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Humanitäre Aspekte der Militärintervention

im Jemen 2015
1 Zwischenbilanz während der Militärintervention im Jemen

Die humanitären Aspekte der Militärintervention
im Jemen 2015 behandeln die humanitären Auswirkungen, die Opfer der Zivilisten und Konfliktparteien, die Schäden an historischem Kulturgut und Infrastruktur, die Vorwürfe in Bezug auf Verstöße gegen
das humanitäres Völkerrecht und andere internationale
Konventionen sowie die Maßnahmen zur humanitären
Hilfe während und infolge der Militärintervention, die
am 26. März 2015 von einer von Saudi-Arabien angeführten und von den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützten Militärallianz unter Beteiligung von Saudi-Arabien
Ägypten, Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Marokko, Sudan und seit
Mai 2015 Senegal begonnen wurde. Die Daten nehmen
auch auf den bewaffneten innerjemenitischen Konflikt
seit dem 19. März 2015 Bezug, bei dem auf der einen Seite einige Teile der jemenitischen Armee sowie
sunnitische Stammesmilizen den faktisch entmachteten
jemenitischen Übergangspräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi im Kampf gegen schiitische Huthi-Rebellen unterstützen, die ihrerseits von Stammesmilizen unterstützt
werden sowie von Teilen der jemenitischen Armee, die
offenbar loyal zum früheren jemenitischen Präsidenten
und Machthaber, Ali Abdullah Salih, stehen.

→ Hauptartikel: Militärintervention im Jemen 2015
Die Weltgesundheitsorganisation warnte bereits im April
2015 vor dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems im Jemen.* [7]* [8] Als
verantwortlich für das Anwachsen der humanitären Katastrophe im Jemen wird neben den Bombardierungen und
Kämpfen während der Operation Decisive Storm insbesondere die Seeblockade des Jemen angesehen, die von
Seiten der saudi-arabisch angeführten Militärallianz beibehalten wird.* [9]* [10]* [11]* [12]
Der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im
Jemen verurteilte die Luftangriffe der von Saudi-Arabien
geführten Militärallianz im Jemen als Verstoß gegen das
internationale humanitäre Völkerrecht und prangerte ausdrücklich die Erklärung der Provinz Sa'da zum „militärischen Ziel“an.* [13]* [14]* [15]* [16]
Mitte Juni 2015 von den UN vermittelte Friedensgespräche zwischen jemenitischen Kriegsparteien in Genf endeten ohne Einigung auf einen Waffenstillstand.* [17]

Am 1. Juli 2015 rief die UNO für eine vorangekündigte
Dauer von sechs Monaten den Level-3-Emergency (Not- Seit dem 26. März 2015 sind nach UN-Angaben minstand der Stufe 3) für den Jemen aus, die höchste Not- destens 1.412 Zivilisten getötet worden, darunter mindestens 279 Kinder und 210 Frauen.* [18]* [19]* [20] Zistandsstufe der UN.* [1]
vilisten waren von den Kämpfen überproportional stark
Am 2. Juli 2015 erklärte die UNESCO zwei betroffen und stellen über die Hälfte der Todesopfer
Welterbestätten im Jemen, die Altsstadt von Sanaa im Jemen.* [21]* [22] Über eine Million Menschen sind
und die Festungsstadt Schibam, aufgrund des bewaff- nach UN-Angaben seit Beginn der Militärintervention
neten Konflikts im Jemen für bedroht,* [2] nachdem die bis zum 28. Mai 2015 zum Verlassen ihrer Häuser als
UNESCO-Generaldirektorin bereits im Mai die Zerstö- Binnenflüchtlinge gezwungen worden.* [23]
rungen der Luftangriffe in der Altstadt von Sanaa und
anderen dicht besiedelten Gebieten verurteilt* [3]* [4]* [5] Die ersten drei Kriegsmonate hatten den Jemen nach Anund die UNO im Juni 2015 gewarnt hatte, dass das gaben des ständigen Vertreter der UNO im Jemen, Paobedeutende archäologische und historische Erbe seit lo Lembo, vom 26. Juni 2015 in einer anhaltend verfaleiner Welle von Bombardierungen der saudi-arabisch lenden humanitären und Sicherheitslage zurückgelassen.
angeführten Militärkoalition in der Altstadt von Sanaa in Den „Preis für den Konflikt“zahlten demnach die jemenitischen Zivilisten, von denen schon vor dem Krieg MilGefahr geraten war.* [6]
lionen nicht über gesicherte Ernährung verfügt und um
den Zugang zu Bildung, Grundversorgung und sauberem
Wasser hatten kämpfen müssen. Nach drei Monaten des
Krieges benötigten 12,9 Millionen Menschen Hilfe zur
Ernährung und es wurden mehr Menschen durch Krankheit und fehlenden Zugang zur Grundversorgung getötet
als durch den unmittelbaren bewaffeneten Konflikt.* [24]
1

2

2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN

Am 1. Juli 2015 rief die UNO den Level-3-Emergency
(Notstand der Stufe 3) für den Jemen aus, die höchste Notstandsstufe der UN.* [1]* [25] Mit der Eingruppierung in die höchstmögliche Krisenstufe bezüglich des
humanitären Notstands stand der Jemen in einer Reihe mit weltweit lediglich drei weiteren Ländern – Irak,
Südsudan und Syrien.* [26]* [27] Mehr als 21,1 Millionen Menschen - über 80 Prozent der jemenitischen Bevölkerung - waren zu diesem Zeitpunkt akut auf humanitäre Hilfe angewiesen.* [26]* [1]* [25]* [27] 13 Millionen Menschen hatten Probleme, ausreichend Nahrung
zur Verfügung zu haben. 9,4 Millionen Menschen hatten aufgrund abgeschnittener oder schwer beeinträchtigter Wasserversorgung kaum oder gar keinen Zugang
zu sauberem Trinkwasser.* [1]* [25]* [28]* [29] Weil auch
die Abwasserversorgung zusammengebrochen war, hatten sich nach UN-Angaben bereits Krankheiten wie Malaria und Denguefieber weiter ausgebreitet.* [28] Das
Gesundheitssystem stand nach UN-Angaben unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Mindestens 160 Gesundheitseinrichtungen waren aufgrund der Unsicherheit und
des Mangels an Treibstoff und Versorgungsgütern geschlossen.* [25]* [27] Es fehlte laut UN am nötigsten,
selbst am Treibstoff für Hilfstransporte.* [27] Der UNGeneralsekretär Ban Ki-moon hatte bereits wiederholt
vergeblich eine humanitäre Waffenruhe gefordert, die
die Auslieferung dringend benötigter Hilfsleistungen an
die aufgrund der Luftangriffe und Bodenkämpfe leidenden Zivilisten ermöglichen sollte.* [25]* [28] Die UN
hatten auch die saudi-arabisch geführte Militärkoalition dazu gedrängt, mehr Handelsfrachtschiffe in die Häfen des Jemen zu lassen, der in starkem Masse abhängig
von Nahrungs-, Kraftstoff- und anderen Importen lebenswichtiger Güter war.* [25] Wenige Tage zuvor hatte der
UN-Nothilfekoordinator vor einer Hungersnot im Jemen
gewarnt.* [26]* [28] 10 der 22 jemenitischen Provinzen
hatten die UN als im Nahrungsnotstand befindlich - ein
Stufe vor der Hungersnot - eingestuft. Die UN wollten
dem Notstandsplan gemäß versuchen, 11,7 Millionen der
am stärksten notleidenden Menschen im Jemen mit Hilfsleistungen zu erreichen.* [25]

2

Humanitäre Auswirkungen und
Folgen

Siehe auch: Abschnitt „Entwicklung der humanitären
Lage“in „Operation Decisive Storm“, Abschnitt „Humanitäre Auswirkungen“in „Operation Decisive Storm
“ und Abschnitt „Entwicklung der humanitären Lage“in
„Operation Restoring Hope“
Die saudische Bombardierung und Seeblockade gegen
die Huthi-Milizen ab Ende März 2015 verschärfte die
humanitäre Lage im Jemen und führte zu einer dramatischen Verschlechterung der Versorgungslage der Bevölkerung.* [9]* [10]* [11]* [12] Der starke Anstieg des auf

Hilfe angewiesenen Bevölkerungsanteils um 5 Millionen Menschen innerhalb einer Woche unterstrich nach
UNICEF-Angaben und Medienberichten von Juni 2015,
dass die Luft- und Seeblockade durch die saudisch geführte Militärkoalition nicht nur die Versorgung mit Nahrungsmitteln, sondern auch mit Treibstoff für Pumpen
abgeschnitten hatte, auf die der wasserarme Jemen angewiesen war, um Wasser zum Trinken und für die Hygiene
bereitzustellen.* [30]* [31] Über 20 Millionen Menschen
im Jemen waren im Juni 2015 von einer komplexen Krise betroffen, die den anhaltenden Konflikt und das strikte
Embargo auf den Import von vielen lebenswichtigen Waren, einschließlich handelsüblicher Medizin und medizinischer Verbrauchsgüter, mit sich brachte.* [32]
Die Lage der Zivilisten im Jemen nach Beginn der Militärintervention war laut UN bereits in der ersten Aprilhälfte 2015 dramatisch.* [33] Hilfsorganisationen warnten, dass die Luftangriffe der saudisch geführten Koalition vor allem für die ärmsten Bevölkerungsteile katastrophale Folgen haben könnten.* [9] Das Rote Kreuz
sprach von einer humanitären Katastrophe. Der regionale Direktor des International Committee of the Red
Cross (ICRC), Robert Mardini, sagte, die humanitäre Lage verschlechtere sich täglich und sei an bestimmten Orten „wirklich katastrophal“.* [34]
Die UN äußerten Mitte Mai 2015 tiefe Besorgnis über
den Todeszoll unter Zivilisten durch die saudisch geführten Bombardierungen und über die humanitären Auswirkungen der von der saudisch geführten Militärkoalition
verhängten Luft- und Seeblockade.* [35]* [36] Auch der
Todeszoll hatte sich in den ersten Monaten immer weiter
erhöht.* [36] Die Luftangriffe der saudisch geführten Militärallianz trafen Berichten zufolge nicht nur militärische
Ziele der Huthis, sondern auch Schulen, Krankenhäuser
und Lebensmittellager und führten zu extensiven Schäden der zivilen Infrastruktur und zur Gefährdung des Lebens von Zivilisten. Der bewaffnete Konflikt in den südlichen Städten, darunter Aden und Schabwa, eskalierte seit
dem 2. April 2015, wobei zivile Infrastruktur und internationale Entwicklungshelfer sowohl von Huthis als auch
von Hadi-treuen Kräfte ins Ziel genommen wurden.* [37]
Durch die Bodenkämpfe und Luftangriffe wurde die Infrastruktur Adens mit ehemals einer Million Einwohnern
Medienangaben zufolge systematisch zerstört. Am Adener Hafen wurden Getreidesilos bombardiert, weil sie den
Huthi-Rebellen als Versteck dienten, so dass den Bäckereien der Stadt das Mehl ausging. Andere Bombardierungen zielten auf Hotels, Schulen und das wichtigste
Einkaufszentrum, weil die Huthis sie als Sammelpunkte nutzten.* [38] Nach einem Bericht von Human Rights
Watch wurden bei den saudisch geführten Luftangriffen auch die international geächteten Streubomben eingesetzt. Die Huthis wurden im Laufe der Militärintervention beschuldigt, wahllos zivile Gebiete zu beschiessen und
mit Heckenschützen auf Zivilisten zu feuern. Nach UNAngaben waren bis Mai 2015 19 der 22 Provinzen des
Jemen von bewaffneter Gewalt infolge des eskalierenden

2.1

Humanitäre Ausgangslage

Konflikts betroffen.* [37]

Zerstörungen an der Al-Anfal-Schule in Sanaa nach einem Luftangriff vom 20. April 2015

3
nitäre Disaster sich in dramatischer Weise durch die Seeblockade zugespitzt hatte, die dem Jemen von der saudiarabisch geführten und von den USA und Großbritannien unterstützten Militärkoalition auferlegten worden
war.* [46]* [43]* [47] Die anhaltenden Kämpfe bedrohten
nach UN-Angaben die Versorgung der Bevölkerung mit
Grundnahrungsmitteln. 12 bis 13 Millionen Menschen
des verarmten Landes – rund die Hälfte der Bevölkerung – wurden von April bis Juni als „versorgungsgefährdet“eingestuft,* [48]* [49]* [50] 6 Millionen davon im Juni als hochgefährdet.* [47] Die Anzahl der in Bezug auf
die Ernährung versorgungsgefährdeten Menschen war als
Ergebnis der Kämpfe von schon im April von 10,6 Millionen auf 12 Millionen gestiegen, wobei die ungeschützten Familien von den ansteigenden Nahrungsmittelpreisen am stärksten betroffen waren.* [50]
Die US-amerikanische und britische Regierung versuchte
Medienangaben zufolge mit geringer Wirkung, die Saudis still dazu zu bewegen, sich in ihrer Taktik zu zügeln
und insbesondere die Seeblockade zu lockern. Entgegen
der Bitten von Seiten des Westens und der UN versäumten es die Saudis auch, Gelder aus der bereits von ihnen
versprochenen Summe von 274 Millionen US-Dollar zur
Finanzierung humanitärer Hilfen freizugeben.* [46] Am
9. Juni 2015 schrieb die Hilfsorganisation Oxfam, Jemen
sei mittlerweile „das Land mit dem weltweit größten humanitären Bedarf“, dessen Situation „nun als eine der
größten humanitären Krisen der Welt eingestuft“werde.
Alle 22 Provinzen waren zu diesem Zeitpunkt vom Konflikt betroffen.* [47]

Mitte April 2015 hatte sich die berichtete Anzahl der
Kinder, die aufgrund der anhaltenden Krise die Schule nicht mehr besuchten, innerhalb von einer Woche auf
1,85 Millionen fast verdoppelt.* [39] Auch im Mai und
Juni 2015 blieben aufgrund des Konflikts nach UNICEFAngaben rund 3.600 Schulen (21 Prozent der Schulen
im Jemen) geschlossen und unzugänglich für Kinder, so
dass bis Anfang Juni 2015 rund 1,83 Millionen Kinder
über einen Zeitraum von zwei Monaten ohne Zugang zur
Schulbildung blieben.* [40]* [41]* [42] 326 Schulen waren
zu diesem Zeitpunkt direkt betroffen, einschließlich von
86 beschädigten und 180 Binnenflüchtlinge beherbergenden Schulen.* [40] In den südlichen fünf Provinzen waren Da 90 Prozent der Lebensmittel und der größte Teil des
laut UNICEF Anfang Juni 2015 87 Prozent der Schulen Treibstoffs im Jemen importiert wurden, traf die Blockageschlossen.* [43]
de aller Importe über Flug- und Seehäfen während der
die Nahrungsmittelversorgung beDie Hafenstadt al-Mukalla soll laut einem Bericht in der Militärintervention
*
*
*
sonders
stark
[10]
[51]
[48]* [52] und zeigte nach UNjungen Welt von Anfang Mai 2015 nicht betroffen geweden Zugang
sen sein von der mit einer extremen Knappheit an Le- Angaben „dramatische Auswirkungen“auf
*
der
Menschen
zu
Nahrung.
[53]
Mitte
Juni
2015 sagte
bensmitteln, Benzin und Heizöl einhergehenden Krise,
der
Leiter
der
Ärzte-ohne-Grenzen-Mission
im Jemen,
die durch die von Saudi-Arabien gegen den Jemen verAndre
Heller-Perache,
die
Lage
übersteige
bei
weitem
hängten Blockade zu Lande, zu Wasser und in der Luft
die
Fähigkeit
des
internationalen
Hilfssystems,
sie
zu bezusammen mit den anhaltenden Kämpfen verschärft wor*
wältigen.
[54]
In
19
der
22
Provinzen
herrschte
nach
den war. Das im Südosten gelegene al-Mukalla, wo AnUN-Angaben
akuter
Notstand.
„Der
bewaffnete
Konflikt
fang April die AQAP die Macht übernommen hatte, wurde demnach unter Duldung der Saudis über den Seeweg sowie der Mangel an Lebensmitteln und Benzin treiben
gut versorgt.* [44] UN-Angaben von Mitte Juni 2015 zu- den Jemen in einen *totalen Zusammenbruch bei der Verfolge dehnte sich die Seeblockade auch auf den Hafen sorgung“, hieß es. [55]
von al-Mukalla aus, wo Hilfslieferungen und Handelsgüter aufgrund der Gegenwart der AQAP am freien Zugang
2.1
gehindert wurden.* [45]
Anfang Juni 2015 benötigten nach UN-Schätzungen 78
Prozent der Jemeniten – 20 Millionen, und damit ein
Zuwachs von 4 Millionen seit der Eskalation des Konflikts mit der saudischen Intervention im März – dringend
Soforthilfe wie Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe.* [46]* [43]* [47] Mitte Juni gab UNICEF an, dass es
sich bei 9,9 der zu diesem Zeitpunkt 21 Millionen Jemeniten, die humanitäre Hilfe brauchten, um Kinder handelte.* [42]* [31] Hilfsorganisationen sagten, dass das huma-

Humanitäre Ausgangslage

Im Jemen war die Lebensmittelversorgung von Millionen Menschen (laut UNICEF über 40 % der Bevölkerung,* [9] laut der Hilfsorganisation Oxfam 10 von
24 Millionen Jemeniten* [56]* [51]* [57]* [58]) bereits vor
der Militärintervention unzureichend.* [9] 13 Prozent der
Kinder unter fünf Jahren waren unterernährt.* [9] Vor
der jüngsten Eskalation des Konflikts hatten 13 Millionen Menschen – etwa die Hälfte der Jemeniten – keinen
Zugang zu sauberem Trinkwasser.* [59]* [60] Nur einem

