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Anne Rice unter dem Pseudonym Anne Roquelaure

Die Dornröschen-
Trilogie
Buch 1: Dornröschens Erwachen
Buch 2: Dornröschens Bestrafung
Buch 3: Dornröschens Erlösung
Originaltitel: »Beauty's Release. The Continued Erotic Adventures of Sleeping Beauty«

Die Trilogie gehört zu den Klassikern der sadomasochistischen Literatur und behandelt fast
alle gängigen Phantasien. Die letzten beiden Bände sind in Deutschland indiziert, während
sie in den USA nach dem Erfolg von Anne Rice in allen größeren Buchhandlungen frei
erhältlich sind. Eine Neuauflage der deutschen Ausgabe ist bislang (2007) nicht in Aussicht.
Auch gebraucht ist das Buch wegen der Indizierung nahezu nicht erhältlich.
Vollständiger Text. Es sind noch zahlreiche kleinere Texterkennungsfehler vorhanden, die aber
nicht übermäßig stören. Ein ganz herzliches Dankeschön an diejenigen, die so nett waren, mit ihrer
Arbeit die Trilogie für die Allgemeinheit zu erhalten!

Die Dornröschen-Trilogie, Buch 1:

Dornröschens
Erwachen
Schönheit
Das Schloß und die Große Halle
Die Schlafkammer des Prinzen
Prinz Alexi
Prinz Alexi und Felix
Die Halle der Sklaven
Die Übungshalle
Die Halle der Strafen
Pflichten in der Kammer des Prinzen
Dienerin
Der Reitpfad
Die Gemächer der Königin
Lady Juliana im Gemach der Königin
Mit Prinz Alexi
Prinz Alexi erzählt von seiner Gefangennahme und Versklavung
Prinz Alexi´s Erziehung geht weiter
Das Dorf

So weit er sich zurückerinnern konnte - sein ganzes junges Leben lang -, hatte der Prinz die
Geschichte von Dornröschen gekannt. Zusammen mit ihren Eltern, dem König und der Königin,
und dem ganzen Hofstaat hatte ein Fluch sie verdammt, hundert Jahre zu schlafen, nachdem sie
sich mit einer Spindel in den Finger gestochen hatte. Aber der Prinz glaubte die Geschichte nicht,
bis er im Inneren des Schlosses war.
Auch die Leichen der anderen Prinzen, die in dem Dornengestrüpp lagen, das die Mauern des
Schlosses überwucherte, hatten ihn nicht überzeugen können. Die hatten die Geschichte
offensichtlich geglaubt, aber er mußte sich selbst im Schloß Gewißheit verschaffen. Untröstlich
über den Tod seines Vaters - seine Mutter hatte in der Folge mehr Einfluß auf ihn gehabt, als gut
für ihn war -, ließ er oft die gebotene Vorsicht außer acht. Er schnitt das Dornengestrüpp an den
Wurzeln ab, so daß es ihn nicht behindern konnte. Er hatte keine große Lust zu sterben, er wollte
eine Eroberung machen.
Über die Gebeine derer hinweg, die das Geheimnis nicht hatten lösen können, trat er allein in den
riesigen Speisesaal. Die Sonne stand hoch am Himmel. Durch die vom Gestrüpp befreiten hohen
Fenster fielen Lichtstrahlen, in denen der Staub tanzte. An der Tafel saßen die Männer und Frauen
des alten Hofstaats und schliefen. Dicke Schichten von Staub bedeckten sie, und ihre geröteten,
schlaffen Gesichter waren von Spinnweben überzogen. Der Atem stockte ihm, als er die
Bediensteten an der Wand lehnen sah. Ihre Kleider waren brüchig und zerfallen. Die alte
Geschichte war also doch wahr. Furchtlos wie zuvor machte sich der Prinz auf, um die schlafende
Schönheit zu suchen, die in dieser Geschichte die Hauptrolle spielte. Im obersten Schlafzimmer
des Hauses fand er sie. Über Kammerzofen und Lakalen war er hinweggestiegen, und die Luft war
voll von Staub und Feuchtigkeit, als er die Tür des Heiligtums erreicht hatte.
Das flachsblonde Haar der Prinzessin war auf dem tiefgrünen Samt ihres Bettes ausgebreitet. Die
losen Falten ihres Kleides ließen die runden Brüste und Glieder einer jungen Frau erkennen. Der
Prinz öffnete die Fensterläden. Helles Sonnenlicht fiel herein. Er hielt den Atem an, als er ihre
Wangen und dann ihre zarten Augenlider berührte. Er bewunderte die vollkommene Schönheit
ihres Gesichts. Eine tiefe Falte ihres Kleides hatte sich zwischen ihre Beine gesenkt, so daß er die
Form ihres Geschlechtes erkennen konnte. Er zog sein Schwert, mit dem er das Gestrüpp an den
Mauern zerschlagen hatte, und setzte die Spitze vorsichtig zwischen die Brüste der Schönen.
Dann zerschnitt er mühelos das spröde Gewebe entzwei. Er schlug den Stoff zur Seite und
betrachtete sie. Ihre Brustwarzen hatten die Farbe von Rosen wie ihre Lippen. Das Haar zwischen
ihren Beinen war dunkelblond und lockiger als das lange Haupthaar, das fast bis zu den Hüften
reichte. Er schnitt die Ärmel des Kle ides ab. Als er Dornröschen sanft hochhob, um sie aus dem
Stoff zu befreien, schien das Gewicht ihres Haars ihren Kopf auf seine Arme zu drücken, und ihr
Mund öffnete sich ein klein wenig.
Er legte sein Schwert zur Seite und schlüpfte aus der schweren Rüstung. Dann hob er die
Prinzessin von neuem hoch, schob den linken Arm unter ihre Schultern und die rechte Hand
zwischen ihre Beine. Sein Daumen lag auf ihrem Schamhügel. Sie gab keinen Laut von sich, aber
sie bebte ein wenig, als ob sie stumm seufzen wollte. Ihr Kopf neigte sich ihm entgegen, und er
spürte, daß seine rechte Hand warm und feucht wurde. Der Prinz legte Dornröschen auf das Lager
zurück, umfaßte ihre Brüste und saugte sanft erst an der einen, dann an der anderen. Sie waren
rund und fest, diese Brüste. Als der Fluch sie getroffen hatte, war Dornröschen fünfzehn gewesen.
Der Prinz knabberte an ihren Brüsten, massierte sie, um ihr Gewicht zu erfühlen, und tätschelte sie
dann mit leichten Schlägen.
Seine Begierde war stark, ja fast schmerzhaft gewesen, als er das Zimmer betreten hatte. Jetzt
bedrängte sie ihn gnadenlos.
Er rollte auf sie, schob ihre Beine auseinander und liebkoste das weiße Fleisch auf der Innenseite
ihrer Schenkel. Dann ergriff er mit der linken Hand ihre Brust, hob mit der rechten ihr Gesäß auf
und drang in sie. Er senkte seine Lippen auf die ihren, und als er ihre Unschuld durchbrach, öffnete
er mit der Zunge ihren Mund und drückte mit festem Griff ihre Brust. Er saugte an ihren Lippen, und
es war, als ob er ihr Leben in sich aufnähme. Als sich sein Samen in sie verströmte, hörte er einen
Schrei.
Und dann öffneten sich ihre blauen Augen. »Dornröschen!« flüsterte er.
Sie schloß die Augen und zog die goldenen Brauen ein wenig zusammen. Das Sonnenlicht
schimmerte auf ihrer breiten, weißen Stirn.
Er hob ihr Kinn, küßte ihren Hals, und als er sich aus ihrem engen Geschlecht zurückzog, seufzte
sie tief. Sie war wie betäubt. Er half ihr, sich aufzurichten. Sie saß nackt und mit angezogenen
Knien auf dem Bett, das flach und hart wie ein Tisch war.
»Ich habe dich vom Schlaf erlöst, Liebste«, sagte er zu ihr. »Hundert Jahre hast du geschlafen,
genau wie alle die, die dich liebten. Horch! Horch! Du wirst hören, wie dieses Schloß zum Leben
erwacht. Niemand vor dir hat so etwas jemals gehört.«
Schon drang ein Schrei von draußen herein. Eine Kammerzofe stand in der Tür und preßte die
Hände auf den Mund.
Der Prinz trat zu ihr. »Geh zu deinem Herrn, dem König. Sag ihm, daß der Prinz gekommen ist, der
den Fluch von seinem Haus genommen hat, wie es vorausgesagt war. Sag ihm, daß ich mich nun
mit seiner Tochter einschließen werde.« Er machte die Tür zu, verriegelte sie und wandte sich von
neuem Dornröschen zu.
Dornröschen bedeckte ihre Brüste mit den Händen, und ihr langes goldblondes Haar lag dicht und
schwer auf dem Bett. Sie neigte den Kopf, so daß ihr Haar sie bedeckte. Feierlich sah sie den
Prinzen an, der in ihrem Blick weder Angst noch Tücke entdecken konnte. Sie erinnerte ihn an den
Anblick der sanften Tiere im Walde, ehe er sie bei der Jagd tötete - großäugig und furchtlos.
Ihr Busen hob und senkte sich heftig. Der Prinz lachte ein wenig, trat zu ihr und schob das Haar
über ihre rechte Schulter zurück. Sie sah ihn unverwandt an. Tiefe Röte hatte sich über ihre
Wangen gezogen. Er küßte sie und öffnete mit den Lippen ihren Mund. Mit der Linken ergriff er ihre
Hände und legte sie auf ihren nackten Schoß, während er mit der Rechten ihre Brust umfaßte und
sanft knetete. »Unschuldige Schönheit«, flüsterte er. Er wußte, was sie sah, als sie ihn anschaute.
Er war nur drei Jahre älter, als sie vor ihrem langen Schlaf gewesen war. Achtzehn war er, gerade
zum Mann geworden, und er fürchtete nichts und niemanden. Er war groß, schwarzhaarig, schlank
und zugleich kräftig und geschmeidig. Er verglich sich gern mit einem Schwert - gerade, schön
anzusehen und äußerst gefährlich. Viele, die mit ihm hatten wetteifern wollen, waren auf der
Strecke geblieben. Was er jetzt empfand, war weniger Stolz als Befriedigung. Er war ins Innerste
des verwunschenen Schlosses vorgedrungen.
Von der Tür her hörte er Klopfen und Schreie.
Der Prinz erachtete es nicht für nötig zu antworten und hielt Dornröschen im Arm. »Ich bin dein
Prinz«, sagte er, »und so wirst du mich nennen. Und aus diesem Grunde wirst du mir auch
gehorchen. « Wieder schob er ihre Beine auseinander. Er sah das Blut ihrer Unschuld auf den
Stoffetzen und lächelte, als er von neuem sanft in sie eindrang. Sie gab leise Stöhnlaute von sich,
die für ihn wie Liebkosungen waren. »Gib mir eine gebührende Antwort«, flüsterte er.
»Mein Prinz«, sagte sie.
»Ah« seufzte er, »das ist wunderbar«
Als er die Tür öffnete, war es schon fast dunkel im Zimmer. Er gab den Dienern Anweisung, sein
Abendessen herzurichten, und verkündete, daß er den König sogleich empfangen würde.
Dornröschen befahl er, mit ihm zu speisen und bei ihm zu bleiben, und er bat sie, keine Kleider zu
tragen. »Es ist mein Wunsch, daß du stets nackt und für mich bereit bist«, sagte er. Er hätte ihr
sagen können, daß sie über die Maßen schön war wenn nichts anderes als ihr goldenes Haar sie
bedeckte, Röte ihr Wangen überzog und ihre Hände sich vergeblich bemühten, ihr Brüste und ihr
Geschlecht zu verbergen. Aber er schwieg un umfaßte ihre zarten Handgelenke, als man den
Tisch hereintrug Dann bedeutete er ihr, sich ihm gegenüberzusetzen.
Der Tisch war schmal, so daß es ihm leicht möglich war, si zu berühren, ihre Brüste zu liebkosen,
wenn er Lust dazu verspürte. Er streckte einen Arm aus und hob ihr Kinn an, um ihr Gesicht im
Licht der Kerzen genau ansehen zu können. Auf der Tafel prangten Schweinebraten und Wild und
Früchte in großen silbernen Schalen. Nach ein paar Augenblicken stand der König in der Tür,
gekleidet in prunkvolle, schwere Gewänder und mit einer goldenen Krone auf dem Kopf. Er
verbeugt sich vor dem Prinzen und wartete darauf, zum Eintreten aufgefordert zu werden.
»Euer Königreich ist ein Jahrhundert lang vernachlässigt worden«, begann der Prinz und hob
seinen Weinkelch. »Viele Eurer Lehensmänner sind zu anderen Herren geflohen; gutes Land liegt
brach. Aber Ihr habt Euren Reichtum, Euren Hofstaat, Eure Soldaten. Eine Menge Aufgaben
erwarten Euch.«
»Ich stehe tief in Eurer Schuld, Prinz«, antwortete der König. »Aber wollt Ihr mir nicht Euren Namen
nennen und den Namen Eurer Familie?«
»Meine Mutter, Königin Eleonore, lebt jenseits des großen Waldes«, antwortete der Prinz. »In
Eurer Zeit war es das Königreich meines Urgroßvaters, König Heinrich. Er war Euer mächtiger
Verbündeter.«
Der Prinz bemerkte, wie überrascht der König war und wie diese Überraschung dann der
Verwunderung wich. Der Prinz verstand das sofort. Und als der König rot wurde, sagte der Prinz:
»Und in jener Zeit dientet Ihr im Schloß meines Urgroßvaters, nicht wahr, und Eure Gemahlin
ebenfalls?«
Der König preßte die Lippen zusammen und nickte langsam. »Ihr seid der Nachkomme eines
mächtigen Herrschers«, flüsterte er. Der Prinz erkannte, daß der König nicht wagte, den Blick zu
heben, um seine nackte Tochter anzusehen.
»Dornröschen soll mir jetzt dienen«, erklärte der Prinz. »Sie ist mein.« Er nahm sein langes,
silbernes Messer, schnitt mehrere Stücke von dem heißen, saftigen Schweinebraten ab und legte
sie auf seinen Teller. Die Bediensteten, die um ihn herumstanden, wetteiferten darin, ihm andere
Leckerbissen vorzulegen. Dornröschen hatte ihre Brüste wieder mit den Haaren bedeckt; auf ihren
Wangen glitzerten Tränen, und ihr Körper bebte.
»Wie Ihr wünscht«, erwiderte der König. »Ich stehe in Eurer Schuld.«
»Ihr seid am Leben und habt Euer Königreich«, sagte der Prinz. »Und Eure Tochter gehört mir. Ich
möchte die Nacht hier verbringen. Morgen breche ich auf, um Dornröschen jenseits der Berge zu
meiner Prinzessin zu machen.«
Er hatte ein paar warme Früchte und einige Leckerbissen auf seinen Teller gelegt, und jetzt
schnappte er mit den Fingern und bedeutete Dornröschen, zu ihm herüberzukommen. Er
bemerkte, daß sie sich vor den Bediensteten schämte. Doch er schob ihre Hand beiseite, die ihre
Scham bedeckte. »Verstecke deine Blößen nie wieder in dieser Weise«, forderte er sanft, während
er ihr das Haar aus dem Gesicht strich.
»Ja, mein Prinz«, flüsterte sie. Sie hatte eine liebliche kleine Stimme. »Aber es fällt mir so schwer.«
»Natürlich«, lächelte er. »Aber du wirst es für mich tun.«
Und jetzt umfaßte er sie und setzte sie auf seinen Schoß. »Küß mich«, bat er. Als er ihren warmen
Mund auf dem seinen spürte, fühlte er, wie seine Begierde von neuem wuchs - es war noch zu früh
für seinen Geschmack, und er beschloß, diese milde Qual zu ertragen. »Ihr müßt jetzt gehen«,
sagte er zum König. »Sagt Euren Bediensteten, sie sollen morgen früh mein Pferd satteln. Für
Dornröschen brauche ich keins. Meine Soldaten habt Ihr zweifellos an Euren Toren gesehen.« Der
Prinz lachte. »Sie haben es nicht gewagt, mit mir zu kommen. Laßt ihnen ausrichten, daß sie sich
beim Morgengrauen bereithalten sollen. Und nun könnt Ihr Euch von Eurer Tochter
verabschieden.«
Mit einem raschen Blick gab der König zu erkennen, daß ihm der Wunsch des Prinzen Befehl war.
Er verbeugte sich und wich rückwärts zur Tür zurück. Nun schenkte der Prinz Dornröschen seine
volle Aufmerksamkeit. Mit einem Tuch wischte er ihre Tränen ab. Sie hatte die Hände gehorsam
auf ihre Schenkel gelegt, so daß ihre Scham entblößt war. Er bemerkte, daß sie nicht versuchte,
die aufgerichteten, rosenfarbenen Knospen ihrer Brüste mit den Armen zu verbergen, und das
gefiel ihm.
»Du brauchst keine Angst zu haben«, raunte er leise, liebkoste ihre bebenden Lippen und
streichelte ihre Brüste. »Dein Retter hätte ja auch alt und häßlich sein können.«
»Oh, dann könnte ich Mitleid mit dir empfindend, sagte sie mit süßer, leicht vibrierender Stimme. Er
lachte. »Dafür werde ich dich bestrafen.«, drohte er zärtlich. »Aber weibliche Keckheit ist dann und
wann ganz amüsant.« Sie errötete tief und biß sich auf die Unterlippe. »Hast du Hunger, mein
schönes Kind?« fragte er.
Er sah, daß sie nicht zu antworten wagte.
»Wenn ich dich frage, sagst du: »Nur wenn es dir gefällt, mein Prinz«, und dann weiß ich, daß die
Antwort »Ja« ist. Oder: »Nicht, wenn es dir nicht recht ist, mein Prinz. « Dann weiß ich, daß deine
Antwort »nein« ist. Hast du das verstanden?
»Ja, mein Prinz«, antwortete sie. »Ich bin nur hungrig, wenn es dir gefällt.«
»Sehr gut«, lobte er erfreut. Er nahm eine Traube, steckte ihr eine purpurn schimmernde Beere
nach der anderen in den Mund, nahm die Kerne von ihrer Zunge und warf sie beiseite. Mit
unverhohlenem Vergnügen beobachtete er, wie sie einen tiefen Zug aus dem Weinkelch nahm,
den er an ihre Lippen setzte. Er wischte ihren Mund ab und küßte sie. Ihre Augen leuchteten. Ihre
Tränen waren ve rsiegt. Seine Hände tasteten über das weiche Fleisch ihres Rückens und ihrer
Brüste.
»Herrlich«, flüsterte er. »Bist du früher sehr verwöhnt worden? Hast du alles bekommen, was du dir
gewünscht hast?« Verwirrt nickte sie und errötete verschämt.
»Ja, mein Prinz. Ich glaube, ich ... «
»Hab keine Angst, mir ausführlich zu antwortend, lächelte er, »solange deine Worte respektvoll
sind. Und rede niemals zu mir, wenn ich dich nicht anspreche. Achte darauf, was mir gefällt oder
mißfällt. Du warst sehr verwöhnt, nicht wahr, und trotzdem sehr eigenwillig?«
»Nein, mein Prinz, das war ich, glaube ich, nicht«, antwortete sie. »Ich habe stets versucht, meinen
Eltern Freude zu bereiten.«
»Jetzt wirst du mir ein Freudenquell sein«, sagte er liebevoll, legte den linken Arm um ihre Taille
und wandte sich seiner Mahlzeit zu. Mit großem Appetit aß er Fleisch, Wild und Früchte und trank
mehrere Becher Wein. Dann gebot er den Dienern, abzuräumen und den Raum zu verlassen.
Das Bett war frisch bezogen worden, und daneben stand eine Vase mit herrlichen Rosen. Die
Kerzen in den Kandelabern flackerten.
»Nun«, sagte er und stand auf. »Morgen haben wir eine lange Reise vor uns - wir sollten zu Bett
gehen. Und ich muß dich noch für deine Keckheit bestrafen.«
Tränen quollen aus ihren Augen, und sie warf ihm einen flehenden Blick zu. Ungewollt machte sie
eine Bewegung, um ihre Blößen zu bedecken, doch dann hielt sie inne und ballte ihre Hände zu
zwei kleinen, hilflosen Fäusten.
»Hart werde ich dich nicht strafen«, prophezeite er sanft und hob ein wenig ihr Kinn an. »Es war
nur ein kleines Vergehen, und außerdem ja dein erstes. Aber wenn ich ehrlich sein will,
Dornröschen, es wird mir Freude bereiten, dich zu bestrafen.«
Sie biß sich auf die Unterlippe, und er merkte, daß sie etwas sagen wollte Ihre Zunge und ihre
Hände im Zaum zu halten - das war fast zuviel für sie.
»Nun gut, meine Schönste, was möchtest du sagen?« fragte er. »Bitte, mein Prinz«, flehte sie. »Ich
habe solche Angst vor dir.«
»Du wirst sehen, daß ich vernünftiger bin, als du glaubst«, erwiderte er. Er schlüpfte aus seinem
langen Mantel, warf ihn über einen Stuhl und verriegelte die Tür. Dann löschte er die Kerzen bis
auf einige wenige. Er würde in den Kleidern schlafen, wie er es meistens zu tun pflegte - im Wald
oder in Landherbergen oder in den Häusern bescheidener Bauern, in denen er manchmal
nächtigte. Das bereitete ihm keine große Ungemach. Als er sich ihr jetzt näherte, nahm er sich vor,
gnädig zu sein und die Strafe rasch zu vollziehen. Er setzte sich auf die Bettkante, ergriff mit der
Linken Dornröschens Handgelenk und zog ihren nackten Leib auf seinen Schoß, so daß ihre Beine
hilflos über dem Boden baumelten.
»Schön, wunderschöne, murmelte er. Seine Rechte strich über ihre runden Pobacken und drückte
sie sachte auseinander.
Dornröschen erstickte ihren Aufschrei im Laken des Bettes. Die Linke des Prinzen hielt ihre
Handgelenke auf die weiche Unterlage gedrückt. Seine Rechte klatschte auf ihre Hinterbacken,
und Dornröschens Schreie wurden lauter. Die Schläge waren nicht heftig gewesen, aber es zeigten
sich dennoch die roten Spuren. Der Prinz versetzte Dornröschen erneut einen Schlag und wieder
und wieder, und an seinen Beinen spürte er die Wärme und die Feuchtigkeit ihres Geschlechts.
Wieder schlug der Prinz zu.
»Was dir weh tut, ist mehr die Erniedrigung als der Schmerz«, tadelte er sie leise.
Sie bemühte sich, lautere Schreie zu unterdrücken.
Unter seiner Hand spürte er die Hitze ihrer Pobacken. Er holte aus, ließ seine Hand wieder und
wieder klatschend herniedersausen und beobachtete lächelnd, wie Dornröschen sich wand. Er
hätte viel härter zuschlagen können, und es hätte ihm Freude bereitet, ohne ihr wirklich weh zu tun,
doch er besann sich eines anderen. Für diese Freuden hatte er noch viele Nächte vor sich.
Er hob sie hoch, so daß sie vor ihm stand.
»Streich dein Haar zurück«, befahl er. Ihr tränenüberströmtes Gesicht war unsagbar schön. Ihre
Lippen bebten, ihre Augen schimmerten unter den Tränen. Sie gehorchte sofort. »Ich glaube nicht,
daß du besonders verwöhnt wurdest«, sagte er. »Ich finde, du bist sehr gefällig und artig, und das
macht mich glücklich.«
Dornröschen war sichtlich erleichtert.
»Verschränke deine Hände im Nacken«, forderte er, »unter deinem Haar. So ist es gut. Sehr gut.«
Wieder hob er ihr Kinn an. »Du hast so eine süße Art, bescheiden die Augen niederzuschlagen.
Aber jetzt möchte ich, daß du mich direkt ansiehst.« Unsicher und scheu gehorchte Dornröschen.
Es schien, als empfände sie jetzt, da sie ihn ansah, erst richtig ihre hilflose Nacktheit. Die Augen
hinter den langen, dunklen Wimpern waren größer, als er gedacht hatte.
»Findest du mich hübsch?« fragte er. »Bedenke, ehe du antwortest, daß ich die Wahrheit hören
möchte und nicht das, was mir schmeicheln würde, verstehst du?«
»Ja, mein Prinz«, flüsterte sie. Sie schien sich ein wenig beruhigt zu haben.
Er streckte die Hand aus, massierte sanft ihre rechte Brust, streichelte dann ihre samtweichen
Unterarme, fühlte die sanfte Wölbung des Muskels. Dann glitt seine Hand über das volle, feuchte
Haar zwischen ihren Beinen, daß sie seufzte und bebte.
»Nun«, sagte er, »beantworte meine Frage, und beschreibe, was du siehst. Beschreibe mich, als
ob du mich in diesem Augenblick zum erstenmal sehen und deiner Kammerzofe von mir erzählen
würdest.«
Wieder biß sie sich auf die Lippen, was er überaus anmutig fand. Dann erwiderte sie mit unsicher
bebender Stimme. »Du bist wirklich sehr hübsch, mein Prinz, das kann niemand leugnen. Für
jemand ... für jemand ... «
»Weiter«, ermutigte er sie. Er zog sie ein wenig an sich, so daß ihr Schamhügel sein Knie berührte,
wog ihre Brust in seiner linken Hand und liebkoste mit dem Mund ihre Wange. »Und so
gebieterisch für jemanden, der so jung ist«, ergänzte sie. »Das erwartet man nicht.«
»Sag mir, wie sich das in meinem Äußeren zeigt, außer bei dem, was ich tue?«
»Es ist... deine Art, mein Prinz«, erwiderte sie, und ihre Stimme gewann ein wenig an Festigkeit.
»Ich meine deinen Blick, deine dunklen Augen ... dein Gesicht. Die Zweifel der Jugend sind
nirgends zu finden.«
Lächelnd küßte er sie aufs Ohr. Warum war die feuchte, kleine Spalte zwischen ihren Beinen so
heiß? Er konnte nicht anders, er mußte sie mit seinen Fingern berühren. Schon zweimal hatte er
sie an diesem Tag besessen, und er würde sie wieder nehmen. Aber vielleicht sollte er die Sache
langsamer angehen.
»Wenn ich älter wäre - wäre dir das vielleicht lieber? « flüsterte er.
» Ich dachte«, erwiderte sie" »es wäre leichter. Einem so jungen Mann gehorsam zu sein« - sie
fühlte sich so hilflos.
Ihm war, als träten Tränen in ihre Augen, und er schob sie ein wenig von sich, um sie anzusehen.
»Ich habe dich aus hundertjährigem Schlaf geweckt, mein Liebling, und deinem Vater sein
Königreich wiedergegeben. Du bist mein. Ich bin kein allzu gestrenger Herr, das wirst du sehen -
nur sehr gründlich. Wenn du Tag und Nacht und jeden einzelnen Augenblick nur daran denkst, mir
zu gefallen, dann wirst du es nicht schwer bei mir haben.« Sie bemühte sich, den Blick nicht von
ihm zu wenden. Er bemerkte, daß sie erleichtert war, und spürte ihre tiefe Bewunderung.
»Jetzt«, sagte er, legte ihr die linke Hand zwischen die Beine, so daß sie einen kleinen Seufzer
ausstieß, und zog sie an sich, »Jetzt möchte ich mehr von dir. Weißt du, was ich meine,
Dornröschen?«
Sie schüttelte den Kopf; einen Augenblick lang war sie vor Schreck wie gelähmt.
Er hob sie hoch und bettete sie auf die Liege. Das Licht der Kerzen schimmerte warm und rosig auf
ihrer Haut. Ihr Haar überflutete das Bett; die Hände hatte sie gegen die Hüften gepreßt. Es schien,
als wollte sie protestieren. »Mein Liebling, dir ist eine Würde eigen, die dich wie ein Schild vor mir
schützt - so wie dein liebliches goldenes Haar dich einhüllt. jetzt möchte ich, daß du dich mir
ergibst. Du wirst sehen ... später wirst du dich wundern, daß du geweint hast.«
Der Prinz beugte sich über sie und schob ihre Beine auseinander. Er erkannte, daß sie sich
schämte und sich von ihm abwenden wollte. Er streichelte ihre Schenkel. Dann griff er mit Daumen
und Zeigefinger in den seidigen, feuchten Haarbusch, befühlte die zarten, kleinen Lippen und
öffnete sie weit. Dornröschen durchlief ein Schauder. Der Prinz legte seine Linke auf ihren Mund
und spürte, wie sie unter seiner Hand leise weinte. Es ist leichter für sie, wenn ich ihr den Mund
zuhalte, dachte er, und für den Augenblick war das in Ordnung. Sie wird alles lernen, wenn der
rechte Zeitpunkt gekommen ist.
Und die Finger seiner Rechten fanden die kleine Knospe zwischen ihren Schamlippen, und er
massierte sie mit sanften Bewegungen, bis sie, ohne es zu wollen, ihren Leib nach oben wölbte
und ihm die Hüften entgegenhob. Ihr kleines Gesicht unter seiner Hand bot ein Bild des Jammers.
Der Prinz lächelte.
Aber als er sich noch amüsierte, spürte er zum erstenmal die heiße Feuchtigkeit zwischen ihren
Beinen, die wirkliche Feuchtigkeit, die sich diesmal nicht mit dem Blut ihrer Unschuld vermischt
hatte. »So ist es recht, so ist es recht, mein Liebling«, flüsterte er. »Du darfst deinem Herrn und
Meister keinen Widerstand leisten, hmmm?«
Nun öffnete er seine Kleider und befreite sein hartes, begieriges Glied. Er legte sich neben
Dornröschen und ließ es auf ihrem Schenkel ruhen, während er sie weiterstreichelte. Dornröschen
wand sich auf ihrem Lager; ihre Hände knüllten das Bettuch an ihren Seiten zusammen. Es schien,
als sei ihr ganzer Körper rosafarben durchglüht, und die Knospen ihrer Brüste wirkten so hart wie
kleine Steine. Er konnte ihnen nicht widerstehen. Spielerisch und ohne ihr weh zu tun, bearbeitete
er sie mit den Zähnen. Er leckte mit der Zunge daran und küßte dann ihre Scham, und während sie
sich hin- und herwarf und errötend unter ihm stöhnte, glitt sein Körper langsam auf sie.
Von neuem bäumte sich Dornröschen auf. Ihre Brüste hatten sich tiefer gerötet. Und als er sein
Glied in sie stieß, spürte er, wie ihr ganzer Körper vor unterdrückter Freude erzitterte. Seine Hand
erstickte ihren Aufschrei; ein heftiges Beben durchlief ihren ganzen Körper. Dann lag sie still,
feucht, gerötet und die Augen geschlossen. Ihr Atem ging heftig. Tränen liefen über ihre Wangen.
»Das war wunderbar, Liebling«, murmelte er. »Öffne deine Augen.«
Schüchtern gehorchte sie.
Doch dann sah sie ihn unverwandt an.
»Das war sehr, sehr schwer für dich «, flüsterte er. »Daß so etwas mit dir geschehen würde,
hättest du dir niemals träumen lassen. Und jetzt bist du rot vor Scham und zitterst vor Angst, und
vielleicht glaubst du, es wäre einer der Träume, die du in den letzten Jahren geträumt hast. Aber
es ist Wirklichkeit, Dornröschen. Und es ist nur der Anfang! Du glaubst, ich hätte dich zu meiner
Prinzessin gemacht. Aber das war erst der erste Schritt. Der Tag wird kommen, da du nur noch
mich sehen wirst - als sei ich die Sonne und der Mond, Speis und Trank und die Luft, die du
atmest. Dann - dann wirst du mir wirklich gehören, und diese ersten Lektionen und Freuden « er
lächelte, »werden dir völlig unbedeutend vorkommend Er beugte sich über sie. Sie lag ganz still
und schaute ihn mit weit geöffneten Augen an.
»Jetzt gib mir einen Kuß«, befahl er. »Und ich meine einen richtigen Kuß.«

Die Reise und die Bestrafung in der Herberge Am nächsten Morgen war der ganze Hofstaat in der
Großen Halle versammelt, um den Prinzen und Dornröschen zu verabschieden. Das dankbare
Königspaar stand mit niedergeschlagenen Augen da und verbeugte sich tief, als der Prinz, vom
nackten Dornröschen gefolgt, die Stufen herunterschritt. Er hatte sie angewiesen, ihre Hände
hinter dem Hals zu verschränken und sich ein wenig rechts von ihm zu halten, so daß er sie aus
den Augenwinkeln betrachten konnte. Und Dornröschen gehorchte. Ihre bloßen Füße verursachten
auf den ausgetretenen Stufen der Treppe nicht das kleinste Geräusch. »Lieber Prinz«, sagte die
Königin, als er das große Tor erreicht hatte und sah, daß seine Soldaten in den Sätteln saßen und
bei der Zugbrücke warteten. »Wir stehen auf ewig in Eurer Schuld.' Aber Dornröschen ist unsere
einzige Tochter.«
Der Prinz wandte sich zu ihr um. Die Königin war immer noch schön, obwohl sie mehr als doppelt
so alt war wie Dornröschen, und er fragte sich, ob sie seinem Urgroßvater gedient hatte wie
Dornröschen ihm. »Wie könnt Ihr so zu mir reden?« fragte der Prinz geduldig. »Ich habe Euch Euer
Königreich wiedergegeben, und wenn Ihr Euch auch nur ein wenig an mein Land erinnert, dann
werdet Ihr sehr wohl wissen, daß sich Dornröschen glücklich schätzen kann, wenn sie dort dienen
darf.«
Wie zuvor beim König übergoß verräterische Röte jetzt die Wangen der Königin, und sie neigte
ergeben ihr Haupt.
»Aber Ihr werdet doch erlauben, daß Dornröschen sich etwas anzieht«, flüsterte sie, »zumindest,
bis sie in Eurem Reich angelangt ist.«
»Alle Städte, die an unserem Wege liegen, sind uns seit hundert Jahren Treue und Ergebenheit
schuldig. Und in jeder Stadt werde ich die Wiederauferstehung Eures Reiches verkünden. Könnt
Ihr noch mehr verlangen? Der Frühling ist schon angenehm warm, Dornröschen wird kein Leid
geschehen, wenn sie mir jetzt schon dient.«
»Vergebt uns, Hoheit«, beeilte sich der König zu sagen. »Aber sind die Bräuche dieselben wie in
früheren Zeitaltern? Oder wird Dornröschens Dienstbarkeit für immer dauern?« »Es ist, wie es
früher war. Wenn die Zeit gekommen ist, wird Dornröschen zurückkehren. Und sie wird viel
gewonnen haben an Weisheit und Schönheit. Und nun gebietet ihr, zu gehorchen, wie Eure Eltern
es Euch geboten, als sie Euch zu uns sandten.« »Der Prinz spricht die Wahrheit, Dornröschen«,
sagte der König mit leiser Stimme, wobei er vermied, seiner Tochter in die Augen zu sehen.
»Gehorche ihm, und gehorche der Königin. Manchmal wird dich überraschen, was man von dir
verlangt, und manchmal wird es dir schwerfallen, den Befehlen Folge zu leisten, aber du mußt
Vertrauen haben. Du wirst zurückkehren, und alles wird sich zu deinem Vorteil verändern.«
Der Prinz lächelte.
Die Pferde auf der Zugbrücke scharrten unruhig mit den Hufen. Das Streitroß des Prinzen, ein
schwarzer Hengst, bäumte sich schon vor Ungeduld auf, und so sagte der Prinz allen noch einmal
Lebewohl und wandte sich dann Dornröschen zu. Ohne Anstrengung hob er sie über seine rechte
Schulter. Ihr langes Haar streifte kurz über den Boden, ehe er sein Streitroß bestieg.
Die Soldaten formierten sich hinter ihm.
Er ritt in den Wald.
Die Sonne warf helle Strahlen durch das Laub der Bäume. Der leuchtendblaue Himmel, der sich
über ihnen wölbte, schimmerte am Horizont türkisfarben. Der Prinz summte eine Melodie, und
dann sang er laut.
Dornröschens geschmeidiger, warmer Körper lag leicht auf seiner Schulter. Er fühlte, daß sie
zitterte, und der Prinz verstand ihre Erregung. Ihre nackten Pobacken waren von seinen Schlägen
immer noch rot, und er konnte sich gut vorstellen, welch saftige Aussicht seine Mannen hinter ihm
hatten.
Sie kamen zu einer Lichtung, deren Boden dicht mit rotem und braunem Laub bedeckt war. Der
Prinz stieg ab, schlang die Zügel um den Sattelknauf, tastete mit der Linken nach dem weichen,
haarigen Pelz zwischen Dornröschens Beinen, neigte das Gesicht zu ihrer warmen Hüfte herab
und küßte sie sanft.
Nach einer Welle zog er sie in seinen Schoß, drehte sie so, daß sie in seinem linken Arm ruhte,
und küßte ihre errötenden Wangen. Er strich ihr die langen, goldenen Strähnen aus dem Gesicht
und saugte dann wie nebenbei an ihren Brüsten, als nähme er kleine Schlucke. »Leg deinen Kopf
auf meine Schulter«, sagte er. Gehorsam neigte sich Dornröschen zu ihm. Als er sich jedoch
wieder anschickte, sie über seine Schulter zu legen, entfuhr ihr ein leiser, klagender Laut. Den
Prinzen hielt das nicht ab. Als er sie wieder recht an Ort und Stelle gebracht hatte, schalt er sie
liebevoll und versetzte ihr mit der linken Hand ein paar Schläge, bis er sie weinen hörte.
»Du darfst dich nie widersetzend, erinnerte er sie. »Nicht mit Worten und nicht mit Gesten. Nur
Tränen dürfen deinem Prinzen zeigen, was du empfindest, und glaube nicht, daß er nicht wissen
möchte, was du fühlst. Und jetzt antworte mir respektvoll.« »Ja, mein Prinz«, flüsterte Dornröschen
demütig.
Den Prinzen durchlief ein Freudenschauer.
Als sie bei der kleinen Stadt, die inmitten eines Waldes lag, anlangten, herrschte dort große
Aufregung. jedermann hatte schon vernommen, daß der Zauber gebrochen war. Von seinen
Mannen gefolgt, ritt der Prinz durch die krummen, von hohen Fachwerkhäusern, die den Himmel
verdunkelten, gesäumten Gäßchen. Überall waren Neugierige zu den Fenstern und Türen geeilt
oder drängten sich in den gepflasterten Torwegen. Der Prinz hörte, wie seine Soldaten hinter ihm
mit unterdrückter Stimme den Einwohnern zuflüsterten, wer er war. Er sei ihr Herr und habe den
Zauber gebrochen. Das Mädchen auf seiner Schulter sei Dornröschen. Dornröschen schluchzte
leise. Ihr Körper wurde von Seufzern geschüttelt, aber der starke Arm des Prinzen hielt sie sicher.
Schließlich kam er, von einer großen Menge gefolgt, an der Herberge an. Mit lautem Hufgeklapper
trabte sein Pferd in den Hof. Rasch eilte sein Page hinzu und half ihm beim Absteigen.
»Wir machen nur Rast, um Speise und Trank zu uns zu nehmen«, verkündete der Prinz. »Wir
können noch ein gutes Stück reiten, bis die Sonne versinkt.« Er stellte Dornröschen auf die Füße
und sah mit Bewunderung, wie ihr Haar an ihrem Körper herabfiel. Sie hatte die Hände hinter dem
Nacken verschränkt, und ihre Augen waren niedergeschlagen, als er sie betrachtete.
Der Prinz küßte sie hingebungsvoll.
»Merkst du, daß dich alle anschauend fragte er. »Spürst du, wie sie deine Schönheit bewundern?
Sie sind hingerissen von dir.« Und er öffnete ihre Lippen und küßte sie leidenschaftlich, wobei
seine Hand ihre schmerzenden Pobacken drückte. Ihre Lippen hingen an seinen, als wolle sie ihn
nie wieder loslassen. Der Prinz löste sich und hauchte einen Kuß auf ihr Augenlid.
»Alle sind begierig darauf, Dornröschen zu sehen«, sagte der Prinz zu seinem Gardehauptmann.
»Befestige ein Seil am Boden über dem Herbergstor und binde ihr damit die Hände über dem Kopf
zusammen. Dann können die Leute sie betrachten, solange sie wollen. Aber niemand darf sie
berühren. Sie können schauen, aber du bürgst dafür, daß ihr niemand zu nahe kommt. Dein Essen
wird dir gebracht werden.«
»Ja, Herr«, sagte der Gardehauptmann.
Doch als der Prinz ihm Dornröschen übergeben wollte, beugte sie sich vor und bot ihm ihre Lippen,
und der Prinz empfing voller Dankbarkeit ihren Kuß. »Du bist süß, mein Liebling«, murmelte er.
»Und nun sei ganz brav und bescheiden. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn die Bewunderung dieser
Leute mein Dornröschen eingebildet und eitel machte. « Wieder küßte er sie und übergab sie dann
seinem Hauptmann.
Drinnen ließ er sich Fleisch und Bier auftragen und sah dann durch das Butzenfenster hinaus.
Der Gardehauptmann schlang das Seil um Dornröschens Handgelenke, achtete aber sorgfältig
darauf, nur ihre Hände zu berühren. Er führte sie zum offenen Hoftor, warf das Seil über den
gemauerten Torbogen, zog es so an, daß Dornröschen fast auf Zehenspitzen stand, und
verknüpfte es dann. Dann gebot er den Leuten, Abstand zu halten. Mit verschrän kten Armen an
die Mauer gelehnt, beobachtete er, wie sich das Volk um die Herberge drängte, um Dornröschen
zu bewundern.
Da waren dralle Weiber mit fleckigen Schürzen, vierschrötige Männer in Kniehosen und schweren
Lederstiefeln und junge Männer besseren Standes in samtenen Umhängen, die sich abseits hielten
und Dornröschen mehr aus der Entfernung betrachteten. Und da waren junge Frauen mit frisch
gestärktem Kopfputz, die scheinbar hochnäsig die Rocksäume hoben, während sie Dornröschen
abschätzend musterten. Zunächst vernahm man nur ein Flüstern, doch dann begannen die Leute
sich ungenierter zu unterhalten.
Dornröschen neigte das Gesicht zu ihrem Arm, so daß ihr langes Haar ihr Gesicht verhüllte.
Plötzlich stürmte ein Soldat aus der Herberge und rief: »Seine Majestät wünscht, daß sie den Kopf
hebt und sich umdreht, damit die Leute sie besser sehen können.« Zustimmendes Gemurmel kam
aus der Menge. »Schön, wunderschöne, schwärmte einer der jungen Männer.
»Und für diese Schönheit haben so viele Männer ihr Leben gelassen«, meinte ein alter Schuster.
Der Gardehauptmann hob Dornröschens Kinn und flüsterte ihr zu: »Du mußt dich umdrehen,
Prinzessin.« »0 bitte, Hauptmann«, flehte sie.
»Keinen Laut, Prinzessin, ich bitte dich. Unser Herr ist sehr streng«, erwiderte er. »Und es ist sein
Wunsch, daß dich alle bewundern.«
Purpurne Röte überzog Dornröschens Wangen, und sie fügte sich. Sie drehte sich so, daß die
Menge einen Blick auf ihr gerötetes Gesäß und dann wieder auf ihre Brüste und ihre Scham
werfen konnte. Es schien, als würde sie tief Luft holen, um sich zur Ruhe zu zwingen. Die jungen
Männer verliehen mit lauten Ausrufen ihrer Bewunderung Ausdruck und schwärmten für ihre
wunderschönen Brüste.
»Aber ihre Hinterbacken«, flüsterte eine alte Frau, die in Dornröschens Nähe stand. »Sie ist
geschlagen worden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die arme Prinzessin eine solche Bestrafung
verdient hat.«
»Kaum«, sagte ein junger Mann neben ihr. »Abgesehen davon, daß sie den süßesten Po hat, den
man sich vorstellen kann.« Dornröschen zitterte.
Schließlich kam der Prinz wieder aus dem Haus. Als er sah, daß die Menge nach wie vor im Banne
Dornröschens stand, löste er selbst das Seil vom Torbogen, hielt es wie eine kurze Leine über
ihrem Kopf und drehte sie einmal um ihre Achse. Die Umstehenden nickten und verbeugten sich
dankbar ob der Großzügigkeit des Prinzen.
»Heb den Kopf, Dornröschen, damit ich es nicht zu tun brauche«, sagte er mit einem kleinen, doch
unüberhörbaren Tadel in seiner Stimme. Dornröschen gehorchte. Ihr Gesicht war so von Röte
entflammt, daß ihre Augenbrauen wie Gold in der Sonne schimmerten. Der Prinz küßte sie.
»Komm her, Alter«, forderte der Prinz den Alten im Schustergewand auf. »Hast du je so etwas
Schönes gesehen?«
»Nein, Majestät«, erwiderte der Alte. Seine Ärmel waren bis zu den Ellenbogen hinaufgekrempelt,
seine Beine ein wenig krumm. Sein Haar war grau, aber seine grünen Augen schimmerten fast
sehnsüchtig und erfreut. »Sie ist wirklich eine wundervolle Prinzessin, Majestät, und den Tod aller
jener wert, die sie befreien wollten.«
»Da hast du wohl recht. Und sie ist auch die Tapferkeit des Prinzen wert, der sie wirklich erobert
hat«, lächelte der Prinz.
Alle lachten höflich. Keiner der Umstehenden konnte seine Ehrfurcht vor ihm verbergen. Sie
starrten auf seine Rüstung und auf sein Schwert, vor allem aber auf sein junges Gesicht und sein
tiefschwarzes Haar, das ihm bis auf die Schultern fiel.
Der Prinz winkte den Schuster zu sich heran. »Höre«, sagte er. »Du hast die Erlaubnis, ihre
Schätze zu berühren.«
Der alte Mann lächelte den Prinzen dankbar und fast unschuldig an. Einen Augenblick zögerte er,
dann tastete er Dornröschens Busen ab. Dornröschen schauderte und unterdrückte mühsam einen
kleinen Aufschrei.
Der Alte strich über ihre Scham. Der Prinz zog das Seil ein wenig nach oben, so daß Dornröschen
auf Zehenspitzen stand. Ihr Körper streckte sich, was seine Schönheit noch unterstrich: Brüste und
Pobacken waren gespannt; Kinn und Hals bildeten eine anmutige Linie, die in ihren wogenden
Busen mündete.
»Nun ist es gut. Geht wieder, woher ihr gekommen seid«, rief der Prinz.
Gehorsam wich die Menge zurück, wandte aber kein Auge vom Prinzen, als er sein Pferd bestieg.
Dornröschen befahl er, die Hände hinter dem Hals zu verschränken und vor ihm herzugehen.
Dornröschen ging als erste aus dem Hof der Herberge; das Pferd des Prinzen trottete hinter ihr
her. Die Leute machten ihr den Weg frei, konnten den Blick aber nicht von ihrem schönen und
doch so verwundbaren Körper wenden und drängten sich an den Mauern der Stadt , um das
Schauspiel zu verfolgen, bis die Reiter den Waldrand erreicht hatten. Als sie die Stadt hinter sich
gelassen hatten, hob der Prinz Dornröschen hoch, setzte sie vor sich in den Sattel und schalt: »Du
warst beschämt. Warum warst du so stolz? Glaubst du, daß du zu gut bist, um dich den Leuten zu
zeigen?«
»Es... es tut mir leid, mein Prinz«, flüsterte sie.
»Wenn du dich nur bemühst, mir und den Leuten, denen ich dich zeige, zu gefallen, geschieht dir
kein Leid, verstehst du? « Er küßte sie aufs Ohr und drückte sie an seine Brust. »Du hättest stolz
auf deine Brüste und deine wohlgeformten Hüften sein sollen. Du hättest dich fragen sollen:
>Gefalle ich meinem Prinzen? Finden die Leute mich schön?< «
»Ja, mein Prinz«, antwortete Dornröschen demütig.
»Du bist mein, Dornröschen«, fuhr der Prinz in etwas strengerem Ton fort. »Und bei keinem meiner
Befehle darfst du auch nur einen Augenblick zögern. Wenn ich dir gebiete, dem niedrigsten
Vasallen auf dem Felde zu Diensten zu sein, wirst du dich nach Kräften bemühen, meiner
Forderung Folge zu leisten. Wenn ich es sage, ist er dein Herr. Alle, denen ich dich anbiete, sind
deine Herren.«
»Ja, mein Prinz«, erwiderte sie, aber sie war tief bekümmert. Er streichelte ihre Brüste, kniff und
küßte sie, bis Dornröschen sich an ihn drängte. Die Knospen ihrer Brüste waren unter seiner Hand
hart geworden. Es schien, als wolle sie etwas sagen.
»Was ist, Dornröschen?«
»Dir zu gefallen, mein Prinz, dir zu gefallen ... «, flüsterte sie, als sei sie im Delirium. »Ja, mir zu
Gefallen zu sein, das ist jetzt dein Leben. Wie viele Menschen auf der Welt kennen solche Klarheit,
solche Einfachheit? Du bist mir zu Gefallen, und ich sage dir immer genau, was du tun mußt.«
»Ja, mein Prinz«, seufzte sie und weinte wieder.
»Ich werde dich dafür fest in mein Herz schließen. Das Mädchen, das ich im verwunschenen
Schloß fand, war gar nichts gegen das, was du jetzt bist, teure Prinzessin.«
Der Prinz war nicht ganz zufrieden mit dem, was er Dornröschen bis jetzt beigebracht hatte. Als sie
kurz vor Anbruch der Nacht eine andere Stadt erreicht hatten, eröffnete er ihr, daß er sie noch ein
wenig mehr demütigen wolle, um es ihr leichter zu machen.
Während die Stadtleute ihre Nasen an den Bleiglasfenstern der Herberge plattdrückten, ließ der
Prinz Dornröschen an seinem Tisch aufwarten. Auf Händen und Knien kroch sie über den roh
behauenen Bretterboden, um seinen Teller aus der Küche zu holen. Und obwohl sie die Erlaubnis
hatte, dabei aufrecht zu gehen, brachte sie ihm auf allen vieren den Wein. Im Schein des
flackernden Feuers verschlangen die Soldaten ihr Abendmahl und verfolgten schweigend die
Szene. Dornröschen wischte den Tisch des Prinzen ab, und wenn ein Bröselchen auf den Boden
fiel, befahl er ihr, es aufzulecken. Mit Tränen in den Augen gehorchte Dornröschen, und der Prinz
zog sie schließlich auf die Füße und in seine Arme. Er belohnte sie mit Dutzenden von feuchten,
liebevollen Küssen. Fügsam legte sie ihre Arme um seinen Nacken.
Aber das Spiel mit den Brosamen hatte ihm eine Idee eingegeben. Er hie ß sie rasch einen Teller
aus der Küche herbeiholen, und den mußte sie auf den Boden zu seinen Füßen legen. In diesen
Teller wurde Essen für sie gelegt, und der Prinz befahl ihr, ihr schweres Haar über ihre Schultern
zu werfen und es ohne Zuhilfenahme ihrer Hände zu essen. »Du bist mein Kätzchen«, lachte er
fröhlich. »Und ich würde dir all diese Tränen verbieten, wären sie nicht so schön. Möchtest du mir
zu Gefallen sein?«
»Ja, mein Prinz«, erwiderte sie.
Mit der Fußspitze schubste er ihren Teller ein paar Schritte weit weg und befahl ihr, ihm ihre
Kehrseite zuzuwenden, während sie ihre Mahlzeit fortsetzte. Bewundernd genoß er den Anblick;
die von seinen Schlägen verursachte Rötung war fast verschwunden. Er berührte mit der Spitze
seines Lederstiefels die Stelle, an der er das seidige Haar zwischen ihren Beinen sehen konnte. Er
erahnte die feuchten, schwellenden Lippen unter dem Haar und seufzte. Wie schön sie doch war!
Als sie ihre Mahlzeit beendet hatte, schob sie auf sein Geheiß mit dem Mund ihren Teller zu
seinem Stuhl zurück. Dann wischte er ihr selbst die Lippen ab und ließ sie aus seinem Weinglas
trinken.
Der Prinz beobachtete ihren langen, schönen Hals, während sie schluckte, und küßte sie auf die
Augenlider.
»Und nun hör mir zu. Ich möchte, daß du aus allem, was du bis jetzt erlebt hast, deine Lehren
ziehst«, sagte er. »Jeder kann dich hier sehen, alle deine Reize bewundern, und du weißt es. Aber
ich möchte, daß du dir dessen völlig bewußt bist. Die Stadtleute hinter dir am Fenster bewundern
dich, wie sie dich vorhin bewunderten, als ich dich durch die Stadt brachte. Das sollte dich nicht
eitel machen, sondern stolz - stolz, daß du mein Gefallen erregt hast und ihre Bewunderung.«
»Ja, mein Prinz«, sagte sie, als er innehielt.
»Und nun denk nach: Du bist ganz nackt und hilflos; du bist ganz und gar mein.«
»Ja, mein Prinz«, wimmerte sie leise.
»Ich bin jetzt dein Lebensinhalt, und du sollst an nichts anderes denken und nichts bedauern. Ich
wünsche, daß du Schicht für Schicht Stolz und Hochmut ablegst und dir nur noch deine natürliche
Anmut bewahrst. Du sollst dich mir ergeben.« »Ja, mein Prinz«, hauchte sie.
Der Prinz warf einen Blick auf den Herbergswirt, der mit Frau und Tochter in der Küchentür stand.
Die drei nahmen sofort eine ehrerbietige Haltung an. Aber das Interesse des Prinzen galt nur der
Tochter. Sie war eine junge Frau, sehr hübsch in ihrer Art, wenn auch derb im Vergleich zu
Dornröschen. Sie hatte schwarzes Haar, runde Wangen und eine schmale Taille. Gekleidet war sie
wie viele Bauersfrauen in eine lange, gefältelte Bluse und einen kurzen, weiten Rock, der ihre
schlanken Fesseln freiließ. Ihr Gesicht wirkte unschuldig. Verwundert hatte sie während der
ganzen Zeit Dornröschen beobachtet. Die Blicke ihrer großen, braunen Augen huschten ängstlich
zum Prinzen und dann wieder zu Dornröschen zurück, die gehorsam zu Füßen des Prinzen kniete.
»Also, wie ich dir sagte«, fuhr der Prinz fort, »alle hier bewundern dich und freuen sich an dir - am
Anblick deines runden, kleinen Hinterns, deiner schön geformten Beine und dieser Brüste, die ich
immer wieder küssen muß. Und doch ist niemand hier,-auch nicht der Niedrigste, der nicht besser
als du wäre, meine Prinzessin, wenn ich dir befehle, ihm zu Diensten zu sein.«
Dornröschen erschrak. Sie nickte rasch, als sie »Ja, mein Prinz« antwortete. Impulsiv bückte sie
sich dann und küßte den Stiefel des Prinzen.
»So ist es gut, mein Liebling«, beruhigte der Prinz sie und streichelte ihren Nacken. »So ist es gut.
Wenn ich dir eine Geste erlaube, mit der du ungebeten dein Herz ausschütten darfst, dann ist es
diese. So darfst du mir immer deinen Respekt erweisen, auch ohne daß ich dich dazu auffordere.«
Wieder preßte Dornröschen ihre Lippen auf das Leder. Aber sie zitterte.
»Diese Stadtleute hungern nach dir und nach deinen Reizen«, begann der Prinz wieder.
»Und ich glaube, sie verdienen einen kleinen Geschmack davon. Das wird sie ungemein freuen.«
Wieder küßte Dornröschen den Stiefel des Prinzen und ließ ihre Lippen dort ruhen. »Nein, ich
glaube nicht, daß sie voll in den Ge nuß deiner Reize kommen sollen. Nein, nein«, murmelte der
Prinz nachdenklich.
»Aber ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um sie für ihre Ergebenheit zu belohnen und dich zu
lehren, daß du Strafen ertragen wirst, wann immer es in meinem Belieben steht. Du brauchst nicht
ungehorsam zu sein, um sie zu verdienen. Ich werde dich strafen, wann immer ich Lust dazu habe.
Manchmal wird das der einzige Grund dafür sein.«
Dornröschen gelang es nicht, ein Schluchzen zu unterdrücken.
Lächelnd gab der Prinz der Tochter des Herbergswirts einen Wink. Aber die fürchtete sich so sehr
vor ihm, daß sie sich nicht rührte, bis ihr Vater ihr einen Stoß gab.
»Meine Liebe«, sagte der Prinz freundlich. »In der Küche... hast du da ein flaches, hölzernes
Instrument, mit dem du die heißen Pfannen in den Ofen schiebst?«
Bewegung ging durch den Raum, als die Soldaten einander ansahen. Die Leute draußen drückten
sich noch näher an die Fenster. Das junge Mädchen nickte und kehrte bald darauf mit einem
Rührholz zurück. Es war flach und von ja hrelangem Gebrauch ganz glatt und hatte einen sehr
guten Handgriff.
»Ausgezeichnet«, lobte der Prinz.
Dornröschen aber brach in hilflose Tränen aus.
Rasch gebot der Prinz der Tochter des Herbergswirts, sich auf die Kante des Herdes zu setzen, die
in gleicher Ebene mit den Stühlen war. Dornröschen mußte auf Händen und Knien zu ihr rutschen.
»Meine Liebe« - der Prinz wandte sich wieder der Tochter des Herbergswirts zu -, »diese guten
Leute sollen ein Schauspiel genießen. Ihr Leben ist hart und eintönig. Auch meine Männer
brauchen eine kleine Abwechslung, und meine Prinzessin hat eine Züchtigung nötig.«
Weinend kniete Dornröschen vor dem Mädchen, das ahnte, was es tun sollte, und davon ganz
gefangen war.
»Auf ihren Schoß, Dornröschen«, sagte der Prinz. »Hände hinter den Nacken, und halte dein
wunderschönes Haar ein wenig zusammen. Sofort!« fügte er in beinahe scharfem Ton hinzu. Von
seiner Stimme erschreckt, beeilte sich Dornröschen, ihm zu gehorchen. Alle Umstehenden sahen
ihr tränenüberströmtes Gesicht.
»Nimm das Kinn hoch, so, schön.« Der Prinz wandte sich dem Mädchen zu, auf dessen Knien
Dornröschen saß. Es hatte das Rührholz noch immer in der Hand. »Nun, meine Liebe - ich möchte
sehen, ob du damit ebenso kräftig zuschlagen kannst wie ein Mann. Glaubst du, du bringst das
fertig?«
Als er sah, wie begierig das Mädchen war, ihm zu Gefallen zu sein, konnte er ein Lächeln nicht
unterdrücken. Das Mädchen murmelte eine respektvolle Antwort, und als er das Zeichen dazu gab,
ließ sie das Rührholz hart auf Dornröschens nackte Pobacken sausen. Dornröschen konnte nicht
stillhalten. Sie bemühte sich sehr, brachte es aber nicht fertig, und schließlich brach Wimmern und
Stöhnen aus ihr hervor.
Das Wirtstöchterlein schlug härter und härter zu, und dem Prinzen gefiel das. Es gefiel ihm weit
mehr als die Züchtigung, die er selbst Dornröschen verabreicht hatte.
Dieses Schauspiel konnte er viel besser beobachten. Er sah, wie Dornröschens Brüste sich hoben
und senkten, wie ihr die Tränen über die Wangen rollten und sie die kleinen Pobacken spannte, als
könne sie, ohne sich zu bewegen, den harten Schlägen des Mädchens entkommen und sie
abwehren.
Schließlich, als Dornröschens Kehrseite rot, aber ohne Striemen war, gebot er dem Mädchen,
innezuhalten.
Seine Soldaten hatten ebenso zugesehen wie die Stadtleute. Der Prinz schnappte mit den Fingern
und befahl Dornröschen, zu ihm zu kommen.
»Eßt alle jetzt euer Abendbrot, plaudert, tut, was ihr wollt«, forderte er.
Im ersten Moment leistete niemand seinem Gebot Folge. Dann wandten sich die Soldaten
einander zu. Die Leute draußen sahen, wie Dornröschen jetzt wieder zu den Füßen des Prinzen
kniete. Sie hockte mit dem geröteten, brennenden Po auf den Fersen und hatte das goldblonde
Haar wie einen Schleier vor das Gesicht gelegt.
Der Prinz gab Dornröschen noch einen Schluck Wein. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er völlig
zufrieden mit ihr war, und sann nach anderen Möglichkeiten.
Er rief die Tochter des Herbergswirts zu sich, weil sie ihre Sache gut gemacht hatte, gab ihr eine
Goldmünze und nahm ihr das Rührholz aus der Hand.
Endlich war es Zeit, nach oben zu gehen. Der Prinz trieb Dornröschen mit ein paar sanften, aber
doch spürbaren Schlägen die Treppe zum Schlafzimmer hinauf.

Schönheit
Dornröschen stand am Fuße des Bettes, die Hände hinter dem Nacken verschränkt. In ihren
Pobacken pochte ein heißer Schmerz, der aber ein ganz anderes Gefühl hervorrief als die kürzlich
erlittene Züchtigung und schon fast angenehm war. Ihre Tränen waren versiegt. Sie hatte, die
Hände hinter dem Rücken verschränkt, mit den Zähnen die Bettdecke des Prinzen aufgeschlagen
und - ebenfalls mit den Zähnen - seine Stiefel in die Zimmerecke gestellt. Jetzt harrte sie seiner
nächsten Befehle. Sie versuchte, ihn zu beobachten, obwohl ihre Augen niedergeschlagen waren,
ohne sich dessen bewußt zu sein.
Er hatte die Tür verriegelt und saß jetzt auf dem Bett. Sein lose über die Schultern fallendes
schwarzes Haar schimmerte im Licht der Talgkerze, und sein Gesicht erschien ihr sehr schön -
vielleicht weil es trotz der schwungvollen Züge ziemlich fein geschnitten war. Sie wußte es nicht so
recht. Selbst seine Hände bezauberten sie. Die Finger waren so lang, so weiß, so schlank. Sie war
ungemein erleichtert, jetzt mit ihm allein zu sein. Die Stunde in der Taverne war furchtbar für sie
gewesen. Und wenngleich er das Rührholz mitgebracht hatte und sie vielleicht härter damit
schlagen würde als dieses schreckliche Mädchen, war sie so froh, keine Zuschauer zu haben, daß
sie sich nicht davor fürchtete. Sie hatte nur Angst, ihm nicht gefallen zu haben.
Sie durchforschte ihr Gedächtnis nach Fehlern. Sie hatte allen seinen Geboten gehorcht, und er
mußte wissen, wie schwer ihr das gefallen war. Er verstand voll und ganz, was es für sie
bedeutete, daß ihr nackter Körper den Blicken aller hilflos ausgesetzt war und daß sie die Hingabe,
von der er gesprochen hatte, mit Gesten und Taten heucheln mußte, ohne sie zu empfinden. Aber
so sehr sie sich auch bemühte, sich zu beruhigen - immer wieder fragte sie sich, ob sie sich nicht
doch mehr hätte anstrengen können.
Wollte er, daß sie noch lauter schrie unter den Schlägen? Sie war sich nicht sicher. Bei dem
bloßen Gedanken daran, daß dieses Mädchen sie vor aller Augen gezüchtigt hatte, stiegen ihr
wieder die Tränen in die Augen. Der Prinz mußte das bemerken, das wußte sie. Und vielleicht
fragte er sich, warum sie jetzt, da er sie aufgefordert hatte, am Fußende des Bettes still zu stehen,
wieder weinte.
Aber der Prinz schien tief in Gedanken versunken zu sein.
Das ist ab jetzt mein Leben, dachte sie und bemühte sich, ruhig zu bleiben. Er hat mich erweckt
und Anspruch auf mich erhoben. Meine Eltern sind von neuem in ihre Rechte gesetzt, ihr Reich
gehört wieder ihnen, und, was wichtiger ist, sie sind am Leben. Ich aber gehöre dem Prinzen. Sie
empfand große Erleichterung, als ihr diese Gedanken durch den Kopf gingen. Gleichzeitig wurde
sie sich ihrer stechend pochenden Pobacken wieder bewußt. Der Gedanke erfüllte sie mit Scham
über diesen Teil ihres Körpers! Doch als sie dann mit feuchten Augen an sich herabblickte und ihre
schwellenden Brüste betrachtete, war es, als ob sich ihr Bewußtsein auf diesen Teil ihres Körpers
erweiterte. Sie hatte ein Gefühl, als hätte ihr der Prinz auf ihren Busen Klapse versetzt, was er
schon länger nicht mehr getan hatte, und das verwirrte sie.
Mein Leben ... sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Und sie erinnerte sich an den Nachmittag:
Als sie im warmen Wald vor seinem Pferd zu Fuß gegangen war, hatte sie ihr langes Haar auf
ihrem Gesäß gefühlt, und sie hatte es gebürstet während des Marsches. Dabei hatte sie sich
gefragt, ob der Prinz sie wirklich für schön hielt, und den plötzlichen Wunsch empfunden, er möge
sie zu sich aufs Pferd heben und küssen und streicheln. Natürlich hatte sie nicht gewagt, sich
umzudrehen und ihm einen Blick zuzuwerfen. Sie konnte sich nicht vorstellen, was er getan hätte,
wenn sie töricht genug gewesen wäre, etwas Ähnliches zu tun. Aber die Sonne hatte ihrer beider
Schatten vor ihnen auf den Boden geworfen, und sie hatte das Abbild seines Profils betrachtet und
dabei solches Vergnügen empfunden, daß sie sich dessen fast schämte. Ihre Beine waren
schwach geworden, und ein ganz eigenartiges Gefühl hatte sich ihrer bemächtigt - eine
Empfindung, die sie in ihrem früheren Leben niemals gekannt hatte, außer vielleicht in Träumen.
Ein leiser, aber bestimmter Befehl des Prinzen riß sie aus ihren Gedanken. »Komm hierher, mein
Liebling.« Er bedeutete ihr, vor ihm niederzuknien. »Dieses Hemd muß vorn aufgeknöpft werden,
und du wirst lernen, das mit Lippen und Zähnen zu tun. Ich werde geduldig mit dir sein.«
Sie hatte vermutet, daß er wieder das Rührholz benutzen würde. In ihrer Erleichterung machte sie
sich fast zu hastig an ihre Aufgabe und zog an dem dicken Band, das am Hals das Hemd
zusammenhielt. Die Haut des Prinzen fühlte sich warm und weich an. Die Haut eines Mannes war
ganz anders, dachte sie. Und rasch öffnete sie den zweiten und den dritten Knopf. Mit dem vierten -
er war in Bauchhöhe - hatte sie Schwierigkeiten, aber der Prinz bewegte sich nicht. Als sie fertig
war, neigte sie den Kopf, die Hände wie zuvor hinter dem Nacken verschränkt, und wartete.
»Mach meine Hosen auf«, befahl er.
Röte schoß in ihr Gesicht; sie konnte es spüren. Aber auch jetzt erlaubte sie sich kein Zögern. Sie
zerrte an der Stelle, unter der sich der Haken befand, bis sie ihn aus der Öse befreite. Und jetzt
konnte sie sein Glied sehen, das sich dort wölbte. Sie wollte es plötzlich küssen, wagte es aber
nicht und war schockiert über diese Begierde.
Er hatte es aus dem Stoff befreit. Es war hart. Sie dachte daran, wie es sich zwischen ihren Beinen
angefühlt und sie ausgefüllt hatte, hart und zu groß für ihre jungfräuliche Öffnung. Und sie erinnerte
sich an das ungeheure Vergnügen, dessen Wogen in der Nacht zuvor über ihr
zusammengeschlagen waren, und sie wußte, daß sie noch heftiger errötete. »Geh jetzt zu dem
Tischchen dort drüben«, forderte er, »und bring die Schüssel mit dem Wasser.«
Sie rannte fast. Schon einige Male hatte er sie ermahnt, sich stets zu beeilen, und obwohl ihr das
zunächst sehr widerstrebt hatte, tat sie es jetzt instinktiv. Sie brachte die Schüssel und setzte sie
nieder. Im Wasser befand sich ein Lappen.
»Wring ihn aus«, befahl er, »und wasche mich.«
Dornröschen tat sofort wie geheißen. Voll Bewunderung starrte sie auf sein Glied und registrierte
seine Länge, seine Härte und die Spitze mit der winzigen Öffnung. Gestern hatte es ihr so weh
getan, und dennoch hatte dieses Vergnügen sie fast gelähmt. Nie hätte sie sich vorstellen können,
daß sie eine so geheimnisvolle Le idenschaft durchströmen würde. »Und nun, weißt du, was ich
von dir möchte?« fragte der Prinz in sanftem Ton. Seine Hand streichelte liebevoll ihre Wange und
schob ihr Haar nach hinten. Sie war voller Begierde, ihn anzusehen. Sie wünschte sich sehnlichste
er würde ihr befehlen, ihm in die Augen zu sehen. Erschreckend war das, aber nach einem kurzen
Moment erschien ihr alles so wundervoll - dieses hübsche, feingeschnittene Gesicht, sein Ausdruck
und diese schwarzen Augen, die keine Halbheit zu dulden schienen.
»Nein, mein Prinz, aber was es auch ist ... «, begann sie.
»Ja, Liebling... So ist es gut. Ich möchte, daß du es in den Mund nimmst und mit deiner Zunge und
deinen Lippen streichelst.«
Sie war schockiert. Obwohl ihr so etwas niemals zuvor in den Sinn gekommen war, dachte sie an
ihren Wunsch, diesen Körperteil zu küssen. Plötzlich schoß ihr die Erinnerung daran durch den
Kopf, was. sie war - eine Prinzessin; und sie dachte zurück an ihr junges Leben, wie sie
eingeschlafen war, und fast entfuhr ihr ein kleiner Seufzer. Aber ihr Prinz und Retter, nicht
irgendeine entsetzliche Person, der sie zur Frau gegeben worden war, forderte diesen Gefallen
von ihr. Sie schloß die Augen und nahm das pulsierende Glied in den Mund. Sie spürte seine
riesige Größe und seine Härte.
Es stieß an ihren Gaumen, und sie bewegte den Kopf auf und nieder, wie der Prinz es befahl. Es
schien, als strömten salzige Tröpfchen in ihren Mund. Kurz danach hielt sie inne, weil der Prinz
meinte, es sei nun genug.
Sie öffnete die Augen.
»Sehr gut, Dornröschen, sehr gut«, lobte der Prinz.
Und sie spürte, daß er plötzlich in schmerzlicher Not war. Das machte sie stolz, und trotz ihrer
Hilflosigkeit stieg ein Gefühl der Macht in ihr auf.
Der Prinz war aufgestanden und hob auch sie hoch. Und während sie die Beine streckte, begriff
sie, daß ein überwältigendes Gefühl von ihr Besitz ergriffen hatte. Einen Augenblick meinte sie, sie
könne nicht stehen, aber dem Prinzen nicht zu gehorchen war undenkbar. Sie straffte sich,
verschränkte die Hände hinter dem Nacken und bemühte sich, ihre Hüften an einer vielleicht kaum
merklichen, demütigenden Bewegung zu hindern. Hatte er sie beobachtet? Sie biß sich auf die
Lippen und spürte, daß sie wund waren.
»Du hast deine Sache heute sehr gut gemacht und sehr viel gelernt«, sagte er zärtlich. Seine
Stimme konnte so sanft sein und machte sie beinahe schläfrig, während sie ein andermal wieder
fordernd und bestimmt klang. Dann sah sie, daß er nach dem Rührholz griff, das hinter ihm lag. Ein
leises Ächzen entfuhr ihr, ehe sie sich's versah, und sie spürte seine Hand auf ihrem Arm. Er nahm
ihre Hände von ihrem Nacken und drehte sie um. Sie wollte aufbegehren: »Was hab' ich getan?«
»Ich selbst habe auch eine sehr wichtige Lektion gelernte, erwiderte er mit leiser, , sonorer Stimme.
»Schmerz macht dich gefügig, macht alles leichter für dich. Nach den Schlägen in der Herberge
warst du viel fügsamer als vorher.«
Sie wollte den Kopf schütteln, wagte es aber nicht. Der quälende Gedanke an all jene, die diesen
demütigenden Vorgang verfolgt hatten, befiel sie. Ihre Stellung war so gewesen, daß die Leute
hinter den Fenstern ihren Po betrachten und zwischen ihre Beine hatten sehen können, während
sie den Soldaten ihr Gesicht zugewandt hatte - es war schrecklich gewesen. jetzt hingegen würde
es nur ihr Prinz sein. Wenn sie es ihm nur hätte klarmachen können - sie hätte alles für ihn
erduldet, aber in Gegenwart der anderen war es so gräßlich...
Sie wußte, daß es ein Fehler war, so zu denken. Seine Lehren zielten auf etwas anderes ab. Aber
in diesem Augenblick war es ihr unmöglich, an das zu denken, was er ihr beibringen wollte.
Der Prinz war an ihrer Seite. Mit der linken Hand hielt er ihr Kinn und gebot ihr, ihre Arme hinter
dem Rücken zu verschränken. Das war schwierig, schwieriger, als sie um den Nacken zu legen.
Diese Position spannte ihren Körper zum Bogen. Ihre Brüste wölbten sich vor, und das machte ihre
Nacktheit noch beschämender. Sie stöhnte leise, als er ihr Haar hochhob und über ihre rechte
Schulter drapierte.
Es fiel über ihren Arm, und er schob es von ihrem Busen und kniff mit Zeigefinger und Daumen in
beide Brustwarzen, wobei er ihre Brüste abwechselnd hob und sinken ließ. Das tat ihr weh, aber
sie wußte, daß das, was auf sie zukam, noch schmerzvoller sein mußte.
»Spreiz die Beine ein wenig. Du mußt fest auf dem Boden stehen«, sagte er, »damit du den
Schlägen standhalten kannst.« Sie wollte aufschreien, preßte aber die Lippen zusammen.
»Dornröschen, Dornröschen ... « Seine Stimme klang tief und sonor. »Möchtest du mir zu Gefallen
sein?«
»Ja, mein Prinz«, wimmerte sie, und ihre Lippen vibrierten dabei.
»Warum weinst du dann, obwohl du das Rührholz noch gar nicht gespürt hast? Deine Pobacken
sind nur ein bißchen wund. Die Tochter des Herbergswirts hatte doch gar nicht soviel Kraft.«
Sie weinte jetzt bitterlich, als wolle sie ihm wortlos zu verstehen geben, daß er zwar recht hatte, sie
aber dennoch Qualen litt.
Er hielt jetzt ihr Kinn mit kräftigem Griff umfaßt und spannte ihren Körper. Dann spürte sie den
ersten Schlag des Rührholzes. Es war eine Explosion stechenden Schmerzes auf ihrem heißen
Fleisch. Der zweite Schlag kam viel schneller, als sie es für möglich gehalten hatte, und dann der
dritte, der vierte, und gegen ihren Willen jammerte sie laut.
Er hielt inne und küßte sie sanft auf die Wange. »Dornröschen, Dornröschen«, murmelte er. »Jetzt
gebe ich dir die Erlaubnis zu sprechen ... Sag, was du mich wissen lassen möchtest ...«
»Ich möchte dir zu Diensten sein, mein Prinz«, schluchzte sie, »aber es tut so weh. Ich bemühe
mich so sehr, dir zu Gefallen zu sein.«
»Aber du gefällst mir, indem du diesen Schmerz erträgst, mein Liebling. Ich habe dir schon erklärt,
daß es für eine solche Strafe nicht immer einer Verfehlung von dir bedarf. Manchmal dient sie nur
meinem Vergnügen.«
»Ja, mein Prinz«, stammelte sie.
»Was diesen Schmerz betrifft, so will ich dir ein kleines Geheimnis erzählen. Du bist... bist wie eine
gespannte Bogensehne, und der Schmerz lockert dich, macht dich so weich, wie ich dich haben
möchte. Das ist tausend kleine Befehle und tadelnde Worte wert. Du darfst nicht versuchen, dich
gegen die Pein zu wehren. Verstehst du, was ich dir erklären will? Du mußt dich dem Schmerz
ganz hingeben. Bei jedem Schlag des Rührholzes mußt du an den nächsten denken und wieder an
den nächsten und daran, daß es dein Prinz ist, der dich züchtigt und dir diesen Schmerz zufügt.«
»Ja, mein Prinz«, sagte sie leise.
Ohne weitere Worte hob er wieder ihr Kinn und ließ das Rührholz auf ihre Pobacken sausen. Sie
spürte, wie ihr der Schmerz heißer und heißer durchs Fleisch schoß, und das Klatschen des
Rührholzes hallte in ihren Ohren wider, als sei dieses Geräusch ebenso schlimm wie der Schmerz.
Das konnte sie nicht verstehen. Als er von neuem innehielt, war sie atemlos und fast von Sinnen.
Tränen tropften von ihren Wangen. Es war, als hätte der Hagel von Schlägen sie weit schlimmer
gedemütigt, als die größte Pein es hätte bewirken können.
Jetzt schloß der Prinz sie in seine Arme. Als sie den groben Stoff seiner Kleidung und seine harte,
entblößte Brust auf ihrer Haut spürte und die Stärke seiner Schultern fühlte, empfand sie ein so
beruhigendes Wohlgefühle daß ihr Schluchzen langsam verebbte. Der grobe Stoff seiner
Kniehosen rieb ihre Scham, und sie bemerkte, daß sie sich gegen ihn preßte. Der Prinz schob sie
sanft von sich - und das erschien ihr wie ein wortloser Tadel.
»Küß mich«, verlangte er, und als sein Mund den ihren verschloß, schlug eine solche Woge des
Wohlgefühls über ihr zusammen, daß sie kaum mehr zu stehen vermochte und sich schwach auf
ihn stützte. Er drehte sie in Richtung Bett.
»Für heute genügt das«, sagte er leise. »Der morgige Tag wird hart.«
Er gebot ihr, sich niederzulegen.
Unvermittelt begriff Dornröschen, daß der Prinz sie nicht nehmen würde. Sie hörte, wie er zur Tür
ging, und das Lustgefühl zwischen ihren Beinen wurde plötzlich zur Qual. Aber es blieb ihr nichts
anderes übrig, als leise ins Kissen zu weinen. Ängstlich achtete sie darauf, daß ihre Schamlippen
das Bettuch nicht berührten, weil sie fürchtete, ihren Unterleib sonst nicht mehr an einer
unziemlichen Bewegung hindern zu können. Und der Prinz beobachtete sie, da war sie sich sicher.
Natürlich wollte er, daß sie Vergnügen empfand. Aber ohne seine Erlaubnis?
Weinend lag Dornröschen da, starr und verängstigt.
Einen Augenblick später hörte sie Stimmen.
»Badet sie und reibt ihren Hintern mit lindernder Salbe ein«, befahl der Prinz. »Ihr könnt, wenn ihr
wollt, mit der Prinzessin reden und sie mit euch. Und behandelt sie mit dem größten Respekt«,
fügte er hinzu. Dann hörte sie, wie er wegging.
Dornröschen war zu verängstigt, um die Augen aufzuschlagen. Die Tür ging wieder zu. Sie hörte
Schritte. Dann ertönte ein Plätschern.
»Ich bin es, liebste Prinzessin«, rief eine helle Stimme, und Dornröschen wurde gewahr, daß sich
eine junge Frau, ein Mädchen ihres Alters, im Raum befand. Das konnte nur die Tochter des
Herbergswirts sein.
Sie vergrub ihr Gesicht in den Kissen. Das ertrage ich nicht, dachte sie, und plötzlich haßte sie den
Prinzen aus ganzem Herzen. Das Gefühl der Erniedrigung war so groß, daß sie sich dieses
Hasses gar nicht richtig bewußt wurde. Sie bemerkte, daß sich das Mädchen auf die Bettkante
setzte, und bei der bloßen Berührung des rauhen Stoffs ihrer Schürze spürte Dornröschen Stiche
in ihrem wunden, schmerzenden Fleisch.
Ihr war, als sei ihr Po angeschwollen und so gerötet, daß er leuchtete. Doch gleichzeitig wußte sie,
daß dem nicht so war. Ausgerechnet dieses Mädchen, das sich so sehr bemüht hatte, dem Prinzen
zu Gefallen zu sein, indem es sie viel unbarmherziger geschlagen hatte, als er ahnte, sollte ihr jetzt
helfen, die Schmerzen zu lindern.
Ein feuchtes Tuch strich über ihren Nacken, ihre Schultern, ihre Arme. Es streichelte ihren Rücken,
dann ihre Schenkel, Beine und Füße, wobei das Mädchen ihre Scham und die wunden Stellen
sorgfältig mied. Doch als die Tochter des Herbergswirts das Tuch ausgewrungen hatte, berührte
sie leicht ihre Pobacken.
»Oh, ich weiß, daß es weh tut, liebste Prinzessin«, meinte sie. »Es tut mir so leid, aber was sollte
ich tun, als der Prinz mir diesen Befehl gab?« Der Stoff schmerzte auf der geschundenen Haut,
und Dornröschen begriff jetzt, daß sie dieses Mal tiefe Striemen davongetragen hatte. Sie stöhnte,
und obwohl sie dieses Mädchen mit einer Inbrunst haßte, die sie in ihrem kurzen Leben noch
niemals empfunden hatte, so bot ihr das feuchte Tuch jetzt doch Linderung.
Es war wie eine sanfte Massage. Und während das Mädchen sie weiter mit vorsichtig kreisenden
Bewegungen abrieb, wurde Dornröschen ruhiger und ruhiger.
»Liebste Prinzessin«, hob das Mädchen an, »ich weiß, wie du leidest, aber er ist so hübsch und
muß seinen Willen haben - man kann sich nicht dagegen wehren. Bitte rede mit mir. Bitte sag mir,
daß du mich nicht verachtest.«
»Ich verachte dich nicht«, erwiderte Dornröschen mit fast tonloser Stimme. »Wie könnte ich dich
verachten oder dir Vorwürfe machen?«
»Ich mußte es tun. Und was für ein Schauspiel das war! Prinzessin, ich muß dir etwas gestehen.
Du wirst mir vielleicht böse sein, aber vielleicht wird es dich auch trösten.«
Dornröschen schloß die Augen und drückte ihre Wange gegen das Kissen. Sie wollte nichts hören.
Aber sie mochte die Stimme des Mädchens und ihre sanfte und respektvolle Art. Das Mädchen
hatte sie nicht verletzen wollen. Dornröschen erkannte jenen Respekt und jene Demut, die ihr zeit
ihres Lebens ihre Bediensteten entgegengebracht hatten. Es war die gleiche Haltung, selbst bei
dieser Person, die sie in einer Taverne über ihr Knie gelegt und im Beisein ungehobelter Männer
und Bauern verdroschen hatte. Dornröschen sah sie vor ihrem geistigen Auge - wie sie in der
Küchentür stand, das kleine, runde Gesicht von dunklen Locken umrahmt, die großen Augen voller
Besorgnis. Wie unnahbar der Prinz ihr erschienen sein mußte! Mußte sie nicht jeden Augenblick
fürchten, daß der Prinz befehlen könnte, sie auszuziehen und zu erniedrigen? Bei diesem
Gedanken mußte Dornröschen beinahe lächeln. Sie empfand Mitgefühl mit dem Mädchen und war
ihr dankbar dafür, mit welcher Vorsicht ihre Hände ihr verwundetes Fleisch behandelten.
»Nun«, sagte Dornröschen, »was möchtest du mir sagen?« »Nur, daß du so lieblich anzusehen
warst, liebste Prinzessin, daß du so schön bist. Selbst dann, als du dich quältest. ...Oh, wie
wenige, die schön zu sein scheinen, hätten ihre Schönheit bei solch einer Prüfung bewahren
können! Und du warst so schön, Prinzessin.« Wieder und wieder sagte sie dieses Wort - schön -,
suchte sichtlich nach anderen Worten, wußte aber kein besseres. »Du warst so ... so anmutig,
Prinzessin«, sagte sie schließlich. »Du hast dein Los so tapfer und gehorsam vor seiner Hoheit,
dem Prinzen, getragen.«
Dornröschen schwieg. Sie dachte an diesen Vorfall zurück und überlegte, was das Mädchen dabei
wohl empfunden hatte. Aber dann wurde Dornröschen die Demütigung so schmerzhaft bewußt,
daß sie kaum mehr daran zu denken vermochte. Dieses Mädchen hatte sie aus der Nähe
betrachtet, hatte die Röte ihres gemarterten Fleisches gesehen und zugeschaut, wie sie sich vor
Schmerzen gewunden hatte.
Dornröschen hätte fast wieder losgeweint, hielt sich aber im Zaum.
Zum ersten Mal spürte sie durch die Salbe hindurch die nackten Finger des Mädchens auf ihrem
Körper. Sie massierten die Striemen.
»Oooh!« seufzte die Prinzessin.
»Ich bitte um Entschuldigung«, sagte das Mädchen. »Ich tu es so vorsichtig, wie ich nur kann.«
»Nein, mach nur weiter. Reib die Salbe gut ein«, seufzte Dornröschen. »Eigentlich tut es gut.
Vielleicht ist es der Augenblick, wenn du deine Hände wegnimmst.« Wie sollte sie dem Mädchen
erklären, was sie empfand - die Pobacken pochten vor Schmerz, die Striemen waren wie harte,
brennende Streifen, und sie spürte die Hände des Mädchens, die die wunden Stellen rieben und
dann wieder losließen.
»Alle bewundern dich, Prinzessin«, flüsterte das Mädchen. »Alle haben deine Schönheit gesehen.
Nichts hat diesen wundervollen Körper verhüllt - du bist makellos. Die Leute verlieren den
Verstand, wenn sie dich anschauen.«
»Ist das wahr? Oder sagst du das nur, um mich zu trösten?« fragte Dornröschen.
»Es ist wahr«, bekräftigte das Mädchen. »Ach, du hättest die reichen Frauen in der Herberge
hören sollen. Alle taten so, als empfänden sie keinen Neid, aber alle wußten, daß sie - unbekleidet -
neben dir verblassen würden, Prinzessin. Und natürlich war auch der Prinz so schön, so hübsch
und so ... « »0 ja«, seufzte Dornröschen.
Das Mädchen hatte die Striemen zu Ende behandelt und strich weitere Salbe auf andere Stellen.
Etwas davon massierte sie in Dornröschens Schenkel, wobei ihre Finger ein paar Augenblicke am
Haaransatz zwischen Dornröschens Beinen verweilten. Unwillig und voller Scham spürte
Dornröschen, daß sie das geheimnisvolle Lustgefühl wieder zu übermannen drohte. Hervorgerufen
durch dieses Mädchen!
Wenn der Prinz das wüßte, dachte sie plötzlich. Sie konnte sich nicht vorstellen, daß er darüber
erfreut wäre. Plötzlich kam ihr der Gedanke, daß er sie bestrafen könnte, wann immer sie dieses
Lustgefühl empfand, wenn er es nicht selbst hervorgerufen hatte. Sie versuchte, diesen Gedanken
abzuschütteln, und fragte sich, wo er sich wohl in diesem Augenblick aufhielt.
»Morgen«, plapperte das Mädchen, »wenn du weiterreist zum Schloß des Prinzen, werden zu
beiden Seiten des Weges Leute stehen, nur um dich zu sehen. im ganzen Königreich hat sich die
Kunde verbreitet ... «
Dornröschen erschrak bei diesen Worten. »Bist du sicher?« fragte sie ängstlich. Der Gedanke kam
einfach zu unerwartet. Sie erinnerte sich an einen friedlichen Augenblick im nachmittäglichen Wald
zurück. Sie war allein vor dem Prinzen einhergegangen und hatte es irgendwie fertiggebracht, die
ihm folgenden Soldaten ganz zu vergessen. Und nun plötzlich diese Vorstellung - all die Leute, die
an der Straße warteten, um sie zu sehen! Die Menschentrauben auf den Straßen der Stadt fielen
ihr ein, und sie erinnerte sich an jene grauenvollen Augenblicke, als ihre nackten Schenkel oder
Brüste von einem Arm oder dem Stoff eines Kleides gestreift worden waren. - Ihr stockte der Atem.
Aber er verlangt dies von mir, dachte sie. Nicht nur er will mich sehen, er möchte, daß alle mich
sehen.
»Dich zu sehen, macht den Leuten so große Freude«, hatte er noch an diesem Abend gesagt, als
sie in dem Städtchen angekommen waren. Er hatte sie vor sich her in die Wirtsstube dirigiert, und
sie hatte so bitterlich geweint, als sie um sich herum all die Schuhe und Stiefel erblickt und nicht
gewagt hatte, den Blick zu heben.
»Du bist so wunderschön, Prinzessin, und alle werden ihren Enkeln von deiner Anmut erzählen«,
entgegnete die Tochter des Herbergswirts. »Sie können es nicht erwarten, sich an deinem Anblick
zu weiden, und du wirst sie nicht enttäuschen. Stell dir vor, daß du allen Menschen Freude
bereitest ... « Die Stimme des Mädchens verlor sich, als wanderten ihre Gedanken irgendwo hin.
»Oh, ich wünschte so sehr, ich könnte dabeisein, um das mitzuerleben.«
»Du verstehst das doch nicht!« Dornröschen konnte plötzlich nicht mehr an sich halten. »Du
begreifst nicht ... «
»Doch, doch«, unterbrach das Mädchen sie. »Natürlich verstehe ich ... Ich habe die Prinzessinnen
gesehen, wenn sie in ihren großartigen, juwelenbesetzten Roben vorbeikamen, und ich kann
nachempfinden, wie es sein muß, wenn man für die Welt geöffnet wird wie eine Blume. Die Augen
aller sind wie Finger auf dich gerichtet, aber du bist so... so wunderbar, Prinzessin, so einzigartig.
Und du bist seine Prinzessin. Er hat dich errettet, und alle wissen, daß du unter seiner Macht stehst
und alles tun mußt, was er befiehlt. Deswegen brauchst du dich nicht zu schämen, Prinzessin.
Warum solltest du auch, wenn ein so großer Prinz dir Befehle erteilt? Oh, glaubst du nicht, daß es
Frauen gibt, die alles geben würden, um deinen Platz einzunehmen, wenn sie nur deine Schönheit
besäßen?« Dornröschen war erstaunt über diese Worte und dachte darüber nach. Viele Frauen
würden alles geben, um ihren Platz einzunehmen. Daran hatte sie bis jetzt nicht gedacht. Sie
erinnerte sich an ihren Marsch durch den Wald.
Doch dann kam ihr wieder in den Sinn, wie sie in der Herberge verprügelt worden war - und das
vor so vielen Menschen! Sie hatte hilflos geschluchzt, und wie schrecklich war es gewesen: den Po
in die Hö he gereckt und ihre Beine geöffnet, und das Rührholz, das wieder und wieder auf ihr
Fleisch niederklatschte... Der Schmerz war von alledem noch das geringste Übel gewesen.
Sie dachte an die Menschenmenge an der Straße und versuchte, sich das Bild genau vorzustellen,
um auf die morgigen Ereignisse gefaßt zu sein. Aber sie ahnte nur, daß sie sich entsetzlich
erniedrigt fühlen würde und daß all diese Leute Zeugen ihrer Schmach werden würden.
Die Tür hatte sich geöffnet.
Der Prinz war in die Kammer getreten. Das Wirtstöchterlein sprang auf und verbeugte sich vor ihm.
»Hoheit«, hauchte das Mädchen.
»Du hast deine Arbeit gut verrichtete, bemerkte der Prinz. »Es war eine große Ehre, Hoheit«, sagte
das Mädchen.
Der Prinz trat hinzu, ergriff Dornröschens rechtes Handgelenk, zog sie hoch und stellte sie neben
das Bett. Gehorsam schlug Dornröschen die Augen nieder. Weil sie nicht wußte, was sie mit ihren
Händen anfangen sollte, verschränkte sie sie rasch hinter ihrem Nacken. Sie konnte die
Befriedigung des Prinzen fast spüren.
»Ausgezeichnet, mein Liebling«, lächelte er. »ist sie nicht schön, deine Prinzessin?« fragte er das
Wirtstöchterlein.
»0 ja, Hoheit.«
»Hast du mit ihr gesprochen und sie getröstet, während du sie gewaschen hast?«
»0 ja, Hoheit. Ich sagte ihr, wie groß die allgemeine Bewunderung ist und wie sehr alle
wünschen...«
»Ja, sie zu sehen«, ergänzte der Prinz.
Eine Pause trat ein. Dornröschen fragte sich, ob beide sie betrachteten, und plötzlich empfand sie
ihre Nacktheit wieder als beschämend. Mit einer Person allein zu sein, konnte sie wohl ertragen,
aber daß beide ihre Blößen anstarrten, das war zuviel.
Der Prinz umarmte sie, als spürte er, daß sie Trost brauchte. Der sanfte Druck, den er auf ihr
wundes Fleisch ausübte, erfüllte sie von neuem mit schamvoller Lust. Sie spürte, daß sie wieder
rot wurde. Sie errötete immer so leicht. Hatte er noch andere Möglichkeiten, ihr dieses Gefühl zu
vermitteln, außer mit seinen Händen? Sie würde wieder zu weinen anfangen, wenn es ihr nicht
gelang, diese quälende Wollust zu verbergen.
»Auf die Knie, mein Liebling. « Der Prinz schnappte mit den Fingern.
Erschrocken sank Dornröschen auf die rohen Planken des Bodens. Vor ihren Augen waren die
schwarzen Stiefel des Prinzen und dann die groben Lederschuhe des Mädchens. »Und nun komm
zu deiner Dienerin und küß ihr die Schuhe. Zeig ihr, wie dankbar du ihr für ihre Ergebenheit bist.«
Dornröschen vermied es bewußt, lange zu überlegen. Aber während sie so demütig, wie sie nur
konnte, Küsse auf die abgetragenen Schuhe des Mädchens drückte, kamen ihr von neuem die
Tränen. Sie hörte, wie das Mädchen dem Prinzen Dankesworte zumurmelte. »Hoheit«, stammelte
sie, »ich bin es, die meiner Prinzessin Dank schuldet. Ich möchte sie küssen, ich bitte darum.«
Der Prinz hatte wohl genickt, denn das Mädchen fiel auf die Knie, strich Dornröschen über das
Haar und gab ihr voll Ehrerbietung einen Kuß auf die Stirn. Der Prinz wies auf die vier Pfosten des
Bettes, die einen hölzernen Dachhimmel trugen. »Feßle deine Herrin so mit Händen und Füßen an
diese Pfosten, daß ich zu ihr aufschauen kann, wenn ich mich niederlegen, sagte der Prinz. »Nimm
diese Seidenbänder, und achte darauf, daß ihre Haut nicht verletzt wird, aber binde sie fest an,
denn sie muß in dieser Position schlafen, und ihr Gewicht darf die Fesseln nicht lösen.«
Dornröschen war zu Tode erschrocken.
Der Besinnungslosigkeit nahe, ließ sie es über sich ergehen, daß das Mädchen erst ihre beiden
Hände, dann die Füße an die Bettpfosten band. So ausgebreitet, sah sie aufs Bett hinunter und
begriff voller Schrecken, daß der Prinz sehen konnte, wie sehr sie litt. Er mußte die beschämende
Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen bemerken, diese Feuchtigkeit, die sie nicht zurückhalten
konnte. Sie stöhnte leise. Das Schlimmste jedoch war, daß er offenbar nicht die Absicht hatte, sie
zu nehmen. Sie war so an die Pfosten gefesselt, daß sie außerhalb seiner Reichweite war. Sie
mußte auf ihn hinabschauen, während er schlief.
Das Mädchen wurde entlassen; verstohlen drückte sie einen Kuß auf Dornröschens Hüfte, ehe sie
ging. Leise weinend machte sich Dornröschen klar, daß sie nun allein mit dem Prinzen war. Sie
wagte nicht, ihn anzusehen.
»Wie schön und gehorsam du bist«, seufzte der Prinz.
Und mit Schrecken spürte sie, als er näher trat, den harten Griff des schrecklichen Rührholzes, das
ihre feuchte, geheime Stelle berührte, die so erbarmungslos entblößt war. Sie versuchte zu tun, als
merkte sie nichts. Aber sie konnte die verräterische Feuchtigkeit spüren, und sie wußte, daß dem
Prinzen ihre quälende Lust nicht verb orgen blieb.
»Ich habe dich so viel gelehrt, und ich bin sehr zufrieden mit dir«, fuhr er fort. »Und du kennst
nunmehr ein neues Leiden, ein neues Opfer für deinen Herrn und Meister. Ich könnte die
brennende Begierde zwischen deinen Beinen befriedigen, aber du sollst sie erleiden und ihre
Bedeutung erkennen - und wissen, daß nur dein Prinz dir die Erleichterung verschaffen kann, nach
der du dich so sehr sehnst.«
Obwohl sie den Mund gegen ihren Arm preßte, konnte sie ein Stöhnen nicht unterdrücken. jeden
Augenblick, so fürchtete sie, würde sie vielleicht in hilflosem, demütigendem Flehen ihre Hüften
bewegen. Der Prinz hatte die Kerzen gelöscht. Die Kammer war dunkel. Unter sich spürte sie das
Gewicht des Prinzen auf die Lagerstatt sinken.
Sie lehnte ihren Kopf gegen ihren Arm und fühlte sich plötzlich sicher. Aber diese Pein, diese
Marter... und es gab nichts, was sie tun konnte, um sie zu lindern. Sie betete, daß die Schwellung
zwischen ihren Beinen schwinden würde, so wie das Pochen in ihrem Po allmählich nachließ. Und
vor dem Einschlafen dachte sie ruhig, fast verträumt an die Menschenmenge, die an der Straße
zum Schloß des Prinzen auf sie warten würde.

