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Testmagazin Einzelchassis-Test Vorschau: 15"-Monster-Koax Selbstbaumesse in Stuttgart 6/2010 Oktober/November
Einzelchassis-Test Vorschau: 15"-Monster-Koax Selbstbaumesse in Stuttgart 6/2010 Oktober/November K10607
Einzelchassis-Test
Vorschau:
15"-Monster-Koax
Selbstbaumesse
in Stuttgart
6/2010 Oktober/November
K10607
Traumbox vonVisaton
 Tiefste Bässe mit doppelt ventiliertem Bandpass
 Homogene Wiedergabe durch Breitband-Mitteltöner
Bebilderte Schritt-für-
 Präsentes, extrem feines Klangbild
Schritt-Anleitung
Bass bis unter 20 Hertz
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Kalotten-Tuning –
wir zeigen, wie es geht
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Kino bezahlbar
Zwei Wege extrem
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Der Dampfhammer

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6 2010 Oktober/November

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Der Phono-Problemlöser
Der Phono-Problemlöser
Breitband-Experimentierplattform Der Phono-Problemlöser  Entzerrung an jede Platte anpassbar  Ideal für

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Die Linienanordnung der insgesamt 32 Tiefmittelton-
chassis und 12 Hochtonmagnetostaten erzeugt ein sel-
ten gehörtes Klangerlebnis. Von Piano bis Tutti-Fortissimo,
vom Solo-Gesang bis zum großen Orchester, von Schmuse-
Pop bis Heavy-Metal, die Lightning ist in der Lage feinste
Musikdetails herauszubilden und im nächsten Moment
gnadenlos auch größte Dynamiksprünge wiederzugeben
ohne auch nur ansatzweise Kompressionserscheinungen
zu zeigen.
LIGHTNING
WILD THING
Der Subwoofer, der
alles kann. In Ihrem
Jetzt…
Lieblingskino sind die Tiefbässe zwar schön laut aber
irgendwie auch etwas schwammig? Bei Ihrem letzten Besuch
eines Rock-Konzertes fehlte Ihnen ein bisschen „Schwärze“
bei der Bass-Drum-Übertragung? Wir verstehen das. Und
deshalb haben wir einen Subwoofer entwickelt, der solche
Anforderungen zumindest da perfekt erfüllt, wo man es ja
am meisten braucht: zu Hause.
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Bauvorschlagsheft „LAUTSPRECHER-SELBST-
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KLANG+TON

3

Editorial

Entdecke die Möglichkeiten

I n Kreisen der Lautsprecherselbstbauer gibt es vor allem eines: Meinungen. Sei es im Internet, auf Forentreffen, Messen und nicht zuletzt bei unseren zweimonatlichen Hörtests. Insbesondere stößt man auf die unterschiedlichsten Auffassungen, wie denn ein Lautsprecher auszusehen hat. Naja, „Aussehen“

ist da nicht wirklich gemeint – das fällt eher in den Interessensbereich der Lebenspartnerinnen unserer eifrigen Selbstbauer. Vielmehr geht es da um den In- halt, das Prinzip, nach dem der Lautsprecher aufzu- bauen sei. Da hört man: „Air-Motion-Transformer, Magnetostaten, Elektrostaten sind klasse. Hörner sind auch ganz toll und so direkt, obwohl die ja ein

vielleicht doch besser einen

Mehrwegedirektstrahler?“ Und welche Art von Ge-

häuseprinzip wäre wohl das Beste? Für die einen ist es das geschlossene Gehäuse, für die nächsten Bassreflex, wieder andere stehen auf Hornlautsprecher, Transmissionline, Tapered Quarter Wave Tube, Karlson Coupler, Bandpass Oder darf es vielleicht eine der Unterarten sein? Doppelt ventilierter Bandpass, Onken, Back-Loaded-Horn, Front-Loaded-Horn, Tapped Horn. Oder vielleicht ein Hybrid aus zweien oder mehreren der Grundprinzipien? Sie meinen, das bietet viele Möglichkeiten? Wie viele Wege sollte denn die Fre- quenzweiche haben: einen, zwei, drei, vier, fünf, oder, wie unlängst in einem Internet-Selbstbauforum zu lesen, vielleicht deren zwölf? Sollte sie passiv oder aktiv ausgeführt sein, und wenn aktiv: besser analog oder digital? Und was war noch gleich das bessere Filter bei Frequenzweichen: erster, zweiter, dritter oder vierter Ordnung? Und mit welcher Charakteristik: Bessel, Butter- worth, Linkwitz-Riley oder Tschebyscheff? Welchen Hersteller nehmen wir denn für die Chassis: Firma X oder lieber Firma Y, Hersteller Z baut aber auch gute Sachen, oder doch lieber eine Kombination von allen dreien? Gehäusematerial, Gehäusegröße und Form, Dämmmaterial, Dämpfungsmateri- al, Bauteilequalität, Kabel Sie kennen das Sprichwort: „Tausend Wege führen nach Rom“? Es sind noch deutlich mehr, die zu einem guten Lautsprecher führen. Um Ihnen mein ganz persönliches Verständnis von Lautsprechern vor Augen zu führen, lassen Sie mich einen Vergleich anstellen: Um ein meisterhaftes Bild zu schaffen, benötigt man neben Talent und Wissen auch Materialien und Werk- zeuge. So halte ich es auch mit Lautsprechern: Ich verstehe sie nicht nur als ein technisches Produkt sondern als Gesamtkunstwerk und verwende Werkzeuge, Materialien und Wissen als Mittel zum Zweck. Man schafft etwas Neues, und das muss Freude machen: Dem Entwickler beim Planen, Bauen und Testen; Ihnen beim Lesen, Nachbauen und Genießen. Mein Anliegen ist es, Ihnen spannende Selbstbau-Projekte vorzustellen, mit denen Sie Spaß beim Nachbauen haben, Musik auf höchstem Niveau genießen können – und das mit dem unglaublich guten Gefühl, das alles selbst gebaut zu haben. So freue ich mich auf die neue Aufgabe und wünsche mir, dass Sie Freude an unserem Magazin haben und uns gewogen bleiben.

Ronald Waßen

unserem Magazin haben und uns gewogen bleiben. Ronald Waßen bisschen verfärben Ronald Waßen Herzlichst Ihr E-Mail:

bisschen verfärben

Ronald Waßen
Ronald Waßen

Herzlichst Ihr

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 6/2010

aktuelle
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Infos
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1984 2009

1984

2009

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Unit Super Chassis, 77mm Schwingspulen-Durchmesser: 459,- AKTIVE SUBWOOFER-MODULE Mivoc AM80 (80W): 78,- · Mivoc

AKTIVE SUBWOOFER-MODULE

Mivoc AM80 (80W): 78,- · Mivoc AM120 (120W): 127,- Monacor SAM-2 (250W): 299,99 · Monacor SAM-1 (120W): 149,-

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Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter

KLANG+TON

4

Inhalt

KLANG+TON 4 Inhalt Bausatztest: blue planet acoustic „Lina“ Hervorragendes Koaxialchassis von Omnes in wunderschöner

Bausatztest: blue planet acoustic „Lina“

Hervorragendes Koaxialchassis von Omnes in wunderschöner Standbox Seite 12 Gehäuse und Bestückung von blue planet acoustic – Weiche von K+T

und Bestückung von blue planet acoustic – Weiche von K+T Elektronik: Thel Phonovorstufe Das ultimative „Schweizer

Elektronik: Thel Phonovorstufe

Das ultimative „Schweizer Messer“ für Plattenliebhaber

Seite 30

„Schweizer Messer“ für Plattenliebhaber Seite 30 High-End-Projekt: „Unihorn“ Universelles

High-End-Projekt: „Unihorn“ Universelles Back-Loaded-Horn mit fantastischem SEAS-Breitbänder Seite 18

mit fantastischem SEAS-Breitbänder Seite 18 Cheap Trick 251 Standbox mit Spitzenklasse-Mittelton-

Cheap Trick 251 Standbox mit Spitzenklasse-Mittelton- kalotte nach KLANG+TON-Tuning Seite 58

kalotte nach KLANG+TON-Tuning Seite 58 Visaton „VIB 170 BP“ Das Beste aus drei Welten:

Visaton „VIB 170 BP“ Das Beste aus drei Welten: Räumlichkeit, Ausgeglichenheit und Auflösung Seite 24

Räumlichkeit, Ausgeglichenheit und Auflösung Seite 24 Bausatztest: Art of Sound „Hornet“ Sensationeller

Bausatztest: Art of Sound „Hornet“ Sensationeller Air-Motion-Transformer in hochmusikalischer und hochpotenter- Musikreproduktionsmaschine

Seite 48

Themen

Bausatztest: blue planet acoustic „Lina“

12

Wunderschöne D‘Appolito-Standbox mit exzellentem Koax von Omnes für wandnahe Aufstellung Kooperation: Gehäuse von bpa; Weiche von KLANG+TON

High-End-Projekt: „Unihorn“

18

Universelles Back-Loaded-Horn für 4-Zoll- bis 8-Zoll-Tieftöner Auftakt mit dem fantastischen SEAS Exotic Breitbänder

Bausatztest: Visaton „VIB 170 BP“

24

Doppelt ventilierter Bandpass + AL170 als Breitbänder + Keramikkalotte = das Beste aus drei Welten

Elektronik: Thel Phonovorstufe

30

Das ultimative „Schweizer Messer“ für universell einstellbare RIAA-Entzerrungen

 

Bausatztest: Lautsprechershop „Needle CX“

34

Surroundset mit Koaxialchassis von Mission Klein, wohlklingend und sehr erschwinglich

Bausatztest: Monacor „Ligno“

44

Türknaufbreitbänder im geschlossenen F.a.S.T.-System Räumlich, ausgewogen, wohnraumfreundlich

Bausatztest: Art of Sound „Hornet“

48

Hochmusikalischer und hochpotenter Lautsprecher dank sensationellem Air-Motion-Transformer und PA-Tieftönern von Beyma

Einzelchassistest

52

Vier neue Chassis im K+T-Labor 15“-Koax; 12“-Tieftöner; 5“-Mitteltöner; 3“-Breitbänder im ausführlichen Einzeltest

Cheap Trick 251

58

Klassische Standbox mit sensationellem Tiefgang und Bestückung von Dayton Spitzenklasse-Mitteltonkalotte nach KLANG+TON-Umbau mit ausführlicher und bebildeter Umbauanleitung

Rubriken

 
 

Editorial

3

Inhalt

4

Leserforum

6

Magazin

8

·

Neues vom Bausatzmarkt

Händlermarkt

38

·

Die gute Adresse

Nachbestellung älterer Hefte

64

Impressum/Vertriebsadressen

65

Vorschau

66

Breitbandsinfonie höchste Ansprüche für
Breitbandsinfonie höchste Ansprüche für
älterer Hefte 64 Impressum/Vertriebsadressen 65 Vorschau 66 Breitbandsinfonie höchste Ansprüche für

KLANG+TON

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Leserbriefe

Hallo KLANG+TON, ich habe mit Begeisterung die aktuelle Aus- gabe gelesen. Besonders interessant finde ich den neuen CT250. Nun frage ich mich, ob es möglich ist, die Ge- häuse, in denen die BG20-Chassis sitzen, et- was zu verkleinern – schließlich will sich nicht jeder 1,80 m große Säulen ins Wohnzimmer stellen. Die 20er sollten doch auch mit deut- lich weniger Volumen gut zurechtkommen. Das verringert zwar etwas den Bass, dieser wird in meinem Fall aber sowieso von einem Subwoofer übernommen. Eine weitere Alternative für mich wäre der Verzicht auf den oberen Teil, sodass pro Seite nur ein BG20 zusammen mit der Hochton- Horn-Kombi seinen Dienst verrichtet. Dies würde nämlich meinen schmalen Schüler- Geldbeutel schonen. Wäre dies möglich, oder stimmt dann das Lautstärkeverhältnis aufgrund des höheren Wirkungsgrades des Hochtöners nicht mehr? Sehr wichtig ist für mich außerdem die Tona- lität: Schafft es der doch schon groß bemes- sene BG20, auch den Mitteltonbereich klar darzustellen oder muss er da gegen deutlich kleinere 10-cm-Kollegen passen?

Vielen Dank im Voraus! Grüße, Christian H.

Hallo Herr H., grundsätzlich ist die Konstruktion mit nur einem BG20 möglich – allerdings müsste das Hochtonhorn dann noch einmal um 6 Dezibel zurückgenommen werden und zudem aufgrund der geän- derten Impedanz der Tiefpassfilter kom- plett geändert werden – in dem Falle sind Sie mit dem CT230 besser bedient. Au- ßerdem reißt der Preis für den zweiten BG20 keine Löcher in den Etat. Das Volumen von etwa 50 Liter stellt für den BG20 die sinnvolle Untergrenze für den Reflexeinsatz dar - geschlossen ist es theoretisch auch mit etwa 20 bis 30 Litern getan; in der Praxis aber nicht viel weniger als die 50 Liter. Bezüglich des Betriebs mit einem Sub- woofer sehen unsere bisherigen Erfah- rungen so aus, dass wir zur explosiven Dynamik des BG20 keine Tiefton-Ergän- zungsmöglichkeiten sehen, die unterhalb eines PA-Fünfzehnzöllers in einem or- dentlich großen Gehäuse oder gar Horn rangieren. Wegen der Tonalität des BG20 würde ich mir keine Sorgen machen. Bei unserer dem CT250 eng verwandten Notch haben wir den BG20 erst weit über 5 Kilohertz getrennt.

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren, Aufmerksam wie immer habe ich die aktuelle KLANG+TON gelesen. Bei der „Notch“ aus Ausgabe 5/2009 hat es mich schon immens in den Fingern gejuckt Aber jetzt mit dem Cheap Trick 250 werde ich diesem „Jucken“ wohl auch Taten folgen lassen. Allerdings lassen Sie den geneigten Leser in Unwissenheit darüber, wie bzw. wo das Sonofil und der Noppenschaumstoff in die Gehäuse eingebracht werden sollen. Auch in dem Artikel über die „Notch“ habe ich hierzu keine Angaben gefunden. Es wäre sehr nett, wenn Sie mir diese Frage kurz be- antworten könnten. Ferner frage ich mich, ob durch hochwertigere Spulen/Kondensatoren noch eine Verbesserung möglich ist (einmal den Kostenaspekt außer Acht gelassen).

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort, mit freundlichem Gruß, R.Meier.

