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Wer dich auf die rechte Wange schlgt, dem

halte auch noch die andere Wange hin,


sagte Jesus in der Bergpredigt
Stelle Dir mal vor, als Rechtshnder
schlgst du einem auf die Wange. Wo
schlgst Du hin? Die Ohrfeige geht beim
Gegenber auf die linke Wange. Wenn also
ein Rechtshnder eine Watsche auf die
rechte Seite geben will, macht er das mit
dem Handrcken.
Solche Schlge mit dem Handrcken
verteilten Menschen, welche Macht hatten.
Zur Zeit Jesus waren es die Rmer. Um ihre
berlegenheit zu demonstrieren schlugen
sie den unterdrckten Juden mit dem
Handrcken ins Gesicht.
Ein Jude knnte zurck schlagen, wrde
sich dabei aber auf die gleiche Stufe wie der
Unterdrcker stellen. Er knnte gedemtigt
von dannen ziehen und dem Rmer den Sieg
berlassen. Oder er hlt die andere Wange
hin. Um auf die linke Wange zu schlagen
msste der Rmer seine Handflche oder
seine Faust einsetzen. Damit wrde er
jedoch das Gegenber als Gleichgestellten

akzeptieren.
Mit dem Hinhalten der linken Wange
propagiert der Geschlagene Gewaltlosigkeit,
zeigt Mut und behlt seine Wrde. Auf der
anderen Seite entlarvt die Reaktion den
Unterdrcker als gewaltttig. Auf diese
Weise wird Unterdrckung berwunden ohne
Gewalt oder Rache auszuben.
Man sieht also, das ist kein Verbot von
Selbstverteidigung, da es hier um einen
anderen Fall ging (Beleidigung, kein
krperlicher Angriff)

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