Das Schloß und die Große Halle


Dornröschen war atemlos, als sie die Herberge verließen, und ihr Gesicht war schamrot. Der
Grund waren nicht so sehr die Menschenmassen, die die Straßen säumten und die an den
Weizenfeldern auf sie warteten. Der Prinz hattauf ihrem Weg. Dornröschen sah, daß sich sogar die
Bauern fröhlicher und bunter kleideten.
Sie näherten sich dem Schloß, und die Menschen, die in einiger Entfernung auf sie warteten,
waren keine Bauern wie diejenigen, die bewundernd am Rande des Weges gestanden hatten. Es
war eine große Gruppe prächtig gekleideter Edelleute mit ihren Damen. Vielleicht hatte sie einen
Laut des Erstaunens ausgestoßen, vielleicht auch den Kopf nur ein wenig gebeugt. jedenfalls
lenkte der Prinz sein Pferd neben Dornröschen. Sie spürte, wie sein Arm sie näher an das Reittier
heranzog, und er flüsterte: »Jetzt, Dornröschen, weißt du, was ich von dir erwarte.«
Sie hatten nun den Fuß der stellen Rampe erreicht, die zur Brücke hinaufführte. Dornröschen
erkannte, daß es genauso war, wie sie befürchtet hatte: Da waren Männer und Frauen ihres
eigenen Ranges, alle in weißen, goldverbrämten Samt oder frohe, festliche Farben gekleidet. Sie
wagte nicht, sie zu betrachten, und spürte, daß die Röte wieder ihre Wangen überzog. Zum
erstenmal war sie versucht, sich vor dem Prinzen niederzuwerfen und ihn zu bitten, er möge sie vor
den Blicken schützen.
Sie bei der Landbevölkerung, die nur Bewunderung für Dornröschen übrig hatte und für die sie
bald eine Legende sein würde, zur Schau zu stellen, war eine Sache. Jetzt aber konnte sie das
Gelächter und die hochnäsigen Kommentare schon fast hören, die sie ganz ohne Zweifel
erwarteten. Es war unerträglich für sie.
Als der Prinz abstieg, befahl er ihr, sich auf die Knie niederzulassen. Auf Händen und Knien, so
sagte er leise, sollte sie das letzte Stück des Weges ins Schloß zurücklegen. Dornröschen
erstarrte; heiße Röte schoß ihr ins Gesicht. Dennoch gehorchte sie unverzüglich. Aus den
Augenwinkeln sah sie die Stiefel des Prinzen zu ihrer Rechten. Sie bemühte sich, nicht hinter ihn
zurückzufallen, während sie die Zugbrücke überquerten. Sie wurde durch einen großen, dunklen
Korridor geführt und wagte nicht, den Blick zu heben, wenn sie auch überall um sich herum
reichbestickte Gewänder und glänzende Stiefel erkennen konnte. Links und rechts verbeugten sich
Edelmänner und Damen vor ihrem Prinzen. Geflüsterte Grüße waren zu hören, Kußhändchen
wurden geworfen, und Dornröschen war nackt und krabbelte auf Händen und Knien wie ein wildes
Tier.
Doch nun hatten sie endlich den Eingang der Großen Halle erreicht, eines Raumes, der viel
weitläufiger und düsterer war als irgendeiner in ihrem eigenen Schloß. Im Herd prasselte ein
gewaltiges Feuer, obgleich die Sonne warm durch hohe, schmale Fenster hereinschien.
Edelmänner und vornehme Damen drängten sich an ihr vorbei und strömten schweigend auf die
langen, hölzernen Tische zu, auf denen Teller und Gläser standen. Der Duft des Mahles hing
schwer in der Luft.
Und dann sah Dornröschen die Königin.
Ihr prächtigen Stuhl stand auf einem erhöhten Podest am Ende der Halle. Auf dem verschleierten
Haupt trug sie eine goldene Krone, und die geschlitzten Ärmel ihrer grünen Robe waren mit Perlen
und goldenen Stickereien verziert. Mit einem Fingerschnippen leitete der Prinz sie dorthin. Die
Königin hatte sich erhoben und umarmte nun ihren Sohn, der vor dem Podest stand.
»Ein Tribut, Mutter, aus dem Land jenseits der Berge, und das Anmutigste, was wir seit langem
erobert haben, wenn ich mich recht erinnere. Es ist meine erste Liebessklavin, und ich bin sehr
stolz, daß ich sie für mich gewonnen habe.«
»Das kannst du auch sein«, erwiderte die Königin mit einer Stimme, die sowohl jugendlich als auch
kalt klang. Dornröschen wagte nicht, zu ihr aufzusehen. Aber die Stimme des Prinzen jagte ihr
einen noch größeren Schrecken ein. »Meine erste Liebessklavin.« Dornröschen erinnerte sich an
die merkw ürdigen Bemerkungen, die der Prinz über die Dienstzeit ihrer Eltern in diesem Land
gemacht hatte, und daran, daß er sie so mitleidig betrachtet hatte. Und plötzlich spürte sie, daß
sich ihr Herzschlag beschleunigte.
»Exquisit, wirklich exquisit«, lobte die Königin. »Aber der ganze Hofstaat muß sie sich ansehen
können. Lord Gregory!« Sie vollzog eine affektierte Geste.
Allgemeines Gemurmel erhob sich. Und Dornröschen sah, daß sich ihnen ein großgewachsener,
grauhaariger Mann näherte, wenn sie sein Gesicht auch nicht genau zu sehen vermochte. Er trug
weiche Lederstiefel, deren Stulpen mit feinstem sibirischen Pelz gefüttert waren.
»Sie sollen das Mädchen anschauen ... « »Aber Mutter«, protestierte der Prinz. »Unsinn, das
gemeine Volk hat sie auch bewundert. Wir werden sie betrachtend, entgegnete die Königin. »Soll
sie geknebelt sein, Hoheit?« fragte der hochgewachsene Mann mit den pelzgefütterten Stiefeln.
»Nein, das ist nicht nötig. Strafe sie jedoch, wenn sie spricht oder schreit.«
»DasHaar-dieses Haar bedeckt sie ja völlig«, sagte der mann, während er Dornröschen aufhob
und ihre Hände über den Kopf legte. Ihr nackter Körper war den Blicken aller hoffnungslos
ausgesetzt, und Dornröschen konnte nicht anders - ihr kamen die Tränen. Sie sah jetzt die Königin
genau, obwohl sie das gar nicht wollte. Unter dem Schleier war schwarzes Haar zu erkennen. Die
langen Locken reichten bis über die Schultern, und ihre Augen waren so schwarz wie die Augen
des Prinzen.
»Laß ihr Haar, wie es ist«, befahl der Prinz beinahe eifersüchtig.
»Oh, er wird mich verteidigend dachte Dornröschen. Doch dann gab der Prinz selbst den Befehl:
»Hebt sie auf den Tisch, damit alle sie bewundern können.«
Der Tisch war rechteckig und stand in der Mitte der Halle wie ein Altar. Sie wurde gezwungen, auf
dem Tisch zu knien, das Gesicht zu den Thronen gewandt, auf deren einem der Prinz seinen Platz
neben seiner Mutter eingenommen hatte. Rasch legte der grauhaarige Mann einen großen Block
aus glattem Holz vor sie hin. Sie mußte sich mit dem Bauch daraufle gen, während er ihre Knie
weit auseinanderdrückte und dann ihre Beine ausstreckte, so daß die Knie nicht mehr den Tisch
berührten. Ihre Fuß- und Handgelenke wurden mit Lederriemen an die Tischkanten gefesselt.
Dornröschen verbarg ihr Gesicht, so gut sie konnte, und weinte.
»Du wirst ganz still sein«, zischte ihr der Mann mit eisiger Stimme zu, »Oder ich sorge selbst dafür,
daß du keinen Laut mehr von dir gibst. Mißverstehe die Milde der Königin nicht. Sie läßt dich nur
deshalb nicht knebeln, weil es die Edelleute amüsiert, den gequälten Zug um deinen Mund zu
betrachten.«
Zu Dornröschens Entsetzen hob er ihr Kinn an und legte es auf einen langen, dicken, hölzernen
Klotz, so daß es ihr unmöglich war, den Kopf zu senken. Sie bemerkte, daß die Höflinge von den
Bankettafeln aufstanden, und das riesige Feuer, das im Kamin loderte. Lord Gregory, der Mann mit
dem hageren, schmalen Gesicht und den grauen Augen, erschien in ihrem Blickfeld. Für einen
Moment glaubte Dornröschen, daß in diesen Augen so etwas wie Zärtlichkeit aufschimmerte.
Ein Schauder durchlief sie, als sie daran dachte, welches Bild sie den Leuten bot - ausgestreckt in
Sichthöhe der Neugierigen ... Dornröschen versuchte, ihre Seufzer zu unterdrücken, indem sie die
Lippen zusammenpreßte. Nicht einmal ihr Haar bot ihr Schutz.
»Junges, kleines Ding«, murmelte der grauhaarige Mann leise. »Du hast große Angst, aber das
hilft dir nichts.« Eine Spur von Wärme schien in seiner Stimme zu liegen. »Aber was ist denn
schließlich Angst? Unentschlossenheit. Du suchst nach einer Möglichkeit, zu entkommen oder dich
zu widersetzen. Aber es gibt keine. Verkrampfe dich nicht - das ist nutzlos.«
Dornröschen biß sich auf die Lippe. Tränen liefen ihr über die Wangen. Dennoch hatte der Klang
seiner Stimme beruhigend auf sie gewirkt. Er strich ihr das Haar aus der Stirn. Seine Hand war
leicht und kalt.
»Jetzt halte still. Alle werden kommen, um dich zu bewundern.«
Dornröschens Augen schwammen in Tränen. Dennoch konnte sie in einigem Abstand die beiden
Throne erkennen, auf denen der Prinz und seine Mutter saßen und in ruhigem Ton miteinander
sprachen. Die Höflinge waren jetzt aufgestanden und bewegten sich gemessenen Schrittes auf das
Podest zu. Die edlen Herren und Damen verbeugten sich vor der Königin und dem Prinzen, ehe
sie sich Dornröschen zuwandten.
Dornröschen fühlte sich immer unbehaglicher. Es schien, als würde die Luft wie gierige Hände über
ihren nackten Po und das Haar zwischen ihren Beinen streichen. Verzweifelt bemühte sie sich, den
Kopf zu senken, aber die hölzerne Stütze war unnachgiebig. So blieb ihr nur, den Blick zu senken.
Die ersten Edelleute waren schon ganz nahe gekommen. Dornröschen hörte das Rascheln ihrer
Kleider, sah das Schimmern der goldenen Armbänder. Diese Schmuckstücke warfen das Licht des
Feuers und der Fackeln zurück. Das Bild des Prinzen und der Königin flackerte vor ihren Augen.
Ein Stöhnen entfuhr ihr.
»Still, Teuerste«, raunte der grauäugige Mann. Und auf einmal empfand sie es als sehr tröstlich,
daß er so nahe bei ihr stand.
»Nun schau auf - zu deiner Linken«, forderte er sie jetzt auf, und ein Lächeln huschte über seine
Lippen. »Siehst du?«
Dornröschen erkannte etwas, was sicherlich gar nicht möglich war. Doch ehe sie noch einmal
hinschauen konnte, trat eine große Dame zwischen sie und diese Vision, und plötzlich fühlte sie zu
ihrem Entsetzen die Hände der Dame auf sich.
Sie spürte, wie die kalten Finger ihre schweren Brüste umfaßten und fast schmerzhaft verdrehten.
Dornröschen zitterte und bemühte sich verzweifelt, einen Aufschrei zu unterdrücken. Noch andere
Gestalten standen jetzt um sie herum; von hinten drückte jemand ihre Beine noch mehr
auseinander. Und ein anderer befühlte ihr Gesicht. Eine Hand drückte Dornröschens Wade so fest,
daß sie schmerzte.
Dornröschen spürte, wie die Spitzen ihrer Brüste pulsierten. Die Hände, die sie betatschten, fühlten
sich so kalt an, als stünde sie selbst in Flammen. Und nun spürte sie Finger, die ihren Po
erforschten und sich sogar zu der kleinen geheimen Öffnung vorwagten. Sie stöhnte auf, hielt die
Lippen aber zusammengepreßt. Die Tränen rannen ihr über die Wangen. Und einen Augenblick
lang dachte sie nur an das, was sie kurz zuvor gesehen hatte, ehe die Prozession der Edelleute ihr
den Blick verstellt hatte.
Hoch droben an der Wand der Großen Halle hatte sie auf einem Steinsims eine Reihe anderer
nackter Frauen gesehen.
Sie hatte ihren Augen nicht trauen wollen, und doch hatte sie sie gesehen. Sie waren alle jung wie
sie selbst und hatten die Hände hinter dem Nacken verschränkt, wie der Prinz es auch ihr befohlen
hatte. Ihre Augen waren niedergeschlagen, und Dornröschen hatte die Haarbüsche zwischen ihren
Beinen und die rosenfarbenen Spitzen ihrer Brüste gesehen. Sie konnte es nicht glauben und
wehrte sich gegen den bloßen Gedanken. Und doch, wenn es wirklich so war... Nein... Sicher war
es nur ihre Verwirrung. Hatte sie dieser Anblick noch fürchterlicher erschreckt, oder war sie
vielleicht froh, nicht die einzige zu sein, die eine so unsägliche Erniedrigung ertragen mußte?
Aber diesen Gedanken, so schockierend er auch war, konnte sie nicht lange verfolgen, denn jetzt
spürte sie überall Hände. Als jemand ihre Scham berührte und über ihre Haare strich, hatte sie
einen scharfen Schrei ausgestoßen. jetzt stieg ihr glühende Hitze ins Gesicht, und sie schloß die
Augen: Lange Finger waren in ihr Geschlecht geglitten und drückten es auseinander.
Es tat noch weh von den Stößen des Prinzen, und obwohl der Druck der Finger nur sanft war,
empfand Dornröschen von neuem den Schmerz.
Das Schlimmste aber war, so geöffnet zu werden und nebenbei leise Stimmen zu hören, die über
sie sprachen. »Unschuldig, ganz unschuldige, sagte eine, und eine andere bewunderte ihre
schlanken Schenkel und ihre junge, straffe Haut. Gelächter antwortete - leichtes, fröhliches
Lachen, als sei dies alle s das herrlichste Amüsement. Plötzlich merkte Dornröschen, daß sie mit
aller Macht versuchte, die Beine zu schließen, aber ihre Bemühungen waren zwecklos.
Die Finger hatten wieder von ihr abgelassen. jetzt tätschelte jemand ihren Venushügel und kniff die
verborgenen kleinen Lippen zusammen. Als sich Dornröschen wieder in ihren Fesseln wand, hörte
sie den Mann, der neben ihr stand, lachen.
»Kleine Prinzessin«, flüsterte er ihr leise ins Ohr und lehnte sich so über sie, daß sie seinen
samtenen Umhang an ihrem nackten Arm spürte. »Du kannst deine Reize vor niemandem
verbergen.«
Sie stöhnte, als flehte sie ihn an, ihr zu helfen, aber er legte nur den Finger auf ihre Lippen. »Wenn
ich dir die Lippen verschließen müßte, wäre der Prinz sehr ärgerlich. Du mußt dich in dein Los
schicken und alles ruhig ertragen. Das ist das Allerschwierigste. Der Schmerz ist im Vergleich dazu
gar nichts.«
Und Dornröschen spürte, wie er den Arm hob. Die Hand, die jetzt ihre Brust berührte, war die
seine. Er legte seine Finger an ihre Brustwarze und drückte sie in rhythmischen Intervallen.
Gleichzeitig streichelte jemand ihre Beine und ihr Geschlecht, und sie spürte trotz ihrer
Erniedrigung eine schändliche Lust, die sie so sehr beschämte.
» So ist es recht, so ist es recht«, murmelte er. »Du darfst dich nicht sträuben, sondern mußt deine
Reize akzeptieren. Das heißt, daß du deinen Körper beseelen sollst. Du bist hilflos und nackt, und
alle wollen sich an dir erfreuen. Und was kannst du tun? Übrigens, ich sollte dir sagen, daß du nur
noch reizvoller bist, wenn du dich so in deinen Fesseln windest. Das sieht sehr hübsch aus,
allerdings wirkst du auch sehr störrisch. Und nun schau noch einmal hin. Hast du gesehen, was ich
dir zeigen wollte?« Dornröschen bejahte mit einem unterdrückten Laut und sah angstvoll noch
einmal hoch. Es war wie zuvor.- die Reihe von jungen Frauen mit niedergeschlagenem Blick, den
Körper so schutzlos den Blicken ausgesetzt wie ihr eigener.
Aber was empfand sie jetzt eigentlich? Wie viele widersprüchliche Gefühle auf sie einstürmten! Sie
hatte geglaubt, die einzige zu sein, die auf so erniedrigende Weise zur Schau gestellt wurde, ein
Besitztum des Prinzen, den sie jetzt nicht mehr im Blickfeld b atte. Aber wer waren diese
Gefangenen? Würde sie selbst eine von ihnen werden? War das die Bedeutung des seltsamen
Gespräches zwischen dem Prinzen und ihren Eltern? Nein, solcher Art konnte ihr Dienst nicht
gewesen sein. Dornröschen befand sich in einem seltsamen Widerstreit zwischen Beruhigung und
bohrender Eifersucht.
Diese Behandlung war ein Ritual. Schon andere vor ihr hatten es über sich ergehen lassen. In
allen seinen Einzelheiten war der Ablauf festgelegt, und Dornröschen fühlte sich nach dieser
Erkenntnis noch hilfloser.
Doch jetzt sprach der grauäugige Edelmann wieder zu ihr. »Nun kommt deine zweite Lektion. Du
hast die Prinzessinnen gesehen, die als Tribut an unsere Herrscher bezahlt wurden. jetzt schau
nach rechts, und du siehst die Prinzen.« '
Dornröschen drehte den Kopf, so gut sie konnte, nach rechts. Dort, hoch auf einem anderen Sims,
erkannte sie im geisterhaften Flackern des Feuers eine Reihe nackter junger Männer, alle in
gleicher Stellung.
Ihre Köpfe waren gesenkt, ihre Hände lagen im Nacken, und alle waren sehr hübsch - jeder auf
seine Weise so schön wie die jungen Frauen auf der anderen Seite. Ihre Glieder waren hart und
steif. Dornröschen konnte die Augen nicht von diesem Anblick wenden; die Männer erschienen ihr
noch verwundbarer und gedemütigter als die Frauen.
Offenbar war ihr wieder ein Laut entschlüpft, denn sie spürte die Finger des Edelmanns auf ihren
Lippen. Und mit einemmal wurde ihr klar, daß die anderen Edelleute sich jetzt entfernten.
Nur ein Händepaar blieb. Es berührte das zarte Fleisch um ihren Anus. Dornröschen war so
erschrocken - denn fast niemand sonst hatte sie an dieser Stelle berührt -. daß sie unwillkürlich
wieder an ihren Fesseln zerrte, aber der grauäugige Herr versetzte ihr einen leichten Klaps ins
Gesicht.
Im Saal war heftige Bewegung entstanden. Dornröschen nahm Küchengerüche wahr; Speisen
wurden hereingebracht. jetzt sah sie, daß die meisten Höflinge an langen Tafeln Platz genommen
hatten. Man plauderte lebhaft und hob die Becher, und irgendwo hatten Musikanten begonnen,
leise, rhythmische Melodien zu spielen. Klänge von Hörnern und Tamburinen und tief brummenden
Saiteninstrumenten waren zu hören, und Dornröschen sah, daß sich die langen Reihen der
nackten Männer und Frauen zu beiden Seiten in Bewegung setzten.
»Was sind das für Gestalten?« wollte sie fragen. »Was soll das alles bedeuten? «, schwieg aber,
denn jetzt erkannte sie die ersten dieser Gestalten inmitten der Menge. Sie trugen silberne Krüge,
aus denen sie Becher auf den Tischen füllten, wobei sie jedesmal eine tiefe Verbeugung machten,
wenn sie an der Königin und dem Prinzen vorbeikamen. Dornröschen vergaß für Augenblicke ihr
Leid und beobachtete die Szene aufmerksam.
Die jungen Männer hatten gewelltes, bis zu den Schultern reichendes Haar, das ihre schmalen
Gesichter einrahmte. Und nie hob einer den Blick, obwohl manche sich offensichtlich schämten,
weil ihre Penisse steif und groß waren. Dornröschen hatte keine Ahnung, warum sie das annahm;
aber sie spürte instinktiv, daß die jungen Männer ihrem Begehren und ihrer inneren Spannung
keine Erleichterung verschaffen konnten - daran mußte es liegen.
Und als sie beobachtete, daß eine der langhaarigen jungen Frauen sich mit ihrem Krug über einen
Tisch beugte, fragte sich Dornröschen, ob auch sie dasselbe, übermächtige Freudengefühl
empfand. Dornröschen empfand selbst Wollust, während sie diese Sklaven betrachtete, und mit
ruhiger Genugtuung stellte sie fest, daß sie selbst für einen Augenblick unbeobachtet war.
Sie irrte sich.
Denn gleich darauf machte sich Unruhe im Saal bemerkbar. Manche der Höflinge standen auf und
gingen herum, tanzten vielleicht sogar zur Musik. Dornröschen war sich nicht sicher. Andere hatten
sich, die Becher in der Hand, um die Königin versammelt und unterhielten, wie es schien, den
Prinzen mit Geschichten.
Den Prinzen.
Er lächelte ihr zu, das erkannte sie deutlich. Wie königlich er aussah mit seinem schwarzen, vollen,
schimmernden Haar, die langen, glänzenden weißen Stiefel auf dem blauen Teppich vor sich
ausgestreckt. Denen, die zu ihm sprachen, nickte er lächelnd zu, doch dann und wann wanderte
sein Blick zu Dornröschen.
Aber es gab so viel zu sehen, und jetzt spürte sie, daß jemand ganz nah bei ihr war und sie wieder
berührte. Auf der einen Seite waren Tänzer dabei, eine Reihe zu bilden. Die Stimmung wurde
ausgelassener. Viel Wein wurde ausgeschenkt. Immer wieder war lautes Lachen zu hören.
Und dann, ganz plötzlich, sah sie etwas weiter zur Linken, wie ein nackter junger Mann seinen
Weinkrug fallen ließ und die rote Flüssigkeit über den Boden lief. Andere eilten herbei, um sie
aufzuwischen.
Der neben ihr stehende Edelmann klatschte in die Hände. Drei prächtig gekleidete Pagen, keiner
älter als die nackten jungen Männer selbst, eilten herbei, ergriffen den Unglücklichen und hielten
ihn an seinen Knöcheln hoch.
Stürmisch applaudierten die in der Nähe stehenden Höflinge.
Jemand brachte ein mit Gold und weißen Intarsien prächtig verziertes Schlagholz herbei, und der
Übeltäter wurde mit kräftigen Hieben bestraft, während die Umstehenden fasziniert zusahen.
Dornröschen blieb fast das Herz stehen. Sollte sie auch so erniedrigt werden? Sie wußte nicht, ob
sie das ertragen konnte .
Zur Schau gestellt zu werden war eine Sache hier schützte sie ihre Anmut wie eine Art Schild. Aber
an den Knöcheln hochgehoben zu werden wie dieser junge - diesen Gedanken konnte sie nicht
ertragen. Wieder und wieder klatschte das Holz auf sein immer röter werdendes Gesäß. Gehorsam
hatte er die Hände hinter dem Nacken gefaltet. Als man ihn auf Hände und Knie herunterließ, trieb
ihn der junge Page mit lauten Schlägen zur Königin, wo der junge Missetäter sich tief verbeugte
und den Schuh der Königin küßte.
Die Königin war ins Gespräch mit dem Prinzen vertieft. Sie war eine reife, voll aufgeblühte Frau;
seine Schönheit hatte der Prinz offenkundig von ihr geerbt. Fast gleichgültig wandte sie sich dem
jungen Sklaven zu, bedeutete ihm nach einem kurzen Blick auf den Prinzen, er solle aufstehen,
worauf sie ihm sanft übers Haar strich.
Doch mit der gleichen Gleichgültigkeit gab sie dem Pagen mit einem leichten Stirnrunzeln zu
verstehen, daß der Junge weiter bestraft werden sollte.
Der Hofstaat applaudierte mit scherzhaft scheltenden Gesten und fand dann offensichtlich großen
Gefallen daran, daß der Page den Fuß auf die zweite Stufe der Empore setzte, den ungehorsamen
Sklaven übers Knie legte und ihm vor aller Augen kräftig den Hintern versohlte.
Für einen Moment versperrte eine lange Reihe von Tänzern Dornröschen die Sicht doch wieder
und wieder konnte sie einen Blick auf den unglücklichen Jungen erhaschen und sah, daß der
Junge mit zunehmender Dauer die Schläge kaum mehr auszuhalten vermochte. Er wand sich,
ohne es zu wollen, ein wenig; dem Pagen, der ihm die Strafe verabreichte, bereitete dies
offensichtlich großes Vergnügen. Er biß sich leicht auf die Lippen, und sein junges Gesicht war
gerötet; er schlug unnötig hart zu, wie Dornröschen schien, und dafür verabscheute sie ihn.
Sie hörte, wie der Edelmann neben ihr lachte. Um sie herum stand jetzt eine Gruppe von Männern
und Frauen, die tranken und müßig plauderten. Die zu einer langen Kette formierten Tänzer
bewegten sich in anmutig fließenden Linien.
»Du siehst, du bist nicht das einzige hilflose kleine Geschöpf auf dieser Welt«, flüsterte ihr der
grauäugige Edelmann zu. »Erleichtert es dich, zu sehen, welcher Tribut deinem Herrn gebührt? Du
bist die Haupt sklavin unseres Prinzen und mußt ein leuchtendes Beispiel geben. Der junge Sklave
dort, Prinz Alexi, ist ein Favorit unserer Königin. Andernfalls würde man nicht so milde mit ihm
verfahren.«
Dornröschen sah, daß die Bestrafung geendet hatte. Wieder auf Händen und Knien, küßte der
Sklave die Füße der Königin, während der Page wartend danebenstand.
Die Pobacken des Sklaven waren knallrot. »Prinz Alexi«, dachte Dornröschen. Ein schöner Name
war das, und auch er war von königlichem Geblüt und hoher Geburt. Aber natürlich waren das alle.
Das war ein sehr angenehmer Gedanke. Wenn sie es nicht gewesen wären und sie die einzige
Prinzessin?
Sie starrte auf sein Gesäß. Striemen waren dort zu erkennen und kleine Flecken, die viel röter zu
sein schienen als die Umgebung. Als der junge Sklave die Füße der Königin küßte, konnte
Dornröschen auch den Hodensack zwischen seinen Beinen sehen, dunkel, haarig und
geheimnisvoll.
Wie entsetzlich verwundbar er wirkte!
Nun war ihm wohl vergeben worden. Er stand auf, strich sich das gelockte, kastanienbraune Haar
aus den Augen und Wangen. Dornröschen sah, daß sein Gesicht tränenüberströmt war; dennoch
hielt er sich in wunderbarer Würde.
Er nahm den Krug, den man ihm reichte, entgegen, ging mit anmutigen Bewegungen zwischen den
stehenden Gästen umher und füllte ihre Becher.
Er war jetzt nur noch wenige Schritte von Dornröschen entfernt und kam weiter näher.
Dornröschen konnte hören, wie ihn die Höflinge neckten.
»Wenn du dich weiter so ungeschickt anstellst, wirst du bald wieder verprügelt werden«, sagte eine
sehr hochgewachsene, blonde Dame in einem langen, grünen Gewand. Mit ihren
diamantbesetzten Fingern kniff sie ihn in die gerötete Wange. Der junge schlug die Augen nieder
und lächelte.
Sein Penis war hart und steif wie zuvor und ragte dick und bewegungslos aus einem Nest dunklen,
gekräuselten Haares zwischen seinen Beinen hervor. Dornröschen konnte den Blick nicht von ihm
abwenden.
Als er näher kam, hielt sie den Atem an.
»Komm hierher, Prinz Alexi.« Der grauäugige Edelmann schnappte mit den Fingern. Er nahm ein
weißes Taschentuch und ließ es den jungen mit Wein aus seinem Krug befeuchten.
Der junge war jetzt Dornröschen so nahe, daß sie ihn hätte berühren können, wenn sie nicht
gefesselt gewesen wäre. Der Edelmann nahm das befeuchtete Taschentuch und betupfte
Dornröschens Lippen damit. Es fühlte sich kühl und angenehm an.
Doch Dornröschen konnte nicht anders - sie mußte den gehorsamen jungen Prinzen ansehen und
bemerkte, daß er ihren Blick erwiderte.
Noch immer war sein Gesicht gerötet, und Tränen glitzerten auf seinen Wangen. Aber er lächelte
ihr zu.

Die Schlafkammer des Prinzen


Neuer Schrecken befiel Dornröschen.
Es hatte zu dämmern begonnen; das Fest war vorüber. Die Edelleute, die noch anwesend waren,
waren sehr laut und erregt. Dornröschen wurde losgebunden. Was würde jetzt mit ihr geschehen?
Mehrere andere Sklaven waren im Lauf des Banketts gründlich bestraft worden. Offenbar bedurfte
es dazu keines Vergehens, sondern nur des Wunsches einer der edlen Herrschaften, dem die Kön
igin dann huldvoll Erfüllung gewährte. Die Beine in der Luft und mit gebeugtem Kopf wurde dann
der Unglückliche über das Knie des Pagen gelegt, und das
flache, vergoldete Holz sauste auf ihn herunter.
Zweimal waren es junge Frauen gewesen.
Eine von ihnen hatte lautlos zu schluchzen begonnen. Irgend etwas in ihrer Art hatte jedoch
Dornröschens Verdacht erregt. Nachdem sie geschlagen worden war, war sie allzu beflissen zur
Königin hingeeilt, und Dornröschen hoffte insgeheim, sie würde noch einmal gezüchtigt werden, bis
ihr Schluchzen und ihre Eile echt waren. Und als die Königin den Befehl dazu gab, freute
Dornröschen sich sogar.
Jetzt, als Dornröschen aufwachte, dachte sie schlaftrunken an das Geschehene zurück, und die
Ahnung einer dunklen Gefahr erfüllte sie.
Würde sie mit all diesen Sklaven irgendwo hingeschickt werden? Oder wollte der Prinz sie
nehmen?
Zagend verfolgte sie, wie der Prinz sich erhob und dem Edelmann mit den grauen Augen gebot,
sie ihm nachzuführen.
Er band sie los. Ihre Glieder schmerzten. Der Edelmann hatte jetzt eines der Hölzer genommen,
das er auf seine Handfläche klatschen ließ. Ohne Dornröschen Zeit zu geben, ihre schmerzenden
Muskeln zu lockern, befahl er sie auf Hände und Knie.
Als sie zögerte, wiederholte er in scharfem Ton den Befehl, ohne sie aber zu schlagen. Sie beeilte
sich, den Prinzen einzuholen, der gerade den Fuß der Treppe erreicht hatte. Sie folgte ihm die
Treppe hinauf und dann durch einen langen Korridor. »Dornröschen!« Er trat zur Seite. »Öffne die
Türen!« Sich auf den Knien aufrichtend, beeilte sie sich, den Befehl auszuführen, und folgte dem
Prinzen dann in eine Bettkammer.
Im Kamin prasselte ein Feuer. Die Vorhänge waren zugezogen und das Bett aufgeschlagen.
Dornröschen zitterte vor Erregung. »Mein Prinz, soll ich gle ich beginnen, sie zu erziehen?« fragte
der grauäugige Edelmann.
»Nein, mein Freund. Die ersten paar Tage werde ich das selber besorgen, vielleicht noch länger«,
war die Antwort des Prinzen. »Dennoch, wann immer sich die Gelegenheit bietet, wirst du sie unt
errichten, ihr Manieren und die allgemeinen Regeln, die alle Sklaven betreffen, beibringen. Wie du
siehst, senkt sie nicht den Blick, wie es sich gehört; sie ist sehr neugierige Bei diesen Worten
lächelte er. Dornröschen schlug auf der Stelle die Augen nieder, obwohl sie begierig war, sein
Lächeln zu sehen.
Gehorsam kniete sie nieder und war froh, daß ihr Haar sie verhüllte. Doch dieser Gedanke
erschreckte sie - wenn sie das wirklich wollte, hatte sie noch nicht viel gelernt.
Hatte sich Prinz Alexi seiner Nacktheit geschämt? Er hatte große, braune Augen und einen
wunderschönen Mund. Sie fragte sich, wo er sich wohl in diesem Moment aufhielt. Würde man ihn
weiter für seine Ungeschicklichkeit bestrafen?
»Sehr wohl, Hoheit«, sagte der Edelmann. »Darf ich daran erinnern, daß Bestimmtheit am Anfang
eine Gnade gegenüber dem Sklaven ist, besonders wenn es sich dabei um eine so stolze,
verwöhnte Prinzessin handelte
Dornröschen errötete, und der Prinz lachte leise.
»Mein Dornröschen ist wie eine ungeprägte goldene Münze«, sagte er, »und diese Prägung werde
ich selbst vornehmen. Es wird mir ein Vergnügen sein, sie gefügig zu machen. Ich weiß nicht, ob
du ein ebenso offenes Auge für ihre Fehler hast wie ich.«
»Hoheit?« Der Edelmann erstarrte ein wenig.
»Ihr selbst wart in der Halle nicht sehr streng zu ihr. Ihr verhindertet nicht, daß sie ihre Blicke an
dem jungen Prinzen Alexi weidete. Ich habe den Eindruck, daß seine Bestrafung ihr ebenso Spaß
machte wie den Edelleuten«, erwiderte der Prinz.
Das Blut schoß in Dornröschens Wangen. Nicht im entferntesten hatte sie geahnt, daß der Prinz
sie so genau beobachtet hatte.
»Hoheit, sie hat nur erfahren, was man von ihr erwartet... so glaubte ich jedenfalls ... «, stammelte
der Edelmann untertänig. »Ich selbst habe ihre Aufmerksamkeit auf die anderen Sklaven gelenkt,
um ihr ein Beispiel von unbedingtem Gehorsam vor Augen zu führen.« »Schon gut, schon gut«,
versetzte der Prinz nachsichtig. »Vielleicht mag ich sie auch nur zu gern. Schließlich ist sie mir
nicht als Tribut gesandt worden. Ich selbst habe sie erobert, und anscheinend bin ich ein wenig
eifersüchtig. Vielleicht suche ich auch nur nach einem Grund, sie zu züchtigen. Du kannst jetzt
gehen. Hole sie am Morgen hier ab, wenn du willst, und wir werden sehen.«
Offenbar sehr betrübt bei dem Gedanken daran, daß er einen Fehler begangen haben könnte,
verließ der Edelmann rasch die Kammer.
Dornröschen war jetzt mit dem Prinzen allein. Er saß ruhig beim Feuer und betrachtete sie.
Dornröschen war sehr erregt und spürte wieder, daß sie rot wurde. Ihr Busen hob und senkte sich
heftig. Einem Impuls folgend, eilte sie zu ihrem Herrn und drückte die Lippen auf seinen Stiefel. Es
schien, als sei der Kuß dem Prinzen willkommen, denn der Stiefel hob sich ein wenig, während sie
ihn über und über mit Küssen bedeckte.
Ein Stöhnen entrang sich ihrer Brust. Oh, würde er nur die Erlaubnis geben zu sprechen. Als sie
daran dachte, wie sehr der Anblick des gezüchtigten jungen Prinzen sie fasziniert hatte, errötete
sie noch heftiger.
Aber ihr Prinz hatte sich erhoben. Er ergriff ihren Arm und zog sie hoch. Er preßte ihre Hände auf
ihren Rücken und schlug mit der Rechten auf ihre Brüste ein, bis Dornröschen aufschrie.
Stechender Schmerz schoß durch ihre Brüste, die hin- und her schwankten. »Bin ich böse auf
dich? Oder nicht?« fragte er leise.
Flehend stöhnte Dornröschen. Und er legte sie übers Knie, wie sie es bei dem jungen Prinzen
gesehen hatte, und verabreichte ihr mit der bloßen Hand einen Hagel von Schlägen, daß sie in
lautes Weinen ausbrach.
»Wem gehörst du?« fragte er mit leiser, aber zorniger Stimme. »Dir, mein Prinz, nur dir!« rief
Dornröschen. Und plötzlich fügte sie, nicht mehr fähig, sich zu beherrschen, hinzu: »Bitte, bitte,
mein Prinz, ergieße nicht deinen Zorn über mich, nein ... « Doch sofort verschloß er ihr mit der
Linken den Mund, und von neuem prasselten Schläge auf sie hernieder. Heißer Schmerz
durchzuckte ihr Fleisch, und hemmungsloses Schluchzen schüttelte sie.
Sie spürte die Hand des Prinzen auf ihren Lippen. Sicher war er noch nicht zufrieden. Er hatte sie
jetzt wieder auf die Füße gestellt und führte sie in eine Ecke des Raumes zwischen dem lodernden
Feuer und dem Fenster mit den zugezogenen Vorhängen. Ein hoher, geschnitzter Hocker stand
dort, neben dem Dornröschen stehenblieb, als er sich setzte. Immer noch weinte sie, wagte aber
nicht mehr, um Milde zu flehen, was auch geschah. Er war zornig, sehr zornig, und wenn sie auch
jeden Schmerz ertragen konnte, wenn er ihm Vergnügen bereitete sein Unmut war zuviel für sie.
Sie mußte ihn milde stimmen, mußte sich wieder seiner Liebe versichern - dann konnte sie jeden
Schmerz ertragen.
Er drehte sie so, daß er sie von vorne anschauen konnte. Dornröschen wagte nicht, ihm in die
Augen zu sehen. Der Prinz zog seinen Umhang zurück, legte die Hand auf die goldene
Gürtelschnalle und sagte: »Öffne den Gürtel.«
Sofort beeilte sie sich, mit den Zähnen ans Werk zu gehen, obwohl er ihr nicht verboten hatte, die
Hände zu Hilfe zu nehmen. Inständig hoffte sie, daß es ihm so recht sein möge. Schwer atmend
zerrte sie den ledernen Riemen vom Dorn, so daß er sich lockerte. »Jetzt zieh ihn heraus«,
forderte der Prinz, »und reiche ihn mir.«
Obwohl sie wußte, was kommen würde, gehorchte Dornröschen sofort. Es war ein dicker, breiter,
lederner Gürtel. Vielleicht war er nicht schlimmer als der hölzerne Stock. Jetzt gebot ihr der Prinz,
Blick und Hände zu heben, und Dornröschen sah einen metallenen Haken, der an einer eisernen
Kette über ihr hing.
»Ja, wir haben Vorkehrungen für ungehorsame kleine Sklaven«, erklärte er mit dem gewohnten
milden Ton in der Stimme. »Jetzt stell dich auf die Zehenspitzen und umfasse mit den Händen den
Haken. Und keinen Moment denkst du auch nur daran loszulassen, verstehst du mich?«
»Ja, mein Prinz«, hauchte sie leise.
Sie streckte sich, um den Haken zu ergreifen. Der Prinz schob seinen Hocker ein wenig zurück. Er
hatte jetzt reichlich Platz, um seinen Gürtel zu schwingen. Einen Augenblick schwieg er.
Dornröschen verfluchte sich, weil sie den jungen Prinzen Alexi bewundert hatte. Gleichzeitig
schämte sie sich wegen des bloßen Gedankens an ihn. Als der Gürtel zum erstenmal klatschend
auf ihre Schenkel sauste, stieß sie einen spitzen Schrei aus, empfand aber dennoch ein Gefühl der
Befriedigung. Ja, das hatte sie wirklich verdient. Nie wieder würde sie einen so schrecklichen
Fehler begehen, wie schön und verlockend die Sklaven auch waren. Daß sie sich erkühnt hatte,
sie anzuschauen, war unverzeihlich. Klatschend schlug der lederne Gurt auf sie ein. Das zarte
Fleisch ihrer Schenkel schien in Flammen aufzugehen unter den Schlägen. Ihr Mund stand offen.
Sie konnte nicht still bleiben.
Unvermittelt gebot ihr der Prinz, die Knie zu heben und auf der Stelle zu treten.
»Schnell, schnell, ja, im Rhythmus!« herrschte er sie böse an. Erstaunt beeilte sich Dornröschen zu
gehorchen. Ihre Brüste hüpften mit ihren Schritten, ihr Herz schlug pochend.
»Höher, schneller, befahl der Prinz.
Dornröschens Schritte wurden noch schneller. Ihre Füße klatschten auf den steinernen Boden,
höher hob sie die Knie, ihre schwingenden Brüste schmerzten schrecklich. Wieder sauste der
Gürtel auf ihre Schenkel.
Der Prinz schien in Rage zu sein. Schneller und schneller kamen die Schläge, und bald hatte
Dornröschen sich nicht mehr in der Gewalt - sie mußte sich ihnen entziehen. Laute
Schmerzensschreie entfuhren ihr. Das Schlimmste aber, das Schlimmste von allem war seine Wut.
Hätte das alles ihm nur Freude bereitet, wäre er nur zufrieden mit ihr gewesen, hätte sie sich
vielleicht schweigend fügen können. Aber jetzt vergrub sie ihr Gesicht in der Armbeuge und
schluchzte. Ihre Fußsohlen brannten, ihre Schenkel waren geschwollen, und Wellen des
Schmerzes brandeten über sie hinweg. Dann bearbeitete der Prinz wieder ihren Hintern.
So schnell kamen jetzt die Schläge, daß sie nicht mehr wußte, wie viele es waren. jedenfalls waren
es viel, viel mehr, als er ihr jemals zuvor versetzt hatte, und dabei schien es, als würde er immer
erregter. Mit der linken Hand hatte er ihr jetzt das Kinn hochgedrückt, so daß sie nicht mehr
schreien konnte. Und immer wieder befahl er ihr, noch schneller zu gehen und die Beine höher zu
heben.
»Du gehörst mir!« rief er, ohne auch nur einen Augenblick mit den Schlägen innezuhalten. »Du
wirst lernen, mir in allem zu Gefallen zu sein. Das wird dir nie gelingen, wenn du den männlichen
Sklaven meiner Mutter schöne Augen machst. Ist dir das klar? Verstehst du das?«
»Ja, mein Prinz«, brachte Dornröschen hervor.
Doch der Prinz schien wie besessen davon, sie zu züchtigen. Plötzlich stand er von seinem Hocker
auf, faßte sie um die Mitte und hob sie, während sie sich verzweifelt an dem Haken festhielt, so
über die Sitzfläche, daß das Holz gegen ihren empfindlichen Schamhügel drückte, während ihre
Beine hilflos in die Luft gestreckt waren. Und noch schlimmer als zuvor prasselte ein Hagel von
Schlägen auf sie hernieder. Es waren harte, klatschende Hiebe, unter denen ihre Waden
erzitterten wie ihre Schenkel zuvor. Doch wie intensiv er sich auch mit ihren Beinen beschäftigte,
immer wieder kehrte er zu ihrem Gesäß zurück, dem er die schme rzhaftesten Hiebe versetzte.
Dornröschen erstickte fast in ihren Tränen und fürchtete, daß die Strafe kein Ende mehr nehmen
würde.
Auf einmal hielt der Prinz inne.
»Laß den Haken los«, befahl er, nahm sie auf die Schulter, trug sie quer durch den Raum und warf
sie aufs Bett.
Dornröschen fiel in die Kissen. Der Prinz würde sie weitermartern, das wußte sie. Dennoch wollte
sie ihn. Als er sich über sie beugte, spürte sie nicht mehr den heißen, pochenden Schmerz in ihrem
Körper, sondern eine Flut von Säften zwischen ihren Beinen. Mit einem tiefen Seufzer öffnete sie
sich ihm.
Sie konnte nicht anders, als ihm ihre Hüften entgegenzuheben. Dornröschen betete, daß ihm diese
ungewollte Geste nicht mißfiel. Er kniete über ihr, befreite seinen steifen Schwanz aus der Hose,
drehte Dornröschen auf die Knie herum und spießte sie auf.
Mit einem Aufschrei warf Dornröschen den Kopf nach hinten. Die große, harte, ungebärdige Rute
stieß immer wieder in ihre wunde, sehnsüchtige Öffnung. Und sie spürte, daß sie sie mit ihren
Säften benetzte. Als der Prinz tiefer und tiefer in sie drang und ihr Inneres heftig rieb, brandete eine
Welle der Ekstase durch ihren Körper, so daß sie gegen ihren Willen lustvoll aufstöhnte.
Schneller und schneller kamen die Stöße des Prinzen, bis auch er einen langen, heiseren Seufzer
ausstieß. Er hielt Dornröschen an sich gepreßt, ihre Brüste mit den Händen umfangend, und
während er ihren Nacken mit Küssen bedeckte, löste sich allmählich die gewaltige Anspannung
seines Körpers. Und sie drehte sich um.
»Dornröschen, Dornröschen«, flüsterte er. »Genauso wie ich dich eroberte, hast du mich erobert.
Gib mir nie wieder Anlaß zur Eifersucht. Ich weiß nicht, was geschieht, wenn du es dennoch tust!«
»Mein Prinz«, hauchte sie und küßte ihn auf den Mund, und als sie die Pein in seinem Gesicht
bemerkte, bedeckte sie es mit Küssen.
»Ich bin deine Sklavin, mein Prinz«, flüsterte sie.
Er aber drückte nur stöhnend sein Gesicht an ihren Hals und schien aller Kräfte beraubt. »Ich liebe
dich«, sagte sie flehentlich. Er legte sich neben sie, nahm sein Weinglas vom Tischchen, starrte ins
Feuer und war lange in Gedanken versunken.

Prinz Alexi
Dornröschen träumte einen ermüdenden Traum. Sie durchstreifte müßig das Schloß, in dem sie ihr
ganzes Leben verbracht hatte. Dann und wann ließ sie sich auf einer Fensterbank nieder und
beobachtete die winzigen Gestalten der Bauern, die auf den Feldern frisch gemähtes Gras zu
Haufen türmten. Der Himmel war wolkenlos, und Dornröschen gefiel der vertraute Anblick seiner
Endlosigkeit.
Ihr war, als könne sie nichts tun, was sie nicht schon tausendmal getan hatte. Plötzlich drang ihr
ein fremdartiges Geräusch an die Ohren.
Dornröschen folgte ihm. Durch eine offene Tür sah sie eine bucklige, häßliche Alte, die an einer
eigenartigen Vorrichtung hantierte. Es war ein großes Rad, das einen Faden von einer Spindel
wickelte.
»Was ist das?« fragte Dornröschen neugierig.
»Komm und sieh selbst«, sagte die Alte, die eine höchst merkwürdige Stimme hatte - sie klang
jung und kräftig und paßte gar nicht zu dem verhärmten Gesicht.
Dornröschen wollte die seltsame Vorrichtung mit ihrem surrenden Rad gerade berühren, als
plötzlich von allen Seiten lautes Weinen ertönte und ihr die Sinne schwanden.
» ... schlafe, schlafe einen hundertjährigen Schlaf!«
Sie wollte ausrufen: »Nein, nein, das ist noch furchtbarer als der Tod«, denn es erschien ihr wie
eine Steigerung der furchtbaren Langeweile, gegen die sie so lange vergebens gekämpft hatte,
schlimmer noch als dieses ziellose Wandern von Zimmer zu Zimmer... Sie erwachte.
Sie war nicht zu Hause in ihrem Schloß.
Sie lag im Bett ihres Prinzen und spürte das leichte Prickeln des mit Edelsteinsplittern übersäten
Bettlakens auf der Haut.
Der Widerschein des Feuers flackerte an den Wänden, und sie sah den geschnitzten,
schimmernden Bettpfosten und die vielfarbigen Bettücher, die sich um sie bauschten. Sie fühlte
sich erquickt und voll inneren Drangs, erhob sich, um den lastenden Traum abzuschütteln. Dann
bemerkte sie, daß der Prinz nicht neben ihr lag.
Er stand beim Feuer, den Ellenbogen auf das Kaminsims gestützt. Darüber hingen ein Helm und
zwei gekreuzte Schwerter. Der Prinz trug noch seinen hellroten Samtmantel und die hohen spitzen
Stulpenstiefel. Er war tief in Gedanken versunken.
Dornröschen spürte ein Pulsieren zwischen den Beinen. Als sie leise seufzte, erwachte der Prinz
aus seinen Träumereien und trat zu ihr. Seinen Gesichtsausdruck konnte sie in der Dunkelheit
nicht erkennen.
»Ja, es gibt nur einen Weg«, sagte er. »Du wirst dich an alles gewöhnen, was in diesem Schloß
vor sich geht, und ich werde es erdulden, daß du dich daran gewöhnst.« Er zog an dem bereiten
Klingelband neben dem Bett. Dann zog er Dornröschen hoch, so daß sie mit untergeschlagenen
Beinen dasaß.
Ein Page trat ein. Er sah so unschuldig aus wie der Junge, der Prinz Alexi bestraft hatte, und wie
alle Pagen hier war er hochgewachsen und hatte sehr kräftige Arme. Dornröschen war sicher, daß
man sie wegen dieser Eigenschaften ausgewählt hatte. Sie zweifelte nicht daran, daß er sie an den
Füßen hätte hochheben können, wäre es ihm befohlen worden, aber sein glattes Gesicht ließ
keinerlei Bösartigkeit erkennen.
»Wo ist Prinz Alexi?« fragte der Prinz, der zornig und resolut auf- und abging.
»Oh, dem geht es nicht gut, Hoheit. Die Königin ist über seine Ungeschicklichkeit sehr besorgt. Ihr
wißt, daß sie möchte, daß er andern als Beispiel dient. Sie hat ihn im Garten anbinden lassen, und
zwar in einer wenig bequemen Stellung.«
»Ja, hm, bei uns soll er es noch ein bißchen unbequemer haben. Bitte meine Mutter um die
Erlaubnis, ihn hierher zu bringen. Und hole auch Junker Felix.«
Staunend hatte Dornröschen zugehört. Sie bemühte sich, nach außen so ruhig zu erscheinen, wie
es der Page war. In Wirklichkeit war sie sehr aufgeregt. Sie würde bald Prinz Alexi wiedersehen
und fürchtete, ihre Gefühle nicht vor ihrem Prinzen verbergen zu können. Wenn sie ihn nur
ablenken könnte... Als sie ihm jedoch leise etwas zuflüstern wollte, befahl er ihr sofort, zu
schweigen, sitzen zu bleiben, wo sie war, und den Blick zu senken.
Das Haar fiel ihr über den Körper herab und kitzelte ihre nackten Arme und Schenkel, und fast mit
Vergnügen stellte Dornröschen fest, daß sie daran nichts ändern konnte. Gleich darauf erschien
Junker Felix, und wie sie vermutet hatte, war er der Page, der Prinz Alexi so heftig verprügelt hatte.
Das vergoldete, paddelartige Holz steckte in seinem Gürtel, als er sich vor dem Prinzen verbeugte.
Alle hier sind wegen ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt worden, dachte Dornröschen, als
sie Felix musterte, denn auch er war blond, und sein blondes Haar bildete einen wunderschönen
Rahmen für sein junges Gesicht, das ein wenig gröber zu sein schien als jene der gefangenen
Prinzen.
»Und Prinz Alexi?« fragte der Prinz. Sein Gesicht war gerötet, und in seinen Augen lag ein
drohendes Glitzern, das Dornröschen von neuem Angst einjagte. »Wir richten ihn ein wenig her,
Hoheit«, erwiderte Junker Felix.
»Und warum dauert das so lang? Er sollte den nötigen Respekt zeigen; er hat lange genug in
unserem Hause gedient.« Gleich darauf wurde Prinz Alexi hereingebracht.
Dornröschen bemühte sich, ihn nicht zu bewundern. Er war nackt wie zuvor - sie hatte nichts
anderes erwartet. Im Licht des Feuers konnte sie sehen, daß Röte sein Gesicht überzog; sein
kastanienbraunes Haar hing ihm lose über die Augen, die niedergeschlagen waren, als wagte er
nicht, seinen Blick auf den Prinzen zu richten. Ungefähr im gleichen Alter waren die beiden, und
auch etwa gleich groß. Aber Alexi stand ganz hilflos und demütig vor dem Prinzen, der mit
energischen Schritten vor dem Fenster auf - und abging. Seine Miene war unbarmherzig und kalt
und verriet gleichzeitig eine gewisse Erregung. Prinz Alexis Penis war steif. Er hatte die Hände
hinter dem Nacken gefaltet.
»Du warst also nicht bereit für mich! « flüsterte der Prinz. Er trat näher und betrachtete Prinz Alexi
eingehend. Sein Blick ruhte schließlich auf Alexis Schwanz, und plötzlich versetzte der Prinz ihm
einen groben Schlag mit der Hand, so daß Alexi wider Willen zusammenzuckte. »Vielleicht
brauchst du ein bißchen Übung darin ... immer... bereit zu sein«, flüsterte der Prinz. Seine Worte
kamen mit betonter Höflichkeit und ganz langsam. Er hob Prinz Alexis Kinn an und schaute ihm in
die Augen. Dornröschen ertappte sich dabei, wie sie die beiden ohne jede Scheu anstarrte.
»Vergebung, Hoheit«, murmelte Prinz Alexi, und aus seiner Stimme klang weder Aufruhr noch
Scham.
Langsam verzogen sich die Lippen des Prinzen zu einem Lächeln. Prinz Alexis Augen waren groß,
und sie verrieten die gleiche Ruhe wie seine Stimme. Einen Moment glaubte Dornröschen, sie
könnten den Zorn des Prinzen zerstreuen, aber das erwies sich als unmöglich.
Der Prinz streichelte Alexis Penis und schlug leicht auf ihn ein.
Der untertänige junge Prinz schloß die Augen. Immer noch bot er ein Bild von Anmut und Würde,
wie es Dornröschen schon vorher beeindruckt hatte.
Auch ich muß mich so verhalten, dachte sie. In dieser Art und mit dieser Stärke. Ich muß alles mit
der gleichen Würde ertragen wie er. Und doch gab es einen Unterschied. Der gefangene Prinz
mußte zu jeder Zeit seine Faszination und seine Begierde zeigen, während sie selbst sehr wohl
das Gefühl des Begehrens zwischen ihren Beinen zu verbergen vermochte. Und sie zuckte trotz
aller Selbstbeherrschung zurück, als der Prinz in die winzigen, hart gewordenen Warzen auf Prinz
Alexis Brust kniff und dann wieder sein Kinn hob, um einen prüfenden Blick auf sein Gesicht zu
werfen.
Junker Felix beobachtete mit offenkundigem Vergnügen die Szene. Breitbeinig und mit
verschränkten Armen stand er da und ließ seinen hungrigen Blick über Alexis Körper schweifen.
»Wie lange bist du schon im Dienst meiner Mutter?« fragte der Prinz.
»Zwei Jahre, Hoheit«, antwortete der junge Prinz leise. Dornröschen war erstaunt. Zwei Jahre! Ihr
schien, so lang sei ihr ganzes Leben noch nicht gewesen. Was sie aber noch mehr gefangennahm
als das, was er sagte, war seine Stimme. Dornröschen war so gefangen von diesem Klang, daß sie
Alexis Gegenwart viel stärker als vorher spürte. Sein Körper war ein wenig kräftiger als der des
Prinzen, und das dunkle, bräunliche Haar zwischen seinen Beinen schimmerte prächtig.
Schemenhaft konnte Dornröschen den Hodensack ausmachen.
»Dein Vater hat dich als Tribut zu uns geschickte »Wie es Eure Mutter verlangten »Und wie viele
Jahre solltest du dienen?« »Solange es Euch und meiner Herrin, der Königin, gefällte, entgegnete
Prinz Alexi.
»Und wie alt bist du? Neunzehn? Und den andern ein Vorbild?«
Prinz Alexi errötete.
Mit einem heftigen Schlag auf die Schulter drehte ihn der Prinz zu Dornröschen um und schob ihn
zum Bett.
Dornröschen wich ein wenig zurück. Heiße Röte überzog ihr Gesicht.
»Und der Favorit meiner Mutter?« fragte der Prinz.
»Nicht heute abend, Hoheit«, erwiderte Prinz Alexi mit der Spur eines Lächelns.
Der Prinz lachte leise. »Nein, heute hast du dich nicht gut betragen, nicht wahr?«
»Ich kann nur um Vergebung bitten, Hoheit«, gab Prinz Alexi zurück.
»Mehr als das kannst du tun«, flüsterte der Prinz in sein Ohr, während er ihn weiter auf
Dornröschen zuschob. »Du kannst dafür leiden. Und meinem Dornröschen kannst du eine Lektion
in Bereitwilligkeit und absolutem Gehorsam erteilen.«
Der Prinz hatte jetzt den Blick zu Dornröschen gewandt und musterte sie mit steinerner Miene.
Erschreckt bei dem Gedanken, ihm nicht zu gefallen, beugte Dornröschen den Kopf. »Schau Prinz
Alexi an«, befahl er, und als sie den Blick hob, sah sie den schönen gefangenen Prinzen eine
Handspanne vor sich stehen. Sein Haar verhüllte zum Teil sein Gesicht; seine Haut erschien ihr
wunderbar glatt. Dornröschen zitterte.
Wie sie es befürchtet hatte, hob der Prinz wieder Alexis Kinn an, und als Alexi sie mit seinen
großen braunen Augen betrachtete, lächelte er ihr für einen so kurzen Augenblick zu, daß der
Prinz es nicht wahrnehmen konnte. Sein Gesichtsausdruck war fast heiter. Dornröschen
verschlang ihn nahezu mit den Augen. Sie hatte ja auch gar keine andere Wahl und hoffte, der
Prinz würde nicht mehr wahrnehmen als ihre Verwirrtheit.
»Küß meine neue Sklavin und heiße sie willkommen in diesem Hause. Küß ihre Lippen und ihre
Brüste«, befahl der Prinz und nahm Prinz Alexis Hände von seinem Nacken. Dornröschen stockte
der Atem. Prinz Alexi lächelte ihr wieder verstohlen zu, als sein Schatten über sie fiel, und sie
spürte seine Lippen auf den ihren. Wie eine Schockwelle durchflutete sein Kuß ihren Körper. Als
sein Mund ihre linke Brust und dann ihre rechte berührte, biß sie sich so stark in die Unterlippe,
daß sie fast blutete. Prinz Alexis streichelte ihre Wange und ihre Brüste, während er seinen Auftrag
ausführte, ehe er sich, nach außen hin gleichmütig, wieder aufrichtete.
Dornröschen faßte sich mit den Händen ans Gesicht, ohne daß sie es wollte.
Sofort nahm der Prinz ihre Hände wieder beiseite.
»Schau ordentlich hin, Dornröschen. Studiere dieses Beispiel eines gehorsamen Sklaven. Gewöhn
dich an ihn, damit du nicht ihn selbst siehst, sondern das Beispiel, das er dir gibt«, forderte der
Prinz. Und mit einer heftigen Bewegung drehte er Alexi herum, so daß Dornröschen die roten Male
auf seinem Hintern sehen konnte.
Prinz Alexi war viel härter bestraft worden als sie selbst. Seine Kehrseite war mit Striemen bedeckt,
und auch an Schenkeln und Waden hatte er blaue Flecke. Fast gleichgültig ruhte der Blick des
Prinzen auf ihm.
»Du wirst nicht mehr wegsehen«, sagte der Prinz zu Dornröschen, verstehst du mich?«
»Ja, mein Prinz«, erwiderte Dornröschen eilig, um ihren Gehorsam zu beweisen, und inmitten ihrer
schmerzlichen Not überkam sie ein seltsames Gefühl der Resignation. Sie mußte Alexis
muskulösen jungen Körper anschauen, mußte seine festen, schön geformten Hinterbacken
ansehen. In der Hoffnung, ihre Faszination verbergen zu können, trug sie Demut zur Schau.
Doch der Prinz hatte seinen Blick abgewendet. Er hatte Alexis Handgelenke mit der Linken umfaßt
und sich von Junker Felix nicht das vergoldete Paddel, sondern einen langen, flachen,
lederüberzogenen Stock reichen lassen, mit dem er Alexi mehrere klatschende Schläge auf die
Waden versetzte.
Er zog seinen Gefangenen zur Mitte des Raumes. Er stellte einen Fuß auf den Hocker und legte
Prinz Alexi übers Knie, wie er es mit Dornröschen zuvor getan hatte. Prinz Alexi wandte
Dornröschen den Rücken zu, und sie konnte nicht nur seine Pobacken sehen, sondern auch seine
Hoden. Prinz Alexi wehrte sich nicht, als der flache, lederumhüllte Stock auf sein Fleisch
niedersauste und Zickzackmuster auf seiner Haut hinterließ. Er gab kaum einen Laut von sich. Die
Füße hatte er auf den Boden gepreßt,- und nichts in seiner Haltung deutete darauf hin, daß er sich
den Schlägen hätte entziehen wollen, wie Dornröschen es wohl versucht hätte.
Und doch, während sie staunend zusah und seine Widerstandskraft und Selbstkontrolle
bewunderte, erkannte sie Zeichen wachsender Anspannung. Alexis Körper bewegte sich hierhin
und dorthin, sein Po hob und senkte sich, seine Beine zitterten. Und dann vernahm Dornröschen
einen ganz leisen Laut, ein fast unhörbares Stöhnen hinter zusammengepreßten Lippen. Der Prinz
drosch auf ihn ein, Alexis Haut rötete sich tiefer mit jedem Schlag. Und dann, als sein Begehren
einen Höhepunkt erreic ht zu haben schien, befahl er dem Sklaven, vor ihm auf Hände und Knie zu
gehen.
Dornröschen konnte jetzt wieder Prinz Alexis Gesicht sehen. Es war mit Tränen bedeckt, doch
seine Haltung war ungebrochen. Er kniete vor dem Prinzen und wartete. Der Prinz hob den Fuß
und berührte mit der Spitze des Stiefels Alexis Penis. Dann griff er in sein kastanienbraunes Haar
und hob seinen Kopf.
»Mach auf«, sagte er leise.
Unverzüglich setzte Alexi die Lippen an den Hosenschlitz des Prinzen. Mit einer
Geschicklichkeit, die Dornröschen erstaunte, öffnete er die Haken, die den Stoff über dem riesigen
Glied des Prinzen verschlossen, und legte es frei. Prinz Alexi küßte es zärtlich. Freilich litt er noch
sehr unter seinen Schmerzen, und als der Prinz seinen Schwanz in Alexis Mund stieß, war dieser
nicht darauf vorbereitet. Aus seiner knienden Stellung fiel er ein wenig nach hinten und suchte
rasch Halt beim Prinzen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Sofort lutschte er an der Eichel
des Prinzen. Den Kopf bewegte er dabei rhythmisch vor und zurück. Seine Augen waren
geschlossen, seine Hände warteten auf die
Befehle des Prinzen.
Der Prinz gebot ihm rasch Einhalt. Es war klar, daß seine Leidenschaft nicht so rasch zum
Höhepunkt kommen sollte. Das wäre zu einfach gewesen.
»Geh zu der Truhe dort in die Ecke«, befahl er Alexi, »und bring mir den Ring, den du darin
findest.«
Auf Händen und Knien kroch Alexi hinüber. Doch der Prinz war offenbar nicht zufrieden. Er
schnappte mit den Fingern, und Junker Felix trieb Alexi mit seinem Paddel voran. Er schlug ihn
weiter, während Alexi die Truhe öffnete, mit den Zähnen eine großen ledernen Ring herausholte
und dem Prinzen brachte.
Erst jetzt schickte der Prinz Junker Felix in seine Ecke zurück Alexi war außer Atem und zitterte.
»Steck ihn drauf«, verlangte der Prinz.
Alexi hielt den ledernen Ring an einer kleinen Kette aus Gold, an der er befestigt war. Dergestalt
den Ring mit den Zähnen haltend, streifte er ihn über den Penis des Prinzen, ohne ihn loszulassen.
»Du bist mein Diener. Du gehst hin, wo ich hingehe«, sagte der Prinz und schickte sich an,
langsam im Zimmer umherzugehen. Die Hände in die Hüften gestützt, schaute er dabei auf Alexi
herab, der - die Zähne noch immer am Lederring - sich nach Kräften bemühte, ihm zu folgen.
Es schien, als küsse Alexi den Prinzen oder als sei er an ihn gefesselt. Ganz normal ausschreitend
und ohne Rücksicht auf die Bemühungen seines Sklaven zu nehmen, näherte sich der Prinz dem
Bett. Dann drehte er sich um und ging zum Feuer hinüber. Alexi folgte ihm mit aller Anstrengung,
zu der er imstande war.
Plötzlich vollzog der Prinz eine abrupte Drehung nach links, so daß er Dornröschen zugewandt
war, und Alexi faßte nach ihm, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Einen Moment lang
hielt er sich an ihm fest, wobei sich seine Stirn gegen den Schenkel des Prinzen drückte. Der Prinz
strich ihm wie beiläufig übers Haar. Die Geste wirkte fast liebevoll.
»Du haßt diese schmähliche Stellung, nicht wahr?« flüsterte er. Doch ehe Alexi antworten konnte,
versetzte er ihm einen solchen Schlag ins Gesicht, daß er nach hinten fiel. Sofort war er jedoch
wieder auf allen Vieren.
»Auf und ab, quer durch den Raum«, zischte der Prinz mit einem Fingerschnippen in Junker Felix‘
Richtung.
Wie immer war der Junker nur zu glücklich, einen Befehl seines Herrn ausführen zu dürfen. Wie
Dornröschen ihn haßte! Er trieb Prinz Alexi quer durch den Raum und wieder zurück zur Tür.
»Schneller!« trieb der Prinz die beiden scharf an.
Alexi bewegte sich, so schnell er nur konnte. Dornröschen vermochte die Bosheit in der Stimme
des Prinzen kaum zu ertragen und hielt sich die Hand vor den Mund. Dem Prinzen ging es jedoch
noch zu langsam. Wieder und wieder klatschte das vergoldete Holz auf Alexis Gesäß -, unter
Aufbietung seiner letzten Kräfte versuchte er, dem Befehl zu gehorchen. In seiner schrecklichen
Not hatte er alle Anmut und Würde verloren. Jetzt verstand Dornröschen den kleinen Spott des
Prinzen von vorhin. Alexis ruhige Würde war offensichtlich seine innere Stütze.
Aber hatte er sie wirklich verloren? Oder spielte er dem Prinzen nur etwas vor? Dornröschen wußte
es nicht. Sie zuckte bei jedem Schlag zusammen, und jedesmal, wenn sich Alexi umdrehte, um
zum anderen Ende des Raums zu streben, hatte sie seine gemarterte Hinterseite voll im Blick.
Doch plötzlich hielt Junker Felix inne. »Er blutet, Hoheit«, verkündete er.
Alexi kniete mit gesenktem Kopf da und keuchte.
Der Prinz warf einen Blick auf ihn, ehe er nickte.
Mit einem Fingerschnippen bedeutete er Alexi, er solle aufstehen. Wieder hob er sein Kinn und sah
ihm in die tränenerfüllten Augen.
»Für heute bekommst du Aufschub wegen deiner allzu empfindlichen Haut«, sagte er.
Er drehte ihn wieder so um, daß er Dornröschen seine Vorderseite zuwandte. Alexis Hände waren
hinter seinem Nacken. Sein gerötetes, tränenüberströmtes Gesicht erschien ihr unglaublich schön,
und es drückte stumm Gefühle aus. Als Felix ihn näher zu ihr heranführte, spürte sie, wie ihr Herz
pochte. Wenn er mich wieder küßt, sterbe ich, dachte sie. Ich kann meine Gefühle nicht vor dem
Prinzen verbergen.
Und wenn es die Regel ist, daß ich geschlagen werden kann, bis ich blute ... Sie hatte keine
richtige Vorstellung, was das bedeuten konnte, außer, daß sie viel größere Schmerzen erleiden
müßte als bisher. Doch selbst das wäre noch besser, als wenn der Prinz entdeckte, wie fasziniert
sie von Alexi war. Warum tut er das nur? zermarterte sie sich den Kopf.
Aber der Prinz stieß Alexi vorwärts.
»Leg deinen Kopf in ihren Schoß«, gebot er, »und leg deine Arme um sie.«
Dornröschen erschrak. Sie wich mit dem Oberkörper ein wenig zurück, aber Alexi gehorchte sofort.
Sie sah auf sein kastanienbraunes Haar herab, das sich über ihren Schoß breitete, und spürte
seine Lippen an ihren Schenkeln. Seine Arme umfaßten sie. Sein Körper war heiß und pulsierend;
sie spürte den Schlag seines Herzens, und ohne es zu wollen, umfaßte sie seine Hüften mit ihren
Händen.
Der Prinz schob Alexis Beine weit auseinander und trieb sein Glied in Alexis Anus.
Alexi stöhnte unter seinen raschen, heftigen Stößen. Dornröschen spürte, wie seine Stöße sich
durch Alexis Körper ihr mitteilten. Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie drückte Prinz Alexi an
sich. Dann stieß der Prinz stöhnend ein letztes Mal zu, die Hände auf Alexis Rücken gepreßt. Still
stand er jetzt da, berauscht von seinem Erguß.
Dornröschen bemühte sich, die Fassung nicht zu verlieren.
Prinz Alexi ließ sie jetzt los, doch nicht ohne einen verstohlenen kleinen Kuß auf das Haar
zwischen ihren Beinen zu drücken, und als Felix ihn von ihr wegzog, erkannte sie für e inen
Augenblick wieder die Andeutung eines Lächelns.
»Binde ihn draußen im Korridor fest«, befahl der Prinz dem Junker. »Und sieh zu, daß ihn niemand
befriedigt. Er soll weiter in dem Zustand der Pein bleiben. jede Viertelstunde erinnerst du ihn an
seine Pflicht gegenüber seinem Prinzen, aber befriedige ihn nicht.«
Felix führte Alexi hinaus.
Dornröschen starrte auf die offene Tür. Aber noch war es nicht vorbei. Der Prinz streckte die Hand
aus, ergriff ihr Haar und bedeutete ihr, ihm zu folgen.
»Auf Händen und Knien, meine Liebe. So wirst du dich immer durchs Schloß bewegen, es sei
denn, daß man etwas anderes von dir verlangt.«
Sie eilte neben ihm her und folgte ihm bis zur Kante der Treppe. Am Fuß der Stufen befand sich
ein breiter Absatz. Von dort aus konnte man direkt in die Große Halle hinuntergehen. Auf diesem
Absatz stand eine steinerne Statue, bei deren Anblick Dornröschen erschrak. Es war ein
heidnischer Gott mit erigiertem Phallus. Auf diesen Phallus wurde Prinz Alexi gesetzt, die Beine
gespreizt, an den Sockel der Figur gefesselt. Sein Kopf wurde gegen die Schulter der Statue
gelehnt. Er stöhnte laut auf, als der Phallus ihn aufspielte. Dann war er ganz still. Junker Felix band
ihm die Hände auf den Rücken. Der rechte Arm der Figur war in die Höhe gereckt; die steinernen
Finger bildeten einen Kreis, als hätten sie einst ein Messer oder ein anderes Instrument umfaßt.
Und jetzt brachte der Junker Alexis Kopf sorgfältig unter dieser Hand in Position. Durch die
geschlossenen Finger steckte er einen ledernen Phallus, den er so verankerte, daß er in Prinz
Alexis Mund paßte.
Es sah aus, als vergewaltige ihn die Statue sowohl im Mund als auch im Anus. Sein Organ, steif
wie zuvor, ragte nach vorn, während der Phallus der Statue in ihm war.
»Jetzt hast du dich vielleicht schon ein bißchen besser an Alexi gewöhnte, höhnte der Prinz.
Entsetzlich, dachte Dornröschen, daß er die Nacht so elend verbringen muß. Alexis Rücken war
schmerzvoll gekrümmt, seine Beine weit gespreizt. Das Mondlicht aus dem Fenster hinter ihm warf
einen langen Streifen auf seinen Hals, seine Brust und seinen flachen Bauch.
Der Prinz zog ein wenig an Dornröschens Haar, das er sich um die rechte Hand gebunden hatte,
und führte sie zum Bett zurück. Dort legte er sie nieder und gebot ihr zu schlafen.

Prinz Alexi und Felix


Es dämmerte schon. Der Prinz lag in tiefem Schlaf. Dornröschen hatte gewartet, bis sie sich ganz
sicher war, daß er nicht so schnell wach wurde. jetzt schlüpfte sie aus dem Bett und kroch - nicht
aus Gehorsam, sondern um möglichst leise zu sein - auf den Korridor. Lange Zeit hatte sie
forschend die Tür betrachtet und festgestellt, daß sie nicht ganz geschlossen war. Sie konnte sich
lautlos davonstehlen, wenn sie nur den Mut dazu hatte. Sie kroch zur oberen Kante der Treppe.
Das Mondlicht fiel voll auf Alexi. Dornröschen sah sein Organ, das noch ebenso steif war wie
vorher. Junker Felix sprach leise auf ihn ein. Was er sagte, konnte Dornröschen nicht verstehen,
aber sie war entsetzt darüber, daß Felix noch wach war. Sie hatte so sehr darauf gehofft, daß auch
er schlafen würde.
Von Junker Felix unbemerkt, sah sie zu, wie er vor Alexi hintrat und sein Organ mit einer Salve von
Schlägen traktierte, die in dem leeren Treppenhaus laut widerhallten. Der gefangene Prinz stöhnte
auf.
Felix ging jetzt unruhig auf und ab. Dann richtete er den Blick wieder auf Alexi, und es schien, als
bewege er lauschend den Kopf hin und her. Dornröschen hielt den Atem an. Schaudernd dachte
sie daran, daß sie entdeckt werden könnte. Unvermittelt trat Felix vor Alexi, packte ihn um die
Hüften, umschloß mit dem Mund Alexis Penis und begann, daran zu saugen.
Dornröschen war außer sich vor Empörung und Zorn. Genau das hatte sie selbst tun wollen. Alle
Gefahren hatte sie in Kauf nehmen wollen, um ihm Erleichterung zu verschaffen. Und jetzt mußte
sie zusehen, wie Junker Felix den armen Alexi quälte. Zu ihrer Überraschung stellte sie freilich fest,
daß Junker Felix Alexi nicht nur marterte. Felix schien mit Ernst bei der Sache zu sein. Er
bearbeitete Alexis Schwanz mit regelmäßigen Bewegungen, und Dornröschen merkte am Stöhnen
des Prinzen, daß dieser nahe dem Höhepunkt seiner Leidenschaft war.
Sein gespannter, grausam gefesselter Körper erbebte. Alexi stöhnte ein ums andere Mal. Dann
war er ganz still. Junker Felix war im Schatten verschwunden.
Es schien, als sagte er etwas zu Alexi. Dornröschen lehnte den Kopf gegen die steinerne
Balustrade.
Nach einer kurzen Welle gebot Felix dem Sklaven, er solle aufwachen, und versetzte seinem Penis
von neuem heftige Schläge. Als er nicht gleich reagierte, schien Felix Angst zu bekommen und
nahm eine drohende Haltung ein. Doch Alexi war in seinen schmerzenden Fesseln in tiefen
Schlummer gesunken. Dornröschen freute sich sehr, das zu sehen. Lautlos schlich sie in die
Kammer zurück. Plötzlich hatte sie das Gefühl, als sei noch jemand in der Nähe.
Sie war so erschrocken, daß sie fast einen Schrei ausstieß - ein Fehler, der bestimmt ihr
Verderben bedeutet hätte. Schnell preßte sie die Hand auf den Mund. Als sie den Blick hob, sah
sie im Schatten Lord Gregory stehen, der sie beobachtete. Er war der grauhaarige Edelmann,
dessen brennender Wunsch es gewesen war, sie zu züchtigen, und der sie verwöhnt genannt
hatte.
Gregory verharrte bewegungslos, den Blick weiter auf Dornröschen gerichtet.
Als sie sich von ihrem Schock erholt hatte, eilte sie, so schnell sie konnte, zum Prinzen ins Bett und
schlüpfte neben ihn unter die Decke.
Er lag noch immer in tiefem Schlaf.
Dornröschen lag da und wartete, daß Lord Gregory zu ihr kam. Bald begriff sie jedoch, daß er nicht
daran dachte, den Prinzen zu wecken, und kurz darauf war sie fast eingeschlafen. Tausend
Gedanken an Alexi gingen ihr noch durch den Kopf. Sie dachte an die Röte seines wunden
Fleisches nach der Züchtigung, an seine hübschen braunen Augen und seinen schönen kräftigen
Körper. Sie dachte daran, wie sich sein schimmerndes Haar über sie gebreitet hatte, und an den
verstohlenen Kuß auf ihre Schenkel. Und sie erinnerte sich daran, wie er ihr nach dieser
schrecklichen Demütigung liebevoll und heiter zugelächelt hatte.
Die Pein zwischen ihren Beinen war weder geringer noch schlimmer als vordem. Aus Angst vor
Entdeckung erlaubte sie ihrer Hand nicht den Weg zu der Stelle. Zu beschämend war der Gedanke
an solche Dinge. Außerdem würde der Prinz das niemals erlauben, da war sie sicher.

Die Halle der Sklaven


Es war schon später Nachmittag, als Dornröschen erwachte. Der Prinz und Lord Gregory waren
offenbar in einer Auseinandersetzung begriffen. Das machte ihr Angst, aber sie blieb still liegen
und war sehr erleichtert, als sie erkannte, daß Gregory dem Prinzen offenbar nichts von seiner
Beobachtung mitgeteilt hatte. Hätte er es getan, ihre Strafe wäre bestimmt entsetzlich gewesen.
Vielmehr legte Gregory dar, daß Dornröschen in die Sklavenhalle gebracht werden solle, um dort
auf die gebotene Weise abgerichtet zu werden.
»Natürlich mögt Ihr sie, Hoheit«, sagte Lord Gregory. »Aber sicher erinnert Ihr Euch daran, wie
sehr Ihr das Verhalten anderer Edelleute, besonders das Eures Vetters Stefan, mißbilligt habt,
wenn sie durch exzessive Liebe zu Sklaven ... «
»Es ist keine exzessive Liebe«, antwortete der Prinz scharf, hielt aber dann inne, als hätte Gregory
ins Schwarze getroffen. »Vielleicht solltest du sie in die Sklavenhalle bringen«, murmelte er, »aber
nur heute.«
Sobald Lord Gregory sie hinausgeführt hatte, zog er das hölzerne Paddel aus seinem Gürtel und
versetzte ihr, während sie auf Händen und Knien vor ihm hereilte, mehrere Schläge. »Den Kopf
nach unten und den Blick auf den Boden«, herrschte er sie kalt an, »und schön die Knie gehoben.
Dein Rücken hat immer eine gerade Linie zu bilden, und du schaust weder nach rechts noch nach
links. Ist das klar?«
»Ja, edler Herr«, antwortete Dornröschen verschüchtert. Vor sich sah sie eine große steinerne
Fläche. Obwohl die Schläge nicht sehr wuchtig gewesen waren, war sie empört darüber. Sie waren
nicht vom Prinzen gekommen. jäh wurde ihr klar, daß sie sich in Gregorys Gewalt befand. Vielleicht
hatte sie geglaubt, daß es nicht in seiner Macht stand, sie zu schlagen, aber das traf ja sichtlich
nicht zu. Vielleicht würde er dem Prinzen erzählen, sie sei ungehorsam gewesen, obwohl das gar
nicht stimmte, und möglicherweise durfte sie sich in diesem Fall nicht einmal verteidigen.
»Schneller«, befahl er. »Immer schön hurtig. So zeigst du deine Bereitschaft, den edlen Damen
und Herren zu gefallene, fuhr er fort, und wieder kam einer jener klatschenden, aber nicht allzu
heftigen Schläge, die ihr plötzlich weit schmerzhafter erschienen als die härteren.
Sie hatten eine schmale Tür erreicht, und Dornröschen sah eine lange, spiralförmige Rampe vor
sich. Das traf sich gut, denn Treppen hätte sie auf Händen und Knien nicht hinunterkriechen
können. Jetzt nahm sie den Weg nach unten in Angriff, Lord Gregorys spitze Lederschuhe immer
dicht neben sich.
Mehrere Male bediente er sich wieder des Paddels, so daß ihre Pobacken ein wenig brannten, als
sie die Tür eines großen Saales im unteren Stockwerk erreicht hatten. Bedrückt stellte sie fest, daß
sich hier viele Menschen befanden. Oben im Korridor hatte sie niemanden gesehen. Hier
unterhielten sich Leute und gingen herum. Das jagte ihr einen gehörigen Schrecken ein.
Jetzt mußte sie sich auf ihre Fersen setzen und die Hände hinter dem Nacken verschränken.
»Nimm immer diese Stellung ein, wenn du die Erlaubnis bekommst auszuruhen«, erklärte Gregory.
»Deine Blicke bleiben gesenkt.
Unverzüglich gehorchte sie dem Befehl. Wie es in dem Saal ausschaute, hatte sie schon gesehen.
Da waren tiefe Nischen in drei von den Wänden, in denen, auf Strohsäcken lagernd, Sklaven
schliefen, männliche und weibliche.
Alexi konnte sie nirgends entdecken. Aber sie bemerkte ein schönes, schwarzhaariges Mädchen
mit einem runden, kleinen Gesäß. Das Mädchen schien fest zu schlafen. Ein blinder, auf dem
Rücken liegender junger Mann sah aus, als wäre er angeschnallt. Vor ihr stand eine Reihe von
Tischen, und zwischen ihnen dampfende Töpfe, die einen höchst angenehmen Geruch
verströmten.
»Hier wirst du gepflegt und gebadet werden.« Gregorys Stimme klang noch immer eiskalt.
»Und wenn der Prinz genug davon hat, mit dir zu schlafen wie mit einer Geliebten, dann wirst auch
du hier schlafen und dich immer hier aufhalten, wenn der Prinz nichts Besonderes mit dir vorhat.
Der Mann, der sich um dich kümmern wird, heißt Leo. Er wird dich in jeder Hinsicht versorgen, und
du wirst ihm den gleichen Gehorsam und den gleichen Respekt erweisen wie allen anderen.«
Dornröschen sah die schlanke Gestalt eines jungen Mannes vor sich, direkt neben Lord Gregory.
Und als er näher trat, schnappte Gregory mit den Fingern und gebot ihr, ihm ihren Respekt zu
zeigen.
Dornröschen küßte sofort seine Stiefel.
»Der niedrigsten Spülmagd schuldest du diesen Respekt«, erklärte Gregory, »und sollte ich auch
nur einen Anflug von Hochmut bei dir bemerken, werde ich dich strengstens bestrafen. Ich bin
nicht... sagen wir, nicht so beeindruckt von dir wie dein Prinz.«
»Ja, Herr«, antwortete Dornröschen ehrerbietig, doch sie war zornig. Sie war sicher, keinerlei
Hochmut gezeigt zu haben.
Doch Leos Stimme beruhigte sie. »Komm, meine Liebe«, sagte er und bedeutete ihr mit einem
Klaps auf ihren Schenkel, ihm zu folgen. Gregory verschwand, während Leo sie in eine mit
Klinkersteinen ausgemauerte Kammer führte, in der eine dampfende hölzerne Wanne stand. Der
Geruch der Kräuter war sehr eindringlich.
Leo gab ihr ein Zeichen, sich zu erheben. Er nahm ihre Hände, führte sie über ihren Kopf und wies
sie an, in der Wanne niederzuknien.
Dornröschen tat, wie ihr geheißen. Das angenehm warme Wasser reichte ihr fast bis zur Hüfte. Leo
wand ihr Haupthaar zu einem Knoten und befestigte es mit mehreren Nadeln an ihrem Hinterkopf.
Dornröschen konnte ihn jetzt genauer betrachten. Leo war älter als die Pagen, aber ebenso blond.
Seine haselnußbraunen Augen wirkten sanft und anziehend. Er befahl ihr, die Hände hinter den
Nacken zu legen, und sagte, er werde sie gründlich waschen und sie solle Spaß daran haben.
»Bist du sehr müde?« fragte er.
»Nicht so sehr müde, mein ... «
»Herr genügt«, sagte er lächelnd. »Selbst der letzte Stalljunge ist dein Herr, und du hast ihm
deinen Respekt zu erweisen.«
»Ja, Herr«, flüsterte sie.
Er war bereits dabei, sie zu baden, und das warme Wasser war angenehm auf der Haut. Er wusch
ihren Hals und ihre Arme.
»Bist du gerade aufgewacht?«
»Ja, Herr«, antwortete sie.
»Aber du mußt von der langen Reise noch müde sein. Während der ersten Tage sind die Sklaven
immer übererregt. Sie spüren ihre Erschöpfung nicht, doch dann schlafen sie sehr lange. Schon
bald wirst du es merken, und du wirst auch Schmerzen in Armen und Beinen spüren. Nicht von den
Schlägen, sondern aufgrund deiner Müdigkeit. Wenn das geschieht, werde ich dich massieren, um
deine Schmerzen zu lindern.«
Seine Stimme klang so sanft, daß Dornröschen ihn sofort mochte. Er hatte die Ärmel über die
Ellenbogen gekrempelt; seine Unterarme waren mit einem goldenen Flaum bedeckt. Mit sicherer
Hand wusch er ihr Ohren und Gesicht und achtete darauf, daß keine Seife in ihre Augen geriet.
»Du bist sehr streng bestraft worden, nicht wahr?«
Dornröschen errötete, und Leo lachte leise.
»Sehr gut, meine Liebe, du hast schon angefangen zu lernen. So eine Frage darfst du niemals
beantworten. Das könnte als Beschwerde aufgefaßt werden. Wann immer man dich fragt, ob du zu
hart bestraft wurdest oder zu sehr leiden mußtest oder irgend etwas in dieser Art, senke deinen
Blick.«
Während er so in fast liebevollem Ton mit ihr sprach, hatte er ganz ruhig begonnen, ihre Brüste
einzuseifen. Dornröschen errötete tiefer. Sie spürte, wie ihre Brustwarzen hart wurden, und
wenngleich sie nur das seifige Wasser vor sich sehen konnte, war sie sicher, daß er es bemerkt
hatte. Die Bewegungen seiner Hände verlangsamten sich, wanderten zur Innenseite ihrer
Schenkel.
»Spreiz die Beine, Liebste«, forderte er sie auf.
Dornröschen gehorchte, nicht ohne daß Leo ihr half. Er war jetzt still geworden und trocknete seine
Hände an einem Handtuch. Als er ihr Geschlecht berührte, durchlief sie ein Schauder. Ihr
Begehren hatte ihr Geschlecht anschwellen lassen. Zu ihrem Entsetzen berührte seine Hand die
kleine, versteifte Knospe, in der sich ihre Begierde vereinigte. Unwillkürlich wich sie zurück.
»Ah.« Seine Hand ließ von ihr, während er sich Lord Gregory zuwandte.
»Eine überaus liebliche Blume«, sagte er. »Hast du's gesehen?«
Purpurne Röte überzog Dornröschens Gesicht. Tränen standen in ihren Augen. Sie mußte alle
Kraft zusammennehmen, um die Hände nicht sinken zu lassen und damit ihre Scham zu bedecken,
als Leo jetzt ihre Beine noch weiter auseinanderschob und sanft die feuchte Stelle berührte.
»Ja, eine wirklich bemerkenswerte Prinzessin«, lachte Gregory. »Ich hätte sie genauer betrachten
sollen.«
Dornröschen entrang sich ein leises, verschämtes Schluchzen. Die drängende Begierde zwischen
ihren Beinen wollte nicht aufhören, und das Blut stieg ihr heiß ins Gesicht, als Lord Gregory sich ihr
zuwandte.
»Die meisten unserer kleinen Prinzeßchen sind in den erste paar Tagen zu verängstigt, um eine
solche Bereitschaft zu dienen zu zeigen wie du, Dornröschen«, sagte er mit seiner eisigen Stimme.
»Sie müssen erweckt und erzogen werden. Wie ich sehe, bist du aber sehr leidenschaftlich,
lernwillig und voller Liebe zu deinem neuen Herrn.«
Dornröschen kämpfte gegen ihre Tränen an. Das war noch erniedrigender als alles, was man ihr
zuvor angetan hatte.
Gregory umfaßte ihr Kinn und zwang sie, ihn anzusehen. »Dornröschen, das ist eine deiner großen
Tugenden. Du hast keinen Grund, dich zu schämen. Es bedeutet nur, daß du noch eine andere
Form der Disziplin lernen mußt. Du bist für das Begehren deines Herrn erweckt worden, und das ist
ric htig, aber du mußt lernen, dein eigenes Begehren im Zaum zu halten, so wie es die männlichen
Sklaven beherrschen.
»Ja, Herr«, flüsterte Dornröschen.
Leo zog sich zurück und kam einen Augenblick später mit einem kleinen, weißen Tablett zurück.
Darauf lagen mehrere kleine Gegenstände, die Dornröschen jedoch nicht erkennen konnte. Zu
ihrem Entsetzen schob Lord Gregory jetzt ihre Beine auseinander und preßte auf jenen kleinen,
harten Kern gepeinigten Fleisches eine Art Pflaster, das daran haften blieb und ihn bedeckte.
Rasch, als wollte er nicht, daß Dornröschen sich daran erfreute, drückte er es mit den Fingern
zurecht.
Dornröschen war sehr erleichtert. Hätte sie den Schauer der höchsten Lust verspürt, wäre sie mit
der Lösung dieser fast unerträglichen Spannung zitternd errötet - sie vermutete, daß sie dann den
Tod gefunden hätte. Und doch, gleichzeitig wurde durch das kleine Pflaster ihre Pein noch
gesteigert. Was mochte das wohl bedeuten?
Es schien, als hätte Gregory ihre Gedanken gelesen.
»Es wird dich daran hindern, deine neuentdeckte, unbeherrschte Begierde allzu leicht zu
befriedigen. Es wird sie nicht lindern. Verhindern wird es, sagen wir, beiläufige Erleichterung, bis du
die nötige Selbstkontrolle gelernt hast. Eigentlich wollte ich diesen speziellen Unterricht noch gar
nicht beginnen, aber du sollst nun wissen, daß es dir niemals erlaubt ist, volle Lust zu empfinden,
außer wenn es deinem Herrn oder deiner Herrin beliebt. Nie, nie darfst du dich dabei ertappen
lassen, daß du mit eigenen Händen deine intimen Teile berührst oder deine Not insgeheim zu
lindern versuchst.«
Wohlgesetzte Worte, dachte Dornröschen. Und dennoch ist er so kalt zu mir.
Gregory ging weg, und Leo fing wieder an, sie zu baden. »Du brauchst keine solche Angst zu
haben und solltest dich auch nicht so schämen«, riet er. »Du verstehst noch gar nicht, was für ein
großer Vorteil das ist. Solche Lust zu erlernen ist äußerst schwierig. Und deine Leidenschaft läßt
dich in einer Weise aufblühen, die anders nicht erreicht werden kann.« Dornröschen weinte leise.
Das kleine Pflaster zwischen ihren Beinen ließ ihr die Gefühle, die sie dort spürte, erst so recht zu
Bewußtsein kommen. Leos Stimme und Hände wirkten jedoch beruhigend auf sie.
Schließlich wies er sie an, sich in den Badezuber zu legen; er mußte jetzt ihr langes,
wunderschönes Haar waschen. Sie ließ sich ins warme Wasser sinken und empfand für einen
Moment ein wunderschönes Gefühl.
Als sie noch einmal mit Wasser begossen und schließlich abgetrocknet worden war, wurde
Dornröschen mit dem Gesicht nach unten auf eines der in der Nähe stehenden Betten gelegt. Leo
begann, ein aromatisches Öl in ihre Haut zu reiben. Das war wunderbar.
»Nun, gewiß hast du Fragen«, sagte er, während er ihre Schultern massierte, »die du mir stellen
möchtest. Das kannst du jetzt tun. Es ist nicht gut, wenn du ratlos oder verwirrt bist. Es gibt
genügend reale Dinge, die du fürchten mußt.«
»Ich ... ich kann also mit dir sprechen?« fragte Dornröschen.
»Ja«, antwortete er. »Ich bin dein Knecht. In gewisser Weise gehöre ich dir. jeder Sklave, ganz
gleich, wie hoch oder niedrig sein Rang ist oder ob er gefällt oder mißfällt, hat einen Knecht. Und
dieser Knecht ist seinem Sklaven ergeben; er sorgt für seine Wünsche und Bedürfnisse und
bereitet ihn vor für seinen Herrn. Es wird natürlich Zeiten geben, in denen ich dich bestrafen muß.
Nicht, weil mir das Vergnügen bereitet, sondern weil dein Herr es befiehlt. Er kann befehlen, daß
du für Ungehorsam bestraft wirst. Vielleicht möchte er auch, daß dich einige Schläge für ihn
bereitmachen. Ich aber werde es nur tun, weil ich es muß ... «
»Aber hast du... empfindest du Vergnügen dabei?« fragte Dornröschen zaghaft.
»Schönheit wie deiner zu widerstehen ist schwer«, entgegnete er, während er ihr Öl in die
Oberarme und Armbeugen rieb. »Viel lieber möchte ich dich betreuen und pflegen. «
Er stellte das Öl zur Seite, nahm ein Handtuch und trocknete ihr noch einmal mit kräftigen
Bewegungen das Haar ab. Dann schob er das Kissen unter ihrem Gesicht zurecht.
So dazulegen, während seine Hände über sie strichen, gab ihr ein wohliges Gefühl.
»Wie ich schon sagte - du kannst mir Fragen stellen, wenn ich es dir erlaube. Vergiß nicht: wenn
ich es dir erlaube. Und ich habe es dir eben erlaubte
»Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll«, flüsterte sie. »Da sind so viele Dinge ... «
»Sicher weißt du nun schon, daß alle Bestrafungen hier dem Vergnügen deiner Herren und
Herrinnen dienen ... «
»Ja.«
»Und daß niemals etwas geschehen wird, was dir wirklichen Schaden zufügt. Niemals wird man
dich brennen, schneiden oder verletzend, sagte er.
»Oh. ich bin sehr froh, das zu hören«, sagte Dornröschen, doch in Wirklichkeit hatte sie das auch
ohne Leos Erklärungen schon verstanden. »Aber die anderen Sklaven«, sagte sie. »Sind sie aus
verschiedenen Gründen hier?«
»Meistens wurden sie als Tribute geschickte, antwortete Leo. »Unsere Königin ist sehr mächtig und
gebietet über viele Verbündete. Natürlich werden alle, die geschickt worden sind, gut ernährt und
behandelt, so wie man auch dich gut behandelte »Und ... was geschieht mit ihnen?« fragte
Dornröschen vorsichtig. »Ich meine, sie sind alle jung ... « »Wenn es der Königin beliebt, werden
sie in ihre Königreiche zurückgeschickt, und ihr Dienst hier ist sicher nicht zu ihrem Schaden. Sie
sind nicht mehr so eitel, verfügen über größere Selbstbeherrschung und oft auch über eine neue
Sicht dieser Welt, die ihnen zu größerem Verständnis verhilft.«
Dornröschen konnte nur vermuten, was das bedeutete. Leo massierte ihre schmerzenden Waden
und Kniekehlen. Sie fühlte sich schläfrig. Ein immer angenehmeres Gefühl durchströmte sie jetzt,
und sie wehrte sich ein wenig dagegen. Sie wollte nicht, daß das Begehren zwischen ihren Beinen
sie peinigte. Leos Finger waren stark, fast ein wenig zu stark, und sie massierten jetzt ihre
Schenkel, auf denen der Prinz mit seinem Gürtel ebenso gerötete Male hinterlassen hatte wie auf
ihren Waden und ihrem Gesäß. Sie räkelte sich ein wenig auf der weichen und gleichzeitig festen
Liege. Langsam klärten sich ihre Gedanken. »Dann werde ich vielleicht wieder nach Hause
geschickte, mutmaßte sie, aber es hatte keine besondere Bedeutung für sie.
»Ja. Aber du darfst nie davon sprechen und vor allem nie darum bitten. Du bist das Eigentum
deines Prinzen. Du bist ganz und gar seine Sklavin.«
»Ja ... «, flüsterte sie.
»Eine Bitte um Entlassung wäre etwas ganz Schreckliches«, fuhr Leo fort. »Aber wenn die Zeit da
ist, wirst du nach Hause freigegeben. Es gibt verschiedene Vereinbarungen für die verschiedenen
Sklaven. Siehst du die Prinzessin dort drüben?«
In einer geräumigen Aushöhlung in der Wand lag auf einem kojenartigen Bett das dunkelhaarige
Mädchen, das Dornröschen schon bemerkt hatte. Sie hatte eine olivenfarbene Haut - noch dunkler
als die von Alexi. Ihr Haar war so lang, daß ihr die welligen Strähnen bis zu den Hüften reichten.
Sie schlief auf einem flachen Kissen und von der Wand abgewandt. Ihr Mund stand ein wenig
offen.
»Das ist Prinzessin Agninia«, erklärte Leo. »Die Übereinkunft besagt, daß sie nach zwei Jahren
zurückgeschickt wird. Jetzt ist ihre Zeit fast vorbei, und ihr Herz ist gebrochen. Sie möchte bleiben -
unter der Bedingung, daß die Fortsetzung ihrer Sklaverei zwei anderen Sklaven erspart,
hierherkommen zu müssen. Vielleicht wird ihr Königreich diesen Bedingungen zustimmen, damit
zwei andere Prinzessinnen zu Hause bleiben können.«
»Du meinst, sie möchte nicht fort von hier?«
»Nein«, bestätigte Leo. »Sie ist ganz vernarrt in Wilhelm, den ältesten Vetter der Königin. Der
Gedanke, freigelassen zu werden, ist für sie ganz und gar unerträglich. Es gibt aber auch andere,
die sich ständig auflehnen.«
»Wer ist das?« fragte Dornröschen, doch ehe er antworten konnte, fügte sie rasch hinzu, wobei sie
ihrer Stimme einen gleichgültigen Klang zu geben versuchte: »Gehört Prinz Alexi zu ihnen?«
Leos Hände glitten zu ihrem Po, und plötzlich spürte Dornröschen, wie all die wehen Stellen unter
seinen Fingern zum Leben erwachten. Das Öl, das Leo ihr in reichlicher Menge einrieb, brannte ein
wenig, und seine Finger bearbeiteten ihr Fleisch ohne Rücksicht auf seine Wundheit. Dornröschen
zuckte zusammen, aber selbst in diesem Schmerz steckte Lust. Sie fühlte, wie er ihren Po formte,
hob, teilte und dann wieder glättete. Sie errötete bei dem Gedanken, daß Leo das tat - er, der so
manierlich mit ihr gesprochen hatte. Als er weiterredete, spürte sie eine neue Art von Erregung.
»Prinz Alexi ist der Favorit der Königin«, fuhr Leo fort. »Die Königin erträgt es nicht, längere Zeit
von ihm getrennt zu sein. Und Alexi ist zwar einerseits ein Vorbild an Ergebenheit und gutem
Verhalten, andererseits aber auf seine eigene Weise ungemein aufsässig.«
»Aber wie ist das möglich?« fragte Dornröschen.
»Ah, du solltest lieber alle deine Sinne darauf richten, deinen Herrinnen und Herren zu gefallene,
erwiderte Leo. »Aber so viel will ich sagen - Prinz Alexi scheint sich willenlos zu fügen, wie es sich
für einen guten Sklaven geziemt. Und dennoch gibt es einen Kern in ihm, an den niemand zu
rühren vermag.«
Dornröschen war überglücklich, als sie das hörte. Sie sah Alexi auf Händen und Knien vor sich,
sah seinen starken Rücken und seine Kehrseite, während Felix ihn durch die Schlafkammer trieb.
Sie dachte an die Schönheit seines Gesichts. Ein Kern, an den niemand zu rühren vermag,
wiederholte sie im stillen.
Leo hatte sie jetzt umgedreht, und als er sich über sie beugte und sie ihn so nah bei sich fühlte,
schämte sie sich und schloß ihre Augen. Er rieb ihr Öl in Beine und Bauch, und sie preßte die
Beine zusammen und versuchte, sich zur Seite zu drehen.
»Du wirst dich an meine Behandlung gewöhnen, Prinzessin«, schmeichelte Leo. Seine behenden
Finger massierten ihr Öl in Arme und Hals.
Dornröschen blinzelte ein wenig, um ihn verstohlen bei seiner Arbeit zu beobachten. Seine hellen
Augen sahen sie ohne Leidenschaft an, doch es war offenkundig, daß er in seiner Arbeit aufging.
»Macht es... macht es dir Freude?« flüsterte Dornröschen und war gleichzeitig erschreckt, diese
Worte ausgesprochen zu haben.
Er schüttete sich etwas Öl in die linke Hand, stellte die Flasche neben sich nieder, rieb es in ihre
Brüste, hob sie und knetete sie, wie er es mit ihrem Hintern getan hatte. Dornröschen schloß
wieder die Augen und biß sich auf die Lippen. Leo massierte mit nicht allzu feinfühligen
Bewegungen ihren Busen. Dornröschen entfuhr ein kleiner Schrei.
»Sei still, meine Liebe«, sagte er sachlich. »Deine Brustwarzen sind zart und müssen ein wenig
gefestigt werden. Dein geneigter Herr hat bisher nicht viel Sport mit dir getriebene Diese Worte
erschreckten Dornröschen. Ihre Brustwarzen fühlten sich für sie schmerzlich hart an; sie wußte,
daß sich ihr Gesicht dunkel verfärbt hatte. Es schien, als schwelle das ganze Gefühl in ihren Busen
hinauf, in seine kleinen, verhärteten Spitzen.
Leo drückte sie noch einmal heftig und ließ sie dann gnädig los. Doch dann schob er ihre Beine
auseinander und rieb Öl auf die Innenseite der Schenkel, und das war für Dornröschen noch
schlimmer. Sie spürte, wie das Blut in ihren Schamlippen pulsierte. Dornröschen fragte sich, ob es
Wärme ausstrahlte, die er mit seinen Händen spüren konnte.
Sie hoffte, daß die Behandlung rasch vorüber sein würde.
Aber zu ihrem Schrecken drückte er ihre Beine noch weiter auseinander und teilte mit den Fingern
die Lippen ihres Geschlechtes, als wolle er es einer prüfenden Betrachtung unterziehen.
»0 bitte ... «, flüsterte sie und drehte verzweifelt den Kopf hin und her. Tränen brannten in ihren
Augen.
»Dornröschen«, schalt er sie sanft, »du darfst niemals etwas von jemandem erbitten, nicht einmal
von deinem getreuen, ergebenen Knecht. Ich muß nachsehen, ob du wund bist, und du bist es, wie
ich es nicht erwartet habe. Dein Prinz war ziemlich... feurig.«
Dornröschen biß sich auf die Lippen und schloß die Augen, als er die Öffnung weitete, um sie mit
Öl zu massieren. Ihr war, als würde sie auseinandergerissen; sogar die kleine Knospe unter dem
Pflaster pochte über der Öffnung, die Leos Finger vergrößerten. »Wenn er sie berührt, sterbe ich«,
dachte sie, aber Leo vermied das sorgfältig.
»Arme, liebe Sklavin«, flüsterte er ihr gefühlvoll zu. »Jetzt setz dich auf. Wenn es nach mir ginge,
könntest du dich ausruhen. Lord Gregory möchte jedoch, daß du auch noch den Rest der
Übungshalle und die Halle der Strafe siehst. Laß mich rasch dein Haar fertigmachend Er fing an,
Dornröschens Haar zu bürsten und es in kunstvoll gelegten Strähnen zu arrangieren. Dornröschen
saß zitternd und mit hochgezogenen Knien da und neigte den Kopf.

Die Übungshalle
Dornröschen war sich nicht sicher, ob sie Lord Gregory haßte. Vielleicht lag etwas Beruhigendes in
seiner herrischen Art. Wie mochte es hier sein ohne jemanden, der sie in allen Dingen anleitete?
Aber er schien zu sehr von seinen Pflichten vereinnahmt zu sein. Sobald Leo sie ihm übergeben
hatte, versetzte er ihr grundlos zwei Schläge, ehe er ihr befahl, ihm auf den Knien zu folgen. Sie
hatte sich so eng wie möglich an seinen rechten Stiefel zu halten und alles um sie herum genau zu
beobachten.
»Du darfst deinen Herren und Herrinnen nie ins Gesicht sehen, nie versuchen, ihnen in die Augen
zu schauen. Keinen Laut«, befahl er, »außer wenn du mir antwortest.«
»Ja, Lord Gregory«, flüsterte sie. Der Steinboden unter ihr glänzte, tat aber ihren Knien weh.
Dornröschen folgte Gregory, vorbei an den anderen Betten, auf denen Sklaven gepflegt wurden,
vorbei an Zubern, in denen zwei junge Männer gebadet wurden wie vorher sie selbst. In ihren
Augen glomm verhaltene Neugier, als Dornröschen einen Blick auf die beiden riskierte.
Alle sind sehr hübsch, dachte sie.
Als eine atemberaubend schöne junge Frau an ihr vorübergetrieben wurde, durchschoß
Dornröschen eine heiße Woge der Eifersucht. Es war ein Mädchen, dessen silbriges Haar viel
voller und lockiger war als ihr eigenes. Sie kroch auf Händen und Knien, und ihre wunderschönen,
riesigen Brüste hingen herab. Die großen, rosenfarbenen Brustwarzen leuchteten. Der Page, der
sie mit dem Prügel vor sich hertrieb, schien ihr größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Er lachte über
ihre spitzen, halblauten Schreie und zwang sie mit Befehlen in scherzhaftem Ton, aber auch mit
recht harten Schlägen zu immer schnellerer Gangart.
Gregory blieb stehen, als erfreue er sich des Anblicks. Das Mädchen durfte aufstehen, wurde ins
Bad gehoben und mußte die Beine spreizen wie vorher Dornröschen. Dornröschens bewundernder
Blick hing an ihrem prallen, herrlich geformten Busen. Die Hüften des Mädchens waren breit im
Verhältnis zur gesamten Figur. Zu Dornröschens Überraschung weinte sie nicht wirklich, als sie ins
Wasser getaucht wurde. Gleichwohl stöhnte sie leise, wenn das Paddel auf ihre Rückseite
klatschte.
Gregory brummte zufrieden. »Hübsch«, sagte er so, daß Dornröschen ihn hören konnte. »Vor drei
Monaten noch war sie so wild und widerspenstig wie eine Waldnymphe. Die Veränderung ist
wirklich bemerkenswert.«
Bei diesen Worten drehte sich Gregory abrupt nach links, und als Dornröschen ihm nicht sofort
folgte, versetzte er ihr einen heftigen Schlag und dann noch einen.
»Nun, Dornröschen«, fragte er, als sie durch eine Tür in ein anderes, langes Zimmer gelangten,
»du möchtest wohl wissen, wie andere lernen, die Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen, die du
so rückhaltlos zeigst?«
Dornröschen spürte, wie sie errötete. Sie brachte es nicht fertig zu antworten.
Der Raum wurde durch ein flackerndes Feuer dämmrig erleuchtet; die Türen zum Garten standen
offen. Dornröschen sah viele Gefangene, die wie sie selbst bei dem großen Mahl in der Halle auf
Tischen lagen; bei jedem stand ein Page bereit. Und alle Pagen waren fleißig am Werk, keiner
nahm Notiz von der Aufregung oder den Schreien an anderen Tischen. Mehrere junge Männer
knieten mit auf den Rücken gebundenen Händen. Rhythmisch klatschten die Paddel auf sie;
gleichzeitig wurde ihren Penissen Freude bereitet. Hier streichelte ein Page einen zur Hälfte von
seinem Mund umschlossenen Penis, während seine andere Hand mit dem Paddel zuschlug. Dort
wurde ein Prinz gleich von zwei Pagen massiert. Auch ohne daß Gregory ihr etwas erklärte,
verstand Dornröschen. Sie erkannte die Wut und Verwirrung der jungen Prinzen; auf ihren
Gesichtern zeichneten sich gleichzeitig Widerstand und Hingabe ab. Der Prinz, der ihr am
nächsten war, befand sich auf allen vieren; sein Penis wurde langsam vor- und zurückgeschoben.
Bei jedem Schlag wurde er weich. Alsbald hörten die Schläge auf, und kundige Hände richteten ihn
wieder auf, so daß er steif von seinem Körper abstand.
An den Wänden sah sie andere Prinzen, die Beine gespreizt, an Handgelenken und Knöcheln an
die Mauer gebunden. Ihre Geschlechtsteile lernten durch Saugen, Küsse und Berührungen
Gehorsam.
Oh, für sie ist es schlimmer, viel schlimmer, dachte Dornröschen, deren Sinn und Augen ganz
gebannt waren vom Anblick der herrlichen Körper. Sie betrachtete ihre schlanken, kräftigen
Gliedmaßen. Über alles fasziniert war sie jedoch von der Würde des Leides in den hübschen
Gesichtern. Ihre Gedanken wanderten zu Prinz Alexi. Wie sehr hätte sie sich gewünscht, ihn mit
Küssen zu überschütten. Seine Augenlider hätte sie küssen wollen und seine Brustwarzen. Und
wie wundervoll war die Vorstellung, mit dem Mund sein Glied zu umschließen.
Ein junger Prinz wurde auf Händen und Knien herbeigefüh rt, um den Penis eines anderen zu
lutschen. Und während er dies mit großer Begeisterung tat, wurde er seinerseits von einem Pagen
verprügelt, dem, wie allen anderen, diese Arbeit große Freude zu machen schien. Der Prinz hatte
die Augen geschlossen; mit langsamen Bewegungen seines Mundes liebkoste er die mächtige
Rute des anderen, während sein eigener Hintern bei jedem Schlag heftig zuckte. Als der arme
Prinz, den er lutschte, dem Höhepunkt nahe schien, zog ihn der Page weg und führte ihn zu einem
anderen Penis.
»Hier werden, wie du siehst, den jungen Sklavenprinzen Manieren beigebrachte, erläuterte
Gregory. »Jederzeit müssen sie für ihre Herrinnen und Herren bereit sein. Es ist eine harte Lektion,
die sie da lernen - eine Lektion, die dir selbst zum größten Teil erspart bleibt. Nicht, daß keine
Bereitschaft von dir verlangt würde, aber du brauchst sie nicht so oft zu zeigen wie diese Männer.«
Gregory führte sie näher zu einer der Sklavinnen, denen eine andere Behandlung zuteil wurde.
Dornröschen sah eine liebliche, rothaarige Prinzessin, der zwei Pagen die Beine
auseinanderhielten, während sie ihre empfindliche Stelle dazwischen massierten. Ihre Hüften
hoben und senkten sich; ganz unzweifelhaft besaß sie keine Herrschaft mehr über ihre
Bewegungen. Sie flehte darum, in Frieden gelassen zu werden, und in dem Augenblick, als sich ihr
Gesicht rötete und sie anfing, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, ließen die Pagen von ihr
ab. Ihre Beine hielten sie weiter gespreizt, und die Prinzessin seufzte mitleiderregend.
Ein anderes ungemein hübsches Mädchen wurde von einem Pagen behandelt, der sie gleichzeitig
schlug und streichelte und sie mit der linken Hand zwischen den Beinen bearbeitete.
Und zu Dornröschens Schrecken wurden mehrere auf an der Wand befestigte Phalli gesetzt, auf
denen sie sich mit ungestümen Bewegungen wanden, während ihre Pagen unbarmherzig die
Prügel schwangen.
»Jede Sklavin erhält ganz einfache Instruktionen«, fuhr Gregory fort. »Sie muß sich selbst auf dem
Phallus bearbeiten, bis sie zur Befriedigung kommt. Dann erst endet die Züchtigung, ganz gleich,
wie wund sie ist. So lernt sie bald, daß Schläge und Vergnügen zusammengehören, und bald ist
sie in der Lage, ohne Züchtigung zur Lust zu gelangen. Oder auf Kommando, würde ich sagen.
Solche Befriedigung wird ihr von ihren Herrinnen und Herren natürlich nur selten erlaubt.«
Dornröschen starrte auf die Reihe sich windender Körper. Die Füße waren aneinandergebunden,
die Hände über den Köpfen gefesselt. Sie hatten wenig Platz, um sich auf den ledernen Gliedern
zu bewegen. Sie gaben sich alle Mühe dabei, vielen rannen Tränen übers Gesicht. Dornröschen
empfand Mitleid mit ihnen; dennoch sehnte sie sich so sehr nach einem Phallus. Mit tiefer Scham
gestand sie sich ein, daß sie nicht lange gebraucht hätte, um dem Pagen zu Gefallen zu sein, der
seinen Stock schwang. Die Prinzessin, die ihr am nächsten war, ein Mädchen mit roten Locken,
erreichte endlich ihr Ziel. Das Blut war ihr ins Gesicht geschossen; ihr ganzer Körper wurde von
heftigen Spasmen geschüttelt. Der Page schlug sie um so härter. Schließlich erschlaffte ihr Körper,
als sei sie zu müde, um Scham zu empfinden. Der Page gab ihr einen lobenden Klaps und verließ
sie.
Wohin Dornröschen auch schaute, überall wurde auf die gleiche Weise geübt.
Da war ein junges Mädchen, dem beigebracht wurde, mit über den Kopf gehobenen Händen still
zu knien, während ihre intimen Stellen gestreichelt wurden. Eine andere wurde gezwungen, ihre
Brust einem Pagen hinzustrecken, der sie mit Mund und Zunge liebkoste, während ein anderer
zusah. Es waren Lektionen in Selbstkontrolle, Schmerz und Vergnügen. Die Stimmen der Pagen
klangen teils streng, teils zärtlich. Von allen Seiten waren die dumpfen Schläge der Paddel zu
hören.
»Für unser Dornröschen sind solche Lektionen nicht nötig«, sagte Gregory. »Dazu ist sie schon zu
vollkommen. Aber vielleicht sollte sie die Halle der Strafen sehen und wie ungehorsame Sklaven
gezüchtigt werden. Dies geschieht auch mit Hilfe der Lust, die sie hier zu erleben gelernt haben.«
Die Halle der Strafen
An der Tür gab Gregory einem der Pagen ein Zeichen.
»Bring Prinzessin Lisetta her.« Er hatte die Stimme ein wenig gehoben. »Du setzt dich auf die
Fersen, Dornröschen, die Hände hinter dem Nacken, und beobachtest genau, was wir dir hier zu
deinem eigenen Vorteil zeigen.«
Die unglückliche Prinzessin Lisetta wurde hereingeführt, und Dornröschen sah gleich, daß sie
geknebelt war, wenn auch auf ziemlich einfache Weise. Den kleinen, lederbezogenen Zylinder
hatte man ihr so weit in den Mund und zwischen die Zähne gedrückt, daß es fast wie eine Kandare
aussah. Mit der Zunge konnte sie den Gegenstand offenbar nicht entfernen.
Sie weinte Tränen der Wut und stieß mit den Füßen um sich, als der Page, der ihr die Hände auf
den Rücken hielt, einem anderen Pagen bedeutete, sie um die Taille zu nehmen und zu Gregory
zu bringen.
Direkt vor Dornröschen mußte sie niederknien; das schwarze Haar fiel ihr ins Gesicht, und ihre
dunklen Brüste hoben und senkten sich.
»Sie ist launenhaft, Herr«, klagte der Page mit müder Stimme. »Sie sollte bei einer Jagd im
Labyrinth das Beutetier abgeben, wollte aber nicht mitspielen. Der übliche Unsinn.«
Prinzessin Lisetta warf mit einer Kopfbewegung ihr schwarzes Haar über die Schulter. Hinter dem
Knebel ließ sie ein leises, verächtliches Knurren vernehmen, das, Dornröschen erstaunte.
»Ah, Unverfrorenheit auch noch«, bellte Gregory. Er hob ihren Kopf. Wut sprühte aus ihren
dunklen Augen, als sie ihn ansah, ehe sie sich mit einer raschen Kopfbewegung von ihm
freimachte.
Der Page verabre ichte ihr mehrere kräftige Schläge, aber sie zeigte keine Zerknirschung. »Ich
glaube, hier ist eine richtige Züchtigung angebracht, fügte Gregory hinzu.
Aus Prinzessin Lisettas geknebeltem Mund drang ein Stöhnen, aber es half nichts. Als sie vor
Dornröschen und Gregory in die Halle der Strafen getragen wurde, befestigten die Pagen an ihren
Händen und Fesseln rasch lederne Ringe, die mit schweren, metallenen Haken versehen waren.
So sehr sie sich wehrte, die Pagen hoben sie hoch und hängten ihre Hände an einen Haken, der
an einem schweren, hölzernen Balken befestigt war. Dann hoben sie ihre Füße hoch und hängten
sie an denselben Haken. Ihr Kopf wurde zwischen die Waden gedrückt, so daß Dornröschen ihr
Gesicht sehen konnte. Schließlich schlangen die Pagen einen ledernen Riemen um sie, so daß ihr
Oberkörper gegen ihre Beine gepreßt wurde.
Das Grausamste und Erschreckendste für Dornröschen war jedoch, wie die geheimen Partien der
Prinzessin den Blicken ausgesetzt waren. Sie hing so da, daß jeder ihr Geschlecht mit seinem
dunklen Haar und seinen rosafarbenen Lippen, ja sogar die kleine Öffnung zwischen ihren
Pobacken sehen konnte. Und all das war direkt unter ihrem Gesicht, in das purpurne Röte
geschossen war. Dornröschen konnte sich keine schlimmere Art vorstellen, den Blicken aller
dargeboten zu werden. Sie senkte ängstlich den Kopf, hob aber immer wieder den Blick zu dem
Mädchen, dessen Körper leicht schaukelte, als ob ein Luftzug ihn bewegte. Leise knarzten die
Lederringe an ihren Handgelenken und Fesseln. Doch sie war nicht allein. Dornröschen wurde sich
jetzt bewußt, daß wenige Schritte entfernt andere Körper ebenso hilflos an einem Balken hingen.
Immer noch stand Zornesröte in Prinzessin Lisettas Gesicht, aber sie hatte sich jetzt etwas
beruhigt. Als sie versuchte, den Kopf hinter ihrem Bein zu verbergen, trat ein Page hinzu und
rückte ihn wieder zurecht.
Dornröschen warf einen Blick auf die anderen.
Nicht weit entfernt hing zu ihrer Rechten ein junger Mann. Er wirkte sehr jung, höchstens wie
sechzehn ,und hatte blondes, gelocktes Haar, wobei sein Schamhaar einen leicht rötlichen
Schimmer zeigte. Sein Glied war erigiert, und alle konnten seinen Hodensack und die winzige
Öffnung seines Anus sehen.
Noch andere waren da, eine junge Prinzessin und ein weiterer Prinz, doch die ersten beiden
hielten Dornröschens Aufmerksamkeit völlig gefangen.
Der junge Prinz stöhnte vor Schmerz. Seine Augen waren trocken, aber er schien mit seinen
Fesseln zu kämpfen, wobei er seinen Körper immer wieder ein wenig nach links drehte.
Unterdessen erschien ein in blauen Samt gekleideter junger Mann, der beeindruckender als die
Pagen wirkte und die Gesichter und die erbarmungslos dargebotenen Blößen der am Balken
hängenden Sklaven aufmerksam inspizierte.
Er strich dem jungen Prinzen das Haar aus der Stirn. Der Prinz stöhnte auf. Es schien, als
versuche er, seinen ganzen Körper vorwärts zu stoßen. Der Mann im blausamtenen Gewand
streichelte den Penis des Prinzen, und der Prinz stöhnte dabei noch lauter und flehender.
Dornröschen senkte den Kopf, beobachtete aber weiter den in Samt gekleideten Mann, während er
sich Prinzessin Lisetta näherte.
»Sehr hartnäckig, äußerst schwierige, sagte er zu Gregory.
»Ein Tag und eine Nacht Strafe wird sie schon zähmen«, antwortete Gregory. Dornröschen war
schockiert bei dem Gedanken, derart lange in so exponierter Position dazuhängen. Sofort wußte
sie, daß sie alles tun würde, damit ihr nicht die gleiche Strafe zuteil wurde. Dennoch hatte sie
schreckliche Angst, es könne trotz aller ihrer Bemühungen dazu kommen. Als sie sich vorstellte,
selber so hängen zu müssen, entfuhr ihr ein leiser Angstlaut, aber sie preßte sofort die Lippen
zusammen.
Zu ihrer Verwunderung hatte der Mann im Samtgewand angefangen, Prinzessin Lisettas
Geschlecht mit einem einen Instrument zu streicheln, das, wie so viele andere Dinge hier, mit
weichem schwarzen Leder überzogen war. Es sah aus wie eine Art dreifingrige Hand, und sobald
er begann, die hilflose Prinzessin damit zu kitzeln, wand sie sich heftig in ihren Fesseln.
Dornröschen begriff sofort, was vor sich ging. Die rosafarbene Spalte der Prinzessin, die
Dornröschen in ihrer Ungeschütztheit so erschreckend erschien, schien zu schwellen und zu reifen.
Dornröschen sah, daß kleine Tröpfchen darauf erschienen.
Und während sie das Treiben des Mannes beobachtete, fühlte sie, wie ihr eigenes Geschlecht zu
pulsieren begann. Sie spürte das Pflästerchen, das den Kernpunkt ihres Gefühls bedeckte, aber es
schien ihre Empfindung in keiner Weise zu unterdrücken. Als er die hilflose Prinzessin auf diese
Weise erregt hatte, ließ der Mann in Samt mit zufriedenem Lächeln von ihr ab und ging weiter. Bei
dem blonden jungen Prinzen blieb er stehen, um sich an ihm zu schaffen zu machen. Ohne Stolz,
ja fast würdelos stieß der Prinz trotz des ledernen Knebels in seinem Mund flehende Laute aus.
Das Opfer neben ihm, eine Prinzessin, erschien noch aufgelöster in ihren wortlosen Bitten um
Befriedigung. Ihr Geschlecht war klein, seine Lippen dick, eine Öffnung in einem Dickicht
bräunlichen Haares, wie wild warf sie ihren Körper herum, um engeren Kontakt zu dem Herrn in
Samt herzustellen, der sie jedoch wieder verließ, um sich einer anderen zuzuwenden.
Gregory schnappte mit den Fingern.
Dornröschen sank auf den Boden und folgte ihm auf Händen und Knien.
»Muß ich dir sagen, daß du für diese Art der Bestrafung bestens geeignet bist, Prinzessin?« fragte
er.
»Nein, nein«, flüsterte Dornröschen. Ob es in seiner Macht stand, sie ohne Grund in dieser Weise
zu züchtigen? Sie sehnte sich nach dem Prinzen und nach den Momenten zurück, da er allein
Macht über sie hatte. Sie konnte an nichts anderes mehr denken als an ihn. Warum hatte sie sich
nur nicht zurückgehalten und Prinz Alexi betrachtet? Dennoch, sie brauchte nur an Alexi zu
denken, und schon übermannte sie ein Gefühl hilflosen Elends. Freilich, wenn sie in den Armen
ihres Prinzen war, würde sie einzig und allein an ihn denken. Sie sehnte sich nach seiner zarten
Bestrafung.
»Ja, meine Liebe, wolltest du etwas sagen?« hörte sie Gregory sagen, doch lag etwas Strenges in
seinem Ton.
»Oh, sagt mir nur, wie ich am besten gehorche und meinem Herrn zu Gefallen bin, damit ich dieser
Strafe entgehe.«
»Zunächst einmal, meine Teure«, antwortete er ungehalten, »mußt du dir abgewöhnen, die
männlichen Sklaven so zu bewundern und bei jeder Gelegenheit anzustarren. Und ergötze dich
nicht zu sehr an all dem, was ich dir zeige, um dir Respekt einzuflößen!«
Dornröschen zuckte zusammen.
»Und denk nie, nie wieder an Prinz Alexi.«
Dornröschen schüttelte den Kopf. »Ich werde tun, was Ihr sagt«, flüsterte sie erschrocken. »Und
denk daran - die Königin ist nicht sehr erbaut über die Leidenschaft ihres Sohnes für dich. Tausend
Sklavinnen hat er um sich, seit er ein Knabe ist, und keiner war er auch nur im entferntesten so
zugeneigt wie jetzt dir. Das gefällt der Königin nicht.«
»Aber was kann ich tun?« flehte Dornröschen. »Du kannst allen, die über dir stehen, absoluten
Gehorsam erweisen und vermeiden, irgend etwas zu tun, was ungewöhnlich wirkt oder nach
Widerspenstigkeit aussieht.«
»Ja, Herr«, sagte Dornröschen.
»Du weißt, daß ich beobachtet habe, wie du gestern abend zu Prinz Alexi schleichen wolltest.« In
seinem Flüstern lag jetzt ein drohender Ton.
Dornröschen erschrak. Sie biß sich auf die Lippen und bemühte sich, nicht zu weinen.
»Natürlich könnte ich der Königin davon berichtend.«
»Ja, Herr«, hauchte sie.
»Aber du bist sehr jung und sehr schön. Und für solch ein Vergehen müßtest du mit der
schrecklichsten Strafe rechnen. Du würdest des Schlosses verwiesen und ins Dorf geschickt, und
das wäre mehr, als du ertragen ... «
Dornröschen erschauerte. Das Dorf - was konnte das bedeuten? Lord Gregory fuhr fort: »Aber kein
Sklave der Königin oder des Kronprinzen sollte je zu einer so schändlichen Strafe verurteilt
werden, und keinem Lieblingssklaven ist das je widerfahren.« Er holte tief Atem, als wolle er seinen
Unmut beschwichtigen. »Doch wenn du richtig geschult bist, wirst du eine ausgezeichnete Sklavin
sein. Schließlich gibt es auch keinen Grund, warum der Prinz sich nicht deiner erfreuen sollte und
warum du nicht allen hier Freude bereiten solltest. Ich soll dich unterweisen - dafür bin ich da, nicht
für deine Zerstörung.« »Ihr seid zu gütig zu mir, Herr«, flüsterte Dornröschen, doch das Wort Dorf
hatte sich unauslöschlich in ihre Seele geprägt. Wenn sie nur hätte fragen können ...
Eine junge Lady war eilends hereingekommen. Sie trug ein burgunderrotes Kleid; ihr langes,
blondes Haar war zu dicken Zöpfen geflochten. Noch ehe Dornröschen die Augen niederschlagen
konnte, erhaschte sie einen Blick auf die Lady mit den roten Wangen und den großen braunen
Augen, die sich jetzt in der Halle der Strafen umsah, als suche sie jemand.
»Oh, Lord Gregory, wie schön, dich zu sehen«, sagte sie, und als sich Gregory verbeugte, knickste
sie graziös. Bewundernd erkannte Dornröschen, wie schön sie war. Bedrückend befiel sie freilich
gleich darauf der Gedanke an ihre eigene Hilflosigkeit. Sie starrte auf die hübschen silbernen
Schuhe der Lady und auf die Ringe an ihrer Rechten, mit der sie mit eleganter Gebärde die Röcke
raffte.
»Wie kann ich dir dienen, Juliana?« fragte Gregory. Bittere Verzweiflung erfaßte Dornröschen. Sie
war dankbar, daß die Lady sie gar nicht ansah, und dennoch fühlte sie sich elend. Sie war ein
Niemand für diese Frau, die wie eine feine Dame gekleidet war und tun konnte, was sie wollte,
während Dornröschen eine nackte, nichtswürdige Sklavin war, die nur eines tun konnte - vor ihr
niederknien.
»Ah, da ist sie ja, die böse Lisetta«, zischte die Lady, und alle Fröhlichkeit wich aus ihrem Gesicht.
Zwei rötliche Flecke erschienen auf ihren Wangen, als sie sich der am Balken hängenden
Prinzessin näherte. »Sehr launenhaft und aufsässig ist sie heute gewesene »Nun, dafür wurde sie
aber auch streng bestraft«, entgegnete Gregory. »Sechsunddreißig Stunden hier dürften ihr eine
Lehre sein.«
Die Lady trippelte ein paar Schritte auf die Prinzessin zu und faßte ihre Scham ins Auge. Und zu
Dornröschens Überraschung versuchte Prinzessin Lisetta nicht, ihr Gesicht zu verbergen, sondern
starrte die Dame an. Mehrmals stieß sie leise, bittende Laute aus, deren Bedeutung ebenso klar
war wie vorher das Stöhnen des neben ihr hängenden Prinzen. Als sie begann, sich in ihren
Fesseln zu winden, geriet ihr Körper in leichte Schwingungen.
»Ein böses Mädchen bist du«, flüsterte die Lady, als weise sie ein kleines Kind zurecht. »Du hast
mich enttäuscht. Um die Königin zu amüsieren, hatte ich die Jagd vorbereitet, und ich hatte speziell
dich ausgesucht.«
Prinzessin Lisettas Stöhnen wurde drängender. Sie schien jetzt ohne Hoffnung und Stolz, ohne
eigenen Willen zu sein. Tiefe Röte hatte ihr Gesicht überzogen, und der Knebel schien ihr weh zu
tun. Ihre großen Augen schimmerten, als sie flehend die Dame anblickte.
»Gregory«, sagte die Lady, »du mußt dir etwas Besonderes einfallen lassen.« Und zu
Dornröschens Schrecken kniff sie plötzlich Prinzessin Lisettas Schamlippen so heftig zusammen,
daß Feuchtigkeit aus ihnen hervortrat. Nun zwickte sie erst die rechte Lippe und dann die linke,
und das Mädchen zuckte vor Schmerz und Jammer zusammen.
Gregory hatte mittlerweile mit den Fingern geschnappt und dem Mann mit der klauenartigen,
lederüberzogenen Hand ein Zeichen gegeben. Dann flüsterte er ihm etwas zu, was Dornröschen
nicht verstehen konnte. »Damit werde ich ihre Strafe verschärfen.«
Bald darauf kam der Herr mit einem Töpfchen und einem Pinsel herbei. Die Lady trat einen Schritt
zurück, worauf er Prinzessin Lisettas nackte Scham mit einem dicken Sirup bestrich. Ein paar
Tröpfchen klatschten auf den Boden. Das leise Wimmern der Prinzessin verriet, welche Pein sie
ertrug. Die Dame schüttelte jedoch nur den Kopf und lächelte unschuldig.
»Das wird die Fliegen anziehen, wenn welche hier sind«, erklärte Gregory, »und wenn nicht, wird
es unstillbares Jucken verursachen, während es trocknet. Es ist ziemlich unangenehm.
Die Lady schien nicht zufrieden. Ihr unschuldiges, hübsches Gesicht wirkte jedoch jetzt ganz ruhig,
und sie seufzte. »Für den Augenblick wird das genügen. Doch wünschte ich, sie wäre mit
gespreizten Beinen an einen Pfahl im Garten gebunden. Und dann sollten Fliegen und kleine
Insekten ihren Honigtopf finden. Sie verdiente es.«
Sie wandte sich Gregory zu, um ihren Dank auszudrücken, und wieder war Dornröschen
beeindruckt von ihrem klaren, frischen Gesicht. Die Flechten ihres Haares waren mit kleinen Perlen
und dünnen blauen Bändern verziert.
Während sie noch ihren Gedanken nachhing, bemerkte Dornröschen plötzlich entsetzt, daß die
Lady sie ansah.
»Aaaaah, ja, da ist ja der Liebling unseres Prinzen«, sagte sie, während sie zu ihr trat und
Dornröschens Gesicht musterte. »Und wie süß sie ist, wirklich sehr schön.«
Dornröschen schloß die Augen und versuchte, ihren plötzlich heftig gehenden Atem unter Kontrolle
zu halten. Die gebieterische Art dieser jungen Lady konnte sie nur schwer ertragen. Dennoch half
ihr nichts.
»Oh, es wäre doch schön, wenn sie Prinzessin Lisettas Platz einnähme. Das wäre ein Fest für
alle«, sagte die Dame.
»Aber das ist nicht mögliche, entgegnete Gregory. »Der Prinz will sie nur für sich. Ich kann nicht
zulassen, daß sie so zur Schau gestellt wird.«
»Aber sicher werden wir noch mehr von ihr sehen. Wird man sie über den Reitpfad treiben?«
»Bestimmt, wenn der Zeitpunkt gekommen ist«, erwiderte Gregory. »Niemand weiß, was der Prinz
als nächstes wünscht. Aber bitte, du kannst sie dir ansehen. Es gibt keine Vorschrift, die das
verbietet.«
Er streckte Dornröschens Körper, indem er sie an den Handgelenken hochhob und ihre Hüften mit
dem Griff des Paddels nach vom drückte. »Öffne die Augen und senke den Blick«, flüsterte er.
Dornröschen erschauderte, als Julianas Hände ihre Brüste berührten und dann ihren glatten
Bauch.
»Ja, sie ist schön und sicher sehr zärtlich in ihrer Art.« Gregory lachte ein wenig. »Ja, und du bist
feinfühlig genug, um das sofort erkennen zu können.«
»Die werden am besten«, behauptete Juliana nicht ohne Bewunderung in der Stimme. Sie kniff
Dornröschens Wange wie vorher Prinzessin Lisettas geheime Lippen. »Oh, eine ruhige Stunde mit
ihr allein in meinen Gemächern - was würde ich dafür geben.«
»Zur rechten Zeit, zur rechten Zeit«, entgegnete Gregory. »Ja, und ich wette, sie wehrt sich sehr
gegen das Paddel mit ihrem empfindsamen Geist.« »Nur im Geist«, sagte Gregory. »Sie ist
gehorsam.«
»Das sehe ich. Nun, mein Mädchen, ich muß dich verlassen. Du bist wirklich sehr schön, glaube
mir. Ich wünschte, ich könnte dich übers Knie legen. Bis zum Sonnenuntergang würde ich dich
versohlen. Und hübsche kleine Spiele könnten wir spielen, wenn du im Garten vor mir davonläufst,
glaube mir.« Unvermittelt küßte sie Dornröschen warm auf den Mund. Dann rauschte sie ebenso
schnell, wie sie gekommen war, wieder hinaus.
Ehe Dornröschen den Schlaftrunk von Leo entgegennahm, bat sie ihn um eine Erklärung dessen,
was sie gehört hatte. »Was ist der Reitpfad?« fragte sie flüsternd, »und das Dorf... Was bedeutet
es, wenn man dort hingeschickt wird?«
»Sprich niemals vom Dorf«, warnte Leo sie ruhig. »Diese Züchtigung gibt es nur für
Unverbesserliche, und du bist die Sklavin des Kronprinzen. Was den Reitpfad betrifft, meine Liebe,
so wirst du das bald genug erfahren.«
Er legte sie ins Bett und band ihre Handgelenke und Fesseln so an, daß sie sich nicht einmal im
Schlaf selbst berühren konnte. »Ruh dich aus«, sagte er, »denn heute abend wird der Prinz dich
begehren.«

