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TUI-Seminarreise – Jamaika
Die TUI-Seminarreise führte mich und 11 weitere Reiseverkäufer aus ganz
Deutschland vom 13.06.-20.06.12 nach Jamaika, unter dem Slogan: „We
´re not a beach, we´re a country“!

Mittwoch 13.06.2012
Ich trat meine Anreise zum Frankfurter Flughafen bequem per ICE an.
Nach der Ankunft im Fernbahnhof des Flughafen nutzte ich den QuickCheck-in Schalter der Condor, welcher sich zu Beginn der „Röhre“ auf der
rechten Seite befindet, die ins Terminal 1 führt. Erleichtert vom schweren
Gepäck, machte ich eine kleine Erkundungstour durch „The Square“. Die
einzigartige Konstruktion, welche sich direkt über dem ICE-Bahnhof
befindet, erstreckt sich auf über 600m Länge und bietet eine Vielzahl an

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Restaurants, Geschäften, Büroräumen und zwei Hilton Hotels. Danach
machte ich mich ins Terminal 1 auf, wo sich die Abfertigungsschalter der
Condor befinden und auch der Treffpunkt unserer Gruppe war.
Nach ein wenig Smalltalk begaben wir uns durch die Pass- und
Sicherheitskontrolle in Richtung Abflug-Gate. Da ich letztes Jahr bereits mit
Condor nach Mexiko geflogen bin und von dem sehr unfreundlichen
Service enttäuscht wurde, war ich jetzt während des ca. elfstündigen
Fluges vom Personal sehr positiv überrascht.
Nach der Ankunft am Flughafen von Montego Bay, der sich im Nordwesten
der Insel befindet, begaben wir uns zur Passkontrolle, die, anders als
erwartet, sehr lange dauerte. Beim Ausgang trafen wir auf die TUIReiseleitung, welche uns herzlich begrüßte und zusammen mit uns im Bus
zum ersten Übernachtungshotel, dem 5*Plus Secrets Wild Orchid Montego
Bay. Resort & Spa fuhr. Bei der Ankunft im Hotel wurden wir herzlichst mit
einem Welcome-Drink begrüßt und erhielten nach ein paar netten Worten
des General Managers unsere Zimmerkarten.
Nachdem sich alle kurz frischgemacht hatten, machten wir von der
Rezeption einen kleinen Spaziergang durch die Hotelanlage, entlang der A
la-carte-Restaurants, die alle einen Außenbereich zum Essen besitzen, um
im Italienischen Restaurant Platz zu nehmen. Da wir bereits nach 21 Uhr
hatten, war die Abendshow mit Livemusik auf der nahegelegenen Terrasse
bereits in vollem Gange, was eine angenehme Unterhaltung etwas
erschwerte. Das uns servierte Essen von der Karte war leider für ein 5,5*Hotel geschmacklich nur befriedigend, der Service hingegen war freundlich
und schnell. Nach dem gemeinsamen Essen nutzte ich noch die
Möglichkeit, einen Absacker an der angrenzenden Pianobar zu nehmen, in
welcher sich bereits einige „gutgelaunte“ Amerikaner in Stimmung
brachten. Wie an so vielen Destinationen der Karibik liegt auch hier der
Hauptanteil der Hotelgäste bei Amerikanern, die i.d.R. 5-7 Tage bei
Hochzeiten, an Geburtstagen oder zu sonstigen Anlässen hier ihren Urlaub
verbringen.

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Noch ziemlich geschlaucht von der Anreise, überließ ich das Feld den
Gringos und trat meinen Weg Richtung Schlafgemach an. Ich hatte das
Vergnügen, eines der mit über 50m² großen Zimmer für mich alleine zu
haben. Die Ausstattung und der Zustand meines Zimmers waren
einwandfrei.
Neben einem Nachtlicht ist mir besonders eine Art Schacht aufgefallen,
welcher sich neben jeder Zimmertür befindet. Durch diesen können dem
Gast die Köstlichkeiten des Zimmerservice gereicht werden, ohne dabei die
Tür öffnen zu müssen.
Donnerstag 14.06.2012
Scheinbar noch etwas durch die Zeitverschiebung irritiert, wachte ich
bereits nach gerade einmal 6 Stunden Schlaf auf. Da noch etwas Zeit bis
zum Frühstück war, machte ich einen Spaziergang durch die sehr
gepflegte Gartenanlage zum Fitnessstudio, welches zwar nicht allzu groß
ausfällt und auch nicht die neuesten Geräte bietet, dennoch aber mit einer
handvoll Cardio-Geräten und einer Auswahl an Hanteln für das Training im
Urlaub ausreichend ist.
Beim anschließenden Frühstück nutzte ich die Möglichkeit, bei einer guten
Auswahl an Früchten und frisch zubereiteten Eierspeisen die Tanks wieder
aufzufüllen. Ebenso wurden Käse, Wurst warme Speisen und Säfte
angeboten. Ich nahm Platz auf der Außenterrasse des Restaurants, wo
aufmerksame Kellner immer für eine volle Tasse Kaffee und für
aufgeräumte Tische sorgten.
Bestens gestärkt, unternahmen wir unseren Hotelrundgang durch die
beiden Adults-only-Anlagen. Durch die angrenzende Anlage des Secrets
St. James wird dem Gast mit 7 A-la-carte-Restaurants und 9 Bars
kulinarisch einiges geboten und auch an Sportaktivitäten ist bereits vieles
im Preis inkludiert. Negativ zu erwähnen ist die sehr hohe Gebühr von 15
$/24h für WLAN, welche nur für Gäste des Preferred Club wegfällt.