4

2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN

Drittel der Bevölkerung wurde durch die Grundversor- rium durch den Krieg zum Stillstand, ohne dass Notfallgungssysteme sauberes Wasser direkt in den Häusern zur pläne bestanden.* [65]
Verfügung gestellt, während weitere 20 Prozent über öffentliche Bohrlöcher oder andere Wege außerhalb ihrer
2.2 Blockade- und Kriegsauswirkungen
Häuser Zugang zu sauberem Wasser hatten.* [59]
Nach Schätzungen humanitärer Organisationen waren
schon vor der Militärintervention 15,9 Millionen Jemeniten (61 % der Bevölkerung) auf humanitäre Unterstützung angewiesen,* [9]* [61] von denen lediglich rund 8,2
Millionen tatsächlich Hilfe erhielten. Während die Wirtschaft seit den politischen Unruhen von 2011 um etwa
15 Prozent geschrumpft war und der Staatshaushalt weitgehend von den Öleinnahmen abhängig blieb, die wegen sinkender Exporte infolge der Kämpfe und wegen
des Preisverfalls bereits rückläufig waren, hatte SaudiArabien seine Unterstützung für das von Hilfsgeldern abhängige Jemen laut Weltbank einige Monate vor der Militärintervention weitgehend eingestellt.* [9]
Zudem befanden sich laut UN-Angaben bereits vor
der Militärintervention 250.000 Flüchtlinge und über
300.000 Binnenvertriebene im Jemen.* [62]* [63] Der Jemen war in der Vergangenheit Fluchtzielort hunderttausender afrikanischer Flüchtlinge gewesen. Der Flüchtlingszustrom hatte für den bereits verarmten Jemen eine zusätzliche steuerliche Bürde dargestellt und die fragilen Wirtschaftsbedingungen über einen Zeitraum von
zwei Jahrzehnten belastet. Als einziger Unterzeichner der
Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 auf der arabischen Halbinsel war der Jemen ein Durchgangsland für
Flüchtlinge geworden, die vom Horn von Afrika flohen.
Der Jemen beherbergte daher zum Zeitpunkt der Militärintervention rund 300.000 registrierte Flüchtlinge, von
denen 95 Prozent Somali waren, während in jüngster Zeit
trotz der Armut im Jemen auch syrische Flüchtlinge in
hoher Zahl in den Jemen glüchtet waren. Mit der Eskalation der Gewalt nach den Unruhen von 2011 und
dem Übergang einer nicht zur politischen Stabilisierung
führenden Transistionspahse in einen bewaffneten Konflikt im Jahr 2014 stieg auch die Zahl der Jemeniten,
die vor den politischen Unruhen im Jemen in die Binnenflucht flohen oder in Nachbarländern Zuflucht suchen
wollten.* [64]
Laut einem UNDP-Bericht entnahm der Jemen fast
169 Prozent seiner erneuerbaren Wasserressourcen, verbrauchte also das Wasser weit schneller als er die Wasservorräte wieder aufstocken konnte. Ein Grund für die
Kluft zwischen dem Wasserbedarf und dem Wasserangebot im Jemen lag nach Angaben aus dem zuständigen Ministerium in einer der weltweit höchsten Bevölkerungswachstumsraten und dem starken Wasserverbrauch der
Bevölkerung begründet. Nach anderen Angaben trugen
auch illegale Brunnenbohrungen zu dem Problem bei, die
mit den tribalen Strukturen des Landes in Zusammenhang standen, die teilweise das bestehende Recht in Frage
stellten. Anstrengungen der Regierung für einen langfristigen Plan zur Bewältigung der Wasserprobleme des Jemen kamen nach Angaben aus dem zuständigen Ministe-

auf die Versorgungslage
Die saudisch geführte Militärkoaltion hatte maritime
Kontrollen verhängt, die von UN-Diplomaten als Seeblockade beschrieben wurden, die verhinderte, dass Importe
den Jemen erreichten. Die jemenitischen Importe fielen
in der Folge auf 15 Prozent des Vorkrisenniveaus, doch
war der Jemen zur Sicherung des Überlebens der Bevölkerung stark abhängig von Importgütern.* [12]* [66]
Die UN verurteilten die Seeblockade und riefen die
saudisch geführte Militärkoalition angesichts der humanitären Notlage im Jemen zu einer Beendigung ihrer
Seeblockade auf. Am 25. Juni 2015 forderte der UNSicherheitsrat in einer einstimmig beschlossenen Erklärung, dass Handelsfrachtschiffen, die Nahrung, Treibstoff oder andere unerlässliche Güter transportierten,
der Zugang zu Häfen im von Hungersnbot bedrohnten
Jemen gestatten werden müsse. Es sei aus humanitärer Sicht unerlässlich, die Versorgung des Jemen mit
Handelsgütern aufrecht zu erhalten.* [12]* [66]* [67] UNNothilfekoordinators Stephen O'Brien sagte, es sei „lebensnotwendig“, dass das Land wieder über die Häfen mit dringend benötigten Importgütern versorgt werde.* [66] Die Konfliktparteien würden eine äußerstes
Mass an Missachtung gegenüber Menschenleben an den
Tag legen.* [68]
2.2.1 Energieträger-Verknappung
Nach UNICEF-Angaben führte die de facto-Blockade
der jemenitischen Häfen trotz leichter späterer Lockerungen auch noch im Juni 2015 dazu, dass kein Treibstoff in
das Land kam, weshalb die mechanisierten Pumpen nicht
arbeiten konnten und 20 Millionen Menschen der Zugang
zu sauberem Wasser fehlte.* [31]
Da die UNO zudem in den ersten Tagen des Konflikts ihre
ausländischen Mitarbeiter außer Landes gebracht hatte,
drohte das Versorgungsnetz bereits im April noch mangelhafter zu werden.* [9] Es kam zu ersten Kämpfen in
einem der Ölfördergebiete, in der Region Shabwa. Die
Truppen der Allianz blockierten zudem mit ihrer Militärintervention alle jemenitischen Häfen, womit auch der
Ölexport getroffen wurde.* [9] Im April wurden die Häfen und Flughäfen entweder von den Huthis oder den Saudis blockiert und die Versorgung mit Öl, Benzin- oder
Diesel-Kraftstoff kam zum Erliegen.* [70] Anfang Juni
2015 waren die Treibstoffpreise etwa in der Provinz Raima seit März um rund 690 Prozent gestiegen, während
Dieselkraftstoff in sieben von 22 Provinzen nicht mehr
verfügbar war.* [71] Im landesweiten Durchschnitt waren
die Marktpreise der Treibstoffe im Juni 2015 seit Beginn
der Krise nach UN-Angaben bei Kochgas um 153 %, bei

das die Stromversorgung für vier Bezirke bereitstellte. während das von den noch funktionsbereiten Pumpen bereitgestellte Wasser nicht preisgünstig zu beziehen war. In einigen Städten und verstädterten Gebieten einschließlich der Zweimillionenstadt Sanaa . [71] Wie die Versorgung mit Strom verschlechterte sich bereits Anfang April 2015 auch die Wasserversorgung nach Angaben von Hilfsorganisationen täglich und es fehlten medizinische Güter. war der Treibstoff für das Überleben mancher Patienten notwendig. dass zusätzliche drei Millionen Jemeniten kein Trinkwasser hatten.000 Tonnen Getreide in Vorratslagern in Aden und alHudaida weder von den Mühlen verarbeitet.2.men war nach einer gemeinsamen Studie von FAO.Die Anzahl der Menschen in Bezug auf die Ernährung heiten wie Malaria. Seit März 2015 hatten sich die Wasserkosten demnach mehr als verdreifacht und je Kubikmeter Wasser 10.* [71] Schicht für die Stadt keine alternative Wasserversorgung * Nach Angaben von Oxfam hatten die anhaltenden Luft.* [55] Der Mangel an Diesel-Kraftstoff führte dazu. [71] [43] [72] Hohe Preiwaren die Menschen laut Oxfam gezwungen Wasser se und begrenzte Verfügbarkeit von Weizen *auf den zu trinken. [59] * dar. die Bodenkämpfe und der Mangel an Treibstoff Ende Mai 2015 dazu geführt. dass der Wassermangel bei steigenden Wasserpreisen ein größeres Problem für die Jemeniten werden könne als der Krieg selbst.2 Stromversorgung Der Mangel an Treibstoff traf auch die Krankenhäuser.bezahlten wohlhabende Bewohner Brunnenbesitzer und Fahrer dafür. das die Gesundheit massiv gefährde. Nach Angaben von Abdulkhaleq Alwan. keinen Zugang zu Treibstoff zu haben. nicht mehr betriebsbereit. wes.4 Millionen Menschen der Zugang zu sauberem Wasser.2. Wasser kostenlos in ärmere Gebiete auszuliefern. Die einzige Alternative für die Inhaber von Wasserlastwagen bestand demnach darin. WFP . jeweils drei bis vier Tage zum Kauf von preisgünstigerem Benzin an Tankstellen anzustehen. noch trans* * * Aufgrund der Auflösung der lokalen Wasserversorgung portiert oder gekocht werden. Juni 2015 das Hauptkraftwerk in Aden.und Kriegsauswirkungen auf die Versorgungslage 5 Dieselkraftstoff um 478 % und bei Benzin um 389 % ge.* [10]* [72] Neben der Blockade hatten auch die Kämpfe Auswirkungen auf die Stromversorgung. und für Benzin für Lastwagen enorm angestiegen waren und bei Diesel manchmal 100 US-Dollar je 20 Liter und bei Benzin rund 40 US-Dollar je 20 Liter auf dem Schwarzmarkt betrugen. brachten durchschnittliche Jemeniten inzwischen mit über 30 Prozent ihres Einkommens den weltweit höchsten Einkommensanteil allein für den Bezug von Wasser in ihre Häuser auf. Nach den Angaben Alwans konnten manche Menschen im Jemen. [71] halb Oxfam die Ausbreitung potentiell tödlicher Krank.2. sondern die Elektrizität vor Ort hauptsächlich von Generatoren erzeugt wurde.2 Blockade.* [52] herbeigeschafftes Wasser stützen.bestand. weil die Preises für Diesel-Kraftstoff. wo die in der Regel dafür zuständigen Frauen und Kinder ihre Behälter auffüllen konnten. So wurde am 11.* [59]* [76]* [73] Millionen Menschen gruben unge. der zum Pumpen des Wassers aus den Brunnen benötigt wurde.schützte Brunnen oder mussten sich auf mit Lastwagen stiegen. sich so die Anzahl der Jemeniten ohne Versorgung mit sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen von 13 Millionen vor der jüngsten Eskalation auf mindestens 16 Millionen erhöht hatte und somit fast zwei Drittel der gesamten Bevölkerung im Jemen ausmachte.* [72] 2.Märkten trafen arme und gefährdete Menschen.000 Jemen-Rial (47 US$) erreicht.4 Lebensmittelversorgung Aufgrund der fehlenden Energieträger wie DieselKraftstoff und der unsicheren Lage konnten über 250. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten mit Gas betriebenen Pumpen.* [75] Nach UN-Angaben von Juni 2015 gefährdete der Mangel an Im Falle von Sanaa bestand das Problem zudem darin. dass importiertes Getreide nicht gemahlen und konsumiert werden konnte.* [74] Nach UNAngaben fehlte im Jemen Mitte Mai 2015 13.2.* [73] 2. das aber für die meisDer Mangel an Treibstoff stellte ein bedeutendes ten Jemeniten nicht mehr verfügbar war und dessen Preis 2015 in mehreren Hemmnis bei der Begegnung humanitärer Erfordernisse sich laut Oxfam-Angaben vom Mai * Provinzen fast verdreifacht hatte.* [59]* [74]* [60] 2. die die Wasserversorgung betrieben. Dieselkraftstoff das Leben von 10 Millionen Menschen dass im Falle eines Trockenfallens der wasserführenden durch den Verlust des Zugangs zu Wasser. die bereits vor Mitte April kurz davor standen. Stromgeneratoren in Krankenhäusern nicht betrieben werden konnten und die Wasserversorgung von Millionen Menschen bedroht war.als versorgungsgefährdetet gemeldeten Menschen im Jetete. Cholera und Diarrhoe zu befürch. einem führenden Experten des jemenitischen Ministeriums für Wasser und Umwelt. [65] angriffe. Da Treibstoff nicht nur strategische Bedeutung besaß. nicht das Geld zum Wasserkauf aufbringen. wo die Hälfte der Bevölkerung von weniger als 2 US-Dollat am Tag leben sollte. angegriffen und war daraufhin nicht länger betriebsfähig.3 Wasserversorgung Ende Juni 2015 kamen Experten zu der Einschätzung.* [51] Mitte Juni gab es nach UN-Angaben in sieben Provinzen keinerlei Treibstoff mehr.* [65] Der Krieg verschlimmerte die schon vor dem Krieg existierende Wasserknappheit durch den Mangel an Elektrizität und Treibstoffen im Jemen massiv.

Sa'da.* [89] Die Schließung dieser Gesundheitseinrichtungen führte laut heitssystems UN unter anderem dazu.* [53] 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN ser bei den Kampfhandlungen zerstört.* [75]* [87] die bis zur Schließung bei der Ernährung von 450. sowie auf die permanent unsicheren Lage kurz bevor. Sanaa.und Treibstoffmangel an den Märkten den Jemen in Richtung eines vollständigen Zusammenbruchs in der Ernährungssicherung und Gesundheitsversorgung brachten. Die sich verschlechternde Hygiene und der grassierenden Mangel an sauberem Wasser machten die die Lage besonders brisant.nen Stadt.Alter von unter fünf Jahren geholfen hatten.6 und MoPIC (Ministry of Planning and International Cooperation in Yemen) vom 17. Die medizinische Versorgung brach allmäh.in der zu einem anhaltenden Kriegsschauplatz gewordestand. Ta'izz.Frauen an Komplikationen während der Niederkunft aufrichtete. bei erwarteter stetiger Verschärfung der Lage. vor allem bei Kleinkindern und Frauen. Lahidsch.6 Millionen Frauen Die WHO berichtete. Juni 2015 warnte Es kam zu einer drastischen Verminderung der GesundJustine Greening. nach August noch Einfuhraufträge zu erteilen. Aufgrund Bereits im April 2015 wurde eine Reihe Krankenhäu. wie die Weltgesundheitsorganisation be. Ibb. Juni 2015 um 17 % gegenüber dem Beginn des Konflikts Ende März 2015 „steil angestiegen“.ren Frauen keine sichere Geburt möglich war und 483 lich zusammen. Ma'rib.* [8]* [78] In zehn Provinzen (Adan. weil es ihnen nicht möglich war. Dhamar. der monatelanger Bürgerkrieg und im fortpflanzungsfähigen Alter kein Zugang zu Diensten die saudischen Luftangriffe stürzten den Jemen in Elend der Fortpflanzungsmedizin bestand.* [79] 8 Millionen Menschen.* [75] wurde ihre Zahl im Juni 2015 von den UN auf über 15 Millionen (ca.aufgrund des Konflikts und der Unterbrechung der Vergebraucht sein würden.* [85]* [32] Ende Juni 2015 erreichte das Gesund.* [71]* [47]* [85]* [88]* [32] Getreideimporte für den Zeitraum von vier Monaten im Jemen nach den ersten drei Juni-Wochen seit März 2015 bereits ein Importdefizit von 400.wachsende Anzahl von Gesundheitseinrichtungen verlor räte im Jemen bis Ende des Jahres 2015 vollständig auf.sorgung seine Betreibsbereitschaft. dass die Getreidevor. wenn der anhaltende Konflikt eine Hungerkrise * Mai 2015 seit März 2015 153 Gesundheitseinrichtunschaffe. zum Krankenhaus zu gelangen. al-Hudaida. Haddscha.* [53]* [8]* [78]* [79]* [80] Gegenüber dem letzten Quartal von 2014 war der Bedarf an Noternährung und lebenserhaltender Hilfe stark angestiegen.* [7] Mitarbeiter im Gesundheitsbereich betonten auch die psychisch traumatischen Auswirkungen der Bombardierungen und Gefechte auf das Wohl der Menschen. in der Straßenkämpfer und Heckenschützen heitssystem seine Belastungsgrenze. andere – wie die größte Klinik Al Thawrah mit 850 Patienten – konnten aufgrund ständiger Stromausfälle und fehlender Medikamente ihren Betrieb kaum noch aufrechterhalten.3 Millionen mehr als im März – besaßen zu diesem Zeitpunkt keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. dass für 2.6 Millionen Menschen „dringend medizinische Hilfe“für mit dem Krieg in Zusammenhang stehende Verletzungen und aus allgemein medizinischen Gründen.2.* [75]* [88] Gesundheitssystems im Jemen. In neun Provinzen (Amran. al-Dschauf) erreichte die Ernährungslage nach der Einstufung Krisenzustand (IPC Phase 3). insbesondere * tensivstationen. dass der Konflikt und der Lebensmittel. al-Mahwit.400 schwangeund Chaos. dass 8. Schabwa) wurde der Ernährungsnotstand (IPC Phase 4) erreicht.* [52] Am 19. al-Baida'.5 Drohender Zusammenbruch des Gesund. Ministerin für Internationale Entwick.4 Millionen Menschen im Jemen Mitte Mai 2015 keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung hatten. Nach Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur Eine UN-Angaben bestand die Gefahr. [82] gen im Jemen geschlossen worden. wenn die gewerblichen Impor. Die Zahlen der Studie von Mitte Juni 2015 zeigten laut UN an. Die Preise für wichtige Basisheilmittel waren um mehr als 300 Prozent gestiegen.* [78]* [79]* [53]* [80]* [81] Damit war die Hälfte der Bevölkerung im Jemen in Bezug auf die Ernährung versorgungsgefährdet und fast ein Viertel akut versorgungsgefährdet. Stadt Sanaa.April 2015 blieben die Verletzten und Kranken in Aden den Mangels von Treibstoff und Versorgungslieferungen oftmals unversorgt. Es wurden immer mehr Fälle von Unterernährung.heitsdienste in allen öffentlichen und privaten Krankenin den Operationssälen und Inlung in Großbritannien. Abyan. 257.* [87] Nachdem die UN im Mai 2015 noch angegeben hatte. dass bis zum Ende des Jahres häusern.* [8] aktiv waren. während sich gleichzeitig Krankheiten wie Durchfall oder Masern ausbreiteten.000 Tonnen auf. 2. darunter 6 Millionen.* [83]* [7]* [84] der nach Laut Angaben von Ärzte ohne Grenzen im Jemen vom UN-Angaben von Juni 2016 aufgrund des andauern. die als stark versorgungsgefährdet eingestuft wurden. Raima. registriert.000 Kindern im 2. insbesondere der Kinder.der abgeschnittenen Verbindungswege konnten Verletz- . [89] Nach UN-Angaben waren aufgrund 2015 Millionen von Menschen im Jemen der Hundertod von Mangel an Mitarbeitern und Treibstoff bis Mitte drohe.* [7] Die WHO warnte bereits im April 2015 vor grund des Fortfalls von Geburtshilfediensten verstorben dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des sein mögen.* [32] teure nicht das Vertrauen hätten. ad-Dali'.* [86] Ende Mai 2015 benötigten nach WHO-Angaben 8. 58 Prozent der Bevölkerung) – darunter eine Million Binnenflüchtlinge – beziffert und eine Zunahme von 40 Prozent gegenüber den Zahlen vom März Gegenüber dem Vorkrisenstand wiesen die gewerblichen 2015 angegeben.

