You are on page 1of 12

Moviemento & City-Kino

März 2015
Nr. 314 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at

REGIE WOLFGANG

MURNBERGER ROMAN WOLF HAAS

Vorspann

Klassik
im Kino

Inhalt

Neue Filme im März

März/April

Cinderella............................................... 6
Das ewige Leben...................................... 3
Leviathan.................................................. 6
Ma Folie..................................................... 7
Shaun das Schaf – Der Film................ 6
Still Alice................................................. 5.
Superwelt................................................ 4
Tableau noir............................................ 7
Titos Brille.............................................. 8
Über die Jahre......................................... 5
Verstehen Sie die Béliers?.................. 3
Vielen Dank für Nichts........................ 4

Romeo und Julia
Ballett aus dem Bolschoi Theater, Moskau
So 8. März, 17.00, City-Kino

Schwanensee
Live Ballett aus dem Royal Opera House, London

Di 17. März, 20.15, City-Kino

RISE AND FALL OF THE CITY
OF MAHAGONNY

Ak:kultur...................................................... 8
Babykino...................................................... 8
Filmring der Jugend..................................... 8
Südwind....................................................... 8
Cinespañol................................................... 9
Berlinale 2015.............................................. 9

Live Oper aus dem Royal Opera House, London
Mi 1. April, 20.15, City-Kino

IWAN DER SCHRECKLICHE
Live Ballett aus dem Bolschoi Theater, Moskau
So 19. April, 17.00, City-Kino
Achtung: Vorstellungsbeginn von 18.00 auf 17.00 Uhr geändert!

Preise:
Programmheft-Jahresabo: EUR 19,–
Kinometerbank: 10 Karten +
Programmheftabo: EUR 70,–
MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt +
Abo: EUR 30,–,
Einzelexemplar-Programmzeitung: EUR 1,50
Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße,
BLZ: 54000, Kontonummer: 761858, lautend auf
»Moviemento Programmkino gemeinnützige GmbH«
Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen
Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und
MovieMember-Cards liegen an der Moviemento
Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der
Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen
ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus organisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino
nicht möglich.
Wegen immer häufiger aufretender Zustellprobleme unserer Programmzeitung durch die Post
möchten wir uns entschuldigen. Diese liegen nicht
in unserem Bereich. Gegebenenfalls bekommen
Sie das Programm gerne an der Kassa.

Impressum
Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer
Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090.
Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189.
F. d. I. v.: Wolfgang Steininger.
Gestaltung Heft 314: Stefanie Pachlatko, Stefan Messner.
Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck.
Druck: Haider Schönau, Niederndorf 32, 4274 Schönau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Mit der Unterstützung von BMUKK,
LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern,
Förder_innen.
Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur
Förderung kommunikativer Kinokultur, Unternehmensgegenstand: Präsentation von Filmkunst.
§ 25(4): Vermittlung von Informationen über Film,
Kino-Kultur und Zeitkultur.

2

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

So 1. März
11.15 Whiplash
11.15 The Imitation Game
11.30 National Gallery
13.10 Foxcatcher
13.30 Birdman
So 8. März
11.15 Titos Brille
11.30 Das ewige Leben
13.00 Das ewige Leben im City-Kino
13.30 Oscar-Gewinner im City-Kino
So 15. März
11.15 Still Alice
11.15 Cinderella
11.30 American Sniper
13.10 Das ewige Leben
13.15 Verstehen Sie die Béliers Preview

So 22. März
11.15 Verstehen Sie die Béliers
11.15 Shaun das Schaf
11.30 Cinderellla
13.00 Superwelt Mit Karl Markovics
13.10 Vielen Dank für nichts
So 29. März
11.15 Verstehen Sie die Béliers
11.15 Shaun das Schaf
11.30 Cinderellla
13.00 Superwelt
13.10 Über die Jahre

Das ewige Leben

Das ewige Leben
AT/DE 2015, 122 min, OdF,
R: Wolfgang Murnberger,
B: Josef Hader, Wolfgang Murnberger
nach der Buchvorlage von Wolf Haas,
K: Peter von Haller, S: Evi Romen,
D: Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von
Waldstätten, Roland Düringer, Margarethe
Tiesel, Christopher Schärf
Ab Donnerstag, 5. März
Schwarzhumoriger Krimi, in dem der
schrullige Detektiv Brenner seinen eigenen »Mord« aufklären will. Von und mit
dem Gespann von SILENTIUM! und DER
KNOCHENMANN.
Gestern stand er am Rande des Abgrunds,
heute ist er einen Schritt weiter: In Wolfgang
Murnbergers vierter Verfilmung eines Krimis von Wolf Haas verschlägt es den Brenner zurück in seine Heimatstadt Graz – wo
ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit auf ihn lauert. Mit dabei: Tobias Moretti,
Roland Düringer und Nora von Waldstätten.
Jetzt wär’s echt schön, wenn eine Zeitlang
einmal nichts passieren würde. Der Brenner ist nun vollinhaltlich eine gescheiterte
Existenz, nur das kleine Haus seiner verstorbenen Mutter im Grazer Nicht-sehr-Nobelbezirk Puntigam ist ihm geblieben, eine
erbärmliche Bruchbude ohne Strom, dafür
mit undichtem Dach. Also zieht er um, von
der Hauptstadt in die Heimatstadt. »Back to
the roots«, sozusagen. Leider sind die ziemlich angefault, genau wie sein Dachstuhl. Als
Brenner nämlich seinen alten Polizeischulfreund Köck, heute als zwielichtiger Altwarenhändler tätig, aufsucht, um sich Geld
auszuborgen, steht auf einmal auch der
Aschenbrenner da – auch einer von damals,
und immer noch einer von denen: Aschenbrenner ist hier jetzt Chef der Kriminalpolizei. Tja, und wenig später ist der Köck tot,
und der Brenner liegt mit einem Kopfschuss
im Krankenhaus – weiß aber nicht, was
passiert ist. Der Aschenbrenner scheint allerdings was zu wissen. Vor allem wissen sie
beide, dass sie früher einmal alle gemeinsam eine riesengroße Dummheit gemacht
haben, mit schrecklichen Konsequenzen,
die offensichtlich immer noch nicht ausgestanden sind. Gut, dass sich wenigstens die
Frau Dr. Irrsiegler so nett um den Brenner
kümmert. Doch was der Brenner, großstadtverwöhnt, nicht bedenkt: Graz ist ein besseres Dorf, hier kennt jeder jeden, und manche
einander noch viel genauer, als man glaubt.