Pflichten in der Kammer des Prinzen


Der Prinz beendete gerade seine Abendmahlzeit, als Dornröschen zu ihm gebracht wurde. Das
Schloß war voller Leben; Fackeln flackerten in den langen, hohen, gewölbten Gängen. Der Prinz
saß in einer Art Bibliothek allein an einem schmalen Tisch. Mehrere Minister mit Papieren, die er
unterzeichnen sollte, waren anwesend. Man hörte das leise Tappen ihrer weichen Lederstiefel und
das Knacken ihrer Pergamentrollen.
Dornröschen kniete neben dem Stuhl des Prinzen und lauschte dem Kratzen seiner Feder, und
wenn sie sicher war, daß er nicht auf sie achtete, sah sie zu ihm auf.
Der Prinz bot einen strahlenden Anblick. Er trug einen blauen Samtumhang mit silbernen Säumen.
Über dem schweren Seidengürtel prangte sein Wappen auf seiner Brust. Die Seiten des Umhangs
waren lose verschnürt, so daß Dornröschen sein weißes Hemd sehen konnte. Sie bewunderte
seine starken Beinmuskeln, die die langen, engen Barchenthosen erahnen ließen. Er aß noch ein
paar Bissen von seinem Fleisch, während jemand für Dornröschen einen Teller auf den Steinboden
stellte. Rasch leckte sie mit der Zunge den Wein, den er ihr in eine Schale eingoß; das Fleisch aß
sie so graziös, wie sie konnte, ohne ihre Finger zu gebrauchen. Es schien, als beobachte er sie. Er
gab ihr Früchte und Käsestückchen, und sie hörte, daß er leise Laute der Befriedigung von sich
gab. Mit der Zunge säuberte sie ihren Teller.
Sie hätte alles getan, um ihm zu zeigen, wie froh sie war, wieder bei ihm zu sein. Urplötzlich fiel ihr
ein, daß sie seine Stiefel nicht geküßt hatte, und sie holte es sogleich nach. Der Geruch des
sauberen, glänzend gewienerten Leders erschien ihr köstlich. Sie spürte seine Hand auf ihrem
Nacken, und als sie aufsah, fütterte er sie mit einigen Weinbeeren. Dabei hob er die Früchte
jedesmal höher, so daß sie sich immer mehr aus dem Fersensitz aufrichten mußte, um sie zu
erreichen.
Die letzte Traube warf er in die Luft. Dornröschen schnellte mit dem Oberkörper hoch, um sie zu
erreichen. Und es gelang ihr, sie mit dem Mund zu fangen. Dann senkte sie wieder ängstlich den
Kopf. War er zufrieden? Nach allem, was sie an diesem Tag erlebt hatte, schien er ihr Rettet zu
sein. jetzt, da sie wieder bei ihm war, hätte sie am liebsten vor Freude geweint.
Lord Gregory hatte gefordert, daß sie mit den Sklaven aß. Er hatte ihr die dafür vorgesehene Halle
gezeigt. In zwei langen Reihen knieten Prinzen und Prinzessinnen dort, die Hände hinter dem
Rücken verschränkt, und aßen mit raschen Mundbewegungen aus Tellern, die auf niedrigen
Tischchen vor ihnen standen. Sie waren so über ihre Mahlzeit gebeugt, daß Dornröschen im
Vorbeigehen ihre wunden Pobacken gesehen hatte. Schockiert hatte sie registriert, wie viele es
waren. Alle sahen ähnlich aus, und doch unterschied sich jeder Körper vom anderen. Die Prinzen
zeigten weniger von sich, wenn ihre Beine geschlossen waren; ihre Hoden waren dann nicht zu
sehen. Die Mädchen konnten aber nichts tun, um ihre Schamlippen zu verbergen. Der Anblick
hatte Dornröschen erschreckt.
Der Prinz hatte sie jedoch in seine Kammer befohlen. jetzt war sie bei ihm. Leo hatte die
Versiegelung von ihrer Klitoris entfernt, und Dornröschen spürte die ersten Regungen des
Begehrens. Sie dachte weder an die Bediensteten, die geschäftig umhereilten, noch an den letzten
Minister, der ein paar Schritte entfernt mit einer Petition wartete. Wieder küßte sie die Stiefel des
Prinzen.
»Es ist sehr spät«, sagte der Prinz. »Du hast lange geruht, und wie ich sehe, hat dir das gutgetan.«
Dornröschen wartete.
»Sieh mich an«, forderte er sie auf.
Als sie es tat, war sie fast erschrocken über die Schönheit und Wildheit seiner schwarzen Augen.
Der Anblick raubte ihr den Atem.
»Komm«, sagte er, während er sich erhob und den Minister entließ. »Es ist Zeit für eine Lektion.«
Mit raschem Schritt ging er zu seiner Kammer. Dornröschen folgte auf Händen und Knien. Er
wartete, daß sie die Tür öffnete, und trat dann hinter ihr ein.
Ach, könnte ich nur hier schlafen, hier leben, dachte sie. Und doch ängstigte sie sich, als er die
Hände in die Hüften stemmte und sich umwandte. Mit Schaudern erinnerte sie sich daran, wie er
sie am Abend zuvor mit dem Riemen gepeitscht hatte.
Aus einem stoffbezogenen Kästchen auf dem hochbeinigen Tisch neben ihm nahm der Prinz
etwas, was wie eine Handvoll kleiner Kupferglocken aussah. »Komm her«, befahl er leise. »Hast
du jemals einem Prinzen in seiner Kammer aufgewertet, ihn geputzt und gekleidet?«
»Nein, mein Prinz«, antwortete Dornröschen und eilte zu seinen Füßen.
»Knie dich hin.« Dornröschen gehorchte, die Hände hinter dem Nacken. Dann sah sie, daß an
jedem der Kupferglöckchen eine kleine Federklammer befestigt war.
Ehe sie protestieren konnte, befestigte er eines davon sehr vorsichtig an ihrer rechten Brust. Die
Klammer kniff sie nicht besonders, nichtsdestoweniger führte ihr Druck dazu, daß die Brustwarze
sich verhärtete. Der Prinz befestigte ein weiteres Glöckchen an ihrer linken Brust. Ohne es zu
wollen, atmete Dornröschen tief durch, und die Glöckchen klingelten leise. Sie waren schwer. Sie
zerrten an ihr. Errötend versuchte Dornröschen sie abzuschütteln. Die Glocken zogen an ihren
Brüsten, und Dornröschen wurde sich ihrer schmerzhaft bewußt. Doch jetzt gebot ihr der Prinz,
aufzustehen und die Beine zu spreizen. Die Glöckchen, zu denen er jetzt griff, waren walnußgroß.
Leise jammernd spürte sie seine Hände zwischen ihren Beinen, die rasch die beiden Glöckchen an
ihre Schamlippen klemmten.
Dornröschen war, als spüre sie Körperteile, die sie bis dahin nicht gekannt hatte. Die Glocken
berührten ihre Schenkel. Sie zogen an den Lippen und schnitten ein wenig ins Fleisch.
»Aber, aber, so schrecklich ist das doch gar nicht, kleines Mädchen«, flüsterte der Prinz und
belohnte sie mit einem Kuß.
»Wenn es dir gefällt, mein Prinz ... «
»Ah, das ist schön«, schwärmte er. »Und jetzt an die Arbeit, meine Schöne. Ich möchte, daß du
deine Arbeit schnell und doch anmutig tust. Ich möchte, daß du alles korrekt tust und doch sehr
kunstvoll. Im Wandschrank hängen mein rotes Samtkapulier und ein goldener Gürtel. Hol beides
rasch und leg es aufs Bett. Du wirst mich anziehen.«
Dornröschen beeilte sich zu gehorchen. Sie nahm das Kleidungsstück vom Haken, rutschte auf
den Knien zurück, legte es an den Fuß des Bettes und wartete.
»Jetzt zieh mich aus«, sagte der Prinz. »Und du mußt lernen, deine Hände nur zu gebrauchen,
wenn es nicht anders geht.«
Gehorsam zog Dornröschen die Lederverschnürung seines Umhanges auf. Der Prinz streifte den
Umhang über den Kopf und gab ihn ihr. Dann setzte er sich auf einen Hocker am Feuer, und
Dornröschen schickte sich an, seine vielen Knöpfe zu lösen. Sie war sich seines Körpers bewußt,
seines Dufts, seiner Wärme. Bald hatte sie ihm mit etwas Unterstützung das Hemd ausgezogen;
nun ging es an die langen Kniehosen.
Ab und zu half er ihr, doch die meisten Probleme löste sie selbst. Vorsichtig nahm sie den oberen
Rand seiner samtgesäumten Stiefel zwischen die Zähne, während sie mit den Händen an den
Absätzen zog, bis er herausgeschlüpft war.
Geraume Zeit mußte sie sich so bemühen und lernte dabei jedes Detail seiner Kleidung kennen.
Und nun mußte sie ihn anziehen.
Mit den Händen hielt sie ihm das weiße, seidene Unterhemd hin, so daß er mit den Armen
hineinschlüpfen konnte. Die Knopfleiste strich sie zwar mit den Händen zurecht, zog aber jeden
Knopf mit dem Mund durch das Loch, so daß er sehr zufrieden war und sie lobte. Dornröschen
wurde müde; ihre Brüste schmerzten von den schweren kupfernen Glocken, und sie spürte das
Gewicht der anderen zwischen ihren Beinen. Die Art, wie sie bimmelnd an der Innenseite ihrer
Schenkel entlangstrichen, machte sie nervös. Als sie aber mit dem Ankleiden fertig war und der
Prinz, um ihr zu helfen, selbst in seine neuen Stiefel geschlüpft war, nahm er sie in die Arme und
küßte sie.
»Mit der Zeit wirst du lernen, schneller zu arbeiten. Es wird dir ein Leichtes sein, mich an- und
auszuziehen oder andere kleine Dienste zu verrichten, um die ich dich bitte. Du wirst in meinen
Gemächern schlafen und dich um alles kümmern.«
»Mein Prinz«, flüsterte sie, drückte sehnsuchtsvoll ihre Brüste an ihn und küßte rasch seine Stiefel.
Quälend kamen jetzt die Erinnerungen des vergangenen Tages zurück: Prinzessin Lisettas
grausame Züchtigung, die Erziehung der Prinzen und dann einer, den sie nicht gesehen, aber
auch keine Sekunde vergessen hatte - Prinz Alexi. All das ging ihr jetzt durch den Kopf und
entfachte ihre Leidenschaft, machte ihr aber auch gleichzeitig angst. Ach, könnte sie jetzt nur in
den Gemächern des Prinzen schlafen. Und doch, wenn sie an alle die Sklaven dachte, die sie in
der Halle gesehen hatte...
Doch als ob er spürte, daß sie ihm ihre Aufmerksamkeit nicht in gebotenem Maße zuwandte,
begann der Prinz, sie heftig zu küssen. Dann gebot er ihr, sich auf Hände und Knie niederzulassen
und die Stirn auf den Boden zu drücken, damit er ihre Pobacken besser sehen konnte.
Dornröschen gehorchte. Das Bimmeln der Glöckchen erinnerte sie grausam an ihre Nacktheit.
»Mein Prinz«, flüsterte sie vor sich hin. In ihrem Herzen spürte sie eine Veränderung, die sie nicht
ganz verstand. Dennoch fürchtete sie sich wie immer.
Er befahl ihr aufzustehen. Als er sie wieder in die Arme nahm, sagte er: »Küß mich, wie du mich
gerne küssen möchtest.« Voller Freude küßte sie seine kühle, glatte Stirn, seine dunklen Locken,
seine Lider mit den langen Wimpern. Sie küßte seine Wangen und dann seinen offenen Mund. Als
seine Zunge in ihren Mund drang, wurde Dornröschen so schwach, daß er sie stützen mußte.
»Mein Prinz, mein Prinz«, murmelte sie und nahm dabei in Kauf, ungehorsam zu sein. »Ich habe
so große Angst vor allem. « »Aber warum, meine Schönste? Ist dir nicht alles klar? Ist es nicht
einfach?«
»Aber wie lang werde ich dienen? Werde ich mein ganzes Leben hier sein?«
»Hör zu.« Der Prinz war jetzt ernst, ohne zornig zu sein. Er faßte sie- an den Schultern und blickte
dann auf ihre angeschwollenen Brüste. Im Rhythmus ihres Atems klingelten leise die Glöckchen.
Sie spürte seine Hand zwischen ihren Beinen. Dann waren seine Finger in ihr und streichelten sie
in einer aufwärtsgerichteten Bewegung, daß sich ihr Körper vor Lust aufbäumte.
»Das ist alles, was du zu sein hast. An nichts anderes sollst du denken«, murmelte er. »In
irgendeinem früheren Leben warst du so manches, ein hübsches Gesicht, eine liebliche Stimme,
eine gehorsame Tochter. Diese Haut hast du abgestreift, als sei sie ein Mantel aus Träumen, und
jetzt denkst du nur noch an diese Teile von dir.« Er streichelte ihre Schamlippen, spreizte ihre
Vagina. Fast grausam drückte er dann ihre Brüste. »Jetzt bist du dies, ganz und gar. Und dein
hübsches Gesicht, aber nur, weil es das hübscheste Gesicht einer nackten, hilflosen Sklavin ist.«
Als übermanne ihn sein Gefühl, umarmte er sie und trug sie zum Bett. »Bald werde ich mit den
Höflingen Wein trinken müssen, und du wirst mich bedienen und so allen zeigen, wie gehorsam du
bist. Doch das kann warten ... «
»Ja, ja, mein Prinz, wenn du es so willst«, hauchte sie so leise, daß er es vielleicht gar nicht hörte.
Sie lag auf dem mit Edelsteinsplittern übersäten Bettbezug, und wenn ihr Po und ihre Beine auch
nicht mehr so wund waren wie am Abend zuvor, so spürte sie doch schmerzhaft das Stechen der
winzigen Splitter.
Rittlings kniete jetzt der Prinz über ihr. Mit den Fingern öffnete er ihren Mund, zeigte ihr seinen
harten Penis und steckte ihn dann mit einer schnellen Bewegung hinein. Dornröschen sog an ihm
und lutschte daran. Dabei brauchte sie nur ruhig zu liegen, denn der Prinz vollführte heftige Stöße.
Sie schloß die Augen, roch den köstlichen Duft seines Schamhaars, schmeckte den
Salzgeschmack seiner Haut. So heftig waren die Stöße des Prinzen, daß er sein Glied immer
wieder bis zu ihrer Kehle versenkte und ihr damit fast die Lippen wundrieb. Dornröschen stöhnte im
Rhythmus seiner Bewegungen, und als er sich plötzlich zurückzog, streckte sie mit einem jähen
Seufzer die Arme aus, um ihn zu umschlingen. Doch er hatte sich in ganzer Länge auf sie gelegt,
drückte ihre Beine auseinander und entfernte die Glöckchen. Ihre Schamlippen schmerzten.
Er drang in sie ein. Ein nie gekanntes Lustgefühl entlud sich in ihr; wild bäumte sich ihr ganzer
Körper auf, so daß sie den seinen hochdrückte. Stöhnend wölbte sie ihm ihre Hüften entgegen,
und als er sich schließlich in sie ergoß, stieg er weiter in sie hinein, bis er gänzlich erschöpft war.
Es schien, als schlafe er, und sie träumte. Und dann hörte sie ihn zu irgend jemandem sagen:
»Nimm sie, wasch sie und putz sie auf. Und dann bring sie nach oben.«

Dienerin
Dornröschen konnte ihr Unglück nicht fassen, als sie das Zimmer im oberen Stockwerk betrat. Die
schöne Lady Juliana spielte Schach mit dem Prinzen, und andere elegante Damen saßen an
anderen Schachbrettern. Auch mehrere Edelmänner waren zugegen, darunter ein alter Mann mit
weißem Haar, das ihm über die Schultern wallte.
Mußte es denn unbedingt diese Juliana sein mit ihrer gewaltsamen Munterkeit und ihrem
affektierten Getue? Ihr dichtes Haar war je tzt mit purpurnen Bändern verziert, und die blaue,
samtene Robe hob ihre Brüste aufs beste hervor. Ihr Gelächter erfüllte die Luft, kaum daß der
Prinz eine kleine, witzige Bemerkung gemacht hatte.
Dornröschen wußte nicht recht, was sie fühlte. War es Eifersucht? War es nur die fast schon
gewohnte Erniedrigung?
Und Leo hatte sie so grausam zurechtgemacht, daß sie lieber nackt geblieben wäre. Erst hatte er
alle Säfte des Prinzen von ihr geschrubbt. Dann hatte er links und rechts jeweils ihr Haar
geflochten und die Zöpfe so nach hinten gesteckt, daß der größte Teil frei herabhing. Er hatte
Edelsteine an ihre Brüste geklammert, die zwei feine Goldkettchen miteinander verbanden.
Die Klammern schmerzten, und die Kettchen bewegten sich bei jedem Atemzug, wie es die
Glöckchen getan hatten. Freilich hatte sie mit Schrecken feststellen müssen, daß das noch nicht
alles war. Leo hatte mit dem Finger ihren Nabel erforscht und dann eine Paste hineingeschmiert, in
die er eine glitzernde Brosche einsetzte - einen funkelnden Edelstein, den Perlen umgaben.
Dornröschen hatte der Atem gestockt. Es war ein Gefühl, als übe jemand an dieser Stelle Druck
auf sie aus und versuche, in sie zu dringen, als sei ihr Nabel eine Vagina geworden. Und dieses
Gefühl hatte nicht aufgehört. Auch jetzt spürte Dornröschen es noch.
Danach hatte ihr Leo schwere, mit goldenen Klammern versehene Edelsteine an die Ohren
gehängt, die ihr bei jeder Bewegung über die Schultern strichen. Natürlich waren auch ihre
Schamlippen nicht verschont geblieben. Sie waren auf gleiche Weise geschmückt worden. Reifen
mit Schlangen darauf hatte er ihr über die Oberarme und edelsteinbesetzte Armbänder über die
Handgelenke gestreift, doch der ganze Aufputz brachte ihr ihre Nacktheit erst so recht zu
Bewußtsein. Überall trug sie Schmuck, und trotzdem war sie allen Blicken ausgesetzt. Das Gefühl
war sehr eigenartig. Um den Hals hatte sie dann noch eine Art Stehkragen aus goldenen Juwelen
bekommen, und auf die linke Wange hatte ihr Leo schließlich wie ein Schönheitspflästerchen einen
kleinen Diamanten geklebt.
Er machte sie schrecklich verlegen. Sie konnte sich vorstellen, wie er glitzerte, und wollte ihn
wegwischen. Fast war ihr, als könne sie ihn aus den Augenwinkeln sehen. Doch dann war ihr der
Schreck in die Glieder gefahren: Leo hatte ihren Kopf nach hinten geneigt und ein feines goldenes
Ringlein seitlich an ihrer Nase befestigt. Seine Spitzen stachen, wenn auch nicht tief, doch
Dornröschen weinte beinahe, denn sie spürte einen unwiderstehlichen Drang, sich all dieses
Zierats zu entledigen.
Leo hatte ihr Komplimente gemacht. »Ah, wenn ich an etwas wirklich Schönem arbeiten darf, dann
kann ich mein ganzes Können zeigen«, seufzte er. Noch einmal richtete er ihr Haar, bevor er
sagte, sie sei fertig.
Auf Händen und Knien bewegte sie sich rasch zum Prinzen hinüber, um eilig seine Stiefel zu
küssen. Der Prinz sah nicht von seinem Schachbrett auf, und brennende Scham erfüllte
Dornröschen, als Juliana sie begrüßte.
»Ah, da ist ja das Liebchen, und wie herrlich sie aussieht! Knie dich hin, meine Teuerste«, sagte
sie mit ihrer fröhlichen, sorglosen Stimme und schleuderte mit einer Kopfbewegung das Haar über
die Schulter. Sie legte ihre Hand auf Dornröschens Hals und begutachtete das juwelenbesetzte
Halsband. Dornröschen war, als erzeugten ihre Finger ein Kribbeln auf ihrer Haut; dennoch
versuchte sie nicht einmal, einen Blick auf das Gesicht der jungen Frau zu werfen.
Warum sitze ich nicht so da wie sie, wunderschön gekleidet und frei und stolz, dachte
Dornröschen. Wer bin ich, daß ich hier vor ihr knien muß und behandelt werde, als sei ich kein
Mensch? Ich bin eine Prinzessin! Doch dann dachte sie an all die anderen Prinzessinnen und
Prinzen und kam sich töricht vor. Denken sie auch so? Mehr als alle anderen machte ihr diese Frau
hier zu schaffen.
Aber Juliana war nicht zufrieden. »Steh auf, meine Liebe, so daß ich dich anschauen kann. Und ich
muß wohl nicht eigens sagen, daß du die Beine spreizen und die Hände hinter dem Nacken
verschränken sollst.«
Dornröschen hörte, daß hinter ihr jemand lachte, und als sie plötzlich begriff, daß außer ihr keine
anderen Sklaven im Raum waren, fühlte sie sich noch verlassener. Sie schloß die Augen wie
schon zuvor, als Juliana sie inspiziert hatte. Und sie spürte, wie Julianas Hände ihre Schenkel
befühlten und dann in ihre Pobacken kniffen. Warum nur läßt sie mich nicht in Ruhe ... ? dachte
Dornröschen, und als sie ein wenig blinzelte, sah sie, daß die Dame sie anstrahlte.
»Und was hält die Königin von ihr? « fragte Juliana mit echter Neugier. Der Prinz schien tief in
Gedanken versunken zu sein.
»Sie ist nicht einverstanden«, murmelte er. »Sie wirft mir Leidenschaft vor.«
Dornröschen bemühte sich, Haltung zu bewahren. Um sich herum hörte sie Gespräche und
Lachen. Sie konnte die tiefe Stimme des alten Mannes erkennen, und eine Frau sagte, das
Mädchen des Prinzen solle nunmehr den Wein servieren, damit alle sie sehen könnten. Als hätten
sie mich nicht schon genug angestarrt, dachte Dornröschen. Konnte es noch schlimmer kommen
als in der Großen Halle, und was war, wenn sie den Wein verschüttete?
»Dornröschen, hol den Krug dort drüben auf der Anrichte. Gieß den Wein sorgfältig ein und komm
dann zu mir zurück«, gebot der Prinz. Auch jetzt sah er sie nicht an.
Eilends bewegte sich Dornröschen durch den dunklen Raum und holte den goldenen Krug von der
Anrichte. Der Wein verströmte einen fruchtigen Duft. Als sie sich den Tischen zuwandte, kam sie
sich ungeschickt und schwerfällig vor. Eine gewöhnliche Dienerin, eine Sklavin, dachte sie, und die
Vorstellung war klarer und bedrängender als in den Momenten, da sie den Blicken aller ausgesetzt
gewesen war.
Mit zitternden Händen schenkte sie langsam Wein in die Becher; mit in Tränen schwimmenden
Augen nahm sie wahr, daß man ihr zulächelte, und sie hörte geflüsterte Komplimente. Dann und
wann schien ihr eine hochmütige Person mit völliger Gleichgültigkeit zu begegnen. Einmal schrak
sie zusammen, als jemand sie in den Hintern kniff, was allgemeines Gelächter auslöste.
Wenn sie sich über die Tische beugte, empfand sie die Nacktheit ihres Bauches und sah das
Schimmern der Kettchen, die eine Verbindung zwischen ihren Brüsten herstellten. Die
gewöhnlichste Geste verstärkte das Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
Am letzten Tisch bediente sie einen Mann, dessen Ellenbogen auf der Armlehne seines Stuhles
ruhte und der sie anlächelte.
Und dann füllte sie Julianas Becher. Julianas helle, runde Augen sahen zu ihr auf. »Hübsch, sehr
hübsch. Oh, ich wünschte wirklich, du nähmst sie nicht so sehr in Anspruch«, klagte Juliana. »Stell
den Krug weg, meine Liebe, und komm her zu mir.« Dornröschen gehorchte. Als Juliana mit den
Fingern schnappte und auf den Boden zeigte, errötete Dornröschen. Sie fiel auf die Knie und
küßte, einer plötzlichen Eingebung folgend, die Schuhe der Lady.
Ihr kam es vor, als geschähe alles ganz langsam. Sie beugte sich über die silbernen Schuhe und
drückte dann ihre Lippen darauf.
»Ah, sie ist wirklich reizende, rief Juliana. »Gewähre mir nur eine einzige Stunde mit ihr.«
Dornröschen spürte die Hand der Frau auf ihrem Nacken, die sie streichelte und liebkoste und
dann mit einer sanften Bewegung ihr Haar zurückstrich. Tränen traten in Dornröschens Augen. Ich
bin nichts, dachte sie. Und wieder hatte sie das Gefühl, als hätte sich etwas in ihr verändert. Es war
eine Art stummer Verzweiflung, und ihr Herz schlug wie wild.
»Eigentlich möchte ich sie gar nicht hierhaben.« Der Prinz hatte es mit unterdrückter Stimme
gesagt. »Allerdings, meine Mutter wünscht es. Sie soll wie jede andere Sklavin behandelt werden,
und alle sollen sich an ihr erfreuen. Ginge es nach mir, würde ich sie an meinen Bettpfosten ketten.
Ich würde sie schlagen. Jede Träne würde ich aufmerksam beobachten.«
Dornröschens Herz klopfte zum Zerspringen. »Ich würde sie sogar zum Weib nehmen ... «
»Aber das ist doch Wahnsinn.«
»Ja«, gestand der Prinz, »das hat sie mir angetan. Sind denn die anderen blind?«
»Nein, natürlich nicht«, wiederholte Juliana. »Sie ist wirklich sehr schön. Aber jeder sucht sich
seine eigene Liebe, das weißt du. Willst du denn, daß auch all die anderen verrückt nach ihr
werden?«
»Nein.« Er schüttelte den Kopf. Und ohne vom Schachbrett aufzusehen, langte er nach
Dornröschens Brüsten, hob sie, drückte sie, so daß Dornröschen zusammenzuckte.
Plötzlich erhoben sich alle Anwesenden.
Die Königin war hereingekommen. Sie trug eine lange, grüne Robe; ein goldbestickter Gürtel
umschlang ihre Hüften. Ein weißer, dünner Schleier, der ihr schwarzes Haar durchschimmern ließ,
reichte bis zum Saum ihres Kleides.
Dornröschen wußte nicht, was sie tun sollte, und ließ sich auf Hände und Knie nieder. Sie hielt den
Atem an; ihre Stirn berührte den Boden. Dennoch entging ihr nicht, daß die Königin näher kam.
Dann stand sie direkt vor ihr.
»Setzt euch wieder«, sagte die Königin, »und spielt weiter. Und du, mein Sohn, wie steht es mit
deiner neuen Passion?« Der Prinz war offenkundig um eine Antwort verlegen. »Heb sie hoch, zeig
sie her«, forderte die Königin.
Dornröschen fühlte den starken Griff an den Unterarmen; sie wurde nach oben gezogen. Schnell
stand sie auf. Mit einer heftigen Bewegung wurden ihr die Arme auf den Rücken gedreht, so daß
sich ihr Rücken schmerzvoll verkrümmte. Plötzlich stand sie stöhnend auf ihren Zehen. Die
Klammern schienen an ihren Brüsten zu zerren, und Dornröschen hatte das Gefühl, als zögen die
Geschmeide zwischen ihren Beinen sie auseinander. Ihr Herz hämmerte, und sie spürte das
Pochen bis in die Augenlider und Ohrläppchen. Ihr Blick war auf den Boden gerichtet. Alles, was
sie sehen konnte, waren die schimmernden Kettchen und eine große, undeutliche Gestalt - die
Königin, die vor ihr stand. Plötzlich schlug ihr die Königin so hart auf die Brüste, daß Dornröschen
laut aufschrie.
Sofort legte ihr der Page die Hand auf den Mund.
Von Panik erfüllt, stöhnte Dornröschen auf. Tränen traten ihr in die Augen. Die Finger des Pagen
drückten sich in ihre Wangen. Ohne es zu wollen, versuchte sie, sich dem Griff zu entwinden.
»Ruhig, ganz ruhig, Dornröschen«, flüsterte der Prinz. »Du zeigst dich meiner Mutter nicht von der
besten Seite.«
Dornröschen versuchte, sich zu beruhigen, doch der Page stieß sie mit einer groben Bewegung
nach vorn.
»So schlecht ist sie gar nicht«, urteilte die Königin, und Dornröschen spürte die kalte Ironie ihrer
Worte. Was der Prinz ihr auch antat, solch unverhohlene Grausamkeit spürte sie nicht bei ihm.
»Sie hat nur Angst vor mir«, sagte die Königin. »Und ich wünschte, du hättest auch mehr Angst vor
mir, mein Sohn.«
»Mutter, sei doch sanfter mit ihr«, bat der Prinz. »Erlaube mir, sie in meinen Gemächern zu halten
und selbst zu schulen. Schick sie heute abend nicht in die Halle der Sklaven zurück.«
Dornröschen bemühte sich, ihr Schluchzen zu unterdrücken. Es schien, als machte die Hand des
Pagen auf ihrem Mund alles nur noch schwieriger.
»Wenn sie den Beweis ihrer Demut erbracht hat, werden wir sehen, mein Sohn«, sagte die
Königin. »Morgen abend dann auf dem Reitpfad.«
»Aber Mutter, doch nicht so früh.«
»Solche Strenge ist gut für sie; es macht sie formbarer.«, erklärte die Königin. Und mit
weitausholender Geste machte sie kehrt und verließ mit wehenden Gewändern den Raum.
Der Page ließ Dornröschen los.
Sofort packte der Prinz sie an den Handgelenken und zog sie auf den Korridor. Juliana folgte
ihnen.
Die Königin war nicht mehr zu sehen. Der Prinz schob Dornröschen unmutig vor sich her.
»Ach, die Ärmste, die Ärmste«, klagte Juliana.
Schließlich erreichten sie die Gemächer des Prinzen. Zu Dornröschens Leidwesen trat Juliana mit
ein, als sei das völlig normal.
Gibt es denn keine Schranken für sie, keine Zurückhaltung? dachte Dornröschen, oder haben die
beiden gar ein intimes Verhältnis?
Bald merkte sie jedoch, daß sie sich nur in der Studierstube des Prinzen befanden, in der sich
auch Pagen aufhielten. Und die Tür blieb offen. Mit einer Geste bedeutete der Prinz nun
Dornröschen, sich Juliana zur Verfügung zu halten. Julianas weiche, kühle Hände drückten sie vor
ihrem Stuhl auf die Knie.
Aus den tiefen Falten ihres Gewandes holte die Lady eine lange, schmale, silberne Bürste hervor
und begann, liebevoll damit über Dornröschens Haar zu streichen. »Das wird dich beruhigen, mein
armes, liebes Kind«, schmeichelte sie. »Du brauchst nicht so verängstigt zu sein.«
Von neuem brach Dornröschen in Schluchzen aus. Sie haßte diese schöne Dame aus tiefstem
Herzen. Vernichten wollte sie sie. Solch wilde Gedanken erfüllten sie, und dennoch, gleichzeitig
hätte sie in ihre Arme sinken und sich an ihrer Brust ausweinen wollen. Sie dachte an ihre
Freundinnen am Hofe ihres Vaters und an die ihr dienstbaren Frauen. Welch ein liebevolles
Verhältnis hatte sie zu ihnen gehabt! jetzt wünschte sie sich so sehr, sich in einer ebenso zarten
Beziehung verlieren zu können. Die Art, wie Juliana jetzt ihr Haar bürstete, verursachte ihr ein
Kribbeln auf der Kopfhaut. Und als die linke Hand der Lady sich auf ihre Brust legte und sie sanft
tätschelte, fühlte sie sich wehrlos. Sie drehte sich Juliana zu und legte ihr überwältigt die Stirn auf
die Knie.
»Armes, liebes Kind«, murmelte die Lady. »Aber der Reitpfad ist gar nicht so schrecklich. Danach
wirst du dankbar sein, daß man dich am Anfang mit Strenge behandelt, denn das macht dich
aufgeschlossen und lernfähig.«
Vertraute Phrasen, dachte Dornröschen.
»Vielleicht«, fuhr Juliana fort, während sie rhythmisch die Bürste schwang, »werde ich neben dir
reiten.«
Was mochte das wohl bedeuten?
Und dann sagte der Prinz: »Bring sie in die Halle zurück.« Ohne Erklärung, ohne Abschiedswort,
ohne Zärtlichkeit! Dornröschen krabbelte auf allen Vieren zu ihm und drückte glühende Küsse auf
seine Stiefel. Wieder und wieder küßte sie sie, von einer unbestimmten Hoffnung erfüllt - auf eine
Umarmung von ihm oder daß er ihre Ängste wegen des Reitpfades zerstreute.
Eine ganze Weile nahm der Prinz ihre Küsse hin. Dann zog er sie hoch und übergab sie Juliana,
die ihr die Hände hinter dem Rücken verschränkte.
»Sei gehorsam, schönes Kind«, sagte sie.
»Ja, du wirst neben ihr reiten«, meinte der Prinz. »Aber sorge dafür, daß ein ordentliches
Schauspiel geboten wird.«
»Natürlich, daran liegt mir sehr«, entgegnete Juliana. »Für euch beide ist das das Beste. Sie ist
eine Sklavin, und alle Sklaven wünschen sich gestrenge Herren und Herrinnen. Wenn sie schon
nicht frei sein können, möchten sie klare Verhältnisse. Ich werde sehr streng zu ihr sein, aber
immer auch liebevoll.
»Bring sie in die Halle zurück«, wiederholte der Prinz. »Meine Mutter erlaubt nicht, daß sie hier ist.«

Der Reitpfad
Als Dornröschen die Augen aufschlug, wurde sie sofort von der erregten Stimmung erfaßt, die jetzt
im Schloß herrschte.
Fackeln tauchten die Halle der Sklaven in helles Licht. Überall wurden Prinzen und Prinzessinnen
auf das Kommende vorbereitet. Pagen kämmten das Haar der Prinzessinnen und steckten Blumen
hinein. Prinzen wurden mit Öl eingerieben, und ihre borstigen Locken wurden ebenso sorgfältig
gekämmt wie das Haar der jungen Frauen.
Dornröschen wurde von Leo aus dem Bett geholt, der es sehr eilig hatte und ungewöhnlich
aufgeregt zu sein schien.
»Heute ist Festnacht, Dornröschen«, verkündete er, »und ich habe dich lange schlafen lassen. Wir
müssen uns beeilen.«
»Festnacht«, flüsterte sie.
Doch schon wurde sie auf einen Tisch gehoben, um dort hergerichtet zu werden. Leo bürstete ihr
Haar und begann, es zu flechten. Das Gefühl der Kühle an ihrem Hinterkopf war Dornröschen
unangenehm. Leo hatte ihre Frisur sehr hoch gesteckt, damit sie mädchenhafter als Juliana
aussah. Auf beiden Seiten flocht er ihr ein langes, schwarzes Lederband in ihr Haar, an dessen
Ende er ein Glöckchen befestigte. Als Leo diese Flechten herabsinken ließ, legten sie sich schwer
auf Dornröschens Brüste. Ihr Gesicht lag ebenso frei wie ihr Nacken.
»Charmant, charmante, murmelte Leo mit befriedigter Miene. »Und jetzt zu den Stiefeln.«
Er brachte ein Paar hoher, schwarzer Lederstiefel, die er ihr anzog. Dann bückte er sich erneut, um
die Stiefel an den Knien eng zu verschnüren. Schließlich strich er das Leder über ihren Fesseln
zurecht, bis es makellos saß wie eine zweite Haut. Erst als Dornröschen den Fuß hob, merkte sie,
daß jeder Stiefel ein Hufeisen hatte. Die Kappen waren so hart und dick, daß ihre Zehen bestens
geschützt waren.
»Aber was bedeutet das alles ... was ist der Reitpfad?« fragte sie in höchster Verwirrung.
»Schschsch ... «, zischte Leo und kniff und knetete ihre Brüste, um ihnen, wie er sagte, »etwas
Farbe« zu verleihen.
Dann betupfte er Dornröschens Lider und Wimpern mit feinem Öl, daß sie glänzten, und rieb ein
wenig Rouge auf ihre Lippen und Brustwarzen. Instinktiv zuckte Dornröschen zurück, aber seine
Bewegungen waren sicher und rasch, und er nahm keine Notiz von ihr. Was sie am meisten
bekümmerte, war, daß sie ein Gefühl der Verletzbarkeit und Kälte empfand. Sie spürte die engen
Lederschäfte an ihren Waden; der ganze Rest ihres Leibes kam ihr schlimmer als nackt vor.
»Was wird jetzt passierend fragte sie wieder, aber Leo hatte sie über das Ende des Tisches
geschoben und ölte jetzt mit kräftigen Bewegungen ihre Pobacken ein. »Gut verheilt.«, meinte er.
»Der Prinz vermutete wohl schon gestern abend, daß du heute laufen würdest, und verschonte
dich deswegen.«
Dornröschen spürte, wie seine starken Finger ihr Fleisch bearbeiteten. Lauernde Angst beschlich
sie. Man würde sie also schlagen, aber das tat man ja so oft. Nur... dieses Mal in Gegenwart vieler
anderer - war das der Unterschied?
Jede Züchtigung in Gegenwart anderer hatte sie tief gedemütigt, wenngleich sie jetzt wußte, daß
sie für den Prinzen jede Pein auf sich nehmen würde. Zur Freude anderer windelweich geschlagen
zu werden, das war ihr das letzte Mal in der Herberge an der Straße passiert, wo die Tochter des
Wirts sie für die Soldaten und das gemeine Volk an den Fenstern verprügelt hatte.
Es wird wohl unausweichlich sein, dachte sie. Und vor ihrem geistigen Auge sah sie, wie der ganze
Hofstaat zusah, als handle es sich um irgendein Ritual. Eine seltsame Mischung von Neugier und
Panik befiel sie. »Edler Herr, bitte sag mir ... «
In der sie umgebenden Menge sah sie andere Mädchen mit Stiefeln und geflochtenem Haar. Sie
war also nicht allein. Auch den Prinzen halfen jetzt die Pagen in Stiefel. Eine Handvoll junger
Prinzen kroch auf Händen und Knien in der Menge herum und wienerte Stiefel, so schnell es nur
ging. Ihre Pobacken waren wund; um den Hals trugen sie ein Lederband mit einem Zeichen daran,
dessen Bedeutung Dornröschen nicht kannte. jetzt, als Leo sie wieder auf die Füße stellte und
letzte Hand an ihre Lippen und Lider legte, bemühte sich einer der Prinzen weinend, ihren Stiefeln
Glanz zu verleihen. Sein Gesäß war purpurn gerötet. Auf dem Anhänger an seinem Halsband
stand, wie Dornröschen nun sah, in kleinen Lettern »Ich bin in Ungnade«.
Ein Page trat hinzu und versetzte dem Prinzen mit einem Riemen einen klatschenden Schlag, um
ihn rasch zur nächsten Person weiterzutreiben.
Doch Dornröschen hatte keine Zeit, länger an ihn zu denken. Leo hatte die verfluchten Glöckchen
wieder an ihren Brüsten befestigt.
Instinktiv schreckte Dornröschen zurück, aber die Glocken waren schon festgemacht. Leo befahl
ihr, die Arme hinter dem Rücken zu kreuzen.
»Und jetzt vorwärts. Beim Gehen beugst du leicht die Knie und wirfst die Beine hoch in die Luft«,
verlangte er.
Dornröschen gehorchte nur widerstrebend. Doch dann sah sie um sich herum die anderen
Prinzessinnen beinahe munter auf den Korridor marschieren, wobei ihre Brüste anmutig wippten.
Dornröschen eilte ihnen nach. Es fiel ihr schwer, die groben Stiefel zu heben, aber bald fiel sie in
den Rhythmus der anderen ein. Leo ging neben ihr her.
»Das erste Mal, meine Liebe« , sagte er, »ist es immer sehr hart. Die Festnacht ist etwas
Erschreckendes. Ich glaubte, man würde dir dieses erste Mal einen leichteren Dienst zuteilen, aber
die Königin hat eigens angeordnet, daß du auf den Zügelpfad kommst. Und Juliana wird dich
treiben.«
»Aber was ... «
»Schsch, oder ich muß dich knebeln, aber das würde der Königin sehr mißfallen und auch deinen
Mund ziemlich häßlich machen.«
Alle Mädchen waren nun in einem langen Raum. Durch schmale Fenster in einer der Wände
konnte Dornröschen den Garten sehen. Die Fackeln in den dunklen Bäumen warfen flackerndes
Licht auf die belaubten Zweige. Die Reihen der Mädchen formierten sich neben den beiden
Fenstern, und Dornröschen konnte nun besser hinaussehen. Von draußen drangen Stimmengewirr
und Lachen herein. Und dann erkannte Dornröschen mit Schrecken, daß überall im Garten
verstreut Sklaven in verschiedenen Position ihre Folter erwarteten.
Auf hohen Scheiterhaufen lagen schmerzvoll verrenkt Prinzen und Prinzessinnen. Sie waren an die
Scheiterhaufen gefesselt, während ihre Oberkörper über die Kanten der Holzstöße ragten. Sie
wirkten fast leblos. Im Fackelschein schienen ihre verdrehten Glieder zu glühen; das Haar der
Prinzessinnen hing frei in die Luft. Sie hatten nur den Himmel vor Augen; alle anderen konnten ihre
peinvollen Verrenkungen sehen.
Überall wandelten Edelleute herum. Hier fiel das Licht auf einen langen, bestickten Umhang, dort
auf einen spitzen Hut, hinter dem ein hauchdünner Schleier herwehte. Eine Unmenge von Tischen
war aufgestellt. Zwischen ihnen bewegten sich, Krüge in den Händen, aufs Schönste geschmückte
Sklavinnen mit dünnen Goldkettchen zwischen den Brüsten. Die erigierten Glieder der Prinzen
waren mit goldenen Ringen geschmückt. Prinzen und Prinzessinnen füllten Becher und trugen
Platten mit Speisen auf. Wie in der Großen Halle erklang Musik.
Unter den vor Dornröschen stehenden Mädchen war Unruhe aufgekommen. Dornröschen hörte ein
Mädchen weinen, während ihr Knecht versuchte, sie zu besänftigen. Die meisten anderen waren
gefügig. Da und dort rieb ein Knecht zusätzliches Öl auf runde Pobacken oder flüsterte einer
Prinzessin etwas ins Ohr. Dornröschens Besorgnis wuchs.
Sie wollte nicht mehr durch die Fenster sehen, denn der Anblick ängstigte sie. Dennoch konnte sie
es nicht lassen. jedesmal bot sich ein neuer schrecklicher Anblick. An einer hohen Mauer zur
Linken waren mit gespreizten Gliedern angekettete Sklaven zu sehen. An die gewaltigen Räder
eines riesigen Servierwagens waren ebenfalls Sklaven gebunden und drehten sich mit ihnen, wenn
der Wagen weitergeschoben wurde.
»Aber was wird mit uns geschehend flüsterte Dornröschen. Das Mädchen vor ihr, das sich nicht zu
beruhigen vermochte, wurde nun von einem starken Pagen heftig gezüchtigt. Dornröschen stockte
der Atem.
»Schsch, es ist das Beste für sie«, flüsterte Leo. »Es lindert ihre Angst und macht sie ein wenig
müde. Auf dem Reitpfad wird sie sich um so freier fühlen.«
»Aber sag mir ... «
»Sei still. Du wirst zuerst die anderen sehen. Während wir darauf warten, daß du an die Reihe
kommst, werde ich dich instruieren. Vergiß nicht - dies ist eine besonders festliche Nacht. Die
Königin wird zusehen. Und der Prinz wird außer sich sein, falls du ihn im Stich lassen solltest.«
Dornröschens Blick wanderte wieder zum Garten. Der große Wagen mit dampfenden Speisen war
weggeschoben worden. Zum erstenmal sah sie in einiger Entfernung den Springbrunnen. Auch
hier waren gefesselte Sklaven; mit zusammengebundenen Armen standen sie um die Mittelsäule
herum knietief im Wasser, und von oben ergoß sich ein Wasservorhang über ihre glitzernden
Körper.
Der Knecht neben dem Mädchen, das vor Dornröschen stand, lachte ein wenig und sagte, eine
gewisse Person sei zu bemitleiden, weil sie die Festnacht versäumte, doch sei es ihre eigene
Schuld.
»Das ist wahr«, stimmte Leo zu, als der andere Knecht sich zu ihm umschaute. »Sie reden von
Prinzessin Lisetta«, erklärte er Dornröschen. »Sie ist noch in der Halle der Strafen, und sicher ist
sie wütend, weil sie das aufregende Ereignis versäumte Das aufregende Ereignis! Trotz ihrer Angst
nickte Dornröschen als sei der Gedanke völlig normal. Plötzlich fühlte sie sich ganz ruhig. Sie hörte
den Schlag ihres Herzens, und es schien ihr, als hätte sie endlos Zeit, ihren Körper
kennenzulernen. Sie spürte die Schäfte der Lederstiefel, den Schlag der Hufeisen auf den Steinen,
den Luftzug an ihrem Bauch und in ihrem Nacken. Und sie dachte: Ich sollte mir nicht wünschen,
das aufregende Ereignis zu versäumen. Trotzdem widersetze ich mich in meinem Inneren. Warum
widersetze ich mich?
»Oh, ich verachte diesen elenden Junker Gerhardt. Warum muß er mich treiben?« fragte das
Mädchen vor ihr mit leiser Stimme.
Der Knecht sagte etwas, was sie zum Lachen brachte. »Er ist so langsamer, klagte sie, »und
möchte jeden Moment genießen. Und ich möchte rennen!« jetzt lachte der Knecht.
»Und was hab' ich davon?« fuhr sie fort.
»Eine Tracht Prügel. Die könnte ich noch ertragen, wenn ich mich losreißen könnte und laufen ... «
»Du möchtest alles!« erwiderte der Knecht.
»Und was möchtest du? Erzähl mir nicht, daß es dir nicht gefällt, wenn ich über und über voll
Striemen bin, daß mir die Haut fast aufplatzt!«
Der Knecht lachte fröhlich. Er war klein und hielt die Hände hinter dem Nacken verschränkt. Sein
kastanienbraunes Haar fiel ihm über die Augen.
»Ich mag alles an dir, meine Liebe«, sagte er. »Und Junker Gerhardt mag dich genauso. Und nun
sag mal etwas, um Leos kleinen Liebling zu trösten, sie ist so verängstigt.«
Das Mädchen wandte sich um, und Dornröschen sah ihr keckes Gesicht. Sie hatte etwas schräge
Augen wie die Königin, aber sie waren kleiner, und keine Grausamkeit sprach aus ihnen. Sie
lächelte mit vollen, roten Lippen.
»Hab keine Angst, Dornröschen«, sagte sie. »Aber du brauchst ja gar keinen Trost von mir. Du
hast den Prinzen. Ich habe nur Junker Gerhardt.«
Immer wieder war heiteres Lachen im Garten zu hören. Die Musiker spielten laut und schlugen
kräftig die Lauten und Tamburine. Dann hörte Dornröschen ganz deutlich Hufgeklapper, das näher
kam. Ein Reiter jagte mit wehendem Umhang an den Fenstern vorbei. Sein Pferd war mit Silber
und Gold aufgezäumt, so daß es aussah, als zuckte ein Blitz vorüber.
»0 endlich, endliche, rief das Mädchen, das vor Dornröschen stand. Andere Reiter kamen. Sie
bildeten vor der Wand eine Reihe, so daß Dornröschen der Blick auf den Garten fast versperrt war.
Beinahe brachte sie es nicht fertig, zu ihnen aufzuschauen. Doch dann tat sie es und sah
prunkvolle Edelmänner und Damen. Mit der Linken hielten sie die Zügel, in der Rechten ein langes,
rechteckiges, schwarzes Paddel.
»Also, hinein«, schrie Gregory, und die Sklaven, die in einer langen Reihe gewartet hatten, wurden
in das nächste Gemach gewiesen, wo sie direkt vor der mit einem Bogen überwölbten Tür zum
Garten Aufstellung nahmen. Dornröschen konnte jetzt sehen, daß ein junger Prinz am vorderen
Ende der Reihe stand. Das Pferd eines berittenen Edelmanns scharrte vor der Tür im Sand.
Leo schob Dornröschen ein wenig zur Seite. »Jetzt kannst du besser sehen«, sagte er. Und sie
beobachtete, wie der Prinz vortrat, die Hände hinter dem Nacken verschränkt.
Trompetengeschmetter ertönte, Dornröschen erschrak. Aus der Menge, die hinter dem Torbogen
stand, kam ein Aufschrei. Der junge Sklave wurde hinausgeschoben und sogleich von dem
schwarzen Lederpaddel des berittenen Edelmannes begrüßt.
Sofort begann der Sklave zu rennen.
Der Edelmann ritt neben ihm her, und das Klatschen des Paddels drang laut und deutlich herüber.
Das Gemurmel der Menge schwoll an; immer wieder mischte sich Lachen darunter. Verzagt sah
Dornröschen zu, wie die beiden Gestalten am Ende des Pfades verschwanden. Ich kann es nicht,
ich kann es nicht, dachte sie. Ich kann nicht so laufen. Ich werde hinfallen. Ich werde falle n und
meine Blößen bedecken. Gefesselt vor so vielen Menschen zu sein, war schrecklich genug, aber
das ist unmöglich...
Der nächste Reiter stand schon bereit; man schob ihm eine junge Prinzessin zu. Das Paddel fand
sein Ziel; die Prinzessin stieß einen kle inen Schrei aus und rannte, so schnell sie konnte, den
Reitpfad entlang. Der Reiter folgte ihr und hieb auf sie ein.
Ehe Dornröschen die Augen von ihnen wenden konnte, war ein weiterer Sklave unterwegs. Mit
Tränen in den Augen verfolgte sie den von Fackeln beleuchteten Pfad, der zwischen
hochgestimmten Edelleuten fast endlos zwischen den Bäumen hindurch zu verlaufen schien.
»Also, Dornröschen, du siehst, was zu tun ist. Weine nicht; wenn du weinst, wird es schwer für
dich. Du mußt alle deine Gedanken darauf konzentrieren, mit den Händen hinter dem Nacken so
schnell wie möglich zu laufen. Du mußt die Knie ganz hoch heben und darfst nicht versuchen, den
Schlägen zu entgehen. Sie werden dich treffen, was du auch tust. Aber ich warne dich - ganz
gleich, wie oft ich dir das jetzt sage, du wirst versuchen, davonzulaufen. Das ist das Gemeine.
Bemühe dich, Haltung zu bewahren.«
Ein weiterer Sklave machte sich auf den Weg, dann noch einer.
Plötzlich waren nur noch drei Sklaven vor ihr.
»Nein, ich kann nicht ... «, klagte sie.
»Unsinn, meine Teuerste, du brauchst nur dem Pfad zu folgen. Er wird sich langsam vor dir auftun;
du wirst die Biegungen rechtzeitig sehen. Bleibe nur dann stehen, wenn ein anderer vor dir
stehengeblieben ist. Von Zeit zu Zeit hält die Reihe an, denn wenn die Sklaven bei der Königin
ankommen, müssen sie stehenbleiben, um Tadel oder Lob zu empfangen. Sie befindet sich in dem
großen Pavillon zu deiner Rechten; schau nicht hin, wenn du hinausgehst, sonst erwischt dich
sofort das Paddel.«
»0 bitte, mir wird schwindlig, ich kann nicht, ich ... «
»Dornröschen, Dornröschen«, rief die hübsche Prinzessin vor ihr. »Folge nur meinem Beispiel.«
Und Dornröschen merkte entsetzt, daß nur noch dieses Mädchen übriggeblieben war.
Ein weiterer Reiter erschien. Es war der ältliche Junker Gerhardt. Betroffen sah Dornröschen zu,
wie die hübsche Prinzessin hinauslief, die ersten Schläge erhielt und mit hohen Hebungen der Knie
neben ihm herlief. So sehr sie auch klagte, die Schläge klatschten laut und ohne Erbarmen auf sie
ein.
Dornröschen wurde zur Schwelle geführt. Zum ersten Mal lag der Hof in seiner ganzen Größe vor
ihr. Dutzende von Tischen standen auf der Wiese herum und waren auch noch am Waldrand zu
finden. Überall bewegten sich Diener und nackte Sklaven. Der Park war vielleicht dreimal so groß,
als er ihr vom Fenster aus erschienen war.
Bei aller Erregung fühlte sie sich klein und bedeutungslos. Sie kam sich verloren vor - ohne Namen
und ohne Seele. Was bin ich jetzt, hätte sie denken können, aber sie konnte nicht denken. Wie in
einem Alptraum sah sie die Gesichter derer, die ihr am nächsten waren.
Edelleute verrenkten sich die Hälse, um einen besseren Blick auf den Reitweg zu haben. In einiger
Entfernung ragte der Pavillon der Königin auf. Er war mit einem Baldachin überdacht und mit
Blumen geschmückt.
Mühsam holte Dornröschen Atem. Als sie aufschaute, sah sie auf einem Pferd Julianas Gestalt.
Dornröschen schossen Tränen der Dankbarkeit in die Augen, weil es Juliana war und niemand
anderer. Freilich wußte sie, daß Juliana sie vielleicht besonders heftig schlagen würde, um ihrer
Pflicht zu genügen.
Das Haar der schönen Lady war mit Silberfäden verflochten, auch ihr Umhang schimmerte silbern.
So wie sie im Damensitz dasaß, wirkte es, als sei sie mit dem Sattel verschmolzen. Ihre Hand hielt
ein Paddel; ums Handgelenk hatte sie sich die am Stiel befestigte Schlaufe geschlungen. Sie
lächelte.
Dornröschen lief los, spürte den Kies unter ihren Hufeisen, hörte neben sich das Stampfen des
Pferdes.
Sie glaubte, es sei nicht möglich, eine solche Erniedrigung zu ertragen. Der erste Schlag klatschte
auf ihren nackten Hintern. Er war so heftig, daß er sie fast aus dem Gleichgewicht warf.
Stechender Schmerz jagte durch ihre Glieder. Fast besinnungslos rannte sie, so schnell die Beine
sie trugen.
Das Stampfen der Hufe hallte ihr in den Ohren. Wieder und wieder traf sie das Paddel, warf sie
manchmal fast um und trieb sie vorwärts. Dornröschen merkte, daß sie zwischen
zusammengebissenen Zähnen laut heulte. Nur noch verschwommen nahm sie die Fackeln wahr,
die ihr den Weg wiesen. Und sie rannte und rannte, doch es gab kein Entkommen. Hatte Leo sie
nicht gewarnt? Immer wieder traf sie das Paddel, und jedesmal war es ein Schock, weil sie stets
von neuem gehofft hatte, sich den Schlägen entziehen zu können. Sie nahm den Geruch des
Pferdes wahr, und als sie unwillkürlich nach links und rechts schaute, sah sie zu beiden Seiten von
Fackeln beleuchtete, üppig gedeckte Tische. Die Edelleute tranken, aßen und lachten. Vielleicht
wandten sie sich auch zwischendurch um, um sie zu beobachten - Dornröschen wußte es nicht.
Schluchzend versuchte sie sich vor den Schlägen zu retten, die immer wuchtiger auf sie
niederprasselten.
»0 bitte, bitte, edle Juliana«, wollte sie aufschreien, wagte es aber nicht, um Gnade zu bitten. Als
sie an eine Biegung des Pfades gelangt war, sah sie nur noch eine größere Menge von Höflingen,
die an den Tischen schwelgten. Undeutlich erkannte sie vor sich den nächsten Reiter mit seinem
Sklaven. Die beiden hatten einen weiten Vorsprung vor ihr.
Ihre Kehle brannte höllisch, ihr wundes Fleisch nicht minder. »Schneller, Dornröschen, schneller!
Und heb die Beine ein bißchen höher.« Juliana sang es geradezu. »Ah, ja, so ist es besser.«
Wieder und aufs neue durchzuckte sie flammender Schmerz . Das Paddel sauste auf ihre
Pobacken und klatschte auf ihre Schenkel.
Dornröschen entrang sich ein Aufschrei; bald hörte sie ihr eigenes wortloses Flehen genauso laut
wie den Hufschlag des Pferdes auf dem Kiesweg. Es schnürte ihr den Hals zu; sogar ihre
Fußsohlen brannten. Doch nichts tat ihr so weh wie der Hagel der peitschenden Schläge.
Juliana schien von einem bösen Geist besessen zu sein. Hart und unbarmherzig trafen ihre
Schläge, die aus allen Richtungen kamen.
Wieder erreichten sie eine Biegung. In weiter Entfernung konnte Dornröschen die Mauern des
Schlosses erkennen. Sie waren auf dem Rückweg. Bald würden sie am baldachinüberspannten
Pavillon der Königin angelangt sein. Dornröschens Atem ging schwer, doch wie die Reiter vor ihr
verlangsamte Juliana gnädig den Schritt ihres Pferdes. Dornröschen war plötzlich leichter ums
Herz. Sie hörte ihr eigenes Schluchzen, spürte, wie ihr die Tränen übers Gesicht rannen.
Verwirrung hatte sich ihrer bemächtigt.
In gewisser Weise fühlte sie sich plötzlich beruhigt. Das konnte sie nicht verstehen. Obwohl sie
glaubte, es tun zu müssen, lehnte sie sich nicht innerlich auf. Vielleicht war sie zu erschöpft. Sie
wußte nur eines: Sie war eine nackte Sklavin, mit der man nach Belieben verfahren konnte.
Hunderte von Edelleuten beobachteten sie amüsiert. Für sie war sie nur eine von vielen; was hier
geschah, war schon tausendmal geschehen und würde wieder passieren. Dornröschen mußte ihr
Bestes tun, oder sie würde an den Balken in der Halle der Strafe gebunden werden und zu
niemandes Nutzen leiden.
»Heb die Knie, mein Schatz«, trieb Juliana sie an, während sich ihr Tempo verlangsamte.
»Wenn du dich sehen könntest, exquisit, wirklich! Du hast deine Sache sehr gut gemachte
Dornröschen warf den Kopf nach hinten. Die schweren Zügel streiften über ihren Rücken, und als
das Paddel sie traf, durchströmte ein beinahe wohliges Gefühl ihren Körper. Es war, als entspanne
sich von Kopf bis Fuß alles in ihr. Wie hatten sie gesagt - der Schmerz würde sie entspannen? War
es das, was sie gemeint hatten? Und dennoch, sie fürchtete diese Entspannung, diese
Verzweiflung... War es Verzweiflung? Sie wußte es nicht. Sie besaß keine Würde mehr in diesem
Moment. Sie sah sich selbst, wie Juliana sie jetzt sicherlich sah, und in der Tat wurde sie ruhiger
bei diesem Gedanken - wieder warf sie den Kopf nach hinten und wölbte stolz die Brüste vor.
»So ist's recht, brav, brav«, rief Juliana. Der andere Reiter war nicht mehr zu sehen. Das Pferd
hatte seinen Trab jetzt beschleunigt. Wieder sauste das Paddel hernieder und jagte Dornröschen
zwischen den Tischen hindurch. Die Menschenmenge wurde jetzt dichter, das Schloß kam näher.
Plötzlich machten sie vor dem Pavillon halt.
Juliana ließ ihr Roß eine Vierteldrehung machen und gebot Dornröschen mit ein paar leichten
Schlägen, neben ihr Aufstellung zu nehmen.
Dornröschen schaute nicht auf. Dennoch konnte sie die langen Blumengirlanden und den hellen
Baldachin wahrnehmen, der sich leicht im Abendwind blähte. Hinter dem reichgeschmückten
Geländer des Pavillons saß eine größere Anzahl von Höflingen.
Dornröschen war, als stehe ihr ganzer Körper in Flammen. Immer noch rang sie schwer nach
Atem. Dann drangen die Stimmen aus dem Pavillon an ihr Ohr - sie hörte die eisigklare Stimme der
Königin; andere lachten. Dornröschens Keh le brannte, in ihren Pobacken pochte der Schmerz.
Juliana flüsterte ihr zu: »Sie ist ganz angetan von dir, Dornröschen. jetzt küß rasch meinen Stiefel,
und dann knie nieder und küsse das Gras vor dem Pavillon. Und tu es mit Begeisterung,
Mädchen.«
Dornröschen gehorchte, ohne zu zögern. Als ob Wasser durch sie hindurchströmte, spürte sie
wieder diese Ruhe, hatte diese Empfindung von ... ja, was war es? Erleichterung? Resignation?
Nichts kann mich retten, dachte sie. Die Geräusche in ihrer Umgebung vermengten sich zu
sinnlosem Lärm. Ihre Pobacken schienen vor Schmerz zu glühen, und Dornröschen stellte sich vor,
daß ein Lichtschein von ihnen ausgehen müsse.
Und plötzlich stand sie dann auf den Füßen, und ein harter Schlag schickte sie weinend in das
dunkle Kellergemach des Schlosses.
Überall wurden Sklaven über Fässer gestreckt, ihre wunden Körper rasch mit kühlem Wasser
gewaschen. Dornröschen fühlte, wie es über ihr schmerzendes Fleisch floß, und spürte ein
weiches Handtuch.
Sofort hatte Leo sie wieder auf die Füße gestellt. »Du hast der Königin sehr gut gefallen; dein
Auftritt war ausgezeichnet. Du bist wie für den Reitpfad geboren.«
»Aber der Prinz ... «, flüsterte Dornröschen. Ihr war ganz schwindlig. Eigentlich dachte sie dabei an
Alexi.
»Nicht heute abend. Er ist mit tausend Amüsements mehr als beschäftigt. Du brauchst jetzt Ruhe.
Für einen Neuling ist der Zügelpfad für einen Abend wirklich genug.« Er löste die Flechten ihres
Haares und bürstete es. Dornröschens Atem ging tief und gleichmäßig; sie lehnte ihre Stirn an
seine Brust.
»War ich wirklich gut anzuschauen?«
»Unendlich schön«, flüsterte Leo, »und Juliana ist bis über die Ohren in dich verliebt.«
Doch jetzt gebot er ihr auf Hände und Knie zu gehen und ihm zu folgen.
Im nächsten Augenblick war sie wieder draußen in der Nacht. Das Gras war warm; überall saßen
und standen Höflinge. Dornröschen sah geraffte Kleider und Tischbeine; Hände bewegten sich in
den Schatten. Irgendwo in der Nähe lachte jemand schrill auf. Sie kam zu einem langen Tisch mit
Süßigkeiten, Gebäck und Früchten. Zwei Prinzen bedienten dort. An jedem Ende stand eine
prunkvolle Säule. Sklavinnen waren daran gefesselt, die Hände über dem Kopf, die Füße leicht
gespreizt angekettet.
Eine von ihnen wurde jetzt losgemacht. Eilends mußte Dornröschen ihren Platz einnehmen, den
Kopf und das geschwollene Gesäß gegen die Säule gepreßt.
Selbst mit gesenkten Augen konnte sie das ganze Fest um sich herum wahrnehmen. Ihre Fesseln
saßen straff, und sie konnte sich nicht bewegen, aber das machte nichts. Das Schlimmste war jetzt
vorüber.
Selbst als ein Edelmann im Vorbeigehen stehenblieb, sie anlächelte und in ihre Brustwarzen kniff,
war es ihr gleichgültig. Erstaunt stellte sie fest, daß die Glöckchen nicht mehr da waren. So müde
war sie, daß sie gar nicht bemerkt hatte, wie Leo sie entfernt hatte.
Leo war noch in Rufweite, und Dornröschen wollte ihn schon leise fragen, wie lange sie hier sein
mußte, als sie plötzlich Prinz Alexi vor sich stehen sah.
Er war so schön, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Kastanienbraune Locken rahmten sein hübsches
Gesicht ein; seine sanften braunen Augen waren auf sie gerichtet. Er lächelte ihr zu, ging aber zum
nächsten Tisch und füllte einen Becher.
Verstohlen schaute Dornröschen ihm nach. Sie sah sein dickes, hartes Glied und das üppige Haar
drum herum. Unvermittelt dachte sie an den Pagen Felix, wie er das Glied mit dem Mund liebkost
hatte, und bei der Vorstellung wallte Leidenschaft in ihr auf.
Sie mußte gestöhnt oder sich bewegt haben, denn Prinz Alexi, der eben noch über den Tisch
gebeugt war, um irgendeine Süßigkeit auszuwählen, schob nach einem raschen Blick zum Pavillon
plötzlich Leo beiseite und küßte Dornröschen aufs Ohr.
»Benimm dich, unartiger Prinz«, sagte Leo, und es klang gar nicht scherzhaft.
»Ich sehe dich morgen abend, Liebste«, flüsterte Prinz Alexi lächelnd. »Und hab keine Angst vor
der Königin - ich werde bei dir sein.«
Beinahe wäre Dornröschen ein Schrei entfahren, doch Alexi war schon verschwunden. Leo stand
jetzt bei ihr und hielt sich die Hand an den Mund, während er ihr verstohlen zuflüsterte»Du sollst
morgen abend die Königin ein paar Stunden lang in ihren Gemächern besuchen.«
»0 nein, nein ... «, jammerte Dornröschen und warf den Kopf hin und her.
»Sei nicht närrisch. Das ist sehr gut. Du könntest dir nicht s Besseres wünschen. « Während er das
sagte, glitt seine Hand zwischen ihre Beine und kniff sie ein wenig.
Dornröschen spürte, wie ihr dort warm wurde.
»Ich war im Pavillon, während du gelaufen bist. Die Königin war ganz gegen ihren Willen
beeindruckte, fuhr er fort, »und der Prinz sagte, daß du dich immer von dieser Seite gezeigt
hättest. Wieder legte er ein gutes Wort für dich ein und bat die Königin, seiner Leidenschaft nichts
in den Weg zu stellen. Er erklärte sich bereit, dich heute abend nicht zu sehen. Statt dessen soll
ein Dutzend neuer Prinzessinnen vor ihm paradieren ... «
»Hör auf, ich bitte dich!« schluchzte Dornröschen.
»Aber verstehst du denn nicht - die Königin war bezaubert von dir, und er wußte es. Sie hat dich
genau beobachtet, während du gelaufen bist, und konnte es kaum erwarten, daß du zum Pavillon
kamst. Und sie sagte, daß sie selbst deinen Liebreiz auf die Probe stellen wolle, um zu prüfen, ob
du verwöhnt und eitel bist. Morgen abend nach dem Mahl will sie dich in ihren Gemächern sehen.«
Dornröschen wußte nicht mehr, was sie antworten sollte, und weinte still vor sich hin.
»Aber Dornröschen, das ist ein großes Privileg. Es gibt Sklaven, die jahrelang dienen, ohne daß
die Königin sie jemals bemerkt. Du aber hast sofort die Gelegenheit, sie zu bezaubern. Und du
wirst es auch tun, meine Liebe, das wirst du, du kannst gar nicht anders. Der Prinz hat es
ausnahmsweise einmal geschickt angestellt. Er hat nicht allen erlaubt, seine Gedanken zu lesen.«
»Aber was wird sie mit mir tun?« jammerte Dornröschen. »Und Prinz Alexi, wird er alles sehen?
Was ... was hat sie nur vor?«
»Oh. sie macht natürlich ein Spielzeug aus dir. Und du wirst versuchen, ihr zu gefallene

Die Gemächer der Königin


Die halbe Nacht war schon vorüber, als die Königin kam. Dornröschen war wieder und wieder aus
dem Halbschlaf erwacht. Wie in einem Alptraum war sie in dem prunkvollen Schlafgemach, die
Hände hoch über dem Kopf, an die Wand gekettet. Um die Fußknöchel hatte sie lederne Fesseln;
der Stein der Wand drückte kalt gegen ihren Po. Am Anfang hatte ihr die Berührung des Steins
gutgetan. Dann und wann bewegte sie sich, um Luft an die wunden Stellen zu lassen. Ein wenig
waren sie schon verheilt, aber sie taten immer noch weh, und Dornröschen wußte, daß sie neue
Martern erwarteten.
Was hatte der Prinz in ihr erweckt, daß sie nach einer Nacht ohne Befriedigung solche Gelüste
verspürte? Es war die Unruhe zwischen ihren Beinen, die ihr in der Sklavenhalle den Schlaf
geraubt hatte, und auch jetzt spürte sie sie immer wieder, während sie wartend dastand.
Völlige Stille herrschte im Raum. Dutzende dicker Kerzen brannten auf schweren, vergoldeten
Kandelabern, über deren Schnörkel das Wachs rann. Das mit schweren Stoffen drapierte Bett
erschien ihr wie eine klaffende Höhle.
Dornröschen schloß die Augen. Als sie schon fast ins Reich der Träume geglitten war, hörte sie
plötzlich, wie sich die schweren Doppeltüren öffneten, und sie erkannte die hohe, schlanke Gestalt
der Königin.
Die Königin ging zur Mitte des Teppichs. Ihr blaues Samtgewand war bis zu den Hüften geschlitzt,
die schmalen, schrägen, schwarzen Augen verliehen ihrem Gesicht einen grausamen Ausdruck.
Sie sah Dornröschen an und lächelte, wobei auf ihren weißen Wangen, die eben noch so hart wie
Porzellan gewirkt hatten, zwei kleine Grübchen erschienen. Dornröschen senkte sofort den Blick.
Die Königin machte kehrt, ging zu einem üppig verzierten Frisiertisch und setzte sich mit dem
Rücken zum Spiegel. Mit einer Handbewegung entließ sie die Damen, die an der Tür standen. Eine
Gestalt blieb zurück. Dornröschen wagte nicht hinzusehen, aber sie war sicher, daß es Prinz Alexi
war.
Nun ist meine Peinigerin da, dachte Dornröschen. Ihr Herz pochte wild; schmerzhaft spürte sie ihre
Fesseln, die sie so hilflos machten, daß sie sich gegen nichts und niemanden verteidigen konnte.
Ihre Brüste fühlten sich schwer an, und die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen beunruhigte sie.
Würde die Königin sie entdecken und das zum Anlaß nehmen, sie erneut zu bestrafen?
Mit ihrer Angst vermischte sich das Gefühl der Hilflosigkeit, das sie seit dem Abend zuvor nicht
mehr verlassen hatte. Doch Dornröschen wußte, daß sie nichts tun konnte, und akzeptierte die
Empfindung.
Möglich, daß ihr dieses Annehmen ihrer Situation neue Stärke verlieh. Und sie brauchte jetzt all
ihre Kraft, denn sie war allein mit dieser Frau, die keine Liebe für sie empfand. Ohne ein einziges
Wort hatte sie die Erinnerung an die Liebe des Prinzen heraufbeschworen, an Julianas liebevolle
Berührung und ihre warmen Worte des Lobes. Sogar Leos gefühlvolle Hände kamen ihr in den
Sinn.
Dies aber war die Königin, die große, mächtige Königin, die alles beherrschte, ihr gegenüber aber
nur eine kalte Faszination empfand.
Ein Schauder durchlief Dornröschen. Das Pulsieren zwischen ihren Beinen schien nachzulassen
und dann wieder stärker zu werden. Bestimmt ruhte der Blick der Königin auf ihr. Und die Königin
konnte ihr Pein verursachen. Und kein Prinz würde dabeisein, kein Hofstaat, niemand.
Nur Prinz Alexi.
Sie sah jetzt, wie er aus dem Schatten trat - eine wunderbar proportionierte, nackte Gestalt. Der
goldene Ton seiner Haut ließ ihn wie eine polierte Statue erscheinen.
»Wein«, sagte die Königin. Alexi schenkte ihr ein.
Er kniete neben ihr nieder und reichte ihr den zweihenkeligen Pokal, und als sie trank, schaute
Dornröschen auf und sah, daß Prinz Alexi ihr zulächelte.
Dornröschen stockte der Atem. In seinen großen Augen lag der gleiche liebevolle Ausdruck wie am
Abend zuvor, als er an ihr vorübergegangen war. Lautlos formte sein Mund einen Kuß, ehe
Dornröschen verwirrt den Blick von ihm wandte. Konnte er Zuneigung zu ihr empfinden, wirkliche
Zuneigung? Begehren vielleicht sogar, wie sie es gespürt hatte, als sie ihn zum erstenmal gesehen
hatte?
Oh, wie sie sich auf einmal danach sehnte, ihn zu berühren, nur einen kurzen Augenblick lang
seine zarte Haut zu fühlen, die harte Brust und die rosenfarbenen Brustwarzen. Wie herrlich waren
sie anzusehen auf seiner flachen Brust, diese kleinen Knospen, die so unmännlich schienen und
ihm einen Anflug weiblicher Verletzbarkeit verliehen. Was hatte die Königin mit ihnen getan, fragte
sie sich. Hatte sie sie auch mit Glöckchen und Kettchen verziert?
Sie wirkten aufreizend, diese kleinen Brustwarzen.
Aber das Pulsieren zwischen ihren Beinen warnte sie, und es bedurfte einiger Willensanstrengung,
daß sie nicht die Hüften bewegte.
»Zieh mich aus«, forderte die Königin.
Unter gesenkten Lidern beobachtete Dornröschen, wie Prinz Alexi den Befehl flink und geschickt
vollzog. Wie ungeschickt sie sich selbst vor zwei Nächten angestellt hatte! Und wie geduldig der
Prinz doch gewesen war!
Alexi benutzte nur selten die Hände. Als erstes löste er mit den Zähnen die Haken des Kleides, das
er mit rascher Bewegung auffing, als es zu Boden glitt.
Erstaunt betrachtete Dornröschen die vollen, weißen Brüste der Königin unter einem dünnen
Spitzenhemdchen. Ihr schwarzes, lockiges Haar hing ihr lose über die Schultern. Mit den Zähnen
nahm Alexi der Königin die Schuhe ab. Er küßte ihre nackten Füße, ehe er die Schuhe beiseite
legte. Dann brachte er der Königin ein cremefarben schimmerndes, mit weißer Spitze verziertes
Nachtgewand. Der Stoff fiel voll und war in tausend Fältchen gebügelt.
Als die Königin aufstand, zog ihr Alexi das Unterhemdchen herunter, erhob sich selbst zu voller
Höhe und legte ihr das Nachtgewand über die Schultern. Sie schlüpfte mit den Armen in die
weiten, gefältelten Ärmel, und das Gewand fiel wie eine Glocke an ihr herunter. Wieder auf den
Knien, knüpfte Alexi ein Dutzend weißer Schleifchen, die die Vorderseite des Nachtgewandes der
Königin schlossen.
Als er sich über das letzte Schleifchen beugte, spielte die Königin wie geistesabwesend mit seinem
braunen Haar. Dornröschen ertappte sich dabei, wie sie auf seine geröteten Pobacken starrte -
offensichtlich war er erst vor kurzem gezüchtigt worden. Seine Schenkel, seine festen Waden - der
ganze Anblick setzte sie in Flammen.
»Zieh die Bettvorhänge zurück«, gebot die Königin. »Und bring Dornröschen zu mir.«
Dornröschens Puls schlug dröhnend in ihren Ohren. Ihr Hals war wie zugeschnürt. Die Königin ließ
sich in ein Nest seidener Kissen sinken. jetzt, da ihr Haar frei war, sah sie jünger aus; ihr Gesicht
verriet keine Spur ihres Alters. Als sie jetzt Dornröschen musterte, war ihr Blick so ruhig, als seien
ihre Augen mit Emaillefarben in ihr Gesicht gemalt.
Dann sah Dornröschen mit unwillkommener Freude Prinz Alexi vor sich. Er versperrte, ihr den Blick
auf die Königin. Dornröschen spürte, wie seine Hand sie streichelte, während er ihr die Fußfesseln
löste. Als er sich wieder aufrichtete, um auch ihre Hände loszumachen, roch sie den Duft seines
Haares und seiner Haut. Irgendwie umgab ihn ein Hauch des Ungewöhnlichen. Trotz seines
kräftigen Körperbaus hatte er auch etwas Zerbrechliches an sich. Dornröschen merkte, daß sie
ihm, in die Augen starrte. Er lächelte und berührte ihre Stirn mit den Lippen. Und seine Lippen
blieben auf ihrer Stirn, bis er ihre Fesseln ganz gelöst hatte.
Er drückte sie sanft auf die Knie und machte eine Geste zum Bett.
»Nein, bring sie einfach her«, rief die Königin.
Prinz Alexi schwang sich Dornröschen über die Schulter, und er tat es mit solcher Leichtigkeit wie
ein Page oder der Prinz selbst, als er sie aus dem Schloß ihres Vaters holte. Sein Fleisch fühlte
sich heiß an. So, wie sie über seiner Schulter hing drückte ihm Dornröschen kühn einen Kuß auf
den wunden Po.
Alexi legte sie neben der Königin auf das Bett. Dornröschen schaute ihr in die Augen. Die Königin,
die sich auf den Ellbogen gestützt hatte, schaute auf sie herunter.
Dornröschens Atem ging heftig. Die Königin kam ihr jetzt überaus groß vor. Und nun bemerkte sie
auch eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Prinzen, nur daß die Königin wie immer viel kälter wirkte.
Dennoch - um ihren roten Mund war etwas, was man früher vielleicht einmal süß hatte nennen
können. Sie hatte dichte Wimpern und ein festes Kinn, und wenn sie lächelte, erschienen
Grübchen in ihren Wangen.
Verwirrt hatte Dornröschen die Augen geschlossen. Sie biß sich so heftig auf die Lippen, daß sie
fast bluteten.
»Schau mich an«, befahl die Königin. »Ich möchte deine Augen sehen. Und ich wünsche jetzt
keine Demut von dir, verstehst du?«
»Ja, Hoheit«, antwortete Dornröschen.
Ob die Königin ihr Herz klopfen hörte? Das Bett war weich, die Kissen ebenfalls. Dornröschen
ertappte sich dabei, daß sie die großen Brüste der Königin anstarrte, ehe sie ihr gehorsam wieder
in die Augen sah.
Dornröschen krampfte sich der Magen zusammen.
Die Königin musterte sie aufmerksam. Ihre Zähne schimmerten makellos weiß, und ihre schrägen
Augen waren ganz dunkel und ließen keinerlei Regung erkennen.
»Setz dich dorthin, Alexi«, forderte die Königin, ohne den Kopf zu wenden.
Und Alexi setzte sich ans Fußende des Bettes, den Rücken an den Pfosten gelehnt, die Arme vor
der Brust verschränkt.
»Kleines Spielzeug ... « Die Stimme der Königin war ganz leise geworden. »Allmählich verstehe
ich, warum Juliana so verrückt nach dir ist.«
Sie befühlte Dornröschens Gesicht, ihre Wangen, ihre Augenlider. Sie kniff in ihre Lippen. Dann
strich sie sich das Haar aus dem Gesicht, um plötzlich von links und rechts auf Dornröschens
Brüste zu schlagen.
Dornröschens Mund zuckte, doch sie gab keinen Laut von sich und preßte die Hände gegen die
Hüften. Die Königin war wie ein Licht, das sie zu blenden drohte.
Nur nicht daran denken ... jetzt, da die Königin ihr so nahe war, hätte Dornröschen fast Panik
empfunden.
Die Hand der Königin glitt über ihren Bauch, ihre Schenkel. Sie kniff in das Fleisch ihrer Schenkel
und in ihre Waden. Wider ihren Willen empfand Dornröschen überall, wo diese Hand sie berührte,
ein Kribbeln. Es war, als besäße sie schreckliche Macht. Plötzlich stieg Haß in ihr hoch; dieser Haß
war noch heftiger als der, den sie für Juliana empfunden hatte. Die Königin hatte begonnen,
Dornröschens Brustwarzen zu begutachten. Die Finger ihrer rechten Hand verdrehten erst die eine,
dann die andere, befühlten den dunklen, weichen Hof um sie herum. Dornröschens Atem ging
stoßweise; sie spürte Feuchtigkeit zwischen den Beinen, als hätte sie dort eine Traube
zerquetscht.
Die Königin erschien ihr ungeheuer groß im Vergleich zu ihr selbst und so stark wie ein Mann -
oder dachte sie das nur, weil Widerstand gegen sie einfach undenkbar war? Dornröschen
versuchte, ein wenig Ruhe zurückzugewinnen, dachte an das Gefühl der Befreiung zurück, das sie
auf dem Zügelpfad empfunden hatte, aber es half nichts. »Schau mich an«, befahl die Königin von
neuem mit leiser Stimme. Als Dornröschen aufschaute, schossen Tränen in ihre Augen.
»Spreiz die Beine«, gebot die Königin.
Dornröschen gehorchte sofort. jetzt wird sie es sehen, dachte Dornröschen. Es wird so schlimm,
wie es war, als Gregory es bemerkte. Und Prinz Alexi wird es auch sehen.
Die Königin lachte. »Du sollst die Beine spreizen«, sagte sie und versetzte Dornröschen ein paar
klatschende Schläge auf ihre Schenkel. Dornröschen spreizte die Beine noch weiter und fühlte sich
unendlich gedemütigt. Als ihre Knie zu beiden Seiten auf das Bettlaken drückten, glaubte sie, die
Schande nicht ertragen zu können. Sie starrte auf den Himmel des Bettes und merkte, daß die
Königin ihr Geschlecht öffnete, wie Leo es getan hatte. Dornröschen biß die Zähne zusammen, um
nicht laut aufzuschreien. Prinz Alexi beobachtete die Szene. Sie dachte an seine Küsse und an
sein Lächeln. Ein Schauder durchlief ihren Körper, als die Finger der Königin die Feuchtigkeit ihrer
geheimen Stelle spürten, mit Dornröschens Schamlippen spielten und sie sich schließlich eine
Locke ihres Schamhaars um den Finger wickelte und müßig daran zupfte.
Dann schien es, als benütze die Königin beide Daumen, um Dornröschen zu öffnen.
Dornröschen versuchte, ihre Hüften ruhig zu halten. Sie wollte aufspringen und fliehen wie die
beiammernswerte Prinzessin in der Übungshalle, die es nicht ertragen konnte, so inspiziert zu
werden. Dennoch protestierte sie nicht; nur ein leises Stöhnen konnte sie nicht unterdrücken.
Die Königin befahl ihr, sich umzudrehen.
Dornröschen war froh, ihr Gesicht in den Kissen verbergen zu können.
Aber die kühlen, festen Hände der Königin spielten jetzt mit ihren Pobacken, öffneten sie,
berührten ihren Anus. 0 bitte, dachte Dornröschen verzweifelt und spürte lautlos schluchzend, wie
ihre Schultern zuckten.oh, das ist furchtbar, so furchtbar! Beim Prinzen hatte sie am Ende gewußt,
was er wünschte.
Auf dem Reitpfad hatte man ihr am Ende gesagt, was gewünscht war. Doch was verlangte diese
böse Königin von ihr daß sie litt, daß sie sich wand, daß sie sich anbot oder einfach nur stillhielt?
Und diese Frau verachtete sie!
Die Königin massierte ihr Fleisch, betastete es, als prüfe sie seine Beschaffenheit. Auf die gleiche
Weise begutachtete sie auch Dornröschens Schenkel und schob dann mit einer plötzlichen
Bewegung Dornröschens Knie so weit auseinander, daß sie ihr Gesäß dabei in die Luft reckte.
Die Hand der Königin war unter ihrem Geschlecht und befühlte die Rundung und Schwere der
Lippen.
»Mach einen Buckel«, forderte die Königin, »und streck deinen Po in die Höhe, kleines, brünstiges
Kätzchen. «
Dornröschen gehorchte, die Augen voller Tränen der Scham. Ein Zittern durchlief ihren ganzen
Körper, als sie tief Atem holte. Widerwillig spürte sie, wie die Finger der Königin die Flamme ihrer
Leidenschaft noch stärker entfachten. Bestimmt waren ihre Schamlippen angeschwollen, bestimmt
flossen die Säfte, so sehr Dornröschen sich auch dagegen sträubte! Sie wollte ihr nichts geben,
dieser bösen Frau, dieser Hexe von einer Königin. Dem Prinzen würde sie sich ergeben oder
Gregory oder gesichtslosen Höflingen, die sie mit Komplimenten überschütteten. Dieser Frau aber,
die sie verachtete...
Die Königin hatte sich neben ihr aufgesetzt. Mit raschem Griff packte sie Dornröschen, als sei sie
ein Püppchen, und warf sie sich über den Schoß. Dornröschens Gesicht war von Alexi abgewandt,
ihre Kehrseite voll im Blickfeld des Prinzen.
Ein Stöhnen entrang sich Dornröschens Kehle; ihre Brüste rieben sich am leinenen Laken, ihr
Geschlecht pulsierte am Schenkel der Königin. Es war, als sei sie ein Spielzeug in ihren Händen.
Ja, wie ein Spielzeug war sie, nur mit dem Unterschied, daß sie lebte, atmete und litt. Sie konnte
sich denke n, wie sie Prinz Alexi vorkommen mußte.
Die Königin hob ihr Haar. Mit dem Finger fuhr sie Dornröschens Wirbelsäule entlang.
»All diese Rituale«, sagte die Königin mit leiser Stimme, »der Pfad, die Scheiterhaufen im Garten,
die Räder und dann die Jagden im Labyrinth - all diese Spiele sind zu meinem Vergnügen da. Aber
kenne ich je einen Sklaven, ehe ich ihm so nahe bin, ehe ich ihn zur Züchtigung auf dem Schoß
liegen habe? Sag mir, Alexi - soll ich sie nur mit der Hand bestrafen, damit diese Intimität nicht
gestört wird? Soll ich den silbernen Spiegel benutzen oder eines von einem Dutzend Paddeln, die
sich so ausgezeichnet für diesen Zweck eignen? Was ziehst du vor, Alexi, wenn ich dich auf dem
Schoß habe? Worauf hoffst du, selbst wenn du weinst?«
»Ihr könntet Euch die Hand verletzen, wenn Ihr sie damit schlagt«, lautete Prinz Alexis ruhige
Antwort. »Darf ich Euch den silbernen Spiegel bringen?«
»Ah. du hast meine Frage nicht beantwortete, entgegnete die Königin. »Ja, hol mir den Spiegel.
Aber ich werde sie nicht damit schlagen. Vielmehr werde ich dadurch ihr Gesicht beobachten
können, während ich sie züchtige.«
Undeutlich nahm Dornröschen wahr, wie Alexi zum Frisiertisch ging. Und dann stand der Spiegel
an ein Kissen gelehnt vor ihr, und das glatte, weiße Gesicht der Königin starrte sie daraus an. Die
dunklen Augen erschreckten sie. Das Lächeln der Königin machte sie schaudern.
Aber ich werde ihr nichts zeigen, dachte Dornröschen verzweifelt und schloß die Augen. Tränen
liefen ihr über die Wangen.
»Es ist etwas Besonderes an der offenen Hand«, sagte die Königin, die mit der Linken
Dornröschens Nacken massierte. Dann fuhr sie mit ihr unter Dornröschens Brüste, drückte sie
zusammen und berührte beide Brustwarzen mit ihren langen Fingern. »Hat dich meine Hand nicht
so kräftig geschlagen wie die eines Mannes, Alexi?«
»Gewiß, Hoheit«,antwortete er leise. Er befand sich jetzt wieder hinter Dornröschen. Vielleicht
hatte er von neuem den Platz am Bettpfosten eingenommen.
»Nun leg deine Hände in den Nacken und laß sie dort«, befahl die Königin. Sie selbst legte ihre
Rechte auf Dornröschens Po, und die Linke umschloß immer noch ihre Brüste.
»Und achte auf meine Befehle, Prinzessin.«
»Ja, Hoheit.« Mühsam hatte sich Dornröschen die Antwort abgerungen, doch ihre Scham wurde
noch brennender, als ein Schluchzen aus ihr herausbrach, das sie vergeblich zu unterdrücken
versuchte.
»Ein bißchen mehr Ruhe«, tadelte die Königin scharf.
Sie hatte begonnen, Dornröschen zu schlagen. Ein harter Hieb nach dem anderen traf ihr Gesäß,
und wenn ein Paddel jemals schlimmer gewesen war, konnte Dornröschen sich nicht daran
erinnern. Sie bemühte sich, still zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen.
Nichts, nichts - immer wieder aufs neue wiederholte sie im stillen das Wort. Dennoch merkte sie,
daß sie sich unter den Schlägen wand.
Leo hatte recht gehabt. Mochte es auch noch so aussichtslos sein, immer versuchte man, sich der
Züchtigung zu entziehen. Plötzlich hörte sie sich selbst stoßweise weinen. Die Hand der Königin
schien riesig und hart und schwerer als das Paddel zu sein und paßte sich beim Schlagen ihrer
Körperform an. Dornröschen merkte, daß sie ganz aufgelöst war vor Tränen und Schreien, und in
dem verfluchten Spiegel konnte die Königin alles beobachten. So verzweifelt Dornröschen versuc
hte, sich wieder in die Gewalt zu bekommen, sie erreichte nichts.
Und die andere Hand der Königin kniff ihre Brüste, zerrte an den Brustwarzen und ließ sie dann
wieder los. Und die Schläge wollten nicht aufhören. Dornröschen schluchzte.
Alles andere wäre ihr lieber gewesen. Von Gregory durch die Halle getrieben zu werden, ja, auch
der Reitpfad, denn dort hatte sie sich zumindest bewegen und sich so ein wenig den Schlägen
entziehen können. Hier aber gab es für sie nur den Schmerz. Ihr wunder Hintern war der Königin
ausgesetzt, die neue Stellen suchte und bald die linke Pobacke schlug, bald die rechte. Dann
deckte sie Dornröschens Schenkel mit Hieben ein.
Irgendwann muß sie ermüden. Irgendwann muß sie aufhören, dachte sie, aber das hatte sie auch
schon vorher geglaubt, und doch war es weitergegangen. Dornröschens Hüften hoben und
senkten sich, und sie wand sich von Seite zu Seite, wurde aber nur mit heftigeren, schnelleren
Schlägen belohnt. Immer stärker schien die Königin in Rage zu geraten.
jetzt bearbeitete sie die Unterseite von Dornröschens Pobacken - die Stelle, die Juliana mit
Bedacht mit ihrem Paddel ausgelassen hatte. Lange und heftig schlug sie auf beide Seiten ein, ehe
sie wieder höher und auf die Seiten zielte und dann wieder auf ihre Schenkel und ihren Rücken.
Dornröschen biß die Zähne zusammen, um ihre Schreie zu unterdrücken. Mit flehendem Blick
bedachte sie die Königin im Spiegel, sah aber nur ihr hartes Profil. Die Augen der Königin hatten
sich zu Schlitzen verengt, ihr Mund war verkniffen. Plötzlich starrte sie durch den Spiegel
Dornröschen an, hörte aber nicht auf, sie zu schlagen.
Dornröschen war nicht mehr imstande, die Hände an den Hüften zu lassen. Sie versuchte, ihre
Pobacken damit zu schützen, doch die Königin schob sie sofort wieder weg.
»Untersteh dich!« flüsterte sie, und Dornröschen preßte die Hände wieder gegen die Hüften und
schluchzte ins Bettlaken, während die Züchtigung weiterging.
Dann lag die Hand der Königin bewegungslos auf ihrem brennenden Fleisch. Es schien, als seien
die Finger immer noch kalt, und doch brannten sie auf der Haut. Dornröschen hatte sich nicht mehr
in der Gewalt; hemmungslos rannen die Tränen aus ihren Augen, und der Atem ging keuchend.
Fast ohnmächtig schloß sie die Augen.
»Du wirst mich um Entschuldigung bitten für deine kleine Entgleisung«, sagte die Königin.
»Ich ... ich ... «, stammelte Dornröschen. »>Es tut mir leid, meine Königin.<« »Es tut mir
leid, meine Königin«, stieß Dornröschen mit heiserer Stimme hervor. »Ich verdiene Eure Strafe
dafür, meine Königin. « »Ich verdiene Eure Strafe dafür, meine Königin.«
»Ja«, flüsterte die Königin. »Und die sollst du bekommen. Doch schließlich ... «, die Königin
seufzte. »War sie nicht gut, Prinz Alexi?«
»Sie hat sich sehr gut benommen, meine ich, Hoheit. Aber ich möchte Eurem Urteil nicht
vorgreifen.«
Die Königin lachte. Mit grobem Griff zog sie Dornröschen hoch.
»Dreh dich um und setz dich auf meinen Schoß«, sagte sie.
Dornröschen war verwundert. Sie gehorchte sofort und stellte fest, daß sie nun Alexi zugewandt
war. Aber in diesen Augenblicken war er für sie nicht wichtig. Zitternd und von Schmerzen
gepeinigt saß sie auf dem Schoß der Königin. Die Seide ihres Nachthemds kühlte ihre brennende
Haut. Die Königin hatte den linken Arm um sie gelegt. Mit der rechten Hand befühlte sie
Dornröschens Brustwarzen. Mit Tränen in den Augen sah Dornröschen zu, wie diese weißen
Finger immer wieder an ihnen zupften und zerrten.
»Ich hätte nicht vermutet, daß du so gefügig bist«, sagte die Königin und drückte Dornröschen an
ihre vollen Brüste. Dornröschen fühlte sich so hilflos und klein, als sei sie überhaupt nichts in den
Armen dieser Frau - nichts als etwas ganz Kleines, ein Kind vielleicht, nein, nicht einmal das.
Der Ton der Königin wurde schmeichelnd.
»Süß, ganz süß bist du, wie Juliana mir gesagt hat«, flüsterte sie Dornröschen ins Ohr.
Dornröschen biß sich auf die Lippen.
»Hoheit ... «, begann sie, wußte aber nicht, was sie sagen sollte. »Mein Sohn hat dich gut erzogen,
und du bist sehr verständig.«
Die Hand der Königin hatte sich zwischen ihre Beine gestohlen und befühlte ihr Geschlecht, das
selbst in den schlimmsten Momenten der Züchtigung nie kalt oder trocken geworden war.
Dornröschen schloß die Augen.
»Oh, warum hast du solche Angst vor meiner Hand, wenn sie dich sanft berührt?«
Und die Königin beugte sich nieder und küßte Dornröschens Tränen von ihren Wangen.
»Zucker und Salz«, murmelte sie.
Von neuem brach Dornröschen in Schluchzen aus. Die Hand zwischen ihre Beinen massierte ihre
feuchteste Stelle. Dornröschen spürte, wie ihr die Röte ins Angesicht stieg. Schmerz und Lust
mischten sich.. Sie fühlte sich überwältigt.
Ihr Kopf sank auf die Schulter der Königin, und ihre Lippen erschlafften, die Königin hatte
begonnen, sie auf den Hals zu küssen, und Dornröschen murmelte etwas, was die Königin nicht
verstand. Es klang wie ein Flehen.
»Arme, kleine Sklavin«, raunte die Königin, »arme, kleine, gehorsame Sklavin. Ich wollte dich nach
Hause schicken, um meinen Sohn von seiner Leidenschaft für dich zu erlösen. Mein Sohn ist jetzt
so verwunschen wie vorher du. Er steht unter dem Zauber derjenigen, die er von dem Fluch befreit
hat. Es ist, als ob das Leben eine Folge von Verzauberungen und Verwünschungen wäre. Aber du
bist so vollkommen in deinem Wesen, wie er behauptet hat. Nicht viele lange ausgebildete
Sklavinnen sind so vollkommen, und doch bist du frischer und reizvoller.«
Dornröschen atmete schwer, als das Lustgefühl, das sie zwischen ihren Beinen empfand, in ihrem
Körper höher und höher stieg. Sie meinte, ihre angeschwollenen Brüste würden zerbersten,
während ihre Pobacken noch immer schmerzhaft pochten.
»Komm, meine Liebe, hab' ich dich wirklich so arg geschlagen?«
Die Königin berührte Dornröschens Kinn und drehte ihren Kopf so, daß sie ihr in die Augen sah.
Diese Augen waren groß, schwarz und unergründlich, und ihre Wimpern beschrieben einen kleinen
Bogen nach oben.
»Nun, antworte mir«, sagte die Königin, steckte ihren Finger in Dornröschens Mund und zog an
ihrer Unterlippe. »Antworte mir.«
»Es war... schlimm ... schlimm, meine Königin ... «, stammelte Dornröschen demütig.
»Nun ja, vielleicht für so frische, kleine Pobacken. Aber deine Unschuld macht Prinz Alexi lächeln.«
Dornröschen drehte, als sei sie dazu aufgefordert worden, den Kopf zu Prinz Alexi, sah ihn aber
nicht lächeln. Vielleicht schaute er sie mit ganz eigenartigem Ausdruck an, der gleichzeitig
abwesend und liebevoll wirkte. Dann wandte er sich ohne Haß oder Angst der Königin zu und
verzog die Lippen zu einem Lächeln, das sie offenbar wünschte.
Doch die Königin hatte Dornröschens Kopf wieder an sich gezogen und küßte sie. Ihr lockiges,
duftendes Haar fiel auf Dornröschen. Zum erstenmal spürte Dornröschen die samtene Haut ihres
Gesichts und fühlte, wie ihre Brüste sich an sie preßten.
Dornröschen stieß die Hüften nach vorn, und ihr Atem ging heftiger. Doch ehe das Gefühl
überwältigend wurde, schob die Königin sie lächelnd von sich.
Ihre Hände ruhten immer noch auf Dornröschens Schenkeln. Dornröschens Beine standen offen,
und das hungrige kleine Geschlecht wollte nichts so sehr auf der Welt, als daß sich das Bein der
Königin dagegen drückte.
Das Lustgefühl verebbte ein wenig, glitt in den nicht enden wollenden Rhythmus der heißen
Begierde hinüber.
Dornröschens Brust entrang sich ein Stöhnen. Die Königin stieß sie plötzlich von sich und versetzte
ihr einen so heftigen Schlag ins Gesicht, daß Dornröschen, ehe sie sich´s versah, laut jammerte.
»Meine Königin, sie ist so jung und zerbrechlich.«, protestierte Prinz Alexi vorsichtig.
»Stell meine Geduld nicht so sehr auf die Probe«, antwortete die Königin.
Dornröschen lag mit dem Gesicht nach unten auf dem Laken und weinte.
»Läute Felix; er soll Juliana bringen. Ich weiß, wie jung und zerbrechlich meine kleine Sklavin ist
und wieviel sie noch lernen muß, und für ihren kleinen Ungehorsam muß sie bestraft werden. Aber
für mich ist das nicht von großer Bedeutung. Sie muß sich noch sehr viel mehr anstrengen, um uns
zu gefallen. Und ... nun, ich habe es Juliana versprochene Dornröschen mochte noch so bitterlich
weinen, die Dinge würden ihren Gang gehen, und Prinz Alexi vermochte nichts dagegen zu tun.
Dornröschen hörte Felix kommen, hörte die Königin im Gemach herumgehen. Und während
Dornröschen weiter stille Tränen über die Wangen rannen, sagte die Königin: »Steig aus dem Bett
und mach dic h bereit, Lady Juliana gebührend zu begrüßen.«

