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Hallo, Katrin wieder hier

ohne Akkorde läuft gar nichts beim freien Spiel. Doch mit welchen Akkorden geht es denn nun weiter und wie nutzen Sie eigentlich Ihr Akkordwissen?

Sie möchten ja sicher nicht erst jahrelang alles lernen was es gibt, sondern nur immer das was Sie gerade brauchen.

Ein roter Faden hilft weiter. Und mit wenigen Akkorden können Sie schon vieles spielen. Das hat den Vorteil, dass Sie schneller zum Ziel kommen und mehr Klar- heit finden. Doch irgendwann kommt der Moment, da möchte man mehr. Und wenn Sie bisher gar nicht wußten, wie man einen Akkord überhaupt bildet, dann ist an dieser Stelle schon Endstation und Sie kommen nicht weiter.

Sie brauchen dazu nur etwas Wissen über Intervalle. Nun, anfangs werden Ihnen vielleicht die Begriffe aus der Welt der Intervalle etwas verwirrend vorkommen. Doch Sie werden schnell merken, dass es sich lohnt sie zu lernen. Denn Intervall- begriffe sind das, was Notennamen nicht sind:

Intervalle sind allgemein gültig für alle Akkorde

Sie sparen eine Menge Zeit damit, Intervalle zu kennen. Denn Sie lernen das nur ein einziges Mal, können es bei jedem Akkord in jeder Tonart anwenden und be- halten dieses Wissen für immer. Und Sie müssen nie wieder aus dem Internet erst mühsam einen Akkord suchen, wenn Sie Ihnen gleich selber bilden können.

Nun, damals kannte ich Intervalle nicht. Als ich vor etlichen Jahren anfing, Akkorde zu lernen habe ich mir jeden Akkord einzeln vorgenommen und die zugehörigen Töne mühsam auswendig gelernt.

Und leider hatte mir damals eine nur nach Noten spielende Pianistin gesagt hatte, am Klavier würde man gar keine Akkorde so wie auf der Gitarre spielen können. Das Klavierspiel sei angeblich weitaus komplizierter als Gitarre und ohne Noten am Klavier können man überhaupt nicht spielen. Das kam mir zwar komisch vor, doch zunächst hinterfrage ich das nicht.

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Ups, diese dumme Irrglaube von mir hat mich leider ein paar Jahre Zeit und Frust

gekostet. Ich dachte damals wirklich, frei spielen geht nur an der Gitarre

ich bin auch nur ein Mensch und irgendwann war der Wunsch frei zu spielen so stark geworden, dass ich mir den Weg zum freien Spiel doch noch erobert haben. Ich wollte es eben unbedingt schaffen, habe einfach andere Lehrer, andere Pianis- ten und andere Einflüsse gesucht und bin Jahr für Jahr mehr reingewachsen.

na ja,

Seit ich Intervalle kenne, bin ich über diese Hürde lange hinweg und muss nicht mehr jeden Akkord auswendig lernen. Ich kenne die Intervalle und bilde mir den Akkord mittels der Intervalle.

Deswegen mein Vorschlag für Sie:

Kommen Sie mit mir in die Welt der Intervalle. Erst mal gebe ich Ihnen einen groben Überblick. Und wie immer starten wir mit einem Beispiel. Das lässt sich einfach besser umsetzen.

Heute lesen Sie etwas mehr zum Durdreiklang F, genauer gesagt zu den darin enthaltenen Intervallen. Sie kennen ihn ja vielleicht schon aus dem Startvideo.

Intervallen. Sie kennen ihn ja vielleicht schon aus dem Startvideo. © Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
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Zur Wiederholung für Sie als Starter hier nochmal den Fingersatz: Die Zahlen im Tastenbild verraten Ihnen den Finger, den Sie am besten nutzen können, den Ton zu spielen.

den Sie am besten nutzen können, den Ton zu spielen. Der Vollständigkeit halber zeige ich Ihnen

Der Vollständigkeit halber zeige ich Ihnen den Akkorde F auch mal in Noten. Für Notenkenner: Die drei Noten f, a und c zeigen den Dur-Dreiklang F in seiner Grundstellung an, auch wenn es in Ihren Noten als extra Akkordsymbol (F) nicht mit dabei steht:

Noten als extra Akkordsymbol (F) nicht mit dabei steht: Akkorde - auch der Dur-Dreiklang F -

Akkorde - auch der Dur-Dreiklang F - entstehen durch das Übereinander- schichten von Intervallen, und zwar von Terzen.