da die Impfkampagnen zum Stillstand gekommen waren. darunter 17 Krankenhäuser sowie die Operationszentrale des Gesundheitsministeriums in Sanaa. der die Kinder im Jemen ausgesetzt waren.000 Kinder im Jemen für die folgenden drei Monate in unmittelbarer Gefahr starker Unterernährung verblieben.der Wasserversorgung sowie der Sanitär. dass 120.* [83]* [7] Nach UNICEF-Angaben von Juni 2015 wurden Kinder nicht geimpft. dass die Gesundheits.* [88] mittelgradigen Unterernährung – eine annähernde VerMedikamente gegen chronische Krankheiten wie Dia. die akuten respiratorischen Infektionen (ARIs) ausgesetzt waren. chronische respiratorische Erkrankungen und Hämophilie waren aufgrund Der Zusammenbruch des auch Medikamente und medizinische Verbrauchs.* [87]* [32] Der Mangel an medizinischen Gütern heitssysteme stellte laut UN ein „signifikantes Risiverstärkte sich mit der Forsetzung des Embargos und zog ko“für die weitere Verbreitung übertragbarer Krankeine zunehmende Menge an erwachsenen und minderjäh.* [87] delte. während Ärzte und andere Kranke flüchteten. da seit der Eskalation des Konflikts im März viele Krankenhäuser und Gesundheitszentren nicht ordnungsgemäß arbeiteten und so der Zugang zu rechtzeitiger Behandlung für die Eltern zunehmend erschwert war.Bereits im April 2015 wurde aufgrund von Stromausfälren Recht auf Gesundheit gefährdet wurde.* [88] Verantwortlich für die rapide Verschlechterung der Situation. während bis zu 1.* [91] .2 Blockade.000 in die Binnenflucht getriebenen Menschen ausging.* [85] Die WHO beschrieb Ausbrüche von rigen weiblichen und männlichen Patienten in Mitleiden. Ismail Ould Cheikh Mangel an Medikamenten und medizinischen VerAhmed sagte im Juni 2015.3 Millionen beziffert.* [90]* [88]* [91] Unterernährung Als die Hilforganisation Oxfam noch von 400 getöteten Zivilisten und 150.im Vergleich für Diabetes. weil die Gesundheitszentren entweder nicht über den Strom oder Kraftstoff verfügten um die Impfstoffe kühl zu halten und zu verteilen.* [90] Der UN-Sondergesandte im Jemen.* [38] Bis Anfang Juni 2015 wurden zehn Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Ausübung ihrer Tätigkeiten getötet oder verletzt.* [41] UNICEF-Sprecher Christophe Boulierac warnte am 8.6 Millionen Kinder unter 15 Jahren dem Risiko der Infektion mit Masern als einer potenziell tödlichen Krankheit aus.2 Millionen Kinder behrlichen Vörräten einschließlich Erste-Hilfe-Sets und im Alter unter fünf Jahren befanden sich in Gefahr einer and Blutkonserven. Daraus resultierte laut UNICEF ein tödlicher Verlauf der bei Krankheiten von Kindern wie Masern und Lungenentzündung.* [75] Anfang Juni 2015 meldete UNICEF. oder weil Eltern durch Furcht vor den Kämpfen daran gehindert wurden. ihre Kinder zur Impfung zu bringen. dass sich die Anzahl akut unterernährter Kinder im Jemen von 1 Million vor dem Konflikt auf 2 Millionen seit Beginn des Konflikts erhöht habe. die alle Notfalloperationen im ganzen Land verwaltete.* [90] Bis Mitte Juni kam es in den Krankenhäusern zu einem Anstieg der Aufnahmen von Fällen der Unterernährung von 150 % seit März 2015.5 Millionen Kinder unter fünf Jahre schätzte UNICEF als unmittelbar gefährdet von Durchfallerkrankungen ein. die nicht zu den Konfliktparteien gehörten und de. dass 15.und Hygienedienstleistungen ihre normal Funktionalität wiedererlangten. Krebs.Übertragbare Krankheiten güter treffenden strikten Embargos nicht mehr erhält.* [88]* [71] 7 tischen Programmen (OTPs) betroffen waren. bei denen es sich vorwiegend um Zivilisten han. [83] [7] im Zeitraum der folgenden zwölf Monate für den Fall.000 Kinder und insgesamt 2.* [43] Mindestens 53 Gesundheitseinrichtungen wurden bis Mitte Juni beschädigt.heiten dar. gab sie für ihre Unterschriftenaktion für einen „permanenten und sofortigen Waffenstillstand“an. Mai 2015.000 vor der Krise. Bluthochdruck und Krebs sowie an unentzu 160. waren laut UNICEF größtenteils Restriktionen des Imports von Treibstoff und Nahrung.* [32] len und Treibstoffmangel die Kühlkette für Impfstoffe un2. der unter Normalbedingungen vermeidbar gewesen wäre. die sich in Zeiten der Konflikte und der Binnenvertreibung rapide ausbreitet. Weitere 1.* [92] Nach Angaben der UN waren im Mai 2015 850.5 Millionen Menschen im Jemen mit schwerer akuter Unterernährung („severe acute malnutrition“= SAM) von der Schließung von 158 ambulanten therapeu- terbrochen. falls es nicht gelinge. Laut UNICEF setzte die Unterbrechung der Impfversorgung geschätzte 2.* [86] Nach UNAngaben vom Mai 2015 stürmten Milizen auch Adens größtes Krankenhaus und entführten einige Patienten. Es kam zu einem kritischen Mangel an Medikamenten dass die Lage sich weiter verschlechterte .Kinderlähmung und Masern als „ernsthafte Risiken schaft. der Jemen sei „einen Schritt brauchsgütern Vor der Eskalation der Gewalt hatte von einer Hungersnot entfernt“.* [91] betes. Bluthochdruck.“.2.* [93] der Jemen 80 Prozent der Medikamente und pharmazeuNach UNICEF-Schätzungen vom Ende Juni 2015 stantischen Güter importiert.und Kriegsauswirkungen auf die Versorgungslage te demnach seit Anfang April 2015 nicht mehr die wichtigen Krankenhäuser in Aden erreichen.* [72] den über eine halbe Million Kinder im Alter unter fünf Bereits im April 2015 konnten die Krankenhäuser oftJahren in Gefahr.3 Millionen Kinder vermutlich an vermeidbaren Krankheiten wie Lungenentzündung und Masern leiden würden. einer schweren akuten Unterernährung * * mals keine Notfallbehandlungen mehr anbieten.und Gesundlich. wurde mit vermutlich rund 1.000 Kinder akut unterernährt. Die Anzahl der Kinder.dopplung der Vorkrisenzahl.

000 Verdachtsfällen und mehreren bestätigten Toten seit März 2015. waren im öffentlichen Raum untergebracht.* [72] Zwar weist der Jemen endemisch das Dengue-Fieber wie auch das Chikungunyafieber mit einer hohen Abundanz von wirksamen Krankheitsüberträgern des Erregers wie der Stechmückenart Stegomyia aegypti (Linnaeus. Dadurch erhöhte sich die Belastung für die dortige Bevölkerung. dass eine halbe Million Menschen im Jemen obdachlos waren. die Anstrengungen zur Bewältigung des dringenden Bedarfs an Wasser. Viele Binnenvertriebene im Jemen waren für humanitäre Organisationen schwer zu erreichen.* [88]* [94]* [95]* [32] Die Fälle von tötlich verlaufendem Dengue-Fieber stiegen im Jemen rasch an.* [101] Die Angabe der UN vom 15. April 2015 kam es Schätzungen zufolge nach UN-Angaben zu mehr als einer Verdopplung der Binnenflüchtlinge auf über 300. waren zugleich die Gebiete mit der unsichersten Ernährungslage vor der Krise. dass Krankheiten wie Dengue-Fieber.* [72] 2.* [47] Kurz zuvor waren die UN Medienangaben von Anfang Juni 2015 noch davon ausgegangen.000 schätzte.000 gezwungen ihre Häuser zu verlassen.* [108] Bereits vor Mitte April 2015 hatte sich der UNHCR besorgt gezeigt über die Sicherheit der 330. bis zum 28. Es hatte die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen. und die erhobenen Daten daher mit Vorsicht zu deuten waren. Flüchtlinge aus Jemen aufzunehmen. schlechter sanitärer Bedingungen und des fehlenden Zugangs zu WHO-Trinklösung befanden sich nach UNICEF-Schätzung im Juni 2015 2. März 2015 auf 450. insbesondere in den Provinzen Haddscha. Mai 2015 wurden nach Angaben des UN OCHA vom 17.* [97] Anfang Juni 2015 meldeten die UN in einer neuen Schätzung einen rapiden Anstieg der Anzahl der Binnenflüchtlinge auf über eine Million Menschen.000 Flüchtlinge. In Aden wurden Ende Juni 2015 von den Behörden 8. Obwohl die Informationen aus den unter Sicherheitsaspekten beeinträchtigten Gebieten des Jemen . die vor der Gewalt in benachbarten Provinzen geflohen waren. sanitären Anlagen.* [32] Mitte Juni meldeten die UN Mitte eine „alarmierende Anzahl an Fällen und resultierenden Toten“durch Denguefieber in mehreren Gebieten des Jemen.000 nach oben korrigiert:* [103] Bis zum 7.000 Fälle von Dengue-Fieber (doppelt soviele wie zwei Wochen zuvor) mit 590 Toten (fünf Mal soviele wie zwei Wochen zuvor) doppelt. einer Krankheit die seit 2006 nicht mehr im Jemen aufgetreten war. Gesundheitsversorgung und Nahrung zu erhöhen. dass Massenbevölkerungsbewegungen und ein versagendes Gesundheitssystem im Jemen zu erhöhten lebensbedrohenden Gesundheitsgefährdung der Binnenflüchtlinge geführt habe.000 Menschen. die bereits von . ad-Dali' und Abyan war zu diesem Zeitpunkt den verfügbaren Daten zufolge die höchste Anzahl an Vertriebenen. Die Sicherheitsnetze der beherbergenden Familien. die die Anzahl der Binnenflüchtlinge seit dem 26. März in die Binnenflucht getrieben.* [109]* [110] Allein in den ersten drei Wochen der saudischen Luftangriffe und neuerlichen Auseinandersetzungen rivalisierender Fraktionen am Boden wurden nach UNAngaben rund 150.000 Binnenvertriebenen sowie der 250.* [91]* [90] Nach WHO-Angaben von Juni 2015 hatten „die Krisenverhältnisse ein perfektes Umfeld für die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten geschaffen“. wurde bereits zwei Tage später um fast 100.schwer zu verifizieren waren. Viele der über eine Million Menschen.* [117] Die Verdoppelung der Binnenflüchtlingszahlen seit Anfang Mai 2015 ließ es laut den UN notwendig erscheinen. 1762) auf und es war auch ein saisonal akuter Anstieg der Krankheitsfälle für die Jahreszeit erwartet worden. doch unterschied sich die aktuelle Situation im Jahr 2015 im Jemen von der in den vorangegangenen Jahren.719 Menschen seit dem 26.* [96] Die WHO meldete ein hohes Risiko für einen Ausbruch von Kinderlähmung im Jemen. Mai 2015 545.* [23] mit Konzentrationen in den Provinzen Haddscha und ad-Dali'. Die Sorge wuchs.3. ad-Dali' und Lahidsch.1 Binnenflüchtlinge Wasser.* [111]* [112]* [113] Innerhalb des Zeitraums vom 17. die aufgrund des eskalierenden Konflikt ihre Häuser verlassen hatten.8 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN Aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit von sauberem 2.* [115]* [104]* [116]* [103] Die WHO warnte Anfang Juni. die die meisten Binnenflüchtlinge aufnahmen. Mai 2015.* [85] mit über 3.000 zumeist somalischen Flüchtlinge im Jemen.3 Flucht und Bevölkerungsbewegungen Anfang Juli 2015 befanden sich im Jemen nach UNAngaben über eine Million Binnenflüchtlinge und zusätzlich rund 244.5 Millionen Kinder Entwicklung der Binnenflucht während der Militärinterin Gefahr einer Durchfallerkrankung im Vergleich zu 1. Röteln und Malaria weitere Binnenflucht auslösen könnte.* [114]* [101] In den Provinzen Haddscha.insbesondere in Aden. von wo die meisten Fälle gemeldet wurden . Einige der Gebiete. was einer durchschnittlichen täglichen Neuerkrankung in Aden von durchschnittlich 150 Menschen mit täglich 11 Toten entsprach. war ein signifikanter Anstieg in der Zahl der gemeldeten Fälle von Dengue-Fieber im Jemen aus dem Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 nach WHO-Angaben aus epidemiologischer Sicht klar erkennbar.5 vention nach UN-Angaben Millionen vor dem Konflikt. Masern. wo die Lebensbedingungen überfüllt und oftmals beengt und oftmals unhygienisch waren.

März 2015 nicht fertiggestellten Gebäuden lebten und Frauen.000 aus Amran. April 2015 flohen nach Angaben der IOM rund 12. hatte bereits zuvor 28. 2.Jemen festsitzenden Menschen. da die bestehenden Einlokaler Behörden mindestens 4.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Somalia aufgenommen. noch zu Abflügen komchen und Jungen sowie alte Menschen Sicherheitsrisi.* [130] Die rund 850.merzieller Flüge im Jemen.300 Menschen aus dem Jemen über das Rote Meer zum Horn von Afrika. die vor der Eskalation des Konflikts ab dem 26. [120] Zelten an Familien zu ermöglichen. Saudi-Arabien und im Sudan registriert worden. Mai 2015 hatten nach UN-Angaben mehr grund der sich weiter verschlechternden Lage und wach.* Oman.Afrika. seit der Eskalation des Konflikts Mitte März 2015 den Jeum den Partnerorganisationen der UN die Verteilung von men verlassen und waren in Dschibuti.285 nach Puntland und 1. 23. lem Somali und Äthiopier. Mai 2015 kamen nach Angaben Anzahl der Binnenflüchtlinge. davon 8. die vor der Gewalt geflohen waren.insbesondere in den weni. 49.3 Flucht und Bevölkerungsbewegungen 9 mehreren Jahren der Unstabilität und lokal begrenzten ten Militärintervention erneut vertrieben worden und soKonflikte belastet waren. 12.000 aus Schabwa. musste aber im Juni auf. bis zum 17. indem . Äthiopien. Mäd. Dhamar und alBaida'.500 flüchtende Familien in Sanaa. in schwierig und minderte die Möglichkeiten für die im Abwasserröhren (in Sanaa).kam es weder zu Landungen.in Stadtgebieten im Jemen.2. so dass Familien nach UN-Angaben unter „un. dass ein erheblicher Anteil der Vorkrisenbinnenflüchtlinge während der saudisch geführ- Flüchtlinge und Bevölkerungsbewegung Entwicklung der am Horn von Afrika seit 26.* [131] Bis zum 30. Das Shelter/CCCM/NFI-Cluster aus Somalia.* [71] mit in den Angaben der UN enthalten war. unter prekären Bedingungen Krankenhäusern oder wie in Aden auch in Hotels Schutz in Lagern und in Aufnahmezentren oder lebten in Armut * zu suchen. 29. Bis zum 9.* [107] Viele der Binnenflüchtlinge . Arbeitsmigranten aus Drittländern und jeder UN-Hilfe behielt seine Strategie aufrecht.000 aus Hadramaut.896 nach Dschibuti. saßen.* [118] Nach UN-Angaben von Juni 2015 war die Herkunftsprovinz der über einer Millionen Binnenflüchtlinge in etwa der Hälfte der Fälle (528.Nach Schätzungen befanden sich im Mai 2015 noch ger entwickelten und ländlichen Gebieten . nicht zugezählt wurden. vor aldie Möglichkeit.000 aus Abyan. März 2015 angekommenen Flüchtlingszahlen aus dem Jemen bis Ende Juni 2015 Viele derjenigen.000 aus Ma'rib.* [119] zu verteilen. sowie je 1.000 aus Ta'izz. Abyan Conflict der schwierige humanitäre Notstand im Jemen und anderen betroffenen Provinzen) Zuflucht zu suchen. um die Bildung von Lagern oder lagerartigen Siedlungen zu verhindern.000 aus der Provinz Sanaa.* [122] Während der sogenannten „humanitären Pause“vom 12. wo Tausende Menschen festken ausgesetzt waren. in Höhlen und in Seit Beginn der Militärintervention am 26. 8. Haddscha.hatten nicht 250.000 aus Aden. 17. keine Zelte menitische Zivilisten. un. und die Binnenflüchtlinge nahmen in öffentlichen Gebäuden. März 2015 registriert wurden. Die UN gingen jedoch davon aus. Sanaa and Sa'da aufgrund von eingeschränkter Tewährend die Zahlen der Neuankömmlinge in Haddscha lekommunikationsmitteln und dem Mangel an Zugang in einigen Gebieten die mit den UN zusammen arbeitenden und al-Hudaida zunächst (Stand: Juni 2015) nicht verabhielt.2 Flucht und Evakuierung aus dem Jemen ten Zuflucht. 6.als 28.000 Flüchtlinge und eine Million Migranten. Sanaa und anderen Gebieten zufolge waren aufgrund des Treibstoffmangels und der Checkpoints offenbar verschiedene Familien gezwungen gewesen. wurden ebenfalls gedehnt. Auch die Mobilität innerhalb des Jemens war al-Hudaida.000 aus ad-Dali'. während Binnenflüchtlinge.* [23] Binnenflüchtlingen kamen die aufnehmenden Gemeinden damit nicht zurecht. umfassende Bewertungen durchöffentlicht wurden. Mai 2015 verließen nach Angabe der IOM Hunderte Menschen den Jemen.000 aus al-Hudaida und al-Dschauf. in öffentlichen Gebäuden wie Schulen. 77. je 4. Von den bekannten Fällen stammten (gerundete Angaben) 109.2. in Höhlen (in Marib). zwangen in den ersten zwei Monaten rund 20.700 Jemeniten und Third country nationals (TCNs) sender Anfragen diese Haltung vorübergehend aufgeben.* [77] Die UN-Angaben für die Anzahl der Binnenflüchtlinge berücksichtigten nur Binnenflüchtlinge.125 nach Somaliland. die Region zahl der Binnenflüchtlinge niedriger als die tatsächliche zu verlassen.000 gefährwährend zusätzlich in einigen Gebieten die Regensaison dete Menschen zur Flucht aus dem Jemen zum Horn von begonnen hatte und wie in Amran und al-Dschauf Flut. Aufgrund der sehr großen Zahl an Partner davon zuführen.000 Einwohner von Dschibuti.3.000 aus Sa'da. wohin viele der Tausenden aus dem Jemen flüchtenden Menschen flohen. Aden.Bis zum 15. die seit dem 26.* [119]* [21]* [75] Zu ihnen gehörten Flüchtlinge gefahr mit sich brachte. Berichten aus Sa'da. gelangten letztlich über die schmale Meeresstraße nach Dschibuti. 46. Schulen und Universitä. März 2015 registriert wurden.000 aus Lahidsch.000) nicht erfasst worden.000 aus Haddscha. 97. schätzung der UN waren die UN-Angaben für die Anals Saudi-Arabien die Zivilisten aufforderte.000 aus Ibb. [21] würdigen Bedingungen“unter Bäumen. Nach der EinEine massive Binnenflucht setzte in der Provinz Sa'da ein. 5.000 flüchtende Familien schätzungen in einigen Gebieten wie in den Provinzen in Amran und bis zu 2.* [119] Der Konflikt und ter Bäumen oder ganz im Freien (in al-Hudaida.