Über die Jahre

Das Leben ist hart, aber unfair. In seinem
vierten Kino-Abenteuer als trauriger Sturschädel Brenner gemahnt Josef Hader
mehr denn je an die Anti-Helden aus den
ganz großen Tragödien – Hirn, Herz, Seele
und Körper werden ihm ordentlich hergebeutelt in diesem furios inszenierten Krimi,
in dem neben Tobias Moretti als beängstigend moralbefreiter Amtsfürst, Nora von
Waldstätten als ebenso charismatische wie
tatkräftige Medizinerin und Roland Düringer als herrlich grindiger Kleinkrimineller
auch Österreichs Provinzhauptstadt Graz
in all ihrer Pracht zur Geltung kommt: ein
filmischer Hochgenuss, bis zum bitterbösbrachialen Ende.
AUS EINEM INTERVIEW
MIT WOLFGANG MURNBERGER
DAS EWIGE LEBEN ist die vierte BrennerVerfilmung. Das Drehbuch hast du in bewährter Weise wieder mit Josef und Wolf
geschrieben. Hat sich die Drehbucharbeit
seit dem KNOCHENMANN verändert?
Im Roman gibt es immer viel mehr Figuren,
viel mehr Handlung. Das Herausfiltern von
dem, was man eigentlich wirklich erzählen
will, das war auch diesmal wieder schwierig.
Die Brenner-Filme gehen immer näher an
die Charaktere heran, die wir erzählen wollen. Und das haben wir auch dieses Mal wieder sehr konsequent gemacht. Wahrscheinlich so konsequent wie noch nie vorher. DAS
EWIGE LEBEN ist wahrscheinlich der persönlichste Brenner-Film. Der Brenner kehrt
ja zurück in die Stadt, wo er aufgewachsen
ist, trifft auf seine alten Freunde und wird
mit ein paar Jugendsünden konfrontiert,
die bis ins Jetzt nachwirken. Jetzt lernt man
die Geschichte vom Brenner kennen, woher er kommt und was er eigentlich vorher
gemacht hat. Die Drehbucharbeit war ähnlich wie bei den anderen Filmen. Am Anfang
setzen Wolf Haas, Josef Hader und ich uns
ein paar Tage zusammen und überlegen
uns eine Storyline, also eine Szenenfolge.
Hier legen wir fest, was wir aus dem Roman
verwenden und in welcher Reihenfolge es
erzählt wird. Die Drehbucharbeit selbst ist
dann meistens so, dass ich eine erste Drehbuchfassung schreibe, der Josef die zweite,
der Wolf Haas immer jede Fassung liest und
wir treffen uns nach jeder Fassung und jeder
sagt, was ihm an dieser Fassung gefällt und
was nicht.

»Jetzt ist schon wieder was passiert..« gewohnt gut. Oder besser – »sakrisch guad«.
– Blickpunkt:Film

Verstehen Sie die Béliers?

Verstehen Sie
die Béliers?
La famille Bélier
FR 2014, 105 min, Französisch OmU,
R: Éric Lartigau, B: Victoria Bedos, Stanislas
Carre de Malberg, K: Romain Winding,
S: Jennifer Augé, D: Karin Viard, François
Damiens, Eric Elmosnino, Louane Emera,
Luca Gelberg, Roxane Duran
Ab Freitag, 20. März
Gefühlvolle Komödie über das Anderssein
und Coming-of-Age mit einer überwältigend aufspielenden Newcomerin.
Ein Wochenmarkt irgendwo in der französischen Provinz. Hinter ihrem Käsestand
steht, wie jede Woche, die gesamte Familie Bélier. Während die Eltern Rodolphe
und Gigi sowie Sohn Quentin zwar auffällig
freundlich, aber sehr schweigsam sind, ist
Tochter Paula umso gesprächiger. Die Kunden im Ort kennen das schon und wundern
sich schon lange nicht mehr, dass Paula
die Kundenwünsche für ihre Familie in Gebärdensprache übersetzt. Denn alle in der
Familie sind gehörlos – bis auf Paula. Doch
die Béliers sind ein munterer, verschworener Haufen und weit davon entfernt, die
Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Insbesondere hat sich Rodolphe in den Kopf gesetzt, Bürgermeister zu werden, denn vom
amtierenden hält er nichts. Rodolphe ist
sich seines Erfolgs sicher, und mit Paulas
geschickten Übersetzungskünsten wird er
die Kampagne schon gewinnen. Doch dann
tritt ein unerwartetes Hindernis auf! Paulas
Musiklehrer entdeckt ihre wunderschöne
Stimme und ermuntert sie, in Paris Gesang
zu studieren. Das stellt Paula vor Entscheidungen, die mit ein paar Gebärden nicht zu
lösen sind. Dazu kommt, dass Paula sich zu
allem Überfluss auch noch verliebt hat. Von
diesem Zeitpunkt an wissen alle am besten,
was für Paula gut ist, die Eltern, der Musiklehrer und auch ihre beste Freundin Mathilde. Doch Paula wäre keine Bélier, wenn sie
nicht ihren ganz eigenen Kopf hätte, und das
bringt so einiges durcheinander….
Die in Frankreich sensationell gestartete
Komödie hält die Balance zwischen Humor
und Ernsthaftigkeit und zeigt, dass es in der
scheinbar stillen Welt ganz schön hoch hergehen kann. Eric Lartigaus sensibel inszenierte Geschichte über das Anderssein und
über den Abschied von der Jugend, über
Familienbindung und Loslassen überzeugt
3

Superwelt

durch gefühlvolle Momente und vor allem
durch die atemberaubende Performance
von Debütantin Louane Emera als Protagonistin zwischen Rebellion und Anpassung.

Neben der preisgekrönten Karin Viard
überzeugt vor allem die ungeheuer erfrischende Präsenz der jungen Hauptdarstellerin und Newcomerin Louane Emera in
diesem bewegenden Schauspielerkino mit
berührender Dramatik und bezauberndem
Pep. – programmkino.de

Superwelt
AT 2014, 120 min, OdF, R/B: Karl Markovics,
K: Michael Bindlechner, S: Alarich Lenz,
D: Ulrike Beimpold, Rainer Wöss, Nikolai
Gemel, Angelika Strahser, Thomas Mraz,
Sibylle Kos

Matinee: Sonntag, 22. März, 13.00,
Moviemento – in Anwesenheit von
Karl Markovics
Das Leben einer Supermarktangestellten
verändert sich schlagartig durch die Begegnung mit Gott.
Gabi Kovanda, Ende 40, Supermarktangestellte, führt ein Leben zwischen Familie und
Beruf, zwischen Einfamilienhaus und Nahversorgungsbetrieb. Gabis Mann Hannes
arbeitet bei der Straßenmeisterei, ihr gemeinsamer Sohn Ronnie ist Zeitsoldat beim
Bundesheer und wohnt noch zu Hause.
Seine ältere Schwester Sabine lebt schon in
Wien und kommt nur noch an den Wochenenden vorbei. Gabis und Hannes‘ Leben
scheint geordnet und gesichert. Doch als
Gabi eines Tages von der Arbeit nach Hause
kommt, geschieht etwas, das ihr Leben mit
einem Schlag verändert. Es ist nichts zu sehen, nichts zu hören, und doch trifft es Gabi
wie ein Blitz aus heiterem Himmel – die Begegnung mit Gott.
AUS EINEM INTERVIEW
MIT REGISSEUR KARL MARKOVICS
In Ihrem neuen Film SUPERWELT geht
es um eine Kassiererin, der wie aus dem
Nichts Gott begegnet. Wie ist Ihnen diese
Geschichte begegnet? Stand wieder ein
starkes Einzelbild am Anfang, so wie schon
bei ATMEN?
Ja, das ist bei mir immer so. Ich nähere mich
von einer Momentaufnahme an, einem Bild
4

