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Testmagazin

von

Heaven

Traumbox

Speaker

H e a v e n T r a u m b o x S p

Acht neueTreiber imTest S.50

m b o x S p e a k e r Acht neueTreiber imTest S.50 •

Zwei potente Mini-Subwoofer von Tang Band

Edel-Chassis von Audaphon: HQ-20er und AMT-Hochtöner

Preiswerte Audiovirus-Kalotten (18 und 20 Euro)

4,50 Deutschland · 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 30,80 · DKK 39 · SEK 62

· € 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 30,80 · DKK 39 · 4/2012
· € 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 30,80 · DKK 39 ·
4/2012 Juni/Juli
K10607
Profi-PA im
Selbstbau
• Ausgewogen klingendes, teilaktives
Vierwege-Beschallungssystem
• Exzellentes Abstrahlverhalten
durch horngeladene Treiber
• Durch Stacken beliebig ausbaubar S. 38
8
18-Zoll-
Bass
Mini-Monitor
• Beeindruckend substanzieller
Klang mit 12-cm-Koax
• Optisch unauffällig durch
Minimal-Schallwand
• Vier verschiedene Bass-
abstimmungen für jeden
Geschmack S. 22
Power-
Zwerg
Zwei Wege
am Limit

4 2012 Juni/Juli

Fullrange-Horn S. 16

Trickreicher Hornlaut- sprecher mit Tang-Band- Breitbänder

Perfekt abgestimmtes Gehäuse mit vier Absorberkammern

Leichter, müheloser Klang – komplett ohne Bauteile

Schlanker Sprinter S. 60

Drei 13-cm-Tieftöner für ordentlich Bass

Basiert auf dem Erfolgs-Cheap-Trick

CT246

Klingt lebhaft,

offen, spritzig

Gelungenes Update S. 32 • Nachfolger des Klassi- kers „Triple Play“ • Belastbare Profi-Treiber,
Gelungenes
Update S. 32
• Nachfolger des Klassi-
kers „Triple Play“
• Belastbare Profi-Treiber,
Waveguide-Hochtöner
• Klingt präzise, ehrlich,
mit bester Räumlichkeit
Röhrenamps
günstig wie nie S. 32
• Röhrenvorverstärkerbausatz für 100 Euro
• Röhrenendstufenbausatz für 200 Euro
• Einfach aufzubauen, röhrentypischer Klang
300
Euro
Perfekt abgestimmte Standbox
Perfekt abgestimmte Standbox

Hervorragende Thiel- und Görlich-Treiber

Zählt klanglich zu den bestauflösenden Lautsprechern überhaupt S.12

Wo Selbstbau an seine Grenzen stößt Neuer Sound zum Start in die Outdoor- Saison mit
Wo Selbstbau
an seine Grenzen stößt
Neuer Sound zum Start in die Outdoor-
Saison mit den wetterfesten Garten-
lautsprechern in Steinoptik für Gärten
und Terrassen.
• Korpus aus witterungsbeständigem,
glasfaserverstärktem Kunststoff
• spezielle Lautsprechergaze vor
den Schallöffnungen
• Schutzgrad IP55, geschützt
gegen Staub und Strahlwasser
• 2-Wege-Lautsprechersysteme
GLS-251/BN
unidirektional
GLS-351/GR
unidirektional
GLS-301/GR
omnidirektional
www.monacor.com
GLS-251/BN unidirektional GLS-351/GR unidirektional GLS-301/GR omnidirektional www.monacor.com
GLS-251/BN unidirektional GLS-351/GR unidirektional GLS-301/GR omnidirektional www.monacor.com
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KLANG+TON

3

Editorial

KLANG+TON 3 Editorial Proxima S ie vermissen da was in diesem Heft, ich weiß. Und in

Proxima

S ie vermissen da was in diesem Heft, ich weiß. Und in der letzten Ausgabe war das auch schon

so, keine Frage. Und zwar den nächsten Teil der Bauanleitung unseres Referenzprojektes „Proxima“. Dessen Verzögerung hat einen relativ einfachen Grund: Wir sind noch dran. Tatsache ist: Die Fertig- stellung des Lautsprechers bereitet erheblich mehr Schwierigkeiten, als es uns lieb wäre. Wir haben bis

dato drei unterschiedliche Herangehensweisen an die Filtertopologie durchexerziert und keine lieferte Ergebnisse, die wir Ihnen ruhigen Gewissens ans Herz legen wollten. Bei einem so aufwendigen Projekt versteht es sich noch mehr als sonst von selbst, dass die Qualität des Ergebnisses wirklich ausgezeichnet sein muss, und genau davon sind wir derzeit einfach noch ein gutes Stück entfernt. Was wir Ihnen

allerdings schon verraten können, ist der Umstand, dass das Projekt erheblich günstiger wird, als ursprünglich vorgesehen: Wir haben uns nämlich von dem Diamanthochtöner verabschiedet. Der zweifellos exzellente Treiber ist in letzter Konsequenz für den Einsatz in der Proxima zu leise. Zwar hätten wir die Mög- lichkeit gehabt, den Gesamtpegel der Box an die Gegebenheiten im Hochton an- zupassen, was allerdings mit einem Bruch einer der elementaren Forderungen unseres Pflichtenheftes einhergegangen wäre: der Maximierung des Wirkungs- grades. Für den Diamanten zwei bis drei Dezibel opfern – nö. Kommt nicht in Frage. Die Alternative wäre der Einsatz des nochmals deutlich teureren 30-mm- Diamanthochtöners gewesen, was das Projekt wohl endgültig in die Unnach- baubarkeit katapultiert hätte. Stattdessen „begnügen“ wir uns mit dem 30er Ke- ramikhochtöner, der sich bei uns deutlich einfacher integrieren lässt und nun wahrlich kein durchschnittlicher Tweeter ist. Zudem hat die Maßnahme den Vorteil, dass seitens des Membranmaterials nun über den gesamten Frequenz- bereich perfekte Homogenität herrscht, für ein klanglich stimmiges Ergebnis keinesfalls ein Fehler. Hört sich alles gut und einfach an – zumindest in der Theorie. In der Praxis klingt’s derzeit … okay, allerdings weit von dem entfernt, was dabei heraus- kommen müsste. Und was erfahrungsgemäß auch besser geht: Ich habe ähn- liche Treiberkonstellationen schon gehört, und die spielten ausgezeichnet. Fragt man die Entwickler solcher Lautsprecher nach dem Trick, dann erntet man ein verschmitztes Grinsen in Verbindung mit dem Hinweis, dass die Thiel-Treiber so ganz einfach halt nicht in den Griff zu bekommen sind. Wohl dem, der nur einmal im Jahr einen Lautsprecher entwickeln muss. Bei uns sind’s halt deut- lich mehr, und deshalb dauert’s auch entsprechend länger – wir bitten um Ver- ständnis. Aus dem gleichen Grund werde ich die Gehäusezeichnungen auch erst dann verschicken, wenn wir sicher sind, dass sich hier keine Änderungen mehr ergeben.

Holger Barske, Chefredakteur

sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 4/2012

sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012
sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012

sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012

sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012

sich hier keine Änderungen mehr ergeben. Holger Barske, Chefredakteur E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 4/2012

KLANG+TON

4

Inhalt

KLANG+TON 4 Inhalt Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Omnes Horn 6“ Innovatives Rearloaded-Horn mit eingebauten

Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Omnes Horn 6“

Innovatives Rearloaded-Horn mit eingebauten Absorberkammern und

High-End-Breitbänder von Tang Band

Seite 16

und High-End-Breitbänder von Tang Band Seite 16 Bausatzest: Audaphon „Cube“ Teilaktives

Bausatzest: Audaphon „Cube“

Teilaktives Vierweg-Beschallungssystem mit DSP-Weiche. Je 18 Zoll im Subwoofer,

Mittelhochton komplett front-loaded

Seite 38

K+T-Projekt: „Piena“

Sehr kompakte, tief bauende Minibox mit kleinem Seas-Koax. Raumfüllender

Klang, anpassbare Reflexabstimmung

Seite 22

Einzelchassistest

Edel-20er und AMT von Audaphon, preisgünstige HT-Kalotten von

Audiovirus, Profi-Woofer von Eminence, neuer Mivoc-11er, Mini-

Subs von Tang Band

Seite 50

neuer Mivoc-11er, Mini- Subs von Tang Band Seite 50 Bausatztest: Speaker Heaven „Network 2edition“

Bausatztest: Speaker Heaven „Network 2edition“

Feinstgetunte Neuauflage des Edel-Zweiweglers mit Görlich-

Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte

Seite 12

mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network
mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network
mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network
mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network
mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network
mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte Seite 12 Inhalt 5 Themen Bausatztest: Speaker Heaven „Network

Inhalt

5

Themen

Bausatztest: Speaker Heaven „Network 2edition“

12

Feinstgetunte Neuauflage des Edel-Zweiweglers mit Görlich- Siebzehner und Accuton-Keramikkalotte

Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Omnes Horn 6“

16

Innovatives Rearloaded-Horn mit eingebauten Absorberkam- mern und High-End-Breitbänder von Tang Band

K+T-Projekt: „Piena“

22

Sehr kompakte, tief bauende Minibox mit kleinem Seas-Koax. Raumfüllender Klang, anpassbare Reflexabstimmung

Elektronik: Röhrenamps vom Boxenladen

26

Extrem preisgünstige Röhrenverstärkerbausätze vom Boxenladen:

Vorverstärker und Endstufe „Patty Brown“

Bausatztest: Monacor „Triple Play Mk2“

32

Neuauflage des großformatigen Monitors. Sehr pegelfest dank Profi- Chassis, dabei sehr klangneutral und ehrlich

Bausatzest: Audaphon „Cube“

38

Teilaktives Vierweg-Beschallungssystem mit DSP-Weiche. Je 18 Zoll im Subwoofer, Mittelhochton komplett front-loaded

Einzelchassistest

50

Edel-20er und AMT von Audaphon, preisgünstige HT-Kalotten von Audiovirus, Profi-Woofer von Eminence, neuer Mivoc-11er, Mini- Subs von Tang Band

Cheap Trick 261

60

Standboxen-Version von Cheap Trick 246 mit Doppelbass-Zusatz, klingt genau so spritzig und direkt bei deutlich höherer Pegelfestig- keit

Rubriken

Editorial

3

Inhalt

4

Leserforum

6

Magazin

8

Neues vom Bausatzmarkt

Händlermarkt

40

Die gute Adresse

Nachbestellung älterer Hefte

64

Impressum / Inserentenverzeichnis / Vertriebsadressen

65

Vorschau

66

KLANG+TON

6

Leserbriefe

Cheap Trick 260

Der perfekte Musik-PC

KLANG+TON 6 Leserbriefe Cheap Trick 260 Der perfekte Musik-PC Hallo liebes K+T-Team, Hallo an das Klang+Ton-Team!

Hallo liebes K+T-Team,

Hallo an das Klang+Ton-Team! Kürzlich fand ich ein älteres Klang+Ton- Heft (3/2010), in dem der Anfang eines 3-teiligen Artikels über den per- fekten Audio-PC abgedruckt war (Teil 1: Grundlagen + Komponenten). Am Ende des Artikels wurde darauf hinge- wiesen, dass Sie eine „Kooperation mit einer großen Handelskette für Hard- und Software“ anstrebten, die später die vorkonfigurierten und fertig montierten perfekten Audio-PCs in ihren Shops ver- kaufen würde. Können Sie mir bitte sagen, was aus dem Projekt geworden ist, wo man eventuell diese PCs kaufen kann und welche Hefte ich nachbestellen müsste, um den ganzen lesen zu können?

ich nachbestellen müsste, um den ganzen lesen zu können? Vielen Dank für Ihre Mühe! Sonnfried Morawek

Vielen Dank für Ihre Mühe! Sonnfried Morawek

Hallo Herr Morawek, leider hatte sich die Kooperation mit der Handelskette schnell erledigt. Nach an- fänglichem Enthusiasmus stellte diese ihre Bemühungen schnell ein, so dass es lei- der nicht zur geplanten Zusammenarbeit kam. Den zweiten Artikel, sprich den Zusam- menbau, finden Sie in der Folgebausgabe 4/2010, den letzten Teil zur Konfiguration in der 5/2010. Dazu muss ich anmerken, dass der Artikel durch die rasant voran- schreitende Entwicklung im PC-Sektor natürlich veraltet ist. Selbstver- ständlich läuft der PC auch heute noch, aber Sie könnten Schwierigkeiten haben, alle aufgeführten Komponenten zu bekommen, und müssten auf modernere Varianten aus- weichen.

jetzt war ich aber mal richtig geschockt:

Da fischt man sich seine heiß ersehnte K+T aus dem Briefkasten, guckt vol- ler Spannung auf die Titelseite und was sieht man? Eine selbst gebastelte Radar- falle. Klasse, dachte ich mir dann, endlich wieder mal ein guter Aprilscherz, wie Ihr sie früher immer wieder hattet. Falsch. Auf Seite 60 kommt dann die Er- nüchterung. Es handelt sich um eine in Bereitschaftspolizeitarngrün lackierte Box auf einem Barhocker Oder habt Ihr das doch mit einem klei- nen Augenzwinkern genau so geplant? Zuzutrauen wäre es Euch! ;-) Gut, bei nüchterner Betrachtung denke ich daran, dass es schon einmal einen umfunktionierten Barhocker als Laut- sprecherständer gab. Im Prinzip ja eine klasse Idee. Stufenlos höhenverstell- bar, um 360° schwenkbar, dank Drei- bein immer standfest. Genauso wie die Blechkästen am Straßenrand, die zwar keinen Laut von sich geben, aber hin- terher durch gestochen scharfe Passfotos schwer beeindrucken. Vorschlag für die nächste Generation der „Five Years After“: Lackierung in Radarkastengrau, Abdeckgitter für die Lautsprecher, oben in schwarz Hoch- glanz, unten in dunkelrot metallic (am ähnlichsten zum Original) und seitlich am Gehäuse einen 10 cm langen senk- rechten Stab, an dem man im Normal- fall seinen Kopfhörer auf- hängen kann. Sieht aber aus wie ne Antenne Als Modellbezeichnung würde ich dann vorschla- gen: „Five Points Later“. Über die Möglichkeit, ein paar batteriebetriebene LEDs einzubauen, will ich hier erst gar nicht nach- denken. Und wenn Ihr die dann zum Fotoshooting hinter einer Leitplanke platziert – nicht auszudenken. Vielleicht 2013 – Ausgabe April/Mai. Ich halte dicht

Vielleicht 2013 – Ausgabe April/Mai. Ich halte dicht High End ja, aber was nehmen? Sehr geehrter

High End ja, aber was nehmen?

Sehr geehrter Herr Barske, eigentlich bin ich mit mei- nen Lautsprechern (Cremona Auditor) und meiner Anlage sehr zufrieden. Aber Sie kennen das vermutlich, es treibt mich um, mal wieder was Eigenes zu bauen. Sie haben ja vor einigen Jahren in LP mal die Cremona Auditor sehr positiv getestet. Ungefähr

Viele Grüße

aus Donauwörth

Walter Färber

Die bestklingende Radarfalle der Welt: Cheap Trick 260

Nada oder Graziosa – eine Frage des Geschmacks
Nada oder Graziosa –
eine Frage des
Geschmacks

seit dieser Zeit betreibe ich diese auch mit sehr guten Quellen, einem EAR-864- Pre und einer schon etwas älteren, mo- difizierten Muse-160-Endstufe. Für diese Kombination möchte ich nun eventuell eine der beiden o.e. Boxen nachbauen. Meine Frage nun lautet, macht das über- haupt Sinn? Erreiche ich ein höheres Niveau oder ist die Wiedergabe nur an- ders, wenn überhaupt? Wenn der Bass et- was weniger potent wäre als bei der Cre- mona, wäre das kein Problem. Präzision ist mir wichtiger.

Für einen Rat wäre ich sehr dankbar. Kann man sich die Teile eventuell irgend- wo anhören?

Jürgen Pflaum

Sehr geehrter Herr Pflaum, wir können es kurz machen: Sie können beide Lautsprecher bei uns hören. Der nächste Hörtest ist am 2. Juni im Verlag in Duisburg, wie immer Samstag ab 14 Uhr. Dann können Sie sich ein Bild von beiden Lautsprechern machen und abwägen, wie sie sich im Vergleich zu Ihrer Cremona Au- ditor schlagen. In diesem Fall ist das kein Problem, weil die Graziosa sowieso bei diesem Hörtest dran ist und wir die Nada wegen häufiger Nachfragen standardmä- ßig bereithalten.

Verkabelung des „Workspace“

ßig bereithalten. Verkabelung des „Workspace“ Hallo K+T, ich plane aktuell den Nachbau des Sub/

Hallo K+T,

ich plane aktuell den Nachbau des Sub/ Sat-Systems „Workspace“ aus der aktu- ellen Ausgabe. Die Idee hat mich schon beim Überfliegen der Titelseite begeis- tert, und da so ein System momentan genau das ist, was ich suche, war die Ent- scheidung zum Nachbau schnell gefallen.

Bei der Planung sind mir allerdings ein paar Ideen gekommen, die den doch recht hohen Verkabelungsaufwand etwas reduzieren könnten. Ich würde mir da- her gerne Ihre Meinung zu den eventu- ellen Änderungen einholen:

liegen eher bei eventuellen Qualitätsein- bußen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort und für Ihr großartiges Magazin,

ausschließen, da Sie mit den passiven Bauteilen leider ein paar sehr brauch- bare Antennen in die direkte Umgebung der Elektronik bringen. Auch aus diesem Grund haben wir die Frequenzweichen im Subwoofer positioniert.