410 Menschen mit Booten und Charterflügen in Dschibuti an. Polen. 500 nach Oman und 300 in andere benachbarte Länder. al-Hudaida und asch-Schihr nach Dschibuti evakuierte.000 über dem Hafen von Berbera angekommen. rettete die chinesische Marine nach Angabe des chinesischen Außenministeriums in einer sehr riskanten Aktion mit einer Fregatte 225 Ausländer auf Bitte der Herkunftsstaaten und brachte sie von Aden aus nach Dschibuti. 3.524 Menschen in Somalia (19. die weiterhin in umgekehrter Richtung an den Küsten des Jemen ankamen und die entweder in Unkenntnis der Lage im Jemen oder unter Kontrolle von Evakuierte vorm Einschiffen auf die INS Sumitra. Mai 2015 kamen bei der Bevölkerungsbewegung aus dem Jemen 11.* [134]* [135] Allein die indischen Marineschiffe (Indian Naval Ships) INS Sumitra.* [120]* [75] Bis zum 28.* [138] . Das deutsche Außenministerium bestätigte zudem die Evakuierung dreier Deutscher und erklärte sich „der chinesischen Regierung für die geleistete Unterstützung sehr dankbar“. darunter auch rund 1300 Nichtinder.* [133] Nachdem China bereits 571 eigene Staatsbürger sowie acht Ausländer. bei 42 Prozent um Somali und bei 45 Prozent um in das Land ihrer Herkunft zurückrückkehrende TCNs. über 5. In Somalia Arrivals erhöhte sich die Anzahl der Angekommenen erheblich – alleine zwischen 21.485 in Puntland. die für chinesische Firmen arbeiten. Mai weiteren 600 somalischen Flüchtlingen die Selbst-Wiedereinbürgerung per Boot aus der Provinz Aden (al-Buraiqeh-Bezirk) nach Berbera. Äthiopien. In Puntland kamen am 22. Viele ten.879. Mai zwei Boote mit insgesamt 2. von denen 40 Prozent durchreisende TCNs. Mai kamen 3. 48 Prozent Jemeniten und 12 Prozent Staatsangehörige Dschibutis waren.* [132] die zwischen 31.000 Migranten und Flüchtlinge aus dem Jemen über verschiedene Häfen in Somaliland und Puntland. Seit März 2015 kamen bis Mitte Mai 2015 – vor allem über den Hafen von Obock und die Hauptstadt Dschibuti City – 13.* [119]* [75] In Somalia waren bis Mitte Mai 2015 über 7.300 nach Somalia. wobei es sich bei 13 Prozent um Rückkehrer dschibutischer Nationalität handelte.883 Jemeniten. 7.* [121] Nach Angaben des UNHCR mit Stand vom 22. dessen Regierung eine Politik der Offenen Tür führte.382 Menschen in drei Booten an und überforderten die Aufnahmekapazitäten in Berbera.433 TCNs und 1.129 Menschen aus dem Jemen in Dschibuti an (darunter 8. März und 15. April 2015 über 3000 Menschen. Irland und Großbritannien sowie aus dem Jemen. Mai 2015 kamen nach IOM-Angaben seit dem 26.* [119] Am 19. vor allem aus Dschibuti. In Somaliland kamen innerhalb von drei Tagen 1.* [136]* [137] Russland holte seine rund 300 Staatsbürger am 3. Kenia. Bei ihnen handelte es sich in 90 Prozent der Fällen um somalische Staatsangehörige. dass China Ausländer aus einer Gefahrenzone geholt hatte.813 Staatsbürger von Dschibuti) und 14. April 2015 959 Bürger indischer und 662 anderer Nationalität aus Aden.000 Menschen aus dem Jemen in Dschibuti an.* [105]* [106] Nach IOM-Angaben kamen bis zum 10. Unter den Evakuierten befanden sich nach den chinesischen Angaben vor allem Pakistaner. Mai 2015 ermöglichte die somalische Regierung 900 und am 20.* [107]* [121] Trotz der ansteigenden Flüchtlingsströme zum Horn von Afrika wurden nach UNHCR-Angaben von April 2015 Hunderte.200 Menschen nach Dschibuti.* [137] Die türkische Marine evakuierte nach Angaben des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu in einer Rettungsaktion 55 türkische Staatsbürger aus dem Jemen. INS Mumbai und INS Tarkash evakuierten zwischen dem 31. Syrien und den USA.413 Passagieren an. während die übrigen TCNs waren.* [136]* [137] Nach Angaben einer Außenamtssprecherin handelte es sich um das insgesamt erste Mal. Juni 2015 18. Kanada. Singapur. 7.800 nach Saudi-Arabien. 7.000 über Boosaaso und 2.10 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN sie mit dem Boot über das Rote Meer nach Dschibuti Flüchtlingsschleppern waren und nicht entfliehen konnoder über den Golf von Aden nach Somalia fuhren. in Sicherheit gebracht hatte. und 27. zumeist aus Somalia und Äthiopien stammende Asylsuchende. und 27.* [110] fuhren das geographisch nahgelegene und historisch eng mit dem Jemen verbundene Dschibuti an. April 2015 mithilfe zweier Passagiermaschinen aus Sanaa. März und 15. Italien. März 2015 insgesamt 14.* [137] Das französische Militär evakuierte 44 Ausländer aus dem Osten des Jemen auf ein im Indischen Ozean stationiertes Schiff. vom jemenitischen Roten Halbmond registriert. aus dem Jemen.* [133] Evakuierung ausländischer Staatsbürger Zahlreiche Staaten wie China und Indien brachten auch mit Hilfe ihrer Streitkräfte ihre Landsleute sowie Staatsbürger anderer Nationen aus dem Jemen in Sicherheit.944 in Somaliland und 95 im mittleren Süden). aber auch Staatsbürger aus Äthiopien.665 Menschen in den Häfen in Berbera (Somaliland) und Bosaso (Puntland) an und erhöhten die Gesamtzahl der seit Ende März 2015 Angekommenen auf 11.

dem Mittleren Osten.* [154]* [163] Die daraufWährend der am 17. [149] Laut Amnesty International for* derten die Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoaus anderen Regionen. fünftägigen. wurde die Roll.* [156]* [157]* [159]* [160]* [21] Für die Zeit zwischen aufgrund von Schwierigkeiten am Flughagen Sanaa zwi. von denen die Hälfte Kinder (51 Mit Stand vom 1. die am 17. während 460 Menschen verletzt wurden. 14. Mai nach lichsten heraus. Bis zum aus. die USA. folgenden sechs von der UN ausgewerteten Tage vom 4.* [166]* [107] rund die Hälfte der Gesamtzahl der Todesopfer. es seien nahmen am 28.durch offenbar teilweise völkerrechtswidrige Luftangrifrea sicherten finanzielle Unterstützungen für die Evaku. den Jemen durch vier Flugumläufen am 12. darunter auch 95 Somali. The EU. mit mindestens 182 getöteten Zivilisten Mogadischu evakuiert wurden. wobei die UNO bei beiden Angaben von * * * Die Internationale Organisation für Migration (IOM) half tatsächlich weit höheren Zahlen ausging.. Haddscha und Ibb) 139 Todesopfer. auf 403 gestiegen. Mai 2015 und Asien. März 2015 durch UN-Personal 28. bei 21 Prozent um Menschen 44 Fällen um verletzte Kinder gehandelt.verifizierte Todesopfer) und Frauen (41 verifizierte To* gaben des IOM bei 29 Prozent der evakuierten TCNs desopfer) waren.* [23] 30. bei te April 2015 war nach UN-Angaben die Mindestanzahl 16 Prozent um Menschen aus dem Europäischen Wirt. angegeben worden. April im Jemen verifiziert werden konnte. März und dem 6. Nordamerika führten Luftangriffe am 26. und deren Tod seit dem 26.400 Zivilisten getötet und mehr als 3.te es sich in mindestens 74 Fällen um getötete und in * hen Osten und Nordafrika. darunter über 130 Kinder.4.260 verletzt worden. April 2015 bis zu die.bis zum 10.. von denen 33 Kinder Zivilisten sind bisher von den militärischen Handlungen waren. Juli 2015 handelte es sich nach An. walt zwischen dem 26.4 Tote und Verletzte Sanaa. März bis in den Mai 2015 gab der Monitoring schenzeitlich ausgesetzt.* [139]* [134]* [140]* [135] Zwischenzeitlich war für den Fall. bei 2 Prozent um Menschen aus Zentral. bei 5 Prozent um Menschen aus Asien waren. Deutschland und Südko. März bis zum 3. 2. darunter im Jemen überproportional stark betroffen und stellen 157 Zivilisten. April nach Zusicherungen der Durch. März folgende IOM-Flüge gestrichen werden mussten.der Zivilisten. unter denen sich demnach neben Deutschen auch Bürger anderer Staaten befanden. dass sich keine zivilen Möglichkeiten bieten.on geführten Krieges gegen den Jemen“getötet worden und Westafrika.400 verletzt.* [116] während dieser Phase. März bislang tödJemen.and Reporting Mechanism (MRM) der UN an.135 Kinder getötet (105 Jungen und 30 Mädchen) und führbarkeit wieder aufgenommen hatte. [155] Bereits bei den Opfern der Geum Menschen aus Ostafrika und vom Horn von Afrika. April 2015 hatbei 26 Prozent um Menschen aus dem Mittleren und Na.* [122] tet.und Nordamerika sowie aus der Karibik. April 2015 nach Angaben des deutschen Außenministeriums 100.* [139]* [140] 2.3 Millionen betroffene Kinder im Juni 2015 Schutzmaßnahmen.4 Tote und Verletzte 11 Die deutsche Bundesregierung ließ am 17.dem 26. [164] Bis Mitaus Zentral. April 2015 allein bei der Untersuchg von acht Luftangriffen in fünf dicht besiedelten Gebieten (Sa'da. Am 20. Die Berichte über Entwicklung der UN-Zivilopferstatistik während der Militärintervention Vom 26. [18] [6] [73] nach eigenen Angaben vom 30. einschließlich von 26 Frauen * und der Pazifikregion und bei 1 Prozent um Menschen und 86 Kindern. [129] alition eine große Anzahl von Todesopfern unter Zivilisten.* [21] Nach Schätzungen von Partnerorganisationen der UN im .* [107]* [165] So dokumentierte Amnesty International am 24. März 2015 bis Mitte Juni 2015 würden nach UN-Angaben über 1. April (von Sanaa nach Khartum) sowie am 19. mit 1. darunter mindestens 97 Zivilisten. Europa. überwiegend deutsche Personen mit einem für die Aktion gecharterten jordanischen Flugzeug aus dem Jemen nach Dschibuti ausfliegen.1 Zivilopfer im Jemen während der Militärintervention UN-Opferstatistik je Woche des Konflikts Jemen benötigten über 7. al-Hudaida. Mai 2015 geendeten. se“Mitte Mai 2015 war die Gesamtzahl der Zivilisten.2.* [40]* [161]* [162] Der Anteil der bahn des Internationalen Flughafens in Sanaa noch am Zivilisten machte Anfang Juni 2015 nach UN-Angaben selben Tag von einem Luftangriff getroffen.über die Hälfte der Gesamttodesopfer seit dem 26.037 Menschen (von Sanaa nach Addis Abeba) zu verlassen. auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr erwogen worden. Mai 2015 stellten sich als die seit dem Beten Partnerorganisationen der UN 641 TCNs aus dem ginn der Kämpfe im Jemen am 26. so daß nach. sogenannten „humanitären Pause“im Jemen evakuier. vor allem aus Nach UN-Angaben wurden von Beginn der arabisch geOstafrika. darunter zahlreiche EU-Bürger. darunter 234 Kinder und 130 FrauApril hatte IOM die Evakuierungsmaßnahmen im Jemen en. April 2015 erhielt die IOM Anfragen von über 50 Regierungen für humanitäre Evakuierungen.Kurz nach dem Ende der sogenannten „humanitären Pausem Zeitpunkt 573 TCNs aus über 30 Ländern dabei.fe der saudisch geführten Militärkoalition sowie durch Bodenkämpfe im Jemen mindestens 646 Zivilisten getöierungsmaßnahmen der IOM zu. Als IOM die Evakuierungsmaß. die „seit dem Beginn des von der Koalitischaftsraum.

Die meisten Krankenhäuser seien zu diesem Zeitpunkt außer Betrieb. Mai hatten und für die sich der jemenitische Zweig des IS ver2015 wurden laut saudischen Regierungsquellen mindes. März 2015 Entwicklung der UN-Gesamtopferstatistik im Konflikt seit dem 19. […]“* [20] Die UN gingen von tatsächlich weit höheren Zahlen für die seit dem 26. gab Mitte Mai 2015 an. Eine signifikante Eskalation des Konflikts im Jemen fand seit dem 23. Der erfasste Zeitraum für diese Stastistiken beginnt am 19. März 2015 wurden nach Angaben der WHO bereits 361 Menschen getötet und 1. da die „meisten“Sanitäter geflohen seien. als sich Zusammenstöße zwischen Huthi-Kämpfern und anderen Parteien hauptsächlich im Süden des Landes intensivierten und am 26. wurde Mitte Juni 2015 mit den Worten zitiert: „Allein in den letzten zehn Wochen sind als Folge des Konflikts in Jemen vier Mal so viele Kinder getötet worden wie im gesamten letzten Jahr. die Verletzung und die Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen von Kindern waren nach UN-Angaben „dramatisch angestiegen“. nachdem es am 5.* [187] Unter den zwischen dem 19. verletzt und als Kämpfer rekrutiert. März 2015.707 verletzten Menschen befanden sich nach UN-Angaben mindestens 217 getötete und 516 verletzte Zivilisten. mit 13 % in Sa'da und mit 12 % in Aden.* [160] Am 22. März 2015 Es stehen Gesamtstatistiken der UN zur Verfügung.* [35] 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN tens 12 Zivilisten in Saudi-Arabien getötet und über ein Dutzend weitere verletzt. was der Gesamtzahl für das Jahr 2014 entsprach. März 2015 statt.12 den Tod. Im Vergleich dazu wurden 2014 laut UN-Angaben 74 Kinder getötet und 244 verletzt. seit die Gewalt in Jemen am 26. März Luftangriffe begannen.* [160]* [159]* [168] Am 26.3 Opfer und Verluste im Konflikt seit 19.2 Zivilopfer in Saudi-Arabien während der Mi.* [37] . Die meisten verifizierten Todesfälle und Verstümmelungen bei Kindern ereigneten sich mit 32 % in Amanat Al Asimah (Stadt Sanaa). Innerhalb von lediglich zwei Monaten während der saudisch geführten Militärintervention wurden 260 Fälle von Verstümmelungen bei Kindern verifiziert (199 Jungen und 61 Mädchen). April 2015 angegriffen worden war.* [150] Der Gesundheitschef von Aden. Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindersoldaten haben ebenfalls deutlich zugenommen. bezieht also eine Woche der Ereignisse vor Beginn der saudi-arabisch geführten Militärintervention mit ein. darunter 76 Frauen und Kinder. Mai 2015 zufolge waren dagegen nach saudischen Angaben im Grenzgebiet seit Beginn der saudi-arabisch geführten Luftoffensive mehr als ein Dutzend Soldaten und mindestens sieben Zivilisten von Huthis getötet worden. während er über keine Angaben zum Todeszoll der Rebellen verfüge. die nicht nur Todesopfer enthalten. März 2015 getötete und verletzte Zivilisten aus als in ihren Opferstatistiken aufgeführt wurden. Mai 2015 wurden nach saudischen Regierungsangaben ein Zivilist im Grenzgebiet in der Stadt Najran durch Granatbeschuss aus dem Jemen getötet und fünf weitere verletzt. eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete mindestens einen Zivilisten in einer Moschee während des Freitagsgebets in einer saudischen Grenzgemeinde. März auf 13 der 22 Provinzen ausweitend. Kinder in Jemen werden von bewaffneten Gruppen dazu benutzt. April 2015 durch die Gewalt im Jemen 549 getöteten und 1.4.* [73] Umfassende Schätzungen der Opferzahlen im Jemen standen während der MIlitärinterventionn nicht zur Verfügung.net zitiert wurde. In der Zeit vom 23.345 weitere verletzt.am 20.* [148] Die Sammlung der Daten über die Opfer war während der Militärintervention Schwierigkeiten ausgesetzt.* [169] sowie ein Polizeibeamter getötet und drei weitere verletzt. Mindestens 279 Kinder wurden getötet und 402 verletzt. weshalb von dort keine neuen Daten über Opfer mehr an die sammelnden UN-Stellen gelangten. Checkpoints zu bewachen oder Waffen zu tragen. hat sich diese Zahl 2015 auf 318 Kinder und Jugendliche bereits verdoppelt. März eskaliert ist. sondern auch übrige Todesopfer beinhalten.* [167] Medienberichten vom 22. dass innerhalb der 50 vorangegangenen Tage 517 Zivilisten und pro-Hadi-Kämpfer in Aden getötet worden seien.4. der von der zur jemenitischen Exilregierung gehörenden Nachrichtenagentur Sabanew. Juni 2015 tötete nach Angaben des Sprechers der saudisch geführten Militärkoalition. die als Zivilisten identifiziert werden konnten. Julien Harneis. So wurde unter anderem in Aden das Emergency Health Operations Centre geschlossen.* [171] 2. Bei vielen der Opfer handelte es sich um Zivilisten. Kinder werden weiterhin getötet. von denen viele Opfer der Angriffe gegen zwei zaiditische Moscheen in Sanaa 2. Ahmed al-Assiri. anfänglich in Sanaa und Sa'da und bis zum 31. militärische Ziele und der Huthis anzugreifen.* [170] Am 12. Die Anzahl der getöteten Kinder in dem Zeitraum erreichte mit 135 Toten (105 Jungen und 30 Mädchen) fast das Doppelte der Gesamtzahl für das Jahr 2014. März bis zum 31.* [77] Der Leiter von UNICEF Jemen.* [188]* [173]* [164]* [164]* [37] litärintervention bei denen Selbstmordattentäter während der Gebete nach UN-Angaben 140 Menschen getötet und 350 verwundet Nach Angaben von Human Rights Watch vom 13. März und dem 3. März 2015 waren. Mai 2015 wurden nach Angaben des saudischen Zivilschutzes bei einem Raketenangriff im Grenzgebiet Jazan ein Kind getötet und drei weitere verletzt. Al-Khader Laswar. Während 2014 die Rekrutierung von 156 Minderjährigen dokumentiert wurde.antwortlich erklärt hatte.

Schulen und das wichtigste Einkaufszentrum.1 Zivile Infrastruktur fügung.2. Juni 2015 waren 279 beziehungsweise 402 nach UNICEF-Angaben Kinder.* [19]* [20]* [42] Nach Angaben des jemenitischen Gesundheitssystems wurden in dem Konflikt in der Zeit vom 19. noch Internet oder Festnetztelefonbetrieb zur Ver2. darunter Depots von Hilfsorganisationen und UN-Einrichtungen. April 2015 öffentliche Einrichtungen und Teile der Infrastruktur durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss zerstört.* [192] Die UN schrieben zu ihren Einschätzungen der Opferzahlen.* [194] Ebenfalls Ende April 2015 bezeichnete UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Angriffe. Andere Bombardierungen zielten den Berichten zufolge auf Hotels.* [195]* [196]* [197]* [198]* [199] Die Zerstörung der zentralen logistischen Infrastruktur. doch gingen die UN davon aus. dass Verlustmeldungen die tatsächliche Anzahl der Opfer oft unterschätzen.* [76] Das OCHA wies für die UN-Berichte über die Opferzahlen ausdrücklich darauf hin.* [38] Nach Angaben des OHCHR vom 12. Brücken und Straßen.* [189]* [190]* [183]* [89]* [71] Allein unter den von den Gesundheitseinrichtungen an die UN gemeldeten Fällen waren laut WHO bis zum 17. dass die tatsächlichen Zahlen weit höher liegen dürften.* [183]* [89]* [71] Bei den Schätzungen der Opferzahl unter Zivilisten handelte es sich laut UN häufig um Unterschätzungen.500 verletzt. Juni 2015 über 2.5 Zerstörung und Beschädigung von Sprechers Adrian Edwards war das „normale Leben“in Sa'ada Mitte Mai 2015 fast vollständig zum Erliegen geKulturgut und Infrastruktur kommen. rund 11 Prozent in der Provinz Ibb und nochmals rund 9 Prozent in der Stadt Sanaa (Provinz: Amanat Al Asimah) getötet worden.* [182] Von den 2. Mai 2015 waren Berichten zufolge mindestens 66 öffentliche Gebäude und zivile Infrastrukturen teilweise oder völlig zerstört worden. Zwar war nach offiziellen Zahlen der jemenitischen Regierung der Anteil der Frauen auf zwei Prozent der gemeldeten Gesamtopferzahlen beschränkt. einschließlich Flughäfen. 95 Prozent der Geschäfte waren dort geschlossen. Behandlung in Krankenhäusern aufzusuchen und Familien ihre Toten bestatten dürften.* [188]* [173]* [193] Viele der Verwundeten und Getöteten wurden nicht zu den Gesundheitseinrichtungen gebracht und blieben ungemeldet.* [153] Der Minister für Menschenrechte der jemenitischen Exilregierung in Saudi-Arabien. die die jemenitischen Gesundheitseinrichtungen als Todesopfer des Konflikts im Jemen an die WHO gemeldet hatten. dass die Anzahl der betroffenen Frauen signifikant höher lag. Am Adener Hafen wurden demnach Getreidesilos bombardiert. rund 20 Prozent in der Provinz Sanaa.394 Verletzten 132 Frauen und 225 Kinder.* [37] Bildauswertungen der nächtlichen Beleuchtung im Westjemen während der Militärintervention (vom 12.* [203] In Aden wurde die Infrastruktur durch die Bodenkämpfe und Luftangriffe Medienangaben zufolge systematisch zerstört. Izzedine al-Asbahi. März 2015 in vielen Gegenden des Jemen zu „starken Zerstörungen ziviler Infrastruktur. als „inakzeptabel“und als das humanitäre Völkerrecht verletztend.5. Mai) im Vergleich zur Zeit vor des Eskalation des Konflikts (20. und die beiden internationalen Hilfsorganisationen IKRK und Ärzte ohne Grenzen forderten Anfang Mai ein Ende der Bombardierung der beiden Flughäfen Sanaa und Hodeida als zentrale logistische Infrastruktur durch die saudisch geführte Militärkoalition. weil die Huthis sie als Sammelpunkte nutzten. Dhalea and Taizz. März bis zum 15.5 Zerstörung und Beschädigung von Kulturgut und Infrastruktur Der Anteil der Zivilisten an den Todesopfern der Kämpfe und Bombardierungen im Jemen betrug nach UN-Schätzungen im Mai 2015 etwa die Hälfte. dass verschiedene bewaffnete Gruppen Schulen und Gesundheitseinrichtungen besetzten.* [202] Die schwersten Schäden an der Infrastruktur in den ersten zwei Monaten erlitten die Städte Sa'da und Aden. insbesondere in den Provinzen Aden. weil viele Menschen nicht über die Mittel verfügten.* [204] SatellitenMenschenrechte der UN (OHCHR) kam es seit dem . bevor Berichte über die Todesfälle gesammelt werden konnten.* [88]* [191] Die Opferstatistik der UN berücksichtigte nur die von den Gesundheitseinrichtungen gemeldeten Opfer und wurden als „sehr konservativ“erachtet.* [62]* [63] Nach Angaben des UNHCR2.* [200] Der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im Jemen. Johannes Van der Klaauw. Wasser kaum vorhanden und aufgrund des TreibNach Angaben des Büros des Hohen Kommissars für stoffmangels kaum Mobilität möglich. einschließlich von Wohnhäusern“.* [155] In Sa'da wurden nach Angaben des UNHCR in der Nacht zum 17.* [187]* [193] Auch die von der UN angegebenen Zahlen fielen durch Meldelücken nach Einschätzung der UN weitaus geringer als die tatsächlichen aus.849 Todesopfern 67 Frauen und 103 Kinder sowie unter den 7.800 Menschen getötet und etwa 12. Es standen demnach in Sa'ada weder Elektrizität. der Krieg und seine Folgen hätten den Jemen um 100 Jahre zurückgeworfen.* [71] 13 26. Mai 2015 von den 1. sagte Ende April 2015 auf einer Konferenz in Saudi-Arabien im Hinblick auf die Zerstörungen der Infrastruktur. hatte nach Angaben von Hilfsorganisationen „alarmierende Folgen für die Zivilbevölkerung“.755 Verletzten bis zum 9. die auch Zivilisten und die „zivile Infrastruktur“nicht aussparten. waren nach UN-Angaben rund 45 Prozent in der Provinz Sa'da.* [201]* [200] Zu der extensiven Beschädigung der zivilen Infrastruktur trug auch bei. weil sie den Huthi-Rebellen als Versteck dienten.* [94]* [75] Von den 103 Kindern. Seehäfen.288 Todesopfern und 9. März) zeigten einen Rückgang des Stromverbrauchs von 25 Prozent.