Das ewige Leben

wie ein Filmkader. Entweder ist das eines,
das aus meiner Vorstellung erwächst, wie
bei ATMEN, oder das einer realen Situation
entspringt. Bei SUPERWELT war das eine
Situation im Supermarkt. Die Kassiererin hat
einen Moment ohne Kundschaft genutzt, um
ihr Laufband mit Allzweckreiniger zu reinigen – und dabei hat sie ins Leere geschaut.
Das hat mich in diesem Moment gar nicht so
bewegt, sondern erst einen Tag später. Das
Alltägliche ist das, was mich am meisten interessiert, nämlich die Frage, was in einem
Menschen vorgeht, dem man täglich begegnet. Der tägliche Einkauf ist eine ganz öffentliche und banale Tätigkeit, und dennoch ist
das einzig Menschliche in einem Supermarkt
die Kassiererin. Das interessierte mich: diese
Frau zu porträtieren und sie mit dem Absoluten in Berührung zu bringen, also eine Begegnung mit Gott zu konstruieren.
Ist SUPERWELT auch eine jener Geschichten, die Sie in der Schublade gesammelt
haben, aber bei der Sie den letzten Schritt
zur Veröffentlichung nicht gewagt hatten?
Das ist eine Geschichte, die sich vorgedrängt hat. Ich hatte schon ziemlich weit an
einer anderen Geschichte gearbeitet, aber
dann habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit
an anderen Stoffen nicht mehr möglich war.
Also begann ich mit dem Schreiben an SUPERWELT. Es war dann trotzdem ziemlich
schwierig: Als der erste aufgestaute Ruck
an Energie weg war, kam so eine Leere. Da
wusste ich nicht, wie ich nun mit dieser Geschichte zurande kommen sollte. Aber das
sind wohl die üblichen Wellentäler.
Wie ist Gott in diese Geschichte geraten?
Dazu kann ich nur sagen, dass das vielleicht
das einzige Thema ist, an dem wirklich niemand vorbeikommt. Da fällt mir der Kalauer
des deutschen Kabarettisten Hans-Dieter
Hüsch aus den Achtzigerjahren ein, der
meinte: »An Gott kommt keiner vorbei, außer Rummenigge.« Tatsächlich beschäftigt
sich jeder Mensch mit diesem Thema, ob
er die Frage des Glaubens nun für sich abhakt oder ob er sich darauf einlässt – man
kommt da nicht dran vorbei.
Beschäftigt Sie das persönlich oder eher
als gesellschaftspolitisches Thema?
Das würde ich schon als sehr persönliches
Thema bezeichnen. Wenn es mir begegnet,
dann auf eine sehr elementare, existenzielle
Weise. Deshalb war da wohl auch der Entschluss zu sagen, ich versuche, darüber einen Film zu machen.

Vielen Dank für nichts

Vielen Dank
für Nichts
DE/CH 2013, 98 min, OdF,
R/B: Oliver Paulus, Stefan Hillebrand,
K: Pierre Mennel, S: Nela Märki, Torsten
Truscheit, Ana R. Fernandes,
D: Joel Basman, Nikki Rappel, Bastian
Wurbs, Anna Unterberger, Isolde Fischer,
Antonio Viganò
Premiere: Mittwoch, 18. März, 18.00,
Moviemento – in Anwesenheit der
DarstellerInnen Anna Unterberger
und Bastian Wurbs
Krimikomödie um ein lässiges Rollstuhlfahrer-Trio, das einen Tankstellenüberfall plant.
Das Leben ist nicht fair. Vor allem nicht für
Valentin. Nach einem Snowboard-Unfall sitzt
er im Rollstuhl, und als wäre das nicht genug,
zwingt ihn seine Mutter zur Teilnahme an
einem Theaterprojekt für Behinderte. In der
Pflegeeinrichtung in Südtirol nerven Valentin
nicht nur die überengagierte Sozialarbeiterin
Katja, sondern auch sein Zimmer inklusive
Windeln und Mitbewohner, dem ebenfalls an
den Rollstuhl gefesselten »Vollspasten« Titus
– und auf Theater hat er sowieso gar keinen
Bock. Auch für das restliche Leben im Heim
hat Valentin nicht viel übrig und zeigt das ungeniert. Weder der italienische Regisseur Antonio noch die Mitbewohner finden Zugang
zu ihm. Erst als die schöne Pflegerin Mira
auftaucht, scheint nicht mehr alles elend zu
sein. Stück für Stück entdeckt Valentin, dass
seine Mitbewohner zwar behindert, aber keineswegs bescheuert sind. Er freundet sich
mit Lukas an, der ebenso im Rollstuhl sitzt
und nur über einen Computer in ganzen Sätzen sprechen kann. Auch Valentins Beziehung zu Mira wird immer »hoffnungsvoller«.
Als er jedoch erfährt, dass sie einen Freund
hat, scheint alles aussichtslos. Zudem ist
der BWL-Student Marc – Miras Freund – ein
ziemlicher »Schleimbeutel«. Für Valentin ist
die Sache klar: Die Tankstelle, an der Marc
arbeitet, muss überfallen werden!
Titus und Lukas bieten sich euphorisch als
Komplizen an. Die drei Gangster versuchen,
sich erst ein Gewehr, dann eine Pistole zu
besorgen, was gegen alle Erwartungen sogar gelingt. Als Titus nach einem Zwischenfall aber kalte Füße bekommt, beschließen
Valentin und Lukas, das »krasse Ding« allein
durchzuziehen. Bewaffnet mit einer Spielzeugpistole kommt es zum Showdown zwischen den Zapfsäulen.

Still Alice

Das Regie-Duo Hillebrand/Paulus darf seit
seinen vielfach preisgekrönten Filmen DIE
WURSTVERKÄUFERIN und WENN DER
RICHTIGE KOMMT durchaus als so etwas
wie ein öffentlicher Geheimtipp bezeichnet werden. VIELEN DANK FÜR NICHTS
ist mittlerweile der vierte Spielfilm, der in
Co-Regie entstanden ist und der wiederum
den wundervollen und herrlich verschrobenen Stil der beiden Filmemacher auf die
Leinwand bringt – und wie gehabt richten
sie ihr Augenmerk darauf, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwinden zu
lassen. In ihrer neuen Komödie balancieren die beiden Regisseure die irrsinnigsten
Einfälle und die schmerzliche Tragik eines
erschütternden Schicksals meisterhaft aus,
schonungslos, aber ohne dabei jemals ihre
Figuren zu verraten.

VIELEN DANK FÜR NICHTS gehört zu einer neuen Generation von Filmen, die sich
nicht mehr damit begnügen, tränenreich
von Behinderten zu erzählen. In diesem Sinne sind es durchaus »Behinderten-Filme«
und nicht Sozial-Kitsch über »Menschen
mit Einschränkungen«. Sie wollen zeigen,
dass Behinderte keine windelweichen, politisch korrekten Sprachregelungen brauchen, sondern echtes Interesse für ihre mal
schwierige, mal schöne Lebenssituation.
– Die Zeit

Still Alice
US 2014, 99 min, Englisch OmU,
R/B: Richard Glatzer, Wash Westmoreland,
nach der Buchvorlage von Lisa Genova,
K: Denis Lenoir, S: Nicols Chaudeurge,
D: Julianne Moore, Kristen Stewart, Alec
Baldwin, Kate Bosworth, Hunter Parrish,
Stephen Kunken

Ab Freitag, 13. März
Prominent besetztes Drama über eine
Linguistik-Professorin, die als 50-Jährige
an Alzheimer erkrankt.
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum
jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt
Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort
nicht ein. Wenig später verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-Jährige, die
an der Columbia University Linguistik lehrt,
ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt.

Verstehen Sie die Béliers?

Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an
einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.
Ihre jüngste Tochter Lydia, die sich in Los
Angeles als Schauspielerin versucht, ist die
Erste, die etwas bemerkt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles
wie immer, nur dass sich Alice der Freundin
von Sohn Tom gleich zweimal vorstellt. Doch
auch aus anderen Gründen können Alice und
ihr Ehemann John es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu
sagen. Denn weil diese Form der Krankheit
vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt
betroffen sein. Anders als ihre schwangere
ältere Schwester Anna lässt Lydia sich selbst
nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft
zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da
sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer
das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt
sie enger zusammen denn je. Und als Alice‘
Zustand sich zusehends verschlechtert, ist
es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die
größten Opfer bringt. Die Figur, der das Leben langsam entgleitet, verkörpert Julianne
Moore, die souverän beweist, dass sie jeden
Part perfekt spielen kann. Wie sie sich gegen
den geistigen Verfall stemmt und versucht,
ein Stück Normalität zu bewahren, das wird
zu einer herzzerreißenden Performance, die
gerade mangels falscher Sentimentalität
besonders schmerzt. Der Abschied von der
eigenen Identität ist ein leiser Prozess, den
die Kranke auf Video bannt, und sich gleichzeitig Anweisungen gibt, was zu tun ist, wenn
sie die Krankheit nicht mehr ertragen kann.
Die anrührenden Szenen sind sparsam verteilt – das Gespräch zwischen Panik und
Scham mit dem Arzt, die bewegende Rede
von Alice auf einem Alzheimer-Kongress, die
Begegnung mit der jüngsten Tochter, mit der
sie trotz schwierigem Verhältnis eine große
Nähe verbindet (überzeugend und weit weg
vom TWILIGHT-Schema: Kristen Stewart).
Natürlich geht es um Krankheit, Trauer und
Verlust, aber nicht nur. Es geht auch darum,
wie Familie und Umwelt mit der komplizierten Situation umgehen, Verständnis oder
Unverständnis zeigen. Trotz konventioneller
Inszenierung zählt STILL ALICE zu den Dramen der Premiumklasse, die in der richtigen
Dosierung von Tragödie und leichtem Humor
tiefe Spuren hinterlassen.