Mit freundlichen Grüßen Stefan Schütte

Hallo Herr Schütte, es freut uns, dass Ihnen das „Workspace“ gefällt. Uns ist bewusst, dass der Verka- belungsaufwand aufgrund der speziellen Auslegung erheblich ist. Dies zu reduzieren ist jedoch nicht einfach. Zu Ihren Fragen:

1. Die Frequenzweiche kann auch in einem vergrößerten Modulge- häuse untergebracht werden, um den Verkabelungsauf- wand in Grenzen zu halten. Ein Übersprechen mit der direkt benachbarten Elektro- nik können wir jedoch nicht

1. Könnten die Frequenzweichen nicht einfach, statt im Subgehäuse, an der Rückwand der Modulbox Platz finden (eine entsprechende Vergrößerung der Modulbox vorausgesetzt)? So müsste von hier aus nur noch eine Leitung zum Sub und je eine zu den Satelliten geführt werden. Meine Sorge gilt hier allerdings möglichen Interferenzen zwischen Ver- stärker- und Weichenelektronik

2. Sie schlagen vor, vier ein- zelne Adern von der Weiche zum Satelliten zu führen. Da die drei Chassis jedoch einen gemeinsamen Mi- nuszweig besitzen, würde nicht eine Minusleitung pro Box ausreichen? Weiterhin habe ich überlegt, statt der Polklemmen eine 6,3 mm- Klinkenbuchse einzubauen, passendes Konfektionieren der Boxenzuleitungen wäre kein Problem. Dies würde auch die Kosten leicht sen- ken, meine Bedenken hier

2. Sie können die Minusleitung im Satel- liten zusammenfassen und damit eine der vier Adern sparen. Auch gegen den Ein- satz eines 6,3-mm-Klinkensteckers spricht nichts. Diese sind meist deutlich robuster als ihre 3,5-mm-Pendants und verlieren den Kontakt nicht so schnell. Auch hier ist es allerdings möglich, dass Sie die Buch- se nach einiger Zeit austauschen müssen, weil die Kontaktierung nicht mehr ein- wandfrei funktioniert. Da in die Satelliten wenig Strom fließt, brauchen Sie auch keine Monsterquer- schnitte bei den Kabeln. Achten Sie aber trotzdem darauf, dass speziell die zusam- mengefasste Minusleitung kein Klingel- draht ist.

zusam- mengefasste Minusleitung kein Klingel- draht ist. Gradient AXD-97-NF Gewebehochtöner für Enthusiasten
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HÖRSINNIG GUT MIT DEN BESTEN
HÖRSINNIG GUT
MIT DEN BESTEN

Aufgrund der Größe passte die Frequenzweiche nicht in die kompakten Satelliten

KLANG+TON Lesertelefon Das KLANG+TON-Team beantwortet gerne Fragen rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn
KLANG+TON Lesertelefon
Das KLANG+TON-Team beantwortet gerne Fragen
rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn
Probleme beim Nachbau von in K+T veröffentlich-
ten Lautsprecher-Bauvorschlägen auftreten. Wenn
Sie wichtige Fragen haben, die schnellstens geklärt
werden müssen, stehen wir Ihnen
mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr
unter 0203 4292-275
zur Verfügung.
Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder Wünsche lie-
ber schriftlich loswerden möchten, richten Sie Ihren
Brief oder auch gerne Ihre E-Mail an:
KLANG+TON
Leserbrief
Gartroper Straße 42
47138 Duisburg
Fax: 0203 4292–248
klangundton@brieden.de

KLANG+TON

8

Magazin

Kugelkopf-Magnethalter TripleFix

Der neue TripleFix-Magnethalter von Athlet soll die konsequente Weiterentwicklung der Erfolgsgeschichte des „Kugelkopf-Magnet- halters“ werden. Er ist wie sein Vorgänger ein „Problemlöser“ der besonderen Art. Der TripleFix ermöglicht das Verschrauben in schwer zugänglichen Bereichen, was je nach Platzsituation in Laut- sprechergehäusen ja schon mal sein kann. Durch das Kugelgelenk kann der Magnethalter bis zu einem Winkel von 20 Grad geneigt werden und gewährleitstet so selbst an unzugänglichen Ecken die exakte Positionierung der Schraube. Optimiert wurde die Bitauf- nahme. Der neue TripleFix ist ausgestattet mit einer freilaufenden Schnellverschluss-Schiebehülse. Diese soll die sichere Verbindung von Bit und Magnethalter über einen stabilen Schnellverschluss sicherstellen.

Wuro, Niederndorfer Str. 106 – 108, 57258 Freudenberg Telefon: 02734 57420 E-Mail: info@wuro.de, Internet: www.wuro.de

02734 57420 E-Mail: info@wuro.de, Internet: www.wuro.de 20-cm-AlNiCo-Breitbänder von Davis Über diesen
02734 57420 E-Mail: info@wuro.de, Internet: www.wuro.de 20-cm-AlNiCo-Breitbänder von Davis Über diesen

20-cm-AlNiCo-Breitbänder von Davis

Über diesen hochinteressanten Breitbänder aus der französischen Chassisschmiede von Davis, in Deutschland durch Intertechnik ver- treten, lesen Sie in der KLANG+TON in Kürze mehr. Der Zwanzi- ger mit großem AlNiCo-Magnet kommt ohne einen Schwirrkonus aus, hat eine versteifte Papiermembran und hochinteressante Pa- rameter. Auf der diesjährigen High End gab es einen komplett wei- chenlosen Lautsprecherprototypen damit zu hören, der uns sehr gut gefallen hat. Wir hakten nach, ein Pärchen ist auf dem Weg zu uns.

I.T. Electronic, Europaring 28, 50170 Kerpen Telefon: 02273 90840, Fax: 02273 908435 E-Mail: info@intertechnik.de, Internet: www.intertechnik.de

Sicherer Stand mit Liedtke Metalldesign

Mit der IQ4-Serie präsentiert Liedtke Metalldesign eine neue Reihe an äußerst soli- den Lautsprecherstativen. Die mit 12 kg in sich schon gewichtigen Stative bestehen aus zwei sandbefüllbaren 60-mm-Säulen und massiven Metallplatten als Abschluss. Die mitgelieferten M8-Spikes im 10 mm starken Boden sind höhenverstellbar. Dirk Liedtke liefert zwei Farbvarianten: die eine komplett schwarz pulverbeschichtet, die zweite mit schwarzen Abschlussplatten und Säulen in Edelstahl. Die Höhe ist von 50 bis 90 cm (inkl. Spikes) in fünf Schritten wählbar, auch für die Größe der Topplatte gibt es drei Varianten und auf Nachfrage auch Maßanfertigungen. Belastbar sind die IQ4s mit 60 kg pro Stativ, die Preise beginnen bei schlanken 349 Euro pro Stück.

Kontakt: Liedtke Metalldesign, Daimlerstraße 15, 25337 Elmshorn Tel. 04122 405470 E-Mail: liedtke-metalldesign@web.de, Internet:www.liedtke-metalldesign.de

Elmshorn Tel. 04122 405470 E-Mail: liedtke-metalldesign@web.de, Internet:www.liedtke-metalldesign.de KLANG+TON 4/2012

Magazin

9

Akustikdämpfer von Fairplay

Der Wiesbadener Hersteller Fairplay HiFi präsentiert neu- artige Gerätefüße vom Typ „FPH Akustikdämpfer“. Sie ver- sprechen eine besonders effektive Entkopplung der darauf platzierten Geräte oder Lautsprecher vom Untergrund. Dazu kommt augenscheinlich eine Kombination aus Elas- tomer- und Federelementen zum Einsatz. Es gibt vier Mo- dellreihen, die für unterschiedliche Belastungen konzipiert sind. Jene reichen von 10 bis 50 Kilogramm pro Stück. Je nach Dämpfervariante und eingesetzter Stückzahl lassen sich verschiedenste, auch klanglich unterschiedliche Ergeb- nisse erzielen. Die formschönen Aluminiumkonstruktionen sind in fünf verschiedenen Eloxalfarben lieferbar.

Kontakt: Fairplay HiFi, Adolf-Todt-Str. 14, 65203 Wiesbaden Telefon: 0611 5659333 E-Mail: info@fph-aksutik.de, Internet: www.fph-akustik.de

E-Mail: info@fph-aksutik.de, Internet: www.fph-akustik.de Hörtest-Termine für 2012 Auch in diesem Jahr gibt es

Hörtest-Termine für 2012

Auch in diesem Jahr gibt es selbstver- ständlich Hörtests im Brieden Verlag, bei dem Sie die Lautsprecher aus der KLANG+TON in gemütlicher Atmo- sphäre probehören können.

Wann?

• 2. Juni

• 11. August

• 6. Oktober

(jeweils ab 14 Uhr)

Wo? Michael E. Brieden Verlag GmbH Gartroper Str. 42 47138 Duisburg

Da die Veranstaltungen erfahrungsge- mäß voll werden, bitten wir um rechtzei- tige Anmeldung unter:

klangunton@brieden.de. Der Eintritt ist kostenlos, für mitge- brachte leckere Kuchen & Knabbereien sind wir allerdings äußerst dankbar.