Dreiklang allgemein = 8 + 3 + 3 (= Grundton + Terz + Terz)

und speziell der

Dur-Dreiklang F = f + a + c (= Grundton f + Terz a + Terz obenauf c)

Der Abstand vom Grundton f zum Ton c ist dann natürlich eine Quinte.

Sie wissen noch gar nicht, was Intervalle sind und fühlen sich deswegen unwohl? Keine Sorge, ich zeige Ihnen was Sie zum freien Spielen wissen müssen. Nun, anfangs werden Ihnen vielleicht die Begriffe aus der Welt der Intervalle etwas ver- wirrend vorkommen. Doch Sie werden schnell merken, dass es sich lohnt sie zu lernen. Denn Intervallbegriffe sind das, was Notennamen nicht sind:

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Intervallnamen sind gültig für alle Akkorde

Das bedeutet, Sie sparen eine Menge Zeit damit. Denn anders als bei Notenna-

men, die ja auch ein bisschen an Tonarten gekoppelt sind (f # ; g b ,

tonartenunabhängig und ganz feste Begriffe. Anders als bei einen Notennamen wissen Sie bei Intervallen also immer ganz genau, wovon eigentlich die Rede ist. Intervallennamen und Akkorde - das gehört zusammen wie ein Ehepaar: Das eine kann zwar ohne das andere existieren, doch zusammen kommen beide besser klar.

) sind Intervalle

Ich spreche Ihnen Intervallnamen in Videos auch so oft vor, dass Sie das bald im Schlaf beherrschen werden. So wird es viel einfacher als Sie jetzt vielleicht den- ken.

Die Intervalle im Dreiklang F

Ein Intervall ist hier kein zeitliches Fenster, das bestimmt, ob Sie üben sollten oder nicht. Nein, viel mehr benennt ein Intervall ganz genau die Abstände der Töne auf den Tasten. Das vereinfacht alles sehr. Wenn Sie die Intervalle/Abstände beherr- schen, finden Sie immer den gesuchten Ton im Akkord und können so den ganzen Akkord bilden, völlig egal, von welchem Ton aus Sie starten.

Deswegen nochmal ganz genau im Tastenbild:

Dur-Dreiklang F = f + a + c (= Grundton f + Terz a + Terz obenauf c)

F = f + a + c (= Grundton f + Terz a + Terz obenauf

Sie können Ihr Gehör sogar darauf trainieren, Intervalle richtig zu erhören. Ja, das ist möglich, denn jeder professionelle Sänger lernt das auch. Im Chordpiano-Work- shop zeige ich Ihnen wie Sie an die Sache am einfachsten herangehen können. Dann wird das anfangs doch etwa trockene Thema Intervalle viel lebendiger und macht auch mehr Spaß. Frei Klavier spielen hat sehr viel mit Hören zu tun, man macht sich das Ganze nur zusätzlich auch bewusst.

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Überblick der Intervalle

Durch Chordspiel trainieren Sie Ihr musikalisches Gehör. Da sich in den Chords Intervalle verstecken, ist es ein sehr gutes Training, das Erhören von Intervallen nicht mit Liedanfängen zu starten, sondern mit dem Klang von hart tönenden Dur- und weich klingenden Molldreiklängen.

Wenn Sie wissen, wie diese Chords intervallmäßig aufgebaut sind und sie eine Zeitlang üben, dann gewöhnen Sie sich an den typischen Klang eines bestimmten Chords und erhören dann das entsprechende Intervall.

Lesen Sie nun die Intervallnamen:

Intervallnamen

Prime, Grundton, Root Kleine Sekunde Sekunde, große Sekunde Kleine Terz, Mollterz Terz, große Terz, Durterz Quarte Verminderte Quinte, Tritonus Quinte Kleine Sexte Sexte, große Sexte Kleine Septime Große Septime Oktave None

Intervall

Halbton-

Symbol

abstand

im Chord

c

- c

0

-

c

- d b

1

b9

c

- d

2

9

c

- e b

3

m, -, #9

c

- e

4

kein extra Symbol

c

- f

5

11

c

- g b

6

b5, #11

c

- g

7

5

c

- a b

8

b13

c

- a

9

6, 13

c

- b b

10

7

c

- b

11

maj7

c

- c`

12

-

c

- d`

14

9

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Den so genannten Halbtonabstand zählen Sie am leichtesten in Halbtonschritten. Wenn Sie dieses umständliche Wort nicht mögen, können Sie auch den eng- lischen Begriff "half steps" verwenden.