Sehr geehrter Herr Meier, die bisher unterschlagenen Informati- onen zum CT250 finden Sie auf unserer Webseite unter www.klangundton.de. Des Weiteren sind dort einige Korrek- turen zum letzten Heft zu finden, wie auch ein vereinfachter Bauplan zum

CT250.

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T-Redaktion

Sehr geehrte Redakteure, leider war von Ihrem in der 4ten Ausgabe für die 5te Ausgabe groß angekündigten Projekt „Vollbereichs–Lautsprecher mit Manger & Co.“ gar nichts zu finden, auch nicht in der Vorschau auf die Ausgabe Nr. 6. Als Manger-Fan würde mich interressieren, was aus diesem Projekt geworden ist und wann ich mit einer Veröffentlichung des Bei- trags rechnen kann? Mit der Bitte um kurze Rückantwort und lie- ben Grüßen, Helmut Rosenberger

Sehr geehrter Herr Rosenberger, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir das Manger-Projekt fallen gelassen haben. Scheinbar unüberwindliche lo- gistische Probleme haben zu dieser Ent- scheidung geführt. Wir bedauern dies selbst außerordentlich und möchten uns bei den Lesern entschuldigen, die diese Box sehnlichst erwartet haben.

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T-Redaktion

Einen wunderschönen, liebe Lautsprechertüftler Vielen Dank erst mal für Ihre wunderbare Zeitung. Bisher habe ich das Vergnügen gehabt, ihre CheapTricks 234 und 242 zu bauen. Ganz kurz zum CT242, der zurzeit in unserer WG-Küche für Klang sorgt: Ihr habt recht, mehr Box braucht (in der Küche) kein Mensch. Aber nun zu meiner Frage: Ich stehe kurz vor der Fertigstellung der Momos und komme jetzt an ein Problem. Die im Bausatz enthal- tene Dämmwolle ist zum Teil für die CT242 draufgegangen. Sprich ich habe jetzt zu we- nig Dämmmaterial. Erst wollte ich einfach „mit irgendwas“ vom blauen Elektrohändler auffüllen, doch wie ein kurzer Blick ins Netz verriet, gibt es Unterschiede. Also welche Dämmwolle sollte es sein, bzw. welche würde funktionieren? Ich habe noch reine Schurwol- le hier, die ich auch nehmen könnte, falls das funktioniert. Da bliebe dann aber die Frage:

Wie viel Schaf ist eine Dämmmatte und wie heiß sollte man das Schaf waschen, damit sich etwa die Dichte der Dämmwolle ergibt? Fragen über Fragen, ich hoffe Ihr habt diese oder ähnliche nicht schon zu oft gehört.

Mit freundlichen Grüßen Ein freudig angesteckter Selbstbauer Roman Frings

Hallo Herr Frings, so ein Schaf ist ein recht flexibles Wesen, sprich: Die im Rohzustand recht dichte Schafwolle kann genauso locker wie Po- lyesterwatte gezupft werden und ist so- gar das akustisch bessere Material – mit einem kleinen Haken: Gerade in Bassre- exboxen kann die Schafwolle im Laufe der Zeit Luftfeuchtigkeit ziehen und wie- der in sich zusammenfallen. Neben den geänderten akustischen Eigenschaften führt dies auch zu einem unangenehmen Geruch der Marke „Nasser Hund“. Im Zweifelsfall also lieber auf das stabilere Nicht-Naturprodukt setzen.

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T-Redaktion

Hallo liebe Redaktion, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin stolzer Besitzer eines Boxenpaares CT 206 aus KLANG+TON 2/04, mit denen ich auch sehr zufrieden bin. Doch ist es nun an der Zeit, das Ganze zu einem Surroundset zu er- weitern. Sehr gefallen hat mir der Bauvorschlag Om- nes Audio HK 17 aus KLANG+TON 2/2005. Nun zu meiner Frage: Würden Center und Rear der HK 17 klanglich mit den CT206 har-

monieren? Oder, was noch besser wäre: Ist es möglich, Center und Rear der HK 17 mit den im CT206 verwendeten Mivoc-Chassis aufzu- bauen? Tieftöner Mivoc WPP 180 und Hoch- töner Mivoc HGH 258 FN) Inwieweit müssten dann Änderungen an den Frequenzweichen von Center und Rear vorgenommen werden? Für alle entstandenen Mühen bedanke ich mich schon einmal und verbleibe als treuer Leser

mit freundlichen Grüßen, Dennis Kunde

Sehr geehrter Herr Kunde,

gleich einmal die schlechte Nachricht vorneweg: Die Omnes-Audio-Chassis sind nicht mehr lieferbar – also erübrigt sich die Überlegung bezüglich der Kom- binierbarkeit. Ein Nachbau der Gehäuse mit den Mi- voc-Chassis erscheint uns nach kurzer Überprüfung ein realistischer Plan zu sein – allerdings ohne den Anspruch technischer Perfektion. Für die (geschlossenen) Rear-Speaker können Sie die Weiche des Mittel- und Hochtonzweigs von CT206 übernehmen – die Schwäche des Tief- und Grundton- bereichs können Sie zumindest teilweise durch wandnahe Montage kompensie- ren, den Rest übernimmt ohnehin der Subwoofer. Den Center bauen Sie eben- falls geschlossen mit der originalen 2 1/2- Wege-Weiche. Wie gesagt: Das sind sicherlich keine per- fekt abgestimmten Lautsprecher – funk- tionieren wird es aber.

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T-Redaktion

Guten Tag, wie wäre es, mal die Onkem und TL-Reso- nator-Theorie zu durchleuchten und Formeln oder Regeln zur Umdimensionierung von einem Rohr zu zwei, drei oder mehreren Rohren, vielleicht sogar mit mehreren Größen oder Längen? Und wie wäre es mit einer Formel, die auch die maximale Auslenkung des Lautspre- cherers bei der höchsten Auslenkung einbe- zieht, um die optimale Öffnungsgröße zu er- rechnen, damit jegliche Strömungsgeräusche ausgeschlossen werden können – auch bei Extremsubwoofern mit 25 mm Hub oder Mit- teltönern, die gerade bei 60 Hz ihre maxima- le Auslenkung haben. Diese bewegen wegen der hohen Frequenz ja manchmal mehr Luft als ein Tieftonspezialist.

Außerdem wär es doch vielleicht ganz inte- ressant, welche Form die optimale ist; in Van- ce Dickasons Buch „Lautsprecherbau“ wird erwähnt, dass das Rohr optimalerweise eine Neigung von 6 Grad aufweisen sollte und dann die niedrigsten Strömungsgeräusche haben soll. War wegen allen Themen auch schon in allen möglichen Foren unterwegs, nur eine klare Antwort habe ich nie erhalten.

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Tittmann

Hallo Herr Tittmann, auch wir müssen an dieser Stelle wegen der Komplexität des Themas eine umfas- sende Antwort schuldig bleiben. Neben diversen käuflichen Programmen gibt es zur Berechnung von Reflexrohren auch online einige nützliche Werkzeuge: Bei- spielsweise finden Sie auf der Homepage des Lautsprechershops der Firma Iris Strassacker individuelle HiFi-Lösungen und zahlreiche Tools zu diesem Thema. Die Adresse lautet: http://www.lautspre- chershop.de/deutsch/index_tools.htm

Mit freundlichen Grüßen Ihre K+T-Redaktion

Lesertelefon

Das KLANG+TON-Team beantwor- tet gerne Fragen rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn Probleme beim Nachbau von in K+T veröffent- lichten Lautsprecher-Bauvorschlägen auftreten. Wenn Sie wichtige Fragen haben, die schnellstens geklärt werden müssen, stehen wir Ihnen

mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr

zur Verfügung. Wir sind unter der Telefonnummer

0203 4292-275

zu erreichen.

Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder Wünsche lieber schriftlich loswerden möchten, richten Sie Ihren Brief oder auch gerne Ihre E-Mail an:

KLANG+TON Leserbrief Gartroper Straße 42 47138 Duisburg Fax: 0203 4292–248 klangundton@brieden.de

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- 4-Lagen-Schwingspule

Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier”

- 4-Lagen-Schwingspule Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier” AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis - Gummisicke
- 4-Lagen-Schwingspule Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier” AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis - Gummisicke

AW 3000 49,- €

- 12” Subwoofer-Chassis

- Gummisicke

- stabiler Aluminium Druckgusskorb

- hochwertige beschichtete Membran

- Schraubanschlussterminals

- Xmax +/- 6,3 mm Bauvorschläge: K+T 4/06 + 6/06

AWM 104 55,- €

AWM 124 75,- €

- 10” und 12” Subwoofer-Chassis

- Aluminium-Druckgusskorb

- Langhubgummisicke

- Xmax +/- 9 mm

- hochwertige, beschichtete Membran

- Kapton-Schwingspule

- Schraub-Anschlussterminals

- einsetzbar in kleinsten Bassreflexgehäusen Bauvorschlag: K+T 5/06 + 6/07

KFT 130 M 50,- €

- Magnetostat mit Kaptonfolie und Kurzhorn

- Impedanz 8 Ohm

- Frequenzbereich 1.000 – 40.000 Hz

- Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08

Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08 AM
Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08 AM

AM 120 129,- €

-

Aktivmodul 120 Watt

-

einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

-

Low-Level Eingang Cinch

-

High-Level Eingang- / Ausgang

-

120 Watt R.M.S. / 250 Watt max.

Eingang- / Ausgang - 120 Watt R.M.S. / 250 Watt max. Passend für 12”- und 15”-Woofer

Passend für 12”- und 15”-Woofer sowie AWX 184

AM 80 79,- €

- Aktivmodul 80 Watt

- einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

- Low-Level Eingang Cinch

- High-Level Eingang- / Ausgang

- 80 Watt R.M.S. / 150 Watt max.

Passend für 8”- und 10”-Woofer

R.M.S. / 150 Watt max. Passend für 8”- und 10”-Woofer Besuchen Sie uns unter www.speakertrade.com Alle

Besuchen Sie uns unter www.speakertrade.com

Alle Preise incl. MwSt. zzgl. Versand- und Nachnahmekosten Vertrieb: SpeakerTrade Neuenhofer Straße 42-44 · D-42657 Solingen Tel. 0212/38 226 0 · Fax 0212/38 226 40

KLANG+TON

8

Magazin

Selbstbaumesse in Stuttgart

KLANG+TON 8 Magazin Selbstbaumesse in Stuttgart HiFi-Music-World 2010 – ab in den Süden Es ist bereits

HiFi-Music-World 2010 – ab in den Süden

Es ist bereits die achte Veranstaltung ihrer Art – auch in diesem Jahr gibt’s wieder eine Selbstbaumesse. Nachdem die Veranstaltung die letzten fünf Jahre in Gelsenkirchen gastiert hat, bekam in diesem Jahr der Süden der Republik den Zuschlag: Erstmals findet die Veranstaltung in Stuttgart statt. Der neue Veranstaltungsort verspricht interessante Möglichkeiten: Es gibt nicht nur deutlich mehr Räumlichkeiten als vorher, die Vorführsituationen werden mit 65 bis 90 Quadratmeter auch großzügiger.

Die vorläufige Ausstellerliste – bis zum Messebeginn kommen bestimmt noch Teilnehmer hinzu – sieht so aus:

Achenbach Akustik (Kooperation mit Definite Audio) – bekannte Pro- dukte wie z.B. SON-B – Tricolore mit 15“- Bass-Monitor XA38 mit 15“-Coax von Beyma, Trinity mit Mundorf AMT (mit und ohne Audiovolver von Definite Audio)

ASE

mit

Quint Audio-Engineering) – Workshop Lautsprecherentwicklung

Lommersum

(Kooperation

– Workshop Lautsprecherentwicklung Lommersum (Kooperation Der neue Veranstaltungsort in Stuttgart verspricht
– Workshop Lautsprecherentwicklung Lommersum (Kooperation Der neue Veranstaltungsort in Stuttgart verspricht

Der neue Veranstaltungsort in Stuttgart verspricht großzügige Räumlichkeiten und ein freundliches Ambiente

Blue Planet Acoustic – Referat von Klaus Methner über moderne Chassis- Konstruktion (OmnesAudio MW-/W- Serie) – Lautsprecherchassis der Mar- ken Omnes Audio, Markaudio, Tang Band und Thielaudio (USA) – Blue- Planet-Acoustic-Projekte (Triptychon aktiv/teilaktiv, Tang-Band-Horn mit W8-1772, Hi-Sprit, Spirit 6/Spirit5, Mark Start, Needle DeLuxe Sahara, Ce- rAl 4.6 – Projekte von A1 Soundtechno- logies („Lina“), Klang+Ton („Twister“, „Thiel X-Tream“) und Hobby HIFI („Take Five“) – Neue Elektronikbau- gruppen wie Digitalverstärker mit DSP in Zwei- und Mehrkanal-Ausführung

mit DSP in Zwei- und Mehrkanal-Ausführung • DefiniteAudio (Kooperation mit Achenbach Akustik)

DefiniteAudio (Kooperation mit Achenbach Akustik) – AudioVolver ll in einem vollaktiven Setup von Achen- bach Akustik

HiFi-Selbstbau – DreiZwo: schmale und kompakte 3-Wege-Standbox mit koaxialem Mittel-/Hochtöner und Sei- tenbass – Genuine: 3-Wege-Standbox mit hohem Wirkungsgrad und 3“-Mit- teltonkalotte – Little Watt: 2-Wege- Standbox mit hohem Wirkungsgrad (30-cm-Bass und 1“-Hochtonhorn) – diverse Workshops (z.B. virtuelle Laut- sprecherentwicklung mit Boxsim und Nicht-Visaton-Chassis)

Interessengemeinschaft DIY-HiFi – Präsentation der Erstplatzierten des DIY-LS-Contest 2010 – Workshop:

Lautsprecher-Entwicklung am Beispiel des Projekts „Sippo“

Lautsprechershop Iris Strassacker aktuelle Bausätze (z.B. El Nino, Ciappo, Focal Esprit, Triga Neo Pro)

Mundorf – Weichenbauteile, Zubehör und Holographic Sound Devices

Musikkammer – Tonträger

Pure Dynamics – Symmetrix ultimate integrated: symmetrischer Klasse-A- Röhrenverstärker mit KT120 – PreAmp mit MC-Phono und 6C4C-Triode- nendstufe – Keramix 3 (3 Keramikbässe pro Box) und Vmax Horn 2 (Hornlaut- sprecher mit PHL-Bässen)

Quint Audio-Engineering (Koopera- tion mit ASE Lommersum) – aktuelle Bausätze (z.B. Appollon) – Vorträge

Robert Bastanis (Kooperation mit Silvercore) – Hochwirkungsgrad-Laut- sprecher, angetrieben durch Silvercore Röhrentechnik

Schreinerei Feirtag

– 3-Wege-Horn-

lautsprecher (auch im Bassbereich) mit verschmolzenem Mittel-/Hochtonhorn

Silvercore (Kooperation mit Robert Bastanis) – Röhrentechnik an Hoch- wirkungsgrad-Lautsprechern von Ro- bert Bastanis

Wegscheider-Electronic-Design (Flurstand) – Röhrentechnik (Vor- und Endverstärker, komplett und als Bausatz); Vorführung 1 x/Tag bei HiFi- Selbstbau mit Little Watt

In diesem Jahr wird auch wieder die KLANG+TON als Aussteller präsent sein. Zwar muss deshalb leider unser für den 6. November angekündigter Hörtest in Duisburg entfallen, dafür kommen die Besucher der Messe in den Genuss unserer aktuellen Lautsprecherkonstruk- tionen. Und ganz bestimmt bringen wir noch die eine oder andere Überraschung mit nach Stuttgart.