& Knabbereien sind wir allerdings äußerst dankbar. Neue Magnetostaten und Subwoofer-Amps bei Monacor

Neue Magnetostaten und Subwoofer-Amps bei Monacor International

Der kleine Magnetostat RBT-95SR (Mitte) ist ein naher Verwandter des jungen Klassikers RBT-95. Er ist dank Kurzhorn in der Frontplatte noch höher belast- bar und nach wie vor hervorragend als pegelstarker Superhochtöner für schlanke 57,90 Euro erhältlich. Ebenfalls pegelstark ist der große Magnetostat RBT-1000 für 104,90 Euro (rechts). Er stammt aus Monacors Profi-Line-Arrays und ist dank Schallführung aus Aluguss entsprechend robust, solide gefertigt und hoch belastbar. Ebenfalls neu sind die Schaltverstärker-Subwoofermodule, welche die SAM-Reihe erweitern. Die Module namens SAM-100D, -200D und -300D (im Bild links) liefern passend zum Namen zwischen 100 und 300 W Sinus (4 Ohm), verzichten dank effizi- enter Class-D-Technik komplett auf Kühlkörper und sind mit 149,90 bis 189,00 Euro angenehm preisgünstig.

Monacor International, Zum Falsch 36, 28307 Bremen Telefon: 0421 48650, Fax: 0421 488415 E-Mail: info@monacor.de, Internet: www.monacor.com

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28307 Bremen Telefon: 0421 48650, Fax: 0421 488415 E-Mail: info@monacor.de, Internet: www.monacor.com KLANG+TON 4/2012

KLANG+TON

10

Magazin

Smarte Werkzeuge von Black & Decker

Bisher galt: Eine Stichsäge ist für Kurvenschnitte konzipiert, eine Kreissä- ge für Längsschnitte. Die neue Zenit™-AutoSelect-Pendelhub-Stichsäge von Black & Decker kann beides, denn sie kombiniert die Vorteile einer Stich- und einer Handkreissäge in einem Gerät. Mehr noch: Sie soll beim Sägen „mitdenken“ und macht Schluss mit den größten Frustrationen von Anwendern. Das ca. 100 Euro kostende Gerät soll vielseitig wie eine Stichsäge und akkurat wie eine Handkreissäge sein. In umfangreichen Vorabtests erzielte sie eine höhere Genauigkeit bei Längsschnitten als gängige Stich- und Handkreissägen.

Black & Decker, Postfach 1202, 65502 Idstein Telefon: 06126 210 Internet: www.blackanddecker.de

Idstein Telefon: 06126 210 Internet: www.blackanddecker.de Besonderer Messservice von Quint Audio Kunden, die bei Quint

Besonderer Messservice von Quint Audio

www.blackanddecker.de Besonderer Messservice von Quint Audio Kunden, die bei Quint Audio ein DSP-Produkt erworben haben,

Kunden, die bei Quint Audio ein DSP-Produkt erworben haben, dürfen sich in Kürze an einem besonderen Service der Sendener erfreuen. Diese verschicken nach Absprache einen „Messkoffer“ mit kleinem PC, Soundkarte und kalib- riertem Mikrofon inklusive einer ausführlichen Anleitung zur Bedienung. Die Kunden messen damit ihren Hörraum aus, dann geht der Koffer nebst gemes- senen Daten zurück an Quint Audio. Dort wird auf Basis der Messungen eine perfekt an die Hörsituation angepasste DSP-Konfiguration erstellt und an den Kunden geschickt. Diese muss er nur noch in den zuvor erworbenen DSP laden und kann sofort seine neue Akustik genießen.

Quint Audio, Teutonenstraße 4b, 89250 Senden Telefon: 07307 800627 E-Mail: support@quint-audio.com, Internet: www.quint-audio.com

Die erste Zeitschriften-Flatrate jetzt auch als App

Die erste Zeitschriften-Flatrate heißt All you can read. Mit dieser günstigen Flatrate erhält man einen Autorisierungs-Code und den Zugriff auf über 20 Top-Zeitschriften. Je länger die Flatrate läuft, umso preiswerter wird sie.

Die vielen Top-Zeitschriften machen All you can read so beliebt:

HiFi Test, Heimkino, Tablet PC, LP, Player, Car & HiFi, Heimwerker Praxis, Klang + Ton, Eins- null und viele mehr. Dazu kommt der Preisvorteil. Nur 2,99 Euro im Monat für die gesamte Flatrate. Inklusive Archivzugriff auf ältere Ausgaben, unbegrenztes Speichern der Ausgaben und hohe Aktualität durch den All-you-can-read-Informationsdienst.

Eine weitere Neuerung ist die jetzt aktuell verfügbare All-you-can-read-App im Apple Store. Dadurch ist die All-you-can-read-Zeitschriften-Flatrate endlich für das iPad, das iPhone und den iPod Touch verfügbar!

Für bestehende All-you-can-read-Kunden wird es noch einfacher: Nach dem Laden der App können Sie sich mit Ihren Login-Daten einloggen und alle Zeitschriften sofort lesen und spei- chern. Neukunden können die Zeitschriften-Flatrate auch direkt über den Appstore bestellen.

auch direkt über den Appstore bestellen. Alle Kunden werden sich ganz schnell an den geringen
auch direkt über den Appstore bestellen. Alle Kunden werden sich ganz schnell an den geringen

Alle Kunden werden sich ganz schnell an den geringen Ladezeiten und der intuitiven Bedienung erfreuen. Für eine komplette Zeitschrift beträgt die Downloadzeit gerade mal 45 Sekunden! Pro Jahr erhält der All- you-can-read-Nutzer über 60 verschiedene Ausgaben. Mehr Informationen über die erste Zeitschriften- Flatrate gibt es unter: www.allyoucanread.de.

Western Electric-Replikas

Western Electric-Replikas Selbstbau der exklusiveren Art durften wir auf der High End in München begutachten: Auditori-

Selbstbau der exklusiveren Art durften wir auf der High End in München begutachten: Auditori- um 23 aus Schwalbach vertreibt in Deutschland die Produkte von Line Magnetic, und die sind etwas ganz Besonderes. Es handelt sich nämlich um detailgenaue Nach- bauten der derzeit begehrtesten Audio-Preziosen überhaupt: Ki- notechnik von Western Electric aus der Frühzeit der Unterhal- tungselektronik. Das Bild zeigt die Line-Magnetic-Versionen des berühmten Kinohorns 22a, ange- trieben mit dem Druckkammer- treiber 555, obendrauf sitzt der Hornhochtöner 597a.

Auditorium 23, Thüringer Straße 4, 65824 Schwalbach Telefon: 06196 4025168 E-Mail: music@auditorium23.de, Internet: www.auditorium23.de

Klassiker aufgebohrt

Im Monacor-Bausatzprogramm gibt es seit langer Zeit einen erfolgreichen und guten Center-Lautsprecher namens „Di- rect“. Dabei handelt es sich um einen Dreiwegelautsprecher in zumindest zum Teil liegender D’Appolito-Anordnung. Der in Pommelsbrunn ansässige Versender Heißmann Acoustics hat den Klassiker nun unter seine Fittiche ge- nommen und dem Vernehmen nach nochmals deutlich aufgewertet. Das komplett neu entwickelte Filter verbes- sert das Rundstrahlverhalten merklich und qualifiziert den Lautsprecher nunmehr für Anwendungen jenseits des Mittenkanals; die Heißmann-Variante lässt sich problem- los auf allen Kanälen eines Mehrkanal-Setups einsetzen. Der Komplettbausatz kostet 300 Euro, die neu entwickelte Weiche kann man zur Aufrüstung bestehender Systeme für 109 Euro auch einzeln erwerben.

Heissmann-Acoustics, Dorschstraße 7, 91224 Pommelsbrunn Telefon / Fax: 09154 948000 E-Mail: info@lautsprechershop.eu Internet: www.lautsprechershop.eu

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KLANG+TON

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Händlerbausatz

Edles Zweiwege-Projekt von Speaker Heaven

Zwei Richtige

„Wir wollten einfach mal wieder eine Zweiwege- box machen“ – was Speaker-Heaven-Chef Wolfgang Richter so einfach von den Lippen ging, entpuppte sich als äußerst ambitioniertes Unterfangen. Eines mit einem berühmten Vorgänger zudem