Still Alice, angetrieben von Julianne
Moorse lodernder Darstellung, ist ein emotionalles Kraftwerk. Es wird dich ergreifen.
– Rolling Stone

Über die Jahre

Über die Jahre
AT 2015, 188 min, OdF,
R: Nikolaus Geyrhalter, B: N. Geyrhalter,
Wolfgang Widerhofer, K: N. Geyrhalter,
S: Wolfgang Widerhofer
Premiere: Freitag, 27. März, 18.00,
Moviemento – in Anwesenheit von
Regisseur Nikolas Geyrhalter
Dokumentation über den Verlust von Arbeit
und das Verschwinden von Industriezweigen, für die über zehn Jahre im niederösterreichischen Waldviertel gedreht wurde.
Zehn überraschende Jahre. Im Winter 2004
ist nicht klar, wie lange die alte Textilfabrik im
nördlichen Waldviertel noch wirtschaftlich
überleben kann. Als die Firma schließlich
doch zusperrt, beginnt für die Arbeiterinnen
und Arbeiter eine Zeit des Umbruchs. Die
Menschen leben auf dem Land und orientieren sich neu. Andere Arbeit, unbezahlte
Beschäftigung, mehr Zeit für Hobbys, für
das Engagement bei der Feuerwehr und die
Pflege der Angehörigen. Neuanfänge und
Veränderungen – das Leben geht weiter.
AUS EINEM INTERVIEw MIT Nikolaus
GEYRHALTER & WOLFGANG WIDERHOFER
Wie haben sich denn Ihre Fragestellungen
über diese zehn Jahre hinweg verändert?
Nikolaus Geyrhalter: Es gab keine Fragestellungen im eigentlichen Sinn. Es war bald
klar, dass der Film ab dem Moment, wo es
die Fabrik, die wir ja noch durchaus detailliert beschreiben konnten, nicht mehr gab,
eigentlich dem folgen würde, was das Leben
erzählt. Wie ein Baum, den man pflanzt und
bei dem man keine Ahnung hat, in welche
Richtung die Äste gehen werden – so hat
sich dieser Film entwickelt. Ich habe mich
beim Drehen auch darauf zurückgezogen,
möglichst wenig einzugreifen, einfach abzuwarten, was in den einzelnen Biographien
passiert. Zehn Jahre, auf sieben Protagonisten hochgerechnet, das sind 70 Lebensjahre, das ist ein ganzes Leben, da passiert
ja einiges. Dies wiederum in einen Film zu
gießen, Bilder zu finden, die dem gerecht
werden, das hab’ ich als meine Aufgabe
gesehen. Tatsache ist, dass diesen Film in
erster Linie das Leben der Protagonisten
geschrieben hat.
Wolfgang Widerhofer: Wir waren in einer
Position des Reagierens auf das Leben der
Protagonisten. Und ich finde es zentral,
dass das in die Form des Films schließlich
eingeflossen ist. Am Anfang war da wahn5

Shaun das Schaf – Der Film

sinnig viel Material aus der Fabrik, und man
sieht auch, dass dieses Fabrik-Material eine
viel größere Position der Sicherheit vermittelt, alles ist stabil. Da ist ein kompakter
Raum, ein geschlossenes Gebäude, man
hat die Leute alle vor Ort. Die Kamera hat
also zu Beginn eine souveränere Position,
und dann kommt dieser Einschnitt, die Fabrik wird zugesperrt, plötzlich fängt alles an,
sich zu bewegen. Plötzlich ist da die Handkamera, eine spielerische Dynamik kommt
in den Film rein. Eine offenere Form, in alle
Richtungen – wie mehrere Bäche, die zusammen- und auseinanderfließen. Mit allen
Elementen des Zufalls.

Shaun das Schaf
– Der Film
Shaun the sheep – The Movie
GB 2015, 85 min, ohne Dialog,
R: Richard Starzack, Mark Burton,
B: Mark Burton, Richard Starzack,
Richard Goleszowski,
K: Charles Copping, Dave Alex Riddett,
S: Sim Evan-Jones
Ab Freitag, 20. März
Erstes abendfüllendes Leinwandabenteuer
der animierten Knetfigur, in dem Shaun und
seine Freunde den heimatlichen Hof verlassen und sich in die Großstadt begeben.
Shaun treibt mal wieder gehörigen Unfug,
woraufhin es den Bauern ungewollt in die
Großstadt verschlägt. Sofort machen sich
Shaun und die Schafherde zusammen mit
Hund Bitzer auf den Weg, um den Bauern zu
retten. Und damit sind die Weichen für ein
heldenhaftes Abenteuer gestellt... Eine Geschichte darüber, dass wir manchmal das
Wichtigste im Leben vergessen: die Dinge,
die wir haben, und die Menschen, die uns
lieben, zu schätzen.
Von den Machern von WALLACE & GROMIT und CHICKEN RUN kommt im Frühjahr
2015 das neuste Stop­Motion-Highlight: Seit
seinem letzten Auftritt im Oscar-Gewinner
WALLACE & GROMIT – UNTER SCHAFEN
ist eine Weile vergangen, nun kommt das
weltbekannteste Schaf Shaun auf die große
Leinwand zurück! Unter der Regie von Richard Starzack und Mark Burton findet mit
SHAUN DAS SCHAF – DER FILM die erste
Zusammenarbeit zwischen Aardman Animation und STUDIOCANAL statt.
6

Cinderella

Leviathan

Cinderella

Leviathan

US 2015, 105 min, Englisch OmU,
R: Kenneth Branagh, B: Chris Weitz,
K: Haris Zambarloukos, S: Martin Walsh,
D: Cate Blanchett, Lily James, Richard
Madden, Stellan Skarsgård,
Holliday Grainger, Sophie McShera

RU 2014, 140 min, Russisch OmU,
R: Andrej Swjaginzew,
B: Oleg Negin, Andrej Swjaginzew,
K: Mikhail Kritschman, S: Anna Mass,
D: Alexei Serebrjakow, Elena Ljadowa,
Wladimir Wdowitschenkow,
Roman Madjanow, Anna Ukolowa,
Alexei Rozin

