Sie sind auf Seite 1von 8

Situativer

Grammatikunterricht
Der andere
Grammatikunterricht
Bttcher & Sitta

Was sind Situationen?


- ein bedeutungsvoller Ausschnitt der von einer
Person deutend wahrgenommenen `Welt`
(Bttcher & Sitta 1979), der fr diese Person
kohrent, zusammenhngend ist

Beispiele
Ein deutsches Kind spricht mit einem
auslndischen Kind.
Problem normgerechter Schreibung (z. B.
Groschreibung der Substantive)
Wenn man hflich sein will
Wenn man beeinflussen will

Verknpfung mit anderen Unterrichtszielen:


- Rechtschreibfehler zu entdecken / zu
vermeiden
- Hflicher zu sein
- Streitsituationen beilegen

Sprachknnen, nicht Sprachwissen,


steht im Vordergrund.

Was ist das Andere?


Explizite Schlerorientierung (weg vom Stoff
hin zu den Schlern)
Sprache als Mittel der Kommunikation, nicht
als ein System von Zeichen
Verknpfung des Grammatikunterrichts mit
Reflexion ber Sprache

Methodische Anlage des Unterrichts


Reihenfolge der grammatischen Themen wird
durch die Schler bestimmt (bringen
grammatiktrchtige Situationen selbst ein oder
Lehrer greift diese auf)
Individuelle Fragen der Schler steuern die
Progression
Spracherfahrungen der Schler bilden den
Ausgangspunkt. Sprachbcher erbrigen sich.
Initiativ ist die aktuelle Sprachverwendung mit
ihren Fragen, Problemen, Strken und
Schwchen, nicht vorgefertigtes Material

Konsequenzen
Lehrer-Schler-Verhltnis: Lehrer als
Gesprchspartner, Berater, Anreger; scheinbar
geringere Wissenskluft
Unzulngliche Metasprache
Bei fehlender Systematik entstehen u. U. gar
keine grammatischen Fragen.
Interessenbezogener Unterricht setzt
Interesse voraus.
Lehrer muss kompetent und flexibel sein.

Bewerten