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Perlen der PA-Technik S. 55

Beryllium-Druckkammertreiber mit Hartschaum-Horn

Wiedergeborene Legende: 15"-Beyma-Tieftöner

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Preiswertes BMS-Horn

Langhub-Profitieftöner

orn • Preiswertes BMS-Horn • Langhub-Profitieftöner € 4,50 Deutschland · € 4,70 Ausland · CHF 8,80
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5/2011 August/September
K10607
Kombi-Projekt: Visaton und KLANG+TON
5 2011 August/September
Mit Traum-
Hochtöner S. 58
Mit Brett
• Perfekter Allrounder
• Gediegenes Klangbild
undWürfel
• Top-Bändchenhochtöner
Top
• Als Wandregal getarnter Lautsprecher
Allround-
• Vollwertige Stereo-Lösung
mit Subwoofer-Option
Box
• Feiner und substanzieller Klang S. 12
Perfekt
getarnt
Schreibtisch-Horn S. 60 Kleinkaliber S. 18
• Extrem knackiges Klangbild
• Miniatur-Dreiwegesystem
• Supereinfach aufzubauen
– nur 10 Liter Volumen
• Viele Treiber einsetzbar
• Breitbandige Wiedergabe
mit ordentlich Schub
• Mit aktivem Bass
universell anpassbar
Breitband
Shootout
• Sieben 8"-Breitbänder im
Mess- und Klangvergleich
Alles offen S. 50
Preisbrecher S. 48
• Mit im Feld: Preisbrecher
• Bassstarkes Dipol-Konzept
• Sehr preisgünstige
aus Ungarn und China
• Einfach aufzustellen
D’Appolito-Box
• Hörtest mit und ohne speziell
• Sattes, ausdrucksstarkes
Klangbild
• Edle Vifa-Peerless-Bestückung
• Exzellente Raumabbildung
angepasste Sperkreise S. 24
Für Kopfhörer S. 44
• Preiswerter Kopfhörer-
verstärker unter der Lupe
• Toller Klang für
unter 100 Euro
• Mit Tuning-Tipps
Testmagazin
14 Breitband-Setups
im
Klang-
vergleich

HIFI-NEUHEITEN!

Die neuen HiFi-Lautsprecherchassis bei MONACOR INTERNATIONAL. Entdecken Sie die neu eingetroffenen Tieftöner SPH-10M, SPH-8M, SPH-6M und SPH-5M mit Design-Aluminium-Druckgusskorb und besonders resonanzarmer Membran für ihre Selbstbauprojekte. Ebenfalls ganz neu sind die magnetisch geschirmten HiFi-Breitbandlautsprecher SPX-31M, SPX-30M und SPX-21M. Diese kompakten Chassis bieten innovative Lösungen für Kompakt- und Satellitensysteme mit hervorragenden klanglichen

Eigenschaften. Last but not least finden Sie mit dem DTM-104/4 und DTM-104/8 einen neuen belastbaren
Eigenschaften. Last but not least finden Sie mit dem DTM-104/4 und DTM-104/8 einen neuen belastbaren HiFi-Kalotten-
hochtöner im MONACOR-Programm der sowohl als 4-Ohm-Tweeter wie
auch als 8-Ohm-Chassis erhältlich
ist.
SPH-6MSPH-6M
SPH-8MSPH-8M
SPH-10MSPH-10M
SPX-30MSPX-30M
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DTM-104/4DTM-104/8
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SPX-21MSPX-21M
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KLANG+TON

3

Editorial

Eigenlob

Z weifellos könnte ich sagen: Ich hab’s gewusst. Hab‘ ich aber nicht. Tatsächlich war ich anfäng-

lich sogar ein wenig skeptisch. Mittlerweile aber darf ich sagen: unglaublich. Wovon die Rede ist? Von unserem Prestigeprojekt „Nada“ aus der letzten Klang+Ton-Ausgabe. Jenem Zweiwege-Monitor mit Scan-Speak-Bestückung. Nachdem der Lautsprecher nunmehr längere Zeit in Betrieb ist, trauen wir uns zu sagen: Das ist ein großer Wurf. Tatsächlich wage ich zu behaupten: Im Kompaktsegment sehe ich derzeit nicht viel, was der Nada das Wasser reichen kann. Und die Aussage er- streckt sich nicht nur auf den Selbstbaubereich, son- dern auch auf die professionell Lautsprecher bau-

ende Industrie. Das bestätigen uns einerseits Leser,

die die Box hören konnten, andererseits aber auch Hersteller und Vertriebsleute, die im Schwergewichts-High-End zu Hause sind und die mehr als sparsam dreinblicken, wenn ihnen die ersten Töne ihrer mit den Boxen verbandelten Hochpreis-Elektronik zu Ohren kommen. In dem Zu- sammenhang zeigt sich übrigens: Feine Class-A-Verstärker und die Nada, das ist eine Kombination allererster Güte. Damit erreicht man eine Auflösung und eine Plastizität auf Elektrostaten-Niveau. Dafür klopfen wir uns einerseits ein bisschen selbst auf die Schulter, wollen aber einen entscheidenden Umstand auch nicht ganz außer Acht lassen: Das, was die Damen und Herren von Scan-Speak da im dänischen Videbaek entwickeln und bauen, das ist die Crème der Lautsprechertechnologie, bei der nicht mehr viele Mitbewerber gegenhalten können. Auch das weit ausladende Hinterteil des in der Nada eingesetzten Tiefmitteltö- ners 18WU-4747T00 (okay, an der Griffigkeit der Typenbezeichnungen dürfen die Dänen noch etwas feilen) bringt uns zum zweiten Thema dieser Zeilen: der Preisentwicklung für Lautsprecherchassis mit Neodymantrieb. Die zeigt nämlich derzeit steil nach oben. Klar: Durch die Presse geistern Meldungen, nach denen China monopolistisch alle Vorkommen „seltener Erden“ besitzt und kräftig an der Preisschraube dreht. Bohrt man bei Lautsprecherherstellern etwas intensiver nach, hört man extrem Widersprüchliches: Die Aussagen reichen von: „Neodym ist alle, ab dem nächsten Jahr gibt’s keins mehr“ über Preissteigerungen von mehreren hundert Prozent bis hin zu: „Ja es ist etwas teurer geworden, aber die Preise sind nunmehr auf gesundem Niveau stabil.“ Der Verdacht, der sich einstellt, ist ein ganzer simpler: Ein verschmerz- und nach- vollziehbarer Preisanstieg (Neodym war in den letzten Jahren definitiv zu billig) wird zum Anlass genommen, drastisch an der Preisschraube für Lautsprecher zu drehen. Das ist bis zu einem gewissen Maße okay, aber bitte, liebe Hersteller und Vertriebe: nicht übertreiben. Zumal es ja auch noch den guten alten Ferrit-Antrieb gibt, der in vielen Anwen- dungen eine exzellente Alternative darstellt, wenn man das zusätzliche Gewicht in Kauf nimmt. Einige Hersteller sind, wie man hört, im Begriff genau diesen Weg zu gehen.

Holger Barske, Chefredakteur

genau diesen Weg zu gehen. Holger Barske, Chefredakteur Holger Barske E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON
genau diesen Weg zu gehen. Holger Barske, Chefredakteur Holger Barske E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON

Holger Barske

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 5/2011

aktuelle
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Infos
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1984 2009

1984

2009

aktuelle Infos 1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short,

LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK

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BESCHALLUNGSTECHNIK

1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short, KEF, ASW,

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243: 275,- · CT 244: 98,- · CT 246: 74,90 · CT 247: 30,- · CT 248: 139,-

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MK2: 189,- · Triptchon aktiv: 1189,- · Fine Line: 208,- · Dynavox TPR-43: 219,- · 248 XXL: 589,- · Acoustic Lina: 159,- · Unihorn: 395,- Unihorn: 749,- · VIB 170 BP: 529,- · Needle: ab 39,- · Hornet: 989,- Monacor Legno: 144,- · Eggo 1: 1134,- · Coco 15: 609,- · Grand Orgue: 598,- · Newtronics Gate: a.A. · W8-1772-Horn: 296,- Raduno: 829,- · Visaton Pentaton: 435,- · Allegro: 349,- · Rock 8: 239,- Tron: 1149,- · Breezer: 138,- · Monacor 10-34: 164,- · WAF: 484,- Santana: 265,- · Titania: 399,- · BB-Linked: 169,-

BAUSÄTZE HOBBY HIFI

Nycron: 303,- · PicoLino 2: 58,- · Mivoc: 279,- · CC 76: 155,-

Visaton CC 85: 97,50 · CC 86: 119,- · CC 91: 96,- · CC 92: 78,-

CC

93 The Voice Kompakt (3/09): 189,- · CC 94-Zebulon 380: 68,-

CC

95: 79,- · CC 96-Spiralino: 39,99 · CC 102-Vi-Desktop: 55,-

CC/SBTL: 134,- · CC Femto: 49,90 · CC 111 BB3TL: 55,- · CC 112

CC 113 Metronom: 239,- · Visaton Classic 200GF: 434,75

PicoLino: 54,99 · Topas BR (3/09): 359,- · Korona: 365,- Visaton Symphonie: 561,- · Pareto: ab 299,- · the Voice: 98,-

Daedalus: 219,50 · El Niño: 755,- · Triga Neo · Pro: 1148,- PaRa Sub XXL: 365,- · Hidden Sub 2x8: 166,- · V-Maxx: 1229,- Mikro Horn: 85,- · Femeto 5: 55,- · Gradient Spontan: 163,- Focal Gavotta: 323,- · V-MaxxS: 853,- · Exelline: 430,- Menuett: 529,- · Kleine Dicke: 899,-

TOP-BAUSÄTZE

Studio 12: 427,50 · Studio 24: 699,- · EX4HE (i.T.): 599,- · Pascal

XT: 259,- · Couplet: 269,- · VOX253HE: 559,- · Tang Band Titan

Fast: 199,90 · Jim Thiel Neo Monitor: 699,90 weitere auf Anfrage

AUDIOTECHNOLOGY

z.B. 6A77 (K&T 3/01) Flex Unit Super Chassis, 77mm Schwingspulen-Durchmesser:

459,-
459,-

AKTIVE SUBWOOFER-MODULE

Mivoc AM80 (80W): 78,- · Mivoc AM120 (120W): 127,- Monacor SAM-2 (250W): 299,99 · Monacor SAM-1 (120W): 149,-

Bestellservice rund um die Uhr oder Internet www.openair-speaker.de · E-Mail: info@openair-speaker.de Rentzelstraße 34 (neben der JET-Tankstelle) · 20146 Hamburg Speedversand: Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter Öffnungszeiten: Di-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

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KLANG+TON

4

Inhalt

KLANG+TON 4 Inhalt Bausatztest: „MoDiPo“ Vollbereichs-Dreiweg-Dipol mit Monacor-Chassis Seite 50 Cheap Trick 256 Mit

Bausatztest: „MoDiPo“

Vollbereichs-Dreiweg-Dipol mit Monacor-Chassis

Seite 50

Vollbereichs-Dreiweg-Dipol mit Monacor-Chassis Seite 50 Cheap Trick 256 Mit Computersimulation zum Erfolg: Mini-Horn

Cheap Trick 256

Mit Computersimulation zum Erfolg: Mini-Horn für Vier-Zoll-Breitbänder aller Klassen

Seite 60

Mini-Horn für Vier-Zoll-Breitbänder aller Klassen Seite 60 Visaton „Tabula“ & K+T „Rasa“ Innovativer

Visaton „Tabula“ & K+T „Rasa“

Innovativer Wandregal-Lautsprecher von Visaton mit optionaler Subwoofer-Ergänzung von K+T

Seite 12

Visaton mit optionaler Subwoofer-Ergänzung von K+T Seite 12 K+T-Projekt: „Sidekick“ Teilaktiver, kompakter

K+T-Projekt: „Sidekick“

Teilaktiver, kompakter Dreiwegler mit

D‘Appolito-Anordnung und Seitenbass – dank

Mivoc-Material sehr bezahlbar

Seite 18

Seitenbass – dank Mivoc-Material sehr bezahlbar Seite 18 20-cm-Breitbänder in der Breezer Sieben edle Breitbänder

20-cm-Breitbänder in der Breezer

Sieben edle Breitbänder im Vergleich in unserem Minimallautsprecher-Konzept „Breezer“

Seite 24

unserem Minimallautsprecher-Konzept „Breezer“ Seite 24 Bausatztest: Strassacker „Angara“ Highendige

Bausatztest: Strassacker „Angara“

Highendige D‘Appolito-Standbox mit zwei Wavecor-17ern und echtem Bändchen

von Audaphon im Test

Seite 58

Inhalt

5

Themen

Bausatztest & Projekt:

Visaton „Tabula“ & K+T „Rasa“

12

Händlerbausatz: Millan Lautsprecher „Dexter“

48

Innovativer Wandregal-Lautsprecher von Visaton mit optionaler Subwoofer-Ergänzung von K+T

Sehr preisgünstiger D‘Appolito-Bausatz mit traumhafter Räumlichkeit – 30 Tage Aktionspreis ab Erscheinen dieser Ausgabe!

