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Ausgabe Nr. 60 3 - 2008
Ausgabe Nr. 60
3 - 2008
Ausgabe Nr. 60 3 - 2008 Deutsche Sehenswürdigkeiten: Unterwegs in Deutschland: Berühmte Deutsche: Die Zeche
Ausgabe Nr. 60 3 - 2008 Deutsche Sehenswürdigkeiten: Unterwegs in Deutschland: Berühmte Deutsche: Die Zeche
Ausgabe Nr. 60 3 - 2008 Deutsche Sehenswürdigkeiten: Unterwegs in Deutschland: Berühmte Deutsche: Die Zeche
Ausgabe Nr. 60 3 - 2008 Deutsche Sehenswürdigkeiten: Unterwegs in Deutschland: Berühmte Deutsche: Die Zeche

Deutsche Sehenswürdigkeiten:

Unterwegs in Deutschland:

Berühmte Deutsche:

Die Zeche Zollverein

Das Allgäu

Heinrich Mann

Aus der Redaktion

Die Geschichte zum Nachdenken

Liebe Leserin, lieber Leser, nun ist sie endlich da, die Sommerzeit. Wenigstens in unseren Breitengraden

Liebe Leserin, lieber Leser, nun ist sie endlich da, die Sommerzeit. Wenigstens in unseren Breitengraden lässt die Sonne sich sehen und erinnert uns an das Wechsel- spiel der Jahreszeiten. Man- che von Ihnen werden schon ihre Ferien hinter sich haben, wenn Sie diese Zeilen lesen. Hoffentlich konnten Sie sich gut erholen! Ich freue mich schon sehr auf die Sommerfreizeit auf der Krim und die Begegnung mit manchen unserer Le- ser. Diese Zeiten sind immer etwas Besonderes im Jahr, und hiermit möchte ich einen Gruß an alle senden, die schon einmal auf einer unserer bisher 15 Freizeiten dabei gewesen sind! Ich hoffe, dass das Gehörte und die Begegnung Ihnen noch in guter Erinnerung sind! Aber wenn auch Erinnerungen mit der Zeit verblassen, so wird die Begegnung mit Jesus Christus nie verblas- sen, sondern Sie bleibt immer frisch und erneuert uns jeden Tag! Manche von Ihnen haben schon einmal nach den gesprochenen Texten des „Weges“ gefragt. Ich kann Ihnen nun die frohe Nachricht übermitteln, dass wir die gesprochenen Texte der letzten und zum großen Teil auch der vorletzten WEG-Ausgabe jetzt zum Herunter- laden auf unser Internetportal gestellt haben (hoertexte. derweg.org). Außerdem werden alle Hörtexte auch auf der WEG-CD-ROM veröffentlicht, die Lehrer gerne bei uns kostenlos bestellen können! Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Angebot gefällt und Ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache eine Hilfe ist! Wir hoffen dazu, dass wir Ihnen auch die Texte der vorliegenden Ausga- be bald zur Verfügung stellen können. Vielen Dank für die vielen guten Wünsche und Nach- fragen betreffs meiner Erkrankung! Ihr Interesse und Ihre guten Wünsche sind mir eine große Ermutigung! Leider kann ich Ihnen im Moment keine positiven Dinge berichten, wenn ich dies auch gerne tun würde! Da es sich bei der Parkinson-Erkrankung um eine dege- nerative Erkrankung handelt, d.h. eine Erkrankung, in der sich die Krankheitszeichen – menschlich gesehen – nur verschlechtern, ist dies eigentlich nicht anders zu erwarten. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich die Arbeit am WEG auch weiterhin noch tun kann, und ich darf jeden neuen Tag dankbar aus Gottes Hand nehmen und seine Kraft und Hilfe erfahren. Und wenn es Gottes Wille ist, kann er Heilung schenken! Auch daran möch- te ich gerne festhalten. Nun wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen, dass auch Sie die Liebe Gottes in Ihrem Leben erfahren! Viele liebe Grüße Ihr

Volker Schmidt

Der weise Mann

Vor langer, langer Zeit lebte in einem Königreich ein weiser Mann, der vom Volke geliebt und verehrt wurde, und ein Prinz, dem die Zuneigung des Volkes nicht zuteil wurde.

Der Prinz hasste den weisen Mann dafür und versuchte, ihn beim Volke stets in Misskredit 1 zu bringen. Eines Tags hatte der Prinz einen Plan.

Morgen, dachte der Prinz, wenn der weise Mann am Marktplatz mit dem Volke spricht, werde auch ich da sein. Ich werde eine Taube in meiner Hand halten und sagen: „Weiser Mann, ich frage dich - ist die Taube, die ich in meiner Hand halte, lebendig oder tot?“ Wenn er sagt, die Taube sei tot, so werde ich meine Hand öffnen und sie davonfliegen lassen. Sagt er aber, die Taube sei lebendig, so werde ich sie in meiner Hand zerquetschen und tot zur Erde fallen lassen. Egal welche Antwort er gibt, der weise Mann wird vor dem Volke wie ein Narr 2 dastehen.

Am nächsten Tag traf der Prinz noch vor dem weisen Mann am Marktplatz ein. Er wartete geduldig, bis der weise Mann erschien und mit dem Volke zu sprechen begann. Nun nahm der Prinz die Taube aus dem Käfig, erhob seine Stimme und sagte: „Weiser Mann! Ich möchte dir eine einfache Frage stellen - ist die Taube, die ich hier in meiner Hand halte, lebendig oder tot?“

Plötzlich wurde es ganz still, alle Augen richteten sich auf den weisen Mann. Der hielt inne, sah zu der Menge, danach zum Prinzen und sagte: „Das, was du in deiner Hand hältst, ist das, was du daraus machst!“

Das war wirklich eine überraschende und weise Antwort. Und wie oft bewahrheitet sie sich auch in unserem Leben! Ob unser Leben gelingt oder nicht, hängt auch von uns ab – es liegt in unserer Hand.

Wenn wir in unser Leben Gutes investieren, dann wird auch Gutes aus unserem Leben kommen. Wenn wir jedoch Böses in unser Leben und unsere Gedanken hereinlassen, dann wird auch Böses aus uns herauskommen.

Seien wir also immer achtsam, was wir aus unserem Leben machen! Es lohnt sich bestimmt.

2 jemand, der nichts weiß

1 Schlechtes über jemanden verbreiten und alles falsch macht

Den HERRN ernst nehmen ist der Anfang aller Erkenntnis. Wer ihn mißachtet, verachtet auch Weisheit und Lebensklugheit.

Sprüche 1, 7

In Jesus Christus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Kol. 2, 3

Bilder Vorderseite: Blick auf das Allgäu aus der Luft; Das Fördergerüst von Schacht 12 der Zeche Zollverein; Blick auf das Schloß Neuschwanstein und Schwangau; Heinrich und Thomas Mann

Deutsche Sehenswürdigkeiten

Die Zeche Zollverein ****

Z ollverein, mit seinen erhaltenen vier von ehe- mals fünf Schachtanlagen, den Anlagen unter Tage, der zentralen Kokerei, den Halden, seinen

Verkehrsanlagen und seinen Arbeitersiedlungen, kurz:

die „Industrielle Kulturlandschaft Zollverein“, steht beispiel- haft für die Kohle fördernde und verarbeitende Industrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Zollverein ist die weltweit einzige Anlage, an der sich die Komplexität dieses Indus- triezweiges heute noch ablesen lässt. Zollverein ist deshalb Symbol für die Industriekultur im Ruhrgebiet,

jener deutschen Region, die von der sozialen, ökono- mischen, und industriellen Geschichte des Kohle- und Stahlzeitalters bis heute geprägt ist wie keine andere.

Ein ständiges Wachstum

Das „schwarze Gold“, die großen Kohlenvorräte an der Ruhr, galten im 19. Jahrhundert als der Ener- gieträger der Zukunft. 1847 kauft der Duisburger Industrielle Franz Haniel (1779-1868) 13 zusammen- hängende Grubenfelder und nannte die entstehende Zeche „Zollverein“ nach der 1834 in Kraft getretenen Freihandelszone aus 14 deutschen Staaten. Der Name war Programm, stand der Deutsche Zollverein doch für wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand. Tatsächlich wuchs Zollverein auch kontinuierlich:

Wurden 1851 im ersten Jahr der Förderung mit 256 Bergleuten 13.000 t Kohle gefördert, hatte sich bis 1890 die Belegschaft verzehnfacht, und die Förder- menge war mit 1 Mio. Tonnen auf das 75-fache nahezu explodiert. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs wuchs die Zeche auf vier selbstständige Schachtanla- gen mit insgesamt 10 Schächten.

Die Zollverein School
Die Zollverein School

Die Anlagen wurden weiterhin modernisiert, und es wurde ratio- nalisiert: Dies bewirkte eine

Kapazitätsstei-

gerung auf das

Vierfache. Mit der Inbetriebnahme von Schacht XII am 1. Februar 1932 stellten alle anderen Förderschächte auf Zollverein ihre Arbeit ein. Mit 12.000 t täglicher Kohleförderung war Zollverein die größte Zeche des

Ruhrgebiets geworden. Im Vergleich zu den Anfängen wurde nun an einem Tag gefördert, wozu man 1851 ein ganzes Jahr gebraucht hatte.

