Sie sind auf Seite 1von 20

Planung und Organisation

11

 

Gere BP

Lernziele

• Für die Planung die Faktoren Personal, Zeitaufwand, Mittel usw. kennen.

• Kenntnisse aneignen, wie das Personal, die Werkzeuge und Mittel richtig und effizient eingesetzt werden (gegebenenfalls anhand der Offerte).

• Korrekte Umgangsformen für die Kundenberatung aneignen.

1 Nutzen der Planung

1

2 Faktoren der Planung

1

3 Vorgehen bei der Planung

2

4 Vorbereitung der Schädlingsbehandlung

3

5 Massnahmen im Lebensmittelbereich

5

6 Regierapport der Schädlingsbehandlung

7

7 Protokoll der Schädlingsbehandlung

9

8 Administration = Offertwesen / Kalkulation / Rapporte

11

9 Besonderes zur Schädlingsbehandlung

15

10 Umgang mit den Kunden

17

Arbeitsblätter, Beispiel 1, 2 und 3

Lernkontrolle

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendwelcher Form kopiert, vervielfältigt, verarbeitet, übersetzt oder in analoger bzw. digitaler Form reproduziert werden.

Quellennachweis: Dieses Lehrmittel basiert teilweise auf Fachliteratur und Prospekten. Für die Verwendung gewisser Texte und Abbildungen gebührt den betroffenen Autoren und Verlagen bester Dank.

1 Nutzen der Planung

Planung ist die gedankliche Vorwegnahme zielgerichteter zukünf- tiger Massnahmen. Bei jeder Schädlingsbekämpfung ist dies eine Voraussetzung und eine durchaus lohnende Angelegenheit. Durch Planung ist es möglich, der Ungewissheit etwas vorwegzunehmen. Zudem hilft Planung, bevorstehende Aufgaben mit weniger Mühe, evtl. Stress, zu bewältigen.

Es braucht Planung, um Entscheidungen vorzubereiten. Dabei wer- den verschiedene Möglichkeiten geprüft, die günstigste Variante ausgewählt. Es wird vorausschauend festgelegt, was, wann, wo und wie zu geschehen hat. Für effizientes Handeln ist Planung eine Voraussetzung. Ohne Planung gibt es viele Überraschungen, es kommt zum Improvisieren, zu überhasteten Entscheidungen und dergleichen. Dabei vergrössert sich das Risiko, dass Fehler gemacht werden.

Die Planung der Schädlingsbekämpfung kann in folgende vier Pha- sen unterteilt werden:

Planungsphase = abstrakte Voraussicht Organisationsphase = bestmögliche Vorbereitung Ausführungsphase = schrittweises Vorgehen Kontrollphase = abschliessender Überblick

Planung und Organisation

1. Planung 3. Betrieb 4. Kontrolle 2. Organisation
1. Planung
3. Betrieb
4. Kontrolle
2. Organisation

Weil die Schädlingsbekämp- fung eine heikle Angelegen- heit ist, lohnt es sich, jedes Vorgehen gezielt und innovativ zu organisieren.

2 Faktoren der Planung

Es lohnt sich in jedem Fall, gezielt zu planen und straff zu organi- sieren. Ziel ist dabei wirkungsvoll, nachhaltig und wirtschaftlich vorzugehen, ein gutes Resultat zu erreichen. Als Erstes lohnt es sich, ein Dokument zu schaffen über:

– Art und Umfang der Schädlinge

– Besondere Gegebenheiten vor Ort

Behandlungsmittel

Geeignete Werkzeuge

Persönliche Ausrüstung

– Sicherheitsvorkehrungen

– Ablauf der Ausführung

– Zeitaufwand

usw.

Diese Dokumentation ist die Grundlage der Planung. Sie muss übersichtlich sein und bei neuen Erkenntnissen komplettiert oder nachgeführt werden.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

1

11

11 Planung und Organisation

3 Vorgehen bei der Planung

1. Zielvorgaben (Qualität, Quantität, Zeit, Raum) Je besser eine Arbeit besprochen wird, je sicherer ist
1. Zielvorgaben
(Qualität, Quantität,
Zeit, Raum)
Je besser eine Arbeit besprochen
wird, je sicherer ist die richtige
Ausführung.
Ziel setzen
Planen
Kontrollieren
Kommuni-
kation
Entscheiden
Realisieren
2. Plan konzipieren
(Situationsanalyse,
Problemidentifikation,
Konzeptentwurf)
4. Plan umsetzen
(Plangenehmigung,
Planrealisierung,
Planrevision)
3. Zielvorgaben
(Mittel, Verfahren, Budget)

