Sie sind auf Seite 1von 2

So funktionierte zur Zeit Gutenbergs der Buchdruck

Ein Buch entsteht:


So stellte Gutenberg eine Letter her:
1a) Er formte aus hartem Material eine Muster-Letter.
1b) Diese Muster-Letter schlug er in einen Klotz aus weichem Kupfer, so dass ein Abdruck entstand: Eine Matrize.

1c) In diese Matrize goss er erhitztes, ssiges Blei.


1d) So entstand eine Bleiletter, die er auf einem Holzklotz anbrachte.

6
3
5
4
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik

... fr die Schule!

Johannes Gutenberg und der Buchdruck

So funktionierte zur Zeit Gutenbergs der Buchdruck

2) Um eine Buchseite zu drucken, mussten zunchst alle


Buchstaben der Seite in der richtigen Reihenfolge in einem
Rahmen angeordnet werden. Diese Buchstaben (Blei-Lettern)
pinselte man mit der Druckfarbe ein.
3) Dann wurde eine Buchdoppelseite, also ein Papierblatt, auf die gefrbten Lettern gelegt.
4) In einer Presse wurde das Blatt fest angedrckt,
so dass sich die Buchstaben darauf abbildeten. Von diesem Vorgang stammt brigens
das Wort Presse (fr Zeitungen und Zeitschriften), das wir heute noch benutzen.
5) Wenn die Farbe getrocknet war, konnte
man die fertige Buchdoppelseite abnehmen
jetzt war der Text lesbar.
6) Damit aus vielen Doppelseiten ein Buch werden konnte, musste man sie in der richtigen
Reigenfolge bereinander legen.
7) Schlielich wurde das Buch gebunden, also die Seiten miteinander befestigt und ein
Einband, damals meist aus Leder, drumherum angebracht.

Beobachtungsaufgabe:
Schau dir Bild 6 an. Warum musste man sowohl beim Drucken als auch beim Aufeinanderlegen
der Seiten sehr gut auf die richtige Reihenfolge achten?

Lsung:
Weil die Seiten nicht fortlaufend gedruckt wurden, also nicht Seite 1, Seite 2, Seite 3, sondern auf
ein Blatt wurde die erste und die letzte, die zweite und die vorletzte Seite usw. gedruckt. Schau
dir das Prinzip einmal bei einem gebundenen Buch oder eine Zeitschrift an!
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
... fr die Schule!

Johannes Gutenberg und der Buchdruck