Ab Donnerstag, 12. März
CINDERELLA dreht sich um das Schicksal der jungen Ella, deren Vater nach dem
tragischen Tod der Mutter erneut heiratet.
Um ihren liebevollen Vater zu unterstützen,
heißt Ella ihre Stiefmutter Lady Tremaine
und deren Töchter Anastasia und Drisella
herzlich in der Familie willkommen. Doch
als auch ihr Vater unerwartet stirbt, ist Ella
schutzlos der Eifersucht und den Grausamkeiten ihrer neuen Familie ausgeliefert. Als
sie bald zu einer einfachen Dienerin degradiert und von allen hämisch »Cinderella«
genannt wird, scheint für Ella alles verloren.
Wäre da nicht die Erinnerung an ihre Mutter,
die Ella Mut und neue Hoffnung gibt. Als sie
eines Tages in den Wäldern einem Fremden
begegnet, scheint Ella endlich einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Sie hält den
charmanten Mann für einen Bediensteten
im königlichen Palast, nichtsahnend, dass
er in Wirklichkeit der Prinz selbst ist. Als der
Hof alle jungen Frauen des Landes zu einem
großen Ball einlädt, sieht Ella die Gelegenheit gekommen, ihn wiederzusehen. Mit Hilfe einer guten Fee macht sie sich auf, um ihr
Leben ein für alle Mal zu ändern…
Die meisten kennen die Geschichte vor allem in Form des Zeichentrickfilms von 1950,
aber die Ursprünge der ungerecht behandelten Heldin reichen zurück bis ins erste
Jahrhundert, wo sich die früheste bekannte
Version der Geschichte in der ägyptischen
Erzählung »Rhodopis« des griechischen
Historikers Strabo findet. 1697 entstand
Charles Perraults französische Interpretation des Märchens unter dem Titel »Cendrillon oder der kleine gläserne Pantoffel«, in
dem erstmals die gute Fee, die Kutsche aus
Kürbis und der gläserne Pantoffel auftauchen – dies ist die Adaption, die der von Disney am ähnlichsten ist. Die Brüder Grimm
veröffentlichten ihre Variante, »Aschenputtel«, in Deutschland im Jahr 1812. Anstelle
der guten Fee tritt bei ihnen ein Vogel auf.
Seither gab es zahllose Inkarnationen der
Geschichte in allen möglichen Formen und
Medien, darunter Print, Film, Fernsehen,
Bühne, Musik und Kunst.

Ab Freitag, 13. März
Was kann ein Individuum ausrichten, wenn
es einem herzlosen Staat gegenübersteht?
Kolia lebt als einfacher Automechaniker im
rauen, schönen Norden Russlands. Zusammen mit Frau und Sohn bewirtschaftet er
das Fleckchen Land an der Küste der Barentssee, das bereits seit Generationen im
Besitz seiner Familie ist. Die unberührte,
atemberaubende Landschaft lockt bald den
durchtriebenen Bürgermeister Vadim an,
der mit allen Mitteln einer korrupten Bürokratie versucht, Kolia von seinem Land zu
vertreiben. Eine belastende Akte, die Kolias
Jugendfreund Dimitri zu Tage fördert, soll
Vadims Enteignungsplänen ein Ende setzen. Doch Vadim hat genügend Geld und
mächtige Verbündete in Moskau…
Der russische Ausnahmeregisseur Andrej
Swjaginzew (THE RETURN – DIE RÜCKKEHR, Goldener Löwe Venedig 2003) schildert bildgewaltig die Geschichte eines rechtschaffenen Mannes, der an der Barentssee
als arktischer Hiob gegen seinen von der
korrupten Verwaltung beschlossenen Untergang kämpft. Die meisterhafte Parabel
über die Moral der russischen Gesellschaft
wurde von der Presse gefeiert und vielfach
preisgekrönt. Zu den Auszeichnungen gehören der Preis für das beste Drehbuch bei
den Filmfestspielen in Cannes, als bester
Film beim London Film Festival sowie vier
Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2014. LEVIATHAN erhielt den Golden
Globe als »bester fremdsprachiger Film«. In
dieser Kategorie ist er zudem als russischer
Beitrag für den Oscar nominiert.
REGIESTATEMENT
Wenn ein Mensch den festen Griff der Angst
verspürt im Angesicht von Not und Ungewissheit. Wenn ihm die Zukunft perspektivlos erscheint. Wenn ihn die Sorge um
seine Angehörigen umtreibt. Wenn der Tod
drohend auf der Pirsch lauert – was bleibt
diesem Menschen noch anderes übrig, als
seine Freiheit und den freien Willen bereit-

Ma Folie

willig aufzugeben in der Hoffnung, dafür
eine trügerische Sicherheit, sozialen Schutz
und gar die Illusion von Gemeinschaft zu bekommen? Thomas Hobbes beschreibt den
Staat aus philosophischer Sicht als Pakt
des Menschen mit dem Teufel. Er sieht ihn
als ein von Menschen geschaffenes Monster, das dazu geschaffen wurde, »den Krieg
jeder gegen jeden« zu verhindern. Der verständnisvolle Wunsch, Sicherheit im Tausch
für die Freiheit zu erlangen, ist des Menschen einziges, wahres Besitztum.

Ma Folie
AT 2015, OdF, 99 min,
R/B: Andrina Mračnikar,
K: Gerald Kerkletz, S: Karina Ressler,
D: Alice Dwyer, Sabin Tambrea,
Gerti Drassl, Oliver Rosskopf,
Rayana Sidieva, Gisela Salcher

Ab Freitag, 27. März
Hanna liebt Yann und die Lettres filmées,
kurze, poetisch-essayistische, mit dem
iPhone aufgenommene Filme, die er ihr
schickt. Yann liebt Hanna, aber er vertraut
ihr nicht. Er verlässt sie, doch lässt er sie
nicht mehr allein. Seine Lettres filmées werden zur Bedrohung und Hanna weiß nicht,
wem sie noch vertrauen kann – oder ob sie
sich selbst noch vertrauen kann. MA FOLIE
beginnt als romantische Lovestory, als leidenschaftliche »Amour fou«, entwickelt sich
aber nach und nach zu einem vielschichtigen Psychothriller, bei dem die Grenzen zwi-

Superwelt

schen Eigen- und Fremdwahrnehmung, Vertrauen und Misstrauen, Realität und Illusion,
Wahrheit und Lüge verschwimmen.
REGIESTATEMENT
Ich sehe MA FOLIE als Genrefilm: Vom romantischen Beziehungsdrama kippt der Film
in den Thriller, und die Lettres filmées haben
Einsprengsel, die an Horrorfilme erinnern.
Oft wird ein Genrewechsel als problematisch
angesehen, in MA FOLIE ist der Wechsel im
Thema begründet: So wie sich die Figuren
wandeln, kippen und schließlich anders sind,
als man es von ihnen dachte, wandelt sich
auch der Film. Wenn die Welt, in der man
sich bewegt, und die Wahrheiten, an die man
glaubt, zu bröckeln beginnen, wenn alles
durchzogen ist von Misstrauen, Eifersucht
und möglicher Paranoia, ergibt sich dadurch
zwangsläufig Angst und mit ihr der Thriller.
Die Themen, die sich auf allen Ebenen durch
den Film ziehen und ihn bestimmen, sind
Fragen nach Wahrheit, Lüge, Darstellung
und Täuschung, bis hin zum Misstrauen in
die eigene Wahrnehmung. Man kann das auf
einer ganz individuellen Ebene sehen, aber
ich sehe den Film auch in einem größeren,
gesellschaftlichen Kontext: In einer Zeit, in
der Bilder allgegenwärtig sind, von jeder/m
gemacht werden können und auch jederzeit
ins Internet gestellt werden können, verstärkt sich die Frage nach (medialer) Selbstdarstellung und der Darstellung/Spiegelung
von anderen. Nicht zuletzt ist MA FOLIE ein
Film über Bilder, über deren Interpretationsund Manipulationsspielraum. Obwohl wir
über die Täuschungskraft der Bilder längst
Bescheid wissen, glauben wir doch meist,
dass das, was wir sehen, wahr ist. Somit ist
MA FOLIE auch ein wenig ein Film über Film.

