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Anonyme Unternehmer - mein Projekt, mich am

eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen


die Anonymen Unternehmer sind eine Gemeinschaft von Menschen, die
miteinander für sich selbst einen Wachstumsraum schaffen, in denen sie die
Gesamtheit ihrer Gefühle spüren können und durch das Teilen von Erfahrung,
Kraft und Hoffnung sich gegenseitig in ihrem unternehmerischen Weg
ermutigen können. Die Gemeinschaft hat sich das 12-Schritte-Programm für
Ihre innere Arbeit ausgeliehen.

Was das 12-Schritte-Programm ist

Das 12-Schritte-Programm wurde ursprünglich von den Anonymen Alkoholikern


entwickelt und wird mittlerweile von verschiedenen anderen
Genesungsprogrammen für so ziemlich jede Form von seelischen Krankheiten
angewendet. Es stellt das Loslassen von der zwanghaften Selbstkontrolle über
das scheinbar nicht mehr kontrollierbare Verhalten an den Anfang. Dieses
Loslassen wird auch als Kapitulation bezeichnet. Jedoch wird bei der bloßen
Erkenntnis, „ich kann eh nichts mehr machen, ich habe keine Macht über mein
Verhalten“ nicht stehen geblieben. Die Erfahrung und der Glaube an eine
höhere Macht, welche sehr wohl die Kontrolle über alle menschlichen Prozesse
haben und diese auch dem Menschen, der darum bittet zu seiner Zeit
zurückgeben kann, ist ein weiterer Schritt. Doch allein der Glaube reicht nicht
aus, wir dürfen dieser Höheren Macht unser gesamtes Leben anvertrauen. Wir
dürfen dieser Macht dienen und ihr gegenüber eine Haltung tiefer Demut
entwickeln. Wir dürfen mit ihr in einen permanenten Dialog treten, ihr für ihre
Führung danken und für die Geschenke, die sie uns im Alltag macht. Wir dürfen
unsere eigenen Prozesse einer gründlichen und furchtlosen Inventur
unterziehen und wir dürfen in dieser Inventur absolut und umfassend ehrlich
sein. Wir brauchen all dies nicht sofort zu tun, wir können mit winzigsten, fast
nicht sichtbaren Schritten beginnen.

Der Weg in die Unternehmerrolle


Leider habe ich diesen weder in der Schule noch in der Herkunftsfamilie
gelernt. Die Unternehmer, das waren immer die anderen. Ich selbst hätte wohl
nur einen gescheiterten Unternehmer abgegeben, und wer will das schon. Die
anderen waren die Erfolgreichen. die Latte lag immer sehr hoch - unerreichbar
für mich. Meine Mutter wollte, dass ich mir am besten einen Beamtenjob suche.
„Wer unter den Wölfen ist muss mit ihnen heulen!“, sagte meine Oma
gelegentlich. „Du wirst eh nie ein Unternehmer!“, ist ein anderer
Glaubenssatz, der in mir drin steckt. Dann noch ein Trotziges „Ich will es
versuchen, ich glaube, das ich das lernen kann.“ Ich will mich dieser Mühe
stellen, kommt hoch. Dann noch „das Leben ist ein Abenteuer“. Und ich spüre,
dass das was da draußen in der Wirtschaft passiert, etwas ist, was ich mir
aneignen will. Ich will verstehen und will auch emotional begreifen, wie die das
da draußen machen. Ich will „ich“ bleiben und mir gleichzeitig zutrauen,
trotzdem da draußen zu bestehen.

Der Bedarf
Warum denke ich, dass es einen „Markt“ für die Selbsthilfegruppe der
„Anonymen Unternehmer“ gibt? Bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als fünf
Millionen gibt es einfach nicht mehr genügend Arbeitsplätze für alle. Aus Not
und um Hartz IV zu entgehen gründen Menschen „Ich-AGs“. Wenn diese
Gründer Glück haben, bekommen sie vielleicht noch ein gefördertes Coaching.
Aber oft bleiben sie mit Ihren unternehmerischen Entscheidungen allein. Viele
dieser Ich-AG’ler melden sich, nachdem sie sich auch noch verschuldet haben,
um einige Erfahrungen reicher, wieder arbeitslos. Eine wirkliche Übernahme
der Unternehmerrolle fand nicht statt. Aber einige von ihnen haben erfahren,
welche neue Freiheit die Unternehmerrolle mit sich bringen kann. Ich glaube,
dass der Bedarf nach neuen Unternehmern in diesem Lande stetig wachsen
wird. Denn es gibt genügend Probleme in dieser Gesellschaft. Das Prinzip der
Wirtschaft besteht doch darin, dass Wirt-schaftssubjekte sich gegenseitig
Probleme lösen und dafür Geld bekommen. In unserer immer komplexer und
differenzierter werdenden Welt gibt es immer spezifischere Probleme. In dem
Film „Pulp Fiction“ kam der prototypische Unternehmensberater mit seinem
Porsche angeflitzt und stellte sich mit den Worten vor, „ich löse Probleme“ (das
Problem bestand darin, eine Leiche verschwinden zu lassen). Jedenfalls möchte
ich mich auf einen Weg begeben, bei dem ich am Ende so viel Kraft und
Erfahrung gesammelt habe, dass ich sagen kann: Ich bin ein Unternehmer und
in der Lage, Probleme anderer Menschen zu lösen und damit so viel Geld zu
verdienen, dass ich gut davon leben kann.

Das Konzept
Die Gruppe „Anonyme Unternehmer“ ist „work in progress“. Das Konzept für
diese Gruppe ist im Fluss, es wird sich mit der Zeit noch entwickeln. Zurzeit
beruht die Idee darauf, eine nach dem Vorbild der Anonymen Alkoholiker
funktionierende 12-Schritte-Gruppe zu gestalten, die die Kraft einer
individuellen, höheren Macht nutzt, um die individuellen Probleme auf dem
Weg in die Unternehmerrolle zu lösen. Wichtig ist mir außerdem, in der Gruppe
Offenheit und Ehrlichkeit bei der Übermittlung von Erfahrung, Kraft und
Hoffnung zu erhalten, wie ich es von anderen A- Gruppen kennen und lieben
gelernt habe. Dazu ist es notwendig, dass sich die Gruppenteilnehmer darin
sicher fühlen können, dass ihre Informationen nicht in fremde Ohren gelangen.
Deswegen nenne ich die Gruppe „Anonyme Unternehmer“. Jeder, der sich an
der Gruppe beteiligen möchte, braucht seine persönliche Identität nicht
preiszugeben. „Wen Du hier siehst, was Du hier hörst: Lass’ es hier, wenn Du
gehst!“, lautet der Grundsatz, an den sich alle halten müssen, um einen
geschützten Raum zu schaffen. Das gemeinsame Teilen von Erfahrung, Kraft
und Hoffnung -verbunden mit dem individuellen Arbeiten an den 12 Schritten -
sollen die innere Energie auf das Lernziel „Unternehmer werden“ ausrichten.

Die Einladung
Wenn Du, lieber Leser, ebenfalls in Dir einen kleinen Unternehmer spürst, der
sich entwickeln und wachsen möchte, dann lade ich Dich ein, mit mir (und
anderen) gemeinsam an dieser großen Aufgabe zu arbeiten.

Infos unter www.anonyme-unternehmer.de