los. Die Sonne schien müde durch die Baum- wipfel unseres Stadtwalds. Meine ersten Gedanken, als ich mich in die Büsche schlug: Hoffentlich sieht

mich keiner! Vorsichtig spähte ich nach links und rechts. Keiner da. Von Weitem hörte ich Kinderlachen und Hundegebell. Je tiefer ich in den Wald ging, desto stiller wurde es. Zwischen zwei Eichen baute ich mein Zelt auf und wartete auf die Dunkelheit. Anfangs kam ich mir fehl am Platze vor. Was sollte ich hier? Allein. Ohne Buch, Smartphone, Gespräche und Lagerfeuer. Dann kamen sie, die fremden Geräusche, die wir im Fern- sehen nie zu hören bekommen. Ein Rascheln, ein Wispern und Rauschen. Waren es Käfer, Vögel, Füchse, Rehe? Irgendwann wurden die Klänge zu einer Melodie, die mich behutsam in einen Halbschlaf sang. Ich ließ mich davontragen, bis mein Kopf völlig ru- hig wurde. Kein Gedanke mehr. Nichts. Es muss ein tiefer Schlaf gewesen sein. Denn als ich im Morgengrauen vom Gesang der Vögel wach wurde, fühlte ich mich so frisch wie lange nicht.

gewesen sein. Denn als ich im Morgengrauen vom Gesang der Vögel wach wurde, fühlte ich mich

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MEIN GLÜCKS-COACH

„Ich entdecke die Schönheit der Natur“

FÜR SIE-Praktikant Stefan Franz (21) leiht sich eine Kamera mit Makro-Objektiv

M eine Aufgabe klingt ganz leicht: Ich soll versuchen, mehr Schönheit im Alltag zu entdecken. Tja. Wo hat sie

sich wohl versteckt? Wo trifft man sie in freier Wildbahn? Und was erwarte ich von ihr? Anscheinend ist sie überall

um uns herum. Ich schaue nur nicht richtig hin. Also gehe ich nach draußen in die Natur. Und tatsächlich: Der Himmel ist blau. Ein paar Vögel singen, ich lasse die Jacke offen – Frühlingstage sind eigentlich immer schön. Aber ich möchte einen Schritt weitergehen. Ich will auf Dinge stoßen, die ich norma- lerweise übersehen würde. Also leihe ich mir von einem guten Freund eine Kamera. Mehr brauche ich nicht für meine kleine Suche nach dem Glück. Ohne ein bestimmtes Ziel ziehe ich los. Es ist Nachmittag, und die Sonne meint es gut mit mir. Mein Spazier- gang führt mich in einen kleinen Park. Er liegt gar nicht weit weg. Ich bin trotzdem noch nie hier gewesen. Plötz-

lich klingelt mein Handy. Ich hebe ab und beginne zu telefonieren. Dabei sehe ich auf einmal einen Farbtupfer, nur für einen kurzen Moment in mei- nem Augenwinkel. Doch das genügt schon, um mich daran zu erinnern, warum ich eigentlich hier bin. Also be- ende ich das Gespräch – und zücke die Kamera. Eine kleine Gruppe Krokusse steht direkt am Wegrand. Ich knie mich ins Gras. Zoome die Blumen näher heran. Entdecke, wie haarfeine Adern die bläulichen Blütenblätter durchziehen. Wie der Krokus seine Farbe ändert, wo die Sonne direkt auf ihn fällt. Wie eine Hummel aus einem der Kelche krabbelt. Etwas Magisches geht von diesen Bildern aus. Sie ziehen mich hinein in einen eigenen, winzi- gen Kosmos voller Leben und Schön- heit. Ich muss gar nichts dafür tun. Wie lange ich vor den Blumen gekniet habe? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass es sich echt gut anfühlt, den Pflanzen so viel Aufmerk- samkeit zu schenken, jedes Detail zu registrieren und zu würdigen. Ich habe heute etwas gelernt: wie einfach es ist, wirkliche Schönheit zu sehen. Sie ist immer da. Die ganze Welt ist voll davon. Und sie zu sehen und die Augen für sie zu öffnen ist vermutlich nur ein anderes Wort für: Glück.

Die Versuche stammen aus diesem Buch Eine Anleitung zum Glücklichsein – ganz umsonst. Nicht mehr
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COACHING

Einfach mal abschalten und Energie tanken

COACHING Einfach mal abschalten und Energie tanken Zeit für mich Coaching Drei Tage Exklusiv-Seminar im

Zeit für mich

Coaching

Drei Tage Exklusiv-Seminar im Kloster mit Susanne Preiss

W äre das nicht schön: einfach mal ein paar Tage aus dem Hamsterrad aus- steigen, zur Ruhe kommen, gut für

sich und seinen Körper sorgen und mit etwas Zeit und Abstand über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachdenken? In unserem Exklusiv-Coaching haben Sie,

liebe Leserin, jetzt die Gelegenheit dazu. Sie verbringen drei Tage in der besonderen und wohltuenden Atmosphäre des Klosters

Ein Auszeit-Coaching mit vielen Aha-Momenten

Frenswegen im niedersächsischen Nordhorn. Susanne Preiss, einer der renommiertesten deutschen „Auszeit-Coaches“, nimmt Sie mit auf eine Reise zu innerer Ruhe – und zu mehr körperlicher und geistiger Energie. Ihre Kernbotschaft: „Abschalten kann man lernen und durch ein paar gezielte Übungen trainieren.“ Ihre Übungen aus der fernöst- lichen Bewegungstechnik Qigong berühren Körper, Verstand und Emotionen gleicher- maßen und sind verblüffend einfach in den Alltag zu integrieren, sei es zu Hause oder im Job. Ein Coaching mit Nebenwirkungen und Langzeiteffekt – das uns dabei unterstützt, Tempo aus einem Leben auf der Überholspur zu nehmen. Und uns dafür mit mehr Power und Freude belohnt.

UNSER COACHING-TERMIN IM JULI

„Entspannung kann man lernen!“ Davon ist Coach Susanne Preiss überzeugt Ort der Ruhe und Besinnung:
„Entspannung kann man
lernen!“ Davon ist Coach
Susanne Preiss überzeugt
Ort der Ruhe und
Besinnung: das
Kloster Frenswegen
Hier timus fruter
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tremulus parsim

Susanne Preiss ist einer der bekanntesten „Auszeit-Coaches“ in Deutschland. Exklusiv für FÜR SIE-Leserinnen bietet sie ein Drei-Tage-Auszeit-Seminar an: vom 7. bis 9. Juli im Kloster Frenswegen bei Nordhorn. Das Seminar kostet 690 Euro inklusive Übernachtung im Einzelzimmer, Vollpension und Handout. Die Anreise ist n i c h t im Preis inbegriffen. Verbindliche Anmeldung über redaktion@fuer-sie.

Alle Exklusiv-Coachings auf FürSie.de/coachings Alle Exklusiv-Coachings auf FürSie.de/coachings

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Ich kann so nicht arbeiten …

Ich kann so nicht arbeiten … UNSERE EXPERTIN Barbara Kramer (53) aus Köln ist Diplom-Psychologin und
Ich kann so nicht arbeiten … UNSERE EXPERTIN Barbara Kramer (53) aus Köln ist Diplom-Psychologin und

UNSERE EXPERTIN Barbara Kramer (53) aus Köln ist Diplom-Psychologin und arbeitet als Klärungshelferin und Beraterin. Schwerpunkt: eskalierte Konflikte aufgrund angestauter Gefühle (www.consulting-kramer.com)

Zoff im Job? Da hilft, genau wie im Privatleben, nur reden, reden, reden! Barbara Kramer zeigt an echten Fällen, wie diese Gespräche gelingen

D ie reißt schon wieder das Fens- ter auf, obwohl sie weiß, dass ich Heuschnupfen habe!“ Starke Gefühle wie Wut machen vor der Bürotür nicht halt. „Geraten

Kollegen wegen jeder Kleinigkeit aneinan- der, liegt ein tieferes Problem dahinter“, sagt Diplom-Psychologin Barbara Kramer. Und ist die emotionale Ebene in Schief- lage, klappt es auch auf der sachlichen nicht mehr. Da setzt die Klärungshilfe, eine Form der Mediation, an. Ausgebildete