Jeder Einsatz muss individuell vorbereitet werden, denn Schädlings- bekämpfung ist ein vielseitiges Einsatzgebiet, das genau auf den Schädling abgestimmte Vorkehrungen erfordert. Vor allem muss sich der Schädlingsbekämpfer ein klares Bild vom Einsatzort machen. Um welche Schädlinge handelt es sich? Sind Gefahren vorhanden? Kann zum Beispiel Reinigungspersonal mit gesund- heit gefährdenden Stoffen in Berührung kommen? Durch eine fachgerechte Planung lassen sich die meisten Risiken ausschalten.

2

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

4 Vorbereitung der Schädlingsbehandlung

Planung und Organisation

Musterformular

11

Sehr geehrter Kunde

Um einen reibungslosen Ablauf und ein optimales zufriedenstellendes Ergebnis der vereinbarten Schädlingsbekämpfung in Ihren Räumen zu gewährleisten, bitten wir Sie, folgende Massnahmen zu beachten und allenfalls zu organisieren.

Verantwortliche Kontaktperson des Kunden:

1. Zugänglichkeit

Alle Behandlungsbereiche sollten gut zugänglich sein. Besonders in Lagerbereichen ist ein minimaler Abstand von 30 bis 40 cm zur nächsten Wand optimal oder erforderlich.

2. Lebensmittel

Während der Behandlung dürfen keine offenen oder ungenügend geschützten Lebens- mittel im Behandlungsbereich vorhanden sein. Offene Lebensmittel müssen aus dem Behandlungsbereich entfernt oder aber in dicht verschlossenen Behältern aufbewahrt werden.

3. Aufräumen und Lagerhaltung

Schränke, Regale, Schubladen usw. sollten zum Zeitpunkt der Behandlung möglichst zu- gänglich und offen sein. Insbesondere Geschirre, Töpfe und alle Gerätschaften, die der Lebensmittelzubereitung dienen, sollten genauso versorgt werden, wie die Lebensmittel selbst: Sie sollten aus dem Behandlungsbereich entfernt werden.

4. Öffnen, evtl. demontieren von Maschinen und Anlagen

Um eine Behandlung in den befallenen Innenräumen von Maschinen und Anlagen zu ermöglichen, bitten wir Sie, die folgenden Gerätschaften r unsere Techniker zu öff- nen, d.h. Inspektionsklappen sollten geöffnet, Abdeckungen entfernt oder das angege- ben Gerät auf andere Art und Weise zugänglich gemacht werden:

Kaffeemaschine

Förderbänder

Herdgruppe

Kabelkanäle

Kochautomat

Metallverkleidungen an Wänden

Installationseinheit

Maschinensockel

Warmhalteschränke

Hohldecken

Abwaschmaschine

Inspektionsklappen an nicht demontier- baren Sockeln oder Geräten

5.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung sollten alle Kontaktflächen, Tische und Ablagen gründlich gereinigt werden. Je nach Absprache können behandelte Apparate und/oder Maschinen bereits während der Aktion, unmittelbar nach der Behandlung wieder verschlossen werden.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

3

11 Planung und Organisation

4

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Planung und Organisation

11

5 Massnahmen im Lebensmittelbereich

Musterformular

Sehr geehrter Kunde

Die eidg. Lebensmittelgesetzgebung verpflichtet alle Betriebe und verantwortlichen Per- sonen im gewerblichen Umgang mit Lebensmitteln auf ein hohes Mass an Eigenverant- wortung (Art. 23 LMG, Selbstkontrolle).

Die folgenden Empfehlungen sind zu befolgen, um Verstösse gegen die Artikel 9 (Fremd- stoffe) und 17 (Hygiene) der WV vom 1.3.1995 zu vermeiden.

Vorbereitung:

Die zu behandelnden Räumen, sollen vorgängig sauber gereinigt werden.

Offene oder ungenügend geschützte Lebensmittel sollen aus dem Behandlungsbe- reich entfernt werden.

