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ROBERT SCHUMANN THEMA MIT VARIATIONEN »GEISTERVARIATIONEN* NACH DEM AUTOGRAPH UND EINER ABSCHRIFT G. HENLE VERLAG MUNCHEN VORWORT Tm Februar 1854, wenige Wochen vor Robert Schumanns Einweisung in die Nervenheilanstalt in Endenich, entstan- ur. Aufgrund den seine Variationen ther ein Thema in E dor menseblich ungemein bewegenden Ereignisse dieser Tage hiitete Clara Schumann die Manuskripte dieser ihr gewidmeten, spiiter nn genannten, letz- ten Klavierks crmallen wie Reliquien und untersagte auch jede Versffentlichung. Erst 1939 ersch gabe (Quelle Belang von Schumann Aufgezeichneten e spricht, weshalb hier erstmals cine Urtextausgabe des Wer- kes auf der Basis aller erreichbarer Quellen vorgelegt wird. Schumann withnte sich in jenen Tagen von Geistern um- geben, die ihm teils ,wundervolle™ teils ,grilliche™ Musik darboten, die ihm ,herelichste Offenbarungen“ verhieBon, im aber auch .in dic Halle [zu] werfen” drohten, wie die hichst besorgte Gattin notierte. In der Nacht vom I den 18, Februar vermeinte er, Engelsstimmen 2u hiire ihm jenes choralartige Fs-dur-Ths schrieb es sogleich auf. Wenige Tage spiter, den Aufzeich- nungen Clara Schumanns und Ruppert Beckers zufolg wohl am 22.23. Februa dazu. Von dieser ersten Niedersehrift ist uns lediglich einseitig beschriebenes Blatt erhalten geblieben (Quelle Al), so daB wir nicht wissen, wieviele der insgesamt fiinf Variationen zunitchst fertiggestellt wurden Am 27. Februar schrieb Schumann seine ,Geisterva tionen™ erneut nieder ~ Clara Schumann spricht von einer Mitten in dieser Tatigkeit verlieB Schumann auf na schenkten; er komponierte er Variat Reinschrift nur halb bekleidet das Haus und strate sich in selbstmir- derischer Absicht in den eiskalten Rhei kanntlich gerettet und wieder zuriick nach Hause gebracht wurde. Einen Tag spiter schloB er dann seine so drama- tisch unterbrochene Arbeit ab und tibersandte das Man: kript seiner Frau, die bereits am Abend zuvor auf drat ches Anraten bei ei +r Bekannten eingezogen war. Dieses vollstindige, durchaus nicht in allen Teilen reinschriftiche Autograph (Quelle A2) ist ebenfalls erhalten geblicben und gst durch seinen Bigenttimer der interessierten Of fentlichkeit durch Faksimilierung zugiinglich gemacht wor- den (s. bei ,Quellen*). Tm .Brahms-Nachla6” der Bibliothek der Geseischaft der Musikfreunde in Wien befindet sich eine korrigierte Ab schift der Variationen. 7 Diisseldorfer Kopisten angefertigt, der mehrfach fiir Schu- mann gearbeitet hatte (Quelle Ab). Wann Brahms in den Besitz dieser (einzig bekannten) Abschrift gelangte, ist u klar; vermutlich ein Jahr wach den schreckli nissen, denn Clara Sel ~Haushalthuch* Kopiaturkosten fiir die E: tionen ein. Editorisch-philologisch kommt dieser Kopie cine besondere Stellung zu, hilft sie doch, Schumanns teil~ weise undeutliche Handsehrift in Quelle A2 zu les der sie unmittelbar angefertigt wurde: sodann finden sich in ihr zahlreiche, tels fiber A2 hinausgehende Korrektu- ren, die wahrscheinlich von Schumann selbst stammen. SchlieBlich beweisen weitere Fintragungen, dB sie als mit~ telbare Vorlage fiir die Erstausgabe von 1939 diente. wal wurde nachweistich von BEMERKUNCEN Abkiirsungen: T = Take Eine ausfiibrliche Darstellung der Entstebungsgeschichte, der Quellenbezige tnd von editorischen Kinzelproblemen, findet sich in: Wolf-Dicter Seiffert, Robert Schumanns ‘Thema mit Variationen Es-Dur, genannt ,.Geistervariatio- nen, in: Festschrift Reinhold und Roswitha Schlétterer, 1996, Quellen: Al: Autograph, erste Niederschrift. Undatiert und unsi- gnicrt. Erhalten ist nur ein einseitig beschriebenes Blatt, das mit T37 abbricht. Bonn, Beethoven-Haus, ohne Signatur. Abgebildet in: Eugenie Schumann, Ro- bert Schumann, Kin Lebensbild meines Vaters, Leipzig. 1931, 8. 