Tableau Noir

Tableau noir
CH 2013, 117 min, OdF, R: Yves Yersin,
K: Patrick Tresch, Yves Yersin,
S: Jean-Baptiste Perrin, Yves Yersin,
Mamouda Zekrya
Ab Freitag, 6. März
Die École Primaire Intercommunale de Derrière-Pertuis befindet sich in einem Weiler
mit fünf Häusern am Rande des Val-de-Ruz
(Neuenburger Jura) auf 1153 Metern Höhe
– im Zentrum einer Region, die von den Einheimischen »La Montagne« genannt wird.
TABLEAU NOIR taucht ein in den Mikrokosmos einer Klasse. Über den Zeitraum
eines Schuljahres dokumentiert der Film
die Atmosphäre, das Klima von Gemeinsamkeit und Austausch in einem arbeitsamen, aber auch ausgelassenen Ambiente.
Regisseur Yves Yersin begleitet die Schüler
zudem in ihre familiäre Umgebung und situiert die Schule dabei im sozialen Umfeld
von »La Montagne«. Diese Reise in die Welt
des Zwischenmenschlichen der Schüler
weckt Erinnerungen an die eigene Kindheit
und an eigene Erfahrungen. Die von großer
Empathie getragene Aufmerksamkeit richtet sich immer mehr auf die Einzigartigkeit
jedes einzelnen Kindes. Man entdeckt ihre
Wesensart, ihre Anliegen, wird Zeuge von
überraschenden Ereignissen und der damit
verbundenen Gefühle. Der Film nähert sich
seinen Themen auf impressionistische, subjektive Art – wohlwollend, aber keineswegs
gefällig. Er ist die Chronik einer Alltagswirklichkeit, wobei die Fakten für sich sprechen,
unkommentiert bleiben. TABLEAU NOIR
regt zu Reflexionen über das Thema der

CrossingMovie card
Das CineastInnen-Doppelpack!

MovieMember Karte &
Crossing Europe Festivalpass
auf einer Karte.
Infos und Verkauf an der
-Kassa
www.crossingEurope.at/tickets

filmfestival linz // 23. – 28. april 2015

7

Vielen Dank Für nichts

Titos Brille

schulischen Grundausbildung an, welche
über den Rahmen dieser außergewöhnlichen Schulklasse hinausweisen.
REGIESTATEMENT
Ich selber habe schlechte Erinnerungen
an meine Primarschulzeit in einem Dorf in
den 1950er-Jahren, und bei meinem Sohn
hinterließ die Schulzeit ein Gefühl von Fadheit. Ich habe mich oft über die Mittelmäßigkeit des Bildungswesens beklagt: über
das fehlende Charisma gewisser Lehrkräfte,
über den Mangel an Offenheit gegenüber
der Gesellschaft und den beruflichen Wünschen der Schüler, über das geisttötende
Vollpfropfen der Kinder mit Schulstoff. Insbesondere im Kanton Waadt, wo ich herkomme, erschien mir das Bildungswesen
geradezu verklebt – durch seine administrative Schwerfälligkeit, das Chaos bei der
Umsetzung immer neuer Reformen, die
paralysierende Verpolitisierung pädagogischer Anliegen. Ein so komplexes, delikates
Thema wie die Grundschulbildung erfordert
eine differenzierte Herangehensweise. Deshalb wollte ich weder eine Untersuchung
noch eine Kontroverse inszenieren und keine spekulativen oder dualistischen Schlussfolgerungen ziehen. Zum einen habe ich keine Patentlösung anzubieten, zum anderen
wollte ich keinen Katalog von »guten« oder
»schlechten« schulischen Einrichtungen
erstellen. Ich nehme also eine kritische,
indirekte Haltung ein: Ich will das Bessere
zeigen, um das Schlechtere anzuprangern.

Titos Brille

bens sind die Wunden aus der Vergangenheit ihrer Eltern bis heute zu spüren und die
Suche nach den eigenen Wurzeln ein steter
Begleiter. Die Regisseurin Regina Schilling
(BIERBICHLER) begleitet Adriana zu den
Spuren der Familie Altaras auf einer Reise von Berlin über Gießen, Italien bis nach
Zagreb, Split und Rab. Wir teilen die Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn Geschichte
persönlich wird – die Lager, der Widerstand,
die Schauprozesse, Flucht und Neuanfang.
TITOS BRILLE basiert auf dem gleichnamigen Überraschungserfolg und Bestsellerroman Adriana Altaras‘, die uns hier als
Protagonistin an ihrem selbstironischen
und humorvollen Roadmovie durch die
Geschichte ihrer Familie teilnehmen lässt.
In Adrianas Person vereinen sich das alte
Europa der k.u.k. Zeit mit dem angesagten
Gegenwarts-Berlin, jüdischer Witz mit katholischer Gründlichkeit, Waldorf-Weltsicht
mit italienischen Kaschmir-Twinsets und
jede Menge Geschichte.

babykino

jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino
Am Mi 4. März zeigen wir
Selma (9.30) /
Sehnsucht nach paris (10.00)
Ein Kinoangebot speziell für Eltern mit Babys und Kleinkindern. Sehen Sie aktuelle
Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziellen Vorführungen, bei denen Sie Ihr Kleinkind getrost in den Kinosaal mitnehmen
können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

DE 2014, 94 min, OdF, R/B: Regina Schilling,
K: Johann Feindt, S: Jamin Benazzouz

Ab Freitag, 6. März
Adriana Altaras stammt aus einem Land,
das es so nicht mehr gibt: Jugoslawien. Die
Tochter jüdischer Partisanen, die für Tito
kämpften und die im Nachkriegsdeutschland ein neues Leben begannen, erzählt
in TITOS BRILLE von ihrer »strapaziösen
Familie«. Heute ist sie Regisseurin, Schauspielerin, Autorin, Mutter zweier Kinder und
Ehefrau eines deutschen Katholiken. So ungewöhnlich Adrianas Familienleben auf den
ersten Blick auch sein mag, so beispielhaft
ist es für einen Großteil der Generation der
Nachkriegskinder – trotz eines prallen Le8

Filmring
Prisoners
Mo 16. – Fr 20. März, 17.30, City-Kino
In einer kleinen Stadt in Pennsylvania verschwinden an Thanksgiving zwei kleine Mädchen. Als alle Ermittlungen im Sande verlaufen und ein der Tat verdächtigter, aber geistig
unterbemittelter Mann wieder auf freien Fuß
kommt, nimmt einer der Väter die Sache
selbst in die Hand. Ein fesselndes Duell zwischen dem verzweifelten Mann und einem

Still Alice

kinderlosen Polizisten beginnt, der atemberaubende Wettlauf mit der Zeit um das
Leben der Kinder wird zum Psychothriller.
www.filmring-linz.at

Südwind
Private Revolutions
Di 3. März, 18.00, Moviemento
Im Europäischen Jahr für Entwicklung
weht der Südwind nach Monatsthemen, im
März ist es, passend zum internationalen
Frauentag, »Mädchen und Frauen«. Deren
Lebenswelten, Diskriminierung, Chancen
und Herausforderungen zeigt der Film
Private Revolutions, in dem vier junge
Ägypterinnen um die Verbesserung ihrer
Welt kämpfen. Amani Eltunsi ist an diesem
Abend zu Gast. Sie ist eine der Protagonistinnen des Films, Radiomacherin und Verlegerin und setzt sich in Ägypten sehr stark
für die Rechte von Frauen ein.
Mehr zum entwicklungspolitischen
Engagement von Südwind unter:
www.suedwind-agentur.at/ooe

AK-Kultur
Superwelt
Fr 27. März, 21.00, Moviemento
AK-Kultur & Moviemento haben für Filmfreund_innen eine Kooperation vereinbart.
Inhalt dieser Zusammenarbeit ist, dass einmal monatlich gemeinsam ein Film vorgeschlagen wird, für den AK-Mitglieder mit der
Leistungskarte oder der AK-plus-Card einen
ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro zahlen.
Für die jeweiligen Filme mit sozialem oder politischem Hintergrund werden Einführungsreferate angeboten. Das Einführungsreferat
für den März-Film Superwelt hält der
Linzer Filmwissenschafter Markus Vorauer.

