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Ahnen

Alter. 5

22.
Geschenkte Ahnen.
Ahnen kann der Kaiser geben. Sag', wo mag er her sie nehmen?
Von den umgetauften Shnen, die sich ihrer Vter schmen.
W. Mller, Epigramme. 2. Hundert. N. 56.
23.
Ahnen.
Ahnen, die man rechnen kann,
Und was wir nicht selbst gethan,
Schtz' ich fr entlehnten Ruhm,
Nicht fr wahres Eigenthum.
H. J. v. Abschatz, Gedichte.
24.
Ahnen werth.
Ahnen sind fr den nur Nullen, der als Null zu ihnen tritt.
Steh' als Zahl an ihrer -Spitze, und die Nullen zhlen mit.
W. Mller, Epigramme. 3. Hundert. N. 56.
Alter (vergl. Jugend und Alter, Nr. 659 ff.).
25.
Das Alter.
Ist das Alter entfernt, wer wnscht es nicht? Kommt es denn
endlich,
Tadelt es jeder ; als Schuld dnkt es uns schner zu seyn.
Menekrates in der griech. Anthologie. Jacobs Tempe. II, S. 146.
26.
Das Alter.
Schwer zu ertragen ist's, das greise Alter ; indess geht's
Leise vorber und lscht leise die Sinnen uns aus :
Kommt unsichtbar und macht, was jetzt wir sehen, unsichtbar ;
Ungesehenes kommt, Morgen fr Morgen, ans Licht.
des Menschenlebens in Wogen zerfliessende Wogen !
Tage nach Tagen, sie gehn sanft in das Bette der Nacht.
v. Herder, Blumen aus d. griech. Anthologie.