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Alles ist an Gottes Segen

Anonymous, c.1673
Alles ist an Gottes Segen
Und an siner Gnad' gelegen,
ber alles Geld und Gut.
Wer auf Gott sein' Hoffnung setzet,
Der behlt ganz unverletzet
Einen freien Heldenmut.
2. Der mich hat bisher ernhret
Und mir manches Glck bescheret,
Ist und bleibet ewig mein.
Der mich wunderlich gefhret
Und noch leitet und regieret,
Wird forthin mein Helfer sein.
3. Viel' bemhen sich um Sachen,
Die nur Sorg' und Unruh' machen
Und ganz unbestndig sind.
Ich begehr' nach dem zu ringen,
Was mir kann Vergngen bringen
Und man jetzt gar selten find't.
4. Hoffnung kann das Herz erquicken;
Was ich wnsche, wird sich schicken,
So es anders Gott gefllt.
Meine Seele, Leib und Leben
Hab' ich seiner Gnad' ergeben
Und ihm alles heimgestellt.
5. Er wei schon nach seinem Willen
Mein Verlangen zu erfllen,
Es hat alles seine Zeit.
Ich hab' ihm nichts vorzuschreiben;
Wie Gott will, so mu es bleiben,
Wenn Gott will, bin ich bereit.
6. Soll ich lnger allhier leben,
Will ich ihm nicht widerstreben,
Ich verlae mich auf ihn.
Ist doch nichts, das lang bestehet,
Alles Irdische vergehet
Und fhrt wie ein Strom dahin.