Das Bild zeigt Ihnen, welcher Abstand genau ein Halbtonschritt auf den Tasten ist:

Abstand genau ein Halbtonschritt auf den Tasten ist: Wenden Sie Ihr neues Wissen immer sofort an

Wenden Sie Ihr neues Wissen immer sofort an mittels Aufgaben, die ich Ihnen gebe. Ja, das ist ein bisschen wie in der Schule und auch etwas anstrengend, doch ich möchte gern, dass Sie wirklich frei Klavier spielen lernen und nicht nur lesen, wie man frei spielen lernt. Es liegt mir daher sehr am Herzen, dass Sie es auch umsetzen.

Sie wollen doch kreative Freude genießen? Wenn ja, dann lösen Sie jetzt am bes- ten gleich oder kurz vor Ihrer nächsten Übesession diese Aufgaben :)

Aufgabe 1: Spielen Sie mit rechter und auch mit linker Hand die Töne des Drei- klanges F nacheinander, also melodisch und dann auch zusammen, harmonisch. Gewöhnen Sie sich an den Klang.

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Aufgabe 2: Welche Intervalle sehen Sie in nachfolgenden Bildern?

2: Welche Intervalle sehen Sie in nachfolgenden Bildern? Aufgabe 3: Begrenzen Sie Ihre Intervallneugier zunächst auf

Aufgabe 3: Begrenzen Sie Ihre Intervallneugier zunächst auf Grundton, Terz und Quinte im Akkord und experimentieren Sie mit diesen Tönen/Intervallen im Drei- klang F. Lassen Sie sich dabei nicht von zuviel Theoriewissensdurst vom Spielen innerhalb Ihrer Übezeit abhalten.

Spielen Sie dann einen beliebigen Ton aus ihren Tasten, nennen ihn Grundton und finden Sie die Durterz. Vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit der Intervalltabelle. Lesen Sie dafür einfach die Halbtonschritte ab, so können Sie Ihr Ergebnis mit der Intervalltabelle vergleichen und kontrollieren, ob Sie richtig lagen.

Ich hoffe, Sie stellen sich diesen Aufgaben sofort. Denn dieses Training bringt Sie weiter, Tag für Tag ein Stück näher an Ihr Ziel heran. Gönnen Sie sich diese Zeit für sich selbst. Es wird Ihnen gut tun.

Wenn Sie weiterführend lernen möchten:

• In welcher Reihenfolge Sie am effektivsten Schritt für Schritt vorgehen können, um Intervalle richtig herauszuhören und damit den Akkord hörend zu erkennen.

• Wie Sie Mollakkorde, und die anderen Akkordarten einfach selber bilden können

• Wie Sie Akkordsymbole richtig lesen und daraus sofort die Akkordart erkennen egal ob Dreiklang oder Vierklang

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• Wie Sie Dreiklänge, Vierklänge, Fünfklänge greifen und rhythmisch nutzen

• Wie Sie Akkorde und gängige Akkordfolgen als Voicings zielführend mit Karteikarten lernen können

können Dann bestellen Sie jetzt meinen Chordpiano-Workshop. Wenn Sie diese Lektionen hilfreich finden, dann schicken Sie

Wenn Sie diese Lektionen hilfreich finden, dann schicken Sie diese PDF Datei mit den Intervallen gleich weiter an Ihre Bekannten und Freunde.

Liebe Grüße

Katrin

PS: Sie haben diese Lektion von einem Freund bekommen? Dann melden Sie sich gleich selbst zu diesem kostenlosen Klavierkurs an.

Lösung der Aufgaben (bitte erst lesen wenn Sie es selbst probiert haben):

1.) Große Sekunde

2.) Verminderte Quinte (Tritonus)

3.) Kleine Terz

4.) Oktave

5.) Große Terz