K+T-Projekt: „Sidekick“

18

Teilaktiver, kompakter Dreiwegler mit D‘Appolito-Anordnung und Seitenbass – dank Mivoc-Material sehr bezahlbar

 

Bausatztest: „MoDiPo“

52

Vollbereichs-Dreiweg-Dipol mit Monacor-Chassis

 

Einzelchassistest

55

Spezial: 20-cm-Breitbänder in der Breezer

24

Vier Beschallungs-Exoten im Spezialtest

Sieben edle Breitbänder im Vergleich in unserem Minimallautsprecher-Konzept „Breezer“

Cheap Trick 256

60

Bausatztest: Strassacker „Angara“

32

Mit Computersimulation zum Erfolg: Mini-Horn für Vier-Zoll-Breitbänder aller Klassen

Highendige D‘Appolito-Standbox mit zwei Wavecor-17ern und echtem Bändchen von Audaphon im Test

Elektronik: Dynavox CSM-112

44

Sintrons Preiskracher-Kopfhöreramp im Test- und Tuninglabor der KLANG+TON

Rubriken

Editorial

3

Inhalt

4

Leserforum

6

Magazin

8

·

Neues vom Bausatzmarkt

Händlermarkt

38

·

Die gute Adresse

Nachbestellung älterer Hefte

64

Impressum/Vertriebsadressen

65

Vorschau

66

· Die gute Adresse Nachbestellung älterer Hefte 64 Impressum/Vertriebsadressen 65 Vorschau 66

KLANG+TON

6

Leserbriefe

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe gerade einen Lautsprecher ge- baut. Die Konstruktion weicht vom Üb-

lichen etwas ab. Das Besondere an die- sem Lautsprecher ist:

- dass er nach bestimmten Vorgaben ein Regal-Lautsprecher werden sollte

- dass ich möglichst 90°-Winkel inner- halb des Gehäuses vermeiden wollte („boxiness“ Klang)

- dass die Innenflächen gewölbt sind (auf 5 Flächen 3 verschiedene Wölbungen), um „stehende Wellen“ zu minimieren

- keine Watte, Wolle, Schaumstoff oder Teppichboden, um Lautsprecher- Energie in Wärme oder Bewegung in der Box umzuwandeln

Das Ergebnis kann sich sehen (siehe Fo- tos in der Anlage) und hören lassen.

Ein anderes Projekt habe ich auch vor ei- niger Zeit fertiggestellt. Hierbei handelt es sich um Cellos, die zu einem Stand- lautsprecher umgebaut wurden (siehe Fotos). Sie sehen gut aus (hausfrauen- freundlich) und man kann keine Blumen darauf stellen. Vor allen Dingen klingen sie sehr neutral, räumlich und dyna- misch. Falls Ihre Leser Interesse an diesen nicht ganz alltäglichen Projekten haben (es sind beide zum Selbstbau geeignet, die Kosten sind überschaubar), stehe ich gerne dazu bereit, Fragen zu beantwor- ten.

Mit freundlichen Grüßen Holger Gronau

Sehr geehrter Herr Gronau, das sieht doch sehr gut aus! Ihr Angebot nehmen wir gerne an – Leser, die sich für die Projekte Herrn Gronaus interessieren, können per E-Mail Kontakt aufnehmen, unter: golf- Uniform@t-online.de

Ihr K+T-Team

aufnehmen, unter: golf- Uniform@t-online.de Ihr K+T-Team Hallo Klang+Ton Team, die kleine Serie vom Cheap Trick 248

Hallo Klang+Ton Team, die kleine Serie vom Cheap Trick 248 zur ausgewachsenen Standbox hat mir gut gefallen. Aber warum gebt Ihr der Box erst in der letzten Ausbaustufe ein bisschen mehr Breite und abgerundete Kanten? Diese Maßnahmen beseitigen doch optimal den Baffle Step bei 3,5 kHz. Wenn man das Gehäuse gleich so breit baut, bekommt man doch sogar noch 2 Liter Volumen dazu, das dürfte dem Tief- töner doch auch gefallen (Bass noch tiefer). Auf was für eine Länge ändert sich das Reflexrohr?

wandigen CT248XL hätte in etwa 2 Liter gewonnen – will man es optimal ma- chen, dann sollte man auf etwa 15–18 Li- ter aufstocken, sprich: bei unveränderter Breite die Tiefe und eventuell die Höhe der Box verändern. Das Reflexrohr kann dann tatsächlich gleich lang gelassen werden. Bei der Störung um 3,5 Kilohertz handelt es sich nicht um den Baffle Step (der liegt bei etwa 700 Hertz), sondern um den durch die scharfe Abrisskante ungleich- mäßig abstrahlenden Hochtöner. Aber Sie haben Recht: Die Abrundung der Kante beseitigt dieses Problem.

Ihr K+T-Team

Hallo, Ihr Musikverrückten von Klang+Ton ich will mir den CT 250 bauen, allerdings in der kurzen Variante und freu mich schon riesig drauf. Jetzt hab ich noch eine Frage:

Ich möchte mir daraus eine 5.1-Sur- roundanlage aufbauen und hatte mir überlegt, da man ja am besten auf allen 5 Kanälen den gleichen Lautsprecher hat, die CT 250 einfach 5-mal zu bauen. Als Center würde ich die lange Variante wäh- len und sie querlegen, wobei die Front angeschrägt ist, um auf Ohrhöhe zu

wobei die Front angeschrägt ist, um auf Ohrhöhe zu Viele Grüße Jochen Sieper Hallo Herr Sieper,

Viele Grüße

Jochen Sieper

Hallo Herr Sieper, da sind Sie sozusagen einer optischen Täuschung erlegen. Das breitere Gehäuse ist mit- nichten eine Neukonstruk- tion, sondern lediglich eine Verbreiterung des bestehen- den Gehäuses – also ändert sich bei uns nichts am Volu- men. Für eine Mittelhoch- toneinheit wie bei uns ist das auch nicht weiter tragisch. Eine Box mit den Außenab- messungen unserer doppel-

Das Topteil 248XL ist mit geändertem Volumen, breiterer Schallwand und abgerundeten Kanten auch solo eine beeindru- ckende Box.

Strahlen. Das wäre wohl eine interessante Version, bei der ich sehr wahrscheinlich auf den Subwoofer verzichten könnte, da mein Wohnzimmer nur 20 m² hat. Nun meine Frage: Welche Alternativen gibt es als Center- und Rear-Lautsprecher und welchen Subwoofer würden Sie mir empfehlen? Im Voraus schon mal herzlichen Dank für Eure Mühe! mfg Alexander

Hallo Alexander, die Idee mit einem liegenden CT250 als Center haben wir so noch nicht gehört – das ist zumindest originell. Und ein dynamisches und pegelfestes Heimkino würde es mit 5-mal CT250 mit Sicher- heit werden. Allerdings möchten wir zu bedenken geben, dass der BG20 für den echten Heimkino-Einsatz nicht tief ge- nug hinunter spielt, also auf jeden Fall Subwooferunterstützung benötigt, die dem Hauptlautsprecher angemessen auch recht dynamisch aufspielen sollte. Das wird auf jeden Fall kein kleiner Sub- woofer. Bei einem nur 20 Quadratmeter großen Wohnzimmer wird das insgesamt umbaute Boxenvolumen dann einfach zu groß. Ganz ehrlich: Wird würden den CT250 wärmstens für das Stereo-Hören emp- fehlen und für den begrenzten Raum ein deutlich kleineres Surroundset inklusive Aktivsubwoofer planen, das sich noch gut ins Wohnzimmer integrieren lässt.

Ihr K+T-Team

Hallo Klang+Ton-Team, erst mal ein Lob für ein interessantes und sehr lesenswertes Magazin. Nach langem Hin und Her habe ich mich durchge- rungen, mal das Twister Projekt zu bau- en. Dazu habe ich 3 Fragen:

1. Laut Gehäusezeichnung ist ein Steg von 30 mm zwischen den beiden un- teren Kammern vorgesehen. Ich gehe mal davon aus, dass dieser Steg nur auf der mittleren Platte vorzusehen ist. Ansonsten sind ja beide Kammern getrennt. Ist diese Überlegung richtig?

2. Kann ich den Bassreflexkanal auch auf die Front der Box anordnen oder spricht etwas dagegen?

3. Ich würde gern einen passenden Sub- woofer dazu bauen. Welchen können sie mir empfehlen?

Lesertelefon

Das KLANG+TON-Team beantwor- tet gerne Fragen rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn Probleme beim Nachbau von in K+T veröffent- lichten Lautsprecher-Bauvorschlägen auftreten. Wenn Sie wichtige Fragen haben, die schnellstens geklärt werden müssen, stehen wir Ihnen

mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr

zur Verfügung. Wir sind unter der Telefonnummer

0203 4292-275

zu erreichen.

Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder Wünsche lieber schriftlich loswerden möchten, richten Sie Ihren Brief oder auch gerne Ihre E-Mail an:

KLANG+TON Leserbrief Gartroper Straße 42 47138 Duisburg Fax: 0203 4292–248 klangundton@brieden.de

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Ich hoffe auf viele weitere inte- ressante Beiträge von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen Frank Neugebauer

Sehr geehrter Herr Neugebauer, die Überlegung mit dem Steg ist richtig – es handelt sich natürlich um eine durch- gehende Kammer für den Tieftöner. Gegen die Verlegung des Reflexkanals auf die Vorderseite spricht überhaupt nichts. Das mit dem Subwoofer ist eine Überle- gung, die ich persönlich erst einmal nach den Bau der Twister anstellen würde. Trotz des „mageren“ Messschriebs hat der Thiel einen enormen Druck und An- tritt im Tieftonbereich, gerade in etwas kleineren Räumen. Um qualitativ und dynamisch da mitzu- halten, muss edles Material herange- schafft werden. Bei Thiel Audio gibt es passende Subwoofertreiber – vielleicht fällt uns dazu ja mal etwas ein.

Ihr K+T Team

vielleicht fällt uns dazu ja mal etwas ein. Ihr K+T Team AWX 184 149,- € -
vielleicht fällt uns dazu ja mal etwas ein. Ihr K+T Team AWX 184 149,- € -

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Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier”

- 4-Lagen-Schwingspule Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier” AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis - Gummisicke
- 4-Lagen-Schwingspule Bauvorschlag: K+T 4/09 “Das Tier” AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis - Gummisicke

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AWM 104 55,- €

AWM 124 75,- €

K+T 4/06 + 6/06 AWM 104 55,- € AWM 124 75,- € - 10” und 12”

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Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08 AM

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Aktivmodul 120 Watt

-

einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

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Low-Level Eingang Cinch

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High-Level Eingang- / Ausgang

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120 Watt R.M.S. / 250 Watt max.

Eingang- / Ausgang - 120 Watt R.M.S. / 250 Watt max. Passend für 12”- und 15”-Woofer

Passend für 12”- und 15”-Woofer sowie AWX 184

AM 80 79,- €

- Aktivmodul 80 Watt

- einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

- Low-Level Eingang Cinch

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Alle Preise incl. MwSt. zzgl. Versand- und Nachnahmekosten Vertrieb: SpeakerTrade Neuenhofer Straße 42-44 · D-42657 Solingen Tel. 0212/38 226 0 · Fax 0212/38 226 40

KLANG+TON

8

Magazin

KLANG+TON 8 Magazin Hausmesse bei Pro Hifi Höhn und die „ViPeR Monitor“ Am Tag der deutschen

Hausmesse bei Pro Hifi Höhn und die „ViPeR Monitor“

Am Tag der deutschen Einheit ist es wieder so weit – Philipp Höhn veranstaltet seine Hausmesse 2011. Am 3. Oktober von 11 bis 18 Uhr geht es im Kammermusiksaal des Vereinshauses in Saarlouis- Fraulautern (Saarbrücker Straße 5) hoch her. Mit dabei ist auch in diesem Jahr wieder die CD- und Schallplattenbörse unter der Leitung von Udo Oster von GIMMIX, die einen Eintritt von 3 Euro pro Person bedingt. Neben der gewohnt hochwertigen Elektronik liegt der Schwerpunkt auf den Lautsprechersystemen von Pro Hifi Höhn. Zu hören gibt es die „Sto- newood“, die „Hornblower 8“, die „Hornblower 12 MkII“ und, wenn sie fertig wird, die „Hornblower 15 MkII“. Natürlich sind auch „normale“ HiFi-Lautsprecher wie der Jubiläums-Bausatz „ViPeR Monitor“ (siehe Bild) sowie die bis dahin fertiggestellte „Antibes“ dabei. Alles Weitere zur Veranstal- tung und den Lautsprechern erfahren Sie über den folgenden Kontakt.