Cinespañol
Prämierte lateinamerikanische &
spanische Filme im Moviemento

Camera Obscura

ES 2011, 91 min, Spanisch OmU,
R: Maru Solores
Di 10. März, 19.00, Moviemento
Die dreizehnjährige Ane ist blind. Während
ihre Eltern sie deshalb immer wieder operieren lassen wollen, kommen für sie selbst mit
der Pubertät ganz andere Fragen auf: Was
bedeutet es, schön zu sein? Werde ich auch
so jemandem gefallen? Während die Familie die Ferien in einem Küstenort verbringt,
taucht Antonio, der Cousin ihres Vaters, ein
Fotograf, auf und bringt Leben ins Haus.
Ane will sich nicht als Opfer sehen, sondern
kämpft darum, trotz ihres Handicaps ihren
eigenen Weg im Leben zu finden.

De Martes a Martes

AR 2012, 98 min, Spanisch OmU,
R: Gustavo Fernández Triviño
Di 17. März, 19.00, Moviemento
Juan ist 35 und Hobby-Bodybuilder. Doch
trotz seiner Größe und seiner Muskelmasse wird er in der Fabrik, in der er arbeitet,
von seinen Kollegen und seinem Boss schikaniert. Im Geheimen träumt Juan davon,

in der Fabrik aufzuhören und sein eigenes
Fitness-Studio aufzumachen. Doch dafür
braucht er Geld, das er noch längst nicht zusammengespart hat. Als Juan eines Tages
spätabends die Fabrik verlässt, sieht er, wie
ein reicher Geschäftsmann die Verkäuferin
Valeria missbraucht – und greift nicht ein.
Wenn Juan nicht zur Polizei geht, könnte er
dem reichen Mann durch Erpressung das
nötige Geld für sein Sport-Studio abknöpfen, aber dann würden die Taten des Vergewaltigers ungesühnt bleiben. Kann Juan das
mit seinem Gewissen vereinbaren?

Pescador

immer tiefer in die Misere schlittern. Damit zeichnet er den typischen Verlauf eines
Charakters, der eigentlich alles nur richtig
machen will und so einen Fehler nach dem
anderen begeht. Ein charmanter Film mit
eindrucksvollen Bildern, einer sympathischen Hauptfigur und einem mitreißenden
Soundtrack, der einen durch und durch unterhaltsamen Kinoabend verspricht.

Tiempos Menos Modernos
AR 2012, 95 min, Spanisch OmU,
R: Simon Franco

Di 24. März, 19.00, Moviemento
Der dreißigjährige Blanquito lebt mit seiner
Mutter in dem kleinen Fischerdorf El Matal
an der ecuadorianischen Küste. Er lässt sich
lieber treiben, als sich um seine Zukunft zu
kümmern – einzig die schöne Lorna, die mit
einem reichen Städter zusammen ist, hat es
ihm angetan. Eines Tages sinkt in der Nähe
der Küste ein Schiff und treibt etliche Kisten
voll Kokain an Land. Die Fischer sind überglücklich, dass sie nun endlich eine Möglichkeit haben, zu Geld zu kommen. So auch
Blanquito, der mit dem unverhofften Geldsegen Lorna beeindrucken will. Mit einer
Mischung aus Tragik und Humor lässt der
ecuadorianisch-kolumbianische Regisseur
Sebastian Cordero seinen Protagonisten

Di 31. März, 19.00, Moviemento
Ramiro Payaguala ist ein Ureinwohner Patagoniens, der abgeschnitten von der Welt
in einer kleinen Hütte lebt. Mitten in der
urwüchsigen Natur führt er ein einfaches
Dasein, das vor allem aus Arbeit und gelegentlichen musikalischen Darbietungen
für Touristen besteht, an die er auch seine
Kunst verkauft. Als Payaguala ein Paket
vom Ministerium für soziale Entwicklung
erhält, lässt er es ungeöffnet und ignoriert
es. Erst als sein Freund Felipe ihn besucht,
öffnen sie es gemeinsam und finden darin
einen Fernseher. Obwohl er skeptisch ist,
lässt Payaguala Felipe den solarbetriebenen
Apparat installieren. Die Gleichgültigkeit
des Mannes, der in weniger modernen Zeiten lebt, ändert sich jedoch, als er die ersten
Bilder über den Bildschirm flackern sieht:
Charlie Chaplins MODERNE ZEITEN verändert sein Leben.

seinen letzten Fall nochmals aufrollt. Da der
Film außer Konkurrenz lief, konnte er keinen
der verdienten Preise bekommen. Hoffentlich findet sich ein Verleih für dieses kleine
Kinojuwel.
Den Preis für die beste Regie teilen sich
zwei Filmemacher aus Osteuropa: Aferim!
vom rumänischen Regisseur Radu Jude,
ein Schwarz-Weiß-Film über Sklaverei im 19.
Jahrhundert in der Walachei und Body der
Polin Malgorzata Szumowska. In dem Film
geht es um das zerrüttete Verhältnis eines
Vaters zu seiner magersüchtigen Tochter.
Mit dem Großen Preis der Jury wurde der
umjubelte El club von Pablo Larrain geehrt. Der Silberne Bär Alfred Bauer Preis ging
an den guatemaltekischen Beitrag Ixcanul
von Jayro Bustamante. Mit Ixcanul war
erstmals ein Film aus Guatemala im Wettbewerb – und Jayro Bustamentes Langfilmdebüt wirkte sehr authentisch. Doch Maria
träumt vom Ausbruch aus dieser Enge. El
Club von ¡No!-Regisseur Pablo Larrain
konnte ebenfalls überzeugen. Eine zum Teil
sehr skurrile Aufarbeitung von Mißbrauchsfällen katholischer Priester in Chile.

Dass Werner Herzogs Queen of the
Desert, einer der schlechteren Filme auf
dieser Berlinale – ebenso leer ausging wie
– Andreas Dresens Als wir träumten,
war klar. Dresen ist wenigstens interessanter
gescheitert.
Die Bombe war da, am 8. November 1938.
Aber Hitler ging zu früh. Der Gang der Geschichte hätte sich ändern können. Oliver
Hirschbiegel setzt dem Attentäter Georg
Elser in Elser ein gelungenes filmisches
Denkmal (ab 15. Mai im Kino). Wohlwollend
aufgenommen wurden die beiden österreichischen Filme im »Internationalen Forum
des jungen Films« Über die Jahre von
Nikolaus Geyrhalter und Karl Markovics
Superwelt. Beide kommen noch im März
in unsere Kinos und werden in dieser Nummer auf Seite 4 und 5 besprochen. Dass mit
Das ewige Leben die erste Brennerverfilmung nicht im Zoopalast bejubelt werden
konnte, war einmal mehr ein Mysterium der
Auswahlkommission, da hätten die Berlinale-Macher auf manches stattdessen gern
verzichten können.
Wolfgang Steininger