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Zu empfehlen sind meiner Meinung nach die Ocean-View-Zimmer und
nicht die Swim-Out-Zimmer, da diese mit dem kleinen, exklusiven Pool
direkt auf die Sonnenterrasse des öffentlichen Bereichs blicken und somit
wenig Privatsphäre bieten. Dieser Eindruck entsteht besonders, wenn man
es sich in dem auf der Terrasse befindlichen Jacuzzi gemütlich macht. Die
Anlage im Allgemeinen ist sehr weitläufig und top gepflegt, ebenso der
Strand, der allerdings etwas schmal ausfällt. Durch den kurzen Transfer
nach Montego Bay empfiehlt sich das Hotel Secrets Wild Orchid Montego
Bay für Rundreisegäste, Honeymooner oder bei einer Hotelkombination

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Gegen 12:00 Check-Out und Abfahrt zur nächsten Besichtigung, dem 4*
Royal Decameron Club Caribbean, welcher sich ca. 90 Minuten östlich von
Montego Bay an der Runaway Bay befindet. Dort wartete bereits eine
Reggae Band, die uns musikalisch begrüßte, ehe der Manager der Anlage
uns willkommen hieß. Unser Rundgang begann entlang des kleinen Pools
und des angrenzenden Restaurants in Richtung der sehr gepflegten
Gartenanlage, in welcher sich die sehr urigen Bungalows befinden. Diese
sind geräumiger als die Doppelzimmer und machten einen gepflegten
Eindruck.
Der gepflegte Strand ist leider relativ schmal und trotz mehrerer
Strandabschnitte wirkt die Schwimm-Möglichkeit eher eingeschränkt am
Meer.
Beim anschließenden Mittagessen bedienten wir uns am Buffet, dessen
Auswahl zwar nicht allzu groß, geschmacklich aber gut war. Das Personal,
das die Getränke servierte, war wie auch die restlichen Angestellten, mit
einem Lächeln bei der Arbeit und machten einen sehr netten Eindruck.
Die Preis-/Leistung der Anlage ist in Ordnung und die nur wenige Kilometer
entfernte größere Ortschaft Runaway Bay bietet ebenso Abwechslung als
auch die nahe gelegenen Dunn´s River Falls ("one of Jamaica's national
treasures.") bei Ocho Rios.

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Wir fuhren weiter in Richtung Ocho Rios, um im 4* Clubhotel RIU Ocho
Rios einzuchecken. In der sehr großen und hochgebauten Empfangshalle
herrschte durch weitere angereiste Urlauber ein reges Treiben. Dennoch
ging der Check-in relativ schnell voran. Unsere Zimmer sollten wir erst
später beziehen, denn es war ein Besuch der Dunn´s River Falls geplant.
Diese zählen unter den vielen Wasserfällen der Insel zu den schönsten und
sie münden direkt ins Meer.
Man startet vom Strand aus, um die romantische Wasserkulisse zu
erklimmen, die auf über 200 Metern durch glatt gewaschene
Kalksteinstufen unterbrochen wird. In diesen natürlichen Pools kann man
auch baden. Geführt wird man von einem örtlichen Scout, der einen sicher
bis ans Ziel bringt, in der einen Hand die Kamera für Fotos und in der
anderen Hand eine Kette von Touristen. Der Eintritt zu diesem feuchten
Vergnügen liegt bei stolzen 20 US$, ist aber zeitlich unbegrenzt.
Unbeschadet oben angekommen, gab es noch ein Gruppenfoto. Uns blieb
noch ein wenig Zeit und so unternahmen wir einen Spaziergang seitlich der
Wasserfälle runter zum Strand, um noch ein wenig im Meer zu baden.

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Auf dem Weg zum Bus erwischte uns ein kurzer, aber starker
Regenschauer. Im Eilschritt bahnten wir uns unseren Weg durch die
Souvenir-Shops, welche direkt auf dem Weg zum Ausgang liegen. Zurück
im Hotel, machten wir uns für den Rundgang frisch. Die Zimmer im
ClubHotel Riu Ocho Rios sind geräumig und sehr gepflegt, wie auch die
gesamte Hotelanlage. Durch die Aufteilung auf drei Gebäude verläuft sich
alles gut und der Animationsbereich wird geschickt vom Ruhebereich der
Anlage getrennt.
Somit findet jeder Gast seinen geeigneten Platz, sei es an einem der zwei
Pools oder am breiten und gepflegten Sandstrand. Einzig im
Zentralgebäude, in welchem sich mit kurzen Wegen verbunden die Lobby,
die Restaurants, Bars, die Diskothek und das Show-Theater befinden, geht
es lebhafter zu. Das Animations- und Sportprogramm bietet täglich
Unterhaltung. Kulinarische Abwechslung findet man entweder im großen
Buffetrestaurant mit Außenbereich, oder in einem der A-la-carteRestaurants, welche leider keine Möglichkeit zum außen sitzen bieten.

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Für unser Abendessen fuhren wir heute ins ca. 5km entfernte Zentrum von
Ocho Rios, wo zu dieser Zeit viele Jamaikaner auf den Straßen unterwegs
waren. Das Ortsbild war von Jerk-Chicken-Ständen, Geschäften und
Wohnungen geprägt. Wir mussten unser Essen aber nicht an einem Imbiss
einnehmen und so parkten wir auf dem Hof des urigen Restaurants Miss T
´s Kitchen, welches sich in einem kleinen Garten befindet. Wir waren
neben drei Einheimischen heute die einzigen Gäste, für die Tische
reserviert waren. Die Einrichtung des kleinen Restaurants fällt mit
farbenfrohen Bildern und ausgefallenen Möbeln sehr gemütlich aus und die
äußerst freundliche Chefin bediente uns selbst. Serviert wurden
landestypische Speisen wie z.B. Jerk Chicken, Ziegen-Curry und
gedämpfter Fisch, verfeinert mit den exotischen Gewürzen der Insel.

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Im Anschluss fuhren wir in unser Übernachtungshotel zurück, um bei
einem Drink an der Bar die beeindruckende Abendshow zu verfolgen,
welche eine Anspielung an das Musical „Der König der Löwen“ war.