Klärungshelfer wie Barbara Kramer ge- ben einen strukturierten Rahmen vor, in dem zerstrittene Kollegen ausspre- chen, was sie übereinander denken. Das klappt meist in zwei halben Tagen. „Wichtig ist, dass eine Nacht dazwi- schenliegt, damit jeder in Ruhe drüber schlafen kann.“ Beauftragt wird ein Klärungshelfer, der ab 2000 Euro pro Tag kostet, vom Chef. „Der muss schließ- lich auch dafür sorgen, dass die neuen Regeln künftig eingehalten werden.“

JOB

Gestern war ich Kollegin – heute bin ich Chefin

Tanja Riemelt (42), Teamleiterin in einem Automobilkonzern Nach sieben Jahren ist Tanja Riemelt keine Kollegin mehr im Team der Entwicklungsabteilung, sie leitet es jetzt. Die Diplom-Ingenieurin freut sich zwar über den Karriere- sprung, hat jedoch Bedenken, ob ihre Kollegen sie als Chefin akzeptieren: „Wir kennen uns alle gut, duzen uns, und jetzt bin ich plötzlich deren Vorgesetzte. Ob die mich überhaupt ernst nehmen?“

Meine Kritik wird vom Vorgesetzten nicht gehört

Sibylle Eder (49), Architektin in einem Bauunternehmen

Mehrfach hat Sibylle Eder ihren Chef darauf hingewiesen, dass es beim aktuellen Projekt Unstimmigkeiten gibt, der Zeitplan unmöglich einzuhalten ist. Doch der will davon nichts wissen, sondern blockt immer wieder alle Einwände ab. „Ich soll nicht so hysterisch sein, alles sei bestens, sagt er jedes Mal zu mir“, erzählt sie. Sibylle Eder ist in einer Zwickmühle: „Soll ich schweigend zusehen, wie er das Projekt gegen die Wand fährt, oder mich an den nächst- höheren Vorgesetzten wenden? Ich will meinen Chef aber auch nicht einfach übergehen. Dann wird er doch erst recht sauer!“

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Ein solcher Rollenwechsel ist sehr anspruchsvoll. Ich habe Frau Riemelt geraten, ihren Chef, der sie befördert hat, zu bitten, ein gemeinsames erstes Team- meeting einzuberufen. Das ist der ideale Rahmen, um sie ganz offiziell als neue Teamleiterin zu „inthronisieren“. Frau Riemelt sollte in dieser Runde von sich aus ihre gemischten Gefühle an- sprechen: dass sie sich einerseits sehr über die neue Aufgabe freut, andererseits aber Sorgen hat, ob sie von ihrem Team in ihrer neu- en Rolle akzeptiert wird. Sich so zu offenbaren ist ein Zeichen von Stärke. Indem sie in den ers- ten Wochen bereits ein paar Ver- änderungen einführt, zeigt sie, dass sie ihrer neuen Position ge- recht wird. Die Chefrolle bringt zwangsläufig etwas Distanz zu den ehemaligen Kollegen mit sich, das muss Frau Riemelt ak- zeptieren. Bemerkt sie erste An- zeichen von Neid, sollte sie das ebenfalls offen thematisieren.

Die Arbeit ist unfair verteilt

Inga Wilken (25), Erzieherin in einer Kindertagesstätte

Im Kita-Team brodelt es. Alle sind verärgert über eine Kollegin, die sich vor der Arbeit drückt. Immer wieder müssen die ande- ren ihre Aufgaben mit erledigen. „Das Schlimmste daran ist, dass unsere Leiterin davon nichts mitkriegt. Sie meint sogar, dass diese Kollegin eine der besten ist“, sagt Inga Wilken. Auf erste Andeutungen reagier- te die Leiterin verärgert und sprach von ty- pischen Zickereien – und damit wollte sie sich nicht herumärgern.

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Die Leiterin der Kita ist nicht nur zuständig für eine gerechte Aufgabenverteilung und eine erfolgreiche Zielerreichung, sondern auch für das zwischenmenschliche Klima. Solange sie allerdings nur Andeutungen und nichts Konkretes hört, ist ihre erste Re- aktion verständlich. Frau Wilken sollte sich deshalb dafür engagieren, dass sich alle Teammitglieder zusammen mit der Chefin an einen Tisch setzen und zusammen offen darüber reden, was sie so unzufrieden macht. Nur so kann sich die Leiterin ein Bild machen, wie klar die Aufgaben tatsäch- lich verteilt sind und woraus die Spannun- gen resultieren. Meiner Erfahrung nach ist es eher selten, dass sich wirklich jemand vor der Arbeit drücken will. Oft weiß diese Person gar nicht, was alles von ihr erwartet wird, weil niemand Zeit hatte, sie gründ- lich einzuarbeiten.

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Als Frau Eder zu mir kam, war sie verärgert darüber, dass sie sich in dieser „Männerdomäne Bau“, wie sie es nannte, nicht ernst genommen und abgekan- zelt fühlte. Ich riet ihr, die ihrer Meinung nach kritischen Punkte im Projektverlauf aufzuschrei- ben, Risiken und Konsequenzen aufzuzeigen und eigene Lösungs- vorschläge zu entwerfen. Damit sollte sie zu einem Kollegen ge- hen, um ihre Einschätzung mit Hilfe einer zweiten Meinung zu überprüfen. Sollten sich beide tatsächlich einig sein, wäre es ideal, wenn sie gemeinsam noch einmal zum Chef gingen. Und ihn erneut auf die Unstimmig- keiten aufmerksam machten. „Es herrscht Handlungsbedarf“:

Diese Botschaft muss bei ihm ankommen. Sollte dies wieder nicht gelingen, führt der nächste Weg auf jeden Fall zum nächst- höheren Vorgesetzten. Denn auch als Mitarbeiterin trägt man die Verantwortung für einen erfolg- reichen Projektverlauf.

FÜR SIE 11/2014 55
FÜR SIE 11/2014
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FOTOS: ACTION PRESS, CINETEXT, PRIVAT; TEXT: STEFANIE BACKS

JOB

Meine Kollegin ist einfach nur intrigant

Lea Rückert (33), IT-Spezialistin bei einer Softwarefirma

Lea Rückerts Kollegin Birgit hat stets ein offenes Ohr für die anderen. Doch Lea ist überzeugt: „Birgit spielt die Vertrauensseligkeit nur. In Wahrheit sät sie im ganzen Be- trieb Zwietracht.“ Neulich hörte Lea Rückert zum Beispiel zufällig, dass Birgit offenbar unter allen Kollegen das Ge- rücht streut, Lea würde schlecht über jeden reden.

Der Kollege benimmt sich unmöglich

Anna Asmus (41), Backoffice-Mitarbeiterin bei einem Versandhändler

Hoppla, jetzt komm ich: Wo er steht und geht, hinterlässt der Kollege von Anna Asmus nicht nur eine penetrante Duft- wolke seines Rasierwassers, sondern auch Chaos im Groß-

raumbüro. „Seine leere Kaffeetasse stellt er einfach irgend- wo ab, sein Schreibtisch ist unordentlich, und wenn er telefoniert, spricht er so laut, dass wir anderen nicht konzentriert arbeiten können“, beschwert sich Anna Asmus. Das

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Vermutete Intrigen können das Klima bei der Zusammen-

arbeit vergiften. Schwindet das Vertrauen zueinander, ist das immer ein Nährboden für schnell eskalierende Konflik- te. Frau Rückert könnte die Situa- tion zwar offensiv angehen und

ihre Kollegin direkt ansprechen. Allerdings: Wer gibt schon gern zu, dass er hintenherum über an- dere tratscht? Als IT-Spezialistin ist Frau Rückert eine gefragte Frau in der Branche und muss ein solch unerträgliches Arbeits- klima nicht lange mitmachen. Das ist eine gute Basis, um selbst- bewusst das Problem bei ihrer Chefin anzusprechen. Diese hät- te dann die Möglichkeit, einen Klärungshelfer zu kontaktieren. Nach einem ersten Auftragsge- spräch setzt sich das ganze Team zusammen – am besten außer- halb des Büros. Dann werden mit der Hilfe von außen alle Vorwür- fe und Gefühle auf den Tisch ge- packt und geklärt. Das ist auch im Sinne der Firma. Denn solche Konflikte schwächen über kurz oder lang erheblich die Leistung des Teams.