401 sowie in: Lexikon .Musik in Geschichte und Gegenwart", Band 12, Spalte 317f. lavier,oberes Systems lavier,unteres System AQ: Autograph, unda Schlub, Abgebilde tund seine srt mit autographer Signierang am Valter Beck, Robert Schumann, ‘stervariation Lebensbericht mit, Notenbild und neuen Dokumenten, Tutzing 1992, Ab: Korrigierte Abschrift von Quelle A2 durch den Kopi- sten Friedrich Anton Schlatteres, wohl 1855. Wien, Gee sellschaft der Musikfrounde, VII 41203 (Brahms-Nach- af). Korrekturen wahrscheinlich von Robert Sehu- E: Erstausgabe bei Hinrichsen, London, Ne. 70 (1939) durch Karl Geiringer. Wichtigste Quellen sind A2/Ab; wird der Text wiedergegehen. Korrekturen in Ab, die Uber A2 hinaus- geher ne nach werden (kommenticrt) ibernonimen. AI bildet v Vorstufe mit einigen unwesentlichen Textvarianten, die an dieser Stelle nicht verzeichnet werden. E haingt vor Ab ab und zeigt tiberdies zableei den Urtext; diese Textabweiehungen werden deshalb ledig- lich hei musikafisch problematischen Stellen der Haupt quellen dokumentiert. Eingeklammerte Zeichen st vom Herausgeber, \e unavturisierte Eingriffe in To: 1. Akkord in AI mit 6, in A2 nicht 2weifelsfrei au er- kennen und in Ab ohne b: vel. T 12. ‘T I6/17 0: In A2/Ab eigener Bogen au b—as', dann erst Ber Bogen zu T 17-20, wie in Al. Sicherlich ist der Auftakt in die Phrase cinzusehliefien: vgl. T 20-24 (T 28! in AUAZ « Bogenansatz), T ‘T190: Ab notiert L. Atel ieetimlich 2°25 deshalb in (ae wverbessert (AIV/A2 sind einde faloch ra Ta A2 lediglich ans Platzgrinde System geschrieben, Ab kopiert wortlich (deshalb in E ) 2. dtel (Tere bid!) in A2 uespriinglich ins obere System gescheie- ben, dann — wohl aus griffte tere System (dabei d! nicht mit Hilf == irrtimlich oberhalb des Systems gestochs then Griinden = jondern mit lan- gem Hals nach oben). Terz im oberen System jedoch nicht durchstricher deshalb in Ab b sowohl ins untere, wie obe jt langem Hals verbunden, Terz ‘T 34~360: Bogen in Ab erst ab'T 35, as" (50 auch in B). T36~38 o: Bogen in A2 zumichst zu lang (bis T38) geratens ddann gektira, allerlngsimauer noch bis 2. Atel f" gefuhet. Quelle AD ignoviert Korrektur und setzt angen Bogen: B: entsprechend. Wie setzen Bogen gemaB T1012. 56! 0: 2. Brel in Ab/B ohne b (in A2 leicht 2u iberschen), Bogen in Ab/E irrtimlich ab 2. Stel (in A2flichtig gosetzter In A2 urspriinglich Bogen ru'T 60/61 (ab 2. Atel 60) gesetzt, dann gestrichen und Bogen zu T 62 geschrie- sn; so auch AW/E, Gemiill der Kanonstruktur Bogen be reits ab 2. dtel T 61 angesetzt. (In 69/70 nicht angeglichen,, weil musikalisch andere Situation.) 63/64 u: Haltebogen bb felt in Ab/E. T 64/65 u: Bogen in Ab/E erst ab as (vgl. Ko, T 63, und Quelle A2). T 76/77 u: Haltebogen feblt T7882 u: Bogen setzt in A2 etwas zu weit vorne an; dese hhalh in AB/E bereits ab 1, Note, T78: vgl. Bogenfuhrung in Klo, T 76ff. In Ab/E endet Bogen bereits in T 80. ‘T79u: fp felt in Ab/E. 179/80 0: Haltebogen g'~g" feblt in Ab/E. 'T79/80u: Haltebogen B-B feblt in AbvE. ADIE. TL u: In AZ urspring cert, wiein unserer Ausgabe. Ab miBdeutet diese Stelle 2; stellungin Ab von B thernommen wird. T84u; > in AWE iretdmlich xu Klo. 85 (= Auftakt xu 786): p fehl in ABIE 86-113: In AZ/Ab Vorsehlagsnoten uncinheithich als y oder 2. BloBe 2 in den Takten: 86 0, 890,92 0 und u, 920 tund v,98 u 2.2), 94 u, 97,990, 108.0, 104 (2,2), 12 a, U3tM T87o: In E Vorschlagsnote /"statt d); wir folgen val. jedoch Kontest und T i13" TABo: 1. Vorschlagsnote in A2/AD wohl invtinalich a Gn A2 iiglichcrweise nur unleserliches c's ceato-Punkt fet im Alb 2. fet in A, T98u: 2. Vorsehagsnote in A2 .\ in Ab urspe. 20 Bey von T 94 (ebenfalls), nachtrdglich gestrichen und in T 9 als. genchriebe TOdu: Atel-Note Es in Ab/E als L6tel-Note notiert (mit cimem Hals an I6telNote b). Statt 2. 