E s gibt ein paar Anbieter auf dem Laut- sprechermarkt, die sich des Neides

unserer Redaktion gewiss sein dürfen. Einer davon ist Speaker Heaven, kaum eine Auto-Viertelstunde von unseren Redaktionsräumen ebenfalls in Duis- burg angesiedelt. Neid kommt deshalb auf, weil sich Wolfgang Richter und Jür- gen Schecht bei der Entwicklung ihrer Projekte unerhört viel Zeit lassen. Bis die Abstimmung eines Speaker-Heaven- Bausatzes fertig ist, geht gerne schon mal ein Jahr ins Land. Dass dabei kaum eben alle drei Wochen ein neues Mo- dell von der Rampe fällt, versteht sich von selbst – und das ist auch überflüs- sig: Alles, was uns bislang von Spea- ker Heaven vor die Ohren gekommen ist, repräsentierte in seiner jeweiligen Klasse die Spitze des Machbaren, und da muss man die Modellpalette nicht wechseln wie die Unterwäsche. Die vorliegende „Network 2edition“ ist ein perfektes Beispiel dafür, dass übertrieben hastige Produktevolu- tion kaum das Ding der Duisburger ist. Dieser Lautsprecher debütierte als „Network 2“ vor sage und schreibe 25 Jahren. Einen Test in der KLANG + TON gab’s übrigens auch – Ausgabe 6-7/1988. Die Network 2 erblickte zu einer span- nenden Zeit das Licht der Welt, weil sie nämlich eines der ersten Projekte mit den damals nagelneuen Keramiktreibern von Thiel war. Für Wolfgang Richter als bekennenden Fan der Görlich-Hart- schaummembranen war die Kombinati- on beider Technologien schnell beschlos- sene Sache, und so entstand eine Box, die bis zum heutigen Tag zu den meistver- kauften Selbstbauprojekten überhaupt zählen dürfte. Ein Vierteljahrhundert später ist sie nun wieder da, die Network 2; äußerlich mo- derat modernisiert, hört sie nunmehr auf den Namen Network 2edition. Abermals blicken wir auf einen Keramikhochtöner und eine Görlich-Membran, den Verbes- serungen gegenüber dem Urmodell ist mit bloßem Auge kaum beizukommen. Wolfgang Richters Anspruch an sein neues Projekt ist kein kleiner – er wollte schlicht den besten denkbaren Zwei- wegelautsprecher bauen, und in Anbe- tracht dessen darf die Preisgestaltung als durchaus moderat gelten: Der Stereo- Komplettbausatz mit fertig aufgebauter Weiche, allen Kleinteilen (ohne Gehäuse) kostet 2.200 Euro, die Fertigbox ab 3.000 Euro pro Paar; die wie unser Testpärchen furnierte Variante ist für 3.300 Euro zu erstehen. Das ist in der Selbstbauwelt

zwar viel Geld, in Relation zum Gebote- nen jedoch sehr fair.

Bestückung

Siebzehner und Kalotte? Damit lockt man doch heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor – sollte man meinen. Wenn die eingesetzte Treiber- technik so lecker ist wie diese hier, dann kann man auch mit einer so klassischen Bestückung hoch interessante Ergebnisse erzielen.

Bestückung hoch interessante Ergebnisse erzielen. Der Hochtöner ist ein Klassiker und eines der ersten

Der Hochtöner ist ein Klassiker und eines der ersten Chassis von Keramik-Pionier Thiel überhaupt. Natürlich erfuhr es in den letzten 25 Jahren zahlreiche Verbesserungen

Der Tiefmitteltöner hört auf die Typen- bezeichnung „TT 170 VK SM“ und sieht fast aus wie damals, verfügt auch nach wie vor über den ziemlich archaischen Stahl- blechkorb (der nach wie vor reichlich schwierig einzufräsen ist). Die Vollko-

wie vor reichlich schwierig einzufräsen ist). Die Vollko- Auch der Görlich-Tiefmitteltöner ist ein alter Be-

Auch der Görlich-Tiefmitteltöner ist ein alter Be- kannter. Die „Beruhigung“ des Korbes und den zweiten Magneten rüstet Speaker Heaven nach

nusmembran wird wie ehedem von einer lediglich 25 Millimeter durchmessenden Schwingspule angetrieben, was für eine sehr geringe bewegte Masse und somit ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp-

ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
neu
neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu
ein erfreuliches Beschleunigungsver- mögen sorgt. Den Korb stabilisiert man bei Speaker Heaven mit reichlich dämp- neu

KLANG+TON

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Händlerbausatz

fender Knetmasse, der zweite Magnetring wird ebenfalls erst hier montiert. Der Hochtöner – Speaker Heaven nennt ihn „C12 T6 E“ ist ein Klassiker, der na- türlich im Laufe der Jahre immer mal modernisiert worden ist und mit den frühen Varianten des 25er-Thiel-Kera- mikhochtöners nur noch am Rande zu tun hat.

Gehäuse

Damals wie heute gibt’s bei der 2er- Net- work ein Gehäuse, das weit von einer viereckigen Kiste entfernt ist. Die gut einen Meter hohe Standbox ist einer- seits sanft nach hinten geneigt und ver- fügt andererseits über einen trapezför- migen Querschnitt. Das sorgt für die gewünschte schmale Schallwand und schafft gleichzeitig die benötigten 50 Li-

Schallwand und schafft gleichzeitig die benötigten 50 Li- Speaker Heaven baut seine Gehäuse aus einem Material

Speaker Heaven baut seine Gehäuse aus einem Material namens „HCM“, einem 32 mm dicken Sandwich aus Buchen-Multiplex, HDF und di- versen Furnierlagen

ter Volumen, denn die Network 2edition soll ernsthaft tiefe Töne reproduzieren. Den Abschluss nach unten besorgt ein abgesetzter schwarzer Fuß, der der Box den letzten optischen Schliff verleiht. Selbstverständlich ist solch ein Gehäu- se perfekt dazu angetan, den Tischler seines Vertrauens in den Wahnsinn zu treiben, denn hier gibt’s keinen einzigen rechten Winkel. Beim Gehäusematerial setzt Speaker Heaven auf etwas, das sich „HCM“ nennt. Gängiges MDF genügt den Ansprüchen ans Gehäuse schlicht nicht mehr, was wir gerne bestätigen:

Die gute alte, mitteldichte Faserplatte ist heutzutage so miserabel verleimt, dass sie schon beim Hingucken auseinanderfällt. „HCM“ löst das Problem gründlich. Das 32 mm dicke Material besteht aus einem

Kern aus Buchenmultiplex, umgeben von zwei Lagen HDF, beidseitig furniert. Das Zeug ist überaus stabil, verfügt über exzellente Dämpfungseigenschaften und stellt eine reichlich kompromisslose Lösung des Problems dar. Ein weiterer Grund dafür, über eine fertig aufgebaute Box nachzudenken. Das Reflexsystem wird über ein rück- seitig angebrachtes Kunststoffrohr beat- met, der Hersteller verspricht eine unte- re Grenzfrequenz von 30 Hertz. Das ist dann doch etwas zu hoch gestapelt, be- eindruckend sind die Bassfähigkeiten der Network 2edition jedoch allemal – dazu später mehr.

Frequenzweiche

Das Filterdesign der Netzwork 2edition ist vielleicht der Teil der Neuauflage, in der die meisten Überraschungen stecken. Während die Weiche des Urmodells noch ein ziemliches Bauteilegrab war, das jede noch so kleine Unsauberkeit der Treiber kompensierte, ist mittlerweile „laufen lassen“ angesagt – eine Herangehenswei- se, die unsere volle Zustimmung findet. Hoch- und Tiefpass der neuen Weiche sind als 18-Dezibel-Filter mit minimalen Korrekturen ausgelegt. Besonders wichtig waren ein möglichst niederohmiger Bass- zweig, die beiden Induktivitäten vor dem Tieftöner kommen zusammen auf einen Widerstand von lediglich 0,15 Ohm. Das ging nur mit Schichtkernspulen vom Typ CFS; auch die restliche Bestückung ist von der leckeren Sorte: verschiedene MKP-Kondensatortypen und Caddock- Widerstände brachten letztendlich das gewünschte Ergebnis. Der Aufbau erfolgt auf einem Brett, als Verbindung zwischen den Bauteilen dienen ausschließlich de- ren Anschlussdrähte: je weniger Kon- taktstellen, desto besser.

Messungen

Der Frequenzgang der Network 2edition offenbart weitgehende Linearität – mit ein paar systembedingten Einschrän- kungen. So sind im Mitteltonbereich durchaus ein paar kleinere Unregel- mäßigkeiten zu vermelden, die auf die schlichte Weichentopologie zurückzu- führen sind. Ich kann damit prima leben, und Sie, wenn Sie die Box denn mal vor die Ohren bekommen, sicherlich auch. Der Lautsprecher schafft einen -3-Dezi- bel-Punkt von erstaunlichen 40 Hertz, was sicherlich das Maximale darstellt, was mit einem Siebzehner sinnvoll ist. In Anbetracht dessen dürfen die Klirrwerte auch im Bass als moderat gelten, bei 95 Dezibel manifestieren sich dann zwei Kirrspitzen: ein k2-Ausreißer bei gut 300 Hertz und ein k3-Maximum um 1,5 Ki- lohertz. Beide finden sich auch im Was- serfalldiagramm wieder, fallen jedoch re- lativ zügig ab und sollten klanglich keine nennenswerte Rolle spielen. Am oberen Ende des Übertragungsbereiches brilliert der Keramik-Einzöller mit einer Grenz- frequenz von fast 40 Kilohertz, auch das Rundstrahlverhalten sieht sehr gut aus:

Der Abfall unter Winkel ist moderat und entwickelt sich gleichmäßig. Die Network 2edition ist eine waschechte Acht-Ohm-Box ohne Impedanzkorrek- tur, das Minimum liegt bei rund sieben Ohm um drei Kilohertz. Damit geht der Lautsprecher unbedingt als röhrentaug- lich durch, die rund 86 Dezibel mittlerer Wirkungsgrad gehen auch dafür völlig in Ordnung.