Meine Chefin ist deutlich jünger als ich

Jutta Urbach (54), Lebensmitteltech- nikerin bei einem Getränkehersteller

Erfahren und extrem kollegial meistert Jutta Urbach seit vielen Jahren auch schwierige Situationen. Regelmäßig su- chen andere Kollegen ihren Rat. Jetzt ist der Firmenchef in Rente und eine neue Geschäftsführerin am Ruder. „Die ist gerade mal 39 und weiß alles besser. Dabei hat sie in ihrem Alter doch überhaupt keine Erfahrung“, ärgert sich die Lebens- mitteltechnikerin.

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Frau Urbach war niedergeschlagen und frustriert, als sie zu mir in die Beratung kam. Sie hatte das Gefühl, ihr jahrelanger Einsatz für das Unternehmen und ihre Erfahrung zählten überhaupt nichts mehr, seit die neue Chefin da war. Ich riet ihr, die Situation als Herausforderung zu sehen und ihre hohe soziale Kompetenz zu nutzen. Und zwar, um mit der Neuen ein Gespräch darüber zu führen, was sie beschäftigte. Zufrieden erzählte mir Frau Urbach bei unserem letzten Treffen, dass die Besprechung einfacher war, als sie befürchtet hatte. Ihre neue Chefin war froh, dass sie als „alter Hase“ auf sie zuge- kommen war, da sie die Belegschaft als eingeschworenen Haufen erlebt hätte. Sie erklärte bereitwillig, welche Veränderun- gen sie mit der Firma plant, und versicher- te, dass Frau Urbach ihre langjährige Erfahrung einbringen könnte.

muss anders werden. „Aber wie bringt man ihm das bei?“

DAS RÄT DIE EXPERTIN

Diese Themen sind typische Kon- fliktfelder in Großraumbüros. Stimmt die Chemie zwischen den Kollegen, kann auch Heikles wie die „Überdosis“ Rasierwasser freundlich angesprochen werden, ohne dabei den anderen zu ver- letzen. Mancher Kollege ist sogar dankbar für so ein Feedback, weil es ihm nicht bewusst ist. Auch für zu lautes Telefonieren gibt es ein- fache Lösungen. Ich rate, sich ein Symbol zu überlegen, wie eine gelbe Karte oder ein Fähnchen, und es hochzuhalten, um dem Kol- legen humorvoll Rückmeldung zu geben, dass er mal wieder zu laut spricht. Ist das Klima je- doch zwischenmenschlich ange- spannt, führt kein Weg am Chef vorbei. Er sollte das nicht als ba- nal abtun, sondern sich frühzei- tig um diese Probleme kümmern, bevor sie eskalieren. Der Vorge- setzte sollte mit dem Team klare Regeln der Zusammenarbeit auf- stellen, für deren Einhaltung er sich dann verantwortlich erklärt.

für deren Einhaltung er sich dann verantwortlich erklärt. BUCHTIPP Christoph Thomann und Barbara Kramer (Hg.):
für deren Einhaltung er sich dann verantwortlich erklärt. BUCHTIPP Christoph Thomann und Barbara Kramer (Hg.):

BUCHTIPP Christoph Thomann und Barbara Kramer (Hg.): „Klärungshilfe konkret“ (304 Seiten, 9,99 Euro, Rowohlt). Ausgebildete Klärungshelfer berichten aus ihrem Arbeitsalltag und beschreiben typische Konflikte aus Büro, Schule oder Ehe.

Immer mehr Frauen fragen nach Vagisan ® Frauen werden aktiv Scheidentrockenheit? Nicht drüber reden –
Immer mehr Frauen fragen nach Vagisan ® Frauen werden aktiv Scheidentrockenheit? Nicht drüber reden –
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Frauen werden aktiv

Scheidentrockenheit?

Nicht drüber reden – handeln

Von den Medien, selbst in der Frauenpresse, wird das Problem Scheidentrockenheit noch immer ausgeklammert …

Auch Frauen sprechen nicht gerne darüber. Aber ihr Schweigen schließt nicht aus, dass sie aktiv werden. Apotheke nach Abhilfe. Statt sich mit ihrem Problem zu offenbaren, fragen sie einfach nach Vagisan ® FeuchtCreme. Diese Direktheit ist neu. Neu ist auch, dass die Betrof- fenen den Unterschied zwischen einem Gel und einer Feuchtcreme

sehr genau kennen. Das Gel ist eine wässrige Zubereitung ohne fetten- de Bestandteile, die Creme enthält Frauen ungern verzichten. Erleichtert registrieren sie auch, dass die FeuchtCreme von Vagisan ® keine Hormone enthält. Denn viele Frauen dürfen oder wollen keine hormon- haltigen Präparate anwenden.

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PARTNERSCHAFT

Und ausgerechnet

DIE

haben sich

ineinander verliebt?

„Es passt gerade gar nicht“, sagt der Kopf. „Ihr habt keine Chance“, sagt die Welt.
„Es passt gerade gar
nicht“, sagt der Kopf.
„Ihr habt keine Chance“,
sagt die Welt. Drei
Geschichten von der
Liebe: Sie ereilt uns,
wann immer sie will

„Nach dem ersten Abendessen wusste ich: Er ist es“

Inge (43) und Matthias Steiner (31) kennen sich aus dem Fernsehen. Die TV-Moderatorin weiß damals genau, dass der Gewichtheber zu dem Zeitpunkt nicht nach einer neuen Frau sucht. Eigentlich. Wie konnte aus ihnen ein Ehepaar mit zwei gemeinsamen Kindern werden?

Inge sagt: Als Moderatorin berichtete ich 2008 einen ganzen Tag über Mat- thias’ Olympiasieg und darüber, dass er das Foto seiner verstorbenen Frau in die Kamera gehalten hatte. Und ich dachte: was für ein toller Mann, der so sehr lieben kann. Ein paar Monate danach hörte ich ihn in Berlin bei einer Lesung. Diese warme, sonore Stimme, die Geborgen- heit vermittelt. Sein Charme, als wir

hinterher plauderten. Mein Kopf, der sagte: Dieser Mann wird sich auf Jah- re nicht neu verlieben, der trauert. Wir tauschten trotzdem unsere Han- dynummern, schrieben uns freund- schaftliche SMS. Drei Monate später hatte er in Berlin zu tun, warum also nicht essen gehen? Am Ende saßen wir acht Stunden lang beim Italiener. Re- deten über Wünsche, Ziele, unsereVor- stellungen von Liebe und Beziehung. Verrückt, oder? Wir verabschiedeten uns mitten in der Nacht und wussten:

Wir passen perfekt zusammen. Dass dann so viele sagten: „Der hat sich aber schnell wieder verliebt“, hat uns verletzt. Die wissen ja gar nicht, welche Trauerarbeit wir gemeinsam geleistet haben. Mir war klar, dass ich in dieser Beziehung erst mal nicht die Prinzessin sein würde. Wir haben Platz gelassen für Susi, seine erste Frau, die 2007 gestorben war. Matthias durfte immer um sie weinen, über sie reden. Wir hätten sonst nie etwas Neues aufbauen können. Als Matthias Anfang 2013 vom Leistungssport zu- rücktrat, um mehr für mich und die Kinder da sein zu können, war ich am wenigsten überrascht: Dass er genau diese Art Mann ist, wusste ich nach unserem ersten Abendessen. Matthias sagt: Wie lange braucht man für Vorspeise, Hauptgang und Dessert? Inge und ich saßen acht Stunden zusammen. Da wusste auch ich: Das hier ist etwas Besonderes. Das passt. Susi war von Anfang an ein Thema für uns. Nachdem ich ihr Foto in die Kamera gezeigt hatte, löcher- ten mich die Journalisten dazu – öf- fentliche Trauerarbeit, die für mich gut war. Als wäre ich zum Psycho- logen gegangen. Dass Inge Susi von Anfang an so viel Raum gegeben hat, ist etwas Besonderes – aber anders hätte es auch nicht funktioniert. Inge und ich, wir wollen beide das Gleiche. Deshalb funktioniert unsere Ehe vielleicht auch so gut. Wir müs- sen zum Beispiel nicht auf jedem ro- ten Teppich stehen – selbst der gute Zweck ist es manchmal nicht wert, die Kinder schon wieder allein zu las- sen. Im Sport habe ich alles erreicht – jetzt ist die Familie dran. www.steinertainment.com