„Die schönste Zeche der Welt“

Zollverein war aber nicht nur die größte Zeche des Re- viers, sie wurde auch als die „schönste Zeche der Welt“ bezeichnet. Architektonisch im Stil der Neuen Sach-

lichkeit 1 gehalten, dominieren strenge Symmetrie und Geometrie im Bau der einzelnen Gebäude, die in paral- lelen Linien verlaufen und somit zwei sich rechtwinklig kreuzende Achsen bilden. Inmitten der ersten Achse, der Produktionsachse, ragt der 55 Meter hohe Doppel- bock, das Fördergerüst, hervor. Am Ende der zweiten Achse, der Versorgungsachse, stand der 106 Meter hohe Kamin des Kesselhauses, der 1979 abgerissen wer- den musste. Einheitlich rote Backsteinfassaden im Stahlfachwerk bestimmen das Bild. Schacht XII wird als Gesamtheit begriffen, als Monument.

Im gleichen Stil wurde 1957 bis 1961 die Kokerei westlich von Schacht XII gebaut und am 12. September 1961 in Betrieb genom- men. Nach ihrer Erweiterung in den 70er Jahren „buk“ sie täglich auf der „schwarzen“ Seite in 304 Öfen bei 1.250 Grad 10.000 t Kohle zu 8.600 t Koks. Die dabei entstehenden Gase wurden auf der „weißen“ Seite zu Ammoniak, Rohbenzol und Teer weiterverarbeitet. In Spitzenzeiten hatte die Kokerei 1.000 Mitarbeiter.

Das Ende des Kohle- und Stahlzeitalters machte auch vor Zollverein nicht Halt. Die größte Zeche des Ruhrgebiets konnte trotz aller Rationalisierungs- bemühungen dem Kos- tendruck ausländischer Kohleförderung nicht Stand halten. Am 23. Dezember 1986 fuhr die letzte Schicht nach 135 Jahren Bergbaubetrieb ein. Damit schloss die letzte der Essener Zechen ihre Tore. Am 30. Juni 1993 folgte die Kokerei. Eine Ära ging zu Ende.

Kohlenwäsche

folgte die Kokerei. Eine Ära ging zu Ende. Kohlenwäsche Beim Weltjugendtag 2005 Die Zeche im Wandel

Beim Weltjugendtag 2005

Die Zeche im Wandel

Vielerorts mussten ausgediente Industrieanlagen neuen Nutzungen wie Gewerbegebieten oder Wohn-

Weltjugendtag 2005

siedlungen weichen. Auch die Zeche Zollverein sollte eigentlich abgerissen werden, allerdings waren die Bestrebungen zum Erhalt der Anlagen mit seiner her- ausragenden Architektur und seiner wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Bedeutung für die ganze Region stärker. Einige Tage vor der letzten Schicht wurde

Der Weg Nr. 60

Deutsche Sehenswürdigkeiten - Zur Diskussion

Zollverein am 16. Dezember 1986 in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen.

Erhalt durch andere Nutzung war das Prinzip. Schon 1987 entstand die Idee, Zollverein kulturell zu nutzen. Die Hallen wurden denkmalgerecht saniert, neue Mieter zogen ein. Dies waren vor allem Künstler und Kreative. Kulturveranstaltungen und der Denkmalpfad zogen mehr und mehr Besucher in die einst „Verbotene Stadt“. Auch die Kokerei konnte für die Öffentlichkeit zugäng- lich gemacht werden.

Am 14. Dezember 2001 wurde die Zeche Zoll-

Schließlich wurde eine 58 Meter lange, freistehende Rolltreppe gebaut. Sie führt direkt in die 24-Meter- Ebene, das neue Besucherzentrum Zollvereins und ab 2009 „Portal der Industrie- kultur“. Im Herbst 2009 wird das Ruhr-Museum einziehen, das Geschichte, Gedächtnis und Gegenwart des Ruhrgebiets themati- siert. Auch der Zollverein- Park nimmt Gestalt an, als Naherholungsgebiet für die Anwohner und Besucher des Weltkulturerbes bietet er auf ehemaligen Halden

Platz für seltene Flora und Fauna.

Etwa 1.000 Arbeitsplätze sind auf Zollverein seither entstanden. Zollverein ist das Kreativzentrum des Ruhrgebiets geworden. 700.000 Besucher kommen im Jahr nach Zollverein, um sich das größte Industrie- denkmal des Reviers anzusehen.

1 Begriff für eine in den 20er-Jahren in Deutschland entwickelte Kunstrichtung, für

die die objektive und präzise Realitätswiedergabe charakteristisches Anliegen war.

Feier Kulturhauptstadt 2010
Feier Kulturhauptstadt 2010

Blick auf das Gelände der Zeche Zollverein

verein dann in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Sanierung der Hallen und Flächen schreitet weiter voran, neue Nutzer werden gesucht. Auch die Kohlenwäsche, das größte Übertagegebäude Zollvereins, wurde 2003-2006 umfassend umgebaut, vom Maschinenpark zum Museum. Die Fassade und die Maschinen wurden saniert und restauriert, moder- ne Technik und Versorgungseinrichtungen zogen ein.

Richtiges Fernsehen will gelernt sein ***

F orschungen eines englischen Ärzteteams haben

Folgendes ergeben: Häufiges, stundenlanges

Fernsehen kann katastrophale Folgen haben.

Wer täglich viele Stunden vor dem Fernseher sitzt, verliert mehr und mehr seine Konzentrationsfähigkeit. Er wirkt zerstreut, gedankenlos und fahrig 1 , die allge- meine Leistungsfähigkeit sinkt. Das Fernsehen kann zum Suchtmittel 2 werden, das der Wirklichkeit entfremdet und den Wunsch weckt, es immer häufiger zu konsumieren. Dabei führt allzu häufiges Fernsehen zu Schlaflosig- keit, Kopfschmerzen und nervösen Störungen.

Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, die durch die Fülle 3 des Angebotes im Fernsehen oft über- fordert 4 sind.

Deshalb hier ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit dem Fernseher:

• Man sollte wählerisch 5 sein. Wer sich das Wichtigste aus der Fernsehzeitung aussucht, hat mehr vom Pro- gramm als die, die alles „schlucken“. Wenn man eine gezielte Auswahl trifft, kann man zugleich etwas für seine Bildung tun.

• Viele Jugendliche verwenden das Fernsehen nur

„nebenbei“ beim Essen, bei den Hausaufgaben. Ja selbst bei Gesprächen mit den Angehörigen oder mit Freun- den läuft der Fernseher. Hier werden zwei Programme gleichzeitig „konsumiert“, das kann nicht gut gehen.

Der Weg Nr. 60

• Für Kinder und Jugendliche ist ausreichend Schlaf

sehr wichtig. Wer am nächsten Tag ausgeruht und voll bei Kräften sein will, sollte auf Fernsehen spät am Abend verzichten und sich davon nicht den Schlaf rauben lassen.

• Das Leben ist viel interessanter als das Fernsehen!

Deshalb ist es wichtig und richtig, den Fernseher auch mal auszuschalten. Es gibt so viele „Freizeitprogramme“, die nicht in der Fernsehzeitschrift stehen: Sport live erleben, Gespräche und Spiele mit Freunden, eine Wan- derung, die Natur beobachten, ein Instrument spielen, ein interessantes Buch lesen, basteln, fotografieren

• Ein wichtiger Vorteil des Fernsehens ist die aktuelle

Information. Kein anderes Medium ist in der Lage, so schnell und anschaulich über wichtige aktuelle Ereig- nisse zu berichten, wie das Fernsehen. Dabei werden häufig bekannte Fachleute interviewt, bzw. Reporter vor Ort einbezogen. Viele Sendungen z. B. über wissen- schaftliche Themen, über Kultur und Kunst oder über das Leben in fremden Ländern erweitern unseren Horizont.

Führen Sie ein Gespräch:

7

Welche Rolle spielt das Fernsehen in Ihrem Leben?

7

Was verstehen Sie unter „Fernsehsucht“?

7

Welche Vorzüge hat das Fernsehen trotz aller Gefahr?

7

Geben Sie Ratschläge für ein richtiges Fernsehverhalten.

7

In welchem Alter sollten Kinder selbst entscheiden dür-

fen, was sie im Fernsehen ansehen?

1 unkonzentriert 2 die Droge 3 eine große Menge 4 zu viel erwarten 5 genau prüfen

Aktuell und wissenswert

Dies und das ****

Studie: Deutsch ist in der Exportwirtschaft die am zweithäufigsten benötigte Sprache

Innerhalb Europas nimmt die deutsche Sprache nach dem Englischen in der Exportwirtschaft den zweiten Platz ein. Dies wurde in einer Studie deutlich, in der 2000 mittelständische Unternehmen in Europa befragt wurden. 17,84 % von ihnen gaben an, dass sie in den kommenden drei Jahren für ihre Exporte Deutschkennt- nisse benötigen würden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es für mittelständische Unternehmen ein beachtliches Wachstumspotenzial bei den Exporten gibt, falls sie bereit sind, mehr in Sprachkenntnisse zu investieren.

Bei den gefragten Sprachen liegt Englisch mit 25,84% an der Spitze, gefolgt von Deutsch (17,84%), Franzö- sisch (13,19%), Russisch (11,74%), Spanisch (6,55%), Italienisch (4,65%) und Chinesisch (4,12%).

