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¡Basta ya!

¡Basta ya! Es ist genug! Es reicht! Das ist seit Jahren der wichtigste Slogan bei den Anti ETA Demonstrationen in Spanien. Heute bin auch ich ein Spanier. Zwar kein gebürtiger Spanier, doch ich liebe dieses Land, seine Menschen, Sprache und Kultur. Während meines Auslandsjahres habe ich sehr gerne dort gelebt und spiele seit längerem mit dem Gedanken eines Tages nach Spanien auszuwandern. Und nun diese schrecklichen Anschläge mit sovielen unschuldigen Toten und Verletzten. Das ist kein politisch motivierter Terror mehr, das ist ein Massaker. Es ist der spanische 11.September. Dies geht mir sehr nahe und ich könnte gleichzeitig schreien und weinen. Ohnmacht, Hilflosikeit und Wut. Lasst uns endlich in Ruhe! Haben wir nicht ein Recht auf ein Leben in Frieden und Freiheit? Wäre ich vor Jahren nach Spanien ausgewandert, vielleicht wäre ich ja jetzt auch tot. Wer auch immer verantwortlich ist für diese feige und furchtbare Tat, ob nun ETA oder Al Kaida, er hat uns alle ins Herz getroffen. Das ist alles so furchtbar, dass ich gar nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Unschuldige Menschen darnieder gestreckt, feige gemeuchelt oder schwer verletzt. Wenn ich in Spanien leben würde oder mich jetzt dort aufhielte, dann ginge ich heute mit Euch, meinen spanischen Brüdern und Schwestern, auf die Straße und trüge wie Ihr das Zeichen der Ablehnung des Terrors: basta ya! Auch wenn die Toten dadurch nicht mehr lebendig werden, aber wir werden Euch niemals vergessen und man wird Eure Mörder zur Rechenschaft ziehen. Euch allen, den Opfern, Euren Familien und Freunden und allen, die einen lieben Menschen verloren haben oder in Sorge sind und in Angst leben, gilt heute mein Mitgefühl. Auch ich bin heute ein Spanier. Ein wütender und fassungsloser Spanier. Sind wir nicht alle Spanier?