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Freitag 15.06.2012
Das heutige Frühstück im Buffetrestaurant bot eine große Auswahl an
Brotsorten (hell und dunkel), Obst, warmen Gerichten und frischgepressten
Säften. Danach Check-out und Weiterfahrt zum 5*Jamaica Inn, welches wir
in kurzer Zeit erreichten.
Das privat geführte Traditionshaus, das schon seit mehr als 50 Jahren
seine Gäste verwöhnt, liegt an einem wunderschönen Privatsandstrand.
Die gerade einmal 48 Suiten und Cottages sind im Kolonialstil erbaut und
bieten alle Meerblick. Diesen genießt man am besten von seiner eigenen
Terrasse und lässt sich dabei das Frühstück servieren. Die wunderschöne
Gartenanlage wird von den Mitarbeitern liebevoll gepflegt und bei einer
Massage in einer der Cabanas, welche sich direkt auf einer Klippe am
Meer befinden, kann man vom Alltagsstress ideal abschalten. Bei allen
Anwendungen des KiYara Ocean Spa werden einzig Naturprodukte
verwendet, welche auf der Insel angebaut werden.
Gäste, die den Luxus und die Ruhe eines kleinen Boutique Hotels mit
hervorragendem Service suchen und weniger Wert auf All-inclusive legen,
sind hier genau richtig aufgehoben. Kurz vor der Abfahrt vom Hotel,
unterhielt ich mich noch ein wenig mit dem General Manager, der der es
sich gerade mit seinen zwei Cocker-Spaniels auf der Außenterrasse
gemütlich machte, um sein Frühstück einzunehmen. Diese familiäre
Atmosphäre lieben nach seiner Aussage die Gäste am Hotel. Ich wäre
auch gerne noch ein wenig länger geblieben.

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Die nächste Besichtigung fand im 5* Hotel Couples Tower Island statt,
welches sich auch bei Ocho Rios befindet. Das 2009 komplett renovierte
Haus im modernen Stil liegt direkt am Meer, eingebettet in einen tropischen
Garten. Durch die schöne, lichtdurchflutete Empfangshalle, in des man das
erste herzliche Lächeln der freundlichen Mitarbeiter erhält, gelangt man zur
Terrasse, von welcher man einen tollen Ausblick auf die vorgelagerte FKKInsel hat, durch welche das Hotel seinen Namen hat und die für Hotelgäste
exklusiv ist. Wir machten einen Rundgang, um die verschiedenen
Zimmertypen zu begutachten, die alle in hellen Farben erstrahlen und
einen gepflegten Eindruck machten. Zudem warfen wir einen Blick in das
hauseigene Spa. Hervorzuheben ist die hervorragende Küche des Hotels,
die z. Z. von einem deutschen Chefkoch geleitet wird und zu den besten
der Insel zählt. Außerdem zeichnet alle Häuser der Couples-Kette“ das
sehr große Sportangebot aus, welches bereits im All-inclusive-Programm
enthalten ist. Dazu zählen Sportkurse, motorisierter Wassersport, Tauchen
mit Tauchschein und das Green Fee auf dem 18-Loch-Golfplatz „Upton
Hills“.

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Vom Hotel aus, fuhren wir etwas landeinwärts, bergauf und entlang einer
geschlängelten Straße, zur Sun Valley Plantation.

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Bei einer geführten Tour durch den „Obstgarten“ wurde uns die Vielzahl an
Früchten und Gewürzen gezeigt und erklärt, zu denen verschiedene
Bananensorten, Brotfrüchte, Ananas, Guaven und die mit der Litchi
verwandte Ackee, welche nur gekocht genießbar ist, gehören. Unseren
Durst stillten wir mit Kokos-Saft, den wir aus frischgeöffneten Kokosnüssen
ernteten. Gegen den aufkommenden Hunger wurde uns ein köstliches
Mittagessen mit Jerk Chicken, Reis und Bananen gereicht.

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Nach diesem wohlschmeckenden Essen, traten wir unsere Weiterfahrt
entlang der Nordküste in Richtung Port Antonio an. Auf der Fahrt dorthin,
sahen wir vom Bus aus Kühe und Ziegen am Straßenrand, Kinder in Ihren
Schuluniformen, bunte Häuser und im Hinterland die Blue Mountains.

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Port Antonio liegt an der Nordostküste Jamaikas und beheimatet den
drittgrößten Hafen des Landes, welcher zumeist zur Verschiffung von
Kokosnüssen und Bananen genutzt wird.
Als Ausflugziele in der Nähe zählen die Blue Mountains, Herkunftsort des
berühmten Kaffees und die ca. 7 km östlich gelegene „Blaue Lagune“,
bekannt durch den Hollywood Film. Neben dem alten Postgebäude und
dem Uhrenturm, besichtigten wir den zentralen, überdachten Markt, auf
welchem Klamotten, Lebensmittel, Gewürze und handgefertigte Souvenirs
verkauft werden. Vorsichtig sollte man aber beim Fotografieren der
Einheimischen sein, da diese häufig ziemlich grimmig schauten, wenn Sie
in die Schusslinie der Kamera kamen.

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Danach fuhren wir zu unserem Übernachtungshotel
https://youtu.be/40xZnikW3JA (Rundreisehotel). Dieses kleine Hotel liegt
ein paar Minuten außerhalb, in den Hügeln von Port Antonio, mit Blick auf
die Turtle Crawl Bay zur einen Seite und in die Ausläufer der Blue
Mountains zur anderen Seite. Über einen Weg bergab (keine Stufen),
gelangt man zu den Zimmern, welche sich auf vier farbenfrohe Gebäude
(Ackee, Palm, Bamboo, Mango) verteilen. Die Zimmer sind zwar schlicht,
jedoch bieten Sie eine funktionstüchtige Klimaanlage, Ventilator, ein
kleines, sauberes Bad und einen Fernseher. Zudem hat das Hotel eine
Sonnenterrasse mit kleinem Pool, an welchem abends gelegentlich eine
Band Reggae-Musik spielt.