Um jede, auch indirekte, Übertragung chemischer Wirkstoffe auf Lebensmittel auszuschliessen, sind auch Kochgeschirre, Geräte, Schöpfgeschirr, Gläser, Bestecke usw., aus dem Behandlungsbereich zu entfernen. Ist dies nicht möglich, muss eine gründliche nachträgliche Reinigung sichergestellt sein.

Küchenmaschinen, die fest montiert sind und nicht entfernt werden können, sollten mit Kunststoff-Folien abgedeckt werden. Dies betrifft auch Kaffeemaschinen, Kipp- kessel, Friteusen, Bier und Getränkehahnen, Verpflegungs und Getränkeautomaten sowie Teile von Maschinen, die mit Lebensmitteln in direkter Kontakt kommen kön- nen.

Die Sicherheitshinweise auf den Präparateetiketten bzw. die Sicherheitshinweise der ausführenden Techniker sind zu befolgen. Unsere Aussendienstberater sind angewiesen, ein spezielles Vorbereitungsblatt ab- zunehmen, auf dem die besonderen, in ihrem Betrieb zu treffenden Massnahmen ver- zeichnet sind. Bitte kontrollieren Sie rechtzeitig vor Beginn der Behandlung (a) dass Sie diese Instruktion erhalten haben und (b) die Durchführung dieser speziellen Vor- bereitungsmassnahmen.

Massnahmen nach der Behandlung:

Nach der Behandlung müssen alle behandelten Räume ausgiebig gelüftet werden, bevor Lebensmittel und Geräte wieder eingeräumt werden.

Bei Raumbehandlungen = Vernebelungen sind die notwendigen Lüftungszeiten auf den Warnzetteln vermerkt, die durch den Techniker an den Zugängen der behandel- ten Räume angebracht werden.

Nach Behandlungen sind die behandelten Räume, insbesondere alle Lebensmittel- kontaktflächen, gründlich zu reinigen. Besonderes Augenmerk erfordern dabei alle waagrechten Flächen. In Einzelfällen kann der Techniker einen besonderen Hinweiszettel auf besonders gefährdeten Flächen platzieren.

Sollte verwendetes Abdeckmaterial wieder verwendet werden, so muss es auf der kon- taminierten Seite gekennzeichnet werden, um eine Verunreinigung zu einem späteren Zeitpunkt auszuschliessen.

Besten Dank für Ihr Verständnis.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

5

11 Planung und Organisation

6

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

6 Regierapport der Schädlingsbehandlung

Planung und Organisation

Musterformular

11

Datum:

Rapport Nr. 3 1030 1 – jcm

Auftraggeber:

Muster Verwaltungs AG, Musterstrasse 12, Postfach, 8000 Zürich

Telefon:

001 300 00 00

Fax

E-Mail

Bestell-Nr.

Objekt-Nr

Rechnung an:

Herrn Hans Muster, Mustergasse 34, 8000 Zürich

Objekt:

Mehrfamilienhaus, Mustergasse 34, 8000 Zürich Kontaktperson:

Art des Schädlings: Brotkäfer

 

Datum

Schäd.-

Std.

Lehrling

Std.

Parkspesen

Transport

bekämpf.

Besuch

             

Befallsermittlung

Bestimmung

Bekämpfung

Dekontaminierung

Nachkontrolle 1

Nachkontrolle 2

Nachkontrolle 3

Für allfällige Zuschläge

Zuschlag

Code

Zuschlag

Code

Zuschlag

Std.

Zuschläge

25%

1

50%

2

100%

3

Material

Menge

Wirkstoff

Menge

Maschinen

Einsätze

Ort, Datum:

Unterschrift des Auftraggebers:

Unterschrift der Kontrollperson:

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

7

11 Planung und Organisation

8

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Planung und Organisation

11

7 Protokoll der Schädlingsbehandlung

Musterformular

Ort:

Datum:

Zeit:

Kunde

Adresse:

Tel.-Nr.:

Auftraggeber

Adresse:

Tel.-Nr.:

Kontaktperson

Adresse:

Tel.-Nr.:

Vorname:

Objekt

Adresse:

Tel.-Nr.:

1. Wann wird die Schädlingsbehandlung durchgeführt? Datum:

Zeit:

2. Wie wird die Schädlingsbehandlung durchgeführt?

3. Womit wird die Schädlingsbehandlung durchgeführt?

4. Welche Wirkstoffe sind im Produkt enthalten?

5. Von wem wird die Schädlingsbehandlung durchgeführt?

6. Wie lange ist die Wartezeit r ein erneutes Monitoring?

7. Warum muss ein er neutes Monitoring dur chgeführ t werden?

8. Termin für eine erste Erfolgskontrolle:

9. Zeit der Beendigung:

10. Die dafür aufgewendeten Stunden:

11. Material:

12. Geräte:

Unterschrift Kunde:

Unterschrift Schädlingsbekämpfer/-in:

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

9

11 Planung und Organisation

10

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Planung und Organisation

8 Administration = Offertwesen / Kalkulation / Rapporte usw.

Zum Beispiel eine Offertanfrage

Welche Hilfsmittel werden benötigt, um die vom Kunden erhalte-

nen Angaben zu bearbeiten?

Geeigneter Notizzettel, der auch schon ein Formular sein kann. Dies garantiert – sofern alle relevanten Punkte ausgefüllt wur- den dass alle Informationen beisammen sind und das Notie- ren auf diversen Fresszetteln und dergleichen ein Ende hat.

Agenda oder PC

evtl. Preisliste

Besichtigungen sollten immer von einem kompetenten Fachmann oder einer Fachfrau vorgenommen werden. Auf dem bereits er- wähnten Formular ist der vereinbarte Besichtigungstermin inkl. Zeitangabe festzuhalten.

Es versteht sich, dass bei der Terminvereinbarung die betriebs- interne Planung, das heisst die schon terminierten Aufträge, berücksichtig werden. Damit kann die Nichteinhaltung oder die Abweichungen vom Terminvereinbarung und/oder von Überschnei- dungen verhindert werden.

Zur Besichtigung sind vor allem folgende Hilfsmittel mitzunehmen:

das vorbereitete Offertformular und geeignetes Schreibzeug

ein Meter oder Messgerät

ein Werkzeugmesser, ein Spachtel udgl.

evtl. Preisliste und Firmendokumentation

Aufgrund Ihrer Begehung, dem Kundengespräch sowie den ge-

sammelten Angaben und der evtl. erhaltenen Pläne kann nun eine seriöse Offerte erstellt werden. Dazu benötigen Sie unter anderem folgende Hilfsmittel:

Offertformular

Ausmasse, Pläne

Rechner /PC

Preisliste

Massstäbe in den entsprechenden Einheiten

Notizen, welche bei der Begehung erstellt wurden.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Ausgangslage

Besichtigungstermin

wurden. © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052 2 – 2014 Ausgangslage Besichtigungster min Offerte 1 1

Offerte

wurden. © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052 2 – 2014 Ausgangslage Besichtigungster min Offerte 1 1

11

11

11 Planung und Organisation

Auftragsdaten

Kalkulation

Auftragserteilung / Bestätigung

12

Offerten müssen im Normalfall Folgendes enthalten:

Bauherr/Eigentümer

Verwaltung/Architekt

Objekt Adresse/Raumbezeichnung

Mieter/Ansprechperson Name

Bereich

Benützungsfunktion

Beschrieb der Arbeitsausführung

Bedingungen, z. B. müssen Sicherheitsvorrichtungen vorhan- den sein oder spezielle Platzverhältnisse / Reinigungsarbeiten vorgenommen werden

Terminvorschläge, wenn möglich mit Angabe der benötigten Zeit für die Ausführung

Preis Pauschalbetrag oder Regieabrechnung

Nummer der Mehrwertsteuer

Verbindlichkeiten, z. B. Gültigkeit des Angebots (ohne Angabe gilt eine Frist von 30 Tagen als verbindlich)

Name und Adresse

Name und Adresse

(z.B. Lebensmittelbetrieb)

Die Kalkulation bildet die Grundlage der Offerte. Entsprechend der Kalkulation leitet sich Folgendes ab:

Ausführungszeit/Personalaufwand

Materialaufwand

Einsatz von Maschinen, Geräte, Gerüsten, Hebebühnen und allfälligen Mietkosten

Miete externes Personal

Transporte

Die Kosten für die Arbeiten werden entweder mit Regie oder in einem Pauschalbetrag unterbreitet.