Pro-HiFi LS-Systeme, Bergstraße 2b, 66798 Wallerfangen-Kerlingen Telefon / Fax: 06837 9006118 E-Mail: mail@pro-hifi-hoehn.de, Internet: www.pro-hifi-hoehn.de

Highendiger Mini-Koax von Seas

www.pro-hifi-hoehn.de Highendiger Mini-Koax von Seas Ein hochinteressanter Mini-Koaxiallautsprecher flatterte

Ein hochinteressanter Mini-Koaxiallautsprecher flatterte uns direkt von Seas aus Norwegen ins Haus. Der L12RE/XFC setzt im Zentrum auf die bewährte und exzel- lente Seas-Gewebekalotte. Die Tieftonmembran aus schwarz eloxiertem Aluminium dient wie gewohnt als Schallführung für den Tweeter. Die Parameter der Tiefmittel- tonsektion weisen durchaus Richtung Basswiedergabe, was den highendigen Koax zum hochinteressanten Chassis für kompakte Vollbereichs-Schallwandler mit exzellenter Räumlichkeit macht. Der Deutschlandvertrieb Intertechnik ruft pro Exemplar bezahlbare 116 Euro auf. Lange werden Sie auf ein K+T-Projekt also nicht warten müssen

I.T. Electronic, Europaring 28, 50170 Kerpen Telefon: 02273 90840, Fax: 02273 908435 E-Mail: info@intertechnik.de, Internet: www.intertechnik.de

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Bauvorschlagsheft und neuer Edel-Breitbänder

Ab Ende August ist das brandneue Bauvorschlagsheft 2011/2012 von Visaton lieferbar. Gegen eine Gebühr von 5 Euro erhält der Interessierte Selbstbauer ausführliche Bauanleitungen von 11 neuen Bauvorschlägen der Haaner. Wie gewohnt sind nicht nur die Lautsprecher exzellent, sondern deren Dokumentation auch äußerst umfangreich. Zudem hat Visaton einen neuen Breitbänder im Programm. Der B80 ist ein High-End-Breit- bänder ohne Kompromisse. Beschichtete Papiermembran, hinterlüftete Zentrierspinne, Phaseplug und Neodym- antrieb sorgen für bestes Übertragungsverhalten und geringe Verzerrungen. Neben highendigen Regal- boxen eignet er sich natürlich auch optimal für die Kombination mit hochwertigen Basslautsprechern aus gleichem Hause. Mehr zum B80 gibt es in Kürze in der KLANG+TON.

Visaton GmbH & Co. KG Ohligser Straße 29-31, 42781 Haan Telefon: 02129 5520, Fax: 02129 5 5210 E-Mail: visaton@visaton.com, Internet: www.visaton.de

42781 Haan Telefon: 02129 5520, Fax: 02129 5 5210 E-Mail: visaton@visaton.com, Internet: www.visaton.de KLANG+TON 5/2011

Elektrostaten im Selbstbau

Elektrostaten sind der Traum vieler Lautsprecherentusiasten. Dieser Traum könnte dank Dirk Jesbergers flexiblem Elektrostaten-Selbstbau-Programm nun Wirklichkeit werden. Er bietet zwei Paneele in verschiedenen Größen an. Das Modul L-V ist 134 x 19 cm groß und kostet pro Stück 339 Euro, das XXL-Paneel misst 174 x 23 cm und liegt bei 489 Euro. Beide sind sowohl als Basspaneel als auch als segmentiertes Voll- bereichspaneel erhältlich. Natürlich gibt es auch den passenden Übertrager für 179 Euro und eine Hochspannungskaskade für 98 Euro. Neben den vorhandenen Ange- boten sind diese Bauteile untereinander frei kombinierbar und erlauben den Aufbau des persönlichen Traum-Elektrostaten. Wie das aussehen kann, zeigen wir Ihnen in der kommenden Ausgabe.

Silberstatic UG, Dirk Jesberger, Hindenburgstraße 38, 41749 Viersen Telefon: 02162 814651, Fax: 02162 814651 Internet: www.elektrostaten-selbstbau.de

Fax: 02162 814651 Internet: www.elektrostaten-selbstbau.de Koch Audio ist umgezogen Anfang Mai ist die Koch Audio GbR

Koch Audio ist umgezogen

Anfang Mai ist die Koch Audio GbR in ihre neuen Räume in der Rüdesheimer Straße 82-88 in Mannheim umgezogen. Nach einer Zeit von fast 20 Jahren war dies nach eigenem Bekunden einfach notwendig. Größer, schöner, besser – unter diesem Motto gibt es nun auf über 100 Quadratmetern alles, was das Selbstbauer-Herz begehrt. Chassis, Bauteile, Zubehör für den Home- und Car-HiFi-Bereich. Viele Teile sind ständig an Lager und können natürlich sofort zum Bau mitgenommen werden. Die persönliche Atmosphäre und Beratung stand schon immer im Mittelpunkt und wurde auch hier konsequent weitergeführt. Im ruhigen, lockeren Gespräch ist es immer leicht, die richtigen, individuellen Komponenten zu finden. Im Wechsel ste- hen einige Lautsprecher zum Hören bereit, hier wird das Portfolio ständig erweitert. Schauen Sie mal rein – es lohnt sich!

Koch Audio GbR, Rüdesheimer Straße 82-88, 68309 Mannheim Telefon: 0621 733582, Fax: 0621 722400 E-Mail: info@kochaudio.de, Internet: http://www.kochaudio.de

E-Mail: info@kochaudio.de, Internet: http://www.kochaudio.de Datenblätter und Bauvorschläge unter: www.vifa.de -
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KLANG+TON

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Magazin

KLANG+TON 10 Magazin Morel mit neuem europaweiten Vertrieb Den Vertrieb für die Chassis der israe- lischen

Morel mit neuem europaweiten Vertrieb

Den Vertrieb für die Chassis der israe- lischen Marke Morel hat für ganz Euro- pa die niederländische Eltim Audio BV unter der Leitung von Louis Timmers übernommen. Das äußerst highendige Gesamtlieferprogramm der Edelmarke befindet sich bei Eltim neben vielen wei- teren bestens beleumdeten Marken stän- dig auf Lager, so dass Lieferzeiten kein Thema sein sollten. Auch wir werden das sträflich vernachlässigte Thema Morel damit wieder aufgreifen und uns an die Entwicklung von Bausätzen mit den zu Recht sehr beliebten Chassis machen. Morel-Fans dürfen den kommenden Ausgaben also mit freudiger Erwartung entgegenfiebern.

Eltim Audio BV, Eenrumerweg 5, NL-9961 PC Mensingeweer, Niederlande Telefon: 0031 0595 491748, Fax: 0031 0595 491946 E-Mail: info@moreleurope.com Internet: www.moreleurope.com

Hörtests 2011

Der wohl letzte Hörtest 2011: der 1. Oktober

Der Veranstaltungsort sind wie immer die Verlagsräume in Duisburg. Los geht es jeweils um 14 Uhr, es wird um vorhe- rige Anmeldung gebeten. Das geht ent- weder per Telefon über 0203 4292-275 oder per E-Mail über klangundton@ brieden.de, Betreff „Hörtest“.

Bauteilespezialist Mundorf mit neuem Händlerkonzept

Mundorfs

Premium-Partner

W ie gut man heutzutage seine Pro- dukte an den Mann bringt, hängt

auch bei bester Ware nicht nur von der Qualität ab. Wichtig sind auch die rich- tigen Vertriebspartner, also Verkäu- fer, die fest im Thema stehen und für Händler wie Kunden nachvollziehbare Argumente bereithalten, sich für ein be- stimmtes Produkt zu entscheiden. Für den Kunden steht hier die gute Qualität sowie kompetente Beratung und Un- terstützung durch den Fachhandel im Vordergrund, und für den Händler muss sich der Aufwand, zu präsentieren und zu beraten, letztendlich lohnen. Nur ein wirtschaftlich gesunder Händler kann auf die Dauer ein wirklicher Partner und Berater des Kunden sein und darüber hinaus den Markt mit eigenen Konzep- ten und Entwicklungen bereichern. Ein solcher „echter Fachhändler“ bringt für den Kunden einen wirklichen Vorteil mit sich, der weit über das Gewähren von Rabatten hinausgeht und dabei hilft, die Freude am Selbstbau durch optimale Er- gebnisse zu erhalten. Damit ist klar, dass ein auf langfristige Kundenzufriedenheit ausgerichtetes Vertriebskonzept letzt- lich allen Beteiligten nutzt. Aus diesem Grund ruft der Kölner Bauteilespezialist Mundorf genau das ins Leben.

Wenn Sie „Mundorf“ hören, an was den- ken Sie dann? Richtig: hochwertige Fre- quenzweichenbauteile und Air Motion Transformer. Das ist grundsätzlich auch korrekt und bildet die Grundlage für den internationalen Erfolg der Kölner. Al- lerdings bieten sie auch ein komplettes Portfolio an preisgünstigen Drahtspulen, Elkos und MKPs an, welches am Markt kaum wahrgenommen wird. Zudem gibt es nur eine Handvoll wirklich en- gagierter Fachhändler, denen eine große Anzahl an „Gelegenheitsverkäufern“ gegenüber steht, die weder bevorraten noch beraten. Sie werden erst dann aktiv, wenn ein Produkt bereits „vorverkauft“

ist, da der Kunde nach einem speziellen Bauteil fragt, das er entweder ohnehin kennt oder über dessen Qualitäten er kurz zuvor von einem Fachhändler auf- geklärt worden ist. In diesem Fall ist na- türlich verführerisch, den Preis zum al- leinigen Kaufargument zu machen. Dass es nicht fair ist, sich an der einen Adresse kompetent beraten zu lassen, um dann an anderer Stelle den größtmöglichen Rabatt mitzunehmen, leuchtet ein. Es ist darüber hinaus weder im langfristigen Interesse der Kunden, die ausgerechnet ihren besten Berater – den engagierten und kompetenten Fachhandel – leer aus- gehen lassen, noch im Interesse des Her- stellers, der seine Produkte am liebsten in guten Händen und gelungenen Pro- jekten verbaut sehen möchte. Viele solcher Gelegenheitshändler tum- meln sich vorwiegend im Internet, der klassische „Lautsprecherladen um die Ecke“ ist daran kaum noch beteiligt. Aus Herstellersicht gerät die Belie- ferungssituation dadurch schnell in Schieflage, da die große Anzahl an Klein- bestellungen bei Mundorf viel Arbeit generiert und der hohe Anteil an kaum aktiven Händlern eine gute Beratung und Betreuung von passionierten DIY- lern verhindert. Auch an Werbe- und Preisaktionen beteiligen sich nur wenige Shops, wodurch das Produkt beim End- kunden ganz anders (oder buchstäblich gar nicht) ankommt.