Kontakt:

Icy-Medien GmbH Bergisch Gladbacher Str. 380 51067 Köln Telefon: 0221 9921575 Fax: 0221 9921576 Internet: www.hifi-music-world.de

Magazin

9

0221 9921576 Internet: www.hifi -music-world.de Magazin 9 Ort: · Commundo Tagungshotel Adresse: ·

Ort:

· Commundo Tagungshotel Adresse:

· Universitätsstraße 34 70569 Stuttgart

Datum:

· Samstag, 6. November

· Sonntag, 7. November

Öffnungszeiten:

· Samstag: 10–19 Uhr

· Sonntag: 10–18 Uhr

Eintrittspreise:

· Tageskarte 8 Euro

· Dauerkarte 14 Euro

Natürlich bringen wir eine ganze N Reihe von Lautsprechern mit, auch Re den Jubiläums-Cheap Trick
Natürlich bringen wir eine ganze
N
Reihe von Lautsprechern mit, auch
Re
den Jubiläums-Cheap Trick CT250
de
Wir freuen uns auf das
Wir
spannende Dreiwege-
span
Hornsystem Hor von Feirtag
Wird auf digitalem Wege für Wohlklang
sorgen: der neue Prozessor Audiovolver II
Auch das wird bestimmt
nicht leise: der neue Laut-
sprecher von Achenbach
Akustik

KLANG+TON

10

Magazin

KLANG+TON 10 Magazin Home Service bei Speaker Heaven Speaker Heaven bietet Home Listening Service für Ihre

Home Service bei Speaker Heaven

Speaker Heaven bietet Home Listening Service für Ihre Network-TSI-Modelle an. Ab sofort haben Sie auch in ent- fernteren Gebieten die Möglichkeit, sich von den Qualitäten der Network-TSI- Serie zu überzeugen. Speaker Heaven bietet ab sofort den Home-Listening- Service an. Dazu liefern die Duisburger ein Paar ihrer Juwelen auch in die entle- gensten Gebiete von Deutschland zum Probehören. Der Preis staffelt sich nach der Entfernung. Er berechnet sich nach einer Aufwandspauschale 100 Euro + je Entfernungskilometer 0,75 Euro. Der Clou an der Sache: Kommt es zu einem Kaufabschluss gibt’s das Geld bis zu 100 % komplett zurück.

Kontakt: Speaker Heaven, Duisburg Telefon: 0203 24711 Internet: www.speakerheaven.de

Duisburg Telefon: 0203 24711 Internet: www.speakerheaven.de Neuer Großer von Görlich Der Tieftöner Expolinear
Duisburg Telefon: 0203 24711 Internet: www.speakerheaven.de Neuer Großer von Görlich Der Tieftöner Expolinear

Neuer Großer von Görlich

Der Tieftöner Expolinear Görlich TT-245 G wurde in der Serie 2010 noch einmal weiterentwickelt. Die Vollko- nusmembran aus Hartschaum, die beiderseitig mit Alumini- umfolie beschichtet ist, führt zu einer sehr geringen bewegten Masse. Daraus resultieren eine exzellente Impulswiedergabe und ein guter Wir- kungsgrad. Die sehr lineare Schalldruckkurve und das exzellente Ein-Ausschwing- verhalten machen den Görlich zu einem absolut universellen Tieftöner, der tat- sächlich bis 2 kHz eingesetzt werden kann.

Expolinear Görlich TT-245 G

Preis: 580 Euro/Stück Vertrieb: Expolinear, Berlin Telefon: 030 8739454 Internet: www.expolinear.de

Berlin Telefon: 030 8739454 Internet: www.expolinear.de Great Vintage Loudspeakers Kilimanjaro-Series A604WVL und

Great Vintage Loudspeakers

Kilimanjaro-Series A604WVL und A1428WVL

Der klanglich herausragende Koaxial- oder Duplex- Lautsprecher von Lansing ist vielen Musikliebhabern be- kannt. Nach jahrelanger Erfahrung mit den unterschiedlichen Koa- xial-Chassis und 3-jähriger Entwicklungszeit für den A604WVL stellt Wolf von Langa einen entsprechenden Lautsprecher in Feldspulentechnik her. Klanglich und messtechnisch auf höchstem Niveau, beeindruckt diese Ausführung auch Kenner der Originale. Auffällig der tiefschwarze, stabile Aluminium Druckguss- Korb mit dem breit umlaufenden Ring, der 12 kg schwere Elektroantrieb mit seinen galvanisch vernickelten Polplatten und das in Schwabach handgeschlagene Blattgold auf der zentrisch angeordneten Oberwellen-Schallführung. Der A604WVL-Duplex-Breitband-Schallwandler eignet sich ausgezeichnet für den Einbau in Schallwände und als Nahfeld-Wiedergabesystem. RCA entwickelte 1936 einen Mittelton-Kompressionstreiber mit einem ausdehnten Übertragungsbereich, hoher Linearität und Verfärbungsfreiheit. Seit Jahren gilt die Serie MI-1428 und MI-14428 bei Insidern als Geheimtipp. Besonderheiten dieses Treibers sind die Papiermembran und das aufwendige Phasenkorrekturelement. Seit August 2010 sind die ersten Kilimanjaro-Series A1428WVL ausgeliefert worden und in kleinen Stückzahlen verfügbar.

Kontakt: Great Vintage Loudspeakers, Neunkirchen Telefon: 09192 996926 Internet: www.greatvintageloudspeakers.com

Hausmesse bei Stein Music

Am 30.10 und 31.10 gibt es eine weitere Auflage der inzwischen legendären Musik- tage im Turm der alten Malzfabrik. Musik, Kunst und kulinarische Genüsse auf drei Etagen, in denen keine Langeweile aufkommt. Neben seinen hochwertigen Fertigpro- dukten wird Holger Stein auch diesmal seine Selbstbau-Vorschläge präsentieren, die weit abseits des Mainstreams einen faszinierenden Musikgenuss garantieren. Nehmen Sie sich daher die Zeit, in einem einmaligen Ambiente Musik zu genießen, Erfahrungen auszutauschen und die eine oder andere Inspiration mit nach Hause zu nehmen. Stein Music Musiktage am 30.10. und 31.10.2010

Adresse: Alte Mälzerei, Hingbergstr. 103, 45468 Mülheim Telefon: 0208 32089 Internet: www.steinmusik.de

Magazin

11

Offen

und

ehrlich

Magazin 11 Offen und ehrlich Fertiglautsprecherhersteller lassen sich ja nicht so gern in die Karten sehen,

Fertiglautsprecherhersteller lassen sich ja nicht so gern in die Karten sehen, was Konstruktionsdetails angeht. Im Selbstbau sind wir da ja schon ein bisschen offener. Peter Brager vom Open Air Betrieb hat jetzt in Sachen Transpa- renz einen neuen Meilenstein gesetzt

D ie „Durchsicht“ wird ihrem Namen völlig gerecht: Der kleine Tang-Band-Breit- bänder steckt in einer klaren Acrylröhre, die freien Blick auf alle Innereien der

kleinen „Box“ gibt. Natürlich kann man den Bausatz auch separat ordern und in eine kleine Holzkiste stecken – der eigentliche Clou der Geschichte sind aber ganz klar die Röhren, die der „Durchsicht“ ein absolutes Alleinstellungsmerkmal verleihen. Unser Tipp daher an Selbstbauer: Bauen und verschenken Sie doch einmal ein Pärchen da- von – selbst Skeptiker(innen) Ihrem Hobby gegenüber werden dahinschmelzen. Aber zurück zur Technik: Die Durchsicht hat es vor langer Zeit schon einmal gegeben, damals mit einem Isophon-Breitbänder, dem das Schicksal seines Herstellers ein frü- hes Ende bescherte. Der Tang-Band-Dreizöller erschien Peter Brager schließlich als geeigneter Nachfolger, hat er doch in diversen Konstruktionen schon seine audiophi-

len Meriten unter Beweis gestellt. Als Gehäuse verwendet Brager eine Plexiglasröhre, die beidseitig Deckel mit den entsprechenden Bohrungen für Anschlüsse, Reflexrohr und Chassis erhalten hat. Die Innenverkabelung wird mit Schrumpfschlauch auf- gehübscht – aus nahe liegenden Gründen verzichtet man völlig auf Dämpfungsma- terial. Die passenden Sockel aus Eichenholz kann man natürlich ebenfalls erwerben. Der komplette Lautsprecher schlägt so mit 140 Euro pro Seite zu Buche – für das einmalige Design wahrlich nicht zu viel. Die Messungen an der fertigen Box sind in Ordnung – der Frequenzgang ist recht aus- gewogen mit auf Achse ansteigenden Höhen und einem sehr ausgewogenen Schrieb unter 30 Grad. Die Klirrmessung legt nahe, die Durchsicht allein nicht weit über 85 Dezibel hinaus auszufahren. Doch halt: Wundersame Dinge tun sich beim Hörtest: Mal schnell auf dem Schreib- tisch eingesetzt, verleihen die Röhren der Musik vom PC endlich einmal einen Charakter, mit dem sich auch der verwöhnte Hörer anfreunden kann. Der Grund- tonbereich wird hier so weit verstärkt, dass der gesamte Auftritt (auch durch den Ab- hörwinkel) extrem ausgewogen und auch substanziell tief wird – richtigen Tiefbass gibt es nicht, klar, aber das Gebotene macht auch so ordentlich Spaß und lässt nichts vermissen. Dieses Klangbild realisiert die Durchsicht genauso in einem Wandregal – gerade unter beengten Raumbedingungen eine absolute Traumlösung! Mit einem ordentlichen Subwoofer ergänzt und frei aufgestellt spielen die Röhren auch in einem größeren Raum so prächtig auf, dass man sich wirklich fragt, wozu man sich immer die Mühe mit den großen Boxen macht

Fazit

Als hübsches Geschenk, als Regalbox, als Schreibtischbeschallung oder als Satellit – die Durchsicht ist eine audiophile Kleinbox für alle Fälle – und die einmalige Kon- struktion macht sie zum absoluten Hingucker Thomas Schmidt

Open Air Durchsicht

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45

Technische Daten

Chassishersteller:

Tang Band

Vertrieb:

Open Air, Hamburg

Konstruktion:

Peter Brager

Funktionsprinzip:

Bassreflex

Bestückung:

1 x Tang Band

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

82 dB

Abmessungen (D x T):

10,0 x 28,0 cm

Kosten pro Stück:

42,50 Euro 79 Euro (Gehäuse) 19 Euro (Sockel)

(D x T): 10,0 x 28,0 cm Kosten pro Stück: 42,50 Euro 79 Euro (Gehäuse) 19
(D x T): 10,0 x 28,0 cm Kosten pro Stück: 42,50 Euro 79 Euro (Gehäuse) 19

KLANG+TON

12

Bausatztest

Chassistest:

• Omnes Audio CX 3.0 K+T 1/2010

• Omnes Audio MW 5W Seite 13

S o und nicht anders muss man in mei- nen Augen eine Box mit einer breiten

Schallwand bauen – die schmale Linie mit den farblich kontrastierenden Chas- sis nimmt der immerhin 33 Zentimeter messenden Front alle Wuchtigkeit, so dass der Eindruck eines deutlich zierlicheren Lautsprechers entsteht. Und – das freut noch mehr – der bauliche Aufwand wur- de keineswegs betrieben, um sündhaft teure Lautsprecherchassis einzubauen.

Im Gegenteil: Die komplette Bestückung stammt von Omnes Audio – ein kleines Koaxialchassis und zwei Dreizehner für die amtliche Tieftonunterstützung. Die Konstruktion stammt nicht von Blue Planet Acoustic selbst, sondern von ihrem Schweizer Vertriebspartner A1Sound Technologies, namentlich Ste- fan Zehnder, der das elegante Gehäuse entworfen hat.

Elegante D´Appolito-Box mit Koaxialchassis

Bella

Lina

Manchmal packt man ein Gerät aus und denkt einfach:

„Ja, das ist es“. So gesche- hen bei der wunderschö- nen, „Lina“ getauften Box aus dem Hause Blue Planet Acoustic

Technik

Den Bass übernehmen zwei Omnes Au- dio MW 5W – Fünfzöller mit der cha- rakteristischen weißen Membran, die die neuen Omnes Chassis alle besitzen. Praxisgerechte Parameter lassen eine gute Bassausbeute in noch kompakten Gehäusen erwarten – dank einer ausge- sprochenen Langhubsicke ist auch bei großen Pegeln kein übermäßiger Klirr zu befürchten. Die Membranresonanzen liegen außerhalb des nutzbaren Bereichs und lassen sich relativ leicht in den Griff bekommen. Die Senke im Grund- und Mittelton lässt sich mit einer geeigneten Schallwand ausgleichen. Der kleine Dreizoll-Koax CX 3.0 möchte sich gar nicht erst mit den tiefen Tönen abgeben – man hat sich hier sinnvoller- weise gar nicht erst mit dem Versuch aufgehalten, dem Zwerg Bassfähigkeit

Bausatztest

13

anzuerziehen. Dafür macht der Alu- minium-Mitteltöner ordentlich Pegel, hat einen ziemlich ausgewogenen Fre- quenzgang und verhält sich bis auf eine kleine Senke mustergültig. Mit einem so kleinen Konus bekommt man quasi als Dreingabe ein sehr gutes Rundstrahlver- halten – was dem kleinen Hochtöner in der Mitte zugute kommt. Vier Kilohertz Übernahmefrequenz sollte man etwa an- peilen, dann ist auch die Alukalotte voll da – eine Oktave von der Eigenresonanz entfernt spielt sie ohne Klirr und völlig resonanzfrei auf – eine absolut vielver- sprechende Kombination.

