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Karl Helms Abri der mittelhochdeutschen (mhd.) Grammatik ist aus-


schlielich dazu bestimmt, dem Anfnger in knapper und bersichtlicher
Form den zur Lektre der ersten Texte notwendigen grammatischen
Stoff auf historischer Grundlage darzubieten. In der Anlage schliet er
sich dem ebenfalls in dieser Reihe erscheinenden Abri der althoch-
deutschen (ahd.) Grammatik von Wilhelm Braune an und bietet gewisser-
maen dessen zeitliche Fortsetzung. Da das Studium des Mhd. heute oft
ohne vorherige Beschftigung mit dem Ahd. oder anderen germanischen
Sprachen begonnen wird, sind sprachliche Vorgnge aus vormittelhoch-
deutscher Zeit in die Darstellung einbezogen, soweit sie fr das Ver-
stndnis der Entwicklung des Mhd. erforderlich sind.
In der zweiten Auflage (1961) habe ich einige grere nderungen und
Ergnzungen eingefhrt, die mir nach Erfahrungen im Unterricht
notwendig erschienen; die Kritik hat mir darin allgemein zugestimmt.
Gelegentlich ist die Ansicht geuert worden, da das Buch nach
neueren sprachwissenschaftlichen Theorien und Konzeptionen umgear-
beitet oder neu geschrieben werden solle. Ich mu das ablehnen.
Die betreffenden neuen Theorien, deren sprachwissenschaftlicher Wert
durchaus umstritten bleibt, mgen gegebenenfalls Beitrge zur histori-
schen Methode liefern, knnen sie aber nicht ersetzen.
Die nderungen in der vorliegenden Auflage sind gering. Ich habe die
Verweise auf Pauls Mittelhochdeutsche Grammatik (22. Auflage von
H. Moser, I. Schrbler, S. Grosse; Tbingen 1982; zitiert als Paul) ver-
mehrt, Druckfehler beseitigt, und mit Einvernehmen des Herrn Verlegers
eine Karte der Sprachlandschaften beigegeben. Fr einige Hinweise
danke ich noch einmal dem verstorbenen Freund E. A. Philippson, und fr
die stets angenehme Zusammenarbeit dem Herrn Verleger R. Harsch-
Niemeyer.
Bellefonte E. A. Ebbi nghaus
J anuar 1995
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