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Zum Abendessen waren wir ins nahe gelegene 4*-Hotel Mocking Bird Hill
eingeladen, welches sich in Hanglage, unweit des Zentrums von Port
Antonio, mit Blick auf dessen Buchten befindet. Die liebevoll restaurierte
Villa liegt inmitten einer gepflegten Gartenanlage, in welcher auch mehr als
40 verschiedene Vogelarten ihr Zuhause gefunden haben.
Jedes der gerade einmal 10 Zimmer ist individuell mit Bambusmöbeln
eingerichtet und verfügt über eine Hängematte, in welcher es sich
besonders gut entspannen lässt und man je nach gebuchter Kategorie
einen schönen Ausblick auf den Garten oder das Meer hat. Einzig die
Gartenmöbel sowie Stühle und Tische um den Pool haben mich von ihrem
Zustand enttäuscht, da sie mit größeren Roststellen übersät sind und zu
der sonst so liebevoll gestalteten und gepflegten Anlage einen
vermeidbaren Makel darstellen.
Ein Shuttle-Service bringt die Gäste zu den nahe gelegenen Stränden und
die beiden deutschsprachigen Besitzerinnen helfen gerne bei der
Organisation von Ausflügen. Nach der Besichtigung der beiden
Zimmerkategorien nahmen wir in der Panoramabar Platz, um mit einem
kühlen Drink den Sonnenuntergang zu genießen. Danach ging es auf die
Terrasse des Restaurant „Mille Fleurs“, um ein sehr köstliches Abendessen
zu genießen.
Mein Fazit zum Hotel: klein, charmant, familiär und ein guter
Ausgangspunkt zu den Blue Mountains, der Blue Lagoon und dem
Traumstrand der Frenchman´s Cove.

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Samstag 16.06.2012
Abfahrt zur Blue Lagoon, der Blauen Lagune, berühmt durch den
Hollywood Film. Hier sprudelt eine ca. 60 Meter tiefe Mineralquelle Wasser
an die Oberfläche und vermischt sich mit dem Meerwasser, was der Bucht
diesen smaragdfarbenen Schimmer gibt. Wir unternahmen eine kleine
Bootstour entlang der Bucht, die von unzähligen Bäumen umgeben ist und
deren dicke Wurzeln im Wasser noch zu erkennen sind.

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Danach fuhren wir noch ein Stück entlang der Küste, um die prachtvollen
Villen direkt am Wasser zu bestaunen, eine davon aus dem Film „Cocktail“
mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Unbeschadet legten wir mit unserem
Boot wieder an, um weiter zur Frenchman´s Cove zu fahren, die sich ganz
in der Nähe befindet. Dieser paradiesisch schöne Strand diente schon
häufig als Kulisse für Werbefotografien und war glücklicherweise zu dieser
Tageszeit nahezu leer. Wir genossen die Zeit in der Sonne und nahmen
das ein oder andere Bad im angenehm temperierten Wasser.

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Im Anschluss Rückfahrt zum Bay View Villas und Check-out. Als nächste
Besichtigung standen heute die Somerset Falls auf dem Programm, welche
unweit, westlich von Port Antonio gelegen sind. Dort kann man durch den
dichten Wald wandern, in einem der Flussbecken schwimmen oder in
einem Boot durch eine Schlucht fahren, an deren Ende ein weiterer
Wasserfall kommt. Am Eingang stehen Umkleideräume, Tische und Bänke
zur Verfügung, um das nasse Vergnügen mit einem Picknick abzurunden.
Für unser leibliches Wohl hatten wir auf der Hinfahrt einen Stopp an einem
Juici Patties Restaurant gemacht. Dort kauften wir die leckeren Pasteten,
die mit Käse, Rindfleisch und anderen Zutaten gefüllt sind.

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Nach 2 Stunden hieß es Abschied nehmen vom schönen Nordosten
Jamaikas und Rückfahrt Richtung Runaway Bay.

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Nach einer ca. 2,5 stündigen Fahrt kamen wir am Nachmittag im 4-5*-Hotel
Gran Bahia Principe Jamaica an. Beim Betreten der Hotelanlage fällt die
hohe, lichtdurchflutete Lobby auf, durch die man direkt auf die große
Außenterrasse gelangt und auf das Meer blickt.
Zusammen mit der Verkaufsleitung des Hotels unternahmen wir einen
Spaziergang durch die sehr gepflegte und weitläufige Anlage. Der
traumhafte Strand der Runaway Bay und eine private Naturbucht mit flach
abfallendem Strand, in der jedes Jahr grüne Meeresschildkröten brüten,
laden zum Baden ein. Die geräumigen und geschmackvoll eingerichteten
Juniorsuiten des Hotels sind sehr gepflegt und in einem guten Zustand.
Zudem kann der Gast gegen Gebühr die Junior Suite Golden Club Zimmer
buchen ,die sich in besserer Lage befinden und Zusatzleistungen wie
private Lounge, Rezeption, Internetzugang, Zimmerservice und
gebührenfreien Internetzugang bieten. Das Pueblo Principe, welches sich

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neben dem Hotelkomplex befindet, bietet mit einem Snackrestaurant,
Geschäften, einer Showbühne und der Diskothek zusätzlich Abwechslung
zu dem ohnehin schon großen Angebot an Restaurants und Bars.
Leider bietet das Hotel bis jetzt noch keine Möglichkeit zum außen Essen,
weder im Buffet-Restaurant, noch bei einem der vielen A-la-carte
Restaurants. Dies soll sich aber laut der Verkaufsleitung in Zukunft ändern.
Der einzige Aufschrecker während der gesamten Hotelführung war die
Information über die Gebühr für den Mietsafe, welche in den StandardJunior-Suiten mit 6 US$/Tag zu Buche schlägt und nur bei den Club
Golden Zimmern nicht anfällt. Zum Abendessen waren wir im italienischen
Restaurant Dolce Vita eingeladen. Dort konnte man sich am VorspeisenBuffet bedienen und leckere Gerichte von der Karte wählen.