Gehäuse

Wie schon gesagt: Das Gehäuse der Lina kommt absolut edel daher: Eine brei- te Schallwand mit farblich abgesetzter Mitte dominiert neben dem Sockel das Erscheinungsbild. Das Gehäuse selbst ist etwas schmaler und sehr flach gehal- ten – der Koax erhält sein eigenes ge- schlossenes Gehäuse, dazu gibt es noch zwei Versteifungsbretter unterhalb des unteren Tieftöners. Die Lina kann wahl- weise geschlossen (die Empfehlung des Konstrukteurs) oder als Bassreflexbox betrieben werden – diese Entscheidung sollte man nach Begutachtung des Zu- sammenspiels zwischen Lautsprecher und Hörraum individuell treffen.

Frequenzweiche

So schön sich die Einzelchassis gemessen haben – die Entwicklung der Weiche ist zu einem gewissen Auftrag geworden. Als völlig problemlos erwies sich der Über- gang zwischen Tief- und Mitteltöner. Allerdings machen die beiden Omnes- Dreizehner so viel Pegel, dass wir zu

die beiden Omnes- Dreizehner so viel Pegel, dass wir zu Omnes Audio MW 5W Technische Daten
die beiden Omnes- Dreizehner so viel Pegel, dass wir zu Omnes Audio MW 5W Technische Daten

Omnes Audio MW 5W

Technische Daten

Hersteller:

Omnes Audio Blue Plant Acoustic, Eschborn

Bezugsquelle:

Unverb. Stückpreis

18 Euro

Chassisparameter K+T-Messung Z:

4 Ohm

Z

1 kHz:

7,5 Ohm

Z

10 kHz:

15 Ohm

Fs:

56 Hz

Re:

5,24 Ohm

Rms:

0,66 kg/s

Qms:

3,85

Qes:

0,65

Qts:

0,55

Cms:

1,11 mm/N

Mms:

7,2 g

BxL:

4,53 Tm

Vas:

14 l

Le:

0.32 mH

Sd:

95 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Kunststoff

Membran

Papier

Dustcap

Papier

Sicke

Verlustfreie Gummisicke

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

25 mm

Xmax absolut

k.A

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

ja

Sonstiges

Hinterlüftete Schwingspule

Frequenzgang für 0/15/30
Frequenzgang für 0/15/30
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
K2/K3 für 95 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) Auf dem weißen Papier sehen Sie – fast nichts.
K2/K3 für 95 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) Auf dem weißen Papier sehen Sie – fast nichts.

Auf dem weißen Papier sehen Sie – fast nichts. Auf diesen Effekt setzt die Lina, die optisch wesentlich schlanker wirkt als ihre tatsächliche Dimension

KLANG+TON

14

Bausatztest

einem relativ breiten Überlappungsbe- reich und einer Übernahmefrequenz von 900 Hertz gekommen sind – das ist gerade so an den D´Appolito-Vorgaben vorbei. Schwierigkeiten machte der Hochtöner, der sich selbst mit einem Filter dritter Ordnung nicht zur Zu- sammenarbeit überreden ließ: Verpolt oder nicht verpolt – es gab immer ir- gendwelche Phasenprobleme, die den Summenfrequenzgang beeinträchtig- ten. Erst mit einem Hochpass vierter Ordnung war Ruhe und die Flankenbil- dung vorbildlich.

Der kleine Volumenbedarf der Lina lässt eine flache Bauweise zu - optimal für eine wand- nahe Aufstellung

Bauweise zu - optimal für eine wand- nahe Aufstellung Blue Planet Acouustic/K+T Lina Frequenzgang für 0/15/30/45

Blue Planet Acouustic/K+T Lina

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m

Technische Daten

Chassishersteller:

Omnes Audio

Chassislieferant:

Blue Planet Acoustic, Eschborn

Konstruktion:

Stefan Zehnder,

Thomas Schmidt

Funktionsprinzip: Bassreflex oder geschlossen

Bestückung:

2 x Omnes Audio MW 5W 1 x Omnes Audio CX 3.0

Nennimpedanz:

4 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

90dB

B x H x T:

33 x 105,2 x 22,5 cm (mit Sockel)

Kosten pro Box:

ca. 200 Euro + Gehäuse

((Textdiagramm kt610 bpa box Zweige))
((Textdiagramm kt610 bpa box Zweige))

Messwerte

Lohn der Mühe ist ein linearer Fre- quenzgang, der lediglich eine kleine Problemstelle zeigt: Zwischen 1 und 2 Kilohertz verläuft der Frequenzgang un- ter Winkeln über dem auf Achse – klar eine kleine Störung durch den Mitteltö- ner. Ansonsten ergibt sich ein leicht fal-

Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Die Version mit geschlossenem Reflexrohr schiebt ordnetlich im Oberbass und ist in kleineren Räumen vorzuziehen

Die Version mit geschlossenem Reflexrohr schiebt ordnetlich im Oberbass und ist in kleineren Räumen vorzuziehen

lender Verlauf mit einem starken Grund- und Mitteltonbereich und sanft abfal- lenden Bässen. Das Rundstrahlverhalten ist aufgrund der speziellen Einbausitua- tion etwas ungleichmäßig – die scharfen seitlichen Kanten der Schallwand führen dazu, dass der Schalldruckpegel zwi- schen 1 und 2 Kilohertz unter Winkeln leicht über der Messung auf Achse liegt. Im Hochton ist jetzt aber alles völlig in Ordnung – vor allem unter 15 Grad er- gibt sich ein hervorragend ausgewogener Verlauf. Das Wasserfalldiagramm zeigt keinen Anlass zur Beunruhigung – die vereinzelten leichten Nachschwinger lie- gen weit unter dem Referenzpegel. Die Pegelfestigkeit der kleinen Chassis ist en- orm: Selbst bei 95 Dezibel durchschnitt- lichem Schalldruck liegen K2 und K3 deutlich unter der Ein-Prozent-Marke.

Hörtest

Ganz lässig und entspannt lässt es die Lina angehen – als Erstes fällt auf, dass der Hochtöner trotz der „englischen“ Abstimmung luftig und frei aufspielt – das hat große Klasse, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir hier mit Chas- sis zu tun haben, die pro Seite 81 Euro kosten! Bei der Tieftonwiedergabe hat uns die geschlossene Version besser ge- fallen, die im Antritt etwas schneller war. Mit dem ungekürzten Reflexrohr liegt das Augenmerk eher auf maximaler

Refl exrohr liegt das Augenmerk eher auf maximaler Das offene Rohr lässt etwas mehr Tiefbassaus- beute

Das offene Rohr lässt etwas mehr Tiefbassaus- beute erwarten, klingt aber etwas weicher. Durch Kürzen des Rohrs kann man eine individuelle Anpassung vornehmen

Tiefbassausbeute – hier kann man durch entsprechendes Kürzen noch etwas mehr Dynamik herausholen. Wie gesagt: Die Abstimmung ist raumabhängig. Be- sonders gut hat mir persönlich eine fast schon Nahfeldsituation in einem kleinen Raum gefallen, wo die Lina recht wand- nah spielte und insgesamt einen sehr ausgewogenen Eindruck machte. Die Lina läuft mit akustischer Musik zur absoluten Hochform auf – besonders Gesangsstimmen setzt sie ins rechte Licht und sortiert die beteiligten Musiker sau- ber in ein sehr breites Stereopanorama ein, wobei die Bühnentiefe auch hervor- ragend gelingt. In Sachen Pegelfestigkeit lässt die schöne Lina nichts anbrennen:

Selbst bei bösen Lautstärkeinstellungen blieb sie stets entspannt und angenehm – eine echte Dame eben.

Fazit

Es geht doch: Mit einer cleveren Idee beim Design und den richtigen Chas- sis muss eine klanglich wie optisch ge- lungene Box keinesfalls teuer sein. Wer wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu Ende.

Thomas Schmidt

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu
wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu
wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

wenig Platz hat und trotzdem eine aus- gewachsene Standbox haben möchte, dessen Suche ist hier zu

KLANG+TON

Bausatztest

16 Holzliste pro Box Material: 19-mm-MDF 1 x 97,0 x 33,0 Front 1 x 93,8
16
Holzliste pro Box
Material: 19-mm-MDF
1
x 97,0 x 33,0
Front
1
x 93,8 x 28,8
Rückwand
2
x 25,0 x 15,0
Boden/Deckel
1
x 25,0 x 15,0
Versteifung
1
x 44,0 x 15,0
Versteifung
2
x 16,0 x 6,0
Sockel
2
x 12,5 x 6,0
Sockel
2
x 32,0 x 22,5
Sockel
Material: 10-mm-MDF
4
x 10,0 x 15,0
Mitteltonkammer
Zubehör pro Box
• 1 Reflexrohr BR50 ungekürzt
• Terminal
• LS Kabel
• Schrauben
• Polyesterwatte
Lieferant: Blue Planet Acoustic, Eschborn
Aufbauanleitung
Die Lina wird auf der liegenden Frontplatte
aufgebaut – nacheinander werden das Mittel-
tongehäuse, die Versteifungen und die Außen-
wände aufgeklebt. Die Zuleitungen zum Koax
werden jetzt schon eingebracht. Nach dem
Aufkleben der Rückwand wird der Sockel mon-
tiert. Es folgen die Ausfräsungen und Löcher
für die Chassis, das Terminal und das Reflex-
rohr. Die optische Gestaltung ist Geschmacks-
sache – die Empfehlung des Konstrukteurs mit
der kontrastierenden Linie ist jedenfalls mehr
als nur einen Gedanken wert. Hinter jedes
Chassis kommt eine Matte Dämmwatte, das
Reflexrohr kann nach Belieben gekürzt werden.
Weichenbestückung
L1:
1,8 mH, Luftspule 1 mm
L2:
2,7 mH, Kernspule
L3:
0,68 mH, Luftspule 1 mm
L4:
0,15 mH, Luftspule 0,7 mm
L5:
0,10 mH Luftspule, 0,7 mm
L6:
0,22 mH Luftspule, 0,7 mm
C1:
68 μF, Elko glatt
C2:
15 μF, MKP
C3:
5,6 μF, MKP
C4:
4,7 μF, MKP
C5:
3,3 μF, MKP
R1:
1 Ohm, MOX 4 Watt
Lieferant: Blue Planet Acoustic, Eschborn

bbrs

Was soll ich kaufen, Herbert?

bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher

Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher Testredakteur für alle TV-Geräte. Keiner hat mehr Fernseher geprüft, gemessen und beurteilt als er. In seinem Beruf (kommt von Beru- fung) stellen sich Tag für Tag mehr als 20 Millionen Pixel Herberts geschultem Auge und seinen harten Messroutinen. Herbert kennt sie alle. Herbert ist auf

KLANG+TON

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High-End-Projekt

Universelles Back Loaded Horn mit edlem SEAS-Breitbänder

Der Weg ist das Ziel

Chassistest:

• SEAS X1-08 EXOTIC F8 K+T 2/2010

A nlass für die Entwicklung des hier beschriebenen Universal-Back-Loa-

ded-Horns – kurz: „Unihorn“ – war die Beschäftigung mit dem Schmackshorn von Werner Schmacks. Ein Back-Loaded- horn, beschrieben in einem bereits seit langer Zeit vergriffenen Lautsprecher- baubuch von Klinger. Dieses Schmacks- horn wird verhältnismäßig häufig nach- gebaut und mit allen möglichen Treibern der Größe 7“bis 8“ bestückt, und immer ist das Ergebnis brauchbar bis grandios – also auch eine Art von Universalhorn.

Hornlautsprecher sind ein Faszinosum. Seit Generati- onen üben sie eine unwider- stehliche Anziehungskraft auf Menschen aus, die sich mit Musikwiedergabe beschäf- tigen. Wer kennt sie nicht, die Pioniere und Helden des Lautsprecherbaus, die maß- geblich an der Entwicklung dieses überaus reizvollen Lautsprechertyps beteiligt sind: James. B. Lansing, Paul Klipsch, Werner Schmacks, Al- fred Rudolph – um nur weni- ge zu nennen. Wenn man sich mit ihren spannenden Ent- wicklungen beschäftigt, läuft einem nicht selten das Wasser im Munde zusammen

Nun hat das Schmackshorn nicht gerade die Proportionen und Dimensionen, die man sich gerne ins Wohnzimmer stellt, und ist mit ca. 50 Hz Grenzfrequenz auch im Tiefbass etwas limitiert. Also wurde flugs ein neues universell einsetz- bares Horn mit attraktiven Proportionen entwickelt. „Flugs“ dauerte in diesem Falle acht Monate. Ziele dieser Entwick- lung waren nicht nur eine tiefere untere Grenzfrequenz, geringere Größe und gefälligere Proportionen, sondern auch eine deutlich erweiterte Bandbreite von

möglichen Chassisgrößen. Es gibt für dieses Horn bis jetzt 103 sehr gut funk- tionierende AJHorn-Simulationen mit Treibern von 4“ bis 8“. Die unzähligen Zwischenschritte und Fehlschläge, die zu diesem Ergebnis geführt haben, kann keiner zählen.

Gehäuse

Es handelt sich beim Unihorn um ein Back-Loaded-Horn mit sich exponenti- ell erweiterndem Hornverlauf. Die Länge des Hornverlaufs beträgt 3,5 m, was schon verhältnismäßig viel ist. Diese Länge und die relativ geringe Hornmundfläche von gut 888 cm² lassen bereits darauf schlie-

ßen, dass es eher auf Tiefbass als auf ma- ximalen Wirkungsgrad ausgelegt ist. Da dieses Horn als Universalhorn ausgelegt ist, haben wir ein paar Anpassungsmög- lichkeiten vorgesehen:

1. Treiber bis zu einem Außendurchmes-

ser von 231 Millimetern und einem Ein-

baudurchmesser von 191 Millimetern können in eine auswechselbare Front- platte eingebaut werden.