– jetzt ist die Familie dran. www.steinertainment.com „Diesen Mann habe ich mir herbeigeträumt“ Als Sabine

„Diesen Mann habe ich mir herbeigeträumt“

Als Sabine Minister-Hellmayr (52) nach 27 Jahren Ehe verlassen wird, sind sogar engste Freunde sicher: Du findest keinen mehr! Aber Sabine findet Alois (58) – und zwar mit ihrer ganz eigenen Methode

I ch habe mich in eine andere ver- liebt“ ist wohl einer der schlimms- ten Sätze, die eine Frau zu hören

bekommen kann. Nicht so für Sabine Minister-Hellmayr: Sie und ihr Mann hatten sich schon länger auseinander- gelebt. Und so war der Autorin nach der Trennung 2009 schnell klar: Sie wollte sich neu verlieben. Freunde machten ihr wenig Hoff- nung: „Die Guten sind alle weg“, hieß es. Sabine ließ sich davon nicht beir- ren: „Ich brauchte doch nur einen ein- zigen“, sagt sie. Sie schrieb eine Liste mit Wünschen an den neuen Mann:

Er liebt die Natur, er küsst mich gern, er arbeitet mit mir im Garten, er ver- steht sich mit meinem neunjährigen Sohn. „Einkommen, Aussehen, das alles habe ich bewusst ausgelassen“, er- innert sich Sabine. „Obwohl ich schon gern einen großen Mann wollte.“ Das mit der Liste war eine spontane Idee. Dann aber ging das Projekt in die zweite Phase, und die stützt sich auf ihre berufliche Erfahrung im Mental- training: Mit ihrem Ex-Mann hatte Sabine einen Seminar-Betrieb, in dem sie auch als Dozentin arbeitete. „Ich stellte mir vor, der Mann sei bereits da“, beschreibt sie. „Ich ging voll ins Gefühl. Wenn ich mit dem Hund spa-

zieren ging, im Auto saß – saß er in meiner Vorstellung bereits neben mir. Ich entwickelte Freude und Dankbar- keit für diesen Mann, der mich gern küsst und mit mir im Garten arbeitet.“ Klingt komisch? Ist am Anfang auch nicht einfach. Sabine, die diese „hearts4ever-Methode“ auch in Work- shops weitergibt und ein Buch dazu geschrieben hat, erklärt: „Sportler ar- beiten auch so. Auch sie erzählen, dass sie sich vor Wettkämpfen vorstellen, auf der Siegertreppe zu stehen und den Pokal entgegenzunehmen.“ Drei Monate später war es so weit:

Ihr begegnete Alois Hellmayr. Er hatte ein Seminar bei ihr gebucht. „Ich saß am Empfang und wusste: Der ist es!“ Sabine klingt heute noch ganz aufge- regt. „Wir haben uns unterhalten, sind abends essen gegangen, und nach und nach stimmte alles: Er legte zum Bei- spiel gerade einen Gemüsegarten an!“ Alois, der übrigens 1,91 Meter groß ist, lächelt, wenn er seiner heutigen Ehefrau zuhört: „Mich zu verlieben war mein freier Wille – aber ich konn- te gar nicht anders! Sabine ist ein Glücksgriff. Wer hätte gedacht, dass mir das in meinem Alter noch mal passiert.“ Na, Sabine auf jeden Fall …

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FOTOS: GERALD HORVATH, RALF GÜNTHER/BILD-ZEITUNG, FRANZISKA KRUG/GETTY IMAGES; TEXT: JESSICA KOHLMEIER

PARTNERSCHAFT

KRUG/GETTY IMAGES; TEXT: JESSICA KOHLMEIER PARTNERSCHAFT „Wir sahen uns das erste Mal über einer Leiche“

„Wir sahen uns das erste Mal über einer Leiche“

Thriller-Autor Veit Etzold (40) und seine Frau Saskia (33), Rechtsmedizinerin an der Berliner Charité, treffen sich das erste Mal bei einer Obduktion: Er recherchiert für sein Buch, sie zersägt eine Leiche. Es gibt bessere Momente, um sein Herz zu verlieren

Herr Etzold, wie romantisch war Ihr erstes Treffen? Veit Etzold: Gar nicht! Ich war zu sehr damit beschäftigt, nicht ohnmächtig zu werden: Für mein Buch sah ich mir in der Berliner Charité eine Sektion an – da ist es so laut wie in einer Auto- werkstatt, weil die ganze Zeit gesägt wird. Kaum hab ich’s überstanden, sagt der Leiter: Jetzt bist du schon mal da, guck dir noch die Obduktion von dem Erhängten da drüben an!

Saskia Etzold: Das war mein Tisch. Fanden Sie sich sofort sympathisch? Saskia: Ja, aber ich war vergeben. Veit: Ich habe ihr trotzdem eine Freundschaftsanfrage über Facebook geschickt. Saskia: Darüber hat er dann erfahren, dass ich mich kurze Zeit später von meinem Partner trennte. Veit: Und ich lud sie zum Essen ein. Saskia: Dabei hab ich mir nichts ge- dacht. Nach einer Trennung haben Frauen ja diese Phase, wo sie mit Män- nern echt nichts zu tun haben wollen. Veit: Mit einer Ausnahme – mir (lacht)! Saskia: Ja, bei diesem Essen im Som- mer 2012 wurde mir irgendwann klar:

Moment, das hier ist ein Date! Was mochten Sie am anderen? Saskia: Wir konnten uns wahnsinnig gut unterhalten. Und dann seine war- men braunen Augen. Das glaubt ja nie- mand, dass einer so sensibel aussehen kann, der so blutige Bücher schreibt! Veit: Und ich fand Saskia total faszinie- rend. Sie sieht toll aus, ist intelligent. Und dann ihr spannender Job! Wie arbeiten Sie heute zusammen? Veit: Wenn ich an einem neuen Buch schreibe, erzähle ich Saskia davon, und sie hat oft ganz spontan großartige Ideen zur Handlung. Saskia: Wir haben da ein schönes Ritual:

Wir gehen am Wochenende zum Sport und danach in unser Lieblingscafé. Da sitzen wir stundenlang und ergehen uns in blutigen Details. Die Kellner kennen uns mittlerweile und sind ab- gehärtet – wenn ich gerade erzähle, wie eine Leiche aussieht, nachdem man mit der Axt auf sie eingeschlagen hat, dann fällt denen auch nicht mehr der Kaffee aus der Hand. Was sagen eigentlich Ihre Freunde zu Ihnen als Paar? Saskia: Da gab es geteilte Reaktionen. Eine Arbeitskollegin meiner Mutter meinte mal: Dein Schwiegersohn zer- hackt Leute in seinen Büchern! Und meine Mutter entgegnete: Und meine Tochter schneidet wirklich Menschen auf – um wen machen wir uns jetzt mehr Sorgen? Veit Etzold: „Todeswächter“, Bastei Lübbe (ab 15. August). Saskia Guddat mit Michael Tsokos: „Deutschland misshandelt seine Kinder“, Droemer HC

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REPORT

„Von dir hab ich gelernt, auch mal EGOISTISCH zu sein“

Als Kind war die Hamburger Köchin Cornelia Poletto (42) gern mal Klassenclown. Mutter Helga Aechter (63) nahm’s gelassen

D eine überbordende Lebens- freude und deine positive Einstellung, die habe ich an dir immer am meisten bewundert. Wie du es ge-

schafft hast, stets mit einem Lächeln durch den Tag zu gehen, auch wenn dir bestimmt nicht immer danach zu- mute war. Du bist sehr gastfreundlich –

immer danach zu- mute war. Du bist sehr gastfreundlich – … was ich dir schon immer
immer danach zu- mute war. Du bist sehr gastfreundlich – … was ich dir schon immer

… was ich dir schon immer sagen wollte: vier bekannte Frauen und ihre Hommage zum Muttertag