Lady Juliana im Gemach der Königin


Juliana trat genauso ein, wie sie in die Halle der Strafen getreten war - mit leichtem, federnden
Schritt und Lebhaftigkeit im hübschen, Gesicht. Sie trug eine rosafarbene Robe, und ihr langes,
dichtes Haar schmückten blaßrote Bänder und Rosen. Ihre heitere Stimmung stand im Gegensatz
zur Düsternis des Gemaches, auf dessen gewölbte Decke die Fackeln ein flackerndes Licht- und
Schattenspiel warfen. Die Königin saß in der Ecke auf einem hohen, an einen Thron erinnernden
Stuhl; ihre Füße standen auf einem bauschigen, grünen Samtkissen. Als Lady Juliana sich vor ihr
verbeugte, zeigte sie die Andeutung eines Lächelns. Prinz Alexi, der zu den Füßen der Königin
hockte, küßte sehr höflich die Schuhe der schönen Dame.
Tränenüberströmt und immer noch zitternd kniete Dornröschen in der Mitte des mit Blumenmustern
verzierten Teppichs. Als Juliana zu ihr trat, küßte sie ihre Schuhe wie vorher Alexi, wenn auch
vielleicht ein wenig inbrünstiger.
Dornröschen war überrascht über ihre Reaktion auf Lady Juliana. Bei der Nennung ihres Namens
war sie zusammengezuckt; dennoch war sie jetzt über ihre Gegenwart eher erfreut. Sie hatte das
Gefühl, daß eine Art Verbundenheit zwischen ihnen bestand. Immerhin hatte Juliana sie mit
liebevoller Aufmerksamkeit überschüttet. Beinahe hatte sie das Gefühl, als sei Juliana auf ihrer
Seite, wenn sie auch wenig Zweifel hatte, daß eben diese Juliana sie jetzt gleich züchtigen würde.
Zu heftig hatte sie sie auf dem Reitpfad mit dem Paddel bearbeitet. Trotz allem, fast kam es
Dornröschen vor, als sei sie eine Jugendfreundin, der sie vertraute und die gekommen war, um sie
in die Arme zu schließen.
Juliana starrte sie an.
»Ah, Dornröschen, liebes Dornröschen, ist die Königin zufriedengestellt?« Sie strich Dornröschen
über das Haar, wobei sie höflich der Königin zugewandt blieb.
»Sie ist genau, wie du sagtest«, erklärte die Königin. »Aber ich möchte noch mehr von ihr sehen,
damit ich sie richtig beurteilen kann. Gebrauch deine Phantasie, meine Liebe. Tu, was dir gefällt.
Tu es für mich.«
Sofort gab Juliana dem Pagen ein Zeichen. Dieser öffnete die Tür und ließ einen weiteren jungen
Mann ein, der einen großen Blumenkorb voll leuchtender Rosen trug. Juliana hängte sich den Korb
über den Arm; die beiden Pagen zogen sich in die Schatten zurück. Sie standen unbeweglich wie
Statuen da, und Dornröschen wunderte sich, daß die Gegenwart der beiden ihr so wenig
bedeutete. Hätte eine ganze Reihe von ihnen Spalier gestanden, Dornröschen hätte es nicht
gekümmert. Es war ohne Bedeutung.
»Sieh her, meine Teuerste, sieh her mit deinen wunderschönen lichtblauen Augen«, schmeichelte
Juliana. »Schau, was ich vorbereitet habe, um der Königin Freude zu machen und deine Reize
noch mehr zur Geltung zu bringen.« Sie nahm eine kurzstielige Rose. »Keine Dornen, mein
Schatz. Ich zeige sie dir, damit du dich nur vor dem fürchtest, was du auch wirklich zu fürchten
hast.«
Dornröschen sah, daß der Korb voll sorgfältig vorbereiteter Blumen steckte.
Die Königin lachte fröhlich und rutschte auf ihrem Stuhl hin und her. »Wunderbar«, rief sie, »dieses
Gemach ist gefüllt von Süße.«
Lady Juliana lachte verhalten, als sei dies ein herrliches Kompliment, und tanzte mit wehenden
Röcken im Zimmer herum.
Mit tränenverschwommenem Blick sah Dornröschen ihr zu. Wie die Königin schien diese Frau groß
und mächtig zu sein. Als sie ihr das lächelnde Gesicht zuwandte, war es, als träfe Dornröschen ein
Lichtschein. Das Flackern der Fackeln schimmerte und blitzte auf der tiefroten Brosche an ihrem
Kragen und in den Edelsteinen, mit denen ihr schwerer Gürtel bestickt war. Ihre rosafarbenen
Satinschuhe hatten silberne Absätze. Juliana tanzte zu Dornröschen hin und küßte sie liebevoll auf
die Stirn.
»Aber du siehst so verlassen aus - das ist nicht gut. Knie dich hin, falte die Arme hinter dem
Rücken, damit deine wunderschönen Brüste besser herauskommen - so ist es recht! Und wölbe
den Rücken ein bißchen. Ihr Haar - Felix, bürste es!«
Und während der Page eilig gehorchte, indem er mit sanftem Griff Dornröschens lange
Haarflechten löste, nahm Juliana von einer Kommode ein langes, ovales Paddel. Es war dem
Paddel, das sie auf dem Zügelpfad benutzt hatte, sehr ähnlich, nur weit weniger groß und schwer.
Es war so biegsam, daß Juliana, die den Blumenkorb beiseite gestellt hatte, es mit einem Druck
ihres Daumens in Vibrationen versetzen konnte. Es war weiß, glatt und elastisch.
Es wird brennen, dachte Dornröschen bei sich, aber es wird nicht so weh tun wie die Hand der
Königin oder jene andere Waffe auf dem Pfad. Dennoch wurde sie sich bewußt, daß ihre
Pobacken so wund waren, daß schon ein leichter Schlag schmerzhaft sein mußte.
Juliana, die sich kichernd mit der Königin unterhielt, wandte sich um, als Felix sein Werk beendet
hatte. Wartend kniete Dornröschen da.
»So hat dich unsere huldvolle Herrscherin übers Knie gelegt, nicht wahr? Und du hast den Reitpfad
absolviert und dort ein wenig hinzugelernt. Und dann geruhte unser Herr und Meister, sich mit dir
zu befassen, und ab und an gab es noch ein paar Extrahiebe von deinem Knecht oder Lord
Gregory.«
Mein Knecht hat mich niemals geschlagen, dachte Dornröschen unwillig, antwortete aber bloß.
»Ja, edle Herrin ... «, wie sich's gehörte.
»Jetzt aber wirst du ein wenig wahre Disziplin lernen. Bei dem Spielchen, das ich mit dir vorhabe,
wird dein Wille zu gefallen nämlich auf eine harte Probe gestellt. Doch du wirst Nutzen daraus
ziehen. Nun ... « Sie nahm eine Handvoll Rosen aus dem Korb. »Die werde ich jetzt hier auf dem
Boden verstreuen, und weißt du, was du zu tun hast, mein Schatz? So schnell du kannst, wirst du
sie mit den Zähnen aufsammeln und deiner Gebieterin auf den Schoß legen, und dann die nächste
und so fort. Und so schnell du kannst, hast du verstanden, und weißt du, warum? Weil der Befehl
so lautet! Und du wirst streng bestraft, wenn du nicht flugs tust, was wir dir auftragend
Mit hochgezogenen Brauen lächelte sie Dornröschen an.
»Ja, edle Herrin«, antwortete Dornröschen. Sie war zu keinem Gedanken imstande, wiewohl die
Vorstellung, daß sie eilends gehorchen müsse, eine seltsame neue Besorgnis in ihr erregte. Sie
fürchtete, sich nicht anmutig genug zu bewegen. Auf dem Reitpfad hatte es ihr sehr an Anmut
gemangelt, als sie so hurtig lief und außer Atem geriet... Nein, über so etwas durfte sie sich jetzt
nicht den Kopf zerbrechen. Sie mußte an das denken, was als nächstes zu tun war.
»Und auf allen Vieren, mein Schatz, und rasch, rasch, rasch!« Und Juliana verstreute die Röschen
im ganzen Gemach.
Dornröschen beugte sich vor und war im Begrif f, die am nächsten liegende Rose mit den Zähnen
zu packen, als sie merkte, daß Juliana direkt hinter ihr stand. Der Stil des ovalen Paddels war so
lang - Juliana brauchte sich nicht einmal zu bücken, als sie es auf Dornröschens Kehrseite
klatschen ließ. Erschrocken ließ Dornröschen die Blume fallen. »Heb sie sofort wieder auf!« rief
Juliana, und Dornröschens Lippen streiften über den Teppich, ehe sie sie wieder gepackt hatte.
Pfeifend sauste das Paddel hernieder und traf ihr wundes Fleisch, während Dornröschen auf
Händen und Knien zur Königin krabbelte; Juliana verabreichte ihr sieben oder acht herzhafte
Schläge, ehe Dornröschen die Blume gehorsam auf den Schoß der Königin gelegt hatte.
»Sofort kehrtgemacht«, kommandierte die Lady, »und los geht's.« Schon während sich
Dornröschen nach der nächsten Blume umsah, klatschte das Paddel auf sie hernieder. Sobald sie
die Rose zwischen den Zähnen hatte, eilte sie damit zur Königin hin, doch die Schläge verfolgten
sie. Dornröschen hätte weinend um Geduld flehen mögen, als sie sich erneut auf den Weg machte.
Die vierte, die fünfte, die sechste Rose hob sie auf und legte sie auf den Schoß der Königin, doch
den sausenden Schlägen vermochte sie nicht zu entrinnen.
Julianas Stimme spornte sie unwirsch an: »Schnell, Mädchen, schnell, pack sie mit den Lippen und
wieder zurück.« Dornröschen war, als kreise Julianas rosenfarbener Rock sie ein, und von überall
her blitzten ihre Schühchen mit den silbernen Hacken sie an. Dornröschens Knie brannten; die
rauhe Wolle des Teppichs hatte sie aufgerieben. Dennoch machte sie sich immer wieder von
neuem auf die Suche nach den Röschen, die überall im Zimmer verstreut waren.
Und so sehr sie nach Atem rang, so feucht ihr Gesicht und ihre Glieder auch waren, den Gedanken
an das, was sie tat, konnte sie einfach nicht loswerden. Vor ihrem geistigen Auge sah sie ihre mit
Striemen überzogenen Pobacken, ihre geröteten Schenkel und ihre Brüste, die zwischen ihren
Armen baumelten, während sie wie ein geschundenes Tier kreuz und quer über den Boden
krabbelte. Es gab keine Gnade für sie, und das Schlimmste war, daß sie nicht vermochte, Juliana
zufriedenzustellen. Lady Juliana stachelte sie an, stieß sie sogar mit ihrem spitzen Schuh.
Dornröschens Schreie waren wortlose Bitten, doch Juliana gebärdete sich unzufrieden und zornig.
Es war furchtbar, im Zorn geschlagen zu werden.
»Vorwärts, hörst du mich?« Julianas Stimme klang fast verächtlich. Noch härter drosch sie jetzt auf
Dornröschen ein und gab immer wieder Laute der Ungeduld von sich. Dornröschens Brüste
streiften über den Teppich, während sie gefügig über den Boden robbte, und mit einem Schock
spürte sie die Spitze von Julianas Schuh unter ihrem Schamhügel. Mit einem Ausruf des
Schreckens eilte sie zur Königin zurück, eine Rose zwischen den Zähnen; um sie herum hörte sie
das unterdrückte Kichern der Pagen und das lautere Lachen der Königin. Juliana hatte die zarte
Stelle wiedergefunden und drückte die lange Spitze ihres seidenen Schuhs direkt in Dornröschens
Vagina.
Und plötzlich, als Dornröschen noch mehr Rosen auf dem Boden bemerkte, ging ihr Schluchzen in
unterdrückte Angstschreie Über, und sie wandte sich Juliana zu, die immer noch auf sie einschlug,
und küßte und küßte ihre rosenfarbenen Schuhe.
»Was?« rief Juliana in ungekünstelter Wut. »Du wagst es, mich im Angesicht der Königin um
Gnade zu bitten? Böses, böses Mädchen!« Sie hieb weiter auf Dornröschens Kehrseite ein, hatte
sie aber gleichzeitig mit der Linken am Haar gepackt und riß sie mit einem solchen Ruck daran
hoch, daß Dornröschen die Knie weit spreizen mußte, um die Balance nicht zu verlieren.
Hilfloses Schluchzen brach stoßweise aus Dornröschen hervor. Juliana gab einem der Pagen das
Paddel und bekam dafür sofort einen schweren, breiten Ledergürtel gereicht. Das Klatschen, als
der Gürtel Dornröschens Pobacken traf, hallte laut von den Wänden zurück. Wieder sauste der
Gürtel hernieder. »Hol noch eine Rose, noch eine, zwei, drei, vier gleichzeitig, und bring sie hurtig
der Königin!« Rasch gehorchte Dornröschen. Einen Moment lang schien es, als sei ihre
Wahrnehmung ausgelöscht. Wie in Trance gehorchte sie, um Julianas Zorn zu entgehen. Was jetzt
über sie hereinbrach, war schrecklicher als die schlimmsten Augenblicke auf dem Reitpfad. Als sie
sich umdrehen wollte, um noch mehr der kleinen Rosen zu holen, hielt die Königin mit beiden
Händen ihren Kopf fest, sodaß Juliana sie schlagen konnte.
Es kümmerte Dornröschen nicht mehr. Sie vermochte nicht zu gefallen. Sie verdiente es,
geschlagen zu werden. Bei jedem Schlag des Riemens erbebte sie, und ein Strom von Tränen lief
über ihre Wangen. Und bei alledem reckte sie sich Juliana entgegen, um die Züchtigung zu
empfangen.
Doch die Königin war noch nicht zufrieden. Sie drehte Dornröschen herum und hielt sie an ihrem
Haar fest. Juliana schlug nun auf Dornröschens Brüste und ihren Bauch ein und ließ den breiten
Ledergürtel an ihrem Schamberg lecken.
Die Königin hatte ihr Haar nicht losgelassen.
»Öffne die Beine!« befahl Juliana. »Oooooh ... «, seufzte Dornröschen laut, gehorchte jedoch;
verzweifelt stieß sie ihre Hüften vorwärts, um die Bestrafung zu empfangen. Sie mußte der Lady
gefallen, sie mußte ihr zeigen, daß sie tat, was sie konnte. Ihre herzzerreißenden Seufzer waren
heiser geworden. Wieder und wieder traf der Riemen ihre Schamlippen. Ihr Kopf lag nun auf dem
Schoß der Königin. Dornröschen registrierte, daß ihre Seufzer fast sehnsuchtsvoll klangen.
Ich bin wehrlos, ich bin ein Nichts. Schon auf dem Reitpfad war ihr im Moment der größten
Erschöpfung dieser Gedanke gekommen. Der Gürtel klatschte auf ihre Brust, aber den Schmerz
konnte sie schon nicht mehr spüren. Dornröschen dachte gar nicht daran, schützend die Arme zu
heben, obwohl heiße Pein ihren Schamhügel erfüllte. Ihre Seufzer brachten ihr angenehme
Erleichterung.
Sie spürte, wie sie schlaff und nachgiebig wurde. Die Hand der Königin liebkoste ihr Kinn. Plötzlich
merkte sie, daß Juliana in einer Wolke rosaroter Seide vor ihr niedergekniet war und sie auf Hals
und Schultern küßte.
»Schon gut, schon gut«, murmelte die Königin, »meine tapfere, kleine Sklavin ... «
»Schon gut, schon gut, mein Mädchen, mein schönes, mutiges Mädchen« , echote Juliana, als sei
ihr die Erlaubnis dazu gewährt worden. Die Schläge hatten aufgehört. Dornröschens Schreie
erfüllten den Raum. »Und du warst gut, sehr gut, und du hast getan, was du konntest... hast dich
so sehr um Anmut bemüht.« Die Königin schob Dornröschen in Julianas Arme, und Juliana zog
Dornröschen mit sich hoch, als sie aufstand, die Hände auf Dornröschens wunde Hinterbacken
gepreßt.
Julianas Arme fühlten sich weich an, und ihre Lippen kitzelten Dornröschen und streichelten sie.
Juliana hatte ihre vollen Brüste gegen die ihren gepreßt. Dornröschen wurde ganz schwindlig.
Es war, als schwebte sie in den Armen der Lady; sie spürte den wunderbar feinen Stoff ihres
Kleides und Julianas weiche Haut.
»0 Dornröschen, mein süßes, kleines Dornröschen, du bist so gut, so überaus gut« , flüsterte
Juliana ihr zu. Und ihre Lippen öffneten Dornröschens Lippen; ihre Zunge rührte an das Innere
ihres Mundes, während sich ihre Finger tiefer in Dornröschens Pobacken gruben. Dornröschens
feuchtes Geschlecht wurde gegen Julianas seidenes Kleid gedrückt; dann spürte sie die harte
Wölbung von Julianas Geschlecht. »Oh, Dornröschen ... du liebst mich, nicht wahr... Ich lieb' dich
so sehr.«
Dornröschen konnte nicht anders - sie mußte mit ihren Armen Julianas Nacken umschlingen. Sie
spürte das Kitzeln ihrer vollen, lockigen Flechten; Julianas Haut war weich und glatt und ihre
Lippen wie Seide.
Julianas Lippen sogen jetzt an Dornröschens Mund, und immer wieder bissen ihre Zähne ein wenig
zu, als prüfe Juliana Dornröschens Geschmack.
Und dann schaute Dornröschen in Julianas Augen, die so groß und unschuldig und so voller
Zärtlichkeit waren. Mit einem Seufzer legte Dornröschen ihre Wange an die von Juliana.
»Das genügt, sagte die Königin kalt.
Ermattet ließ sich Dornröschen sinken, bis sie, die Beine leicht gespreizt, auf ihren Fersen zu
sitzen kam. In ihrem Geschlecht spürte sie nichts als Begehren und Schmerz. Sie senkte den Kopf.
Am meisten fürchtete sie, sie könnte die Kontrolle über die Empfindung der Lust verlieren, die in ihr
hochstieg. Sie würde erröten und sich keuchend winden, außerstande, diese Lust zu
verheimlichen. Sie spürte, wie ihre Vulva sich öffnete und schloß wie ein kleiner Mund, der
verzweifelt nach Befriedigung schreit.
Trotz allem, die Lage, in der sie sich befand, empörte Dornröschen nicht mehr. Sie hatte
verstanden, daß es für sie keinen Ausweg gab.
Dornröschen genügte es, daß die rauhe Wolle des Teppichs das jucken ihrer Pobacken linderte.
Das ganze Leben war nur eine Folge von Schmerzen und Lust. Ihre Brüste schienen mit
Gewichten beschwert zu sein. Dornröschen ließ den Kopf zur Seite sinken. Ihr Körper entspannte
sich mit einemmal. Was immer sie noch für Spiele mit ihr vorhatten, Dornröschen war es
gleichgültig. Macht, was ihr wollt, dachte sie, und die Flammen der Fackeln verschwammen vor
ihren Augen.
Dornröschen sah auf.
Juliana und die Königin standen nebeneinander; die Königin hatte den Arm um Julianas Schulter
gelegt. Beide betrachteten Dornröschen, während Juliana ihr Haar löste so daß die kleinen
Rosenknospen unbeachtet zu ihren Füßen fielen.
Der Augenblick schien kein Ende zu nehmen.
Dornröschen erhob sich wieder auf Hände und Knie. Still kroch sie zur nächsten Blume, hob sie mit
den Zähnen auf, wandte den Kopf nach oben und bot sie den Frauen dar.
Eine Hand nahm ihr die Blume ab. Und dann bedeckten Juliana und die Königin sie mit Küssen.
»Sehr gut, mein Liebling«, sagte die Königin, und zum erstenmal verriet ihre Stimme Zuneigung.
Dornröschen drückte ihre Lippen auf die Schuhe der beiden.' Undeutlich hörte Dornröschen, wie
die Königin einem Pagen den Auftrag erteilte, sie bis zum Morgen an die Wand des unweit
gelegenen Ankleideraumes zu ketten.
»Spreizt ihre Glieder, spreizt sie weit«, befahl die Königin.
Und in süßer Verzweiflung wurde sich Dornröschen gewahr, daß ihr Begehren noch lange Zeit
nicht erlöst werden würde.

Mit Prinz Alexi


Bestimmt schlief die Königin. Vielleicht schlief Juliana in ihren Armen. Das ganze Schloß und die
Städte und Dörfer, die Bauern in ihren Hütten und Katen schliefen. Durch das hohe, schmale
Fenster des Ankleidezimmers fiel bleiches Mondlicht auf die Wand, an die Dornröschen gekettet
war, Arme und Beine weit auseinandergespreizt. Sie legte ihren Kopf auf die Seite und betrachtete
die lange Reihe prächtiger Gewänder, die Mäntel an ihren Haken, die goldenen Stickereien, die
herrlichen Halsketten und vielen, vielen prächtigen Schuhe.
Und hier - zwischen allen diesen herrlichen Dingen - war sie selbst nichts weiter als eine
Verzierung, ein Besitz unter so vielen anderen.
Seufzend rieb sie ihre Kehrseite an der steinernen Wand. Irgendwie wollte sie sich Schmerzen
zufügen, um das angenehme Gefühl empfinden zu können, wenn der Schmerz wieder aufhörte.
In ihrem feuchten Geschlecht pochte es immer noch. Die arme Prinzessin Lisetta in der Halle der
Strafen - mußte sie schlimmer leiden? Zumindest war sie in der Dunkelheit nicht allein, und
plötzlich erschienen ihr selbst jene, die wohl jetzt an Lisetta vorbeigingen und sie neckten oder
verspotteten oder ihr schwellendes Geschlecht streichelten, eine wünschenswerte Gesellschaft zu
sein. Dornröschen wand sich und verdrehte die Hüften. Es brachte ihr keine Erleichterung. Sie
verstand nicht, warum sie solches Begehren fühlte, wenn doch vor kurzer Zeit ihr Schmerz noch so
groß war, daß sie Julianas Schuhe geküßt hatte. Sie errötete bei dem Gedanken an Julianas
zornige Worte und jene strafenden Schläge, die ihr mehr weh getan hatten als die anderen.
Und wie die Pagen gelacht haben mußten, wo doch wahrscheinlich ein Dutzend Prinzessinnen
schon das kleine Spiel mit den Blumen gespielt und sich viel besser angestellt hatten.
Doch warum, warum hatte Dornröschen am Ende jene letzte Rosenknospe aufgehoben, und
warum hatte sie so ein warmes Gefühl in den Brüsten empfunden, als Juliana die Blume von ihren
Lippen nahm? In jenem Augenblick, so kam es Dornröschen jetzt vor, waren ihre Brustwarzen
grausame kleine Kappen gewesen, die verhindert hatten, daß die Lust in ihr losbrach. Ein
seltsamer Gedanke. Zu klein kamen sie ihr jetzt vor, ihre Brustwarzen, und ihr Geschlecht war
rasend vor Hunger, und die Feuchtigkeit lief über ihre Schenkel. Und wenn sie an Prinz Alexis
Lächeln dachte und an Julianas braune Augen und das schöne Gesicht ihres Prinzen und selbst
der Königin, ja, und sogar an die roten Lippen der Königin - dann glaubte sie fast zu verglühen in
heißer Begierde.
Prinz Alexis Geschlecht war stark und dunkel wie alles an ihm, und seine Brustwarzen dunkelrot.
Aufgewühlt warf Dornröschen den Kopf herum. Warum, warum nur hatte sie die Rose aufgelesen
und sie der hübschen Lady Juliana dargeboten?
Verwirrt starrte sie in die Dunkelheit. Als sie ganz in der Nähe ein knackendes Geräusch zu hören
vermeinte, glaubte sie, daß sie sich das eingebildet hatte.
Aber in der Dunkelheit der nähergelegenen Wand wurde eine helle Linie sichtbar, die sich
verbreiterte. Die Tür hatte sich geöffnet, und Prinz Alexi schlich in das Ankleidezimmer.
Ungebunden und frei stand er vor ihr und drückte geräuschlos die Tür hinter sich zu.
Dornröschen hielt den Atem an.
Alexi verharrte, als müsse er sich erst an die Dunkelheit gewöhnen. Dann trat er zu ihr und löste
die Fesseln von Dornröschens Armen und Füßen.
Dornröschen erbebte, doch im nächsten Augenblick hatte sie schon die Arme um ihn geschlungen.
Er drückte sie an seine Brust; sein steifes Organ war gegen ihre Schenkel gepreßt. Sie spürte die
seidenweiche Haut seines Gesichts. Dann öffnete sich sein Mund über ihrem.
»Dornröschen ... «, seufzte er, und sie wußte, daß er lächelte. Ihre Hand belastete seine
Augenwimpern und Lider. Im Mondlicht erkannte sie die Flächen seines Gesichts, seine weißen
Zähne. Hungrig und verzweifelt befühlten ihre Hände ihn überall. Und dann bedeckte sie seinen
Körper mit Küssen.
»Warte, warte, Geliebte, ich bin so ungeduldig wie du«, flüsterte er. Doch ihre Hände wollten nicht
ablassen von seinen Schultern, seinem Nacken, der samtenen Haut seiner Glieder.
»Komm«, forderte er sie auf, und obwohl es ihm Mühe zu bereiten schien, sich loszumachen,
öffnete er eine andere Tür, die zu einem langen, niedrigen Gang führte. Durch Fenster, die nicht
mehr waren als schmale Schlitze in der Wand, drang das Mondlicht herein. Vor einer von vielen
schweren Türen hielt Alexi einen Augenb lick inne. Dann stiegen sie eine Wendeltreppe hinab.
Beklemmung beschlich Dornröschen.
»Wohin gehen wir? Man wird uns erwischen, und was passiert dann?« flüsterte sie. Alexi hatte
eine weitere Tür geöffnet und führte sie in eine kleine Kammer hinein. Durch ein kleines,
quadratisches Fenster strömte Licht. Dornröschen sah ein schweres Strohbett, das von einem
weißen Laken bedeckt war. An einem Haken hing ein Dienergewand, doch alles sah so
vernachlässigt aus, als sei die Kammer seit langem vergessen.
Alexi verriegelte die Tür. Niemand konnte sie jetzt mehr öffnen.
»Ich dachte, du wolltest fliehen«, seufzte Dornröschen erleichtert. »Werden sie uns hier denn nicht
finden?«
Alexi schaute sie an. Das Mondlicht schimmerte auf seinem Gesicht; seine Augen strahlten wieder
diese seltsame Heiterkeit aus.
»Die Königin schläft jede Nacht bis zum Tagesanbruch. Felix ist weggeschickt worden. Wenn ich
im Morgengrauen am Fuß ihres Bettes bin, wird niemand etwas bemerken. Freilich, unmöglich ist
es nicht... und dann werden wir bestraft.«
»Oh, das ist mir gleichgültig«, brach es aus Dornröschen hervor.
»Mir auch«, wollte er sagen, aber schon war sein Mund mit Dornröschens Nacken beschäftigt,
denn sie hatte ihn stürmisch in die Arme geschlossen. Sie warfen sich auf das Bett. Durch die
weiche Decke hindurch spürte Dornröschen das Kitzeln des Strohs, aber sie vergaß es sogleich
unter Alexis feuchten, stürmischen Küssen. Sie drückte ihren Busen an seine Brust, schlang die
Beine um seine Hüften und drängte sich an ihn.
Die Martern des Abends hatten sie in Flammen gesetzt. Seine dicke Rute drang in sie ein, die sie
vom ersten Augenblick an so sehr begehrt hatte. Seine Stöße waren stark, ja brutal, als sei auch er
von ungestillter Leidenschaft überwältigt. Ihre schmerzende Vagina war gefüllt, ihre harten
Brustwarzen pochten, und sie wölbte die Hüften vor und hob Alexi nach oben, wie sie es mit dem
Prinzen getan hatte. Ihr war, als ob sein Glied ihren ganzen Körper ausfüllte.
Als sie spürte, wie er sich mit einem letzten, wilden Stoß in sie verströmte, bäumte sie sich
stöhnend noch einmal auf. Heiße ,Säfte erfüllten sie, und sie lag da und keuchte. Dann hatte sie
sich an seine Brust gekuschelt. Alexi hatte sie in die Arme genommen und wiegte sie unter
unzähligen Küssen.
Als sie an seinen Brustwarzen saugte und spielerisch an ihnen knabberte, wurde er wieder hart
und drängte sich gegen sie.
Kniend hob er sie hoch und spießte sie auf sein Glied. Dornröschen flüsterte Zustimmung. Alexi
hatte sie an den Hüften gepackt und bewegte sie rhythmisch auf und nieder. Dornröschen biß sich
auf die Lippen und hatte den Kopf in den Nacken geworfen. »Alexi, mein Prinz!« schrie sie. Und
wieder pulsierte ihre ausgefüllte, feuchte Scheide in wildem Rhythmus, bis sie vor Lust beinahe
aufschrie, als er sich wieder in sie ergoß.
Erst nach dem dritten Mal lagen sie still.
Immer noch knabberte sie an seiner Brust, während ihre Hand seine Hoden und seinen Penis
befühlte. Er hatte sich auf den Ellenbogen gestützt und ließ sie lächelnd gewähren, selbst als ihre
Finger seinen Anus erforschten. Nie hatte sie einen Mann in solcher Weise erlebt. Sie setzte sich
auf, drehte ihn auf den Bauch und befühlte dann seinen ganzen Körper.
Plötzlich wieder schüchtern geworden, legte sie sich neben ihn, kuschelte sich in seine Arme,
begrub ihren Kopf in seinem warmen, duftenden Haar und genoß seine sanften, hingebungsvollen
Küsse. Ihre Lippen spielten mit seinen. Er flüsterte Dornröschen Koseworte ins Ohr, und indem er
die Hand zwischen ihre Beine legte, versiegelte er sie, während er sie mit dem anderen Arm
umschlang.
»Wir dürfen nicht einschlafend, murmelte er. »Ich habe Angst, daß die Strafe zu schrecklich für
dich sein könnte.«
»Und für dich nicht?« fragte sie.
Er schien nachzudenken und lächelte dann. »Wahrscheinlich nicht«, antwortete er. »Aber du bist
noch nicht flügge.«
»Halte ich mich nicht gut?« wollte sie wissen.
»Du bist in allem unvergleichlich«, antwortete er. »Laß dich von deinen grausamen Herrinnen und
Herren nicht täuschen. Sie sind verliebt in dich.«
»Was... was wäre unsere Strafe?« fragte sie. »Wäre es das Dorf?« Ihre Stimme wurde fast
unhörbar, als sie es sagte.
»Wer hat dir etwas vom Dorf erzählt?« Alexi war überrascht. »Es könnte das Dorf sein ... « Er
überlegte » ... aber kein Favorit der Königin und des Kronprinzen ist je ins Dorf verbannt worden.
Aber man wird uns schon nicht erwischen, und wenn doch, werde ich sagen, ich hätte dich
geknebelt und mit Gewalt hierhergebracht. Du müßtest höchstens ein paar Tage in der Halle der
Strafen leiden, und was mit mir geschieht, ist nicht von Belang. Eines mußt du mir schwören: daß
du mich alle Schuld auf mich nehmen läßt! Sonst knebele ich dich und trage dich zurück und kette
dich sofort wieder an.«
Dornröschen senkte den Kopf.
»Ich hab' dich hergebracht. Wenn man uns entdeckt, werde ich bestraft. Das muß ehernes Gesetz
zwischen uns sein. Widersprich bitte nicht.«
»Ja, mein Prinz«, flüsterte sie.
»Sprich mich bitte nicht so an«, bat er. »Ich möchte dir nichts befehlen. Für dich bin ich Alexi, nicht
mehr und nicht weniger. Verzeih mir bitte, wenn ich zu schroff war, aber ich kann nicht zulassen,
daß du so furchtbar bestraft wirst. Tu, was ich dir sage, weil ... weil ... «
»Weil ich dich so sehr liebe, Alexi«, ergänzte sie.
»Ah, Dornröschen, mein ein und alles«, seufzte er. Wieder küßte er sie. »Aber jetzt mußt du mir
sagen, was dich bedrückt. Warum leidest du so?«
»Warum ich so leide? Aber siehst du denn das nicht mit eigenen Augen? Wie könnte ich auch nur
einen Moment lang vergessen, daß du heute abend zugesehen hast? Du weißt, was mir angetan
wird, und du weißt, was dir angetan wird, und ... «
»Natürlich habe ich zugesehen, und ich hatte meine Freude daran«, entgegnete er. »War es für
dich kein Vergnügen, mit anzusehen, wie der Kronprinz mich schlug, und hat es dir keinen Spaß
gemacht, als ich in der Großen Halle gezüchtigt wurde? Was würdest du tun, wenn ich dir sagte,
daß ich an jenem ersten Tag den Wein verschüttet habe, um deine Aufmerksamkeit zu erregen?«
Dornröschen war sprachlos.
»Ich frage dich, warum du leidest. Ich meine nicht wegen der Schläge oder der grausamen Spiele
der edlen Herrschaften. Ich meine... was macht deinem Herzen Kummer? Warum bist du so
verwirrt? Was hält dich davon ab, dich zu ergeben?«
»Hast du dich ergeben?« fragte Dornröschen etwas unwillig. »Natürlich«, entgegnete er leichthin.
»Ich verehre die Königin und tue gern alles, um ihr zu gefallen. Ich verehre all die, die mich
martern, weil ich es muß. So einfach ist das.«
»Und du empfindest keinen Schmerz, keine Erniedrigung?« »Ich spüre viel Schmerz und empfinde
tiefe Erniedrigung. Und das wird immer so bleiben. Wäre es auch nur einen Augenblick anders,
dann würden unsere so ungemein klugen Herren und Herrinnen sehr schnell eine neue Art finden,
es uns spüren zu lassen. Glaubst du denn, ich war nicht gedemütigt, als ich in der Großen Halle
kopfüber am Balken hing und Felix mich vor all den Höflingen schlug, als sei das die normalste
Sache der Welt? Ich bin ein mächtiger Prinz, mein Vater ist ein mächtiger König. Das vergesse ich
nie. Und ganz bestimmt tat es weh, als der Kronprinz mich so rüde behandelte, um dir eine Freude
zu machen. Und er glaubte, du würdest mich deswegen weniger lieben!«
»Oh, wie hat er sich da getäuschte rief Dornröschen. Verwirrt setzte sie sich auf und preßte die
Hände gegen den Kopf. Sie liebte sie beide, das war das Elend - auch den Kronprinzen, den sie
sich selbst in diesem Augenblick so gut vorstellen konnte mit seinem schlanken, hellen Gesicht,
den makellosen Händen und den dunklen Augen voller Ungestüm und Unzufriedenheit. Daß er sie
nach dem Zügelpfad nicht in sein Bett geholt hatte, war eine furchtbare Erniedrigung für sie
gewesen.
»Ich möchte dir helfen, weil ich dich liebe«, bekannte Alexi. »Ich möchte dich führen. Du lehnst
dich auf, du bist in Aufruhr.«
»Ja, aber nicht imme r«, flüsterte sie langsam und wandte den Kopf ab, als schäme sie sich
plötzlich, das zuzugeben. »Ich habe ... so viele Gefühle.«
»Erzähle«, forderte er in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.
»Nun, heute abend ... die Rose, die letzte, kleine, zartro sa Knospe... Warum hob ich sie mit den
Zähnen auf und bot sie Juliana dar? Warum? Sie war so grausam zu mir gewesen.«
»Du wolltest ihr gefallen. Sie ist deine Herrin. Du bist eine Sklavin. Das Höchste, was du tun
kannst, ist zu gefallen. Und das versuchtest du auch zu tun, und nicht nur als Antwort auf ihre
Befehle und Schläge. In diesem Augenblick tatest du es aus eigenem Willen.«
»Ja, ja«, hauchte Dornröschen. Das war es. »Und... auf dem Zügelpfad... wie soll ich das sagen?
Da spürte ich auf einmal eine große Erleichterung. Ich versuchte gar nicht mehr, mich dem
Schmerz zu entziehen. Ich war nur eine Sklavin, eine arme, verzagte Sklavin, die nur eine Aufgabe
hatte: reines Streben, reines Bemühen.«
»Du bist beredt«, sagte Alexi anerkennend. »Du weißt schon viel.«
»Aber ich möchte doch dieses Gefühl gar nicht haben. Ich möchte mich auflehnen in meinem
Herzen, möchte gegen sie rebellieren. Aber sie martern mich ohne Unterlaß. Wenn der Prinz der
einzige wäre ... «
»Aber er ist nicht der einzige, und selbst wenn er es wäre, würde er neue Wege finden, dich zu
quälen. Aber sag mir warum möchtest du ihnen nicht nachgeben?«
»Aber das weißt du doch. Hast du dich nie widersetzt? Tust du es nicht immer noch? Leo sagte, in
dir sei ein Kern, an den keiner rühren könne.«
»Unsinn. Ich weiß nur alles und lasse alles geschehen. Ich widersetze mich nicht.«
»Aber wie ist das möglich?«
»Du mußt es lernen. Du mußt es akzeptieren und dich ergeben. Dann wirst du sehen, daß alles
ganz einfach ist.«
»Wenn ich mich ergäbe, wäre ich nicht mit dir hier, weil der Prinz ... «
»Doch, du könntest mit mir hier sein. Ich verehre meine Königin und bin doch mit dir hier. Ich liebe
euch beide. Ich ergebe mich dem wie allem anderen, selbst dem Wissen, daß ich vielleicht bestraft
werde. Wenn man mich züchtigt, dann werde ich Angst empfinden, und ich werde leiden und die
Bestrafung verstehen und annehmen. Wenn du dein Schicksal annimmst, Dornröschen, dann wirst
du im Schmerz und im Leid erblühen.« »Das Mädchen, das auf dem Reitpfad vor mir war - sie
hatte sich aufgegeben, nicht wahr?« fragte Dornröschen.
»Nein, vergiß sie, sie ist nichts. Das ist Prinzessin Klara, und sie ist albern und verspielt und war es
immer. Sie empfindet gar nichts. Sie hat keine Tiefe, kein großes Geheimnis. Bei... bei dir ist das
ganz anders, und du wirst immer mehr als sie leiden.«
»Diese Fähigkeit, sich in sein Schicksal zu fügen - erwirbt die früher oder später ein jeder?«
»Nein, manche lernen sie nie, aber es ist schwer zu erkennen, wer sie erreicht hat. Ich sehe das,
aber unsere Herren sind nicht immer so klug, das kannst du mir glauben. Felix zum Beispiel
erzählte mir, daß du gestern dabei warst, als Prinzessin Lisetta in der Halle der Strafen an den
Balken gebunden wurde. Glaubst du, sie hat sich aufgegeben?«
»Bestimmt nicht !«
»Doch, sie hat resigniert, und sie ist eine großartige, wertvolle Sklavenprinzessin. Prinzessin
Lisetta hat es sehr gern, so am Balken zu hängen, ohne sich bewegen zu können. Wenn ihr
langweilig ist, erträgt sie das Mißvergnügen derer, die Macht über sie haben, und amüsiert sich,
indem sie sich von ihnen bestrafen läßt.«
»Das kann nicht dein Ernst sein.«
»Doch, so ist sie. jeder Sklave ist anders. Auch du mußt deinen eigenen Weg finden. Es wird nie
leicht für dich sein. Du wirst viel leiden, bis du weißt, was gut für dich ist. Auf dem Zügelpfad und
heute abend, als du Juliana die Rose dargeboten hast, hast du einen Anfang gemacht. Prinzessin
Lisetta ist eine Kämpferin. Du wirst dich ergeben - genau wie ich. Das wird dein Weg sein -
außerordentliche, persönliche Ergebenheit. Große Ruhe, große Heiterkeit. Irgendwann wirst du
vielleicht andere Sklaven sehen, die in dieser Hinsicht vorbildlich sind. Prinz Tristan zum Beispiel,
der Sklave von Lord Stefan, ist unvergleichlich. Sein Herr liebt ihn, wie der Prinz dich liebt, und das
macht es gleichzeitig schwierig und einfach.«
Dornröschen entrang sich ein tiefer Seufzer. Plötzlich durchflutete sie die Erinnerung an den
Augenblick, als sie vor Juliana gekniet und ihr die Rose dargeboten hatte. Dann dachte sie an den
Zügelpfad zurück, an die leichte Brise, die sie beim Laufen verspürt hatte, und an den brennenden
Schmerz, den die zahllosen Schläge ihr zugefügt hatten.
»Ich weiß nicht, ich schäme mich, wenn ich aufgebe. Es kommt mir vor, als würde ich mich selbst
dabei verlieren.«
»Ja, so ist es. Aber hör zu. Diese Nacht gehört uns - uns ganz allein. Ich möchte dir gern erzählen,
wie ich hierherkam und wie ich den Weg fand, von dem ich sprach. Wenn du dich immer noch
störrisch und widerspenstig fühlst, nachdem ich geendet habe, dann denk bitte nach. Ich werde
jedenfalls nicht aufhören, dich zu lieben. Für einen Augenblick in deiner Nähe würde ich alles tun.
Wenn du mich verstehst, wirst du sehen, daß du über alles triumphieren kannst, was dich bedrückt.
Hör mich nur an; am Ende wird dich meine Geschichte beruhigen. Vergiß nicht, von diesem Ort
gibt es kein Entfliehen. Ganz gleich, was du tust, die Edelleute werden Wege finden, sich an dir zu
vergnügen. Selbst einen wilden, zähneknirschenden Sklaven kann man binden, um in tausend
verschiedenen Weisen Spaß an ihm zu haben. Diese Grenze kannst du also nicht überschreiten,
das mußt du wissen. Wenn du dann deine eigenen, inneren Grenzen erkennst, kannst du
versuchen, sie auszuweiten.«
»Wenn ich weiß, daß du mich liebst, kann ich alles ertragen.«
»Ja, ich liebe dich wirklich. Aber der Prinz liebt dich auch. Trotzdem, du mußt deinen Weg finden.«
Er schloß sie in die Arme. Seine Zunge drang in ihren Mund, und er küßte sie leidenschaftlich. Er
saugte an ihren Brüsten, bis sie fast wund waren. Dornröschen drängte sich stöhnend an ihn. Alexi
bestieg sie und drang von neuem in sie ein, wobei er sie sanft herumdrehte, so daß sie beide
seitlich auf der weichen Decke zu liegen kamen.
»Morgen werden sie mich nicht aufwecken können, und allein dafür wird man mich strafen.«
Er lächelte. »Aber das kümmert mich nicht. Das ist es mir wert... dich zu haben, in den Armen zu
halten, bei dir zu sein.«
»Aber wenn sie dich züchtigen, wie soll ich das ertragen?« »Tröste dich mit dem Gedanken, daß
ich es verdiene. Die Königin muß zufrieden sein, und ich gehöre ihr, so wie du ihr und dem Prinzen
gehörst. Sollte er dich erwischen, so hätte er jedes Recht, mich noch mehr zu bestrafen.«
»Aber wie kann ich euch beiden gehören - dir und ihm?« »Genauso, wie du der Königin und
Juliana gehören könntest. Hast du nicht Juliana die Rose dargeboten? Ich wette, ehe der Monat
vorüber ist, wirst du dich danach sehnen, Juliana einen Gefallen zu tun. Der bloße Gedanke an ihr
Mißvergnügen wird dir Ängste bereiten, und nach ihren Schlägen wirst du ebenso hungern, wie du
sie fürchtest.«
Dornröschen wandte ihr Gesicht ab und vergrub es im Stroh, denn was er sagte, stimmte jetzt
schon. An diesem Abend hatte sie sich gefreut, Juliana zu sehen. Und für den Prinzen empfand sie
genauso.
»Höre jetzt meine Geschichte, und du wirst alles besser verstehen. Erwarte nicht, daß sie alles
einfach erklärt. Aber vielleicht wirst du sehen, daß sich dir ein Geheimnis erschließt.«

Prinz Alexi erzählt von seiner Gefangennahme und


Versklavung
»Als die Zeit kam, der Königin Tribut zu entrichtend, begann Alexi, »hatte ich mich keineswegs
damit abgefunden, daß ich auserwählt werden sollte. Da waren andere Prinzen, die mit mir gehen
sollten, und man sagte uns, daß unsere Dienstbarkeit bei der Königin nicht länger währen sollte als
höchstens fünf Jahre. Wenn wir zurückkehrten, würden wir viel gewonnen haben an Klugheit,
Geduld, Selbstkontrolle und allen anderen Tugenden. Natürlich kannte ich andere, die schon
gedient hatten, und obwohl es ihnen verboten ist, darüber zu sprechen, wußte ich, daß es eine
sehr schwere Prüfung war, und liebte meine Freiheit um so mehr. Als mein Vater mir dann
eröffnete, ich müsse gehen, floh ich vom Schloß und trieb mich in den Dörfern herum.
Ich weiß nicht, wie mein Vater die Nachricht aufnahm. Eines Tages überfiel ein Trupp von Soldaten
der Königin das Dorf, in dem ich mich aufhielt. Sie verschleppten mich mit einer Anzahl
gewöhnlicher Jungen und Mädchen, die in anderer Form Dienst leisten sollten. Sie wurden dem
niedrigen Adel gegeben, auf dessen Gütern sie arbeiten sollten. Prinzessinnen und Prinzen wie wir
dienen nur bei Hofe, wie du sicherlich weißt.
Es war ein herrlicher Sonnentag. Ich spazierte auf einem Feld südlich des Dorfes und dichtete vor
mich hin, als ich die So ldaten der Königin bemerkte. Natürlich hatte ich mein Schwert bei mir, aber
ich war im Nu von sechs Reitern umringt. Sie warfen mir ein Netz über und entwaffneten mich. Ich
wurde ausgezogen und über den Sattel des Hauptmanns geworfen.
Kannst du dir vorstellen, wie mir zumute war? Ich war an Händen und Füßen gefesselt, streckte
den Hintern in die Luft, und mein Kopf baumelte am Bauch des Pferdes. Wenn der Hauptmann
sonst nichts zu tun hatte, legte er Hand an mich. Er kniff und drückte mich, wie's ihm beliebte, und
hatte seine helle Freude daran.«
Dornröschen hörte erschaudernd zu. Nur zu lebhaft konnte sie sich dieses Erlebnis vorstellen.
»Es war eine lange Reise zum Reich der Königin. Ich wurde wie ein Gepäckstück behandelt.
Nachts band man mich an einen Pfosten neben dem Zelt des Hauptmanns, und obwohl es allen
verboten war, mir etwas zu tun, malträtierten mich die Soldaten. Mit Schilfrohren und Stöcken
piekten sie mich, berührten Gesicht, Arme und Beine und taten, was immer ihnen gerade einfiel.
Meine Hände hatte man mir über dem Kopf festgebunden, und ich mußte im Stehen schlafen. Die
Nächte waren nicht kalt; trotzdem war mir entsetzlich elend zumute. Eine gute Seite gab es freilich
bei alldem. Aufgrund ihres Vertrages mit meinem Vater war ich der Königin selbst versprochen.
Und natürlich war ich sehr darauf aus, diese rohen Soldaten loszuwerden. Ein Tagesritt war wie
der andere; ich erlebte ihn quer über den Sattel des Hauptmanns gelegt. Oft schlug er mich wie
spielerisch mit seinen ledernen Handschuhen. Die Dörfler durften Spalier stehen, wenn wir
vorbeiritten. Er vergoß seinen Spott über mich, rupfte an meinem Haar und gab mir alle möglichen
Namen. Aber es gelang ihm nicht, mich unterzukriegen.«
»Du dachtest an Flucht?« fragte Dornröschen.
»Ständig«, nickte der Prinz. »Aber ich war immer von Soldaten umringt und vollkommen nackt.
Selbst wenn es mir gelungen wäre, mich in die Kate eines Bauern oder die Hütte eines Knechtes
zu flüchten, man hätte mich überwältigt und für das Kopfgeld den Soldaten ausgeliefert. Dann wäre
meine Erniedrigung noch größer gewesen. Schließlich kamen wir zum Schloß. Dort schrubbte man
mich ab, ölte mich ein und brachte mich dann zur Königin. Sie war kalt, aber sehr schön, und das
machte sofort Eindruck auf mich. Noch nie hatte ich so schöne, aber auch gleichzeitig harte Augen
gesehen. Als ich mich weigerte, zu gehorchen oder zu schweigen, lachte sie nur. Sie befahl, mich
mit einer ledernen Kandare zu knebeln. Sicher hast du sie schon gesehen. Nun, die meine wurde
festgebunden, so daß ich sie nicht ausspucken konnte. Dann ließ sie mich auch noch mit ledernen
Riemen fesseln, so daß ich auf Händen und Knien ausharren mußte. Bewegen konnte ich mich
nur, wenn die Königin es befahl. Aufstehen war unmöglich. Mein ledernes Halsband war mit Rie
men fest mit den Fesseln an meinen Handgelenken verbunden und diese wiederum mit den
Bändern um meine Schenkel. Meine Fußknöchel waren so miteinander verbunden, daß ich sie nur
ganz wenig spreizen konnte. Das war alles gut ausgedacht.
Dann nahm die Königin ihren langen Ziemer- wie sie es nannte - und trieb mich damit herum. Es
war ein Stock mit einem lederumhüllten Phallus am Ende. Nie werde ich vergessen, wie sie ihn
zum erstenmal in meinen Anus stieß. Ob ich wollte oder nicht, ich krabbelte vor ihr her wie ein
gehorsames Haustier. Als ich mich schließlich hinlegte und mich einfach weigerte, zu gehorchen,
lachte sie nur und machte sich mit dem Paddel ans Werk. In mir lehnte sich alles auf. je mehr sie
mich schlug, desto wütender widersetzte ich mich. Schließlich ließ sie mich mit dem Kopf nach
unten am Balken in der Halle der Strafen hängen und schlug stundenlang auf mich ein. Du kannst
dir gar nicht vorstellen, wie furchtbar das war. Und bei all dem, verstehst du, sahen andere Sklaven
zu. Daß sie ausgezogen, gefesselt und mit dem Paddel herum kommandiert wurden, genügte, um
sie gefügig zu machen, vor allem, da sie ja wußten, daß ein Entkommen unmöglich war und sie
mehrere Jahre zu dienen hatten. Sie waren hilflos.
Ich hingegen war nicht unterzukriegen. Als man mich von dem Balken losband, war ich am Gesäß
und an den Beinen ganz wund, aber das war mir gleichgültig. Alle Versuche, mein Glied steif zu
machen, waren gescheitert. Ich war zu hartnäckig.
Schließlich belehrte mich Lord Gregory, das Paddel sei viel leichter mit einem erigrierten Glied zu
ertragen. Wenn mein Blut auf diese Weise in Wallung geriete, würde ich erkennen, daß es
erstrebenswert sei, meiner Gebieterin zu gefallen. Ich hörte nicht auf ihn. Noch immer fand mich
die Königin amüsant. Ich sei schöner als jeder andere Sklave, den man ihr geschickt hatte, sagte
sie. Tag und Nacht mußte ich an die Wand ihres Gemaches gefesselt verbringen, damit sie mich
beobachten konnte. In Wirklichkeit war der Zweck ein anderer: Ich sollte sie beobachten und
begehren.
Nun, zuerst sah ich sie gar nicht an. Dann wurde ich doch etwas neugieriger. Ich nahm jede
Einzelheit von ihr in mich auf ihre grausamen Augen, ihr schweres, schwarzes Haar, ihre weißen
Brüste und ihre langen Beine, die Art, wie sie herumging oder im Bett lag oder bei Tisch saß und
aß. Natürlich ließ sie mich in regelmäßigen Abständen schlagen. Und dabei geschah etwas
Seltsames. Sie zu betrachten, aber auch geschlagen zu werden - das brachte die einzige
Abwechslung in meine lähmende Langeweile. So wurde beides für mich erstrebenswert.«
»Oh, sie ist teuflisch entfuhr es Dornröschen. Nur all zu gut konnte sie verstehen, was der Prinz ihr
erzählte.
»Natürlich, das ist sie. Nun, während dieser ganzen Zeit kümmerte sie sich auch um die Geschäfte
des Hofes und ka m und ging. Oft, wenn sie fort war, blieb mir nichts anderes übrig, als mich in
meinen Fesseln zu winden und hinter meinem Knebel zu fluchen. Und dann kam sie wieder, und
mit ihrem weichen Haar und den roten Lippen wirkte sie auf mich wie eine Vision. Mein Herz fing
heftig zu klopfen an, wenn sie entkleidet wurde. Ich genoß den Augenblick, in dem ihr Schleier fiel
und ich ihr Haar sehen konnte. Stieg sie dann nackt ins Bad, war ich völlig außer mir.
All dies ließ ich nicht nach außen erkennen. Ich tat alles, um mich nicht zu verraten. Ich
unterdrückte meine Leidenschaft. Aber ich bin ein Mann, und nach einigen Tagen zeigte sich
meine Erregung. Die Königin lachte darüber. Sie marterte mich. Wieder und wieder erklärte sie mir,
um wieviel weniger ich leiden würde, wenn ich mich über ihren Schoß legte und gefügig die
Schläge hinnähme. jemand übers Knie zu legen und zu verdreschen ist die Lieblingsbeschäftigung
der Königin, wie du heute abend schon schmerzlich erfahren hast. Sie liebt die Intimität dieses
Vorgangs. Alle ihre Sklaven sind ihre Kinder.«
Dornröschen erschien dies ein wenig rätselhaft, aber sie wollte Alexi nicht unterbrechen.
Der Prinz fuhr fort. »Wie ich sagte, sie ließ mich schlagen. Und immer geschah es auf eine sehr
unangenehme, widerwärtige Art. Sie schickte nach Felix, den ich zu dieser Zeit noch verachtete ...
«
»Und jetzt nicht mehr? « fragte Dornröschen. Doch dann erinnerte sie sich errötend an die Szene
im Treppenhaus, als Felix so zärtlich am Glied des Prinzen gesaugt hatte.
»Jetzt verachte ich ihn überhaupt nicht mehr«, antwortete Alexi. »Von allen Pagen ist er einer der
interessantesten. So etwas lernt man hier schätzen. Damals freilich verachtete ich ihn ebenso wie
die Königin.
Wenn sie den Befehl gegeben hatte, mich zu verprügeln, löste er meine Fesseln, und ich schlug
wie wild um mich. Dann legte er mich, die Beine weit gespreizt, über sein Knie und drosch auf mich
ein, bis es die Königin satt hatte. Es tat sehr weh, das wirst du ja wissen, und ich fühlte mich tiefer
und tiefer gedemütigt. Weil mir aber die Stunden der Ödnis in meiner Einsamkeit immer
unerträglicher wurden, begann ich, eine willkommene Abwechslung in der Strafe zu sehen. Ich
machte mir Gedanken über die verschiedenen Stufen des Schmerzes. Die ersten paar Schläge
waren gar nicht so schlimm. Dann, wenn sie heftiger und heftiger wurden, wurde es immer
schwerer, das Stechen und Brennen in meinem Fleisch zu ertragen, und ich wand mich und
versuchte, den Schlägen auszuweichen, obwohl ich mir geschworen hatte, das nicht zu tun. Hatte
ich mich für eine gewisse Zeit in der Gewalt, so krümmte ich mich dann unwillentlich wieder vor
Pein, und die Königin amüsierte das köstlich. Wenn meine Haut sehr wund war, fühlte ich mich
müde, erschöpft vom Kampf. Die Königin wußte, daß ich dann am verwundbarsten war, und
berührte mich. Obwohl ich sie haßte, war das ein angenehmes Gefühl. Dann streichelte sie meinen
Penis und raunte mir ins Ohr, welche Verzückungen auf mich warteten, wenn ich ihr diente. Ihrer
vollen Aufmerksamkeit würde ich mich erf reuen und von den Knechten gebadet und gehätschelt
werden, statt daß man mich, an die Wand gefesselt, grob abschrubbte. Manchmal konnte ich die
Tränen nicht unterdrücken. Dann lachten die Pagen. Auch die Königin fand das ungemein
lächerlich. Dann wurde ich wieder an die Wand gefesselt, damit die Langeweile meinen Widerstand
brechen sollte.
Während dieser ganzen Zeit sah ich nie, daß die Königin andere Sklaven züchtigte. Solche Spiele
trieb sie in anderen Gemächern. Manchmal hörte ich durch die Tür Schreie und Schläge, aber nur
selten.
Als dann aber, ohne daß ich es wollte, mein Glied aufstand und seine Begierde zeigte und ich
tatsächlich begann - auch das wider Willen -, mich auf die entsetzlichen Prügel zu freuen - und
damals brachte ich diese beiden Erscheinungen noch nicht miteinander in Verbindung - , befahl sie
manchmal für ihr Amüsement einen anderen Sklaven zu sich.
Du kannst dir nicht vorstellen, welch rasende Eifersucht mich ergriff, als ich zum erstenmal
Augenzeuge der Züchtigung eines Sklaven wurde. Es war der junge Prinz Gerald, in den sie
damals vernarrt war. Er war sechzehn und hatte den kleinsten, rundesten Hintern. Die Pagen und
Knechte konnten ihm nicht widerstehen, genausowenig wie deinem ... «
Dornröschen errötete.
»Dessen brauchst du dich doch nicht zu schämen. Aber ich wollte dir etwas über meine
schreckliche Langeweile erzählen«, sagte Alexi und küßte sie zärtlich. »Wie gesagt, man brachte
diesen Sklaven herein, und die Königin streichelte und reizte ihn schamlos. Sie legte ihn sich über
den Schoß und versohlte ihn, genau wie dich, mit der bloßen Hand. Ich konnte sehen, wie sich
sein Penis versteifte und wie sich der Sklave bemühte, das Bein der Königin nicht damit zu
berühren, aus Angst, er könne sich verströmen und ihr mißfallen. Er war der Königin unendlich
ergeben. Aber es lag keine Würde in seiner Ergebenheit, beflissen befolgte er jeden ihrer Befehle.
Sein hübsches, kleines Gesicht war immer gerötet und seine Haut rosa und weiß und dort, wo sie
ihn geschlagen hatte, voll rötlicher Flecken. Ich konnte den Blick nicht von ihm wenden. Nie,
dachte ich, könnte man mich dazu bringen, Solche Dinge zu tun. Niemals - eher würde ich sterben.
Dennoch schaute ich zu, wie ihn die Königin züchtigte und wie sie ihn küßte.
Und wie sie ihn belohnte, wenn er ihr alles recht gemacht hatte! Dann wurden sechs Prinzessinnen
und Prinzen gebracht, und er mußte wählen, mit wem er sich paaren wollte. Natürlich mußte seine
Wahl ihr gefallen. Er wählte immer die Prinzen.
Und während sie mit dem Paddel über ihm präsidierte, bestieg er einen von ihnen, der gehorsam
vor ihm kniete, und kam unter den Schlägen der Königin zur Ekstase. Es war ein
atemberaubendes Schauspiel - der rotgesichtige, untertänige Sklave auf den Knien vor Gerald, auf
dessen Rücken die Schläge der Königin klatschten, während er seinen Penis rhythmisch in den
Anus des anderen stieß. Manchmal verdrosch die Königin das kleine Opfer zuerst oder jagte ihn
durch das ganze Gemach, und er hatte eine Chance, seinem Schicksal zu entgehen, wenn es ihm
gelang, ihr mit den Zähnen ein Paar Schuhe zu apportieren, ehe sie ihm zehn Schläge versetzt
hatte. Das Opfer mühte sich dann nach Kräften, schaffte es aber nur selten, die Schuhe zu finden
und an den angegebenen Platz zu bringen, bevor ihn die Königin ordentlich durchgeklopft hatte.
Also mußte er vor Prinz Gerald niederknien, der für seine sechzehn Jahre bestens gebaut war.
Natürlich sagte ich mir, daß all dies widerlich sei und weit unter meiner Würde. Ich würde nie
solche Spiele treiben.« Leise lachend drückte er Dornröschen an sich und küßte sie auf die Stirn.
»Seitdem habe ich sie zur Genüge gespielte, gestand er.
»Dann und wann wählte Prinz Gerald auch eine Prinzessin. Das ärgerte die Königin, wenn auch
nicht allzusehr. Dem kleinen Opfer stellte sie irgendeine undurchführbare Aufgabe - es sollte
Schuhe bringen oder vielleicht einen Handspiegel -, während sie es unbarmherzig mit dem Paddel
herumtrieb. Dann wurde das Mädchen auf den Rücken geworfen, und die Königin schaute lustvoll
zu, wie Prinz Gerald sie nahm. Manchmal wurde sie auch an Händen und Füßen an einen Balken
gehängt wie in der Halle der Strafen.«
Bei diesen Worten zuckte Dornröschen zusammen. Der Gedanke, in einer solchen Stellung
genommen zu werden, war ihr noch nicht gekommen.
»Wie du dir vorstellen kannst«, fuhr Alexi fort, »wurden diese Szenen für mich zu einer Tortur. In
den Stunden meiner Einsamkeit sehnte ich mich nach ihnen. Wenn ich zusah, spürte ich die
Schläge auf meinem Hintern, als ob ich sie selbst bekäme. Und gegen meinen Willen richtete sich
mein Penis auf, wenn eines der kleinen Mädchen herumgejagt wurde oder sogar wenn ein Page
Prinz Gerald streichelte oder leckte.
Ich muß hinzufügen, daß Gerald das alles sehr hart ankam. Er war äußerst bemüht und ständig
bestrebt, der Königin zu gefallen, und für jedes Versagen strafte er sich selbst innerlich auf das
schrecklichste. Dabei schien er nicht zu begreifen, daß viele der Spiele und Aufgaben absichtlich
für ihn zu schwierig gemacht worden waren. So mußte er, die Bürste zwischen den Zähnen, das
Haar der Königin bürsten. Das ist fast unmöglich. Er weinte, wenn es ihm nicht gelang, ihr Haar mit
langen Strichen oder gründlich zu bürsten. Dann war sie natürlich verärgert, legte ihn sich über den
Schoß und hieb mit dem Ledergriff einer Bürste auf ihn ein. jammervoll und beschämt weinte er
dann und fürchtete ihren schlimmsten Zorn, nämlich anderen zur Belustigung und Züchtigung
übergeben zu werden.« »Überläßt sie dich jemals anderen?« fragte Dornröschen. »Ja, wenn sie
mit mir nicht zufrieden ist. Aber ich habe mich gefügt und das akzeptiert. Es macht mich traurig, ich
nehme es jedoch hin. Ich gerate niemals so außer mich, wie das bei Prinz Gerald der Fall ist. Er
flehte die Königin an, indem er ein ums andere Mal stumm ihre Schuhe küßte. Es half ihm nichts. je
mehr er sie anflehte, desto mehr bestrafte sie ihn.«
»Was ist aus ihm geworden?«
»Es kam bei ihm die Zeit, da er in sein Königreich zurückgeschickt wurde. Für alle Sklaven kommt
diese Zeit. Auch für dich wird sie kommen, obwohl niemand sagen kann, wann, denn der Prinz ist
in Leidenschaft für dich entbrannt, und er hat dich erweckt und aus deinem Schloß geholt. Dein
Königreich war hier eine wahre Legende«, erklärte Alexi.
.»Prinz Gerald ging reich belohnt nach Hause zurück und war, wie ich glaube, sehr froh darüber.
Natürlich wurde er wunderschön ausstaffiert, ehe er ging. Als er fortritt, mußten wir alle Aufstellung
nehmen - so will es der Brauch. Das, glaube ich, war ebenso demütigend für ihn wie alles andere.
Es war, als dächte er an seine Nacktheit und seine Unterwerfung zurück. Aber andere Sklaven
leiden ebensoviel, wenn sie aus irgendeinem Grunde entlassen werden. Wer weiß? Vielleicht
retteten Prinz Geralds endlose Besorgnisse ihn vor Schlimmerem. Man kann es nicht wissen.
Prinzessin Lisettas Rettung ist ihre Auflehnung. Bestimmt war es interessant ... «Alexi machte eine
Pause, um Dornröschen zu küssen. »Versuche nicht, schon jetzt alles zu verstehen, was ich dir
sage. Das heißt, bemühe dich nicht, sofort in allem eine Bedeutung zu finden. Hör mi r nur zu und
lerne. Vielleicht werden dich meine Worte vor einigen Fehlern bewahren und dir später einmal
bestimmte Wege dartun. Oh, wie süß du bist und wie wundervoll zärtlich.
Er wollte sie umarmen und hätte sich vielleicht von neuem von seiner Leidenschaft hinreißen
lassen, doch Dornröschen legte ihm die Finger auf die Lippen und gebot ihm Einhalt. »Sag mir - als
du an die Wand gefesselt warst, was dachtest du von ... als du allein warst, hattest du da
Tagträume, und was träumtest du?«
»Was für eine seltsame Frage«, erwiderte Prinz Alexi.
Dornröschens Miene war ernst geworden. »Dachtest du an dein früheres Leben, und wünschtest
du, frei zu sein für dieses oder jenes Vergnügen?«
»Eigentlich nicht«, antwortete er langsam. »Ich dachte wohl eher an das, was als nächstes mit mir
geschehen würde... Warum fragst du mich das?«
Dornröschen antwortete nicht. Sie hatte, seit sie auf diesem Schloß war, schon dreimal geträumt,
und jedesmal war ihr ihr früheres Leben grau und voller kleiner Sorgen erschienen. Viele Stun den
hatte sie mit Sticken verbracht, und lange Reihen von Prinzen waren an ihr vorbeidefiliert, um ihr
die Hand zu küssen. Bei endlosen Banketten, bei denen andere tranken und redeten, hatte sie still
dasitzen müssen und nichts als Langeweile empfunden.
»Erzähle weiter, Alexi«, bat sie. »Wem übergibt dich die Königin, wenn sie mit dir nicht zufrieden
ist?«
»Ah, darauf gibt es mehrere Antworten«, erwiderte Alexi. »Aber laß mich fortfahren. Du kannst dir
wohl vorstellen, was für ein Dasein das war. In meinen Stunden der Einsamkeit und der
Langeweile gab es nur drei Abwechslungen: die Königin selbst, Prinz Geralds Züchtigung oder die
rohe Bestrafung durch Felix. Nun, trotz meiner Wut und ganz gegen meinen Willen begann ich
bald, meine Erregung zu zeigen, wenn die Königin in das Gemach kam. Der Königin entging das
natürlich nicht, und sie machte sich dann über mich lustig. Hin und wieder konnte ich meine
Erregung auch nicht verbergen, wenn Prinz Gerald sich an einem der anderen Sklaven vergnügte,
ja sogar, wenn er Schläge bekam. Die Königin beobachtete das alles genau, und jedesmal wenn
sie sah, daß mein Penis steif war und meinem Willen nicht folgte, ließ sie mich sofort durch Felix
verprügeln. Ich verfluchte sie und wehrte mich, und die ersten Male unterdrückte ich auch meine
Erregung, aber bald gelang mir das nicht mehr. Und die Königin trug mit eigener Hand zu meiner
Pein bei. Sie schlug auf meinen Penis und streichelte ihn und schlug ihn dann wieder, während
Felix gleichzeitig auf mich einhieb. Sosehr ich mich auch drehte und wand, es half nichts. Sehr bald
sehnte ich mich so sehr nach den Händen der Königin, daß ich laut stöhnte, und in einem
Augenblick größter Qual tat ich alles, um ihr durch Miene und Gesten zu zeigen, daß ich mich ihr
unterwerfen würde.
Natürlich hatte ich nicht die Absicht, das auch wirklich zu tun. Ich gab mir nur so lange den
Anschein, bis ich belohnt wurde. Und ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kannst, wie schwierig das
für mich war. Man band mich los, und auf Händen und Knien mußte ich dann ihre Füße küssen. Mir
kam es vor, als hätte man mich gerade eben erst nackt ausgezogen. Niemals hatte ich einem
Befehl gehorcht; niemals hatte ich mich, wenn ich frei von Fesseln war, zu irgend etwas nötigen
lassen. Und doch, so quälend war mein Be dürfnis nach Erleichterung, so geschwollen mein
Geschlecht vor Begierde, daß ich mich zwang, zu ihren Füßen zu knien und ihre Schuhe zu
küssen. Nie werde ich den Zauber ihrer Hände vergessen, als sie mich berührte. Eine Woge
wildester Erregung durchlief mich, und als sie mit meinem Geschlecht spielte und es streichelte,
entlud sich sofort meine Leidenschaft. Darüber war sie sehr verärgert.
>Du hast keine Selbstkontrolle<, zürnte sie mir, >und dafür wirst du bestraft. Aber du warst bereit,
dich zu unterwerfen, und das ist immerhin etwas.< In diesem Moment sprang ich auf und wollte
weglaufen. Nie hatte ich die Absicht gehabt, mich irgend jemandem zu unterwerfen.
Natürlich hatten die Sklaven mich sofort gepackt. Vor ihnen darf man sich nie sicher wähnen. Vielle
icht bist du in einem großen, schwach erleuchteten Gemach allein mit einem Edelmann. Und
vielleicht glaubst du dann, du seist frei, wenn er mit seinem Weinbecher einschläft. Solltest du aber
aufstehen und zu entkommen versuchen, dann sind sofort Sklaven da, die Hand an dich legen.
Erst jetzt, da ich der Diener der Königin bin und ihr Vertrauen besitze, darf ich allein in ihrem
Gemach schlafen. Die Pagen wagen es nicht, in den verdunkelten Raum einzutreten, in dem die
Königin schläft. So können sie nicht wissen, daß ich hier bei dir bin. Aber das ist eine Ausnahme.
Und selbst jetzt könnte man uns entdecken ... «
»Doch was geschah mit dir?« drängte Dornröschen. »Sie faßten dich ... «
»Die Königin verschwendete keine großen Gedanken darauf, wie ich bestraft werden sollte. Sie
ließ Lord Gregory holen und sagte ihm, daß ich unverbesserlich sei. Trotz meiner feinen Hände
und Haut und trotz meiner königlichen Geburt solle ich sofort in die Küche gebracht werden und
dort so lange dienen, wie sie es anordnete... Und hoffentlich würde sie sich überhaupt erinnern,
daß ich dort sei, und mich eines Tages holen lassen, fügte sie dann noch hinzu.
Sosehr ich mich auch widersetzte, ich wurde in die Küche gebracht. Wohlgemerkt - was dort mit
mir geschehen würde, konnte ich mir kaum vorstellen. Nun fand ich mich also in einem dunklen,
schmutzigen Raum voller Fett und Ruß wieder, in dem ständig die Töpfe brodelten. Dutzende von
Helfern schnitten Gemüse, rupften Geflügel und nahmen es aus und verrichteten all die anderen
Arbeiten, die für die Zurichtung der Bankette notwendig sind.
Über meine Ankunft waren sie sehr erfreut, denn sie hofften, daß ich ihnen etwas Zeitvertreib
bringen würde. Es waren die ungehobeltsten Wichte, die ich jemals gesehen hatte. Was macht das
schon? dachte ich. Ich gehorche niemandem.
Bald allerdings war mir klar, daß diese Kreaturen an meiner Einwilligung ebensowenig interessiert
waren wie an der Zustimmung des Geflügels, das sie schlachteten, oder der Karotten, die sie
schälten, oder der Kartoffeln, die sie in den Topf warfen. Ich war ein Spielzeug für sie; nur selten
sprachen sie mich an, als hätte ich keine Ohren oder keinen Verstand, um zu begreifen, was sie
über mich sagten.
Sofort wurde mir ein ledernes Halsband umgelegt. Dieser Kragen war mit den Manschetten an
meinen Handgelenken, die wiederum mit jenen an meinen Knien verbunden, so daß ich ständig
auf Händen und Knien verharren mußte. Dann bekam ich eine Kandare in den Mund, die sie an
meinem Kopf festbanden. So konnten sie mich an Lederriemen hinter sich herziehen, ohne daß ich
viel Widerstand zu leisten vermochte.
Weigerte ich mich, so zerrten sie mich johlend auf dem dreckigen Küchenboden hinter sich her.
Andere holten Paddel und prügelten mich ohne Erbarmen. Natürlich verschonten sie keine Partie
meines Körpers, aber sie hatten es besonders auf meinen Hintern abgesehen. Und je mehr ich
bockte und mich abstrampelte, desto lustiger fanden sie es. Für sie war ich nicht mehr als ein
Hund, und genauso behandelten sie mich auch. Doch das war noch lange nicht alles. Nach einiger
Zeit lösten sie meine Fesseln und warfen mich über ein großes Faß. Dort vergewaltigten mich die
Männer, einer nach dem anderen, während die Frauen lachend zusahen. Das bereitete mir große
Schmerzen, und von dem Gestoße auf dem Faß war ich so schwindlig, daß mir schlecht wurde.
Aber auch das amüsierte sie wieder köstlich.
Als sie damit fertig waren und wieder an ihre Arbeit mußten, hängten sie mich über das offene
Abfallfaß. Meine Füße steckten in den Küchenabfällen - Kohlblättern und Karottenkraut,
Zwiebelschalen und Hühnerfedern, und der Berg wuchs ständig. Der Gestank war entsetzlich.
Wenn ich an meinen Fesseln zerrte, lachten sie wieder und überlegten sich andere Martern.«
»Oh, wie schreckliche, seufzte Dornröschen. Bei dem Gedanke n, daß ihrem schönen Alexi so übel
mitgespielt worden war, wurde ihr schwach vor Angst.
»Natürlich wußte ich nicht, daß dies nun mein Alltag sein sollte. Stunden später, als sie die
Abendmahlzeit serviert hatten, vergewaltigten sie mich von neuem, nur daß sie mich dieses Mal
auf einem großen, hölzernen Tisch ausstreckten. Sie schlugen mich mit schweren, hölzernen
Paddeln; die Lederpaddel, die sie vorher benutzt hatten, seien jetzt zu gut für mich, sagten sie. Sie
zwängten meine Beine weit auseinander, jammerten und beklagten, daß sie mich nicht an den
Geschlechtsteilen peinigen könnten, weil ihnen sonst selbst Züchtigung drohte.
Allmählich war ich ganz außer mir - ich kann es fast nicht beschreiben. Es waren so viele von
ihnen, und sie waren so grob, und meine Klagen kümmerten sie überhaupt nicht. Die Königin hatte
die kleinste Veränderung meiner Miene bemerkt. Sie hatte mich gescholten, wenn ich mich wehrte,
empfand aber auch ihre Freude daran. Diese ungehobelten Küchenjungen und Köche zerrten an
meinem Haar, drehten mir den Kopf hin und her und schlugen mich nach Belieben, als sei ich
nichts weiter als ein Stück Holz.
>Was für ein knackiger Hintern<, oder >Sieh dir seine starken Beine an< - so tauschten sie ihre
Meinungen über mich aus, als sei ich ein Tier. Sie pufften und kniffen mich, wie es ihnen gerade
gefiel, und dann taten sie mir wieder Gewalt an. Mit ihren grausamen Händen fetteten sie mich ein,
wie sie es schon vorher getan hatten, und wenn sie fertig waren, spülten sie mich mit Wasser aus
einem Schlauch aus. Ich kann dir nicht beschreiben, wie entsetzlich das für mich war. Die Königin
hatte wenigstens eine Art privaten Bereich respektiert; die Bedürfnisse unserer Eingeweide und
unserer Blase interessierten sie nicht. Vor den Augen dieser schweinischen Kerle so behandelt zu
werden, erfüllte mich mit tiefer Verzweiflung.
Ich war wie ausgehöhlt, als sie mich wieder über das Abfallfaß hängten. Am Morgen schmerzten
meine Arme; der Gestank drehte mir fast den Magen um. Grob zerrten sie mich dann wieder
heraus. Ich wurde gefesselt und mußte auf Händen und Knien kriechen. Ich bekam einen Teller mit
Nahrung vorgesetzt. Einen Tag lang hatte ich nichts mehr bekommen; dennoch wollte ich nicht zu
ihrer Belustigung essen, denn sie erlaubten ja nicht, daß ich die Hände benutzte. Für sie war ich
ein Nichts. Drei Tage verweigerte ich die Nahrung. Dann hielt ich es nicht mehr aus und leckte die
Grütze auf, die sie mir wie einem hungrigen Hündchen versetzten. Wenn sie sich nicht gerade an
mir verlustierten, beachteten sie mich überhaupt nicht. War ich mit meiner Mahlzeit fertig, so mußte
ich von neuem ins Abfallfaß, bis sie wieder Zeit hatten, ihr Mütchen an mir zu kühlen.
Meistens hing ich über dem Faß. Wenn sie vorbeikamen, versetzten sie mir vielleicht einen Hieb,
verdrehten mir die Brustwarzen oder zwängten mir mit einem der Paddel die Beine auseinander.
Es war noch viel schrecklicher als alles, was im Gemach der Königin mit mir geschehen war. Am
Abend erfuhren dann auch die Stalljungen, daß sie kommen und mich benutzen konnten, wie sie
es wünschten. Ich mußte auch sie befriedigen.
Sie waren besser gekleidet, verströmten aber Pferdegestank. Kaum waren sie da, nahmen sie
mich auf dem Faß; einer von ihnen stieß mir einen ledernen Peitschenstiel in den Anus und dirigiert
e mich damit in den Stall. Dort vergewaltigten sie mich alle noch einmal auf einem Faß.
Es erschien mir unerträglich, und doch ertrug ich es. Und wie im Gemach der Königin konnte ich
den ganzen Tag meine Peiniger beobachten, während sie, wenn sie gerade nichts von mir wollten,
kaum Notiz von mir nahmen.
Eines Abends jedoch, als sie alle viel getrunken hatten und für ein sehr gutes Mahl gelobt worden
waren, dachten sie sich noch etwas anderes aus. Ich ahnte Schlimmes, als sie kamen, und klagte
trotz meines Knebels und sträubte mich, wie ich nur konnte. Das Spiel, das sie sich ausgedacht
hatten, war ebenso widerlich wie erniedrigend. Sie wollten mich herausputzen, sagten sie, und
meine Erscheinung verbessern. Ich sei viel zu fein und zu schön für solch einen Ort. Also banden
sie mich mit gespreizten Gliedern auf einem Küchentisch fest und ließen ihre Wut an mir aus,
indem sie mich mit einem Dutzend Gebräuen beschmierten, die sie aus Eiern, Honig und den
verschiedensten Küchenmischungen zusammengekocht hatten. Sie bemalten meinen Hintern
damit und lachten, als ich mich wehrte. Sie beschmierten meinen Penis und meine Hoden. Sie
strichen mir die Paste ins Gesicht und aufs Haar. Und als sie damit fertig waren, holten sie
Hühnerfedern und klebten sie mir an den Körper.
Ich war fast von Sinnen - nicht, weil es weh getan hätte, sondern wegen ihrer Vulgarität und
Gemeinheit. Das Erniedrigende einer solchen Behandlung konnte ich nicht ertragen. Schließlich
kam einer der Pagen herein, um nachzusehen, warum es so laut war, und er hatte Erbarmen mit
mir. Er befahl ihnen, mich loszubinden, und ließ mich waschen. Natürlich schrubbten sie mich sehr
grob ab und fingen dann an, mich wieder mit den Paddeln zu schlagen. Und da glaubte ich
wirklich, den Verstand zu verlieren. Obwohl ich nicht gefesselt war, kroch ich auf Händen und
Knien und versuchte verzweifelt, mich vor ihren Hieben zu retten. Unter den Küchentischen suchte
ich Zuflucht, aber überall, wo ich einen Moment Ruhe zu haben glaubte, holten sie mich heraus.
Wenn ich aufzustehen versuchte, stießen sie mich zu Boden. Ich war verzweifelt.
Ohne zu wissen, was ich tat, krabbelte ich zum Pagen und küßte ihm die Füße, wie ich gesehen
hatte, daß Prinz Gerald die Füße der Königin küßte. Doch falls er der Königin etwas gesagt haben
sollte, bewirkte es jedenfalls nichts. Am nächsten Tag wurde ich wieder gefesselt und wartete auf
die Launen meiner Herren und Herrinnen. Manchmal stopften sie mir im Vorbeigehen irgend etwas
in den Hintern, anstatt es wegzuwerfen - eine Karotte oder andere Wurzeln, wenn es nur irgendwie
einem Penis ähnelte. Es war wie eine Vergewaltigung. Auch meinen Mund hätten sie sicherlich
nicht verschont, hätten sie nicht den Befehl gehabt, mich zu knebeln, wie alle Sklaven geknebelt
sein mußten. Wann immer ich eines Pagen ansichtig wurde, flehte ich mit Lauten und Gesten um
Hilfe.
Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen in dieser Zeit. Vielleicht hielt ich mich schon selbst
für den Halbmenschen, der ich in ihren Augen offenbar war. Ich weiß es nicht. Sie sahen in mir
einen ungehorsamen Prinzen, den man zu ihnen geschickt hatte, weil er es nicht anders verdiente.
Wenn sie mich peinigten, erfüllten sie ihre Pflicht. Waren die Fliegen besonders lästig,
beschmierten sie mir Hoden und Penis mit Honig, um sie auf mich zu locken - das gefiel ihnen
sehr.
Sosehr ich die ledernen Peitschenstiele der Stalljungen fürchtete, so war ich doch froh, wenn ich in
den Stall geführt wurde, wo es kühler und sauberer war. Diese jungen waren ganz glücklich, daß
sie einen richtigen Prinzen hatten, den sie mißbrauchen konnten. Sie ritten mich lang und hitzig,
aber es war besser als in der Küche.
Wie lange das so ging, weiß ich nicht mehr. jedesmal, wenn sie mir die Fesseln abnahmen, hatte
ich schreckliche Angst. Das nächste war, daß sie Abfälle auf den Boden warfen, die ich aufheben
mußte, während sie mich mit ihren Paddeln herumjagten. Ich hatte nicht mehr die Kraft, einfach
stillzuhalten, sondern krabbelte wie irre herum, während sie ständig auf mich einhieben. Prinz
Gerald war nie in einer solchen Verfassung gewesen.
Natürlich dachte ich an ihn, während ich all dies tat. Und bitter sagte ich mir: Er amüsiert die
Königin in ihren Gemächern, und ich stecke hier in diesem dreckigen Loch. Ja, die Stalljungen
kamen mir wie Könige vor. Besonders einen von ihnen schien ich zu faszinieren. Er war groß und
stark. Mit seinem Peitschenstiel konnte er mich hochheben, daß meine Füße kaum den Boden
berührten. Meine Hände waren gebunden, mein Rücken gekrümmt, und so trieb er mich, den Stock
in meinem Anus, vor sich her. Das schien ihm sehr zu gefallen.
Eines Tages führte er mich in eine Ecke des Gartens. Auf dem Weg wehrte ich mich einmal kurz,
und schon legte er mich mühelos übers Knie. Dann sollte ich mit den Zähnen Gänseblümchen für
ihn pflücken, sonst müsse ich wieder in die Küche zurück. Ich kann dir gar nicht sagen, wie
bereitwillig ich ihm gehorchte. Die ganze Zeit steckte sein Peitschenstiel in mir, und er dirigierte
mich dahin und dorthin damit. Und dann begann er, meinen Penis zu peinigen, wobei er ihn
gleichzeitig schlug und streichelte. Zu meinem Schrecken stellte ich fest, daß mein Glied
anschwoll. Ich hätte für immer bei dem jungen Mann bleiben wollen. Was kann ich tun, um ihm zu
gefallen? dachte ich und schämte mich im selben Augenblick dieses Gedankens, denn ich wußte,
daß es genau das war, was die Königin hatte erreichen wollen, als sie mich gezüchtigt hatte. Trotz
allem war ich fest überzeugt, daß die Königin mich freilassen würde, wenn sie erfuhr, wie sehr ich
litt. Doch irgendwie war mein Kopf völlig leer. Nur eines wußte ich: Ich wollte meinem Stalljungen
gefallen, um nicht in die Küche zurück zu müssen.
Mit den Zähnen rupfte ich die Blümchen und brachte sie ihm. Ich sei es nicht wert, sagte er dann,
von allen so sanft behandelt zu werden. Er aber wisse schon, wie er mich strafen müsse. Ich
mußte auf einen verwitterten, runden Tisch steigen, der manchmal gedeckt wurde, wenn Höflinge
ihre Mahlzeit im Garten einnahmen.
Auf der Stelle gehorchte ich. Mit weitgespreizten Knien mußte ich auf dem Tisch kauern, den Blick
gesenkt, die Hände hinter dem Nacken. Für mich war das unglaublich erniedrigend; dennoch hatte
ich nur einen Gedanken - ihm zu gefallen. Natürlich schlug er mich in dieser Stellung. Er hatte
einen ledernen Prügel - dünn, aber schwer - und hieb wuchtig auf mich ein. Obwohl ich nicht
gefesselt war, rührte ich mich nicht von der Stelle. In dieser unbequemen Position schmerzten mir
bald die Beine. Während der ganzen Zeit war mein Penis geschwollen.
Nichts Besseres hätte passieren können, denn Lord Gregory sah zu. In diesem Moment wußte ich
das freilich noch nicht. Ich merkte nur, daß andere Personen vorbeigingen; an ihren Stimmen
erkannte ich, daß es Höflinge waren, was mich zutiefst entsetzte. Sie konnten sehen, wie ich von
diesem Stalljungen gedemütigt wurde - ich, der stolze Prinz, der sich gegen die Königin aufgelehnt
hatte. Und ich konnte nichts tun als weinen und leiden und die klatschenden Schläge erdulden.
Ich war bar aller Hoffnung. Ich dachte nur noch an den Au genblick. Das, Dornröschen, ist eben so,
wenn man sich unterwirft und sein Schicksal auf sich nimmt. Ich dachte nur an den Stalljungen,
wollte nur ihm gefallen und um diesen schrecklichen Preis ein bißchen länger der Küche entrinnen.
Mit anderen Worten - ich verhielt mich genau so, wie man's von mir erwartete.
Mit der Zeit war mein Stalljunge der Sache müde geworden. Auf allen Vieren mußte ich wieder ins
Gras und tiefer in den Wald hineinkrabbeln. Obwohl ungefesselt, war ich völlig in seiner Gewalt.
Bei einem Baum mußte ich aufstehen und mich mit den Armen an den Stamm klammern. So hing
ich da, ohne daß meine Füße den Boden berührten, und er vergewaltigte mich. Fest und tief und
immer wieder stieß er seine Rute in mich hinein. Ich glaubte, es würde kein Ende mehr nehmen;
mein armer Penis litt so sehr, weil er hart war wie der Baum selbst.
Als er fertig war, geschah etwas ganz Unglaubliches. Ich kniete vor ihm nieder und küßte seine
Füße. Mehr noch - stoßweise bewegte ich meine Hüften und tat alles, was ich nur konnte, damit
die Spannung zwischen meinen Beinen Erlösung fand, denn in der Küche erlebte ich niemals
Erleichterung. Der Stalljunge lachte nur, zog mich hoch, spießte mich auf seinen Peitschenstiel und
trieb mich zur Küche zurück. Ich weinte hemmungslos wie noch niemals zuvor.
Der große Küchenraum war beinahe leer. Die meisten waren draußen im Garten, andere in den
Vorzimmern, wo sie auftragen mußten. Nur eine junge Bedienerin war da, die sofort aufsprang, als
sie uns sah. Der Stalljunge flüsterte ihr gleich etwas zu, und sie nickte und wischte die Hände an
ihrer Schürze ab. Ich mußte mich auf einen der quadratischen Tische kauern, die Hände hinter
dem Kopf. Ohne zu überlegen, gehorchte ich. Wieder Schläge, dachte ich, und jetzt für dieses
kleine Mädchen mit dem braunen Haar und dem blassen Gesicht. Sie war inzwischen näher
getreten und musterte mich mit erstauntem Blick. Dann fing der Stalljunge an, mich zu martern. Er
hatte einen kleinen, weichen Besen genommen, mit dem man sonst den Ofen auskehrte. Damit
begann er nun, über meinen Penis zu streichen. je länger das so ging, desto elender fühlte ich
mich, doch jedesmal, wenn es mich fast überkam, hielt er den Besen einen Finger breit weg, so
daß ich mich nach ihm drängte. Es war mehr, als ich aushalten konnte, aber er erlaubte nicht, daß
ich die Füße bewegte, und schlug mich sofort, wenn ich Anstalten machte, ungehorsam zu sein.
Bald hatte ich natürlich sein Spiel durchschaut. Ich mußte meine Hüften nach vorne strecken, so
weit es ging, damit mein hungriger Penis im Kontakt mit den weichen Haaren des Besens blieb,
und das tat ich auch, während das Mädchen offensichtlich entzückt zuschaute. Schließlich bat sie
um die Erlaubnis, mich berühren zu dürfen. Ich war so dankbar dafür, daß ich schluchzte. Der
Stalljunge hob mir mit dem Besen das Kinn. Ich sollte die Neugier des Mädchens befriedigen,
sagte er. Sie habe noch nie so richtig gesehen, wie ein junger Mann seine Leidenschaft verströme.
Und während er mich festhielt und mein tränenüberströmtes Gesicht beobachtete, streichelte sie
meinen Penis, und ohne Stolz oder Würde spürte ich, wie ich mich in ihre Hand ergoß. Brennend
heiß stieg mir das Blut in den Kopf, während der Schauder meine Lenden schüttelte und meine
tagelang ungestillte Begierde löste. Ich war ganz matt, als es vorbei war. Ich besaß keinen Stolz
mehr, dachte nicht mehr an Gegenwart oder Zukunft. Als mich der Stalljunge wieder fesselte,
leistete ich keinen Widerstand. Ich wünschte mir nur, daß er bald wiederkäme. Als alle Köche und
Küchenjungen ihre üblichen Spiele mit mir zu treiben begannen, war ich nur noch erschöpft. An
den nächsten Tagen warteten die gleichen schrecklichen Martern auf mich. Ich wurde geschlagen,
in der Küche herumgejagt und auf andere Weise verächtlich behandelt. Ich aber träumte von dem
Stalljungen. Bestimmt würde er wiederkommen. Ich dachte auch an die Königin und empfand
dabei nur Verzweiflung.
Eines Nachmittags schließlich kam der Stalljunge. Er war in rosafarbene, goldverbrämte Seide
gekleidet. Ich war wie erstarrt. Er ließ mich waschen und schrubben. Ich war zu erregt, um die
Hände der Küchenjungen zu spüren, obwohl sie genauso unbarmherzig waren wie sonst.
Beim bloßen Anblick des Stalljungen hatte sich mein Penis versteift, aber mein Herr erklärte mir
gleich, er müsse vollkommene Bereitschaft bezeugen, sonst würde ich streng bestraft.
Ich nickte allzu beflissen. Er nahm die Kandare aus meinem Mund und ersetzte sie durch einen
verzierten Knebel.
Wie soll ich beschreiben, was ich empfand? Von der Königin zu träumen wagte ich nicht. Ich fühlte
mich so elend, daß mir jeder Aufschub wie ein Geschenk des Himmels erschien. Der Stalljunge
führte mich zum Schloß, und ich, der ich mich gegen alle aufgelehnt hatte, eilte gehorsam neben
ihm her durch die steinernen Korridore und an den Stiefeln und Schuhen der Herren und Damen
vorbei, die sich alle umsahen, um mir Komplimente zu machen. Der Stalljunge war sehr stolz.
Wir kamen zu einem weitläufigen, hohen Gemach. Mir war, als hätte ich niemals in meinem Leben
solch cremefarbenen Samt oder die Statuen an den Wänden oder so frische Blumensträuße
gesehen. Ich fühlte mich wie wiedergeboren und dachte nicht mehr an meine Nacktheit und meine
Erniedrigung.
Und da saß die Königin auf einem hohen Stuhl mit prächtig geschnitzter Rückenlehne. Sie war in
purpurnen Samt gekleidet und trug ein Hermelincape. Ich eilte mutig zu ihr und bedeckte den
Saum ihres Kleides und ihre Schuhe mit Küssen.
Sie fuhr mir mit der Hand übers Haar und hob meinen Kopf. >Hast du für deine Starrköpfigkeit
genügend gelitten?< fragte sie, und als sie mir ihre Hände nicht entzog, küßte ich sie wieder und
wieder. Ihr Lachen kam mir wie das eines Engels vor. Ich sah die Hügel ihrer weißen Brüste und
den engen Gürtel um ihre Taille. Ich küßte ihre Hände, bis sie mir Einhalt gebot; sie berührte mein
Gesicht und öffnete mit den Fingern meinen Mund und befühlte meine Lippen und Zähne. Dann
nahm sie mir den Knebel heraus, sagte aber, daß ich nicht sprechen dürfe. Ich nickte sofort.
>Dies wird ein Tag der Prüfungen für dich sein, mein ungebärdiger junger Prinz<, sagte sie. Als sie
dann meinen Penis berührte, stürzte sie mich in einen Taumel höchster Erregung. Tastend
befühlte sie seine Härte. Ich mußte mich im Zaum halten, um ihr nicht meine Hüften
entgegenzustoßen.
Und dann befahl sie meine Züchtigung. Sie hatte von meiner Bestrafung im Garten gehört, sagte
sie; zu ihrem Gefallen solle der Stalljunge noch einmal auf gleiche Weise verfahren. Ohne Zeit zu
verlieren, kauerte ich mich auf den runden Marmortisch, der vor ihr stand. Ich erinnere mich, daß
die Türen offen waren. In einigem Abstand sah ich Edelmänner und Damen vorbeigehen. Ich
wußte, daß noch andere Damen im Raum waren, ich konnte die sanften Farben ihrer Kleider und
sogar den Schimmer ihres Haares wahrnehmen. Freilich beseelte mich nur ein einziger Gedanke -
der Königin zu gefallen. Und ich hoffte nur, in dieser schwierigen, hackenden Position verharren zu
können, solange sie wollte, ganz gleich, wie hart die Schläge mich trafen. Die ersten Hiebe fühlten
sich gut und warm an. Ich spürte, wie sich me in Po verhärtete. Auch schien es, als hätte sich mein
unbefriedigter Penis noch nie derart aufgebäumt.
Natürlich ächzte ich bald unter den Schlägen. Als die Königin sah, daß ich mich bemühte, keinen
Laut hörbar werden zu lassen, küßte sie mich aufs Gesicht . Obwohl meine Lippen versiegelt
bleiben müßten, forderte sie mich auf, zu erkennen zu geben, wie sehr ich für sie leide. Ich
verstand sie sofort. Mein Po brannte und pochte vor Schmerz. Ich wölbte den Rücken, spreizte die
Knie noch weiter und stöhnte mit jedem Schlag des Stallburschen lauter und lauter. Nichts hielt
mich zurück, verstehst du, kein Knebel und keine Fesseln. Alle Widersetzlichkeit war von mir
gewichen. Als die Königin anordnete, mich durch das Gemach zu treiben, war ich nur zu willig. Sie
verstreute eine Handvoll traubengroßer, goldener Kugeln und befahl mir, sie ihr zu bringen, wie du
ihr die Rosen gebracht hast. Der Stalljunge - mein Knecht, wie sie ihn nannte durfte Zeit für
höchstens fünf Hiebe haben, sonst war sie mit mir nicht zufrieden. Diese Goldkugeln waren in alle
Ecken des Raumes gerollt, und du kannst dir nicht vorstellen, wie ich mich abplagte. Ich krabbelte
vor dem Paddel davon, als sei es aus glühendem Eisen. Natürlich war ich inzwischen ganz wund,
und manche der Striemen waren schon offen, aber ich tat, was ich konnte, um ihr zu gefallen.
Nach der ersten Kugel war ich sehr stolz - ich hatte sie mit nur drei Schlägen geschafft. Als ich sie
ihr jedoch in die Hand legte, sah ich, daß sie einen schwarzen Lederhandschuh übergestreift hatte,
der mit kleinen Smaragden besetzt war. Ich mußte mich umdrehen, die Beine spreizen und ihr
meinen Anus zeigen. Eilends gehorchte ich und spürte sofort, daß ihre behandschuhten Finger
meinen Anus öffneten.
Wie ich schon sagte, hatten mich meine Peiniger in der Küche wiederholt vergewaltigt und dann
mit dem Wasserschlauch ausgewaschen. Dennoch bedeutete es für mich eine neue Bloßstellung,
auf diese Weise von ihr geöffnet zu werden, so einfach und beiläufig und ohne die Heftigkeit der
Vergewaltigung. Ein Gefühl der Liebe stieg in mir auf, während mich gleichzeitig unendliche
Schwäche befiel - ich gehörte jetzt ganz und gar ihr. Dann spürte ich, wie sie mir die Goldkugel, die
ich ihr gebracht hatte, in meinen Anus drückte. Ich müßte sie in mir behalten, beschied sie mich,
andernfalls würde ich ihren allerhöchsten Unmut erregen.
Nun kam die nächste Kugel. Der Stallbursche beeilte sich mit seinen Hieben. Schnell brachte ich
die Kugel der Königin, mußte mich umdrehen und bekam auch sie in den Anus gesteckt.
Lange Zeit ging das Spiel so weiter. Mein Po kam mir immer größer vor und schmerzte immer
mehr. Ich kam mir angeschwollen vor und sehr nackt, und jeder Schlag verursachte mir
stechenden Schmerz. Mein Atem ging keuchend, und immer lähmender befiel mich die Angst zu
versagen, denn immer weiter wurden die Wege zu den goldenen Kugeln. Ein ganz neues Gefühl
war jedoch dieses Angefülltsein meines Anus', den ich jetzt zusammenkneifen mußte, um die
goldenen Kugeln nicht zu verlieren. Das Spiel wurde immer wilder. Ich bemerkte, daß in den Türen
Zuschauer standen. Manchmal streifte ich im Vorbeikriechen den Saum eines Kleides.
Immer mehr mußte ich mich sputen, immer stärker wurde der Druck der goldenen Kugeln, die die
starken, lederbehandschuhten Finger in mich hineindrückten. Tränenüberströmt zwar und
keuchend, schaffte ich es jedoch, das Spiel zu beenden, ohne bei einer Runde mehr als vier
Schläge bekommen zu haben.
Die Königin umarmte mich, küßte mich auf den Mund und sagte, ich sei ihr treuer Sklave und stehe
in ihrer besonderen Gunst. Von allen Seiten kam Zustimmung, und die Königin zog mich an sich
und drückte meinen Kopf gegen ihre Brust.
Natürlich litt ich furchtbar. Ich bemühte mich, die goldenen Kugeln bei mir zu behalten, und achtete
auch darauf, daß mein Penis sich nicht an ihrem Kleid rieb.
Nun ließ sie ein kleines, goldenes Nachtgeschirr bringen. Ich wußte gleich, was von mir erwartet
wurde, und muß furchtbar rot geworden sein. Ich mußte mich über den Nachttopf hocken und die
goldenen Kugeln hinausdrücken, und das tat ich dann auch. An diesem Tag folgte noch eine
endlose Reihe von Prüfungen. Ich kann dir das gar nicht alles erzählen. Jedenfalls schenkte mir
die Königin ihre ganze Aufmerksamkeit, und ich nahm mir von ganzem Herzen vor, dafür zu
sorgen, daß ic h sie nicht wieder verlor. Noch war ich nicht sicher, ob ich nicht wieder in die Küche
zurückgeschickt würde - jeden Augenblick konnte es soweit sein.
Vieles habe ich noch im Gedächtnis. Wir waren lange im Garten; die Königin spazierte zwischen
ihren Rosen umher, wie sie es gern tut, und trieb mich mit einem Stock neben sich her, an dessen
Ende ein lederner Phallus befestigt war. Meinen Knien, die ich mir auf den Fußböden des
Schlosses aufgeschürft hatte, tat das feuchte Gras gut. Freilich war ich inzwischen so wund, daß
mir schon der leichteste Schlag furchtbare Pein verursachte. Doch die Königin führte mich nur
herum. Schließlich kamen wir zu einer von wildem Wein überwucherten Laube, die auf drei Seiten
von einem Pflaster aus Schieferplatten umgeben war.
Dort mußte ich mich aufrichten, und ein Page erschien - ich weiß nicht mehr, ob es Felix war. Er
fesselte mir die Hände so hoch an einen Baum, daß meine Zehen gerade noch den Boden
berührten. Direkt vor mir nahm die Königin Platz. Sie legte den Stock mit dem Phallus beiseite und
zog einen anderen aus ihrem Gürtel. Es war nur eine lange, dünne, mit Leder überzogene Rute.
>Sprich jetzt mit mir<, sagte sie. >Du mußt mich mit Hoheit anreden und alle meine Fragen sehr
respektvoll beantworten.< Bei ihren Worten befiel mich fast unkontrollierbare Erregung. Ich hatte
die Erlaubnis, mit ihr zu sprechen. Natürlich hatte ich das noch niemals getan. Wegen meiner
Aufsässigkeit war ich immer geknebelt gewesen und wußte schon gar nicht mehr, wie es war,
Worte formen zu dürfen. Ich war ihr Schoßhündchen, ihr stummer Sklave, und jetzt mußte ich mit
ihr reden. Sie spielte mit meinem Penis, hob mit ihrem dünnen Stöckchen meine Hoden und
brachte sie wie ein Glöckchen zum Baumeln. Dann versetzte sie mir einen spielerischen Hieb auf
den Schenkel.
>Hat es dir Freude gemacht, bei den ungehobelten Herrschaften in der Küche zu sein?< fragte sie,
>Oder würdest du lieber deiner Königin dienen?<
>Nur Euch möchte ich dienen, Hoheit, oder wenn es Euch anders gefällt, Eure Befehle befolgen.<
Ich erkannte meine eigene Stimme nicht mehr. Es war meine Stimme, aber ich hatte sie lange nicht
mehr gehört, und als ich so meine Unterwürfigkeit ausdrückte, war es, als entdeckte ich sie neu.
Ein heftiges Gefühl überkam mich. Ich weinte und hoffte nur, ihr dadurch nicht zu mißfallen.
Die Königin stand auf und trat ganz nahe zu mir. Sie berührte meine Augen und meine Lippen. >All
das gehört mir<, sagte sie, >und das<, und sie berührte meine Brustwarzen, die die Küchenjungen
niemals verschont hatten, und dann meinen Bauch und meinen Nabel. >Und das<, fuhr sie fort,
>auch das gehört mir, und sie hielt meinen Penis in ihrer Hand und streichelte sanft meine Eichel.
Er sonderte ein wenig Flüssigkeit ab, und sie ließ ihn los und faßte mich an den Hoden. >Spreiz die
Beine<, gebot sie und drehte mich an der Kette, an der ich hing, >und auch das gehört mir<, sagte
sie und legte den Finger an meinen Anus.
Ich hörte, wie ich >ja, Hoheit< antwortete. Sie halte schlimmere Strafen für mich bereit, erklärte die
Königin, falls ich je wieder versuchte, mich ihr zu entziehen oder störrisch sei oder ihr in
irgendeiner Weise mißfalle. Im Augenblick aber sei sie durchaus mit mir zufrieden und sie hoffe,
das würde auch weiter so bleiben. Im Gegensatz zu Prinz Gerald besäße ich große Stärke und viel
Begabung für ihren Sport, und diese Stärke würde sie eingehend prüfen.
Jeden Morgen wollte sie mich auf dem Reitpfad versohlen. Mittags würde ich sie bei ihren
Spaziergängen im Garten begleiten. Am späten Nachmittag sollte es Such- und Hol-Spiele geben.
Während sie zu Abend speiste, mußte ich zu ihrem Vergnügen eine Tracht Prügel ertragen. Dabei
sollte ich eine Reihe verschiedener Stellungen einnehmen. In der Hocke sah sie mich gern, doch
es gab andere Positionen, die ihr noch interessanter erschienen. Dann kniff sie mich in den Hintern
und sagte, daß vor allem er ihr gehöre, denn ihn zu züchtigen, entzücke sie über alles. Zum
Tagesabschluß würde ich sie vor dem Zubettgehen auskleiden und in ihrem Schlafgemach
schlafen. Zu allem sagte ich >ja, Hoheit<. Um mir ihre Gunst zu sichern, hätte ich alles getan.
Meinem Po stünde nun die härteste Prüfung bevor, fügte sie am Ende hinzu.
Sie ließ mir die Fesseln abnehmen, trieb mich durch den Garten ins Schloß. Wir gelangten in ihre
Gemächer.
Ich wußte, daß sie mich nun über ihren Schoß legen und auf so intime Weise schlagen würde wie
vorher Prinz Gerald Die Vorstellung nahm mein ganzes Denken gefangen. Ich wußte nicht, wie ich
es anstellen sollte, meinen Penis daran zu hindern, daß er sein Begehren auf sie entlud. Doch
daran hatte die Königin schon gedacht. Der Becher müsse geleert werden, um wieder gefüllt
werden zu können, sagte sie. Indessen sollte das keine Belohnung sein. Sie ließ eine
wunderschöne, kleine Prinzessin kommen. Das Mädchen nahm sogleich mein Glied in den Mund,
und sobald sie daran zu saugen begann, entlud sich meine Erregung in ihr. Die Königin hatte
genau zugesehen; sie streichelte mein Gesicht und betrachtete meine Augen und Lippen, ehe sie
die Prinzessin bat, mich rasch wieder zu erwecken.
Das war eine eigene Form der Tortur. Bald plagte mich die Lust ebenso wie zuvor, und meine
Ausdauerprüfung begann. Wie ich es vermutet hatte, mußte ich mich über den Schoß der Königin
legen.
>Junker Felix hat dich ordentlich durchgehauen<, sagte sie, >und die Stallburschen und die Köche
ebenso. Glaubst du, eine Frau kann ebenso hart zuschlagen wie ein Mann?< Ich weinte. Was ich
empfand, kann ich nicht erklären. Vielleicht hast du es gespürt, als du auf dem Schoß der Königin
oder des Prinzen lagst. Es ist nicht schlimmer, als von einem Pagen übers Knie gelegt oder mit den
Händen über dem Kopf angebunden oder auf ein Bett oder einen Tisch gedrückt zu werden. Ich
kann's nicht erklären. Trotzdem fühlt man sich in einer solchen Lage auf dem Schoß des Herren
oder der Herrin noch viel hilfloser.«
Dornröschen nickte. Auch sie hatte es so empfunden, als sie auf dem Schoß der Königin gelegen
hatte.
»Nur in dieser Stellung kann man jemanden wirklich Gehorsam und Unterwerfung lehren, glaube
ich«, sagte Prinz Alexi. »Bei mir war es jedenfalls so. Ich lag über ihrem Schoß; mein Kopf
baumelte auf der einen Seite, meine Beine waren auf der anderen Seite in die Luft gestreckt. Sie
wollte sie leicht gespreizt, und natürlich mußte ich einen Buckel machen und die Hände hinter dem
Rücken verschränken, wie es auch dir beigebracht worden war. Außerdem mußte ich darauf
achten, daß mein Penis nicht den Stoff ihres Kleides berührte, sosehr ich mir das auch wünschte.
Und dann begann die Züchtigung. Die Königin zeigte mir jedes Paddel und erklärte mir seine Vor-
und Nachteile. Eines zum Beispiel war leicht, aber die Schläge kamen sehr schnell, und sie
brannten. Ein anderes war schwerer, aber dünn; die Schläge schmerzten stärker, und es mußte mit
Vorsicht gebraucht werden.
Von Anfang an schlug die Königin ziemlich heftig drauflos. Wie bei dir auch massierte sie meinen
Po und kniff mich manchmal hinein. Dabei schlug sie mich hart und ausdauernd, bis ich höllische
Schmerzen verspürte und so verzweifelt war wie niemals zuvor. Mir kam es vor, als schösse jeder
einzelne Schlag durch alle meine Glieder. Natürlich traf es zuerst meinen Hintern. Er wurde zum
qualvollen Mittelpunkt meiner selbst. Aber der Schmerz nagte durch ihn hindurch und pflanzte sich
an den Rest meines Körpers fort. Ich konnte nur zitternd alles erdulden, wobei ich immer
vernehmlichen stöhnte, niemals aber um Gnade bat.
Die Königin beobachtete entzückt, wie ich litt. Dann und wann hob sie meinen Kopf, wischte mir die
Tränen aus dem Gesicht und belohnte mich mit Küssen. Manchmal mußte ich mich aufrecht vor sie
auf den Boden knien. Dann inspizierte sie meinen Penis und fragte, ob er ihr gehöre. Ich sagte
dann: >ja, Hoheit, ich gehöre ganz und gar Euch, ich bin Euer gehorsamer Sklave.< Dann lobte sie
mich und sagte, sie wolle immer so lange, untertänige Antworten hören.
Sie selbst wirkte sehr entschlossen. Gleich nahm sie wieder das Paddel, drückte mich wieder auf
ihren Schoß, und die klatschenden Schläge begannen von neuem. Bald stöhnte ich laut hinter
zusammengebissenen Zähnen. Ich hatte meinen Stolz eingebüßt und besaß, wenn ich mich nicht
sehr irre, nichts mehr von der Würde, die du immer noch zeigst. Schließlich erklärte die Königin,
mein Po hätte nun genau die richtige Farbe.
Eigentlich wollte sie mich nicht länger züchtigen, denn die Farbe, die sie erzielt habe, gefiel ihr gut;
dennoch wollte sie meine Grenzen erforschen.
>Tut es dir leid, daß du ein so ungehorsamer kleiner Prinz warst?< fragte sie mich. >Es tut mir sehr
leid, Hoheit<, antwortete ich unter Tränen. Sie schlug mich weiter. Ich konnte nicht anders - ich
kniff die Hinterbacken zusammen und wand mich, als könne ich dadurch den Schmerz verringern.
Die Königin lachte laut, als sei sie ungemein erheitert darüber.
Ich schluchzte hemmungslos wie eine junge Prinzessin, als die Königin endlich am Ende war und
befahl, ich solle vor ihr niederknien.
Sie wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und gab mir einen überschwenglichen Kuß. Ich solle
ihr persönlicher Diener sein, sagte sie, der Herr ihrer Kleiderkammer. Ich allein würde sie ankleiden
und ihr Haar bürsten und andere Dienste für sie verrichten. Viel würde ich noch zu lernen haben,
aber sie würde sich selbst darum kümmern.
An diesem Abend glaubte ich, das Schlimmste überstanden zu haben - die Mißhandlungen durch
gemeine Soldaten auf meinem Weg zum Schloß, die furchtbare Pein in der Küche. Von einem
ungehobelten Stalljungen war ich zutiefst erniedrigt worden, und jetzt, mit einer Seele, die genauso
wie mein Körper ganz ihr gehörte, war ich der Sklave ihrer Lüste. Doch meine Vermutung war
gänzlich falsch. Es kam noch viel schlimmer.«
Prinz Alexi hielt inne und schaute auf Dornröschen herunter, deren Kopf an seiner Brust ruhte.
Dornröschen war bemüht, ihre Empfindungen zu verbergen. Sie wußte nicht recht, was sie fühlte -
nur daß Prinz Alexis Geschichte sie erregt hatte. Sie konnte ihm die Demütigungen nachfühlen, die
er hatte hinnehmen müssen, und das ließ Angst in ihr hochsteigen, entflammte aber auch ihre
Leidenschaft.
»Für mich war es viel einfacher, sagte sie sanft, wollte aber in Wirklichkeit etwas ganz anderes
sagen.
»Ich weiß nicht, ob du da recht hast«, entgegnete Alexi. »Siehst Du, nach der rohen Behandlung in
der Küche, wo meine Peiniger mich behandelten, als sei ich weniger als ein Tier, war es sofort wie
eine Befreiung für mich, der Königin ein gehorsamer Sklave zu werden. Für dich gab es keine
solche Befreiung.«
»Selbstaufgabe... das ist es also«, murmelte Dornröschen. »Und ich muß einen anderen Weg
dorthin finden.«
»Außer... außer du tust etwas, wofür du aufs strengste gezüchtigt wirst«, ergänzte Alexi, »doch
dafür braucht es vielleicht zuviel Mut. Aber vielleicht ist das gar nicht nötig, denn ein wenig hat man
dir schon von deiner Würde genommene
»Heute abend hatte ich keinerlei Würde mehr«, protestierte Dornröschen.
»0 doch, sehr viel sogar«, lächelte Alexi. »Ich Jedenfalls hatte mich bis zu jenem Zeitpunkt nur
meinem Stalljungen ergeben und dann der Königin. Sobald ich in ihren Händen war, vergaß ich
den Stalljungen völlig. Ich gehörte der Königin. Meine Glieder, mein Hintern, mein Penis - alles
gehörte ihr. Um mich aber wirklich ganz zu ergeben, mußte ich noch schlimmere Bloßstellung
erdulden und mich noch härterer Disziplin unterwerfen ... «