4tel-Note As setat Quelle E (sermutlich aufgrund der harmonischen Situa- tion beim letzten Stel zwei tel-Noteu As Bs T101 u: fn A2/Ab irvsiich samiliche Notenwerte doppelt so lang 11090: 1, Note im A2/Ab e* (stattb!)s in AD wohl zu Recht nachtriglich korrigiert zu b!, das auch E wiedergibt. Der Bogen in ADIE bis zum 2, Atel Io: 8. T6tel-Note in A2 scheinbar Ters (bYAd2), aber wohl undeutliche Korrekturs in Ab urspringlich dieselbe ‘Tera, dann b! wohl zu Recht nachtriglich gestrichen (E gibt 1), Letzte Note in AZ undeutlich es; in Ab es? aus lich f* nachtraglich korrigiert (f? filseblich in E). Vorschlagsnote in Ab invtimlich d (unkorri- siert)sin AZcherc!echwerleshar);s. Bemerkung2n F880. TUS" (= Auftaktzu T1M): Letzte feet in ADVE anders Dehalst (6 einzeln nach waten, g/d! an einem Hale nach ‘hven); entsehecidend hier und im folgenden jedoch die Auf= saktnote a mit Folgenote ~ also wie 42 ediert ‘T1160: Im letzten Akkord in AZAb es'; in Ab gestrichen und wohl zu Recht (vgl. T124) 2u d korrigirt 1200: E laBt d? weg, wel es gleichzeitig mit dem Akkord nicht spielbar ist; bezeichnenderweise steht d? aber zwei- folsfrei in A2 und itin Ab nicht korrigiert, Dadi torische Idee der 4, Variation diese Note nahelegt ja ddozu verlangt (sche auch Bemerkung zu T 113! 9, letztes ‘tel, sollte man sie, am besten wohl als Nachschlag,spie Jen. Der letate Btel-Akkonl des Taktes in A2/ADIE (E faimat sogar Pausen) an einem Hals: gems rhythmiseh- omhographischem Kontext Behatsung getrennt, T1210: fis! in A2 arspriinglich mit Stel-Fahnche n Ab irrttimlich als ‘Terenote a! interpretiert jedoch wie- orgies (in E Tere fsa"). ‘T1240: 2, Akkord in A2/Ab mit e!; in Ab jedoch nachtiig- lich wohl au Recht gestrichen (vl. 116). "T125 u: b-Norveichen 2u as in A2/Ab ievtimlich 2b 'T 133-185 0: Bogen in A2/Ab erst ab 134; gem Parallel stellen bereits ab Auftakt-Note gesetat Tl": Letster Akkord in A2/Ab mit bs in Ab wohl 20 Recht (vgl. Ku) nachtriglich korrigiert (ohne b). In E wie der mit b. Haltebogen gemil Korrektur in Ab geset. ‘T2-171: Behalsungerichtung der 32stel-Noten in A2/Ab nicht Konsequent gemill der intendierten Handverteilung allgemeinen Charakter lnstehenden 2stel-Noten beibehalten (statt ge- rmeinsamer Balkung der Mitelstimme, wie in E)- T M3.u: Letate B2stel-Note d' feblt in Ab. Tito: Mittelstimme, 5./6. 82stelNote (as/b) gemil A2/ Ab wiedergegeben. E ersetat durch bles!, wohl im Blick auf den analogen Konte T M60: Letate I6tel-Note in A2/Ab fis zu Reeht zu es! korrigiert 152.0: Letzten beiden Terzen in A2 héichstwahrscheinlich asle'(schwer zu erkennen): in Ab/E wohl irrtiimlich as/b. ‘T1540: 4. 16tel-Note (es!) in AZAD f!;in Ab wohl zu Recht nachtriiglich zu es! korvigiert (in E wieder f"), nachtriiglich wohl v T1580: # zu cis! gemild A2; core iert(fehlt in E) 'T 158 u: Die beiden oktavierten 8tel-Noten (By/B) auf der 1. und 3. Zihlzeit feblen in A2/Ab; von E wohl zu Recht er 158/159 0: Bogen in AD/E erst ab cis!, T 158. 7162: In E korrumpierte Lesart: Ab nachtraglich hin T1620: 5, 32stel-Note (bid!) in Ab bles!: in A2 nicht ganz eindeutig, ob d" oder es! Note in A2 2weifellos Torz b/cis' notiert; enden Quellen Ab/E. Miglicherweise ist ‘2usitaliches b ein Irrtum, verglichen mit allen tbrigen Tak- ten dieser Variation. T 1660: 5./6. 32stel-Note in A2/Ab clYes!; in Ab nachtrig- lich 2u asic! korrigiert (im 6. 32stel undeutliches as). 7170": 3, letate 32stel-Note in A2 schwer zu erkennen (Kormktur), wohl es/g; in Ab cindeutig es (ohne g)- PREFACE Robert Schumann's Variations on a Theme in E flat major, later knowa as the “Ghost Variations", were com: posed in February 1854 a few weeks before his internment in the insane asylum at Endenich, Due to the harrowing events of ths period Clara Schumann — to whom the work dedicated — jealously guarded the manuscripts of this Piece, her husband's last composition for piano, as if they were sacred relies and forbade any attempt to publish them, Not until 1989 did the fist edition finally appear. As it