2. Da ein Rückkammervolumen uner-

wünscht ist, gibt es eine variable Kam- mer für den Magneten des Treibers

3. Die Kammer unterhalb des Hornver-

laufs ist als Helmholtzabsorber nutzbar. Die Anpassung erfolgt über den Quer- schnitt des Kanals, das Volumen der Kammer und die Menge bzw. Art des eingebrachten Dämpfungsmaterials. Das Volumen haben wir mit eingelegten Holzstreifen reduziert. Sie haben die Maße 240 x 40 x 21 Millimeter. Davon haben wir, für das aktuelle Projekt mit dem Exotic-Breitbänder, zwölf Stück un- tergebracht und somit das Volumen der Kammer von 4,7 Liter auf 2,3 Liter redu- ziert. Damit liegt die Abstimmung genau auf der Überhöhung bei 200 Hz. Für die Bedämpfung der Kammer haben wir ein Viertel einer Matte Sonofil eingebracht. Wenn man den Kanal verschließt, bietet die Kammer alternativ Platz für die Fre- quenzweiche. Daher wird auch das Kabel vom Anschlussterminal erst hier hinein- geführt und dann erst weiter in den Hornverlauf zum Treiber. Das Anschlus- sterminal ist für Bi-Wiring ausgeführt, um sich auch hier Möglichkeiten offen- zuhalten, daher sollte auch das Kabel doppelt gelegt werden. Eine Druckkammer erwies sich in jeder Simulation als nachteilig, daher wurde darauf verzichtet. Das allerdings gestal- tete sich bei einer Hornhalsfläche von 75 cm² als nicht ganz trivial, denn der

Treiber musste ohne jegliche Volumen- vergrößerung direkt in den Hornverlauf gesetzt werden. Daher bilden die Teiler 1 und 2 nun sozusagen einen dreidimen- sionalen Beginn des Hornverlaufs. Das heißt: Der Hornverlauf beginnt nicht auf der gesamten Gehäuseinnenbreite von 314 Millimetern, sondern wird durch diese zwei Teiler auf 180 Millimeter be- grenzt. Die drei Teiler mit der Nummer 3 bilden zusammen die Aufnahme für das Magnetsystem. Jene hat einen Durch- messer von 140 Millimetern. Da die mei- sten Magnete kleiner sind, ist hier eine Anpassung per Adapter notwendig. Dazu fertigt man drei Kreisringe (Reste vom Gehäusematerial) mit einem Außen- durchmesser von 138 Millimetern und einem Innendurchmesser von ca. 2 Milli- metern über dem des Magneten. Im Falle des hier verwendeten Seas X1-08 Exotic F8 sind es 90 Millimeter. Es gibt mehre- re Möglichkeiten, diesen Adapterring zu befestigen: Man kann ihn z.B. mit Holz- schrauben auf den Teiler 4 schrauben, oder man verwendet Klettband, das aber sicherheitshalber geklebt oder getackert werden sollte. Auch eine Befestigung auf dem Magneten wäre denkbar. Da sich der Treiber mit 82 Zentimetern Höhe nicht in optimaler Hörposition befindet, wurde die Box leicht nach hin- ten geneigt. Dies wurde dadurch erreicht, dass der Boden mit der Rückwand kei- nen rechten Winkel bildet. Man kann dies aber leicht ändern, indem man die Seitenwände nicht mit dem Boden bün- dig fräst, sondern sie in ihrer rechtwink- ligen Form belässt. Multiplexplatten fal- len optisch immer unterschiedlich aus, daher könnte es bei der austauschbaren Frontplatte in Zukunft ein Problem dar- stellen, eine optisch passende zu finden. Daher sind wir gleich auf 19-Millime- ter- MDF ausgewichen und können sie so auch noch farblich absetzen, was optisch durchaus seinen Reiz hat. Die

High-End-Projekt

19

gewonnenen zwei Millimeter zu der ur- sprünglich vorgesehenen 21-Millimeter- Multiplexplatte nutzen wir für eine Lage Trittschalldämmung als Dichtung unter der Frontplatte. Auch wenn wir uns bemüht haben, den Aufbau so einfach wie möglich zu halten, ist das Projekt für Anfänger nur bedingt geeignet. Man sollte schon etwas Erfah- rung im Umgang mit Holz mitbringen und mit Stichsäge, Feile und Oberfräse umzugehen wissen.

Bestückung

Es gibt zahlreiche Chassis, die für dieses Horn in Frage kommen. In erster Linie sind das keine ausgewiesenen Hoch- wirkungsgradtreiber, sondern eher klassische HiFi-Chassis mit einem Wirkungsgrad von ca. 90 bis 94 dB im Mitteltonbereich, die Simulationen zei- gen ein paar geeignete Kandidaten. Die Bandbreite der einsetzbaren Chassisgrö- ßen reicht von 5“ bis 8“, auch 4“ wurden schon erfolgreich simuliert, allerdings müssen es dann zwei Stück pro Box sein. Den realen Auftakt macht einer der besten Breitbänder auf dem Markt: Der Seas X1-08 Exotic F8. Entgegen der schönen Retro-Optik haben wir es hier mit einem hochmodernen Breitbänder zu tun. Der filigrane Gusskorb weist riesige Belüftungsöffnungen hinter der Zentriermembran auf. Die Unterhang- schwingspule aus nichtinduktiver und verwindungssteifer Glasfaser und die Kupferkappe auf der hinteren Polplat- te tragen dazu bei, die nichtlinearen Verzerrungen drastisch zu reduzieren. Die Papiermembran mit eingearbei- teten Papyrusfasern verfügt über das ideale Gleichgewicht aus Steifigkeit und Dämpfung. Die geschäumte Gummisi- cke bringt 40 % weniger Masse auf die Waage als eine Standardgummisicke gleicher Größe. Nicht vergessen werden darf der Magnet aus Alnico, ein hervor-

Auf dem Teiler 1 ist eine Abschrägung vorgese- hen. Diese kann man gut mit Raspel und Feile anbringen

KLANG+TON

20

High-End-Projekt

KLANG+TON 20 High-End-Projekt Die Kanten des Gehäuses können aus optischen Gründen verrundet oder abgeschrägt werden

Die Kanten des Gehäuses können aus optischen Gründen verrundet oder abgeschrägt werden

ragendes Magnetmaterial, das hohe Feld- stärken erzeugen kann und wegen seiner Herstellungskosten nur in besonderen Fällen eingesetzt wird. Das vielleicht in- teressanteste Merkmal der Exotic-Treiber ist ihre neu gestaltete Zentriermembran:

Deren extrem weitmaschige Struktur in Kombination mit einer speziellen Harz- mischung weist eine hervorragende akus- tische Transparenz auf, dadurch werden Schallreflexionen an diesem Bauteil mi- nimiert. Weiterhin werden durch diese

an diesem Bauteil mi- nimiert. Weiterhin werden durch diese Die Teiler 1, 2, 3 und 4

Die Teiler 1, 2, 3 und 4 als

zusammenge-

leimter Block. Es ist ratsam mit Holzdübeln zu verhindern, dass die Platten beim Pressen verrut- schen.

Unihorn

Technische Daten

Chassishersteller:

SeasVertrieb:

Intertechnik

Konstruktion:

Ronald Waßen

Funktionsprinzip:

Back-Loadedh-Horn

Bestückung:

1 x X1-08 Exotic F8

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

 

92 dB/2.83 Volt

B x H x T:

35,6 x 96,0 x 55,7 cm

Kosten pro Box:

750 Euro + Gehäuse

Bauweise Reibungsverluste und Eigenge- räusche minimiert.

Frequenzweiche

Die Filterung kann erfreulich schlicht ausfallen, dadurch bleibt dem Chassis seine dynamische Spielweise erhalten. Sie besteht lediglich aus einem Sperr- und einem Saugkreis. Der Sperrkreis, bestehend aus C1, R1 und L1 nimmt breitbandig Pegel aus dem Bereich zwi- schen 2 kHz und 9 kHz, der Saugkreis kümmert sich um eine Membranreso- nanz bei 3,2 kHz.

((kt610 unihorn textdiagramm filter))
((kt610 unihorn textdiagramm filter))

Messungen

Der Frequenzgang ist für einen Breit- bänder in einem rückgeladenen Horn erstaunlich ausgewogen, besonders wenn man die geringen Korrekturen berück- sichtigt. Auch die Bündelung fällt ver- blüffend moderat aus, was wir auch im Hörtest feststellen konnten. Auch außer- halb der Achse bleibt der Lautsprecher tonal ausgewogen, den besten Eindruck hatten wir unter etwa 20°. Der Wirkungsgrad liegt mit 92 dB/1 W/ 1 m nicht überragend hoch, aber den- noch auf dem Niveau eines guten 12“- oder 15“-Tieftöners. Richtig Freude kommt bei einer unteren Grenzfrequenz von 40 Hz auf. Bis auf eine kleine Stö- rung des Chassis bei 500 Hz, möglicher- weise eine Sickenresonanz, bleibt das Wasserfalldiagramm blitzsauber. Selbst

Frequenzgang für 0/15/30
Frequenzgang für 0/15/30
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
die 3,2 kHz-Störung ist erfolgreich elimi- niert. Impedanz- und Phasenverlauf sind schön gleichmäßig. Der kleine

die 3,2 kHz-Störung ist erfolgreich elimi- niert. Impedanz- und Phasenverlauf sind schön gleichmäßig. Der kleine Einbruch bei 3 kHz ist auf den Saugkreis zurückzu- führen. Der Klirrfaktor liegt überragend niedrig und vor allem sehr gleichmäßig. Selbst im Bassbereich, bei dem der Klirr- faktor durch die hohe Auslenkung der Membran naturgemäß zunimmt, bewegt er sich nur im Bereich um 1 % bei 95 dB Schalldruck – das macht neugierig auf den Hörtest.

Klang

Keine Assoziation mit einem Kleinwa- gen oder einer Familienkutsche kommt beim Hören auf, sondern die mit einem superleichten Sportwagen. Das ist Bo- denhaftung vom Feinsten. Die Mem- bran klebt förmlich an jedem Impuls. Das Horn tut dem Seas hörbar gut. Der Bass kommt schwerelos und mit Kraft, zudem richtig tief und mit Struktur. Da- bei nie übertrieben, effekthascherisch oder gar aufdringlich, sondern sehr na- türlich. Hochfrequente Instrumente wie Triangel und Becken werden mit Sub- stanz und Farbenreichtum dargestellt. Stimmen und Instrumente haben Kör- per und Konturen und stehen geradezu greifbar im Raum. Das Flair, die Aura, die Stimmung eines Livekonzerts wird wie selbstverständlich dargereicht – das gilt für alle Musikrichtungen. Die akribische Darstellung von Nebengeräuschen wie

Zur Verdeutlichung des Aufbaus sieht man hier den kompletten Hornverlauf. Es fehlt noch Dam- ping10 auf dem Deckel und auf der Rückwand vor Teiler 6, sowie die Kabel

Klatschen, Umblättern, Räuspern, La- chen und vieles andere, transportiert den Hörer direkt an den Ort des Geschehens. Die Pegelfähigkeiten sind erstaunlich und reichen für Livelautstärken. Wo so viel Licht ist, gibt es auch Schatten: Die- ser Lautsprecher stellt ALLES dar, auch die Fehler von Aufnahmen. Manches werden Sie nicht mehr hören wollen, das gilt besonders für deutlich zu scharf geratene Stimmen. Die stimmigen Auf- nahmen werden Sie aber völlig neu ent- decken und genießen.

Fazit

Hornlautsprecher üben eine große Fas- zination aus, immer wieder aufs Neue. Sie haben nicht nur eine Daseinsberech- tigung, richtig ausgeführt sind sie der Königsweg.

Ronald Waßen

richtig ausgeführt sind sie der Königsweg. Ronald Waßen Acht-, Sieben- und Fünf-Zoll Tieftöner (v. oben). Ein
richtig ausgeführt sind sie der Königsweg. Ronald Waßen Acht-, Sieben- und Fünf-Zoll Tieftöner (v. oben). Ein
richtig ausgeführt sind sie der Königsweg. Ronald Waßen Acht-, Sieben- und Fünf-Zoll Tieftöner (v. oben). Ein

Acht-, Sieben- und Fünf-Zoll Tieftöner (v. oben). Ein Spielraum von 80 cm 2 bis 230 cm 2

Königsweg. Ronald Waßen Acht-, Sieben- und Fünf-Zoll Tieftöner (v. oben). Ein Spielraum von 80 cm 2

KLANG+TON

22

High-End-Projekt

KLANG+TON 22 High-End-Projekt KLANG+TON 6/2010

Aufbauanleitung

Die Teiler 1, 2, 3 und 4 werden als eErstes zu einem Block zusammengeleimt. Achten sie dabei genauestens auf Passgenauigkeit und Rechtwinkligkeit des Blocks, denn Ungenauig- keiten an dieser Stelle rächen sich beim weiteren Zusammenbau. Der weitere Zusammenbau er- folgt auf einer der Seitenwände, beginnend mit dem Deckel. Darauf folgt der bereits geleimte Block. An dieser Stelle empfehlen wir, die Boh- rung für die Kabel von der Absorberkammer in den Beginn des Hornverlaufs vorzunehmen, diese erfolgt längs den Teilern 1 und 2. Auch die Bohrung in Teiler 10 sollte jetzt erfolgen. Daraufhin leimen wir Teiler 14 mittig auf Teiler 5. Teiler 14 dient als Stabilisierung für den De- ckel. Der Deckel wird mit Damping10 beklebt – bitte darauf achten, dass der Bereich für das Versteifungsbrett frei bleibt. Nun folgen im weiteren Zusammenbau: Teiler 5, Rückwand, Teiler 6, 7, 8, 9, 13, 10, 11, Boden und schließ- lich Teiler 12. Jetzt erfolgt der Ausschnitt für das Anschlussterminal und die Kabel werden verlegt und verklebt (hier kann man PU- oder Heißkleber verwenden). Nachdem man sich vergewissert hat, nichts vergessen zu haben, leimt man die zweite Seitenwand unter Ver- wendung von reichlich Schraubzwingen oder Gewicht auf. Zum Schluss können die Seiten- wände mit dem Boden bündig gefräst werden; dadurch erreicht man die nach hinten geneigte Aufstellung. Für das Aufschrauben der Schall- wand kann man Holzschrauben oder besser Rampamuffen und Schrauben mit Metallge- winde verwenden. Der Hornverlauf hinter dem Treiber, vor dem ersten Knick, wird vollständig mit Damping10 beklebt. Bitte den Knickbereich aussparen, ebenso wie die Öffnung für die Ma- gnetaufnahme und die Kanalöffnung für den internen Helmholtzabsorber.