* [206] Die Zerstörung von Kulturstätten ist nach einer Reihe von internationalen Verträgen oder Abkommen untersagt.2 Historisches Kulturgut Der Jemen gilt in der arabischen Folklore als Wiege der arabischen Völker. Zusätzlich zu fürchterlichem menschlichen Leid. das der Speicher für Identität. sich von historischen Orten fernzuhalten und sie zu verschonen.14 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN Soqotra (2008). einschließlich der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten von 1954. archäologische und Kultstätten blieben nach UNESCO-Angaben von den Zerstörungen nicht verschont. al-Hudaida. dem Leiter der jemefeuer oder Luftangriffe seit dem 26. für das ebenfalls ein Eintrag auf die Liste des Weltkulturerbes geplant war. sowie nach dem UNESCOAbkommen zum Schutz von Altertümern von 1972 wurde die UNESCO über Schäden an herausragenden Kulturstätten im Jemen unterrichtet. Auch humanitäre Partnerorganisationen der UN waren bei dem Versuch.von der saudisch geführten Militärkoalition unter schweren Beschuss aus der Luft genommen. zerstören sie das einzigartige Kulturerbe des Jemen. die Sanaa (1986).* [3] Am 12. wurde als Hochburg der Huthis Am 3. aber wie der in der Kapazität begrenzte Hafen von Haddscha (Midi) unsicher.* [5] Die UNESCO hatte 1984 eine internationale Kampagne zum Schutz der Altstadt von Sanaa gestartet.möglich gewesen.* [3] Die UNESCO warnte beide Seiten davor.auch auf jemenitische Kulturdenen Gesundheitseinrichtungen durch Kämpfe.* [72] Die Flughäfen von Sa'da. Bis zum 27.* [202] Mit Stand vom 11.nitischen Antikenbehörde. selbst gefährdet.* [206] Während der saudisch geführten Militärintervention kam es zu Zerstörungen des altertümlichen Kulturerbes durch die Bombardements der arabischen Staaten der saudisch geführten Militärallianz.güter. Straßen und Brücken zusamen mit Privatwohnhäusern und Geschäften. doch sei es in vielen Fällen zunächst nicht ständig zerstört worden. zielten alle Kriegsaus.* [5] Historische Wohnhäuser. Geschichte und Erinnerung des Volkes ist. und ein außerordentliches Zeugnis für die .durchzuführen.schaft gezogen.Instandsetzung. das diese Angriffe verursachen. Mai in Sanaa zufolge waren mindestens 2323 Gebäude seit Beginn der Gewalt im März 2015 zerstört worden. Aden and Sa'da wurden die Flughäfen und in Aden der Haupthafen beschädigt.Die jemenitische Antikenverwaltung und zivilgesellstrukturen eine schwere Verletzung des humanitären Völ. Vor dem Vorfall waren disch angeführten Militärkoalition auch die Huthis und bereits mindestens 53 Vorfälle verzeichnet worden. sowie Wissenschaftler appellierten an bildauswertungen vom 10. um das verbliebene zivilisatorische Kulturgut des Jemen.parteien .schaftliche Gruppen. aber von begrenzter Kapazität.Aufnahme als Weltkulturerbe als fraglich erschien. Mai 2015 sagte Bokova: „Ich bin insbesondere erschüttert von Nachrichten. zahlreiche Gebäude saniert und Brücken und Durchgänge in der Altstadt ursprungsgetreu neu anlegen lassen.5. nei der „Volkswiderstand“. die Bevölkerung zu erreichen.* [207] Auch Saada. Mehrere jemenitische Städte erhielten seitdem den Status des Weltkulturerbes: Shibam in der Provinz Hadramaut (1982). die Luftangriffe auf dicht besiedelte Gebiete wie in den Städten Sanaa und Sa'da betreffen.im Falle von Sa'da umfangreiche .* [5] Die UNESCOGeneraldirektorin Irina Georgieva Bokova verurteilte die Zerstörungen und rief alle Konfliktparteien zum Schutz des Kulturerbes auf. dass das weitreichende archäologische und historische Erbe nach einer Welle von Luftwaffen-Bombardierungen in der Altstadt von Sanaa Gefahr geriet. Denkmäler.* [205] 2. Juni 2015 wurde die Operationszentrale des Ge. Laut Muhannad Al-Sayani. März 2015 angegrif. Als Ergebnis der Kämpfe waren Märkte. die alle Not* falloperationen im ganzen Land verwaltete und eine ent. zu retten. Granat. so dass eine spätere sundheitsministeriums in Sanaa beschädigt. Juni 2015 schätzte der OCHA den Zustand fast aller Zugangsstraßen im Jemen als unzugänglich beziehungsweise als schwierig oder schwer einschätzbar ein. obwohl die Aus.* [205]* [72] Der Hafen von Taizz (Mokka) war betriebsbereit. um Güter innerhalb des Landes zu transportieren.* [71]* [88] Die UN gingen davon ration Decisive Storm geführt wurde.* [206] Die UN warnten im Juni 2015.darunter neben den Kampfflugzeugen der saunotstandsmaßnahmen bremsten. Aden und Mukalla waren beschädigt. Die Flughafen von Sa'da und al-Hudaida waren nicht funktionsfähigkeiten und benötigten eine .* [71] Stätten bemühen. dass die Schäden die bereits belasteten Gesundheits.* [208] Gemäß internationalen Vereinbarungen und dem Abkommen von Den Haag von 1954. Mai 2015 Mitte Juni bereits Dutzende Antikenstätten in Mitleidenwaren 101 zivile öffentliche Gebäude teilweise oder voll. öffentlicher Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen vollständig oder teilweise zerstört worden. [206] scheidende Rolle für die Gesundheitsnotstandsmaßnah. Schulen und medizinisches Per. historische Stätten in den Krieg zu verwickeln. das zugleich ein gesamtmenschliches Erbe ist.* [205] Der Hafen von Aden war betriebsbereit. die Verifizierung der Schäden vor Ort sonal gerieten weiterhin unter Attacke. die sich um den Erhalt historischer kerrecht darstellten. wurden durch den Krieg bis fen oder beschädigt worden waren. die Stadtmauer wiederrichten lassen.* [6] So wurden laut UNESCO bei den Luftangriffen auf Sanaa und die Rebellen-Hochburg Sa'da wichtige Stätten des Kulturerbes beschädigt. In Sanaa. Zabid (1993) und die Insel die Konfliktparteien. Museen.* [205] Die Straßen waren zu unsicher.* [206] führung von Angriffen gegen Zivilisten und zivile Infra.Seit ab Ende März 2015 Krieg unter dem Namen Opemen im Jemen spielte. Funktionsfähig waren noch die Flughäfen von Sanaa und Taizz und der in der Kapazität begrenzte und nicht für Warenumschlag geeignete Hubschrauberflughafen von Haradh. Gebäude. Mai in Aden und vom 15.

die internationale Mobilisierung von Schutzmaßnahmen für deie Stätte zu verstärken.500 Jahren bewohnte Stadt war im 7. Jahrhundert stammen. die Altstadt von Sanaa und die Festungsstadt Schibam (von historischer Stadtmauer umgebene Altstadt). die charakteristisch für die einheimische Stadtarchitektur sind und zerschmettert oder beschädigt wurden.* [2]* [209] Die Entscheidung des Komitees • In der engbebauten Altstadt von Sanaa wurden nach Angabe der UNESCO vom 12.2. verzierten Türen und Fensterscheiben. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum für die Verbreitung des Islam. das Weltkulturerbe der Altstadt von Sanaa für bedroht zu erklären. Moscheen und Hammams. dass die Altstadt von Sanaa befinde sich „für die Menschheit verloren geht “. die Sanaa bereits in dem Konflikt erlitten habe. gab das Welterbekomitee an.5 Zerstörung und Beschädigung von Kulturgut und Infrastruktur 15 Errungenschaften der islamischen Zivilisation“. auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes: • Das Welterbekomitee begründete seinen Schritt. die Festungsstadt mit ihren jahrhundertealten Hochhäusern aus Lehm sei potenziell durch den bewaffneten Konflikt bedroht. Unmittelbare Bombardierungen der Altstadt aus der Luft und aus Bombardements in ihrem Umkreis resultierende Erschütterungen resultierten nach seinen Angaben in fast irreparable Bauschäden.* [4]* [5] Shibam. warnte.* [4]* [3]* [213] Der im Islam als Prophet verehrte Mohammed soll 628 selbst den Bau der ersten Moschee in der Stadt in Auftrag .* [3]* [4]* [210] Marco Livadiotti. seit 1986 Weltkulturerbe.* [2] • Für die Entscheidung.* [2] Beispiele für Zerstörungen historischer Kulturgüter sind: Altstadt von Sanaa. seit 1982 UNESCO-Welterbe und seit Juli 2015 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes solle helfen.* [211] Sanaa kommt im Islam und kulturell eine besondere Bedeutung zu. es bestehe ein „signifikantes Risiko“. Juli 2015 setzte das Welterbekomitee auf der 39. Jahrhundert erbaute Stadt Schibam gilt als eines der ältesten und besten Beispiele von auf dem Prinzip der vertikalen Konstruktionen basierenden Stadtplanung. Die von einer befestigten Mauer umgebene und im 16. Die als imposant beschriebenen turmartigen Strukturen erheben sich von einem Felsen in die Höhe und haben der Stadt den Spitznamen „das Manhattan der Wüste“verliehen. Die Stätte war 1982 auf die Liste des UNESCO-Welterbes gesetzt. Mai 2015 historische Gebäude wie alte Lehmhäuser. Mai 2015 bei „massiven Luftangriffen“der arabischen Militärkoalition in der Nacht des 11.* [212] Die Altstadt von Sanaa gehört seit 1986 zum UNESCOWeltkulturerbe* [4]* [3]* [213] und war arabische Kulturhauptstadt des Jahres 2004. mit den erheblichen Schäden.* [2]* [209] Ausdrücklich hob es die besonders schweren Schäden im Kassimi-Viertel nahe dem berühmten Stadtgarten von Miqshamat al-Qasimi hervor sowie die ebenfalls betroffene al-MahdiMoschee mit umgebenden Häusern sowie die Mehrheit der farbigen. und 8. die aus der Zeit vor dem 11. Session des Komitees in Bonn unter Vorsitz von Maria Böhmer zwei UNESCO-Welterbestätten. Berater des jemenitischen Ministeriums für Tourismus und Umwelt. „schwer beschädigt“. die zu Schäden in Friedenszeiten hinzukämen.* [210] Die in einem Bergtal auf 2200 Meter Höhe erbaute und seit über 2. seit Juli 2015 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes Am 2. das Weltkulturerbe der Festungsstadt von Schibam für bedroht zu erklären.

Jahrhundert erbaut wurden. dass es einen Angriff auf die Altstadt gegeben habe: „Wir wissen. Der Ghamdan-Palast wurde im 10. das sie als „eines der weltweit ältesten Juwelen“der islamischen Kultur beschrieb und forderte die kriegsführenden Parteien auf. so al-Assiri.* [217] Bewohner stellten Fotos der beschädigten Häuser ins Internet. Al-Assiri äußerte die Vermutung. zerstörte nach Medienangaben am 12. sie sei „schockiert von den Bildern dieser herrlichen vielstöckigen Turmhäuser“und der schönen Gärten. darin residiert. in dem tausende von Häusern standen. es sei in der Altstadt von Sanaa eine Textilfabrik unter Beschuss genommen worden.* [206] • Am 9. der letzte Himyaritenherrscher im 6.und Lehmhäuser. Naji Saleh Thawaba.* [210] Der durch mutmasslich durch Abschuss einer Rakete durch ein Kampfflugzeug hervorgerufene Schaden stellte nach Angaben der Anwohner den ersten direkten Angriff auf die Altstadt von Sanaa seit dem Beginn der Bombardierung von Ende März dar. das an einen städtischen Garten grenzt. die vor dem 11. mehrere mehrstöckige Häuser des UNESCOWeltkulturerbes und tötete sechs Menschen.* [213]* [219] Der Leiter der jemenitischen Allgemeinen Organisation für die Erhaltung der historischen jemenitischen Stätten.* [213]* [214]* [215]* [218]* [210] den zerstörten Häusern handelte es sich laut UNESCO um einen „großartigen Komplex traditioneller Häuser“. wurden Medienangaben zufolge ebenfalls durch die Rakete beschädigt. Ahmed al-Assiri. die von den Huthis als Waffenlager verwendet worden sei. und zerstörte dort drei Häuser. Die Generaldirektorin der UNESCO Bokova verurteilte den mutmaßlichen Luftangriff auf das historische Gebiet. Jahrhundert im Iklil-Werk des jemenitischen Chronisten al-Hamdānī erwähnt. dass diese Stätten sehr wichtig sind“. Jahrhundert.* [213]* [171]* [212] Die Altstadt war während eines großen. die alle vor dem 11. „Wir haben ganz sicher keinerlei Operation in der Stadt selbst unternommen.* [213]* [219]* [212] Der historische Wert und das bewahrte Gedächtnis dieser Stätten sei unwiederbringlich beschädigt oder zerstört worden. Der Sprecher der saudisch geführten Militärkoalition. die „in Trümmer gelegt worden seien“. Juni 2015 ein Luftangriff der saudisch geführten Militärallianz auf das Altstadtviertel al-Kassimi in Sanaa. selbst wenn dort feindliche Stellungen gewesen sein sollten.* [215]* [220]* [171]* [212]* [210] Internationale Beobachter hielten die Behauptung der saudi-arabische geführte Militärkoalition Medienangaben zufolge für unglaubwürdig. bestritt vehement.* [212] Als Zeugnis des besonderen religiösen und politischen Erbes weist die Altstadt 103 Moscheen. Jahrhundert gebaut wurden.* [4]* [3]* [213]* [212]* [2] Die auf steinernen Erdgeschossen aufsitzenden oberen Geschosse der mehrstöckigen Häuser waren aus gestampftem Lehm und gebrannten Ziegeln erbaut und in Anlehnung an die traditionelle islamische Kunst mit geometrischen Mustern aus gebrannten Ziegeln und weißem Gips verziert worden. auf. dass die Zerstörung auf Waffenund Munitionsverstecke in dem Viertel zurückzuführen sein könnte.* [210] Die „Waffenburg“(Qasr al-Silah) in Sanaa. darunter Turm. das Kulturerbe des Jemen zu respekBei tieren. so dass ein ganzer Bauabschnitt der Altstadt in Gefahr zusammenzubrechen drohte.* [207] Bokova sagte. die nach einer alten Legende Noahs Sohn Sem als Gründer nennt.” Die Piloten hätten die Anweisung. Die Rakete traf nach Beobachtung eines AFP-Journalisten ohne zu explodieren das Kassimi-Viertel. Ihm zufolge hatte König Seif bin dhi Yazan. Es könne sich ähnlich wie einige Tage zuvor ereignet haben.* [210] Die saudi-arabische geführte Militärkoalition wies jede Verantwortung zurück. keine zivilen Ziele anzugreifen. als in einem derartigen Lager eine Explosion stattgefunden habe. verurteilte den Angriff ebenfalls und sagte. von der es heißt.* [171] Medienangaben zufolge hieß es in der saudiarabischen Hauptstadt Riad. dass sie auf den Ruinen des legendären Ghamdan-Palastes errichtet sein soll – einem mutmaßlichen „Wunder“der Architektur – wurde ebenfalls aus der Luft bombardiert. dass dieser Ort eines Tages zu einem Ziel für Luftangriffe werden könne. von der UNESCO initiierten Projekts Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre mit Hilfe der Beteiligung zahlreicher Staaten und des Einsatzes der jemenitischen Bevölkerung und Regierung restauriert worden. er habe sich nie vorstellen können. 14 Hammams und rund 6000 Häuser. die miteinander fest verbunden waren. die sich di- .* [213]* [214]* [215]* [216]* [217]* [212]* [210] Umgebende Gebäude. einschließlich einer Frau und eines Kindes. Juni 2015 wurde nach Angaben der UNESCO die aus der osmanischen Epoche stammende historische Al-Owrdhi-Anlage.16 2 HUMANITÄRE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN gegeben haben.* [4] Nachdem die Altstadt bereits durch Luftangriffe auf nahegelegene Ziele – einschließlich des Verteidigungsministeriums – beschädigt worden war.