departs in many respects from Schumann's ma wwe have chosen to present the work here forthe first time in an Urtext edition based on all available sources. At this period in his ife Schumann imagined himself to be surrounded by ghosts who played music to him, some of it wonderful’, some oft "hideous. They not only promised him the ‘most magnificent revelations’ but also threatened as his highly concerned wife r. Tn the night from the 17th vo the 18th of February he claimed to hear angelie voices offering hi wseripts oted. to “cast him into Hel this chorale-like theme in E flat major, which he wrote down on the spot. A fow days later, probably on 22 and 23 February accord to Clara Schumann's and Ruppert Becker's diary entries, he composed a set of variations on the same them tunately all that has survived of this first draft is a single leaf written on one side only (source Al). As a result, we cannot be certain how many of the total of five variations were completed at that tim On 27 February Schumann again wrote out his “Ghost Variations”; Clara Schumann even speaks of a “fair copy”. In the midst of this activity he loft his home half-dressed and le attempt, threw himself into the icy waters of the Rhine, from which, as is well known, he was rescued and taken home again. One day later he completed the work he had interrupted so dramatically and sent the man- script to his wife, who on the previous evening, acting on the advice of a physician, had moved to the home of an ac- quaintance. This complete autograph manuseript (source A2), though not fair in all sections, has likewise survived vl andl was recently made available tothe world at large by its a facsimile edition (see ‘Soueves’) The “Brafims Estate’ in the library of the Gesellschaft der Musikfrennde in Vienna also contains a corrected man- uuscript copy of the variations, [tas heen shown to be the work of a Diisseldosf copyist who had worked for Sehu- mann on several occasions (source Ab). It is uncertain exactly when Brahms came into possession ofthis copy (the only known one ofits kind): but presumably this happened cone year after these tervible events, for Clara Schumann entered copyiat’s costs for the E flat major Variations in her “Haushaltbuch” in April 1855. From an editorial and philological standpoint this copy is especially important as it helps xs co decipher Schumann's sometimes indistinct handwriting in source A2, which served as its immediate number of rorrections, some of them superseding A2, which were in all likelihood the work of Schumann himself. Finally, several further entries prove that it served indirectly as the production master for the first edition of 1939. COMMENTS ON THE EDITION A detailed discussion of the work's genesis, sourves and editorial difficulties ean be found in: Wolf-Dieter Seiffert Robert Schumanns ‘Theme tit Variationen Es-Dur, genannt “Geistervariationen™, in: Festschrift, Reinhold tund Roswitha Sehldtterer, 1996. Al: Autograph manuscript, first draft. Undated and ae signed. Consists of stg feaf written on one side only, ending at M32, Beethoven House, Bonn, no call umber, Reproduced in: Eugenie Schumann, Robeet Schumann. Ein Lebenshitel meines Vaters, Leipzig 1931, p- 401, and in: Musik in Geschichte und Gegen- wart, vol. 12, cos, 317f. A2: Autograph manuseript, undated, ending with auto. graph signature. Reproduced in: Walter Beck, Robert Schumann und seine Geistervariationen, Bin Leben: beriebt zit Notenpild und neuen Dokumenten, Tat ing 1992, Ab: Corrected manuscript copy of sovme A2, made by the opyist Friedrich Anton Schlatterer, probably in 1835. Gesellschaft der Musikfreunde, Vienna, VII 41803 (Brahms Estate). Corrections probably by Kobert Schumacn, First edition issued by Hinrichsen, London, no. 70 (1939), edited by Karl Geivinger: ‘The primary sources are A2/Ab, upon which our text is