Die Weiche ist bedingungslos auf geringen Innenwider- stand getrimmt
Die Weiche ist
bedingungslos auf
geringen Innenwider-
stand getrimmt

KLANG+TON 4/2012

Klang

Um’s kurz zu machen: Die Network 2edition ist eines der besten Zweiwege- systeme, das mir je untergekommen ist. Das Experiment, zwei so unterschied- liche Membranen wie hier miteinander zu verheiraten, darf als bedingungslos geglückt gelten. Die Übernahme zwi- schen der Hartschaum- und der Kera- mikabteilung ist schlicht und ergreifend unhörbar. Einmal mehr muss man Spea- ker Heaven attestieren, einen hervorra- genden Entwicklerjob gemacht zu ha- ben, denn die Box hat keine wirklichen Schwächen. Tonal hat sie sehr wenig eige- nen Charakter; im Vergleich zu unserer Nada produziert sie einen minimal be- tonteren, dafür weniger fülligen Stimm- bereich. Das allerdings sind Nuancen, die ganz tief im Bereich des Geschmacks liegen. Klavieranschläge? So müssen sie klingen:

Mit genau dem richtigen Maß an me- tallischer Härte, mit Volumen und aus- gedehntem Nachhall – kein Problem für die Network. Für eine gelungene Abstimmung spre- chen die Abbildungsleistungen. Die Box ist in der Lage, physisch komplett aus dem Klangbild zu verschwinden und separiert mit dieser Fähigkeit eine gute von einer exzellenten Ansteuerung: Mit einer zugegebenermaßen reichlich unbe- zahlbaren Röhrenkette davor gelingt das Kunststück absolut beeindruckend. Die Bühne gerät in allen Dimensionen rea- listisch und der Aufnahme angemessen groß. Die Platzierung einzelner Elemente im Raum gerät sehr präzise und differen- ziert. Gehäuse und Gehäusematerial sind offensichtlich ebenfalls sehr gelungen gewählt: Die Network schafft es sehr überzeugend, sich der positiven Seiten des Bassreflexthemas (eine ordentlich tiefe und voluminöse Basswiedergabe) zu bedienen, ohne in Sachen Basspräzi- sion zu sehr einzubüßen. Sehr gut, und nahe dran an einer guten geschlossenen Lösung. Auch wenn ich den Lautsprecher zu- nächst Leuten mit einem eher gesit- teten Musikgeschmack anempfehlen würde, erstaunen die Nehmerqualitäten der kompakten Standbox. Weder Deep Purple „Made in Japan“ mit Pegeln, die dem Livealbum gerecht werden, kann die Box nennenswert schrecken noch die modernen elektronische Tiefbass- spielereien eines Anders Trentemöller. Zuhause jedoch ist die Network da, wo Akkuratesse, Präzision und Mühelosig-

Händlerbausatz

15

Speaker Heaven Network 2edition

Händlerbausatz 15 Speaker Heaven Network 2edition Technische Daten Chassishersteller: Görlich, Thiel

Technische Daten

Chassishersteller:

Görlich, Thiel

Vertrieb:

Speaker Heaven, Duisburg

Konstruktion:

Speaker Heaven

Kosten pro Box:

1.100 Euro plus Gehäuse

Funktionsprinzip:

Zwei Wege, Bassreflex

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

86 dB

Abmessungen (BxHxT):

28,5 x 101 x 38 cm

keit über Wohl und Wehe der Wieder- gabequalität entscheiden. Dort entpuppt sich die Duisburgerin als veritabler „letzter“ Lautsprecher. Einen kräftigen Applaus in die Nachbarschaft. Holger Barske

Frequenzgang für 0/15/30
Frequenzgang für 0/15/30
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON

KLANG+TON

16

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Bausatztest

Backloaded Horn mit Tang-Band-High-End-Breitbandsystem

Backloaded Horn mit Tang-Band-High-End-Breitbandsystem Variante 2 Chassistest: • Tang Band W6-1916 K+T 3/2012 Das

Variante 2

Chassistest:

• Tang Band W6-1916 K+T 3/2012

Das haben wir so noch nicht gehabt: Zwei Bauvorschlä ge mit ein und demselben Chassis in zwei direkt aufeinander folgenden Ausgaben. Ich möchte das an dieser Stelle auch kaum groß rechtfertigen – die Angelegenheit hat einen Grund

Bausatztest

D er Tang Band W6-1916 saß i m letz- ten Heft in einer TQWT, die die für

Blue Planet Acoustic fast schon charak- ter istische Gehäuseform besaß und in unserem Hörraum einen überzeugenden Auftr i tt h i nlegte .

D ieses Mal geht es in e in ausgewachsenes

Horngehäuse und zwar e i n ganz spez i - elles . Thomas Richter heißt der Mann, der in jahrelanger Feinarbeit ein Backloaded Horn entw ickelt hat, das ähnlich dem K+T-Unihorn mit einer Länge von 3,5 Metern und einem relativ langsamen Öff- nungsverlauf gut für Treiber mit einem höheren Qts, als sie normalerweise im Horn eingesetzt werden, geeignet ist.

Technik

Ein solcher Kandidat ist der Tang Band W6-1916, desen Beschreibung w ir hier der Einfachheit halber w i ederholen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um

e i nen Sechszöller – w ie es s ich für e inen

großen Breitbänder gehört, mit leichter Bambusfasermembran und Schw irr- konus. Hi er enden auch schon die tra- ditionellen Werte: Inmitten des Konus thront unübersehbar ein mächtiger Pha- seplug mit einem aufgesetzten Kupfer- Kühlkörper, w i e man i hn sonst nur an Hochleistungssubwoofern bewundern kann . Über d i e Belastbarkei t des Chass i s

muss man sich also schon einmal keine Gedanken machen . Ob das Ganze auch i n Sachen Schallab- strahlung einen Effekt hat, können w ir nicht beurteilen – dazu fehlt uns die Ver- gleichsmöglichkeit. Wie es sich für einen anständigen Breitbänder gehört, besitzt der W6-1916 einen großen und stabilen Schw irrkonus – Garant für eine trotz der Chass i sgröße ausre i chend pegelstarke Hochtonw iedergabe und insofern ein

chend pegelstarke Hochtonw i edergabe und i nsofern e i n Der Hornverlauf mündet optisch unauff

Der Hornverlauf mündet optisch unauff ä llig im Boden der Box und nutzt den pegelstärkenden Effekt der Grenzflä che perfekt aus

Novum be i Tang Band, als d i e kle i neren Breitbänder der Marke keinen zweiten Konus bes i tzen . D ie Gumm is i cke bes itzt ei ne Prägung, die Resonanzen vorbeugt. Die Schw ings- pule ist kürzer als der Luftspalt und da- mi t eine sogenannte Unterhangschw ing- spule. Dieses Design ermöglicht im Normalbetr i eb e i n sehr l i neares Arbe i ten des gesamten bewegten Systems und da- mit besonders niedr ige Klirrwerte. Im Gegenzug muss das Magnetsystem be- sonders v i el Kraft bereitstellen, weil sich seine Kraft über einen deutlich größeren Luftspalt verte i lt . Der kräft i ge Neodym- antr i eb des Tang Band ist eine Augenwei- de und sorgt dafür, dass jene Kraft be- reitsteht. Die Zw ischenräume zw ischen den schwarz lackierten Neodymtabletten sorgt zudem für einen stets gesunden Temperaturhaushalt.