Wenn aus der Offerte ein Auftrag wird, ist dieser im Normalfall in schriftlicher Form zu bestätigen. Die Ausführung muss mit der Offerte identisch sein, mit Ausnahme des Ausführungstermines, welcher bei der Offertstellung nicht angegeben oder bekannt war. Dieser wird in der Regel anlässlich der Auftragserteilung bespro- chen und im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart.

Bei dieser Terminabsprache können, insbesondere wenn seit der Offerte und der Auftragserteilung einige Wochen oder Monate vergangen sind, folgende Unterlagen helfen:

Offerte von Lieferanten, besonders wenn zur Arbeitsausfüh- rung Geräte, Maschinen, Produkte gekauft oder gemietet wer- den müssen.

Arbeitsplanung/Termintabellen

Agenda/Kalender

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

In der Auftragsbestätigung wird Folgendes festgehalten:

der Auftraggeber

aufgrund der Offerte der konkrete Auftrag zur Schädlings- bekämpfung

gegebenenfalls detaillierter Auftragsbeschrieb

Objektbeschrieb und dergleichen

Termine, evtl. Etappentermine

Preis und Zahlungsbedingungen

Nachdem die Auftragslage klar ist, bevor aber Termine bestätigt werden, muss unbedingt die Machbarkeit überprüft, das heisst die Arbeitsplanung im Detail vorgenommen werden. Klar wurden schon in der Offertphase Gedanken gemacht wie, mit welchen Hilfsmitteln und in welcher Zeit allenfalls die Arbeit ausgeführt wird. Nun aber gilt es, alle Umstände zu berücksichtigen, wie z.B. Krankheiten, Ferien, Nichtverfügbarkeit eines Mitarbeiters, der für eine spezielle Arbeit vorgesehen war, Feiertage usw.

Eine Arbeitsplanung muss übersichtlich und einfach, klar nachvoll- ziehbar, verständlich gestaltet sein. Dazu kann eine Magnettafel dienen, ein PC oder auch Ablagesysteme, welche evtl. in eine kurz- fristige, mittelfristige und langfristige Planung unterteilt sind. Die Arbeitsplanung ist das A und 0 eines jeden Auftrages, das heisst, auch die Einhaltung der Vorgabe-Stunden, sonst nützt das beste System und die Vorkalkulation nichts.

Alle Arbeiten werden mittels Arbeitsrapporten belegt. Bei einem Pauschalangebot wie bei der Verrechnung in Regie dienen diese zur Kontrolle. Einerseits sind sie der Beleg r die Mitarbeiter, die evtl. im Stundenlohn arbeiten, zum andern dienen sie zur Kont- rolle der Auftragsstundenvorgabe und schliesslich der Nachkal- kulation. Bei einer Reigieabrechnung dienen die Arbeitsrapporte als Beleg gegenüber dem Kunden. Ferner werden die Rapporte für die Abrechnung evtl. zusätzlich zur Offerte/Auftragsbestätigung angeordneter Arbeiten gebraucht. Es empfiehlt sich, zusätzliche Arbeiten wenn immer möglich nur schriftlich entgegenzunehmen.

Nach Arbeitsausführung gemäss Offerte oder Auftragsbestäti- gung erfolgt die Rechnungstellung. Bevor diese versendet wird, kontrollieren, ob evtl. zusätzliche Arbeiten in Regie ausgeführt wurden. Wenn ja, werden diese zum Ansatz, welcher in der Offerte abgemacht wurde, verrechnet. Gleichzeitig kontrollieren, ob die Regierrapporte unterschrieben sind. Es ist ratsam, die Mitarbei- terrapporte mit den Regierapporten zu vergleichen und allenfalls Unstimmigkeiten zu überprüfen. Nun kann, die Rechnung erstellt und versandt werden.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Planung und Organisation

04052 2 – 2014 Planung und Organisation Ablauf der Aufträge von de r Offerte bis zur

Ablauf der Aufträge von der Offerte bis zur Rechnung

Arbeitsrapporte

Rechnung

13

11

11 Planung und Organisation

14

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

9 Besonderes zur Schädlingsbehandlung

Bei einer Offertanfrage für eine Schädlingsbehandlung verhält es sich ähnlich wie bei den üblichen Aufgabenstellungen. Jedoch spielt eine persönliche Beziehung oder die Mund-zu-Mund-Propa- ganda noch eine viel grössere Rolle, da sie einen Einblick in den privaten/persönlichen Bereich eines Kunden notwendig macht. Es muss ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Dass dies oft- mals mit viel Zeitaufwand r Beratung und Besichtigungen ver- bunden ist, und auch nicht immer zu einem Auftrag führt, darf uns nicht hindern, dem Kunden in seiner Notsituation zu helfen.