Sonntag 17.06.2012
Check-out und Abfahrt Richtung Negril. Auf dem Weg machten wir Halt in
Hopewell, einem Ort westlich von Montego Bay. Um den heutigen
Wochentag gebührend zu starten, hatte sich unsere Reiseleitung einen
Besuch in die Kirche Church Of God of Prophecy ausgedacht. Dort wurden
wir bereits freundlich empfangen und man freute sich über unseren
Besuch. Zu Beginn des Gottesdienstes hielten sich alle für einen Moment
an den Händen und jeder konnte in dieser Zeit seine Gebete vorsprechen.
Danach nahmen alle Platz und der Pfarrer ergriff das Wort. Das Verhältnis
in der Kirche war sehr familiär. Ein junges Mädchen erhielt von allen

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Anwesenden Glückwünsche für Ihren bestandenen Schulabschluss, einer
Verstorbenen wurde gedacht und da wir heute zufällig Vatertag hatten,
wurden alle anwesenden Väter geehrt. Nach ein paar stimmungsvollen
Gospelsongs, begann die Rede eines geladenen Pfarrers, welche er
lautstark vortrug und seine Worte sich in unsere Köpfe hämmerten. Dies
erinnerte mich doch sehr stark an die Kirchensendungen im
amerikanischen Fernsehen.

Noch leicht benommen von der Rede verließen wir den Gottesdienst und
traten unsere Weiterfahrt nach Negril an, das sich ca. 90 Minuten westlich
von Montego Bay befindet. Gegen Mittag kamen wir dort im 5* RIU Palace
Tropical Bay an, unserem Übernachtungshotel für die nächsten drei

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Nächte. Nach dem Check-in bezog ich mein Zimmer, eine Junior Suite mit
Meerblick. Das Zimmer war geräumig und gut gereinigt. Leider war der
Bezug der Couch und vom Stuhl mit starken Stockflecken versehen, was
nach Aussage der anderen Gruppenteilnehmer auch in deren Zimmern der
Fall war.
Während unserem anschließenden Hotelrundgang sahen wir die
geschmackvoll eingerichteten A-la-carte-Restaurants und die
verschiedenen Zimmertypen, die sich bis auf die Standardzimmer in der
Ausstattung kaum unterscheiden. Nur der Ausblick variiert dabei. Das
anschließende Mittagessen konnten wir im überdachten Außenrestaurant
am Pool genießen, welches am Abend das Grill-/Steakhouse „Bloody Bay“
ist. Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung und der
einsetzende Regen störte keinen aus der Gruppe, da alle das Fußballspiel
der deutschen Nationalmannschaft sehen wollten.
Zum Nachmittag verschwanden glücklicherweise die Wolken und ich nutzte
die Chance, die Zeit bis zum Abendessen am Hotelstrand zu verbringen.
Der feinsandige und flachabfallende Strand gehört zur Bloody Bay und wird
vor Strömungen durch ein Riff geschützt, welches, nicht weit entfernt, eine
gute Möglichkeit zum Schnorcheln und Tauchen bietet. Vor dem heutigen
Abendessen fand unsere erste Hotelauswertung statt, welche ich als sehr
hilfreich empfand, da wir bereits einige Hotels besichtigt hatten und
fehlende Informationen zu den eigens gemachten Notizen ergänzt werden
konnten.
Für das leibliche Wohl sollte heute das A-la-carte-Restaurant „Krystal“
sorgen, welches exklusiv für uns reserviert war. Die Vor- und Hauptspeise
fiel selbst für ein Spezialitäten-Restaurant sehr klein aus. Geschmacklich
und von der Präsentation waren die Speisen dennoch gut. Das Highlight
des 3-Gänge-Menüs war die Nachspeise, ein Hot-Chocolate-Brownie mit
leckerem Vanille-Eis.

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Nach dem Essen nahmen wir im Außenbereich vor der Show-Bühne Platz,
um bei dem ein oder anderen Drink den Abend ausklingen zu lassen.
Montag 18.06.2012
Beim Frühstück war ich überrascht, dass weder die Auswahl noch die
Größe des Buffets gegenüber dem des Riu Club Ocho Rios besser war.
Dennoch überzeugte die Qualität der Speisen und es gab auch
frischgepresste Fruchtsäfte und einen Grill für Omelettes und Spiegeleier.
Zum Essen nahm ich auf der überdachten Außenterrasse Platz, von der
man einen schönen Blick auf den Strand und das Meer hat.
Eine Vielzahl an Hotelbesichtigungen stand heute auf dem Programm und
so starteten wir beim 4* ClubHotel RIU Negril, das sich ganz in der Nähe
des Riu Palace Tropical Bay befindet und ebenfalls bei einem Spaziergang
am Strand zu erreichen ist. Die Hotelanlage ähnelt in der Gestaltung doch
ziemlich stark dem Hotel Riu Palace. Sowohl die Zimmereinrichtung als
auch die Gebäude und deren Farben sind gleich. Größere Unterschiede
liegen im All-inclusive, in dessen Getränkesortiment keine PremiumSpirituosen wie im Riu Palace beinhaltet sind. Zudem hat das Hotel eine
Discothek, die von Gästen des Riu Palace genutzt werden kann. Auch
beim Publikum konnte ich keinen Unterschied erkennen, ebenso nicht beim
Strand, der ebenfalls zur Bloody Bay zählt. Somit ist für mich der oft so
große Preisunterschied zwischen dem 4* und 5* Hotel nicht
nachvollziehbar.

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Zur nächsten Besichtigung fuhren wir ins benachbarte 4* Sunset at the
Palms, welches eine richtige Ruhe-Oase darstellt. Die Anlage ist durch die
Straße vom Strand getrennt, an dem sich ein eigener Abschnitt mit
Strandbar befindet. Die Sonnenliegen machten leider schon einen sehr
abgenutzten Eindruck und müssten auf jeden Fall erneuert werden.
Die gepflegten Zimmer, welche für Jamaika einzigartig im balinesischen Stil
auf Stelzen in Holzbungalows mit Strohdächern errichtet wurden, fügen
sich harmonisch in die gepflegte Gartenanlage ein. Bei einer Führung mit
einem der Gärtner werden dem Gast die vielfältigen Pflanzenarten erklärt,
welche zwischen den gerade einmal 85 Zimmern wachsen. Bei einem
Rundgang durch das Buffetrestaurant trafen wir zufällig auf ein deutsches
Paar, das hier seinen Urlaub verbrachte. Auf die Frage, wie das Essen sei,
bekamen wir die Antwort: Auswahl ok, Geschmack hervorragend.