Die Premium Partner Individual Audio

Um diese verzwickte Situation für alle Beteiligten befriedigend zu klären, hat das Mundorf-Team ein vielverspre- chendes Konzept auf die Beine gestellt:

das Premium Partner Programm. Dabei werden zwischen fünf und zehn aus- gesuchte Händler in ganz Deutschland zum Premium Partner Individual Audio „geadelt“. Diese werden von Mundorf technisch geschult und erhalten exklusiv

Spezial

11

Spezial 11 Zugriff auf die AMT-Produktpalette so- wie Sonderbauteile und -chassis. Um ein Premium Partner Individual

Zugriff auf die AMT-Produktpalette so- wie Sonderbauteile und -chassis. Um ein Premium Partner Individual Au- dio werden zu können, muss der Händler langjähige Erfahrung, eine Vorführmög- lichkeit sowie entsprechende Messtech- nik besitzen, um Raumanpassungen und Reparaturen fachgerecht ausführen zu können. So stellen die Kölner sicher, dass Mundorf-Kunden dank hervorra- gender, technisch-fundierter Beratung und einer Vorführung vor Ort die für Sie richtigen Entscheidungen treffen können. Zu einem Hobby wie dem Laut- sprecherselbstbau gehört aus Sicht des Mundorf-Teams zudem auch die Mög- lichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu tref- fen – sei es zum Hören und Fachsimpeln oder auch zum gemeinsamen Lernen durch die Teilnahme an Workshops, die bestimmte Themen vertiefen. Hier sieht das Mundorf-Team eine weitere wichtige Funktion des Fachhandels. Um die kreative Kraft des Fachhandels zu schützen, bietet Mundorf dem Pre- mium Partner Individual Audio indi-

vidualisierte Produktvarianten wie z.B. Sonderchassis für Eigenentwicklungen an, die nur bei dem Fachhändler erhält- lich sind, der das Konzept entwickelt hat. So kann der Entwickler sicher sein, selbst die Früchte seiner Arbeit zu ernten. Der Endverbraucher profitiert in Form eines breiten Angebots an interessanten und ausgereiften Konzepten. Kleinere Bau- teilehändler, Elektronikläden und Un- ternehmensgründer im Audio-Bereich haben es in Sachen Mundorf in Zukunft ebenfalls leichter, da sie über ihren Pre- mium Partner Individual Audio ohne hohe Bezugskosten und zu Gewerbe- konditionen Zugriff auf das Gesamt- programm von Mundorf haben und bei geschäftlichem Erfolg auch Direktkunde werden können. In einer regelmäßigen Anzeige, welche Sie ab der kommenden Ausgabe in der KLANG+TON finden, sind alle bereits vorhandenen Premium Partner Indivi- dual Audio mit Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Im Laufe der Zeit werden selbstverständlich weitere Partner dazu-

der Zeit werden selbstverständlich weitere Partner dazu- kommen. Wer sich wo als sinnvoll he- rausstellt, kann

kommen. Wer sich wo als sinnvoll he- rausstellt, kann sich wie immer letztend- lich nur in der Praxis zeigen. Die Verteilung der Premium Partner in Deutschland geschieht natürlich nicht zufällig, sondern wird von Mundorf basierend auf bisherigen Vertriebserfah- rungen gewählt.

Die KLANG+TON

möchte natürlich nicht außen vor blei- ben, sondern unterstützt Händler wie Hersteller bei der Realisierung des neuen Konzeptes tatkräftig. Dazu gehören unter anderem Tests von Händlerbauvorschlä- gen, welche durch für den Händler exklu- sive Bauteile und Chassis von Mundorf einzigartig sind und nur dort erhältlich sein werden. Auch Homestories, Road- shows und Händlerschulungen, über die wir ausführlich und regelmäßig berich- ten werden, stehen auf dem Plan. Wir sind äußerst gespannt auf den Start dieses vielversprechenden Konzeptes und werden alles in der Macht einer Zeit- schrift Stehende tun, um ihm zum Erfolg zu verhelfen.

Christian Gather

Zusammengerückt: das Mundorf-Team und seine Premium-Partner gehen eine enge Zusammenar- beit mit der KLANG+TON ein. Von links: Andreas Rullmann, Christian Gather, Raimund Mundorf und Mirko Filke

Sie wollen Mundorf Premium Partner werden?

Dann wenden Sie sich mit allen Fragen an:

Andreas Rullmann Vertrieb Außendienst Mundorf EB GmbH, Liebigstraße 110 50823 Köln

Telefon: 0221 977705-0 Fax: 0221 977705-99 E-Mail: info@mundorf.com

KLANG+TON

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Bausatztest & K+T-Projekt
Bausatztest & K+T-Projekt
KLANG+TON 12 Bausatztest & K+T-Projekt Innovativer Regalbrett-Lautsprecher von Visaton mit K+T-Subwoofer Tabula Rasa

Innovativer Regalbrett-Lautsprecher von Visaton mit K+T-Subwoofer

Tabula Rasa

Mit der richtigen Idee im Hinterkopf ist alles machbar. Der neue Mikro-Breitbänder BF 32 bewog die klugen Köpfe von Visaton zur Realisierung eines superflachen, tönenden Regalbretts namens Tabula. Was liegt da für uns näher, als mit dem passenden Subwoofer zur Seite zu stehen? Und wie der heißt ist auch klar, oder?

K lar ist Ihnen das klar: Rasa! Das klingt vielleicht etwas radikaler, als

der Subwoofer ist, denn er soll ja nicht das Brett von der Wand beben, sondern es dezent und vor allem optisch unauf- fällig ergänzen. Was genau es mit Tabula und Rasa auf sich hat und wie sie zusam- menfanden, lesen Sie im Folgenden.

Chassistest:

• Visaton BF 32

• Visaton W100S 8 Ohm K+T 5/2003

• Visaton W200S 4 Ohm

Bestückung

Kern der Sache ist wie gesagt Visatons Mikro-Breitbänder BF 32. Der ist gerade mal 32 Millimeter groß, schafft es aber trotzdem auf eine Resonanzfrequenz von 220 Hz und verfügt dank kompaktem Neodym-Antrieb über genügend Leis- tung, um ab dem Grundton aufwärts kräftig zuzupacken. Ergänzt um einen Tieftonpart lässt er jeden Hochtöner alt aussehen und hat größeren Breit-

bändern das prinzipbedingt exzellente Rundstrahlverhalten voraus. Was liegt also näher als einen Lautsprecher zu ent- werfen, welcher den kompakten Abma- ßen des Breitbänders Tribut zollt? Einen Lautsprecher wie die Tabula. Dabei ist es weniger ein Lautsprecher als ein Regal- brett, welches neben seiner eigentlichen Funktion Musik in exzellenter Qualität wiedergeben kann. Gleichzeitig bietet das nahezu einen Meter voneinander entfernte BF 32-Duo eine gesunde Basis für eine Stereowiedergabe. Nur im Tief- ton hakt es prinzipbedingt, dafür sind die spiegelnden Inversmembränchen ob aller Hubfähigkeit einfach zu klein. Nun herrscht bei den Haanern allerdings auch kein Mangel an adäquaten Ergänzungen, so dass der passende Kandidat schnell feststand: ein W 100 S in 8-Ohm-Aus-

führung. Interessanterweise ist es wirk- lich nur einer, der sich über das restliche Volumen im Innern der Tabula hermacht und dort reflexunterstützt Bass und Grundton bis gut 400 Hz übernimmt. Die beiden Stereokanäle werden für ihn in einer passiven Kreuzverschaltung zu- sammengeführt, was in der Praxis er- staunlich gut funktioniert. Nichtsdestrtrotz wollten wir uns die Ge- legenheit nicht entgehen lassen, einen aktiven Subwoofer passend zur Tabula zu entwerfen: den Rasa. Wir blieben in der Familie, prüften den W 170 S und den W 200 S auf ihre Eignung und entschieden uns letztendlich für den 200er, der im sel- ben Volumen praktisch identischen Tief- gang bei höherer Pegelfestigkeit bietet. Im Sinne einer kompakten Lösung ent- schieden wir uns für ein geschlossenes Gehäuse in Downfire-Bauform, das je nach Gestaltung nicht weiter auffällt und genau wie die Tabula nicht als Lautspre- cher auffallen muss, wenn der Selberbau- er es nicht will. Als Verstärker einigten wir uns schnell auf das Mivoc AM 80, welches sehr preiswert ist, eine angemes- sene Leistung beisteuert und mit 3 dB bei knapp 40 Hz auch eine sehr praxisge- rechte, fest eingebaute Tieftonanhebung mitbringt.

Gehäuse

Das Gehäuse der Tabula ist wegen der speziellen Bauform dann doch recht komplex und sollte kein Erstlingsprojekt sein. Es sieht neben dem Platz für die drei Chassis und vielen Versteifungen auch noch einen Ort für Visatons Mini-Ver- stärker AMP 2.2 vor, mit dem man die Tabula einfach befeuern kann. Anson- sten tut es natürlich auch jeder kompakte Verstärker, den man neben Musikquellen wie iPod & Co. auf dem Regal unterbrin- gen kann. Interessant auch die Befesti- gung der Tabula an der Wand. Einfache Anschraubwinkel sind nicht unbedingt jedermanns Sache, daher wird die Ta- bula an zwei in die Wand eingelassene Gewindestangen geschraubt. Diese sind über die Breitbänderöffnungen zugäng- lich und werden, wenn das Brett an der Wand hängt, „gedeckelt“. Dann werden die Breitbänder eingeschraubt, und von außen ist nichts von einer Befestigung zu sehen. Das Gehäuse des Subs ist verglichen mit der Tabula simpel: ein Würfel mit knapp 33 cm Kantenlänge und in das Gehäuse integrierten Füßen. Auf Versteifungen

und in das Gehäuse integrierten Füßen. Auf Versteifungen Trotz nicht mal 7 cm Höhe findet der

Trotz nicht mal 7 cm Höhe findet der W100S dank reichlich Oberfläche ein stattliches Innen- volumen vor, in dem er sich, unterstützt von einer Reflexöffnung, austoben darf

Bausatztest & K+T-Projekt

13

austoben darf Bausatztest & K+T-Projekt 13 Wegen des Prototypenstatus ist die Frequenz- weiche hier

Wegen des Prototypenstatus ist die Frequenz- weiche hier noch extern. Das benachbarte Fach eröffnet die Möglichkeit, unauffällig den Visaton-Miniverstärker AMP 2.2 unterzubringen

kann der kompakte Downfire-Woofer dank 19-mm-MDF verzichten, das Ak- tivmodul sitzt auf der Rückwand.

de als Techniker oft komplizierter, als es

nötig ist, und die Macher-Typen zeigen mal wieder den richtigen Weg.

Frequenzweiche

Die Frequenzweiche der Tabula bleibt prinzipiell sehr einfach: ein Hochpass zweiter Ordnung für die beiden Breit- bänder, ein Tiefpass zweiter Ordnung für den Woofer. Interessant ist die passive Zusammenführung des Tieftonsignals hinter dessen Frequenzweiche. Theo- retisch kann man zwar sagen, dass ein Tieftonsignal überlicherweise auf bei- den Kanälen identisch ist und sich damit kein Problem ergibt, aber Theorie ist und bleibt eben Theorie. In der Praxis erge- ben sich durchaus Kanalungleichheiten, wobei am Ende aber nur wichtig ist, ob diese zu Problemen mit dem Summensi- gnal am W 100 S oder gar zu unverdau- lichen Signalen für den Verstärker führen. Visaton berichtet von einem absolut pro- blemlosen Betrieb in der Praxis, sprach gar von „erstaunlich unkomplizierten“ Zuständen. Wir können ebenfalls nur Gutes berichten, hatten mit der Tabula an keinem Verstärker ein Problem. Viel- leicht denkt man in diesen Dingen gera-

Messungen

Die erstaunliche Tieftonfähigkeit ist das Erste, was an der Tabula auffällt. Nein, mit Tiefgang geizt der zierliche W 100

S in entsprechendem Volumen wirk-

lich nicht. Der leichte Durchhänger im Grundton und die zu den Höhen an- steigende Tendenz werden in der Pra- xis durch die Wandnähe der Box kom- pensiert, da selbige die Energiebilanz in den unteren Registern stark verbessert. Ansonsten fällt das herausragend gute Rundstrahverhalten auf, bei dem selbst die 45-Grad-Kurve noch als deckungs- gleich mit der Hauptachse zu bezeichnen

ist. Der BF 32 spielt zudem problem- los bis fast 20 kHz und deckt damit das Spektrum eines Hochtöners komplett mit ab. Die Impedanz fällt im Mittelton unter die 4-Ohm-Norm, ist im Tiefton allerdings so hochohmig, dass man die Box mit zwei zugekniffenen Augen noch

dass man die Box mit zwei zugekniffenen Augen noch Böse Zungen würden ihn als Langhub-Hochtö- ner

Böse Zungen würden ihn als

Langhub-Hochtö-

ner bezeichnen: der BF 32 ist ein Miniatur- Breitbänder, der ab dem Grundton aufwärts eine tolle Performance bietet

KLANG+TON

14

Bausatztest & K+T-Projekt

Visaton Tabula

Prinzipbedingt ist der Einbau des zierlichen Breitbänders etwas fummelig, aber lösbar. Neo- dym macht die
Prinzipbedingt ist der Einbau des zierlichen
Breitbänders etwas fummelig, aber lösbar. Neo-
dym macht die kompakte Größe erst möglich

Technische Daten

als 4-Öhmer durchgehen lassen kann. Probleme sollte sie in Sachen Niederoh- migkeit zumindest an keinem 4-Ohm- stabilen Verstärker machen, da im Mit- telton nicht mehr viel Strom fließt. Die Verzerrungen nehmen erst bei 95 dB ernsthaft zu, allerdings ist die Tabula ja auch kein Partytier, sondern eine prak- tische Lösung zur gehobenen Hinter- grundberieselung, bei der Monsterpegel fehl am Platze sind. Der Wasserfall of- fenbart einige kleinere Nachschwinger der Mittelhochtonsektion, die aber noch nicht als kritisch zu bezeichnen wären.