1999 ist Cornelia Poletto Küchen- chefin im Hamburger Restaurant „Fiorano“. Mutter Helga schaut oft vorbei
1999 ist Cornelia Poletto Küchen-
chefin im Hamburger Restaurant
„Fiorano“. Mutter Helga schaut oft vorbei

auch das habe ich mir von dir abge- guckt. Wie du bin auch ich ein Freund spontaner Besuche. Was gibt es Schö- neres, als sich mit Freunden einen gu- ten Abend zu machen? Nach deiner Trennung von Papa bin ich bei dir aufgewachsen. Das hat uns zusammengeschweißt. Als ich sieben war, hast du eine neue Liebe gefunden, meinen heutigen Stiefvater. Ich war total eifersüchtig, habe euch das Leben zur Hölle gemacht. Irgendwann hast du auf den Tisch gehauen und sehr klar gesagt: „Ich tue alles für euch Kinder, aber dieser Mann gehört jetzt zu uns!“ Das finde ich im Rückblick stark – und habe daraus gelernt, dass

auch Mütter ruhig mal egoistisch sein dürfen. In der Tat konnten wir immer auf dich bauen. „Bevor ihr euch als An- halter an die Straße stellt, ruft lieber an – ich hole euch zu jeder Tages- und Nachtzeit ab.“ Das war für dich selbst- verständlich. Du lehrtest mich Bescheidenheit und Bodenständigkeit. „Wenn du be- sondere Wünsche hast, musst du dir selbst was dazuverdienen“ war deine Devise. Also habe ich schon früh mein Taschengeld mit Unkrautzupfen auf- gebessert oder am Wochenende im Res- taurant um die Ecke gejobbt. Während meiner Schulzeit wurdest du öfter zur Direktorin zitiert. Als Klassenclown habe ich viel Quatsch gemacht, war auch sehr faul. Dafür hattest du ins- geheim Verständnis, da du selbst nicht gern in die Schule gegangen bist. Du hast für mich gekämpft wie eine Lö- win, damit ich noch die zehnte Klasse absolvieren durfte. Niemand hätte mir zugetraut, dass ich im Leben mal was richtig machen würde. Doch du hast mich immer bestärkt, meinen Weg zu gehen, Konsequenz und Durchhalte- vermögen nicht nur gepredigt, son- dern mir auch vorgelebt. Wenn du heute zu mir ins Restau- rant kommst, mich im Fernsehen siehst oder auf der Straße Leute um ein Auto- gramm bitten, findest du das ziemlich gut. „Ich bin die Mutter“, sagst du dann ganz stolz. Und weißt genau, wie wich- tig du für mich und meine Entwick- lung warst – und immer sein wirst.

„Deine große KLAPPE hat dir im Leben immer geholfen!“

TV-Moderatorin Panagiota Petridou (34) hat sich viel von Mama Evdokia (73) abgeguckt. Und ist deshalb heute so gut in ihrem Job

F ür uns drei Kinder hättest du alles gegeben, das habe ich schon ganz früh verstan- den. Du warst 20, als du mit einem kleinen Köfferchen

von Griechenland nach Deutschland kamst. Ohne Vater bist du aufgewach- sen, mit sechs Geschwistern – ihr hat- tet immer Hunger. Uns sollte es besser gehen: Du hast im Krankenhaus gear- beitet, alte Menschen gepflegt, geputzt und eine Kneipe gehabt, die elf Jahre lang jeden Tag geöffnet war. Du hast mir beigebracht, was es heißt, sich um andere zu kümmern. In der Kneipe habe ich dich oft beobachtet: Manche Gäste hast du geknuddelt, andere in Ruhe gelassen, mit manchen geflirtet, zu anderen warst du frech. Deshalb kann ich Menschen heute gut ein- schätzen, und das hilft mir in meinem Beruf. Dass ich darin ziemlich gut bin, verdanke ich auch dir. Du warst immer so motivierend: „Du kannst das, Jota, du schaffst das!“ Etwas anderes habe ich von dir nie gehört. Selbst wenn ich mal eine schlechte Mathe- arbeit nach Hause brachte: „Na gut“, hast du dann gesagt, „den Schulweg hast du ja schon mal drauf.“ Alles hast du in Humor verpackt. Du hast uns drei immer unterstützt und ermutigt. Und du hast noch eine wertvolle Eigenschaft, die mich ge- prägt hat: Du kannst anderen ihr Glück gönnen. Da ist kein Neid, keine Miss- gunst. Du hast ein gutes, ein großes Herz. Dafür bin ich dir dankbar.

Wenn ich dir sage, dass du eine ganz schön große Klappe hast, dann antwor- test du jedes Mal: „Das musst du gerade sagen!“ Und du hast ja recht. Genau wie du kann ich mich durchsetzen. Weißt du noch? Dein viel zu großer Busen hat dir abends nach dem Putzen wahnsin- nige Rückenschmerzen beschert. Die Krankenkasse hat den Antrag auf Ver- kleinerung trotzdem abgelehnt – als kosmetischen Eingriff. Du hast da an- gerufen und den Mitarbeiter mit dei- nem griechischen Akzent angeschrien:

„Jetzt pass mal auf, Junge, ich komme zu dir und lege meinen Busen auf dei- nen Tisch – dann kannst du gucken, ob das kosmetisch ist!“ Mir fiel die Kinnla- de herunter. Aber das Verrückte ist: Da-

1986 guckt Panagiota Petridou zwar etwas ängstlich bei der Einschulung, Evdokia platzt trotzdem fast vor
1986 guckt Panagiota Petridou zwar
etwas ängstlich bei der Einschulung,
Evdokia platzt trotzdem fast vor Stolz

nach haben sie dir den Antrag bewilligt. Unsere Beziehung ist immer enger ge- worden. Zum Beispiel letzten Sommer. Da waren wir wie jedes Jahr zusam- men in Griechenland, und mitten in der Nacht wachte ich auf. Du kamst mir mit einer blutenden Platzwunde am Kopf entgegen und bist in meinen Armen bewusstlos zusammengesackt. Ich war ganz sicher, du würdest ster- ben. Vor lauter Angst konnte ich nicht einmal atmen. Du warst auf dem Weg zur Toilette gestolpert und gegen die Heizung gefallen. Seit dieser Nacht habe ich das Gefühl, dir noch öfter sa- gen zu müssen, wie lieb ich dich habe. Am Anfang hast du dich ein bisschen darüber gewundert. „Ich dich doch auch, du kleiner Satansbraten“, hast du gesagt. Heute freue ich mich über jeden Anruf von dir – auch wenn ich dich mal anmaule, wenn du frühmor- gens anrufst und ich meinen Kaffee noch nicht hatte.

den neuen Folgen von „Biete Rostlaube, suche Traumauto“ macht In sie wieder Autoträume wahr (sonntags,
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„Biete
Rostlaube,
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Traumauto“
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Autoträume
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(sonntags,
18.15
Uhr,
VOX)

REPORT

„Habe ich EHEKRACH, dann rufe ich einfach mal dich an“

Comedy-Queen Lisa Feller (37) wäre ohne die Hilfe und Hingabe ihrer Mutter Maria (76) bis heute ziemlich aufgeschmissen

W enn ich dich heute an- schaue, sehe ich eine unglaublich hilfsbe- reite, warmherzige Frau. Eine, die ihr

Leben wirklich fest im Griff hat. Han- delt und nicht nur redet. Du setzt dich abends in dein Auto und fährst 120 Kilometer zu uns, um mir für drei Tage mit den Kindern unter die Arme zu greifen. Ich finde das erstaunlich. Wir haben uns eigentlich immer gut verstanden – ich kann mich nicht erin- nern, dass wir uns jemals wirklich ge- stritten hätten. Klar, Kleinigkeiten ha- ben mal genervt: Gerade in der Pubertät habe ich mit den Augen gerollt, wenn du immer wieder an meine Zimmertür geklopft und gefragt hast: „Habt ihr Lust auf Kekse?“ oder „Mögt ihr noch was zu trinken?“ Meine Freundinnen sagten schon damals: „Deine Mutter ist echt voll nett!“ Heute ist mir klar, wie recht sie damit hatten. Und vor allem hast du mich, meine Schwester und meinen Bruder immer alles ausprobieren las- sen, anstatt es einfach zu verbieten. Als ich acht oder neun war, wollte ich zum Beispiel unbedingt Kaffee trinken. Der schmeckt dir nicht, wolltest du mich noch warnen. Ich will aber, insistierte ich. Also hast du mir einen Schluck Kaffee mit ganz viel Milch gegeben. Ich fand ihn eklig, aber weil ich so einen Aufstand gemacht hatte, wollte ich mir nicht die Blöße geben und würgte ihn hinunter. Weißt du das eigentlich noch? Ich mag bis heute keinen Kaffee – wegen dieses einen Moments.