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Das dritte Hotel für heute war das 4-5*Hotel Couples Negril, ebenfalls an
der Bloody Bay gelegen. Wie bei allen Couples Hotels üblich, wird auch
hier ein sehr großes Sportangebot aufgefahren, welches bereits inkludiert
ist. Mit gerade einmal 234 Zimmern, die sich auf 9 Gebäude verteilen, fällt
das Hotel im Verhältnis klein aus und wir hatten bei unserer Besichtigung
auch in keinem Bereich des Hotels den Eindruck, dass es überlaufen wäre.
Laut Hotelleitung war die Auslastung zu unserem Besuch bei über 80%.
Die von uns begutachteten Zimmer machten einen gepflegten Eindruck.
Allgemein versprüht die Hotelanlage eine angenehme, legere Atmosphäre,
was sich auch im abgetrennten FKK-Bereich zeigt. Bei unserem
Spaziergang durch die Hotelanlage trafen wir auf zahlreiche, äußerst
freundliche Mitarbeiter, die gerade den Strand säuberten bzw. die schöne
Gartenanlage pflegten.
Sicherlich sieht man an gewissen Stellen wie der Fassade oder einzelnen
Fliesen am Pool, dass der Zahn der Zeit nagt. Die Hotelleitung versicherte
uns allerdings, dass man in absehbarer Zeit dies beheben wolle. Für Paare
und Honeymooner, da Adults only, eignet sich das Hotel hervorragend.

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Das vierte Hotel am heutigen Tag war das 4-5* Hotel Couples Swept Away.
Diese stilvolle Hotelanlage liegt am schönsten Strandabschnitt von Negril,
der Long Bay, mit deren puren, weißen Sand. Die villenartigen Bungalows
liegen eingebettet in einem herrlichen, weitläufigen Garten, wodurch die
Anlage nicht so groß wirkt. Bei den verschiedenen Zimmertypen, die sich in
Größe, Ausstattung und Lage unterscheiden, würde ich von den Garden
Veranda Zimmern abraten, da diese nahe zur Straße liegen, die vor allem
noch nachts zu hören ist.
Die sehr gepflegten Zimmer sind mit einer Größe von über 40 m² geräumig
und mit schönen Holzmöbeln ausgestattet. Bei unserem Rundgang durch
das Hotel sahen wir auch die zahlreichen Restaurants. Hier fällt sehr
positiv auf, dass es zu jeder Tageszeit auch immer die Möglichkeit gibt, im

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Außenbereich zu essen, sei es am Strand oder im Buffet-Restaurant „The
Palms“ mit internationalen Gerichten. Hier waren wir auch zum Mittagessen
eingeladen und konnten uns von der absolut hervorragenden Küche
überzeugen. Zum Abend hat man noch zusätzlich die Möglichkeit, im
Patois Patio mit regionaler Küche, dem Thailänder Lemongras oder dem
Gourmetrestaurant Feathers zu speisen, in letzteren für Herren nur mit
langer Stoffhose. Das Essen wird in diesen Restaurants i.d.R. A la carte
angeboten. Um die eventuell angesammelten Pfunde während des Urlaubs
wieder abzutrainieren, bietet das Hotel neben einem 25 Meter Pool einen
großen Fitnesskomplex mit Kursen, Fitnessgeräten und Tennisplätzen. Das
All-inclusive-Programm beinhaltet sogar das Golfen auf dem 18-Loch
Golfplatz „Negril Hills“, Tauchen und Wasserski. Mein Fazit zu diesem
Hotel: Absolute Weiterempfehlung!

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Nach all den positiven Eindrücken ging es zurück ins Hotel Riu Tropical
Bay, wo wir für 2 Stunden Freizeit hatten, in welcher ich die Möglichkeit
nutzte, im angenehm temperierten Meer zu baden. Am heutigen
Nachmittag stand der Besuch des weltbekannten Ricks Café auf dem
Programm, das sich am West End von Negril befindet.
Hier treffen sich jeden Tag Heerscharen von Touristen, um den
Sonnenuntergang im karibischen Meer zu bewundern und den
jamaikanischen Klippen-Springern bei ihren oft riskanten Sprüngen
zuzusehen. Der eine oder andere Besucher, teils durch Alkoholkonsum
beflügelt, versucht sich mehr oder weniger gekonnt, als Sprungkünstler von
einer speziell für die Touristen angefertigten Plattform. Auch ich versuchte
mich, angefeuert von meiner Reisegruppe, am Klippenspringen und
meisterte nach einem missglückten ersten Sprung zwei weitere.
Die ohnehin schon gute Stimmung der Gäste wurde durch eine lokale
Reggae-Band weiter aufgeheizt und deren Sänger (jenseits der 60er Jahre)
war mehr zwischen den tanzenden Gästen unterwegs als auf der
hauseigenen Bühne. Wem das Tanzen zu anstrengend wird, kann sich an
der gutsortierten Bar erfrischen oder im Pool abkühlen, welcher zu unserer
Zeit gerade renoviert wurde.

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Gut gelaunt, aber hungrig machten wir uns nach knapp drei Stunden auf
und fuhren in ein wenige Meter entferntes Strandlokal namens 3 Dives
Jerk. Wir konnten dem Grillmeister bei seinem Werk zusehen und
bekamen, zusammen mit Reis serviert, das Beste Jerk Chicken der Tour
serviert. Zum anschließenden „runterspülen“ half das heimische Ting, eine
Grapefruit Limonade und das lokale Red Stripe Lager Beer. Fazit: schlicht,
aber äußerst lecker und authentisch.