Chassishersteller:

Visaton

Vertrieb:

Visaton, Haan

Konstruktion:

Visaton

Funktionsprinzip:

Zweiweg, Bassreflex

Bestückung:

1 x Visaton W100S 8 Ohm

 

2 x Visaton BF 32

Nennimpedanz:

4 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

79 dB

B x H x T:

100,0 x 6,7 x 35,0 cm

Kosten pro Box:

ca. 135 Euro + Gehäuse

x 6,7 x 35,0 cm Kosten pro Box: ca. 135 Euro + Gehäuse Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

Für einen Breitbänder mit einer UVP von weniger als 10 Euro sicherlich kein Beinbruch. Der Subwoofer Rasa gibt sich erstaunlich gutmütig in der Messung. Er bietet selbst bei maximaler Trennfrequenz noch einen sehr brauchbaren Frequenz- gang. Die untere Grenzfrequenz variiert je nach Einstellung zwischen 50 und 30 Hz, Letzteres auf Kosten des Maximalpegels. Da der Rasa aber keine SPL- Wettbewerbe gewinnen will, ist auch diese Einstellung für den angepeilten Zweck problemlos zu verwenden.

Klang

Wie erwachsen tönt sie aber nun, die Tabula? Nun, erstaunlich bis erschreckend erwachsen. Von „ganz nett“ keine Spur, sie ist ein vollwertiger Lautsprecher mit einer richtigen Stereobasis und der entsprechend realistischen Raumabbil- dung. Das bedingt natürlich die entsprechende Sitzposition, welche man bei so einer Box kaum haben wird. Das gute Rundstrahlen tut aber sein Übriges, um die Tabula an jeder Position im Raum ausgewogen aufspielen zu lassen. Erste Befürchtungen, dass der an der Unterseite sitzende W 100 S jene Abbil- dung verwaschen könnte, erweisen sich als unbegründet. Für die Definition der Räumlichkeit sorgt ganz klar der Mittelhochton der beiden Breitbänder, der W 100 S fällt gar nicht weiter auf. Wüsste man nicht, dass er da ist, würde man vermutlich überhaupt nicht nach ihm suchen.

S fällt gar nicht weiter auf. Wüsste man nicht, dass er da ist, würde man vermutlich
S fällt gar nicht weiter auf. Wüsste man nicht, dass er da ist, würde man vermutlich

KLANG+TON

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Bausatztest & K+T-Projekt

KLANG+TON 16 Bausatztest & K+T-Projekt K+T „Rasa“ Klirr bei 90 dB/1m Hocker oder Beistelltisch? Dass es

K+T „Rasa“

Klirr bei 90 dB/1m
Klirr bei 90 dB/1m

Hocker oder Beistelltisch? Dass es ein Subwoofer ist bemerkte keiner der Kollegen auf Anhieb - die Tarnung funktioniert

Frequenzgang für Trennung min/mid/max
Frequenzgang für Trennung min/mid/max

Tonal ist bei der Tabu- la ebenfalls alles im Reinen. Sie bietet ausgewogene Männer- wie Frauenstimmen und ver- biegt auch Instrumente nicht ins Unkenntliche. Nein, mit ihr kann man innerhalb der natürlichen Pegelgrenzen ernsthaft und einfach gut Musik hören. Jedes hingestellte Radio schlägt sie um Längen und wird mit etwas Sorgfalt beim Aufbau zum unsichtbaren Stereowunder. Der Rasa macht sich - eher dezent ein- gepegelt - mehr als sonore Ergänzung denn als ungestümer Haudrauf bemerk- bar. Die geschlossene Bauweise sorgt für exzellente Tieftonpräzision, wobei es we- niger das Mehr an Tiefgang, sondern die gesteigerte Autorität bei entsprechender Musik ist, welche das Erlebnis Tabula Rasa noch zu steigern vermag. Insbeson- dere Klassisches profitiert vom Zusatz- bass und breitet sich nochmal spürbar realistischer im Raum aus. Ein tolles Ge- spann, welches sich bei entsprechender optischer Gestaltung komplett dünne machen kann.

optischer Gestaltung komplett dünne machen kann. Technische Daten Chassishersteller: Visaton Vertrieb:

Technische Daten

Chassishersteller:

Visaton

Vertrieb:

Visaton, Haan

Konstruktion:

Christian Gather

Funktionsprinzip:

Einweg, geschlossen

Bestückung:

1 x Visaton W200S 4 Ohm

 

1 x Mivoc AM80

Nennimpedanz:

entfällt, da aktiv

Kennschalldruckp. 2,83V/1m: entfällt, da aktiv

B x H x T:

32,8 x 32,8 x 38,0 cm

Kosten pro Box:

ca. 150 Euro + Gehäuse

Weichenbestückung

Weichenbestückung (Subwoofer):

entfällt, da vollaktiv

Weichenbestückung (Subwoofer): entfällt, da vollaktiv Zubehör pro Box (Subwoofer) Holzliste (Subwoofer) • 4

Zubehör pro Box (Subwoofer)

Holzliste (Subwoofer)

• 4 Matten Dämmwolle

19-mm-MDF

 

• 1/2 Rolle Dichtband

2

x 36,1 x 29,0 cm

Seitenwände

• Kabel, Schrauben

2

x 36,1 x 32,8 cm

Front / Rückwand

1

x 32,8 x 32,8 cm

Deckel

1

x 29,0 x 29,0 cm

Schallwand

So kompakt wie möglich: es geht weder um Monsterbässe noch um Maximalpegel, sondern um das richtige Verhältnis zwischen Größe und Nutzen. Das erfüllt der Rasa optimal.

Mivocs Verstärkermodul AM80 sorgt für den perfekten Antrieb des 4-Ohm- Chassis im geschlossenen Volumen Der
Mivocs Verstärkermodul AM80 sorgt
für den perfekten Antrieb des 4-Ohm-
Chassis im geschlossenen Volumen
Der W200S ist ein echter Klassiker der
Visaton-Produktpalette. Er bietet für wenig
Geld viel Tiefbass und stets guten Klang

Fazit

Tolle Idee, praxisnahe Ausführung und das entsprechende Resultat. Visatons tönendes regalbrett Tabula überzeugt auf ganzer Linie als sehr enrstzuneh- mender Hintergrundbeschaller. Auch ohne, spätestens aber mit der Ergänzung durch unseren Subwoofer Rasa wird sie zur vollwertigen Stereolösung für alle mit wenig Platz, unkonventionelle Wünschen oder schlicht der Sehnsucht nach einer perfekt unsichtbaren Beschallung mit Anspruch. Christian Gather

Aufbauanleitung

Für den Aufbau der Tabula verweise ich an dieser Stelle auf die Visaton-Webseite, wel- che eine wirklich komplette Beschreibung des Aufbaus dieser nicht ganz simpel anzuferti- genden Box bereithält. Dort finden Sie auch eine komplette Zubehörliste, eine Holzliste und die Frequenzweichenbauteile im Detail. Der Subwoofer wird auf der Unterseite des Deckels aufgebaut. Dort geht es mit der Front und einer Seitenwand los, dann kommt die vorher mit dem Tieftöner-Loch versehene Schall- wand. Danach sind die zweite Seitenwand und die Rückwand dran. Nach dem groben Schleifen werden per Stichsäge das Loch für das Aktivmodul und die vier Ausschnitte am Fußende gemacht, die dem Tieftöner eine Verbindung zur Außenwelt geben. Dann wird fein geschliffen und auf Wunsch gerundet (wir wählten einen 6,3-mm-Radius für alle Kan- ten). Nach dem Finish wird das Aktovmodul eingschraubt. Anschließend wird das Innenvo- lumen des gehäuses mit den vier Matten Dämmwolle gefüllt. Das Modul bringt dankens- werterweise ein ausreichend langes Kabel mit den passenden Kabelschuhen mit, so dass es nur angesteckt werden muss. Vorher wird der Tieftönerausschnitt allerdings noch mit Dichtband versehen. Dann wird der Woofer angesteckt und eingeschraubt.

K+T-Tipp zur Gehäusegestaltung:

Da die Tabula eine optisch unauffällige Beschallungslösung ist, bietet sich die Gestaltung des Rasa-Gehäuses im gleichen Farbton an. Soll er zum Höckerchen oder Beistelltisch wer- den, ist aber natürlich auch eine alternative Gestaltung möglich. Hier kommt es einzig und allein darauf an, wo der Subwoofer stehen und ob er auffallen oder versteckt werden soll.

Hier kommt es einzig und allein darauf an, wo der Subwoofer stehen und ob er auffallen

KLANG+TON

18

K+T-Projekt

Regaltauglicher, schlanker Dreiwegler mit flexiblem Teilaktiv-Bass

Der David mit dem Goliath-Klang

Chassistest:

• Mivoc AW 2000 K+T 4/2008 und 5/2008

• Mivoc WAL 416 K+T 4/2008

• Mivoc HG 258 G K+T 1/2009

Möglichst viel Sound aus möglichst wenig Volumen – einer der ewigen Wünsche eines Lautsprecherent- wicklers. Je kompromissloser man dieses Ziel anstrebt, desto teurer und komplexer wird im Regelfall der Lautsprecher. Dass man auch mit einfachen Mitteln und wenig Geld ein solches Projekt realisieren kann, beweisen wir mit der Mivoc-bestückten Sidekick

Ca. 10 Liter Innenvolumen sollten es werden, aufgeteilt auf vier Chassis. Der Hochtöner HG 258 G benötigt natürlich kein eigenes Volumen. Vorgestellt haben wir die Kalotte bereits 2009, doch zum Einsatz kam sie in einem KLANG+TON- Projekt noch nie. Zu Unrecht, denn sie lässt sich messteschnisch nichts zuschul- den kommen und kostet mit 19 Euro pro Exemplar wahrlich nicht viel. Genauso viel kostet inzwischen der WAL 416, be- kannt aus der Sixteen aus Heft 5/2008. Es handelt sich auch nicht um einen Ausverkaufspreis, Speaker Trade senkte den Preis des Minibasses dauerhaft um 6 Euro pro Stück. Er ist zwar eigentlich ein Tieftonspezialist, kommt in der Si- dekick aber in doppelter Ausführung als Tiefmitteltöner zum Zuge. Der Grund ist ein simpler: Er soll in wenig Volumen möglichst tief herunterspielen, um eine tiefe Übernahme zum Seitenbass zu er- möglichen. Die 16 Ohm Nennimpedanz helfen zudem, die Impedanz der Box mit Hochpasskondensator nicht zu tief in den Keller fallen zu lassen. Als Seitenbass kommt der potente Subwoofer AW 2000 zum Einsatz. Theoretisch hätte er zwar gerne mehr als die zur Verfügung gestell- ten 8 Liter geschlossenes Volumen. Mit der entsprechenden Einstellung des ihn ansteuernden Subwoofer-Aktivmoduls AM 80 und dessen praxisgerechten Tief- bassanhebung lässt er sich jedoch ohne Murren zu ernsthaften Langwellen-Aus- ügen bewegen.

Gehäuse

Die Gehäusegröße orientiert sich an den Abmessungen der D-Appolito-Kombi- nation auf der Front und dem Seitenbass. Beide haben gerade genug Platz und fin- den das passende Volumen vor. Für ein vollwertiges Dreiwegsystem bleibt die Sidekick mit 15 x 37 x 32 cm sehr kom- pakt. Das Aktivmodul wird aus prak- tischen Gründen ausgelagert und darf unauffällig versteckt werden. Um die Sache einfach zu halten, haben wir auf das Einsenken der Treiber in ihre Schall- wände verzichtet, wen es hier juckt, darf auch das gerne tun. Zusätzliche Verstei- fungen sind trotz „nur“ 16 mm starkem MDF angesichts der insgesamt geringen Abmessungen der Box nicht notwendig.