Prinz Alexi´s Erziehung geht weiter


»Ich möchte dich nicht mit Einzelheiten meiner Ausbildung bei der Königin langweilen - wie ich
lernte, ihr Kammerdiener zu werden und wie ich mir oft ihren Ärger zuzog. Du wirst all das bei dem
Prinzen lernen, denn in seiner Liebe für dich will er dich ganz zweifellos zu seiner Dienerin
machen. Eine schwere Aufgabe ist das nicht, wenn man seinem Herrn oder seiner Herrin ergeben
ist.
Ich mußte lernen, auch in demütigenden Situationen heiter zu bleiben, bei denen noch andere
Personen im Spiele waren, und das war nicht einfach.
Meine ersten Tage mit der Königin brachte ich hauptsächlich mit Ausbildung in ihrem
Schlafgemach zu. Beflissen wie Prinz Gerald bemühte ich mich, ihr jeden Wunsch von den Augen
abzulesen. Da ich mich mit ihren Kleidern äußerst ungeschickt anstellte, wurde ich oft sehr streng
bestraft.
Aber die Königin wollte mich nicht nur für diese niedrigen Dienste, für die andere Sklaven auf das
perfekteste ausgebildet worden waren. Sie wollte mich beobachten, mich gefügig machen und
mich in ein Spielzeug ihrer Launen verwandeln.«
»Ein Spielzeug«, flüsterte Dornröschen. Sie selbst war sich wie ein Spielzeug in den Händen der
Königin vorgekommen.
»In den ersten Wochen fand sie es sehr unterhaltsam, wenn ich andere Prinzessinnen und Prinzen
bediente. Der erste, den ich bedienen mußte, war Prinz Gerald. Seine Zeit näherte sich ihrem
Ende, aber er wußte es nicht; die Stellung, die ich nun einnahm, machte ihn rasend vor Eifersucht.
Die Königin hatte allerdings glänzende Ideen, wie sie ihn belohnen und besänftigen konnte,
während sie mich gleichzeitig ihren Wünschen entsprechend heranzog.
Täglich wurde er in ihr Gemach gebracht und mit den Händen über dem Kopf an die Wand
gebunden, so daß er zusehen konnte, wie ich mich mit meinen Aufgaben abplagte. Und das war
ihm eine Qual, bis er begriff, daß es eine meiner Aufgaben war, ihm Freude zu bereiten. Ich mußte
unaufhörlich die Schläge der Königin aushalten mit der flachen Hand oder mit dem Paddel,
außerdem mußte ich mich ständig anstrengen, Anmut und die nötigen Formen zu lernen, und all
das trieb mich fast bis zum Wahnsinn. Den ganzen Tag schleppte ich Dinge herbei, schnürte
Schuhe, band Gürtel, bürstete Haar, polierte Juwelen und leistete andere niedrige Dienste, die die
Königin von mir forderte. Ständig war mein Gesäß wund; meine Schenkel und Waden waren voller
Striemen von den Schlägen des Paddels, mein Gesicht tränenüberströmt wie das irgendeines
anderen Sklaven im Schloß.
Und als die Königin sah, daß der Penis von Prinz Gerald aus Eifersucht riesig und hart geworden
war, mußte ich ihn baden und befriedigen, bevor er sich ohne Hilfe entlud. Du kannst dir nicht
vorstellen, wie erniedrigend das für mich war. Ich empfand ihn als Feind. Dennoch mußte ich eine
Schüssel mit warmem Wasser holen und mit einem Schwamm, den ich zwischen den Zähnen hielt,
seine Genitalien waschen.
Zu diesem Zweck mußte er auf einem niedrigen Tisch Platz nehmen. Gefügig kniete er da,
während ich seinen Hintern wusch, den Schwamm wieder ins Wasser tauchte und seine Hoden
und dann seinen Penis säuberte. Aber die König in wollte mehr. Nun mußte ich meine Zunge
gebrauchen, um ihn zu säubern. Ich war zutiefst schockiert und vergoß Tränen, als sei ich eine
Prinzessin. Sie aber blieb fest. Mit der Zunge leckte ich seinen Penis und dann die Hoden; dann
war seine Gesäßpartie an der Reihe und schließlich der Anus, der einen sauren, fast salzigen
Geschmack hatte.
Bei diesen Gelegenheiten machte er kein Geheimnis aus seiner Lust und seinem Begehren. Sein
Po war natürlich wund. Zu meiner großen Befriedigung ereignete es sich nur noch selten, daß die
Königin ihn selbst schlug. Sie ließ das durch seinen Knecht besorgen, ehe er zu ihr gebracht
wurde. Er litt also nicht für sie; er litt in der Sklavenhalle, ohne daß es die anderen, die dort waren,
beachteten. Dennoch war es furchtbar für mich, daß er es schön fand, wenn ich seine Striemen
und wunden Stellen mit meiner Zunge streichelte.
Schließlich gebot ihm die Königin, sich hinzuknien und die Hände hinter den Nacken zu legen. Von
mir sollte ihm nun sein voller Lohn zuteil werden. Ich wußte, was das bedeutete, tat aber so, als
verstünde ich nicht. Sie gebot mir, seinen Penis in den ,Mund zu nehmen und auszusaugen.
Was ich in diesem Moment empfand, kann ich dir nicht beschreiben. Ich glaubte, ich könne es
einfach nicht tun. Dennoch, innerhalb von Sekunden tat ich, wie mir geheißen, denn ich hatte
große Angst, ihr zu mißfallen. Sein Penis stieß gegen meinen Gaumen, und mein Kiefer und meine
Lippen taten mir weh, als ich mich bemühte, richtig an ihm zu saugen. Die Königin gab mir
Anweisungen, wie ich meine Zunge gebrauchen sollte, und meine Bewegungen mußten schneller
und schneller werden. Unbarmherzig versohlte sie mich, während ich mich bemühte, zu tun, was
sie wollte. Ihre Schläge trafen mich genau im Rhythmus von Geralds Stößen. Schließlich füllte sein
Samen meinen Mund. Doch die Königin war mit meiner Zurückhaltung gar nicht zufrieden. Ich
dürfe keinerlei Widerstand gegen irgend etwas erkennen lassen, mahnte sie mich.«
Dornröschen nickte. Die Worte des Prinzen in der Herberge fielen ihr ein - zu seiner Ergötzung
mußte man selbst dem Niedrigsten dienen.
»Sie ließ also alle Prinzen holen, die während des Tages in der Halle der Strafen gepeinigt worden
waren, und führte mich in ein großes Gemach nebenan. Als sechs junge Männer auf den Knien
hereinkrochen, bat ich sie, gnädig zu sein, und zwar auf die einzige Weise, die mir möglich war,
nämlich mit Stöhnen und Küssen. Ich kann dir nicht schildern, wie die Gegenwart der sechs auf
mich wirkte. Ich war von den Bauern in der Küche mißhandelt worden; demütig und gleichzeitig
gierig hatte ich mich einem rüpelhaften Stallburschen unterworfen. Aber die sechs schienen mir
gleichzeitig edler und gröber als die anderen. Sie waren Prinzen, die in der Welt den gleichen Rang
wie ich einnahmen. Stolz, ja hochmütig in ihrem eigenen Land, waren sie jetzt genauso erniedrigte
Sklaven wie ich.
Ich konnte mein eigenes Elend nicht verstehen. Allmählich begriff ich, daß es unzählige
Variationen der Erniedrigung gab. Ich hatte es nicht mit abgestuft gesteigerten Züchtigungen zu
tun; es gab einen endlosen Wechsel von einer zur anderen. Ich fürchtete mich nur zu sehr, der
Königin zu mißfallen, als daß ich mir allzu viele Gedanken gemacht hätte. Wieder waren mir die
Zukunft und die Vergangenheit gleichgültig. Wie ich nun we inend zu ihren Füßen kniete, befahl sie
all diesen Prinzen, die noch unter den Peinigungen in der Halle der Strafen litten, Paddel aus dem
dafür bestimmten Kasten zu nehmen.
Auf den Knien bildeten sie rechts von mir eine Reihe. Ihre Penisse waren ebenso durch den
Anblick meiner Leiden erhärtet wie durch die Aussicht auf die Freuden, die sie erwarteten. Ich
mußte mich niederknien, die Hände hinter dem Nacken verschränkt. Nicht einmal die weniger
quälende Stellung auf allen vieren war mir erlaubt. Mit geradem Rücken und die Knie gespreizt, so
daß mein Glied den Blicken ausgesetzt war, so mußte ich vor ihnen knien. Ich fühlte mich
entblößter als in der Küche, während ich über dem Abfallfaß hing. Das Spiel der Königin war ganz
einfach. Ich mußte an den Prinzen vorbei kriechen, und derjenige, der ihr am besten gefiel - das
heißt, dessen Paddel mich am härtesten traf -, sollte von ihr belohnt werden, ehe ich mich von
neuem auf meinen Opferweg machte.
Sie trieb mich zu großer Eile an; wenn ich nachließ, wenn meine Peiniger zu viele Schläge
schafften, wurde ich einem von ihnen überantwortet, und er konnte eine Stunde außerhalb ihrer
Sichtweite mit mir treiben, was er wollte. Mein Schrecken war groß. Sie würde nicht einmal
dabeisein! Ich fing sofort an. Die Schläge spürte ich heftig und laut. Ihr Gelächter dröhnte in
meinen Ohren, während ich mich ungeschickt mit einer Körperhaltung abmühte, die für sie schon
lange zur Gewohnheit geworden war.
Ein wenig ausruhen konnte ich nur, wenn ich den Prinzen, der mich am härtesten getroffen hatte,
befriedigen mußte. Die anderen durften zusehen und Kommentare und Ratschläge geben.
So hatte ich also fünf Herren, die mir in verächtlichem Ton Hinweise gaben, wie derjenige von
ihnen zu befriedigen war, den sie mit den Händen stützten, während er sich mit geschlossenen
Augen daran entzückte, wie ich eifrig an seiner Rute saugte. Natürlich zögerten sie es allemal so
weit wie möglich hinaus, um vollste Befriedigung zu erlangen.
Die Königin saß dabei, den Ellenbogen auf die Armlehne ihres Stuhles gestützt, und verfolgte alles
mit großer Genugtuung.
Seltsame Veränderungen gingen in mir vor, während ich meine Aufgaben ausführte. Immer wieder
war es ein Abenteuer, wenn ich an ihren Paddeln vorbeikrabbeln mußte. Po und Knie schmerzten
höllisch, und vor allem schämte ich mich, daß mein Geschlecht und meine Genitalien so ihren
Blicken ausgesetzt waren.
Doch wenn ich anfing, mich einem von ihnen zu widmen, entdeckte ich bei mir großes Interesse für
das Organ in meinem Mund - seine Größe, seine Form, seinen Geruch und sogar den salzig-
sauren Geschmack der Säfte, die er in mich ergoß. Genauso war es der Rhythmus der
Bewegungen, der mich erregte. Die Stimmen um mich herum wurden zum Chor; ein seltsames
Gefühl von Schwäche und Verworfenheit überkam mich. Es erinnerte mich an die Augenblicke, als
mein Stallbursche mich in den Garten geführt hatte und ich mich auf den Tisch kauern mußte.
Damals hatte ich ein prickelndes Gefühl auf der Haut gehabt, und so war es auch jetzt, als ich
diese verschiedenen Schwänze lutschte und ihren Samen in mich aufnahm. Ich kann es fast nicht
erklären. Es fing an, mir Freude zu machen. Es machte mir Spaß, weil es sich wiederholte und weil
ich hilflos war. Und es wiederholte sich als Atempause zwischen meinen Spießrutenläufen. Mein
Hintern pochte, aber die Hitze in ihm war angenehm; und ich schmeckte diesen köstlichen
Schwanz, der seine Kraft in mich hineinpumpte.
Ich stellte fest, daß es mir gefiel, wenn so viele Augen zusahen. Freilich gestand ich mir das nicht
sofort ein. Es war nicht so sehr das Gefallen, was ich empfand, sondern eine Schwäche, eine
Schlaffheit des Geistes. Ich war verloren in meinem Leiden, meinem Kampf und in meinem heißen
Bemühen, die Königin nicht zu enttäuschen.
Nun, so mußte es bestimmt mit jeder neuen Aufgabe sein. Zuerst würde ich mich entsetzt sträuben
und mein Herz der Königin schenken. Dann, irgendwann im Augenblick tiefster Erniedrigung,
würde ich in einen Zustand der Ruhe hinübergleiten, in dem ich Freude an meiner Strafe empfand.
Ich sah mich selbst als einen dieser Prinzen, einen dieser Sklaven. Wenn sie mir Anweisungen
gaben, wie ich den Penis besser behandeln sollte, hörte ich auf sie. Wenn sie mich schlugen,
beugte ich mich als Antwort vor ihnen nieder.
Vielleicht gibt es keine Erklärung dafür. Ich war auf dem Weg zur völligen Unterwerfung.
Schließlich wurden die sechs Prinzen reich belohnt und dann aus dem Gemach fortgeschickt. Die
Königin nahm mich in die Arme und überschüttete mich mit Küssen. Als ich dann auf dem
Strohsack neben ihrem Bett lag, war ich in einem Zustand köstlichster Erschöpfung. Selbst der
leiseste Luftzug verschaffte mir ein wunderbar angenehmes Gefühl. Ich spürte ihn auf der Haut, als
streichelte er meine Nacktheit. Und als ich einschlief, war es in dem Bewußtsein, daß ich der
Königin gedient hatte, wie sich‘s gehörte.
Meine nächste große Prüfung kam eines Nachmittags. Sehr ungehalten darüber, daß ich ihr Haar
nicht richtig gebürstet hatte, schickte mich die Königin zu den Prinzessinnen, deren Spielzeug ich
sein sollte.
Ich wollte meinen Ohren nicht trauen. Die Königin geruhte nicht, dabeizusein. Sie ließ Lord Gregory
holen und sagte ihm, er solle mich zur Halle der Besonderen Strafen bringen und den dort
versammelten Prinzessinnen übergeben. Eine Stunde lang konnten sie mit mir tun, was sie wollten.
Dann sollte ich im Garten angebunden und mit einem Lederriemen ausgepeitscht werden. Erst am
folgenden Morgen sollte man mich wieder aus dem Garten zurückholen.
Es war meine erste längere Trennung von der Königin. Ich konnte mir nicht vorstellen, nackt und
hilflos und nur zum Zweck der Bestrafung den Prinzessinnen übergeben zu werden. Zweimal war
die Haarbürste der Königin meinen Händen entglitten. Vorher hatte ich etwas Wein verschüttet. So
etwas ließ sich einfach nicht immer vermeiden - ich hatte mich wirklich nach besten Kräften
bemüht.
Als Gregory mir mehrere scharfe Hiebe verabreichte, erfüllten mich Angst und Scham. Auf dem
Weg zur Halle der Besonderen Strafen hatte ich immer mehr das Gefühl, als könne ich mich nicht
mehr aus e igener Kraft bewegen.
Er hatte mir ein ledernes Halsband um den Nacken geschnallt. Daran zog er mich weiter. Ehe wir
die Halle erreichten, knüpfte er mir noch ein Band um den Hals. Vorher zeigte er es mir, und ich
erschrak, als ich sah, was darauf stand: >Ich war widerspenstig und böse und verdiene strengste
Bestrafung.<
Dann ersetzte er mein Lederhalsband durch ein anderes, das mit einer Anzahl kleiner metallener
Ringe versehen war. jeder war gerade so groß, daß man den Finger darin einhängen konnte.
Damit konnten mich die Prinzessinnen nach Belieben herumziehen, erklärte er mir, und wehe,
wenn ich auch nur den geringsten Widerstand leistete. Um die Hand- und Fußgelenke bekam ich
eben solche ledernen Bänder. Als er mich dann zur Tür zerrte, war ich kaum mehr fähig, mich aus
eigener Kraft zu bewegen. Ich besaß keine Herrschaft mehr über meine Gefühle. Als sich die Tür
öffnete, sah ich sie alle. Es waren ungefähr zehn Prinzessinnen, ein nackter Harem unter der
Aufsicht eines wachsamen Knechtes. Diese Stunde der Entspannung war eine Belohnung für ihr
gutes Verhalten. Wenn jemand besonders schwer bestraft werden sollte, wurde er ihnen
ausgeliefert, hörte ich später. An diesem Tag jedoch hatten sie niemanden erwartet. Als sie mich
sahen, kreischten sie vor Entzücken, klatschten in die Hände und plapperten wild durcheinander.
Um mich herum sah ich nichts als ihre langen Haare - rot, goldblond oder schwarz, lang gewellt
oder mit dicken Locken. Ich sah ihre nackten Brüste und die Finger, die auf mich deuteten.
Sie drängten sich um mich. Ich duckte mich, als könne ich mich auf diese Weise verstecken, doch
Gregory zog mir mit dem Halsband den Kopf hoch. Dann betasteten ihre Hände meinen ganzen
Körper, befühlten meine Haut, schlugen auf meinen Penis, berührten meine Hoden, und sie
lachten und kreischten. Manche von ihnen hatten noch nie einen Mann so aus der Nähe gesehen -
mit Ausnahme ihrer Herren natürlich, die aber absolute Macht über sie hatten.
jetzt zitterte ich am ganzen Körper. Meine Tränen konnte ich noch zurückhalten, fürchtete aber,
daß ich plötzlich den Drang verspüren könnte zu fliehen und daraufhin noch strenger bestraft
würde. Verzweifelt bemühte ich mich, nach außen hin kalten Gleichmut zur Schau zu stellen. Aber
ihre nackten, runden Brüste erregten mich. Ich spürte die Berührung ihrer Schenkel und sah sogar
ihr feuchtes Schamhaar, als sie sich an mich drängten, um mich zu begutachten.
Ich war ihr Sklave, den sie verachteten und bewunderten. Als sie meine Hoden berührten und in
der Hand wogen und meinen Penis streichelten, geriet ich fast außer mich. Es war unendlich viel
schlimmer als meine Zeit bei den Prinzen, denn schon hörte ich, wie sie mit gespielter Verachtung
in der Stimme berieten, auf welche Weise sie mich Disziplin lehren wollten. Wenn man mich zur
Königin zurückbringe, würde ich so gefügig sein wie sie selbst, sagten sie. >So, ein böser kleiner
Prinz bist du also?< flüsterte mir eine hübsche Schwarzhaarige mit goldenen Ohrringen zu. Ihr
Haar kitzelte mich im Nacken, und als ihre Finger meine Brustwarzen verdrehten, war ich drauf und
dran, die Kontrolle über mich zu verlieren.
Ich fürchtete, ich würde nicht mehr an mich halten können und zu fliehen versuchen. Mittlerweile
hatte sich Gregory in eine Ecke zurückgezogen. Die Knechte könnten den Prinzessinnen helfen,
wenn sie es wünschten, sagte er, und sie alle müßten um der Königin willen ihre Arbeit aufs beste
verrichten. Laute Entzückensschreie waren die Antwort. Harte, kleine Hände fingen an, auf mich
einzuschlagen. Andere zogen mir die Pobacken auseinander. Ich spürte kleine Finger, die dort
hineinstießen.
Ich wand und krümmte mich und bemühte mich dann erst recht, stillzuhalten und die Mädchen
nicht anzusehen. Als Knechte mich hochzogen und mit den Händen an eine von der Decke
hängende Kette fesselten, war ich aufs höchste erleichtert. Wenn ich jetzt schwach wurde, konnte
ich nicht mehr fliehen.
Die Knechte händigten den Prinzessinnen die Werkzeuge aus, die sie wünschten. Einige wählten
lange Lederriemen, die sie zunächst an ihren eigenen Händen prüften. In der Halle der
Besonderen Strafen brauchten sie nicht zu knien, sondern konnten nach Belieben um mich
herumstehen. Gleich stieß mir eine den langen Stiel eines Paddels in meinen Anus. Zwei andere
zerrten meine Beine weit auseinander. Ich begann am ganzen Körper zu zittern. Als der Stiel mich
mit Stößen bearbeitete, wie ich sie wilder von keinem Penis hatte aushalten müssen, wußte ich,
daß ich über und über rot wurde, und fürchtete, ich könnte jeden Augenblick losheulen. Dann und
wann preßten sich kühle Lippen gegen mein Ohr; eine Prinzessin kniff mich in die Wangen, eine
andere streichelte mein Kinn, und dann gingen sie wieder auf meine Brustwarzen los.
>Hübsche kleine Titten<, sagte eines der Mädchen dabei. Sie hatte flachsblondes Haar, und es
war genauso gerade wie deines. >Wenn ich fertig bin, werden sie sich wie kleine Brüste anfühlen<,
sagte sie und massierte und streichelte weiter. Zu meiner großen Scham war mein Schwanz die
ganze Zeit so hart, als kenne er seine Herrinnen, selbst wenn ich mich bemühte, keine Kenntnis
von ihnen zu nehmen. Das Mädchen mit dem flachsblonden Haar preßte ihre Schenkel an meine,
während sie immer heftiger meine Brustwarzen bearbeitete. Ich spürte ihr feuchtes Geschlecht auf
meiner Haut. >Glaubst du, du bist zu gut, um unter unseren Händen zu leiden, Alexi?< flötete sie.
Ich gab keine Antwort.
Die Stöße des Paddelstiels in meinem Anus wurden immer heftiger. Er drückte meine Hüften
grausam nach vorn, und manchmal hob er mich fast vom Boden. >Glaubst du, du bist zu gut, um
von uns gezüchtigt zu werden?< fragte sie wieder. Lachend sahen die anderen Mädchen ihr zu, als
sie anfing, meinen Schwanz zu schlagen. Nur mit Mühe hielt ich meine Nerven im Zaum. jetzt hätte
ich mir gewünscht, geknebelt zu sein. Sie fuhr mit dem Finger über meine Lippen und Zähne, als
wollte sie mich daran erinnern, und gebot mir, ihr respektvoll zu antworten.
Als ich mich weigerte, nahm sie ihr Paddel aus meinem Anus und fing an, damit auf mich
einzudreschen. Dabei legte sie ihr Gesicht an das meine, und ihre Wimpern kitzelten meine
Wange. Ihre Schläge waren heftig, aber unregelmäßig. Wenn ich stöhnend zusammenzuckte,
lachten alle Mädchen beifällig.
Jetzt schlugen andere auf meinen Penis ein und verdrehten meine Brustwarzen, aber die erste
Prinzessin hatte ihren besonderen Rang schon deutlich gemacht. >Du wirst mich um Gnade
anflehen, Prinz Alexi<, sagte sie. >Ich bin nicht die Königin; du kannst mich bitten, und dann
werden wir sehen.< Die anderen fanden auch das amüsant. Die Schläge der Prinzessin wurden
wuchtiger. Ich betete, daß meine Haut aufplatzen möge, ehe mein Wille brach, aber dafür war sie
zu geschickt. Sie verteilte die Schläge. Die Kette ließ sie ein wenig lockern, so daß sie meine Beine
noch weiter spreizen konnte.
Mit festem Griff hielt sie meinen Penis in ihrer Linken. Mit der offenen Handfläche fuhr sie über die
Spitze, um dann wieder fester zuzupacken, während sie mit Wucht auf mich einschlug.
Dann trafen ihre Schläge auch meine Brust, während sie mit der anderen Hand meine Hoden hob.
jetzt konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten; voller Scham stöhnte ich auf. Es war ein
erstaunlicher Augenblick der Pein und der Lust. Aber das war erst der Anfang. Sie befahl den
anderen Prinzessinnen, meine Beine zu heben. Allerdings banden sie meine Knöchel nicht an
meine Arme; sie hielten sie nur hoch, während mich die Schläge der Prinzessin von unten her
trafen. Dann bedeckte sie mit der Linken meine Hoden und schlug mit aller Kraft von vorn auf mich
los. Ich zappelte und stöhnte, als sei ich von Sinnen. Die anderen Mädchen weideten sich an mir,
begrabschten mich und fanden großen Gefallen an meinem Elend. Sie küßten mich sogar auf
Beine, Waden und Schultern.
Aber die Schläge wurden immer wilder. Die Mädchen hatten meine Füße wieder losgelassen, und
ich mußte mit gespreizten Beinen vor der Prinzessin stehen. Ich glaube, sie hätte mich blutig
geschlagen, aber ich war jetzt gebrochen und heulte hemmungslos. Das war es, was sie gewollt
hatte; als ich aufgab, klatschte sie Beifall. >Sehr gut, Prinz Alexi, sehr gut, laß all den grimmigen
Stolz fahren ... sehr gut... du weißt sehr wohl, daß du es verdienst. So ist es besser, genau das
möchte ich sehen<, sagte sie beinahe liebevoll. >Köstliche Tränen.< Sie betupfte sie mit den
Fingern, ohne mit den Schlägen inne zuhalten. Dann ließ sie meine Hände losmachen. Ich mußte
auf alle viere hinunter. jetzt trieb sie mich in der Halle herum und sagte, ich müsse im Kreise
kriechen. Ich begriff noch gar nicht, daß ich nicht mehr gefesselt war. Das heißt, mir war nicht klar,
daß ich hätte versuchen können zu fliehen. Ich war besiegt. Und schließlich war es wie immer,
wenn die Züchtigung wirkt - ich dachte nur noch daran, wie ich dem nächsten Schlag ausweichen
könnte. Und wie konnte ich das anstellen? Ich konnte mich krümmen, mich winden, um ihm zu
entgehen. Sie trieb mich inzwischen immer schneller. Ich robbte atemlos an den nackten Füßen
der anderen Prinzessinnen vorbei.
Und jetzt erklärte sie, daß diese Fortbewegungsart noch zu gut für mich sei. Ich mußte Arme und
Kinn auf den Boden legen und so - den Hintern hoch gestreckt, damit sie drauf losschlagen konnte -
mühsam vorwärts rutschen. >Mach einen Buckel<, befahl sie, >und runter, drück die Brust auf den
Boden.< Und nicht weniger geschickt als ein Page trieb sie mich weiter. Die anderen lobten sie und
bewunderten ihr Geschick und ihre Ausdauer. Ich hatte mich noch nie in einer solchen Stellung
befunden. Es war so schändlich, daß ich es mir gar nicht vorstellen mochte - meine Knie glitten
über den Boden, mein Rücken war schmerzvoll gekrümmt, mein Hintern ragte steil in die Luft. Die
Prinzessin trieb mich zu immer größerer Eile. In meinem Gesäß und in meinen Ohren pochte das
Blut. Ich konnte vor Tränen fast nichts mehr sehen.
Und dann kam der Augenblick, von dem ich vorher schon sprach. Ich gehörte diesem Mädchen mit
dem flachsblonden Haar, dieser schamlosen Prinzessin, die tagaus, tagein nicht weniger hart
gezüchtigt wurde als ich, im Augenblick aber nach Lust und Laune mit mir verfahren konnte. Ich
kämpfte mich weiter, sah Gregorys Stiefel, sah die Stiefel der Knechte, hörte das Gelächter der
Mädchen. Ich muß der Königin gefallen, sagte ich mir, muß Gregory gefallen und schließlich auch
meiner grausamen, flachsblonden Herrin. Sie hielt inne, um Atem zu schöpfen. Dann legte sie das
Paddel beiseite und begann, mir einen Riemen über die Hinterseite zu ziehen.
Zuerst tat mir der Riemen weniger weh als das Paddel, worüber ich natürlich sehr froh war. Bald
hatte die Prinzessin aber den Bogen heraus und ließ das Leder mit entsetzlicher Wucht auf mich
klatschen. Unvermittelt ließ sie mich dann anhalten, um meine Striemen zu befühlen. Als sie sie
kniff, hörte ich mein eigenes, leises Wimmern. >Ich glaube, er ist soweit, Gregory<, sagte die
Prinzessin, und Gregory nickte. Wie ich meinte, bedeutete das, daß ich zur Königin zurückgebracht
würde. Aber das war sehr dumm von mir. Es bedeutete nur, daß ich nun rasch in die Halle der
Strafen gepeitscht wurde. Natürlich hingen dort mehrere Prinzessinnen von der Decke, die Füße
an die Arme gebunden. Meine Herrin trieb mich zur ersten.
Dann mußte ich aufstehen und meine Beine weit spreizen. Ich sah das gepeinigte Gesicht der
Prinzessin und ihre geröteten Wangen, und dann ihr nacktes, feuchtes Geschlecht, das schüchtern
durch das goldene Schamhaar hervorlugte und nach Tagen frustrierenden Kitzelns auf Lust oder
Schmerz wartete. Für mich befand es sich in Brusthöhe, und genauso wollte es meine Peinigerin.
Denn sie befahl mir jetzt, mich darüber zu beugen und meine Hüften nach hinten zu strecken.
>Deinen Hintern möchte ich<, sagte sie. Die anderen Mädchen zogen meine Beine weiter
auseinander, als ich das selbst fertiggebracht hätte. Noch einmal erhielt ich den Befehl, meinen
Hintern hinaus zu strecken und die Arme um die vor mir hängende Sklavin zu legen.
>Jetzt wirst du sie mit der Zunge kitzeln<, sagte meine Peinigerin. >Und mach es gut, denn sie hat
lange gelitten und für viel geringeres Ungeschick als du.< Ich sah die Fesseln der Prinzessin an.
Sie war zu Tode verängstigt, lechzte aber ebenso sehr nach Lust. Bestrebt, ihr etwas Gutes zu tun,
drückte ich mein Gesicht auf ihr süßes, hungriges, kleines Geschlecht. Doch während meine
Zunge in die angeschwollene Spalte tauchte und ich ihren kleinen Kitzler leckte, traf mich ständig
der lederne Riemen. Meine goldblonde Fee achtete darauf, besonders wunde Stellen zu treffen,
und ich litt Höllenqualen, als die Prinzessin schließlich gegen ihren Willen vor Lust erbebte.
Natürlich gab es auch andere, die hart genug gestraft worden waren und jetzt belohnt werden
sollten. Ich tat mein Werk, so gut ich konnte, ja, ich fand sogar eine gewisse Zuflucht darin.
So geriet ich fast in Panik, als ich sah, daß niemand mehr zu belohnen war. Es gab keine süße
Prinzessin mehr, die ich hätte umarmen können; ich war wieder meiner Peinigerin ausgeliefert.
Kinn und Brust an den Boden gepreßt, kroch ich unter ihren Peitschenhieben wieder zurück in die
Halle der besonderen Strafen.
Jetzt baten alle Prinzessinnen Gregory darum, daß ich auch ihnen zu Gefallen sein sollte, doch
Gregory brachte sie schnell zum Schweigen. Sie sollten ihren Herren und Herrinnen dienen, und er
mochte kein Wort mehr von ihnen hören, wenn sie nicht auch in der anderen Halle hängen wollten,
wie sie es verdienten.
Ich wurde nun in den Garten geführt. Dem Befehl der Königin entsprechend, band man mich so mit
den Händen an einen Baum, daß meine Füße gerade noch das Gras erreichten. Es dämmerte
schon. Man ließ mich allein.
Es war entsetzlich gewesen, aber ich hatte gehorcht und nicht zu fliehen versucht. jetzt plagten
mich nur gewöhnliche Bedürfnisse - mein schmerzender Schwanz der wegen des Unmuts der
Königin einen Tag oder noch länger nicht erlöst werden würde. Es war ruhig im Garten; nur die
Geräusche der anbrechenden Nacht waren zu hören. Der Himmel war purpurn geworden; schwere
Schatten lagen unter den Bäumen. Bald war es dunkel.
Ich hatte mich damit abgefunden, in dieser Stellung zu schlafen. Da ich an einen Ast gefesselt war,
war der Baumstamm zu weit von mir weg, als daß ich meine steif e Rute daran hätte reiben können
sonst hätte ich das in meiner Not getan. Nicht, weil es mir anerzogen worden war, sondern mehr
aus Gewohnheit blieb er steif, als wartete er noch auf etwas.
Auf einmal tauchte aus dem Dunkel Lord Gregory auf. Ich sah die goldenen Säume seines
Samtgewandes glitzern; in der Hand trug er einen Riemen aus Leder. Wieder eine Bestrafung,
dachte ich müde, aber ich muß mich fügen. Wenn auch ein Prinz, so bin ich doch Sklave und kann
mich nicht wehren. Ich betete nur, daß ich die Züchtigung schweigend und ohne Wimpern zucken
würde hinnehmen können.
Doch als er vor mir stand, sprach er mich an. Ich hätte mich gut geschlagen, meinte er und fragte,
ob ich den Namen der Prinzessin kenne, die mich gepeinigt hatte. >Nein, edler Herr<, antwortete
ich respektvoll, erfreut darüber, daß er mich lobte. Es ist schwer, ihm zu gefallen.
Er sagte mir dann, ihr Name sei Prinzessin Annette. Sie sei neu und habe auf alle großen Eindruck
gemacht. Sie war die persönliche Sklavin des Großherzogs Andre. Was geht mich das an? dachte
ich. Ich diene der Königin! Er aber fragte mich freundlich, ob ich die Prinzessin hübsch fände. Ich
zuckte zusammen. Wie hätte ich sie nicht hübsch finden sollen? Nur zu gut erinnerte ich mich an
ihre Brüste, die sie an mich gedrückt hatte, während sie mich verprügelt hatte. Nur zu gut erinnerte
ich mich auch an ihre tiefblauen Augen, in die ich ein oder zwei kurze Momente geschaut hatte.
>Ich weiß nicht, edler Herr. Wenn sie nicht hübsch wäre, wäre sie wohl nicht hier.<
Auf diese Anmaßung hin versetzte er mir fünf wuchtige Schläge mit seinem Gürtel. Mir tat alles so
weh, daß ich sofort in Tränen ausbrach. Oft hat er schon gesagt, daß, wenn es nach ihm ginge,
alle Sklaven immer so wund sein würden. So empfindlich würden ihre Pobacken sein, daß er sie
nur mit der Feder zu streicheln brauche. Als ich so dastand, die Arme schmerzvoll nach oben
gereckt und von seinen Hieben aus der Balance gebracht, erkannte ich, daß er nicht nur eine wilde
Wut auf mich hatte, sondern gleichzeitig fasziniert von mir war. Warum wäre er sonst zu dieser
Stunde noch hergekommen, um mich zu martern? Das ganze Schloß war voller Sklaven, die er
peinigen konnte. Ich empfand seltsame Befriedigung bei diesem Gedanken.
Ich war mir meines muskulösen Körpers bewußt, den manche sicherlich schön fanden ... Nun,
plötzlich sagte Gregory zu mir, daß Prinzessin Annette in vieler Hinsicht unübertroffen sei und daß
in ihrem Körper ein ungewöhnlicher Geist wohne.
Ich gab mich gelangweilt. Die ganze Nacht noch mußte ich in dieser Position hängen. Er ist eine
Mücke, dachte ich. Doch dann sagte er, er sei bei der Königin gewesen und habe ihr berichtet, wie
Prinzessin Annette mich bestraft habe; sie habe Talent zum Befehlen gezeigt und schrecke vor
nichts zurück. Mir wurde angst. Dann versicherte er mir, daß die Königin das gern gehört habe.
>Und auch ihr Herr, der Großherzog Andre<, fügte er hinzu. >Beide waren neugierig und
bedauerten, dieses Schauspiel versäumt zu haben.< Ich wartete. Deswegen sind wir auf den
Gedanken gekommen, ein kleines Intermezzo zu veranstalten<, fuhr er fort, als ich nichts sagte.
>Du wirst der Königin ein bißchen Zirkus vorführen. Bestimmt hast du im Zirkus schon die
Dompteure gesehen, die mit ihren Peitschen Raubtiere dazu bringen, daß sie auf Hocker oder
durch Reifen springen oder den Zuschauern andere Kunststücke vorführen.< Ich war verzweifelt,
gab aber keine Antwort. >Nun, morgen früh, wenn dein hübscher Hintern ein bißchen geheilt ist,
wirst du deine Talente zeigen. Prinzessin Annette wird dich mit ihrem Reifen durch die Vorstellung
treiben.<
Ich wußte, daß mein Gesicht puterrot vor Wut und Empörung war - schlimmer noch, daß es meine
bodenlose Verzweiflung verriet, aber es war zu dunkel, und so konnte Gregory nichts sehen. Ich
konnte nur das Funkeln in seinen Augen erkennen. Wann ich merkte, daß er lächelte, wußte ich
selbst nicht. >Und du wirst deine kleinen Kunststücke gut und rasch vorführen<, fuhr er fort. >Die
Königin möchte nämlich gern sehen, wie du auf allen Vieren kriechst, auf den oder jenen Hocker
hüpfst und dann durch die Reifen springst, die man eben in diesem Augenblick für dich herrichtet.
Da du ein zweibeiniges Wesen mit Händen und Füßen bist, kannst du auch an einem kleinen
Trapez schaukeln, wobei Prinzessin Annette dich mit ihrem Paddel anspornen wird, und uns alle
mit deiner Geschmeidigkeit und Beweglichkeit unterhalten.<
Die Vorstellung eines solchen Auftritts schien mir mehr als entsetzlich. Das war kein Dienst, wie die
Königin anzukleiden oder ihr ihren Schmuck anzulegen oder Blumen für sie vom Boden aufzu
heben, um ihr zu zeigen, daß ich ihre Macht akzeptierte und sie verehrte. Hier ging es nicht darum,
für sie zu leiden. Vielmehr erwartete man von mir, daß ich eine Anzahl lächerlicher Kunststücke
vorführte. Dieser Gedanke war mir unerträglich. Das Schlimmste war, daß ich mir nicht vorstellen
konnte, so etwas fertigzubringen. Und wie schrecklich würde meine Erniedrigung sein, wenn meine
Kräfte schwanden und ich dann wieder in die Küche geschickt wurde.
Vor Angst und Erbitterung war ich außer mir, doch der furchtbare Lord Gregory, den ich so haßte,
lächelte mich an. Er packte meinen Penis und zog mich nach vorne. Natürlich faßte er ihn an der
Wurzel, nicht an der Spitze, wo es mir eine freudvolle Empfindung hätte bereiten können. Er zerrte
derart an mir, daß ich den Boden unter den Füßen verlor, und sagte: >Ein großartiges Schauspiel
wird das. Die Königin, der Großherzog und andere werden ihm beiwohnen. Und Prinzessin Annette
wird alles tun, um die Höflinge zu beeindrucken. Gib nur acht, daß sie dich nicht übertrifft!< «
Dornröschen schüttelte den Kopf und küßte Prinz Alexi. Er hatte erst angefangen, sich zu
unterwerfen - jetzt verstand sie, was er damit gemeint hatte.
»Aber Alexi«, sagte sie, als könne sie ihn vor einem Schicksal retten, das ihn in Wirklichkeit längst
ereilt hatte, »als der Stallbursche dich zur Königin brachte und du für sie die goldenen Kugeln
aufsammeln mußtest - war das nicht auch schon etwas von dieser Art?« Sie hielt inne. »Oh, wie
soll ich jemals so etwas fertigbringen?«
»Du kannst es. Das alles kannst du! Das ist doch der springende Punkt meiner Geschichte«,
erwiderte Prinz Alexi. »Alles Neue kommt dir furchtbar vor, weil es eben neu oder anders ist. Aber
letztlich ist das alles das gleiche. Das Paddel, der Riemen, die Nacktheit, die Beugung des Willens.
Nur die Formen wandeln sich ständig.
Aber du hast recht, wenn du auf meine erste Stunde bei der Königin hinweist. Das war ähnlich.
Aber vergiß nicht, man hatte mir in der Küche schwer zugesetzt, und ich war ganz durcheinander.
Später, als ic h wieder zu Kräften gekommen war, mußte mein Wille von neuem gebrochen
werden. Wäre ich direkt aus der Küche in diese kleine Zirkusvorstellung gekommen, dann hätte ich
dort vielleicht auch mein Letztes gegeben. Die Bloßstellung war dort noch viel größer, und viel
mehr Ausdauer wurde verlangt. Es war grotesk und unmenschlich.
Kein Wunder, daß sie keine wirkliche Grausamkeit brauchen, kein Feuer, keine Peitschen, um sich
zu amüsieren und ihre Lektionen zu lehren«, seufzte er.
»Aber was passierte? Kam es zu dieser Vorstellung?«
»Ja, natürlich. Gregory hätte mir vorher gar nicht viel erklären müssen, wenn er mir nicht den
Schlaf hätte rauben wollen. Ich verbrachte eine sehr unruhige Nacht. Viele Male wachte ich auf,
weil ich glaubte, jemand komme herbei - Stalljungen oder Küchenhelfer -, um meine Hilflosigkeit
auszunutzen und mich zu peinigen. Aber es kam niemand.
Undeutlich hörte ich, wie sich die Edelleute plaudernd unter den Sternen ergingen. Dann und wann
trieb man einen Sklaven vorbei, der unter den unvermeidlichen Peitschenhieben fürchterlich schrie.
Manchmal erahnte ich das Flackern einer Fackel zwischen den Bäumen. Am Morgen wurde ich
gebadet und mit Öl eingerieben. Meinen Penis berührten sie nicht, außer wenn er schlaff werden
wollte. Dann wurde er mit kundiger Hand wieder aufgeweckt. In der Dämmerung redeten alle in der
Sklavenhalle über den Zirkus. Mein Knecht erzählte mir, daß die Arena für die Vorstellung in einer
geräumigen Halle unweit der Gemächer der Königin eingerichtet worden war. Für die Höflinge
sollte es vier Zuschauerreihen geben, und sie würden auch ihre eigenen Sklaven mitbringen. Die
Sklaven seien in einem Zustand der Angst, weil sie fürchteten, selbst auftreten zu müssen. Mehr
verriet er nicht, aber ich wußte, was er im Sinn hatte. Meine Selbstkontrolle war auf eine harte
Probe gestellt. Er kämmte mein Haar, rieb reichlich Öl in meine Schenkel und meinen Po. Er ölte
sogar mein Schamhaar ein bißchen und bürstete es, damit es glänzte.
Schließlich brachte man mich in die Halle. Als ich im Schatten am Fuß der Wand stand und zum
beleuchteten Rund der Manege hinüber schaute, verstand ich, was ich zu tun hatte. Hocker
standen dort von verschiedener Größe und von verschiedenem Durchmesser. Von der Decke
hingen Trapeze und Reifen. Zwischen den Sesseln der Zuschauer standen Kandelaber mit
brennenden Kerzen. Die Höflinge warteten schon. Und die Königin, meine grausame Königin, hatte
auf einem Thron Platz genommen. Großherzog Andre saß neben ihr. Prinzessin Annette stand in
der Mitte des Runds. Ihr war also erlaubt, zu stehen, dachte ich, und mich würde man auf allen
Vieren herein treiben. Nun, ich mußte zu einem Entschluß kommen.
Und während ich kniend wartete, sagte ich mir schließlich, daß Widerstand unmöglich war.
Versuchte ich, meine Tränen zu unterdrücken, und verriet ich meine innere Anspannung, dann
würde meine Erniedrigung nur um so größer sein.
Es blieb mir nur eines: zu tun, was ich tun mußte. Prinzessin Annette sah zauberhaft aus. Ihr
flachsblondes Haar hing lose über ihren Rücken hinab, nur an den Enden mit Klammern
zusammengehalten, so daß es ihren Hintern nicht verdeckte. Nur eine leichte Rötung erinnerte dort
noch an Schläge, und solche Rötungen hatte sie auch auf Schenkeln und Waden. Das entstellte
sie gar nicht, sondern stand ihr im Gegent eil ungemein gut. Mich regte es auf. Um den Hals trug
sie ein mit goldenen Verzierungen versehenes ledernes Band. Füße und Unterschenkel steckten in
hochhackigen, reich vergoldeten Stiefeln. Natürlich war ich völlig nackt. Nicht einmal ein Halsband
hatte ich um. Das bedeutete, daß ich freiwillig ihren Befehlen folgen mußte, ohne daß sie mich am
Halsband hätte herum zerren können.
Ich wußte, was ich tun mußte. Sie würde mit großem Erfindungsreichtum zu glänzen versuchen.
Mit Kommandos wie >rasch< und >schneller< würde sie ihre Wut an mir auslassen und mich
wegen des kleinsten Ungehorsams scharf tadeln. Das würde ihr den Applaus der Zuschauer
sichern. Und je mehr ich mich sträubte, desto mehr würde sie glänzen, genau wie Gregory es
vorhergesagt hatte.
Für mich gab es nur einen Weg zum Triumph: absoluten Gehorsam. Alle ihre Befehle mußte ich
mit vollkommener Anmut ausführen. Und ich durfte mich keinesfalls sträuben - innerlich
ebensowenig wie äußerlich. Alle ihre Befehle mußte ich ausführen, auch wenn mir schon bei dem
bloßen Gedanken das Blut in den Schläfen zu pochen begann. Schließlich war alles bereit. Eine
Handvoll bezaubernder junger Prinzessinnen hatte Wein aufgetragen; verführerisch schwangen sie
ihre Hüften und boten mir, wenn sie sich über die Becher beugten, köstliche Ausblicke. Auch sie
würden meiner Züchtigung beiwohnen. Zum erstenmal sollte der ganze Hofstaat dabeisein.
Endlich war es soweit. Mit einem Händeklatschen gebot die Königin, ihren kleinen Liebling Prinz
Alexi hereinzuführen. Prinzessin Annette solle mich vor aller Augen >zähmen< und >schulen<.
Gregory verabreichte mir mit seinem Stock die üblichen Hiebe. Im nächsten Moment war ich mitten
in der Manege. Einen Augenblick lang tat mir der helle Lichtschein in den Augen weh. Dann sah
ich die hochhackigen Stiefel meiner Dompteuse auf mich zukommen. In einer Aufwallung eilte ich
hin, um ihre Schuhe zu küssen. Von den Zuschauern hörte ich Beifallsgemurmel.
Ich fuhr fort, sie mit Küssen zu überschütten, und dachte dabei: >Meine böse Annette, meine
grausame, starke Annette, du bist jetzt meine Königin.< Wie ein Fluidum strömte meine
Leidenschaft durch alle meine Glieder, nicht nur in meinen geschwollenen Schwanz. Ohne einen
Befehl bekommen zu haben, beugte ich meinen Rücken und spreizte die Beine ein wenig.
Sofort bekam ich die ersten Schläge. >Prinz Alexi<, sagte die gerissene kleine Teufelin dabei,
>jetzt zeigst du deiner Königin, wie gelehrig du bist, indem du alle meine Befehle rasch ausführst.
Und auf alle meine Fragen möchte ich eine höfliche Ant wort.< Also mußte ich sprechen. Ich
spürte, wie mir das Blut ins Gesicht schoß. Sie aber ließ mir gar keine Zeit, zu erschrecken, und ich
nickte ganz schnell und sagte: >ja, edle Prinzessin<, und wieder hörte ich um mich herum
Beifallsgemurmel. Daß sie seh r stark war, sagte ich schon. Sie konnte viel härter zuschlagen als
die Königin und konnte es darin mit den Küchenjungen und mit den Stallburschen aufnehmen.
Zumindest - das merkte ich würde sie mich wund schlagen wollen, denn sie verabreichte mir sofort
ein paar klatschende Hiebe, wobei sie mein Hinterteil mit dem Paddel anhob, während sie
draufschlug. >Zu dem Schemel dort<, befahl sie dann. >Hock dich drauf, die Knie gespreizt und die
Hände hinter dem Nacken. Los!< Ich sprang sofort auf den Schemel, wobei es mir gerade noch
gelang, die Balance zu halten. Es war die gleiche kauernde Stellung, in der mein Stallbursche mich
gezüchtigt hatte. jetzt konnte der ganze Hofstaat meine Genitalien sehen.
>Dreh dich langsam um<, befahl sie, um mich im ganzen Umkreis zu präsentieren, >damit die
Edelleute das Schoßtier sehen, das heute abend für sie eine kleine Vorstellung gibt!< Wieder
setzte es einen Hagel von Schlägen. Die Zuschauer klatschten Beifall. Kaum hatte ich eine
komplette Umdrehung vollführt, befahl sie mir, auf allen Vieren und mit Kinn und Brust auf dem
Boden, eine rasche Runde zu machen, wie ich es schon früher fü sie getan hatte. Ich dachte an die
Vorsätze, die ich gefaßt hatte. Den Rücken gekrümmt und die Knie gespreizt, beeilte ich mich zu
gehorchen; neben mir hörte ich das Klacken ihrer Absätze; mein Hintern zuckte unter ihren
Schlägen zusammen. Ich versuchte nicht, ihn zu straffen; vielmehr ließ ich meine Hüften sich
heben und senken, so daß sie vor den Hieben zurückzuckten und sie doch hinnahmen. Und wie
ich so über den weißen Marmorboden dahin kroch, ergriff ein eigenartiges Gefühl von mir Besitz.
Das ist mein natürlicher Zustand, das bin ich wirklich, dachte ich. Ich nahm die Reaktionen der
Höflinge wahr; sie lachten über die jämmerliche Körperhaltung, in der ich mich ihnen darbot, und
ihre Gespräche wurden angeregter. Blasiert, wie sie waren, fanden sie meine kleine Vorstellung
doch des Zuschauens wert. Sie bewunderten mich für meine Selbstentäußerung. Mir entfuhr bei
jedem Schlag des Paddels ein Stöhnen, ohne daß ich es zu unterdrücken versuchte. Ich ließ dem
Ausdruck meiner Pein freien Lauf und krümmte meinen Rücken noch stärker.
Als ich nach Erfüllung meiner Aufgabe wieder in die Mitte der Manege zurückkehrte, kam von allen
Seiten Applaus.
Meine grausame Lehrmeisterin erlaubte mir keine Pause. Sofort befahl sie mir, auf einen der
Schemel zu hüpfen, und von dort auf einen noch höheren. Als ihre Schläge mich trafen, zuckten
meine Hüften nach vorn, und mein Stöhnen kam mir selbst merkwürdig laut vor. >Ja, meine
Prinzessin<, sagte ich nach jedem Befehl. Meine Stimme klang tief, aber sie zitterte und verriet,
wie furchtbar ich litt. >Ja, meine Prinzessin<, sagte ich wieder, als sie mir schließlich befahl, mich
mit gespreizten Beinen vor sie zu stellen. Dann mußte ich langsam in die Hocke gehen, bis ich die
Haltung einnahm, die sie für richtig befand. Nun gebot sie mir, mit den Händen hinter dem Nacken
durch den ersten Reifen zu springen und dann wieder in die Hocke zu gehen. >Ja, meine
Prinzessin, sagte ich und gehorchte sofort, um dann ebenso gefügig durch den nächsten Reifen zu
springen. Ich war behende und schämte mich nicht, wenngleich mein Penis und meine Hoden bei
meinen Sprüngen auf wenig graziöse Art hüpften.
Die Schläge kamen jetzt unregelmäßiger, wurden aber noch wuchtiger. Ich stöhnte immer heftiger,
was viel Gelächter hervorrief.
Als sie mir dann befahl, hochzuspringen und mich mit beiden Händen an das Trapez zu hängen,
kamen mir vor Anspannung und Erschöpfung die Tränen. Die Prinzessin drosch auf mich ein, daß
ich an dem Trapez hin- und herpendelte. Nun sollte ich mich hochschwingen und mit den Füßen an
den Ketten, die das Trapez hielten, einhängen.
Das war ganz unmöglich, sosehr ich mich auch abzappelte. Meine Zuschauer schlugen sich auf die
Schenkel vor Lachen. Schließlich trat Felix hinzu und half mir in die von der Prinzessin gewünschte
Stellung, in der ich nun ihre Schläge aushalten mußte.
Als sie davon genug hatte, mußte ich mich erneut auf den Boden knien. Die Prinzessin knüpfte
einen langen, dünnen Lederriemen um meinen Penis und zog mich daran zu sich. So war ich noch
niemals vorgeführt worden, und ich weinte bittere Tränen. Mein ganzer Körper glühte und bebte,
während sie so an - mir zerrte, und nicht einmal an einen Rest von Anmut war noc h zu denken,
wäre ich zu halbwegs klaren Gedanken überhaupt noch fähig gewesen. Die Prinzessin zog mich
vor die Königin, wandte sich dann um und zerrte mich mit klackenden Absätzen so eilig wieder
davon, daß ich ihr nur mit letzten Kräften zu folgen vermochte.
Mein Elend war grenzenlos. Die Runde schien kein Ende zu nehmen. Der Riemen schnürte
meinen Penis zusammen, und mein Hintern war so wund, daß er mich, auch ohne daß sie mich
schlug, furchtbar schmerzte. Schließlich hatte ich die Runde beendet. Ich hatte ein Gefühl, als fiele
der Prinzessin nun nichts mehr ein. Sie hatte erwartet, daß ich ungehorsam sein und Widerstand
leisten würde. Als das nicht eintrat, war ihre Vorführung, wenn man von meinem bedingungslosen
Gehorsam absah, ohne wirklichen Höhepunkt. Doch jetzt hatte sie eine geschickt ersonnene
Prüfung für mich parat, auf die ich nicht vorbereitet war.
Mit gespreizten Beinen mußte ich vor ihr Aufstellung nehmen und mich mit den Händen auf dem
Boden aufstützen. Meine Kehrseite war dabei der Königin und dem Großherzog zugewandt, was
mich von neuem an meine Nacktheit erinnerte.
Die Prinzessin legte das Paddel beiseite und nahm ihre Lieblingsspielzeuge, lederne Riemen, in
die Hand. Jeweils einen wand sie mir um Schenkel und Waden. Dann mußte ich mich eine
Handbreit nach vorn bewegen und mein Kinn auf einen der höheren Schemel legen. Nun befahl sie
mir, die Hände auf den Rücken zu legen. Ich tat wie geheißen und stand nun mit nach vorn
gebeugtem Oberkörper breitbeinig da, das Kinn auf dem Schemel. Alle konnten meinen
jammervollen Gesichtsausdruck sehen.
Wie du dir vorstellen kannst, reckte ich in dieser Stellung meinen Hintern in die Höhe, und die
Prinzessin begann, ihn mit Komplimenten zu überschütten. >Sehr schöne Hüften, Prinz Alexi, und
ein sehr hübscher Po, fest und rund und muskulös und besonders hübsch anzusehen, wenn du
dich windest, um dem Paddel oder dem Riemen zu entgehen.< Sie illustrierte das sofort mit
peitschenden Schlägen. In mein Stöhnen mischten sich bittere Tränen.
Dann gab sie einen Befehl, der mich überraschte. >Aber der Hof möchte deinen Hintern richtig
sehen. Du mußt ihn bewegen<, sagte sie. >Nicht bloß, um den Schlägen auszuweichen, die du
brauchst und wirklich verdienst, sondern um deine Demut zu zeigen!< Ich wußte nicht, was sie
meinte. Sie schlug wild auf mich los, als hätte ich mich ungehorsam gezeigt, während ich unter
Tränen sagte: >Ja, meine Prinzessin.< - >Aber du gehorchst ja nicht!< schrie sie. Sie hatte mit dem
angefangen, was sie wirklich gewollt hatte, und bei ihrem Ausruf begann ich gegen meinen Willen
zu schluchzen. Was konnte ich zu ihr sagen? >Ich will, daß du deinen Hintern bewegst, Prinz<,
befahl sie. >Ich will, daß er tanzt, und deine Füße müssen ruhig dabei bleiben.< Ich hörte, wie die
Königin lachte. Und plötzlich befielen mich Scham und Angst. Ich wußte, daß die scheinbare
Kleinigkeit, die sie von mir verlangte, zuviel für mich war. Von Schluchzen geschüttelt, bewegte ich
meine Hüften von einer Seite zur anderen, während sie weiter auf mich einschlug.
>Nein, Prinz, so einfach ist das nicht. Ich möchte einen richtigen Tanz für den Hofstaat<, forderte
sie. >Dein rotes Popöchen muß mehr tun, als unter meinen Schlägen zu zittern!< Sie faßte mich an
den Hüften und zwang mich, eine kreisförmige Bewegung damit zu vollführen. jetzt, da ich es dir
erzähle, mutet es wie eine Kleinigkeit an. Für mich aber war es unsagbar schmachvoll, so mit
meinem Po zu rotieren und all meine Kraft und all meinen Willen für diese vulgäre
Zurschaustellung aufzuwenden. Dennoch verlangte sie das von mir, und mir blieb nichts, als ihr zu
gehorchen. >Tiefer in die Knie, einen Tanz wollen wir sehen<, verlangte sie mit einem
klatschenden Schlag ihres Riemens. >Tiefer in die Knie und die Hüften mehr seitwärts!< Ihre
Stimme war scharf und böse geworden. >Du sträubst dich, Prinz Alexi. Amüsant ist das nicht!< rief
sie, und ein neuer Hagel von Schlägen traf mich, während ich mich verzweifelt bemühte, ihr zu
willfahren. >Beweg dich!< schrie sie mit Triumph in der Stimme. Ich war völlig aus der Fassung
geraten, und die Prinzessin wußte das.
>Du wagst es also, dich in der Gegenwart der Königin und des Hofes zu zieren?< schalt sie mich
und versetzte meine Hüften mit beiden Händen in noch heftigere Bewegung. Ich war am Ende
meiner Kräfte. Es gab nur eine Möglichke it, mich nicht von ihr besiegen zu lassen: Ich mußte mich
noch wilder verrenken, als sie es erzwang. Beifall kam auf, als ich diesen schmählichen Tanz
vollführte und meinen Po auf und ab und von Seite zu Seite schwenkte. Die ganze Zeit ruhte mein
Kinn auf dem Schemel, so daß alle die Zerstörung meines Willens beobachten konnten.
>Ja, Prinzessin<, keuchte ich mühsam und legte mich derart ins Zeug, daß der Applaus nicht
aufhören wollte.
>So ist es gut, Prinz Alexi, sehr gut<, rief sie. >Und die Beine noch weiter auseinander, und noch
mehr Bewegung!< Ich gehorchte sofort. Ruckartige Bewegungen vollführte ich jetzt, und seit ich im
Schloß war, hatte ich mich noch nie so geschämt nicht einmal, als man mich in der Küche
vergewaltigt hatte.
Schließlich war mein kleiner Auftritt zu Ende. Die Edelleute plauderten über dies und das, doch ich
verspürte eine gewisse Unruhe in ihrem Ton, was bedeutete, daß sie sich in einem Zustand der
Erregung befanden. Ich brauchte nicht hinzuschauen, um zu wissen, daß sie alle auf die kleine
Arena starrten, ganz gleich, wie unbeteiligt sie sich nach außen hin gaben. Prinzessin Annette
befahl mir nun, mich langsam im Kreise zu drehen, wobei mein Kinn auf dem Schemel zu bleiben
hatte. Dabei mußte ich meine Kehrseite hin und her schwenken, damit sich der ganze Hof von
meiner Gefügigkeit aufs beste zu überzeugen vermochte. Mein eigenes Schluchzen dröhnte mir in
den Ohren. Ich bemühte mich zu gehorchen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Ließ die
Kreisbewegung meiner Hüften auch nur ein bißchen nach, verschaffte das der Prinzessin sofort
wieder eine Gelegenheit, mich zu züchtigen. Schließlich verkündete sie dem Hof, hier sei ein
gehorsamer Prinz, der für die Zukunft noch phantasievollere Unterhaltung verspreche. Die Königin
klatschte in die Hände. Die Versammlung konnte sich nun auflösen, tat es aber nur sehr zögernd.
Um die Vorstellung auch noch für die letzten Zuschauer weiterzuführen, befahl mir Prinzessin
Annette, mit den Händen das über mir hängende Trapez zu ergreifen. Während sie von neuem mit
voller Wucht auf mich einschlug, mußte ich den Kopf in den Nacken werfen und auf den
Zehenspitzen an Ort und Stelle marschieren '
Der Schmerz schoß mir durch Waden und Schenkel; das Schlimmste aber war wie immer mein
wundes Hinterteil. Dennoch tra t ich weiter auf der Stelle, während die Halle sich leerte. Die Königin
war als erste gegangen. Schließlich hatten sich auch die Höflinge entfernt. Prinzessin Annette
übergab Lord Gregory ihre Folterwerkzeuge.
Ich stand schwer atmend und mit stechenden Gliedern da, die Hände um die Stange des Trapezes
verkrampft. Und nun hatte ich das Vergnügen zu sehen, wie ein Page Prinzessin Annette die
Stiefel auszog und sie von ihrem Halsband befreite. Dann warf er sie sich über die Schulter und
trug sie hinaus. Leider konnte ich ihr Gesicht nicht sehen und wußte nicht, was sie empfand. Auf
der Schulter des Pagen war ihr Hintern in die Luft gereckt; ihre Schamlippen waren lang und dünn,
ihr Schamhaar rötlich.
Nun stand ich allein da, Schweiß überströmt und erschöpft. Gregory trat zu mir, hob mein Kinn an
und sagte: >Du bist unbesiegbar, nicht wahr?< Ich war erstaunt. >Elender, stolzer, widerspenstiger
Prinz Alexi!< rief er in scharfem Ton. Ich versuchte, meine Verblüffung zu zeigen. >Sagt mir,
warum ich mißfallen habe?< bat ich. Oft genug hatte ich gehört, wie Prinz Gerald das im Gemach
der Königin sagte.
>Du verstehst es, allem etwas abzugewinnen. Es gibt nichts, was für dich zu schwierig, zu
würdelos ist. Du spielst mit uns allen!< entgegnete er. Wieder war ich erstaunt .
>Nun, du wirst Jetzt an meinem Schwanz Maß nehmen<, kündigte er an und gebot dem letzten
Pagen, uns zu verlassen. Wie mir befohlen worden war, hielt ich mich mit den Händen immer noch
am Trapez fest. Die Halle lag nun im Dunkel; nur der Nachthimmel schimmerte schwach durch die
Fenster. Ich hörte, wie er seine Kleider öffnete, und spürte die Berührung seines Penis. Und dann
stieß er ihn in meinen Anus.
>Unartiger kleiner Prinz<, zischte er, während er mich mit heftigen Stößen traktierte. Als es vorüber
war, nahm mich Felix ebenso beiläufig über die Schulter, wie der andere Page Prinzessin Annette
hinaus getragen hatte. Meine Rute versteifte sich, als sie seinen Körper berührte, aber ich bemühte
mich, meine Erregung unter Kontrolle zu halten. Als er mich im Gemach der Königin absetzte, saß
sie, ihre Fingernägel feilend, an ihrem Ankleidetisch. >Ich habe dich vermißt<, sagte sie. Ich kroch
auf allen Vieren zu ihr, um ihre Schuhe zu küssen. Sie nahm ein weißes, seidenes Taschentuch
und wischte mir das Gesicht ab.
>Du gefällst mir sehr gut<, raunte sie. Ich war verwirrt. Was sah Lord Gregory in mir, was sie nicht
bemerkte?
Freilich war ich jetzt zu erleichtert, um lange darüber nachzudenken. Hätte sie mich ungnädig
empfangen und weitere Bestrafungen angeordnet, dann hätte ich vor Verzweiflung geheult. Wie
die Dinge nun lagen, war sie für mich ein Bild von Schönheit und Milde. Sie befahl mir, sie zu
entkleiden und ihr Bett aufzuschlagen. Ich gehorchte, so gut ich konnte. Doch sie wies das seidene
Nachthemd zurück.
Und zum erstenmal stand sie ganz nackt vor mir.
Sie hatte mir nicht erlaubt, aufzuschauen. Ich kauerte zu ihren Füßen. Dann sagte sie, daß ich den
Blick heben dürfe. Du kannst dir kaum vorstellen, wie schön sie war. Sie hatte lange Beine und
einen festen, starken Körper mit Schultern, die für eine Frau ein bißchen zu kräftig sind. Ihre Brüste
waren herrlich, und ihr Ge-schlecht ein schimmerndes Nest schwarzen Haares. Mir stockte der
Atem.
>Meine Königin<, flüsterte ich und küßte ihre Füße, küßte ihre Fesseln. Sie protestierte nicht. Ich
küßte ihre Knie. Sie protestierte nicht. Ich küßte ihre Schenkel und begrub dann impulsiv mein
Gesicht in diesem Nest duftenden Haars und fand es heiß, so heiß. Und sie hob mich auf, bis ich
stand. Sie hob meine Arme, und ich umschlang sie und spürte zum erstenmal ihren vollen,
fraulichen Körper. Und ganz gleich, wie stark und kräftig sie nach außen erschien, neben mir war
sie klein und nachgiebig. Ich vollzog eine Bewegung, um ihre Brüste zu küssen, und sie lud mich
wortlos ein, es zu tun. Und ich liebkoste sie, bis die Königin seufzte. Ihre Brustwarzen schmeckten
so süß und waren so weich und gleichzeitig so fest und voll unter meinen respektvollen Fingern.
Sie sank aufs Bett, und ich kniete vor ihr und begrub wieder mein Gesicht zwischen ihren Beinen.
Sie aber sagte, sie wolle jetzt meinen Schwanz, verbot mir aber, mich zu verströmen, bevor sie es
wünsche.
Stöhnend gab ich zu erkennen, wie schwer das für mich sein würde wegen meiner Liebe zu ihr.
Doch sie legte sich auf ihre Kissen zurück, öffnete die Beine, und zum erstenmal sah ich die
rosigen Lippen.
Sie zog mich auf sich. Ich konnte es gar nicht glauben, als ich fühlte, wie ihre heiße Vagina meinen
Penis umschloß. So lange war es hergewesen, daß ich bei einer Frau solche Befriedigung fühlte.
Seit mich ihre Soldaten gefangennahmen, war es nicht mehr dazu gekommen. Ich bemühte mich,
meine Leidenschaft im Zaum zu halten, doch als sie begann, ihre Hüften zu bewegen, glaubte ich,
ich würde den Kampf verlieren. Sie war so feucht und so heiß und eng, und mein Penis schmerzte
noch von der Bestrafung. Mein ganzer Körper tat weh, aber es war ein köstlicher Schmerz. Ihre
Hände liebkosten meinen Hintern, strichen über die Wunden. Dann spreizte sie meine Pobacken,
und während sich die heiße Scheide um meinen Penis zusammenzog und ihr Schamhaar mich rieb
und reizte, steckte sie ihren Finger in meinen Anus.
>Mein Prinz, mein Prinz, du bestehst alle Prüfungen<, flüsterte sie. Ihre Bewegungen wurden
ungestümer. Röte war ihr in Gesicht und Brüste gestiegen. >jetzt!< befahl sie, und ich pumpte
meine Leidenschaft in sie hinein.
Ein Zittern lief durch meinen ganzen Körper, und meine Hüften bewegten sich so ruckartig wie bei
der Zirkusvorstellung. Als ich leer und erschlafft dalag, bedeckte ich ihr Gesicht und ihre Brüste mit
hingebungsvollen, schläfrigen Küssen.
Sie richtete mich auf und liebkoste mich mit den Händen. Ich sei ihr schönster Besitz, sagte sie.
>Aber noch warten viele Grausamkeiten auf dich<, fuhr sie fort. Ich spürte, wie mein Schwanz von
neuem hart wurde. Von nun an sollte ich jeden Tag schlimmeren Prüfungen unterworfen werden,
als sie sich jemals ausgedacht hatte, eröffnete mir die Königin.
>Ich liebe Euch, meine Königin<, flüsterte ich. Und ich hegte keinen anderen Wunsch, als ihr zu
dienen. Dennoch hatte ich Angst - ich hatte Angst, obwohl ich mich aufgrund der schon
bestandenen Prüfungen äußerst selbstbewußt fühlte.
>Morgen<, verkündete sie, >werde ich eine Parade meiner Truppen abnehmen. Ich muß ihnen in
einer offenen Kutsche voran fahren. So sehen meine Soldaten mich ebenso, wie ich sie sehe.
Danach muß ich in die umliegenden Dörfer.
Der ganze Hofstaat reist mit, und zwar geordnet nach Rang. Die Sklaven marschieren zu Fuß mit,
nackt und mit ledernen Halsbändern. Du wirst neben me iner Kutsche marschieren; so können alle
dich sehen. Und du sollst das schönste Halsband tragen, und dein Anus wird einen ledernen
Phallus beherbergen. In den Mund bekommst du eine Kandare, und ich werde die Zügel halten.
Erhobenen Hauptes wirst du vor Offiziere, Soldaten und das gemeine Volk hintreten. Und um dem
Volk eine Freude zu machen, wirst du auf den Dorfplätzen zur Schau gestellt werden, und alle
sollen dich bewundern können, ehe die Prozession ihren Fortgang nimmt.<
>Ja, meine Königin<, antwortete ich fast tonlos. Ich wußte, daß das eine fürchterliche Prüfung sein
würde. Dennoch dachte ich mit einer gewissen Neugier daran. Ich fragte mich, wann und wie mich
das Gefühl der Hilflosigkeit und der Selbstaufgabe überkommen würde. Würde es vor den
Dorfbewohnern oder den Soldaten geschehen oder während ich neben der Kutsche einher schritt,
wenn mein Hinterteil durch den ledernen Phallus gemartert wurde? Jede Einzelheit, die sie mir
beschrieben hatte, versetzte mich in Erregung. Ich schlief einen tiefen Schlaf. Mein Knecht weckte
mich und richtete mich ebenso sorgfältig wie für den kleinen Zirkus her.
Vor dem Schloß war alles in Bewegung. Die offene Kutsche der Königin stand im Vorhof, und sie
saß schon darin, umgeben von ihren Fußsoldaten und von berittenen Pagen. Auf dem Bock saßen
Männer mit schönen, Feder geschmückten Hüten. Eine große Gruppe berittener Soldaten hielt sich
bereit.
Ehe ich hinaus geführt wurde, kämmte Leo ein letztes Mal mein Haar und schnallte mir die
Kandare an. Während er mir die Lippen abwischte, meinte er, das Schwierigste werde für mich
sein, mein Kinn hochzuhalten. Niemals dürfte ich den Kopf sinken lassen, auch wenn die Königin
die Zügel nicht straffe. Täte ich es, würde sie es sofort merken und furchtbar in Zorn geraten.
Dann zeigt e er mir den ledernen Phallus. Es waren keine Gürtel, keine Riemen daran. Er war so
groß wie ein erigierter Penis, und ich bekam Angst. Wie sollte ich ihn drinnen behalten?- Am
hinteren Ende war als Dekoration ein Pferdeschweif aus dünnen, schwarzen Lederstreifen
befestigt. Der Knecht bedeutete mir, ich solle die Beine spreizen. Dann drückte er mir den Phallus
in den Hintern. So müsse er bleiben, sagte er, sonst sei der Zorn der Königin grenzenlos. Die
dünnen Lederstreifen kitzelten meine Schenkel. Sie würden wie ein Pferdeschwanz schwingen,
wenn ich neben der Kutsche herschritt, aber sie waren kurz und verbargen nichts.
Dann ölte er wieder mein Schamhaar, meinen Schwanz und meine Hoden ein. Auch meinen Bauch
rieb er mit etwas Öl ein. Ich hatte die Hände hinter dem Nacken gefaltet, und er gab mir einen
kleinen, mit Leder überzogenen Knochen, den ich halten sollte. Das würde mir diese Stellung
erleichtern, meinte er. Und das waren meine Aufgaben: Ich durfte den Kopf nicht senken; der
Phallus durfte seinen Platz nicht verlassen, und mein eigener Penis mußte hart bleiben, damit er
der Königin Ehre machte.
Am Zügel führte mich der Knecht in den Schloßhof hinaus. In der hellen Mittagssonne blitzten die
Speere der Soldaten und Ritter. Auf den Pflastersteinen klapperte der Hufschlag der Pferde.
Die Königin war in ein Gespräch mit dem Großherzog an ihrer Seite vertieft. Sie schien mich kaum
zu bemerken und lächelte mir nur kurz zu. Die Zügel wurden ihr überreicht; sie liefen über die Tür
der Kutsche und erlaubten nicht , daß ich den Kopf sinken ließ. >Schlag immer respektvoll die
Augen nieder<, instruierte mich mein Knecht.
Es dauerte nicht mehr lange, und die Kutsche rollte durch die Tore und über die Zugbrücke. Nun,
du kannst dir vorstellen, was das für ein Tag für mich war. Nackt wurde ich durch die Dörfer meines
eigenen Königreichs geführt. Und du weißt ja, wie es ist, wenn einen alle anstarren - Soldaten,
Ritter, gewöhnliches Volk.
Daß andere nackte Sklaven folgten, war mir nur ein kleiner 'Trost. Neben der königlichen Kutsche
war ich allein. Ich dachte nur daran, ihr zu gefallen und vor den anderen so zu erscheinen, wie sie
es wünschte. Ich hielt den Kopf hoch und kniff den Po zusammen, um den schmerzenden Phallus
nicht zu verlieren. Und als wir dann an Hunderten und Aberhunderten von Soldaten vorbeizogen,
dachte ich wieder: >Ich bin ihr Diener, ihr Sklave, und das ist mein Leben. Ich habe kein anderes.<
Am schlimmsten war es wohl in den Dörfern. Du warst schon in den Dörfern gewesen. Ich nicht.
Gewöhnliche Leute hatte ich bis dahin nur in der Küche gesehen.
Auf den Dörfern wurde am Tag der Militärparade auch ein Jahrmarkt eröffnet. Die Königin besuchte
eine Anzahl davon, und damit begann ein Volksfest. Auf jedem Dorfplatz war eine kleine Bühne
errichtet. Wenn die Königin in das Haus des Dorfschulzen ging, um ein Glas Wein mit ihm zu
trinken, wurde ich auf diesem Podium zur Schau gestellt, wie die Königin es mir zuvor angekündigt
hatte.
Aber ich durfte nicht ruhig dastehen, wie ich gehofft hatte. Die Dörfler wußten das, ich jedoch nicht.
Als wir das erste Dorf erreichten, entfernte sich die Königin. Ich hatte kaum den Fuß auf die
Plattform gesetzt, als sich schon wildes Gejohle erhob. Die Menge wußte, daß man ihr hier etwas
zu ihrer Belustigung bot.
Froh über die Gelegenheit, meine Hals- und Schultermuskeln ein wenig zu lockern, ließ ich den
Kopf sinken. Erstaunt war ich, als Felix mir den Phallus entfernte. Die Menge reagierte mit lautem
Gebrüll. Mit den Händen hinter dem Nacken mußte ich mich dann auf eine Drehscheibe knien.
Felix gebot mir, die Beine weit zu spreizen, und versetzte die Scheibe mit dem Fuß in Bewegung.
In diesen ersten Momenten hatte ich vielleicht größere Angst als jemals zuvor; dennoch dachte ich
nicht einmal daran, aufzuspringen und fortzulaufen. Ich war völlig hilflos. Nackt, ein Sklave der
Königin, befand ich mich inmitten von gewöhnlichen Leuten, die mich sofort überwältigt hätten und
für eine solche Gelegenheit auch noch höchst dankbar gewesen wären. Ein Entkommen war also
unmöglich. Prinzen oder Prinzessinnen auf der Flucht hätten die Dörfler sofort wieder eingefangen
und ins Schloß zurückgebracht.
Jetzt befahl Felix mir, der Menge alle meine intimen Körperteile zu zeigen, die im Dienst der
Königin standen. Ich sei ihr Sklave, ihr Tier, verkündete er. Diese mit großem Pathos
gesprochenen Worte verstand ich nicht. Also erläuterte er mir in höflichen Worten, daß ich mich
nach vorne beugen und mit der Hand meine Hinterbacken spreizen müsse, damit alle meinen Anus
zu sehen bekämen. Natürlich war das eine symbolische Geste. Sie bedeutete, daß ich ständig für
jeden Gewaltakt verfügbar war.
Schamrot und zitternd gehorchte ich. Die Menge brach in lautes Gejohle aus. Mir liefen die Tränen
über die Wangen. Mit einem langen Stock hob Felix meine Hoden, damit alle sie sahen, und schob
meinen Penis hin und her, um seine Hilflosigkeit vorzuführen. Während der ganzen Zeit mußte ich
meine Pobacken spreizen und meinen Anus zeigen. Sobald die Kraft meiner Hand auch nur im
geringsten nachließ, befahl er mir in scharfem Ton, das Fleisch weiter auseinanderzuziehen, und
drohte mit Züchtigung. >Die Königin wird das sehr ärgern<, prophezeite er, >aber die Zuschauer
werden begeistert sein.< Unter lautem Beifallsgeschrei schob er mir dann den Phallus wieder in
den Anus. Ich mußte meine Lippen auf das Holz der Drehscheibe drücken. Dann wurde ich wieder
zur Kutsche zurückgeführt; Felix hatte sich die Zügel über die Schulter geworfen, und so trottete
ich hinter ihm her. Im letzten Dorf war ich noch ebensowenig an diesen Vorgang gewöhnt wie im
ersten. Der Königin hatte Felix mittlerweile versichert, daß ich jede nur vorstellbare Demut beweise.
An Schönheit überträfe ich jeden früheren Prinzen. Die halbe Dorfjugend beiderlei Geschlechts sei
bis über beide Ohren in mich verliebt. Als sie diese Komplimente hörte, küßte die Königin mich auf
die Augen.
An diesem Abend fand im Schloß ein großes Bankett statt. Du hast bei deiner Vorstellung im
Schloß schon ein solches Bankett miterlebt. Ich kannte es nicht. Zum erstenmal servierte ich der
Königin Wein, manchmal auch anderen, zu denen sie mich als besonderen Gunstbeweis schickte.
Als ich Prinzessin Annette sah, lächelte ich ihr zu, ohne mir Gedanken darüber zu machen.
Ich glaubte, ich könne alles tun, was man mir befahl. Vor nichts mehr hatte ich Angst. Meinen
eigenen Willen, so kann ich sagen, hatte ich nun völlig aufgegeben. Der deutlichste Beweis dafür
war, daß sowohl mein Knecht als auch Graf Gregory- wenn sie die Gelegenheit dazu hatten - mir
vorhielten, daß ich widerspenstig und störrisch sei. Ich nähme überhaupt nichts ernst, behaupteten
sie. Ich bestritt das, wenn ich die Gelegenheit hatte zu antworten, aber solche Gelegenheiten gab
es nur selten.
Seit damals habe ich noch vieles erlebt, doch die Lektionen, die ich in diesen ersten Monaten
lernte, waren die wichtigsten.
Prinzessin Annette ist noch immer da. Wer sie ist, wirst du zum rechten Zeitpunkt erfahren. Und
obwohl ich alles ertragen kann, was die Königin, Lord Gregory und der Knecht mir antun, bei
Prinzessin Annette fällt mir das immer noch schwer. Doch davon weiß niemand etwas, da bin ich
ganz sicher.
Es ist schon fast Morgen. Ich muß dich ins Ankleidezimmer zurückbringen und dich auch baden,
damit niemand merkt, daß wir zusammen waren. Ich habe dir meine Geschichte erzählt, damit du
verstehst, was Selbstaufgabe bedeutet und daß jeder von uns seinen eigenen Weg dahin finden
muß.
Es gibt noch mehr, was ich dir sagen muß, und ich werde das zur rechten Zeit tun. Für jetzt sollst
du aus all dem nur eine simple Erkenntnis gewinnen: Wenn du Züchtigungen aushalten sollst, die
du nicht ertragen zu können glaubst, dann denk dir nur: Alexi hat es ausgehalten, also kann auch
ich es ertragen.«
Dornröschen wollte seinen Worten nicht Einhalt gebieten, aber sie konnte nicht anders - sie mußte
ihn küssen. Von neuem war sie grenzenlos hungrig nach ihm, aber es war schon zu spät.
Während er sie zum Ankleidezimmer zurückbrachte, fragte sie sich, ob er die Wirkung seiner Worte
auf sie wohl erahnte. Konnte er wissen, wie sehr sie seine Erzählung fasziniert hatte? Konnte er
wissen, wie sehr er ein Verständnis gesteigert hatte, das in ihr schon aufgekeimt war - ihre Einsicht
in die Dinge des Sich-Bescheidens und der Selbstentäußerung?
Als er sie badete und alle Spuren seiner Liebe tilgte, blieb sie still und gedankenverloren. Was
hatte sie am Abend empfunden, als die Königin gesagt hatte, sie wolle sie wieder nach Hause
schicken, weil der Kronprinz sie übermäßig verehre? Hatte sie da fortgehen wollen? Schreckliche
Gedanken befielen sie. Sie sah sich schlafend in dem verstaubten Gemach, das für hundert Jahre
ihr Gefängnis gewesen war, hörte Geflüster von allen Seiten. Die alte Hexe mit der Spindel, die sie
in den Finger gestochen hatte, lachte aus zahnlosem Mund und griff mit geilen Händen nach ihren
Brüsten. Dornröschen schauderte. Als Alexi die Fesseln fest zog, zuckte sie zusammen und wand
sich.
»Hab keine Angst. Diese Nacht hat uns gehört, niemand hat uns entdeckt.«, beruhigte er sie.
Sie starrte ihn an. Sie fürchtete sich vor niemandem im Schloß, weder vor ihm noch vor dem
Prinzen, noch vor der Königin. Ihre eigenen Gedanken jagten ihr jetzt Angst ein. Die Dämmerung
graute. Alexi umarmte sie. Sie war jetzt an die Wand gefesselt, das lange Haar zwischen ihrem
Rücken und den Steinen der Mauer. Und sie vermochte nicht, das staubige Gemach in ihrem
heimatlichen Schloß zu vergessen. Ihr schien, als treibe sie durch immer neue Schichten von
Schlaf. Der An-kleideraum in dem grausamen Land, in dem sie sich befand, hatte für sie seine
Gegenständlichkeit eingebüßt.
Ein Prinz war in ihr Schlafgemach gekommen. Seine Lippen hatten die ihren berührt. Aber es war
nur Alexi, der sie geküßt hatte? Hatte Alexi sie hier geküßt?
Als sie in jenem alten Bett die Augen geöffnet und den erblickt hatte, der den Zauber gebrochen
hatte, hatte sie in ein sanftes, unschuldiges Gesicht geschaut! Es war nicht der Kronprinz, es war
nicht Alexi. Es war eine einfache Seele, ähnlich ihrer eigenen, die jetzt erstaunt vor ihr zurückwich.
Tapfer war er, ja, tapfer, und ganz unkompliziert.
»Nein«, schrie sie.
Alexi legte ihr rasch die Hand auf den Mund. »Was hast du, Dornröschen?«
»Küß mich nicht!« flüsterte sie.
Doch als sie die Trauer in seinem Gesicht sah, öffnete sie den Mund, und seine Zunge drang in ihn
ein, füllte ihn aus. Sie preßte sich mit dem ganzen Körper an ihn.
»Ah, du bist es, nur du ... «, flüsterte sie.
»Was dachtest du? Hast du geträumt?«
»Einen Augenblick schien mir, als sei dies alles ein Traum«, gestand sie. Aber die Wand hinter ihr
war nur zu wirklich, ebenso wirklich wie seine Berührung.
»Und warum sollte es ein Traum sein? Vielleicht sogar ein Alptraum?«
Sie schüttelte den Kopf. »Du liebst es, was hier geschieht - du liebst es wirkliche, flüsterte sie ihm
ins Ohr. Sehnsüchtig ruhte sein Blick auf ihr und glitt dann in weite Fernen. »Und es schien wie ein
Traum, weil die ganze Vergangenheit, die wirkliche Vergangenheit, all ihren Glanz verloren hat!«
Aber was sagte sie da? Daß sie sich nicht ein einziges Mal nach ihrer Heimat, nach ihrer Jugend
gesehnt, daß der hundertjährige Schlaf ihr keine Weisheit geschenkt hatte?
»Ich liebe es. Ich hasse es«, sagte Alexi. »Es erniedrigt mich und erschafft mich neu.
Selbstaufgabe bedeutet, all dies zur gleichen Zeit zu empfinden und dennoch ein einziger Geist
und eine einzige Seele zu sein.«
»Ja«, seufzte sie, als hätte sie ihn zu Unrecht beschuldigt. »Böser Schmerz, böse Lust.«
Lächelnd stimmte er zu. »Bald werden wir wieder vereint sei »Ja Verlaß dich drauf. Bis dahin, mein
Liebling, sollst du allen gehören.«

Das Dorf
Die nächsten Tage verg ingen für Dornröschen ebenso schnell wie die vorherigen. Niemand hatte
bemerkt, daß sie und Alexi zusammengewesen waren.
Am folgenden Abend eröffnete ihr der Kronprinz, sie habe die Zustimmung seiner Mutter gefunden.
Von nun an würde sie lernen, ihm aufzuwarten, seine Gemächer sauber zuhalten und all die
Dienste zu verrichten, die Alexi für die Königin verrichtete.
Und von nun an würde Dornröschen in den Gemächern des Prinzen schlafen.
Alle beneideten sie darum. Der Prinz und nur er allein verordnete ihr ihre täglichen Strafen. jeden
Morgen wurde sie von Lady Juliana auf den Zügelpfad geführt. Beim Mittagsmahl mußte sie dann
den Wein auftragen, und wehe, wenn sie einen Tropfen davon verschüttete. Am Nachmittag war
Schlafenszeit, damit sie am Abend mit frischen Kräften den Prinzen bedienen konnte. Und am
nächsten Festabend sollte sie an einem Rennen von Reitpfad- Sklaven teilnehmen. Aufgrund ihrer
täglichen Übungsstunden erwartete der Prinz, daß sie gewann.
Dornröschen hörte es tränenüberströmt und mit geröteten Wangen; immer wieder beugte sie sich
nieder, um die Stiefel des Prinzen zu küssen, wenn er seine Befehle gab. Er schien noch sehr
unstet in seiner Liebe, und während das Schloß schlief, weckte er sie öfter mit ungestümen
Umarmungen. Sie konnte kaum an Alexi denken in diesen Momenten, so aufmerksam beobachtete
sie der Prinz, der ihr, immer noch Angst einflößte.
Wenn der Morgen dämmerte, wurde sie in ihren Hufeisenstiefeln zu Lady Juliana gebracht.
Dornröschen hatte Angst, aber sie war bereit. In ihrem purp urroten Reitkleid war Juliana ein Bild
der Schönheit. Dornröschen lief schnell auf dem weichen Kiesweg, und oft mußte sie blinzeln,
wenn. die Sonne durch die Äste der Bäume blitzte. Am Ende des Weges weinte sie immer.
Sie und Juliana waren dann allein im Garten. Juliana hatte einen Lederriemen bei sich, gebrauchte
ihn aber selten, und der Garten wirkte auf Dornröschen beruhigend. Die beiden setzten sich dann
ins Gras - Juliana wie auf einer Wolke aus feingestickter Seide schwebend -, und ganz plötzlich
gab sie Dornröschen dann einen Kuß, daß sie erschrak und sich ganz schwach fühlte. Juliana
streichelte Dornröschen am ganzen Körper. Sie überschüttete sie mit Komplimenten und Küssen,
und wenn sie sie wirklich mit dem ledernen Riemen schlug, weinte Dornröschen schwer atmend in
sich hinein und verlor die Empfindung für ihr eigenes Ich.
Bald pflückte sie mit den Zähnen Blumen für Juliana, bald küßte sie voller Anmut den Saum ihres
Kleides oder gar ihre Hände, und all dies gefiel ihrer Herrin aufs höchste. Ah, ich werde das
erreichen, was Alexi will, daß ich werde, dachte Dornröschen. Doch die meiste Zeit war ihr Geist
leer.
Bei den Mahlzeiten achtete sie sorgfältig darauf, den Wein mit großer Anmut zu servieren.
Trotzdem kam der Moment, da sie etwas davon verschüt tete, und sie mußte eine harte Bestrafung
durch den Pagen erleiden. Danach kroch sie zu den Stiefeln des Prinzen, um stumm um
Vergebung zu bitten. Der Prinz war sehr ärgerlich, und als er dem Pagen erneut gebot, sie zu
bestrafen, empfand Dornröschen ein sengendes Gefühl der Erniedrigung. An diesem Abend
peitschte er sie gnadenlos, ehe er sie nahm.
Die geringste Unvollkommenheit bei ihr sei ihm zutiefst verhaßt, sagte er. Dornröschen mußte sich
an die Wand ketten lassen und verbrachte die Nacht kummervoll weinend. Sie fürchtete neue,
schreckliche Strafen. Lady Juliana hatte eine Bemerkung gemacht, daß Dornröschen in mancher
Hinsicht noch Jungfrau sei und Neues bisher nur langsam habe zu lernen brauchen.
Dornröschen fürchtete auch Lord Gregory, der sie ständig beobachtete. Als sie eines Morgens auf
dem Reitpfad stolperte, drohte Juliana ihr mit der Halle der Strafen.
Dornröschen fiel sofort auf Hände und Knie und küßte Julianas Schuhe. Und während Juliana sich
lächelnd besänftigen ließ, konnte man Gregory, der sich in der Nähe befand, seinen Unmut
überaus deutlich anmerken.
Dornröschens Herz klopfte schmerzhaft, als sie vom Reitpfad fortgeführt wurde. Könnte ich nur
Alexi sehen ... , dachte sie, doch der Gedanke hatte ein wenig an Zauber verloren - warum, wußte
sie nicht. Auch als sie an diesem Nachmittag auf ihrem Bett lag, dachte sie an den Kronprinzen
und Lady Juliana. »Meine Herren und Meister«, flüsterte sie vor sich hin und fragte sich, warum
Leo ihr keinen Schlaftrunk gegeben hatte, wo sie doch gar nicht müde war und nur das Pulsieren
der Leidenschaft zwischen ihren Beinen sie quälte. Sie hatte nur eine Stunde geruht, als Lady
Juliana hereinkam. »Ich selbst bin nicht einverstanden damit«, erklärte Juliana, während sie
Dornröschen in den Garten hinaus führte, »aber der Prinz will dich die armen Sklaven sehen
lassen, die ins Dorf geschickt werden.«
Wieder das Dorf. Dornröschen versuchte, ihre Neugier zu verbergen. Juliana schlug sie wie
nebenbei mit dem Ledergürtel, während sie sich den Reitpfad entlang bewegten. Schließlich
erreichten sie einen eingefriedeten Garten. Die niedrigen Bäume darin standen in voller Blüte. Auf
einer Steinbank saßen der Prinz und ein hübscher junger Höfling, der in ernstem Ton zu ihm
sprach.
»Das ist Lord Stefan«, raunte Juliana ihr zu, »und du mußt ihm den größten Respekt erweisen. Er
ist der Lieblingsvetter des Prinzen. Außerdem ist er heute nicht glücklich. Das hat mit seinem
ungehorsamen Liebling Prinz Tristan zu tun.«
Oh, wenn ich nur Prinz Tristan sehen könnte, dachte Dornröschen. Sie hatte schon viel von ihm
gehört und fragte sich, was er verbrechen haben könnte.
Lord Stefan hatte graue Augen und goldblondes Haar, und Dornröschen konnte nicht übersehen,
daß er sehr hübsch war. Der Ausdruck seines jugendlichen Gesichts verriet jedoch, daß er
niedergedrückt vor sich hin brütete.
Nur eine Sekunde lang ruhte sein Blick auf Dornröschen, und wiewohl ihm ihre Reize offenbar nicht
entgingen, wandte er seine Aufmerksamkeit sofort wieder dem Prinzen zu, der ihm streng die
Leviten las.
»Du liebst ihn zu sehr; es ist das gleiche wie bei mir und dieser Prinzessin, die du hier siehst. Du
mußt deine Liebe unterdrücken wie ich die meine. Glaub mir, ich kann dich verstehen, auch wenn
ich dich verurteilen
»Aber das Dorf ... «, murmelte Stefan.
»Er muß hin, und es wird ihm von Nutzen sein!«
»0 herzloser Prinz«, flüsterte Juliana. Sie gab Dornröschen einen Schubs, damit sie Lord Stefans
Stiefel küsse, ehe sie neben den beiden Aufstellung nahm. »Der arme Prinz Tristan wird den
ganzen Sommer im Dorf verbringen. Der Prinz hob Dornröschens Kinn, beugte sich zu ihr herab
und küßte sie auf die Lippen. Dornröschen durchströmte ein Gefühl süßer Pein. Freilich war sie
sehr neugierig auf alles, was hier gesagt wurde, und machte deswegen nicht den kleinsten
Versuch, anziehend auf den Prinzen zu wirken.
»Ich muß dich fragen ... «, begann Lord Stefan. »Würdest du Dornröschen ins Dorf schicken, wenn
du das Gefühl hättest, daß sie es verdient?«
»Natürlich«, erwiderte der Prinz, doch es klang nicht überzeugend. »Auf der Stelle würde ich das
tun.«
»Oh, das könntet Ihr nicht!« empörte sich Juliana.
»Sie verdient es nicht, und somit ist die Frage ohne Belang«, beharrte der Prinz. »Aber wir reden
von Prinz Tristan. Und Tristan bleibt trotz aller Strafen, die wir ihm schon auferlegt haben, für alle
ein Rätsel. Er braucht die Strenge des Dorfes, wie Prinz Alexi einst der Küche bedurfte, um Demut
zu lernen.«
Lord Stefan war tief bekümmert; die Worte Strenge und Demut schienen ihm einen Stich zu
versetzen. Er stand auf und bat den Prinzen, mit ihm zu kommen, um die Sache noch einmal zu
besprechen.
»Morgen machen sie sich auf den Weg. Das Wetter ist inzwischen sehr warm, und die Dörfler
treffen schon die Vorbereitungen für die Auktion. Ich habe ihn in den Gefängnishof geschickt. Dort
soll er warten.«
»Komm, Dornröschen«, sagte der Prinz und erhob sich. »Es wird gut für dich sein, wenn du das
siehst.«
Die Kälte und Strenge des Prinzen hatten Dornröschen betroffen gemacht. Sie bemühte sich, an
der Seite Julianas zu bleiben, während sie über einen Pfad den Garten verließen und an Küche
und Ställen vorbei einen einfachen, schmutzigen Hof erreichten. Ein vierrädriger Karren mit einem
einzelnen Pferd davor stand an der Schloßmauer.
Ein paar gewöhnliche Soldaten warteten hier. Drei davon bedeuteten Dornröschen, ihnen zu
folgen. Plötzlich wurde sie sich ihrer Nacktheit bewußt; ihre Wunden schmerzten sie heftig. Sie
schreckte zusammen, als sie einer kleinen Umzäunung ansichtig wurde, in der eine Gruppe
nackter Prinzen und Prinzessinnen stand, die Hände hinter dem Nacken gefesselt. Die meisten von
ihnen traten von einem Bein auf das andere, als sei das weniger anstrengend, als stundenlang
stillzustehen.
Einer der Soldaten hieb mit einem Lederriemen wuchtig über den Zaun hinweg und jagte eine
quiekende Prinzessin zu der Gruppe in der Mitte des Platzes. Auch andere wurden von seinen
Schlägen getroffen, und Dornröschen war wütend über die Art, wie dieser gemeine Soldat schöne
Beine und Pos mißhandelte.
Dennoch konnte sie die Augen nicht von den Sklaven wenden, die erschreckt vom Zaun
zurückwichen, nur um auf der Gegenseite von einem anderen müßigen Krieger gezüchtigt zu
werden, der noch viel wuchtiger zuschlug.
Jetzt bemerkten die Soldaten den Prinzen. Sofort ließen sie von ihren Opfern ab, verbeugten sich
und nahmen Haltung an.
Im gleichen Moment schienen auch die Sklaven die kleine Gruppe bemerkt zu haben. Ersticktes
Stöhnen der Geknebelten verriet, wie sehr die Prinzen und Prinzessinnen litten. An Schönheit
konnten sie es mit allen anderen Sklaven aufnehmen, die Dornröschen bis jetzt gesehen hatte.
Manche warfen sich vor dem Prinzen auf die Knie; da und dort sah sie ein pfirsichfarbenes
Geschlecht unter gekräuseltem Schamhaar. Viele Prinzen hatten steife Glieder, als hätten sie
keine Kontrolle mehr über sich selbst. Einer von ihnen küßte den Boden, als der Prinz, Lord Stefan,
Lady Juliana und Dornröschen an ihrer Seite zum Zaun traten, um einen Blick auf die
Eingesperrten zu werfen.
Die Augen des Prinzen waren böse und kalt; Lord Stefan jedoch schien erschüttert. Sein Blick
ruhte auf einem sehr würdigen Prinzen, der weder jammerte noch sich verbeugte, noch in
irgendeiner anderen Weise um Gnade bettelte. Er war ebenso blond wie Stefan und hatte tiefblaue
Augen, und obwohl sein Mund durch den Knebel verzerrt war, schien sein Gesicht ebenso heiter
wie das von Prinz Alexi. Demütig hatte er den Blick gesenkt, und Dornröschen bemühte sich, die
Faszination zu verbergen, die sie beim Anblick seines schwellenden Schwanzes und seiner
wunderbar modellierten Glieder empfand. Hinter der scheinbaren Gleichgültigkeit seines Ausdrucks
war tiefe Niedergeschlagenheit zu erahnen.
Unvermittelt drehte Stefan sich um, als könne er nicht mehr an sich halten.
»Sei nicht so sentimental. Er verdient seine Zeit im Dorf«, sagte der Prinz kalt. Und mit
gebieterischer Geste befahl er den anderen weinenden Prinzen und Prinzessinnen zu schweigen.
Lächelnd und mit verschränkten Armen sahen die Wachen zu. Dornröschen wagte nicht, zu ihnen
zu schauen. Hätten sich ihre Blicke getroffen, wäre ihre Demütigung noch größer gewesen.
Doch jetzt gebot ihr der Prinz, sich hinzuknien und seine Instruktionen zu befolgen.
»Sieh dir diese Unglücklichen an, Dornröschen«, sagte der Prinz mit Unwillen in der Stimme. »Sie
kommen ins Dorf der Königin - es ist das größte und wohlhabendste im ganzen Land. Dort wohnen
die Familien derer, die uns hier dienen. Die Handwerker machen unser Leinen, unsere einfachen
Möbel, liefern uns Wein und Lebensmittel. Alle Gewerbe gibt es dort, die man in einer kleinen Stadt
finden würde.«
Dornröschen starrte auf die gefangenen Prinzen und Prinzessinnen, die sich in stummer Pein vor
dem Prinzen verbeugten.
»Vielleicht ist es das schönste Dorf in der ganzen Gegend«, fuhr der Prinz ungerührt fort. »Es gibt
dort einen strengen Bürgermeister und viele Gasthöfe und Tavernen, die bei den Soldaten sehr
beliebt sind. Darüber hinaus besitzt dieses Dorf das besondere Vorrecht, für die warmen Monate
auf einer Auktion jene Prinzessinnen und Prinzen zu ersteigern, die harter Bestrafung bedürfen.
jedermann im Dorf ist es gestattet, einen Sklaven zu kaufen, wenn er das Gold dafür hat.«
Einige der Gefangenen hielten sich bei diesen Worten nicht mehr im Zaum und flehten laut
stöhnend um Gnade. Mit einem Finger schnippen gebot der Prinz den Soldat en, mit ihren Riemen
und Paddeln Ordnung zu schaffen. Die verzweifelten Sklaven drängten sich in der Mitte der
Umzäunung zusammen, wobei sie den Peinigern ihre empfindlichen Brüste und Organe
zuwandten, als gelte es um jeden Preis, die wunde Hinterseite zu schützen.
Der hochgewachsene, blonde Prinz Tristan jedoch machte keine Anstalten, sich zu schützen.
Seine Augen hatten unverwandt auf seinem Herrn geruht; jetzt aber wandte er langsam den Blick
zu Dornröschen.
Dornröschens Herz krampfte sich zusammen. Fast wurde ihr schwindlig, als sie geradewegs in
seine tiefblauen Augen schaute.
»Es ist ein schrecklicher Dienst«, warf Lady Juliana jetzt ein, und ihr Ton verriet, daß sie sich
bemühte, den Prinzen milde zu stimmen. »Die Auktion findet gleich nach der Ankunft der Sklaven
statt, und du kannst dir vorstellen, daß selbst Bettler und Strolche herbeieilen, um sie nicht zu
versäumen. Es ist ein Feiertag für das ' ganze Dorf. jeder Sklave und jede Sklavin wird nicht nur
von seinem oder ihrem Herrn bestraft, sondern muß auch härteste Arbeit verrichten. Die Leute im
Dorf kennen kein Erbarmen, und selbst der schönste Prinz und die lieblichste Prinzessin bleiben
nicht verschont.«
Dornröschen fiel Alexis Beschreibung ein, wie er in den Dörfern zur Schau gestellt und von der
rohen Menge erniedrigt worden war. Ihr Geschlecht schmerzte vor übergroßer Begierde, aber
gleichzeitig war sie von Schrecken erfüllt.
»Ja, es ist roh und grausame, bestätigte der Prinz. Sein Blick ruhte auf dem untröstlichen Lord
Stefan, der den unglücklichen Gefangenen immer noch den Rücken zukehrte. »Aber es ist auch
eine erhabene Strafe. Auf dem Schloß können nur wenige Sklaven in einem Jahr lernen, was sie
sich während der warmen Monate im Dorf aneignen. Und natürlich wird ihnen nichts Ernstliches
angetan, nicht mehr als den Sklaven hier. Es gelten die gleichen, strengen Regeln: keine Schnitte,
keine Verbrennungen, keine wirklichen Wunden. Und jede Woche werden sie in eine Sklavenhalle
getrieben und dort gebadet und mit Öl eingerieben. Wenn sie aber ins Schloß zurückkehren, sind
sie nicht nur brav und gefügig. Sie sind in unvergleichlicher Stärke und Schönheit wiedergeboren.«
Ja, wie Prinz Alexi wiedergeboren wurde, dachte Dornröschen mit klopfendem Herzen. Ob jemand
ihr Staunen und ihre Erregung zu erkennen vermochte? Sie warf einen verstohlenen Blick auf Prinz
Tristan. Der stand scheinbar gleichmütig zwischen den anderen, die Augen auf den Rücken seines
Herrn, Lord Stefan, gerichtet.
Bedrückende Vorstellungen gingen ihr durch den Kopf. Wie hatte Alexi gesagt - solche Bestrafung
sei gnädig, und wenn es ihr schwerfiel, langsam zu lernen, könne das zu noch härterer Züchtigung
führen?
»Jetzt ist erst Frühling«, sagte Lady Juliana kopfschüttelnd. »Ach, die lieben Kinder werden ewig
dort sein. Und die Hitze, die Fliegen, die Arbeit! Du kannst dir nicht vorstellen, was man ihnen dort
zumutet... Die Soldaten, die in den Tavernen herumlungern und sich für ein paar Münzen eine
Prinzessin oder einen Prinzen kaufen können sind eigentlich gar nicht das Recht haben, an so
etwas auch nur zu denken.«
»Du übertreibst«, hielt ihr der Prinz entgegen.
»Aber würdest du deinen eigenen Sklaven dort hinschicken?« beschwor ihn Lord Stefan noch
einmal. »Ich möchte nicht, daß er dort hinkommt!« murmelte er. »Und trotzdem habe ich ihn
verdammt - und das vor der Königin!«
»Dann hast du auch keine Wahl. Ja, ich würde meinen eigenen Sklaven hinschicken, wenn auch
kein Sklave der Königin oder des Kronprinzen jemals so bestraft worden ist.« Fast verächtlich
wandte sich der Prinz von den Sklaven ab.
Dornröschen beobachtete, wie der schöne Prinz Tristan sich jetzt dem Zaun näherte. Ein
hochmütiger Wächter, dem die Mißhandlung der Gruppe viel Freude zu machen schien, schlug
sofort mit seinem Ledergürtel auf Tristan ein, doch der nahm die Hiebe gar nicht zur Kenntnis.
»Ah, er möchte um Gnade bitten«, seufzte Lady Juliana. Lord Stefan drehte sich um, und die
beiden jungen Männer standen sich gegenüber.
Fast in Trance sah Dornröschen zu, wie Tristan langsam und anmutig niederkniete und den Boden
vor seinem Herrn küßte.
»Es ist zu spät«, sagte der Prinz, »und dieses kleine Zeichen von Liebe und Demut zählt jetzt nicht
mehr.«
Tristan war wieder aufgestanden, den Blick geduldig gesenkt. Mit einem Schritt war Lord Stefan bei
ihm, streckte die Arme über den Zaun, drückte Tristan an sich und küßte ihn viele Male auf Haar
und Gesicht. Die Hände hinter dem Nacken gefesselt, erwiderte Tristan ruhig seine Küsse.
Der Prinz war wütend. Lady Juliana lachte. Der Prinz zog Lord Stefan fort und sagte, sie müßten
die Sklaven jetzt verlassen. Sie alle würden am nächsten Tag im Dorf sein. Als Dornröschen später
im Bett lag, konnte sie an nichts anderes denken als an die kleine Gruppe im Gefangenenhof. Aber
auch die engen, gewundenen Straßen der Dörfer kamen ihr in den Sinn, die sie auf dem Weg
hierher gesehen hatte. Sie erinnerte sich an die Gasthöfe mit den gemalten Schildern über den
Türen, an die Fachwerkhäuser, die ihr Schatten gespendet hatten, und an die kleinen, mit
Butzenscheiben versehenen Fenster. Niemals würde sie die in grobes Zeug gekleideten Männer
und Frauen mit den aufgekrempelten Ärmeln vergessen. Wie sie sie angestarrt und sich über ihre
Hilflosigkeit gefreut hatten.
Sie konnte nicht schlafen. Ein seltsames, neues Schreckensgefühl erfüllte sie jetzt. Es war dunkel,
als der Prinz sie endlich holen ließ. Als sie die Tür seines privaten Speisesaales durchquerte, sah
sie, daß Lord Stefan bei ihm war. In diesem Augenblick glaubte sie, ihr Schicksal sei nunmehr
entschieden. Rasch wollte sie weitergehen, doch Lord Gregory hielt sie auf der Schwelle zurück.
Das Bild des Prinzen in seinem samtenen, wappengeschmückten Wams verschwamm vor ihrem
tränenerfüllten Blick. Vor ihrem inneren Auge stiegen die gepflasterten Dorfstraßen auf, die Weiber
mit ihren Reisigbesen, die Burschen in den Tavernen.
Lord Gregory richtete das Wort an sie. »Glaubst du, ich sähe nicht, in welcher Weise du dich
verändert hast?« zischte er ihr so leise ins Ohr, daß es ihr schien, als geschähe es nur in ihrer
Phantasie.
Unmutig runzelte Dornröschen die Stirn und senkte den Blick.
»Du hast das gleiche Gift in deinen Adern wie Prinz Alexi. jeden Tag sehe ich, wie es wirkt. Bald
wirst du glauben, daß nichts und niemand dir etwas anhaben kann.«
Ihr Pulsschlag ging schneller. Lord Stefan, der an der Tafel saß, wirkte verlassen und einsam. Der
Prinz hingegen war selbstsicher wie immer. »Was du brauchst, ist eine ordentliche Lektion ... «,
flüsterte Gregory in scharfem Ton.
»Du meinst doch nicht das Dorf, edler Herr!« entfuhr es Dornröschen. »Nein, nicht das Dorf!« Bei
dem Gedanken war er offensichtlich schockiert. »Und sei nicht so schnippisch und frech zu mir. Du
weißt schon, was ich meine! Die Halle der Strafen.« »Ah, dein Reich, in dem du der Fürst bist«,
flüsterte Dornröschen. Aber er hörte sie nicht. Wie nebenbei hatte der Prinz mit den Fingern
geschnappt, um sie zu sich zu beordern. Sie näherte sich auf Händen und Knien, hielt aber gleich
darauf wieder inne. »Weiter!« zischte Gregory ihr zu. Der Prinz hatte es noch nicht bemerkt.
Als er aber den Kopf wandte und verdrießlich zu ihr herübersah, verharrte sie immer noch, den
Kopf gesenkt, die Augen auf ihn gerichtet. Als sie den Zorn in seiner Miene sah, drehte sie sich
plötzlich herum und krabbelte auf Händen und Knien an Gregory vorbei in den Korridor.
»Halt sie auf, halt sie auf! « schrie der Prinz. Und als Dornröschen im Augenwinkel Gregorys Stiefel
neben sich wahrnahm, sprang sie auf und wollte davonlaufen. Gregory erwischte sie am Haar, und
sie schrie auf, als er sie zurückriß und sich über die Schulter warf. Sie trat mit den Füßen,
hämmerte mit den Fäusten auf seinen Rücken und weinte hysterisch.
Zwar hörte sie die wütende Stimme des Prinzen, aber sie konnte die Worte nicht verstehen, und
als Gregory sie zu seinen Füßen absetzte, lief sie wieder davon. Zwei Pagen rannten ihr nach und
hielten sie fest. Sie sträubte sich mit allen Kräften, als man sie band und kebelte. Wohin sie
gebracht wurde, wußte sie nicht; es war dunkel, und der Weg führte über Treppen hinab. Panik
erfüllte sie, und gleichzeitig bemächtigte sich ihrer ein Gefühl tiefer Reue. In der Halle der Strafen
würde man sie an den Balken hänge und wenn sie nicht einmal das aushielt, wie sollte sie dann
das Dorf ertragen?
Doch noch ehe die Sklavenhalle erreicht war, fühlte sie sich von einer seltsamen Ruhe erfüllt. Die
beiden Pagen warfen sie in eine dunkle Zelle. Die Fesseln schnitten Dornröschen ins Fleisch, als
sie auf dem kalten Steinboden lag. Ein Gefühl ruhiger Heiterkeit erfüllte sie jetzt. Trotzdem weinte
sie weiter. Ihr Geschlecht schien im Rhythmus ihrer Seufzer zu pochen. Um sie herum herrschte
Grabesstille. Der Morgen nahte, als sie geweckt wurde. Auf Gregorys Geheiß lösten die Pagen ihre
Fesseln und hoben sie hoch, bis sie auf unsicheren Beinen stand. Gregory versetzte ihr einen
Schlag mit dem ledernen Riemen.
»Schändlich verwöhnt, Prinzessin!« zischte er, doch Dornröschen war von einem schläfrigwarmen
Gefühl des Begehrens beherrscht und träumte vom Dorf. Ein paarmal stieß sie einen leisen
Klagelaut aus, als seine wütenden Schläge sie trafen. Ungläubig merkte sie dann, wie die Pagen
sie wieder knebelten und ihre Hände hinter dem Nacken fesselten. Sie mußte ins Dorf!
»0 Dornröschen, Dornröschen«, hörte sie plötzlich Julianas klagende Stimme. »Warum hattest du
Angst? Warum versuchtest du fortzulaufen? Du warst so stark, so gut gewesen, mein Liebling.«
»Arrogant und verwöhnt ist sie«, wetterte Gregory wieder, während die Pagen sie durch das offene
Tor trieben. Über den Bäumen graute der Morgenhimmel. »Absichtlich hast du das getan!« zischte
ihr Gregory ins Ohr, als er sie vor sich herpeitschte. »Aber ich sage dir, das wirst du bereuen und
noch bitterlich weinen. Und niemand wird dasein, der dich hört.« Dornröschen bemühte sich, nicht
zu lächeln. Aber hätten die anderen ein Lächeln bemerkt, da sie doch die grausame Lederkandare
im Mund trug? Es war unwichtig. Sie lief unter Gregorys wuchtigen Hieben an der Mauer des
Schlosses entlang, während Juliana weinend die Szene verfolgte. »0 Dornröschen, ich ertrage es
nicht.«
Die Sterne glommen noch schwach am Himmel; die Luft war trotzdem schon warm und
schmeichelnd. Sie durchquerten den leeren Gefangenenhof, dann einen weiteren. Die Zugbrücke
war heruntergelassen.
Und da stand der riesige Sklavenkarren. Die schweren, weißen Gäule, die ihn zum Dorf hinunter
ziehen sollten, waren schon angespannt. Einen Augenblick lang war Dornröschen von Schrecken
erfüllt. Doch dann durchflutete sie ein köstliches Gefühl der Hingabe an das Unausweichliche. Die
Sklaven drängten sich jammernd auf dem Karren zusamme n. Der Kutscher hatte schon auf dem
Bock Platz genommen. Zu beiden Seiten wurde das Gefährt von berittenen Soldaten flankiert.
»Eine noch«, rief Gregory dem Hauptmann zu. Das Jammern der Gefangenen wurde noch lauter.
Kräftige Hände ergriffen sie und hoben sie hoch.
»So, kleine Prinzessin«, lachte der Hauptmann, als er sie auf dem Karren absetzte.
Dornröschen spürte das rohe Holz der Planken unter den Füßen, während sie sich bemühte, das
Gleichgewicht nicht zu verlieren. Einen kurzen Moment lang schaute sie um sich. Juliana war in
Tränen aufgelöst. Sie leidet ja wirklich, dachte Dornröschen verwundert. Und dann bemerkte sie
hoch oben im dunklen Schloß ein von Fackelschein erleuchtetes Fenster. Der Prinz und Lord
Stefan standen darin.
Der Prinz hatte ihren Blick wohl bemerkt; auch die übrigen Sklavinnen und Sklaven waren ihm
gefolgt und fingen nun an, schluchzend um Gnade zu flehen. Doch wie Lord Stefan vorher den
Gefangenen den Rücken zugedreht hatte, wandte sich auch der Prinz um. Der Karren setzte sich
in Be wegung. Die großen Räder quietschten, und die Hufe der Pferde klapperten auf dem Pflaster.
Auf dem holpernden Wagen taumelten die Sklaven gegeneinander. Plötzlich sah Dornröschen
direkt in die blauen Augen von Prinz Tristan. Er kämpfte sich ihr entgegen, während sie auf ihn
zukam. Um sie herum bemühten sich die anderen Sklaven verzweifelt, den herzhaften Schlägen
der berittenen Garde zu entgehen. Der Hieb eines Riemens traf Dornröschen am Arm, aber jetzt
drückte sie Prinz Tristan an sich.
Ihr Busen ruhte an seiner warmen Brust, ihre Wange an seiner Schulter. Sein dickes, steifes Glied
fand den Weg zwischen ihre feuchten Schenkel und streichelte ihr Geschlecht. Bemüht, nicht zu
fallen, bestieg sie es und spürte, wie es in sie glitt. Sie dachte an das Dorf, an die Auktion und an
all die Schrecken, die sie erwarteten. Und als sie an die Niederlage ihres lieben Prinzen und an die
arme, betrübte Lady Juliana dachte, lächelte sie wieder. Doch dann erfüllte Prinz Tristan ihre
Gedanken. Mit seinem ganzen Körper schien er sie zu durchdringen und zu umschlingen.
Und trotz seines Knebels hörte sie über die Schreie der anderen hinweg, wie er fragte:
»Dornröschen, hast du Angst?« »Nein!« Entschlossen schüttelte sie den Kopf. Sie preßte ihren
gequälten Mund auf den seinen, und während er sie mit seinen Stößen hochhob, spürte sie, wie
Tristans Herz pochte.