Vieles von dem, was du uns vermittelt hast, gebe ich heute an meine Söhne weiter. Zum Essen setzen wir uns zum Beispiel alle gemeinsam hin – und ste- hen erst wieder auf, wenn der Letzte fertig ist. Du bist mein wichtigster Ratgeber: Wie bringe ich sie zum Ein- schlafen, was mache ich, wenn sie nicht hören wollen? Und ja, obwohl ich mit dem tollsten Mann der Welt zusammenlebe, habe ich dich auch schon bei Eheknatsch angerufen. Das zeigt, wie sehr sich unsere Be- ziehung verändert hat. Früher gab es eine Hierarchie, hast du letztens zu mir gesagt. Hier war die Mutter, da wa- ren die Kinder. Heute sei das ein viel größeres Miteinander. Früher hat man den Bauch versteckt, als sei er etwas Peinliches – jeder wusste schließlich, warum er da war. Heute will man eher sagen: Seht her, verheiratet – und trotz- dem noch Sex! Erinnerst du dich, wie sehr wir darüber gelacht haben, als wir

durch die Abteilung mit Schwanger- schaftskleidung gegangen sind? Und was du für uns Kinder aufgege- ben hast! Zu deinem Job am Gericht bist du nie zurückgekehrt, um ganz für uns da sein zu können. Seit ich selbst Mut- ter bin, empfinde ich für dich mehr Respekt und Dankbarkeit als jemals zuvor. Ich selbst arbeite wieder, jetzt, da meine Söhne zwei und sechs Jahre alt sind. Und obwohl du dich damals anders entschieden hast, unterstützt du mich. Ohne dich könnte ich den Job nicht machen: Habe ich Auftritte, kommst du ohne Wenn und Aber. Und wenn sie abends doch mal sagen, sie vermissen ihre Mama, dann bringst du sie für eine einzige Stunde von Düssel- dorf zu uns nach Münster. Viele Frauen flippen ja regelrecht aus, wenn ihr Mann sagt: „Du wirst immer mehr wie deine Mutter.“ Ich habe da kürzlich drüber nachgedacht. Ganz ehrlich? Für mich wäre das ein Kompliment.

1982 kommt Lisa Feller in die Schule – könnte aber glatt schon als Double von
1982 kommt Lisa Feller in die Schule –
könnte aber glatt schon als Double von
Mama Maria arbeiten …
Ihr Soloprogramm „Der Teufel trägt Pampers“ dreht sich um Schwangerschaft, Kinder, Ehemänner Termine: www.
Ihr Soloprogramm „Der
Teufel trägt Pampers“ dreht
sich um Schwangerschaft,
Kinder, Ehemänner
Termine: www.
lisa-feller.de

FOTOS: BREUEL-BILD/ABB, AKG/JAZZ ARCHIV HAMBURG, WWW.STUDIOLASSEN.DE, VOX/ STEPHAN PICK, PRIVAT; PROTOKOLLE: JESSICA KOHLMEIER, ULRIKE BREMM

„Du denkst NIE AN DICH. Da kann ich mir den Mund fusselig reden“

Vier Monate lag Moderatorin Monica Lierhaus (43) im Koma. Ein Mensch war in dieser Zeit immer an ihrer Seite: Mutter Sigrid (70)

A ls ich dir sagte, dass ich dich gern in meiner Nähe hätte, hast du kurz ent- schlossen dein Haus ver- kauft. Jetzt lebst du fünf

Minuten von mir entfernt in Hamburg. Das ist perfekt, ich genieße es sehr, so engen Kontakt zu dir zu haben. Wofür ich dir unendlich dankbar bin: Du warst immer für mich da. Hast fest an

lernen musste, hast du mich unter- stützt. Mich aufgemuntert, wenn mir alles viel zu langsam ging, ich mit mei- nen Fortschritten nicht zufrieden war. Noch heute begleitest du mich überall hin: Wir machen gemeinsam den Wo- cheneinkauf, gehen in die Apotheke oder die Drogerie. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich auf seine Familie verlassen kann. Auch mein Mann Rolf und meine Schwester Eva, die mit uns unter einem Dach lebt, sind mir eine große Stütze. Wenn ich dich jemandem beschrei- ben sollte, würde ich sagen: Meine Mut- ter ist eine ganz reizende Person, die niemals an sich selbst denkt. Die ihre Interessen immer hintanstellt. Da kann man sich den Mund fusselig reden, das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich würde dir so gern etwas zurückgeben! Aber das Einzige, was du von mir an- nimmst, ist meine Liebe. Reisen, teure Geschenke – das alles ist dir nichts wert. Über einen Blumenstrauß freust du dich hingegen immer – nicht nur zum Muttertag. Du bist nicht nur meine Mama, son- dern auch eine gute Freundin. Ich müss- te lange überlegen, womit du mich in all den Jahren genervt hast. Das Einzi- ge, was mir einfällt: dass du Eva und mich immer wie Zwillinge gekleidet hast. Das habe ich so doof gefunden. Weißt du eigentlich, dass ich in mei- nem Turnbeutel immer Wechselsa- chen mitgenommen und mich dann auf der Schultoilette umgezogen habe? Streng warst du nie, aber gutes Be- nehmen war dir ganz wichtig; du hast wahnsinnig viel Wert auf Höflichkeit gelegt. Machtkämpfe oder Streit gab es bei uns nicht – auch die Pubertät ist ohne große Stürme an uns vorüberge- zogen. Gemeinsam mit Papa, Eva und unserem Bruder haben wir früher Ten-

nis gespielt. Und obwohl die Spaziergän- ge mit mir heute deine einzige sportli- che Betätigung sind, bist du fit wie ein Turnschuh, eine attraktive Frau. Und das sage ich dir auch immer wieder. Im Januar haben wir deinen 70. Geburts- tag gefeiert. Wenn ich in dei-

haben wir deinen 70. Geburts- tag gefeiert. Wenn ich in dei- 1970 ist Monica das wohl
1970 ist Monica das wohl süßeste und klügste Baby der Welt. Das findet auf jeden
1970 ist Monica das wohl süßeste
und klügste Baby der Welt. Das findet
auf jeden Fall Mama Sigrid

mich geglaubt, als alles verloren schien. Wegen Komplikationen bei meiner Ge- hirn-Operation lag ich monatelang im Koma. Und du hast an meinem Bett ge- wacht. Selbst wenn ich mich an keine Einzelheiten aus dieser Zeit erinnern kann: Ein Gefühl der Geborgenheit hat mich umgeben wie ein wärmender Mantel. Auch als ich in der Reha war, mühsam wieder laufen und sprechen

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FÜR SIE 11/2014 65

nem Alter so aussehen wür- de, wäre ich glücklich. Über- haupt bist du für mich ein Vorbild. Ich finde dich wun- derbar – so, wie du bist!

FOTOS: BLIND

FRAUENLEBEN

Zwei

gegen den

Rest

derWelt

Eigentlich wollte Ute Peterskovsky nur ein Praktikum im Ausland machen. Doch dann erlebt sie das größte Abenteuer ihres Lebens

D er Regisseur Billy Wilder hat einmal behauptet, die beste Geschichte der Welt bestehe letztlich nur aus drei Wor- ten: „Boy meets girl“ – „Jun-

ge trifft Mädchen“. Manchmal geht diese Geschichte gut

aus. Aschenputtel bekommt ihren Prin- zen. Bei Ute Peterskovsky (32) sah das völ- lig anders aus. Denn sie, die bürgerliche Deutsche aus Frankfurt, verliebte sich in einen Adeligen aus dem Norden Indiens. In der indischen Wirklichkeit ist so eine Verbindung ein Tabu. Ute ist 19, als sie nach Indien kommt. „Mit dem Abi in der Tasche wollte ich erst mal herumreisen und am liebsten auf ei- ner Pferdefarm arbeiten“, erzählt die be- geisterte Reiterin. Sie hört vom Gestüt des Maharanas von Udaipur in der nordindi- schen Provinz Rajasthan. Der Maharana ist dort der oberste Krieger, ein Mann vom

Rang eines Monarchen – vergleich-

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FOTOS: BLIND

Manchmal bahnt sich die Liebe ihren Weg mit der Wucht eines

Elefanten

Ute und ihr Mann Virendra mit der Elefantendame Ramu

FRAUENLEBEN

FRAUENLEBEN Neues Leben Ute und ihr Mann leiten heute in Indien ein Unternehmen für Reitsafaris (oben).