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Auf unserem Rückweg ins Hotel fuhren wir an der Discothek „Jungle“
vorbei, welche gegenüber den Hotels Country Country und Grand
Pineapple liegt und bekannt ist für ihre Partys. Unser Abend klang heute
gemäßigt an der Hotelbar aus, um für den nächsten Tag wieder fit zu sein.
Dienstag 19.06.12
Nach dem Frühstück hieß es kurz vor 09:00 Uhr Abfahrt zur Besichtigung
des 3-4*-Hotels Country Country. Direkt am schönen Strand der Long Bay
gelegen, versprüht die kleine Anlage viel Liebe zum Detail mit Ihren 17
Bungalows, die sich durch die gepflegte Gartenanlage vom Lobbybereich
zum Strand schlängeln.
Die Größe als auch die Ausstattung der Zimmer sind für die Kategorie
äußerst großzügig und der Zustand ist tadellos. Das Frühstück und
Abendessen kann man im gepflegten Strandrestaurant einnehmen und
genießt dabei den Blick auf das Meer. Da in diesem Hotel kein All-inclusive
angeboten wird, eignet sich die Anlage für einen ungezwungen Urlaub. In
der Nähe des Hotels befinden sich mit dem Margaritaville und Alfred´s
Ocean Palace gute Alternativen zu Rick´s Cafe.

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Als zweites Hotel für diesen Tag besichtigten wir das 3-4* Hotel Grand
Pineapple Beach Negril, das sich nur ein paar Gehminuten vom Country
Country entfernt befindet. Das kleine, farbenfrohe Hotel ist auf beiden
Seiten der Küstenstraße gelegen. Im vorderen Bereich befinden sich die
Lobby, das am Strand gelegene Restaurant und die Beachside Cottages.
Auf der ruhigeren Gartenseite befinden sich die Gardenside Cottages,
welche die gleiche Ausstattung haben. Hier befindet sich auch ein Pool, in
welchem sich zu unserer Zeit ein Krebs verirrt hatte und vom Poolboy nach
mehrfacher Aufforderung per Greifhaken entfernt wurde.
Was leider sowohl bei dieser Anlage als auch bei der vorherigen Anlage
negativ auffällt, sind die z. T. aufdringlichen Strandverkäufer, welche auf
den ersten beiden Metern vom Wasser aus eine Art autonome Zone haben
und gegen die die Hotel-Security nichts unternehmen kann, solange der
Verkäufer nicht die Hotelanlage betritt. Sowohl bei einem
Strandspaziergang als auch auf dem Weg von der Sonnenliege zum
Wasser bzw. umgekehrt, versucht man dem Strandurlauber angefangen
vom motorisierten Wassersport, Souvenirs bis hin zu Drogen alles
mögliche anzudrehen! Sicherlich ist dies in vielen anderen Ländern Gang
und Gebe, doch gerade hier fiel es zum Teil als schon sehr lästig auf.
Auch wenn man tagsüber im allgemeinen seine Ruhe genießt, so kann es
an einzelnen Abenden in der Woche auch zu akustischen
Beeinträchtigungen durch benachbarte Strandbars kommen, wie z. B. dem

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Alfred´s Ocean Palace, in welchem Livemusik bis teilweise 2:00 Nachts
gespielt wird. Daher empfehle ich die Zimmerkategorie Gardenside.

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Nach all den vielen Hoteleindrücken der vergangenen Tage, blieb für heute
auch einmal wieder viel Zeit, um die Naturschönheiten des Landes zu
besuchen. Unser erstes Ziel, nach einer 90 minütigen Busfahrt, war der
Black River, Jamaikas längster Fluss. Dieser mündet ca. 20 westlich
entfernt von Treasure Beach ins Meer. Hier befindet sich auch der ca. 4000
Einwohner zählende, gleichnamige Ort. Dort angekommen, stiegen wir auf
ein Boot und tuckerten auf einer rund einstündigen Fahrt durch immer
dichter werdende Mangrovenwälder.
Neben vielen Reihern kann man hier auch mit großer Wahrscheinlichkeit
einige der rund 35 Krokodile sehen, welche sich mittlerweile an die
Touristen gewöhnt haben. Unser Bootsführer lockte sogar das ein oder
andere kleinere Exemplar an, welches zur Belohnung ein paar Happen
Fleisch erhielt. Unsere örtliche Reiseleiterin wagte sogar den Schmusekurs
und streichelte im Liegen ein Krokodil auf dem Rücken!
Zwischendrin beschleunigte das Boot bei breiteren Stellen des Flusses und
man hatte schon etwas Everglades-Feeling. Bei unserer Rückkehr am
Bootsanleger, sonnte sich am gegenüberliegenden Ufer ein größeres
Exemplar in der Sonne und ließ sich von unserer Anwesenheit nicht stören.

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Wir stiegen in den Bus und fuhren weiter landeinwärts, entlang am Rand
des sumpfigen Flussgebiets des Black River, Richtung Mandeville. Kurz
hinter Middle Quarters bilden in der sogenannten „Bambus Allee“ riesige
Bambusstauden mit ihren biegsamen Stämmen einen grünen Tunnel über
mehrere Kilometer.

Nach diesem tollen Fotostopp fuhren wir weiter zu den im Hinterland
versteckten Y.S. Falls, Wasserfällen, die bei weitem noch nicht so
überlaufen sind wie die im Norden gelegenen Dunn´s River Falls.