based, Corrections in Ab which supersede A2 have been in- eorporated (see Comments). Al is a preliminary stage in- cludi Jigible variants which we have not listed here. E derives from Ab, and also contains a large number of unauthorized emendations to the original text; these de- Viations are therefore mentioned here only for those pass- several ns pianaferte, Jer staff pianoforte, upper stop ages where the primary sources are musically problemat- Jes), Signs in parentheses represent editional additions. Mota: First chordin AI has bb; indistinet in A2 and lacking im Ab see M12. Mia/t7u: Separate slur on bb—ab! in A2/Abs then large slur on M 17-20, asin AL. Surely the phrase is meant ton therefore wrongly ‘corsevted” in Eto 2: 2 (unambiguous in AL/A2). of M21: A2 places. == in upper staff solely for reasons of spaces copied literally in Ab, arid therefore engraved che staff in E by mistake, A2 originally placed the second, quarter-note (bb/d' third) in the upper staff and then, probably for reasons of execntion, moved it to the lower staff, notating d with a long upward stem instead of ledger line. However, as the bb/d’ third was not deleted in, the upper staff, Ab has a bb in both the upper and lower staves, connected by a long stem, with the bb/d third addi- tionally notated in the upper staff. M34~36 u: Ab postpones slur to ab! in M35 (same in E), (ur originally too long in A2 (ending in M38), then shortened, but still ending on f' on second quarters note, Source Ab ignores correction and draws a fong sur, as does B, We set sfur as in M 10-12, M56!u: AWVE lack 6} on second eighth-note (easily over- looked in A2). Ab/E mistakenly start slur at soconet eighth note (hastily drawn in A2) ‘M6L/621: A2 originally drew slur over M 60/61 (start second quarter-note of M 60); later deleted and drawn over M62, as also appears in Ab/E. In view of the eanoniestruc~ ture, we start the slur at the second quarter-note of M6. (M 69/70 have not been made consistent with this passage duc to the different musical context.) M63(641: AWE lack tie from bb bb. M4651: ADVE postpone slur toa (see pfu, M63, and 2) M1677: ABE lack 0 M78-81l: A2 starts slur somewhat too early, therefore begun at note 1 of M78 in Ab/E: see slurring in pfu, M J6fT. Ab/E end slur prematurely in M80. M91: ADE lack fp. M79/80.u: Ab/E Jack 79810 ADSE lack tie rom Bb BS jon, Ab miseonstrues this pas- reeted to read as in our edi ‘a reading adopted by E despite sub- sage as sequent eorrvetion in Ab. M&A 1: Ab/E mistakenly place > in pfu M85 (= upbeat to M86): ABIE lack p- M80-113: Gi AQIAD. Simple ¢ in M860, 89 ice notes notated inconsistently as) or 2 in 91 wand 1, 92 wand 1,93 Hand 2),941,971,99u, 103, 1041(2nd 2), 1121, 113", M87 ut E gives grace note as f" instead of d'; we follow A2/ Abs however, see context and M113". MBB u: A2/Ab give first grace note as dl, probably by mis- take (possibly illegible c! in A2: see M1134. Ab lacks first in A2. staccato dots se 1 Ab originally at the be- ining of M94 (also 3), subsequently deleted and notated Din M95, M941: ADE notate quarter-note Eb as loth-note (stemmed with 16th-note bb). Instead of second quarter-note Ab source E has two eighth-notes Ab—Eb (presumably due to hharmonie context of final eighth-no M101 I: A2Ab double all durations by mistake. M109u: A2/Ab give note 1 as c* instead of bs sub- sequently (and probably rightly) corrected in Ab to bb’ which is also adopted by B. Ab/E extend shir to second M1Lu: A2 apparently gives eighth sixteenth: d third, though probably an indistinet correction; Ab orig- inally had this san peequently (and probably rightly) deleted the D}'. (E has incorrect bb!) A2 gives distinet eb? as Ab originally had f?, subse- quently corrected to eb” (E incorrectly gives f°) M113!u: Ab gives d! by mistake for second grace corre ‘more likely in A2 (difficult to read); see