Zubehör pro Box

• Polklemmen

T150/130/MSU

• Dämmung

¼ Sonofil ½ DAMPING10

• 1 x IKS30 (Verpackungseinheit 25 Stück, ausreichend für 2 Lautsprecher)

• Kabel

Schrauben

2 m SC225/1

Lieferant: Intertechnik, Kerpen

Holzliste pro Box

Multiplex 21 mm

2 x 960 x 557 mm

Seitenteile

1 x 904 x 314 mm

Rückwand

1 x 557 x 314 mm

Deckel

1 x 539 x 314 mm

Boden

1 x 635 x 314 mm

Schallwand oben

1 x 635 x 314 mm

Teiler 1

2 x 340 x 132 mm

Teiler 2

3 x 310 x 314 mm

Teiler 3

1 x 175 x 314 mm

Teiler 4

1 x 350 x 314 mm

Teiler 5

1 x 330 x 314 mm

Teiler 6

1 x 315 x 314 mm

Teiler 7

1 x 325 x 314 mm

Teiler 8

1 x 215 x 314 mm

Teiler 9

1 x 282 x 314 mm

Teiler 10

1 x 200 x 314 mm

Teiler 11

1 x 177 x 314 mm

Teiler 12

1 x 313 x 314 mm

Teiler 13

Weichenbestückung

L1

0,33 mH, CFI-BANDSPULE, 0,13 OHM, AWG 14

L2

1,20 mH, AIR THERM SPULE LUT 55/30, 0,67 OHM, 0.90 mm

C1 4.7 μF, Audyn Cap Tri-Reference C2 2.2 μF, Audyn Cap Plus R1 3,9 Ohm,
C1
4.7 μF, Audyn Cap Tri-Reference
C2
2.2 μF, Audyn Cap Plus
R1
3,9 Ohm, Metalloxidwiderstand,
10
Watt, 2 %
R2
3,9 Ohm, Metalloxidwiderstand,
10
Watt, 2 %
μF, Audyn Cap Plus R1 3,9 Ohm, Metalloxidwiderstand, 10 Watt, 2 % R2 3,9 Ohm, Metalloxidwiderstand,

KLANG+TON

24

Bausatztest

3-Wege-Standbox mit doppelt ventiliertem Bandpass von Visaton

Prominenz

Den meisten ist das Kürzel „VIP“ geläufig – es steht für: „Very Important Person“; damit werden im Allgemeinen Personen be- zeichnet, die von besonderem öffentlichem Interesse sind und sich mehr oder minder eine Sonderbehandlung „verdient“ ha- ben. Aber hier geht es ja nicht um eine „sehr wichtige Person“, sondern um eine VIB: „Very Interesting Box“; also um einen sehr interessanten Lautsprecher. Genauer: um die „VIB 170 BP“

Chassistest:

• Visaton TIW 200 XS Seite 58

• Visaton AL 170 K+T 3/2001

• Visaton KE 25 SC Seite 56

D ie Bezeichnung „VIB“ wurde erst- mals für die Visaton „VIB“ aus dem

Jahre 1986 verwendet. Damals mit einem 8“-Tieftöner mit Kunststoffmembran und der ersten Visaton-Titankalotte be- stückt, ist diese Baureihe stetig weiter- entwickelt worden. Nun, ganze 24 Jahre später, beschäftigen wir uns mit dem jüngsten Spross dieser prominenten Familie.

Bestückung

Die Bestückung dieses Lautsprechers ge- hört zum Feinsten, was man derzeit im Portfolio von Visaton und auch generell am Markt finden kann. Versteckt im Ge- häuse residiert einer der besten 8“-Tief- töner: der „TIW 200 XS“. Ausgestattet ist er mit einem stabilen und gut belüfteten Druckgusskorb und einer mehrschich- tigen Wabenmembran, die hervorra- gende Stabilität mit geringer bewegter Masse verbindet, einem Schwingspulen- überhang von sagenhaften 22 Millime- tern und einem überaus potenten An- trieb. Der Tiefmitteltöner „AL 170“ kann dank einer Membranfläche von 133 cm² und einem Schwingspulenüberhang von 12 Millimetern dynamisch gut an den Tieftöner anschließen. Seine Alumini- ummembran verhält sich erstaunlich gutmütig und sein Korb ist von gleicher Art und Qualität wie der des Tieftöners. Der Hochtöner „KE 25 SC“ hat sich schon in zahlreichen Bauvorschlägen be-

Die Montage des Tieftöners ist etwas knifflig, da die Einbaubedingungen sehr knapp gehalten sind. Bitte

Die Montage des Tieftöners ist etwas knifflig, da die Einbaubedingungen sehr knapp gehalten sind. Bitte unbedingt die Bauanleitung beachten

gleich alle Bretter dort kaufen. Bei einem doppelt ventilierten Bandpass handelt es sich um eine Gehäuseart, bei der ein innenliegender Tieftöner auf zwei Bass- reflex-abgestimmte Volumina arbeitet – auf das eine mit seiner Vorderseite, auf das andere mit der Rückseite der Mem- bran. Bei geschickter Auslegung ist es möglich, eine tiefe untere Grenzfrequenz mit einem nicht ausufernden Gehäuse- volumen zu verbinden. Im Falle der „VIB 170 BP“ ist das durchaus gelungen: Sie holt aus 75 Liter Volumen eine untere Grenzfrequenz von 32 Hz/-3dB.

währt. Sein sauberer und massiver Auf- bau mit dicker Aluminiumfrontplatte, die durchdachte Konstruktion und die überaus stabile Keramikmembran zeigen sich in einem störungsfreien Ausschwin- gen, dem sehr linearen Frequenzgang mit exzellentem Rundstrahlverhalten und geringem Klirr ohne Auffälligkeiten; dieser Hochtöner lässt sich bis zu unserer Messgrenze von 22 kHz schlicht nichts zuschulden kommen.

Gehäuse

Eine gute Nachricht: Dieses schlanke und elegante Gehäuse lässt sich durch- aus auch von Anfängern aufbauen, auch wenn die Bauzeichnung zunächst kom- pliziert anmutet. Es gibt zwar ein Brett mit 30°-Gehrungen, aber das kann man zur Not auch vom Schreiner ordern oder

Frequenzweiche

Die Filterung des Tieftöners wird zu einem großen Teil mechanisch vom Bandpassgehäuse übernommen, so wird elektrisch nur ein schlichtes Filter erster Ordnung mit einer unterstützenden Im- pedanzlinearisierung benötigt. Die Filter zweiter Ordnung des Mittel- und Hoch- töners weisen keine Besonderheiten auf bis auf die erstaunlich hohe Trennfre- quenz von knapp 8 kHz. Die Idee dahin- ter: Durch den enormen Übertragungs- bereich des „AL 170“ von 100 Hz bis 8000 Hz wird der größte Bereich des Fre- quenzspektrums von nur einem Chassis übertragen, was für eine präzise Bühnen- abbildung sorgen soll.

Messungen

Wie bei Lautsprechern mit Breitbändern üblich, wurde auch hier ein zu den Hö- hen hin leicht ansteigender Frequenz- gang realisiert, um der zunehmenden Bündelung eines so großen Chassis bei hohen Frequenzen entgegenzuwirken und einen bruchlosen Übergang zum Hochtöner zu ermöglichen. Der leicht geliftete Mitteltonbereich dürfte für eine sehr offene und direkte Stimmenwieder- gabe sorgen. Auffällig sind die beiden Resonanzspitzen bei 4,8 kHz und 6,4 kHz, hervorgerufen durch die Membran- resonanzen des Tiefmitteltöners. Unter Winkel verlieren sie zunehmend Energie und sie schwingen erstaunlich schnell

sie zunehmend Energie und sie schwingen erstaunlich schnell Details der aufgesetzten Schallwand aus massivem

Details der aufgesetzten Schallwand aus massivem Akazienholz: Auf die Schattenfuge sollte man keinesfalls verzichten, sie kaschiert bestens Passungenauigkeiten

Bausatztest

25

aus – daher ist es sehr spannend, ob und wie sich das klanglich bemerkbar macht. Impedanz- und Phasenverlauf sind un- kritisch, der Klirrfaktor ist im Mittelton- bereich etwas erhöht, liegt aber insgesamt im grünen Bereich. Der Wirkungsgrad ist mit 85 dB/1 W/1 m nicht überragend hoch, ist unter Berücksichtigung der Ge- häusegröße und unteren Grenzfrequenz aber sehr okay.

Klang

Im Falle der „VIB 170 BP“ war es eine glückliche Fügung, dass der Hörtest vor der Messrunde lag, sonst wären wir vielleicht mit einer gehörigen Portion Vorurteile an diesen Lautsprecher he- rangegangen. Bandpässe gehören nicht zu unserem bevorzugten Gehäuseprinzip und Materialresonanzen gehören weg- gefiltert – so weit die Theorie. Was wir

Was man nicht verstecken kann, sollte man betonen: Die Abdeckplatte für die Einbauöff- nung des TIW 200 XS farblich abzusetzen, ist ein kluger Schachzug und ein netter Blick- fang dazu

KLANG+TON Bausatztest 26
KLANG+TON
Bausatztest
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Die sauber aufgebaute Frequenzweiche liegt gut zugänglich hinter der Montageöffnung des Tieftöners

zu hören bekamen, hätten wir aber nie- mals erwartet: einen enorm plastischen Mitteltonbereich, sehr griffig und direkt, wie man es von sehr guten Breitbändern kennt. Der Hochtöner spielt dank der hohen Trennfrequenz noch luftiger, als wir das ohnehin schon von ihm gewöhnt sind. Wie machen sich nun die Materi- alresonanzen bemerkbar? Dieser Bereich klingt keinesfalls unangenehm oder scharf, wahrscheinlich weil er so schnell ausschwingt und schmalbandig genug ist. Die S-Laute von Stimmen kommen völlig natürlich und in angemessener Lautstärke. Was man aber wahrnimmt, ist, dass dieser Bereich ungemein en- ergiereich ist, ohne zu nerven. Er wird halt von viel Membranfläche abgestrahlt und nicht von einer vergleichsweise winzigen Kalotte. Hart angerissene Gi- tarrensaiten explodieren geradezu und Schlagzeugbecken haben richtig Sub- stanz. Untermauert wird das Ganze von einem wohldosierten Grundtonbereich und einem fulminant tiefen und straf- fen Bass. So haben wir das von einem Bandpassgehäuse bislang nicht hören dürfen. Die Chassis ergänzen sich per- fekt und die Übergänge erfolgen absolut bruchlos. Wie man es auch von anderen Systemen mit Breitbändern kennt, ist die räumliche Darstellung sehr präzise und aufgeräumt; Tiefen- und Breitenstaffe- lung gestatten geradezu eine Fokussie- rung auf die Musiker. Das Tüpfelchen

VIB170 BP

Technische Daten

Technische Daten

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

Chassishersteller:

Visaton, Haan

Vertrieb:

Visaton, Haan

Konstruktion:

Visaton, Haan, Martin Kiesel

Funktionsprinzip:

Doppelt ventilierter Bandpass

Bestückung:

1 x Visaton TIW 200 XS 1 x Visaton AL170 1 x Visaton KE 25 SC

Nennimpedanz:

4 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

85 dB

B x H x T:

23,8 x 110,8 x 40,8 cm

Kosten pro Box:

ca. 600 Euro + Gehäuse

auf dem „i“ ist die völlig überraschende Pegelfestigkeit: Wenn eine wirklich große Kirchenorgel den Hörraum mit Tiefbass überflutet, wird einem angst und bange. Okay, dafür ist auch ein bisschen Verstär- kerleistung notwendig – mit den 60 Watt der SymAsym-Endstufe klingt die Visa- ton famos, um sie auszureizen; dürfen es aber gerne 200 Watt und mehr sein.

Fazit

Den Titel „Very Interesting Box“ trägt die „VIB 170 BP“ völlig zu Recht und macht ihrer langen Ahnenreihe wahrlich keine Schande, im Gegenteil: Nie war er wahrer als bei dieser VIB.

Ronald Waßen

Bausatztest

Bausatztest Holzliste MDF oder Spanplatte 19 mm Seitenwände 2 x 1108 x 408 Deckel und Boden

Holzliste

MDF oder Spanplatte 19 mm

Seitenwände

2 x 1108 x 408

Deckel und Boden

2 x 200 x 408

Front

1 x 200 x 970

Rückwand oben

1 x 200 x 826

BR-Kanäle hinten/unten

2 x 200 x 310

BR-Kanal oben

1 x 200 x 320

Mitteltongehäuse hinten

1 x 200 x 200

Mitteltongehäuse unten

1 x 200 x 100

Dreiecksplatten

2 x 200 x 116

Rahmen

1 x 200 x 360

Rückwand unten

1 x 198 x 358

Platte Tieftöner

1 x 270 x 242

3D

Sehr anschaulich ist die transparente dreidimensionale Sprengzeichnung des Gehäuses. Man bekommt einen guten Eindruck vom Aufbau und der Funkti- onsweise des doppelt ventilierten Band- passgehäuses. Unter dem schrägen Teiler, in dem der Tieftöner TIW 200 XS sitzt, befindet sich die kleinere der beiden Bassreflexkammern mit dem auch deut- lich kürzeren Bassreflexkanal. Im oberen Volumen befindet sich das, hier blau ab- gesetzte, Mitteltongehäuse.

Zubehör pro Box

• Terminal: BT 95/75

• Dämmmaterial: Schafwolle (0,5 Btl.)

• Schrauben: 5 x 30 mm 19 St. 4 x 25 mm12 St.

• Kabel: 2 x 1,5 mm² (3 m)

• Frequenzweiche: VIB 170 BP

Lieferant: Visaton, Haan

m) • Frequenzweiche: VIB 170 BP Lieferant: Visaton, Haan Weichenbestückung L1 10 mH, LR L2 4.7

Weichenbestückung

L1

10 mH, LR

L2

4.7 mH, FC

L3

0,33 mH, SP, 0,6 mm

L4

0,33 mH, SP, 0,6 mm

L5

0,15 mH, SP, 0,6 mm

C1

220 μF Elko rauh

C2

100 μF Elko spez.

C3

47 μF MKT

C4

33 μF Elko rauh

C5

6,8 μF Elko spez.

C6

1,0 μF Elko spez.