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Die Wasserfälle befinden sich auf einem Privatanwesen, das nur auf einer
geführten Tour betreten werden kann. Der Transport zum Fuß der Fälle
erfolgt vom Parkplatz aus mit von Traktoren gezogenen Planwagen und
führt über die Y.S.-Rinder- und Pferdefarm. Dort verteilen sich auf einem
parkähnlichen Areal mehrere Holzhütten, mit einem Souvenir-Shop,
Umkleideräumen und auch Toiletten. Ebenso kann man sich im NaturePool erfrischen, der mit natürlichem Wasser des Wasserfalls gespeist wird.
Ein gut ausgebauter Weg führte uns entlang der Wasserfälle vorbei an den
etwa 15 Kaskaden, wo man an einigen Stellen in den Flussbecken baden
konnte. Wem das nicht ausreichte, konnte sich an einem Seil hängend, von
einer höher gelegenen Stelle in das kühle Nass stürzen oder sich von
Baum zu Baum per Ziplining bewegen. Zum Abschluss machten wir noch
ein Picknick um Fuß der Wasserfälle, wo Holzbänke und Tische
zurVerfügung stehen.

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Nach der Rückkehr im Hotel blieb uns noch etwas Freizeit bis zum
Abendessen, welches wir heute auf der Terrasse des Buffetrestaurants
einnahmen. Auch wenn das Essen geschmacklich einwandfrei ist, sind die
Gerichte als auch die Auswahl nicht 5*Sterne würdig, besonders wenn man
die Küche mit den 4-5*Hotels der Couples Kette als Vergleich nimmt.
Dazwischen liegen Welten!
Für den Rest des Abends war ein Abstecher in Alfred´s Ocean Palace
geplant, einer Bar mit eigener Bühne direkt am Strand, auf welcher
regelmäßig Live-Musik gespielt wird.

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Mittwoch 20.06.12
Nach dem Frühstück und einer 2. Hotelauswertung hieß es Kofferpacken
und Check-out. Da unser Rückflug erst um 20:35 starten sollte, hatte sich
die Reiseleitung etwas ganz besonderes für uns ausgedacht, um die Zeit
bis dahin interessant zu gestalten. Unsere Fahrt führte uns ins 5+*
Boutique Round Hill Hotel & Villas, welches ca. 12 Kilometer von Montego
Bay entfernt, an einem Privatstrand liegt. Bei unserer Ankunft wurden wir
direkt vom Manager herzlich begrüßt, dessen Herkunft in Österreich liegt.

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Die bereits seit den 1950 Jahren bestehende Anlage zählte bereits
internationale Stars wie Paul McCartney zu seinen Gästen. Wir
unternahmen einen Spaziergang durch die weitläufige, gepflegte Anlage,
um zuerst einen Eindruck von den 36 Zimmern zu erhalten, welche sich in
folgende Kategorien aufteilen: Oceanfront View Room, oberhalb des
Strandes und im Obergeschoss gelegen sowie Oceanfront Patio Room, mit
gleicher Ausstattung im Erdgeschoss gelegen. Die Zimmer verkörpern
karibisches Ambiente par excellence. Einen tollen Ausblick auf die Bucht
und die Anlage hat man nicht nur von den Zimmern, sondern auch vom
Infinity Pool aus, der auf einer Klippe oberhalb des Meeres gelegen ist.

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Der Hotelrundgang führte uns weiter entlang der Seaside Terrace, welche
oberhalb des Strandes gelegen ist. Hier kann man sich entspannt
Frühstück, Mittag- und Abendessen servieren lassen, das vom Küchenchef
und Gewinner des James Beard Awards, Martin Maginey, kreiert wird. Die
Kreationen bestehen aus modernen jamaikanischen Speisen, zu welchen
frische Zutaten aus dem hoteleigenen Kräuter- und Gemüsegarten
verwendet werden.
Für die kulinarische Abwechslung sorgen Themenabende an drei Abenden
in der Woche. Unser Mittagessen mussten wir uns noch verdienen, und so
machten wir einen Spaziergang entlang am Wasser, um nach wenigen
Minuten am „Spa at Round Hill“ anzukommen. Dieses befindet sich in
einem restaurierten Plantagenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit
Schönheitssalon und Fitness-Center. Nach einer Behandlung kann man
einen Spaziergang über die weitläufige Grünanlage machen oder auf einer
Sonnenliege den Blick auf die Bucht genießen.

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Nun wurde es aber endlich Zeit, selbst in den Genuss der Hotelküche zu
kommen und so nahmen wir auf der schönen Seaside Terrace Platz, wo
das äußerst freundliche und professionelle Personal unsere Bestellungen
aufnahm.

Nach diesem kulinarischen Gaumenschmaus brachte man uns per Golfcart
zu den am Hang gelegenen Villen, welche zum Teil im Privatbesitz von
Stars sind. Gerade für Familien oder Paare, die großen Wert auf
Privatsphäre, Luxus und Exklusivität legen, würde ich diese Art der
Unterbringung empfehlen. Alle Villen sind individuell eingerichtet und
unterscheiden sich in der Größe und Anzahl der Schlafzimmer. Die VillaSuites bestehen aus 2 Suiten und teilen sich einen Pool. Man kann sich
zudem sein Frühstück in der Villa servieren lassen. Zu empfehlen für
Gäste, die die Vorzüge einer Villa genießen wollen, nicht aber die volle
Größe alleine benötigen.

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Die Complete-Villas liegen eingebettet, inmitten der tropischen Vegetation
und bieten einen wunderschönen Ausblick auf die Round Hill Bay. Je nach
Saisonzeit können diese tageweise bzw. wochenweise gemietet werden.
Zu jeder Villa steht dem Gast Personal zur Verfügung, dass auf Wunsch
das Frühstück in der Küche zubereitet.

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Nach dem Rundgang kamen wir selbst in den Genuss, die letzten Stunden
auf Jamaika in einer Villa zu verbringen. Einfach noch einmal in der Sonne
liegen, ein paar Bahnen im Pool ziehen und das erlebte der letzten Tage
revue passieren lassen.

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Am späten Nachmittag hieß es leider Abschied nehmen von dieser
Traumanlage. Auch auf der Fahrt zum Flughafen zeigte sich das Wetter
noch von seiner schönsten Seite und über die Boxen dröhnte noch ein
letztes Mal der Song Hear My Cry Oh Lord von Marvia Providence.

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