Frequenzweiche

Da nur die Mittel- und der Hochtöner passiv gefiltert werden, bleibt der Bau- teileaufwand überschaubar. Der Hoch-

K+T-Projekt

19

passkondensator rückt die Kurve im Tief- ton zurecht, ein Tiefpass erster Ordnung mit Korrektur des Impedanzanstiegs und der Besänftigung der 4,5-kHz-Resonanz stutzen die Kurve zurecht. Möglich wäre ein zweiter Saugkreis für die Resonanz bei 11 kHz, nötig ist er jedoch nicht.

((KT511 Mivoc Textdiagramm Mitteltö- ner.png))
((KT511 Mivoc Textdiagramm Mitteltö-
ner.png))

Um den Hochtöner kümmert sich ein einfaches Hochpassfilter zweiter Ord- nung und ein Spannungsteiler, welcher den Pegel auf das zu den Mitteltönern passende Maß zurechtstutzt.

((KT511 Mivoc Textdiagramm Hochtö- ner.png))
((KT511 Mivoc Textdiagramm Hochtö-
ner.png))

In Summe ergibt sich mit identisch ge- polten Chassis ein sauberer Übergang bei 2,4 kHz. Die leichte Zurückhaltung im Präsenzbereich ist gewollt, sie verleiht der Sidekick eine stets freundliche Ten- denz, ohne langweilig zu werden.

((KT511 Mivoc Textdiagramm Zweige Summe.png))
((KT511 Mivoc Textdiagramm Zweige
Summe.png))

Interessant ist noch der Frequenzver- lauf im Tiefton. Bei maximaler Trenn- frequenz (grün) ergibt sich ein tiefbass- armer Verlauf mit Betonung um 100 Hz – ein Tribut an das zu kleine Tieftonvo- lumen. Da der Übergang zu den Mittel- tönern aber unterhalb von 100 Hz liegt, muss die Trennfrequenzeinstellung am Modul stark reduziert werden, und dann wird ein Schuh daraus. Zwar leidet der Nennpegel unter einer tieferen Tren- nung, dafür wird der Tiefbass relativ zum Rest betont. Bei tiefster Trennung ergibt sich ein leicht fallender Verlauf mit einer unteren Grenzfrequenz nur knapp über 30 Hz – ein beachtliches Resultat.

((KT511 Mivoc Textdiagramm Sub Trenn.png))
((KT511
Mivoc
Textdiagramm
Sub
Trenn.png))
Resultat. ((KT511 Mivoc Textdiagramm Sub Trenn.png)) Preisgünstiges Team: Bei Mivoc zahlt man für so viel

Preisgünstiges Team: Bei Mivoc zahlt man für so viel Membran- fläche und Klang wie auf diesem Bild lediglich 73 Euro

KLANG+TON

20

K+T-Projekt

Wo die Trennung letztendlich landet, hängt vom Aufstellungsort der Lautspre- cher und dem persönlichen Geschmack ab. Als Anfangswert sind folgende Ein- stellungen empfohlen: Phase 0°, Cross- over 12 h, Level 3 h.

Messungen

Die Frequenzgangmessungen der Si- dekick zeigen das Potenzial der äußerst preisgünstigen Kombination: 35 Hz bis 20 kHz deckt man mit einer so kom- pakten Box mit dieser Pegelfestigkeit sonst nicht so einfach ab. D‘Appolito-ty- pisch empfiehlt sich das genaue Einhal- ten der Hochtöner-auf-Ohrhöhe-Regel, horizontal ist die Sidekick unter Winkeln angenehm unkritisch. Die Impedanz ist mit Minima im 6,5-Ohm-Bereich abso- lut unkritisch, speziell der dank Hoch- passkondensator zum Tiefton hin stei- gende Verlauf reduziert den Strombedarf dieser Box doch merklich. Kräftig darf der Amp aber trotzdem sein, denn die Sidekick verträgt doch einiges. Der Klirr bleibt speziell im Mittelhochton sehr ge- ring. Bei 95 dB liegt doch schon Leistung an, trotzdem bleiben die Chassis größ- tenteils unterhalb von einem Prozent Klirr. Und auch der Wasserfall ist super- sauber, zeigt keinerlei Resonanzen oder andere Ausreißer.

K+T Sidekick

keinerlei Resonanzen oder andere Ausreißer. K+T Sidekick Technische Daten Chassishersteller: Mivoc Vertrieb:

Technische Daten

Chassishersteller:

Mivoc

Vertrieb:

Speaker Trade, Solingen

Konstruktion:

Christian Gather

Funktionsprinzip:

Dreiweg,

geschlossen, teilaktiv

Bestückung:

1 x Mivoc AW-2000

 

2 x Mivoc WAL 416

1 x Mivoc HG 258 G schwarz

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Nennimpedanz: Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m: B x H x T: Kosten pro Box:
Nennimpedanz:
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:
B x H x T:
Kosten pro Box:

8 Ohm

83 dB

14,7 x 37,2 x 31,8 cm

ca. 240 Euro + Gehäuse

Optimale Bestückung: Das AM 80 biete solide 80 Watt an 4 Ohm und besitzt eine perfekt abge- schmeckte Bassanhebung für den Einsatzzweck

Für die Box ist das Bi-Wiring-Terminal optimal: oben der Mittelhochton mit Weiche, unten der Seitenbass.

Für die Box ist das Bi-Wiring-Terminal optimal: oben der Mittelhochton mit Weiche, unten der Seitenbass. Das Single-Terminal ist eine Option für das Verstärkermodul, allerdings wird es dort schon eng

Klang

Ganz wichtig: Der Seitenbass und die Mitteltöner brau- chen einige Stunden Einspielzeit, um sich zu entspannen. Aus dem Karton klingen sie etwas hölzern und eckig, erst mit der Zeit kommt Entspannung ins Spiel. Der Hochtöner gibt sich pflegeleicht, er spielt vom ersten Ton an erstaun- lich locker, offen und detailreich. Wahrlich nicht schlecht für eine 19-Euro-Kalotte, da habe ich schon deutlich schlechtere Tweeter für mehr Geld gehört. Nach der Einspielphase kommt auch das Konustrio in Fahrt. Die beiden WAL 416 sind mit einem runden, kräftigen Grundton und einem metalltypisch präzisen Mittelton da- bei, ohne ins Nervige zu verfallen. Hier wird ihre tieftonige Natur deutlich, sie lassen sich auch durch heftige Bassatta- cken nicht aus dem Tritt bringen. Letzteres trifft auch auf den Seitenbass zu, der sich dank separatem Tieftonmodul pro Seite an mehr als genug Leistung erfreuen darf und der Box nach sorgfältiger Einstellung einen knorrig-trockenen Tiefbass zur Seite stellt. Von fett bis schlank ist dank Aktiv- modul alles machbar, auch eine Raumresonanz kann man mit etwas Geschick gut kaschieren. Hier mit einer passiven Filterung anzurücken wäre Blasphemie, das Geld für dicke Kondensatoren und teure Kernspulen zu verwenden reine Verschwendung.

Fazit

Der Traum wird wahr – so viel Klang auf so wenig Raum ist selten, insbesondere für so wenig Geld. Dank der preisgüns- tigen und doch exzellent harmonierenden Mivoc-Bestü- ckung bietet die Sidekick ein kräftig-solides, durchhörbares Klangbild und überzeugt mit hoher Pegelfestigkeit.

Christian Gather

und überzeugt mit hoher Pegelfestigkeit. Christian Gather Klangwiedergabe faszinierend nahe am Original Die Besondere
und überzeugt mit hoher Pegelfestigkeit. Christian Gather Klangwiedergabe faszinierend nahe am Original Die Besondere

Klangwiedergabe faszinierend nahe am Original

Die Besondere

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Chassis, das in puncto räumlicher Abbildung

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High End verdient hat ab 571,00 Euro pro Stück* ein CerAl Heimkino. Aluminium Magnesium und Keramik

CerAl Heimkino.

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blue planet acoustic · Westerbachstr. 47 · Gebäude 6 D - 60489 Frankfurt am Main · Tel: +49.(0)69.74 30 88 45

KLANG+TON

22

K+T-Projekt

Zubehör pro Box

• 2 Beutel Dämmwolle

• 1 Terminal Mivoc AT 114 D

• 1/2 Rolle Dichtband

• Kabel, Schrauben

Mivoc AT 114 D • 1/2 Rolle Dichtband • Kabel, Schrauben Aufbauanleitung Der Aufbau der Sidekick

Aufbauanleitung

Der Aufbau der Sidekick erfolgt auf der Rück- seite der Front. Auf sie werden zuerst der De- ckel und eine Seitenwand geleimt, dann der Innenteiler, der Boden und die zweite Seiten- wand. Machen Sie vorne eine Markierung an das Gehäuse und verschließen Sie es mit der Rückwand. Danach wird grob auf Maß ge- schliffen, per Stichsäge Löcher für Chassis und Terminal gemacht und eine Kabeldurchfüh- rung in den Innenteiler gebohrt. Anschließend kommt der feine Schliff und auf Wunsch das Abrunden der Kanten (wir versahen vorne rechts und links mit einem 6,3er-Radius). Die Frequenzweiche wird auf Platine oder frei ver- drahtet aufgebaut und findet ein Plätzchen in einer der Ecken des Tieftongehäuses. Sie wird verkabelt und im Gehäuse verschraubt bzw. verklebt, die Kabel werden verlegt und nach vorne abgedichtet. Das Mitteltongehäuse wird nun stark mit Dämmwolle gestopft, die Chas- sis angelötet und eingeschraubt. Danach wird die Weiche mit dem Terminal (oben der Mittel- hochton, unten der Woofer) verbunden. Nun wird auch im Tiefton mit der restlichen Dämm- wolle bedämpft. Danach wird der AW 2000 angeschlossen und eingeschraubt. Das Modul für das AM 80 wird nebenher auf- gebaut, geschliffen und mit dem Modul verse- hen. Dichtigkeit ist hier zweitrangig, Anschluss nach außen findet das Modul mit einem klei- nen Push-Terminal.

K+T-Tipp zur Gehäusegestaltung:

Die Farbgebung, z.B. mit einer Wandfarbe, ist auf den Wohnraum abzustimmen, je nachdem ob die Sidekick versteckt oder gezeigt werden soll. Der mehrmalige Auftrag mit grober Faser- oder feiner Schaumstoffrolle ist einfach und schnell gemacht.

Holzliste

16-mm-MDF

2

x 34,0 x 28,6 cm

Seitenwände

2

x 28,6 x 14,7 cm

Deckel / Boden

2

x 37,2 x 14,7 cm

Front / Rückwand

1

x 34,0 x 11,5 cm

Innenteiler

Modulkasten:

 

1

x 24,8 x 18,2 cm

Rückwand

2

x 24,8 x 9,9 cm

Seitenwände

2

x 15,0 x 9,9 cm

Deckel / Boden

Weichenbestückung

L1 =

1,5 mH Kern, < 0,3 Ohm

L2 =

0,33 mH Luft, < 0,5 Ohm

L3 =

0,39 mH Luft, < 0,4 Ohm

C1 =

1,0 μF MKP

C2 =

270 μF Elko rau

C3 =

15 μF MKT

C4 =

3,9 μF MKT

C5 =

4,7 μF MKP

R1 =

10 Ohm, 10 W

R2 =

3,3 Ohm, 10 W

R3 =

5,6 Ohm, 10 W

R4 =

4,7 Ohm, 10 W

bbrs

Was soll ich kaufen, Herbert?

bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher
bbrs Was soll ich kaufen, Herbert? Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher

Herbert liegt Technik im Blut. Von Beruf ist Herbert leidenschaftlicher Testredakteur für alle TV-Geräte. Keiner hat mehr Fernseher geprüft, gemessen und beurteilt als er. In seinem Beruf (kommt von Beru- fung) stellen sich Tag für Tag mehr als 20 Millionen Pixel Herberts geschultem Auge und seinen harten Messroutinen. Herbert kennt sie alle. Herbert ist auf

KLANG+TON

24

Breitband-Spezial

Sieben 8“-Breitbänder gemessen und gehört

Volle

Breitseite

Zweifellos erfährt das schon totgeglaubte Genre des Breitbandlautsprechers derzeit eine Renaissance sondergleichen. Sieben Mitgliedern der „Königsklasse“ dieser Spezies, nämlich den Acht-Zoll-Breitbändern, haben wir intensiv auf den Zahn gefühlt