die auch (als „Archaeological site of Marib“) auf der Tentativliste des Jemen aufgeführt werden. vorchristliche Jahrhundert. Jahrhundert v. wurde nach lokalen Nachrichtenberichten und archäologischen Experten bei einem Luftangriff in der Nacht des 31.) gingen zu Bruch. als die saudisch geführte Militärallianz vergeblich versuchte. Der Staudamm bot vom 8.* [5]* [3]* [218] Große Teile der Stadtmauer von Baraqisch (5. die Geländegewinne der Huthis rückgängig zu machen. Leiterin der Außenstelle in Sanaa der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).* [222]* [213]* [212] Marib beherbergt mehrere bedeutende Kulturstätten wie den Bar´anTempel.5 Zerstörung und Beschädigung von Kulturgut und Infrastruktur rekt außerhalb der Altstadtmauer von Sanaa befindet. den ältesten Sitz schiitischer Bildung auf der arabischen Halbinsel. dass Rebellen in ihr Zuflucht gesucht hätten.* [5] • Anfang Juni 2015 verurteilte die UNESCOGeneraldirektorin.* [206] Die auf der World Heritage Tentative List des Jemens aufgeführte Altstadt von Sa'da wurde nach UNESCO-Angaben vom 12. Bokova zeigte sich „tief besorgt“. bestätigte.* [206] • Nach jemenitischen Quellen soll auch die sabäische Stätte Sirwah.* [221] • Historische Stuckgebäude im mittelalterlichen Kaffeehandelshafen am Roten Meer der seit 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe und seit 2000 von der UNESCO auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes geführten Altstadt von Zabid* [4]* [5] waren zerstört worden. dass die Moschee angegriffen wurde und begründete dies damit. Jahrhundert nach Christus die Lebensgrundlage in der Wüste um die Stadt Marib. Man datiert sie auf das 7. bis zum 5.* [223] Weite Teile der Tempelanlage und der Mauer bekamen Risse. während sich pro-saudische Stammesangehörige und Huthis im Zentraljemen Auseinandersetzungen in der Nähe eines Schreins lieferten. Nach dem Luftangriff sendete der pro-Huthi-Fernsehkanal AlMasira broadcast einen Videobericht. bei Marib). aufgrund seiner Nähe zum lokalen Palast des Gouverneurs erhebliche Schäden durch Kämpfe erlitten haben. Die General Authority for Antiquities and Museums in Yemen verurteilte den Angriff und drohte mit Rechtsmitteln gegen die saudische Regierung. wie auch die Moschee des AlHadi ilal-Haqq Yahya bin al-Hussein bin al-Qasim. die größte Stadt im antiken Südarabien. Jahrhunderts stammte. den sie als eine der wichtigsten Kulturerbestätten im Jemen und auf der Arabischen Halbinsel und als Zeugnis der Geschichte und der Werte bezeichnete.* [5]* [218]* [2] Am 9. Mai 2015 hatten die Luftangriffe auf Sa'da die Imamal-Hadi-Moschee. die Wadi-Ghufaina-Siedlung und al-Mabna-Damm sowie den großen Staudamm von Marib. oder 6. Jahrhundert stammende HadiMoschee. schwer beschädigt. Mai 2015 in sozialen Medien und lokalen Nachrichtenquellen* [223]* [224] war für internationale Archäologen zunächst aufgrund der weitreichenden Kommunikationsprobleme im Jemen schwierig. 35 Kilometer westlich von Marib. der die zur Ruine gebombte Moschee und ihren völlig zerstörten Eingangsbereich zeigte.* [223]* [222]* [212] Iris Gerlach. Mai 2015 in Sa'da teilweise aus dem 12.* [208] SaudiArabien bestätigte im Nachhinein. Irina Bokova.* [208] Berichten zufolge könnten auch die antiken sabäischen Inschriften auf den Staudammwänden von der Bombardierung betroffen sein. schwer beschädigt* [221] oder vollkommen zerstört.* [4] Luftangriffe der saudisch geführten Militärallianz vernichteten am 9. Der Tempel geht zurück auf sabäische Zeit und wurde von einer deutschen Mission ausgegraben. Chr.* [207]* [217] • In Saada geriet die komplette Altstadt unter Beschuss aus der Luft.* [223] Jemenitische Behörden machten die saudi-arabischen Koalitionskräfte für den Luftangriff verantwortlich. mit ausdrücklichem Hinweis auf die Schäden am großen Damm von Ma'rib.* [223] Die Bestätigung erster Berichte der Zerstörungen am Staudamm vom 31. bei der es sich um die drittälteste Moschee im Jemen handelt. von der biblischen Sagengestalt der Königin von Saba gebaut worden zu sein. wurde bombardiert und beschädigt. den Awam-Tempel mit der Nekropolis. dem nachgesagt wird. die in der Geschichte die Hauptstadt eines Reiches gewesen war.* [222] Die Überreste des Staudamms werden als bedeutendste antike Stätte im Jemen betrachtet.* [222] Der mindestens in das 8. Mai 2015. dass der Luftangriff offenbar den besser erhaltenen Bereich des Staudammes getroffen hatte.2. vorchristliche Jahrhundert zurückreichende Staudamm von Marib. Jahrhundert vor Chr. aus dem arabisches Räucherwerk für die antiken griechischen und römischen Tempel geliefert worden war.* [223] • Die Ausgrabungsstätte der befestigten vorislamischen Stadt Baraqisch (Provinz al-Dschauf. . die Luftangriffe auf die antike Stadt Marib und den Angriff auf den Staudamm von Marib vom 31. welche die älteste und bedeutsamste der Stadt war und aus dem Beginn des 10. 2005 wurde dort die bisher größte bekannte sabäische Inschrift gefunden.* [208] der 17 als ein „Wunder des technischen Ingenieurswesen “oder als „eines der größten technischen Wunder der antiken Welt“gilt und auch in einem Koranvers erwähnt wird. Mai 2015 beschädigt.* [206] • Die osmanische Festung Qahira aus weißem Stein auf einem die Stadt Taizz strategisch überblickenden Felskopf war im Mai 2015 über mehrere Tage ununterbrochen beschossen worden. die die Menschheit gemeinsam hat. Mai 2015 beschädigt.

2 UN-Vorwurf völkerrechtswidriger Luftannitischen Königsfamilie nahe Sanaa aus dem 18. erbaut und im 13. oder 11. Juni 2015 gab die örtliche Yemen Post an. der als Touristenattraktion bekannte frühere Sommerpalast der jeme.* [5]* [225]* [218]* [208] Am 11. die auch Zivilisten und die „ziRasd24 zwei saudische Luftangriffe die antike Al.* [206] • Galerie: Historisches Kulturgut im Jemen • Altstadt von Sanaa.von Hilfsorganisationen und UN-Einrichtungen.1 Vorwürfe des UN-Generalsekretärs Rebellen unterstützenden Ali Abdullah Salih.Johannes Van der Klaauw.500 Artefakte.* [206] Nach einigen Schätzungen soll die erste Errichtung der Festung auf das 7. von einem Luftangriff getroffen worden sei.* [226] Am 4.1 Vorwürfe von Verstößen gegen das enthielt rund 12. nach denen das Gebäude gegangenen Wochen geführten Luftangriffe der von knapp verfehlt worden sei. Jahrhundert ganz oder teilweise zerstört.* [13] Der UN• In Dhalea wurde das Dar al-Hassan in Damt Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im Jemen. gefährdetes Welterbe • Weitgehend verlassener alter Teil der Stadt Marib • Sirwah • al-Qāhira-Festung in Taizz • Am 21. Mai 2015 griffen saudische Piloten das historische Fort an. darunter Depots Shareef-Zitadelle in der Stadt Bajel (Provinz Hodei. Jahrhundert v. ist die Heimatstadt des die 3. die das reiche KulVölkerrecht * * turerbe der Region bezeugten. seit Juli 2015 offiziell durch den Konflikt gefährdet • al-Mahdi-Moschee in Sanaa • al-Hadi-Moschee in Sa'da • Historisches Stuckwerk in Zabid. griffe Jahrhundert. dass Dar al-Hajar. als „inda) angegriffen haben. widerrufen. Jahrhundert erbaut worden. doch blieb das Ausmass der Schäden zunächst unklar.1. Jahrhundert erbaut wurde.* [208] Die durch den Krieg 2015 schwer beschädigte* [206] Qahira-Burg war je nach Angabe im 10. gehört zu den bedeutendsten Burgen Adens.* [228] akzeptabel“und das humanitäre Völkerrecht verletztend.18 3 VORWÜRFE UND KRITIK nachdem die Huthis sich dort verschanzt hatten.* [212] UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte am 30.* [223]* [212] Das Museum war der Verwahrungsort für über 150 antike südarabische 3 Vorwürfe und Kritik Inschriften. die Festung sei durch einen Luftangriff getroffen und „zerstört“worden. Mai 2015: stört. Welterbe.* [223] Es 3. die im 11. dessen Gebäude auf Sultan Fadhl bin Ali al-Abdali (1912) zurückgeht. Sira.* [218]* [208] wurden in späteren Meldungen Die UN kritisierten im Mai 2015 die in den voranin den sozialen Medien.1. mit . Chr. Mai 2015 sollen nach einem Bericht von April 2015 Angriffe.* [206] „Die wahllose Bombardierung besiedelter Gebiete.* [222]* [223]* [227]* [213]* [218]* [208] das 110 • Sira-Festung in Aden Kilometer südlich von Sanaa und 145 Kilometer südwestlich von Marib gelegene Hauptmuseum der Provinz Dhamar. Jahrhundert n. aus vorislamischer Zeit ganz oder teilweise zer. erklärte am 9. hatte in der Geschichte eine wichtige Verteidigungsfunktion.* [208] Saudi-Arabien angeführten Militärallianz scharf als * • In Sinhan (Provinz Sanaa) wurde die Grabmoschee völkerrechtswidrig.* [206] der UNO gegen internationales Recht.* [206] Sie bildete den Kern der Besiedlung der Stadt Taizz. Chr. das wie Sanna ein altes Zentrum arabischislamischer Kultur ist. von der muslimischen Dynastie der Ayyubiden restauriert* [226] beziehungsweise von den Sulaihiden im 10. • Am 24.3. [222] [217] Dhamar. nachchristliche Jahrhundert zurückgehen. die ebenfalls bombardiert wurde. Juni 2015. [16] Die Luftangriffe der von des Abdarrazzak ibn Hammam as-San'ani aus dem Saudi-Arabien geführten Militärallianz im Jemen verstießen nach Einschätzung des zuständigen Koordinators 9.* [208] • In Aden wurde das dritte Geschoss des Nationalmuseums Aden ganz oder teilweise zerstört.vile Infrastruktur“nicht aussparten. Mai 2015 zerstörte ein saudischer Luftangriff vollständig das Dhamar Regional Muse• Nationalmuseum Aden um.* [195]* [196]* [197]* [198]* [199] • Unbestätigte Berichte in sozialen Medien vom 4. einschließlich der ältesten bekannten Inschriften des jemenitischen Berglands. während sie den Jemen von 1229 bis 1454 regierten. sowie die JauharaMoschee und die Sira-Festung. bis 12. und war Residenz der Ayyubiden.

doch bei den Luftangriffen am frühen Morgen des 26.darüber aufkommen lasse. ob die saudi-arabisch geführgen. Mai 2015 das amerikanischen Verteidigungsminister Ashton Carter Vorgehen des saudi-arabischen Militärs und seiner Alvom 10. von denen lich von 28.* [13]* [14]* [16] Viele des Kriegsvölkerrechts durchgeführt worden waren und beteiligten Regierungen Zivilisten seien Berichten zufolge getötet und Tausende darauf von den an den Angriffen * [232] untersucht werden sollten. Mai 2015 berichtete HRW.000 Kindern aus der Provinz Sa'da flohen und 33 Kinder waren. Haddscha und Ibb). InterSOS. Fahrzeuge zum Nahrungsmitteldie wahllosen Angriffe nach dem Abwurf von Flugblät. Mehrere dieser Luftangriflief. dass pro-Huthi-Kräfte in Aden zwei Frauen am 17. der Saudi-Arabien und neun weitere arabische Staaten angehörten und die von den USA. Global Communities) verurteilte achtung der Regelungen des humanitären Völkerrechts. dass 2015. darunter mindestens 97 Zivilisten. wodurch Bedenken über das mögliche Muster aufkommen ließen. Tankstellen.Nach den Ergebnissen der Untersuchung von AI wurgriffe im Norden des Jemen vom 8. die zu einem starken ren Völkerrecht erfolgt seien. Norwegian Refugee fe in fünf dicht besiedelten Gebieten (Sa'da. der eine Wohngegend in dem Viertel Bab alten saudisch-geführte Militärkoalition im Jemen die Shaʼb des Ortes Saʼwan östlich von Sanaa getroffen Tötungen Dutzender Zivilisten durch Luftangriffe dokuund 17 Zivilisten getötet sowie 17 weitere verletzt hatte. Relief International.000 Menschen einschließ.1. Fabriken. dass Lufthäfen. ist ein Verstoß gegen das der saudi-arabisch geführten Militärkoalition vom 31.den.* [13]* [14]* [15] März 2015. möglichervinz Sa'da an. sich in Sicherheit zu brin. Elektrizitern.getötet. Am 16. Der Landesleiter von Sa. Bei den Vorfällen handle es sich mögliDie Menschenrechtsorganisation Human Rights cherweise um Kriegsverbrechen. Bedenken großen Teil nicht in der Lage.er hatten zudem Krankenhäuser. während 460 Menschen verletzt wurdie Militärkoaltion innerhalb von 24 Stunden 130 Luft. bei denen in Sanaa Berichten zufolge 25 Menschen die Warnungen nicht ausgereicht hätten. die gesamte Provinz zum „militärischen Ziel“erklärt habe. Moscheen. dass Luftangriffe . Luftangriffe und Granatfeuangriffe im Jemen durchführte. eigenen Angaben vom 24.* [230]* [143]* [231] angriff tatsächlich auf einen Huthi-Führer gezielt hätte.* [234] Mangel an Kraftstoff führe. Tausende Menschen ohne Stromversorgung lebten und an dass unter Bruch des humanitären Völkerrecht eingeführt Nahrungs. die eine Molkerei außerhalb des RotmeerAusdrücklich prangerte Van der Klaauw die Luftangriffe hafens von al-Hudaida getroffen und mindestens 31 Zivom Mai 2015 auf die als Huthi-Hochburg geltende Pro. und 18.* [13]* [14]* [15] Am 23. fe ließen AI zufolge Bedenken aufkommen über die BeHandicap International. Militärkampagne der von der US-Regierung unterstützMai 2015. März sei in den vorangegangenen Tagen zu sehen gewesen. April 2015 erklärte HRW. CARE. ve the Children im Jemen. auf hingewiesen. Universitäten.transport. am 10. mentiert habe. nach dem die saudisch Militärkoalition. Viele Zivilisten seien in der Gegend wegen weise wahllos oder unverhältnismäßig und in Verletzung Treibstoffmangels quasi gefangen.* [229] Am 7. [233] [34] sationen (Yemen INGO Forum. dass der hohe Todeszoll an Zivilisten die Zivilisten und zivile Infrastruktur zu schützen. Zugleich seien die Menschen zum von unter zehn Jahren getötet worden waren. Danish Refugee Council. Sanaa. obwohl die Hilfsorganisation der Militärkoalition zuvor die Lagekoordinaten des Gebäudes zur Verfügung gestellt hatte. das Leben von einschließlich von mindestens sechs Kindern im Alter Zivilisten zu schonen. dass sie in den ersten Wochen der liierten bei einem Luftangriff am frühen Morgen des 1. Save the Children. April 2015 acht LuftangrifMercyCorps. International Medical Corps.gegen das Kriegsvölkerrecht. als den während der Luftangriffe mindestens 139 Menschen die geschätzte Anzahl von 70. April 2015.Hudaida. Mai 2015 die zunehmende Intensität der Luftan. Amnesty International (AI) dokumentierte zudem nach Oxfam. World Relief. tätswerke und Stadien beschädigt oder zerstört.3 Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen von sechs Tagen bis zwei Wochen im April in Geiselhaft gehalten hatten. sagte. dass der Luftdarstellen könnten. Islamic Re. April 2015. internationale humanitäre Völkerrecht“. darunter 157 Zivilisten. Search for Common Ground.* [166]* [165] Bewerde.3. die Verletzungen des Kriegsvölkerrechts AI argumentierte. da auf der von der saudisch geführten Militärkoali. und 9.* [14]* [15] Die Erklärung der gesamten Region zum „militärischen Ziel“führe zur Bedrohung unzähliger Menschen. dass selbst für den Fall.und Kraftstoffmittel litten. Telefonnetze.1 Vorwürfe von Verstößen gegen das Völkerrecht 19 oder ohne vorheriger Warnung. die die Zivilisten zum Verlassen von Sa'da aufriefen. Mai 2015. Großbritannien und Frankreich unterstützt werde.* [163] Watch (HRW) erklärte in einem Brief an den USAmnesty International kritisierte am 8. bei dem ein Lebensmittellager der Hilfsorganisation Oxfam in Sa'da zerstört und ein Mensch getötet wurde. gezwungen worden aus ihren Häusern zu fliehen. April 2015 erschossen und zehn örtliche Entwicklungshelfer für die Dauer 3. Schulen. Edward Santiago. Die Warnung der Zivilisten entbinde die saudisch reits am 26. alCouncil. März 2015 hatte Amnesty International dargeführte Militärkoalition nicht von ihrer Verpflichtung. ACTED. ADRA. April 2015 verurteilte HRW einen Luftangriff der saudi-arabisch geführten Militärkoalition vom 18.ten Luftangriffe in Übereinstimmung mit dem humanitätion verhängten de-facto-Blockade.vilisten getötet sowie weitere verletzt hatten. als einen offensichtlichen Verstoß * * Auch eine Gruppe von 17 im Jemen tätigen Hilfsorgani.