Die Dornröschen-Trilogie, Buch 2:

Dornröschens
Bestrafung
Was bisher geschah
Die Bestraften
Dornröschen und Tristan
Die Versteigerung auf dem Marktplatz
Dornröschen auf dem Block
Lektionen von Herrin Lockley
Prinz Roberts seltsame kleine Geschichte
Der Hauptmann der Garde
Der Platz der öffentlichen Bestrafung
Tristan im Haus von Nicolas, des Chronisten der Königin
Ein edles Gespann
Das Gut und der Stall
Die Nacht der Soldaten im Wirtshaus
Große Unterhaltung
Nicolas Bettkammer
Tristans Seele wird weiter enthüllt
Strenge Lady Lockley
Eine Unterhaltung mit Prinz Richard
Die öffentlichen Zelte
Lady Lockleys Zärtlichkeiten
Geheimnisse im Innern des Schlafgemachs
Unter den Sternen
Geheimnisse und Offenbarungen
Eine reuevolle Prozession
Tristan und Dornröschen
Desaster
Exotische Handelsware
Eine weitere Stufe der Leiter
Sinnliche Gefangenschaft

Was bisher geschah


Nach hundertjährigem Schlaf öffnet Dornröschen die Augen, erweckt durch den Kuß des Prinzen,
ihrer Kleider entledigt, und ihr Herz ist, ebenso wie ihr Körper, ausgeliefert an ihren Erretter. Dieser
beschließt sogleich, sie als nackte Lustsklavin mit in sein Königreich zu nehmen.
Mit untertäniger und dankbarer Zustimmung ihrer Eltern und erfüllt von Begierde nach dem jungen
Prinzen wird Dornröschen an den Hof von Königin Eleanor, der Mutter des Prinzen, gebracht. Und
dort muß sie mit Hunderten nackter Prinzessinnen und Prinzen dienen; Spielzeugen gleich, bis sie
ihren Lohn erhalten und heimgeschickt werden in ihre Reiche.
Entflammt und erniedrigt zugleich durch die strenge Zucht der Übungshalle, der Halle der Strafen
und der unbarmherzigen Prüfungen des Reitweges, erfüllt von dem übermächtigen Verlangen, zu
gehorchen und zu gefallen, gewinnt Dornröschen die Gunst des Prinzen und ihrer zeitweiligen
Herrin, der anmutigen jungen Lady Juliana.
Doch sie kann ihre heimliche und verbotene Leidenschaft für Prinz Alexi, dem schönen
Lieblingssklaven der Königin, und schließlich auch zu einem ungehorsamen Sklaven, Prinz Tristan,
weder aus ihrem Herzen verbannen noch verhehlen.
Als sie Prinz Tristan inmitten einer Gruppe in Ungnade Gefallener entdeckt, nimmt Dornröschen in
einem Moment scheinbar unerklärlichen Ungehorsams die gleiche Strafe auf sich, die Tristan
zugedacht ist: Vom sinnenfrohen Hof verstoßen zu werden, um im Dorf harte und unwürdige Arbeit
zu verrichten.
Und so beginnt unsere Geschichte damit, daß wir Dornröschen gefesselt und geknebelt auf einem
großen Karren vorfinden, auf dem sie gemeinsam mit Prinz Tristan und den übrigen verurteilten
und verstoßenen Sklaven den langen Weg zum Dorf gebracht wird. Dort sollen sie auf dem
Marktplatz versteigert werden.

Die Bestraften
Der Morgenstern verblaßte am violettschimmernden Himmel, als ein riesiger hölzerner Karren,
beladen mit nackten Sklaven, das Schloß verließ. Weiße Rösser zogen das schwere Gefährt über
die Zugbrücke und trotteten schnaubend die gewundene Straße entlang, während die Soldaten
des Begleittrupps ihre Pferde dicht an die hohen Räder des Wagens trieben, um mit ihren
Peitschen besser auf die nackten Leiber der jammernden Prinzen und Prinzessinnen einschlagen
zu können.
In panischer Angst drängten sich diese aneinander, eine Gruppe elender Gestalten, die Hände
hinter dem Nacken zusammengebunden, die Münder verzerrt und geknebelt von kleinen
Lederriemen. Ihre Pobacken waren gerötet und die prallen Brüste unter den Fesseln und Schlägen
angeschwollen.
Verzweifelt schauten manche zurück zu den hohen Türmen des Schlosses, das gewaltig und
dunkel am Horizont aufragte. Doch niemand war wach, so schien es, der ihre Schreie hätte hören
können; dort schliefen an die Tausend gehorsamer Sklaven in seidenen Betten und prächtigen
Gemächern ihrer Gebieter und verschwendeten keinen Gedanken an jene Unverbesserlichen, die
nun auf dem rumpelnden Karren ins Dorf gebracht wurden, um dort auf dem Markt versteigert zu
werden.
Der Hauptmann des Begleittrupps lächelte, als er Dornröschen erblickte, die Lieblingssklavin des
Kronprinzen, die als letzte auf den Karren geladen worden war und sich jetzt gegen Prinz Tristans
große, muskulöse Gestalt drängte.
Welch wunderschöne Sklavin sie ist, dachte der Hauptmann. Ihr langes, feines, goldblondes Haar
floß über ihren Rücken, ihr kleiner Mund mühte sich, Tristan zu küssen, trotz des Lederriemens,
der sie knebelte und quälte. Der Hauptmann wunderte sich, wie es der ungehorsame Tristan
anstellen mochte, sie jetzt zu trösten, wo doch seine Hände ebenso wie die der übrigen Sklaven
hinter dem Nacken festgebunden waren.
Was soll ich tun? fragte sich der Hauptmann. Diesem unerlaubten Treiben der beiden ein Ende
bereiten? Es wäre ihm ein leichtes, Dornröschen aus der Gruppe zu holen, sie über das Geländer
des Karrens zu legen und ihr ungehorsames kleines Geschlecht mit dem Lederriemen zu
bestrafen, wie sie es verdiente. Oder sollte er beide, Dornröschen und Tristan, hinter dem Karren
herschleifen und auspeitschen lassen, um ihnen eine Lektion zu erteilen?
Doch in Wahrheit empfand er ein wenig Mitleid mit den verurteilten Sklaven, so verwöhnt sie auch
waren, und sogar mit den beiden Eigensinnigen, Dornröschen und Tristan. Um die Mittagsstunde
würden sie alle versteigert sein, und dann stand ihnen harte Fron bevor, lange Sommermonate, in
denen sie vieles lernen würden.
Der Hauptmann ritt neben den Wagen und wählte ein anderes Opfer aus, eine dralle kleine
Prinzessin, und schlug mit seinem Riemen auf ihre rosigen Schamlippen, die unter einem
Gekräusel, schwarzen Haares hervorschauten. Und seine Hiebe wurden härter, als ein
hochgewachsener Prinz versuchte, der Armen mit seinem Körper Schutz zu gewähren.
Edel und hilfreich - selbst in der Not, dachte der Hauptmann voller Hohn, belohnte ihn mit dem
Riemen, wie er es verdiente, und ergötzte sich am Anblick der harten, aufgerichteten Männlichkeit
des Prinzen.
Gut erzogen waren sie allesamt, das mußte er zugeben, die lieblichen Prinzessinnen mit ihren
steifen Knospen und purpurroten Gesichtern und die Prinzen, die ihre schwellenden Schwänze zu
verbergen versuchten. Doch auch wenn sich der Hauptmann ihrer erbarmte, so galt sein Mitgefühl
der Vorfreude der Dorfbewohner.
Über das Jahr sparten jene ihr Geld nur für diesen Tag, wo wenige Münzen ausreichten, um für
den ganzen Sommer einen verwöhnten Sklaven zu erwerben, auserkoren, ausgebildet und
erzogen für den Hof und nun dazu verdammt, der niedrigsten Küchenmagd oder dem einfachsten
Stallburschen zu dienen, wenn diese nur genügend boten bei der Auktion.
Und welch reizende Schar es diesmal war! Ihre schönen Körper, ihre runden Glieder dufteten
selbst jetzt nach kostbarem Parfüm, das Haar ihrer Scham war noch immer gekämmt und eingeölt,
so als sollten sie der Königin selbst vorgeführt werden und nicht den gaffenden und johlenden
Bewohnern des Dorfes. Schuster, Wirtsleute und Händler erwarteten sie begierig und waren
entschlossen, für ihr Geld nicht nur harte Arbeit, sondern auch Liebreiz, Schönheit und tiefste
Demut zu verlangen.
Der schwere schwankende Karren rüttelte die weinenden Sklaven durcheinander. Das Schloß in
der Ferne, mit seinen ausgedehnten Lustgärten, verborgen hinter den hohen Mauern, war nun
nicht mehr als ein drohender grauer Schatten vor dem erwachenden Himmel.
Und der Hauptmann lächelte, während er dicht neben einem Knäuel aus herrlich geformten Waden
und zierlichen Füßen ritt. Gut ein halbes Dutzend Unglücklicher drängte sich an die vordere
Wagenwand, den Schlägen der Soldaten wehrlos ausgesetzt. Und so sehr sie auch jammerten und
versuchten, sich gegenseitig mit ihren Körpern zu schützen, so waren sie doch ohne Hoffnung, den
Hieben ihrer Peiniger zu entgehen. Und es blieb ihnen nichts, als Hüften, Rücken und Po unter
dem Schmerz der Lederriemen und Peitschen, die wie zum Spiel auf sie niederprasselten, zu
winden und ihre von Tränen der Verzweiflung überströmten Gesichter abzuwenden.
Es war ein köstlicher Anblick, in der Tat, und dies um so mehr, da diese Sklaven nicht im
mindesten wußten, was ihnen bevorstand. Auch wenn man sie als Sklaven bei Hof vor den
Schrecken des Dorfes gewarnt hatte, so waren sie dennoch nicht wirklich vorbereitet auf das, was
nun auf sie zukam. Denn hätten sie es gewußt oder auch nur geahnt, niemals - um nichts in der
Welt hätten sie es gewagt, den Unwillen der Königin heraufzubeschwören.
Und der Hauptmann mußte an das Ende des Sommers denken. Wenn diese jammernden, sich
windenden jungen Frauen und Männer zum Schloß zurückgebracht würden, gründlich geläutert,
schweigend, die Köpfe gebeugt in tiefster Unterwerfung. Welch eine Ehre und Freude würde es
sein, sie mit der Peitsche nacheinander vor die Königin zu treiben, damit sie die Schuhe ihrer
Majestät küßten!
Sollen sie jetzt ruhig jammern! dachte der Hauptmann vergnügt. Sie klagten und weinten auf dem
schwankenden Karren, der die grünen Hügel hinabrollte, während über dem Horizont die Sonne
aufging. Sollten Dornröschen und der vornehme junge Tristan sich aneinanderdrängen, so eng es
nur ging. Schon sehr bald würden sie erfahren, was sie sich selbst angetan hatten.
Vielleicht würde er diesmal sogar der Versteigerung beiwohnen, überlegte der Hauptmann. Und sei
es, um Dornröschen und Tristan zu sehen, wie sie getrennt wurden und dann nacheinander auf
dem Podest standen, ganz so, wie sie es verdienten.
Vielleicht würde er es sich anschauen; wenigstens so lange, bis sie beide versteigert waren,
verkauft an ihre neuen Besitzer.

Dornröschen und Tristan


»Aber Dornröschen, warum hast du das getan?« flüsterte Prinz Tristan. »Warum bist du absichtlich
ungehorsam gewesen? Wolltest du gar ins Dorf geschickt werden?«
Rings um sie her jammerten die Prinzen und Prinzessinnen in tiefster Verzweiflung.
Aber Tristan war es endlich gelungen, sich von dem ledernen Knebel zu befreien; er drückte ihn
aus dem Mund und ließ ihn zu Boden fallen. Und Dornröschen tat es ihm gleich, entledigte sich der
Pein mit Hilfe ihrer Zunge und spuckte den Knebel mit köstlicher Unverfrorenheit aus.
Was machte es schon - jetzt, da sie verurteilte Sklaven waren? Als nackte Zeichen der
Ehrerbietung waren sie von ihren Eltern an den Hof der Königin gebracht worden, um nichts zu tun,
als zu gehorchen während der Jahre ihrer Dienerschaft. Doch sie hatten Verfehlungen begangen.
Und nun waren sie zu schwerer Arbeit und grausamer Behandlung durch niedere und gewöhnliche
Leute aus dem Volk verurteilt.
»Sag, Dornröschen, warum nur?« drängte Tristan. Doch kaum hatte er die Frage gestellt,
verschloß er Dornröschens offenen Mund mit seinen Lippen, so daß ihr nichts blieb, als seinen Kuß
zu empfangen. Sie reckte sich ihm entgegen, stand auf den Zehenspitzen, und dann spürte sie
Tristans hartes Verlangen, wie es in ihr feuchtes Geschlecht drang, das sich so sehr nach ihm
sehnte. Wären nur ihre Hände nicht gebunden, könnte sie ihn doch umarmen! Doch plötzlich
berührten Dornröschens Füße den Boden des Karrens nicht mehr. Sie taumelte gegen Tristans
Brust, ritt auf ihm, das Pochen in ihr war so heftig, daß sie nicht einmal mehr die Schreie und
klatschenden Peitschenschläge der Soldaten vernahm. Und Dornröschen hatte das Gefühl, als
pumpte und saugte ihr etwas den Atem aus dem Leib.
Es schien ihr, als schwebte sie ewig, und sie vergaß die Wirklichkeit des holpernden, ächzenden
Karrens, der höhnenden, johlenden Wächter, des verblassenden Himmels über den sanften, noch
dunklen Hügeln. Sie vergaß die bedrohliche Wirklichkeit des Dorfes, das weit unter ihnen in
bläulichem Nebel lag wie ein fahler Schatten. Sie nahm den Sonnenaufgang nicht wahr, nicht das
Klappern der Pferdehufe, nicht die weichen Glieder der anderen Sklaven, die auf dem
schwankenden Wagen gegen sie taumelten. In diesem Moment gab es für sie nur das Glied des
Prinzen, das sie emporhob, spaltete und unaufhaltsam in eine stumme, doch alles übertönende
Explosion der Lust trieb. Sie krümmte den Rücken, streckte die Beine, preßte die Brüste gegen
Tristans warmes Fleisch, und seine Zunge spielte in ihrem Mund und füllte ihn ganz aus.
Wie aus der Ferne nahm sie in ihrer Ekstase wahr, daß sich Tristans Hüften in ihren letzten,
unaufhaltsamen Rhythmus steigerten. Sie glaubte, es nicht länger ertragen zu können, aber ihre
Lust glich einer gewaltigen Woge, die sich senkte und emporstieg, um alles mit sich zu reißen. Ein
Gefühl, ein Taumel, ein Rausch, als sei sie nicht mehr von dieser Welt, als lösche ihre Lust alles
aus. Sie war keine Prinzessin, nicht Dornröschen, keine Sklavin, die auf das Schloß des Prinzen
gebracht worden war.
Und doch war sie es, denn diese überwältigende Lust hatte sie dort zum erstenmal erlebt.
Das feuchte Pulsieren ihres Geschlechts und die Ruhe des Prinzen, die sie emporhob und trug -
diese Empfindung allein erfüllte Dornröschen in diesem Moment. Tristans Küsse wurden zarter,
süßer, voller Sehnsucht. Ein weinender Sklave drängte sich an ihren Rücken, preßte sein heißes,
wundes Fleisch an das ihre. Ein anderer warmer Körper wurde gegen ihre rechte Hüfte gedrückt;
langes, volles, seidenes Haar streichelte ihre Schultern.
»Warum nur, Dornröschen?« flüsterte Tristan, und sie küßten sich erneut. »Du mußt es absichtlich
getan haben, du bist vor dem Kronprinzen davongelaufen. Du warst nur zu begehrt. Seine
tiefblauen Augen verrieten Nachdenklichkeit und Sorge, ohne jedoch seine innersten Gefühle
gänzlich preiszugeben.
Sein Gesicht war ein wenig breiter als das der meisten anderen Männer, doch von vollkommener
Form, strenger, starker Schönheit und Empfindsamkeit; seine Stimme war tief und klang
bestimmter und gebieterischer als die Stimmen derer, die Dornröschens Herren gewesen waren.
Und doch schwang in ihr nichts Bedrohliches, sondern eine tiefe Vertrautheit. Das und die langen,
im Sonnenlicht golden schimmernden Wimpern verliehen ihm einen seltenen Zauber. Er sprach zu
Dornröschen, als seien sie schon immer Gefährten gewesen.
»Ich weiß nicht, warum ich es tat«, antwortete Dornröschen flüsternd. »Ich kann es nicht erklären
... ja, es muß absichtlich gewesen sein. « Sie küßte ihn auf die Brust, ihr Mund wanderte zu seinen
Brustwarzen, liebkoste sie und sog daran; und wieder spürte sie sein hartes, pulsierendes Glied,
obgleich Tristan sie leise um Gnade bat.
Die Züchtigungen und Prüfungen auf dem Schloß, sie waren natürlich Momente der Wollust
gewesen; ein aufregendes Gefühl, Spielzeug an einem reichen Hofstaat zu sein und Gegenstand
unbarmherziger Aufmerksamkeit. Ja, das alles war betörend und verwirrend gewesen - die
vollendet geformten ledernen Paddel und Riemen, die Striemen, die sie verursachten, und dazu
die unnachsichtige Disziplin, die sie so oft atemlos und tränenüberströmt einhalten mußte. Und
dann die heißen, wohlriechenden Bäder, die Massagen mit duftenden Ölen, die Stunden des
Halbschlafes, in denen sie es nicht wagte, an die Aufgaben und Prüfungen zu denken, die sie
erwarteten. Ja, verführerisch und berauschend war es gewesen, oftmals sogar erschreckend.
Und gewiß hatte sie ihn geliebt, den großen, schlanken, schwarzhaarigen Kronprinzen, trotz seiner
unbegreiflichen Unzufriedenheit, und auch die liebliche Lady Juliana mit ihrem schimmernden
blonden Haar, das zu kunstvollen Zöpfen geflochten war. Überaus begabte Peiniger waren sie
beide gewesen.
Warum also hatte Dornröschen dies alles weggeworfen? Warum war sie absichtlich ungehorsam
gewesen, als sie Tristan inmitten der Gruppe der Prinzessinnen und Prinzen entdeckt hatte, die
verurteilt waren zur Versteigerung im Dorf?
Sie erinnerte sich noch an Lady Julianas Beschreibung des Schicksals, das sie erwartete: »Es ist
ein furchtbarer Dienst. Die Versteigerung selbst findet sogleich nach der Ankunft der Sklaven statt.
Und du kannst dir vorstellen, daß sogar die Bettler und Flegel kommen, um dem Schauspiel
beizuwohnen. In der Tat, es ist ein Feiertag für das ganze Dorf.«
Und dann jene eigentümliche Bemerkung von Dornröschens Herrn, dem Kronprinzen, der in
diesem Moment nicht ahnte, wie bald Dornröschen in Ungnade fallen würde. »Trotz aller Roheit
und Grausamkeit«, hatte er gesagt, »ist es eine erhabene Strafe.«
Waren es jene Worte gewesen, die Dornröschen ins Verderben führten? Sehnte sie sich gar
danach, vom herrschaftlichen Hof mit seinen prunkvollen und prächtigen Ritualen verstoßen zu
werden in eine Wildnis der Verachtung und Demütigung, wo Schläge und Erniedrigungen sie mit
gleicher Gnadenlosigkeit peinigen und tiefe und trostlose Verlassenheit quälen würden?
Natürlich würden die gleichen Vorschriften und Verbote gelten. Auch im Dorf war es untersagt,
einem Sklaven offene Wunden zuzufügen; er durfte keine Brandwunden erleiden oder ernsthaft
verletzt werden. Nein, ihre Bestrafung würde sie alle erhöhen. Und sie wußte jetzt, was harmlos
aussehende Lederriemen und vortrefflich verzierte Paddel ausrichten konnten.
Doch im Dorf würde sie keine Prinzessin sein und Tristan kein Prinz. Die ungehobelten Weiber und
Männer des Dorfes, denen sie zu dienen hatten, würden wissen, daß sie mit jedem Hieb, ob
lustvoll oder grundlos, ganz nach dem Willen der Königin handelten.
Plötzlich konnte Dornröschen keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ja, es war Absicht gewesen,
aber war es nicht doch ein schrecklicher Irrtum?
»Und du, Tristan?« Ihre Stimme zitterte, als sie das sagte, auch wenn sie sich bemühte, es zu
verbergen. »Hast du nicht auch in Absicht gehandelt und deinen Herrn erzürnt?«
»Ja, Dornröschen, es stimmt. Aber es gab Gründe für mein Tun«, antwortete Tristan. Dornröschen
sah die Besorgnis in seinem Blick und spürte die Angst, die auch er nicht zugeben mochte. »Wie
du weißt, diente ich Lord Stefan. Aber niemand weiß, daß wir uns schon früher liebten - vor einem
Jahr und in einem anderen Land.« In seinen großen tiefblauen Augen schimmerte ein fast trauriges
Lächeln.
Dornröschen stockte der Atem, als sie seine Worte vernahm. Die Sonne erstrahlte längst hell am
Himmel, und der Karren schwankte so sehr auf der holprigen Straße, daß die Sklaven hart und
heftig gegeneinander geworfen wurden.
»Du kannst dir meine Überraschung vorstellend, fuhr Tristan fort, »als wir uns auf dem Schloß
wiederfanden, nur dieses Mal als Herr und Sklave. Und als dann die Königin, die Lord Stefans
Erröten bemerkte, mich ihm sofort überantwortete mit der Anweisung, er solle persönlich für meine
Ausbildung sorgen.« »Wie furchtbar, sagte Dornröschen. »Ihn gekannt zu haben, ihm Gefährte und
Vertrauter gewesen zu sein. Wie konntest du das nur ertragen?«
All ihre Gebieter und Gebieterinnen waren Fremde für sie gewesen, denen sie sich vom ersten
Moment, in dem sie ihre Hilflosigkeit und Wehrlosigkeit erkannt hatte, unterworfen hatte. Sie hatte
die Farbe und das Material ihrer Schuhe und Stiefel, hatte den scharfen Klang ihrer Stimmen
kennengelernt, noch ehe sie ihre Namen erfuhr oder ihnen ins Gesicht schaute.
Tristan lächelte erneut geheimnisvoll.
»Nun, ich glaube, für Stefan war es weit schlimmer als für mich«, flüsterte er ihr ins Ohr. »Wir
begegneten uns zum ersten Mal auf einem großen Turnier, kämpften gegeneinander, und bei
jedem Wettstreit, bei jedem Gang übertraf ich ihn. Als wir gemeinsam auf die Jagd gingen, war ich
der bessere Reiter und der treffsicherere Schütze. Er bewunderte mich und schaute zu mir auf; und
ich liebte ihn dafür. Kannte ich doch seinen Stolz, der allein durch die Liebe gebändigt wurde. Als
wir ein Paar wurden, war ich der Überlegene.
Doch wir mußten zurückkehren in unsere Königreiche. Zurück zu den Pflichten, die uns erwarteten.
Drei Liebesnächte stahlen wir uns, in denen er sich mir ergab wie ein Knabe einem Mann. Den
Nächten folgten Briefe, doch es schmerzte zum Schluß zu sehr, daß wir uns nur schreiben
konnten. Dann kam der Krieg. Schweigen. Stefans Königreich verbündete sich mit dem der
Königin. Und bald darauf standen ihre Armeen vor unseren Toren, und schließlich begab sich
unser sonderbares und befremdendes Zusammentreffen im Schloß der Königin: Auf den Knien
erwartete ich mein Schicksal, meinem Herrn übergeben zu werden, und Stefan, der junge
Verwandte der Königin, saß schweigend zu ihrer Rechten an der Bankettafel.« Erneut lächelte
Tristan. »Nein, für ihn war es schlimmer. Ich gestehe ein, daß ich vor Scham errötete, doch mein
Herz schlug höher, als ich ihn erblickte. Aber ich habe triumphiert, weil ich ihn aus Trotz verließ.
»Ja.« Dornröschen verstand, weil sie wußte, daß sie mit dem Kronprinzen und Lady Juliana
gleiches getan hatte. »Aber das Dorf? Hattest du keine Angst?« Wieder klang ihre Stimme
unsicher. Wie weit war es noch bis dorthin? »Oder war es der einzige Weg?« fragte sie leise.
»Ich weiß es nicht. Es muß wohl doch mehr gewesen sein«, flüsterte Tristan und hielt plötzlich
inne, als wäre er verwirrt. »Aber wenn du es wissen willst«, bekannte er, »Der Gedanke an das,
was uns bevorsteht, erschreckt mich.« Er sagte das so ruhig und sicher, daß Dornröschen es kaum
zu fassen vermochte.
Der ächzende Karren hatte eine weitere Kurve genommen. Die Wachsoldaten waren ein Stück
voraus geritten, um Befehle ihres Hauptmanns entgegenzunehmen. Die Sklaven tuschelten
untereinander, zu verängstigt, um sich der ledernen Knebel zu entledigen, und doch schafften sie
es, sich hastig ihre Befürchtungen über das mitzuteilen, was vor ihnen lag. »Dornröschen«, sagte
Tristan. »Sie werden uns trennen, sobald wir das Dorf erreicht haben. Und niemand weiß, was
dann mit uns geschieht. Hör auf mich! Sei folgsam und gehorche! Am Ende ist es ... « Er hielt inne,
fast ängstlich. »Am Ende kann es nicht schlimmer sein als auf dem Schloß.«
Fast meinte Dornröschen, ein Beben in seiner Stimme vernommen zu haben, doch sein Gesicht
war ungerührt, als sie zu ihm aufsah - ein hartes Antlitz, das nur durch die schönen Augen etwas
weicher erschien. Sie bemerkte den leichten golden schimmernden Bart auf seinem Kinn und
wollte ihn küssen.
»Wirst du nach mir suchen, wenn wir getrennt sind?« fragte Dornröschen. »Wirst du versuchen,
mich zu finden, und wäre es nur, um mir wenige Worte zu sagen? Oh, allein zu wissen, daß du da
bist... Aber ich glaube nicht, daß ich mich fügen werde. Ich weiß nicht, warum ich noch länger
folgsam sein soll. Wir sind schlechte Sklaven. Warum also sollten wir jetzt gehorchend »Was
meinst du damit?« fragte er. »Ich ängstige mich um dich, wenn ich dich so reden höre.«
Aus der Ferne erschallten Rufe, Schreie, das Getöse einer großen Menschenmenge, die sich über
die flachen Hügel wälzte, dazu die dumpfen Geräusche eines brodelnden Marktes, von Hunderten,
die sprachen, riefen, johlten.
Dornröschen drückte sich fester an Tristans Brust. Ihr Herz begann zu rasen, sie fühlte Tristans
Begehren erneut zwischen ihren Beinen; aber er drang nicht in sie, und Dornröschen bereitete es
furchtbare Pein, daß ihre Hände gebunden waren und sie ihn nicht berühren konnte.
Auch wenn es plötzlich bedeutungslos geworden war, jetzt, da der Lärm der Menge näher kam,
wiederholte sie ihre Frage. »Warum müssen wir noch gehorchen, wenn wir doch bereits bestraft
sind?«
Tristan vernahm nun ebenfalls den anschwellenden Lärm in der Ferne. Der Karren gewann weiter
an Fahrt.
»Auf dem Schloß wurde uns befohlen zu gehorchend, fuhr Dornröschen fort. »Dies war der Wille
unserer Eltern, als sie uns dem Prinzen und der Königin als Tribut sandten. Doch nun sind wir
schlechte Sklaven...«
»Unsere Strafe wird nur noch schlimmer, wenn wir ungehorsam sind«, flüsterte Tristan. Doch seine
Augen straften seine Worte Lügen. Seine Stimme klang falsch, als würde er diese Worte nur
äußern, um Dornröschen damit zu helfen.
»Wir müssen abwarten und sehen, was mit uns geschieht«, fügte er hinzu. »Denk daran,
Dornröschen, am Ende werden sie doch über uns siegen. Vergiß das nie.«
»Aber Tristan, willst du damit sagen, daß du dich selbst in diese schreckliche Lage gebracht hast
und dennoch gehorchen willst?« Und wieder spürte sie die Erregung, die in ihr erwacht war, als sie
den Prinzen und Lady Juliana weinend im Schloß zurückgelassen hatte. Ich bin ein sehr schlimmes
Mädchen, dachte sie.
»Dornröschen, ihr Wille wird obsiegen. Vergiß nicht, ein störrischer, ungehorsamer Sklave ergötzt
sie erst recht. Warum sich also dieser Mühen unterziehend
»Aber warum sollten wir uns anstrengen und Gehorsam beweisen?« fragte Dornröschen.
»Hast du denn die Kraft, allezeit Widerstand zu leisten?« Seine Stimme klang tief und drängend,
und sein Atem streifte warm ihren Hals, als er sie erneut küßte. Dornröschen versuchte, nicht auf
das Lärmen der Menge zu hören; ein unheimliches Grollen war es - wie das aus der Höhle einer
Bestie. Dornröschen zitterte am ganzen Leib.
»Dornröschen, ich weiß nicht, was ich getan habe«, sagte Tristan. Besorgt schaute er in Richtung
dieses unheimlichen, bedrohlichen Lärms. »Selbst auf dem Schloß ... « In seinen Augen spiegelte
sich etwas wie Angst, die ein starker Prinz wie er nicht zeigen durfte. »Selbst auf dem Schloß fiel
es mir leichter zu laufen, wenn sie befahlen zu laufen, und niederzuknien, wenn sie befahlen
niederzuknien. Und darin, es in vollkommener Weise zu tun, lag ein Triumph.«
»Aber warum sind wir dann hier, Tristan?« Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihn zu küssen.
»Warum nur sind wir zwei so schlechte Sklaven?« Tapfer und rebellisch sollten diese Worte
klingen, doch noch während sie sprach, drückte sie sich verzweifelt an Tristan.

Die Versteigerung auf dem Marktplatz


Der Karren war zum Stehen gekommen, und durch das Gewühl blasser Arme und zerzausten
Haare konnte Dornröschen die Mauern des Dorfes und die Menschenmenge sehen, die durch die
offenen Tore auf die Wiese strömte.
Mit Peitschenhieben wurden die Sklaven vom Karren getrieben und mußten eng
aneinandergedrängt Aufstellung nehmen. Dornröschen wurde von Tristan getrennt, als einer der
Wächter ihn aus reiner Willkür von ihr fortriß.
Die anderen Sklaven wurden von ihren ledernen Knebeln befreit.
»Ruhe!« Laut erklang die Stimme des Hauptmanns.
»Sklaven ist das Sprechen im Dorf verboten! Wer auch nur ein Wort sagt, wird unbarmherziger
geknebelt als jemals zuvor!« Er ritt um die kleine Herde herum und trieb sie zusammen wie Schafe.
Er gab den Befehl, den Sklaven die Hände loszubinden, doch wehe, wenn einer es wagen sollte,
die Hände aus dem Nacken zu nehmen!
»Niemand hier im Dorf will die Stimmen von Frevlern hören, wie ihr es seid!« fuhr er fort. »Ihr seid
nun nichts weiter als Lastvieh. Und laßt die Hände hinter dem Nacken, sonst werdet ihr ins Joch
gespannt und zieht Pflüge über die Felder.«
Dornröschen zitterte heftig. Sie wurde weitergedrängt und konnte Tristan nicht mehr sehen. Um sie
herum war nichts als langes Haar, das im Wind wehte, Tränen und gebeugte Häupter. Es schien,
als weinten die Sklaven leiser ohne ihre Knebel, die Lippen fest zusammengepreßt. Die Stimmen
der Wächter hingegen waren mitleidslos scharf!
»Vorwärts. Bewegt euch. Die Köpfe höher!« So klangen ihre ungeduldigen, barschen Befehle. Ein
schauriges Kribbeln kroch über Dornröschens Arme und Beine, als sie diese wütenden Stimmen
vernahm. Tristan mußte irgendwo hinter ihr sein. Wenn er doch nur näher kommen könnte!
Plötzlich verstand Dornröschen. Sie sollten zu Fuß auf den Marktplatz getrieben werden wie eine
Gänseschar. Und kaum daß dieser Gedanke sie durchfuhr, preschten die berittenen Wächter auf
die Herde der Sklaven los und jagten sie unter einem Hagel von Schlägen davon.
»oh, wie furchtbare Dornröschen begann zu laufen, zitternd vor Angst, getrieben von den
Schlägen, die immer dann auf sie niedergingen, wenn sie es nicht erwartete.
»Alles im Trab, Köpfe hoch!« rief einer der Wächter. »Und schön die Knie angezogen beim
Laufen!« Dornröschen sah die stampfenden Hufe der Pferde neben sich, wie einst schon auf dem
Reitweg des Schlosses, und sie fühlte die gleiche tiefe Bestürzung, als die Schläge sie auf
Schenkel und Waden trafen. Ihre Brüste taten weh, als sie so lief; warmer, dumpfer Schmerz kroch
ihr durch die Beine.
Dornröschen konnte die Menge nicht genau ausmachen, aber sie wußte, daß sie dort waren -
Hunderte von Dorfbewohnern, vielleicht sogar Tausende, die durch die Tore strömten, um die
Sklaven zu sehen. Und wir werden mitten hindurchgetrieben, es ist so furchtbar! dachte sie. Und im
gleichen Augenblick war ihr Vorsatz verflogen, den sie auf dem Karren gefaßt hatte. Ungehorsam
zu sein, sich zu widersetzen - wie hatte sie so etwas nur denken können? Ihre Angst war zu groß.
So schnell sie konnte, hetzte sie die Straße entlang dem Dorf entgegen, und so schnell sie auch
lief, die Schläge fanden ihr Ziel. Erst als sie sich durch die vorderste Reihe der Sklaven gezwängt
hatte, bemerkte sie, daß niemand mehr vor ihr war, der sie vor den gierigen Blicken der riesigen
Menge schützte.
Fahnen flatterten auf den Zinnen der Mauern. Die Menge schrie und winkte, während die Sklaven
näher kamen, und in die Jubelschreie mischte sich spöttisches Gelächter. Dornröschens Herz
drohte zu zerspringen, so sehr klopfte es. Sie wollte den Blick abwenden, um nicht mitansehen zu
müssen, was sich vor ihr auftat, aber das konnte sie nicht.
Kein Schutz, kein Versteck, dachte sie. Und wo ist Tristan? Warum mische ich mich nicht wieder
unter die anderen? Aber als sie dies versuchte, traf sie ein heftiger Hieb, und ein Wächter befahl
ihr mit brüllender Stimme weiterzulaufen. Auch auf die übrigen um sie herum hagelten die Schläge,
und die kleine rothaarige Prinzessin zu ihrer Rechten brach in hilflose Tränen aus. »Oh, was soll
nur aus uns werden? Warum nur waren wir ungehorsam? Weh uns!« schluchzte sie.
Doch der dunkelhaarige Prinz neben Dornröschen warf ihr einen warnenden Blick zu: »Sei still!
Oder alles kommt noch schlimmeres
Dornröschen mußte an ihren langen Weg ins Reich des Prinzen denken. In den Dörfern, durch die
sie geführt wurde, war sie als seine auserwählte Sklavin bewundert und geehrt worden. Doch nun
war davon keine Rede mehr.
Die Menge hatte sich geteilt und bildete jetzt ein dichtgedrängtes Spalier, als sie sich dem Tor
näherten. Dornröschen konnte Frauen in weißen Schürzen und hölzernen Schuhen und Männer in
groben Stiefeln und ledernen Wämsen sehen.
In ihren rauhen Gesichtern glänzte schieres Vergnügen. Dornröschen verschlug es den Atem, und
sie senkte den Blick zu Boden.
Sie kamen durchs Tor. Das Schmettern von Fanfaren ertönte. Von überall her griffen Hände nach
ihnen, betasteten und schubsten sie und zerrten an ihrem Haar. Finger fuhren durch Dornröschens
Gesicht, Schläge klatschten auf ihre Schenkel. Sie stieß einen Schrei der Verzweiflung aus und
versuchte, den Händen auszuweichen, die sie grob vorwärtsstießen, unter lautem Johlen und
Gelächter des Hohns und des Spottes.
Dornröschen rannen Tränen über die Wangen, Tränen, die sie nicht spürte. Ihre Brüste pochten
ebenso heftig wie ihre Schläfen. Die schmalen Fachwerkhäuser des Dorfes kamen näher und
mündeten schließlich in einen riesigen Marktplatz. Dornröschen erblickte eine hohe hölzerne
Plattform, auf der ein Galgen drohend emporragte. In den Fenstern und auf den Balkonen rundum
drängten sich Hunderte von Schaulustigen; schreiend schwenkten sie weiße Tücher, während
andere in großer Zahl zu den elenden Sklaven drängten und dabei die engen Gassen verstopften.
Sie wurden in einen Pferch hinter der Plattform getrieben, zu der schiefe hölzerne Stufen
hinaufführten. Dornröschen schaute hoch und sah den ledergeflochtenen Riemen, der vom Galgen
baumelte. Ein Mann stand neben dem Galgen, die Arme über der Brust verschränkt, während ein
zweiter erneut ein Fanfarensignal ertönen ließ, als sich das Tor des Pferches hinter den Sklaven
schloß. Die Menge umringte sie von allen Seiten, und nun schützte nur noch ein dünnes Gatter die
zitternden Sklaven vor der wilden Menge. Wieder griffen Hände nach ihnen; fremde Finger strichen
durch ihr Haar, jemand kniff sie in den Po.
Verbissen drängte sie sich zur Mitte, hielt verzweifelt Ausschau nach Tristan. Und wirklich erblickte
sie ihn für den Bruchteil eines Moments, als er mit roher Gewalt zum Fuß der Stufen gezerrt wurde.
Ich will mit ihm verkauft werden, dachte Dornröschen und zwängte sich durch die anderen, doch
einer der Wächter stieß sie wieder zurück. Und die Menge johlte und lachte.
Die rothaarige Prinzessin, die so sehr geweint hatte auf ihrem schweren Weg hierher, war nun
untröstlich. Dornröschen drängte sich an sie, um sie zu schützen, aber auch um selbst Schutz zu
finden. Die Prinzessin hatte einen prallen Busen mit sehr großen Knospen, und ihre wallenden
roten Locken fielen in ihr tränenüberströmtes Gesicht. Ein Schrei aus tausend Kehlen war die
Antwort auf das Fanfarensignal des Herolds. »Hab keine Angst«, flüsterte Dornröschen. »Denk
daran, daß es letztlich nicht anders sein wird als auf dem Schloß. Sie werden uns bestrafen und zu
Gehorsam zwingen.«
»Nein, bitte laß es nicht geschehen«, flüsterte die Prinzessin, ohne ihre Lippen zu verräterisch zu
bewegen. »Und ich hielt mich für so rebellisch! Glaubte, es ertragen zu können!«
Ein drittes Mal ertönte die Fanfare. Sofort verstummte die Menge auf dem Marktplatz, und in diese
plötzliche Stille hinein verkündete eine laute Stimme: »Die Frühlingsversteigerung ist eröffnete
Ohrenbetäubendes Geschrei erhob sich, ein gewaltiger Chor, so laut, daß es Dornröschen den
Atem verschlug. Der Anblick ihrer eigenen Brüste, bebend und zitternd, verwirrte sie um so mehr,
und dann bemerkte sie die unzähligen gierigen Augen, die auf ihr ruhten, begierig spähten und ihre
wehrlose Nacktheit anstarrten, und sie sah grinsende Gesichter und flüsternde Münder.
Inzwischen hatten die Wächter damit begonnen, die Prinzen zu peinigen. Mit ledernen Peitschen
schlugen sie ihnen zwischen die Beine, umklammerten mit groben Händen ihre Hoden, bis sich
ihre Schwänze aufrichteten wie auf ein Kommando. Jene, die nicht sofort gehorchten, wurden mit
Prügeln bestraft. Tristan stand mit dem Rücken zu Dornröschen. Sie sah, wie die Muskeln seines
Pos und seiner Beine zuckten, als ein Wächter ihm hart und rauh zwischen die Schenkel fuhr und
ihn heftig rieb und knetete. Ihr heimliches Tun auf dem Wagen reute sie, denn es war ihre Schuld,
daß Tristans Glied nicht Haltung annehmen wollte.
Und wieder erklang die dröhnende Stimme: »Bürger des Dorfes! Ihr alle kennt die Regeln der
Versteigerung! Diese ungehorsamen Sklaven hier, die Ihre gnädige Majestät für harte Arbeiten zur
Verfügung stellt, gehen zum höchsten Gebot für nicht weniger als drei Monate an ihre neuen
Herren und Gebieter. Stumme Sklaven sollen diese Unverbesserlichen bleiben, und sie sollen zum
öffentlichen Strafplatz gebracht werden, sooft es ihren Herrinnen und Herren gefällt. Und dort
werden sie leiden, zum Vergnügen der Zuschauer, wie auch zu ihrer eigenen Erziehung.« Der
Wächter verabreichte Tristan einen fast spielerischen Klaps, flüsterte ihm Worte ins Ohr und
lächelte, als er sich entfernte.
»Es ist eure feierliche Pflicht, an diesen Sklaven zu arbeiten«, fuhr die Stimme des Herolds auf
dem Podest fort. »Ihr werdet sie Disziplin lehren, werdet keinen Ungehorsam dulden, kein Wort des
Frevels. Und jedem Herrn und jeder Herrin ist es erlaubt, seinen Sklaven jederzeit innerhalb dieses
Dorfes zu verkaufen, und zwar zu jedem angemessenen Preis.«
Die rothaarige Prinzessin preßte ihre nackten Brüste gegen Dornröschen, und diese beugte sich
vor, um ihren Nacken zu küssen. Sie spürte an ihrem Bein das Schamhaar der Prinzessin, fühlte
Wärme und Feuchtigkeit. »Weine nicht«, flüsterte sie.
»Wenn wir nur erst wieder auf dem Schloß wären, dann bin ich vollkommen! Vollkommen!« Und
wieder brach die Prinzessin in Tränen aus.
»Aber warum warst du ungehorsame flüsterte Dornröschen ihr ins Ohr.
»Wenn ich es doch nur selbst wüßte!« jammerte das Mädchen, die Augen weit aufgerissen. »Ich
wollte sehen, was dann geschieht.« Und von neuem rollten die Tränen über ihr Gesicht.
»Ihr alle wißt«, fuhr der Herold fort, »daß jedesmal, wenn ihr einen dieser unwürdigen Sklaven
züchtigt, es nach dem Willen Ihrer königlichen Majestät geschieht. Ihr schlagt mit ihrer Hand, mit
ihren Lippen scheltet ihr die Sklaven. Einmal in der Woche werden sie alle in die große Pflegehalle
gebracht. Die Sklaven sind ordentlich zu ernähren. Es ist ihnen ausreichend Schlafenszeit zu
gewähren. Und zu jeder Zeit müssen sie die Zeichen strenger Züchtigung aufweisen. Ungehorsam
und Widerstand sind auf der Stelle zu brechen.«
Wieder ertönte die Fanfare. Weiße Taschentücher wurden geschwenkt, und ringsumher brandete
tosender Beifall auf. Die rothaarige Prinzessin schrie, als sich ein Mann über das Gatter lehnte, ihr
Bein zu fassen bekam und zu sich zerrte.
Ein Wächter wies ihn mit nachsichtigem Tadel zurück, aber erst nachdem der Mann die Hand unter
das feuchte Geschlecht der Prinzessin geschoben hatte.
Tristan indes wurde auf die hölzerne Plattform getrieben. Mit hocherhobenem Kopf schritt er voran,
die Hände noch immer im Nacken verschränkt, und trotz der Schläge auf seine schmalen
Pobacken war seine Haltung voller Würde.
Zum erstenmal bemerkte Dornröschen unter dem hohen Galgen mit der daran baumelnden
geflochtenen Lederschnur einen flachen, runden Drehtisch, auf den ein großer, finsterer Mann in
grünem Lederwams Tristan jetzt trieb. Er zwängte mit dem Fuß Tristans Beine weit auseinander,
als sei es nicht möglich, ihm mit Worten auch nur den einfachsten Befehl zu erteilen.
Wie ein Tier wird er behandelt, dachte Dornröschen, als sie das Geschehen verfolgte.
Der Versteigerer setzte den Drehtisch in Bewegung, so daß Tristan den Blicken von allen Seiten
dargeboten wurde.
Domröschen warf nur einen kurzen Blick auf sein goldenes Haar und sein Gesicht, das stark
gerötet war. Die Augen hatte er beinahe geschlossen. Schweißperlen glänzten auf seiner Brust
und seinem Bauch; sein Penis ragte prall und gewaltig hervor, ganz nach dem Willen der Wächter,
und seine bis zum äußersten gespreizten Beine zitterten leicht.
Begierde erfaßte Dornröschen, und wenn sie Tristan auch bemitleidete, so spürte sie doch ihre
eigene pulsierende, feuchte Erregung – ebenso sehr wie die schreckliche Angst. Niemals werde
ich es schaffen, allein dort oben zu stehen, vor all den Leuten. Ich ertrage es nicht, auf diese Art
verkauft zu werden. Ich kann nicht! dachte sie verzweifelt.
Doch wie oft hatte sie dasselbe schon im Schloß befürchtet? Dornröschen zuckte zusammen, als
von einem nahegelegenen Balkon schallendes Gelächter ertönte. Überall um sie herum herrschte
lautes Feilschen, Reden, Lachen, während sich der Tisch auf der Plattform drehte und Tristan
feilgeboten wurde. Er wirkte so hilflos und verletzlich.
»Ein außerordentlich kräftiger Prinz.« Die Stimme des Auktionators, lauter und tiefer als die des
Herolds, übertönte den Lärm im Publikum. »Großgewachsen und muskulös. Für Hausarbeiten und
Feldarbeit und ohne jede Frage auch für die Arbeit im Stall bestens geeignete
Dornröschen zuckte zusammen.
Der Auktionator hielt eines der langen, schmalen, biegsamen Paddel in der Hand, mehr ein
lederner Riemen als ein Prügel, und schlug damit auf Tristans Penis ein.
»Starkes, lebhaftes Organ, bereit, gute Dienste zu leisten, von großer Ausdauer«, verkündete der
Auktionator, und diese Bemerkung löste schallendes Gelächter aus.
Er holte aus, packte Tristan bei den Haaren, zog seinen Oberkörper vornüber und setzte den
Drehtisch erneut in Gang.
»Exzellentes Hinterteil«, tönte die tiefe Stimme, untermalt von den Schlägen, die ihre Spuren auf
Tristans Haut hinterließen. »Elastisch und weich!« schrie der Auktionator, während er mit den
Fingern in Tristans Fleisch kniff. Dann wanderte seine Hand zum Gesicht des Prinzen und hob es
an. »Und fügsam. Von ruhigem Temperament. Gehorsam und willig! Was ihm auch geraten sein
soll!« Ein weiterer Schlag mit dem Paddel folgte, und jubelndes Gelächter war die Antwort.
Was mag nur in ihm vorgehen? überlegte Dornröschen. Ich kann es nicht länger mitansehen!
Wieder hatte der Auktionator Tristan bei den Haaren gepackt. Dornröschen sah, daß er zu einem
schwarzen ledernen Phallus griff, der mit einer Kette am Gürtel seines grünen Gewandes befestigt
war. Noch ehe sie begriff, was er vorhatte, hatte er den Phallus in Tristans Anus gestoßen. Die
Menge belohnte diese Vorstellung mit Applaus, Grölen und Pfiffen. Tristan stand noch immer
vornübergebeugt und starrte mit ausdruckslosem Gesicht ins Leere.
»Muß ich noch mehr sagen?« schrie der Auktionator. »Oder sollen wir mit den Geboten
beginnen?«
Sogleich kamen Zurufe von allen Seiten; jedes Angebot wurde vom nächsten sofort überboten.
Eine Frau - augenscheinlich die Frau eines wohlhabenden Händlers, in prächtigem Samtgewand
und weißer Leinenbluse - reckte und streckte sich und schrie ihr Angebot über die Köpfe der
Menge hinweg.
Und sie sind alle so reich, dachte Dornröschen. Die Weber, die Färber und Silberschmiede, die in
Diensten der Königin sind. Und jeder von ihnen hat das nötige Geld, uns zu kaufen.
Auch eine Frau von derber Gestalt, mit groben roten Händen und einer fleckigen Schürze bot von
der Tür ihres Metzgerladens aus mit, aber schon bald mußte sie aufgeben.
Der runde Drehtisch kreiste noch immer langsam, während sich der Auktionator bemühte, das
Publikum zu immer höheren Geboten zu locken. Und mit einer lederumbundenen Gerte, die er wie
ein Schwert aus der Scheide zog, stieß er in Tristans Pobacken und streichelte seinen Anus.
Tristan stand ruhig und demütig da; nur die Röte in seinem Gesicht verriet, wie schrecklich er litt.
Doch plötzlich schallte eine Stimme vom Rande des Platzes, und ein Raunen ging durch die
Menge, als sie das Angebot vernahm, das alle vorherigen bei weitem übertraf. Dornröschen stellte
sich auf die Zehenspitzen, um zu sehen, was nun geschah. Ein Mann drängte sich durch die
Menge und trat an die Plattform. Durch das Gatter konnte Dornröschen ihn erkennen. Ein Mann mit
schlohweißem Haar, obgleich er noch zu jung schien, um ergraut zu sein; das weiße Haar
schmückte ihn und rahmte ein eckiges, friedlich wirkendes Gesicht.
»Der Chronist der Königin also will diesen kräftigen, jungen Kerl«, schrie der Auktionator. »Ist
jemand da, der mehr bietet? Höre ich ein weiteres Gebot für diesen prächtigen Prinzen? Kommt,
bestimmt ... «
Ein weiteres Angebot kam, doch der Chronist überbot es sogleich. Seine Stimme war so leise, daß
Dornröschen sie kaum vernehmen konnte. Und diesmal war sein Gebot so hoch, daß jedem klar
war: Dieser Mann würde sich seine Beute nicht mehr wegnehmen lassen.
»Verkauft!« rief der Auktionator schließlich. »Verkauft an Nicolas, den Chronisten der Königin und
obersten Geschichtsschreiber des Dorfes Ihrer Majestät. Verkauft für den Preis von
fünfundzwanzig Goldstücken!«
Mit Tränen in den Augen mußte Dornröschen mitansehen, wie Tristan von der Plattform gezerrt
und zu dem weißhaarigen Mann geführt wurde, der ruhig und mit verschränkten Armen dastand. In
seinem vortrefflich geschneiderten, edlen dunkelgrauen Wams sah er aus, als wäre er der Prinz,
als er ohne ein Wort seinen Kauf begutachtete. Mit einem Fingerschnippen bedeutete er Tristan,
mit ihm den Platz zu verlassen.
Nur widerwillig teilte sich die Menge; im Vorbeigehen beschimpften sie den Prinzen und versetzten
ihm Tritte und Stöße.
Dornröschen blieb nicht viel Zeit, das Geschehen zu verfolgen. Dann bemerkte sie, daß sie selbst
es war, die aus der Gruppe der jammernden und wimmernden Sklaven als nächste zu den Stufen
der Plattform geführt wurde. Und sie stieß einen Schreckensschrei aus.

Dornröschen auf dem Block


Nein, laß es nicht geschehen!
Dornröschen spürte, wie ihre Beine den Dienst zu versagen drohten, als die ersten Schläge mit
dem Paddel sie trafen. Und bittere Tränen rannen über ihre Wangen, als sie auf die Plattform
getragen und auf den Drehtisch gestellt wurde.
Da stand sie nun! Unter ihr die riesige Menschenmenge, winkende Hände, grinsende Gesichter,
Kinder, die hochsprangen, um besser sehen zu können, und die Menschen auf den Balkonen, die
sich reckten und streckten, um nichts von dem Schauspiel zu versäumen.
Dornröschen fürchtete, ohnmächtig zu werden; doch noch hielt sie sich auf den Beinen. Als der
weiche Lederstiefel es Auktionators ihre Beine auseinanderstieß, gelang es ihr nur mühsam, das
Gleichgewicht zu halten. Schluchzen erschütterte ihren Körper, daß ihre prallen Brüste bebten.
»Welch hübsche kleine Prinzessin!« rief der Auktionator aus. Und als der Drehtisch sich plötzlich in
Bewegung setzte, verlor Dornröschen beinahe das Gleichgewicht. Unter ihr und in den Fenstern,
auf den Balkonen drängten sich Hunderte gaffender Menschen; auf den Zinnen der Dorfmauern
standen Soldaten. »Haar wie gesponnenes Gold! Reife kleine Brüste!«
Der Auktionator legte seinen Arm um sie, knetete ihren Busen und kniff in ihre Brustwarzen.
Dornröschen unterdrückte einen Aufschrei, spürte aber zugleich ein Gefühl der Begierde zwischen
den Beinen. Wenn er sie aber am Haar packen sollte, wie er es bei Tristan getan hatte...
Und kaum daß sie das dachte, zwang er sie, wie zuvor Tristan, sich vornüberzubeugen; ihre Brüste
schienen anzuschwellen durch ihr eigenes Gewicht, als sie so herabbaumelten. Und unter dem
entzückten Johlen des Publikums klatschte das Paddel wieder auf ihren Rücken und Po; die
Menschen applaudierten, lachten und schrien, als der Auktionator die lederne Peitsche unter
Dornröschens Kinn hielt und ihr bedeutete, den Kopf zu heben. Dann ließ er den Drehtisch kreisen.
»Liebliche Erscheinung, vortreffliche Ausstattung, auch für beste Häuser geeignet. Wer würde
dieses hübsche Stück auf den Feldern vergeuden wollen?«
»Verkauft sie auf die Felder!« rief jemand und forderte damit weitere Zurufe und lautes Gelächter
heraus. Als ein erneuter Hieb Dornröschen traf, stieß sie einen jämmerlichen Schrei aus.
Der Auktionator legte die Hand auf ihren Mund, drückte ihr den Kopf in den Nacken und ließ sie so
stehen, mit gebeugtem Rücken.
Mir schwinden die Sinne! Ich werde ohnmächtig! dachte sie, und ihr Herz klopfte, als wollte es
zerspringen. Doch noch stand sie, hielt es aus, und plötzlich fühlte sie das Kitzeln der
lederüberzogenen Gerte zwischen ihren Schamlippen. 0 nein, nicht das! Er kann doch nicht ... !
Doch schon schwoll ihr feuchtes Geschlecht, hungrig nach der groben Berührung der Rute.
Dornröschen wich vor der Gerte zurück.
Die Menge grölte und johlte.
Und Dornröschen merkte, daß sie ihre Hüften in schrecklich aufreizender Weise verrenkte, um der
schmerzlichen Prozedur zu entgehen.
Unter Beifall und Rufen trieb der Auktionator die Rute tiefer in ihre heiße, feuchte Scham und rief
dabei: »Ein elegantes, zierliches Mädchen, geeignet für den Haushalt vornehmster Damen oder als
Zerstreuung für den Herrn!«
Dornröschen wußte, daß sie purpurrot geworden war. Selbst auf dem Schloß war sie nie so sehr
den Blicken anderer ausgesetzt worden. Als ihre Beine drohten wegzuknicken, spürte sie, wie der
Auktionator mit sicherem Griff ihre Hände in die Höhe zog, bis sie über der Plattform hing. Und
dabei ließ er das lederne Paddel auf ihre Waden und Fußsohlen klatschen.
Ohne es zu wollen, trat Dornröschen hilflos mit den Füßen um sich. Sie hatte ihre Selbstkontrolle
völlig verloren.
Sie biß die Zähne zusammen, stieß einen Klagelaut aus und zappelte hilflos im Griff dieses
Mannes. Ein seltsames Gefühl der Erniedrigung bemächtigte sich ihrer, als das Paddel an ihrem
Geschlecht spielte, es streichelte und schlug. Das Schreien und Johlen der Menge war
ohrenbetäubend. Dornröschen wußte nicht, ob sie sich nach der Peinigung sehnte oder sich mit
aller Kraft dagegen zu wehren suchte.
Sie vernahm ihr eigenes Keuchen und Stöhnen, und plötzlich erkannte sie, daß sie den
Zuschauern ein Schauspiel bot, das diese von ihr erwarteten. Sie sahen an ihr viel mehr, als
Tristan ihnen geboten hatte, aber sie war sich nicht darüber klar, ob es sie kümmerte oder nicht.
Tristan war nicht mehr da. Sie war allein und verlassen.
Das Paddel bedrängte und peinigte sie, um gleich darauf erneut ihre feuchte Scham zu streicheln,
so daß Dornröschen von Wogen des Schmerzes und der Lust gleichermaßen erfüllt wurde.
Aus purem Trotz schwang sie so sehr mit ihrem ganzen Körper aus, daß sie sich dem Auktionator
fast entrissen hätte. Der brach in lautes, erstauntes Lachen aus. Die Menge kreischte, als er sich
bemühte, Dornröschen zu halten. Seine Finger zerquetschten fast ihre Handgelenke, als er sie
noch höher hob. Und aus den Augenwinkeln sah Dornröschen zwei in grobes Leinen gekleidete
Diener, die auf die Plattform zueilten.
Sogleich ergriffen sie Dornröschens Handgelenke und banden sie an das lederne Seil, das vom
Galgen herabhing. Nun hing sie in der Luft, der Auktionator drehte sie mit Paddelschlägen herum;
schluchzend versuchte sie, ihr Gesicht hinter dem Arm zu verbergen.
»Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit, uns mit der kleinen Prinzessin zu amüsieren!« schrie der
Auktionator, obgleich die Menge ihn anfeuerte mit Rufen wie: »Züchtige sie!« und »Schlag sie!«
»Eine feste Hand und strenge Disziplin braucht diese hübsche Dame. Was wird für sie geboten?«
Er drehte Dornröschen herum, schlug mit dem Paddel auf ihre Fußsohlen, stieß ihren Kopf nach
hinten, damit sie ihr Gesicht nicht länger verbergen konnte.
»Liebliche Brüste, zarte Arme, knackige Pobacken und eine süße kleine Lustspalte, geschaffen für
Götter!«
Und schon hagelte es Gebote, die sich so rasch steigerten, daß der Auktionator sie gar nicht zu
wiederholen brauchte. Und ganz verschwommen durch die Tränen in ihren Augen sah
Dornröschen Hunderte von Gesichtern, die zu ihr hinaufstarrten. Junge Männer drängten sich dicht
an die Plattform, zwei junge Frauen deuteten flüstemd hinauf. Und eine alte Frau stützte sich auf
einen Stock, während sie Dornröschen musterte und nun den knochigen Finger hob, um ihr Gebot
abzugeben.
Wieder überkam Dornröschen ein Gefühl der Verlassenheit, aber auch Trotz regte sich. Sie
zappelte und strampelte mit den Beinen, stöhnte hinter verschlossenen Lippen und fragte sich,
warum sie ihr Elend nicht laut hinausschrie. War es noch erniedrigender, wenn sie zugab, daß sie
zu sprechen vermochte? Hätte noch tiefere Röte ihr Gesicht übergossen, wenn sie gezeigt hätte,
daß sie ein denkendes, fühlendes Geschöpf war und keine dumpfe Sklavin?
Ihr hilfloses Schluchzen war ihre einzige Antwort darauf. Der Auktionator spreizte Dornröschens
Beine noch weiter, zwängte ihre Pobacken mit seinem Stöckchen auseinander, wie er es bei
Tristan getan hatte, und streichelte ihren Anus, daß sie stöhnte und wie von Sinnen mit den Beinen
um sich schlug und sogar versuchte, den Auktionator zu treffen.
Doch der bestätigte in diesem Moment das höchste Gebot, dann ein weiteres, und war bemüht,
den Preis noch weiter in die Höhe zu treiben. Bis er zuletzt mit der gleichen tiefen Stimme .
verkündete: »Verkauft an Jennifer Lockley, vom Wirtshaus zum Löwen, für den gebotenen Preis
von siebenundzwanzig Goldstücken! Diese vorzügliche und amüsante kleine Prinzessin, die für
Speis und Trank sicher nicht seltener gepeitscht werden wird als aus jedem anderen Grund!«

Lektionen von Herrin Lockley


Die Menge klatschte Beifall, als Dornröschen von den Fesseln erlöst und die Stufen hinabgeführt
wurde, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, so daß sie ihre Brüste vorstrecken mußte. Sie
war nicht überrascht, als man ihr einen Lederriemen in den Mund zwängte und ihn am Hinterkopf
mit einer Schnalle befestigte. Und selbst als ihre Hände daran festgebunden wurden, verwunderte
es Dornröschen nicht, nachdem sie sich so widerspenstig gezeigt hatte.
Sollen sie tun, was sie wollen, dachte sie verzweifelt. Und als sie an zwei langen Zügeln, die
ebenfalls von ihrem Nacken hingen, weggeführt wurde und man sie der schwarzhaarigen, großen
Frau übergab, die vor der Plattform wartete, dachte Dornröschen bitter: Das also ist es. Wie ein
Tier wird sie mich hinter sich herziehen!
Die Frau musterte sie, ganz so, wie es zuvor der Chronist bei Tristan getan hatte. Ihr schmales,
feines Gesicht war beinahe schön; ihr schwarzes Haar fiel in einem dicken Zopf über ihren Rücken.
Sie war gekleidet in einen prächtigen Rock aus rotem Samt und eine Bluse aus weißem Leinen mit
Puffärmeln.
Eine reiche Wirtin, dachte Dornröschen. Die Frau zog mit einem Ruck an den Zügeln, daß
Dornröschen beinah den Halt verlor, warf sich die ledernen Riemen alsdann über die Schulter und
zerrte ihre Neuerwerbung unwirsch und schnellen Schrittes hinter sich her.
Die Dorfbewohner drängten hinzu, schubsten Dornröschen und stießen sie, kniffen sie in den Po,
riefen, welch ein böses Mädchen sie doch sei. Wie ihr die Schläge gefallen hätten, fragten sie und
sagten, was sie tun würden, wären sie nur eine Stunde mit ihr allein. Dornröschen zitterte am
ganzen Leib. Ihr Blick war starr auf die Frau gerichtet, ihr Kopf so seltsam leer, als könnte sie
keinen Gedanken fassen.
Und doch war da ein Gedanke, der sie erfüllte: Warum sollte ich nicht so böse sein, wie es mir
gefällt? Doch gleich darauf brach sie in Tränen aus, ohne zu wissen warum.
Die Frau schritt so schnell aus, daß Dornröschen Mühe hatte, ihr zu folgen. Wie ein Pferd trabte sie
hinter ihr her, ob sie nun wollte oder nicht. Sie gehorchte, sei es auch gegen ihren Willen. Und
wieder füllten Tränen ihre Augen und ließen die Farben des Platzes zu einer heißen,
verschwommenen Wolke zerfließen.
Sie bogen in eine kleine Nebenstraße ein, vorbei an einer Schar Landstreicher, die sie kaum eines
Blickes würdigten, und kamen zu einem Platz. Bald trottete Dornröschen über die Pflastersteine
einer leeren und stillen Gasse, die sich zwischen den dunklen Fachwerkhäusern mit ihren
edelsteinverzierten Fenstern und hellbemalten Läden und Türen hindurchwand.
Schilder ringsum verkündeten von den Gilden der Handwerker; hier hing der Stiefel eines
Schuhmachers, dort der Lederhandschuh eines Handschuhmachers, und das ungelenke Bildnis
eines goldenen Bechers wies den Händler für Gold- und Silberwaren aus.
Ein eigenartiges Gefühl der Ruhe erfüllte Dornröschen. Aber sie spürte auch die Schmerzen in
ihrem Körper. Die ledernen Zügel zerrten sie vorwärts und scheuerten an ihren Wangen. Das
Atmen wurde ihr zur Qual durch die Riemen in ihrem Mund. Und für einen Moment überraschte sie
etwas an der Szenerie. Die gewundene Gasse, die verlassenen kleinen Läden, die große Frau in
ihrem weiten, roten Rock, mit ihrem schwarzen Haar - es schien, als hätte dies alles schon einmal
stattgefunden, oder wirkte zumindest völlig normal.
Nein, natürlich konnte dies nicht schon früher geschehen sein Und dennoch war es Dornröschen,
als gehörte sie auf geheimnis. volle Weise hierher, und der quälende Schrecken des Marktplatzes
verblaßte. Sie war nackt, ja, und auf ihren Schenkeln und Po backen brannten die Striemen - wie
sie aussehen mochte, daran wagte Dornröschen nicht zu denken -, und von ihren Brüsten aus
durchliefen sie wie in Wellen Schmerzen, und auch das schreckliche geheime Pulsieren zwischen
ihren Beinen war zu spüren. ja, ihr Geschlecht, so grausam berührt durch das weiche Lederpaddel,
machte sie noch immer ganz verrückt.
Doch all dies erschien ihr nun beinahe angenehm. Selbst das Tapsen ihrer nackten Füße auf den
von der Sonne erwärmten Pflastersteinen fühlte sich beinahe gut an. Und Dornröschen hatte keine
Angst vor der großen Frau und fragte sich nur, was sie selbst als nächstes tun würde.
Auf dem Schloß hatte sie sich das nie ernsthaft gefragt. Sie hatte Angst gehabt vor dem, wozu
man sie zwingen würde. Aber jetzt war sie nicht mehr sicher, ob sie noch Zwänge hinnehmen
wollte. Sie wußte es wirklich nicht.
Und wieder kam es ihr völlig normal vor, daß sie eine nackte;, gefesselte Sklavin war, eine
bestrafte Sklavin, die grob durch diese Gasse gezerrt wurde. Sie spürte, daß diese Frau ganz
genaue wußte, was zu tun war; diese Frau, die Dornröschen hinter sich her zog und keine
Möglichkeit bot, sich zu widersetzen. Und das faszinierte Dornröschen.
Als ihre Blicke hinaufwanderten zu den hohen Mauern, bemerkte sie, daß da und dort Leute aus
den Fenstern schauten und: sie beobachteten. Ein Stück weiter des Weges entdeckte sie eine
Frau, die mit verschränkten Armen dastand und sie betrachtete. Auf der anderen Straßenseite
hockte auf einer Türschwelle ein junger Mann, der ihr lächelnd eine Kußhand zuwarf. Ein
säbelbeiniger, in grobes Tuch gewendeter Mann zog vor Lady Lockley den Hut und verbeugte sich.
Sein Blick streifte Dornröschen nur kurz, aber er gab ihr im Vorübergehen einen Klaps auf den Po.
Das eigenartige Gefühl der Vertrautheit und Normalität verwirrte Dornröschen. Doch gleichzeitig
genoß sie es. Sie kamen zu einem sehr weiten, gepflasterten Platz, in dessen Mitte ein Brunnen
plätscherte. Ringsumher hingen die Zeichen und Symbole von Herbergen.
Da gab es einen Bären, einen Anker und ein Silbernes Schwert. Das bei weitem prächtigste aber
war das vergoldete Schild des Löwen, das unter drei mit Bleiglasfenstern ausgestatteten
Stockwerken über einer Toreinfahrt hing. Doch das Sonderbarste an dem Schild war, daß darunter
der Körper einer nackten Prinzessin im Wind hing. Mit Händen und Füßen baumelte sie an einem
ledernen Strick wie eine reife Frucht. Ihr nacktes, rötliches Geschlecht war peinvoll den Blicken
ausgesetzt.
Genau so hatten auf dem Schloß die Prinzen und Prinzessinnen in der Halle der Strafen
gehangen. Eine Position, die Dornröschen nie selbst hatte erleiden müssen, die sie aber am
meisten gefürchtet hatte. Nur eine Handbreit über dem angeschwollenen Geschlecht war das
Gesicht der Prinzessin zwischen ihren Beinen zu sehen; ihre Augen waren fast geschlossen.
Als sie Lady Lockley erblickte, wand sie sich stöhnend in ihren Fesseln, ganz so wie es die
Prinzessinnen und Prinzen in der Halle der Strafen getan hatten.
Dornröschens Herzschlag stockte, als sie das Mädchen sah.
Ihre neue Herrin jedoch zerrte sie weiter, und ihr blieb keine Zeit, sie näher zu betrachten.
Dann traten sie in die Herberge.
Der große Raum war kühl, trotz der Wärme des Tages. Unter einem dampfenden Kessel flackerte
ein Feuer auf dem riesigen Herd. Dutzende glattpolierter Tische und Bänke standen auf dem
gekachelten Boden. An den Wänden waren riesige Fässer aufgereiht. Ein langes Brett schloß sich
an den Herd an. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich ein kleines Bühnenpodest.
Eine lange, rechteckige Theke erstreckte sich vom Herd bis zur Tür. Und hinter dieser Theke stand
ein Mann, die Ellenbogen auf dem Holz, als wartete er nur darauf, Bier auszuschenken. Er hob den
zotteligen Kopf und betrachtete Dornröschen aus kleinen, tiefliegenden Augen.
»Eine sehr gute Wahl hast du getroffen, wie ich sehe«, sagte er lächelnd zu Lady Lockley.
Als sich Dornröschens Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah sie, daß weitere nackte
Sklavinnen und Sklaven in der Wirtsstube waren. Ein nackter Prinz mit wunderschönem
tiefschwarzen Haar kniete in der hintersten Ecke und schrubbte den Boden mit einer schweren
Bürste, deren Griff er zwischen den Zähnen hielt. Eine dunkelblonde Prinzessin verrichtete die
gleiche Arbeit neben der Türschwelle. Und eine andere junge Frau mit einem brünetten
Haarknoten putzte auf Knien eine Bank. Gnädigerweise durfte sie dazu die Hände benutzen. Zwei
andere, ein Prinz und eine Prinzessin, knieten im Sonnenlicht, das durch die Hintertür fiel, neben
dem Herd und polierten mit kräftigen Bewegungen Zinnteller.
Keiner der Sklaven wagte es, den Blick auf Dornröschen zu richten. Ihre ganze Haltung drückte
äußerste Gefügigkeit aus. Als die kleine Prinzessin mit der Bürste herüberkam, um ganz in
Dornröschens Nähe den Boden zu schrubben, sah Dornröschen, daß ihre Beine und Pobacken die
Male kürzlicher Züchtigung trugen.
Wer wohl diese Sklaven sind? fragte sie sich. Dornröschen war sicher, daß sie und Tristan zu der
ersten Gruppe gehörten, die zu harter Arbeit verurteilt worden war. Waren jene hier also die
Unverbesserlichen, die sich so schlecht benommen hatten, daß sie für ein ganzes Jahr ins Dorf
verbannt worden waren?
»Hol das hölzerne Paddel«, forderte Lady Lockley von dem Mann hinter der Theke. Mit einem
Ruck zerrte sie Dornröschen heran und warf sie über die hölzerne Platte
Dornröschen stöhnte. Ihre Beine baumelten hilflos über dem Boden. Noch wußte sie nicht, ob sie
gehorchen sollte, als sie spürte, daß die Frau ihr den Riemen aus dem Mund nahm, die Schnalle
löste und ihr mit der Hand auf den Hinterkopf schlug.
Die andere Hand der Frau glitt zwischen Dornröschens Beine, und die suchenden Finger fanden
ihr feuchtes Geschlecht, ihre schwellenden Lippen und selbst die brennende Knospe ihrer Klitoris.
Stöhnend biß Dornröschen die Zähne zusammen.
Die Hand der Frau ließ ihre Begierde unerfüllt.
Dornröschen atmete erleichtert auf, doch dann spürte sie die glatte Oberfläche des hölzernen
Paddels auf ihren Pobacken. Und ihre Striemen brannten von neuem.
Dornröschen wurde schamrot, ihre Muskeln spannten sich, und sie wartete auf die unvermeidlichen
Schläge. Doch die blieben aus. Lady Lockley drehte Dornröschens Kopf herum, so daß diese nach
links schauen konnte, dorthin, wo die offene Tür war.
»Siehst du die hübsche Prinzessin? Siehst du, wie sie unter dem Schild hängt?« fragte die Herrin,
ergriff Dornröschens Haar und riß daran, so daß es aussah, als ob sie nicken würde. Dornröschen
verstand, daß sie nicht sprechen durfte, und entschied sich, im Augenblick zu gehorchen. Und sie
nickte freiwillig. Der Körper der Prinzessin drehte sich langsam an der Schnur hin und her.
»Willst du statt ihrer dort hängen?« fragte die Herrin. Ihre Stimme klang streng, gefühllos und kalt.
»Willst du dort hängen, Tag für Tag, Stunde um Stunde, auf daß alle Welt dein hungriges,
begieriges Mäulchen sehen kann?« Von ganzem Herz ... Nein! Dornröschen schüttelte den Kopf.
»Dann hör auf, unverschämt und störrisch zu sein, wie du es bei der Versteigerung gewesen bist.
Gehorche von nun an aufs Wort! Du wirst die Füße deiner Herrin und deines Herrn küssen und
dankbar winseln, wenn du deine Mahlzeiten erhältst. Und du wirst deinen Teller fein
sauberlecken!«
Wieder riß sie Dornröschens Kopf auf und nieder, und Dornröschen empfand eine eigenartige,
aber erregende Freude. Sie nickte ein weiteres Mal, doch jetzt freiwillig. Ihr Geschlecht pochte auf
dem Holz der Theke.
Die Frau schob ihre Hand unter Dornröschen, preßte ihre Brüste zusammen wie zwei weiche,
soeben vom Baum gepflückte Pfirsiche. Dornröschens Brustwarzen brannten.
»Wir verstehen uns, nicht wahr?« sagte Lady Lockley.
Dornröschen zögerte einen Moment, doch dann nickte sie wieder.
»Dann hör jetzt genau zu!« fuhr die Frau im gleichen herrischen Ton fort. »Ich werde dich
schlagen, bis du wund bist. Und keine reichen Edelmänner und feinen Damen werden da sein, um
sich daran zu ergötzen. Und keine Soldaten oder anderen Männer werden Spaß daran haben. Nur
du und ich, wir richten alles her, damit ich die Herberge für den Tag öffnen kann. Wir tun, was zu
tun ist. Und ich tue es aus einem einzigen Grund: Du wirst so wund sein, daß du bei der bloßen
Berührung meines Fingernagels aufheulen wirst und jeden meiner Befehle unverzüglich befolgst.
Du bist meine Sklavin für diesen Sommer, und jeden Tag wirst du wund sein. Und wenn ich dich
schlage, küßt du mir die Schuhe. Denn tust du es nicht, hängst du unter dem Schild - Tag für Tag,
Stunde um Stunde, nur zum Schlafen und zu den Mahlzeiten wirst du losgebunden. Deine Hände
sind im Nacken gefesselt, und der Hintern wird dir versohlt, während du ißt. Und dann wirst du
wieder dort oben hängen, und die Burschen des Dorfes lachen über dich und dein hungriges
kleines Geschlecht. Hast du verstanden?
Die Frau wartete, eine Hand noch immer unter Dornröschens Brüsten, die andere in ihrem Haar.
Ganz langsam nickte Dornröschen.
»Sehr gut«, lobte die Frau mit sanfter Stimme. Sie drehte Dornröschen herum, bis diese
ausgestreckt auf dem Tresen lag, mit dem Gesicht zur Tür.
Dann hob sie Dornröschens Kinn. Und ihr Blick fiel durch die Tür auf die arme Prinzessin, die dort
baumelte. Im selben Moment spürte sie das hölzerne Paddel auf ihrem wunden Po, der sich
geschwollen und heiß anfühlte.
Dornröschen rührte sich nicht. Fast genoß sie die seltsame Ruhe, die sie in dem gepflegten
Gäßchen gespürt hatte, noch einmal, aber in diese Empfindung mischte sich auch die wachsende
Erregung zwischen ihren Beinen. Es war, als spülte diese Erregung alles hinweg, selbst Angst und
Verzweiflung. Vielleicht aber war es auch die Stimme der Frau, die alles so klar erscheinen ließ.
Ich könnte unfolgsam sein, wenn ich wollte, dachte Dornröschen in, derselben Gelassenheit.
Ihr Geschlecht war unglaublich geschwollen und feucht.
»Und noch etwas«, fügte Lady Lockley hinzu. »Wenn dieses Paddel dich trifft, dann wirst du dich
für mich bewegen, kleine Prinzessin. Du wirst dich winden und stöhnen. Du darfst keinen Versuch
unternehmen, dich mir zu entziehen. Das wagst du nicht! Nein, du behältst die Hände hübsch
hinter dem Nacken. Und hüte deine Zunge! Doch zappeln wirst du und stöhnen. Du sollst tanzen
und dich drehen unter den Schlägen meines Paddels. Denn mit jedem einzelnen Schlag zeigst du
mir, wie du ihn fühlst und wie du ihn freudig genießt. Wie dankbar du bist, daß ich dich auf diese
Weise züchtige, und wie gut du weißt, daß du es verdienst. Und wenn du es nicht ganz genauso
machst, wirst du unter dem Schild hängen, wenn die Versteigerung vorüber ist und die Massen und
Soldaten kommen, um ihren ersten Krug Bier zu trinken.«
Verwundert hatte Dornröschen den Worten gelauscht.
Nie zuvor hatte auf dem Schloß jemand so mit ihr gesprochen, so kalt und einfach. Und doch lag
hinter all dem eine Selbstverständlichkeit, die Dornröschen beinahe lächeln ließ. Natürlich war es
genau das, was die Frau tatsächlich vorhatte. Das, und nichts anderes hatte sie von ihr zu
erwarten. Und warum auch nicht? Wäre Dornröschen an ihrer Stelle gewesen, Wirtin dieser
Herberge, und hätte siebenundzwanzig Goldstücke bezahlt für eine widerspenstige kleine Sklavin,
hätte sie genauso geredet und gehandelt.
Natürlich hätte auch sie verlangt, daß die Sklavin sich wand und stöhnte und so zu erkennen gab,
daß sie ihre Erniedrigung auch wirklich begriff. Geschlagen wurde sie zur Schulung ihres Geistes
und nicht aus einem niederen Beweggrund.
Das eigenartige Gefühl von Selbstverständlichkeit und Klarheit kehrte zurück.
Dornröschen verstand ganz und gar. Verstand diese dunkle, kühle Herberge, vor deren Tür die
Sonnenstrahlen auf den Pflastersteinen spielten, verstand diese so fremde Stimme, die in
gebieterischem Ton zu ihr sprach. Verglichen mit ihr schien die zuckersüße Sprache im Schloß
verlogen, beinahe ekelhaft. Ja, ich werde gehorsam sein, entschied sich Dornröschen. Für den
Moment jedenfalls. Sie wollte gehorchen und sich winden und stöhnen.
Schmerzen würde es doch in jedem Fall. Und schon sehr bald sollte sie erfahren, wie sehr.
Das Paddel fuhr auf sie hernieder, und wie von selbst stöhnte Dornröschen auf. Ein langes,
dünnes hölzernes Paddel war es das ein nervenzerfetzendes Geräusch verursachte. Und unter
dem Hagel der Schläge, der nun auf ihre wunden Pobacken niederging, mußte Dornröschen
plötzlich weinen. Ohne daß sie es verhindern konnte, rannen bittere Tränen über ihre Wangen,
Das Paddel klatschte, und Dornröschen wand und krümmte sich auf dem knarrenden Tresen, ihr
Becken hob und senkte sich unter den Schlägen. Ihre Brustwarzen rieben sich an dem Holz
Dennoch hielt sie ihre tränenerfüllten Augen auf die geöffnete Tür gerichtet. Verloren und hilflos
den Schlägen des Paddels ausgesetzt, stellte sie sich vor, wie ihr Anblick wohl wirken mochte auf
ihre Herrin. Ob sie wohl zufrieden war mit ihr?
Dornröschen vernahm ihr eigenes inbrünstiges Stöhnen, spürte die Tränen auf ihrem Gesicht; sie
liefen über ihre Wangen und tropften auf das Holz des Tresens. Ihr Kinn schmerzte, und sie fühlte
ihr langes Haar, das über ihre Schultern fiel und ihr Gesicht verbarg.
Das Paddel fügte ihr nun fürchterliche Pein zu, es schmerzte sie unerträglich, und sie bäumte sich
auf, so als wollte sie mit ihrem ganzen Körper fragen: »Ist es noch nicht genug, Herrin? Ist es denn
nicht endlich genug?« Nie zuvor, bei keiner der Prüfungen auf dem Schloß, hatte sie einen solchen
Anblick tiefsten Jammers geboten.
Dann ruhte das Paddel. Und Schluchzen erfüllte die plötzliche Stille. Demütig, als flehte sie ihre
Herrin an, wand sich Dornröschen auf der hölzernen Platte. Etwas strich sanft über ihre wunden
Pobacken. Ein leiser Schrei entschlüpfte ihren Lippen.
»Sehr gut«, ertönte die Stimme. »Nun steh auf und stell dich mit gespreizten Beinen vor mich hin.
jetzt!«
Dornröschen gehorchte. Von jammervollem Schluchzen geschüttelt glitt sie vom Tresen und
spreizte die Beine, so weit sie nur konnte.
Ohne aufzuschauen nahm sie die Gestalt der Lady wahr, die, mit verschränkten Armen vor ihr
stand, in einer Hand das hölzerne Paddel. Ihre weißen Puffärmel schimmerten im Dunkel der
Stube.
»Auf die Knie!« Ein barscher Befehl und ein Fingerschnippen. Mit den Händen hinter dem Nacken
legst du das Kinn auf den Boden und kriechst dort hinüber zur Wand und wieder zurück. Aber
schnell.
Dornröschen beeilte sich zu gehorchen. Es war entwürdigend, auf diese Weise zu kriechen,
Ellenbogen und Kinn auf dem Boden, und Dornröschen wollte gar nicht daran denken, welchen
Anblick von Schwerfälligkeit und Elend sie bot. Aber sie erreichte die Wand und eilte sofort zurück
zu Lady Lockleys Stiefeln. Einem plötzlichen Impuls folgend küßte sie die Stiefel. Das Pulsieren
zwischen ihren Beinen wurde heftiger, als hätte jemand eine Faust gegen ihr Geschlecht gepreßt.
Ihr stockte der Atem. Könnte sie doch nur die Beine enger zusammendrücken - doch ihre Herrin
würde es bemerken und ihr niemals verzeihen.
»Steh auf!« befahl sie, packte Dornröschen am Haar, drehte es zu einem Knoten und befestigte es
mit Spangen, die sie in ihren Taschen hatte.
Dann schnappte sie mit den Fingern. »Prinz Robert«, rief sie. »Bring Eimer und Schrubber
hierher!«
Der schwarzhaarige Prinz gehorchte sofort, bewegte sich mit behender Eleganz. obgleich auf allen
Vieren. Und Dornröschen sah, daß sein Gesäß gerötet und wund war, als hätte auch er vor nicht
allzu langer Zeit die Hiebe des Paddels zu spüren bekommen. Er küßte die Stiefel seiner Herrin,
seine dunklen Augen weit geöffnet, und zog sich auf einen Wink der Herrin durch die hintere Tür in
den Hof zurück. Schwarzes Haar rankte dicht um die rosafarbene Mündung seines Anus, und die
kleinen Pobacken waren köstlich gerundet.
»Und nun wirst du die Bürste mit den Zähnen nehmen und schrubbst den Boden, angefangen von
hier und wieder zurück«, befahl die Herrin kühl. »Und daß mir alles schön sauber wird! Halte die
Beine gespreizt dabei. Sollte ich sie zusammengepreßt sehen, sollte ich sehen, wie du mit deinem
hungrigen Mäulchen auch nur einen Moment den Boden berührst, dann baumelst du. Hast du mich
verstanden?
Dornröschen küßte sogleich die Stiefel ihrer Herrin.
»Sehr gut«, lobte diese. »Die Soldaten heute nacht werden gut zahlen für dieses enge, kleine
Geschlecht. Sie werden es schon reichlich zu füttern wissen. Doch für den Augenblick wirst dich
hungern nach Gehorsam und Demut und tun, was ich dir befohlen habe.«
Dornröschen machte sich sogleich an die Arbeit mit der Bürste, schrubbte den Boden, indem sie
den Kopf kräftig vor und zurück bewegte. Ihr Geschlecht schmerzte beinahe so sehr wie ihre
Pobacken, aber während sie schrubbte, verblaßte de Schmerz mehr und mehr, und ihr Kopf wurde
auf eigentümlich Weise klar.
Was geschah, so fragte sie sich, wenn die Soldaten Gefallen an ihr fanden? Wenn sie viel Geld für
sie bezahlten und ihr Geschlecht im Übermaß fütterten und sie dann nicht gehorchte Könnte ihre
Herrin es sich leisten, sie draußen unter das Schild zu hängen?
Welch böses Mädchen wird nur aus mir? fragte sie sich.
Doch das Seltsame daran war, daß ihr Herz schneller zu schlagen begann bei dem Gedanken an
ihre neue Herrin. Sie mochte ihre Kälte und ihre Bestimmtheit in einem Maße, wie sie Juliana ihre
schmeichlerische Herrin auf dem Schloß, niemals gemocht hatte. Und sie überlegte, ob die
Züchtigung mit ein Paddel mehr als nur ein beiläufiges Vergnügen bedeutete für ihre neu Herrin.
Offenbar hatte sie sehr viel Übung darin.
Dornröschen bemühte sich, die braunen Kacheln des Bodens so glänzend wie möglich zu wienern,
als sie plötzlich eines Schatten bemerkte, der von der offenen Tür auf sie fiel. Und sie vernahm
Lady Lockleys Stimme, sanft und warm.
»Ah, der Hauptmann.«
Dornröschen hob vorsichtig und verwegen zugleich den Blick, wohl wissend, etwas Unerlaubtes zu
tun. Und sie bemerkte einen blonden Mann. Die Stulpen seiner Lederstiefel reichten ihm bis über
die Knie, in seinem breiten Gürtel steckten außer einem juwelenbesetzten Dolch, ein Breitschwert
und ein langes ledernes Paddel. Er erschien Dornröschen größer als die übrigen Männer in diesem
Königreich; aber er war von schlanker Statur, mit breiten, starken Schultern. Sein blondes, lockiges
Haar glich der Mähne eines Löwen, hing ihm üppig bis über den Nacken, und Lachfältchen
umrahmten seine grünschimmernden Augen.
Dornröschen fühlte die Kälte und Härte schmelzen und bedauerte dies beinahe, ohne zu wissen
warum. Mit erzwungener Gleichgültigkeit machte sie sich wieder ans Werk.
Doch der Mann ging um sie herum und trat vor sie hin.
»Ich habe dich so früh gar nicht erwartete, sagte Lady Lockley. »Heute abend, so nahm ich an,
würdest du deine ganze Garnison mitbringen.«
»Aber sicher«, antwortete er, und seine Stimme klang beinahe strahlend. Dornröschen fühlte einen
Kloß in ihrem Hals, schrubbte weiter und bemühte sich, die weichen kalbsledernen Stiefel vor ihr
nicht zu beachten.
»Ich habe gesehen, wie dieses kleine Vögelchen versteigert wurde«, sagte der Hauptmann. Und
Dornröschen errötete, als der Mann gemessenen Schrittes um sie herumging. »Scheint mir eine
kleine Rebellin zu sein. Ich war überrascht, wieviel du für sie bezahlt hast.«
»Ich weiß mit Trotzköpfen umzugehen, Hauptmann«, entgegnete die Herrin kalt und hart, ohne
jede Spur von Stolz oder Humor. »Und sie ist ein äußerst prächtiges kleines Täubchen. Ich dachte,
du wolltest dich heute nacht mit ihr vergnügen.« »Putz und bade sie, und schick sie dann auf mein
Zimmer«, befahl der Hauptmann. »Bis heute nacht möchte ich ganz sicher nicht mehr warten.«
Dornröschen wandte den Kopf und warf dem Hauptmann einen unwirschen Blick zu. Unverschämt
hübsch war er mit seinem goldenen Stoppelbart, der sein Gesicht erscheinen ließ, als wäre es mit
Goldstaub überzogen. Und auch die Sonne hatte ihre Wirkung getan und seine Haut so tief
gebräunt, daß seine blonden Augenbrauen und weißen Zähne noch heller glänzten. Er stemmte
die Hände in die Hüften und lächelte über Dornröschens Anmaßung, als Lady Lockley ihr in
eisigem Ton befahl, den Blick zu senken.

Prinz Roberts seltsame kleine Geschichte


Dornröschen spürte Lady Lockleys festen Griff. Sie wurde hochgerissen und mit auf dem Rücken
verschränkten Armen durch die Hintertür auf einen weiten, mit Gras bewachsenen Hof, in dem
prächtige Obstbäume standen, geschoben.
In einem offenen Schuppen lagen ein halbes Dutzend nackter Sklaven auf dem Holzboden, und es
schien, als schliefen sie tief und fest, wie sie es in der Sklavenhalle auf dem Schloß getan hatten.
Etwas weiter stand eine derbe, kantige Frau mit hochgekrempelten Ärmeln, und vor ihr lag in
einem Zuber mit Seifenwasser ein weiterer Sklave. Seine Hände waren an einen Ast über seinem
Kopf gefesselt. Und die Frau schrubbte den Sklaven so grob, als reibe sie Salz von einem Stück
Pökelfleisch.
Noch ehe Dornröschen wußte, wie ihr geschah, fand sie sich ebenfalls in einem solchen Zuber
wieder. Das Seifenwasser reichte ihr bis zu den Knien. Ihre Arme wurden hochgezogen und an
den Ast eines Baumes gefesselt. Dann hörte sie, wie Lady Lockley nach Prinz Robert rief.
Der Prinz erschien sofort. Er trug eine Bürste in der Hand und machte sich sofort an die Arbeit. Er
übergoß Dornröschen mit Wasser, schrubbte ihre Ellenbogen und Knie, dann ihren Kopf, wobei er
sie immer wieder herumdrehte.
Alles schien selbstverständlich, und nichts daran war Wohltat oder Vergnügen. Dornröschen zuckte
zusammen, als die Bürste zwischen ihre Beine fuhr, und sie stöhnte, als die harten Borsten über
die Striemen an ihrem Rücken und an den Beinen rieben.
Ihre Herrin war zurück ins Haus gegangen. Die dicke, kräftige Frau hatte den armen, wimmernden
Sklaven fertig gewaschen, prügelte ihn zu seiner Lagerstatt und verschwand sodann in der
Wirtsstube. Bis auf die Schlafenden und den Prinzen lag der Hof jetzt verlassen.
»Wirst du mir antworten, wenn ich dir eine Frage stelle >« flüsterte Dornröschen. Die dunkle, ölig
glatte Haut des Prinzen berührte die ihre, als er ihr den Kopf nach hinten zog und einen Kübel
warmen Wassers über ihr Haar goß. jetzt, da sie allein waren, wirkte sein Blick heiter.
»Ja, aber sei vorsichtig! Wenn man uns erwischt, werden wir öffentlich gezüchtigt. Und ich hasse
es, auf dem öffentlichen Drehtisch das Gesindel dieses Dorfes zu amüsieren.«
»Warum bist du hier?« fragte Dornröschen. »Ich dachte, ich gehörte zu den ersten Sklaven, die
vom Schloß ins Dorf geschickt wurden.«
»Ich bin schon seit Jahren hier«, antwortete er. »An das Schloß erinnere ich mich kaum noch. Ich
wurde verurteilt und verstoßen, weil ich mich mit einer Prinzessin davonschlich. Zwei volle Tage
versteckten wir uns, ehe sie uns fanden. « Er lächelte. »Aber zurückholen wird man mich nie
mehr.«
Dornröschen erschrak. Sie dachte unwillkürlich an die gestohlene Nacht, die sie mit Prinz Alexi
ganz in der Nähe des Schlafgemachs der Königin verbracht hatte.
»Und was geschah mit ihr?« fragte Dornröschen.
»Oh, sie war für eine Weile hier im Dorf und kehrte dann wieder zurück aufs Schloß. Sie wurde die
Favoritin der Königin. Als sie wieder heim in ihr Königreich sollte, blieb sie als Edelfrau hier.« ,
»Das ist nicht wahr, was du da sagst!« stieß Dornröschen ungläubig hervor.
»0 doch. Sie wurde Mitglied des Hofstaates. Sie ritt sogar in ihren neuen feinen Gewändern hierher
und fragte, ob ich wieder aufs Schloß kommen und ihr Sklave sein wolle. Die Königin hätte es
erlaubt, sagte sie, weil sie ihr versprochen hatte, mich hart und unbarmherzig zu strafen. Sie würde
die strengste Herrin sein, die jemals ein Sklave hatte, erklärte sie. Ich war mehr als erstaunt, wie du
dir vorstellen kannst. Als ich sie das letzte Mal gesehen hatte, lag sie gerade nackt über dem Knie
ihres Herrn. Und nun ritt sie stolz auf einem Schimmel. Sie trug ein prächtiges, mit Goldfäden
verziertes schwarzes Samtkleid. Und auch ihr Haar war mit goldenen Fäden durchzogen. Am
liebsten hätte sie mich wohl gleich nackt über den Sattel gelegt. Als ich mich umdrehte und
wegrannte, befahl sie dem Hauptmann der Wache, mich wieder einzufangen. Und dann prügelte
sie mich an Ort und Stelle. Es muß ihr eine große Freude bereitet haben.« »Wie konnte sie nur so
etwas tun? « Dornröschen war entsetzt. »Und sie trug das Haar geflochten, sagst du?«
»Ja. Wie ich hörte, trägt sie es nie anders. Es würde sie, glaube ich, zu sehr an die Zeit erinnern,
als sie selbst noch eine Sklavin war. «
»Aber es ist doch nicht etwa Lady Juliana?«
»Doch, es ist Lady Juliana. Aber woher weißt du ... ?«
»Sie war meine Peinigerin auf dem Schloß, meine Herrin war sie so sehr, wie der Kronprinz mein
Gebieter war«, erklärte Dornröschen. Und sie erinnerte sich nur zu genau an Lady Julianas
liebliches Gesicht und an ihr geflochtenes Haar. Wie oft war Dornröschen auf dem Reitweg
gelaufen unter den Schlägen ihres Paddels ...
»Oh, wie schändlich von ihr!« flüsterte Dornröschen. »Doch was geschah dann? Wie konntest du
ihr entkommend
»Wie ich dir schon erzählte. Ich rannte vor ihr weg, der Hauptmann fing mich wieder ein. Und es
war klar, daß ich noch nicht soweit war, um auf das Schloß zurückzukehren.« Er lachte. »Sie legte
gute Worte für mich ein, so hat man mir erzählt. Und sie versprach, mich endgültig zu bändigen
ohne die Hilfe eines anderen.«
»Dieses Ungeheuer!« entrüstete sich Dornröschen.
Der Prinz rieb ihre Arme und ihr Gesicht trocken.
»Steig aus dem Zuber«, sagte er. »Und sei still. Ich glaube, Lady Lockley ist in der Küche.« Und
dann fügte er flüsternd hinzu:»Lady Lockley würde mich gar nicht gehen lassen. Aber Juliana ist
nicht die erste Sklavin, die blieb und zum Schrecken wurde. Vielleicht stehst auch du eines Tages
vor der Wahl und hältst plötzlich selbst ein Paddel in der Hand. Und all die nackten Leiber stehen
dir zu Diensten. Denk daran!« sagte er, und ein herzliches Lächeln erschien auf seinem dunklen
Gesicht.
»Niemals!« gab Dornröschen zurück.
»Nun, wir müssen uns beeilen. Der Hauptmann wartet.«
Der Gedanke an Lady Juliana, nackt, zusammen mit dem Prinzen, schwirrte in Dornröschens Kopf.
Oh, welch großes Vergnügen würde es ihr bereiten, selbst nur ein einziges Mal Lady Juliana übers
Knie zu legen! Und sie fühlte ein heftiges Pochen zwischen ihren Beinen. Aber wie konnte sie auch
nur daran denken? Allein die Erwähnung des Hauptmanns rief in ihr sogleich ein Gefühl der
Schwäche hervor. Sie hielt kein Paddel in der Hand, und es gab niemanden, der ihrer Gnade
ausgeliefert war. Sie war eine schlechte, nackte Sklavin, der es bevorstand, zu einem hartherzigen
Soldaten geschickt zu werden, der eine Vorliebe für Trotzköpfe und Widerspenstige zu haben
schien. Und bei dem Gedanken an sein sonnengebräuntes, freundliches Gesicht und die großen,
glänzenden Augen, dachte Dornröschen: Nun, wenn ich also ein böses Mädchen bin, dann werde
ich mich auch so benehmen.

