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Weshalblässt Ökostromdie Stromrechnungzunehmendansteigen?

Ökostrom verteuert die Stromrechnung

Rein rechnerisch trägt jedes Windrad und jede Solarstromanlage dazu bei, daß der Strom im Netz
zunehmend 'sauberer' wird. Gemäß Theorie verdrängt die Menge von 1 kWh EEG-Strom die gleiche
Menge des herkömmlich produzierten Stromes. Ob das auch in der Praxis stimmt, wird meßtechnisch
nicht verifiziert. Die Reinheit des herkömmlichen Stromes wird aufgrund seiner Entstehungsgeschichte
mit der Maßeinheit kg CO2/kWh angegeben (der Emissionsfaktor). Und nahezu jede Pressemeldung
über die Inbetriebnahme einer Wind- oder Solarstromanlage läßt die Einsparung von xxx Kilogramm
oder yyy Tonnen CO2/Jahr verlautbaren. Mit welchem Emissionsfaktor der jeweils genannte Einspar-
wert ermittelt wird, bleibt stets das Geheimnis der Betreiber. Es gibt auch keine offizielle Bekannt-
machung über den aktuellen und amtlich ermittelten Verschmutzungsgrad des Netzstromes.

Und weil gemäß Theorie mit jeder EEG-Anlage im Netz der Verschmutzungsgrad des Stromes sinkt,
führt dies dazu, daß jeder neu hinzukommende EEG-Stromerzeuger zunehmend mehr Kilowatt-
stunden einspeisen muß, um im Netz die gleiche Menge CO2 zu verdrängen wie vorhergehende
Installationen. Ergo: die CO2-Vermeidungskosten á la EEG steigen überproportional steil nach oben -
und am allerteuersten erweisen sich hierbei die Solarstromanlagen. Denn sie produzieren einerseits
mit dem meisten in sie hineingesteckten Geld die wenigsten Kilowattstunden pro Jahr und benötigen
andererseits auch die meisten Kilowattstunden um eine bestimmte Menge CO2 zu vermeiden. Eine
bereits veraltete Tabelle präsentiert die Webseite von wirtschaft.t-online.de mit dem Titel
"Windkrafttut nichtsfürs Klima".

Da Solarstrom hauptsächlich nur mittags zu Spitzenlastzeiten überhaupt wirksam sein kann, wird auf
diese Weise nicht der Strom von 'schmutzigen' Kohlekraftwerken, sondern jener von eher 'sauberen'
Gaskraftwerken verdrängt, welche überlicherweise zu Spitzenlastzeiten einspringen. Deshalb bedarf
es hierfür besonders viele solare Kilowattstunden um ein Kilogramm CO2 zu vermeiden. Laut RWI-
Studie S. 20 geht die Internationale Energieagentur dabei sogar von einem Wert von rund 1.000 Euro
je Tonne CO2 aus. Ökostrom und Klimaschutz sind eben nicht für umsonst zu haben. Spürbar
besonders für den weniger gut verdienenden Teil der Bevölkerung, für den die Energiekosten bereits
zur zweiten Miete avancieren. Ist aber systembedingt und von unserer Regierung so beabsichtigt.