Quelle: CIDAL, Ambassade d’Allemagne à Paris http://ec.europa.eu/education/index_en.html

Deutsche Kinderbücher gehen auf Weltreise

Spätestens, seit das US-Magazin «Time» vor zwei Jahren der Kinderbuchautorin Cornelia Funke den Titel «Die einflussreichste Deutsche der Welt» verliehen hat, ist klar:

Selbst in den USA werden deutsche Kinderbücher nicht nur wahrgenommen, sondern oftmals auch bejubelt. 1

Die deutschsprachigen Verlage spüren diesen Trend schon länger. Sie haben in den vergangenen zwanzig Jahren weltweit bis zu fünfmal mehr Lizenzen für Kin- der- und Jugendbücher verkauft. Das liegt daran, weil diese als hochwertig, gut recherchiert 2 und von hoher schriftstellerischer Qualität gelten. Daher genießen sie im Ausland von jeher einen guten Ruf. Bekannte Schriftsteller sind neben Cornelia Funke auch Kai Meyer und Kirsten Boie.

Deutsche Kinderbücher wurden und werden schon im- mer in andere Länder verkauft. In der Nachkriegszeit, als die Produktion erst langsam anlief, sorgte Astrid Lindgren dafür, dass vor allem Erich Kästner in Schwe- den verlegt wurde. In den sechziger Jahren kamen dann Michael Ende und Otfried Preußler auf den internatio- nalen Markt. Seit den neunziger Jahren und bis heute gehören Peter Härtling, Janosch, Christine Nöstlinger und Rafik Schami zu den beliebtesten Autoren. So wurde allein Härtlings Roman «Ben liebt Anna» bislang in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Inzwischen werden die meisten Lizenzen nach China, Korea und Taiwan verkauft, aber auch in den osteuro- päischen Ländern wie Tschechien, dem Baltikum, den Balkanstaaten oder der Ukraine steigt die Nachfrage nach deutschen Kinderbüchern stetig. (dpa)

Rekord für deutsche Exporte

Die deutschen Exporteure haben 2007 einen neuen Rekord erzielt und die Werte der letzten Jahre übertrof- fen. „Für den Titel des Exportweltmeisters hat es wieder gereicht“, sagte ein Statistiker - zum fünften Mal in Folge. (dpa)

Verbraucher in Deutschland kaufen immer mehr im Internet ein

Die Verbraucher in Deutschland kaufen immer mehr im Internet ein. 17,2 Milliarden Euro haben sie einer Studie des Nürnberger Marktforschers GfK zufolge 2007 für Online-Einkäufe ausgegeben. Gegenüber dem Jahr 2002 habe sich der über das Internet erwirtschaf- tete Umsatz fast verdreifacht. Jeder der mittlerweile 28,8 Millionen Online-Käufer habe im vergangenen Jahr durchschnittlich 8,5 Käufe im Internet getätigt. Besonders gefragt beim Online-Kauf sind Textilien und Reisen. (dpa)

Deutschland drittbeliebtestes Studienziel der Welt

In Deutschland studieren immer mehr Ausländer. Die Bundesrepublik ist das drittbeliebteste Studienziel der Welt, nach den USA und Großbritannien. Für auslän- dische Studierende hat sich Deutschland nach Anga- ben von Bildungs-Staatssekretär Andreas Storm „als attraktiver Studien- und Forschungsstandort etab- liert“. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl ausländischer Gast- studenten von 100.000 auf rund 190.000 erhöht. Die meisten ausländischen Studenten kommen aus China, Bulgarien und Polen. Junge Ausländer aus Industrie- nationen studieren in Deutschland besonders häufig Sprachen und Kulturwissenschaften. Studenten aus Entwicklungsländern wählen dagegen vor allem ingeni- eurwissenschaftliche Studiengänge. (dpa)

Wahlen brachten Linksrutsch 3

Die Landtagswahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg ließen die kommunistische SED-Nachfolge- partei PDS – Die „Linke“ – zum ersten Mal außer in Bremen auch in die Landtage anderer westdeutscher Bundesländer einziehen. Dies macht z. T. die Bildung neuer Koalitionen notwendig, da jetzt meistens vier oder fünf Parteien in den Landtagen vertreten sind. Streitthema, besonders bei der SPD, ist die Frage, in- wiefern in Zukunft eine Duldung 4 durch die Linkspartei oder sogar eine Koalition mit ihr möglich ist.

1 mit Freude aufgenommen 2 recherchieren: Fakten gründlich über- prüfen 3 Trend zu den politisch Linken 4 Akzeptanz

Der Weg Nr. 60

Berühmte Deutsche

Heinrich Mann, der „deutsche Europäer“ ****

H einrich Mann (1871-1950), der engagierte gesellschaftskritische Satiriker und Chronist seiner Zeit, stand viele Jahre im Schatten sei-

nes Schriftsteller-Bruders Thomas Mann und wurde erst seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts von der breiten literarischen Öffentlichkeit geschätzt.

Eine ungewöhnliche Karriere

Öffentlichkeit geschätzt. Eine ungewöhnliche Karriere Heinrich Mann entstammt einer hoch angesehenen Lübecker

Heinrich Mann entstammt einer hoch angesehenen Lübecker Kauf- mannsfamilie. Seinem Vater, dem Senator Johann Thomas Mann, lag das öffentliche Wohl der Stadt sehr am Herzen, er unterstützte tatkräftig arme, ins Unglück ge- ratene Bürger. Als ältester Sohn war Heinrich Mann dazu bestimmt, die alte Handelsfirma zu überneh- men. Er erhielt eine vorzügliche Bildung am Gymnasium. Jedoch ließ er es an Fleiß und Aufmerksamkeit fehlen, wie ihm die Lehrer wiederholt bestätigten. Zur großen Enttäuschung der Eltern verlässt er vorzeitig das Gymnasium und beginnt 1889 eine Lehre als Buch- händler in Dresden, die er jedoch nach einem Jahr abbricht. Danach arbeitet er als Volontär im S. Fischer Verlag Berlin und bestreitet seinen Lebensunterhalt notdürftig aus dem Anteil an den Vermögenszinsen, die er nach dem Tod des Vaters ererbt hat. Hier in Berlin entstehen seine ersten literarischen Versuche:

Kurzerzählungen und Theaterkritiken. Trotz seiner labilen Gesundheit wechselt H. Mann in den folgenden Jahren häufig seinen Wohnsitz, lebt in Frankreich und Italien. Nach der Novelle „Das Wunderbare“ erscheint 1903 der dreiteilige Roman „Die Göttinnen“. Während in den Frühwerken noch ästhetisch-emotionale The- men im Mittelpunkt standen, treten in den folgenden Werken zunehmend zeitkritisch satirische Züge in den Vordergrund, so in dem Roman „Im Schlaraffen- land“(1900), der den Untertitel trägt „Ein Roman unter feinen Leuten“. Als wichtig gilt, zur „feinen Gesellschaft“ dazuzugehören.

Ein brillanter Satiriker

Als brillanter Satiriker erweist sich H. Mann auch in dem Roman „Professor Unrat“(1905). In der Gestalt des Gymnasialprofessors Raat - von allen Schülern nur „Unrat“ genannt -, kritisiert der Schriftsteller mit erbarmungsloser 1 Schärfe das übersteigerte 2 Autori- tätsdenken zu Anfang des 20. Jahrhunderts, wobei die Schule ihm nur als Modell dient. Das Buch wird 1931 nach einem Drehbuch von Carl Zuckmayer unter dem

Der Weg Nr. 60

Titel „Der Blaue Engel“ mit Marlene Dietrich und Emil Jannings in den Hauptrollen verfilmt.

In dem folgenden Roman „Der Untertan“ (1916) wird der militaristische Ungeist 3 , der geradewegs in den 1. Weltkrieg führte, angeprangert. Der Roman zeichnet ein sarkastisches Porträt des deutschen Spießbür- gers 4 ohne besondere Talente, dessen einziger Ehrgeiz die unbedingte Nähe zu den Herrschenden und zur Macht darstellt und der durch seinen Untertanen- geist eine große politische Gefahr ist.

Im Jahr 1914 brachen die Beziehungen zwischen

Heinrich und seinem Bruder Thomas Mann völlig ab. Ursache war die Bejahung des Krieges durch Thomas Mann. Heinrich Mann hingegen verfasst mehrere Essays, in denen er die national-chauvinistische 5 Stimmung in Deutsch- land scharf verurteilt. Er setzt sich konsequent für die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich ein auf der Basis demokratischer Strukturen, auch in den Jahren der Weimarer Republik.

In der Emigration

Gedenktafel für Heinrich Mann (Fasanenstraße 61) in Berlin-Wilmersdorf
Gedenktafel für Heinrich Mann
(Fasanenstraße 61) in Berlin-Wilmersdorf

Als einer der ersten Intellektuellen wird Heinrich Mann nach der Machtergreifung Hitlers ausgebürgert und emigriert noch im Jahr 1933 nach Frankreich. Im französischen Exil schreibt er gemeinsam mit Andre Gide und Lion Feuchtwanger für antifaschistische Zeitschriften. Bis 1940 lebt er in Nizza, wo er seine

historische Romantrilogie über Heinrich IV. vollendet.

1940 flieht er aus dem besetzten

Frankreich über Spanien und Por- tugal nach Los Angeles/USA. Wie viele Intellektuelle leidet Heinrich Mann sehr unter dem Verlust der Muttersprache und der eigenen Kultur.