Das hier ist ein Einzelchassistest des et- was anderen Art: Zur messtechnischen Begutachtung der Probanden gesellt sich nämlich ein Hörtest. Das ist zweifellos keine ganz einfache Sache, wenn man halbwegs vergleichbare Aussagen treffen will – eigentlich will jeder Treiber exakt auf ihn zugeschnittene Arbeitsbedingun- gen und wenn man ihm die gibt, dann ist’s mit der Vergleichbarkeit schon wie- der vorbei. Deshalb sind wir einen salo- monischen Weg gegangen und haben alle sieben Testkandidaten in unsere „Bree- zer“ aus K+T 2/2011 geschraubt. Sie erin- nern sich: Das ist eine eher dünnwandige Box mit dreieckigem Querschnitt, die un- ten offen ist: ein bisschen Bassreflex, ein bisschen Transmissionline. Ursprünglich mit dem Seas FA22RCZ bestückt, erweist sich das Gehäusekonzept als universelle Behausung für Lautsprecherchassis die- ser Art. Sicher kein auf maximale Line- arität gezüchtetes High-End-Konzept, aber eines, das mit ordentlich Grundton mehr suggeriert, als eigentlich an Fun- dament vorhanden ist und deshalb auch mit Treibern harmoniert, deren induk- tiv bedingter Frequenzganganstieg nicht elektrisch kompensiert wird – das gibt eine durchaus nicht unangenehme „Lou- dness-Abstimmung“. Das Experiment erwies sich als hoch spannende Veran- staltung, die die Unterschiede der Treiber exzellent herausstellte. Diese Probanden waren dabei:

• Enviee Basic

• Fostex FF255WK

• Gradient AX-08

• Seas Exotic F8

• Sonido SFR-200-8

• Tang Band W8-1808

• Visaton B200

Kenner der Szene werden einige alte Be- kannte ausmachen, aber auch ein paar spannende Newcomer. Um alle Treiber in der Breezer montieren zu können, haben wir die Box etwas umgebaut. Die Schallwand bekam einen rechteckigen Ausschnitt mit austauschbaren Teil- fronten. So kann man Treiber samt Mon- tageplatte in wenigen Minuten wechseln. Wer’s genauer wissen will – die Pläne für diese Gehäusevariante gibt’s auf der KLANG+TON-Webseite (www.klan- gundton.de), Eine Gehäusesimulation für jeden Treiber in diesem Gehäuse fin- den Sie im entsprechenden Test. Wir haben jeden Testteilnehmer sowohl „nackt“ als auch mit maßgeschneidertem Sperrkreis gehört; dessen Dimensio- nierung steht bei der Abhandlung des jeweiligen Treibers dabei. Wir haben da- rauf verzichtet, komplexere Netzwerke aufzubauen; das erwies sich erstens fast immer als unnötig und hätte zweitens die Vergleichbarkeit weiter reduziert. Der

hätte zweitens die Vergleichbarkeit weiter reduziert. Der Aufbau eines solchen optionalen Sperr- kreises sieht

Aufbau eines solchen optionalen Sperr- kreises sieht grundsätzlich so aus:

Die angegebenen Bauteilewerte dürfen Sie selbstverständlich nach Geschmack variieren; insbesondere mit dem Wider- standwert kann man prima „spielen“: Je größer sein Wert, desto mehr Wirkung zeigt die Entzerrung – und umgekehrt. Da wir nicht mit beliebig vielen Verstär- kern arbeiten wollten, erfolgte der Hör- test an einem Kaliber der besonderen Art: Eine Accuphase A-65V verbindet Röhren- und Halbleitertugenden vor- bildlich miteinander und fühlte sich bei dem Job hörbar wohl.

Holger Barske

Enviee

Enviee D er Enviee ist das neue Vorzeigepro- jekt des unweit des Bodensees an- gesiedelten Chassisspezialisten
Enviee D er Enviee ist das neue Vorzeigepro- jekt des unweit des Bodensees an- gesiedelten Chassisspezialisten

D er Enviee ist das neue Vorzeigepro- jekt des unweit des Bodensees an-

gesiedelten Chassisspezialisten Armin Galm. Dessen Produkte sind in Selbstbau- kreisen eher selten zu finden, als OEM- Ausstatter für eine Menge großer Namen in der Branche ist das Unternehmen seit vielen Jahren eine feste Größe. Galms Ausflug in die Breitbandwelt geriet denn auch sehr kompromisslos, was sich leider auch im Preis niederschlägt: Mit 940 Euro pro Stück markiert er die kostenmäßige Spitze des Testfelds. Dafür gibt’s eine gan- ze Reihe nicht auf den ersten Blick sicht-

barer Tricks und Kniffe; so darf sich der ohnehin teure Alnico-Antrieb über eine gewölbte obere Polplatte zur Magnet- ussoptimierung freuen; der aus drei Lagen aufgebaute Schwingspulenträger (Pressspan – Polyester – Pressspan) dürf- te ohnehin ziemlich einmalig sein. Der Enviee ist in verschiedenen Versionen lieferbar; wir halten die „breitbandigste“ Version mit Schwirrkonus und Phaseplug in Händen. Trotzdem ist der Treiber nur bedingt fullrangetauglich, solo betrieben wirkt er oben herum schon sehr sanft. Der Alnico-Antrieb bedient die ihm nachgesagten Klischees vollumfänglich:

Der Enviee klingt einmalig weich und zart, gleichzeitig aber überaus nuanciert und aufgeräumt. Der Bassbereich wirkt in der Breezer, schnell und straff, tendenziell eher schlank.

der Breezer, schnell und straff, tendenziell eher schlank. Mit vorgeschaltetem Sperrkreis legt der Tiefton in Sachen

Mit vorgeschaltetem Sperrkreis legt der Tiefton in Sachen Durchsetzungsfähigkeit eher zu, ansonsten aber überwogen die Nachteile der Filterung: Der Enviee büßte an Auflösung ein, und ein Absenken des butterweichen und wunderbar strah- lenden Präsenzbereiches kastrierte den Auftritt dieses Ausnahmetalentes hörbar. In Kombination mit einem geeigneten Hochtöner vermag dieser Treiber zweifel- los herausragende Ergebnisse zu liefern.

Technische Daten

Hersteller:

Enviee

Bezugsquelle:

Galm Audio, Wald

Unverb. Stückpreis:

940 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,47 mH

C

=

3,9 μF

R

=

18,0 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

11,0 Ohm

Z

10 kHz:

13,7 Ohm

Fs:

56,72 Hz

Re:

6,88 Ohm

Rms:

1,23 kg/s

Qms:

3,87

Qes:

0,50

Qts:

0,44

Cms:

0,59 mm/N

Mms:

13,32 g

BxL:

8,07 Tm

Vas:

44,55 l

Le:

0,24 mH

Sd:

232 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Aludruckguss

Membran

Papier

Dustcap

entfällt, da Phaseplug

Sicke

Papier, rückseitig beschichtet

Schwingspulenträger

Sandwichmaterial

Schwingspule

25 mm

Xmax absolut

3 mm

Magnetsystem

AlNiCo

Polkernbohrung

entfällt, da Phaseplug

Sonstiges

Breitband-Spezial

25

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

KLANG+TON

26

Breitband-Spezial

Fostex FF255WK

KLANG+TON 26 Breitband-Spezial Fostex FF255WK D er bei Weitem schwerste Kandidat für unser Experiment stammt aus
KLANG+TON 26 Breitband-Spezial Fostex FF255WK D er bei Weitem schwerste Kandidat für unser Experiment stammt aus

D er bei Weitem schwerste Kandidat für unser Experiment stammt aus

Japan und ist eine der neuesten Entwick- lungen von Fostex. Trotz des imposanten Magnetsystems liegt die Gesamtgüte re- lativ hoch, für den Antrieb der großen Schwingspule (50 mm) braucht’s aller- dings auch Kraft, wenn man dem Etikett „Fullrange“ gerecht werden will. Der Fostex ist der einzige Testteilnehmer mit einem relativ schnöden Blechkorb und nur vier Befestigungspunkten – werten wir das mal als leicht schrullige Speziali- tät des japanischen Kultherstellers. Auch

verzichtet Fostex bei dieser Baureihe auf einen Schwirrkonus, die Membranmitte ziert eine Dustcap aus steifem Alumini- um. Die Membran ist eine zweilagige Pa- pierkonstruktion, die bewegte Masse mit über 16 Gramm für einen Breitbänder dieser Größe recht hoch. Klanglich allerdings wirkt der Fostex ziemlich genau so, wie sein optisches Er- scheinungsbild zu suggerieren versucht:

nämlich richtig fett. Der FF255WK pro- duziert in der Breezer eindeutig das be- eindruckendste Tieftonfundament aller Probanden: rund, voll, mit reichlich „Im- pact“. Klar, das Gehäuse spielt mit seiner Vorliebe für Grundtöne dem Treiber in die Hände, das Ergebnis allerdings lässt die Kinnlade schon mal nach unten klap- pen. Das entsprechende Gegenstück am

mal nach unten klap- pen. Das entsprechende Gegenstück am oberen Ende des Spektrums allerdings fehlt: Über

oberen Ende des Spektrums allerdings fehlt: Über zehn Kilohertz tut der Fostex nicht mehr viel. Der Sperrkreis löst das Problem nicht wirklich, auch wenn der Treiber damit merklich ausgewogener wirkt. Leider verliert dabei der Bass an Kontur, so dass sich für diesen Treiber ein anderer Einsatzzweck empfiehlt – das Potenzial für eine leistungsfähige Mehr- wegekombi ist zweifellos vorhanden.

Technische Daten

Hersteller:

Fostex

Bezugsquelle:

Megaaudio, Bingen

Unverb. Stückpreis:

135,66 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,47 mH

C

=

3,3 μF

R

=

22,0 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

11,3 Ohm

Z

10 kHz:

13,9 Ohm

Fs:

46,11 Hz

Re:

6,46 Ohm

 

Rms:

1,65 kg/s

Qms:

3,23

 

Qes:

0,48

Qts:

0,42

Cms:

0,65 mm/N

Mms:

18,35 g

BxL:

8,45 Tm

Vas:

45,62 l

Le:

0,23 mH

Sd:

224 cm 2

Ausstattung

 
 

Korb

Stahlblech

Membran

Papier-Sandwich

Dustcap

Aluminium

Sicke

Schaumstoff

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

50 mm

Xmax absolut

4,5 mm

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

nein

Sonstiges

Dichtring

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

Gradient AX-08

Gradient AX-08 E ine der Überraschungen dieses Test- feldes ist der mit gut 50 Euro er-

E ine der Überraschungen dieses Test- feldes ist der mit gut 50 Euro er-

freulich preisgünstige Gradient AX-08. Sauber gefertigter Gusskorb, gut dimen- sionierter Antrieb (allein die Gummi- manschette auf dem Magnetsystem soll wohl mehr Substanz als die tatsächlich vorhandene suggerieren) und ein durch- dachtes Gesamtkonzept haben hier ein- deutig zum Erfolg geführt. Gute 90 De- zibel Wirkungsgrad, ein erfreulich weit nach oben verlaufender Frequenzgang – sieht alles gut aus, trotz fast 23 Gramm Membranmasse.

Der überzeugende klangliche Auftritt des preisgünstigen Treibers ist denn auch nicht mehr als eine logische Konsequenz aus dem schlüssigen Konzept. Der AX-08 musiziert bereits ohne Entzerrung er- staunlich ausgewogen, am oberen Ende des Spektrums vermisst das Ohr nicht wirklich etwas. Unten herum rumort’s ordentlich. In dieses Klangbild fin- det man schnell hinein, es klingt schön breitbandtypisch offen und direkt. Der Sperrkreis verschiebt die tonale Balance ein wenig; der Bass profitiert davon. Er scheint tiefer und nicht mehr ganz so wuchtig, letztlich aber leidet die Wie- dergabe ein wenig unter dem generellen Problem, dass sich beim Einsatz eines solchen Korrekturgliedes manifestiert:

Mit Sperrkreis fehlt was. Der Klang ver-

manifestiert: Mit Sperrkreis fehlt was. Der Klang ver- liert ein wenig an Drive, an Authentizität und
manifestiert: Mit Sperrkreis fehlt was. Der Klang ver- liert ein wenig an Drive, an Authentizität und

liert ein wenig an Drive, an Authentizität und Auflösung, es spielt trotz der tonal richtigen Marschrichtung langweiliger. Ich jedenfalls würde das Korrekturglied beim Gradient weglassen und mich am überzeugenden Drive des Treibers er- freuen. Vier Bretter, ein 50-Euro-Treiber – das ist zweifellos ein exzellenter Cheap Trick, den auch handwerklich nicht so bedarfte Zeitgenossen hinbekommen.