C7

2,2 μF MKP

R1

3,3 Ohm, 10 Watt

R2

1,0 Ohm, MOX

R3

1,5 Ohm, 10 Watt

R4

6,8 Ohm, MOX

R5

6,8 Ohm, MOX

Watt R2 1,0 Ohm, MOX R3 1,5 Ohm, 10 Watt R4 6,8 Ohm, MOX R5 6,8

27

KLANG+TON

28

Bausatztest

Aufbauanleitung

Man beginnt mit einer Seitenwand, auf die die Front, der obere Teil der Rückwand, Boden und Deckel sowie die Bretter für das Mitteltonge- häuse und die Reflexkanäle aufgeleimt werden. Im Mitteltongehäuse ist ein Loch (ca. 6 mm) zu bohren, durch das die Zuleitung zum AL 170 geführt werden kann (gut abdichten!). Damit das um 30° geneigte Brett des Tieftöners ex- akt positioniert verleimt werden kann, wird es zuvor mit zwei Dreiecksplatten versehen, die den korrekten Winkel sicherstellen. Außerdem muss ein großes Loch (ca. 10 mm) in die Tief- tönerplatte gebohrt werden, durch das später die 3 Kabel für die Lautsprecher durchgeführt werden. Auch dieses Loch ist gut (z.B. mit Heiß- kleber) abzudichten. Die Konstruktion kann anschließend als Einheit in die Box eingescho- ben und verleimt werden. Zuvor ist unbedingt darauf zu achten, dass der Ausschnitt für den Tieftöner an der richtigen Stelle ist. Bereits 1 oder 2 Millimeter Abweichung nach oben oder unten führen später dazu, dass der TIW 200 XS nicht mehr eingebaut werden kann, da er entweder oben mit dem Korb oder unten mit dem Magnet anstößt. Eine Prüfung der Einbau- lage ist auf jeden Fall vor dem Einbau der Tief- tönerplatte durchzuführen! Zudem müssen die Löcher für die Befestigungsschrauben an den eingezeichneten Stellen vorgebohrt werden und die Schrauben bereits einmal ein- und wie- der herausgeschraubt werden. Das erleichtert später das Festschrauben des Tieftöners unter beengten Bedingungen im fertigen Gehäuse ungemein. Schließlich wird noch der Halterahmen für die abnehmbare Rückwand um 19 mm (Material- stärke) nach innen versetzt eingeleimt und die zweite Seitenwand aufgeleimt. Die Fase ist aus optischen Gründen um die Reflexkanäle herum abgesetzt, kann aber bei Nichtvorhandensein einer Oberfräse auch durchgehend mit der Kreissäge geschnitten werden. Optional kann wie auf den Fotos eine Front aus Echtholz (hier: Akazie) aufgeschraubt oder geleimt werden. Der restliche Aufbau des Gehäuses bleibt davon unberührt, bis auf die Einfräsungen für die Chassis und die Fase, die nun natürlich auf der zusätzlichen Frontplatte erfolgen. Für eine optimale Passung werden die Ausfräsungen für die Reflexkanäle am besten nach dem Anbringen der Frontplatte mit einem Kopierfräser exakt nach den Konturen der Reflexkanäle gefräst. Für einen optisch ge- lungenen Übergang zwischen Frontplatte und Korpus empfiehlt sich eine Schattenfuge. Durch die Öffnung in der Rückwand kann spä- ter der Tieftöner mittels Inbusschrauben und einem kleinen, gewinkelten Inbusschlüssel montiert werden. Die Frequenzweiche findet auf dem Brett für den unteren Reflexkanal Platz.

Bedämpfung Eine Matte Schafwolle wird der langen Seite nach geteilt und jeweils einer der schmalen Streifen im Mitteltongehäuse aufgerollt.

der langen Seite nach geteilt und jeweils einer der schmalen Streifen im Mitteltongehäuse aufgerollt. KLANG+TON 6/2010
der langen Seite nach geteilt und jeweils einer der schmalen Streifen im Mitteltongehäuse aufgerollt. KLANG+TON 6/2010

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KLANG+TON

30

Elektronik

Phonovorstufenbausatz von Thel mit anpassbarer Entzerrung

Für alle Fälle

Eigentlich ist Thels Phono-M nicht mehr als eine gute, bezahlbare Phonovorstufe. Mit der neuesten Erweiterung aber wird sie für Freunde alter Platten geradezu unverzichtbar

E s hätte alles ganz einfach sein können – wenn man sich bei der Schallplat-

te von vornherein darauf geeinigt hätte, wie denn die Information in der Rille zu speichern ist. Das hat man aber erst in den späten Fünfzigern ernsthaft getan, und davor herrschte diesbezüglich weit- gehendes Chaos. Das Problem besteht darin, dass bei Schneiden einer Platte die tiefen Fre- quenzen massiv abgesenkt (sonst würde die Rille so breit und tief, dass man sie nicht abtatsten könnte) und die Hö- hen kräftig angehoben werden müssen

– sonst gingen sie im Rauschen unter. Phono-Kenner wissen, dass die so ge-

nannte RIAA-Kurve genau regelt, wie der Aufnahmefrequenzgang ver- und der Wiedergabefrequenzgang spiegelbildlich entzerrt werden muss. Davor hat das je- des Plattenlabel nach eigenem Gutdün- ken getan, und das führt dazu, dass es heutzutage äußerst schwierig ist, solche Platten korrekt wiederzugeben. Und das Problem betrifft nicht nur die wirklich alten Schellackplatten, sondern auch Sternstunden der Musikaufzeichnung aus der Frühzeit der Stereofonie. Manchmal hat man das Glück, die ent- sprechende Schneidekennlinie zu ken- nen, manchmal nicht: In jedem Falle braucht es einen diesbezüglich anpass-

baren Entzerrer, um die alten Schätzchen in vollem Glanz zu Gehör zu bringen. Und einen solchen hat der Staufenber- ger Elektronikspezialist Thomas Hartwig unlängst vorgestellt. Das Konzept seines Phonomoduls „Phono-M“ bot sich an, um eine vari- able Entzerrung erweitert zu werden:

Die Höhenabsenkung erfolgt hier mit einem passiven Filter zwischen den bei- den Verstärkerstufen (mit den beiden Hälften eines Operationsverstärkers vom Typ OPA 2227 realisiert), die Bassanhe- bung in der Gegenkopplung der zweiten Stufe. Dadurch hat man die Möglichkeit, beide Parameter mit dem Wechsel von je-

weils nur einem Kondensator unabhän- gig voneinander zu ändern. Und genau das geschieht hier: Die entsprechenden Bauteile für die Standard-RIAA-Kurve weichen einer Platine, auf der ein zwölf- stufiger Drehschalter und eine Vielzahl entsprechender Kondensatoren sitzen. Man kann also sowohl die Höhenanhe- bung als auch die Bassabsenkung in ma- ximal zwölf Stufen variieren – das reicht auf alle Fälle. Bleiben wir zunächst bei der „Phono-M“ an sich. Das Konzept ist ein altbewährtes und wird in letzter Zeit wieder öfter ein- gesetzt. Lange Zeit galt die einstufige, rein passive Entzerrung als der allein seligma- chende Weg, heutzutage ist man da etwas toleranter: Die teils aktive, teils passive Lösung bietet einen guten Kompromiss aus Aussteuerbarkeit, Rauscharmut und Phasenreinheit. Die eigentliche Platine ist zudem erfreu- lich bezahlbar: Das Modul kostet 79, in der Version ohne Kondensatoren (das ist die, an der man die Schalterplatinen für die variable Entzerrung anschließt) zehn Euro weniger.

Elektronik

31

Die Platine bedient sowohl MM- als

Mustergerät ist mit dem Netzteil „NT7“

auch MC-Tonabnehmer. Im ersten Fall verstärkt sie um 43 Dezibel, im zweiten um 63 – absolut praxisgerecht. Der Ein- gang ist ab Werk mit einer Impedanz von

ausgestattet. Es beherbergt einen kleinen (7 VA) Ringkerntrafo, Gleichrichtung, Siebung und zwei „Dreibeinregler“, die Ausgangsspannung ist zwischen +/-15

47 Kiloohm abgeschlossen, das passt für

und

+/-21 Volt einstellbar. Kostenpunkt:

MMs. Wer MCs korrekt abschließen will,

59

Euro.

der kann an vorgesehener Stelle einen

Um

in den Genuss der variablen Ent-

passenden Parallelwiderstand einlöten.

zerrung zu kommen, braucht man vier

Bei der Kapazität ist’s ähnlich: Serienmä-

Platinen „Phono-EQ-12“. Die gibt’s für

ßig sind 47 Picofarad eingebaut, manche

57

Euro pro Kanal, Stereo kostet also 114

MMs wollen mehr – dazu muss man den Kondensator austauschen. Um ein spielfertiges Gerät zu erstellen,

Euro. Drehknöpfe gehen extra, außerdem braucht das Gerät noch eine hübsche Verpackung. Die gibt’s bei Thel ebenfalls

braucht’s aber noch einiges mehr – zum

und

gefällt mir richtig gut: Eine aus 4

Beispiel eine Stromversorgung. Unser

mm

starken Aluplatten aufgebaute, per-

Die improvisierte Skala zeigt direkt die Eckfre- quenzen der Filter bei entsprechender Schalter- stellung an

improvisierte Skala zeigt direkt die Eckfre- quenzen der Filter bei entsprechender Schalter- stellung an KLANG+TON 6/2010

KLANG+TON

32

Elektronik

KLANG+TON 32 Elektronik Auf diesen Platinen – vier an der Zahl – sitzen die Filterkondensatoren und

Auf diesen Platinen – vier an der Zahl – sitzen die Filterkondensatoren und Drehschalter

fekt passgenau zu montierende Behau- sung kostet 115 Euro. Fehlen noch vier Cinchbuchsen und diverse Kleinteile, so dass die Addition einen Gesamtbetrag von etwa 400 Euro auswirft. Etwas Geld lässt sich sparen, wenn man das Ganze in Mono aufbaut: Eine Vielzahl der Platten, die von der variablen Entzerrung pro- tieren, stammt ohnehin aus der Vor- Stereo-Zeit. Mehr als etwa 50 Euro lassen sich so allerdings nicht einsparen. Unserem Testgerät spendierte der Her- steller eine improvisierte Frontplattenbe- schriftung in Gestalt eines Ausdrucks auf Papier. Für so etwas wären Sie bei Ihrem eigenen Gerät selbst zuständig. Das liegt auch daran, dass nicht alle Positionen der Drehschalter ab Werk mit Kondensa- toren bestückt sind, sie können noch ein paar eigene Wunsch-Entzerrungen dazu- schalten. Die mathematischen Grundla- gen, wie man bei Kenntnis der Schneide- kennlinie an die entsprechenden Werte kommt gibt’s in der Aufbauanleitung. Keine Angst: Das sind relativ simple For- meln, die auch ohne Ingenieurdiplom handhabbar sind.

Messungen

((Thel_freq.bmp))
((Thel_freq.bmp))

Die variable Entzerrung verändert zwei der drei Filtereckfrequenzen, die von der RIAA definiert wurden. Normalerwei- se setzt die Höhenabsenkung oberhalb von 2122 Hertz ein, die Tiefenanhebung unterhalb von 500,5 Hertz; die dritte Eckfrequenz von 50,05 Hertz bestimmt den Punkt, wo diese wieder aufhört. Die beiden ersten Filtergrenzfrequenzen sind die, die fürs „Equalizing“ – um nichts anderes handelt es sich bei dieser Anwendung – interessant sind. Bei der serienmäßigen Bestückung der Filter- platinen resultiert die Verschiebung der Eckpunkte im Bass in einer Anhebung von maximal vier oder einer Absenkung von maximal acht Dezibel, im Hochton- bereich sind’s plus acht und minus vier Dezibel. Stellt man alle Schalter auf die RIAA-Normwerte, ergibt sich eine Ab- weichung von der Kennlinie von etwa 0,3 Dezibel, das ist ausreichend gering. Die Messung offenbart außerdem eine obere Grenzfrequenz der Schaltung von etwa 70 Kilohertz, das ist in Ordnung. Die An- ordnung klirrt moderat, wir maßen 0,14 Prozent bei 5 mV Eingangsspannung. Auch gegen einen Fremdspannungsab- stand von rund 72 Dezibel(A) im MM- Betrieb ist nichts zu sagen.

Hörtest

Zunächst musste die Thel-Phonovor- stufe „ganz normal“ ran, also ohne die Filtereckfrequenzen zu verbiegen. Und dabei machte sie eine ausgezeichnete Figur: Sie tönt ausgewogen, mit ordent-

ausgezeichnete Figur: Sie tönt ausgewogen, mit ordent- Das Phonomodul „Phono-M“ ist die zweitgrößte

Das Phonomodul „Phono-M“ ist die zweitgrößte Phonovorstife aus dem Hause Thel. Sie verstärkt Signale von MM- und MC-Abtastern

Hause Thel. Sie verstärkt Signale von MM- und MC-Abtastern Das Netzteil NT-7 versorgt die Schaltung mit

Das Netzteil NT-7 versorgt die Schaltung mit stabilisierten Betriebsspannungen

Die Rückseite des Mustergerätes zeigt einen möglichen Aufbau: links Netzeingang und Netz- schalter, rechts Signal- und Masseanschluss

Das Prinzipschaltbild des zweistufigen Phonovor- verstärkers licher grobdynamischer Potenz und viel Gespür für

Das Prinzipschaltbild des zweistufigen Phonovor- verstärkers

licher grobdynamischer Potenz und viel Gespür für Kleinig- keiten. Ihr Rauschverhalten ist tadellos, die Eigengeräusche gehen im Rillenrauschen auch guter Schallplatten komplett unter. Ihr Bassbereich ist von der knorrigen und direkten Sorte, in den Höhen klingt sie betont sauber, ohne künst- lichen Glanz. Kommt die variable Entzerrung ins Spiel, ändert sich das Bild. Und zwar genau in die Richtung, in die man es haben will. Der Einstellbereich der Filter ist mehr als ausreichend, in der Praxis sind die Veränderungen aber subtiler, als es die Messtechnik suggeriert. Die Filter greifen genau in den Be- reichen „wo es weh tut“, will sagen: Die zwei Schalter pro Ka- nal fungieren als effektive Klangregler, mit denen man ein- fach „Bass“ und „Höhen“ so einstellt, dass es passt oder dem individuellen Geschmack entspricht. Meiner Meinung nach ein Werkzeug, das keinesfalls der Wiedergabe historischer Schallplatten vorbehalten bleiben sollte, auch moderne Pro- duktionen profitieren von den Einstellmöglichkeiten. Heut- zutage wird soviel Mieses in die Rille gepresst, dass ein be- herzter Dreh an den Schaltern wahre Wunder wirken kann.