com- ment on M88 M113" u(= upbeat to M 114); ADVE give different stemming for final quarter-note (bb! stemmed downward, 24d! on single upward stem); sine arter-note wate as bb! ral but 5 note (an however, the decisive point here vi and in the next measure is the upbeat g! and its we follow A2, M116: A2/Ab have eb in final chord: del corrected (probably rightly: see M 124) tod! M120u: E-omits das it eannot be played sed in Ab and the same time as the chord: revealingly, however, d" ean clearly be vead i Since the compositional A2 and is left uncorrected in Ab idea of t (see a should probably be played, perhaps as an after be al eighth-note chor in this bar has a single ston ADE (E even audds rests); we have used separate stems i view ofthe ehythmic and orthographic context M 2s: A2 originally had eighthenote lag on f# kenly interpreted as a! in Ab, but then corrected. ( fa! hind). M 124u: A2/Ab have e' in second chord; subsequently (and. probably rightly) deleted in Ab (see M 116) M125: A2/Ab mistakenly place b on bb instead of ab 133-135 u: A2/Ab postpone sur to M134; corrected here to include upbeat for consistency with parallel Mul" ably (reinstated i in Ab, M 142-171: Stemming of 32nd-notes in A2/AD not consist cnt with intended division of hands, We ha fourth yariatis 1 virtually hinges on this note note), it nent on M113" wy final quart has sages. [Ab Db in final chon subsequently (and pr ightly; see pf I) corrected in Ab, which lacks bb E). Te added for consistency with correction standardized the stemming while rota ated 32nda(rather than beaming the middle voice asin E). M431: Ab lacks final 32nd-note d!, M Mu: Fifth and sisth 32nd-notes (ab/b)) in rendered asin A2/Ab. E substitutes bb/eb!, pechapsin view of analogous context M64: Last sisteenth-note im A2IND fis!s subsequ (and probably rightly) corrected toes ven as ale? in A2 ); rendered ab/bh in A/E, probably difficult to decipher by mistake. M 154.u: A2/Ab give [for fourth sixteenth-note (eb'): sub- sequently (and probably rightly) correeted to ¢3"in Ab (E reinstates"). M158 u: # on cf! taken from A: (lacking in F) M158: The two octave eighth-notes (Bb,/B}) on beats 1 and 3 lacking in A2/Ab; added in E, probably rightly so 158/159 us Ab/E postpone slur to ein M158, M162: Corrupt reading in B: tly added toAb subsequ vill M162u; Ab has Db/eb! for filth 32nd-note (bbid!); A distinet as tod! or eb'. M1641: A2 clearly gives db/e# for first and second Ab/E. Compared to all other bars notes, as do later source in this variation, bb may be an M166u: A2/Ab give cl/eb! for fifth and sixth 32nd-notes: subsequently corrected to able! in Ab (indistinet aby in sixth 32nd) M170" u: Final third 32ud-note difficult to decipher in A2 (crasure), but probably eb/g: clearly eb without gin Ab. PREFACE 2” est en février 1854, quelques semaines avant son inter- nt a Pasile d’ Endenich, que Robert Schumann éerivit cen mib majen cirvonstances particuliérement douloareuses de vette pé- riode, Clara Schumann a pour ainsi dire conservé comme des reliques, allant méme jusqu’a en interdire toute publi- les manuserits de cette derniére composition pour piano de son mari, qui devait recevoir plus tard le tin de sGeistervariationens, c'est variations des espritse. IL fant attende 1939 pour que paraisse la pre- ire édition (source E): eclle-i différe a maints ézards du texte de Schumann, ce qui justfie la publication de la pr te édition critique, la prem lisée sur la base de toutes les sources disponibles, Comme le note & Pépoque sa femme iment inquidte, le compositeur 8 ‘qui lui transmettent une musique tantot «amerveilleuse», tant6t «atroce» qui lui promettent es «révélations les plus sublimes» mais Jo menacent aussi de le «jeter en enfer» Dans. 18 février, il eroit entendre des voix anges qui lui révélent le th rib majeur, theme comme un choral qu'il note sur-le-champ. Quelques