Neues Leben Ute und ihr Mann leiten heute in Indien ein Unternehmen für Reitsafaris (oben). Den vornehmen türkisen Sari trägt Ute nur zu festlichen Anlässen (oben rechts)

Sari trägt Ute nur zu festlichen Anlässen (oben rechts) „ Mir war klar: Hier will ich

Mir war klar:

Hier will ich bleiben“

bar mit europäischen Königshäusern. Auf seinem Gestüt, so heißt es, werden zuverlässige Reiterinnen gesucht. Ute bewirbt sich für ein Praktikum – und bekommt die Zusage. Sie startet in das größte Abenteuer ihres Lebens. Schon bald organisiert die junge Frau die Pferdetrails auf dem Gestüt. Ab und zu kommt auch ein 22-jähriger Student namens Virendra vorbei. „Er sah blendend aus, war sehr aufmerk- sam – und hatte Humor. Das kannte ich von deutschen Männern gar nicht“, erinnert sich Ute an die ersten Begeg-

„War es Liebe auf den ersten Blick? Ich glaube eher nicht“

nungen. Die junge Deutsche fühlt sich zu ihm hingezogen, doch Liebe auf den ersten Blick? „Eher nicht“, lacht Ute. „Ich fand ihn einfach nur sehr beson- ders.“ Anders bei dem jungen Studen- ten. „Ich verliebte mich damals Hals über Kopf in Ute“, erzählt Virendra. Doch dann, auf einer Pferdeschau zu Ehren eines hochrangigen Inders, funkt es so richtig zwischen den bei- den. Virendra ist mit seinen drahtigen

Marwaris dort. Diese Pferde mit den charakteristichen Sichelohren sind der Sage nach aus den Tränen eines Gottes entstanden. Ute macht ihn darauf auf- merksam, dass die Gamaschen seines Pferds nicht ordentlich sitzen. „Mit meinen blonden Haaren und der hel- len Haut muss ich wohl sehr exotisch auf ihn gewirkt haben“, lächelt sie. „Ein interessanter Gegenentwurf zu den indischen Frauen, die er bisher kannte.“ Der junge Mann will sie wie- dersehen. Unbedingt. Und klettert nachts an einer Dachrinne hoch zu dem Zimmer, in dem sie schläft – der Beginn einer romantischen Liebes- geschichte. „Wir waren einfach sehr jung, ver- liebt und total naiv“, beschreibt Ute diese Zeit. „Doch als mein Praktikum zu Ende ging, war mir klar: Hier will ich bleiben. Und Virendra und ich überlegten, wie wir uns eine gemein- same Zukunft aufbauen können.“ Sie fliegt mit ihrem neuen Freund nach Deutschland, stellt ihn ihrer Familie vor. „Ich bin zuerst aus allen Wolken gefallen, als ich hörte, dass meine Tochter in Indien bleiben will“, erinnert sich Utes Mutter. „Doch ich habe auch gespürt, dass die beiden

fest entschlossen waren, sich dort eine Existenz aufzubauen. Ganz ehrlich, was kann man schon gegen die Macht der Liebe ausrichten?“ Andere finden jedoch, dass man gegen die Macht der Liebe sehr wohl et- was ausrichten kann. Virendras Eltern stammen aus einer angesehenen Adels-

Ein Nein zum Willen der Familie ist in Indien keine sehr gute Idee

familie. Eine Hochzeit mit einer bür- gerlichen Deutschen? Das liegt für sie außerhalb des Denkbaren. In Indien werden Ehen üblicherweise arrangiert. Liebesheiraten wie in Europa sind da- gegen verpönt. Um Virendra auf den „Pfad der Tugend“ zurückzubringen, sucht die Familie also kurzerhand eine Frau für ihn aus. Sie stammt aus einem Nachbarort, sie gehört zur selben Kas- te. Großes Aufatmen, Problem gelöst – alles scheint perfekt. Doch dann ge- schieht etwas Unerhörtes: Virendra lehnt ganz einfach ab. Ein Nein zum Willen der Familie gehört nicht unbedingt zu den besten

Ideen, die man in Indien haben

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FOTOS: CHRISTIANE SLAWIK; TEXT: BARBARA FLEISCHMANN

FOTOS: CHRISTIANE SLAWIK; TEXT: BARBARA FLEISCHMANN Ende gut, alles gut Ute, Virendra und Sohn Jai füttern

Ende gut, alles gut

Ute, Virendra und Sohn Jai füttern die Elefantendame Ramu (oben). Die Familie lebt inzwischen in ihrem eigenen Hotel, dem „Boheda Palace“ in Udaipur (rechts)

eigenen Hotel, dem „Boheda Palace“ in Udaipur (rechts) einer Engelsgeduld, welche Verhaltens- weisen wann

einer Engelsgeduld, welche Verhaltens- weisen wann angemessen waren.“ Doch Ute lernt die Regeln schnell. Etwa, wie man älteren Verwandten zu begegnen hat: Man bedeckt sein Haar mit einem Tuch oder dem Ende eines Saris – ein Zeichen der Ehrerbietung. Zur Begrüßung faltet man die Hände und verbeugt sich. „Ich empfand das nie als herabwürdigend oder unter- würfig. Und ich spürte, wie meine Schwiegermutter sich wirklich um mich bemühte. Sie betreute Jai und kochte für die ganze Familie. Davon

Vor Älteren verhüllt man sein Haar stets mit einem Tuch

habe ich auch profitiert, denn mit dem Aufbau unserer Reitsafaris hatten wir alle Hände voll zu tun. Im Nachhinein glaube ich, sie hatte mehr Angst davor, dass die Verwandten schlecht über

FRAUENLEBEN

Wir wussten, wir würden alles

gemeinsam

durchstehen“

kann. Virendra wird aus dem elter- lichen Palast verbannt – und verwirkt zugleich sein Anrecht auf sämtliche Privilegien als Erstgeborener: auf sein Erbe. Auf das Wohnrecht im familien- eigenen Familienpalast. Und auch auf das, was in Indien zu den wichtigsten Feierlichkeiten im Leben gehört: eine offizielle Hochzeit mit Elefanten, Pfer- den und über 1000 Gästen aus dem Hochadel. „Viru hat unter der Situation sehr gelitten“, erzählt Ute. „Aber für ihn gibt es nur ganz oder gar nicht. Und wir wussten, dass wir auch das gemein- sam durchstehen würden.“ Die Wider- stände von außen schweißen das junge Paar noch stärker zusammen. Zwei gegen den Rest der Welt. Sie heiraten („Standesamt mit schlichter Tempel- zeremonie – das war alles“) und kön- nen somit in Indien offiziell als Mann und Frau zusammenleben.