EC 2011, 96 min, Spanisch OmU,
R: Sebastian Cordero

Berlinale 2015
von Wolfgang Steininger

Da kommst du am zweiten Tag der Berlinale
an und schon hast du die wichtigsten Siegerfilme verpasst. Bei der Preisverleihung im
Berlinale-Palast am Potsdamer Platz nimmt
Hanna Saeidi, das Mädchen, das man aus
dem Film Taxi von Jafar Panahi kennt, als
sie selbst, die Nichte von Panahi, den Goldenen Bären entgegen, den Jafar Panahi
wegen des Ausreiseverbots nicht persönlich annehmen kann. Taxi hat er trotz des
Berufsverbots drehen und aus dem Iran
herausschmuggeln können. Allseits wurden
dieser Film und die Juryentscheidung gelobt. Ebenso einig war man sich bei den beiden Schauspielerpreisen für die britischen
Schauspieler Tom Courtenay (ja, der junge
Revolutionär Strelnikow aus Dr. Schiwago) und Charlotte Rampling für ihre Rollen
in dem Beziehungsdrama 45 Years von
Andrew Haigh. Beide Filme werde ich mir
wohl in unseren Kinos anschauen dürfen. Da
wird sich nun nach diesen Preisen doch ein
Kinostart in Österreich ausgehen.
Auch von großartigen Schauspielern getragen war Mr. Holmes, Ian McKellan in der
Rolle des 93jährigen Sherlock Holmes, der

9

KUNST IN DIE STADT!
Gespräche zum Höhenrausch

Do, 26. Februar 2015, 19.00 Uhr, OK Saal
Kasper König im Gespräch mit Martin Heller
Do, 12. März 2015, 19.00 Uhr, OK Deck
Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin)
im Gespräch mit Peter Arlt
Di, 21. April 2015, 19.00 Uhr, OK Deck
Sonja Beeck im Gespräch mit Angelika Fitz
Mo, 11. Mai 2015, 19.00 Uhr, OK Deck
Martina Löw im Gespräch mit Genoveva Rückert
Di, 23. Juni 2015, 19.00 Uhr, OK Deck
Liz Diller (Diller Scofidio + Renfro) im Gespräch
mit Sabine Pollak
Die Vorlesungen sind eine Kooperation mit der Kunstuniversität Linz,
Architektur und Urbanistik; Alle infos: www.ok-centrum.at
OK im OÖ Kulturquartier, OK Platz 1, A- 4020 Linz, T.+43.732.784178, www.ok-centrum.at

KQ14_ins_Moviemento_KunstidStadt_RZ_86x131.indd 1

17.02.15 14:44

Eigenproduktion

E
B
U
A
L
G
LIEBE
G
N
U
N
HOFF

MÄRZ 2015

von
rstück
Theate Horváth
on
Ödön v

tribünelinz Theater am Südbahnhofmarkt
Eisenhandstraße 43 | 4020 Linz

www.tribuene-linz.at

TERMINE & INFOS & KARTEN

0699 11 399 844 | karten@tribuene-linz.at | www.tribuene-linz.at (ONLINE-DIREKT)

10

Moviemento & City-Kino
März 2015

die spielzeiten und - orte entnehmen sie bitte
unserem wochenprogramm, unserer homepage sowie der tagespresse

FilmBrunch

Filmstarts

Sonntags im Moviemento &
Gelben Krokodil

aB Do 5. März

aB Fr 20. März

Das ewIge LeBen odF

shaun Das schaF –
Der FILm

so 1. März
11.15
whiplash
11.15
the imitation Game
11.30
national Gallery
13.10
foxcatcher
13.30
Birdman

tItos BrILLe odF

superweLt odF

de 2014, 94 min, r: regina schilling
laufzeit: mindestens 2 wochen

at 2014, 120 min, r: karl Markovics
laufzeit: mindestens 3 wochen

taBLeau noIr odF

Verstehen sIe
DIe BéLIers omu

so 8. März
11.15
titos Brille
11.30
das ewiGe leBen
13.00 das ewiGe leBen im City-kino
13.30
oscar-Gewinner im City-kino

at/de 2015, 122 min,
r: wolfgang Murnberger
laufzeit: mindestens 5 wochen

aB Fr 6. März

Ch 2013, 117 min, r: yves yersin
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Do 12. März

cInDereLLa omu

us 2015, 105 min, r: kenneth branagh
laufzeit: mindestens 3 woche

aB Fr 13. März

LeVIathan omu

Shaun the Sheep – the Movie
gb 2015, 85 min, r: richard starzak
laufzeit: mindestens 4 wochen

so 15. März
11.15
still alice
11.15
cinderella
11.30
american sniper
13.10
das ewiGe leBen
13.15
preview
Verstehen sie die Béliers

La famille Bélier
Fr 2014, 105 min, r: éric lartigau
laufzeit: mindestens 4 wochen

VIeLen Dank
Für nIchts odF

de/Ch 2013, 98 min,
r: oliver paulus, stefan hillebrand
laufzeit: mindestens 3 wochen

ru 2014, 140 min, r: andrey Zvyagintsev
laufzeit: mindestens 2 wochen

aB Fr 27. März

stILL aLIce omu

at 2015, 99 min, r: andrina Mracnikar
laufzeit: mindestens 2 woche

us 2014, 99 min,
r: richard glatzer, wash westmoreland
laufzeit: mindestens 3 wochen

premieren
im Moviemento

MI 18. März, 18.00
Vielen dank für nichts
in anwesenheit der darstellerinnen
anna unterberger und bastian wurbs

so 22. März, 13.00
matinee: superwelt
in anwesenheit des regisseurs
karl Markovics

Fr 27. März, 18.00
üBer die Jahre
in anwesenheit des regisseurs
nikolaus geyrhalter

südwind
DI 3. März, 18.00, MoVIEMEnTo
priVate reVolutions
siehe seite 8

ma FoLIe odF

üBer DIe Jahre

odF

at 2015, 188 min, r: nikolaus geyrhalter
laufzeit: mindestens 2 wochen

so 8. März, 13.00, MoVIEMEnTo
spuren
weltfrauentag – women only
anmeldung unter frauen.ooe@gruene.at

tischreservierung im gelben krokodil
dringend empfohlen: 0732/784182

Babykino

Filmgespräche

im City-Kino

mit Markus Vorauer

MI 4. März
9.30 selma
10.00 sehnsucht nach paris

Fr 6. März, 21.00, MoVIEMEnTo
taBleau noir
mit der volkshochschule

klassik im kino

Fr 27. März, 21.00, MoVIEMEnTo
superwelt

im City-Kino

mit der arbeiterkammer

Filmring der Jugend
Mo 16. – Fr 20. März, 17.30
prisoners

so 29. März
11.15
Verstehen sie die Béliers
11.15
shaun das schaf
11.30
cinderellla
13.00 superwelt
13.10
üBer die Jahre
es stehen für den brunch zwei termine
zur verfügung:
1. termin 10.00 – 11.15 uhr,
2. termin 11.45 – 13.00 uhr

grüne Frauen oÖ

im City-Kino

so 22. März
11.15
Verstehen sie die Béliers
11.15
shaun das schaf
11.30
cinderellla
13.00 superwelt
13.10
Vielen dank für nichts

so 8. März, 17.00
romeo und Julia
ballett aus dem bolschoi theater, Moskau

DI 17. März, 20.15
schwanensee
live ballett aus dem royal opera house

Moviemento OK Platz 1, 4020 Linz, 0732/78 40 90
City-Kino Graben 30, 4020 Linz, 0732/77 60 81

www.moviemento.at

11

JERICO UND MARS FILMS PRÄSENTIEREN

KARIN VIARD FRANÇOIS DAMIENS ÉRIC ELMOSNINO LOUANE EMERA

VERSTEHEN SIE
DIE

BÉLIERS?
EIN FILM VON ÉRIC LARTIGAU

So haben
Sie französische
Chansons noch
nie gehört!

›Eine feinfühlige
turbulente Komödie aus Frankreich‹
PROGRAMMKINO.DE
MIT

ROXANE DURAN ILIAN BERGALA LUCA GELBERG

Ab 20. März im Kino
/VerstehenSieDieBeliers
12
Österreichische Post AG/Sponsoring.Post - Verlagspostamt: 4020 Linz, Donau - GZ 02Z031032 S

Related Interests