1942 vollendet er sein großes Werk

„Ein Zeitalter wird besichtigt“. Dieses Werk ist mehr als eine Autobiogra- fie: H. Mann betrachtet Europa seit der Aufklärung, er schreibt über sei- ne Liebe zu Frankreich, seine Sym- pathien für die Ideen der Franzö- sischen Revolution von 1789, über die Hintergründe des Scheiterns der Weimarer Republik in Deutschland und den Verfall des intellektuellen und politischen Lebens nach der

Grabstein für Heinrich Mann (Dorotheenstädtischer Friedhof, Berlin)
Grabstein für Heinrich Mann
(Dorotheenstädtischer Friedhof, Berlin)

Machtergreifung Hitlers. Eine Veröffentlichung dieses Alterswerks in den USA scheitert jedoch. Die materi- elle Situation des Schriftstellers bleibt weiterhin sehr angespannt. Er ist auf finanzielle Zuwendungen seines Bruders Thomas angewiesen, mit dem er sich im Exil ausgesöhnt hat. Nach dem Selbstmord seiner Frau leidet H. Mann häufig an Depressionen. Er stirbt 1950 in Santa Monica/Kalifornien kurz vor seiner geplanten Rückkehr nach Ostberlin, wo ihm die Präsidentschaft

Aus der Geschichte

der Deutschen Akademie der Künste der DDR angebo- ten worden war.

Heinrich Mann gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter engagierter gesellschaftskritischer Literatur im Deutschland der Weimarer Republik und als klas- sischer Autor der Moderne.

1 mitleidslos 2 übertrieben 3 falsches Denken 4 ein Mensch, der sich ängstlich an gesellschaftliche Normen hält 5 der Chauvinismus: aggressiv übersteigerter Nationa- lismus [militaristischer Prägung] verbunden mit Nichtachtung anderer Nationalitäten

Winfried Bonifatius, der Apostel der Deutschen ***

D ie Anfänge christlichen Glaubens in Deutsch-

land sind vielfältig, aber Bonifatius gilt als

der Mann, der das Christentum nach Deutsch-

land brachte. Er wurde um das Jahr 673 in England geboren und kam bereits als Kind ins Kloster, wo er sich durch großen Fleiß auszeichnete. Mit 22 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Er unterrichtete im Kloster und war seinen Schülern ein guter Seelsor- ger. Seine Vorgesetzten setzten große Hoffnungen auf den begabten Mönch. Bonifatius wollte jedoch sein Leben nicht im Kloster verbringen, ihn zog es

hinaus in die Welt.

Hinaus in die Welt

Er wollte den christli- chen Glauben zu den Friesen und Sachsen bringen, die noch an heidnische Götter glaubten. Im Jahr 716 unternahm er mit eini- gen Gefährten die erste Fahrt zu den Friesen, um ihnen das Evange- lium zu predigen. Die Friesen empfingen ihn jedoch sehr unfreund- lich, so musste er

unverrichteter Dinge wieder nach England zurückkehren. Im folgenden Jahr reiste er nach Rom.

Er wollte den Papst für seinen Plan gewinnen, die verstreuten Klöster und Gemeinden in Germanien zu einer einheitlichen Kirche zusammen zuschließen. Papst Gregor II. erteilte ihm die Vollmacht, die Taufe nach römischer Ordnung zu vollziehen.

Mission bei den Hessen

Anschließend begab sich Bonifatius nach Hessen, gründete dort ein Kloster in der Stadt Fritzlar und predigte mit großem Erfolg das Evangelium. Dar- aufhin wurde er vom Papst zum Bischof, später zum

Darstellung von Szenen aus dem Leben des Bonifatius: Taufe eines Heiden (oben) und Märtyrertod (unten)
Darstellung von Szenen aus dem Leben des
Bonifatius: Taufe eines Heiden (oben)
und Märtyrertod (unten)
11. Jahrhundert (Fuldaer Sakramentar)

Erzbischof, geweiht. Das Missionsgebiet von Boni- fatius wurde zum Bistum erklärt und der römischen Kirche angegliedert.

Im Kampf gegen den heid- nischen Götterglauben fällte er im Jahre 725 bei Geismar in Hessen die Do- nareiche als Zeichen dafür, dass die Bekehrung der Hessen vollendet war.

Bonifatius lässt die Donareiche fällen

Historisierende Darstellung von 1737

Unterwegs …

Der Papst gestattete ihm jedoch noch nicht, sich an einem bestimmten Ort niederzulassen, deshalb un- ternahm er weiterhin viele, oft beschwerliche Mis- sionsreisen durch Thüringen, Franken und Bayern. Auf seinen Reisen wurde er von angelsächsischen Mönchen begleitet und unterstützt. Für alle seine Mitarbeiter hat er lebenslang Sorge getragen, er hat sie gestärkt und ermutigt, den Heiden Gottes Wort zu predigen. Ab 745 nahm Bonifatius seinen Sitz in Mainz.

Tod bei den Friesen

Am Ende seines Lebens reiste er nochmals an die Nordseeküste zu den Friesen, denen seine erste Liebe gegolten hatte. Zu seinen Be- gleitern sagte er: „Ich denke daran, meine Wallfahrt zu vollenden und kann von dieser Reise nicht lassen.“ In der Nähe der Küste wurden er und seine Reisegefährten von einer Schar Un- gläubiger überfallen. Er verbot seinen Begleitern, sich zur Wehr zu setzen, hielt die Bibel über seinen Kopf und ermutigte alle mit den Worten: „Seid tapferen Geistes und fürchtet euch nicht!“

Bonifatius-Statue in Fulda

Dies waren seine letzten Worte. Zusammen mit 52 Mönchen wurde Bonifatius ermordet. Die Überleben- den trugen seinen Leichnam ins Kloster Fritzlar und begruben ihn dort.

Der Weg Nr. 60

Unterwegs
Unterwegs
Das Allgäu ***
Das Allgäu ***

D as Allgäu ist eine der schönsten und ab- wechslungsreichsten Ferienlandschaften in Deutschland. Es erstreckt sich über den südlichen Teil des bayerischen Regierungs- bezirks Schwaben, das äußerste südöstli- che Baden-Württemberg, sowie einige zu Österreich gehörende Grenzgebiete.

Erstmals wurde der Name „Allgäu“ im Jah- re 817 urkundlich als „Albegowe“ erwähnt. Dieser Name setzt sich aus dem Wort „Alb“, was so- viel heißt wie Gebirge, und dem Wort „Au“ (= was- serreiche, fruchtbare Ebene) zusammen. Das Wort „Allgäu“ kann somit als eine „Gebirgslandschaft mit wasserreichen Auen“ (oder Tälern) „übersetzt“ werden. Das Allgäu ist eine uralte Kulturland- schaft. 1 Napoleon ließ 1810 recht willkürlich eine Grenze durch eine Region ziehen, die sich in jeder Hinsicht vereint fühlte. Nun plötzlich gab es ein bayerisches und ein württembergisches Allgäu. Die einen so fern von München wie die anderen von Stuttgart. Zum Glück wächst jedoch diesseits und jenseits der Grenze ein neues „Wir-Gefühl“.

Das wirtschaftliche Zentrum und die größte Stadt des Allgäus ist Kempten mit 61.500 Einwohnern. In der gesamten Region Allgäu leben etwa 560.000 Menschen.

„Das blaue Land“

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Landschaftsbild des Allgäus vom blühenden Flachs geprägt. Flachs wurde angebaut und zu Hause weiterbearbeitet. Über Jahrhun- derte war die Leineweberei eine zweite Einkom- mensquelleneben der Viehzucht. Bescheiden waren die Einkünfte der Leinenweber, aber sie halfen, die Familien vor der größten Not zu schützen.

Im 19. Jahrhundert wurde das Allgäuer Leinen von der billigeren Baumwolle verdrängt. Die Folgen wa- ren Verarmung und bittere Not. Aus diesem Grunde

Der Weg Nr. 60

wanderten viele Familien nach Amerika aus. Erst der Umstellung auf Milchwirtschaft war es schließ- lich zu verdanken, dass die Allgäuer Bauern auch mit Käse Geld verdienen konnten. Es war der Wan- del vom „Blauen Allgäu“ (Flachs blüht blau) zum „Grünen Allgäu“, dem Allgäu der Weidewirtschaft. 2

Der Allgäuer Käse

Bekannt ist das Allgäu auch für seinen Käse. Erwähnen möchten wir den „Emmentaler“, einen Hartkäse aus roher Kuhmilch mit seinen typischen kirschgroßen Löchern. Wie der Name schon sagt, hat er seinen Ursprung nicht im Allgäu, sondern im „Emmental“, Kanton Bern in der Schweiz. Dort wird dieser Käse bereits seit dem 18. Jahrhundert pro- duziert. 1821 begann man den Käse auch im Allgäu herzustellen, wo er sich dann rasch ausbreitete.

Eine beliebte Touristenregion

Das Allgäu

zählt ganzjährig zu den belieb- testen Touris- tenregionen in Deutschland. Die Natur- und

Kulturland-

schaft zieht

hunderttausen-

Typische Allgäuer Voralpenlandschaft: Siggenhauser Weiher bei Amtzell
Typische Allgäuer Voralpenlandschaft:
Siggenhauser Weiher bei Amtzell

de Gäste jährlich an. Vor allem die Vielseitigkeit der Region wird geschätzt. Vom Alpinsport über Wassersport sind zahllose Aktivitäten möglich. Das Allgäu ist darüber hinaus Deutschlands größtes Wintersportzentrum. Neben Alpinem Skisport und Eislauf ist auch Langlauf auf einem weit ausge- dehnten Loipennetz möglich.

Viele Sehenswürdigkeiten

Im Allgäu befinden sich die weltweit bekannten Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Auch die historischen Altstädte von Memmingen und Wangen sind von touris- tischer Bedeu- tung, ebenso

die Städte Isny,

Die Basilika von Ottobeuren im Unterallgäu
Die Basilika von Ottobeuren im Unterallgäu

Füssen, Kaufbeuren und Kempten, sowie Ottobe- uren mit seiner Klosterkirche.

