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Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

36.00-1/4 Drucksachen-Nr. XVIII/1052


20.01.2010

Mitteilung
des Bezirksamtes
- nicht öffentlich -

Beratungsfolge am TOP
Jugendhilfeausschuss 26.01.2010

!Titel!

Globalrichtlinie Offene Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in den Bezirken


Entwurf der BSG vom 10. Dezember 2009
Hier: Stellungnahme
!Titel!

Sachverhalt

Hintergrund
Die BSG hat anlässlich der Rechnungshofkritik aus dem Jahr 2008 eine überarbeitet
Globalrichtlinie zur offenen Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit (GR OKJA) vorgelegt.
Dieser Entwurf steht zur Beratung in den Bezirksämtern, in den jeweiligen JHAs sowie in den AGs
nach § 78 SGB VIII an.

Stellungnahme
Im vorgelegten Entwurf der GR OKJA vom 10. Dezember 2009 wurden die Förderrichtlinie (bisher
Anlage der GR) sowie Rechnungshofanforderungen eingearbeitet.
Dadurch hat sich die Chronologie des Aufbaus verändert, verschiedene Punkte wurden gekürzt
ohne fachliche Auswirkungen und diverse Ansätze finden unter anderer „Überschrift“ eine
Entsprechung.
Es gibt allerdings Änderungen, zu denen sich das Bezirksamt wie folgt äußert:

Pkt. 1:
Letzter Satz: GR regelt „den Umfang der Förderung der Jugendverbände durch die Bezirke“. Hier
wurde lediglich die vorherige Förderrichtlinie eingearbeitet. Kann so bleiben.

Pkt. 2:
2. Absatz
„Mindestens 10% der in Hamburg gemeldeten Kinder und Jugendlichen (…)“. Dies wird kritisch
gesehen, weil weder nach Altersgruppen noch nach Einrichtungsarten differenziert wird, noch
bezirkliche Gegebenheiten berücksichtigt werden. Es bleibt auch unberücksichtigt, ob die
Ausstattung des Bezirks mit entsprechenden Einrichtungen und deren Kapazität eine derartige
Betreuungszahl überhaupt zulassen.
Hier wird empfohlen den Satz zu ersetzen in: „Jeder Bezirk vereinbart mit den regionalen
Einrichtungen der OKJA Mindestwerte von jährlichen Stammnutzern bzw. Stammnutzerinnen“

3. Absatz
Der letzte Satz sollte aus Gründen des logischen Zusammenhangs wie folgt formuliert werden:
„Dies gilt sowohl für die Bereiche (….) als auch für die Aneignung naturkundlicher und
technischer Fertigkeiten.
Pkt. 5.1:
Hier gibt es keine Sonderausweisung mehr für Neubaugebiete. Gemäß dem Hamburger
Koalitionsvertrag werden die Rahmenzuweisungen schrittweise an die bezirkliche Anzahl der
Kinder und Jugendlichen angepasst. Ist tatsächlich entbehrlich.

Pkt. 5.2.:
Neu: „Die Bezirksämter stimmen ihre Planungen mit (…) benachbarten Bezirken ab, (…)“.
Dies macht fachlich Sinn, ein Ressourcenaustausch ist nicht vorgesehen. Kann befürwortet
werden.

Pkt. 8:
Fachliche Standards:

8.1
Hier wird eine Veränderung im ersten Satz empfohlen:
„In den Einrichtungen arbeiten in der Regel pädagogisch ausgebildete Fachkräfte“. (Klammersatz
entfällt)
Damit wird der Fachlichkeit „Pädagogik“ Rechnung getragen, aber nicht auf nur zwei
Ausbildungsgänge beschränkt. Selbstverwaltete Einrichtungen (Unser Haus) sollen nicht
gefährdet werden.

8.3.:
Schutz vor Minderjährigen ist ein neuer eigener Absatz entsprechend den rechtlichen
Neuvorgaben im SGB VIII.
Kann so bleiben.

8.4.:
3. Absatz letzter Satz
„Kooperationsangebote mit Schulen (…) 25% (…)“.
Dieser Prozentsatz erscheint zu hoch und ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmbar..
Deshalb wird empfohlen: „Der prozentuale Anteil der Kooperationsangebote mit Schulen wird
zwischen den Bezirken und den regionalen Einrichtungen vereinbart“.

8.7.:
1. Absatz, letzter Satz.
„Durchschnittlich entfallen in den Bezirken mindestens 30% (…)“.
Hier muss der Satz noch ergänzt werden auf Angebotszeiten. 30% sind der alte leistbare Wert.
Jetzt gilt dieser für den Bezirk und nicht mehr pro Planungsraum. Dies lässt mehr Flexibilität zu.
Deshalb wird lediglich eine Satzergänzung vorgeschlagen:
„(…) mindestens 30% der Angebots- und Öffnungszeiten (…)“.

Pkt. 10: in Verbindung mit Pkt. 8.5:

Der bürokratische Aufwand muss sich für die Einrichtungen und für das Bezirksamt in
vertretbarem Rahmen halten.

Zielerreichung:
• Die Kennzahlen entsprechen dem bisherigen Berichtswesen
• Für die Befragung der Stammnutzer/innen und Mitarbeiter/innen stellt die BSG Fragebögen zur
Verfügung.
Kritik: Hier stellt sich die Frage, ob eine jährliche Befragung aller Stammnutzer (und das gilt auch
für die Spielhäuser) wirklich erforderlich ist. Die Differenzierung zwischen über und unter 14-
jährigen Stammnutzern erschließt sich nicht als Grundlage für zu vereinbarende „Schwellenwerte“.
Da die Mitarbeiter keine Aufzeichnungen über die Besucher machen, ist sehr fraglich, ob sie den
Einfluss ihrer Arbeit auf deren Entwicklung wirklich beurteilen können.

• „Die zu erreichenden Schwellenwerte (…)“ sollen jährlich in einem Kontrakt zwischen BSG und
jedem Bezirksamt festgelegt werden. Grundlage wird die Auswertung der hier genannten
Punkte zur Zielerreichung sein: Kennzahlen, Nutzung und Befragung.
Hier wird empfohlen:
a) „Die zu erreichenden Schwellenwerte (…)“ an dieser Stelle zu streichen.

Dafür:
b) Unter 11 Berichtswesen:
Letzter Absatz – hier dann ein letzter Satz:
„Hier stellen die Bezirksämter ihre jeweiligen Auswertungen vor und verabreden mit
der BSG für das kommende Jahr Planungsgrößen und Schwerpunkte“.

Beschlussvorschlag

Der JHA schließt sich der Beurteilung des Bezirksamtes an und bittet, eine um das Ergebnis der
Sitzung am 26.1.10 ergänzte und inhaltlich erweiterte Stellungnahme abzugeben

Anlage/n:
ohne Anlagen