Gehäuse:

Von außen sieht das Omnes Horn 6 unscheinbar aus: Ok, ein recht großes Horngehäuse mit nach unten ger i chteter Mundöffnung – das hat man schon mal gesehen . Auch d i e gefäll ige Opt i k – so e i n bisschen an Opas Ni erentisch gemah- nend und schön in Holz ausgeführt – ist noch kein Grund, nervös zu werden. Schraubt man die Frontplatte mit dem Chassis ab, dann entdeckt man Außerge- wöhnliches: Eine aufwendige Konstruk- tion direkt hinter dem Treiber bildet ins- gesamt v i er Helmholtz-Resonatoren, die s i ch über i n Länge und Durchmesser va- r iable Rohre ankoppeln lassen und so an v i er verschiedenen Stellen im Frequenz- gang einen akustischen Eingr i ff zulassen. So hat man e i n mächt i ges Werkzeug zur Hand, mit dem sich ohne elektr ische Filter perfekt abgestimmte Lautsprecher

Kr ä ftige Neodymtabletten sorgen für den Antrieb der Unterhangschwingspule

mmte Lautsprecher Kr ä ftige Neodymtabletten sorgen für den Antrieb der Unterhangschwingspule 17 17 KLANG+TON 4/2012
mmte Lautsprecher Kr ä ftige Neodymtabletten sorgen für den Antrieb der Unterhangschwingspule 17 17 KLANG+TON 4/2012

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KLANG+TON

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Bausatztest

realisieren lassen. Es g i bt bei diesem Ge- häuse noch weitere Möglichkeiten, w ie die Integration weiterer Treiber oder Passivmembranen in den Hornverlauf an der Rückseite – dies soll aber zukünftigen Var ianten vorbehalten sein. Das Omnes Horn 6 entstammt der Feder von Thomas Richter, der nach langen Versuchen seine Ergebnisse in Zusam- menarbeit mit Blue Planet Acoustic/ Omnes Audio präsentiert . Es g i bt zwei untersch i edl i che Vertr i ebsmodelle : Der Bausatz be i nhaltet d i e Chass i s, d i e nö- tigen Kleinteile und den aufwendigen Bauplan, der alle zum Bau der Box er- forderlichen Informationen enthält. Da es sich beim Aufpreis gegenüber dem nackten Chassis vor allem um das Ho- norar für den Konstrukteur handelt, drucken w ir i n di eser Ausgabe nur e i nen pr inzipiellen Längs- und Querschnitt des Omnes Horns ab. Das Omnes Horn kann auch als Sonderanfertigung auf Be- stellung gefertigt werden – pro Seite w i rd eines der aufwendigen Hörner ab etwa 1.500 Euro erhältlich sein – Abstimmung und Messschr ieb inklusive .

Messwerte

Abst i mmung und Messschr i eb i nklus i ve . Messwerte Gegenüber der Perfect

Gegenüber der Perfect L i ne ( i m D i a- gramm schwarz) fällt als Erstes auf, dass der Wirkungsgrad des Omnes Horns 6 (rot) um zwei bis drei Dezibel höher liegt – selbst gegenüber deren Messung der Line ohne Sperrkreis (blau). Der Frequenzgang auf Achse i st weni ger aus- gewogen und ste igt zum Br illanzbereich stärker an – das hat durchaus Ähnlich- keit mit dem Verhalten des Chassis in der DIN-Schallwand . Ei ne solche Abst i m- mung funktioniert in der Hörpraxis aus diversen Gründen. Zum Ersten sorgt die Bodenankopplung des Horns für einen kräftigeren Bass, als die Freifeldmessung d i es nahelegt . Zum Zwe i ten unterstützt die breite Schallwand das Chassis bereits ab etwa 500 Hertz, so dass der Anst i eg n i cht mehr ganz so dramat i sch ausfällt . Und zum Dr itten findet durch das Bün- delungsverhalten des großen Chassis der Anstieg nur auf Achse statt – unter Wi n-

Blue Planet Acoustic „Omnes Horn 6“

– unter W i n- Blue Planet Acoustic „Omnes Horn 6“ Technische Daten Chassishersteller: Tang Band

Technische Daten

Chassishersteller:

Tang Band

Vertrieb:

Blue Planet Acoustic, Eschborn

Konstruktion:

Blue Planet Acoustic

Funktionsprinzip:

Backloaded Horn

Bestückung:

1 x Tang Band W6-1916

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

90dB

Abmessungen (BxHxT): 21,8 x 128,6 x 25,8 cm

Kosten pro Box:

ca. 300 Euro + Geh ä use

keln g i bt es ab dem kr itischen Bereich um 2 Kilohertz bereits Pegelverluste, was in der Addition einen ausgewogenen Klang erg i bt . Das Klirrverhalten ist sensationell gut – erst ab 95 Dezibel mittlerem Pegel kann man e ine le i chte Regung i m K2-Schr ieb erkennen. Das Wasserfalldiagramm zeigt die horntypischen Nachschw inger bis in den Grundtonbereich hinein und sonst kei ne Probleme. Der Impedanzschr ieb

Frequenzgang f ü r 0/15/30/45
Frequenzgang f ü r 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 f ü r 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 f ü r 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 f ü r 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 f ü r 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)
hat d i e charakter i st i schen Mehrfachhö- cker und verrät d i

hat d i e charakter i st i schen Mehrfachhö- cker und verrät die absolute Röhrentaug- lichkeit des Omnes Horns.

Hörtest

Das größte Überraschungsmoment barg der Hörtest. Ni cht von der Hand zu wei- sen ist eine gew isse Familienähnlichkeit zur Perfect L i ne aus dem letzten Heft – und das geht durchaus bis ganz hinunter in den Bass, wo das Omnes Horn 6 nur minimal knackiger und druckvoller zu Werke geht. Wo es allerdings deutliche Untersch i ede g ibt, i st d i e Luft i gkei t und Offenheit, mit der das Horn arbeitet. Ich behaupte j etzt e i nfach mal, dass d i es das Resultat der weichenfreien Ansteuerung des Treibers ist. Mithilfe der Bodenan- kopplung auf einem durchaus profun- den Bassfundament ag ierend, kann sich der Tang Band ab dem Mitteltonbereich

völl i g fre i entfalten, zeigt fein- w ie grobdynamisch, welch ein Ausnahmekönner er ist, und b i etet e i ne räuml i che Abb i l- dung vom Feinsten. Auf Achse g ibt es einen recht pointierten Hochtonbereich, den man mit le i chtem Ei nw i nkeln noch etwas sanfter gestalten kann.

Fazit:

Das Omnes Horn 6 i st e i ne i mpo- sante Konstruktion, die als Lautspre- cher hervorragend funkt ioniert und als i nd iv i duell e i nstellbare Plattform für eine Unzahl an Lautsprechern die un iverselle Hornbas i s schechth i n dar- stellt. Wir freuen uns auf weitere Bau- vorschläge mit dem Omnes-Horn!

Thomas Schmidt

Die abnehmbare Rückwand ermöglicht beim Om- nes Horn 6 den Zugang zu nahezu dem gesamt-
Die abnehmbare Rückwand ermöglicht beim Om-
nes Horn 6 den Zugang zu nahezu dem gesamt-
en Hornverlauf. Das vereinfacht die Bed ä mpfung
des Horns
Die bei diesem Geh ä use noch aufgesetzte Schall-
wand des Breitb änders findet bereits bündig
Platz auf der Front. Nimmt man sie ab, kommen
der Beginn des Hornverlaufs in den Ecken und
die Absorberkammern rund um den Magnetaus-
schnitt zum Vorschein
KLANG+TON Bausatztest 20 330 30
KLANG+TON
Bausatztest
20
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„Super Service – bitte weiter so! Das ist die Zukunft.“ (aus der Leserbefragung)

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aktuelle und ältere Ausgaben von HiFi Test und Heimkino usw.! Also auf

27 Zeitschriften mit insgesamt 134 Ausgaben, ne Menge Stoff, falls der

Winter noch kommt. (aus „hifi-forum.de“)

„Das ist ja genial

„ die Maßgabe ist halt: saugen, sichern, schauen – inkl. Freischuss.“

(aus „hifi-forum.de“)

„Also ich bin jetzt schon beim 2. Jahr dabei und bin einfach nur begeis-

tert, wie viel Geld man doch spart

„Das ist ja eine feine Sache. Da habe ich mich jetzt kurzerhand auch angemeldet und bin bis jetzt vollauf begeistert .“(aus „hifi-forum.de“)

endlich kein Papierstau mehr

(aus „hifi-forum.de“)

(aus „hifi-forum.de“)

AAllll yyouou ccanan rreadead!!

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KLANG+TON

22

Bauprojekt

Hochwertiger Kleinstmonitor mit Seas-Koax

22 Bauprojekt Hochwertiger Kleinstmonitor mit Seas-Koax Prestige- Objekt Seit unserer Minimonitor-Geschichte hat es
22 Bauprojekt Hochwertiger Kleinstmonitor mit Seas-Koax Prestige- Objekt Seit unserer Minimonitor-Geschichte hat es
Prestige- Objekt
Prestige-
Objekt

Seit unserer Minimonitor-Geschichte hat es mich immer wieder umgetrieben: Es sollte doch möglich sein, einen qualitativ hochwertigen Zweiwegerich in einem noch kleineren Format zu realisieren – und dennoch ein bisschen Volumen für den Bass zu haben. Mit ein wenig Offenheit in Sachen Dimensionierung geht das ohne Weiteres – geboren ist die Piena.