Der Kunde befindet sich wirklich oftmals in einer Notsituation, die seine Lebensqualität stark beeinträchtigt oder sogar ein Wohnen in seinen 4 Wänden verunmöglicht. Trotzdem gilt es, auch wenn manchmal die Zeit drängt, kühlen Kopf zu bewahren und einen Ein- satz Schritt r Schritt zu planen und überlegt zu handeln. Sollte dies unterlassen werden, besteht die Gefahr, dass der Kunde ge- sundheitliche Schäden davontragen kann, Schäden entstehen oder unsere Arbeit nicht bezahlt wird.

Damit dies alles nicht geschehen kann, wird in folgenden Kapiteln auf die wichtigsten Punkte eingegangen.

Wie oben erwähnt gilt, es bei einer Begehung auf das persönliche Umfeld der Kunden einzugehen und auch das nötige Feingefühl zu entwickeln. Dabei sind die relevanten Feststellungen:

Um welche Schädlinge handelt es sich?

Wo und wann wurden diese gesehen? (Zeit, Tag oder Nacht)

Wie viele sind es?

Wie sehen diese aus? Kann der Kunde ein Exemplar vorweisen?

Örtlichkeit absuchen I Monitoring/Zugänglichkeiten

Sind Kinder oder Haustiere im Haushalt?

Hat der Kunde evtl. gesundheitliche Probleme?

Mögliche Termine bei einer allfälligen Bekämpfung

Anhand dieser Informationen ist es möglich, eine Offerte zu er- stellen. Sollte es nicht möglich sein, die Schädlinge an Ort zu bestimmen, wenn möglich ein Exemplar mitnehmen und in Ruhe unter Zuhilfenahme von Lupen, Mikroskop, Büchern oder auch In- ternet usw. im Büro untersuchen.

Denken Sie immer daran, dass es einen viel professionelleren Ein- druck macht, wenn wir dem Kunden erklären, dass wir den Befall abklären, als ihm irgendetwas erzählen, das hinten und vorne nicht stimmt. Es kommt oftmals vor, dass der Kunde sich vorher selber schlau gemacht hat und jetzt sehen will, was wir können.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Planung und Organisation

Offerten /Begehungen

ERKENNUNGSTABELLE Deutsche Schabe Orientalische Schabe Braunband-Schabe Amerikanische Bettwanze Deutsche Wespe
ERKENNUNGSTABELLE
Deutsche Schabe
Orientalische Schabe
Braunband-Schabe
Amerikanische
Bettwanze
Deutsche Wespe
Getreidemotte
Getreideplatt-
Schabe
käfer
Graue Fleisch-
Hausmaus
Hausmilbe
Heimchen, Grille
Hühnermilbe
fliege
Hundefloh
Katzenfloh
Kellerassel
Kleidermotte
Kleine Stuben-
fliege
Korkmotte
Kugelkäfer
Maiskäfer
Kleine Mehl-
Mehlmotte
milbe
Menschenfloh
Messingkäfer
Pharaoameise
Rasenameise
Reiskäfer
Reismehlkäfer
Schimmelkäfer
Silberfisch
Speckkäfer
Speichermotte
Stubenfliege
Tabakkäfer
Taubenzecke
Wald- und
Wanderratte
Wiesenmücke

15

11

11 Planung und Organisation

Schädlings-

bestimmung

Schädlings- bestimmung Chemikalien

Chemikalien

Personenschutz

Schädlings- bestimmung Chemikalien Personenschutz 16 Fü r die Berechnung de s Offertpreises is t de r

16

r die Berechnung des Offertpreises ist der Stundenaufwand, welcher vielfach ein Erfahrungswert ist, massgebend. Ferner ist von Bedeutung, mit welchen Produkten und Methoden eine Be- kämpfung ausgeführt wird und zu welchem Zeitpunkt diese erfolgt. Weitere Faktoren sind Zugänglichkeit und Hilfsmittel. Offerten sind immer schriftlich, evtl. unter Zuhilfenahme eines Offertformulars abzugeben.