Der Hauptmann der Garde


Lady Lockley war auf den Hof gekommen, befreite Dornröschens Hände von den Fesseln und rieb
ihr grob und hastig das Haar trocken. Dann band sie ihr die Handgelenke auf dem Rücken
zusammen und trieb Dornröschen in die Herberge und eine schmale, gewundene Holztreppe
hinauf, die sich hinter der riesigen Feuerstelle befand. Dornröschen konnte die Wärme des
Schornsteins durch die Wände fühlen, aber sie wurde so eilig die Treppen hinaufgejagt, daß ihr
kaum Zeit für solche Empfindungen blieb.
Lady Lockley öffnete eine schwere Eichentür, zwang Dornröschen auf die Knie und stieß sie
unsanft in den Raum. Dornröschen mußte die Hände ausstrecken, um nicht zu stürzen.
»Hier ist sie, mein verehrter Hauptmann.«
Dornröschen hörte, wie die Tür hinter ihr ins Schloß fiel. Sie war unschlüssig, was sie tun sollte und
fühlte, wie ihr Herz raste, als sie die Kalbslederstiefel erblickte, das Glimmen des kleinen Feuers
auf dem Herd und das hölzerne Bett unter der Dachschräge der Kammer wahrnahm. Der
Hauptmann saß in einem breiten Sessel neben einem langen dunklen Holztisch.
Doch obgleich Dornröschen wartete, erteilte er ihr keinerlei Befehl.
Statt dessen spürte sie seine Hand in ihrem langen Haar. Er raffte es zusammen und zog
Dornröschen daran empor, so daß sie ein Stück voran kriechen mußte und dann mit aufrechtem
Oberkörper vor ihm kniete. Erstaunt und mit großen Augen starrte sie den Hauptmann an, schaute
wieder in dieses gebräunte hübsche Gesicht, sah das prachtvolle blonde Haar, auf das er sicher
stolz war, und seine grünen Augen, die Dornröschens Blick mit der gleichen Intensität erwiderten.
Eine schreckliche Schwäche überfiel sie. Etwas in ihr schmolz, ein Gefühl von Sanftheit stieg
empor, und es schien zu wachsen, ergriff ihr Herz und ihre Sinne. Sie verdrängte diese
Empfindung. Und doch war da ein Moment des Erkennens und Verstehens gewesen ...
Der Hauptmann hob Dornröschen auf die Füße. Seine linke Hand um ihr Haar geschlungen, stand
er vor ihr und stieß ihre Beine weit auseinander.
»Du sollst dich mir zeigen«, sagte er mit einer kaum merklichen Spur eines Lächelns. Und bevor
Dornröschen wußte, was sie tun sollte, ließ der Hauptmann ihr Haar los. Nun stand sie da, und
eine Woge der Scham überwältigte sie.
Der Hauptmann sank wieder in den Sessel. Dornröschens Herz schlug so heftig, daß sie sich
fragte, ob er das Pochen hören konnte.
»Nimm deine Hände zwischen die Beine und spreize deine Schamlippen. Ich möchte sehen, wie
du beschaffen bist.«
Eine dunkle Röte brannte auf ihrem Gesicht. Dornröschen starrte ihn an und bewegte sich nicht.
Ihr Herz schlug wie wild.
Und plötzlich hatte sich der Hauptmann erhoben und umfaßte ihre Handgelenke. Er hob
Dornröschen hoch und setzte sie auf den Holztisch. Dann drückte er ihren Rücken durch, preßte
ihr die Hände gegen das Rückgrat und drängte ihre Beine mit seinem Knie weit auseinander,
während er auf sie herunterschaute.
Dornröschen zuckte nicht zurück noch wendete sie den Blick ab, sondern sie starrte ihm mitten ins
Gesicht, als sie fühlte, daß seine behandschuhten Finger das taten, was er ihr befohlen hatte. Weit
spreizte er die Lippen ihrer Vagina und betrachtete sie.
Dornröschen wehrte sich und versuchte verzweifelt, sich zu befreien, aber die Finger brachen sie
weit auf und kniffen in ihre Klitoris. Sie fühlte siedende Hitze und Röte in ihrem Gesicht, und ihre
Hüften zuckten in offener Rebellion. Doch unter der rauhen Lederhaut seines Handschuhs wurde
ihre Klitoris groß und barst fast unter seinem Daumen und Zeigefinger.
Dornröschen schnappte nach Luft und wandte ihr Gesicht ab.: Und als sie hörte, wie er seine
Reithose öffnete, und sie die harte Spitze seines Schwanzes an ihren Schenkeln spürte, stöhnte
sie, hob ihre Hüften und bot sie ihm an.
Sofort drang er in sie ein. Er füllte sie so vollständig, daß sie das heiße, nasse Schamhaar des
Hauptmanns fühlte, als würde es sie verschließen, und sie spürte seine Hände unter ihren wunden
Pobacken, als er sie anhob.
Er hob Dornröschen hoch. Sie schlang die Arme um seinen Nacken, die Beine um seine Taille, und
er stieß sie mit seinen starken Händen vor und zurück auf seinem Schwanz. Er spießte sie mit der
vollen Länge seines Glieds auf. Härter und wilder wurde der Ritt, und Dornröschen bemerkte
weder, daß er ihren Kopf in seiner rechten Hand wiegte, noch, daß er ihr Gesicht zu sich drehte
und seine Zunge in ihren Mund drängte. Sie fühlte nur diese überfließenden Wogen der Lust, die
durch ihre Lenden spülten. Und dann legte er seine Hand auf ihren Mund, und ihr Körper war
leicht, wie ohne jedes Gewicht, als sie emporgehoben wurde, auf und nieder schwang, bis sie mit
einem lauten Schrei, einem unzüchtigen Schrei, den erschütternden Orgasmus fühlte.
Doch weiter und weiter ging es. Sein Mund saugte den Schrei aus ihr, entließ sie nicht, und gerade
als Dornröschen unter Qualen dachte, daß es zum Ende käme, ergoß er sich in sie. Sie vernahm
sein tiefes Stöhnen, seine Hüften erstarrten und stießen sie in einer Raserei schneller ruckartiger
Bewegungen.
Nun war alles still im Raum. Der Hauptmann stand da, wiegte Dornröschen, und die kleinen,
kurzen Zuckungen seines Glieds in ihr ließen sie leise wimmern.
Dann fühlte sie, wie er sie verließ, und sie versuchte auf stumme Weise zu protestieren, aber noch
immer küßte er sie.
Dornröschens Füße berührten wieder den Boden, der Hauptmann hatte sie abgesetzt. Ihre Hände
ruhten in ihrem Nacken, und ihre Beine waren gespreizt. Trotz all ihrer süßen Erschöpfung blieb
Dornröschen stehen. Sie starrte geradeaus, nahm aber nichts wahr außer einem
verschwommenen Licht.
»Nun werden wir die kleine Demonstration sehen, um die ich dich gebeten habe«, sagte der
Hauptmann und küßte erneut Dornröschens Mund, öffnete ihn und fuhr mit seiner Zunge zwischen
ihre Lippen. Sie schaute in seine Augen. Es gab nichts anderes als diese Augen, die auf ihr ruhten.
Dann sah sie eine Locke seines blonden Haares über seiner sonnengebräunten Stirn mit ihren
tiefen Furchen und Falten. Aber er hatte sich abgewendet und ließ Dornröschen stehen.
»Du wirst deine Hände zwischen deine Beine legen«, sagte er leise, fast sanft und ließ sich wieder
in dem eichenen Sessel nieder. Seine Reithosen waren geschlossen. »Und du wirst mir deine
intimsten Stellen sofort zeigen.«
Dornröschen fröstelte. Sie schaute zu Boden. Ihr Körper fühlte sich heiß an, ausgelaugt, und diese
Schwäche hatte nun jede Faser ihres Körpers erfaßt. Zu ihrem eigenen Erstaunen fuhr sie mit den
Händen zwischen ihre Beine und fühlte die nassen schlüpfrigen Lippen, die noch brannten und
pulsierten von seinen Stößen. Mit den Fingerspitzen berührte sie ihre Vagina.
»Öffne sie und zeige sie mir«, forderte der Hauptmann und lehnte sich zurück. »So ist es gut.
Weiter, weiter!«
Sie dehnte ihren kleinen inneren Mund, konnte nicht glauben, daß sie - das schlimme Mädchen -
es wirklich tat. Ein warmes, mattes Gefühl der Lust, ein Echo der Ekstase besänftigte und
beruhigte sie. Doch ihre Lippen waren so weit auseinandergedehnt, daß es beinahe schmerzte.
»Und die Klitoris«, sagte er. »Hebe sie.«
Sie brannte unter ihrem Finger, als Dornröschen gehorchte. »Bewege deinen Finger zur Seite,
damit ich alles sehen kann«, sagte er.
Und schnell, so anmutig wie sie konnte, tat Dornröschen, wie der Hauptmann befohlen hatte.
»Und nun dehne diesen kleinen Mund noch einmal und schiebe deine Hüften vor.«
Sie gehorchte, und mit der Bewegung der Hüften überkam sie eine weitere Welle der Lust. Sie
konnte die Röte ihres Gesichtes und das Erschauern in der Kehle, in den Brüsten fühlen. Ihre
Hüften schoben sich höher, bewegten sich weiter vor. Sie fühlte, wie sich ihre Brustwarzen zu
kleinen rosa Knospen erhärteten. Sie hörte ihr eigenes Stöhnen, lauter und lauter, fast flehend.
Jeden Moment würde es beginnen - das Verlangen, das so süß brannte. Nun konnte sie sogar die
Lippen unter ihren Fingern anschwellen fühlen, die Klitoris schlug hart wie ein kleines Herz, und
das rosa Fleisch um ihre Brustwarzen juckte.
Sie konnte das Verlangen kaum ertragen, und dann fühlte sie des Hauptmanns Hand in ihrem
Nacken. Er schwang Dornröschen vor und zurück und in seinen Schoß, er stieß ihre Beine weit
auseinander, und Dornröschen fühlte das weiche Kalbsleder seiner Stiefel gegen ihre nackten
Schenkel reiben und sah in sein Gesicht. Seine Blicke bohrten sich in sie. Er küßte sie langsam,
und sie fühlte, wie ihre Hüften sich hoben. Dornröschen erschauerte.
Er hielt etwas Blendendes und Schönes ins Licht, und sie blinzelte, um es zu erkennen. Es war der
Griff seines Degens, dick und überzogen mit Smaragden und Rubinen.
Der Degen verschwand vor ihren Augen, und plötzlich fühlte Dornröschen das kalte Metall an ihrer
nassen Scheide. »Ohhhh, ja ... « stöhnte sie und fühlte den Griff in sich gleiten, tausendmal härter
und grausamer als das größte Organ. Es schien, als ob der Griff sie emporhob und an ihre
schwellende Klitoris stieß.
Dornröschen schrie fast vor Verlangen, ihr Kopf fiel zurück, ihr Blick war blind für alles um sie
herum, bis auf die Augen des Hauptmanns, die auf sie herabschauten. Ihre Hüften schwangen wild
gegen seinen Schoß, der Degengriff glitt vor und zurück, vor und zurück, bis sie es nicht mehr
ertragen konnte, und die Ekstase wieder da war. Eine Ekstase, die sie lähmte und ihren geöffneten
Mund verstummen ließ. Das Bild des Hauptmanns verschwand in einem Moment der völligen
Erlösung.
Als Dornröschen wieder zu sich kam, war da noch immer das heftige Beben in ihren Hüften, die
Vagina gab leise Seufzer von sich; doch Dornröschen saß aufrecht, und der Hauptmann hielt ihr
Gesicht in seiner Hand und küßte ihre Augenlider.
»Du bist meine Sklavin«, flüsterte er.
Sie nickte.
»Wenn ich in das Gasthaus komme, gehörst du mir. Wo auch immer du bist - du kommst zu mir
und küßt meine Stiefel«, sagte er.
Sie nickte.
Er hob Dornröschen auf die Füße, und bevor sie noch verstand, was geschah, wurde sie wieder
aus dem kleinen Raum gedrängt, ihre Handgelenke auf dem Rücken, und sie wurde die kleine
gewundene Treppe heruntergetrieben, auf der sie auch hochgekommen war.
Sie wandte ihren Kopf. Er würde sie jetzt verlassen, und sie konnte den Gedanken nicht ertragen.
0 nein, nein, bitte geh nicht, dachte sie verzweifelt. Er gab ihr kurze, warme Schläge auf die
Pobacken mit seinen großen weichen, lederbehandschuhten Händen und drängte sie in die kühle
Dunkelheit des Gasthauses zurück, wo sechs oder sieben Männer an den Tischen saßen und
tranken.
Dornröschen nahm das Gelächter wahr, die Gespräche, den Klang des Prügels von irgendwoher
und das Stöhnen und Schluchzen irgendeines armen Sklaven.
Sie wurde auf den offenen Platz vor dem Gasthaus gedrängt. »Falte deine Arme im Nacken«,
befahl der Hauptmann. »Du wirst vor mir her marschieren und die ganze Zeit nach vorn schauen.«

Der Platz der öffentlichen Bestrafung


Das Sonnenlicht war für einen Moment zu grell. Doch Dornröschen kreuzte beflissen ihre Arme im
Nacken und marschierte, wie es ihr befohlen war. Sie hob die Beine, so hoch sie konnte. Und
schließlich kam ein Platz in Sicht. Dornröschen sah die wandelnde Menge der Müßiggänger und
Tratschenden, eine Schar Jugendlicher, die auf dem breiten Steinrand des Brunnens hockten,
Pferde, die an die Tore der Gasthäuser gebunden waren und dann weitere nackte Sklaven hier
und dort; manche auf ihren Knien, andere marschierten wie sie selbst.
Der Hauptmann drehte Dornröschen mit einem weiteren weichen Schlag und drückte ihre rechte
Pobacke dabei ein wenig.
Halb im Traum fand sich Dornröschen in einer breiten Straße voll mit Geschäften, ähnlich der
Gasse, durch die sie gekommen war, wieder, doch war diese Straße belebt, und jedermann
beschäftigte sich mit Handeln, Kaufen und Feilschen.
Das schreckliche Gefühl der Vertrautheit überkam sie erneut, als wäre dies schon einmal zuvor
passiert, oder zumindest schien es so sehr vertraut, daß es gut hätte sein können. Eine nackte
Sklavin, auf Händen und Knien, die ein Fenster putzte, erschien Dornröschen völlig normal. Und
einen anderen Sklaven zu sehen, der einen Korb auf dem Rücken hatte und so marschierte, wie
sie es tat, von einer Frau mit einem Stock angetrieben - ja, auch das erschien Dornröschen
bekannt und normal.
Selbst die Sklaven, die an den Wänden festgebunden waren, nackt, ihre Beine weit gespreizt, ihre
Gesichter im Halbschlaf, schienen etwas Alltägliches zu sein. Und warum auch sollten die jungen
Männer des Dorfes jene nicht verspotten, als sie vorbeiliefen, einen steifen Schwanz hier
anschnippten, dort ein armes schüchternes Mündchen kniffen? ja, all das war ganz normal.
Sogar das schreckliche Stechen in ihren Brüsten, ihre Arme im Nacken gefaltet - all das schien
Dornröschen vernünftig. Als sie einen weiteren warmen Schlag verspürte, marschierte sie forscher
und versuchte, ihre Knie noch anmutiger zu heben.
Sie kamen nun an das andere Ende des Dorfes zu dem offenen Marktplatz, und um die verlassene
Auktionsplattform herum sah Dornröschen viele Menschen. Verlockende Düfte stiegen von den
kleinen Essensständen auf, und sie konnte sogar den Wein riechen, den die jungen Männer an
den offenen Ständen in Kelchen kauften. Sie sah die langen Stoffbahnen aus den Läden wehen
und Körbe und Kleider. Überall waren nackte Sklaven, die mit verschiedenen Aufgaben beschäftigt
waren.
In einem Torgang wischte ein Sklave auf Knien heftig den Boden. Zwei andere auf allen Vieren
trugen Körbe voll Früchte auf ihrem Rücken, während sie im schnellen Trab durch einen Eingang
eilten. An einer Wand hing eine schlanke Prinzessin mit dem Kopf nach unten, ihr Schamhaar
glänzte in der Sonne, ihr Gesicht war rot und von Tränen überströmt, ihre Füße, die in weißen
Spitzensöckchen steckten, waren eng an die Wand über ihr festgebunden.
Aber schon erreichten sie einen anderen Platz, der von dem ersten abzweigte, und dies war ein
merkwürdiger ungepflasterter Platz, dessen Boden weich und gerade erst umgegraben war, so wie
auf dem Reitweg im Schloß. Dornröschen wurde angehalten, und der Hauptmann stand an ihrer
Seite, den Daumen in seinen Gürtel gehakt, und beobachtete alles ringsumher.
Dornröschen sah einen weiteren hohen Drehsockel, ähnlich dem auf der Auktionsplattform, und
auf diesem befand sich ein angebundener Sklave, der heftig von einem Mann geprügelt wurde,
während er den Sockel mit einem Pedal antrieb. Und jedesmal peitschte er die nackten Pobacken
des Sklaven, wenn dieser in die richtige Position gedreht war. Das arme Opfer war ein Prinz mit
vortrefflichen Muskeln, seine Hände waren eng auf den Rücken gebunden, und sein Kinn lag auf
einer Holzsäule, so daß jeder sein Gesicht sehen konnte, als er bestraft wurde.
Wie kann er nur seine Augen offenhalten? dachte Dornröschen. 'Wie kann er es ertragen, sie
anzuschauen?Die Menge rund um die Plattform kreischte und schrie so durchdringend wie schon
zuvor bei der Versteigerung.
Und dann hob der Prügler seine Lederwaffe zum Zeichen, daß die Bestrafung zu Ende war, und
der arme Prinz, der seinen Körper schüttelte, das Gesicht verzerrt und naß, wurde nun mit weichen
Früchten und Abfall beworfen.
Wie auf dem anderen Platz herrschte auch hier die Atmosphäre eines Marktes. Es gab
Essensstände und Weinverkäufer, Aus hohen Fenstern glotzten Hunderte Schaulustiger, ihre Arme
auf Fenstersimse und Balkongeländer gestützt.
Doch das Prügeln auf dem Drehsockel war nicht die einzige Form der Bestrafung. Etwas weiter zur
Rechten stand ein hoher hölzerner Mast mit vielen langen Lederbändern, die von einem Eisenring
an der Spitze herabhingen. An das Ende eines jeden schwarzen Bandes war ein Sklave mit einem
ledernen Kragen gebunden, der ihm den Kopf hochzwängte; und alle marschierten sie langsam,
aber mit tänzelnden Schritten im Kreis um den Mast. Vier paddelschwingende Assistenten, die an
vier Punkten des Kreises plaziert waren, gaben den Takt vor. Eine runde Spur war in den Staub
getreten von den nackten Füßen der Sklaven. Manchen waren die Hände im Nacken
zusammengebunden, andere hatten sie frei im Nacken gekreuzt.
Eine Gruppe von Frauen und Männern aus dem Dorf beobachteten den seltsamen Marsch im Kreis
und gaben hier und da ihre Kommentare ab. Dornröschen sah in stiller Andacht zu, wie eine der
Sklavinnen, eine junge Prinzessin mit herrlich schwingenden braunen Locken, losgebunden und
ihrem Herrn übergeben wurde. Er peitschte ihre Waden mit einem Strohbesen, während er sie vor
sich her trieb.
»Dorthin«, befahl der Hauptmann, und Dornröschen marschierte gehorsam neben ihm her zu dem
hohen Mast mit den kreisenden Lederbändern.
»Bindet sie an!« befahl der Hauptmann dem Soldaten, der Dornröschen sofort ergriff und ihr den
Lederkragen um den Nacken schnallte, so daß ihr Kinn über dessen Rand gepreßt wurde.
Wie durch einen Nebel sah Dornröschen den Blick des Hauptmanns auf sie gerichtet. Zwei Frauen
aus dem Dorf standen bei ihm und redeten mit ihm. Dornröschen sah, wie er sich mit ihnen
unterhielt, als redeten sie über etwas ganz Alltägliches.
Das lange Lederband, das von der Spitze des Mastes herunterhing, war schwer und wurde auf
dem Eisenring durch die Bewegung der anderen im Kreis geführt. Es zog Dornröschen an dem
Kragen voran. Sie marschierte etwas schneller, um dem Ziehen und Zerren zu entgehen, aber es
riß sie zurück, bis sie schließlich in den richtigen Schritt fiel. Und sie fühlte den ersten lauten
Paddelschlag von einer der vier Wachen. Es waren jetzt so viele Sklaven, die im Kreis trabten, daß
die Wachen ständig ihre breiten schwarzen Lederovale schwangen, und Dornröschen war mit
längeren Pausen zwischen den Schlägen gesegnet. Der Staub und das grelle Sonnenlicht stachen
in ihren Augen, während sie das zerzauste Haar des Sklaven vor ihr betrachtete.
»Öffentliche Bestrafung.« Sie erinnerte sich an die Worte des Auktionators, der allen Herren und
Herrinnen empfahl, es ihren Sklaven zu verschreiben, wann immer sie es für nötig befanden. Und
Dornröschen wußte, daß der Hauptmann nicht im mindesten daran dachte, ihr einen Grund dafür
zu nennen, so wie es die wohlerzogenen, silberzüngigen Herrinnen und Herren im Schloß getan
hatten. Aber was machte das schon? Daß er sie bestrafen wollte, weil sie gelangweilt oder
neugierig gewesen war, das war Grund genug, und jedesmal, wenn sie einmal im Kreis gelaufen
war, sah sie den Hauptmann für einen kurzen Moment. Er hatte seine Arme in die Hüften
gestemmt und den Blick aus seinen grünen Augen auf Dornröschen geheftet. Was gibt es schon
für Gründe außer Dummheit? dachte Dornröschen. Und als sie sich auf einen weiteren Schlag
gefaßt machte - sie verlor ihren Halt und ihre Anmut für einen Moment in dem pudrigen Staub, als
das Paddel ihre Hüften vorwärtsstieß -, fühlte sie ein seltsames Einverständnis, anders als alles,
was sie im Schloß gekannt hatte.
Die Spannung war von ihr gewichen. Der vertraute Schmerz in ihrer Vagina, die Lust auf den
Schwanz des Hauptmanns, der Schlag des Paddels, war alles, was sie fühlte, als sie im Kreis
marschierte. Der Lederkragen rieb rauh an ihrem hocherhobenen Kinn, die Ballen ihrer Füße
klatschten auf die staubige Erde, aber Dornröschen war nicht mehr erfüllt von dieser bebenden
Furcht, die sie zuvor gekannt hatte.
Ihre Träumerei wurde von einem lauten Schrei aus der Menge unterbrochen. Über die Köpfe derer,
die auf sie und die armen anderen Sklaven glotzten, sah Dornröschen, wie der arme bestrafte
Prinz von dem Drehsockel genommen wurde, wo er so lange ein Objekt der öffentlichen
Belustigung gewesen war. Und nun wurde eine andere Sklavin, eine Prinzessin mit blondem Haar,
an die Stelle gedrängt, ihr Rücken gebeugt, Pobacken in die Höhe, das Kinn aufgelegt.
Als sie wieder einmal einen staubigen Kreis vollendet hatte, sah Dornröschen, daß die Prinzessin
wimmerte, als ihre Hände auf dem Rücken zusammengebunden und die Kinnstütze von einem
Eisenriegel umschlossen wurden, so daß die Ärmste ihren Kopf nicht wenden konnte. Ihre Knie
wurden auf den Drehsockel gebunden, und sie trat wild mit den Füßen um sich. Die Menge war so
aufgekratzt, wie sie es bei Dornröschens Ausstellung auf dem Block gewesen war. Und sie zeigten
ihr Vergnügen mit lautem Geschrei und Brüllen.
Aber Dornröschens Augen hatten den Prinzen erfaßt, der nun zu einem nahen Pranger gescheucht
wurde. Und es gab in der Tat mehrere Pranger, einen neben dem anderen in kleinen Nischen
zwischen den Häusern. Dort wurde der Prinz von der Taille an vornüber gebeugt, seine Beine weit
auseinander gezwängt wie immer. Sein Gesicht und seine Hände wurden auf ihren Platz gelegt,
und das Brett fiel mit einem lauten Klatschen herunter. Und so war er gezwungen, geradeaus zu
schauen, er konnte sein Gesicht nicht verstecken oder sonst irgend etwas tun. Die Menge schloß
sich um die hilflose Gestalt. Als Dornröschen ein weiteres Mal im Kreis herumgegangen war,
stöhnte sie plötzlich unter einem ungewöhnlich harten Schlag des Paddels, und sie sah die
anderen Sklaven, allesamt Prinzessinnen, in derselben Weise am Pranger, von der Menge gequält,
befingert, geschlagen und gekniffen wie es ihnen gefiel, obgleich einer der Dorfbewohner einer
Prinzessin einen Schluck Wasser reichte.
Die Prinzessin mußte das Wasser lecken - wie anders hätte es sein können -, und Dornröschen
sah das Rosa ihrer Zunge in die flache Tasse tauchen, und dennoch schien es eine Gnade zu
sein.
Unterdessen trat und stieß die Prinzessin auf dem Drehsockel um sich und lieferte das beste
Schauspiel, ihre Augen geschlossen, ihr Mund zu einer Grimasse verzerrt. Die Menge zählte die
Schläge laut in einem Rhythmus mit, der seltsam beängstigend klang.
Doch Dornröschens Zeit der Bestrafung am Maibaum war zum Ende gekommen. Sehr schnell und
grob wurde sie aus dem Kragen entlassen und aus dem Kreis gestoßen. Ihre Pobacken brannten
und schienen zu schwellen, als warteten sie auf den nächsten Schlag. Und ihre Arme, die gefaltet
um ihren Nacken lagen, schmerzten, aber Dornröschen stand reglos da und wartete.
Die große Hand des Hauptmanns drehte sie herum. Er schien Dornröschen zu überragen, sein
Haar, überflutet vom Sonnenlicht, funkelte um den dunklen Schatten seines Gesichts, als er sich
hinabbeugte, um Dornröschen zu küssen. Er wiegte ihren Kopf in seinen Händen und sog an ihren
Lippen, öffnete sie, stach seine Zunge in sie und ließ sie dann los.
Dornröschen seufzte, als er seine Lippen von ihrem Mund nahm, und sie spürte den Kuß bis tief in
ihre Lenden. Ihre Brustwarzen rieben sich am rauhen Stoff seines Gewandes, und die kalte
Schnalle seines Gürtels verbrannte sie. Sie sah, daß ein kleines Lächeln sein dunkles Gesicht
aufhellte, und dann preßte er sein Knie an Dornröschens schmerzendes Geschlecht und erweckte
neuen Hunger in ihr. Ihre Schwäche kam plötzlich und überraschend und hatte nichts zu tun mit
dem Zittern in ihren Beinen oder ihrer Erschöpfung.
»Marschiere«, befahl der Hauptmann, und er drehte Dornröschen um und schickte sie mit einem
sanften Schlag auf ihr wundes Gesäß zu der gegenüberliegenden Seite des Platzes.
Sie kamen in die Nähe der Sklaven, die sich am Pranger unter den Verspottungen und
Peinigungen der Menge, die um sie versammelt stand, wanden. Und hinter ihnen bemerkte
Dornröschen zum ersten Mal aus der Nähe die lange Reihe der farbenprächtigen Zelte unter einer
Allee von mächtigen Bäumen, jedes der Zelte war geöffnet und hatte einen Baldachin am Eingang.
Ein junger, adrett gekleideter Mann stand vor jedem Zelt, und obwohl Dornröschen nichts vom
schattigen Inneren der Zelte sehen konnte, hörte sie, wie die Männer die Menge anheizten:
»Hübscher Prinz, Sir, nur 10 Pence.« Oder: »Hübsche kleine Prinzessin, Sir, zu Ihrem Vergnügen
für nur 15 Pence.« Und noch mehr Einladungen wie diese. »Können Sie sich keinen eigenen
Sklaven leisten? Dann genießen Sie das Beste für nur 10 Pence.« »Hübscher Prinz braucht
Bestrafung, Madame. Führt den Auftrag der Königin aus für nur 15 Pence.«
Dornröschen sah, daß Männer und Frauen aus den Zelten kamen oder hineingingen, und
bisweilen waren es gar Pärchen.
Und so kann selbst der gewöhnlichste Dorfbewohner das gleiche Vergnügen genießen, dachte
Dornröschen. Und vor ihr, hinter den aufgereihten Zelten, bemerkte sie eine ganze Versammlung
staubiger nackter Sklaven, die ihre Köpfe gesenkt hatten. Ihre Hände waren an Zweige über ihnen
gebunden, und hinter ihnen stand ein Mann, der allen und jedem zurief: »Zu mieten für eine
Stunde oder einen Tag, diese Lieblichen, für die niedrigsten Dienste.« Auf einem aufgebockten
Tisch zu seiner Linken lag eine Auswahl von Riemen und Paddeln.
Dornröschen marschierte weiter, nahm dieses kleine Spektakel ringsum in sich auf, fast als würden
der Anblick und die Geräusche sie wie Schläge treffen, während die große, feste Hand des
Hauptmanns sie dann und wann bestrafte, wenn auch nur leicht.
Als sie endlich das Gasthaus erreichten und Dornröschen wieder in der kleinen Bettkammer stand,
ihre Beine gespreizt, ihre Hände im Nacken, dachte sie benommen: Er ist mein Herr und Gebieter.
Es schien ihr, als hätte sie in einem früheren Leben schon immer in diesem Dorf gelebt und einem
Soldaten gedient, und das Wirrwarr der Geräusche, die vom Platz hereindrangen, klang wie eine
besänftigende Melodie.
Sie war die Sklavin des Hauptmanns -ja, das war sie ganz und gar. Er führte sie durch die Straßen
des Dorfes, um bestraft zu werden und vollkommen unter seinem Joch zu sein.
Und als er sie aufs Bett warf, ihre Brüste schlug und sie wieder hart nahm, warf sie ihren Kopf hin
und her und flüsterte. »Meister, du mein Herr und Gebieter.«
In ihrem tiefsten Innern wußte sie, daß es ihr verboten war zu sprechen, aber es schien nicht mehr
zu sein als ein Stöhnen oder ein kleiner Schrei. Ihr Mund war weit offen, und sie schluchzte, als sie
kam, ihre Arme erhoben sich und umkreisten den Nacken des Hauptmanns. Seine Augen
flackerten und funkelten dann in der Glut. Und da kamen seine letzten Stöße und trieben
Dornröschen über die Schwelle ins Delirium.
Für eine lange Zeit lag sie ruhig da, ihr Kopf wiegte sich im Kissen, und sie fühlte noch immer den
Lederkragen des Mastes; fühlte, wie sie das Band in einen Trott trieb, ganz so, als wäre sie noch
immer auf dem Platz der öffentlichen Bestrafung.
Ihre Brüste schienen bersten zu wollen, so sehr pochten sie von den eben erteilten Schlägen.
Doch Dornröschen bemerkte, daß der Hauptmann sich all seiner Kleider entledigt hatte und sich
nackt zu ihr ins Bett legte.
Seine warme Hand lag auf ihrem durchnäßten Venushügel, seine Finger teilten zärtlich ihre Lippen.
Dornröschen preßte sich eng an seinen nackten Körper, seine kräftigen Arme und Beine waren mit
lockigem goldenen Haar bedeckt.- Seine weiche glatte Brust drückte sich gegen ihren Arm und ihre
Hüfte. Sein rauhes unrasiertes Kinn rieb sich an ihren Wangen. Und dann berührten seine Lippen
die ihren.
Dornröschen schloß die Augen vor dem sich senkenden Nachmittagslicht, das durch das kleine
Fenster fiel.
Die dumpfen Geräusche aus dem Dorf, die Stimmen von der Straße, das schallende Gelächter aus
dem Gasthaus unter ihr - all das verschmolz zu einem tiefen Summen, das sie umhüllte. Noch
einmal erstrahlte das Licht, bevor es endgültig versank. Das kleine Feuer im Kamin glühte, der
Hauptmann bedeckte Dornröschen mit seinen Gliedern und atmete ruhig in tiefem Schlaf.

Tristan im Haus von Nicolas, des Chronisten der Königin


Tristan: In meiner Not dachte ich an Dornröschens Worte, selbst als der Auktionator die Gebote
ausrief. Meine Augen waren halb geschlossen, die schreiende Menge ein wirbelnder Strom um
mich herum. Warum sollten wir gehorchen? Wenn wir böse und verdorben waren, wenn wir schon
verurteilt waren, auf diesen Platz der Reue gebracht zu werden, warum sollten wir uns dann noch
irgend jemandem fügen?
Dornröschens Fragen hallten wie ein Echo durch die Schreie und das gewaltige Gebrüll, das die
wahre Stimme des Volkes, war, ohne Ende und stets von neuem aufbrausend. Ich klammerte mich
an das strahlende Bildnis von Dornröschen - ihr kleines ovales Gesicht, ihre Augen, die glänzten
und leuchteten in unbeugsamem Freiheitsdrang -, während ich ohne Unterlaß gepeinigt,
geschlagen, herumgedreht und untersucht wurde.
Mag sein, daß ich in diesem eigentümlichen inneren Zwiegespräch Zuflucht nahm, weil das hitzige
Treiben der Auktion zu schrecklich war, als daß ich es hätte ertragen können. Ich stand auf dem
Block, so wie mir angedroht worden war. Und von überall her erschallten die Gebote.
Es schien, daß ich alles und doch nichts sah, und in einem kurzen Moment schrecklicher Reue
bemitleidete ich den närrischen Sklaven, der ich gewesen war - ein Narr, der in einem
Schloßgarten von Ungehorsam und dem Dorf träumte. »Verkauft an Nicolas, den Chronisten der
Königin.«
Dann wurde ich grob die Stufen herunter geschafft, und der Mann, der mich gekauft hatte, stand
vor mir. Er schien wie eine Insel der Ruhe inmitten des Gedränges; rauhe Hände klatschten gegen
meinen aufgerichteten Schwanz, kniffen mich, zogen an meinen Locken. Doch der Mann, wie
umsponnen von vollkommener Bestimmtheit und innerem Frieden, hob mein Kinn, unsere Blicke
trafen sich, und mit einem sanften, wohligen Schrecken dachte ich: ja, dies ist mein Gebieter!
Vortrefflich. Wenn auch nicht der Mann selbst - sehr kräftig, schlank und von großer Gestalt -, so
doch seine ganze Art.
Dornröschens Frage klang in meinen Ohren. Und für einen Moment, so glaube ich, schloß ich die
Augen.
Ich wurde durch die Menge geschubst und gestoßen, Hunderte von Antreibern befahlen mir zu
marschieren, meine Knie, mein Kinn zu heben, den Schwanz emporzuhalten, während hinter mir
das laute Bellen des Auktionators den nächsten Sklaven auf die Plattform rief. Brüllendes Getöse
umspülte mich.
Ich hatte meinen Herrn nur flüchtig angeschaut, aber in seinem Blick hatte ich alle Einzelheiten
aufs genaueste erkannt. Er war größer als ich, wenn auch nur um wenige Zentimeter; sein Gesicht
war kantig, und seine wallende Pracht weißen Haares fiel ihm in dicken Locken auf die Schultern.
Er war viel zu jung für so weißes Haar, fast jungenhaft trotz seiner großen Gestalt und des
eiskalten Blickes aus seinen tiefblauen Augen.
Er war viel zu vornehm gekleidet für das Dorf, aber auf den Balkonen über dem Platz waren noch
andere wie er, und sie saßen an den offenen Fenstern in Stühlen mit hohen Rückenlehnen und
wohnten dem Treiben bei. Wohlhabende Kaufleute mit ihren Frauen - sicher -, und ihn, meinen
Herrn, hatten sie Nicolas, den Chronisten der Königin, gerufen. Er hatte lange Hände, schöne
Hände, die mir mit einer beinahe lässigen Geste bedeuteten, vor ihm herzugeben. Schließlich
erreichte ich das Ende des Platzes, fühlte die letzten Schläge und Kniffe. Ich marschierte mit
flachem keuchendem Atem und fand mich bald in einer leeren Straße, zu beiden Seiten
eingerahmt von kleinen Tavernen, Ställen und verriegelten Eingängen. Ich registrierte erleichtert,
daß alle bei der Versteigerung waren. Und es war ruhig hier.
Nichts außer dem Geräusch meiner nackten Füße auf den Steinen und das scharfe Klappern der
Stiefel meines Herrn hinter mir war zu hören. Er war sehr nah. So nah, daß ich ihn fast meine
Pobacken berühren spürte. Doch mit plötzlichem Schrecken fühlte ich den Schlag eines starken
Riemen und hörte seine Stimme dicht an meinem Ohr. »Nimm die Knie hoch und halte den Kopf
gerade.« Sogleich streckte ich mich, erschrocken, daß ich jedes Maß an Würde verloren hatte.
Mein Schwanz richtete sich auf, trotz der Müdigkeit in meinem Körper. Ich rief mir das Bild meines
Herrn wieder vor Augen - er war so rätselhaft mit diesem weichen jungen Gesicht, dem glänzenden
weißen Haar und dem fein genähten Samtgewand.
Die Straße wand und verengte sich. Hier war es etwas dunkler, wo die Spitzdächer hervorragten,
und ich bemerkte, daß ein junger Mann und eine Frau auf uns zukamen, entzückend gekleidet in
frisch gestärkten Gewändern, und ihre Augen musterten mich sorgfältig. Ich konnte meinen
schweren Atem hören, der von den Wänden widerhallte. Ein alter Mann auf einem Hocker in einem
Hauseingang blickte auf.
Der Riemen traf mich erneut, genau als das Paar an uns vorüberging, und ich hörte, daß der Mann
in sich hineinlachte und murmelte: »Schöner, starker Sklave, Sir.«
Warum nur versuchte ich, schnellen Schrittes zu marschieren, meinen Kopf hochzuhalten? Warum
war ich wieder von der gleichen Furcht befallen? Dornröschen hatte so rebellisch ausgesehen, als
sie ihre Fragen stellte. Ich dachte an ihr heißes Geschlecht, daß sich so kühn um meinen Schwanz
gespannt hatte. Das, und die Stimme meines Herrn, der mich vorwärtsdrängte, machte mich fast
verrückt.
»Halt!« rief er plötzlich und bog meinen Arm herum, so daß wir uns von Angesicht zu Angesicht
gegenüber standen. Wieder sah ich in diese großen, tiefblauen Augen mit den schwarzen Pupillen,
sah den fein geschwungenen Mund, der ohne eine Spur des Spottes oder Härte war.
Mehrere schattenhafte Gestalten tauchten vor uns auf, und mein Mut sank; es war ein furchtbares
Gefühl, zu sehen, wie sie innehielten, um uns zu beobachten.
»Du wurdest niemals gelehrt zu marschieren, habe ich recht?« fragte mein Herr und hob mein Kinn
so hoch, daß ich stöhnte und mich beherrschen mußte, um mich nicht dagegen zu wehren. Ich
wagte nicht zu antworten. »Nun, du wirst lernen, für mich zu marschieren, kündigte er an und
zwang mich auf die Knie, direkt vor ihm, mitten auf der Straße. Er nahm mein Gesicht in beide
Hände und hielt es so hoch, daß ich ihn ansehen mußte. Ich fühlte mich wehrlos und schämte
mich. Ich konnte Stimmen junger Burschen hören, die murmelten und lachten. Er zwang mich
vorwärts, bis ich seinen Schwanz in der Ausbuchtung seiner Reiterhosen fühlen konnte; ich öffnete
den Mund und preßte meine Küsse leidenschaftlich gegen ihn. Er erwachte zum Leben und regte
sich unter meinen Küssen. Und ich fühlte, wie sich meine eigenen Hüften bewegten, obgleich ich
versuchte, sie ruhig zu halten. Ich zitterte am ganzen Leib. Wie ein schlagendes Herz pulsierte sein
Schwanz gegen den seidenen Stoff. Die drei Beobachter kamen näher.
Warum gehorchen wir? Ist es nicht leichter zu gehorchen? Diese Frage quälte mich.
»Nun, auf mit dir, und bewege dich schnell, wenn ich es dir sage. Und heb deine Knie«, befahl er,
und ich drehte mich um, stand auf, und schon schlug der Riemen gegen meine Schenkel. Die drei
jungen Burschen wichen zur Seite, als ich losmarschierte, und doch konnte ich ihre
Aufmerksamkeit spüren. Es waren ganz gewöhnliche Jugendliche in grober Kleidung. Der Riemen
traf mich mit schnellen Schlägen. Ein ungehorsamer Prinz galt weniger als der niedrigste der
Dorfflegel und war nur für das Vergnügen und zur Bestrafung geeignet.
Ich war verwirrt, und mir wurde heiß, bemühte mich aber dennoch, so gut es ging, zu gehorchen.
Der Riemen streifte meine Waden und meine Kniekehlen und klatschte hart unter meinen Hintern.
Hatte ich nicht zu Dornröschen gesagt, daß ich nicht in das Dorf gekommen war, um Widerstand
zu leisten? Aber was war dann meine Absicht und Bestimmung? Es war leichter zu gehorchen.
Das hatte ich bereits erfahren - die Pein, mißfallen zu haben und vor diesen gewöhnlichen
Burschen gezüchtigt zu werden, war entsetzlich. Und ich wußte, daß mich dieser Mann nur noch
mit kalter, harter Stimme anherrschen würde.
Was hätte mich beruhigt? Etwa ein freundliches Wort der Anerkennung? Ich hatte so viele gehört
von Lord Stefan, meinem Herrn auf dem Schloß, und doch war ich ungehorsam und hatte ihn oft
absichtlich herausgefordert. Ich war einfach aufgestanden in den frühen Morgenstunden und
verwegen aus seiner Bettkammer gegangen, war zu den abgelegenen Teilen des Gartens
gelaufen, wo die Pagen mich sahen. Ich lockte sie zu einer vergnügten Jagd durch die mächtigen
Bäume und das dichte Gestrüpp. Und als ich gefaßt wurde, kämpfte und trat ich, bis ich, gefesselt
und gebunden, vor die Königin und einen niedergeschlagenen und enttäuschten Lord Stefan
geführt wurde.
Ich hatte mich mit Absicht um meinen Rang gebracht. Und nun, in diesem schrecklichen Ort mit
den brutalen, höhnenden Massen, kämpfte ich darum, dem Riemen meines neuen Herrn zu
entgehen. Das Haar hing mir wirr in die Augen. Meine Augen schwammen in Tränen. Die Gasse
mit ihren endlosen Fassaden aus Schindeln und Fenstern lag verschwommen vor mir.
»Halt!« rief mein Herr, und dankbar gehorchte ich. Ich fühlte seine seltsam zärtlichen Finger an
meinem Arm. Dann ertönte hinter mir das Geräusch von Schritten und ein kurzes, lautes Lachen.
Also waren die erbärmlichen Burschen uns gefolgt.
Ich hörte meinen Herrn sagen. »Warum seid ihr an uns interessiert? Wollt ihr euch denn nicht die
Versteigerung anschauend »Oh, es gibt noch viel mehr zu sehen als das, Sir«, entgegnete einer
der Burschen. »Wir bewundern diesen Sklaven hier, Sir, seine Beine und seinen Schwanz.«
»Habt ihr vor, selbst etwas zu ersteigern?« fragte mein Herr. »Wir haben nicht das Geld dafür, Sir.«
»Wir werden auf die Zelte warten müssen«, gestand eine zweite Stimme.
»Nun, so kommt näher«, sagte mein Herr. Zu meinem Schrecken fuhr er fort. »Ihr dürft ihn
anschauen bevor ich ihn hineinführe, er ist wahrhaftig eine Schönheit.«
Ich war wie erstarrt, als er mich herumdrehte. Ich war froh, meine Augen gesenkt halten zu können
und nichts sehen zu müssen außer ihren mattgelben Stiefeln aus rohem Leder und ihre
abgewetzten Reithosen. Die drei kamen näher.
»Ihr dürft ihn berühren, wenn ihr wollt«, gestattete mein Herr, hob mein Kinn und sagte zu mir:
»Greif nach oben und halte dich an der Eisenstrebe über dir an der Wand fest.« Ich fühlte den
hervorspringenden Eisenpfeiler an der Wand, noch ehe ich ihn sehen konnte. Er war so hoch, daß
ich ihn gerade auf Zehenspitzen erreichen konnte, und nur wenige Schritte Platz hinter mir blieb.
Mein Herr trat zurück und kreuzte die Arme, der Riemen an seiner Seite glänzte, und ich sah die
Hände der jungen Burschen, wie sie nach mir griffen, spürte das unvermeidliche Drücken und
Kneifen an meinem brennenden Gesäß, bevor sie meine Hoden anhoben und sie leicht kneteten.
Das Fleisch erwachte allem zum Trotz, prickelte und zuckte. Ich wimmerte, kaum in der Lage, still
zu stehen, und errötete unter ihrem Gelächter. Einer der Burschen schlug klatschend gegen
meinen Schwanz, daß er heftig wippte. »Schaut euch bloß dieses Ding an, hart wie Stein!« sagte
er und schlug ihn nochmals hin und her, während ein anderer die Hoden wog und leicht mit ihnen
jonglierte.
Ich kämpfte gegen das Zittern und versuchte, den riesigen Kloß in meinem Hals
herunterzuschlucken. Ich fühlte mich vollkommen wehrlos und ausgelaugt. Im Schloß hatte es
diese prunkvollen, verschwenderisch eingerichteten Räume gegeben, die nur dem Vergnügen mit
Sklaven dienten. Natürlich wurde ich wie eine Sache behandelt. Bereits Monate zuvor wurde ich
auf diese Weise von den Soldaten behandelt, die mich zum Schloß brachten. Aber das hier war
eine gewöhnliche Straße aus Kopfsteinpflaster, und ich war nicht mehr der Prinz, der auf einem
edlen Roß durch diese Straßen ritt. Ich war nur ein hilfloser nackter Sklave, untersucht und
begutachtet von drei Burschen direkt vor den Läden und Herbergen Die kleine Gruppe lief emsig
umher, einer von ihnen zerrte an meinem Gesäß und fragte, ob er meinen Anus sehen dürfe.
»Natürlich«, nickte mein Herr.
Ich fühlte meine Kräfte schwinden.
Sogleich wurden meine Pobacken gespreizt, so wie auf dem Auktionsblock, und ich spürte, wie ein
harter Daumen in mich stieß. Ich bemühte mich, einen lauten Schrei zu unterdrücken und nicht die
Eisenstrebe loszulassen.
»Gebt ihm mit dem Riemen, wenn ihr mögt«, sagte mein Herr. Ich sah noch, wie er ihn hochhielt,
dann wurde ich mit einem Schwung auf die Seite gedreht, und schon traf der Riemen hart meinen
Hintern. Zwei der Jugendlichen spielten noch immer mit meinem Schwanz und meinen Hoden,
zogen an dem Haar und der Haut meines Hodensacks und kneteten ihn unsanft. Aber ich wurde
von jedem Schlag auf mein Gesäß durchgerüttelt und konnte nicht anders, als wieder laut zu
stöhnen. Der junge Bursche ließ mich den Riemen härter spüren, als es mein Herr getan hatte, und
als neugierige Finger die Spitze meines Schwanzes berührten, beugte ich mich verzweifelt zurück,
um nicht die Beherrschung zu verlieren. Was würde passieren, wenn ich mich in die Hände dieser
jugendlichen Flegel ergoß? Ich konnte den Gedanken daran nicht ertragen. Und längst war mein
Schwanz dunkelrot und eisenhart von dieser Quälerei.
»Nun, wie schmeckt dir die Peitsche?« fragte der Junge hinter mir und bog mein Kinn zu sich. »So
gut wie die deines Herrn?« »Es ist genug«, unterbrach ihn mein Herr. Er trat einen Schritt näher,
nahm den Lederriemen und empfing den ergebenen Dank von den dreien mit einem höflichen
Nicken, während ich zitternd dastand.
Dies war erst der Anfang gewesen. Was würde nun geschehen? Und wie war es Dornröschen
ergangen?
Andere schlenderten an uns vorbei. Es schien, als hörte ich in der Ferne das Brüllen einer Menge.
Und da war unverkennbar der Klang einer Fanfare. Mein Herr musterte mich, aber ich schaute zu
Boden. Ich fühlte die Leidenschaft in meinem zuckenden Schwanz, und meine Pobacken
verkrampften und entspannten sich unaufhörlich. Die Hand meines Herrn berührte mein Gesicht.
Er strich über meine Wangen und schob mehrere Locken beiseite. Das Sonnenlicht blitzte auf dem
Ring an seiner linken Hand, in der er den festen Riemen hielt. Die Berührung seiner Finger war
weich und sanft wie Seide, und mein Schwanz zuckte in einer beschämenden, unzähmbaren
Bewegung.
»Ins Haus, auf Händen und Knien.« Mein Herr stieß die Tür zu meiner Linken auf. »Du wirst immer
so eintreten, ohne daß man es dir sagen muß. « Ich bewegte mich lautlos über einen fein polierten
Boden, durch schmale vollgestopfte Zimmer; ein kleines Herrenhaus, so schien es, ein reiches
Stadthaus, um genau zu sein, mit einer unscheinbaren schmalen Treppe und gekreuzten
Schwertern über dem kleinen Kamin.
Es war dämmerig, aber schon bald erkannte ich an den Wänden die prächtigen Bilder von Lords
und Ladies bei ihren Vergnügungen. Hunderte nackter Sklaven, die mit verschiedenen Aufgaben
beschäftigt waren, umgaben sie. Wir kamen an einer kleinen kunstvoll geschnitzten Anrichte und
Stühlen mit hohen Lehnen vorbei. Und der Gang wurde enger.
Ich fühlte mich wild und vulgär hier, mehr Tier als Mensch; unter Schmerzen kroch ich durch die
kleine Welt des Reichtums eines Dorfbewohners; ich war kein Prinz, sondern nur noch ein
gebändigtes Untier. In einem stillen Anflug von Besorgnis schaute ich in einen feinen Spiegel.
»Nach hinten, durch diese Tür«, befahl mein Herr, und ich kam in eine abgelegene Nische, wo eine
adrett aufgeputzte kleine Frau aus dem Dorf, augenscheinlich eine Magd, mit ihrem Besen in der
Hand zur Seite wich. Ich wußte, daß mein Gesicht vor Anstrengung verzerrt war. Und mit einemmal
wurde mir bewußt, was der Schrecken dieses Dorfes wirklich bedeutete.
Es bedeutete, daß wir hier wahre Sklaven waren. Kein Spielzeug in einem Palast der Lust, so wie
die Sklaven auf den Gemälden an der Wand, sondern wirkliche nackte Sklaven in einem wirklichen
Dorf; und wir mußten unter gewöhnlichen Menschen leiden; in der Freizeit oder bei den von ihnen
gestellten Aufgaben, und mit jedem quälenden Atemzug spürte ich Aufruhr in mir wachsen.
Wir hatten eine andere Kammer betreten.
Ich bewegte mich im flackernden Licht der Öllampen über den weichen Teppich, und mir wurde
befohlen, ruhig zu bleiben. ich folgte, ohne im mindesten zu versuchen, meinen Körper zu straffen,
aus Angst vor Mißbilligung.
Alles, was ich zunächst sah, waren Bücher, die im warmen Schein der Lampen glänzten. Wände
voller Bücher, so schien es, gebunden in feinem Maroquin und verziert mit Gold. Das Vermögen
eines Königs in Büchern. Und überall waren Öllampen auf Ständern, auch auf einem riesigen
eichenen Schreibtisch, auf dem ungeordnet lose Blätter lagen. Federkiele standen in einem
Ständer aus Messing, und daneben gab es Tintenfässer. Hoch über den Regalen sah ich weitere
Gemälde. Dann nahm ich ein Bett in der Ecke wahr. Doch das Überraschendste in diesem Raum,
abgesehen von den unschätzbaren Werten an Büchern, war die vage Gestalt einer Frau, deren
Anblick langsam vor meinen Augen erwuchs. Sie saß am Tisch und schrieb.
Ich kannte nicht viele Frauen, die lesen oder schreiben konnten, nur einige wenige große Ladies.
Viele Prinzen und Prinzessinnen im Schloß konnten nicht einmal die Bestrafungsplakete lesen, die
an ihren Nacken befestigt wurden, wenn sie ungehorsam waren. Aber diese Lady schrieb recht
schnell, und als sie aufschaute, bemerkte sie meinen Blick, noch ehe ich unterwürfig niederblickte.
Dann stand sie auf, und ich sah ihre Röcke vor mir. Sie schien klein geraten, mit winzigen
Handgelenken und langen vornehmen Händen wie mein Herr. Ich wagte es nicht aufzuschauen,
aber mir war nicht entgangen, daß ihr Haar dunkelbraun war, in der Mitte geteilt, und es fiel in
Wellen über ihren Rücken. Sie war gekleidet mit einem burgunderfarbenen Kleid, teuer und kostbar
wie das des Mannes. Sie trug darüber eine Schürze von dunklem Blau, und es waren Spuren von
Tinte auf ihren Fingern. Das ließ sie interessant aussehen.
Ich hatte Angst vor ihr. Angst vor ihr und dem Mann, der still hinter mir stand, Angst vor dem
schmalen ruhigen Raum und meiner eigenen Nacktheit.
»Laß mich ihn anschauend, bat die Frau mit einer Stimme, die so vornehm und klangvoll war wie
die meines Herrn. Sie legte ihre Hand unter mein Kinn und zwang mich, aufrecht zu knien. Und mit
ihrem Daumen streifte sie über meine nasse Wange. Ich errötete noch mehr. Ich senkte den Blick
zu Boden - natürlich -, aber ich hatte ihre hochsitzenden Brüste gesehen, ihren schlanken Hals und
ihr Gesicht, ähnlich dem des Mannes, meines Herrn - nicht in Form und Beschaffenheit, aber von
der gleichen Gelassenheit und Undurchdringlichkeit.
Ich verschränkte die Hände hinter dem Nacken und hoffte verzweifelt, daß sie meinen Schwanz
nicht peinigen würde, aber sie ließ mich aufstehen, und ihre Augen starrten bereits gebannt auf
ihn.
»Spreiz deine Beine! Du weißt es besser, als so dazustehen«, sagte sie langsam, aber streng.
»Nein, sehr weit auseinander«, befahl sie, »bis du es in den Muskeln deiner vortrefflichen
Oberschenkel spürst. So ist es besser. So wirst du immer für mich dastehen, mit weitgespreizten
Beinen, fast in der Hocke, aber nicht ganz. Und ich werde es nicht noch einmal sagen. Sklaven im
Dorf werden nicht mit ständigen Befehlen verwöhnt. Und für jedes Fehlverhalten wirst du an den
öffentlichen Drehsockel gebunden.«
Diese Worte ließen mich erschauern. Ihre blassen Hände schienen im Licht der Lampen fast zu
glühen, als sie nach meinem Schwanz griff. Dann drückte und knetete sie die Spitze, preßte einen
Tropfen klarer Flüssigkeit heraus, und ich schnappte nach Luft, fühlte den Orgasmus in mir, kurz
davor durch mein Organ zu rollen und zu verströmen. Doch gnädig ließ die Frau mich los, nahm
nun meine Hoden hoch, wie die drei Burschen es getan hatten.
Ihre kleinen Hände befühlten und massierten sie sanft. Sie bewegten sie vor und zurück, und das
Flackern der Öllampen schien heller zu werden und meinen Blick zu trüben.
»Makellos«, sagte sie zu meinem Herrn. »Wunderschön.« »Ja, das finde ich auch«, erwiderte er.
»Das Beste vom Besten, ein wahrer Glücksgriff. Und die Kosten waren nicht einmal besonders
hoch, da er der erste auf der Versteigerung war. Ich glaube, wenn er kurz vor Ende an die Reihe
gekommen wäre, hätte er das Doppelte gekostet. Schau dir nur diese Beine an, wie stark sie sind.
Und diese Schultern.«
Sie hob beide Hände und strich mein Haar zurück. »Ich konnte die Menge von hier hören«, sagte
sie. »Sie hat gerast wie toll. Hast du ihn gründlich untersucht. Ich versuchte meine Panik zu
unterdrücken. Schließlich hatte ich sechs Monate im Schloß verbracht. Warum nur war es so
erschreckend, in diesem kleinen Raum mit zwei kaltblütigen Menschen aus dem Dorf zusammen
zu sein?
»Nein, aber das sollten wir jetzt tun. Wir wollen seinen Anus ausmessend, sagte mein Herr.
Ich fragte mich, ob sie erkannten, welche Wirkung diese Worte auf mich hatten. Ich wünschte, ich
hätte Dornröschen gut ein halbes dutzend Mal im Karren genommen, damit ich meinen Schwanz
nun wenigstens besser unter Kontrolle gehabt hätte. Aber der Gedanke daran entflammte mich nur
noch mehr.
Erstarrt in dieser beschämenden Haltung, die Beine gespreizt, beobachtete ich hilflos, wie mein
Herr zu einem der Regale ging und ein ledergebundenes Köfferchen herausnahm, das er dann auf
den Tisch stellte.
Die Frau drehte mich herum, und ich schaute nun auf den Tisch. Sie nahm meine Hände und legte
sie auf die Kante des Tisches, so daß ich von der Hüfte an gebeugt stand. Ich bemühte mich,
meine Beine so weit zu spreizen wie ich nur konnte, damit sie mich nicht tadeln mußte.
»Sein Hintern ist kaum gerötet. Das ist gut«, sagte sie. Ich fühlte ihre Finger an den Striemen und
wunden Stellen. Kleine Attacken des Schmerzes brachen in dem Fleisch auf, wie Blitze in meinem
Kopf, und genau vor meinen Augen sah ich, wie der Lederkoffer geöffnet wurde und zwei große
Lederpenisse daraus entnommen wurden. Einer hatte die Größe eines Männerschwanzes, so
würde ich sagen, und der andere war um einiges größer. Der große hatte am Ende einen langen
buschigen Schweif schwarzen Haares - ein Pferdeschweif. Beide waren mit einem Ring versehen,
einer Art Griff.
Ich versuchte die Fassung zu bewahren. Doch meine Gedanken rebellierten, als ich auf dieses
dicke, glänzende Haar starrte. Es durfte nicht sein! Undenkbar, daß ich so etwas tragen sollte! Das
machte mich zu einem noch niedrigeren Sklaven - ich wäre tatsächlich wie ein Tier!
Die Hände der Frau öffneten ein rotes Glasgefäß auf dem Tisch. Licht spiegelte sich darin, und ihre
langen Finger tauchten hinein und faßten einen großen Tupfen Creme.
Ich fühlte die Kälte an meinem Anus, und ich kannte die entsetzliche Hilflosigkeit, die mich stets
überfiel, wenn mein Anus berührt und geöffnet wurde.
Sanft, aber schnell verteilte sie die Creme, verrieb sie gut, erst in die Spalte und dann in meinen
Anus selbst, während ich versuchte, ruhig zu bleiben. Ich fühlte die kalten Blicke meines Herrn,
spürte die Röcke meiner Herrin an meiner Haut.
Der kleinere der zwei Phalli wurde vom Tisch gehoben und hart und fest in mich geführt. Ich
schauderte und zitterte, bebte. »Schhhh, bleib locker«, sagte sie. »Schieb deine Hüften zurück und
öffne dich mir. ja, das ist viel besser. Erzähl mir nicht, daß du im Schloß niemals ausgemessen
oder auf einen Phallus gespießt wurdest.«
Meine Tränen ergossen sich in einer wahren Flut. Meine Beine zitterten und bebten unter
gewaltigen Erschütterungen; ich fühlte den Phallus hineingleiten, unglaublich groß und hart, mein
Anus zuckte in Krämpfen. Es war, als passierte das zum erstenmal, denn es war nie so
erniedrigend, so beschämend gewesen.
»Er ist nahezu jungfräulich«, stellte sie fest, »fast wie ein Kind. Fühl selbst. « Mit der linken Hand
hob sie meine Brust an, bis ich stand. Ich hatte die Hände im Nacken verschränkt, und meine
Beine pochten. Der Phallus ragte ein Stück hervor, und ihre Hand hielt ihn fest.
Mein Herr trat hinter mich, und ich spürte den Phallus vor und zurückgleiten, spürte, wie er sich hin
und her schob, selbst noch als ihn mein Herr offensichtlich losgelassen hatte. Ich fühlte mich wie
ausgestopft und aufgespießt von diesem Ding.
»Aber warum denn diese Tränen?« Die Herrin kam nah an mein Gesicht, hob es an. »Bist du
niemals zuvor angepaßt worden?« fragte sie. »Wir werden eine große Anzahl davon für dich
bestellen, schon heute, mit vielen verschiedenen Verzierungen und Schmuck und von
unterschiedlicher Härte. Es wird sehr selten vorkommen, daß wir deinen Anus unverschlossen
lassen. Nun, halte deine Beine weit auseinander Und zu meinem Herrn sagte sie: »Nicolas, gib mir
den anderen.«
Mit einem plötzlichen dumpfen Aufschrei protestierte ich, so gut ich vermochte. Ich konnte den
Blick auf den dichten Pferdeschweif nicht ertragen, und noch während ich darauf starrte, wurde er
in die Höhe gehoben. Meine Herrin lachte nur leise und streichelte mein Gesicht. »Gut, gut«, sagte
sie freundlich. Und blitzschnell glitt der kleinere Phallus wieder heraus. Mein Anus zog sich
zusammen. Ein seltsames Wohlgefühl, das mich erschauern ließ.
Sie trug mehr von dieser eisigen Creme auf und rieb sie diesmal tief in mich. Ihre Finger öffneten
mich neugierig, während sie mit der linken Hand mein Gesicht hochhielt. Der Raum bestand ganz
aus Licht und Farbe vor meinen Augen. Ich konnte meinen Herrn nicht sehen. Er war hinter mir.
Und dann fühlte ich den größeren Phallus, er brach mich weit auf, und ich stöhnte. Aber wieder
sagte meine Herrin: »Schieb deine Hüften zurück, öffne dich. Öffne ... «
Ich wollte schreien: »Ich kann nicht!«, aber ich spürte, wie der Phallus langsam vor und zurück
gestoßen wurde, mich dehnte und schließlich hineinglitt. Mein Anus fühlte sich nun riesig an,
pulsierte um dieses immense Objekt, das dreimal größer schien als das andere.
Aber ich empfand keinen stechenden Schmerz - nur eine ungekannte Steigerung des Gefühls,
geöffnet und schutzlos ausgeliefert zu sein. Und das derbe, an meinen Pobacken kitzelnde Haar,
das - so schien es - hochgehoben und fallengelassen wurde, streichelte mich so zärtlich, daß es
mich verrückt machte. Ich konnte es nicht ertragen, auch nur daran zu denken. Meine Herrin. hielt
den Griff und bewegte den gigantischen Schaft, schob ihn hoch, und ich stand auf Zehenspitzen.
Sie sagte: »Ja, exzellent.«
Da waren sie, die leisen Worte der Anerkennung, und der Klumpen in meinem Hals löste sich. Ein
Gefühl der Wärme verbreitete sich über mein Gesicht und in meiner Brust. Meine Pobacken
schwollen an. Dieses Ding schien mich voran zu schubsen, obwohl ich stillstand, und die sanfte,
kitzelnde Berührung durch das Haar war um so beschämender.
»Beide Größen«, stellte sie fest. »Wir werden die Kleineren am häufigsten benutzen, zum täglichen
Tragen, und die Größeren, wenn es notwendig erscheint.«
»Sehr gut«, meinte auch mein Herr. »Ich werde sie noch heute nachmittag holen lassen.« Aber
meine Herrin entfernte das größere Instrument nicht. Sie besah sich genauestens mein Gesicht;
ich konnte ein leichtes Flackern in ihren Augen erkennen, und ein unterdrücktes Schluchzen quälte
meine Kehle.
»Nun, es ist Zeit für unseren Ausflug zum Gut«, sagte mein Herr, und diese Worte machten mich
froh. » Ich habe bereits veranlaßt, daß man die Kutsche vorfährt, mit einem freien Geschirr für
diesen hier. Laß den großen Phallus fürs erste drin, es ist gut für unseren Prinzen, sich anständig
im Geschirr zu fühlen.«
Aber mir blieben nur ein oder zwei Sekunden, um zu überlegen, was das alles bedeutete. Sofort
hatte mein Herr seine feste Hand an dem Ring des Phallus und stieß mich vorwärts mit dem
Kommando: »Marschiere.« Das Haar kitzelte die Rückseiten meiner Knie. Und der Phallus schob
sich in mich, als hätte er ein Eigenleben, und stieß mich vorwärts.

Ein edles Gespann


Tristan: Nein, dachte ich, ich kann nicht vor das Haus geführt werden, nicht entstellt durch diese
bestialische Ausschmückung. Bitte... Doch schon wurde ich durch einen engen Flur getrieben, zur
Hintertür hinaus auf eine breite gepflasterte Straße, die auf der anderen Seite von den hohen
Schutzwällen des Dorfes begrenzt wurde. Diese war eine viel größere Durchgangsstraße als jene,
durch die wir gekommen waren. Sie war von hohen Bäumen gesäumt, und ich konnte über uns
Wachen sehen, die in salopper Kleidung auf den Zinnen patrouillierten, und direkt vor mir bot sich
der schockierende Anblick von Kutschen und Marktkarren, die vorbeiholperten und von Sklaven
anstelle von Pferden gezogen wurden.
Acht, manchmal zehn Sklaven waren vor die großen Kutschen gespannt, hier und da gab es kleine
Wagen, die sogar von nur ein oder zwei Paar Sklaven angetrieben und gezogen wurden, oder
Marktkarren, auf denen kein Kutscher oder Fahrgast saß und vor die ein einziger Sklave gespannt
war, während ihre Herren zu Fuß nebenher gingen.
Doch noch ehe ich den Schreck verwinden oder mir die Sklaven genauer besehen konnte, stand
die Lederkutsche meines Herrn vor mir. Fünf Sklaven, vier von ihnen als Paare, allesamt in
Stiefeln, waren mit Vorrichtungen, die ihre Köpfe zurückrissen, ins Joch gespannt. Ihre nackten
Pobacken waren mit Pferdeschweifen geschmückt.
Die Kutsche selbst war offen und ausgestattet mit zwei samtgepolsterten Sitzen. Mein Herr half der
Dame hinauf, als mich ein gutgekleideter Bursche vorwärtsstieß, um das dritte und letzte Paar zu
vervollständigen.
Nein, bitte nicht, dachte ich, wie schon tausende Male zuvor im Schloß. Nein... Doch ich wußte nur
zu gut, daß aller Widerstand zwecklos war. Ich war in der Macht dieser Leute. Sie steckten mir den
Zaum - ein langes, dickes Stück - in den Mund und legten mir Zügel über die Schultern. Der
mächtige Phallus wurde noch tiefer in mich geschoben, und ein feingearbeitetes Geschirr mit
dünnen Riemen, die sich in einem Band um meine Hüften sammelten, wurde mir angelegt und fest
an den Ring des Phallus geschnallt. Ich konnte dieses riesige Ding also nicht mehr herauspressen.
Tatsächlich war es hart in mich gepflanzt und nun auch noch festgebunden. Ein fester Ruck
schleuderte mich fast von den Füßen, als ein Paar Zügel an diesem Haken befestigt und an jene
hinter mir weitergereicht wurde, die nun beides kontrollieren konnten - das Mundstück und den
Phallus - wenn sie mich lenkten.
Als ich vor mich schaute, stellte ich fest, daß sämtliche Sklaven so gebunden waren, und alle
waren sie Prinzen. Die langen Zügel derer vor mir liefen an meinen Schenkeln vorbei oder über
meine Schultern. Enge Lederringe führten sie direkt vor und wahrscheinlich auch hinter mir
zusammen. Ich fühlte voller Entsetzen, daß meine Arme auf dem Rücken gefaltet und unter hartem
Zerren zusammengeschnürt wurden. Rauhe, behandschuhte Hände klemmten flink kleine
schwarze Ledergewichte an meine Brustwarzen und verabreichten ihnen kleine Hiebe, um zu
sehen, ob, sie auch fest hingen. Wie Tränen aus Leder, so waren diese Gewichte, und zu keinem
anderen Zweck, wie es schien, als die ohnehin unsagbare Erniedrigung dieser Gespanne noch
augenfälliger zu gestalten. Und mit derselben lautlosen Schnelligkeit wurden meine Füße in dicke
Stiefel mit Hufeisen gesteckt. Sie glichen den Schuhen, die wir im Schloß für die unseligen Rennen
auf dem Reitweg benutzt hatten.
Doch kein wilder Ritt auf dem Pfad, angetrieben von dem Paddel eines Reiters, war so
erniedrigend wie zusammen mit anderen menschlichen Ponies aufgezäumt zu sein. Gerade als ich
begriff , daß alles bereit war - ich war nun ebenso ausgestattet wie die anderen und wie alle, die
ich auf der belebten Straße vorbeitrotten sah - wurde mein Kopf zurückgezerrt, und ich spürte
zweifaches scharfes Anziehen der Zügel, worauf sich das ganze Gespann in Bewegung setzte.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie der Sklave neben mir die Knie in üblicher Art des Marschierens
hob, und ich tat es ihm gleich. Das Zaumzeug zerrte am Schaft in meinem Anus, während mein
Herr ausrief: »Schneller, Tristan, du kannst es noch besser. Erinnere dich, wie ich dich gelehrt
habe zu marschierend Und ein breiter Riemen sauste mit einem lauten Knall auf die Striemen
meiner Oberschenkel und Pobacken, und wie betäubt rannte ich mit den anderen.
Auch wenn es kaum möglich war, daß wir wirklich schnell vorankamen, so schien es mir doch, als
würden wir rasen. Vor mir konnte ich den endlosen blauen Himmel sehen, die Schutzwälle, die
Fahrer auf ihren hohen Sitzen und die Insassen der vorbeifahrenden Kutschen. Und da war es
wieder - das schreckliche Erkennen des Augenblicks. Wir waren nackte Sklaven und keine
königlichen Spielzeuge. Und wir waren an einem Ort, so verloren, daß sich das Schloß dagegen
ausnahm wie ein Stück des Paradieses.
Vor mir spannten sich die Prinzen unter ihrem Geschirr, als wollten sie einander an Schnelligkeit
überbieten; gerötete Hintern schwangen die langen, geschmeidigen Pferdeschweife vor und
zurück, Muskeln wölbten sich über das enge Leder der Stiefel, Hufe klapperten auf dem
Kopfsteinpflaster. Ich stöhnte, als die Zügel meinen Kopf höher zerrten und der Riemen meine
Kniekehlen peitschte. Die Tränen rannen heftiger und freier als je zuvor über mein Gesicht. Es war
beinahe eine Gnade, hinter dem Mundstück schluchzen zu können. Die Gewichte zogen an
meinen Brustwarzen, klopften gegen meine Brust, riefen Wogen der Lust in mir wach. Ich fühlte
meine Nacktheit, wie ich sie kaum je zuvor empfunden hatte, so als ob das Geschirr, die Zügel und
der Pferdeschweif mich noch mehr entblößtem.
Die Zügel wurden dreimal angezogen. Das Gespann fiel in einen langsamen rhythmischen Trab,
wie zu einem vertrauten Kommando. Und aufgelöst, naß von Tränen, fiel ich dankbar darin ein. Der
Riemen traf jetzt den Prinzen neben mir, und ich sah, wie er den Rücken weiter durchdrückte und
seine Knie noch höher hob.
Und über dem Wirrwarr der Geräusche, dem Klappern der Hufe, dem Stöhnen und Aufschreien der
anderen Ponies konnte ich den auf und abebbenden Klang des Gesprächs zwischen meinem
Herrn und meiner Herrin vernehmen. Ihre Worte blieben undeutlich, waren nur die unzweifelhafte
Melodie einer Unterhaltung.
»Kopf hoch, Tristan!« rief mein Herr scharf, und schon wurde mein Mundstück mitleidlos
angezogen, verbunden mit einem weiteren Zerren in meinem Anus, daß es mich für einen Moment
von meinen Füßen riß. Ich schrie laut auf hinter meinem Knebel und rannte schnell, als ich wieder
heruntergelassen wurde. Der Phallus schien sich in mir auszuweiten, und es war, als existierte
mein Körper zu keinem anderen Zweck, als diesen zu umschließen.
Ich schluchzte in den Knebel, versuchte zu Atem zu kommen und mich dem Schritt des Gespannes
anzupassen. Da war wieder das Auf und Ab der Unterhaltung, und ich fühlte mich vollkommen
verlassen.
Nicht einmal das Auspeitschen im Lager der Soldaten - als ich auf der Reise zum Schloß versuchte
zu fliehen - hatte mich derart erniedrigt und verletzt wie diese Bestrafung. Und der Blick auf jene
auf den Zinnen über mir, die lässig an den Steinen lehnten oder dann und wann auf die
vorbeifahrenden Kutschen zeigten, ließ meine Seele noch empfindsamer werden. Etwas in mir war
vollkommen zerbrochen.
Wir nahmen eine Kurve, die Straße verbreiterte sich, der Klang von Hufen und rollenden Rädern
wurde lauter. Der Phallus schien mich anzutreiben, zu lenken, zu heben, der lange knallende
Riemen traf meine Waden fast spielerisch. Es schien, als wäre ich wieder bei Atem, wie ein
gnädiger frischer zweiter Wind, und die Tränen, die über mein Gesicht strömten, waren kühl in der
Brise und nicht mehr siedend heiß.
Wir trabten durch die hohen Tore aus dem Dorf. Es war ein anderer Weg als jener, auf dem wir am
Morgen hergebracht worden waren. Ich sah um mich herum das offene Land, übersät mit
reetgedeckten Häuschen und kleinen Obstgärten. Die Straße war jetzt aus frisch umgegrabener
Erde und viel weicher. Neue Angst überkam mich. Ein sengendes Gefühl durchzuckte meine
nackten Hoden, verlängerte und härtete mein niemals ermüdendes Glied.
Ich sah nackte Sklaven, die an Pflüge gekettet waren oder auf Händen und Knien auf
Getreidefeldern arbeiteten. Und das Gefühl, gänzlich ausgeliefert zu sein, wuchs.
Weitere menschliche Ponies, die uns entgegenkamen und vorbeipreschten, erweckten größer und
größer werdende Beklommenheit in mir. Ich sah aus wie sie. Ich war lediglich einer von ihnen -
einer unter vielen.
Nun bogen wir in eine schmale Straße ein, forsch zu auf ein großes Fachwerkhaus mit mehreren
Schornsteinen, die sich aus einem spitz zulaufenden Schieferdach erhoben. Der Riemen traf mich
hin und wieder, stachelte mich an, und brachte meine Muskeln fast zum Zerspringen.
Mit einem scharfen Ruck an den Zügeln wurden wir zum Stehen gebracht, mein Kopf schnellte
zurück, und ich schrie auf; der Schrei klang durch die Trense in meinem Mund seltsam verzerrt,
und schnaufend und zitternd stand ich mit den anderen, als sich der Staub der Straße senkte.

Das Gut und der Stall


Tristan: Sofort bewegten sich mehrere männliche Sklaven auf uns zu, und ich konnte das Knarren
der Kutsche hören, als sie meinem Herrn und meiner Herrin beim Aussteigen halfen. Und diese
Sklaven, alle tiefgebräunt von der Sonne und mit zerzaustem, von der Sonne gebleichtem Haar,
begannen, uns das Zaumzeug abzunehmen; der riesige Phallus glitt aus meinen Pobacken und
blieb an das Geschirr gebunden. Erleichtert ließ ich die marternde Trense los. Ich fühlte mich wie
ein leerer Sack, leicht und willenlos.
Zwei derb gekleidete junge Burschen erschienen, beide mit langen flachen Holzstäben in ihren
Händen, und ich folgte den anderen Ponies über einen engen Pfad in ein flaches Gebäude, das
offensichtlich ein Stall war.
Sogleich wurden wir von der Taille an über einen riesigen Holzbalken gebogen; das Holz preßte
meinen Schwanz nieder, und man zwang uns, mit den Zähnen nach Lederringen zu greifen, die
von einem weiteren groben Balken direkt vor uns hingen. Ich mußte mich strecken, um das Ding
mit meinen Zähnen einzufangen, der Balken drückte gegen meinen Bauch und grub sich ins
Fleisch. Als ich den Ring erfaßt hatte, hob es mich fast von den Füßen. Meine Arme waren noch
immer hinter den Rücken gebunden, so daß ich mich nicht hätte auffangen können. Aber ich fiel
nicht. Ich hielt mich, ebenso wie die anderen, am weichen Leder des Ringes fest. Und als ich den
Schauer des warmen Wassers über meinem schmerzenden Rücken und meinen Beinen fühlte,
war ich dankbar.
Nichts hat sich jemals so köstlich angefühlt, dachte ich - bis ich trocken gerieben wurde und man
Öl in meine Haut massierte. Dies war Ekstase, selbst wenn ich dabei meinen Hals strecken mußte,
als sollte ich gefoltert werden. Und es machte nichts, daß die sonnengebräunten Sklaven mit ihrem
zotteligen Haar grob und unwillig waren. Ihre Finger drückten sich kräftig in die Striemen und
wunden Stellen. Ich hörte Grunzen und Stöhnen um mich herum, sowohl vor Vergnügen als auch
von der Anstrengung, in den Ring zu beißen. Unsere Schuhe wurden entfernt, und meine
brennenden Füße wurden eingeölt, was sie angenehm prickeln ließ.
Dann wurden wir weggezogen und zu einem anderen Balken geführt, über den wir in der gleichen
Art lehnen mußten, um unser Essen aus einem offenen Trog zu schlecken, als wären wir wirkliche
Ponies.
Gierig aßen die Sklaven. Ich zwang mich, die tiefe Beschämung dieses Bildes zu verdrängen.
Doch mein Gesicht wurde in den Eintopf getunkt. Ein reichhaltiges und wohlschmeckendes Mahl.
Wieder standen Tränen in meinen Augen, ich leckte schlabbernd wie die anderen, einer der
Stallsklaven hob mein Haar und strich fast liebevoll darüber. Ich bemerkte, daß er mich so
streichelte, wie man wohl ein schönes Pferd striegelt. Tatsächlich, er klopfte auf meine
Hinterbacken. Und das Gefühl der Erniedrigung durchfuhr mich aufs neue, meine steile Rute stieß
gegen den Balken, der sie herunterbog zur Erde, und meine Hoden fühlten sich gnadenlos schwer
an.
Als ich nichts mehr essen konnte, wurde mir eine Schale Milch zum Lecken vorgehalten, und
wieder und wieder wurde mein Gesicht eingetaucht, während ich mich beeilte, sie zu leeren. Und
als ich die Milch aufgeschreckt und noch etwas frisches, kühles Quellwasser bekommen hatte, war
all die schmerzvolle Müdigkeit aus meinen Beinen gewichen. Was blieb, war das Pulsieren meiner
Striemen und das Gefühl, daß meine Pobacken beängstigend groß und feuerrot - gezeichnet von
Peitschenhieben waren. Mir war, als wäre mein Anus von dem Phallus, der ihn geweitet hatte,
noch immer weit geöffnet.
Aber ich war lediglich einer unter vielen, einer von sechs. Alle Ponies waren gleich. Wie konnte es
auch anders sein?
Mein Kopf wurde gehoben, und ein weiterer weicher Lederring, auf dem eine lange Leine
angebracht war, wurde in meinen Mund gezwängt. Ich biß zu und wurde daran hochgezogen, weg
von dem Balken. Mit allen Ponies wurde in derselben Weise verfahren, und sie rannten vorwärts,
bemühten sich, einem dunkelhäutigen Sklaven nachzueilen, der uns an dieser Leine zu einem
Obstgarten zog.
Stöhnend trabten wir schnell, und unsere Füße zertrampelten das Gras. Dann löste man die
Fesseln von unseren Armen.
Ich wurde am Haar gepackt, der Ring wurde aus meinem Mund entfernt, und ich mußte auf Hände
und Knie. Über uns breiteten sich die Zweige der Bäume aus und boten einen grünen Schutz vor
der Sonne. Und ich erblickte den schönen burgunderroten Samt des Kleides meiner Herrin neben
mir.
Sie ergriff mein Haar, so wie der Stallknecht es getan hatte, und hob meinen Kopf, so daß ich sie
für einen Moment direkt anblickte. Ihr schmales Gesicht war sehr blaß, und ihre tiefgrauen Augen
hatten die gleichen dunklen Pupillen, die ich schon in den Augen meines Herrn entdeckt hatte.
Aber ich schlug schnell die Augen nieder, mein Herz pochte heftig aus Angst vor ihrer Belehrung.
»Hast du einen weichen Mund, Prinz?« fragte sie. Ich wußte, daß es mir nicht erlaubt war zu
sprechen, und von ihrer Frage verwirrt, schüttelte ich leicht den Kopf. Um mich herum waren die
anderen Ponies mit verschiedenen Aufgaben beschäftigt, aber ich konnte nicht genau erkennen,
was sie taten. Meine Herrin drückte mein Gesicht ins Gras. Ich sah einen reifen grünen Apfel vor
mir. »Ein weicher Mund nimmt solch ein Stück Frucht fest zwischen die Zähne und legt es dort in
den Korb, wie die anderen Sklaven es machen, und er hinterläßt dabei nicht einmal die kleinsten
Abdrücke der Zähne darauf«, erklärte sie.Als sie mein Haar losließ, nahm ich den Apfel auf und
suchte ehrgeizig nach dem Korb, trabte dann vorwärts, um den Apfel hineinzutun. Die anderen
Sklaven arbeiteten flink und geschickt, und so beeilte ich mich, um mit ihnen Schritt zu halten. Ich
sah nicht nur die Stiefel und Röcke meiner Herrin, sondern auch meinen Herrn nicht weit entfernt
von ihr stehen. Verzweifelt wandte ich mich meiner Aufgabe zu, fand einen weiteren Apfel, noch
einen und noch einen, und wurde ängstlich und wahnsinnig, wenn ich keinen mehr finden konnte.
Völlig unerwartet wurde wieder ein Phallus in mich gerammt, an dem eine lange Stange befestigt
war, und jemand trieb mich voran. Ich eilte den anderen nach, tiefer in den Obstgarten; das Gras
reizte meinen Schwanz und meine Hoden. Bald hatte ich wieder einen Apfel im Mund, und der
Phallus stieß mich zu dem bereitstehenden Korb. Ich erblickte die abgetragenen Stiefel eines
jungen Mannes hinter mir und war wie erlöst, weil es nicht die Stiefel meines Herrn oder meiner
Herrin waren.
Ich versuchte, den nächsten Apfel selber zu finden, in der Hoffnung, daß dieses Ding aus mir
gezogen würde, aber ich wurde vorangestoßen und konnte den Korb nicht schnell genug
erreichen. Hierhin und dorthin lenkte mich der Phallus, während ich die Äpfel aufsammelte, bis der
Korb reichlich gefüllt war, und die Sklaven in einer Schar zur nächsten Baumgruppe huschen
mußten; ich war der einzige, der mit einem Phallus gelenkt wurde. Mein Gesicht brannte bei dem
Gedanken, daß es nur bei mir erforderlich war. Und ganz gleich, wie sehr ich mich auch beeilte - er
schob mich erbarmungslos vorwärts. Das Gras quälte meinen Penis. Es quälte die zarten
Innenseiten meiner Schenkel und selbst meinen Hals, wenn ich die Äpfel aufnahm. Und doch
konnte mich nichts an dem Versuch hindern, Schritt zu halten.
Als ich die verschwommenen Umrisse meines Herrn und meiner Herrin wahrnahm, die ein gutes
Stück entfernt standen und sich alsdann auf das Gutshaus zubewegten, spürte ich eine Welle der
Dankbarkeit, daß sie meine Schwierigkeiten nicht sehen würden. Und energisch nahm ich meine
Arbeit wieder auf.
Schließlich waren die Körbe gefüllt. Vergebens war nun eine weitere Suche nach Äpfeln. Und ich
wurde hinter die kleine Gruppe der anderen gedrängt. Wir standen auf und trabten in Richtung der
Ställe, unsere Arme im Rücken gekreuzt, als wären sie dort festgeschnürt. Ich hoffte, den Phallus
nun loszuwerden, aber er zwickte und trieb mich noch immer an.
Der Anblick der Ställe erfüllte mich unwillkürlich mit Furcht,
Wir wurden in einen langen Raum getrieben, der ganz mit Heu ausgelegt war. Es fühlte sich gut an
unter den Füßen. Dann wurden die anderen Sklaven um einen dicken Balken versammelt, der
etwa einen Meter über dem Boden und ungefähr ebenso weit von der Wand entfernt war. Einer
nach dem anderen mußte sich dahinterhocken. Sie schlangen die Arme um den Balken, die
Ellenbogen zeigten spitz nach vorn, die Beine waren weit auseinander gespreizt. Die Sklaven
wurden zurückgestoßen in eine niedrige Hocke, so daß die Schwänze und Hoden hervorstechen.
Die Köpfe waren unter den Balken gebogen, Haar fiel in gerötete Gesichter. Ich wartete zitternd,
daß mir gleiches widerfuhr, aber ich mußte feststellen, daß dies alles sehr schnell vor sich
gegangen war und alle fünf sofort zusammengebunden wurden. Nur mich hatte man ausgelassen.
Noch heißere Furcht flammte in mir auf.
Doch schon wurde ich wieder auf Hände und Knie gezwungen und zu dem ersten der Sklaven
gedrängt - einem kräftig gebauten blondhaarigen Sklaven, der sich wand, seine Hüften vorstieß
und um etwas Bequemlichkeit in dieser beengten, elenden Haltung rang, als ich ihn erreichte.
Mit einemmal begriff ich, was ich tun sollte, und in völliger Verblüffung hielt ich inne. Ich empfand
solchen Heißhunger nach der dicken, glänzenden Rute vor meinem Gesicht, solche Gier, daran zu
saugen. Und doch... Wie würde es meinen eigenen Penis quälen! Ich konnte nur auf Erbarmen
nach dieser Pein hoffen. Als ich den Mund öffnete, zog mich der Stallknecht zurück. »Die Hoden
zuerst«, forderte er. »Eine gute und gründliche Wäsche mit der Zunge.«
Der Prinz stöhnte und wölbte mir seine Hüften entgegen. Ich beeilte mich zu gehorchen, meine
Pobacken noch immer von dem Phallus hochgehalten, mein eigener Schwanz kurz davor zu
zerspringen. Mit der Zunge leckte ich an der weichen salzigen Haut, hob die Hoden, ließ sie wieder
aus dem Mund schlüpfen, um sie schneller zu lecken und wieder in den Mund zu nehmen. Und der
Geschmack von warmem Fleisch und Salz berauschte mich. Der Prinz wackelte und tanzte,
während ich ihn leckte; seine ungewöhnlich muskulösen Beine dehnten sich so weit auseinander,
wie es die Enge des Platzes erlaubte. Ich nahm seine Hoden ganz in den Mund, saugte und
knabberte daran. Und nicht imstande, noch länger zu warten, bis endlich der Schwanz an der
Reihe war, zog ich mich kurz zurück, und dann umschlossen meine Lippen die mächtige Eichel,
stießen auf das Nest aus Schamhaar, und ich saugte wie von Sinnen. Ich bewegte mich vor und
zurück, bis ich bemerkte, daß der Prinz seinen eigenen Rhythmus gefunden hatte. Alles, was ich
tun mußte, war, meinen Kopf ruhig zu halten. Der Phallus in meinem Anus brannte, während der in
meinem Mund zwischen den Lippen vor und zurückglitt, meine Zähne streifte. Es berauschte mich
mehr und mehr, so prall und dick war er. Und seine nasse, glatte Spitze pumpte gegen meinen
Gaumen. Selbst meine eigenen Hüften wiegten sich jetzt schamlos, wippten im gleichen Rhythmus
auf und nieder. Doch als er sich in meinem Hals entleerte, gab es für meinen Schwanz keine
Erlösung. Ich konnte nichts tun, als die saure, salzige Flüssigkeit hungrig herunterschlingen.
Sofort wurde ich zurückgezogen. Eine Schale Wein wurde mir zum Lecken gereicht. Dann wurde
ich zum nächsten wartenden Prinzen geschoben, der sich bereits im gleichen unvermeidlichen
Rhythmus wand.
Meine Kiefern schmerzten, als ich die Reihe beendet hatte.
Mein Rachen brannte. Und mein eigener Schwanz hätte nicht härter und nicht sehnsüchtiger nach
Erlösung sein können. Ich befand mich nun in der Gnade des Stallknechts und wartete verzweifelt
auf ein Zeichen, daß meine Qual ein Ende haben sollte. Er band mich sogleich an den Balken,
meine Arme darüber, meine Beine in derselben schrecklichen erniedrigenden Hocke. Aber da war
kein Sklave zu meiner Befriedigung. Und als uns der Stallknecht in dem leeren Stall allein ließ,
brach ich in unterdrücktes Stöhnen aus, meine Hüften streckten sich hilflos vor. Im Stall war es jetzt
ganz ruhig.
Die anderen dösten. Die späte Nachmittagssonne strömte wie Nebel durch die offene Tür. Ich
träumte von Erlösung in all ihren schönsten Formen. Von Lord Stefan, wie er unter mir lag, in
jenem Land, in dem wir vor langer Zeit Freunde und Liebhaber gewesen waren, bevor uns das
Schicksal in dieses seltsame Königreich verschlagen hatte. Und ich träumte von Dornröschens
köstlichem Geschlecht, das meinen Schwanz ritt, und von der Hand meiner Herrin.
Aber dies alles vergrößerte meine Qual nur noch mehr.
Dann hörte ich leise den Sklaven neben mir. »Es ist immer so«, murmelte er schläfrig. Er streckte
seinen Nacken, drehte den Kopf zur Seite, und das lose schwarze Haar fiel frei herunter. Ich
konnte nur ein wenig von seinem Gesicht sehen. Wie auch die anderen war er von erlesener
Schönheit. »Einer ist auserkoren, die übrigen zu befriedigend, sagte er. »Und wenn ein neuer
Sklave da ist, so :ist er derjenige. Sonst wird es willkürlich ausgewählt, aber der Auserwählte muß
stets leiden.« »Ja, ich verstehe«, seufzte ich elend.
»Wie heißt unsere Herrin?« preßte ich hervor, denn ich nahm an, er müßte es wissen, da dies
sicher nicht sein erster Tag war.
»Sie heißt Julia. Aber sie ist nicht meine Herrin«, flüsterte er. »Ruhe dich jetzt aus, du wirst die
Erholung brauchen. Und sei es noch so unbequem hier, glaube mir.«
»Ich heiße Tristan«, sagte ich. »Wie lange bist du schon hier?« »Zwei Jahre«, sagte er. »Ich heiße
Jerard. Ich habe versucht, aus dem Schloß fortzulaufen. Und fast erreichte ich auch die Grenze
zum nächsten Königreich. Dort wäre ich in Sicherheit gewesen. Aber als ich nur eine Stunde oder
weniger entfernt war, fand mich eine Gruppe Bauern. Sie jagten und schnappten mich. Sie helfen
nie einem entflohenen Sklaven. Und ich hatte überdies Kleider aus ihrem Haus gestohlen. Sie
rissen mir die Kleider vom Leib, fesselten mich an Händen und Füßen und brachten mich zurück.
Ich wurde zu drei Jahren im Dorf verurteilt. Die Königin hat mich nie wieder angeschaut.«
Ich wimmerte. Drei Jahre! Und zwei davon hatte er bereits gedient! »Wärest du denn wirklich in
Sicherheit gewesen, wenn du ... ?«
»Ja, doch die größte Schwierigkeit ist, die Grenze zu erreichen.« »Hattest du keine Angst, daß
deine Eltern ... ? Waren nicht sie es, die dich zur Königin schickten und dir sagten, daß du
gehorchen solltest?«
» Ich hatte zuviel Angst vor der Königin«, gestand er. »Und ich wäre sowieso nicht nach Hause
zurückgekehrt.« »Hast du es seitdem jemals wieder versucht?« »Nein« lachte er leise. »Ich bin
eines der besten Ponies im Dorf, wurde vom Fleck weg an die öffentlichen Ställe verkauft. jeden
Tag werde ich von den reichen Herren und Herrinnen gemietet, aber Herr Nicolas und Herrin Julia
mieten mich am häufigsten. Ich hoffe noch immer auf Gnade von seiten der Königin und daß sie es
mir erlaubt, früher ins Schloß zurückzukehren. Aber wenn nicht - ich würde auch nicht jammern.
Falls ich nicht mehr jeden Tag laufen müßte, würde ich wahrscheinlich ängstlich und verzagt
werden. Ab und zu bin ich unruhig, und ich trete und wehre mich, aber eine Tracht Prügel beruhigt
mich wieder auf wundersame Weise. Mein Herr weiß genau, wann ich eine Züchtigung brauche.
Selbst wenn ich gut gelaufen bin - er weiß es. Ich ziehe gern eine schöne Kutsche wie die deines
Herrn. Ich mag die schimmernden neuen Geschirre und Zügel, und er schwingt einen harten
Riemen - er, der Chronist der Königin. Weißt du, er meint es ernst. Ab und zu hält er, um mein
Haar zu streicheln oder mir einen Klaps zu geben, und ich ergieße mich fast an Ort und Stelle. Er
erklärt auch seine Autorität über meinen Schwanz. Er schlägt ihn und lacht ihn dann aus. Ich
verehre ihn als meinen Herrn. Einmal ließ er mich einen kleinen Korbwagen auf zwei Rädern ganz
allein ziehen, während er neben mir herging. Ich hasse kleine Wagen, doch mit deinem Herrn
konnte ich sogar meinen Stolz überwinden. So wunderschön war es.«
»Wieso war es schön?« fragte ich gebannt. Ich versuchte, ihn mir vorzustellen, sein langes
schwarzes Haar, das Haar des Pferdeschweifs, die schlanke, elegante Gestalt meines Herrn
neben ihm. All dies schöne weiße Haar in der Sonne, das hagere nachdenkliche Gesicht des
Chronisten, diese tiefen, dunklen Augen.
»Ich weiß nicht«, erwiderte er. »Ich habe es nicht so mit Worten. Ich bin immer stolz, wenn ich
trabe. Und ich war ganz allein mit ihm. Wir verließen das Dorf für einen Spaziergang in der
Dämmerung auf dem Land. Alle Frauen standen an ihren Toren, um ihm einen guten Abend zu
wünschen. Und Edelmänner kamen uns entgegen von ihren täglichen Inspektionen auf ihren
Gütern.
Dann und wann schob er mein Haar aus dem Nacken und glättete es. Er hatte den Zügel gut und
hoch gebunden, so daß mein Kopf stark zurückgebeugt war, und er schlug mich oft auf die Waden.
Aber nicht weil es nötig war, sondern weil es ihm Spaß bereitete. Es war ein höchst erregendes
Gefühl, auf der Straße zu traben und das Knarren seiner Stiefel neben mir zu hören. Ich scherte
mich nicht darum, ob ich das Schloß jemals wiedersehen oder dieses Königreich verlassen darf. Er
fragt immer nach mir, dein Herr. Die anderen Ponies haben schreckliche Angst vor ihm. Sie kehren
mit wunden Pobacken zu den Ställen zurück und klagen, daß er sie doppelt soviel peitscht wie
jeder andere. Aber ich verehre ihn. Was er auch macht, er macht es gut. Und das gilt auch für
mich. Nur mit dieser Einstellung erkennst und weißt du, daß er dein Herr ist.«
Ich konnte nicht antworten.
Auch er sagte nun nichts mehr und war bald wieder eingeschlafen. Ich hockte ruhig da, meine
Schenkel schmerzten, mein Schwanz war so elend wie zuvor, und ich dachte an Jerards kurze
Schilderung. Schauer durchliefen mich, aber ich verstand, was er meinte.
Es zermürbte mich. Aber ich verstand es. Es war beinahe Abend, als sie uns losmachten und zur
Kutsche trieben. Ich empfand plötzliche Bewunderung für das Geschirr, für die Klammern an
unseren Brustwarzen und war fasziniert von den Zügeln und Riemen und dem Phallus, als all das
wieder angelegt wurde. Natürlich ängstigte es mich und bereitete mir Schmerzen. Aber ich mußte
an Jerards Worte denken. Ich konnte ihn sehen, wie er vor mir angeschirrt wurde. Ich beobachtete,
wie er sein Haar zurückwarf und mit den Füßen stampfte, als wollte er den Sitz der Stiefel
verbessern. Und ich starrte noch aus weit aufgerissenen Augen geradeaus, als der Phallus fest in
mich getrieben und die Riemen so eng geschnürt wurden, daß es mich von den Füßen hob. Dann
rannten wir in schnellem Trab über die Straße.
Und schon rannen Tränen über mein Gesicht, als wir von der Straße abbogen und die dunklen
Zinnen des Dorfes vor uns auftauchten. Lichter brannten in den Türmen. Nur wenige Gefährte
befanden sich auf der Straße, und Frauen standen an Tore gelehnt und winkten uns zu, als wir
vorbeifuhren. Ab und zu sah ich einen Mann allein spazierengehen. Ich marschierte so forsch, wie
ich konnte, mein Kinn erhoben, daß es schmerzte, und der dicke, schwere Phallus schien heiß in
mir zu pulsieren.
Wieder und wieder wurde ich von dem Riemen getroffen, doch kein einziges Mal wurde ich
ermahnt. Kurz bevor wir das Haus meines Herrn erreichten, erinnerte ich mich plötzlich daran, was
Jerard mir erzählt hatte. Daß es ihm fast gelungen wäre, das benachbarte Königreich zu erreichen
... Wahrscheinlich täuschte er sich, wenn er meinte, daß man ihn dort aufgenommen hätte.
Und was war mit seinen Eltern? Mein Vater hatte gesagt, daß ich gehorchen müßte, daß die
Königin allmächtig sei, und daß ich für meine Dienste reichlich belohnt werden und an Weisheit
reifen würde. Ich versuchte mir diese Gedanken aus dem Kopf zu schlagen. Niemals hatte ich
wirklich an Flucht gedacht, und ich wollte auch jetzt nicht daran denken. Es war ein zu verwirrender
Gedanke, der meine Lage noch unerträglicher erscheinen ließ. Als wir vor dem Tor meines Herrn
hielten, war es bereits dunkel. Ich wurde meines Geschirrs und meiner Stiefel entledigt, und alles,
bis auf den Phallus, wurde entfernt. Die anderen Ponies wurden zum Stall gepeitscht, die leere
Kutsche zogen sie hinter sich her.
Ganz ruhig stand ich da und dachte an Jerards Worte. Ich wunderte mich über den seltsamen
heißen Schauer, der mich durchfuhr, als die Herrin mein Gesicht hob und mein Haar aus dem
Gesicht strich.
»Gut, gut«, lobte sie wieder mit dieser zärtlichen Stimme. Sie wischte mit einem weichen weißen
Taschentuch aus Leinen über meine Stirn und meine nassen Wangen. Ich schaute ihr direkt in die
Augen, und sie küßte meine Lippen; mein Schwanz zuckte, als ihr Kuß mir den Atem raubte.
Sie ließ den Phallus so schnell aus mir herausgleiten, daß ich das Gleichgewicht verlor; mit
bangem Herzen sah ich zu ihr auf. Und dann entschwand sie in das reiche kleine Haus. Ich stand
schaudernd da, schaute zu dem Spitzdach und den glitzernden Sternen darüber auf, und dann
erkannte ich, daß ich allein war mit meinem Herrn, der wie immer den breiten Riemen in seiner
Hand hielt.
Er drehte mich herum und ließ mich auf der breiten gepflasterten Straße in Richtung Marktplatz
marschieren.

Die Nacht der Soldaten im Wirtshaus


Dornröschen hatte geschlafen, wohl stundenlang. Und nur vage nahm sie wahr, wie der
Hauptmann die Glockenleine zog. Er war bereits aufgestanden, hatte sich angezogen, ohne einen
Befehl für Dornröschen. Und als sie die Augen aufschlug, stand er im dämmerigen Licht eines neu
entfachten Kaminfeuers über ihr. Sein Gürtel war noch immer offen. Er zog ihn flink von der Taille
und ließ ihn schnalzen. Seine Miene verriet nichts von seinen Absichten - und doch lag da ein
kleines Lächeln auf seinen Lippen. Dornröschens Lenden nahmen es sofort zur Kenntnis. Sie
konnte spüren, wie Leidenschaft in ihr erwachte, und spürte die Feuchtigkeit zwischen ihren
Beinen.

Doch noch ehe sie ihre Schläfrigkeit abschütteln konnte, hatte der Hauptmann Dornröschen
hochgezogen und auf Hände und Knie zu Boden gesetzt. Er preßte ihren Nacken nach unten und
zwang ihre Knie weit auseinander.

Dornröschens Gesicht flammte vor Hitze, als der Gürtel sie zwischen die Beine traf, ihre pralle
Scham verbrannte. Noch ein harter Schlag auf ihre Schamlippen, und Dornröschen küßte die
Dielen, wackelte unterwürfig mit dem Hinterteil. Und wieder war da der Riemen, doch diesmal
vorsichtig; er liebkoste die vorstehenden Lippen mehr als sie zu bestrafen. Und Dornröschen,
deren Tränen auf den Boden tropften, schnappte mit offenem Mund nach Luft und hob die Hüften
höher und höher.

Der Hauptmann trat vor, bedeckte mit seiner großen nackten Hand Dornröschens wunden Po und
knetete ihn sanft mit kreisenden Bewegungen.

Dornröschen stockte der Atem. Sie fühlte, wie ihre Hüften emporgehoben, umhergeschwungen
und niedergestoßen wurden; und sie gab einen kleinen Stoßseufzer von sich. Noch immer konnte
sie sich daran erinnern, daß ihr Prinz Alexi auf dem Schloß erzählt hatte, wie er gezwungen wurde,
seine Hüften in dieser grauenvollen und schmählichen Art und Weise zu schwingen.

Die Finger des Hauptmanns krallten sich in Dornröschens Fleisch und drückten ihre Pobacken
zusammen.

Schwing deine Hüften!« kam sein Befehl in tiefem Ton. Und seine Hand stieß Dornröschens Po so
hoch, daß ihre Stirn auf den Boden gedrückt wurde. Ihre Brüste klatschten gegen die Dielen, und
Dornröschen stöhnte leise.

Wovor auch immer sie sich gefürchtet hatte, spielte nun keine Rolle mehr. Sie wirbelte ihren Po so
hoch sie konnte. Der Hauptmann zog die Hand zurück. Der Riemen leckte an Dornröschens
Geschlecht, und wie von Sinnen schwang und schwang sie die Pobacken, wie er ihr befohlen
hatte.

Wenn sie jemals eine andere Position als diese gekannt haben sollte, so konnte sie sich nun nicht
mehr klar daran erinnern. Herr und Meister«, seufzte sie, und der Riemen klatschte gegen ihren
kleinen Hügel, das Leder streichelte ihre schwellende Klitoris. Schneller und schneller schwang
Dornröschen ihr Gesäß im Kreis, und je härter der Riemen sie traf, desto höher schwappten die
Säfte in ihr; bis sie den Klang des Riemens gegen ihre schlüpfrigen Lippen nicht mehr wahrnahm.
Ihre Schreie kamen tief aus ihrer Kehle; Schreie einer Fremden - sie erkannte sie selbst kaum.

Endlich hatte es ein Ende. Dornröschen sah die Stiefel des Hauptmanns vor sich, und seine Hand
deutete auf einen kleinen Besen neben dem Kamin.

»Nach diesem Tage, sagte der Hauptmann, Werde ich dir nicht noch einmal sagen, daß dieser
Raum gewischt und gut schrubbt, das Bettzeug gewechselt und das Feuer entfacht werden muß.
Du wirst es jeden Morgen tun, sobald du aufgestanden bist. Und du wirst es jetzt tun, heute abend,
um zu lernen, wie man es macht. Danach wirst du im Hof des Gasthauses abgeschrubbt werden,
damit du bereit bist, meiner Garnison frisch zu dienen.«

Sofort begann Dornröschen mit der Arbeit, auf ihren Knien mit flinken, sorgfältigen Bewegungen.
Der Hauptmann verließ den Raum, und augenblicklich erschien Prinz Robert mit Staub Pfanne,
Scheuerbürste und Eimer. Er zeigte ihr, wie sie dies' kleine Aufgabe zu erfüllen hatte - wie sie das
Bettlaken wechseln, das Holz neben dem Kamin stapeln und die Asche wegräumen mußte.

Und er schien nicht überrascht, daß Dornröschen nur nickte und schwieg. Es kam ihr nicht in den
Sinn, mit ihm zu reden

Der Hauptmann hatte »Jeden Tag« gesagt. Das hieß, daß er Dornröschen behalten wollte! Sie
würde das Eigentum der Wirtin sein und bleiben - doch sie war auserkoren vom Hauptgast ihrer
Herrin.

Dornröschen konnte ihre Aufgabe gar nicht gut genug erfüllen. Sie glättete das Bett, polierte den
Tisch, achtete darauf, daß sie stets dabei kniete und nur aufstand, wenn es sein mußte.

Und als sich die Tür wieder öffnete, nahm Lady Lockley sie beim Haar und trieb sie mit dem
hölzernen Paddel die Treppen hinunter. Doch der Gedanke an den Hauptmann hatte etwas
Besänftigendes, und Dornröschen erduldete die Züchtigung.

Nur kurze Zeit später fand sie sich in einem rauhen, hölzernen Zuber wieder. Fackeln flackerten an
der Tür des Gasthauses und an den Seiten des Schuppens. Die Herrin wusch Dornröschen flink
und grob und spülte ihre Vagina mit einem Gemisch von Wein und Wasser aus. Und schließlich
cremte sie Dornröschens Pobacken ein.

Kein einziges Wort fiel, als sie Dornröschen hierhin und dorthin bog, ihre Beine in die Hocke
zwang, ihr Schamhaar einschäumte und sie rauh abtrocknete.

Ringsumher erblickte Dornröschen andere Sklaven, die gebadet wurden, und sie hörte die lauten,
scherzenden Stimmen der grobschlächtigen Frau mit der Schürze und zweier weiterer, kräftig
gebauter Mädchen aus dem Dorf, die ihrer Arbeit nachgingen und nur ab und zu innehielten, um
die Pobacken dieses oder jenes Sklaven ohne ersichtlichen Grund zu tätscheln und zu kneifen.
Dornröschen konnte nur an eines denken - daß sie dem Hauptmann gehörte. Nun sollte sie der
Garnison gegen übertreteten. Sicher würde auch der Hauptmann dort sein. Und das schallende
Gelächter und Rufen aus dem Gasthaus reizte sie.

Als Dornröschen sorgfältig getrocknet und ihr Haar Gekämmt war, stellte Lady Lockley einen Fuß
auf den Rand des Zubers, warf Dornröschen über ihre Knie und schlug ihre Schenkel mehrmals
hart mit dem Holzpaddel; dann stieß sie Dornröschen auf ihre Hände und Knie. Dornröschen rang
nach Atem und versuchte, sich wieder zu fassen.

Es war ungewohnt - aber angenehm -, nicht angesprochen zu werden; es kamen noch nicht einmal
scharfe ungeduldige Befehle. Dornröschen schaute auf, als ihre Herrin sich neben sie stellte; und
für einen kurzen Moment sah Dornröschen das kalte Lächeln, bevor ihre Herrin sich wieder
vollständig in der Gewalt hatte und keinerlei Regung zeigte. Urplötzlich wurde Dornröschens Kopf
sanft an ihrem vollen, schweren langen Haar angehoben, und Lady Lockleys Gesicht war genau
über ihrem.

»Und du scheinst mein kleines Sorgenkind zu werden. Ich wollte deine kleinen Pobacken so viel
länger als die der anderen zum Frühstück kochen.«

»Vielleicht solltest du es doch lieber tun, flüsterte Dornröschen, ohne es zu wollen oder zu wissen
warum. »Wenn du das zum Frühstück magst.« Ein gewaltiges Zittern überfiel sie, kaum daß sie
den Satz beendet hatte. Oh, was hatte sie getan!

Doch in Lady Lockleys Miene trat ein höchst merkwürdiger Ausdruck. Ein halb unterdrücktes
Lachen schlüpfte ihr über die Lippen. »Ich werde dich morgen früh sehen, meine Liebe, zusammen
mit den anderen. Wenn der Hauptmann gegangen und niemand sonst da ist, außer den übrigen
Sklaven, die in einer Reihe stehen werden, um ausgepeitscht zu werden. Ich werde dich lehren,
diesen vorlauten Mund niemals ohne Erlaubnis zu öffnen.« Diese Worte sagte sie in ungewohnter
Wärme, und die Röte stand auf ihren Wangen. Sie war so hübsch.

»Und nun trabe hinein«, sagte sie leise.

Die große Gaststube des Wirtshauses war bereits gefüllt mit Soldaten und anderen Männern, die
tranken und scherzten.

Auf dem Herd prasselte ein Feuer, Hammelfleisch drehte sich auf dem Spieß. Aufrecht gehende
Sklaven trippelten auf Zehenspitzen umher, um Wein und Bier in Dutzende von Zinnkrügen
nachzuschenken. Wohin Dornröschen auch in der Menge der dunkelgekleideten Gäste mit ihren
schweren Reitstiefeln und Schwertern sah - überall entdeckte sie nackte Hintern und
schimmerndes Schamhaar von Sklaven, die Platten mit dampfendem Essen absetzten, sich
herunterbeugten, um Essensreste aufzuwischen, auf Händen und Knien krochen, um den Boden
zu fegen, oder sich beeilten, um ein Geldstück zu ergattern, das wie zum Spiel in das Sägemehl
geschleudert wurde.

Aus einer dunklen Ecke tönte der volle und dichte Klang einer Laute und der Schlag eines
Tamburins; ein Horn spielte eine sanfte Melodie. Schallendes Gelächter übertönte die Musik.
Fetzen eines Chorgesanges erhoben sich kurz und laut, um bald darauf wieder zu verstummen.
Und von überall her ertönten Schreie nach mehr Fleisch, mehr Wein und Bier und der Ruf nach
mehr hübschen Sklavinnen und Sklaven, die die ganze Gesellschaft bei Laune halten sollten.

Dornröschen wußte nicht, wohin sie schauen sollte. Hier hob ein grobschlächtiger Offizier der
Wache mit glänzender gepanzerter Weste eine rosige und hellblonde Prinzessin auf den Tisch. Mit
den Händen hinter dem Kopf tanzte und sprang sie flink umher, ganz so, wie man es ihr befahl;
ihre Brüste wippten, ihr Gesicht errötete, ihr glänzendes blondes Haar flatterte in langen Locken
um ihre Schultern. Und in ihren Augen leuchtete eine Mischung aus Angst und kaum verhohlener
Erregung.

Dort wurde eine andere zierliche Sklavin über einen groben Schoß geworfen und geschlagen, als
sie verzweifelt ihre Hände zum Schutz vor das Gesicht hielt, die sodann von einem belustigten
Zuschauer weggerissen und verspielt vor ihr ausgestreckt wurden.

Zwischen den Fässern an den Wänden standen noch mehr nackte Sklaven; mit gespreizten
Beinen, vorgestreckten Hüften warteten sie - wie es schien - nur darauf, als nächste an die Reihe
zu kommen und gepflückt zu werden.

Und in der einen Ecke des Raumes saß ein wunderschöner Prinz mit schulterlangen roten Locken
breitbeinig auf dem Schoß eines wahren Klotzes von Soldat; wild umschlungen küßten sie sich,
preßten die Münder aufeinander, und der Soldat ergriff den harten Schwanz des Prinzen. Der Prinz
fuhr mit den Lippen durch den nur grob geschorenen Bart des Soldaten, nahm dessen Kinn in den
Mund, und wieder fanden ihre Lippen zueinander für einen Kuß. In der Inbrunst seiner
Leidenschaft hatte der Prinz die Stirn gerunzelt, kniff die Augenbrauen zusammen, und doch saß
er ruhig, fast ein wenig hilflos da, als wäre er an den Soldaten gefesselt; auf und ab ritt er auf
dessen Knien. Und der Soldat kniff ihn in die Oberschenkel, um ihn aufspringen zu lassen - doch
der Prinz hielt den Arm locker um den Nacken des Soldaten, die rechte Hand mit seinen sanften,
flinken Fingern in dessen dichtem Haar vergraben.

Eine schwarzhaarige Prinzessin in einer entfernten Ecke des Raumes wurde gedreht und gedreht,
die Hände um ihre Knöchel geklammert, die Beine gespreizt; ihr langes Haar fegte den Fußboden.
Jemand goß Bier über ihren Schoß, und die Soldaten bückten sich, um ihr die Flüssigkeit verspielt
aus der Scham zu lecken.

Plötzlich zog man sie nach oben. Nun stand sie auf ihren Händen, die Füße hoch in der Luft, als
ein Soldat ihre heiße Grotte mit Bier füllte bis zum Überlaufen.
Lady Lockley drückte Dornröschen einen Krug Bier und eine Zinnplatte mit dampfendem Essen in
die Hände und drehte ihr Gesicht, bis sie die entfernte Gestalt des Hauptmanus erkannte. Er saß
an einem dicht besetzten Tisch in einer entlegenen Nische der Gaststube. Er lehnte mit dem
Rücken an der Wand, die Beine auf einer Bank vor ihm ausgestreckt, und richtete seine Blicke auf
Dornröschen.

Schnell ließ sie sich auf die Knie fallen, ihren Oberkörper erhoben, hielt die Platte und den Krug
hoch, als sie neben ihm kniete und sich über die Bank beugte, um das Essen auf den Tisch zu
stellen. Er strich durch ihr Haar und schaute ihr tief in die Augen, als wären sie ganz allein in
diesem Raum, mit all den Soldaten die laut lachten, redeten und sangen. Der goldene Säbel des
Hauptmanns leuchtete im Kerzenlicht, ebenso wie sein goldenes Haar, die Augenbrauen und die
Reste seines Bartes.

Die unerwartete Sanftheit seiner Hand, die Dornröschens Haar hob, es über ihre Schultern legte
und glattstrich, jagte ihr Schauer über Arme und Hals - und zwischen ihren Beinen begann es
unwillkürlich zu zucken.

Ihr Körper wand sich - doch nur in der Andeutung einer Bewegung -, und plötzlich umschloß der
Hauptmann mit seiner starken rechten Hand ihre Handgelenke. Er stand auf und hob Dornröschen
hoch; so hoch, daß sie über ihm baumelte. So gefangen erblaßte sie zunächst und spürte dann,
wie ihr das Blut ins Gesicht schoß, als er sie hin und her drehte und die Soldaten sie anschauten.

»An all meine tapferen Soldaten, die der Königin treu ergeben sind«, rief der Hauptmann, und
plötzlich stampften und klatschten alle laut. Wer will der erste sein?« rief er aus.

Dornröschen spürte, wie ihre Schamlippen sich jäh zusammenzogen und Nässe durch ihre Furche
rann; doch ein stummer Anfall von Panik lähmte sie. Was wird mit mir geschehen? dachte sie, als
die dunklen Gestalten sie umschlossen. Die massige Figur eines groben Mannes tauchte vor ihr
auf. Sanft preßte er die Daumen in das zarte Fleisch ihrer Unterarme, dann umklammerte er sie
fest und nahm sie so dem Hauptmann ab. Das Stöhnen und Keuchen erstarb Dornröschen im
Halse.

Fremde Hände legten ihre Schenkel um die Hüfte des Soldaten. Dornröschen fühlte, wie ihr Kopf
die Wand berührte, und sie schob die Hände hinter den Kopf, um sich abzustützen, während sie
die ganze Zeit in das Gesicht des Soldaten schaute, der seine rechte Hand nach unten gleiten ließ,
um seine Hose zu öffnen.

Der Mann verströmte den Geruch von Ställen und Bier und den betörenden Duft von
sonnengebräunter Haut und frischem Stroh. Er rollte mit den Augen und schloß sie für einen
kurzen Augenblick, als sein Schwanz in Dornröschen hineinjagte, ihre geschwollenen Lippen
öffnete und ihre Hüften sodann in einem heftigen Rhythmus gegen die Wand stießen.

Ja. Jetzt. Ja. Ihre Angst wich einem tiefen, unbeschreiblichen Gefühl. Die Daumen des Mannes
preßten sich fest in Dornröschens Unterarme, und das Stoßen ging weiter. Und in der Finsternis
um sie herum sah sie eine Reihe Gesichter, die sie anstarrten; der Lärm der Schänke brandete in
gewaltigen Wogen auf.

Der Schwanz entlud seine heiße Flut, und ein Orgasmus schoß durch Dornröschen. Ihr wurde
schwarz vor Augen, und sie preßte die Schreie aus ihrem weit geöffneten Mund. Nackt, das
Gesicht gerötet, ritt sie ihre Lust und ihre Befriedigung inmitten eines öffentlichen Wirtshauses. Und
wieder wurde sie hochgehoben, völlig erschöpft.

Und jetzt kniete sie auf dem Tisch, die Beine weit gespreizt, und ihre Hände legte man unter ihre
Brüste. Und als ein gieriger Mund an ihren Brustwarzen saugte, hob Dornröschen die Brüste,
wölbte ihren Po und wandte verschämt den Blick ab von denen, die sie umgaben. Der hungrige
Mund naschte nun an ihrer rechten Brust, die Zunge kreiste fordernd um den kleinen Nippel. Ein
anderer Mund hatte sich der zweiten Brust angenommen. Dornröschen preßte sich gegen die
Münder, die an ihr saugten und leckten; die Lust war kaum noch zu ertragen, Hände öffneten
Dornröschens Beine weiter und weiter, ihr Geschlecht berührte beinahe den Tisch.

Für einen kurzen Augenblick kehrte die Angst zurück und brannte in ihr bis zur Weißglut. Überall
waren Hände, hielten Dornröschen fest, preßten ihr die Arme auf den Rücken, und sie konnte sich
weder befreien noch sich wehren.

Man zog ihren Kopf nach oben, und ein dunkler Schatten tauchte vor ihr auf. Ein Schwanz drängte
in ihren klaffenden Mund, ihre Augen starrten auf den behaarten Bauch über ihr. Sie saugte an
dem Schwanz ebenso gierig wie die Münder an ihren Brüsten, und sie stöhnte, als die Angst in ihr
wieder erlosch.

Ihre Vagina bebte; naß rann es an ihren Oberschenkeln herunter, und gewaltige Stöße der Lust
erschütterten sie. Der Schwanz in ihrem Mund reizte sie, erregte sie und vermochte sie dennoch
nicht zu befriedigen. Tiefer und immer tiefer nahm sie ihn in den Mund, bis ihr Schlund sich
zusammenzog. Das Sperma schoß in sie hinein, die Münder drückten sanft gegen ihre
Brustwarzen, schnappten nach ihnen, doch Dornröschens Schamlippen schlossen sich, unerfüllt
und sträflich vernachlässigt.

Aber da berührte etwas ihre pochende Klitoris, wühlte sich durch die heiße, schlüpfrige Nässe,
tauchte zwischen ihre hungrigen Schamlippen. Es war wieder der harte, mit Juwelen besetzte
Schaft des Dolches - er war es in der Tat... und er spießte Dornröschen auf.

Sie kam in einem Schwall stiller erstickter Schreie, streckte die Hüften hoch und höher; alle Lichter,
Klänge und Gerüche verschwammen in wilder Raserei. Der Schaft des Dolches hielt sie, der Griff
hämmerte gegen ihr Schambein, dehnte ihren Orgasmus schier endlos aus. Dornröschen schrie
und schrie

Selbst als man sie rücklings auf den Tisch legte, quälte der Dolch sie weiter, ließ Dornröschens
Hüften kreisen und zucken und als verschwommenen Punkt erkannte sie das Gesicht des
Hauptmanns über ihr. Sie schnurrte wie ein Kätzchen, als der Schaft des Dolches sie auf und ab
stieß und ihr Schoß über den Tisch glitt.

Aber man erlaubte ihr nicht, noch einmal so schnell den Höhepunkt zu erreichen.

Sie wurde hochgehoben. Und sie spürte, wie man sie über ein bauchiges Faß legte. Ihr Hintern
wölbte sich über das feuchte Holz, sie konnte das Bier riechen, und ihr offenes Haar reichte bis auf
den Boden. Sie sah die Schänke in einem Gewirr von Farben.

Wieder fand ein Schwanz den Weg in ihren Mund, während feste Hände ihre Schenkel auf die
Rundungen des Fasses drückten und ein Penis in ihre tropfende Vagina gestoßen wurde.
Dornröschen fühlte ihr Gewicht nicht mehr; sie sah nichts mehr außer dem dunklen Schatten des
Hodensacks vor ihr, und die geöffnete Hose.