Ihr Sohn brachte die Wende: Kinder gelten in Indien als göttlich

Statt im Palast zu wohnen, ziehen die beiden in ein kleines Zimmer bei Utes früherem Arbeitgeber. Ute beginnt an der Universität in Udaipur ein Stu- dium der Soziologie und Geschichte. „Ein Jahr darauf kam unser Sohn Jai zur Welt. Wir waren sehr glücklich darüber – hatten jetzt aber auch die Verantwortung als Familie zu tragen.“ Mit Unterstützung von Utes Eltern kaufen sie ein Stück Land in der Nähe von Udaipur und gründen mit drei Pferden das Reitsafari-Unternehmen Princess Trails. Der kleine Jai ist immer dabei und wächst „zwischen Pferde- beinen“ auf. „Seinetwegen hat sich

schließlich auch das Verhältnis zu Virendras Familie entspannt. Kinder gelten in Indien als göttlich. Meine Schwiegermutter wollte ihr erstes En- kelkind aufwachsen sehen. Nach zwei Jahren Funkstille hat sie uns schließ- lich gebeten, in den Familienpalast zu ziehen. Ich hatte zunächst ein mulmi- ges Gefühl, natürlich! Was würde mich dort wohl erwarten? Doch andererseits war ich auch neugierig darauf, in einer Großfamilie zu leben – mit den Eltern, Tanten, Onkel und Virendras Bruder. Virendra und ich diskutierten nächte- lang, ob wir das Wagnis eingehen sol- len. Aber letztendlich hatten wir ja nichts zu verlieren.“ In den ersten Monaten steht Ute ständig unter Beobachtung. „Wir leb- ten zwar in einem kleinen abgeschlos- senen Apartment im Palast, doch alle Wohnräume waren offen und über einen Lichtschacht verbunden. Man hätte den Aufprall einer Stecknadel hören können. Viru erklärte mir mit

Respekt vor den Landessitten öffnet in Indien alle Türen. Ute spricht inzwischen Hindi und den

Respekt vor den Landessitten

öffnet in Indien alle Türen. Ute spricht inzwischen Hindi und den lokalen Dialekt Mewari

mich denken könnten, als dass sie mich als Mensch ablehnte. Es brauchte einfach Zeit. Und peu à peu schmolz das Eis zwischen uns.“ Heute, mit Anfang 30, wohnt Ute nicht mehr bei der Großfamilie. Die Eltern ihres Mannes haben ihr und Virendra ein Grundstück in Udaipur zur Verfügung gestellt. Die beiden ha- ben dort ein 16-Zimmer-Hotel gebaut, in dem sie auch selbst leben – ganz in der Nähe des Familienpalasts. Ute spricht inzwischen fließend Hindi und sogar den lokalen Dialekt Mewari. Princess Trails hat sich unter dem Or- ganisationstalent der Deutschen und

Virendras Kontakten zu einem florie- renden Unternehmen entwickelt. Ende gut, alles gut? „Ja, wir sind angekom- men“, strahlt die junge Frau. Im Februar erhielt das Paar sogar eine offizielle Einladung von Indiens Hochadel; der Beweis, dass sie jetzt gesellschaftlich akzeptiert sind. Ute trägt den Titel einer Baronin. Die offizielle Anrede lautet:

Kunwarani Sahiba Ute Tonia Peters- kovsky of Boheda – gar nicht schlecht für eine Frau, die eigentlich nur für ein Pferde-Praktikum nach Indien kam. Kann sie sich vorstellen, je nach Deutschland zurückzukehren? Ute denkt nach. „Es war und ist nicht im- mer einfach hier. Aber wenn ich über die Berge reite oder mit meinem Mann und Jai den Sonnenuntergang genieße, dann spüre ich es ganz intensiv: Ich habe meinen Platz im Leben gefunden. Und der ist hier, in Udaipur.“ <

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Picassos geheime Muse Lange war Sylvette David vergessen. Eine Ausstellung ändert das, zu Recht: Das
Picassos
geheime
Muse
Lange war Sylvette
David vergessen. Eine
Ausstellung ändert
das, zu Recht: Das
Mädchen mit dem
Pferdeschwanz
inspirierte Picasso –
und eine ganze
Frauen-Generation

D ie verrücktesten Dinge, das kennt man ja, passieren, wenn man nicht damit rechnet. Und im Frühjahr 1954 rechnete Sylvette

David (79) mit so ziemlich gar nichts:

19 war sie damals und machte sich kei- ne Gedanken darüber, was sie eigent- lich mit ihrem Leben anfangen wollte. Als ihr Verlobter Toby Jellinek sie eines Tages bat, mit ihm zwei Stühle auszuliefern, sagte sie also spontan Ja. Der Bildhauer hatte im Quartier Four- nas in Vallauris eine Metallwerkstatt und entwarf unter anderem verrückte Stühle. Diese beiden hatte er an Picasso verkauft, der seine Keramikarbeiten in der gleichen Galerie ausstellte wie Toby seine Sitzgelegenheiten. Picasso war damals längst ein Star:

Seine Bilder waren teuer, die Liste der von ihm verschlissenen Frauen lang. Sylvette aber zeigte sich davon unbeein- druckt. „Vielleicht“, sagt sie, „war es genau das, was ihn gereizt hat. Picasso wollte wissen, was mein Geheimnis war.“ Dass dieser Tag in Picassos Villa La Galloise der „aufregendste“ ihres ganzen Lebens war, ließ sie ihn nicht

ihres ganzen Lebens war, ließ sie ihn nicht Sylvette war 19 Jahre alt, als sie Picasso

Sylvette war 19 Jahre alt, als sie Picasso an der Côte d’Azur kennenlernte. Er war 72

spüren. Der Künstler bat das junge Paar herein, seine damalige Ehefrau Françoise Gilot servierte Orangensaft, die Kinder Claude und Paloma tollten im Garten herum. „Ich glaube, Picasso gefielen meine Unschuld und Ernst- haftigkeit“, sagt Sylvette. Es muss wohl so gewesen sein:

Kaum hatte Picasso Sylvette gesehen, wollte er nichts anderes mehr malen. „Tage später saß ich mit Freunden auf einer Terrasse, wir tranken Kaffee und rauchten“, erinnert sich Sylvette. „Plötz- lich tauchte Picasso auf und hielt eine Zeichnung hoch: Sie zeigte eine Frau mit Pferdeschwanz. Und er sagte: ,Ich

will Sylvette malen.‘“ Die folgte der Ein- ladung in sein nahe gelegenes Atelier. Der Auftakt für die „Ponytail Period“, die „Pferdeschwanz-Periode“, wie das „Life“-Magazin die anschließenden drei Monate, angelehnt an Picassos Blaue und Rosa Periode, einmal nannte. Ex- perten sagen heute, er habe nie zuvor eine so dichte Porträtserie gemalt: Von April bis Juni 1954 entstanden 50 Bil- der und Skulpturen von Sylvette. Vielleicht war er so kreativ, weil er ausnahmsweise mal nicht von Sex abge- lenkt wurde: „Wäre es ein Flirt gewesen, wäre ich weggelaufen“, sagt Sylvette heute lachend. Eine berechtigte Sorge:

Mit vorherigen Musen wie Dora Maar oder Marie-Thérèse Walter hatte er im- mer auch eine Affäre. Sylvette verwei- gerte ihm ihren Körper und war viel- leicht gerade deshalb so wertvoll für ihn, als die Ehe mit Françoise genau in dieser Zeit zerbrach: „Wir hatten nie Sex miteinander, das macht’s einfa- cher, nicht wahr? Sex macht doch alles kompliziert.“ Stattdessen lenkte sie ihn ab. „Der kreative Prozess lässt einen alles vergessen: Sorgen, Schmerz – es ist pures Glück“, weiß Sylvette. „Er sagte

FOTOS: ISABEL COULTON, FRANÇOIS PAGES/GETTY IMAGES, SUCCESSION PICASSO/VG BILD-KUNST, BONN 2014

FRAUEN, ÜBER DIE MAN SPRICHT

zu mir: ‚Ich danke dir, dass du in einer Zeit da warst, als ich meine Frau und meine Kinder verloren habe.‘“ Sylvette hat nicht mal nackt für ihn posiert, dort im Schaukelstuhl vor dem Fenster des Ateliers, wo das Licht am schönsten war. Es gibt zwar einen Akt, doch den hat er aus der Fantasie ge-

malt. Versucht hat es der Frauensamm- ler natürlich schon:

„Einmal führte er mich in einen klei- nen Raum, hüpfte

auf das Bett und for- derte mich auf hinaufzuspringen. Ich habe mich natürlich geweigert.“ Und wer kann es ihm verdenken:

Sylvette war eine Schönheits-Ikone ihrer Zeit. Sie trug schwingende Tellerröcke

und Tops, die ihre Schultern frei lie- ßen; ihr blondes Haar gebunden zum hohen Pferdeschwanz – als Picassos

Bilder von ihr berühmt wurden, inspi-

rierte ihr Stil eine ganze Generation von Frauen. Brigitte Bardot färbte sich nach ihrem Vorbild die Haare blond und band sie zum Pferdeschwanz. Sylvette selbst berührte der Ruhm damals nur wenig: Als Reporter anfin- gen, an ihrer Tür zu klingeln, versteckte sie

sich im Schlafzimmer- schrank. Das Bild, das sie sich zum Dank aussu- chen durfte, verkaufte sie – und finanzierte mit dem Geld ihre erste eige-