Eine wunderschöne Landschaft

Von einzigartiger Schönheit ist die Landschaft des Allgäus mit seinen Bergen, Seen und Naturdenkmä- lern. Als wichtige Beispiele sind aufzuzählen: Der Grünten, wegen seiner vom Alpenvorland aus gesehenen besonders mar- kanten Erschei- nung auch der „Wächter des

Grünten aus Richtung Südwest (Sonthofen)
Grünten aus Richtung Südwest (Sonthofen)

Allgäus“ ge-

nannt, der Lechfall 3 bei Füssen, der Illerdurchbruch bei Altusried, die Breitachklamm 4 bei Oberstdorf, die Sturmannshöhle 5 bei Obermaiselstein, der Eisto- bel 6 bei Isny, das Gottesackerplateau 7 bei Riezlern sowie das Wurzacher Ried 8 bei Bad Wurzach. 9

In den Allgäuer Bergen werden sowohl in den Sommermonaten als auch im Winter viele Arten von Berg- und Wintersport betrieben. Bergbahnen erschließen die hochalpinen Gebiete auch

Blick zur Kemptener Hütte am Fuße des Kratzers und rechts die Mädelegabel
Blick zur Kemptener Hütte am Fuße des
Kratzers und rechts die Mädelegabel

für Nichtalpinis-

ten 10 , z. B. am Tegelberg, Breitenberg, Nebelhorn, Fellhorn und dem Hochgrat. Der höchste Berg in den Allgäuer Alpen ist mit 2.656 m der Große Krottenkopf in Tirol (Österreich).

Dialekte im Allgäu

Im Allgäu werden – besonders von der mittleren und älteren Generation und besonders auf den Dörfern – vielerorts noch Dialekte gesprochen, die dem alemannischen Sprachbereich angehören. Doch kann man nicht von einem gemeinsamen „Allgäuisch“ sprechen. Während die Dialekte im Westallgäu und im südlichen Oberallgäu niede- ralemannisch sind, sind die Dialekte in der Mitte, im Osten und im Norden des Allgäus dem Schwä- bischen zuzurechnen. 11

Die Allgäuer Küche

Die traditionelle Allgäuer Küche ist gekennzeichnet durch die Zutaten, die es in früheren, ärmlichen

in

Deutschland

Zeiten in der Region ausreichend und billig gab. Das waren vor allem Eier, Mehl, Milch, Fett und Sauerkraut und was im Bauerngarten an Kräutern und Gemü- se gewachsen ist. Dem- entsprechend gibt es

viele Mehlspeisen und andere einfache aber schmackhafte Gerichte. Einige Beispiele: Mehl- speisen: Kässpatzen 12 , Krautkrapfen 13 , Kraut- spätzle, Schupfnudeln 14 Süßspeisen: Dampfnu- deln 15 , Zwetschgendat- schi 16 , und Scheiter- haufen 17 .

Krautspatzen

schi 1 6 , und Scheiter- haufen 1 7 . Krautspatzen Kartoffelsalat, Kässpatzen, Kalb und Krautkrapfen

Kartoffelsalat, Kässpatzen, Kalb und Krautkrapfen

Kartoffelsalat, Kässpatzen, Kalb und Krautkrapfen Scheiterhaufen 1 hier: Gebiet mit hochentwi- ckelter

Scheiterhaufen

1 hier: Gebiet mit hochentwi- ckelter Landwirtschaft

2 große Grasflächen für das

Vieh 3 ein etwa sieben Meter hohes, in ganzer Breite über-

strömtes Stauwehr am Fluss Lech am südlichen Stadtrand von Füssen 4 eine durch die

Breitach geschaffene Klamm (= Bezeichnung für ein tiefes und enges Tal mit sehr geringem Brei- ten-Tiefen-Verhältnis, durch das ein Gebirgsbach fließt) 5 Die Höhle hat eine Gesamtlänge von 460 Meter. Sie ist die einzige begehbare Schauhöhle in der Region. 6 eine Schlucht und ein Naturschutzge- biet des Flusses Obere Argen im Westallgäu. Als Tobel bezeichnen

die Allgäuer eine enge, meist bewaldete Schlucht. 7 Es befindet sich an der nordwestlichen Grenze des Kleinwalsertals in der Nähe des Hohen Ifens. Es ist eine unter Naturschutz stehende Karstlandschaft.

8 Es ist eines der bedeutendsten Hochmoorgebiete in Süddeutsch-

land und eines der größten noch intakten Hochmoorgebiete Mitteleu-

ropas. 9 Außerdem erwähnenswert ist noch der Blender bei Kemp- ten, der Schwarze Grat im Westallgäu, der Auerberg im Ostallgäu, der Illerursprung bei Oberstdorf und die Scheidegger Wasserfälle.

10 der Alpinist: Bergsteiger in den Alpen, im Hochgebirge. 11 Ein

Beispielsatz in den verschiedenen Dialekten: Hochdeutsch: Ges- tern war noch Winter, heute ist schon Frühling. Westallgäuerisch:

Geaschtig isch no Wintr gsi, heit isch scho Frieling. oder Gischt isch no Wintr gsi, hitt isch scho Frialing; Oberallgäuerisch: Nächt ischt no Wintr gwea, huit isch schu Frieling/Länzeg; Ostallgäuerisch:

Nächt isch no Wintr gwea, heit isch scho Frialing.

12 Käsespätzle 13 Würzige Krapfen aus Nudelteig, die mit Sau-

erkraut und Speck gefüllt sind. 14 eine traditionelle süddeutsche Beilage aus Kartoffelteig 15 eine traditionelle Mehlspeise der süd- deutschen Küche. Sie bestehen aus Hefeteig (bairisch: Germteig), der in einem Topf mit Deckel gleichzeitig gebraten und gedämpft wird, so dass sie einen knusprigen Boden und eine weiche germ- knödelartige Oberfläche haben. 16 Zwetschgenkuchen oder Pflau- menkuchen ist ein Blechkuchen aus Hefeteig oder Mürbteig, der auf einem Backblech dünn ausgebracht und mit halbierten Zwetschgen (einer Unterart der Pflaume), belegt wird. 17 eine in Süddeutschland und Österreich verbreitete Mehlspeise

Der Weg Nr. 60

Was die Bibel lehrt

Wollen Sie es wagen? (2) ***

W enn Sie sich entschlossen haben, zu Gott

umzukehren, sollten Sie diesen Schritt

nicht aufschieben. Das bedeutet: Sie

verbinden sich mit Jesus, indem Sie ihm Glauben schenken und ihm vertrauen. Sie bitten Jesus, Ihnen die Sün- den Ihres bisherigen Lebens zu vergeben. Und Sie bitten ihn um Hilfe, damit Sie ein Leben nach dem Willen Gottes leben können.

Indem Sie diesen Schritt tun, werden Sie wirkliche Gemeinschaft mit Gott haben. Die Sünde, die Sie bisher von Gott trennte, hat Jesus weggenommen. Fangen Sie sofort an, Gott zu gehorchen 1 . Das wird nicht immer leicht sein. Aber Jesus hilft Ihnen dabei. Und Gott hat Geduld mit Ihnen.

Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben 2 schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. (Johannes 1,12)

4,6) In Johannes 1,12 wird gesagt, wie wir Menschen zu Gott kommen (mit „ihn“ ist Jesus gemeint): Wie wird hier von unserer Verbindung mit Jesus gesprochen und wie von unserer Gemein- schaft mit Gott?

Gott macht Ihnen ein großartiges Angebot. Er möchte Sie als Kind in seine Familie aufnehmen. Sie können aus dem Tod ins Leben eingehen und ein neues, ewiges Leben aus Gott bekommen. Gott kann Ihr Helfer in allen Schwierigkeiten Ihres All- tags werden. Freude kann in Ihr Leben einziehen. Sie brauchen Gottes Gericht über Ihr Leben nach Ihrem Tod nicht mehr zu fürchten.

Vielleicht sagen Sie: „Mir geht es auch ohne Gott im Leben gut. Und mit Gott kann ich nicht mehr alles tun, was ich jetzt tue. Warum sollte ich also zu Gott umkehren?“

Sehen Sie sich doch eine Rose in einer Vase an. Sie blüht schön und duftet wunderbar. Und doch ist sie nach kurzer Zeit welk und tot, weil ihr die Verbin- dung zur Wurzel fehlt. So geht es allen Menschen, denen die Verbindung zur „Wurzel“ ihres Lebens, zu Gott, fehlt. Auch wenn es Ihnen jetzt gut geht - frü- her oder später werden Sie sterben. Ihr Geld und

- frü- her oder später werden Sie sterben. Ihr Geld und Besitz nützt Ihnen dann nichts

Besitz nützt Ihnen dann nichts mehr. Und nach dem Tod wartet Gottes Gericht auf Sie.

Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert? Womit will er es dann zurückkaufen? (Matthäus 16,26)

4,7) Was ist nach Matthäus 16,26 unser wich-

tigster Besitz, für den wir am besten sorgen sollten?

und in loderndem 3 Feu-

er, um Vergeltung zu üben an allen, die Gott nicht ehren

und die gute Nachricht von Jesus, unserem Herrn, nicht gehorsam annehmen. Als Strafe verhängt der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit ewiges Verderben 4 über sie. (2. Thessalonicher 1,8-9)

4,8) Was erwartet die Menschen, die nicht auf

Jesus hören?

Menschen, die ohne Jesus leben, befinden sich auf dem Weg, der in das Verderben führt. Sie brauchen Errettung.

