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Glücksgefühle durch Mathematik

2008 ist das Jahr der Mathematik. Für Mathematikprofessor Ehrhard


Berehnds ist Mathe eine Wissenschaft, die Glücksgefühle auslösen kann.
Doch er weiß, dass seine Faszination für Mathematik befremdlich wirkt.

Behrends will die Vorzüge seines Fachs populär machen. „Mathematik ist
fast überall“ sagt er. Sie steckt hinter Kennwörtern beim Datenaustausch, in
der Graphik auf dem PC-Monitor und selbst im U-Bahn-Fahrplan.

Eine Einführung in die Mission „Liebe zur Mathematik“ gibt es in seinem


Büro. Dort hat der 61-jährige begeisterte Programmierer am Computer
komplexe Gleichungen in bunte Farbformen umgesetzt, die an
Gesteinsschichten oder Tapeten aus den 70er-Jahren erinnern. Er zaubert
auch dreidimensionale Graphiken hervor, die das Auge täuschen wie ein Bild
des niederländischen Malers Maurits Cornelis Escher. Das Auge lässt sich
reinlegen, ein Mathematiker nicht. Der rechnet nach: Stimmt das oder stimmt
das nicht?

Mathematik, das sei für ihn wie eine Übersetzung in eine andere, universelle
Sprache, in der sich eine Frage präziser formulieren und leichter lösen lässt.

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„Wenn ich in Paris nach dem Weg frage, hilft mir Französisch ja auch am
besten weiter,“ sagt er zur Erklärung.

Behrends zweite große Liebe gehört der Musik. Sie ist für ihn Musik zum
Hören. „Tonleitern haben eine mathematische Grundlage“ betont er. Der
Professor spielt Klavier, Querflöte, Saxofon und Gitarre.

Als Lohn für seine Mühe winke einem Mathematiker im besten Fall das
“wunderbare Glücksgefühl“ eine glasklare Lösung gefunden zu haben, sagt
Behrends. Zum ersten Mal hat er dieses Gefühl bei der Konstruktion von
Dreiecken in der achten Klasse gespürt. Es hat ihn nicht wieder losgelassen.

Ein Problem aber bleibt – und das heißt Schule. Viel zu sehr würden sich
Lehrer und Schüler im Formalen und Abstrakten verlieren, kritisiert Behrends.
Das sei, als ob man einen Klavierschüler immer wieder die Tonleiter in cis-
Moll üben lasse – aber nie Beethovens Mondscheinsonate. Dabei sei
Mathematik ein Teil der Kultur, eine Sprache, die seit den alten Griechen
doch nur auf Anwendungen warte.

Es ist die Vielfalt seines Fachs, für die Behrends im Jahr der Mathematik
werben will.
18.Januar 208 „Die Welt“

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Lesen

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