Technische Daten

Hersteller:

Gradient

Bezugsquelle:

Intertechnik, Kerpen

Unverb. Stückpreis:

54 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,33 mH

C

=

5,6 μF

R

=

10,0 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

11,5 Ohm

Z

10 kHz:

28,2 Ohm

Fs:

35,77 Hz

Re:

6,88 Ohm

Rms:

0,82 kg/s

Qms:

6,30

 

Qes:

0,31

Qts:

0,30

Cms:

0,86 mm/N

Mms:

22,90 g

BxL:

10,62 Tm

Vas:

55,21 l

Le:

0,40 mH

Sd:

214 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Aludruckguss

Membran

Papier

Dustcap

entfällt, da Phaseplug

Sicke

Gewebe, beschichtet

Schwingspulenträger

Papier

Schwingspule

25 mm

Xmax absolut

6 mm

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

entfällt, da Phaseplug

Sonstiges

-

Breitband-Spezial

27

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

KLANG+TON

28

Breitband-Spezial

Seas Exotic F8

KLANG+TON 28 Breitband-Spezial Seas Exotic F8 D er Seas ist ein alter Bekannter, wir ha- ben
KLANG+TON 28 Breitband-Spezial Seas Exotic F8 D er Seas ist ein alter Bekannter, wir ha- ben

D er Seas ist ein alter Bekannter, wir ha- ben ihn schon verschiedentlich ein-

gesetzt und uns immer wieder an seinen Qualitäten erfreut. Mit rund 600 Euro ist er zwar nicht mehr ganz so teuer wie bei seiner Markteinführung, aber immer noch ein Luxusprodukt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, ein gewichtiger leuchtet rot an der Rückseite: der Alnico-Antrieb, der übrigens ein gutes Stück größer ausfällt als beim auf den ersten Blick ähnlichen Enviee. Der Exotic ist das, was dabei he- rauskommt, wenn die Entwickler eines re- nommierten Herstellers mal so dürfen, wie sie denn wollen. So gibt’s Spezialitäten wie eine Papyrus-Membran, eine geschäumte Gummisicke und Spezialitäten an jeder Ecke – das einzige Teil, das es auch bei an- deren Seas-Treiber gibt, ist der Gusskorb. Den Alnico-Antrieb hört man auch beim Seas sofort: Diese Kombination aus ohren- schmeichelnder Weichheit und immenser Detailfülle – das scheint anders immer noch nicht zu gehen. Der Seas mag einen Hauch weniger Details darstellen als der Enviee, verfügt aber über merklich mehr Hochton. Ohne Entzerrung klingt er in der Breezer minimal aufgedickt, aber das stört kaum. Er punktet mit einer exzellenten Abbildung, wirkt bei aller Zurückhaltung energiereich und spielerisch. Ob man ihn entzerren muss, ist Ge- schmackssache. Die Basswiedergabe profi-

muss, ist Ge- schmackssache. Die Basswiedergabe profi - tiert davon und wirkt straffer, die Eindäm- mung

tiert davon und wirkt straffer, die Eindäm- mung des Präsenzbereiches sorgt für einen Hauch mehr Glanz ganz oben. Ich würde ihn wieder einmal ohne Korrektur laufen lassen, aber das dürfen Sie anders sehen. Unterm Strich liefert der Exotic die über- zeugendste Vorstellung aller Kandidaten und ist für die Realisation eines wirklich edlen Lautsprecherkonzeptes nach wie vor erste Wahl.

Technische Daten

Hersteller:

Seas

Bezugsquelle:

Intertechnik, Kerpen

Unverb. Stückpreis:

603,50 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,39 mH

C

=

2,2 μF

R

=

6,8 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

8,0 Ohm

Z

10 kHz:

10,2 Ohm

Fs:

38,20 Hz

Re:

5,62 Ohm

Rms:

0,67 kg/s

Qms:

4,85

 

Qes:

0,62

Qts:

0,55

Cms:

1,28 mm/N

Mms:

13,55 g

BxL:

5,42 Tm

Vas:

92,15 l

Le:

0,19 mH

Sd:

227 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Aludruckguss

Membran

Papier

Dustcap

Papier

Sicke

geschäumtes Gummi

Schwingspulenträger

Fiberglas

Schwingspule

26 mm

Xmax absolut

4,2 mm

Magnetsystem

AlNiCo

Polkernbohrung

5 mm

Sonstiges

-

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

Sonido SFR-200-8

Sonido SFR-200-8 S onido ist ein relativ junger unga- rischer Hersteller, der seit einiger Zeit durch

S onido ist ein relativ junger unga- rischer Hersteller, der seit einiger Zeit

durch das Internet bekannt geworden ist; die Treiber aus Budapest haben einige prominente Fürsprecher im Netz. Mitt- lerweile steht fest: zu Recht. Der SFR- 200-8 ist etwas kleiner als die anderen Testteilnehmer und bewegt sich somit am unteren Ende dessen, was man als Acht- zöller bezeichnen würde. Die blitzsauber gefertigte Konstruktion glänzt mit der geringsten bewegten Masse des Testfeldes (knapp zehn Gramm), einem kräftigen Antrieb (Güte um 0,25) und einem or- dentlichen Wirkungsgrad – die angege- benen 95 Dezibel sind halbwegs realis- tisch. Man kann die Treiber direkt beim Hersteller kaufen (tatsächlich muss man das gegenwärtig mangels eines Deutsch- landvertriebs sogar), was angenehme Konsequenzen für die Preisgestaltung hat: Mit rund 250 Euro fürs Paar ist der Sonido ein echtes Schnäppchen. Der Kleine fühlte sich in der Breezer denn auch pudelwohl. Er klingt von allen Pro- banden am ehesten nach „Breitband pur“ – in Sachen Direkt- und Offenheit lässt er sich von keinem der Mitbewerber die Butter vom Brot nehmen. Der kräftige Antrieb sorgt für einen sehr schnellen und kontrollierten Bass, der zwar nicht sehr voluminös, aber erstaunlich tief wirkt. Der geringe Membrandurchmes- ser hilft der Raumabbildung: Der Treiber

Membrandurchmes- ser hilft der Raumabbildung: Der Treiber zeichnet sehr exakt und baut erstaunlich tiefe Räume. Im
Membrandurchmes- ser hilft der Raumabbildung: Der Treiber zeichnet sehr exakt und baut erstaunlich tiefe Räume. Im

zeichnet sehr exakt und baut erstaunlich tiefe Räume. Im Hochton wirkt er enorm detailliert und spritzig; nicht ganz so zart und filigran wie der Seas, aber nahe dran. Der Sonido profitiert vom Einsatz eines Sperrkreises sogar noch. Er entwickelt dann noch mehr Schmelz bei der Stimm- wiedergabe, wirkt noch geschlossener und büßt erfreulicherweise kaum an Spielfreude ein. Tolles Chassis, landet weit vorne in diesem Testfeld.

Technische Daten

Hersteller:

Sonido

Bezugsquelle:

Sonido, Budapest (Ungarn)

Unverb. Stückpreis:

ca. 125 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,82 mH

C

=

2,2 μF

R

=

18,0 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

12,2 Ohm

Z

10 kHz:

17,9 Ohm

Fs:

43,42 Hz

Re:

7,66 Ohm

Rms:

0,36 kg/s

Qms:

7,49

 

Qes:

0,25

Qts:

0,24

Cms:

1,35 mm/N

Mms:

9,95 g

BxL:

9,07 Tm

Vas:

76,25 l

Le:

0,37 mH

Sd:

201 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Aludruckguss

Membran

Papier

Dustcap

entfällt, da Phaseplug

Sicke

Gewebe

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

28 mm

Xmax absolut

3,6 mm

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

entfällt, da Phaseplug

Sonstiges

-

Breitband-Spezial

29

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

KLANG+TON

30

Breitband-Spezial

Tang Band W8-1808

KLANG+TON 30 Breitband-Spezial Tang Band W8-1808 D er W8-1808 ist eines der beiden ambitionierten Achtzoll-Breitband-
KLANG+TON 30 Breitband-Spezial Tang Band W8-1808 D er W8-1808 ist eines der beiden ambitionierten Achtzoll-Breitband-

D er W8-1808 ist eines der beiden ambitionierten Achtzoll-Breitband-

Projekte des Fernsost-Herstellers. Mit 300 Euro nicht ganz preiswert, allerdings gibt’s auch eine Menge Material fürs Geld. Tang Band setzt auf Neodym-Tabletten für den Antrieb, deren Magnetkräfte von viel Stahl gebündelt werden. So ist der W8-1808 auch kein Leichtgewicht. Die Unterhangspule benötigt denn auch viel Führungslänge im Luftspalt, das sorgt für zusätzlichen Materialbedarf. Der Lohn der Mühe: eine bewegte Masse von nur gut zehn Gramm. Der Tang Band ist ein

äußerst edel gefertigtes Vorzeigeprodukt und lässt auch klanglich überhaupt kei- ne Zweifel an seinen Qualitäten. Er zählt zu den hoch auflösenden und knackigen Vertretern und fühlt sich in der Breezer hörbar wohl. Das voluminöse, aber nicht unpräzise Fundament ergänzt den nuan- cierten Hochtonbereich ausgezeichnet, dynamisch markiert der Treiber den Spit- zenplatz in diesem Feld. Wenn es um die Darstellung von perkussiven Elementen geht, macht ihm hier keiner was vor: Der Tang Band reproduziert solches Mate- rial mit perfekter Überzeugungskraft. Deshalb wäre ich auch mit dem Einsatz eines Sperrkreises etwas vorsichtig: Zwar macht jener den Treiber etwas gnädiger, aber das verwässert den Charakter wie- derum. Großorchestrales kann der W8- 1808 jedenfalls auch ohne „Bremse“, und

kann der W8- 1808 jedenfalls auch ohne „Bremse“, und das ohne über Gebühr Stress auf die

das ohne über Gebühr Stress auf die Oh- ren auszuüben – ich würde ihn „nackt“ betreiben. Letztlich ähnelt er in seinem Auftritt ein wenig dem Sonido, der mit einem noch etwas präziseren Bass punk- ten, dynamisch aber nicht ganz mithalten kann. Von Tang Band gibt’s zudem den ähnlich aufgebauten W8-1772, der in Sachen Bass-Performance hier vielleicht sogar noch besser funktionieren könnte.

Technische Daten

Hersteller:

Tang Band

Bezugsquelle: Blue Planet Acoustic, Frankfurt

Unverb. Stückpreis:

297,38 Euro

Sperrkreis

 

L

=

0,68 mH

C

=

3,3 μF

R

=

5,6 Ohm

Chassisparameter K+T-Messung Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

7,8 Ohm

Z

10 kHz:

8,6 Ohm

Fs:

44,41 Hz

Re:

6,72 Ohm

Rms:

1,88 kg/s

Qms:

1,61

 

Qes:

0,66

Qts:

0,47

Cms:

1,18 mm/N

Mms:

10,87 g

BxL:

5,54 Tm

Vas:

77,30 l

Le:

0,10 mH

Sd:

216 cm 2

Ausstattung

 

Korb

Aludruckguss

Membran

Papier

Dustcap

entfällt, da Phaseplug

Sicke

Gewebe, invers

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

38,5 mm

Xmax absolut

10 mm

Magnetsystem

Neodym-Segmente

Polkernbohrung

entfällt, da Phaseplug

Sonstiges

-

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Phase Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m Zerfallspektrum (Wasserfall) KLANG+TON

Visaton B200

Visaton B200 V isatons B200 ist bereits ein Klassiker im Programm des Haaner Herstel- lers. Die
Visaton B200 V isatons B200 ist bereits ein Klassiker im Programm des Haaner Herstel- lers. Die

V isatons B200 ist bereits ein Klassiker im Programm des Haaner Herstel-

lers. Die ausgereifte Konstruktion kann mit wenig Superlativen aufwarten, ihre Qualitäten liegen in einem stimmigen Ganzen. Der B200 ist einer der wenigen Fullrange-Wandler, die ohne Schwirr- konus und Phaseplug auskommen, so dass man ihm seinen breitbandigen Cha- rakter nicht ohne Weiteres ansieht. Mit elf Gramm bewegter Masse gehört er