getötet zu haben. dass die bewaffnete Huthi-Gruppierung im Jemen die Rekrutierung. die Blockade des Jemen rorisieren. dem Kernsiedlungsgebiet der Huthis.darunter mindestens 35 Kinder .* [240] Human Rights Watch (HRW) zufolge existierten „glaubhafte Belege“für die Lieferung von Streubomben durch die USA und deren Einsatz gegen die Huthis durch Saudi-Arabien. weil sie nicht zwischen Zivilisten und legitimen militärischen Zielen unterschieden habe. dass Befehlshaber der Huthis oder anderer bewaffneter Gruppen aufhören sollten. dass die hohe Anzahl an Verwundungen in Sanaa. 47 Seiten umfassenden Bericht. beschuldigte HRW die von SaudiArabien geführte Militärkoalition.und Splitterbomben über dem Jemen abzuwerfen. Juni 2015 veröffentlchten. Mai 59 Menschen .* [238]* [239] Fakih warf angesichts der Luftangriffe und der Luftabwehr beiden Konfliktparteien vor. mit Luftangriffen auf die Stadt Sa'da in der Zeit vom 6.* [238] Der hohe Anteil der Verletzungen von Zivilisten durch Flugabwehrgeschosse war laut Lama Fakih von Mitarbeitern verschiedener Krankenhäuser in Sanaa berichtet worden. Schulen sowie Regierungsgebäude. da ein Luftangriff mit mächtigen explosiven Waffen auf ein einzelnes Individuum in einem zivilen Haus und zu einer Zeit. das Streumunition internatio- . die nicht für militärische Zwecke verwendet würden. Mai 2015 erklärte HRW. die Zivilbevölkerung zu ter* Am 11.* [238] Amnesty International erklärte.* [189]* [242]* [243] HRW warf SaudiArabien in einem Bericht vor. weil sie eine große Zahl kleinerer Bomben verstreuten und Blindgänger unter ihnen später Menschen töten oder verstümmeln könnten. [241] durch die saudi-arabisch geführte Militärkoalition halte unter Verletzung des Kriegsvölkerrechts für das Überle3. vorhersehbar hohe zivile Verluste verursachen und voraussichtlich unverhältnismäßig oder in anderer Weise wahllos ausfallen würde. Möglicherweise stelle die Erklärung Sa'das zum militärischen Ziel auch einen Verstoss gegen das Verbot dar. Gewaltandrohungen mit dem Zweck auszusprechen. belegen würden. bisher gleichgültig gegenüber den für Zivilisten tödlichen Auswirkungen ihrer Aktionen gehandelt zu haben. bei denen die völkerrechtliche Verpflichtung. die ein internationales Übereinkommen über Streumunition aus dem Jahr 2008 unterzeichnet hatten. Vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten. die durch Luftabwehrgeschosse hervorgerufen wurde. April 2015 auf einen Pro-Huthi-Kanal der Internet-Plattform YouTube hochgelades Video und die Auswertung von Satellitenbildern aus der betroffenen Region Sa'da zum Beleg heran. sowie zivile Objekte wie Wohnhäuser. wegen Kriegsverbrechen verfolgt zu werden. bei den Angriffen der saudisch geführten Militärkoalition die international geächteten Streu. April bis zum 11. sagte. auf ein „beunruhigendes Muster der Angriffe“hinweise. Zivilisten während eines Konflikts zu schützen. [235] Am 12. Ausbildung und and Aufstellung von Kindern unter Bruch des Völkerrechts intensiviert habe. beide Konfliktparteien ergriffen nicht die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und verstießen damit gegen internationales Recht. AI betonte.* [165] In einem am 30. die nicht an Kampfhandlungen teilnähmen. die von den USA an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate geliefert worden sei – auf kultivierten Flächen in einer Nähe von 600 Metern zu bewohnten Dörfern in der Provinz Sa'da nieder und stellten eine enorme Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar. leitende Krisenberaterin bei Amnesty International. bei denen es sich Berichten zufolge um Zivilisten gehandelt habe. Kinder zu verwenden oder anderenfalls riskierten. seien ebenfalls verboten.* [244]* [245]* [242]* [246] Unter anderem führte HRW ein am 17. die ordnungsgemäß untersucht werden müssten.* [237] Im Mai 2015 erklärte Lama Fakih.* [189]* [242] Dem HRWBericht nach gingen den Satellitenbildern zufolge etliche der Splitterbomben – vermutlich aus US-amerikanischer Produktion stammende Streumunition vom Typ CBU105. seien verboten und Kriegsverbrechen. medizinische Einrichtungen.20 3 VORWÜRFE UND KRITIK dies den Angriff nicht rechtfertigen würde. Wahllose und unverhältnismäßige Angriffe – bei denen die Anzahl der Verluste an Zivilisten oder der Schaden an zivilem Besitz voraussichtlich gegenüber dem erwarteten militärischen Vorteil überwiegt.* [244]* [245]* [242]* [247] Die an der saudischen Militärkoalition im Jemen teilnehmenden arabischen Staaten zählten ebenso wie die USA und Jemen nicht zu den 116 Staaten. Fred Abrahams (Frederick Cronig Abrahams* [236]). Neben den Huthis stellten laut HRW auch islamistische und Stammesmilizen und bewaffnete Gruppen wie AQAP Kindersoldaten auf. in der es von zivilen Familienmitgliedern und anderen Zivilisten umgeben war. Die Erklärung der Stadt Saada zum militärischen Ziel durch die saudisch geführte Militärkoalition unter Warnung an die Bewohner zum Verlassen des Gebiets stellte laut HRW eine Verletzung des Kriegsvölkerrechts dar.2 Vorwurf des Einsatzes von Streubomben der jemenitischen Bevölkerung dringend benötigten * ben aus US-Lieferungen Kraftstoff fern. Mai 2015 erklärte HRW. wie seit Mitte 2014 erscheinende Fotografien. der unter Anderem auf HRWVorortermittlungen und Interviews mit 28 Opfern und Zeugen während der fünftägigen „humanitären Pause“im Mai 2015 beruhte. dass nach humanitärem Völkerrecht alle Seiten eines bewaffneten Konflikts zwischen militärischen Zielen und Zivilisten sowie zivilen Strukturen unterscheiden müssten und direkte Angriffe nur auf erste zu richten hätten. Special Adviser von HRW. missachtet werde. Dabei habe es sich scheinbar um schwerwiegende Kriegsvölkerrechtverletzungen gehandelt. Videos und andere Beweismittel für die Provinz Sa'da.

schienen die kriegsbeteiligten Fraktionen. UNICEF und lokalen Organisationen beteiligten sich (Stand: Mai 2015) mehrere tausend von Kindersoldaten an dem Krieg im Jemen. regulärer Mahlzeiten und anderer Vergünstigungen. Mai 2015 159 Jungen von bewaffneten Gruppen oder Konfliktparteien rekrutiert oder verwendet. einschließlich der AQAP und südlicher Separatisten. Viele waren nach Angaben der Rechtsgruppen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren.* [162] Auch für den Zeitraum vom 26. dass Kinder sich in allen Regionen des Jemen allen bewaffneten Gruppen anschlossen.* [40]* [162] Die Leiterin des Kinderschutzes von UNICEF im Jemen. So hatte es geheißen. sondern teilweise auch in Gefechten.* [189]* [245]* [242]* [243]* [247] Die USA hatten aber für sich in der Vergangenheit in Anspruch genommen.* [251] Wirkungsweise einer Streubombe des Typs CBU-97 SFW (und CBU-105) nal verbietet.* [251] Nach Angaben von Rechtsgruppen und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen kämpften über hundert und möglicherweise tausende Minderjährige im Konflikt im Jemen.3 Vorwurf des Einsatzes von Kindersoldaten Der Jemen war eines von weltweit acht Ländern.* [250] Nach Angaben des Monitoring and Reporting Mechanism (MRM) der UN wurden zwischen dem 26. Zudem hatten die Unruhen die meisten Schulen dazu gebracht den Betrieb zu schließen. in zunehmendem Maße Minderjährige zu rekrutieren. März und 13. bei der Weitergabe der Streubomben selbst formulierte Regeln beachtet zu haben. dessen Staatsmilitär auch Kinder verwendete. ausschließlich gegen militärische Ziele eingesetzt und nicht in der Nähe von Zivilisten eingesetzt zu werden. als auch die aufseiten Hadis stehenden Truppen und die Dschihadisten von al-Qaida und dem IS. Julien Harneis.3. kaum noch durchsetzen lasse. US-Streubomben würden mit der Auflage ausgeliefert. Micaela Pasini. doch soll im Jemen ein traditionelles Einvernehmen der Stämme darüber bestanden haben.3 Vorwurf des Einsatzes von Kindersoldaten 21 dung von Minderjährigen an der Schusswaffe galt im Jemen auch vor der Militärintervention als verbreitet. Zunehmend seien die Familien dazu gezwungen. März bis zum . ihren Söhnen die Rückkehr in die Familie nicht mehr zu gestatten.* [250] Experten äußerten die Ansicht. Besonders in den Stammesgebieten galt das Schiesstraining oftmals als Übergang zum Erwachsenwerden.* [250]* [251] Nach Angaben der UN und von Hilfsorganisationen waren Nahrung und Treibstoff für viele Jemeniten wegen der Kämpfe und der von der saudisch geführten Militärkoalition verhängten Luftund Seeblockade knapp geworden.* [248] Der mögliche Einsatz der geächteten Streumunition wurde in Medienberichten als weiterer Hinweis darauf gedeutet. dass die dramatisch zunehmende Armut im Jemen ein Hauptgrund für das neue Phänomen im Jemen sei. Ein jugendlicher Söldner könne mit einem Lohn von mindestens 100 US-Dollar rechnen und damit mit einer für den Jemen erheblichen Summe. weil die Familie durch die zunehmende Verarmung von ihren Einkommen abhängig sei. dass genaue Zahlen nur schwer zu ermitteln seien.* [250] UNICEF hatte schon Anfang April angegeben.* [251] Laut UNICEF wurden während der Operation Decisive Storm mindestens 140 Kinder seit dem 26. dass Minderjährige nicht nur an Checkpoints eingesetzt würden. März 2015 von bewaffneten Gruppen rekrutiert.* [252]* [253]* [50] Nach Schätzungen von Human Rights Watch. dass sich das Ziel des saudischen Königs Salman. teilweise mittels des Angebots von Geld. den von den Huthis der Ansar Allah entmachteten Präsidenten Hadi wieder einzusetzen.* [162] Die Ausbil- Offenbar rekrutierten während der Militärintervention nahezu alle im Jemen kämpfenden Kriegsparteien Kindersoldaten: Sowohl die Huthi-Rebellen. dass die Teilnahme von Kindern an wirklichen Gefechten nicht gestattet war.* [250]* [251] Nach Angaben des UNICEF-Vertreters im Jemen.* [249] 3. gab dazu an. wodurch sich der Pool an potenziellen Kinderrekruten vergrößert hatte.

Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien waren in rungen bildete. Mai 2015 berichtete das Politmagazin Vice News über den ersten identifizierbaren Munitionsfund. Waffentechnikexperte von Human Rights Watch.* [237] Während nach Angaben der Washington Post ein Sprecher der Huthi-Rebellen.2 Deutsche Rüstungsexporte fert. „die Demokratiebewegung in Bahrain niederzuwerfen“und daraufhin dazu.22 22.* [255] Am 20. Das saudische Apache-Kampfhubschraubern. hätten die von den USA bereitsgestellte Waffentechnik dazu verwendet. verloren gegangen und möglicherweise unter Kontrolle der Huthi-Kräfte oder der AQAP gelangt.* [256] als benötigte regionale Kraft und verlässlicher AnsprechNach den Angaben von William Hartung.* [250] Einige Schätzungen gaben an.4. “* [255] Zudem sei Waffentechnik im Wert von 500 Millionen US-Dollar. dass man männliche Personen unter 18 Jahren nur an Checkpoints einsetze und sehr vorsichtig bei der Rekrutierung von Kämpfern sei.-Kampfflugzeugen. Demnach hatte Mark Hiznay. Die Regierung Obama habe neue Rekorde für die Beträge von US-Waffengeschäften mit dem saudischen Regime gesetzt. dass mit der Intensivierung des Krieges Dutzende von Kindersoldaten getötet worden seien. Damit hatte die Regierung Obama nach Ansicht Hartungs mehr Waffengeschäfte bewilligt als jede andere US-Regierung seit dem Zweiten Weltkrieg. der von der Regierung Bush in deren gesamten acht Regierungsjahren bewilligt worden war.* [255]* [257]* [258]* [259]* [260] Auch die Fraktion der jemenitischen Armee. anhand von Videomaterial zum Vice News-Dokumentarfilm Yemen at War: Sanaa Under At3. Bomben.1 US-Rüstungsexporte von der in Massachusetts ansässigen Firma Raytheon her* * Unter der US-Regierung Obama wurde der größte Teil gestellt worden war. der seit dem Beginn der saudi-arabisch geführten Luftangriffe Ende März 2015 spezifisch mit dem Tod von Zivilisten im Jemen in Verbindung gebracht werden konnte. dass etwa die Hälfte der Kämpfer der HuthiRebellen unter 18 Jahre alt gewesen war. D.Deutschland bereits vor der Militärintervention im Jemit den größten Empfänger von U. die in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt sind oder wo eine solche droht.C. angegeben hatte. Die Saudis. die für jemenitische Sicherheitskräfte gedacht war.* [162] 3 VORWÜRFE UND KRITIK tungs Kritik. Leiter des Arms and Security Project´am Center for International Policy (CIP) in Washington. Mai 2015 aufgefundenes rungen für Saudi-Arabien Metallteil als Bestandteil einer GBU-24 Paveway-III Enhanced laser-guided bomb identifiziert. die sich mit der HuthiRebellion verbündet hat.S. [261] [262] der Waffenexporte – über 60 Prozent – an den Persischen Golf und in den Mittleren Osten und gelie3. Verteidigungsexpertin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sagte: „Nach dem Einmarsch in Bahrain 2011 zeigt sich aktuell wieder wie brandgefährlich und verheerend das Hochrüsten von deutscher Seite eines Regimes ist.Regime galt wegen seiner autokratischen Herrschaft wehre und einem fast vollständigen Arsenal. das es den nicht als Vorzeigepartner. men im Jahr 2015 seit Jahren umstritten. 19 % in ad-Dali' und weitere 19 % in Lahidsch.* [77] Es wurde zudem erg. das ohne Skrupel seine eige- . dass möglicherweise nahezu ein Drittel der HuthiRebellenkräfte von etwa 25. Ge. um fast 30 Milliarden USDollar.tack ein nach einem für Zivilisten tödlich verlaufenden Luftangriff auf Sanaa vom 1. 36 % der Fälle ereigneten sich in Aden.* [255]* [256] Saudi-Arabien bildete da. „den Konflikt im Jemen bis zu dem Punkt auszuweiten. Anderseits galt Saudi-Arabien letzten vorangegangenen Jahren angeschafft hatte. die nahezu die Zahl für das ganze Jahr 2014 erreichte.* [254] Nach Artikel III Absatz 5 der deutschen Waffenexportrichtlinie war „die Lieferung von Kriegswaffen […] nicht genehmigt in Länder. Agnieszka Brugger.”* [263] Anlässlich der von Saudi-Arabien angeführten Offensive gegen die Huthi-Rebellen im Jemen kritisierte die Opposition im deutschen Bundestag.* [255]* [256] wobei Saudi-Arabien mit 46 Milliarden US-Dollar die Spitze in der Liste neuer Vereinba. Ein deutlicheres Beispiel für die „negativen Folgen aggressiver Waffengeschäfte“als die Situation im Jemen zur Zeit der Militärintervention von 2015 sei „schwer vorstellbar “. Mohammed al-Bukhaiti.* [251]* [250] Ein UN-Bericht von 2010 hatte angegeben. dass das saudische Königreich in den vorangegangenen Jahren zahlreiche umstrittene Rüstungsexporte aus Deutschland erhalten hatte. dass er einen flächendeckenden Krieg auslösen kann.* [251] Laut Human Rights Watch hatten auch die HuthiRebellen die Rekrutierung und Ausbildung von Kindern während des Krieges intensiviert und wie islamistische und Stammesmilizen oder bewaffnete Gruppen wie AQAP Kindersoldaten aufgestellt. so Har- partner für die deutsche wie für die US-amerikanische Regierung im sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“.* [256]* [255] Dem Urteil Hartungs nach bildete die saudische Intervention im Jemen lediglich das jüngste Beispiel der „potenziell desaströsen Konsequenzen von außer Kontrolle geratenen US-Waffenexporten“.. Mai 2015 blieb es bei der Zahl von 159 Fällen verifizierter Rekrutierungen von Jungen. überschritt das Volumen der von der Regierung Obama abgeschlossenen Geschäfte bereits in den ersten fünf Jahren der Regierung auch nach Inflationsbereinigung den Betrag. widersprachen dem Beobachter.davon ausgegangen.000 Kämpfern jünger als 18 Jahre sei. Granaten.4 Kritik an westlichen Rüstungsliefe. verfüge über ausreichend von den USA bereitgestellter Waffenausrüstung. die in den USA 3.4.

Im Übrigen setzt sich die Bundesregierung u.* [268] Saudi-Arabien hatte 1969 eine Genehmigung für die Herstellung von Gewehren des Typs G3 und 2008 für das G36 erhalten. dass sich der Konflikt im Jemen zu einem größeren Regionalkrieg ausweitet. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein.* [268] 2008 hatte Heckler & Koch Saudi-Arabien eine Lizenz-Fabrik zur eigenen Produktion von Gewehren geliefert. In den Monaten Februar und März 2015 waren bereits 23 Genehmigungen für Rüstungsexporte mit einem Gesamtwert von über 16 Millionen Euro erteilt worden. denn eine nachhaltige Lösung kann nur politisch erzielt werden. Jan van Aken: „So schnell kann es gehen. dass deutsche Waffen in einer höchst fragilen Region zum Einsatz kommen“.* [264] Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke ging dann schließlich hervor. Die Opposition befürchtete. Die Rebellengruppe der Huthis hat den unter Leitung der Vereinten Nationen geführten ‚Nationalen Dialogʻim Jemen in Frage gestellt und mehrere Vereinbarungen nicht umgesetzt. mit den Partnern in der EU für ungehinderten humanitären Zugang und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts im Jemen ein. Sicherheit und Stabilität gehören zu den erklärten außenpolitischen Prioritäten SaudiArabiens. Scharfschützengewehre. Diesem Hilfsersuchen des Staatspräsidenten haben die Staaten.4 Kritik an westlichen Rüstungslieferungen für Saudi-Arabien nen Machtansprüche in der Region gewaltsam mit militärischen Mitteln durchsetzt“. entsprochen. Präsident Hadi hat daraufhin die Staaten des Golfkooperationsrates und der Arabischen Liga um militärische Hilfe ersucht. Er sagte. Zünder und Munition sowie militärische Computersysteme.“ . Funkzubehör und Ersatzteilen für gepanzerte Fahrzeuge im Wert von über 12. Sie bezeichnete „ein sofortiges Ende der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien “als „längst überfällig“und forderte. darunter Munition für Panzer und Pistolen im Wert von rund fünf Millionen Euro. insbesondere zur Zeit des schwarz-gelben Bündnisses zwischen 2009 und 2013 und in gedrosselter Form während der Großen Koalition seit 2013 an Saudi-Arabien als einem der größten Abnehmer von militärischer Ausrüstung aus Deutschland Rüstungsexporte geliefert. Waffenverkäufe an die Saudis stärker einzuschränken. April 2015 Exporte von 100 Kleindrohnen.* [254]* [265] Die Bundesregierung sah Medienangaben zufolge keinen Grund. Granatmaschinenwaffen. um dort AntiHuthi-Milizen oder jemenitische Truppen im Kampf gegen die Rebellen zu versorgen.8 Millionen Euro.* [254]* [265]* [266] Nach Beginn der Militärintervention gestatte die Bundesregierung dann allein bis zum 13. Diesen Kurswechsel forderte auch der Außenexperte der Linken. Mai 2015* [265]* [266]) Darüber hinaus stufte die deutsche Bundesregierung laut ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage Saudi-Arabien ausdrücklich weiterhin als Stabilitätsfaktor im Nahen Osten ein:* [265]* [266] „Saudi-Arabien spielt mit seiner gewichtigen Stimme in der Arabischen Liga und im Golfkooperationsrat eine Schlüsselrolle für Sicherheit in der von Krisen geprägten Region.* [254] Die deutsche Bundesregierung beteuerte. zunächst nicht äußern. [ …]“ – Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage – Drucksache 18/4564.und sicherheitspolitisches Interesse an einer stabilen Golfregion und an einer Lösung des Konfliktes im Jemen. ob die Eskalation in der Golfregion Konsequenzen für die künftige deutsche Waffenexportpolitik hat.“Alle bedeutenden deutschen Rüstungshersteller hatten unter Gerhard Schröders rot-grüner Regierung. „Die Bundesregierung muss sich jetzt fragen. die sich an den militärischen Maßnahmen unter Leitung von Saudi-Arabien beteiligen. Technik für Boden-Luft-Raketen und PanzerErsatzteile. zur Zeit der ersten Großen Koalition 2005 bis 2009 unter Angela Merkel.* [254] Die saudi-arabisch geführte Militärintervention im Jemen wertete sie als legitime Reaktion auf einen Hilferuf des jemenitischen Präsidenten. ob Saudi-Arabien wirklich der Stabilitätsanker in der Golfregion ist. Die Huthis haben schließlich den legitimen Staatspräsidenten Hadi durch ihren militärischen Vormarsch auf Aden und Luftangriffe auf seinen Amtssitz unmittelbar bedroht.* [264] Das Wirtschaftsministerium wollte sich auf die Frage. April 2015 hatten Medienangaben zufolge saudiarabische Militärflugzeuge über dem Flughafen von Aden eine Ladung vom deutschen Hersteller Heckler & Koch gefertigter G3-Sturmgewehre abgeworfen. 6. a. dass hier ein klarer Kurswechsel dringend notwendig ist“. möglichst schnell zu Verhandlungen zurückzukehren. sie habe „derzeit keine eigenen Erkenntnisse“über die Herkunft der Gewehre deutschen Typs. saudi-arabische regionale Interessen im Jemen zu sichern:* [254]* [265]* [266] „Die Bundesregierung hat ein außen. Die Regierungsantwort auf die Kleine Anfrage der Linken-Fraktion erwähnte nicht. Handgranaten. dass SaudiArabien die Kämpfer mit deutschen Waffen unterstützte. dass die deutschen Rüstungsexporte nach der saudi-arabischen Militärintervention kaum eingeschränkt wurden. die Bundesregierung müsse „spätestens jetzt erkennen. die jedoch für den Eigenbedarf der saudi- 23 arabischen Armee eingeschränkt war. dass die Militärintervention international umstritten war und als klarer Versuch galt. die den G3Abwurf über Aden zeigen. Am 4.* [254]* [267] und es waren Anfang April auch Fernsehbilder erschienen. darunter Maschinengewehre und -pistolen.* [254]* [265] In der Antwort auf die Kleine Anfrage der LinkenFraktion räumte die Regierung auch ein.3.

