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Nach Kriegsende grndete er in Wien den Verein fr musikalische Privatauffhrungen, der

sich die Aufgabe gestellt hatte, neue und/oder von Schnberg und seinem Kreis als
wichtig erachtete Werke aufzufhren. Zahlreiche Komponisten wie etwa Bla Bartk, Ferr
uccio Busoni, Claude Debussy, Gustav Mahler, Hans Pfitzner, Maurice Ravel, Max R
eger, Alexander Skrjabin, Richard Strauss und Igor Strawinsky waren mit ihren Ko
mpositionen in den Konzertprogrammen des Vereins vertreten. Die Auffhrung sinfoni
scher Werke erfolgte in zum Teil heute noch gespielten Bearbeitungen fr Kammerens
emble.
In Mdling unterrichtete er zu Hause (teilweise unentgeltlich) viele spter bekannte
Musiker und Komponisten, darunter Hanns Eisler, Rudolf Kolisch, Erwin Ratz, Max
Deutsch und Karl Rankl.
1921 begrndete er die Methode der Komposition mit zwlf nur aufeinander bezogenen Tne
n (Zwlftontechnik), einer Kompositionstechnik, die er allerdings nicht lehrte und b
er die er sich nur selten uerte. Nach dem Tod seiner Frau Mathilde am 18. Oktober
1923 in Mdling heiratete er am 28. August 1924 Gertrud Kolisch, die Schwester sei
nes Schlers Rudolf Kolisch. Mit ihr hatte er drei Kinder: Nuria (* 1932, sptere Eh
efrau des Komponisten Luigi Nono), Ronald (* 1937) und Lawrence (* 1941).
Viele Jahre vergingen, bevor Schnberg als Komponist voll anerkannt wurde. 1925 be
rief ihn der Komponist Georg Schumann als Nachfolger Ferruccio Busonis an die Pr
euische Akademie der Knste, wo er einen Meisterkurs fr Komposition bernahm. Diese St
elle wurde ihm aus rassistischen Grnden durch die NS-Gesetzgebung im September 19
33 entzogen. Aus diesem Grund schloss er sich im Pariser Exil am 24. Juli 1933 d
em jdischen Glauben wieder an, den er 1898 aufgegeben hatte, um sich evangelisch
taufen zu lassen.[5][6] Einen Monat spter emigrierte er in die USA. Seine Meister
klasse bernahm Gerhard von Keuler.