Technik

Sage und schre i be 39 Mill i meter durch- misst die Schw ingspule des Ti efmittel- tonabtei ls – für e i n Zwölfzent i meter- Chassis ist das wohl Rekord . Auf der anderen Seite ist die Größe eine log ische Konsequenz aus dem Platzbedarf des Hochtöners. Es handelt sich immerhin um e i ne ausgewachsene 25-Mi ll i meter- Kalotte mit Montager ing – eine Art Schallführung zw ischen dem Außenrand der Kalotte und dem umgebenden Ko- nus. Unsere Messungen zeigten ein soli-

de durchkonstruiertes Chassis, vor allem mit einem sehr ausgewogenen Hochtö- ner, der so gut w ie keine Artefakte zeigt, d i e d i e spez i elle Ei nbaus i tuat i on so gut w i e zwangsläufig erzeugt. Tatsächl ich hat Seas den Koax-Chass is-Bau inzw ischen so wei t opt i m i ert, dass s i ch kaum noch Nachtei le ergeben : Di e Kalotte kann t i ef getrennt werden und bedarf an Korrek- turmaßnahmen lediglich einer Egalisie- rung des zum Präsenzbereich leicht stei- genden Pegels, der dem Waveguidedes umliegenden Aluminiumkonus geschul-

Chassistest:

• Seas L12RE/XFC:

K+T 6/2011

A m besten funktioniert raumspa- rendes Arbe i ten natürl ich m it nur

einem Chassis. Ein Breitbänder sollte es i n d i esem Falle aber eben n i cht werden – das Rundstrahlverhalten soll unter Wi n- keln deutlich besser sein. Also muss es

e i n Koax r i chten . Wie gut, dass Intertech-

nik genau das Richtige im Sort iment hat. So ein bisschen unter dem Radar ist er seit seinem Erscheinen geblieben, der kle i ne Seas-Koax . Dabe i hat s i ch das kle i - ne Chassis in unserem Einzelchassistest i n Ausgabe 6/2011 sehr gut geschlagen.

det ist. Dieser w i ederum zeigt eine solide Leistung, kann in kleinen Volumina mit der entsprechenden Abstimmung recht tief spielen und verfügt über einen ausrei- chend breiten Frequenzgangbereich, um in Sachen Trennfrequenz ein Höchstmaß an Flexibilität zu haben. Natürlich ist der Max i malpegel be i der kle inen bewegten Fläche begrenzt – i mmerh i n dre i Mill i - meter Hub in beide Richtungen sorgen aber dafür, dass das Chassis auch ohne Bassunterstützung gut zurechtkommt

Gehäuse

Zw ischen 2,5 und 4,3 Liter ergaben unse- re Si mulationen, also alles zw ischen sehr klein und immer noch kompakt. Bei der Konstrukt i on war m i r w icht i g, dass d i e Front durch die Abmessungen des ver- senkt eingebauten Chassis zuzüglich Re- flexkanal vorgegeben w ird – d i eser sollte zw ingend vorne münden, um zur Not auch e i ne Regalaufstellung real i s i eren zu können. Damit waren die Dimensionen klar : 12 x 12 Zentimeter plus Kanal plus Außenwände. Der Reflexkanal stellte e i ne Herausforderung für sich dar : Es gab bei voller Ausnutzung der 12 Zent i meter Breite die Auswahl zw ischen einem nur e i n paar Mi ll i meter hohen Kanal und e i - ner komplett unsinnigen Länge. Es g i bt von Seas übr igens einen Werks- vorschlag, dem unsere Box durchaus äh- nelt . Hier hat man s i ch für 6 Mi ll i meter Kanalhöhe entschieden – in Sachen Strö- mungsgeräusch zumindest angreifbar. Aus der Not kann man auch eine Tugend machen: Mit einem asymmetr isch ge- teilten Kanal sind zwei unterschiedliche normaleAbstimmungen zu realisieren, der jeweils nicht benötigte Teil w ird von vorne uns i chtbar am Kanalanfang m i t Sonofil verschlossen, die Serv i ceklap- pean der Rückseite macht dies möglich. Diese dient gleichzeitig als Weichenbrett, das mit 10 Schrauben luftdicht auf einem Rahmen befest igt w ird . Bedämpft w i rd sparsam m i t etwas Sonofil, das zw ischen Treiber und Kanal eine Röhre bildet.

Frequenzweiche:

Den Tiefmitteltöner kann man recht ein- fach trennen, wenn man sich der Mem- branresonanzen annimmt. Im Endeffekt habe i ch m ich für e i ne zi emli ch hohe Trennfrequenz von 4 Kilohertz entschie- den – eine tiefere Trennung sah in den Messungen nicht so gut aus und konnte auch beim Hören nicht vollends über- zeugen. Sechs Bauteile genügen für eine ordentliche Summenbildung: Ein Filter erster Ordnung für den Ti eftöner samt

Saugkreis gegen die Resonanzen, dazu ein Filter zweiter Ordnung vor dem ver- polten Hochtöner und dazu einen Vor- w i derstand. Die verwendeten Bauteile sind von ordentlicher Qualität und in ihren Abmessungen absolut passend zur kle i nen Box .

i hren Abmessungen absolut passend zur kle i nen Box . Messungen Im Rahmen der Mögl

Messungen

Im Rahmen der Möglichkeiten ist der Frequenzgang sehr ausgewogen. Be- trachtet man d i e Messungen auf Achse und unter Winkeln, dann kann man ei- nen ziemlich ausgeglichenen Energ iefre- quenzgang ableiten – die Piena kommt also auch in halligeren Räumen tonal gut zurecht . D i e schmalband i ge Senke be i 600 Hertz ist einer Längsresonanz durch die tiefe Bauweise geschuldet – klanglich fällt s i e n i cht i ns Gew icht . D i e Kl i rrsp i t- ze K3 bei drei Kilohertz sieht gefährlich aus, w i rkt sich aber auch bei längeren Hörtests nicht aus. Da sie auch bei deut- lich tieferen Trennfrequenzen in gleicher Ausprägung vorhanden ist, habe ich es dabei belassen – die Membranresonanz w ird einfach immer angeregt. Ansonsten sehen die Klirrdiagramme für ein Chas- sis dieser Größe sehr gut aus – bei 90 dB Abhörpegel würde i ch für d i e P i ena als Vollbereichslautsprecher die Grenze zie- hen . Das Wasserfalld i agramm zei gt e i n paar harmlose Verzögerungen im Mittel- tonbereich und ansonsten ein makelloses Ausschw ingverhalten. Der Impedanz- verlauf l i egt konstant über 4 Ohm und stellt dam i t kaum e i nen Verstärker vor Probleme. Da der Wi rkungsgrad der Pie- na m i t 83 Dez i bel an 2,83 Volt durchaus überschaubar ble ibt, habe i ch auf ei ne Impedanzl i near i s ierung i m Wei chenplan verz i chtet – m i t 39 μF und 6,8 Ohm par- allel zur Gesamtbox w i rd der Verlauf i m Hochtonbereich sehr glatt. Was ich Ihnen dagegen nicht vorenthal- ten möchte, sind die v i er möglichen Bass- abstimmungen von geschlossen (perfekt für den Betr i eb mit einem Subwoofer und einer Trennfrequenz zw ischen 60 und 80 Hertz) bis hin zu beiden Kanä- len offen für die Freunde des gepflegten Kickbass.

Bauprojekt

23

d i e Freunde des gepfl egten K i ckbass . Bauprojekt 23 Hörtest Selbst i

Hörtest

Selbst i n unserem an si ch v i el zu groß- en Hörraum war die tiefere Reflexab- st i mmung völl i g ausre i chend für e i ne absolut dynamische und lebendig-satte Darbietung . Gerade anges ichts der fast schon verschw indend kleinen Frontan- sicht klappt dem geneigten Hörer die Kinnlade nach unten, so e inen erwach- senen Eindruck macht die kleine Pie- na – i ch z i t i ere ei nen Kollegen : „ Das i st ja r i chtig ernst!Im Einzelnen bedeutet dies, dass der Bass bis zu einer mehr als respektablen Lautstärke fest und autor i - tär e i n i m Worts i nne mächt i ges Funda- ment legt . Grund- und Mi tteltonberei ch schließen sich daran nahtlos an – rassig und mitreißend spielen und singen alle Bete i l i gten . Tonal g i bt s i ch d i e kle i ne Box dabei überhaupt keine Blöße – und das über einen sehr breiten Abhörbereich, in dem man durch Einw inkeln zwar Nu- ancen verstellen kann, n icht jedoch d ie Gesamtcharakter istik. Auf diese Art ist d i e P iena auch d ie Idealbesetzung für e i n sehr hochwert i ges Hei mk i no. Der Hochtonbereich integr i ert sich per- fekt in die ausgewogene Sp ielweise der Box – Luft i gkei tsfanat i ker dürfen gerne den Vorw iderstand des Hochtonzweigs noch um eine oder zwei Stufen verr in- gern . Perfekte räumliche Abbildung ist natürl i ch e i n Hei msp i el für d i e P i ena, so dass ich ihr momentan in Sachen Kleinstmonitor den Referenzplatz zuge- stehe.

Fazit

Sowohl als Arbeitswerkzeug als Abhöre w i e auch als Spaßmasch i ne i m Hörraum :

Die Piena überzeugt durch eine saubere Spielweise und durch den Extra-Kick einer weit über das Format hinausge- henden Dynamik und Spielfreude. Dass das Ganze dann auch noch absolut preis- würd i g ble i bt, macht d i e kle i ne Box zu einer sehr starken Verlockung: bauen!

Thomas Schmidt

KLANG+TON

24

Bauprojekt

K+T Piena

KLANG+TON 24 Bauprojekt K+T Piena Aufbauanleitung Technische Daten Auf einer Seitenwand werden nacheinander die vorher