keine Waffen in Krisengebie.* [269] Saudi-Arabien erteilt.portieren werde.siert.habe. dass ihnen die Berichterstattung nahezu unmögrung habe dann jedoch stattdessen eine Erklärung des lich wurde.24 3 VORWÜRFE UND KRITIK – Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage heit „etwas naiv“gewesen sei. in dem es keine Hoffnung auf einen mit deutschen G36-Sturmgewehren und panzerbrechen.* [263] gion als „unverantwortlich“: „Waffenexporte nach SaudiArabien sind so oder so falsch.* [267] Im Juni 2015 räumte im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages ein hoher Beamter von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Bezug auf die Genehmigungspraxis Deutschlands bei Geschäften mit SaudiArabien ein. [263] sondern den Raketen im Kampf gegen den IS sei dieser Grundsatz Gewehre vom Hersteller Heckler & Koch nicht nur – wie * verletzt worden. bei der sich die deutsche Regierung trotz der umstrittenen Militärintervention im Jemen und mit einer einfachen Erklärung der saudischen Führung dem Streit um die Strafen für den Blogger Raif Badawi begnügt hatte. Die Bundesregie. dass „deutsche Waffen einen Bürstützen. Auch in und 2008 mit Saudi-Arabien abgeschlossene Lizenzverden Medien wurde kritisiert. eine „physische Endverbleibskontrolle der in Saudi-Arabien gefertigten G3 und G36 “sei „auf Basis der zugrundeliegenden Genehmigungen nicht möglich“. dass die Bundesregierung bei den Genehmigungen von Lizenzproduktionen in der Vergangen- Medienangaben zufolge soll die saudische Führung auch während der fünftägigen Feuerpause für humanitäre Hilfslieferungen im Mai 2015 die Einreise westlicher Reporter in das Land verhindert haben. Gleichzeitig behinderten tagelange Stromsaudischen Königshaus akzeptiert.deutschen Waffenherstellers aus einer Lizenzproduktigangenen Jahren hochrangige Mitglieder der Bundesre. sich für den Blogger einzusetzen.langen.setzentwurf. nachdem schon Anfang gierung bei ihren Staatsbesuchen in Saudi-Arabien des April der deutsche Botschafter Boris Ruge deshalb im Öfteren von Vertretern der Rüstungs-Industrie begleitet saudi-arabischen Außenministerium vergeblich vorgesprochen und das Außenministerium im Mai beim Botwurden. die Bundesregierung habe sich somit in die unangete zu liefern und vor allem keine Kriegsparteien zu unter.* [265]* [266] Im Gegenzug besuchten seit dem 1. 6. und die Waffenlizenz an tur Bürgerjournalismus und Onlineaktivismus im Jemen. dass schwierig für ausländische Reporter.baldigen Frieden gibt“(n-tv). Nach Informationen des – Drucksache 18/4564.* [270] . die Waffen nur für ausfälle und eine schwach entwickelte Internetinfrastrukden Eigengebrauch zu nutzen.* [266] aus der Situation ziehen werde. Bereits bei der Versorgung kurdischer Verbände gerkrieg befeuern. dass „amerikanische“Journalisten ein Flugzeug verlassen mussten. Januar 2013 Vertreter der saudi-arabischen Landstreit. bevor es in den Jemen flog. wo ihnen in * * Anwesenheit von Vertretern der deutschen Rüstungsin. keine Kontrolle über den Export von deutschen und westlicher Waffenhilfe für nordirakische Kurden Waffen in Saudi-Arabien zu haben.und G3-Gewehre in Saudi-Arabien gebaut werden können. dass die deutsche Regierung gaben bemängelt. Die Bundesregierung hatte wieder. dass Saudi-Arabien die Waffen nicht exweiterhin Waffenlieferungen in Millionenhöhe an Saudi.on in Saudi-Arabien stammen. welche Konsequenzen sie dustrie Waffen-Systeme vorgestellt wurden. obwohl Saudi-Arabien als sunnitische Arabien genehmigte.schafter Ossama bin Abdul Majed Shobokshi in Berlin – ebenfalls vergeblich – auf eine Antwort gedrängt kräfte Bundeswehreinheiten in Deutschland.nehme Lage gebracht. Seit dem saudi-arabischen Überfall im Jemen wurde es so im Jahr 2008 ein Versprechen von Saudi-Arabien.rung. [268] [263] Eigenen Angaben zufolge prüfte die Bundesregierung in der Folge. [254] vorgesehen – für die eigene Armee produziert.sere Kontrollen vor Ort ermöglichen sollte. ist unverantwortlich“. In Dschibuti habe sie dafür gesorgt. der bei ähnlich gelagerten Geschäften besaufhin die deutschen Waffenlieferungen in die Krisenre. in das Land zu gedie Waffen nicht exportiert werden. da sich die *saudische Führung nicht an die Abmachungen gehalten.* [267] Bundeswirtschaftsministeriums an den GrünenAbgeordneten Omid Nouripour Mitte Juni 2015 Siehe auch: Abschnitt „Frage der Neubewertung der PKK ein. sondern Die Bundesregierung räumte in einer Antwort des sie auch in den Jemen weitergegeben habe. Mai 2015* [265]* [266]) Nachrichtenmagazins Der Spiegel von Juni 2015 erwartete die Bundesregierung von den Saudis eine AufkläWeiterhin ging aus der Antwort der deutschen Bundesre. Künftig solle es vor Ort bessere 3. Zur Zeit werde an einem listen Gesetzentwurf gearbeitet. dass in den ver. Aber jetzt direkt in einem In den Medien wurde die Genehmigungspraxis der 1969 laufenden Krieg zu liefern.5 Beschränkungen für westliche JournaNach-Kontrollen geben. Es wurde flikte im Nahen Osten verwickelt gewesen sei. die Lieferungen schienen nicht konform mit sichts der deutschen Waffenexportrichtlinie wurde kritidem deutschen Grundsatz.Regionalmacht seit jeher verdeckt oder direkt in Konholt beteuert. Zur Debatte stand ein GeDer Linken-Abgeordnete Jan van Aken bezeichnete dar. Die Bundesregierung erbat sich vor der Lieferung der Anlage. mit der die G36. In der Antwort hieß “im Artikel „Volksverteidigungseinheiten“ es laut Medienangaben. Angebeanstandet. ob die in den Jemen gelieferten Gewehre des gierung auf die Kleine Anfrage hervor.

Notfallunterstützung für den Lebensunterhalt. die der CERF bis zu diesem Zeitpunkt der WHO je hatte zukommen lassen.6 Millionen an die WHO. 2.* [271] Trotz Bitten von Seiten des Westens und der UN zahlte Saudi-Arabien bis zu diesem Zeitpunkt keine Gelder aus der bereits von ihnen versprochenen Summe von 274 Millionen US-Dollar zur Finanzierung humanitärer Hilfen aus. im Jemen aber ein kritischer Bedarf daran bestehe und mit dem finanziellen Beitrag des CERF die Möglichkeit bestehe. Oxfam.* [272]* [273]* [207] In der Phase von April bis Mai führte der YHPF zwei Zuteilungen durch. Juni 2015 verkündete Kuweit. die von dem anhaltenden Konflikt betroffen waren. sauberem Wasser. um den kritischsten Bedürfnissen zu begegnen.* [82] • Das von CARE. Die beispiellose Höhe des Beitrages des CERF spiegele das noch nie da gewesene Ausmass der gesundheitlichen Notlage wieder. während Saudi-Arabien seine zugesagten 540 Millionen Dollar bis zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht eingezahlt hatte. Wasser.* [82] • Das Nutrition Programme der UNICEF sollte an akuter starker Unterernährung leidende Kinder mit Hilfe von Gesundheitseinrichtungen und mobilen Kliniken behandeln. 31. der größten finanziellen Zuwendung. Save the Children.* [271] Anfang Juni 2015 arbeiteten 58 UNPartnerorganisationen im Jemen.25 4 Humanitäre Hilfe Im Jemen waren verschiedene Programme aktiv. das im Jemen mit seinem am Rande des Zusammenbruchs stehenden Gesundheitssystems zu diesem Zeitpunkt bestehe. deren Zahlung Saudi-Arabien im April 2015 auf Bitte der UN zugesagt hatte. darunter 4 Regierungsbehörden. Demnach wurden 142. Juni eingeführte Yemen Humanitarian Response Plan (YHRP) mit seinem Aufruf zur 1. 1.* [32] .* [55] Am glei- chen Tag verkündete Großbritannien. wowon mindestens 45 Millionen als Beitrag zu dem humanitären Notfall-Appell der UN gedacht seien. Obdach und Schutzmaßnahmen erhöhen.* [82] Zu den Programmen zählten: • Der Yemen Humanitarian Pooled Fund der UN sollte lebenssichernde Hilfe für die am meisten schutzbedürftigen Menschen im Jemen zur Verfügung stellen.6 Millionen an UNICEF. außer den bereits zugesagten Geldern in Höhe von 15 Millionen britischen Pfund (4 Millionen an den Yemen Humanitarian Pooled Fund der UN. In seinem Rahmen sollten medizinische Vorräte.8 Millionen an das WFP.* [82] Der überarbeitete und am 19. einschließlich einer halben Million Kinder.6 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern aufzubringen.* [73]* [12]* [66] Am 23. erklärte.6-Millionen-Dollar-Hilfe gab einen vorrangigen Bedarf von 758 Millionen US-Dollar an. Shadoul. von denen 17 Millionen US-Dollar eingegangen waren und Beiträge von 282 Millionen US-Dollar von den Geberländern zugesichert worden waren. Damit betrugen die von Großbritanniens zugesagten Gelder nach eigenen Angaben insgesamt 55 Million britische Pund. Juni 2015 an die „internationale Gemeinschaft“.* [274] Die UN erhöhten die Schätzung für den Hilfsbedarf* [275] und appellierten am 19. Im Jahr 2015 hatten bis zu diesem Zeitpunkt Geberländer und private Organisationen mit rund 167 Millionen US-Dollar lediglich 10 Prozent der laut UN benötigten Gesamtmittel von 1. 1. Nahrung und Notunterkünfte zur Verfügung gestellt werden sowie Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten. einschließlich der von dem Konflikt am stärksten Betroffenen.7 Millionen an das UNDP und 525. IOM and OCHA angebotene Humanitarian Resilience Programme sollte in den Gemeinden die Krisenanfälligkeit durch die Bereitstellung von Nahrung. Der WHO-Repräsentant für den Jemen. um dringende lebenssichernde Maßnahmen für humanitäre Bedürfnisse im Jemen bereitzustellen. das Leiden von hunderttausenden Menschen. 5. um den Notfallanforderungen der Lage während der Militärintervention angepasst zu werden. 29.* [46] Am 10. 5. Juni 2015 kündigte Saudi-Arabien nach einem Treffen des King Salman Humanitarian Aid and Relief Centers mit den UN die Zuteilung der Hilfsgelder von 274 Millionen US-Dollar auf die UN-verbundenen Organisationen an.5 Millionen an das Humanitarian Resilience Programme) weitere Gelder in Höhe von 40 Millionen britische Pfund als humanitäre Unterstützung für jemenitische Menschen zur Verfügung zu stellen. Das Geld sollte für die Lieferung lebenswichtiger Medizin gegen nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes. 22.000 US-Dollar an das OHCHR in Aussicht gestellt.8 Millionen an die FAO.* [82] Mit Stand vom 31. 6 UN-Behörden sowie 24 internationale und 24 lokale Nichtregierungsorganisationen. 5.5 Millionen an das UNICEF Nutrition Programme. Mai 2015 verfügte der Sammelhilfsfonds Yemen Humanitarian Pooled Fund (Yemen HPF oder YHPF) über eine Budgeterwartung für 2015 von 299 US-Dollar. die jedoch neu umgestellt werden mussten. 8 Millionen an das OCHA.1 Millionen an den UNHCR.* [276] Ende Juni 2015 wurden die Maßnahmen der WHO gegen die humanitäre Krise im Jemen durch den Central Emergency Response Fund (CERF) der UN mit über 6 Millionen US-Dollar unterstützt.6 Milliarden US-Dollar gespendet. dass nichtübertragbare Krankheiten in der Öffentlichkeit während einer humanitären Krise zwar für nicht vorrangige Probleme gehalten würden.5 Millionen an den UNFPA. zu mindern. so Shadoul. Ahmed F. Krebs und Bluthochdruck verwendet werden. 100 Millionen USDollar staatliche Gelder zur Verbesserung der humanitären Lage im Jemen bereitzustellen.

Während die Parteien streiten. das der Speicher für Identität. brennt Jemen.26 5 ZITATE Humanitäre Partnerorganisationen der UN strebten an.* [27]* [26] Das „L3“bedeutete nicht automatisch. und ein außerordentliches Zeugnis für die Errungenschaften der islamischen Zivilisation. dringend auf Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen. das diese Angriffe verursachen.“ – Ismail Ould Cheikh Ahmed.” „In der jüngsten Gewaltwelle haben schon Tausende Jemeniten ihr Leben verloren .all dies sind Facetten einer der größten humanitären Krisen weltweit. die höchstmögliche Maßnahme für die UN-Nothilfeeinstufung.aber es sind Millionen weitere in Gefahr bis zum Jahresende zu verhungern. Juni 2015* [82] “We are one step away from famine. which is the repository of peopleʼs identity. März bis Ende Juni 2015 erhielten nach UN-Angaben 4. Beauftragter der deutschen Bun– Irina Georgieva Bokova. Hungersnot. Juni “Thousands of Yemenis have already lost their lives in this latest wave of violence . UN-Sondergesandter für den Jemen.* [27]* [28]* [277] Laut UN-Angaben ermöglicht die Erklärung eines Level-3-Notfalls.” „Wir sind einen Schritt von einer Hungersnot entfernt. Ministerin für Internationale Entwicklung im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland.“ – Justine Greening. Flüchtlingsströme.* [72]* [1]* [25] Vom 26. das sind 80 Prozent der Bevölkerung. die Luftangriffe auf dicht besiedelte Gebiete wie in den Städten Sanaa und Sa'da betreffen. 15. Geschichte und Erinnerung des Volkes ist. zerstören sie das einzigartige Kulturerbe des Jemen. Juni 2015* [280] „Das Ausmaß des menschlichen Leidens ist kaum vorstellbar: Extreme Armut. UNESCO-Generaldirektorin. Nach UN-Angaben bestand der dringende Bedarf für ungehinderten humanitären Zugang zum Schutz betroffener Menschen. Irak und Südsudan. 19. 3. dass bestimmte Prozesse in Gang gesetzt werden.” „Ich bin insbesondere erschüttert von Nachrichten.“ – Christoph Strässer. Trinkwasserknappheit. desregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre 12.* [1] Die Stufe 3 galt zu diesem Zeitpunkt weltweit lediglich für drei andere Staaten (Syrien. Treibstoffmangel. Konflikte.* [278]“ – Ban Ki-moon. Mai 2015* [4] Hilfe.* [1]* [29]* [25]* [28]* [27] Eine Zwischenprüfung wurde für September 2015 vorgesehen. 2015* [279] UN-Generalsekretär.4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.* [72] Auf einem von UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien einberufenen Treffen der UN-Behörden verständigten sich alle UN-Agenturen einstimmig am 1. 2014 auch die Zentralafrikanische Republik). Juli 2015* [281] . die von mehreren UN-Organisationen zugleich bekämpft werden musste.” „Heute steht die Existenz Jemens auf der Kippe.* [29] 5 Zitate “I am particularly distressed by the news concerning air strikes on heavily populated areas such as the cities of Sanaʼa and Saada. While the parties bicker. die Notfallstufe für den Jemen für sechs Monate auf das Level 3 zu heben. In addition to causing terrible human suffering. dass weltweit Mitarbeiter und Gelder für eine Erhöhung der Hilfen mobilisiert werden können. Juli 2015 darauf.but millions more are at risk of starving by the end of the year. these attacks are destroying Yemenʼs unique cultural heritage. history and memory and an exceptional testimony to the achievements of the Islamic Civilization. Yemen burns. im Jahr 2015 11. sowie Tausende von Fällen des Denguefiebers und anderer Krankheiten .* [28]* [26]* [277] mit denen die UN den Jemen somit auf eine Krisenstufe stellten. Inzwischen sind 21 Millionen Menschen. dass es sich um eine Krise handelt.7 der 21 Millionen humanitäre Hilfe benötigenden Menschen im Jemen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. Zusätzlich zu fürchterlichem menschlichen Leid.“ “Today Yemen's very existence hangs in the balance. Es sollte aber alle Mitgliedsstaaten aufmerksam machen.

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Kinnen56 und Anonyme: 20 8.org/wikipedia/commons/3/39/Foo%C3%9Fj%C3%A4nger.org/wikipedia/commons/c/c3/Flag_of_France.39 8 Text.wikimedia.svg Quelle: https://upload.wikimedia. CommonsDelinker.org/wikipedia/commons/d/df/Indian_evacuees_from_Yemen_lining_up_for_embarking_INS_ le: Sumitra_during_Operation_Raahat_%281%29. Wiegels. EWriter. Ursprünglicher Schöpfer: Dbenbenn. Etienne(Lux).svg Quelle: https://upload.nic.svg Quelle: https://upload.gif Lizenz: CC BY-SA 3.svg Quelle: https://upload. Luckyprof.svg Quelle: https://upload.org/wiki/User_talk:%CE%A0rate' title='User talk:Πrate'>百楽兎</a> • Datei:Fooßjänger.org/wikipedia/commons/4/4a/Commons-logo. Furfur.jpg Quelhttps://upload. S.jpg Lizenz: CC BY 2.org/wikipedia/commons/e/e3/Flag_of_Switzerland_ within_2to3. Jacobolus. Topfgeldjäger. Anglo-Araneophilus.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b4/Flag_of_Turkey.svg Quelle: https://upload. Doc Taxon. Text (in Turkish) at the website of the Turkish Historical Society (Türk Tarih Kurumu) Ursprünglicher Schöpfer: David Benbennick (original author) • Datei:Flag_of_the_United_Kingdom. Autoren und Lizenzen 8. Asdert.pantone.com Clipart Gallery”. Lómelinde. Section 1 [1] (the United States Federal “Flag Law”).svg Lizenz: Public domain Autoren: a specific Western German “green”trafficlight for pedestrians has been a general inspiration for this layout form.wikimedia.wikimedia. Tharlarion.org/wiki/Humanit%C3%A4re_Aspekte_ der_Milit%C3%A4rintervention_im_Jemen_2015?oldid=143725230 Autoren: Aka.wikimedia.svg Ursprünglicher Schöpfer: burts • Datei:Flag_of_Turkey.org/wikipedia/commons/1/18/ CBU-97_SFW_%288steps_attacking_process%29_NT. Williwilli.aspx Ursprünglicher Schöpfer: see below • Datei:Flag_of_Saudi_Arabia.wikimedia.wikimedia.fr/de/frankreich_3/frankreich-entdecken_244/portrat-frankreichs_247/ die-symbole-der-franzosischen-republik_260/trikolore-die-nationalfahne_114.svg Lizenz: Public domain Autoren: Eigenes Werk Ursprünglicher Schöpfer: User:Madden • Datei:Flag_of_France. Stefanbw. Udo T. Code: Title 4.org/wikipedia/commons/9/9c/Flag_of_Denmark.wikimedia.com/pages/pantone/colorfinder. JFKCom. Construction and color guidelines (Russian/English) ← This site is not exist now. • Datei:Flag_of_Denmark. Baumfreund-FFM.svg Quelle: https://upload.

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