Jesus kommt mit den Engeln

Jesus sagte: „Geht durch die enge Tür! Denn das Tor, das ins Verderben führt, ist breit und die Straße dorthin bequem. Viele sind auf ihr unterwegs. Aber die Tür, die zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin anstren- gend. Nur wenige gehen ihn.“ (Matthäus. 7, 13-14)

4,9) Wohin führt der breite Weg? Wohin führt der

schmale Weg?

4,10) Was muss ein Mensch tun, um von dem

breiten auf den schmalen Weg zu wechseln?

Wenn ein Mensch sich bekehrt, hat er erkannt, dass er ohne Jesus verloren ist. Er wendet sich von seinem alten Leben ab und kommt zu Jesus, damit der ihm seine Schuld vergibt und ihn zu einem Kind Gottes macht. Für ihn beginnt ein neues Leben. Er ist gerettet.

4,11) Auf welchem Weg befinden Sie sich?

Der Vater und seine zwei Söhne

Jesus erzählte einmal eine Geschichte: »Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte: ‚Vater, gib mir den Teil der Erbschaft, der mir zusteht!‘ Da teilte der Vater seinen Besitz unter die beiden auf. Nach ein paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil zu Geld

Besitz unter die beiden auf. Nach ein paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil

und zog weit weg in die Fremde. Dort lebte er in Saus und Braus 5 und verjubelte 6 alles.

Als er nichts mehr hatte, brach in jenem Land eine große Hungersnot aus; da ging es ihm schlecht. Er hängte sich an einen Bürger des Landes, der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er war so hungrig, dass er auch mit dem Schweinefutter zufrieden gewesen wäre; aber er bekam nichts davon.

Endlich ging er in sich und sagte: ‚Mein Vater hat so viele Arbeiter, die bekommen alle mehr, als sie essen können, und ich komme hier um 7 vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: ,Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Nimm mich als einen deiner Arbeiter in Dienst!‘

So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah ihn schon sein Vater kommen, und das Mitleid ergriff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen. ‚Vater‘, sagte der Sohn, ‚ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein!‘ Aber der Vater rief seinen Dienern zu: ‚Schnell, holt das beste Kleid für ihn, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm Schuhe! Holt das Mastkalb 8 und schlachtet es! Wir wollen ein Fest feiern und uns freu- en! Denn mein Sohn hier war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden.‘ Und sie begannen zu feiern. (Lukas 15, 11-24)

Mit dieser Geschichte will Jesus uns zeigen, wie sehr Gott uns liebt und wie sehr er sich nach Ge- meinschaft mit uns sehnt. Aber das allein genügt nicht. Der von zu Hause weggelaufene Sohn kam zu seinem Vater zurück. Er bat ihn um Vergebung für sein Weglaufen. Der Vater nahm ihn liebevoll auf und setzte ihn wieder in seine Rechte als Sohn ein. Sonst wäre er bei den Schweinen umgekommen.

Denken Sie noch einmal über die Geschichte vom „verlorenen Sohn“ nach. Versetzen Sie sich einmal in die Situation des Vaters und auch des Sohnes. Was würden Sie getan haben? Sind Sie auch ein „verlorener Sohn“ oder eine „verlorene Tochter“?

Vielleicht haben Sie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, die sich „Christen“ nennen. Leider leben manche Christen nicht so, wie Gott

nennen. Leider leben manche Christen nicht so, wie Gott Was die Bibel lehrt - Gedicht es
nennen. Leider leben manche Christen nicht so, wie Gott Was die Bibel lehrt - Gedicht es

Was die Bibel lehrt - Gedicht

es will. Aber Sie werden hoffentlich auch Christen begegnen, die Jesus treu nachfolgen.

Die Wahrheit des Wortes Gottes hängt nicht vom Verhalten derer ab, die sich Christen nennen. So hindern uns auch gefälschte Geldscheine nicht, die richtigen zu gebrauchen. Nicht Menschen sind wichtig, sondern Gott. Deshalb sollten Sie sich nicht von Menschen abhängig machen, sondern allein von Gott. Gott wartet gerade auch auf Sie. Vertrauen Sie sich ihm doch an!

1 Seinen Willen finden wir in der Bibel aufgeschrieben (vgl. z.B. die Zehn Gebote 2. Mose 20 oder das Doppelgebot der Liebe in Matth. 22,37-40) 2 Glaube bedeutet in der Bibel das unerschütterliche Vertrauen auf Gott und seine Heilszusagen. Dieses Heil, dass Je- sus in Person ist, muss in entschiedenem Vertrauen angenommen werden. 3 lodern: mit großen und hohen Flammen brennen 4 das Verderben: Ruin, Untergang 5 in Saus und Braus leben: in üppiges oder verschwenderisches Leben führen 6 verjubeln: verschwenden, verprassen 7 umkommen: sterben 8 das Mastkalb: das fett gefütterte Kalb zum Schlachten

Apfelkantate

Der Apfel ist nicht gleich am Baum, da war erst lauter Blüte. Da war erst lauter Blütenschaum 1 , da war erst lauter Frühlingstraum und lauter Lieb` und Güte.

Dann waren Blätter, grün an grün, und grün an grün nur Blätter. Die Amsel nach des Tages Müh`n, sie sang ihr Abendlied gar kühn. Und auch bei Regenwetter.

Der Herbst, der macht die Blätter steif, der Sommer muss sich packen. 2 Hei, dass ich auf dem Finger pfeif`, da sind die ersten Äpfel reif und haben rote Backen.

Und haben Backen rund und rot, und hängen da und nicken. Und sind das liebe Himmelsbrot. Wir haben unsre liebe Not, dass wir sie alle pflücken.

Und was bei Sonn` und Himmel war erquickt nun Mund und Magen und macht die Augen hell und klar. So rundet 3 sich das Apfeljahr, - und mehr ist nicht zu sagen.

Hermann Claudius (1878 – 1980)

mehr ist nicht zu sagen. Hermann Claudius (1878 – 1980) 1 eine große Menge Blüten 2
mehr ist nicht zu sagen. Hermann Claudius (1878 – 1980) 1 eine große Menge Blüten 2
mehr ist nicht zu sagen. Hermann Claudius (1878 – 1980) 1 eine große Menge Blüten 2

1 eine große Menge Blüten 2 sich packen: zu Ende gehen 3 der Kreis wird geschlossen

Bilder mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: „Mein deutsches Bilderbuch“, © Verlag Volk und Wissen

Mein Bilderbuch

Der Wolf und die sieben Geißlein */**

Unser heutiges Märchen ist sehr bekannt, aber leider auch sehr lang! Aber keine Angst, es ist gar nicht so schwer zu lesen! Wenn ihr das Märchen noch nicht kennt, schaut euch erst einmal die Bilder an und versucht zu erraten, wie das Märchen gehen könnte. Anschließend lest den Text und versucht, ihn zu verstehen. Man kann das Märchen auch sehr gut nachspielen. Auch das Lied kann man zum Spielen nutzen. Viel Spaß!

Auch das Lied kann man zum Spielen nutzen. Viel Spaß! E s war einmal eine alte

E s war einmal eine alte Ziege, damals nannte man sie Geiß, die hatte sieben junge Geißlein. Sie hatte sie so lieb, wie eine Mutter eben ihre

Kinder lieb hat. Eines Tages wollte sie in den Wald gehen und Futter holen. Da rief sie alle sieben herbei und sprach: „Liebe Kinder, ich muss hinaus in den Wald. Seid inzwischen brav, schließt die Tür gut zu und nehmt euch in Acht vor dem Wolf! Wenn er hereinkommt, frisst er euch mit Haut und Haaren. Der Bösewicht 1 verstellt sich oft, aber an seiner rauen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn gleich erkennen.“

Die Geißlein sagten: „Liebe Mutter, wir wollen uns schon in Acht nehmen, du kannst ohne Sorge fortgehen.“ Als die Mutter fort war, dauerte es nicht lange, da klopfte jemand an die Haustür und rief: „Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!“ Aber die Geißlein hörten an der rauen Stimme, dass es der Wolf war. „Wir machen nicht auf“, riefen sie, „du bist nicht unsere Mutter. Die hat eine feine und liebliche Stimme, deine Stimme ist aber rau. Du bist der Wolf!“

Da ging der Wolf fort und kaufte sich ein großes Stück Kreide. Er aß es auf und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Tür und rief: „Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!“

Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote auf das Fensterbrett gelegt. Das sahen die Kinder und rie- fen: „Wir machen nicht auf! Unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß wie du. Du bist der Wolf!“

Da lief der Wolf zum Bäcker und sprach: „Ich habe mir den Fuß angestoßen, streich mir Teig darüber!“ Als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, lief er zum Mül- ler und sprach: „Streu mir weißes Mehl auf meine Pfote!“ Der Müller dachte, der Wolf wolle jemanden betrügen, und weigerte sich. Aber der Wolf sprach: „Wenn du es nicht tust, fresse ich dich!“ Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß.

Nun ging der Bösewicht zum dritten Mal zur Haustür, klopfte an und sprach: „Macht auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heimgekommen und hat jedem von euch etwas aus dem Wald mitgebracht!“

Die Geißlein riefen: „Zeig uns zuerst deine Pfote, damit wir wissen, dass du unser liebes Mütterchen bist.“

Da legte der Wolf die Pfote auf das Fensterbrett. Als die Geißlein sahen, dass sie weiß war, glaubten sie, es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Tür auf.

Wer aber hereinkam, war der Wolf! Die Geißlein erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf

das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf 1
das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf 1
das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf 1

Deutsche Märchen

trinken. Als er aber anfing zu laufen, stießen die Stei- ne in seinem Bauch aneinander und zappelten. Da rief er: „Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum? Ich meinte, es wären sechs Geißlein, doch sind‘s lauter 3 Wackersteine 4 .“

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er musste schrecklich ertrinken.