Schläge gegen Dornröschens Brüste, gieriges Saugen, fordernde Hände, die drückten und
kneteten; Dornröschens Finger tasteten nach den Pobacken des Mannes, der ihren Mund füllte,
klammerten sich an ihn und zogen ihn vor und zurück. Die Rute in ihr rammte und trommelte
Dornröschen gegen das Faß, stopfte sie zu, rieb sich an ihrer Klitoris in einem anderen Rhythmus.
Bis tief in ihre Knochen fühlte sie die brennende Erfüllung. Ihr ganzer Körper war nurmehr eine
einzige Öffnung, ein einziges Geschlecht.

Man brachte sie in den Garten, ihre Arme um feste, kraftvolle Schultern gelegt.

Ein junger braunhaariger Soldat trug sie; er küßte und streichelte Dornröschen. Und sie standen
alle ringsumher, auf dem grünen Gras, im Licht der Fackeln - die Männer, die lachten und die
Sklaven in ihren Zubern umringten; alle waren sie in gelöster Stimmung, nun, da ihre erste hitzige
Leidenschaft befriedigt worden war.

Sie standen im Kreis um Dornröschen, als man ihre Füße in das warme Wasser steckte. Sie
knieten mit gefüllten Weinschläuchen in den Händen vor ihr und ließen den Wein in ihren Mund
laufen, kitzelten, wuschen und richteten Dornröschen her.

Sie badeten sie, wuschen sie mit der Bürste und Tüchern aus Leinen, spielten ein wenig damit und
balgten sich darum, ihr den Mund - vorsichtig und langsam - mit dem zarten, kühlen Wein zu füllen
und sie zu küssen.

Dornröschen versuchte sich an dieses Gesicht oder jenes Lachen zu erinnern, an eine herrlich
weiche Haut, an den größten Schwanz von allen - aber es war unmöglich.

Sie legten Dornröschen ins Gras unter den Feigenbäumen, und von neuem wurde sie bestiegen.
Ihr junger Eroberer – der Soldat mit dem braunen Haar- fütterte verträumt ihren kleinen Mund und
ritt sie langsam und in sanftem Rhythmus. Sie griff hinter ihn und fühlte die kühle, nackte Haut
seines Gesäßes, ertastete die heruntergelassene Hose, berührte seinen gelockerten Gürtel, das
verrutschte Hemd und seinen halbnackten Rücken. Sie preßte ihre Vagina zusammen, und er
stöhnte laut auf.

Stunden später.

Zusammengekauert saß Dornröschen auf dem Schoß des Hauptmanns, hielt den Kopf an seine
Brust gelehnt und hatte die Arme um seinen Nacken geschlungen, halb schon im Schlaf. Wie ein
Löwe streckte er sich unter ihr; seine Stimme klang wie ein tiefes Knurren aus seiner breiten Brust,
als er zu dem Mann ihm gegenüber sprach. Er hielt Dornröschens Kopf zärtlich mit der linken
Hand, und sein Arm fühlte sich stark und fest an, strotzend vor Kraft.

Nur ab und zu öffnete Dornröschen die Augen und warf einen Blick auf das verräucherte Innere der
Gaststube.

Ruhig war es jetzt, viel ruhiger als noch kurz zuvor. Der Hauptmann redete und redete. Die Worte
Ausreißer-Prinzessin<< drangen klar und deutlich an Dornröschens Ohr.

Ausreißer-Prinzessin, dachte sie verschlafen. Aber sie sorgte sich nicht. Sie schloß die Augen
wieder, schmiegte sich an den Hauptmann, der seinen linken Arm fest um sie schlang.

Wie wundervoll er ist, dachte sie. Sie liebte die tiefen Falten seines sonnengegerbten Gesichts,
den Glanz in seinen Augen. Und ein seltsamer Gedanke kam ihr in den Sinn. Es kümmerte sie
nicht, was er sagte - geschweige denn, ob er mit ihr sprach. Versonnen lächelte Dornröschen. Sie
war seine nackte, bebende und ihm ergebene Sklavin. Und er war ihr grober und bestialischer
Hauptmann.

Ihre Gedanken wanderten zu Tristan. Ihm gegenüber hatte sie sich immer als Rebellin gezeigt.

Wie war es ihm wohl mit Nicolas, dem Chronisten, ergangen? Würde sie es jemals erfahren ?
Vielleicht konnte Prinz Robert ihr Neuigkeiten bringen? Vielleicht hatte die kleine Welt des Dorfes
ihre eigenen verschlungenen, geheimen Nachrichtenwege. Sie mußte einfach wissen, ob es
Tristan gutging. Sie wünschte, sie könnte ihn wenigstens sehen, selbst wenn es nur für einen
kurzen Moment sein sollte. Und während Dornröschen von Tristan träumte, fiel sie wieder in tiefen
Schlaf.

Große Unterhaltung
Tristan: Ohne das entsetzliche Ponygeschirr fühlte ich mich vollkommen bloß und verletzlich, als
ich geschwind auf das Ende der Straße zumarschierte; und jeden Moment erwartete ich das
Ziehen und Zerren der Zügel, als würde ich sie noch immer tragen. Zahlreiche mit Laternen
geschmückte Kutschen donnerten nun an uns vorbei; die Sklaven trabten schnell, mit erhobenem
Kopf, so wie auch ich es zuvor getan hatte. War es mir lieber auf diese Art? Oder auf die andere?
Ich wußte es nicht. Ich kannte nur Schmerz und Verlangen und war mir in höchstem Maße bewußt,
daß mein schöner Meister Nicolas mein Herr, der strenger war als so viele andere- hinter mir ging.

Ein gleißendes Licht ergoß sich auf die Straße vor uns. Wir erreichten das Ende des Dorfes. Doch
als ich um das letzte der hohen Gebäude zu meiner Linken marschierte, sah ich nicht den
Marktplatz, sondern einen anderen offenen Platz, auf dem sich eine riesige Menschenmenge
versammelt hatte und der von Fackeln und Laternen erleuchtet war. Ich konnte den Wein riechen
und hörte lautes, trunkenes Gelächter. Paare tanzten Arm in Arm, und Weinverkäufer mit
prallgefüllten Weinschläuchen über den Schultern drängten durch die Menge und boten jedem
einen Becher Wein an.

Mein Herr hielt plötzlich, gab einem dieser Weinverkäufer eine Münze und reichte mir sodann den
Becher. Ich errötete bis in die Haarspitzen über diese Freundlichkeit und trank den Wein gierig,
aber so gesittet, wie ich konnte. Meine Kehle war ausgetrocknet.

Als ich Aufblickte, sah ich deutlich, daß dies eine Art Festplatz der Bestrafungen war. Sicher war
dieser Ort das, was der Auktionator den Platz der Öffentlichen Bestrafung genannt hatte.

An der einen Seite des Platzes waren Sklaven in einer langen Reihe an Pranger geschnallt, andere
waren ungezäumt, in schwach erhellten Zelten, deren Eingänge für die Dorfbewohner
offenstanden, die kamen und gingen und dem Aufseher eine Münze bezahlten. Weitere gefesselte
Sklaven trotteten im Kreis um einen hohen Maibaum, wurden dabei von vier Männern geprügelt.
Und hier und dort tollte ein Paar Sklaven durch den Staub, um ein Ding zu erhaschen, das vor
ihnen her gezogen wurde. Junge Männer und Frauen feuerten sie dabei an; offensichtlich hatten
sie Wetten auf einen möglichen Gewinner abgeschlossen.

An den Wällen rechts kreisten langsam riesige Räder, auf denen sich gefesselte Sklaven drehten,
Arme und Beine weit gespreizt, und ihre flammend roten Schenkel und Pobacken waren das Ziel
für Apfelgehäuse, Pfirsichkerne und sogar rohe Eier, die aus der Menge nach ihnen geworfen
wurden. Mehrere andere Sklaven hoppelten in der Hocke hinter ihren Herren; ihr Nacken war mit
zwei kurzen Lederketten an ihre weitgespreizten Knie gebunden, ihre Arme ausgestreckt, um
Stangen zu halten, an deren Enden Körbe mit Äpfeln zum Verkauf baumelten. Zwei kleine rosige
Prinzessinnen mit vollen Brüsten und naß vom Schweiß ritten auf hölzernen Pferden mit wilden
schaukelnden Gebärden; augenscheinlich steckten in ihren Vaginas hölzerne Schwänze. Ich
schaute staunend zu, während mein Herr mich nun langsam führte; und in diesem Moment
erreichte die eine Prinzessin mit hochrotem Kopf und verzerrter Miene ihren Höhepunkt vor der
Menge und wurde als Gewinnerin des Wettbewerbs begeistert beklatscht. Die andere wurde
verprügelt, gezüchtigt und gescholten von denen, die auf sie gewettet hatten.

Doch die größte Unterhaltung bot der hohe Drehsockel, auf dem ein Sklave mit einem langen,
rechteckigen Lederpaddel verdroschen wurde. Mein Mut sank, als ich das sah. Ich erinnerte mich
an die Worte meiner Herrin, als sie mir mit dem Öffentlichen Drehsockel drohte.

Und ich wurde direkt darauf zugeführt. Wir drängten geradewegs durch das Meer der grölenden,
johlenden Zuschauer scherten dann einige Meter vor der Plattform aus, direkt auf die knienden
Sklaven zu, die ihre Hände im Nacken gebunden hatten und von den Zuschauern verspottet
wurden, während sie vor den hölzernen Stufen warteten, um hinaufgetrieben und Gezüchtigt zu
werden.

Während ich die Szene noch ungläubig anstarrte, drängte mich mein Herr direkt zum Ende dieser
Schlange. Münzen wurden einem Aufseher übergeben. Und ich wurde auf die Knie geschubst,
unfähig, meine Angst zu verbergen, Tränen schossen mir in die Augen, mein ganzer Körper
schüttelte sich. Was hatte ich denn getan? Dutzende fremder Gesichter wandten sich mir zu. Ich
konnte ihre höhnischen Bemerkungen hören: »Oh, ist der Schloßsklave sich etwa zu fein für den
Öffentlichen Drehsockel? Schaut euch diesen Schwanz an.« »Ist der Schwanz ein schlimmer Bube
gewesen?« und »Was ist der Grund, daß er gepeitscht wird, Meister Nicolas?«

»Sein gutes Aussehen«, antwortete mein Herr mit einem leichten Anflug dunklen Humors. Ich
blickte voller Entsetzen auf die Stufen und die Plattform. Ich konnte kaum die unteren Stufen sehen
- nun, da ich kniete- umringt von der Menge. Gelächter brauste auf bei der Antwort meines Herrn,
das Licht der Fackeln spiegelte sich auf feuchten Wangen und Augen. Der Sklave vor mir mühte
sich vorwärts, als ein anderer die Treppe hinaufgescheucht wurde. Von irgendwoher ertönte das
tiefe Grollen einer Trommel, und wieder erklangen Schreie aus der Menge. Ich drehte mich, um
meinen Herrn flehentlich anzuschauen. Ich beugte mich herunter, um seine Stiefel zu küssen.
Doch die Leute zeigten auf mich und lachten. »Armer verzweifelter Prinz«, spottete ein Mann.
»Vermißt du dein wohlparfümiertes Bad im Schloß?« - »Hat dich die Königin übers Knie gelegt?« -
»Schaut euch den Schwanz an! Dieser Schwanz braucht einen guten Herrn oder eine gute
Herrin.«

Ich spürte eine feste Hand in mein Haar greifen und meinen Kopf heben, und durch meine Tränen
konnte ich das vertraute hübsche Gesicht über mir erkennen - sanft und ein wenig hart. Die blauen
Augen verengten sich langsam, und die dunklen Pupillen schienen sich auszuweiten, als die rechte
Hand erhoben wurde. Der Zeigefinger bewegte sich steif vor und zurück, und seine Lippen formten
lautlos das Wort Nein. Mein Herzschlag stockte. Seine Augen wurden starr und eiskalt, die linke
Hand ließ mich frei. Ich bewegte mich aus eigenem Antrieb wieder in die Schlange zurück,
verschränkte meine Hände im Nacken, fröstelte und schüttelte mich erneut, als die Menge
übertriebene »Aaahhhs« und »Oooohhhs« erklingen ließ, voll heuchlerischer Sympathie.

»Braver Bursche!« schrie ein Mann in mein Ohr. »Du willst die Leute hier doch nicht enttäuschen,
oder?« Ich spürte, wie sein Stiefel mein Gesäß berührte. »Ich wette zehn Taler, daß er heute
Nacht die beste Vorstellung bieten wird.«

»Und wer soll darüber urteilen?« fragte ein anderer.

»Zehn Taler, daß er seinen Hintern wirklich bewegen wird!

Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis ich den nächsten Sklaven hinaufsteigen sah, und dann den
nächsten und den nächsten. Und schließlich war ich an der Reihe, mich durch den Staub nach
vorn zu kämpfen. Schweiß lief in Bächen an mir herunter, meine Knie brannten, und mein Kopf
schwirrte.

Selbst noch in diesem Augenblick hoffte ich, daß ich errettet würde. Mein Herr mußte Gnade
walten lassen, seine Meinung ändern und einsehen, daß ich nichts getan hatte. Ich hatte dieses
Leid nicht verdient. Und er mußte ein Einsehen haben, denn ich würde es nicht ertragen.

Die Menge schubste und drängte nach vorn. Laute Schreie erhoben sich, als die Prinzessin, die
über uns verprügelt wurde, aufstöhnte, und ich hörte den Donner ihrer Füße auf dem Drehsockel.
Plötzlich spürte ich den Drang aufzuspringen und davonzulaufen - und doch rührte ich mich nicht
von der Stelle. Der Krach auf dem Platz schien mehr und mehr anzuschwellen unter dem
dröhnenden Grollen der Trommeln. Ich war als nächster an der Reihe. Zwei Aufseher stießen mich
die Stufen hinauf, während ich mit meiner ganzen Seele dagegen rebellierte; und ich horte den
strengen Befehl meines Herrn: »Keine Fesseln.«

Keine Fesseln. Das also war seine Wahl gewesen. Ich brach fast in Verzweiflung aus. O bitte, seid
gnädig und fesselt mich! Doch zu meinem Entsetzen streckte ich mich freiwillig, um mein Kinn auf
den hohen hölzernen Pfahl zu legen, spreizte sogar die Beine und verschränkte die Hände im
Nacken, wobei mich die rauhen Pranken eines Aufsehers nur leicht führten.

Dann war ich allein. Keine Hände, die mich berührten. Meine Knie ruhten lediglich in den flachen
Einbuchtungen des Holzes. Nichts als der schlanke Pfosten, auf dem mein Kinn lag, befand sich
zwischen mir und Tausenden Augenpaaren, meine Hüften und mein Bauch spannten sich in
kreisenden Zuckungen.

Der Drehsockel wurde schnell angetrieben, und ich sah die riesige Gestalt des Peitschenmeisters,
sein Haar struppig; mit aufgerollten Hemdsärmeln stand er da, hielt das gigantische Paddel in
seiner schaufelartigen Hand, griff mit seiner Linken in ein hölzernes Gefäß und schöpfte daraus
einen großen tropfenden Klumpen einer honigfarbenen Creme. »Ah, laß mich ratend rief er. »Dies
ist ein frischer kleiner Junge aus dem Schloß, der hier noch niemals zuvor gezüchtigt wurde! Weich
und rosig wie ein kleines Ferkelchen, mit seinem goldenen Haar und seinen stämmigen Beinen.
Wirst du nun all diesen Leuten eine gute Vorstellung bieten, junger Mann?« Er schwang den
Drehsockel erneut zur Hälfte herum, schmierte die dickflüssige Creme auf meine Pobacken und
verrieb sie. Die Menge erinnerte ihn mit lauten Rufen, daß er viel davon brauchen würde. Die
Trommeln ertönten erneut in tiefem Grollen. Unter mir lag der ganze Platz mit den gierig
glotzenden Dorfbewohnern. Und dazu die armen Unglücklichen, die den Mast umkreisten, die
Sklaven am Pranger, die sich wanden, als sie gepeinigt und gepiesackt wurden; Sklaven, die
kopfüber von einem eisernen Karussell hingen und langsam herumgedreht wurden, so wie ich jetzt
unerbittlich im Kreis gedreht wurde.

Hitze breitete sich in meinen Pobacken aus, und sie schienen bald zu schmoren und zu kochen
unter der Massage der dick aufgetragenen Creme. Und ich war ungefesselt! Die plötzlich auf
flammenden Fackeln erkannte ich nur verschwommen, und ich blinzelte. »Du hast gehört, was ich
gesagt habe, junger Mann<< kam die dröhnende Stimme des Peitschenmeisters wieder. Er
wischte sich die Hand an seiner befleckten Schürze ab, langte jetzt nach mir und kraulte mein Kinn,
kniff meine Wangen und bog meinen Kopf vor und zurück. »Und nun wirst du diesen Leuten eine
gute Vorstellung bieten!« sagte er laut. »Hörst du mich, junger Mann? Und weißt du auch, warum
du ihnen eine gute Vorstellung bieten wirst? Weil ich diesen hübschen Hintern so lange schlagen
werde, bis du gar nicht anders kannst!« Die Menge kreischte vor Vergnügen. »Du wirst deinen
hübschen Arsch bewegen, als wäre es das erste Mal. Denn dies hier ist der Öffentliche
Drehsockel!« Und mit einem scharfen Tritt auf das Fußpedal versetzte er den Sockel erneut in
Bewegung, das lange rechteckige Paddel traf meine beiden Hinterbacken mit erschütternder
Wucht, und ich kämpfte um mein Gleichgewicht.

Die Menge schrie, als ich wieder herumgedreht wurde. Und schon traf mich der zweite Schlag,
wieder eine Drehung, ein Schlag und noch einer. Ich biß die Zähne zusammen unter meinen
unterdrückten Schreien, und der warme Schmerz breitete sich von meinen Hinterbacken auf
meinen Schwanz aus. Ich hörte Rufe wie »Fester!«, »Schlag ihn richtig!« und »Beweg deinen
Arsch!« »Mach ihn steif!«

Und ich stellte fest, daß ich diesen Befehlen gehorchte. Nicht verzweifelt - eher hilflos. Ich zappelte
unter jedem einzelnen Schlag, der mich hochhievte, und ich bemühte mich, nicht den Halt auf dem
Drehsockel zu verlieren.

Ich versuchte meine Augen zu schließen, aber sie öffneten sich weit bei jedem Schlag. Mein Mund
war weit aufgerissen, meine Schreie brachen unkontrolliert hervor. Das Paddel traf mich an beiden
Seiten, brachte mich erst beinahe zum Kippen, und dann trieb es mich wieder in die richtige
Haltung. Ich fühlte meinen ausgehungerten Schwanz bei jedem Schlag nach vorn zucken. Bei
jedem Schlag pulsierte er vor Verlangen, und der Schmerz explodierte in meinem Kopf.

Die Farben, Formen und Geräusche des Platzes vermischten sich. Mein Körper - gefangen im
Strudel klatschender Schläge schien sich aufzulösen, als schwebe er frei von aller Last. Ich konnte
mich nicht mehr um mein Gleichgewicht bemühten; es war auch gar nicht notwendig, denn das
Paddel würde mich so oder so nicht rutschen oder fallen lassen; diese Gefahr hatte nie bestanden.
Und ich war gefangen in der Geschwindigkeit der Drehungen, ritt auf der Hitze und Kraft des
Paddels und weinte laut in nassen, heftigen Schluchzen. Doch die Menge applaudierte, grölte und
sang.

Und all die Eindrücke des Tages schwirrten in meinem Kopf Jerards seltsame Rede, meine Herrin,
die den Phallus zwischen meine gespreizten Pobacken trieb -, und doch dachte ich an nichts
anderes als an das klatschende Paddel und das Gelächter der Menge. »Schwing deine Hüften!«
schrie der Zuchtmeister, und ohne jede Überlegung oder Willen gehorchte ich, Überwältigt von der
Stärke des Befehls, von der Macht der Menge schwang ich wild herum. Ich hörte rauhe heisere
Schreie; das Paddel traf erst die rechte, dann die linke Gesäßseite, donnerte auf meine Waden,
dann hoch auf meine Oberschenkel und wieder auf meinen Hintern.

Ich war so verloren wie niemals zuvor. Die Anfeuerungsrufe und Schreie überfluteten mich, so wie
das Licht und der Schmerz mich umspülten. Ich bestand nur noch aus brennenden Schwielen,
geschwollenem Fleisch und meinem harten Schwanz, der schmerzvoll zuckte, während die Menge
schrie. Das Paddel knallte wieder und wieder, meine eigenen Schreie fielen laut in den Klang der
Prügel ein. Nichts im Schloß hatte meine Seele so berührt. Nichts hatte mich so sehr ausgebrannt
und geleert.

Ich wurde in die Tiefen des Dorfes getaucht und war allem hemmungslos ausgeliefert. Und mit
einemmal kam es mir verschwenderisch vor, erschreckend verschwenderisch vor, daß so viele das
Delirium dieser Erniedrigung bezeugen sollten. Wenn ich meinen Stolz, meinen Willen, meine
Seele schon verlieren mußte - nun, so sollten sie es auch genießen. Und es kam mir ganz normal
vor, daß so viele Hunderte, die sich auf dem Platz befanden, es gar nicht zur Kenntnis nehmen
würden.

Ja, ich war jetzt dieses Ding, diese nackte, sich aufbäumende Masse Genitalien und Muskeln, das
Pony, das die Kutsche gezogen hatte; ich war ein schwitzendes, weinendes Tier, öffentlich der
Lächerlichkeit preisgegeben. Und sie konnten es genießen oder ignorieren - ganz wie sie mochten

Der Zuchtmeister ging einen Schritt zurück, er drehte den Sockel herum und herum. Mein Gesäß
kochte. Mein offener Mund zitterte, Schreie brachen laut heraus.

»Nimm die Hände zwischen die Beine und bedecke deine Hoden!« dröhnte der Zuchtmeister. Und
willenlos, in einer letzten Geste der Erniedrigung, gehorchte ich, krümmte mich, um meine Hoden
zu schützen, während die Menge trampelte und noch lauter lachte. ;.

Plötzlich sah ich einen wahren Regen an Dingen durch die Luft segeln: Ich wurde mit
halbgegessenen Äpfeln und Brotkrusten beworfen. Die dünnen Schalen der rohen Eier zerbarsten
an meinen Pobacken, meinen Schultern. Ich fühlte scharfe Stacheln an meinen Wangen und den
Fußsohlen. Sogar mein Penis wurde getroffen, was neuerliches kreischendes Gelächter hervorrief.

Jetzt prasselte ein Regen von Münzen auf die Bretter nieder. Der Zuchtmeister schrie. »Mehr! Ihr
wißt, daß es gut war. Mehr! Bezahlt gut für das Auspeitschen, und sein Meister wird ihn um so
schneller wieder herbringend Ich sah, wie ein Junge mich umkreiste und hastig das Geld in einem
kleinen Beutel sammelte. Mein Kopf wurde zurückgezogen und der Beutel in meinen offenen Mund
gestopft. Ich grunzte erstaunt auf. Applaus von allen Seiten, Rufe wie »Guter Junge!« und
stichelnde Fragen, wie mir das Peitschen gefallen hätte, ob ich es morgen abend gerne
wiederholen würde.

Ich wurde hochgezerrt, die hölzernen Stufen hinuntergestoßen, und marschierte dann aus dem
strahlenden Fackelschein, weg von dem Drehsockel. Ich wurde auf meine Hände und Knie
gezwungen und durch die Menge getrieben, bis ich die Stiefel meines Herrn erblickte.

Ich schaute auf und sah seine feingliedrige Gestalt gegen die hölzerne Theke eines kleinen
Weinstandes gelehnt. Er schaute auf mich nieder, ohne auch nur die Andeutung eines Lächelns,
ohne ein Wort. Er nahm den kleinen Beutel aus meinem Mund wog ihn in der Hand, verstaute ihn
und sah wieder auf mich herab.

Ich legte meinen Kopf in den Staub und fühlte, wie meine Hände unter mir wegrutschten. Ich
konnte mich nicht bewegen, aber gnädigerweise erhielt ich auch keinen Befehl dazu. Und der Lärm
des Platzes verschwamm zu einem einzigen Geräusch, das fast der Stille glich.

Ich fühlte die Hände meines Herrn, die sanften Hände eines Edelmannes, wie sie mich hochhoben.
Ich erblickte einen kleinen Badestand vor mir, wo ein Mann mit einer Bürste und einem Eimer
wartete. Bestimmt wurde ich dorthin geführt und diesem Mann übergeben, der seinen Weinbecher
abstellte und dankbar einen Taler von meinem Herrn entgegennahm. Dann griff er nach mir und
drängte mich schweigend in die Hocke, über den dampfenden Eimer.

Niemals in den vergangenen Monaten wäre ein grobes, öffentliches Bad am Rande einer
unbekannten, lärmenden Menge denkbar oder zu ertragen gewesen. Nun aber- hier und jetzt war
es nichts anderes als sinnlich. Ich war kaum bei Bewußtsein als sich das warme Wasser über
meine geschwollenen Striemen ergoß, die Reste der faulen rohen Eier und den Staub abspülte,
der an mir klebte; mein Schwanz und meine Hoden wurden gut eingeseift und viel zu schnell
eingeölt, als daß es möglich gewesen wäre, den gierigen Hunger erneut zu wecken.

Mein Anus wurde sorgfältig geseift, und ich bemerkte kaum die Finger, die hinein und hinaus
glitten; es schien mir, als ob ich noch immer den Phallus spürte, der mich geweitet hatte. Mein
Haar wurde trockengerubbelt und gekämmt. Selbst mein Schamhaar wurde gebürstet und zuletzt
das Haar zwischen meinen brennenden, schwingenden Hoden nach rechts und links ausgekämmt.
All dies geschah so schnell, daß ich im Nu wieder vor meinem Herrn kniete und seinen Befehl
vernahm, ihm zu folgen.

Nicolas Bettkammer
Tristan: Als wir die Straße erreichten, befahl mir mein Herr, aufzustehen und zu »gehen«. Ohne zu
zögern, küßte ich seine Stiefel, gehorchte und erhob mich. Ich verschränkte meine Arme im
Nacken, so wie ich es getan hatte, um zu marschieren. Doch plötzlich umarmte er mich, drehte
mich zu sich, nahm meine Arme herunter und küßte mich.
Für einen kurzen Augenblick war ich so verblüfft, daß ich mich nicht rührte, doch dann erwiderte ich
den Kuß, fast fieberhaft. Ich öffnete meinen Mund, um seine Zunge zu empfangen, aber ich mußte
meine Hüften zurückbeugen, damit mein Schwanz sich nicht an ihm rieb.
Der letzte Rest von Stärke schien aus meinem Körper zu weichen, all meine verbliebene Kraft
sammelte sich in meinem Glied. Mein Herr drückte mich an sich und speiste meinen Mund mit
seinen Küssen. Ich konnte meine eigenen tiefen Seufzer von den Wänden widerhallen hören.
Plötzlich hob ich meine Arme, und er hinderte mich nicht daran, als ich sie um ihn schlang. Ich
fühlte d en weichen Samt seiner Tunika und sein seidenes Haar. Ich war der Ekstase nahe.
Mein Schwanz spannte und streckte sich, und all die Wundheit in mir pulsierte, loderte erneut auf.
Doch er entließ mich, drehte mich und führte meine Arme wieder zu meinem Nacken. »Du darfst
langsam gehen«, sagte er. Und seine Lippen strichen über meine Wangen. Die Mischung aus
Verzweiflung und Verlangen in mir war so groß, daß ich fast in Tränen ausbrach.
Nur wenige Kutschen befanden sich jetzt noch auf der Straße, es schien sich um Leute zu
handeln, die zu ihrem Vergnügen unterwegs waren; sie fuhren einen großen Bogen, wenn sie den
Platz erreichten, wendeten und rauschten an uns vorbei. Ich sah Sklaven, die glänzende
Silbergeschirre trugen. Schwere Silberglöckchen hingen an ihren Schwänzen. Ich sah eine reiche
Frau aus der Stadt, gekleidet in einem strahlend roten Samtcape, die mit einer langen
Silberpeitsche diese Ponies antrieb.

Ich dachte: solch ein Gespann sollte mein Herr haben, und lächelte bei diesem Gedanken.

Noch immer war ich ganz verwirrt von dem Kuß, noch immer schrecklich erschüttert und
aufgewühlt durch den Öffentlichen DrehsockeL Als mein Herr neben mir in Gleichschritt fiel,
glaubte ich zu träumen. Ich fühlte den Samt seines Ärmels an meinem Rücken, und seine Hand
berührte meine Schulter. Mich überfiel eine solche Schwäche, daß ich mich zwingen mußte,
vorwärts zu schreiten.

Seine Hand, die sich um meinen Nacken legte, sendete Schauer durch meinen ganzen Körper.
Mein Glied schmerzte und krampfte sich zusammen, aber ich genoß den Augenblick. Die Augen
halb geschlossen, nahm ich die Laternen und Fackeln vor uns wie kleine Blitze wahr, Explosionen
von Licht. Wir befanden uns nun weit ab des Lärms auf dem Platz, und mein Herr ging so dicht
neben mir, daß ich seine Tunika gegen meine Hüften spüren konnte, sein Haar streichelte meine
Schultern.
Als wir an einer von Fackeln erhellten Tür vorüberkamen, fielen unsere Schatten für einen Moment
vor uns auf die Straße. Wir waren von nahezu gleicher Größe - zwei Männer, der eine nackt und
der andere elegant gekleidet, mit einer Peitsche in der Hand. Dann umgab uns Dunkelheit.

Schließlich hatten wir sein Haus erreicht, und er drehte den großen eisernen Schlüssel in der
schweren Eichentür. Sanft sagte er. »Auf die Knie. « Ich gehorchte, kroch in die schwach
erleuchtete Eingangshalle. Ich bewegte mich neben ihm, bis er an einer Tür stehenblieb. Und dann
betrat ich diese für mich neue, fremde Bettkammer.
Kerzen wurden angezündet. Ein schwaches Feuer brannte im Kamin, wohl gegen die Feuchtigkeit
der steinernen Wände. Ein großes geschnitztes Eichenbett stand an einer Wand; es hatte einen
Baldachin, dessen Dach und drei seiner Seiten mit grünem Satin ausgeschlagen waren. Auch hier
gab es Bücher, alte Schriftrollen und in Leder gebundene dicke Bände. Ein Schreibtisch mit Stiften
und wieder Bilder an den Wänden. Dies war ein größerer Raum als jener, den ich zuvor gesehen
hatte, ruhiger, dunkler und zugleich komfortabler.
Ich wagte nicht zu hoffen - oder zu fürchten -, was hier geschehen würde. Mein Herr entledigte sich
seiner Kleider, und während ich verzaubert zuschaute, schälte er alles von sich, faltete die Kleider
ordentlich und legte sie an das Ende des Bettes. Dann wandte er sich mir zu. Sein Glied war so
hart und lebendig wie meines. Es war etwas dicker, aber nicht länger. Sein Schamhaar war von
dem gleichen, puren Weiß wie sein Kopfhaar, und es schimmerte und glänzte im Schein der
Öllampen.
Er schlug das grüne Übertuch des Bettes zurück und bedeutete mir hineinzusteigen.
Für einen Moment war ich so verblüfft, daß ich mich nicht bewegen konnte. Ich schaute auf die
sanften Wellen der Leinenlaken. Drei Nächte und zwei Tage hatte ich in einem elenden Gatter im
Schloß verbracht. Und ich hatte erwartet, daß ich hier in irgendeiner Ecke auf blanken Dielen
mächtigen würde. Aber dies war das genaue Gegenteil. Ich sah das Licht, das auf der muskulösen
Brust und den Armen meines Gebieters spielte, sein Schwanz schien unter meinen Blicken
anzuschwellen. Ich schaute direkt in seine dunkelblauen Augen und näherte mich dem Bett - noch
immer auf Knien - und erklomm es. Er kniete vor mir und schaute mich an. Weiche Kissen waren in
meinem Rücken, und er legte erneut seine Arme um mich und küßte mich. Unaufhaltsam rannen
mir die Tränen über die Wangen, und ich konnte ein unterdrücktes Schluchzen nicht verbergen, als
ich das starke, fordernde Saugen seines Mundes erwiderte.
Er drängte mich sanft zurück und hob dabei seine Hoden und seinen Schwanz. Ich glitt sofort
herunter und küßte ihn zwischen die Beine, fuhr mit der Zunge so über seine Hoden, wie ich es bei
den Ponies im Stall gelernt hatte, nahm sie ganz in den Mund und befühlte sie sanft mit meinen
Zähnen. Dann umschloß ich seinen Schwanz fest mit dem Mund und fuhr hart an ihm herauf. Ich
war ein wenig erschreckt, weil er so dick war.
Er ist nicht breiter als der riesige Phallus, dachte ich. Nein, er war gerade genauso dick. Der
schwindelige Gedanke stieg in mir auf, daß mein Herr mich vorbereitet hatte für diesen Moment für
sich. Und als ich daran dachte, daß er mit mir machen würde, was ich gerade tat, wurde meine
Erregung fast unerträglich. Ich leckte und saugte an seinem Schwanz, schmeckte ihn und dachte
daran, daß er mein Gebieter war und nicht irgendein anderer Sklave. Dies war der Meister, der mir
den ganzen Tag lautlos Befehle erteilt hatte, mich unterjocht, mich besiegt hatte. Ich fühlte meine
Beine zur Seite gleiten, und meine Pobacken hoben sich wie von selbst, während ich saugte und
leise stöhnte.
Und ich weinte beinahe, als er mein Gesicht anhob. Er deutete auf ein schmales Gefäß, das auf
einem kleinen Regal an der vertäfelten Wand stand. Sofort öffnete ich es. Die Creme war
dickflüssig und schneeweiß. Er zeigte auf seinen Schwanz, und sogleich tupfte ich etwas Creme
auf meine Finger. Bevor ich sie auftrug, küßte ich seine Schwanzspitze und schmeckte das dünne
Rinnsal der Flüssigkeit auf ihr. Ich tauchte meine Zunge in das winzige Loch und sammelte all das
klare Naß, das sich darin befand.

Dann verteilte ich die Creme sorgfältig, cremte sogar seine Hoden ein und rieb auch das dicke
lockige weiße Haar, bis es glänzte, damit ein. Der Schwanz war jetzt dunkelrot und vibrierte.

Nun streckte mein Herr seine Hände nach mir aus. Vorsichtig tupfte ich etwas Creme auf seine
Finger. Er bedeutete mir, mehr zu nehmen, und ich befolgte es. »Dreh dich herum«, sagte er.
Ich tat es mit rasendem Herzschlag. Er rieb die Creme tief in meinen Anus, und dann schlang er
seine Hände um mich, die Linke ergriff meine Hoden und preßte das lose Fleisch gegen meinen
Schwanz, so daß meine Hoden nach vorn schnellten. Ein kurzer, heiserer Schrei kam über meine
Lippen, als er seinen Penis in mich drängte.
Unmöglich, Widerstand zu leisten. Ich war genauso aufgespießt wie von dem Phallus zuvor, und
mit harten, klatschenden Stößen trieb er ihn tiefer und tiefer in mich. Der Griff um meinen Schwanz
wurde fester, und ich spürte, wie die rechte Hand meines Herrn meine Eichel umfaßte; Creme glitt
um das gemarterte Fleisch, dann griff er noch härter zu und fuhr an meinem Schwanz hoch und
runter, im gleichen Rhythmus seiner Stöße in mein Gesäß.
Mein lautes Stöhnen hallte in der Kammer wider. All meine aufgestaute Leidenschaft brach heraus,
meine Hüften schwangen gewaltig auf und nieder, sein Schwanz zerriß mich, und aus meinem
eigenen Glied schoß die Flüssigkeit in wilden Spritzern.

Einen Moment lang konnte ich nichts sehen. Ich zuckte in völliger Dunkelheit. Hilflos hing ich an
dem Schwanz, der mich aufspießte. Allmählich, als die Wellen vererbten, schwoll mein Organ
wieder an. Die öligen Hände meines Herrn halfen ihm, sich aufzurichten. Er war zu lange gefoltert
worden, um so leicht befriedigt zu sein. Obschon es ein quälender Ritt war. Ich wimmerte fast um
Erlösung, aber mein Wimmern klang mehr wie ein Stöhnen der Lust. Seine Hände bearbeiteten
mich, sein Schwanz pumpte in mir, und ich hörte meine kurzen Schreie, dieselben, die ich schon
unter dem Paddel des Zuchtmeisters auf dem Drehsockel von mir gegeben hatte.
Mein Schwanz wurde unter seinen glitschigen Fingern vor und zurück getrieben, und die Stöße in
meinen Hintern wurden länger, schneller, rauher. Ich spürte, wie ich den Gipfel erreichte, während
seine Hüften gegen mein verbrühtes Gesäß klatschten. Als er ein tiefes, erschütterndes Stöhnen
von sich gab und wild in mir zuckte, fühlte ich meinen Schwanz wieder in der engen Scheide seiner
Hand explodieren. Diesmal schien es mir langsamer, tiefer, überwältigender. Ich brach zusammen,
sank gegen ihn, mein Kopf rollte auf seine Schulter, sein Schwanz zuckte und pulsierte in mir.

Lange Zeit bewegten wir uns nicht. Dann hob er mich an und drückte mich in die Kissen. Ich legte
mich nieder, und er bettete sich neben mich. Sein Gesicht war mir abgewandt, und ich starrte
traumverloren auf seine nackten Schultern und sein weißes Haar. Ich hätte sogleich in den Schlaf
versinken müssen, aber ich tat es nicht.
Ich mußte die ganze Zeit daran denken, daß ich allein mit ihm in dieser Bettkammer war und er
mich noch immer nicht fortgeschickt hatte; und all das, was mir widerfahren war - so wußte ich in
diesem Moment-, würde nicht vergehen. Für ewig und alle Zeiten war es in meine Seele gebrannt.
Und dieser Gedanke war so klar, als würde ich ihn aussprechen. Und er hielt mich wach.
Eine Viertelstunde vielleicht verstrich so. Die Kerzen spendeten ein warmes, goldenes Licht, und
ich beugte mich vor und küßte die Schultern meines Herrn. Er hielt mich nicht davon ab. Ich küßte
seinen schmalen Rücken und dann seine Pobacken. Weich, frei von Striemen und roten Malen,
jungfräulich - die Gesäßbacken eines Herrn aus dem Dorf, eines Lords oder Herrschers aus dem
Schloß.

Ich fühlte, wie er sich unter mir bewegte, doch er sagte nichts. Ich küßte die Spalte zwischen
seinen Pobacken und stach meine Zunge in den rosa Kreis seines Anus. Ich fühlte, wie er sich
leicht regte. Er spreizte seine Beine ein wenig, und ich drückte seine Gesäßbacken etwas mehr
auseinander. Ich lenkte den kleinen rosigen Mund, spürte den eigentümlichen sauren Geschmack.
Ich knabberte mit meinen Zähnen daran.

Mein eigener Schwanz schwoll an, drückte gegen das Laken. Ich krabbelte etwas weiter herunter
in dem Bett und legte mich sanft auf seine Beine, kauerte über ihm und preßte mein Glied gegen
seine Beine, während ich den kleinen rosigen Mund leckte und meine Zunge hineinstieß.

Ich hörte meinen Herrn leise sagen: »Du darfst mich nehmen, wenn du willst.«

Ich fühlte das gleiche lähmende Erstaunen wie zuvor - als er mir bedeutet hatte, in sein Bett zu
kommen. Ich knetete und küßte seine spidenen Pobacken, dann glitt ich hinauf, legte mich auf ihn,
preßte meinen Mund auf seinen Nacken und ließ meine Hände unter ihn gleiten.
Ich fühlte, daß sein Schwanz hart war und hielt ihn mit meiner linken Hand, während ich mein
Organ in ihn stieß. Eng war es, rauh und unsagbar lustvoll.
Er wimmerte leicht. Aber ich war noch immer gut eingecremt und glitt leicht vor und zurück. Und ich
klammerte beide Hände um seinen Schwanz und zog meinen Herrn hoch, so daß er nun auf
seinen Knien war, das Gesicht immer noch in das Kissen gepreßt. Ich ritt ihn hart, ließ meinen
Bauch gegen seinen weichen, sauberen Hintern schnellen; ich hörte ihn stöhnen, rieb seinen
Schwanz steifer und steifer, und als ich ihn schreien hörte, ergoß ich mich in ihm, während sein
Sperma über meine Finger rann.
Diesmal wußte ich, daß ich schlafen konnte, als ich mich zurücklehnte. Meine Pobacken brannten,
und die Striemen in meinen Kniekehlen stachen, aber ich war zufrieden. Ich schaute hoch auf den
grünen Satin-Baldachin über mir und glitt in die Welt der Träume und des Schlafs. Ich wußte, daß
er die Bettdecke über uns ziehen und die Kerzen löschen würde, und ich spürte noch seinen Arm
über meiner Brust. Und dann fühlte ich nichts mehr - nur, daß ich tiefer und tiefer sank. Und die
Wundheit meiner Muskeln und meines Fleisches war köstlich.

Tristans Seele wird weiter enthüllt


Tristan: Es mußte gegen Vormittag gewesen sein, als ich erwachte und von einem der Diener
unsanft aus dem Bett gezogen wurde. Zu jung, um ein Herr zu sein, schien der Bursche es sichtlich
zu genießen, mir das Frühstück in einer Pfanne auf dem Fußboden der Küche zu servieren.

Dann trieb er mich hinter das Haus auf die Straße, wo zwei prächtige Ponies Seite an Seite
standen. Ihre Zügel waren an ein einzelnes Geschirr gebunden, ungefähr eineinhalb Meter hinter
ihnen, das von einem anderen jungen Burschen gehalten wurde, der nun dem ersten half, mich
einzuspannen. Mein Schwanz war schon in Erregung, aber ich fröstelte unerklärlich, und die
Jungen mußten mich grob behandeln.

Es stand aber keine Kutsche in der Nähe. Nur in der Ferne sah ich manche mit schönen Ponies
vorbeipreschen. Die Pferdeschuhe hatten einen schrillen, silbrigen Klang - viel höher und schneller
als richtige Pferde, dachte ich, und schon raste mein Puls.

Ich wurde allein in Positur gestellt, hinter die beiden anderen, und flink wurden Riemen um meinen
Schwanz und meine Hoden geschlungen. Ich konnte nicht umhin zu stöhnen und zu wimmern, als
die festen Hände dieses Geschirr anlegten und mir dann die Arme hinter den Nacken banden. Ein
breiter Gürtel wurde um meine Hüften geschnallt, und mein Glied erhob sich gegen ihn. Ein Phallus
wurde in meinem Hintern zurechtgerückt, und auch er wurde durch zwei Bänder gesichert, die an
meinem Rücken hoch und zwischen meinen Beinen nach vorn zu dem Gürtel führten. Und mir
schien, daß ich viel sorgfältiger geschnürt wurde als tags zuvor. Aber es gab keinen Pferdeschweif,
auch bekam ich keine Stiefel. Und als mir dieses klar wurde, ängstigte ich mich mehr, als es wohl
vonnöten gewesen wäre.
Ich spürte, wie sich meine Pobacken gegen die Lederbänder drückten, die den Phallus hielten.
Dies ließ mich noch offener und nackter erscheinen. Denn trotz allem hatte der Pferdeschweif eine
Art Schutz geboten. Doch wirkliche Panik überkam mich erst, als mir gewahr wurde, daß auch über
meinem Kopf und meinen Schultern ein Geschirr befestigt wurde. Die Bänder waren schmal, fast
fein und auf Hochglanz poliert. Eines führte über meinen Kopf zu den Ohren, um die es eng anlag,
ohne sie zu bedecken, und zum Nacken, wo es mit einem losen Kragen verbunden wurde. Ein
weiterer dünner Riemen führte über meine Nase zu einem dritten, der meinen Mund verschloß und
sich rings um meinen Kopf schlang. An diesem war ein kurzer, unglaublich dicker Phallus befestigt,
der in meinen Mund gedrängt wurde, bevor ich noch protestieren und aufschreien konnte. Er füllte
meinen ganzen Mund, aber er reichte nicht bis tief in den Rachen. Fast unkontrollierbar biß und
leckte ich an ihm. Ich konnte gut genug atmen, mein Mund war jedoch ebenso wie mein Anus
schmerzvoll geweitet. Das Gefühl, an beiden Enden gedehnt und durchdrungen zu werden,
betäubte mich und ließ mich elend aufschluchzen.
Es war ein raffiniertes Geschirr, fürwahr. Ich würde vorwärts gezogen durch die Schritte der
anderen und würde selbst dann nicht fallen können, sollte ich meine Balance verlieren. Die beiden
anderen waren von gleicher Statur wie ich, und an den starken Muskeln ihrer Waden und
Oberschenkel konnte ich erkennen, daß sie erfahrene Ponies waren.,
Sie warfen ihre Köpfe, während sie warteten, zurück, als würden sie das Gefühl des Leders
mögen. Ich spürte schon die Tränen in meinen Augen. Was geschah mit mir? Ich fühlte mich
gefesselt wie ein niedriger Gefangener. Meine nackten Füße würden dumpf auf die Straße
stampfen hinter dem lauten metallischen Klirren der Stiefel, die die anderen trugen. Ich zerrte und
wand mich, doch die Riemen waren eng, und die Jungen, die geschäftig meine Pobacken einölten,
schenkten mir keine Beachtung.
Plötzlich wurde ich von der Stimme meines Herrn überrascht, und ich sah ihn aus den
Augenwinkeln; von seiner Hüfte baumelte eine lange Lederpeitsche. Er fragte leise, ob ich bereit
sei. Die Jungen bejahten diese Frage, einer von ihnen versetzte mir einen harten Klaps mit der
Handfläche, der andere schob den Phallus fester in meinen weit geöffneten Mund. Ich schluchzte,
keuchte verzweifelt und sah, wie mein Herr vor mich trat.
Er trug einen wunderschönen Zweiteiler aus pflaumenfarbenem Samt, mit hübschen Ballonärmeln,
und jeder Zentimeter an ihm war so fein ... Er sah aus wie die Prinzen im Schloß. Die Wärme
unserer Liebesnacht überflutete mich und führte dazu, daß ich mein Weinen lautlos
herunterschluckte. Ich gab verzweifelte, fremde Laute von mir.

Ich versuchte, mich wieder zu fassen, aber ich hatte mich bereits so sehr zusammengenommen,
daß ich nun jegliche Beherrschung zu verlieren schien.

Als ich mich erneut gegen die Riemen wehrte, stellte ich fest, daß ich völlig hilflos war. Die starken
Ponies hielten mich erbarmungslos.
Mein Herr kam näher, drehte meinen Kopf rauh zu sich und küßte meine Augenlider. Die
Zärtlichkeit seiner Lippen, der saubere Duft seiner Haut, seines Haares, brachte mir die Innigkeit
der Bettkammer zurück. Er war mein Gebieter. Und der war er immer geblieben, auch als ich ihn
geritten und unter mir zum Stöhnen gebracht hatte. Mein Schwanz schnellte hoch, und erneutes,
aufgestautes Stöhnen und Schluchzen brach aus mir heraus. Ich sah den langen steifen, flachen
Prügel in seiner Hand, den er jetzt an einem der Ponies ausprobierte.

Mit klarer Stimme befahl mein Herr: »Die übliche Morgenrunde durch das Dorf.«

Die Ponies setzten sich sofort in Bewegung, und ich stolperte im Trab hinter ihnen her.

Mein Herr schritt neben mir. Gerade so, wie es letzte Nacht gewesen war, als wir beide diese
Straße hinuntergegangen waren, nur daß ich jetzt der Gefangene dieser monströsen Riemen,
dieser enggebundenen Phalli war. Ich versuchte so gut zu marschieren, wie er es mich gelehrt
hatte.
Der Schritt war nicht zu schnell. Doch der flache, klatschende Prügel spielte mit meinen Striemen.
Er berührte die Unterseiten meiner Pobacken. Mein Herr ging still neben mir, das Paar vor uns bog -
sie schienen den Weg zu kennen - in eine breite Gasse, die zum Zentrum des Dorfes führte. Zum
ersten Mal erblickte ich das Dorf an einem normalen Tag, und ich war erstaunt.
Weiße Schürzen, hölzerne Schuhe und wildlederne Reithosen. Aufgerollte Ärmel und laute,
unbeschwerte Stimmen. Und überall konnte man sich plagende Sklaven sehen. Ich sah nackte
Prinzessinnen, die Fensterbänke und Balkone über uns schrubbten und Fenster putzten. Ich sah
Prinzen, die Körbe auf ihren Rücken wuchteten und so schnell vor der Peitsche ihrer Herrin
sprangen, wie sie es nur vermochten. Und durch einen offenen Hofgang sah ich nackte gerötete
Hinterteile, die um einen Waschzuber gedrängt standen.
Ein Geschäft, das mit Ponygeschirr handelte, tauchte vor uns auf, als wir um eine Biegung kamen.
Eine Prinzessin, die genau wie ich geschnürt war, hing von dem Schild an der Tür. Dann kamen wir
zu einer Taverne, in der ich eine Reihe Sklaven erblickte, die hinter einem Gitter standen und
warteten, um auf einer kleinen Bühne zur Belustigung ihrer Herren bestraft zu werden. Daneben
befand sich ein Laden, der künstliche Penisse anbot. In der Auslage hockten drei Prinzen, mit dem
Gesicht zur Wand; ihre Gesäße waren ausgestattet mit Beispielen der Waren, die es dort zu
erwerben gab.
Und ich könnte einer von ihnen sein, dachte ich, als ich in der heißen, staubigen Sonne trabte und
die Leute an uns vorbeigingen. Wäre so ein Schicksal schlimmer, als zu traben, mit ängstlichem
Atem, Kopf und Hüften unentrinnbar vorwärts gezogen, das wunde Fleisch angestachelt durch die
lange, knallende Peitsche hinter mir? ich konnte meinen Herrn nicht wirklich sehen, doch mit jedem
Hieb spürte ich ihn so, wie er letzte Nacht gewesen war, und die Leichtigkeit, mit der er mich erneut
quälte, verblüffte mich. Ich hatte nicht angenommen, daß er aufgrund unserer Umarmungen damit
aufhören würde. Doch daß es sich deshalb derart verschlimmern würde... Ich fühlte mit einemmal
eine dunkle Ahnung, welche Unterwerfung er von mir erwartete.
Die Ponies drängten stolz durch die dichte Menschenmenge, und so mancher Kopf wandte sich
um, da überall Dorfbewohner mit Marktkörben oder angezäumten Sklaven waren. Und wieder und
wieder betrachteten mich die Leute - den Sklaven. Wenn ich hämische Blicke erwartet hatte, hatte
ich mich getäuscht. Was ich bemerkte, war pures Amüsement. Ganz gleich, wohin diese Leute
auch schauten - sie erblickten appetitliche Stücke nackten Fleisches, bestraft, ausgestellt oder
angeschirrt für ihr Vergnügen.

Und während wir um eine Ecke nach der anderen bogen und durch die enge Gasse preschten,
fühlte ich mich noch verlorener als auf dem Drehsockel.

Jeder Tag würde schrecklicher als der vorhergehende sein. Und obgleich ich bei diesem Gedanken
um so bitterlicher weinte und mein Schwanz in seinem Geschirr anschwoll, obschon ich schneller
marschierte, um der klatschenden Peitsche zu entgehen, so ließ mich diese Überlegung meine
Umgebung in einem merkwürdigen Licht sehen. Ich verspürte den unwiderstehlichen Drang, vor
meinem Herrn auf die Füße zu fallen, um ihm zu verstehen zu geben, daß ich mein Los begriff, daß
ich es mit jeder entsetzlichen Prüfung, der er mich unterzog, um so klarer sah und daß ich ihm aus
den Tiefen meiner Seele Dank schuldete dafür, daß er es geschafft hatte, mich so gründlich zu
brechen.
Hatte nicht er gestern den Ausdruck »einen neuen Sklaven brechen« benutzt? Hatte er nicht
gesagt, daß der dicke Phallus dafür gut sei? Und dieser Phallus teilte mich erneut entzwei, und ein
weiterer dehnte meinen Mund und ließ meine Schreie schrill werden.

Vielleicht würde er diese Schreie verstehen. Wenn er sich doch nur herablassen würde, mich mit
einer winzigen Berührung seiner Lippen zu trösten... Plötzlich wurde mir klar, daß ich niemals zuvor
- auch nicht durch die Strenge im Schloß - so weich, so unterwürfig geworden war.
Wir hatten einen großen Platz erreicht. Um mich herum sah ich all die Wappen der Gasthäuser, die
Toreinfahrten und die hohen Fenster. Es waren reiche, hübsche Gasthäuser; ihre Fenster waren
so wie die der Herrenhäuser mit Ornamenten verziert. Ich wurde zu einem großen Kreis um einen
Brunnen gepeitscht. Die Menge ließ uns anstandslos passieren, als ich wie im Schock den
Hauptmann der Königlichen Garde an einem der vielen Eingänge erkannte.
Zweifellos - es war der Hauptmann.
Ich erkannte sein blondes Haar, den grob gestutzten Bart und diese grüblerischen grünen Augen.
Unvergessen - ganz und gar. Er war es, der mich aus meinem Heimatland geholt und mich
eingefangen hatte, als ich versuchte, aus dem Lager auszubrechen. Ich konnte mich an den dicken
Schwanz erinnern, der mich einst aufspielte, und an sein stilles Lächeln, als er den Befehl erteilte,
mich Abend für Abend durch das Lager zu peitschen, bis wir das Schloß erreichten. Und nie
vergaß ich den seltsamen, unerklärlichen Augenblick, als wir uns in die Augen schauten beim
Auseinandergehen.
»Auf Wiedersehen, Tristan«, hatte er mit herzlicher Stimme gesagt, und aus freien Stücken hatte
ich seine Stiefel geküßt, während sich unsere Blicke trafen.

Und mein Schwanz erkannte ihn ebenfalls. Nun wurde ich auch noch in seine Nähe gezogen, und
ich fürchtete, daß er mich erkennen würde.

Meine Schande schien mir unerträglich. All die merkwürdigen Regeln des Schlosses schienen für
einen Moment wieder zu gelten, und ich war gebunden - ein reuiger Sünder- und in das Dorf
verdammt. Er würde wissen, daß ich aus dem Schloß hierhergeschickt worden war, zu noch
strengerer Behandlung als der, die er mir hatte zukommen lassen.
Aber er beobachtete etwas durch die offene Tür des Gasthauses Zum Löwen. Und mit einem Blick
erkannte ich das kleine Spektakel. Eine hübsche Frau aus dem Dorf, die einen schönen roten Rock
und eine weiße, geraffte Bluse trug, prügelte ihre Sklavin eifrig über einer hölzernen Theke. Das
hübsche tränenüberströmte Gesicht... es gehörte Dornröschen. Sie wand sich und kämpfte unter
dem Paddel. Aber ich konnte erkennen, daß sie ungefesselt war, so wie ich letzte Nacht auf dem
Öffentlichen Drehsockel.
Wir kamen an der Tür vorüber. Der Hauptmann schaute auf und als befände ich mich in einem
Alptraum, hörte ich, wie mein Herr den Ponies befahl zu halten. Ich stand still, mein Schwanz
dehnte sich gegen das Leder. Doch das war unausweichlich. Mein Herr und der Hauptmann
begrüßten sich und tauschten Freundlichkeiten aus. Der Hauptmann bewunderte die Ponies. Grob
ruckte er den Pferdeschweif des rechten Ponies hoch, hob und striegelte das glänzende schwarze
Haar. Dann kniff er in den rechten Schenkel des Sklaven; dieser warf den Kopf zurück und
schüttelte sich unter seinem Geschirr. Der Hauptmann lachte.
»Oh, da haben wir wohl einen kleinen Hitzkopf!« Und herausgefordert durch diese Geste, drehte er
sich zu dem Pony um, hob dessen Kopf an und bewegte den Phallus mehrmals grob hin und her,
bis das Pony trat und verspielt mit den Beinen stampfte. Dann folgte ein kleiner Klaps auf das
Hinterteil, und das Pony beruhigte sich wieder.
»Weißt du, Nicolas«, sagte der Hauptmann mit der mir vertrauten tiefen Stimme. Einer Stimme, die
mit nur einer einzigen Silbe Angst und Schrecken verbreiten konnte. »Ich habe Ihrer Majestät
schon mehrmals empfohlen, ihre Pferde für kurze Reisen abzuschaffen und besser auf
Sklavenponies zu vertrauen. Wir wären in der Lage, schnell einen großen Stall für sie auszustatten.
Ich denke, sie hätte ihre wahre Freude daran. Aber sie sieht es als eine Gewohnheit des Dorfes an
und würde es niemals wirklich in Betracht ziehen.«
»Sie hat eben ihren ganz eigenen Geschmack, Hauptmann«, entgegnete mein Herr. »Aber verrate
mir, hast du jemals zuvor diesen Sklaven hier gesehen?«

Zu meinem Entsetzen zog er meinen Kopf an den Riemen des Geschirrs zurück.

Ich konnte die Blicke des Hauptmanns auf mir spüren, obwohl ich ihn nicht ansah. Ich dachte an
meinen gräßlich gedehnten Mund und an die Riemen des Geschirrs, die mich schnürten.
Er kam näher. Nur wenige Zentimeter von mir entfernt, und dann hörte ich seine Stimme, die jetzt
noch tiefer klang.
»Tristan!« Und seine große warme Hand schloß sich um meinen Penis. Er drückte ihn hart, kniff
die Spitze und ließ ihn los, als meine Rute vor Erregung fast bersten wollte. Er spielte mit meinen
Hoden, zwickte mit seinen Fingernägeln in die schützende Haut, die bereits durch die Riemen so
eingeschnürt war.
Mein Gesicht war feuerrot. Ich konnte ihn nicht anschauen, meine Zähne bissen auf den riesigen
Phallus in meinem Mund, als könnte ich ihn verschlingen. Ich fühlte meine Kiefer mahlen, meine
Zunge leckte an dem Leder, als wäre sie dazu gezwungen. Der Hauptmann strich über meine
Hüften und meine Schulter.
Eine Erinnerung an das Lager flammte in mir auf - wie ich an das große hölzerne X gefesselt war
und wie die Soldaten um mich lungerten und meinen Schwanz reizten, während ich Stunde um
Stunde auf das allabendliche Peitschen wartete. Und ich dachte an das geheimnisvolle Lächeln
des Hauptmanns, als er vorbeischritt, seinen goldenen Umhang über die Schulter geworfen.
»Also, das ist wirklich Tristan«, sagte mein Herr. Und seine Stimme klang um vieles jünger und
raffinierter als das tiefe Murmeln des Hauptmanns. »Tristan.« Es quälte mich noch mehr, als er es
aussprach.
»Natürlich kenne ich ihn«, fuhr der Hauptmann fort. Seine große, schlanke Gestalt bewegte sich
ein wenig zur Seite, um eine Schar junger Frauen, die sich laut unterhielten und lachten,
vorbeizulassen.
»Ich brachte ihn vor nur sechs Monaten zum Schloß. Er war einer der Wildesten, brach aus und
rannte in den Wald, als ihm befohlen wurde, sich auszuziehen. Aber ich hatte ihn wundervoll
gezähmt, als ich ihn der Königin zu Füßen legte. Er war der Liebling der zwei Soldaten, deren
Pflicht es war, ihn täglich durch das Lager zu peitschen. Sie vermißten ihn mehr als jeden anderen
Sklaven, den sie jemals zur Raison zu bringen hatten.« Ich schluckte und erschauerte lautlos.

»Wahrlich eine Leidenschaft wie ein Vulkan«, sagte die leise, grummelnde Stimme. »Nicht die
Strenge der Peitsche ließ ihn mir aus der Hand fressen - es war das tägliche Ritual.«
Oh, wie wahr! dachte ich. Mein Gesicht brannte. Das ängstigende, unabänderliche Gefühl der
Nacktheit kam wieder über mich. Ich hatte die umgegrabene Erde vor den Zelteingängen immer
noch deutlich vor Augen, fühlte die Riemen, hörte die Schritte und die Worte: »Nur noch ein Zelt,
Tristan.« Oder die Begrüßung abends: »Komm schon, Tristan, Zeit für unseren kleinen Zug durch
das Lager. Gut so, das ist es. Schau nur, Garreth, wie schnell unser junger Mann lernt. Habe ich es
nicht gesagt, Geoffrey? Nach drei Tagen brauche ich nicht mal mehr die Handfesseln für ihn.«
Danach fütterten sie mich, wischten mir fast liebevoll den Mund ab und gaben mir viel zuviel Wein
zu trinken, nahmen mich mit in den Wald nach Einbruch der Dunkelheit. Ich erinnerte mich an ihre
Schwänze, an ihren Streit, wer als erster an der Reihe war und ob es besser mit dem Mund oder
dem Anus wäre. Und manchmal taten sie es - einer von vorn und einer von hinten. Und der
Hauptmann schien immer in der Nähe - stets lächelnd. Nun ... sie hatten mich also gemocht. Ich
hatte es mir nicht nur eingebildet. Auch nicht die Wärme, die sie mir entgegenbrachten. Und
allmählich verstand ich.
»Er war einer der feinsten, wohlerzogensten Prinzen überhaupt«, murmelte der Hauptmann, und
seine Stimme schien aus seinem Bauch und nicht aus seinem Mund zu kommen. Plötzlich wollte
ich meinen Kopf drehen und ihn anschauen; ich wollte sehen, ob er immer noch so schön war wie
damals. »Er wurde an Lord Stefan übergeben als sein persönlicher Sklave«, fuhr er fort, »mit dem
Segen der Königin. Ich bin überrascht, ihn hier zu sehen.« Zorn lag in seiner Stimme. »Ich habe
der Königin gesagt, daß ich selbst es war, der ihn gebrochen hat.«
Er hob meinen Kopf, drehte ihn hierhin und dorthin. Ich bemerkte mit steigender Spannung, daß
ich während der ganzen Zeit fast still geblieben war und mich bemüht hatte, in seiner Anwesenheit
keinen Laut von mir zu geben, doch nun war ich kurz davor, mich gehenzulassen. Ich konnte mich
nicht beherrschen und stöhnte tief auf - das war besser, als zu weinen.

»Was hast du getan? Sieh mich an!« forderte er. »Hast du der Königin mißfallen?«

Ich schüttelte den Kopf, konnte ihm nicht in die Augen schauen, mein ganzer Körper schien zu
schwellen unter dem Zaumzeug.
»Hast du Lord Stefan mißfallen?«
Ich nickte. Ich sah ihn kurz an und schaute wieder zu Boden. Ich konnte es nicht ertragen. Etwas
Seltsames verband mich mit diesem Mann. Und ein solches Band - das erschreckte mich - gab es
zwischen Lord Stefan und mir nicht.
»Er ist schon früher dein Liebhaber gewesen, nicht wahr?« drängte der Hauptmann weiter und
rückte dicht an mein Ohr. Aber ich wußte, daß mein Herr dennoch seine Worte hören konnte. »Und
schon Jahre bevor Lord Stefan in das Königreich kam. «
Ich nickte erneut.
»Und diese Erniedrigung war mehr, als du ertragen konntest?« fragte er. »Obwohl du gelernt hast,
deine Gesäßbacken für die niederen Soldaten zu spreizen und dich herzugeben?« »Nein!« Ich
weinte unter dem Knebel, schüttelte aufgebracht und aufgewühlt den Kopf. Mein Herz raste. Und
die langsame unausweichliche Erkenntnis, die nur wenige Augenblicke zuvor über mich gekommen
war, wurde klarer und klarer.
Aus bloßer, tiefer Enttäuschung weinte ich. Wenn ich doch nur erklären könnte ...

Der Hauptmann griff nach der kleinen Silberschnalle am Phallus in meinem Mund und stieß meinen
Kopf zurück.

»Oder war etwa der Grund«, sagte er, »daß dein früherer Liebhaber nicht Stärke genug besaß und
nicht die nötige Härte zeigte, dich zu beherrschend

Ich sah ihm jetzt direkt in die Augen, und wenn man sagen kann, daß jemand imstande war, mit so
einem Knebel im Mund zu lächeln, dann lächelte ich in diesem Augenblick. Ich vernahm mein
eigenes Seufzen. Und dann nickte ich, trotz seiner Hand, die den Phallus hielt.
Sein Gesicht war so schön und klar, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich sah seine volle, robuste
Gestalt in der Sonne, sah wie er die Peitsche meines Herrn nahm. Und während wir uns in die
Augen schauten, begann er mich zu peitschen.

jetzt war das Bild meiner Erkenntnis vollständig. Ich hatte die vollkommene Erniedrigung durch das
Dorf gewollt. Stefans Liebe hatte ich nicht ertragen können - genausowenig wie seine
Einfühlsamkeit und seine Unfähigkeit mich zu beherrschen. Für seine Schwäche in unserer
vorherbestimmten Verbindung verachtete ich ihn.

, Dornröschen hatte meine Ziele verstanden. Sie hatte meine Seele besser gekannt als ich selbst.
Das war es, was ich verdiente und wonach ich hungerte, weil es gewalttätig war - so wie das
Soldatenlager, wo ich meines Stolzes so gründlich beraubt worden war.

Bestrafung - hier, auf diesem geschäftigen, sonnenüberfluteten Platz, gar im Angesicht der kleinen
Dorfmädchen, die sich um uns versammelt hatten, und einer Frau, die mit gekreuzten Armen in
einem Hauseingang stand. Die lauten, klatschenden Schläge des Riemens - diese Bestrafung
hatte ich verdient, und ich dürstete sogar im Schrecken danach. In einem Moment der
Unterwerfung spreizte ich die Beine weit auseinander, warf den Kopf zurück und schwang meine
Hüften in einer Geste tiefen Anerkennens.

Der Hauptmann wirbelte die flache Peitsche in hohem Bogen.


Mein Körper war lebendig, mit seinem ganzen Schmerz, dem Stechen, all dem, was ihm zugefügt
worden war. Und sicher verstand mein Herr das Geheimnis. Und von nun an würde es keine
Gnade mehr für mich geben, denn da mein Herr dieses kurze Gespräch aufmerksam verfolgt hatte,
würde er mich bis zum Ende führen, sollte ich später auch unter Schluchzen und Wimmern betteln.

Das Peitschen fand ein Ende, aber ich blieb in meiner flehenden Haltung. Der Hauptmann gab den
Riemen zurück und liebkoste - einer plötzlichen Gefühlsregung folgend, wie es schien mein
Gesicht, küßte meine Augenlider, wie mein Herr es zuvor getan hatte. Es war die pure Qual, daß
ich seine Füße, seine Hände, seine Lippen nicht küssen konnte. Daß ich ihm nur meinen
gefolterten Körper zuneigen konnte.

Er trat zurück, streckte meinem Herrn seine Arme entgegen. Ich sah, wie sie sich umarmten mit
einer Geste, die ganz selbstverständlich schien. Mein Herr nahm sich gegen die stämmige Figur
des Hauptmanns aus wie ein feingeschwungenes Silbermesser.

»So ist es immer«, sagte der Hauptmann mit einem leichten Lächeln, während er in die klugen und
kalten Augen meines Herrn schaute. »In einer Horde hundert schüchterner und ängstlicher kleiner
Sklaven, die zur Besserung heruntergeschickt werden, finden sich immer einige darunter, die die
Bestrafung selber herbeigeführt haben und die ihre Strafe nicht zur Reinwaschung von ihren
Fehlern brauchen, sondern um ihren grenzenlosen Appetit zu zügeln.«
Es war so wahr, daß ich weinte, in der Seele getroffen bei dem Gedanken, welch Ansporn dieses
all meinen Peinigern bot.
Bitte, so wollte ich flehen, wir wissen nicht immer, was wir uns selbst antun, bitte habt Gnade.

»Mein kleines Mädchen im Gasthaus Zum Löwen, Dornröschen, ist genauso«, meinte der
Hauptmann. »Eine nackte, heißhungrige Seele, die die Leidenschaft in mir gefährlich schürt.«
Dörnröschen. Er hatte sie durch die Tür des Gasthauses beobachtet. Also war er ihr Herr. Ich
spürte eine Welle der Eifersucht und auch des Trostes.

Die Augen meines Herrn durchbohrten mich. Meine Schluchzer schüttelten mich, Zuckungen
durchfuhren meinen Penis und meine wunden Waden.

Der Hauptmann stand neben mir. »Ich werde dich wiedersehen, mein junger Freund.« Sein Atem
traf meine Wange, seine Lippen schmeckten mein Gesicht, seine Zunge leckte an meinen so
häßlich geöffneten Lippen, »Und all das mit Erlaubnis deines großzügigen Herrn.«
Ich war untröstlich, als wir weitergingen, mein bitteres Schluchzen zog Blicke auf mich, als wir von
dem Platz und durch andere Gassen marschierten und an Hunderten anderer Unglücklicher
vorbeikamen. Waren sie ebenso entblößt worden, wie ich entblößt worden war, in zweierlei
Hinsicht - vor sich selbst und vor ihren Herren und Herrinnen?

Ich war so wund durch das Auspeitschen des Hauptmanns, daß die leiseste Berührung des
Riemens mich springen ließ. Ich versuchte, um keinen Preis zurückzufallen, heulte auf, als die
Ponies mich hinter sich her zogen.
Wir kamen durch eine enge Straße, in der Mietsklaven, an ihren Händen und Füßen gebunden,
von den Wänden hingen. Die Schamhaare eingeölt und glänzend, und auf dem Verputz über ihnen
standen die Preise geschrieben. In einem kleinen Laden sah ich eine nackte Näherin einen Saum
abstecken, und auf einem schmalen offenen Platz erblickte ich eine Gruppe nackter Prinzen, die
eine Tretmühle bedienten. Prinzen und Prinzessinnen wie diese knieten hier und dort mit Tabletts'
auf denen sie frische Kuchen zum Verkauf anboten, ohne Zweifel aus den Backöfen ihrer Herren
oder Herrinnen. Kleine Körbe hingen in den Mündern der Sklaven, um die Geldstücke der Käufer
einzusammeln.
Der ganz normale Alltag des Dorfes glitt an uns vorüber, als existierte mein Elend gar nicht.
Niemand nahm mein lautes Lamentieren überhaupt wahr. Eine arme Prinzessin, die an eine Wand
gekettet war, wimmerte und wand sich, während drei lachende Dorfmädchen sie an ihrer Scham
neckten und ärgerten.
Obwohl ich nirgends Spuren der theatralischen Brutalität des Platzes der Öffentlichen Bestrafung
von letzter Nacht entdeckte, war es doch prächtig und zugleich erschreckend genug.
In einem Hauseingang schlug eine dralle Matrone auf einem Hocker ärgerlich mit ihrer riesigen
Hand auf einen nackten Sklaven ein, den sie über ihr Knie gelegt hatte. Eine nackte Prinzessin, die
mit beiden Händen einen Wasserkrug auf ihrem Kopf balancierte, stand und wartete, während ihr
Herr ihr einen reichlich großen Phallus in ihre roten Schamlippen einführte, an dem eine Leine
befestigt war, an der er sie sodann führte.
Wir befanden uns jetzt in den ruhigeren Straßen - Straßen, in denen Männer von Reichtum und
Stellung zu Hause waren. Hier glänzten und blinkten die Türen, waren mit Türklopfern aus Messing
versehen. Und an hohen Erkern über den Türen hingen hier und dort Sklaven als Zierde. Der eilige
Schritt und die Pferdeschuhe der Ponies hallten lauter und schärfer von den Wänden wider. Und
ich vernahm mein Weinen um so deutlicher.

Ich mochte nicht daran denken, was die Tage mir bringen würden. So einleuchtend erschien alles,
die Bevölkerung war so sehr an unser jammern gewöhnt, und unsere Dienste gehörten ebenso
zum Alltag wie Essen, Trinken und Sonnenschein. . Und durch all dies trug mich eine Welle von
Verlangen und Hingabe.
Bald hatten wir das Haus meines Herrn wieder erreicht.
Mein Zuhause. Wir kamen an der Vordertür vorbei, die ebenso verziert war wie all jene, die wir
gesehen hatten, und dann an den schweren, kostbaren Glasfenstern. Wir bogen um die Ecke und
gingen durch die kleine Gasse auf die rückwärtige Seite an den Wällen.

In großer Eile wurden die Riemen und Phalli entfernt und die Ponies fortgeschickt. Ich brach
zusammen, fiel meinem Herrn zu Füßen und küßte sie immer wieder. Ich küßte die Nähte seiner
weichen, feinen Wildlederstiefel, die Hacken, die Schnallen und Riemen. Meine qualvollen
Schluchzer brachen lauter und lauter aus mir heraus.
Was erflehte ich? ja, mach mich zu deinem demütigen Sklaven, sei erbarmungslos. Ich habe
Angst, habe solche Angst.
In einem Moment der völligen Verwirrung wünschte ich mir, er würde mich wieder zum Platz der
Öffentlichen Bestrafung bringen. All meine Stärke, meine letzte Kraft würde ich zusammennehmen
und auf den Öffentlichen Drehsockel eilen.
Aber er drehte sich nur um, ging ins Haus, und auf Händen und Knien folgte ich ihm. Ich leckte
seine Stiefel, küßte sie begeistert, während er ging, und ich folgte ihm den Flur entlang, bis er mich
einfach in einer kleinen Küche zurückließ.
Ich wurde von einem der jungen, männlichen Diener gefüttert und gebadet. Kein anderer Sklave
diente in diesem Haus.
Still, ohne die leiseste Erklärung, wurde ich in ein kleines Eßzimmer geführt. Sofort wurde ich an
einer Wand aufgerichtet und an Armen und Beinen in Form eines X angekettet und dort belassen.

Der Raum war sauber und ordentlich und gerade recht für ein kleines Dorfhaus, so ein Zimmer
hatte ich nie kennengelernt weder im Schloß, in dem ich geboren und aufgewachsen war, noch auf
dem Schloß der Königin. Die tiefhängenden Balken der Decke waren bemalt und mit Blumen
geschmückt. Ich fühlte mich so wie das erste Mal, als ich dieses Haus betrat - riesig und schamvoll
zur Schau gestellt. Ein wahrer Sklave, angebunden zwischen Regalen mit glänzendem Zinn und
Eichenstühlen mit hohen Lehnen, blank geputztem Kamin.

Meine Füße standen flach auf dem gewachsten Boden, und ich konnte mein Gewicht auf sie
verlagern und mich an den Verputz lehnen.

Wenn doch nur mein Schwanz zur Ruhe käme, dachte ich, dann könnte auch ich ein wenig
ausruhen.

Die Mägde kamen und gingen mit ihren Besen und Staubwedeln, stritten über das Mittagessen, ob
sie das Fleisch mit rotem oder weißem Wein bereiten und ob sie die Zwiebeln jetzt oder später
hinzufügen sollten. Sie nahmen kaum Notiz von mir. Ab und zu gaben sie mir freundliche Klapse,
wenn sie an mir vorbeigingen, über mir Staub putzten und ihre Späße trieben. Ich lächelte und
lauschte ihrem Geplapper. Gerade als ich eindösen wollte, erschien vor meinen Augen das
liebliche Gesicht und die Gestalt meiner dunkelhaarigen Herrin.
Sie berührte meinen Schwanz, bog ihn herunter, und sofort wurde er lebendig. Sie trug mehrere
schwarze Ledergewichte in ihren Händen, mit Klemmen wie jene, die tags zuvor an meinen
Brustwarzen befestigt worden waren. Während die Mägde ihre Unterhaltung hinter der
verschlossenen Tür fortsetzten, befestigte meine Herrin diese Klemmen an der losen Haut meiner
Hoden. Ich jammerte. Ich konnte nicht stillstehen. Die Gewichte waren gerade schwer genug, um
mich jeden Zentimeter des empfindlichen Fleisches und die geringste Bewegung meiner Hoden
spüren zu lassen. Und Tausende solcher Bewegungen schienen unvermeidlich. Sie tat all das sehr
sorgsam; kniff die Haut, so wie der Hauptmann sie mit seinen Fingernägeln gezwickt hatte. Und
wenn ich zurückzuckte, nahm sie nicht die geringste Notiz davon.
Dann fesselte sie meinen Penis am Schaft mit einem schweren Gewicht, das unter ihm baumelte.
Als mein Schwanz sich bog, fühlte ich die Kälte dieses Eisengewichtes an meinen Hoden.

Der kleine Raum war dämmrig und eng. Ihre Gestalt erschien mir riesig. Ich preßte meine Zähne
aufeinander, um nicht mit einem jämmerlichen Schluchzen zu flehen, und dann kam das Gefühl der
Unterwerfung erneut über mich, und ich bettelte leise, mit tiefen Schluchzern und Stöhnen. Ich war
ein Narr gewesen zu glauben, man würde mich in Ruhe und allein lassen.
»Du wirst diese Gewichte tragen«, sagte sie, »bis dein Herr dich ruft. Und sollte das Gewicht von
deinem Schwanz rutschen, gibt es dafür nur einen einzigen Grund - daß dein Schwanz erschlafft
ist. Und dafür, Tristan, wird dein Schwanz gepeitscht werden.«

Ich nickte, unfähig, ihren Blick zu erwidern.


»Oder brauchst du die Peitsche schon jetzt?« fragte sie.
Ich wußte es besser, als darauf zu antworten. Denn hätte ich nein gesagt, hätte sie gelacht und es
als Unverschämtheit aufgefaßt, aber wenn ich es bejahte, wäre sie außer sich, und das Peitschen
wäre unweigerlich die Folge.
Sie hatte ohnehin schon eine kleine, vortreffliche weiße Peitsche unter ihrer blauen Schürze
hervorgeholt. Ich stöhnte mehrmals auf. Sie peitschte meinen Penis von allen Seiten, wie Blitze
durchfuhr es meine Lenden, meine Hüften hoben sich ihr entgegen. All die kleinen Gewichte zogen
an mir - wie Finger, die meine Haut dehnten und an meinem Schwanz ruckten. Mein Glied selbst
war purpurrot und ragte prall empor.
»Dies soll nur ein kleines Beispiel sein«, sagte sie. »Wenn du ausgestellt bist in diesen Haushalt,
so mußt du ordentlich herausgeputzt sein.«

Wieder nickte ich. Ich senkte meinen Kopf und fühlte heiße Tränen in den Augenwinkeln. Sie hob
einen Kamm und fuhr damit sorgsam und sanft durch meine Haare, strich die Locken hübsch über
meine Ohren und kämmte sie aus meiner Stirn. »Ich muß dir sagen«, flüsterte sie, »du bist
wahrlich der hübscheste Prinz im ganzen Dorf. Ich warne dich, junger Mann, du befindest dich in
Gefahr, aufgekauft zu werden. Mir fällt nichts ein, womit du dies verhindern könntest. Schon jetzt
scheint es kaum Hoffnung für dich zu geben. Nicolas ist reich genug, um dich für drei Jahre zu
kaufen, wenn er es nur wünschen sollte. Ich würde liebend gern die Muskeln deiner Waden sehen,
wenn du drei Jahre lang meine Kutsche gezogen oder Nicolas auf seinen kleinen Spaziergängen
durch das Dorf begleitet hast.«

Ich hatte meinen Kopf gehoben und starrte in ihre dunkelblauen Augen. Sicherlich konnte sie
meine Verwirrtheit erkennen. Konnte es denn wirklich sein, daß wir hierbleiben mußten? »oh, er
kann gute Gründe anführen, um dich zu behaltene, erklärte sie. »Zum Beispiel, daß du die Disziplin
des Dorfes benötigst, oder vielleicht einfach nur, daß er in dir endlich den Sklaven gefunden hat,
den er begehrt und den er sich immer gewünscht hat. Er ist kein Lord, aber er ist der Chronist der
Königin.«
Ich spürte eine wachsende Wärme in meiner Brust, pulsierend wie das langsame Feuer in meinem
Schwanz. Aber Stefan würde niemals ... Vielleicht stand Nicolas in höherer Gunst als Stefan!
Er hat endlich den Sklaven gefunden, den er begehrt! Diese Worte klangen wie ein Echo in
meinem Kopf.

Sie ließ mich zurück mit meinen schwirrenden, herausfordernden Gedanken.


Strenge Lady Lockley
Dornröschen hatte ihre morgendlichen Hausarbeiten im Schlafgemach des Hauptmanns so gut wie
beendet, da erinnerte sie sich mit plötzlichem Schrecken ihrer Unverschämtheit gegenüber Lady
Lockley.
Die Erinnerung daran legte sich über ihre Sinne, begleitet von dem leisen Klang der Schritte, die
sie jetzt vernahm. Jemand kam die Treppe hinauf und näherte sich dem Zimmer des Hauptmanns.
Rasende Furcht erfüllte Dornröschen. Oh, warum war sie nur so ungehorsam gewesen! All ihr
Verlangen, ein böses, böses kleines Mädchen zu sein, erlosch augenblicklich.
Die Tür öffnete sich, und Lady Lockley trat ein, ihre reizenden Formen gehüllt in frische Gewänder,
verziert mit hübschen blauen Bändern. Ihr Ausschnitt war so tief, daß Dornröschen fast die
Knospen ihrer prallen Brüste erkennen konnte. Die Herrin trat geradewegs auf Dornröschen zu,
und ein heimtückisches Lächeln lag auf ihrem wunderschönen Gesicht.
Dornröschen ließ den Besen fallen und verkroch sich in eine Ecke des Zimmers.
Die Herrin lachte ein tiefes, heiseres Lachen, und urplötzlich hatte sie Dornröschens langes Haar
um ihre linke Hand gewikkelt, mit der Rechten nahm sie den Besen und steckte die knorrige
Reisigkrone zwischen Dornröschens Beine. Dornröschen schrie auf und versuchte verzweifelt, ihre
Beine zusammenzupressen.

»Meine kleine Sklavin mit der scharfen Zunge«, sagte Lockley, und Dornröschen begann zu
schluchzen. Nichts anderes blieb ihr, als sogleich die Füße ihrer Herrin zu küssen, und sie wagte
es nicht, ihre Stimme zu erheben. Alles, woran sie denken konnte, wartristan - er hatte ihr gesagt,
wie schwer es sein würde, immer nur böse und ungehorsam zu sein.
Die Herrin zwang Dornröschen, auf dem Boden zu kriechen, und trieb sie, den Besen noch immer
zwischen Dornröschens Beinen, aus der kleinen Kammer.
»Die Treppe hinunter«, forderte Lady Lockley scharf, ihre Wut bohrte sich in Dornröschens Seele,
sie schluchzte und hastete die Stufen hinab. Sie mußte sich zusammennehmen, um nicht
hinunterzuspringen, aber der Besen tief in ihr schmerzte, heb und scheuerte an ihren zarten
Schamlippen, und ihre Herrin folgte dicht hinter ihr.
Das Gasthaus war leer und still.
»Für ihre morgendliche Tracht Prügel habe ich meine bösen Kinder heute früh zum Laden der
Bestrafung geschickt. So habe ich Zeit, mich nur um dich zu kümmern«, hörte Dornröschen die
Stimme der Herrin hinter sich. »Ich werde dir beibringen, deine Zunge mit Sorgfalt einzusetzen. Ab
in die Küche!« Dornröschen fiel wieder auf Knie und Hände, verzweifelt gehorchte sie, denn die
wütenden Befehle erfüllten sie mit blankem Entsetzen. Noch nie war jemand mit so verzehrender
Glut über sie gekommen, hatte sie so beherrscht; und das schlimmste war, daß ihr Geschlecht
bereits vor Erregung zitterte.
Hell und wohlgeordnet war die Küche. Durch zwei offene Türen, die zum Hinterhof führten, flutete
grelles Sonnenlicht, fiel auf die vielen Töpfe und Pfannen, die von den Haken an den Wänden
hingen, beleuchtete die eisernen Klappen und Deckel des Steinofens und die riesige rechteckige
Anrichte auf dem gekachelten Boden. Sie hatte die gleiche Größe und Höhe wie der Schanktisch
draußen, auf dem Dornröschen das erste Mal gezüchtigt worden war.

Lady Lockley drängte Dornröschen aufzustehen, stieß heftig mit dem Besen zu, und das kratzige
Gestrüpp zwischen ihren Beinen zwang Dornröschen, sich aufzurichten. Dann legte sie sich auf die
Anrichte, deren hölzerne Oberfläche mit Mehl überzogen war.
Dornröschen erwartete das Paddel, und es würde schlimmer sein als je zuvor. Aber ihre Herrin zog
ihr zunächst nur die Hände über den Kopf, band sie an eine Ecke des Tisches und befahl ihr, die
Beine zu spreizen.
Dornröschen gehorchte und öffnete ihre Schenkel. Der Mehlstaub auf dem warmen Holz fühlte sich
seidig an, ganz weich an ihrem Po. Doch dann wurden die Fesseln um ihre Handgelenke
angezogen, ihr ganzer Körper streckte sich mit einem Ruck, und Panik überfiel Dornröschen, als
sie an das blanke Holz gepreßt wurde und merkte, wie hilflos sie war.
Mit einem leisen, flehenden Wimmern versuchte sie, die Herrin zu besänftigen. Aber als sie sah,
wie diese auf sie herablächelte, erstarb ihre Stimme augenblicklich. Sie biß sich auf die Unterlippe
und schaute in diese klaren dunklen Augen, die blitzten und sie förmlich anzulachen schienen.
»Die Soldaten mochten diese Brüste, nicht wahr?« fragte die Herrin. Mit beiden Händen griff sie zu
und drückte Dornröschens Brustwarzen mit Daumen und Zeigefinger. »Antworte mir!«
»Ja, Herrin«, jammerte Dornröschen. Ihre Seele und ihr Körper schrien auf; sie spürte all ihre
Verletzlichkeit, das Fleisch rund um ihre Knospen zog sich zusammen, und die Spitzen verhärteten
sich zu Knoten. Das heftige Pulsieren zwischen ihren Beinen wurde unerträglich; sie versuchte die
Beine zusammenzupressen, doch es war unmöglich. »Herrin, bitte, ich werde nie wieder ... «
»Sch!« Lockley legte ihre Hand über Dornröschens Mund. jene versuchte, ihren Rücken zu
krümmen, und begann wieder zu schluchzen und zu weinen. Oh, es war so furchtbar, gefesselt zu
sein; sie konnte einfach nicht länger stillhalten. Mit großen Augen starrte sie die Herrin an und
versuchte zu nicken, trotz der Hand, die noch immer auf ihrem Mund lag.

»Sklaven haben keine Stimme«, raunte die Herrin, »bis ihr Herr oder ihre Herrin ihre Stimme hören
will. Aber dann wollen sie eine respektvolle Antwort.« Sie nahm ihre Hand von Dornröschens
Mund.
»Ja, Herrin«, flüsterte Dornröschen.
Fest umschlossen die Finger wieder ihre Brustwarzen. »Wie ich schon sagte«, fuhr Lady Lockley
fort, »die Soldaten mochten diese Brüste.«

»Ja, Herrin.« Dornröschens Stimme zitterte.


»Und diesen gierigen kleinen Mund.« Ihre Hand glitt zu Domröschens Schamlippen, preßte sie
zusammen, so daß es naß hervorquoll und tropfte, während sich Dornröschen in dem süßen
erregenden jucken erging.
»Ja, Herrin«, hauchte sie atemlos.
Die Herrin hob die Hand. Wie eine herabhängende Zunge hielt sie einen weißen Ledergürtel und
zeigte ihn Dornröschen. Mit den Fingern ihrer linken Hand umschloß sie Dornröschens linke Brust,
knetete das Fleisch, und Dornröschen spürte die feuchte Wärme auf ihrem Busen. Sie konnte nicht
ruhig bleiben, die Nässe zwischen ihren Beinen rann in den Spalt ihres Pos. Sie versuchte ihren
ausgestreckten, verkrampften Körper ein wenig zu drehen und zu bewegen - vergeblich.
Die Finger zogen an Dornröschens linker Brustwarze, schnippten sie hin und her, ehe die weiße
Zunge des Ledergürtels mit mehreren harten, lauten Schlägen auf sie herniederging. »Oooh ... «
stöhnte Dornröschen laut. Die Schläge, die der Hauptmann sie an ihren Brüsten mit seinen großen
warmen Händen hatte spüren lassen, waren nichts dagegen. Die Sehnsucht, sich aus ihren
Fesseln zu befreien und ihre Brüste zu schützen, war übermächtig und aussichtslos zugleich!
Schon brannten und schmerzten ihre Brüste wie nie zuvor, und Dornröschens Körper wand sich
auf dem Holz des Tisches. Härter und härter wurden die Knospe und das pralle Fleisch mit dem
Gürtel malträtiert. Dornröschen war nahe der Raserei, als Lady Lockley ihre ganze Aufmerksamkeit
der rechten Brust widmete, sie ebenso knetete und an den Brustwarzen zog, wie sie es zuvor bei
der linken getan hatte. Dornröschens Schreie wurden immer lauter und verzweifelter; und immer
heftiger wehrte sie sich gegen die Fesseln. Die Knospe ihrer Brust war steinhart unter dem Schwall
der Schläge.
Dornröschen schloß den Mund und preßte die Lippen fest zusammen. Ihr Keuchen wurde heftiger;
sie spürte ihren Körper nicht mehr, spürte nur noch ihre gequälten Brüste; und ihr Verlangen
loderte auf unter den Schlägen wie ein verzehrendes Feuer.
So heftig warf Dornröschen ihren Kopf hin und her, daß ihr Haar das Gesicht bedeckte. Die Herrin
strich es zurück, beugte sich vor und sah Dornröschen an. Doch jene konnte ihren Blick nicht
erwidern.
»So aufgewühlt, so erregt!« murmelte die Herrin und knetete die rechte Brust, quetschte sie und
begann erneut, sie mit dem Gürtel zu peitschen. Dornröschen stieß einen hohen,
markerschütternden Schrei aus und biß die Zähne zusammen. Die Finger, die unaufhörlich ihre
Brustwarzen drückten, das volle Fleisch massierten, und die Hitze des Verlangens in ihr ließen ihre
Hüften in kurzen, heftigen Bewegungen nach oben schnellen.

»So sollten böse kleine Mädchen bestraft werden«, sagte Lady Lockley.

»Ja, Herrin«, antwortete Dornröschen.


Gnädig ließ die Herrin von ihr ab. Dornröschen fühlte warmen Schmerz und pulsierendes
Verlangen; ihre Brüste schienen ihr groß und schwer zu sein, ihr tiefes, heiseres Stöhnen
verstummte.

Sie wimmerte leise, als sie spürte, was nun folgen sollte. Langsam wanderte Lockleys Hand
zwischen Dornröschens Beine, ihre Finger spreizten die Schamlippen, und verzweifelt versuchte
Dornröschen, die Beine zusammenzupressen, doch die Muskeln versagten ihre Dienste. Mit den
Hacken stieß sie auf das Holz des Tisches, die Lederriemen drückten sich in das Fleisch ihrer
Füße. Und wieder verlor sie die Kontrolle über sich, Tränen flossen in Strömen über ihr Gesicht,
und sie wand ihren Körper in heftigen Bewegungen. Immer wieder schlug der Gürtel klatschend auf
ihre Klitoris. Lust und Schmerz vermischten sich, Dornröschen
schrie auf, und ihre Klitoris wurde fest und hart, denn immer und immer wieder schlug die Herrin
mit dem Gürtel zu - ohne Ende quälte sie Dornröschens Geschlecht.

Ihre Schamlippen schwollen an und preßten die Flüssigkeit heraus, so daß die Schläge lauter
klatschten. Dornröschens Schreie wurden schriller, wie in Raserei warf sie den Kopf auf dem Holz
der Anrichte hin und her, streckte die Hüften dem Gürtel entgegen, und wie ein Feuerball
explodierte die Lust in ihrem Geschlecht.

Dann hatten die Schläge ein Ende. Es war schlimm - die Glut, die in ihr aufstieg, und das Kribbeln
wie ein juckender Schmerz, der nach gnädiger Erlösung schrie. Dornröschen stöhnte, rang japsend
nach Luft, und durch den Schleier ihrer Tränen erblickte sie ihre Herrin, die auf sie herabschaute.

»Bist du meine schamlose, unbedeutende Sklavin?« fragte diese.

»Deine ergebene Sklavin«, antwortete Dornröschen mit tränenerstickter Stimme, »Herrin, deine
ergebene Sklavin. « Ihr Gesicht war verzerrt, sie biß sich auf die Lippen, und inständig hoffte sie,
daß dies die richtige Antwort war.
Ihre Brüste und ihr Geschlecht kochten vor Hitze, und sie hörte, wie ihre Hüften auf die Tischplatte
unter ihr schlugen, obwohl sie sich der Bewegung gar nicht mehr bewußt war. Durch ihre Tränen
sah sie die wunderschönen Augen der Herrin, das schwarze Haar mit dem hübschen Band wie
eine Krone auf ihrem Kopf und ihre prächtigen Brüste, die sich deutlich unter ihrer breitrüschigen
Leinenbluse abzeichneten. Die Herrin hielt etwas in ihren Händen. Was war das? Es bewegte sich.
Dornröschen erkannte eine große, hübsche weiße Katze; mit ihren mandelförrnigen Augen starrte
sie Dornröschen an und leckte sich mit ihrer rosafarbenen Zunge hastig über ihre schwarze Nase.

Eine Woge größten Schamgefühls durchflutete Dornröschen. Sie krümmte sich auf dem Tisch wie
eine hilflose und gequälte Kreatur, demütiger als dieses stolze kleine Wesen, das auf dem Arm der
Herrin lag und auf sie herabschaute. Die Herrin beugte sich herunter, um nach etwas zu greifen.

Und Dornröschen sah, wie sie sich wieder erhob, die Finger einer Hand voll mit einer goldgelben
Cremt. Sie rieb die Paste um Dornröschens pulsierende Brustspitzen und zwischen ihre Beine; so
viel, daß es tropfte und in dicken Flocken in ihre Vagina glitt.
»Nur Butter. Süße frische Butter«, erklärte die Herrin, »keine parfümierte Salbe. « Dann ließ sie die
Katze auf Dornröschen nieder; auf sanften Pfoten trippelte das Tier über Bauch und Brüste.
Dornröschen wand sich und zog an ihren Fesseln. Das Biest duckte den Kopf und leckte mit seiner
kleinen, rauhen Zunge an der Brustwarze, um gierig die Butter zu naschen. Angst aus ihrem
tiefsten Unterbewußtsein breitete sich in Dornröschen aus, und sie sträubte sich heftig.
Doch dieses kleine Monster mit dem unschuldigen weißen Gesicht ließ nicht von ihr ab; das
Lecken brachte die Knospen ihrer Brust beinahe zum Zerbersten, Dornröschens ganzer Körper war
angespannt, bebte und klatschte ein ums andere Mal auf die Tischplatte.
Schließlich legte die Herrin das Tier auf ihre rechte Brust. Dornröschen zog mit aller Kraft an den
Fesseln, ihr Schluchzen ließ ihren ganzen Körper erzittern, als die kleinen Hinterpfötchen sich in
ihren Bauch drückten. Das weiche Bauchhaar der Katze kitzelte, und wieder leckte sie mit ihrer
kleinen Zunge schleckte so lange, bis auch der letzte Rest der cremigen Butter von Dornröschens
Brust verschwunden war.
Dornröschen biß die Zähne zusammen, um nicht zu schreien, schloß fest die Augen und öffnete
sie nur ab und an, um in das herzförmige Gesicht der Katze zu schauen, die leckte und leckte und
dabei den Kopf in schnellen Bewegungen hob und senkte. Der Nippel ihrer Brust sprang vor und
zurück unter der Berührung der kleinen, rauhen Zunge. Das Verlangen war so groß, so quälend,
daß Dornröschen aufschrie, lauter als 'e zuvor - noch lauter als unter der Folter des Paddels.
Die Katze wurde ein weiteres Mal hochgehoben. Dornröschen warf sich von einer Seite auf die
andere, preßte ihre Lippen zusammen, um das »Nein«, das sie niemals schreien durfte, zu
verhindern. Dann' spürte sie die seidenweichen kleinen Ohrenzwischen ihren Beinen, hörte das
Schnurren und fühlte, wie sich die Zunge auf ihre gewertete Klitoris stürzte. »Oh, bitte, nein, ne '
in«, schrie Dornröschen innerlich, als tiefe Lust sie ergriff, gemischt mit Abscheu für dieses kleine
haarige Tier, das sich so sorglos an ihr labte. Sie stemmte die Hüften nach oben, hielt sie
Zentimeter über der Oberfläche der Anrichte, als das Tier seine Nase und Schnauze tief in sie
hineinsteckte. Nicht nur mehr die Zunge fuhr nun an ihrer Klitoris entlang, sondern der ganze Kopf
streichelte sie. Es war noch nicht genug, noch lange nicht genug.
Oh, dieses kleine Monster!
Dornröschen fühlte sich ganz und gar besiegt und beschämt, versuchte die Schamlippen
zusammenzupressen, in der Hoffnung, den Kopf der Katze wegdrücken zu können. Doch die
Zunge war schon tiefer, leckte den Grund ihrer Vagina, die Spalte zwischen ihren Pobacken. Und
hungrig war ihr Geschlecht, als das Verlangen überging in unerträgliche Qual.
Dornröschen schüttelte wild den Kopf, biß sich auf die Unterhppe, als die Zunge der Katze über
ihre Schamhaare fuhr und sich gierig und unerbittlich das nahm, was sie wollte, ohne sich der
quälenden Lust bewußt zu sein, die sie verursachte.
Gerade als Dornröschen fürchtete, es nicht länger auszuhalten, als sie glaubte, verrückt zu
werden, wurde die Katze hochgehoben.

Auf dem Arm der Herrin blinzelte sie auf Dornröschen herab. Und fast schien es, als lächle sie
Dornröschen ebenso süß und frohlockend an, wie die Herrin es tat.

Hexe! dachte Dornröschen, aber sie wagte es nicht, ein Wort auszusprechen. Sie schloß die
Augen. Ihr Geschlecht zitterte vor Verlangen.

Die Herrin ließ die Katze laufen. Dann löste sie Dornröschens Fesseln erst an den Handgelenken
und schließlich an den Füßen.
Da lag sie nun, zitternd, und mußte ihre ganze Kraft aufwenden, um nicht ihre Beine
zusammenzupressen, sich umzudrehen, mit einer Hand ihre Brust zu bedecken, um mit der
anderen ihrem brennendem Geschlecht selbst Erleichterung zu verschaffen.

Solche Gnade würde ihr nicht vergönnt sein. »Auf die Knie und bück dich«, befahl Lockley. »Ich
denke, du bist soweit für das Paddel.«
Dornröschen gehorchte.

Noch völlig benommen eilte sie auf allen vieren der Herrin nach, die ihr scharfen Schrittes weit
voraus aus der Küche gegangen war.

So kroch sie dahin, und die Bewegung ihrer Beine verstärkte nur noch das Verlangen in ihr.

Und kaum hatte sie den vorderen Raum der Schänke erreicht, schnappte Herrin Lockley mit den
Fingern, und Dornröschen legte sich auf den Tresen.

Draußen, auf dem Platz vor dem Gasthaus, gingen Leute vorbei, redeten und lachten, dann kamen
zwei Mädchen aus dem Dorf, begrüßten laut und freudig Lady Lockley und folgten ihr in die Küche.

Dornröschen lag da, ihre Pobacken in Erwartung des Paddels; sie zitterte, ihr Kinn hing schlaff
herab.

»Du wirst dich erinnern, daß ich dir sagte, ich würde deine Pobacken zum Frühstück kochen!«
sagte Lockley mit kalter, gefühlloser Stimme.

»Ja, Herrin!« schluchzte Dornröschen.


»Kein Wort will ich von dir hören. Nur nicken sollst du!« Dornröschen nickte heftig, obwohl die
Kräfte sie zu verlassen drohten.
Sie preßte ihre warmen geschundenen Brüste gegen das Holz, ihr Geschlecht tropfte vor Nässe.
Die Spannung war unerträglich.

»Du hast gut geschmort in deinem eigenen Saft«, lachte die Herrin, »oder etwa nicht?«

Dornröschen schrie klagend auf, wußte nicht, was sie darauf antworten sollte.

Hart und fordernd knetete Herrin Lockley mit ihrer Hand Dornröschens Pobacken, genauso, wie sie
es zuvor mit ihren Brüsten getan hatte.
Und da waren sie, die harten, strafenden Schläge. Und Dornröschen bäumte sich auf, wand sich,
und sie unterdrückte nur mühsam die Schreie, indem sie die Lippen aufeinanderpreßte. Ganz so,
als hätte sie nie Widerstand und Würde gekannt. Und alles, um ihrer kalten, grausamen und
gnadenlosen Herrin zu gefallen, alles, um ihr zu zeigen, daß sie - Dornröschen - brav und gut war.
Sie war kein unartiges Mädchen - sie hatte einen furchtbaren Irrtum begangen. Die Schläge
nahmen kein Ende, züchtigten und quälten sie wie nie zuvor.

»Ist das gut, ist das heiß genug?« herrschte die Herrin sie an und schlug mit dem Paddel immer
härter und schneller zu. Dann hielt sie inne und legte ihre kühle flache Hand auf die feuerrote Haut.
»Ja, ich glaube, nun haben wir eine hübsche, gut geratene kleine Prinzessin!«

Und dann prügelte sie weiter auf Dornröschen ein, und bei jedem Schlag schluchzte die Prinzessin
jammernd auf.
Der Gedanke daran, daß sie noch bis zum Abend würde warten müssen, bis der Hauptmann ihrem
gequälten Geschlecht endlich die ersehnte Befriedigung verschaffen würde, ließ sie noch
verzweifelter und lustvoller zugleich aufstöhnen.
Dann war es vorbei. Das klatschende, peitschende Geräusch klang noch in ihren Ohren, wie in
Trance spürte sie noch immer das Paddel. Und ihr Geschlecht glich einer großen, gewölbten
Kammer, in der all ihre Begierde ein lautes, vielstimmiges Echo fand. Aber es würde noch Stunden
dauern, bis der Hauptmann endlich zu ihr kam. Noch Stunden um Stunden ...
»Erhebe dich und auf die Knie«, befahl Lady Lockley. Warum zögerte sie jetzt?

Schließlich ließ sich Dornröschen zu Boden sinken und preßte ihre Lippen wie wild an die Schuhe
ihrer Herrin, küßte die scharfen kleinen Spitzen ihrer Zehen, die wohlgeformten Gelenke oberhalb
des Schuhs aus feinem Leder. Sie spürte den Unterrock auf ihrer verschmitzten Stirn, auf ihrem
Haar, und ihre Küsse wurden immer leidenschaftlicher.

»Und nun wirst du das Haus von oben bis unten saubermachen«, sagte die Herrin, »und du wirst
dabei die Beine weit gespreizt lassen.«
Dornröschen nickte.
Herrin Lockley näherte sich der Tür. »Wo sind denn bloß meine anderen Lieblinge?« murmelte sie
vor sich hin. »Im Laden der Bestrafung finden sie wohl kein Ende heute.«
Domröschen kniete nieder und besah sich die wohlgeformte Gestalt ihrer Herrin. Gegen das Licht,
das durch die Tür in den Raum fiel, sah Dornröschen, wie das weiße Band und die Schärpe ihrer
Schürze die enge Taille betonten. Dornröschen schniefte. Tristan, du hattest recht, dachte sie bei
sich. Es ist so schwer, ungehorsam zu sein. Und ganz still und langsam wischte sie sich mit ihrem
Handrücken über die Nase.
Plötzlich war sie wieder da - die geschmeidige, weiße Katze, nicht weit von ihr entfernt.
Dornröschen schreckte zurück, biß sich auf die Unterlippe und hob schützend die Arme vors
Gesicht. Denn Lady Lockley lehnte genüßlich an der Tür, und das pelzige Tier kam auf
Domröschen zu. Näher und näher...

Eine Unterhaltung mit Prinz Richard


Es war spät am Nachmittag. Dornröschen lag auf dem kühlen Gras zusammen mit den anderen
Sklaven und rührte sich nur, wenn sie dann und wann von einem der Küchenmädchen mit einem
Stock unwirsch aufgefordert wurde, die Beine zu spreizen. ja, dachte sie schläfrig, ich darf die
Beine nicht zusammenpressen. Das Tagwerk hatte sie erschöpft. Sie hatte ein paar Zinngabeln zu
Boden fallen lassen, und zur Strafe war sie eine Stunde kopfüber an die Küchenwand gehängt
worden. Auf allen vieren mußte sie die schweren Wäschekörbe auf ihrem Rücken zu den
Wäscheleinen tragen, wo sie kniete, während die Mädchen aus dem Dorf laut redeten und lachten
und die einzelnen Wäschestücke aufhängten. Sie hatte geschrubbt, gewaschen und poliert, und
sie wurde mit dem Paddel bestraft bei jedem Zeichen des Zögerns, bei jeder Spur der
Unbeholfenheit. Sie hatte zusammen mit den anderen Sklaven ihre Mahlzeit auf Knien von einem
großen Teller essen müssen, der auf dem Fußboden stand. Dankbar waren sie für das kühle
Quellwasser, das ihnen nach dem Mahl gereicht wurde.
Nun war es Zeit zu schlafen, schon fast eine Stunde hatte sie gedöst.
Erst sehr langsam bemerkte sie, daß niemand mehr da war außer den schlafenden Sklaven. Und
dann sah sie den wunderschönen Prinzen mit dem roten Haar. Er lag ihr direkt gegenüber, sein
Kopf ruhte auf einem Arm, und er schaute sie an.
Dornröschen hatte ihn in der Nacht zuvor auf dem Schoß des Soldaten gesehen. Nun lächelte er
sie an und blies Dornröschen mit den Fingern ein Küßchen zu.
»Was hat die Herrin mit dir heute morgen angestellte fragte er sie flüsternd.
Dornröschen errötete.
Er legte seine Hand auf die ihre. »Schon gut«, flüsterte er, »wir lieben es, zum Laden der
Bestrafung zu gehen.« Und er gluckste leise.
»Wie lange bist du schon hier?« fragte Dornröschen. Er war noch hübscher als Prinz Robert. Sie
hatte noch keinen Sklaven auf dem Schloß gesehen, der so erhaben wirkte. Seine Gesichtszüge
waren ähnlich klar und streng wie die von Tristan.
»Vor einem Jahr wurde ich auf das Schloß gebracht. Mein Name ist Prinz Richard. Ich war sechs
Monate dort, ehe man mich für unerziehbar erklärte.«
»Aber warum warst du so ungehorsam? « fragte Dornröschen. »War es Absicht?«
»Ganz und gar nicht«, antwortete er. »Ich versuchte, gehorsam zu sein, doch immer wieder geriet
ich in Panik und eilte in eine Ecke, um mich zu verstecken. Oder ich konnte schlechtweg meine
Aufgaben aus Scham und Ekel nicht erfüllen. Ich konnte mich selbst nicht dazu zwingen. Dabei
war ich ebenso leidenschaftlich, wie du es bist. jedes Paddel, jeder Schwanz, der mich berührte,
und auch die Hand einer lieblichen Frau entzündeten in mir die ungezügelte Glut der Lust. Und
doch konnte ich einfach nicht gehorchen. Und so wurde ich hier versteigert, für ein volles Jahr,
damit mein Willen gebändigt wird.« »Und wie ist es nun?« fragte Dornröschen.
»Ich bin schon sehr weit«, erklärte er. »Ich habe meine Lektionen gelernt. Und das verdanke ich
Lady Lockley. Wenn sie nicht gewesen wäre - ich wüßte nicht, was mit mir noch geschehen wäre.
Sie fesselte mich, schlug mich und strafte mich dutzende Male. Jede Nacht wurde ich mit dem
Paddel geschlagen auf dem öffentlichen Drehtisch, einmal rund um den Mast. Auf dem Platz der
Bestrafung mußte ich in ein Zelt und jeden Schwanz nehmen, der sich mir entgegenstreckte. Ich
wurde gequält und gefoltert von jungen Frauen. Gewöhnlich verbrachte ich den Tag damit, unter
dem Schild des Wirtshauses zu baumeln. Und ich wurde an Händen und Füßen gefesselt für die
tägliche Strafe. Erst nach gut vier Wochen wurde ich losgebunden und durfte auch mal Feuer
machen oder den Tisch decken. Ich sage dir, ich habe ihre Füße mit Küssen nur so überdeckt. Und
ich habe ihr im wahrsten Sinne aus der Hand gefressen.«
Dornröschen nickte langsam. Sie war verwundert darüber, daß es bei ihm so lange gedauert hatte.
»Ich verehre sie«, fuhr er fort. »Es schaudert mich, wenn ich mir vorstelle, was mit mir geschehen
wäre, wenn ein anderer mich gezüchtigt hätte.«
»Ja«, stimmte Dornröschen zu. Die Röte schoß ihr erneut ins Gesicht, und auch die wunden
Pobacken spürte sie wieder.
»Ich hätte nie gedacht, daß ich die allmorgendliche Strafe mit dem Paddel an der Stange ertragen
könnte«, sagte er. »Ich hätte nie gedacht, daß man mich ungefesselt durch die Straßen zum Platz
der Bestrafung schicken würde, daß ich ohne Fesseln die Stufen erklimmen und auf dem
öffentlichen Drehtisch niederknien würde. Oder daß man mich zum nahen Laden der Bestrafung
schicken könnte, wie es heute morgen geschah. Aber jetzt kann ich all diese Dinge tun. Auch
konnte ich mir nicht vorstellen, die Wünsche der Soldaten der Garnison ohne Scham und Ekel zu
erfüllen, wenn sie es mit mir trieben.
Aber jetzt gibt es nichts, was ich nicht ertragen könnte.« Prinz Richard schwieg. »Du hast all dies
bereits gelernte, sagte er schließlich. »Ich konnte es sehen gestern nacht und heute. Lady Lockley
liebt dich.«
»Sicher tut sie das!« sagte Dornröschen, und sie verspürte ein loderndes Verlangen. »Oh, du
verstehst das falsch.«
»Nein, das tue ich nicht. Es ist schwer für einen Sklaven, die Aufmerksamkeit der Herrin zu
gewinnen. Sie wendet kaum die Augen ab von dir, wenn du in der Nähe bist.« Dornröschens Herz
klopfte wie wild in ihrer Brust.
»Du sollst wissen, daß ich dir etwas Schreckliches mitteilen muß«, sagte der Prinz.
»Ich weiß. Du mußt es mir nicht sagen«, flüsterte Dornröschen. »Dein Jahr ist bald vorüber, und
den Geda