Dies sind Erfahrungswerte und Fachwissen, welches in geeigneten Kursen erlernt werden kann.

Zur Schädlingsbestimmung benötigen wir folgende Hilfsmittel:

Insekt

Lupe

Fachbücher

Mikroskop

Pinzette

Anhand von Form, Farbe, Grösse, Körperzeichnungen, Beine, Fühler lassen sich z.B. Insekten bestimmen. Dazu kommt, wie schon oben erwähnt, der Fundort und Zeitpunkt oder besondere Umstände.

Einsatz von Bekämpfungsmitteln

Das Arbeiten mit Chemikalien setzt wie bei der Reinigung ein Grundwissen voraus.

Generell gilt der Grundsatz: Chemie am richtigen Ort, in der korrek- ten Dosierung und richtig angewendet, ist viel weniger gefährlich oder umweltbelastend als wenn Privatpersonen selber Insektizide und dergleichen unkontrolliert, in rauen Mengen, und am falschen Ort versprühen. Von den hohen Kosten ganz abgesehen. Bei Un- sicherheiten ist es ratsam von einem möglichen Auftrag oder des- sen Ausführung Abstand zu nehmen, oder einen Geschäftspartner mit Erfahrung auf diesem Gebiet zu empfehlen.

Der Personenschutz ist nebst dem Umweltschutz mitunter das Wichtigste. Dabei gilt es zu beachten, dass je nachdem, was be- kämpft wird, ob dies im Innenbereich oder Aussenbereich ist, un- terschiedliche Vorsichtsmassnahmen getroffen werden müssen. Generell gilt aber, dass der ganze Körper zu schützen ist. Dies kann mittels eines Overalls mit Kapuze aus Stoff oder anderer Materi- alien geschehen, einer Vollschutzmaske mit dem dazugehörenden geeigneten Filter, Handschuhen und geeignetem Schuhwerk. Fer- ner ist darauf zu achten, dass nach jedem Einsatz neue/saubere Arbeitskleider benutzt werden. Die andern gewaschen, oder im Falle von Einwegkleidern, fachgerecht entsorgt werden. Dies ist notwendig,da Chemikalien auch über die Haut in unseren Körper eindringen können. Ebenso ist darauf zu achten, dass die Filter ent- weder nach Ablauf des Gebrauchsdatums oder spätestens, wenn trotz des Tragens der Maske ein fremdartiger Geruch wahrgenom- men werden kann.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

10 Umgang mit Kunden

Planung und Organisation

Im Umgang mit Kunden, die eine Bekämpfung von Schädlingen wünschen, sind gute Umgangsformen von besonderer Bedeutung. Deshalb können die folgenden Hinweise, nützlich sein:

den Kunden wahrnehmen korrekt begrüssen, sich vorstellen, Blickkontakt aufnehmen

auf das Problem eingehen den Kunden schildern lassen, beobachten, einfühlen, bei Unsicherheiten nachfragen

Kommunikation dem Kunden aufmerksam zuhören und ihn verständlich informieren

Einsatzbereitschaft im Sinne des Kunden engagiert und zielbewusst reagieren

positive Grundhaltung immer echte und natürliche Freundlichkeit und Wertschätzung zeigen

Einfühlungsvermögen für individuelle Wünsche Verständnis zeigen, fliche Zuvorkommenheit

Kompetenz das berufliche Können und Fachwissen beherrschen und auch Erfahrung ausnützen

Erreichbarkeit als Bekämpfer von Schädlingen problemlos erreichbar und zugänglich sein

Sicherheit beim Kunden Gefühle von Risiko und Gefahren möglichst reduzieren

Glaubwürdigkeit sich durchwegs vertrauenswürdig und ehrlich ausdrücken

Verlässlichkeit die Bekämpfung sachlich, ruhig, zuverlässig und nachhaltig ausführen

persönliche Erscheinung durch Kleidung, Frisur usw. einen Eindruck von Kompetenz zum Ausdruck bringen.

Dies sind einige Lebensregeln, die zusätzlich zur fachlich gu- ten und nachhaltigen Schädlingsbekämpfung von Bedeutung sind. Die Befolgung kann sehr nützlich sein.

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014

Bedeutung sind. Die Befolgung kann sehr nützlich sein. © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052 2 –

17

11

11 Planung und Organisation

18

© Copyright by Allpura-Autorenteam 040522 – 2014