Als die sieben Geißlein das sahen, kamen sie eilig her- beigelaufen und riefen laut: „Der Wolf ist tot! Der Wolf ist tot!“ Und sie fassten einander an den Händen und tanz- ten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.

Märchen der Brüder Grimm

1 jemand, der Böses plant 2 sich hin und her bewegen 3 nichts als, nur 4 (veraltet) kleinere Gesteinsbrocken (Wacken)

Lebt wohl, ihr lieben Geißelein!

Gesteinsbrocken (Wacken) Lebt wohl, ihr lieben Geißelein! 2. (Wolf) „Poch, poch, ihr lieben Geißelein, die Tür

2. (Wolf) „Poch, poch, ihr lieben Geißelein, die Tür schnell aufge- macht! Denn ich bin euer Mütterlein, hab euch was mitgebracht.“

3. (Geißenkinder) „So grob spricht unsre Mutter

nicht, der böse Wolf bist du! Wir kennen dich, du Bösewicht, dir bleibt die Türe zu!“

4. (Wolf) „Poch, poch, ihr lieben Geißelein, die Tür

schnell aufgemacht! Denn ich bin euer Mütterlein,

hab euch was mitgebracht.“

5. (Geißenkinder) „Solch schwarzen Fuß hat Mutter

nicht, der böse Wolf bist du! Wir kennen dich, du Bösewicht, dir bleibt die Türe zu!“

6. O weh, jetzt kommt der Wolf herein! Geschwind,

geschwind, geschwind! Versteckt euch schnell, ihr Geißelein, damit er euch nicht find‘t.

7. (Geißenmutter) „Poch, poch, ihr lieben Geißelein,

die Tür schnell aufgemacht! Denn ich bin euer Müt- terlein, hab euch was mitgebracht!“

8. Ach Mutter, deine Geißelein sind alle nicht zu

Haus. Dort kam der böse Wolf herein und schleppte sie hinaus.

9. (Geißenkinder) „Der böse Wolf, der schläft so fest

und schnarcht vor seinem Haus. Und weil er uns nicht heimgehn lässt, so reißen wir ihm aus!“

Worte: überliefert

Melodie. Günther Preißler

Wörterliste: die Geiß (weibliche Ziege), der Wolf, das Bett, der Stuhl, der Uhrkasten, die Türe, die Kiepe, der Schrank

fand sie und verschluckte eines nach dem andern. Nur das jüngste in dem Uhrenkasten, das fand er nicht.

Als der Wolf satt war, ging er fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fing an zu schlafen.

Nicht lange danach kam die alte Geiß aus dem Walde wieder heim. Ach, was musste sie da erblicken! Die Haustür stand ganz weit offen, Tische, Stühle und Bänke waren umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decken und Polster waren aus dem Bett ge- zogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgends waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei ihren Namen, aber niemand antwortete. Endlich, als sie das jüngste rief, antwortete eine feine Stimme: „Liebe Mutter, ich stecke im Uhrenkasten!“

Da holte die Mutter das junge Geißlein aus seinem Versteck heraus, und es erzählte ihr, dass der Wolf gekommen wäre und die anderen alle gefressen hätte. Ihr könnt euch denken, wie da die alte Geiß über ihre armen Kinder geweint hat!

Endlich ging sie ganz traurig hinaus, und das jüngste Geißlein lief mit. Als sie auf die Wiese kamen, lag der Wolf immer noch unter dem Baum und schnarchte, dass die Äste zitterten. Die alte Geiß betrachtete ihn von allen Seiten und sah, dass in seinem Bauch sich etwas regte und zappelte 2 . Ach, Gott, dachte sie, sollten meine armen Kinder, die er gegessen hat, etwa noch am Leben sein?

Da musste das Geißlein nach Hause laufen und Schere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt die alte Geiß dem Bösewicht den Bauch auf. Kaum hatte sie den ersten Schnitt getan, da streckte auch schon ein Geißlein den Kopf heraus. Und als sie weiter schnitt, sprangen nacheinander alle sechs heraus. Sie wa- ren alle heil und gesund, denn der Wolf hatte sie in seiner Gier ganz (lebendig) heruntergeschluckt.

Das war eine Freude! Da umarmten sie ihre liebe Mutter und hüpften herum. Die Alte aber sagte: „Jetzt geht und sucht große Steine, damit wollen wir dem bösen Tier den Bauch füllen, solange es noch schläft.“

Da schleppten die sieben Geißlein in aller Eile Stei- ne herbei und steckten ihm so viele in den Bauch, wie sie nur hineinbringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, so dass der Wolf nichts merkte und sich nicht einmal regte.

Als er endlich ausgeschlafen hatte, stand er auf. Und weil ihm die Steine im Magen großen Durst verursachten, wollte er zu einem Brunnen gehen und

auf. Und weil ihm die Steine im Magen großen Durst verursachten, wollte er zu einem Brunnen

Der Weg Nr. 60

1

Die bunte Seite

Sprachspiele:

Buchstaben-Kapriolen

Bilden Sie mit den vorhandenen Buchstaben möglichst viele Wörter! Man kann überall beginnen und in alle Richtungen lesen:

waagerecht, senkrecht, rückwärts oder diagonal. Die Felder müssen sich an einer Ecke berühren. Dasselbe Feld darf in einem Wort nur einmal benutzt werden! Wie viele Wörter können Sie bilden?

einmal benutzt werden! Wie viele Wörter können Sie bilden? Zungenbrecher Bei diesem Spiel geht es darum,

Zungenbrecher

Bei diesem Spiel geht es darum, einen der folgenden Zungenbrecher möglichst fehlerfrei nachzusprechen. Man muss schon ein bisschen üben, damit man sich nicht verspricht! Wer einen Zungenbrecher mindestens dreimal ohne Fehler hintereinander aufgesagt hat, ist der Sprachkünstler des Tages und darf mit einer Belohnung rechnen.

Ein kranker Krebs kriecht krächzend 1 über einen krummen Kreidefelsen, über einen krummen Kreidefelsen kriecht krächzend ein kranker Krebs.

Braunes Bier brauen 2 Bierbrauerburschen, Bierbrauerburschen brauen braunes Bier.

In Ulm, 3 um Ulm und um Ulm herum; um Ulm, in Ulm und um Ulm herum.

Zehn Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zur Zeche Zollverein.

Ein knallroter Krebs aus der Krummen Lanke 4 kroch bequem über eine kalte kühle Korbflasche.

Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut 5 bleibt Blaukraut.

Stabreime und

Lautwiederholungen

Zehn zahme Ziegen ziehen um zehn nach zehn zehn Zenter Zucker zum Zoo.

Mama mag morgens meistens Milch mit Marmelade mampfen. 6

Tom trägt täglich tausend tolle türkische Tomaten.

Wir Wiener Waschweiber waschen Wäsche im weichen Wutach-Wasser.

Der dicke Diener trägt die dicke Dame durch den dicken Dreck. Die dicke Dame dankt dem dicken Diener, dass der dicke Diener die dicke Dame durch den dicken Dreck getragen hat.

Der Leutnant von Leuten befahl seinen Leuten, nicht eher zu läuten, als bis der Leutnant von Leuten seinen Leuten das Läuten befahl.

Ob er aber über Oberammergau oder ob er über Unterammergau oder ob er überhaupt nicht kommt ist nicht gewiss. (auch: „ oder aber über

Aus: e.o.plauen, „Vater und Sohn“, Gesamtausgabe © Südverlag GmbH, Konstanz, 1982 (ren.)
Aus: e.o.plauen, „Vater und Sohn“, Gesamtausgabe
© Südverlag GmbH, Konstanz,
1982 (ren.)

Der Weg Nr. 60

mit Genehmigung der Gesellschaft für Verlagswerte GmbH, Weinfelden / Schweiz.

Vater und Sohn: Die Unterschrift des Vaters

1

“)

Lach mal

wieder

Die Lehrerin stellt eine Frage an Uschi und bekommt als Antwort: „Sie sind aber vergesslich. Gestern haben Sie mich doch schon dasselbe gefragt, und ich habe Ihnen gesagt, dass ich es nicht weiß!“

„Na, wer kann mir sagen, was es vor hundert Jahren noch nicht gegeben hat?“, fragt der Lehrer. „Flugzeuge“, „Elektrisches Licht“, „Telefone“,

„Autos“! - Peter weiß auch noch etwas:

„Meinen kleinen Bruder und mich, Herr Lehrer!“

„Wörter, die mit der Vorsilbe ,un‘ beginnen, drücken meist etwas Schlechtes oder Unan- genehmes aus“, erklärt der Lehrer. „Wer

kann ein solches Wort nennen?“ Gernot schlagfertig: „Unterricht!“

„Wie ist denn das möglich? Über zwanzig Fehler in Deinem Aufsatz!“, schimpft der Vater seinen Ärger heraus. - Darauf Harald: „Das liegt an unserem Lehrer, der sucht direkt danach.“

„Unter einer Sage“, erklärt der Lehrer, „versteht man eine Erzählung, der eine wahre Begebenheit zugrunde liegt, die aber durch rege Phantasie stark ausgeschmückt wird. Wer kann mir eine bekannte Sage nennen?“ - Da meldet sich Paul: „Die Wettervorhersage!“

1 einen heiseren Laut ausstoßen 2 herstellen 3 Stadt in Süddeutschland 4 Name eines Flusses 5 Rotkohl 6 Umgangsspr.: essen

Darauf

Redewendungen mit den Verben „stehen“ und „stellen“

„STEHEN“: 1. Es steht nicht gut um ihn, seit Monaten ist er arbeitslos. 2. Sie steht sich gut mit dem Chef, sie genießt sein volles Vertrauen. 3. Er hat seinen Betrieb vergrößert und neue Arbeits- kräfte eingestellt. Soviel ich weiß, steht er sich finanziell recht gut. 4. Das blaue Kleid steht dir ausgezeichnet. 5. Ihr Vortrag war ausgezeichnet, sie hat frei gesprochen. Sie steht über dem Thema.