jours plus tard, probablement les 22 et 23 féveier dapres les in- dications de Clara Schumann et Ruppert Becker, Robert Schumann compose des variations sur ce théme. Malheurcusement, on ne posséde aujourd’ht seule page autographe de cette premizre mise par éeri (source Al), si hien qu'il est impossible de savoir quelle part de Peuvre, qui comprend cing variations au total. le compositeur avait déja écrite a cette date. Le 27 février, Schumann poursuit sor éravail et Clara re- late une «mise au propre des «Geistervariationen» ses variations sur un thi En raison des ceatio lara, profondé- agine entouré d'esprite nuit dy 17 a qu'une REMARQU core en plein travail, le compositeur ¢interrompt brusque- ament, sort de chez lui & cen se jetant dans l'eau glacée du Rhin. Sau eb dédiée 4 Clara, et envoie le m: S'était réfugiée, sur le conseil du Cot autographe (source A2), complet mais dont toutes les parties n’ont pas été mises an propre par le comps son propriétaire a mis récem- ition du public intéressé sous forme de fae- vitié vétu et tente de se su iui, on le sait, il termine le lendemain sa composition, serit A sa femme, laquelle sédecin cher. une amie également resté conserv similé (voir -Sourees>), Texiste & la bibliotheque de la Fesellschaft der Musik- comme il est prowyé, un copi qui avait travaillé & plusieurs reprises qui a réalisé cette copie (source Ab). On pour Schuman ne sait pas avee certitude a quel moment Brahms est entré en possession de cette copie, la seule que'on connaisseat- jourd’hnis c'est probablement une année aprés les ti ribles événements quill’ regue pique Clara insert dans ton «Hawshaltbuch-, son agenda, en avril 1855, les frase copie pour les variations en mib majeur, Ladite copie revét ne importance particuliére du point de vue philelogique et éditoral elle constitue en effet une aide précieuse pour la lecture dur manuscrt autographe, en parte difficilemont lisible, de la source A2, utliséedirectemont par le copistes A'autre part, elle renferme de nombrewses core dont certaines mocifient méme le tente de A2, corrections «qe Yon peat selon toute probablité attribuer & Schu- tan. Par ailleurs enfin, cette copie eorrigée comporte di- verses mentions pronvant qu'elle a indirectement servi de modele pour la réalisation de la premiére édition de 1989. Abréviations: M = mesure; sup = piano, portée supérieure; inf = piano, portéeinferieure ‘On trouvera dans Pouvrage ci-aprés un exposé détaillé de Ia gendse de Peruvre, de ses sourves ainsi que des différents : Wolf-Dieter Seifert, Robert Schu- manns‘Thema mit Varia 's-Dur, genapnt «Geisterva- riationen», in: Festschrift Reinbold und Roswitha Schlotte- rer, 1996 x initialement dans néet M93 inf: 2°" appoggiature dans A2 Ab au début de M94 (aussi }), ultérieurement supp note 2a M93, M94 inf: Mil noire noté sous forme de double eroche dans ADVE (sur une méme hampe avec si} double eroche). La du 2" Lab noire (probablement e tation harmonique caraetérisant Ia dernidre sourve E note wu bie raison de a si exoche) les deux eroches Lah et Mi M01 inf: A2/Ab doublent par erreur toutes les valeurs de M109 sup: Dans AXA sil}: Ab rectifi titre, et ote un sib! epris p 2 noire dans AB/E M101 sup: La 8°" double croche est apparemment tierce (sib) dans A2, mais ils agit probablement @ 1 difficilement lisible; puis cortige apres coup, probablement titre, en supprinant lesib'). (Exeprend a tortlesi!.) Dans A2, derniéte note, mib®, peu lisibl apris coup cen mis? un ft initial (fa! repris de fagon exvonée dans B). M113'sup: Dans Ab, 2” appogsiature qotée ré? par reur (non corrigé); plutot do! dans A2 (difficile ive); ef. remarque M88 sup. M113" (= temps levé de M11): dans AD/E, notée sur plusieurs hampes (sib! est noté séparément sur mpe dirigée vers le has, sol'/r! se trouvent sur une do? comme V™ note (am Tiew de ment, probablement 2 juste ison