Fazit

Funktioniert hervorragend und ist zu diesem Preis prak- tische konkurrenzlos: Thels variabler Entzerrer löst viele Probleme nicht nur historischer Plattenaufnahmen

Holger Barske

nicht nur historischer Plattenaufnahmen Holger Barske Das wertig gefertigte Gehäuse gibt‘s auch bei Thel, die

Das wertig gefertigte Gehäuse gibt‘s auch bei Thel, die Be- schriftung der Frontplatte müssen Sie selbst bewerkstelligen

Thel Phono-X, Phono-EQ-12 und Zubehör:

Thomas Hartwig Elektronik, Staufenberg Telefon: 05543/3317 Internet: www.thel.de

Lautsprecherentwicklung, Produktion und DistributionStaufenberg Telefon: 05543/3317 Internet: www.thel.de Klangwiedergabe faszinierend nahe am Orginal Die Besondere

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nur Musik… Flat 5 ab 79,00 Euro* (inkl. MwSt) TakeFive Die faszinierende Räumlichkeit eines Breitbänders

TakeFive

Die faszinierende Räumlichkeit eines Breitbänders und souveräne Tonalität eines Mehwegesystems… Entwickelt von Hobby Hifi (2/2010) Markaudio Take Five ab 220,00 Euro pro Stück (inkl. MwSt)

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KLANG+TON

34

Bausatztest

Günstiges Stereo- und Surroundset mit Mission-Koax

Rundherum rund

Ich gebe es ja zu: Das Thema Surround interessiert mich persönlich nicht so sehr – und so ist es mit der Zeit gekom- men, dass ich einen steten Wechsel in Sachen hochwertiger Stereo-Lautsprecher hatte, DVDs aber mit einem unsäg- lichen Plastik-Set vom Discounter hörte. Und dabei kann der Aufwand baulicher wie finanzieller Art für ein komplettes Surroundset absolut minimal sein. Das interessiert Sie auch? Dann lesen Sie weiter

Chassistest:

• Mission CP-10X K+T 1/2008

D er Nachteil bei einem Heimkino- Setup ist immer die schiere Anzahl

von Boxen, die gebaut werden muss. Ich kann mir vorstellen, dass daran schon einige ambitionierte Projekte gescheitert sind. Die Forderung an ein Surround- set, gerade wenn der Fokus eben doch auf Stereo liegt, lautet: Einfacher, schnell zu realisierender Aufbau und günstiger Preis. Beim Lautsprechershop Strassa- cker hat man sich auf den extrem gün-

stigen Mission-Koax CP-10X besonnen und um dieses Chassis der 20-Euro-Klas- se ein paar einfache Boxen gestrickt, die jedes handelsübliche Set um Meilen ab- hängt. Ein Bandpass-Subwoofer aus dem hauseigenen Vertriebsprogramm ergänzt das Set um die ganz tiefen Töne.

Technik

Ein Ciare-Tieftöner mit 250 Millimeter Durchmesser, wahlweise in ein Bassre- ex- oder Bandpassgehäuse eingebaut, sorgt für den profunden Untergrund. Verstärkt wird mit einem Detonation- Modul, dem DT-80, das sich durch or- dentlich Leistung und ein sehr umfang- reiches Ausstattungspaket auszeichnet – vor allem der Equalizer macht das DT- 80 zu einem sehr universellen Subwoo- fermodul.

der CP-10X – einen meiner ersten

Jaaa

Cheap Tricks habe ich mit dem Teil ge- baut – allerdings muss ich gestehen, dass

ich das Chassis damals weit unterfordert habe, indem bei CT234 der Mitteltö- ner über einen weiten Frequenzbereich parallel zu den zusätzlichen Tieftönern gelaufen ist, um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen. Dabei macht das Konuschassis auch allein eine gute

Das „Reflexrohr“ der TQWT mündet knapp über dem Boden im Sockel ist genug Platz für

Das „Reflexrohr“ der TQWT mündet knapp über dem Boden im Sockel ist genug Platz für die Frequenzweiche

Bausatztest

Figur: In einem kleinen geschlossenen Gehäuse spielt der Tiefmitteltöner bis unter 100 Hertz locker mit – in einer etwas größeren Bassreflexbox ist sogar richtig Tiefton drin, hier wird aber der maximale lineare Hub dem Pegel enge Grenzen setzen. Eine leichte Störung um 2 Kilohertz ist auf den vorgelagerten Ein- bau des Hochtöners zurückzuführen, der seinerseits ab etwa 5 Kilohertz sinnvoll eingesetzt werden kann.

Frequenzweiche

Und so wird’s auch gemacht: Mit einem Filter dritter Ordnung wird der Hochtö- ner vom Ungemach zu tiefer Töne be- freit, ein Spannungsteiler bringt ihn auf den Pegel des Tiefmitteltöners. Dieser wiederum wird mit einem Filter zweiter Ordnung getrennt. Den vorlauten Mit- teltonbereich bremst ein Saugkreis breit- bandig ein – eine schmale Absenkung der Störung bei 2 Kilohertz hat man sich ge- spart, das geht angesichts der Preisklasse auch völlig in Ordnung. Ein Wort zum aktiven Sub: Das Deto- nation erlaubt neben den üblichen Re- gelmaßnahmen auch die Anhebung des Tiefbasses um bis zu sechs Dezibel bei in 5-Hertz-Schritten wählbaren Einsatz- frequenzen. Beim Bandpass-Subwoofer, den wir aufgrund seiner kompakten Ab- messungen für das Set ausgewählt haben, bringt das herzlich wenig – die Gehäu- seabstimmung „wehrt“ sich gegen eine weitere Bassanhebung. Und so ließen wir die Regler auf neutral, was bei Trennfre- quenzregler auf etwas über „12 Uhr“ zu einer optimalen Übernahme zwischen Sub und Satellit führt.

((Textdiagramm KT610 Center+Sub Frequenzgang))
((Textdiagramm
KT610
Center+Sub
Frequenzgang))

Gehäuse

Dazu nur ganz kurz: Center und Sur- round sind ganz einfache, rechteckige Kistchen mit einem Volumen von etwa 5 Litern – das stützt den Tiefmitteltöner im Grundtonbereich – genau richtig für den Satellitenbetrieb. Die Frontlautsprecher haben dagegen ein anderes Kaliber: Hier hat man das Gehäuse der „Needle“ übernommen, ei- ner modernen Lautsprecherlegende von Berndt „Cyburgs“ Burkhard, der auch das berühmte „Viech“ entworfen hat. Die Needle ist eine extrem zierliche TQWT, eine sich erweiternde Transmissionline, bei der der Treiber zwischen einem Vier- tel und der Hälfte der Line-Länge sitzt. Die Abstimmung der Line erfolgt mit einem Reflexkanal. Durch die schmalen Fronten kann das Set optisch durchaus mit den handelsüb- lichen Designer-Surround-Sets konkur- rieren – die fünf (oder sechs, oder sie- ben) Lautsprecher lassen sich unauffällig in fast jedem Wohnraum unterbringen.

Messwerte

Wie gesagt: Die Frequenzweiche tut nur das Nötigste – das aber in einer verblüf- fend effektiven Art und Weise: Sieht man einmal von der aufgrund des Chassis- Prinzips unvermeidlichen Welligkeit ab, dann haben alle Boxen des Sets einen verblüffend linearen Frequenzgang – auf Achse mit steigendem Pegel zu den Hö- hen hin, unter Winkeln deutlich ausge- wogener und mit einem hervorragenden

Rundstrahlverhalten. Das Wasserfall- diagramm zeigt zwei kleine Problem- zonen, die wir bei einem Chassis-Preis von 21 Euro gleich mal wieder lächelnd vergessen. Surroundreceiver mit Stabi- litätsproblemen (also fast alle) freuen sich über den Impedanzverlauf, der ste- tig über 8 Ohm bleibt und auch keine allzu heftigen Phasendreher macht. In Sachen Belastbarkeit würde ich unserer 95-Dezibel-Messung auch den Status ei- ner Obergrenze zuweisen – lauter geht es unterhalb von 200 Hertz mit den kleinen Konusmembranen wirklich nicht. An- sonsten bleiben K2 und K3 brav unter der Ein-Prozent-Marke. Die Needle macht als einzige so etwas wie Bass, so dass sie auch ohne Subwooferunterstützung Mu- sik macht. Für den Surroundeinsatz mit Subwoofer würde ich vorschlagen, den Kanal zu verschließen – damit gelingt ein rundum einheitlicher Frequenzgang.

Hörtest

Mit offenem Kanal durften die Needles dann erst einmal im Stereobetrieb ran:

Angenehm, offen und für die Preisklas- se verblüffend subtil gingen die beiden schlanken Boxen mit der aufgelegten Musik um – das hat schon etwas richtig aAudiophiles und macht auch auf Dau- er Freude. Richtig Tiefbass gibt es nicht, das wird aber durch die leichte Überhö- hung im Oberbass kompensiert – es soll nicht wenige Leute geben, die nicht mehr zum zufriedenen Musikhören brauchen.

Der gelegte Center hat durch die breitere Schallwand einen etwas fülligeren Grundtonbe- reich – das kommt der Stimmenwiedergabe im Heimkino zugute

einen etwas fülligeren Grundtonbe- reich – das kommt der Stimmenwiedergabe im Heimkino zugute 35 KLANG+TON 6/2010

35

KLANG+TON

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Bausatztest

KLANG+TON 36 Bausatztest Die Weiche ist preisklassenenentsprechend schlicht aufgebaut - die Investition in höherwertige

Die Weiche ist preisklassenenentsprechend schlicht aufgebaut - die Investition in höherwertige Bauteile rentiert sich

Lautsprechershop Needle CX

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

Im bekannten Gehäuse der Needle macht der kleine Mission Koax eine hervorragende Figur, vor allem auch im Stereobetrieb

Kann man verstehen. Im Surroundbe- trieb sorgen die fünf absolut gleich be- stückten Boxen für ein phänomenales Raumerlebnis – und das mit einer prä- zisen Tonalität, die jeden Gedanken an Fertigsysteme der unteren Preisklasse komplett vergessen lässt. In Zusammen- arbeit mit einem oder mehreren Subwoo- fern kommt kein Wunsch nach größeren Boxen auf – bemüht man am Receiver die „Small-Einstellung“ mit Hochpass- lter, dann geht auch ordentlich Pegel – ideal für Konzert-DVDs, wo es auch mal ordentlich zur Sache geht. Dass es dabei immer wohltönend zugeht, dafür sorgen die hochmusikalischen Wurzeln des ge- samten Sets.

sorgen die hochmusikalischen Wurzeln des ge- samten Sets. Technische Daten Chassishersteller: Mission Vertrieb:

Technische Daten

Chassishersteller:

Mission

Vertrieb:

Lautsprechershop Strassacker Karlsruhe

Konstruktion: Berndt Burghard, Dennis Frank

Funktionsprinzip:

Geschlossen/TQWT

Bestückung:

1 x Mission CP-10X 8 Ohm

Nennimpedanz:

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

Kosten pro Stück:

82 dB

39 Euro + Gehäuse

(High-End-Ausführung 57 Euro)

Fazit

Mein Vorschlag: Bauen Sie sich das Set

der

benötigten Anzahl an kleinen Bo-

xen

und einem Subwoofer Ihrer Wahl

und

dann noch mindestens ein Paar der

CX

Needles – für diesen wunderbaren

Stereo-Lautsprecher werden Sie im Fa- milien- und Freundeskreis reißenden Absatz finden.

Thomas Schmidt

Der Rearspeaker unterscheidet sich nur durch die Chassisposi- tion vom Center – kann man so bauen, muss man aber nicht

Aufbauanleitung

Holzliste

Bausatztest

37

Weichenbestückung

Die Boxen werden alle auf der Seite liegend aufgebaut, auf der nacheinander die anderen Bretter aufgeklebt werden, bevor die zwei- te Seitenwand den Abschluss bildet. Bei der Needle werden Boden und Deckel zuletzt auf- geklebt, was den Innenraum für das Verkabeln und Bedämpfen länger zugänglich macht. Die Löcher für das Chassis und die Polklemmen werden jetzt angebracht, eine 1 Zentimeter breite Fase ist empfehlenswert. Die geschlos- senen Boxen werden mit je einer Matte Po- lyesterwatte bedämpft, bei der Line kann ein bisschen experimentiert werden – etwas mehr Dämpfung am Anfang der Line beruhigt den Frequenzgang.

Center, Rear Material: 10-mm-MDF

 

L1:

1 mH Luftspule, 1 mm

L2:

2,2 mH Rohrkernspule

2

x 26,0 x 20,0 cm

Seitenwände

L3:

0,33 mH Luftspule, 0,7mm

2

x 18,0 x 12,5 cm

Deckel, Boden

2

x 26,0 x 12,5 cm

Front, Rückwand

C1:

10 μF Elko

 

C2:

3,9 μF Elko

Front

 

C3:

2,2 μF MKT

Material: 10-mm-MDF

 

C4:

3,9 μF MKP

2 x 90,0 x 19,6 cm(Seitenwände

 

1 x 87,5 x 10,4 cm

Front

R1:

15 Ohm MOX 4 Watt

1 x 90,0 x 10,4 cm

Rückwand

R2:

3,3 Ohm MOX 4 Watt

1 x 19,6 x 12,4 cm

Deckel

R3:

10 Ohm MOX 4 Watt

 

alternativ: 16-mm-MDF

 

1 x 10,4 x 4,4 cm

Kanalbrett

Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe

1 x 77,8 x 10,4 cm

Teiler

 

1 x 25,0 x 17,0 cm

Boden

1 x 25,0 x 5,5 cm

Sockelleiste

2 x 15,0 x 5,5 cm

Sockelleiste

Zubehör pro Box

• Polklemmen

• Polyesterwatte

• Kabel

• Schrauben

• Dichtstreifen

Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe

• Kabel • Schrauben • Dichtstreifen Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe KLANG+TON 6 / 2 0 1 0
• Kabel • Schrauben • Dichtstreifen Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe KLANG+TON 6 / 2 0 1 0
• Kabel • Schrauben • Dichtstreifen Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe KLANG+TON 6 / 2 0 1 0
• Kabel • Schrauben • Dichtstreifen Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe KLANG+TON 6 / 2 0 1 0
• Kabel • Schrauben • Dichtstreifen Lieferant: Lautsprechershop, Karlsruhe KLANG+TON 6 / 2 0 1 0

KLANG+TON 6/2010