6. Wir wollen den Ausflug verschieben,

wie steht ihr dazu? 7. Wir mussten so lange auf den Bus warten, wir haben uns fast die Beine in den Leib gestanden.

8. Welche Freude, dich zu treffen, wie

geht‘s, wie steht‘s? Danke, es geht so einigermaßen. 9. Sie war so erschro- cken, sie blieb stehen wie vom Donner gerührt. 10. Du stehst uns im Weg! Hilf lieber, du siehst doch, wie viel wir zu tun haben.

„STELLEN“: 1. Wir werden ihn auf die Probe stellen, um die Wahrheit zu er- fahren. 2. Sie ist finanziell ganz auf sich gestellt, sie bekommt keinerlei Unter- stützung. 3. Anstatt ihn zu unterstützen, haben sich seine Kollegen ihm in den Weg gestellt. 4. Geht es ihm wirklich so schlecht, oder stellt er sich nur krank?

5. Als seine Situation aussichtslos war,

stellte sich der Dieb der Polizei. 6. Du solltest dich gut stellen mit dem Chef, schließlich entscheidet er über deine Einstellung. 7. Beide Ehepartner haben einen gut bezahlten Job, die Familie ist materiell gut gestellt. 8. Ich habe alles

auf den Kopf gestellt, weil ich die Auto- schlüssel nicht finden konnte.

Die Grammatikecke

Grammatik: so lange - so sehr - so viel

1. Die Pause dauerte so lange, dass wir in den Park gegangen sind. (die

Zeit betreffend)

2. Die Bretter waren so lang, dass sie nicht ins Auto passten. (den Raum

betreffend)

3. Sie hoffte so sehr, dass sie bald wieder gesund würde.

4. Er lachte so sehr, dass ihm beinahe die Tränen kamen.

5. Gib nicht so viel Geld aus!

6. Ich bin dir dankbar, dass du mir so viel hilfst.

Solange – sosehr - soviel werden zusammen geschrieben, wenn es sich um eine Konjunktion handelt:

1. Solange ich in Berlin studierte, habe ich in einer WG gewohnt.

2. Ich konnte nicht eher kommen, sosehr ich es auch gewünscht hätte.

3. Soviel ich weiß, fällt die Abendveranstaltung aus.

Übung - zusammen oder getrennt:

1. Geld verdient, dass er sich ein neues Auto kaufen kann.

Er hat

2. gewartet, bis es dunkel wurde.

Ich habe

3. geregnet, dass wir zu Hause geblieben sind.

4. ich weiß, muss sie noch 2 Jahre studieren.

5. ich krank war, hat mich meine Schwester betreut.

6. Leider hat er die Stelle nicht bekommen,

Lösung:

Es hat

er sich auch bemüht hat.

sosehr6.Solange5.Soviel4.sehrso3.solange2.vielso1.

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Aktuelle Adressen für E-Mail-Kontakte finden Sie auf unserer Website unter der Adresse: kontakt.derweg.org.

Bildnachweise: Wikimedia Commons S. 1, 6, 7, 8, 9; Thomas Mayer / Bilddatenbank Zollverein S. 3 (1+3); S. 4 (2),

Thomas Willemsen / Bilddatenbank Zollverein S. 3 (2), S. 4 (1); Pixelio.de S. 4 (3), S. 5, S. 11 (3-5);

© American Bible Society 1976 S. 10 (1), S. 11 (1+2); TNL S. 16 (1); AP S. 16 (2).

Annie Vallotton,

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Lebensfragen

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Impr essum

Der Weg Die Zeitschrift für Deutschlernende Nr. 60 (August - Oktober 2008) ISSN 1615-7745 (Printausgabe) ISSN 1619-0947

Die Zeitschrift für Deutschlernende

Nr. 60 (August - Oktober 2008)

ISSN 1615-7745 (Printausgabe) ISSN 1619-0947 (Internetausgabe)

Redaktion: Volker Schmidt

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Bezug: kostenlos

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Der Weg Nr. 60

1

Aus dem Leben erzählt

Jesus Christus vor Augen haben ***

„Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft“

Dieser Satz stammt von Emil Zátopek, dem erfolg- reichsten Langstreckenläufer aller Zeiten – und einem engagierten, bekennenden Christen.

Zátopek kam durch eine Dienst- anweisung zum Laufen: Der Chef der Schuhfabrik in Zlin, in der er durch seine Arbeit sein Studium finanzierte, hatte ihn zu einem Straßenlauf gemeldet. Der 19- jährige Zátopek wollte nicht, aber das Simulieren 1 half nichts – der Arzt konnte am angeblich schmer- zenden Knie nichts finden. Emil Zátopek lief, wurde Zweiter und genoss den Beifall. Schon 5 Jahre später war er Europameister über 5000 Meter, und 1948 wurde er in London bereits Olympiasieger über 10.000 Meter, einer Strecke, auf der er 6 Jahre lang unbesiegt bleiben sollte. Insgesamt 18 Weltrekorde stellte er auf ver- schiedenen Strecken auf. Zur Legende aber wurde er bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, wo er dreimal Gold gewann.

1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne

siegte ein anderer, Zátopek wurde sechster und beendete seine Karriere. 1997 wurde er in Tschechien zum „Athleten des Jahrhunderts“ gewählt. Am 21. November 2000 starb er 78-jäh-

rig in Prag. Im Dezember 2006 benannte die tsche- chische Staatsbahn einen Zug nach ihm: Schnellzug

Nummer 627 – Emil Zátopek.

Was war sein Geheimnis?

„Es ist immer mein Wunsch gewesen, mir selbst und anderen zu beweisen, was ich überhaupt leisten kann. Als Sportler fühle ich mich wie im Theater. Schauspie- ler bieten ihre Künste dar, und die Zuschauer erfreuen sich daran. Ein wunderbares Wechselspiel 2 . Aber viel höher ist das Geben als Dank an meinen Schöpfer einzuschätzen.“

Der von den Kommunisten vom Oberst zum Hilfs- arbeiter degradierte 3 Weltsportler hat die Höhen und Tiefen des Lebens kennengelernt. Was hat dem

Langstreckenläufer, der zeitweise 18 Weltrekorde hielt, immer wieder Mut gemacht, das Leben zu meistern? Zátopek: „Alle Bemühungen im Lebens- kampf wären sinnlos, ohne Christus vor Augen zu haben. Für mich ist es wunder- bar, dass Gott uns seine Liebe dadurch erwiesen hat, indem er Jesus Mensch werden ließ. Durch seinen Opfertod ist er imstande, uns von dem täglichen Schmutz der Sünde zu befreien. Dieser Glaube an Jesus verviel- fältigt die menschlichen Kräfte.

Aber zuerst muss ein Mensch

die menschlichen Kräfte. Aber zuerst muss ein Mensch Zatopek läuft ins Stadium während der Olympiade 1952
Zatopek läuft ins Stadium während der Olympiade 1952 in Helsinki
Zatopek läuft ins Stadium während
der Olympiade 1952 in Helsinki

sich dem Licht des Evangeliums aussetzen und erleuchtet werden. Wenn dann der Le- bensweg angestrahlt ist, möchte man ihn auch gehen.“

Jesus wird einmal fragen…

Am meisten freute er sich, wenn er anderen Men- schen helfen konnte. So machte Zátopek seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki davon abhängig, ob ein regimefeindlicher 4 Sportler mitreisen durfte. Die Regierung gab nach. Dazu erzählte er: „Ich war damals ein schwarzes

Schaf 5 in meinem Land. Zum Glück wurde ich auf der Olympiade geseg- net: Olympiasieger im 5.000-Meter- Lauf, Olympiasieger im 10.000- Meter-Lauf und Olympiasieger im

„Es ist sehr glücklich, wenn man siegt, aber es ist auch schön, wenn man verliert, sich mit den Siegern zu freuen.“

„Mach` s dir im Training schwierig, dann wird

es im Wettkampf leichter.“

Marathonlauf, den ich vorher noch nie gelaufen war. Bedenken Sie, vor der Olympiade war ich krank. Der Arzt hatte mir verboten zu starten. Was sollte ich tun? Wäre ich nicht gelaufen, hätten meine Landsleute geschimpft. Gut, ich bin gelaufen. Alle waren völlig begeistert, und meine politischen Feinde wollten ein Buch über mich schreiben. Stolz war ich nicht, aber sehr froh darüber, dass mein junger Sportskamerad in Helsinki starten konnte. Jesus wird uns einmal fragen: ,Was hast du für andere Menschen

in meinem Namen getan?‘“

1 so tun, als ob man eine Krankheit hätte vortäuschen 2 ein gegenseitiges Geben und Nehmen 3 jemanden (besonders beruf- lich) erniedrigen herabsetzen 4 das Regime: [] verwendet , um besonders Regierungen zu bezeichnen, die nicht demokratisch sind 5 das schwarze Schaf: eine Person die sich nicht einordnet, unangenehm auffällt

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