traeée jase’ a correct Ab note initialement Ia note suivante. done selon la lecture de A2 M 116.up: mib! dans le dernier aceon de A2/Abs est ray A juste titre par Ab et corrigé en ré! (ef. M12 Mi E supprime ré', impossible & jouer en ‘lest cependant caraetéristique que ce ré° se trouve sans ly moindre équivoque dans A2 et ne soit pas corrigé dans Ab, Etant donné que Pidée musicale sur lag la 4" variation suggére et méme requiert, cette note (ef, aussi remarque M 113" sup, dernitre noite), id est préfeérable de la jouer, ce qui pent se face sous forme de résolution, Dernier accord de croches de la note sue une méme hampe dans A2/ADIE (E rajoute méme les lenees); apres le context phique, la notation réclame des hampes différentes. M121 sup: Dans A2, fad noté initial Ade croche; celuici est d'ahord interprété dans Ab en tant que da! (note de tierce). pis corrigé (E note la tierce fala). M124sup: Dans A2/Ab, 2 accord noté avec dol; il est supprimé aprés coup a juste titre par Ab (ef. M116). -ythmique et sa réalisation gr M125 inf: Le} du fa bémol est interprété par erreur en tant que sib M 133-135 sup: Dans A2/Ab, la liaison débute seulement & M134; nous la notons i partir du temps levé. M141" cup: Dernier acvord avee sib dans A2/Ab; corree- tion aprés coup. justfie cf, p inf), dans Ab (sans si). Le sib est réintégré dans E. Liaison de durée notée selon cor- selo les passages paralléles, & rection dans Ab: M142-171: Dans A2/Ab, los hampes des triples enoches ne sont pas divigées de fagon conséquente en fonetion du par = voulu par le eompositeur. Notation unifor- compte du caractore général des triples cxoches individualisées (au iow des harres reliant entre el les comme dans E, les triples eroches de la voix moyenne). M143 inf: Derniére triple absente de Ab. M44 sup: A la voix moyenne, 5°°* et 6° triples croches (labisih) conformément 8 A2/Ab. E remplacé par simi. probablement pour raison d°analogie avec le contexte, M46 sup: Dans A2/Ab decniére double-eruche fa#!s ree- tific ultérieurement, probablement & juste titre M152.sup: Dans A2, il “agit tres probablement ce fa b/do! pour les deus derniéres tierces (dfficilement isle): Ab/E anotent probablement par erreur lab/sib. Mistsup: Dans A2/Ab, 4°™ double c Jit; Ab covrige apres coup & juste titre en mib! (E rprend le fa). M158 sup: Le # du dot conformément & A2; i est rajouté aprés coup dans Ab (absent de E). M15Binf: Les deux eroches octaviées (Sib;/Sib) des I" et 3° temps font défaut dans Ah E fes rajoute a just titre, M 158/159 sup: Liais ment dans ABE Mie: tage des m rmisée mais ten: roche, ré partir du dof! de M158 : Lecture erronée dans M 162 sup: 5° triple eroche (sib/ré!) noée sibimib! dans Ab: notation floue dans.A2: ré" ou mi! M 164inf: A2 note sans aucun doute la tie 1°" et 2° triples erochess notation reprise par les sourves ultérieures AD/E toutes les autres mestres de cette variation, que le sib soit en trop. 1M 166sup: Dans A2/Ab, 5 et 6°" triples eroches notées do‘imib': Ab corrige aprés coup en ta /do! (la) peu lisi- lea la 6™ triple eroche). M 170" sup: lire dans A2 (correction); il s'agit probablement de mib/ sol. Ab note sans aucun doute sibidot! aux Hest possible, par comparaison avec site triple eroehe avant la fin difficile a in mib (sans sol). Munchen, Herbst 1995 SEIEFERT THEMA MIT EY TEMA Leise, innig : a TP ce ay ae =e “sy —— 3 er cer er PETE [Peereer |e EFF | rte i Se Er Sep" eerepi e SPs a oN VAR.UI Etwas belebter ms. VAR.IV es " 1) SieheVorwort, Bemrckungen, *) See Preface, Remaths +) Voie Price, Remarques, VAR.V | 7 iF vf Ht Py ih i fi FEAT, aN SS by soo tl 3 a ? 7 ees = stig SSS PREP TTT TPP a Try C a f OEE Fae Fae FF Tt, Paes J j a wie Fi fy - - - oo aes PP RIT A GE a ae : eee Emenee LAF by | FDP Pb PPD] Tea TY TGP E PP FT PE FP FP a 2 ae —__ —~ = E alas a Ha fi v : = = — iz es anil Fi fee i ‘|: eer bee Kes 2: D yy “er ¥